Die Empfehlungen des Dr. Pfau

„Gündogan war stark heute“, sagte Hannes, „das Dreinull hat er sauber gemacht (klick) und auch sonst hat er einige prima Szenen gehabt, scheint echt ein guter Mann zu sein, der macht seinen Weg in der Bundesliga, ich sag’s euch, der macht seinen Weg“, und Alfred sagte: „Au weh, jeds kummd der Bleedl widder, der hoddmi am Middwoch scho gnervd, der Kaschber der bleede, midd sainer Briemadonna.“

Ich drehte mich um und sah ein Paar untergehakt auf den Tresen zusteuern. Er: geschätzte sechzig, weißer Westenanzug, weißes Hemd, rosa Fliege. Das Gesicht des Mannes hatte etwas von einer Bulldogge und erinnerte mich an einen amerikanischen Schauspieler der alten Garde, dessen Name mir gerade nicht einfiel. Sie: korpulent, rosa Abendkleid, weiße Stola, etwas größer als er und geschätzte 20 Jahre jünger. Typ Marianne Sägebrecht.

Am Tresen angekommen löste sich das Paar voneinander und der Mann mit dem weißen Anzug und der rosa Fliege begrüßte Hannes und Alfred per Handschlag. Dann hob er den Zeigefinger seiner rechten Hand belehrend in die Höhe und sagte: „Mentaltrainer. Ein Bundesligaverein braucht einen Mentaltrainer.“

„Mentaltrainer?“, sagte ich.

„Ja, Mentaltrainer. Ich hab’s den beiden Herren am Mittwoch schon erklärt.“ Er streckte mir die Hand entgegen: „Gestatten, Pfau, Dr. Ekkehardt Pfau, Neurologe und Psychiater. Ich praktiziere in Stuttgart und bin jeden Sommer für vier Wochen in Begleitung meiner Gattin zu Gast in der Wagnerstadt. Die Liebe zur Musik, die Liebe zur Oper, Sie verstehen. Ich darf Ihnen meine Visitenkarte…“

„Ich muss mich dringend setzen, Schatz“, unterbrach ihn seine Gattin, „aber es ist kein Platz frei, siehst du einen freien Platz?“

Ich stand auf und bot der Dame meinen Platz an. Sie stemmte sich auf den Barhocker, vorsichtig, behutsam testend, ob das Gestühl massiv genug ist, und als sie sich vergewissert hatte, dass es standhält, sagte sie: „Sie haben mich soeben gerettet, ich danke Ihnen…“

„Keine Ursache, gnädige Frau, es ist mir eine Ehre.“

„…es war furchtbar stickig bei der Aufführung, ich wäre im letzten Akt fast gestorben, der Kreislauf, die Migräne.“

„Entspann dich, mein Täubchen, gleich wird’s dir besser gehen. Ich bestelle uns erst mal ein Bier. Der Hopfen wird deine Nerven beruhigen…“

Pfau sprach mit vornehmem schwäbischen Akzent, jedes Wort mit Bedacht setzend und genussvoll auskostend, als sei er der Einzige auf der Welt, der imstande ist, das exklusive Aroma seiner Worte zu würdigen. Honoratiorenschwäbisch.

„…alles nervlich, mein Täubchen, wie im Fußball, im Fußball ist achtzig, aber was rede ich da, neunzig Prozent Nervensache. Dieser Faktor wird unterschätzt. Es ist ein Irrtum, oder, wie man sagen könnte, eine überkommene Lehrmeinung, zu glauben, im Fußball gehe es in erster Linie um Kondition, Technik und Taktik…“

Edward G. Robinson, dachte ich, der sieht aus wie Edward G. Robinson.

„…Ob 4-3-3 oder 4-4-2, ob Doppelsechs, Raute oder flache Vier, ist nicht entscheidend. Entscheidend ist die psychische Konstitution der Spieler, ihr Vermögen, die Stressbedingungen, denen der Profi-Fußballspieler des 21. Jahrhunderts ausgesetzt ist, auszuhalten, ja sogar in positive Energie umzusetzen. Entscheidend ist ihre, Sie erlauben mir die Verwendung eines Begriffs aus der Fachwissenschaft, entscheidend ist ihre stress management competence. Und deshalb braucht eine Fußballmannschaft nicht nur einen Chef-, Assistenz-, Torwart- und Konditionstrainer, sondern auch…“

Ich nahm einen Schluck aus dem Glas und Alfred rutschte unruhig auf seinem Hocker herum und signalisierte mir, dass er eine Zigarette haben will, und der Wirt stellte zwei Pils auf den Tresen.

