Auf Gedeih und Verderb

Auf Gedeih und Verderb – ganz und gar; rückhaltlos; bedingungslos; um jeden Preis; auf schicksalhafte Weise abhängig (Redensarten Index)

Nun ist es wieder soweit und man zeigt brennende Tribünen, man sieht heißer sich in der Stimme überschlagende Stadionbesucher in Rot-Schwarz, die mit ihren Stimmen den Versagern und Söldnern ihren Volkszorn stellvertretend entgegenschleudern. Und auch der Mob scharrt wieder mit den Füßen, die Polizei muss Menschen unter Schutz nehmen, manche fürchten gar um Leib oder gar Leben, so besessen wie sich mancher das Ausleben seines Fan-Daseins im Abstiegskampf offenbar zurechtsäuft. Gerüchte und Dementis machen die Runde und schüren die Atmosphäre weiter an, Aussagen verkümmern zu Wortfetzen, die man aus der eigenen Erinnerung sich zusammenreimt und nach Gusto mit Zitatschätzen vergangener Tage kombiniert. Jede Spielszene wird zum unerschütterlichen Beleg für das totale Versagen, die positiven Ansätze entlarvt als Strohfeuer oder gar Glückstreffer. Der Club ist wieder da, wo er offenbar hingehört, ans Ende der Bundesliga-Tabelle des Trainerverschleiß mit 1,04 Jahren Haltbarkeitszeit eines Trainers durchschnittlich seit 1960.

Jetzt werden die Lager bezogen und wer es nicht freiwillig tut, wird eben einsortiert. Diskussionen werden zur Endlosschleife, denn die Argumente sind längst ausgetauscht, wer noch (mal) gehört werden will verstärkt nun den Ton mit der Tendenz/Gefahr sich bei selbigen entweder zu vergreifen oder wenigstens nicht mehr zu treffen. Wir haben sie also wieder, unsere Hysterie, und ich habe sie wahrlich nicht vermisst.

Der Club hat seine Trainerdiskussion und wenn es nach Drehbuch einer Trainerdiskussion geht, endet sie schicksalshaftig im Beendigen derselben, was kurzfristig nur durch wunderhafte Geschehenisse oder abfindungspflichte Trennung erfolgen kann. Wobei man sich vom Wort „Diskussion“ nicht täuschen lassen darf: Es geht nicht um eine Diskussion, um ein Widerstreit der Argumente, es geht eigentlich nur um ein „in Frage stellen“. Denn für das Diskutieren ist man entweder nicht mehr emotional frei oder hatte ernsthaft nie daran Interesse. Und für ein in Frage stellen wäre momentan sogar der richtige Zeitpunkt, aber auch mit der ehrlichen Suche nach einer Antwort tut man es lieber dem Boulevard gleich, der lieber immer nur viele Fragen stellt, aber die Ver-Antwort-ung scheut sie auch wirklich zu beantworten.

Irgendwer soll nun diese Verantwortung übernehmen für das, was man nun als Quittung auf Platz 17 vor sich liegen sieht. Was aber keiner naturgemäß tun wird, denn „die Verantwortung übernehmen“ ist in Deutschland längst synonym für „Hut nehmen“ übernommen. Ein flugs herbeizitierter Konkursverwalter soll dann die Antwort geben, ob noch was zu retten ist oder man auch einen auf Quelle machen sollte, also nochmal paar Spitzenverdienern was zukommen lassen und dann den Laden dicht machen.

Es ist nicht zu verdenken, dass der leidenschaftliche Fan nicht immer das geschliffene Wort sucht, was an so mancher kontroversen Diskussion zu verfolgen, dennoch gibt es dabei – um nur ein Beispiel zu nennen – ganz beachtliche Wortmeldungen, die hier auch noch einmal zitiert werden sollen.

Hörnla schrieb (Auszug):

a) “selbstherrlicher Bader” – Belege fehlen mir für diese Aussage völlig. Muss vielleicht auch nicht sein, denn zugleich wird im angeblichen “Machtvakuum” ja der “starke Mann” gefordert. Ist der Bader also doch nicht der Starke beim Club? Ein schwacher Manager also? Wer ist dann eigentlich für die miserabligen Einkäufe verantwortlich gewesen, die dieser Schwächling getätigt haben soll (denn das wirft man ihm ja auch gelegentlich vor)? […]

An Fakten ist man offenbar im Moment eher weniger interessiert, sonst würde man mal akzeptieren, dass der Club derzeit kein Geld hat und damit basta. Dass der Club außerdem das Geld, das er hat, intelligent ins NLZ investiert bzw. Spieler bezahlt, die er, im Konsens mit vielen Fans, auch in der 2. Liga gehalten hat, was nicht unerheblich zur finanziell derzeit angespannten Lage beitrug. Unter dieser Vorgabe hat Herr Bader, so finde ich, hervorragende Arbeit geleistet. […]

b) Den Feingeist mag Oenning inszenieren – aber mir will scheinen, dass diese Zuschreibungen primär durch die Presse und die Fans (zu erfolgreicheren Zeiten) vorgenommen wurden und werden. Oenning macht das, was ich von einem Profi erwarte: er prügelt öffentlich nicht auch noch auf eine offenbar eh schon verunsicherte Mannschaft ein. Aber auch dieses jetzt anrollende Dramendrehbuch ist altbekannt: Sturz des Helden, dem alle Klugheit nichts half. Nichts sieht man immer wieder lieber. […].

c) Erwähnenswert scheint im übrigen, dass die Leistungen der Mannschaft im großen und ganzen nachließen, seitdem sich MO die Kompetenz der Fans zu Herzen nahm und zunehmend auf einen festen Stamm setzte. Aber auch das ist eher unwichtig, denn da wir
c1) mangels Finanzen in der Winterpause niemanden holen werden können, der unter Garantie und sofort weiterhilft […]
c2) Wenn man also niemanden Neuen holen wird können, dann könnte man
c2a) taktisch anders agieren. Das einzig Machbare scheint mir dabei die Variante des 1. FC Köln zu sein. Beton Beton Beton. Toreschießen zweitrangig, stattdessen Tripel- und Quadrupelsechs. Wollen wir das? Zumal der Erfolg dieses Konzepts noch nicht nachgewiesen ist? Diese Frage sollten wir diskutieren und zu beantworten suchen.
c2b) den Trainer entlassen. Gewisse Probleme habe ich schon aufgezeigt und ehe man mir keinen Kracher präsentiert, der auch gern zum Club käme, stehe ich dieser Alternative, die freilich diskutiert werden kann, skeptisch gegenüber. Zeit der Bestandsaufnahme muss die Winterpause sein, egal wie es in Köln ausgeht. Insofern tut Bader das einzig Richtige. Dann wird man die Saison in Ruhe analysieren und einen Kurs für die zweite Hälfte vorgeben können. […]
c3) Stimmt es in der Mannschaft überhaupt noch? Bestimmte Zeichen in letzter Zeit stimmen mich höchst bedenklich. Allerdings zeihe ich der Schönrednerei weder primär Oenning noch Bader, sondern vor allem Wolf: dessen gebetsmühlenhafte Forderungen nach Arschaufreißen usw. usf. haben bis dato weder bei ihm noch beim Rest der Truppe messbare Erfolge gezeitigt. Vor allem mental braucht die Mannschaft im Moment offenbar eine Stütze – denn wie ist es zu erklären, dass kaum ein Rückstand aufgeholt werden kann? Neben der Taktikfrage ist das die Frage, die in der Winterpause geklärt werden muss: wer erreicht die Mannschaft überhaupt? Der Kapitän ja offenbar nicht. Was ist überhaupt mit den erfahrenen Spielern los – stimmt es zwischen denen und den Jungen? Welche Taktik ist dem Können dieser Jungen angemessen? Kann MO diese Vorgaben in die Tat umsetzen? Wenn nein, wer dann?

