Remis im Härtetest gegen Fenerbahce Istanbul

Emre, Roberto Carlos und nicht zuletzt der Trainer Daum – das sind die Namen bei Fenerbahce Istanbul, die den Club da gestern forderten, ein echter Härtetest über 90 Minuten also. Und der Club hat ihn bestanden.

Am Ende hieß es 3:3 in Friedrichshafen gegen Fenerbahce Istanbul und Roberto Carlos selbst attestierte dem Club eine gute Leistung und erkannte an, dass der Club bereits merklich weiter in der Vorbereitung sei (Interviews ClubTV). Die individuell bessere Klasse war wohl auch den Spielern aus Istanbul bewusst, man habe das Gefühl gehabt, phasenweise wollen sie einen „verarschen“ (Kluge, O-Ton ClubTV). Doch der Club ließ sich trotz 2:0 und 3:1 Rückstand nicht unterkriegen und konnte mit zwei Treffern kurz vor Schluss noch zum allseits attestierten verdienten Remis ausgleichen.

Interessant die Aufstellung, die vielleicht schon einen Ausblick auf den ersten Spieltag geben könnte:
Schäfer – Diekmeier (81. Judt), Wolf, Pinola, Bieler – Kluge (87. Welnicki), Mnari, Gündogan (46. Broich) – Eigler (76. Kaya), Mintal, Boakye (46. Charisteas)
Ein 4-3-3 also, wobei man aus den wenigen Spielszenen, die bei ClubTV zu sehen waren, nicht genau die taktische Formation erkennen konnte – zu vermuten ist ein Sechser mit Mnari, davor Gündogan und Kluge im zentralen Mittelfeld, Mintal als Hängend Spitze und davor zwei Stürmer. Eine klassische Raute wäre das also, sehr mutig offensiv dazu. Was Gündogan dazu auch gegen Istanbul anbot (was man so sehen konnte), macht schon viel Freude.

Die Stimmung jedenfalls muss vor den 5.500 Zuschauern prima gewesen sein, was man im folgenden Videoschnipsel erahnen kann:

4 Gedanken zu „Remis im Härtetest gegen Fenerbahce Istanbul

  • Ja, würde auch sagen, es war eine Raute (ist ja das bevorzugte System). Ich wiederhole hier nochmal meinen Eintrag von anderer Stelle, weil es hier dazugehört:

    Habe das Spiel am Livestream verfolgt und muss sagen, das Ergebnis schmeichelt den Istanbulern sogar: Deren Tore waren alles mehr oder weniger dumme Abwehrfehler des Glubb:
    beim 1 : 0 ist Pino als letzter Mann ausgerutscht, beim 2 : 0 hat Schäfer einen dämlich unkonzentrierten Pass quasi in den Gegner gespielt und beim 3 : 1 wurde der Schütze (Fernschuss aus 20 – 25 m) einfach zu spät angegriffen. Herausgespielt war somit keines der Tore.
    Der Glubb dagegen hat alle 3 Tore schön aus dem Spiel heraus nach schönen Kombinationen erzielt: 2 x Eigler (ein Assist von Mintal, das andere ein Doppelpass mit Kluge nach Zuspiel von Gündogan) und besonders schön war das 3 : 3 nach einem klasse Zuspiel von Broich, das Mintal mit der Brust in den Strafraum mitnahm und dann in typischer Manier versenkte.
    Insgesamt war der Glubb die dominierende Mannschaft und der Daum war danach entsprechend angepisst, wurde im Interview des türkischen Fernsehens (auf Deutsch, ich dachte er könne längst Türkisch) fast ausfallend 😉

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  • Insgesamt macht das Mut, auch das bisschen was ich gesehen und gelesen habe. Bei den beiden Fehlern allerdings hab ich mich an alte Zeiten erinnert gefühlt (will ich aber nicht heraufbeschwören!), als man „eigentlich“ gut spielte und dann immer durch genau so unnötige Fehler sich um den Lohn brachte. Aber das ist (hoffentlich) Schnee von gestern und das gestern eine Ausnahme. 🙂

    Freuen wir uns über Spielfreude, Torabschlüsse und Resultat.

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  • Darum ist wohl auch wichtig, dass man solche Testspiel macht, dass solche Fehler auch passieren. Ich finde es sogar gut, dass man sie so offensichtlich sehen konnte. Denn nur so kann man direkt daran arbeiten (außer vll am rutschigen Boden *g*). Bis zum ersten wichtigen Spiel sind es nun noch 14 Tage. Da kann man solche Sachen gezielt angehen. Ein 3:0 gestern, wo Fernabace seine Chancen dann nicht genutzt hätte, hätte uns diese kleinen Abstimmungsschwierigkeiten nicht vor Augen geführt. Ist doch Ähnlich wie nach der 6:2 Niederlage in Aachen. Ich bin der Meinung, dass uns diese gerade den letzten Kick zum Aufstieg gegeben hat!
    Also Jungs weiter hart Arbeiten, dann hauen wir zu erst die Dresdener weg, und dann die Freunde aus dem Pott.

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