„…einen Mentaltrainer.“

Pfau legte seine Visitenkarte vor mich auf den Tresen und ich sagte: „Der Club hatte ja mal einen Mentaltrainer. In der Saison 02/03, wenn ich mich richtig erinnere. Hat aber nichts genutzt. Überhaupt nichts. In der Saison ist der Club abgestiegen.“

„Ja, ich kenne den Mann, ein absoluter Spezialist in Sachen Motivation und Teambuilding…“

Alfred: „Wos fira Bilding?“

„…aber es war klar, der musste in Nürnberg scheitern. Wenn du vom Trainer und der Mannschaft nicht ernst genommen wirst, bist du zum Scheitern verurteilt (klick). Hätte man seinerzeit auf diesen Mann gehört, wäre der Club damals nicht abgestiegen. Und auch der Abstieg im letzten Jahr wäre mit Hilfe eines Mentaltrainers bestimmt zu vermeiden gewesen. Ich kann dem 1. FC Nürnberg nur empfehlen, einen erfahrenen Sportpsychologen zu engagieren. Gerade eine Mannschaft mit so vielen jungen Spielern…“

„Ich finde, das Bier schmeckt eine Spur zu herb“, warf Pfaus Gattin ein, „es ist heute wirklich nicht unser Tag, Schatz, schon der Lachs heute Mittag war eine Spur zu salzig.“

„…braucht einen geschulten psychologischen Betreuer, der die sich nach Niederlagen einstellenden Selbstzweifel im Keim erstickt. Und Niederlagen, da brauche ich kein Prophet zu sein, werden kommen.“

„Was mich interessieren würde“, sagte Hannes, „gibt es eigentlich Untersuchungen darüber, wie sich die Stimmung im Umfeld eines Vereins auf den Erfolg der Mannschaft auswirkt? Ich meine, wenn die Stimmung bei den Fans mies ist, hemmt das auch die Leistungen der Spieler? Wenn ich mir überlege, was dieser Belschanski da in der letzten Saison im Internet geschrieben hat…“

Ich nahm einen Schluck aus dem Glas.

„…und ich Spieler wäre und das lesen würde, dann ist das ja nicht gerade motivierend. Sollte es nicht auch einen psychologischen Dienst für verzweifelte Fußballfans geben?“

„Na, da reißen Sie ja ein wichtiges Thema an. Ich danke Ihnen. Ich darf zunächst auf Ihre erste Frage eingehen: Untersuchungen zu dieser Problematik liegen, soweit ich informiert bin, noch nicht vor, es wird aber an solchen Untersuchungen gearbeitet. Ich selbst werde im Frühjahr 2010 bei einem fachspezifischen Symposion mit dem Arbeitstitel „Der Fußball im Lichte von psychiatrischer Diagnostik und Therapie“ in einem Vortrag versuchen, diesen Fragenkomplex auszuleuchten. Sie werden verzeihen, dass ich, solange die Analyse nicht abgeschlossen ist, sich diese, wie wir Wissenschaftler sagen, noch in statu nascendi…“

Alfred fuhr sich nervös durch die Haare.

„…befindet, nicht näher darauf eingehen kann. Zu Ihrer zweiten Frage: Die Einrichtung eines psychologischen Dienstes im Rahmen der Fanbetreuung fordere ich schon lange. Sie ist generell zu empfehlen und bei Vereinen der Kategorie CST dringend angezeigt.“

„Kategorie CST? Was heißt das?“, fragte Hannes.

„CST steht für ‚Chronische Schock-Tendenz‘. Dieser Begriff dient zur Bezeichnung von Mannschaften, deren Leistungen derart unkalkulierbar sind, dass der Fan zu jedem Zeitpunkt – auch und gerade dann, wenn niemand mit etwas Schlimmem rechnet – damit rechnen muss, einen Schock zu erleiden. Der 1. FC Nürnberg gilt allgemein als der prominenteste Vertreter dieser Kategorie.“

„Verstehe“, sagte Hannes.