Das alles muss – mit Unterstützung der restlichen Vorstandschaft – primär Martin Bader durchführen. Daran führt in meinen Augen kein Weg vorbei, wenn wir die nach wie vor vorhandene Chance auf Platz 15 nicht blind vor Wut und Enttäuschung verspielen wollen und uns, nicht willens Sachzwänge als Rahmen zu begreifen, innerhalb dessen die Verantwortlichen das Möglichste versuchen müssen, einigermaßen abgeschmackt auf Personen als angeblich Schuldige stürzen. Kreativität unter beengten Bedingungen ist eine schwere Aufgabe, sich den brutalen Wahrheiten zu stellen und dann zu arbeiten, ist unangenehm – immer und immer wieder Einzelpersonen als Schuldige auszumachen und zu sanktionieren ist einfach und jedermann begreiflich zu machen. Dass man dann langfristig nicht weiterkommt ist die Quittung. Das heißt nicht, dass nicht manchmal Einzelpersonen gehen müssen. Aber dann sollte man gute Gründe dafür haben. Bessere als bis dato hier zu lesen waren.

Kompletter Kommentar hier »»»

Nun macht man es sich als Autor einfach, vielsagend den Artikel ausklingen zu lassen mit entweder tief pathetischen Worten wie „Und dem ist nichts hinzuzufügen“ oder mahnend „und darüber denkt alle mal nach“. Doch da ich weder allen Punkten uneingeschränkt zustimmen möchte, noch nebulös zu sein meine Art ist, ergänze ich doch noch einiges.

Mag es in Zeiten der Polarisierung und Lagerbildung wie Pro & Contra MO nicht schicklich sein sich einer Einvernehmung einer der Seiten zu entziehen und didaktisches Abwägen dazu führen, gleich neben MO mit seinen differenzierten Betrachtungen zum Spieltag an den Pranger gestellt zu werden, so kann ich doch nicht umhin mehr Fragen zu stellen als Antworten zu geben.

Meine Fragen sind für mich die Folgenden – und wenn ich sie stelle, dann weder um eine der gängigen Antworten hören zu wollen, die ja nun hinlänglich ausgebreitet wurden, noch weil ich selbst eine solche im Kopf zu hätte, was in unserer deutschen Streitkultur eigentlich schon Unsitte genug ist.

Dass es schwierig werden würde diese Saison, hätte man wissen können, dass man auf Besseres hoffen durfte, darf man niemand verübeln. Die Zielvorgabe lautete Nicht-Abstiegsplatz und die Beurteilung der Leistungsfähigkeit der Mannschaft lautete „Ziel damit erreichbar“, entsprechend wurde auch am Transfermarkt zurückhaltend investiert.

Feststellung des Status Quo: Man ist einen Spieltag vor Saisonhalbzeit gerade einmal 1 Punkt entfernt von dem ausgegebenen Ziel, mit zusätzlicher Chance in Köln diesen Zustand noch aus eigener Kraft herzustellen (also auf einen Nicht-Abstiegsplatz zu kommen). Und selbt bei Scheitern in Köln bedeutet das nicht zwingend sehr viel weiter als jetzt vom Ziel entfernt zu sein (je nach Ergebnisse auf den anderen Plätzen).

Daher die Frage: Ist man mit der aktuellen Konstellation nun so nahe dran am „Soll“, wie es der Status aussagt, oder ist dies nur der glücklichen Fügung zu verdanken, dass noch mindestens vier andere Mannschaften die magische Grenze von 20 Punkten, die einst als Zielvorgabe für Nichtabstieg ausgegeben wurde („Mit 40 Punkten steigt man sicher nicht ab“), nicht erreichen werden? Ist es eben so, dass die Liga leistungsmäßig so gespalten ist, dass zwischen Platz 1 und Platz 18 bereits 26 Punkte liegen können in nur 16 Spielen? Herrschen in Deutschland am Ende fast schon spanische oder englische Verhältnisse, die man lange nicht wahrhaben wollte, aber bedeuten, dass faktisch eine Kluft zwischen „arm“ und „reich“ und damit „erfolgreich“ und „überlebenskämpfend“ gezogen wird? Und weiter die Frage: Ist es nun eher so, dass auch die Mannschaften, die da eigentlich hingehören, wie Mainz oder Freiburg, vielleicht noch Frankfurt, Hannover und Gladbach, nur die Gunst der Stunde nutzten um ihre gerade so beruhigenden 20+X einfuhren, aber dies in der Rückrunde auch wieder verspielen können? Und ist es nicht umso beunruhigender, dass Mannschaften mit solchen Leistungsreserven wie Stuttgart hier noch stehen, denen nur ein falsch eingestelltes Ventil zum Durchstarten fehlt?

Doch dies sind alles die Fragen zur Beurteilung des Status Quo der Tabelle. Die viel drängenderen Fragen gehen in der Tat in Richtung Mannschaft und Mannschaftsführung. Denn nicht nur viele der Jungspunde der Mannschaft mussten sich erst entwickeln hineingeworfen ins Wasser der Bundesliga, auch unser Trainer gehörte ja dazu. Und bei beiden muss man diese Fragen stellen: Haben sie sich bereits entwickelt? Sieht man in ihnen immer noch das große Potenzial, das einen die Rechtfertigung gab, trotz der erwarteten Rückschläge auf sie zu setzen? Wer wurde (hoffnungsvoll) gewogen und nun für zu leicht befunden? Wer wird aus der Krise gestärkt hervorgehen und wer an ihr scheitern?

Aber weiter geht es an Fragen: Wer soll dies bemessen? Soll es der Präsident, der nur den Übergang sichern sollte, aber (aufgrund der Satzungsänderung) dafür gar nicht die perspektive Verantwortung übernehmen sollte? Oder soll es der Sportdirektor und designierte Vorstandsvorsitzende Bader tun, dem man aber Kontakte zu einem Verein nachsagt. Auch wenn man solche Gerüchte gerade aktuell nicht kommentieren sollte, so muss man wenigstens sagen: Wenn doch etwas dran sein sollte (rein hypothetisch), dann wäre das für Herrn Bader eine Anerkennung seiner Leistung und niemand sollte ihm das verübeln. Verübeln müsste man ihm nur, wenn er dann heute eine perspektische Einschätzung mit Entscheidung fällt, die er dann nicht mehr verantworten würde. Doch – wie gesagt – rein hypothetisch.

Würde man mich nach meiner höchst persönlichen Einschätzung fragen, so würde ich wohl derzeit tendieren zu sagen, dass wir mit MO einen hoch talentierten Trainer haben und eine Mannschaft, die Potenzial genug hat, auch in anderen Regionen der Tabelle zu spielen. Aber … hat sie auch die Zeit dafür, diesen Zustand zu erreichen? Hat sie auch das Zeug dazu, sich am eigenen Schopf aus dieser Situation zu ziehen? Und da meine ich – leider – derzeit Nein. Doch was die Konsequenz aus diesem Nein wäre, bin ich mir bei weitem noch gar nicht so sicher. Muss ein anderer Trainer hier den Input geben? Möglich. Aber dann würden wir MO verlieren und mit ihm nicht nur die Hoffnung auf sein Potenzial, sondern auch viel Vertrauen – ein Vertrauen auch in Richtung hochtalentierte andere Spieler in Deutschland, die wir gerne beim Club begrüßen würden und bei denen sich doch gerade erst langsam herumspricht, dass der Club eine feine Adresse sein könnte.

Oder muss der Impuls durch in der Mannschaft kommen? Zwei Baustellen scheinen mir da offen zu sein: Führungsqualitäten und Qualität. Ich schätze Wolf und Schäfer als Spieler und Torwart, als Führungsspieler sehe ich sie nicht, und dazu haben auch ihre roten Karten einen Beitrag geleistet. Ein Führungsspieler im Mittelfeld, der sowohl mental wie sportlich Willens und in der Lage ist, auch in kritischen Situationen die Mannschaft zu führen und ihr Richtung zu geben. Dazu fehlt ganz offensichtlich die Qualität im Sturm, ein Manko, dass gerade Eigler selbst einmal herrlich fränkisch auf den Punkt brachte: „Die Chancenverwertung is unser Mango“. Und wer nun glaubt, dass läge nur an bisschen Pech und Selbstvertrauen, dem muss man dieses Syndrom nun doch mal ob seiner Langlebigkeit und Resistenz gegen vereinzelte Zwischenhochs einmal entgegenhalten. Dass der Zukauf von Qualität (evtl. auch reiferen Alters) jüngeren Spielern erstmal die Tür zumacht, wäre dabei ein notwendiges „Übel“.

Ich halte es für legitim beide Ansätze (Impuls Trainer, Impuls Mannschaft) zu diskutieren. Doch bedenken muss man dabei das, was Manolo zu Recht einwirft: „Man muss auch immer sehen welche finanziellen Mittel zur Verfügung stehen… und wir brauchen auf jeden Fall noch Spieler! Und dann das Geld für die Abfindung vom Oenning ausgeben? Nee, finde ich nicht!“

Beides gleichzeitig werden wir nicht stemmen können, also erscheint mir die Perspektive mit MO die bessere zu sein, eine Gewähr gibt es allerdings nicht. Dazu müsste aber auch MO und MaBa sich eingestehen den Kader zu optimistisch beurteilt zu haben und entsprechend nachzulegen, auch wenn es (wieder mal) ein gewisses Wagnis wäre. Kommt man zu der Erkenntnis, wäre es endgültig ein Gemeinschaft, die dann auf Gedeih und Verderb zusammenhalten muss. Je nach tatsächlicher Lage der finanziellen Dinge ist man das aber vielleicht sowieso längst, nur weiss das noch keiner da draußen so genau … Dann bliebe immerhin noch die Hoffnung auf ein kleines Wunder.

96 Gedanken zu „Auf Gedeih und Verderb

  • Herzlich willkommen zurück: ChaosCLUB

    Na klar, jetzt ist wieder die Zeit der Sündenböcke, das hat sich in den vielen Jahren immer bewährt. Mit Trainerentlassungen sind wir doch toll gefahren, Absteiger als Pokalsieger, das ahben wir doch auch damit geschafft. Dann sollte es jetzt ein leichtes sein mit einer Trainerentlassung endlich wieder alleiniger Rekordabsteiger zu werden. Und weil man mit einer Trainerentlassung heute auch kein echtes Aufsehen mehr erreicht soll der Sportdirektor gleich noch mit weg. Genial, die Situation ist schwierig, da kann die Lösung doch nur sein die komplette sportliche Führung zu entlassen. Und mit ein wenig Glück wird dann alles von selbst wieder gut.

    Glaubt da eigentlich wirklich jemand dran?

    Als ich vor der Saison geschrieben habe, ich bin für die neue Philosophie, das Gros der Spieler aus der eigenen Jugend zu holen oder vielversprechende junge Talente zu verpflichten, weil das für den Club heute die einzige Chance sein könnte sich wieder auf Dauer in der ersten Liga zu etablieren und dass ich für diese neue Philosophie zur Not auch mit Oenning noch einmal in die Niederungen der 2. Liga gehen würde, da habe ich selbstverständlich gehofft, dass dies nicht tatsächlich eintrifft, aber in mein Kalkül einbezogen habe ich es schon.

    Viele sonstige Fans anscheinend nicht. Warum eigentlich? Was an unserer Mannschaft hat denn die Leute so sicher gemacht, dass das nicht passieren kann. Nun es scheinen die Relegationsspiele gewesen zu sein, denn davor in der 2. Liga waren es sicher nicht so viele herausragende Spiele, dass man das so einfach hätte annehmen können. Nur diese Spiele waren besondere Spiele, für uns die ganz große Chance eine turbulente Saison doch noch zu einem guten Ende zu führen, Cottbus konnte nichts gewinnen, dazu war die Mannschaft zu diesem Zeitpunkt schon keine mehr. Auch dem Trainer hat man nicht mehr viel zugetraut. Dass man gegen einen solchen Gegener eigentlich gewinnen muss, das wollte man wohl nicht sehen.

    Lieber hat man Hochrechnungen gemacht wo es hingehen könnte, von Rang 12 oder besser wurde da geträumt. Gab es irgendeinen rationalen Grund dafür? Ich würde sagen eher nein, will mich selbst aber nicht von diesen Träumen freisprechen. Vielleicht hätte sogar etwas daraus werden können. Ein Sieg in Frankfurt, der am zweiten Spieltag durchaus drin war und die Saison hätte ganz anders laufen können. Aber mit hätte, wenn und aber läßt sich auch nichts mehr verändern. Es ist wie es ist.

    Was ich immer wieder als Enttäuschung erlebe ist, dass in solch schwierigen Zeiten der Zusammenhalt im Verein am geringsten ist, dabei ist jetzt die Zeit der echten Fans gekommen. Nach einem Pokalsieg freudetrunken auf dem Hauptmarkt zu feiern, das ist einfach, jetzt zum eigenen Verein zu stehen, das wäre gefordert, leider lösen es nicht so viele ein. Und Feuer auf der Nordtribüne und Morddrohungen gegen den Sportdirektor halte ich nicht für große Zeichen der Unterstützung des eigenen Vereins. Wobei solch Mafiamethoden bei den Fans wohl immer beliebter werden.