„Aber Sie haben da gerade einen Namen fallen lassen, einen russisch klingenden Namen…“

„Belschanski“, sagte ich und der Wirt rief über den Tresen: „belschanov heißt der, mit kleinem b schreibt er sich.“

„…Was ist mit dem? Ist das ein Clubfan?“

„Ja“, sagte Hannes, „das ist ein Clubfan, der schreibt im Internet Artikel über den FCN, in einem Blog für FCN-Fans. Ist ein ziemlicher Pessimist. Wenn’s nicht gut läuft, malt er den Teufel an Wand und schildert die Zukunft in den schwärzesten Farben. Bei dem ist das Glas immer halbleer. In der letzten Saison hat er den FCN mehrmals für tot erklärt (klick und klick).“

„Ödipuskomplex“, sagte ich, „typischer Fall von Ödipuskomplex.“

„Sachte, junger Freund, immer schön sachte“, sagte Pfau in einem Ton, als hätte ich gerade eine Beleidigung gegen ihn ausgesprochen, „bitte keine Ferndiagnosen, noch dazu von einem Laien – ich unterstelle mal, dass Sie ein Laie sind, jedenfalls lässt ihre Einlassung keinen anderen Schluss zu – und noch dazu auf der Basis einer Theorie, die nicht mehr zeitgemäß ist. Natürlich gilt Freud zu Recht als Gründervater der modernen Psychoanalyse…“

Pfau sprach jetzt lauter, so laut, dass die an den Tischen sitzenden Gäste zum Tresen schauten, einige waren sogar aufgestanden.

„…Natürlich hat Freud uns die Augen geöffnet. Das ist sein Verdienst. Das ist seine kulturhistorische Leistung. Ein Narr, der das leugnen wollte…“

Der Wirt stand mit verschränkten Armen hinter dem Tresen und Pfaus Gattin sagte: „Das Bier ist eine Spur zu herb, findest du nicht auch, Schatz, dass das Bier eine Spur zu herb ist?“

„…Aber die Wissenschaft hat sich fortentwickelt. Da haben wir heute einen ganz anderen Kenntnisstand. Ödipuskomplex! Wir sind ja nicht mehr im 19. Jahrhundert! Fehlt nur noch, dass Sie mir mit Kastrationsangst kommen! Nein, nein, junger Freund, so geht das nicht. Bei verstörten Club-Fans braucht man nicht bis in die Kindheit zurückzugehen. Da kann auch hinterher noch viel passieren. Posttraumatische Depression, das trifft’s schon eher…“

Alfred: „Wer draamd vo da Post?“

„…Doch wohlgemerkt: Dies nur als Hypothese. Um Genaueres sagen zu können, müsste ich mir diesen Belschanski oder wie der heißt erst mal gründlich anschauen.“

Pfau machte eine Pause, sah mir in die Augen und sagte: „Sie müssen noch viel lernen, junger Freund, noch sehr viel lernen müssen Sie.“

Ich schaute auf die vor mir liegende Visitenkarte und musste an die Szene in dem Pokerfilm Cincinnati Kid denken, in der Edward G. Robinson den Karo-Buben aufdeckt, und Steve McQueen ein paar Sekunden braucht, um zu begreifen, dass ein Full-House mit drei Assen zu wenig ist, wenn der Gegner einen Straight-Flush hat (klick).

Die Gäste hatten sich wieder gesetzt und der Wirt und die Bedienungen nahmen die Arbeit wieder auf und Alfred sagte: „Kumm, Michael, mier genga aane raang.“

Ich steckte die Visitenkarte ein und gab Alfred eine Blend 29 und trottete hinter ihm nach draußen.

Posttraumatische Depression. Baumanns Rückpass auf Golz im letzten Spiel der Saison 98/99 gegen Freiburg (klick), Vitteks Kullerball am leeren Tor vorbei im ersten Spiel der Saison 07/08 gegen Karlsruhe (klick), Mintals Pfostenschuss im Heimspiel gegen Bielefeld im Frühjahr 2008 (klick).