    Viel schlimmer als die Randale von Verlierertypen, die sich Ultras nennen halte ich aber die klammheimliche Sympathie von den „Normal-Fans“ Klar selbst würde man so etwas nie tun, aber ein wenig Beifall klatschen das geht schon. Biedermann und die Brandstifter … gerade in Deutschland ein gern gegebenes Stück.

    Und es wird wohl wie immer kommen, irgendwann ist dann der sogenannte Druck von der Straße zu groß, dann wird der Sündenbock geschlachtet und alle fühlen sich besser. Dass man auf diese Weise nie weiterkommt, immer wieder durch die diversen Richtungswechsel zurückgeworfen wird, ist eh klar, aber das interessiert dann schon nicht mehr. Jetzt kann der kleine Fan mal das Gefühl bekommen, dass er macht hat und wenn es nur die Macht ist den Trainer zu schassen, endlich kann man mal etwas bewirken. Im eigenen kleinen Leben kann man das schon nicht, dann wenigstens hier. Dass man dem eigenen Verein damit einen Bärendienst erweist, sei es drum, für das Glück einer eigenen kleinen Macht beachtet man alles andere nicht mehr.

    Ich wünsche mir sehr, dass diesmal der Kelch des Sündenbockspiels am FCN vorbei geht, allein mir fehlt der Glaube. Man glaubt lieber an einen neuen Wundermann als an langwierige und kleinteilige Arbeit auf dem Weg zurück zur dauerhaften Präsenz des Verein in der Bundesliga. Na klar jetzt ist ja die Zeit der Wunder und des Wünschens, da kann man auch mal einen zum Teufel wünschen …

    Dass es damit nicht besser wird, sei es drum.

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  • @Armin

    Ich stimme deinen Ausführungen zu, es gibt wohl leider keine andere Betrachtungsweise, die an der Vernunft orientiert ist.

    Deine Vision, dass der Club zu einer festen Größe in der 1. Liga wird, wenn er auf den eigenen Nachwuchs setzt, halte ich allerdings für zu optimistisch. Zu einer festen Größe in der 1. Liga wird er nur, wenn er einen Sponsor findet wie z.B. Schalke, einen Sponsor der Top-Transfers ermöglicht und zur Stelle ist, wenn die Liquidität akut gefährdet ist.

    Findet sich kein potenter Geldgeber, bleibt der FCN ein Verein im Fahrstuhl zwischen erster und zweiter Liga. Wenn überhaupt. Ich befürchte, dass irgendwann der Zeitpunkt erreicht ist, an dem der Knopf zur obersten Etage blockiert ist…

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  • @belschanov und Armin:
    Bin nicht ganz so pessimistisch wie belschanov, auch wenn mir die Gepflogenheiten heutzutage natürlich auch präsent sind. Aber ich verweise nochmal auf leuchtende Beispiele wie AJ Auxerre. Das wäre doch mal ein Modell oder? Aber das müsste man auf breiter Ebene wirklich wollen und mit einer gewissen Sturheit dann auch durchboxen.

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  • Klar muss man Vernünftig sein. Ich tendiere momentan Kontra Oenning basierend auf den Aussagen von Spielern der letzten Woche, wohlgemerkt vor dem Spiel gegen den HSV.

    Andreas Wolf

    „Und, dass alles gut läuft, ist bei uns schon lange nicht mehr!7“

    Pinola

    „So wie man trainiert, spielt man“

    Dann kommt der HSV, man hält gut mir, kassiert das 0:1 und bricht auf eine Art und Weise ein die einem nur noch den Kopf schütteln lässt. Des weiteren sind die Aufstellungen inkl. Ein- und Auswechslungen für mich mehr als fraglich. Eigler, der konstant schlechte Leistungen bringt ist gesetzt, zuletzt stelle ihn MO gegen den HSV ins linke Mittelfeld. Was soll das? Ist der Kader so schlecht das wir keine Alternativen haben? Warum hat Eigler so ein Standing bei MO und Harry muss auf der Tribüne schmoren. (Und das sage ich wo ich absolut kein Harry-Fan bin).

    Die Summe dessen macht mich schon sehr nachdenklich. Spieler äussern offen ihren unmut und dies wird von der sportlichen Leitung Kommentarlos hingenommen ala „Wir machen weiter wie bisher“. Klar spielen wir gegen den Abstieg, dass war vor der Saison jedem klar, aber das kann nicht das Argument für jede Niederlage und drei Katastrophalen Spielen in Folge sein. Es kommt auch immer darauf an wie man verliert.

    Bader sagte Gestern schon den Besuch bei Sky90 ab. Grund dafür waren die „aktuellen Ereignisse“ in Nürnberg. Braut sich da schon was zusammen?

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  • Vor eineinhalb Jahren sind wir mit einer „erfahrenen“ Mannschaft, welche internationalen Maßstäben gerecht werden sollte, sang- und klanglos abgestiegen. Damaliger Konsens: Weg mit den Altstars, hermit den jungen Leuten. Diese jungen Leute schafften dann auch den Wiederaufstieg. Damaliger Konsens: Wir setzen auf die jungen Leute, das ist der richtige Weg. Nach nunmehr drei Niederlagen in Folge (bei 34 Spieltagen) wird wieder nach den erfahrenen Kräften geschrien. Das erinnert ein wenig an den Winter 2007/2008. Das Ende: s.o.! So schließt sich der Kreis.

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  • Pingback:Glubb-Blog Clubfans bei FCN-Auswärtsfahrten und Groundhopping - FCN - HSV 0:4! Peinlicher Auftritt und tschüss Südkurve

  • Sehr guter Beitrag! Und „Aber dann würden wir MO verlieren und mit ihm nicht nur die Hoffnung auf sein Potenzial, sondern auch viel Vertrauen – ein Vertrauen auch in Richtung hochtalentierte andere Spieler in Deutschland, die wir gerne beim Club begrüßen würden und bei denen sich doch gerade erst langsam herumspricht, dass der Club eine feine Adresse sein könnte.“ Ein hochinteressanter Aspekt! Den hatte ich noch gar nicht bedacht!

    Hörnla…auf leuchtende Beispiele wie AJ Auxerre. Das wäre doch mal ein Modell oder? Aber das müsste man auf breiter Ebene wirklich wollen und mit einer gewissen Sturheit dann auch durchboxen.

    Das wäre toll, ist aber in Nürnberg nicht möglich, wie wir vielleicht im Augenblick sehen! Denn Nürnberg (Verein, Umfeld, Presse, öffentl.Wahrnehmung,…) ist erst ab einem UEFA-Cup-Platz zufrieden! Das konnte ich in 25Jahren Glubberer feststellen!
    Ein Modell Mainz, Freiburg oder auch Fürth, also mit wenig Mitteln und jungen Leuten es „einfach Probieren“ geht hier net, weil man mit einem Platz 15 nicht lange zufrieden ist. Hier beim „traditionsreichen Altmeister“ hat man keine Zeit!!

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  • Seht es doch mal anders rum. Vielleicht hat die Mannschaft momentan kein Vertrauen in MO, was die Aussagen von Wolf und Pino ja bestätigen.

    Und das Modell Fürth ist nicht unbedingt ein Paradebeispiel. Ewiger Fünfter in Liga 2, jetzt im Abstiegskampf. Haben sie mal einen guten, wechselt dieser in die Bundesliga.

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  • @ Alexander und den Rest der Vernünftigen:

    Bei allem was derzeit so hochkocht (Aufstand der Hirnlosen) sollte man vielleicht ein Zeichen setzen, das über diesen Blog hinausreicht. Ich meine so etwas, wie einen offenen Brief oder ähnliches, der auch der Clubführung zeigen soll, dass der eingeschlagene Weg auch Sympatisanten hat und nicht alle Fans nur hirnverbrannte Idioten sind. Ich denke, auch Bomber könnte so etwas mittragen, so wie er sich bisher äußert.

    Ich denke nicht nur an eine klare Distanzierung bzw. Verurteilung der Auswüchse, sondern auch an eine klare Unterstützung des Managements und den eingeschlagenen Weg. Hier würde ich auch MOe unterstützen, auch wenn natürlich hier bereits die (logische) Diskussion auch unter den Vernünftigen stattfindet.

    Über MOe kann man sicher nachdenken, aber sinnvolle Alternativen sehe ich nicht. Wenn überhaupt, müsste dann ein Trainer her, der das bisherige Konzept nahtlos fortsetzen und mental neue Akzente setzen kann. Da fällt mir einfach keiner ein….

    Aber, wie gesagt, ich hätte Bedürfnis, den Auswüchsen etwas Wahrnehmbares zu entgenen…

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  • In Ergänzung des von mir bisher Gesagten möchte ich noch hinzufügen:
    Auch im Kampf um die Talente muss sich der Club mit der zweiten Garde begnügen – denen, die billig zu haben sind. Alle anderen greifen Clubs mit mehr Mitteln (Hoffenheim) oder ganz anderen Ambitionen (FC Bayern) ab – das sind dann diejenigen, die ich (Müller usw.) ohne Probleme sofort in die BuLi werfen kann. Wie gut die Karten des Club in diesem Spiel sind, zeigte der Fall Reinartz doch wohl überdeutlich.
    Man sollte also die ungeheuerliche Herausforderung erkennen und akzeptieren, die sich aus der mäßigen finanziellen Lage des Clubs ergibt. Selbst der – für mich letztlich alternativlose – Weg über die eigene Talentsichtung und -schulung wird alles andere als ein leichter sein und viel GEduld verlangen für die Rückschläge, die unweigerlich kommen müssen und werden.
    Einen derselben erleben wir jetzt gerade und man darf nun nicht den Fehler begehen, kurzfristige mit langfristigen Maßnahmen zu vermischen. Insofern dürfen kurzfristige Aktionen den langfristig zu gehenden Weg niemals gefährden, also indem man sich jetzt eine Menge künftiger teurer „Altlasten“ in den Kader holt.
    In Bezug auf die Mannschaft sind Stefans Argumente ernst zu nehmen. Was ich von Wolfs Gerede halte, habe ich, auch angesichts seiner mehrfach indiskutablen Leistung bis dato, bereits gesagt – Pinos Aussagen dagegen stimmen bedenklicher, denn der reißt sich immer den A. auf.
    Überhaupt frage ich mich, was mit dem stillen Gerüst in der Mannschaft ist: da zähle ich Mintal und auch noch Leute wie Mnari usw. dazu. Betrachten die sich bereits als aussortiert? Hier ist m. E. in der Winterpause die Hauptbaustelle – nicht auf dem Transfermarkt.

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  • Ich würde gerne mal von Bader und MO hören was Sie denn vorhaben? Neue Spieler, keine neuen Spieler, etc…
    Es scheint als hätten Sie momentan selber keine Ahnung was Sie machen sollen / wollen.
    Kann den Frust der Fans verstehen. Wäre am liebsten in 46 Minute auch schon gegangen (wie immer nach einem 0:1 Rückstand).
    Allerdings finde ich Drohungen gegen Vereinsangestellte völlig daneben!

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  • Hörnla: In Bezug auf die Mannschaft sind Stefans Argumente ernst zu nehmen. Was ich von Wolfs Gerede halte, habe ich, auch angesichts seiner mehrfach indiskutablen Leistung bis dato, bereits gesagt – Pinos Aussagen dagegen stimmen bedenklicher, denn der reißt sich immer den A. auf.

    Grad auch zu Alexander im ICQ geschrieben und nur eine wilde These von mir: „Vielleicht spielt Wolf ja auch so schlecht wegen dem Trainer“…. steinigt mich!

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  • Ich für meinen Teil pflege in solchen Fällen aufgrund eigener Ratlosigkeit mein privates Club-Archiv (in meinem Hirnstübchen) zu bemühen, um Parallelen in der Vergangenheit zu finden.

    Spontan fündig werde ich in der Spielzeit 78/79. Nach acht Jahren Zweitklassigkeit hatte man, der Not (was nichts anderes heißt als das auf dem Konto wieder mal ein dickes Minus zu verzeichnen war) ganz auf die Jugend gesetzt und war endlich aufgestiegen. Allerdings nicht gerade mit Glanz und Gloria; auch damals ging es interessanterweise in die Relegation, die gegen RW Essen ziemlich nervenaufreibend verlief.

    Für die Bundesliga verstärkte man sich nur dürftig. „Die Jugend bleibt sein Faustpfand“ titelte Kicker vor der Saison. Mit Werner Kern hatte man interessanterweise ebenfalls einen ganz jungen Trainer.
    Als es immer schlechter lief, wurde er rausgeworfen. Außerdem versuchte man es noch mit ein paar halbherzigen Verstärkungen (Uli Hoeneß führte bei uns nochmal einen kurzen erfolglosen Kampf gegen das Invalidentum). Unter dem neuen Trainer Zapf Gebhardt lief es zwar ganz ordentlich, die große Aufholjagd blieb aber aus und am Ende ging es als Vorletzter runter.
    Das war also in die Hose gegangen.

    Gut ging es mit der Jugend bekanntlich 85/86, aber
    a) hatte diese Mannschaft doch ein anderes Kaliber (in der Aufstiegssaison hatte man nach einem furiosen Schlußspurt als Erster die Ziellinie überschritten)
    b) hatte man in der Winterpause mit Anders Giske und Jörn Andersen zwei Leute geholt, die sich als Volltreffer erwiesen. Ohne die beiden hätte es vermutlich nicht gereicht.

    Die Parallele zu 78/79 ist offenkundig und natürlich steht auch diesmal auf dem finaziellen Konto wieder ein dickes Minus.

    Die konsequente Fortsetzung des 78 er Weges wäre nun die Trainerentlassung nebst der Verpflichtung von ein bis zwei Spielern, die bei anderen Vereinen wegen Dauerverletzung bzw. Reservistendasein nicht zum Zuge kommen. Am Ende steht dann wieder Platz 17.