Ich steckte die Zigarette an und dachte an das bevorstehende Auftaktheimspiel gegen Schalke. Ob Gündogan sich in der Bundesliga auch so durchsetzen kann wie im Pokalspiel in Dresden? Mir fiel ein, dass der Club mit Ausnahme der Saison 85/86 immer abgestiegen ist, wenn er am ersten Spieltag ein Heimspiel verlor (klick), und ich hörte, wie Alfred sagte: „Mendooldreener, wenni soo wos scho heer, Mendooldsigareddn, doomidd konni wos oofanga, obber Mendooldreener, soo a Gwaaf.“

30 Gedanken zu „Die Empfehlungen des Dr. Pfau

  • sehr schön geschrieben! wärs ein Buch, würde ich es mir kaufen!

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  • Du wersd wergli vo Gschichd zu Gschichd besser. Graduliere: a Masderschdiglla 😉

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  • belschanov, Du waasd abba scho, dass Du dess Jahr ned so bessimisdisch sei därfsd. Mid Deiner
    Bosddraumaderei kannsd uns in derer Säsong ned komma, Du alder 85er! 😉

    Ansonsten schliese ich mich Gretl vorbehaltslos an….

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  • Wir putzen die Schalker 2:0 wech, die sind alle zerstritten und ausgelaugt vom harten Trainer geschleift. Der brauch noch mind. 30 Spieler und 1,5 Jahre zum Ausprobieren, bis Schalke wieder eine Macht ist.

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  • Ich frage mich nur, warum man da oben Pils trinkt? Das einzige ordentliche Pils Frankens kommt aus Spalt, ansonsten ist ein schönes Vollbier, wie es in Oberfranken ja einige gibt, doch viel „fränkischer“ ;-)! Oder?

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  • Doch, Armin, in Franken gibt’s schon Pils, allein das Kitzmann Edelpils oder das Sauer Pils aus Röttenbach begleitete meine Jugend. Aber damals fand ich das Becks und Jever als Pils auch besser. Ungeschlagen dagegen sind eben die fränkischen Sorten wie Landbier, Vollbier, Lager. Heute trinke ich die auch wieder lieber als Pils.

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  • Wenn Ihr hier ein „anderes Fass“ aufmacht, will auch ich mich gerne dazu äußern.

    Natürlich gibt’s in Franken gutes Pils. Gerade in Oberfranken. Scherdel (Hof) und Kulmbacher (Kulmbach) gehören m.E. zu den besten Pils-Sorten in Deutschland überhaupt, auch wenn (oder gerade weil) sie nicht so herb sind wie Becks oder Jever. Leider gibt es in der Kneipe, in der die Tresengeschichten spielen eine ganz andere Marke…

    Danke an alle für die netten Kommentare!

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  • Ich freue mich schon auf neue Geschichten von Dr. Pfau, aber vergesse Alfred nicht.

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  • A Mendaaldrainer wer aber vielleicht echd ned so schlecht. Bei de Bochumer haud der doch ganz gud hie.
    Und 2002 war der Glubb ja a soo schlechd…also vom Schbielermadderial her…überhaubdsd war des scho a Wunder, dass mer do im erschten Jahr die Glass ghalten hamm. Des lag beschdimmd an dem Mendaaldrainer!

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  • Duad ma Leid, awa i ois Däiza Glubfän (= clubfan aus Bad Tölz) muaß i jetzat aa wieda amoi redn: I dadad ma scho schwer, boi so a Dogda Bfau bei insam Wirt a so an Grambf vazabfat und i miassat as Mai hoitn. Säichtane Bsüchohamperer wia den Robinson-Vaschnitt san mid ihrana Visitnkartn und ihram Gschmarr oiwei schnäi bei da Hand, indem dass de Briada mehra aufs Gäid aus san ois wia auf a guade Beratung fir de, wos brauchatn.