    Mein persönliches Fazit:
    a) ein Trainerwechsel kostet Geld und brachte zumindest damals nichts entscheidendes
    b) um drinzubleiben braucht man jetzt Verstärkungena la Giske und Andersen, die sofort einschlagen (Leute wie Broich oder Choupo-Moting reichen nicht)

    Frage: Woher nehmen wenn nicht stehlen?

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  • Steiner sagt:
    14.12.2009 um 12:07 (Quote)
    1.) Was an Bader bitte ist in irgendeiner Art und Weise besonders selbstherrlich?

    2.) Spieler bei der Einwechslung auszupfeifen ist das Allerletzte.

    3.) Dass die Ultras sich in dieser Alarm-Situation schon wieder die öffentliche Deutungshoheit unter den Nagel reißen und sich als leidende Fan-Märtyrer stilisieren, die irgendein Recht darauf hätten, Vereinsführung und Spieler völlig maßlos fertigzumachen (ein bedeutender Unterschied zu berechtigter Kritik) kotzt mich an.

    4.) Oenning hat nicht wenige Fehler gemacht, aber wenn er in öffentlichen Interviews nicht Euer niedriges Bedürfnis zur Zerfleischung seiner Mannschaft und Dampfplauderei bedient, ist ihm das ganz gewiss nicht anzulasten. Wie er in der Kabine agiert, weiß kein Einziger von uns. Die Diskussion über seine Ablösung ist trotzdem nicht unberechtigt.

    5.) Ständig nebulös und altklug irgendwelche “bundesliga-erfahrenen” Trainer zu fordern, aber dann nicht mit einem einzigen bezahlbaren und realistischen Namen aufzuwarten ist lächerlich.

    6.) Ich habe keine allgemeingültige Antwort und auch kein Patentrezept wie man es besser machen kann, sondern bin eher ratlos. Die Situation des Clubs im Moment finde ich trotzdem unerträglich.

    Steiner

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  • Ich glaube auch es gibt jetzt kein Patentrezept, ob Jugendstil oder erfahrene Mannschaft, ich tendiere zwar zu letzterem. Aber letztlich gibt es eben nur gute oder schlechte Spieler ganz gleich wie alt, aber die haben wir derzeit nicht in dem nötigen Umfang und dazu einen Trainer der in einem umfassenden Lernprozess steckt, was Mannschafts Motivation, Taktik und Kader Besetzung betrifft.

    Dazu einen Sportdirektor der aus dem kaufmännischen Sektor kommt. Ich behaupte nur ein ehemals erfolgreicher erfahrener Spieler kann als Sportdirektor bei Verpflichtungen befridigend gut einschätzen wie sich mögliche Neueinkäufe wohl entwickeln können oder dazupassen.

    Es ist in allen Führungsbereichen nicht die notwendige sportliche Kompetenz, die man für die Bundesliga I benötigt, vorhanden und das sieht man eben an den Ergebnissen, an der Mannschaft.

    Da man aber nicht alle austauschen kann, wüßte ich in der Situation auch keine Lösung, das wäre auch naiv. Rezepte gibt es nicht. Daher setze ich wohl oder übel ( mehr übel) auf einen raschen Lerprozess bei Mannschaft und Trainer und sportliche Leitung. Vielleicht kann man bei Köln mal wieder ein wenig den Kopf über Wasser bekommen.

    Allerdings habe ich eine derartige Heimniederlagenserie, von der Art und Weise ganz zu schweigen, noch nie gesehen. So kann das Projekt Bundesliga I Verbleib definitiv nicht gelingen. Der Weg ist vorgezeichnet…

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  • Eine Demontage der für den sportlichen Bereich Verantwortlichen ist vollkommen unangebracht. Hätten sie über die pekuniären Möglichkeiten verfügt, die Mannschaft zum Saisonstart personell verstärken zu können, hätten sie es sicher gemacht. Eine Wahl gab es also nicht. Darüber zu lamentieren, warum es zu solch einer schlechten finanziellen Situation kommen konnte, lohnt derzeit ebenso wenig, wenngleich ich mir erhoffe, dass hinter den Kulissen sehr wohl dieser Punkt fachlich fundiert diskutiert und analysiert wird, um für den Verein neue Wege zu ermitteln, die ihn die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen lassen.
    Zu diesen Fehlern gehört der reflexhafte Wechsel des Trainerstabes, die Schaffung von Bauernopfern – bei gleichzeitiger Ausblendung der ruhigen Analyse des Status Quo und seiner Ursachen. Ein solcher Reflex mag die ebenso heißköpfigen wie leider auch dementsprechend eingeschränkt denkenden sog. Fans besänftigen, da sie endlich jemanden auf ihrem Altar vorfinden, den sie kollektiv in Stücke reißen und sich so ihre Aggressionen abbauen können.
    Man sollte also den psychologischen Nebel, der derzeit durch die Noris wabert, erst vorbeiziehen lassen, bevor man handelt.
    Der Weg, den der Verein einschlagen muss, ist diesmal ein anderer. Natürlich sind wir nicht Barcelona und leider auch noch nicht Auxerre, aber ist es nicht mal geboten, diesen Druck, der nun wieder ausgeübt wird, auszuhalten, ohne die immer und immer wiederkehrenden Reflexe dieses Geschäfts zu bedienen?
    Ist doch mal was anderes, sehen wir es doch mal so. Warum immer dasselbe tun? Warum nicht mal am Trainer und am Sportdirektor festhalten, deren Konzept mir nach wie vor schlüssig erscheint, auch wenn die Mannschaft ein offensichtlich gravierendes (mentales? taktisches? interdependentes internes?) Problem mit sich herumträgt.

    Die Winterpause ist lang genug, um ruhige, klare und auch knallharte Analysen herzustellen, zu denen ich sowohl Bader als auch Oenning für fähig halte: Wer zieht noch mit? Wer hält dem Druck stand? Wie kann man in das Team eine funktionierende Hierarchie implementieren, die dazu dient, mentale Aufrichtung zu betreiben, Kampfkraft zu wecken und taktische Alternativen den Stresssituationen auf dem Platz anzupassen?

    Bitte erlaubt mir noch eine ketzerische Frage: Ist ein Abstieg – den keiner will, klar! – denn tatsächlich ein solches Fiasko? Bricht dann wirklich alles auseinander? Guckt mal nach K’lautern. Drei Jahre zweite Liga, vorangegangen Chaos bei Führung und Finanzen durch manisches (=unsachgemäßes, affektives) Absteigeabwehrverhalten – diverse Selbst- und Mannschaftsfindungsprozesse, Trainerwechsel, Verschuldung. Trotzdem kam auch hier der Moment, in dem man wieder eine Einheit auf den Platz bringen konnte und sich nun die zweite Liga von sehr weit oben ansieht. Souveräner Aufstieg nicht ausgeschlossen, Potential vorhanden.

    Dazu muss es beim Club nicht kommen, schon gar nicht mit dem Chaos. Produziert aber das Umfeld, die Fans, die Medien, vielleicht auch der eine oder andere Berater eines Spielers, weiterhin solch brachialen und gänzlich unproduktiven Druck, droht zumindest das Chaos, und darauf haben langgediente Fans wie ich nun wirklich keine Lust mehr. Das hatten wir zur Genüge.