    Guad belschanov, dass Du ois Kavalier dem Bfau seina Sägebrecht-Oidn an Sizbloz obottn host, wei ma siecht, dass de Clubfans no an guadn Umgang ham. Manche Mannschaftn in da neichn Säson brachatn ebbs an Beratern. Insa Club net, do bin i sicha. Indem dass i dem Önning vadrau und de Bollidik vom Bader guad find, boi beide den Schmarrn mid dera Gäidschleider im Brofifuassboi ned midmacha, sondern Aungmaß ham und aufd Jugend sezen und vernümbfdig bleim.

    I setz mehra auf Schäfer, Mintal, Diekmeier & Co ois auf Bfau & Konsorten. In disem Sinn merci belschanov, ins und enk ale a guade Säson und firn Club, dass a de Liga hoit. I glaabs!

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  • @Alexander

    Ich habe fast 5 Jahre in Erlangen gewohnt, Kitzmann konnte mich nie überzeugen, wenn man sein Bier schon Edelpils nennt, kann man fast sicher sein dass es eben eines nicht ist, edel ;-).

    Für mich macht ein gutes Pils eben die Hopfenbittere aus, die geschmacklich präsent sein muss, die aber nicht unangenehm sein darf. Ein guter Hopfen ist da natürlich empfehlenswert, deshalb taugt das Spalter ja auch ganz gut.

    Trotzdem, wenn ich im Fränkischen unterwegs bin, dann versuche ich alles andere zu trinken als die mehr oder weniger gelungenen „Pilsversuche“, gerade was Oberfranken betrifft gibt es solch wunderbare Vollbiere, wie das Meister, das Hetzelsdorfer, oder einige Bamberger Biere, auch die Buttenheimer machen ordentlichen Stoff und es gäbe sicher noch einige mehr, die man aufzählen könnte.

    Aber das ist natürlich alles Geschmacksache.

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  • @ Armin + Alexander

    Da muss ich zustimmen, Kitzmann ist ein denkbar schlechtes Beispiel für ein gutes Pils, ich finde sogar, es ist eines der schlechtesten 😉

    Warum in die Ferne schweifen, auch das heimische Lederer ist für Pilstrinker durchaus genießbar. Kulmbacher (der Club-Partner) ist auch ein ordentliches Pils und dann gibts auch noch einige unbekanntere, wie zum Beispiel das unterfränkische Kauzen (Ochsenfurt).

    Trotzdem ist für mich das beste Pils das Radeberger….

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  • @Optimist
    Beim Thema Unterfranken und im speziellen Ochsenfurt (dort wird das Kauzen gebraut) fühle ich mich besonders berufen, ist schließlich meine Heimatstadt. Also besser als das Kauzen ist schon, ebenso aus Ochsenfurt, das Oechsner, das ist wirklich kein schlechtes Pils.

    Problem beim Pils ist natürlich, dass der große Erfolg die bekannteren Marken zu Industriebieren hat werden lassen. Bei solchen Produktionsmengen fehlt irgendwann der individuelle Touch.

    Aber bevor es jetzt komplett off-topic wird höre ich vielleicht besser auf. Immerhin geht es bei belschanov nur am Rande um das Bier.

    Unser aller Bier ist ja der Saisonstart unseres Clubs, so langsam steigert sich die Spannung ins fast schon unerträgliche. Noch drei Tage, dann rollt der Ball im Frankenstadion. Und egal ob mit Mendaaldräner oder ohne, ich hoffe auf einen erfolgreichen Start, wäre einfach wichtig für die Jungs.

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  • Das Fränkischste aller Biere ist das Lagerbier. Deshalb gehen wir in Franken ja „auch auf den Keller“, will heissen, da war damals vor der Erfindung des Kühlschranks das Bier mit Eis von winterlichen Seen in Kalksteinhöhlen eingelagert.
    Ich finde, gerade wir als Franken sollten immer die heimische Brauwirtschaft und ihre Vielfalt unterstützen und niemals sogenannte „Fernseh-Biere“ (Bit, Jever, Veltins, Radeberger, Becks, Krombacher und wie das Zeug noch so alles heisst, womit ich mir nicht mal meine Füße waschen würde) konsumieren, die statt liebevoll gebraut in kleinen, fränkischen Handwerksbrauereien, von Großraffinerien (meist in Besitz des weltweiten Großkonzerns Inbev) ausgespült werden.
    Remember Aufseß!