    Welche Stabilitätsfaktoren also besitzt dieser Club, um auch perspektivisch für jüngere, talentierte Spieler attraktiv zu sein? Eine durch das NLZ gestützte allgemeine Ausrichtung, ja sicher. Aber derzeit eben auch eine durch das Führungspersonal, das ich als glaubwürdig empfinde, die ein gewisses „Händchen“ im Umgang und in der Integration junger Spieler bewiesen haben. Denn Geld und sportliche Perspektiven sind es – derzeit jedenfalls – ja nun augenfällig nicht unbedingt. Und diese wenigen Stabilitätsfaktoren würde ich nicht gerne weggerissen sehen; man sollte eher versuchen, sie zu stärken, sollte einen Schulterschluss probieren, sollte den Ultras und allen anderen wutschäumenden sog. Fans nicht die Meinungs- und Deutungshoheit überlassen.

    Besonnenheit ist für mich Trumpf. Noch ein Spiel, dann ist ja Pause. So lange hält man das schon noch aus, oder? Weder Bader noch Oenning sind Menschen, die dem Club Schaden zufügen wollen – auch wenn eine Menge Leute so tun, als sei dies genau der Lebensinhalt der beiden. Was für ein Irrsin!

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  • berlinclub: man sollte eher versuchen, sie zu stärken, sollte einen Schulterschluss probieren, sollte den Ultras und allen anderen wutschäumenden sog. Fans nicht die Meinungs- und Deutungshoheit überlassen.

    so isses!

    Deswegen meinte ich ja oben, man sollte den Ultras auch noch eine andere öffentliche Meinung entgegensetzen!

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  • also wer am valze außen war, wird wissen, was seitens bader und co schon wieder hochgepauscht wird, dass es nicht mehr feierlich ist! da standen im übrigen nicht nur ultras rum, sondern auch „normale“ clubfans, die weder morddrohungen skandierend noch sonstwie marodierend mobiliar zerlegend an der geschäftsstelle aufgelaufen sind. man mag dazu sagen, dass es eher ungeplant und wohl auch reichlich unkoordiniert war, sich vor dem hilton zu platzieren. aber wer außen war, der weiß auch, wer sich von vereinsseite der diskussion gestellt hat, während an anderer stelle schon wieder horrormärchen verbreitet wurden. auch und v.a. von bader und schäfer! und mehr gibt es zumindest zu diesem vorfall nicht zu sagen! außer: wer nicht dabei war, der sollte es tunlichst unterlassen, seinen senf dazu zu geben!

    zum sportlichen: dass der volkszorn nun „endlich“ mal hochgekocht ist, ist kein ergebnis der schlechten spiele, der aktuellen tabellensituation. alles war erwartbar, einkalkuliert, wohl bei allen glubberern. es ist vielmehr die art und weise, wie bader und oenning in der öffentlichkeit kommunizieren. und was am samstag in ansätzen nach dem spiel passierte, ist für den dauerstadiongnger auch kein „urplötzliches“ phänomen. aus vielerlei gründen ist vielen im achteck der glubb seltsam „egal“ geworden. das tut mir weh, wenn sich der hintermann, der beim vorletzten abstieg noch geweint hat, gegen den hsv nach 80 minuten zusammen packt und meint „langsam isses mer woschd woss die machn“. so wurde stille und protestlosigkeit nach den spielen irrtümlicher weise wohl auch so verklärt, als gäbe es keine gegenmeinungen.

    zu oenning nur ganz kurz: als meyer (der unbestritten beste trainer der letzten jahre) plötzlich angefangen hat, sein „recht haben“ mit einwechslungen, aufstellungen etc. erzwingen zu wollen, sind wir in den letzten abstiegszug eingestiegen. leider sehe ich diese handlungszüge inzwischen auch bei oenning vorherschen. einem sympatischen jungen trainer, der an der aufgabe zu scheitern droht, aus dem was da ist mehr zu machen als möglich ist.

    nun, er hat sich nicht gegen den job gewehrt und wird allen beteuerungen zum trotz wohl auch die mechanismen des marktes spüren.

    dass dieses werkzeug dann von bader, woy und schäfer angewandt werden wird, macht mir allerdings mehr angst als hoffnung.

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  • stc: also wer am valze außen war, wird wissen, was seitens bader und co schon wieder hochgepauscht wird, dass es nicht mehr feierlich ist! da standen im übrigen nicht nur ultras rum, sondern auch “normale” clubfans, die weder morddrohungen skandierend noch sonstwie marodierend mobiliar zerlegend an der geschäftsstelle aufgelaufen sind. man mag dazu sagen, dass es eher ungeplant und wohl auch reichlich unkoordiniert war, sich vor dem hilton zu platzieren.

    Mag sein, wobei ich immer noch nicht die Legitimation sehe, warum eine Gruppe meint dorthin ziehen zu müssen und was dies ihrer Meinung nach dann hätte bringen sollen, außer die Situation zu eskalieren oder es billigend in Kauf zu nehmen.

    aber wer außen war, der weiß auch, wer sich von vereinsseite der diskussion gestellt hat, während an anderer stelle schon wieder horrormärchen verbreitet wurden. auch und v.a. von bader und schäfer! und mehr gibt es zumindest zu diesem vorfall nicht zu sagen!
    außer: wer nicht dabei war, der sollte es tunlichst unterlassen, seinen senf dazu zu geben!

    Bleibt die Frage, ob das „alles“ war, oder ob es nicht noch andere Beschimpfungen gab und – auch so etwas, was ich nicht recht einschätzen will – ob da jeder immer alles so mitbekommt in so einer Gruppe.

    zum sportlichen: dass der volkszorn nun “endlich” mal hochgekocht ist, ist kein ergebnis der schlechten spiele, der aktuellen tabellensituation. alles war erwartbar, einkalkuliert, wohl bei allen glubberern. es ist vielmehr die art und weise, wie bader und oenning in der öffentlichkeit kommunizieren.

    Verstehe ich nicht: Verstehe nicht, warum Hochkochen (=Eskalation) ein anstrebenswerter Zustand sein soll?!

    und was am samstag in ansätzen nach dem spiel passierte, ist für den dauerstadiongnger auch kein “urplötzliches” phänomen. aus vielerlei gründen ist vielen im achteck der glubb seltsam “egal” geworden. das tut mir weh, wenn sich der hintermann, der beim vorletzten abstieg noch geweint hat, gegen den hsv nach 80 minuten zusammen packt und meint “langsam isses mer woschd woss die machn”. so wurde stille und protestlosigkeit nach den spielen irrtümlicher weise wohl auch so verklärt, als gäbe es keine gegenmeinungen.