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  • Nach dem Aufruf von Worschdsubbn, doch noch eins, wer als Franke, Clubfan oder sonstiger Bierfreund in Frankfurt Interesse an den feinen fränkischen Landbieren hat, der bekommt diese in der Bierboutique „Ölwechsel“ in Bockenheim:
    http://www.edlebiere.de/

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  • Aber Jever ist schon verdammt gut, wenn man auf das Herbe steht! Eigentlich sogar mein Lieblingsbier, zumindest bei den Pilsen.

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  • Bei Jever krieg ich Kopfweh (könnte aber auch an der Menge liegen 😉 ).
    Rittmaier/Hallerndorf und Meister/Unterzaunsbach schmecken mir als eigentlich Pilstrinker auch sehr gut, weil sie auch eine gute Hopfennote haben.

    Tut mir fast leid, dass diese schöne Trsengeschichte als Aufhänger für eine Bierdiskussion missbraucht haben. Sorry, belschanov! Andererseits, wo, wenn nicht bei einer Tresengeschichte, kann man über Bier fachsimpeln….

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  • @michel: Keine Angst, Pfau ist ja nicht das ganze Jahr über in der Wagnerstadt.

    @BSE08 (Eintrag 13): Genau darüber wäre zu diskutieren.

    @clubfanseit1965: Ist das Oberbairisch oder Oberpfälzisch? Oder eine Mischung aus beidem?

    @die Fassöffner-Fraktion: Scherdel Premium Pilsner. Mehra soochi nedd!

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  • Und was sagt Dr. Pfau denn nun zur mentalen Ausgangslage bei Club gegen Schalke? (ich kanns schon kaum mehr erwarten). Schlottern den Cluberern die Knie oder strotzen Sie nur so vor jugendlichem Selbstbewußtsein? Hat Magath den Schalkern den Schneid abgekauft oder profitieren Sie von seinem Machernymbus? Ich bin gespannt auf die Diagnose des verehrten Dr. Pfau.

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  • @belschanov: Ist das Oberbairisch oder Oberpfälzisch? Oder eine Mischung aus beidem
    ?

    Danke, dass Du bei diesem Text die Mühe des Lesens auf Dich genommen hast!

    Das ist ein für Franken & Nordlichter etwas entschärftes und hoffentlich lesbares Oberbaierisch (genau, mit „i“, wia sis ghärt), teilweise angelehnt an den Stil von Ludwig Thomas „Josef Filser“. Lediglich das Wort „ebbs“ ist aus dem bayerischen Wald importiert und genau von der Grenze Niederbayern/Oberpfalz (Gratulation fürs Erkennen!), weil ich letztes Wochenende dort war.

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  • Armin: Nach dem Aufruf von Worschdsubbn, doch noch eins, wer als Franke, Clubfan oder sonstiger Bierfreund in Frankfurt Interesse an den feinen fränkischen Landbieren hat, der bekommt diese in der Bierboutique “Ölwechsel” in Bockenheim:
    http://www.edlebiere.de/

    oder im Fichtekränzi ein Breitenlesauer Krug schmecken lassen… (statt dem unsäglichen Äbblwoi) 🙂 Sowieso lustig, dass dann die fränkische Rhön alle Wirtschaften am Wochenende voller Frankfurter hat. Da gibts auch den Schlappeseppl in AB. Dringn wie Gott in Frangn halld!
    Von Scherdel habe ich auch immer Kubbfweh bekommen, beim Bund aufm Schneeberg hat mir eher das Wonnesud von Hönicka gschmeggd.

    Ups, Kotau vor dem Meister der deutschen Sprache vergessen:
    Brillante Geschichte, Herr Belschanski! Macht einfach Schbass bei Euch im Blog(ck)…

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  • @belschanov: „@BSE08 (Eintrag 13): Genau darüber wäre zu diskutieren.“

    Ja, aber dazu kommt es wohl nicht mehr. Ich hoffe, du machst dir nicht allzuviel draus. Vielleicht greifst du das Thema ja bei Gelegenheit nochmal auf.

    Tja, das sind die Unwägbarkeiten eines Blogs. Statt über Mentaltrainer ergibt sich plötzlich eine heftige Diskussion über Biermarken…

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