    Das ist wohl aber leider eine Frage der jeweiligen Persönlichkeit. Ich jedenfalls mache meine Identifikation zum Club aktuell nicht am Tabellenstand fest. In fünf Jahren wird auch noch Fußball in Nürnberg gespielt, mit anderem Personal sicher, aber nicht unbedingt mit anderen Fans.

    zu oenning nur ganz kurz: als meyer (der unbestritten beste trainer der letzten jahre) plötzlich angefangen hat, sein “recht haben” mit einwechslungen, aufstellungen etc. erzwingen zu wollen, sind wir in den letzten abstiegszug eingestiegen. leider sehe ich diese handlungszüge inzwischen auch bei oenning vorherschen. einem sympatischen jungen trainer, der an der aufgabe zu scheitern droht, aus dem was da ist mehr zu machen als möglich ist.
    nun, er hat sich nicht gegen den job gewehrt und wird allen beteuerungen zum trotz wohl auch die mechanismen des marktes spüren.
    dass dieses werkzeug dann von bader, woy und schäfer angewandt werden wird, macht mir allerdings mehr angst als hoffnung.

    Soweit sehe ich MO noch nicht, dass er sich a la HM (dem man diese Egozentrik sicher nicht abstreiten konnte) schon auf Egotrips und Geltungssucht bei Ein- oder Auswechslungen einließe.

    Das Kernproblem ist doch für mich ganz einfach: Es gab ne ganze Menge Leute, die mögen dieses intellektuelle per se nicht, hatten aber die Kröte mit dem ausgegeben Konzept „jung, deutsch/fränkisch“ geschluckt. Jetzt wo es nicht läuft, will man halt den weg haben, der einen eh nicht recht passte.

    Irgendwann verdienen wir wohl mal Matthäus beim Club, danach sind wir wenigstens mal wieder ein paar Jahre kuriert …

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  • stc: während an anderer stelle schon wieder horrormärchen verbreitet wurden. auch und v.a. von bader und schäfer! und mehr gibt es zumindest zu diesem vorfall nicht zu sagen! außer: wer nicht dabei war, der sollte es tunlichst unterlassen, seinen senf dazu zu geben!

    Gab es keine Sachbeschädigungen? Gab es keine Drohungen? Gab es keinen Polizeieinsatz? Wurden nicht im Stadion Sitze herausgerissen und Bengalos abgefackelt?

    Ist das alles gelogen? Nein? Also, was soll dann das? Wenn zufällig auch eine friedliche Gruppe neben Chaoten steht, heisst das dann, dass es die Chaoten nicht gibt, oder dass die dann nicht so schlimm sind?

    Wer betreibt denn hier Schönrednerei, die der sportlichen Leitung so gerne vorgeworfen wird???

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  • Wenn ich die bisherigen Beiträge lese finde ich eigene Gedanken in vielen verschiedenen Äußerungen wieder, auf die ich in der Menge gar nicht mehr eingehen kann. Deshalb – in der Kürze liegt Würze – beschränke ich mich auf zweierlei Dinge, die mir dringlich erscheinen.

    Zum ersten halte ich es mit Stefan, der vermutet, dass es zwischen Trainer und Teilen der Mannschaft respektive auch den Rudelführern Wolf, Pinola u.a. nicht mehr stimmt. Das hat nichts damit zu tun, ob ein Wolf seiner Form hinterherhängen sollte oder ein Pinola immer alles gibt. Ich unterstelle, dass sie beide und alle anderen ihr bestes geben (wollen), so auch Michael Oenning, den ich nach wie vor sehr schätze. Damit das Trainer- und Mannschaftsgefüge als solches wieder funktioniert, glaube ich, dass ein Trainerwechsel unausweichlich sein wird und dann auch zur rechten Zeit kommen muss. Damit ist kein zukunftstaugliches Konzept gänzlich in Frage gestellt. In dieser Hinsicht sollte man den bisherigen Kurs halten und um Ausgewogenheit bemüht sein. Jede Mannschaft braucht den kurzfristigen Erfolg, um wieder in die Erfolgsspur zu finden und auf dem Kurs zu bleiben. Und der Kurs kann (mit ausgegebenem Saisonziel) nur Nichtabstieg heißen. Ob das mit Oenning noch gutgeht ist fraglich bis zweifelhaft! Und ich bin kein Hellseher.

    @Hörnla: War der Wechsel von Wolfgang Wolf (dem ich bis zuletzt die Stange gehalten habe) zu Meyer zur rechten Zeit? ;°)

    Zum zweiten kann ich mich berlinclub und Optimist nur anschließen. Ich meine, dass gerade wir Nicht-Ultras ungeachtet unserer Meinungsverschiedenheiten einem wutschäumenden Mob nicht die Meinungsführerschaft und Deutungshoheit überlassen dürfen. Das heißt aber nicht, dass es keine (differenzierte) Unmutsäußerung geben darf, sondern nur nicht derart.

    Bevor VfB (der mir sonst herzlich egal ist) noch zum Schimpfwort wird, will ich anmerken, dass ein als Trainer durchaus selbstkritischer Babbel mich nicht unbeeindruckt gelassen hat.

    Ich bleibe dennoch zuversichtlich, dass dem Club (und mir als seinem Fan) Chaostage erspart bleiben.

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  • @alexander: ich glaube, dass man dort am valze zum großteil mal sowas wie eine ANTWORT gesucht hat. das mag naiv und reichlich blauäugig sein, aber ist es nicht einfach nur die reaktion auf das, was den fans in der kurve vorgegaukelt wird? das bisschen folklore wie nach siegen und niederlagen in die kurve laufen, bisschen klatschen oder pfiffe abholen…, wer auf beiden seiten nimmt das eigentlich noch ernst? begonnen hat diese schöne sitte mal, um zusammenhalt zu demonstrieren oder auch nach niederlagen mal am zaun zu diskutieren. das ist inzwischen wie gesagt angereicherte folklore für den fernsehsesselfan.

    und @optimist: richtig, es gab am valze außer 1Xoenning raus weder morddrohungen oder andere sprechchöre. die angeblichen schwerwiegenden sachbeschädigungen wurde unter den fans „geregelt“ (ja, der großteil der chaoten war auch mächtig, sich der unvernunft einzelner herr zu werden), lange bevor die polizei im eilschrit anrückte.

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  • ich wollte noch anmerken: nicht dass ich hier zum verteidiger von sachbeschädigungen oder morddrohungen werde. das würd emir sehr mißfallen, ebenso wie jemanden zu beleidigen oder anzugreifen. aber ich schreibe das, was ich mit eigenen augen gesehen habe und was sich nullkommanull mit den ausführungen von bader oder der berichterstattung der presse deckt.
    zumal ich zu der situation am valze durch zufall gekommen bin.

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  • Wie kommt Ihr darauf, dass die Ultras die „Meinungsführerschaft“ haben? Da muss jemand schon selten dämlich sein, wenn er sich von denen in seiner Meinung beeinflussen lässt.

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  • @stc … verstehe ich ja sogar, dass man da mal vor Ort einen Verantwortlichen fordert. Aber es ist halt nicht so ohne und man kriegt leider selten alle in den Griff.

    Zu Baders-„Horrormärchen“ sollte man aber schon den Kreis bisschen weiter ziehen: „Am nächsten Morgen klingelte bei Manager Martin Bader das Telefon und am anderen Ende der Leitung wies ihn ein Polizeibeamter höflich darauf hin, dass es Morddrohungen gegen ihn gibt.“ http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1139978&kat=32
    Das hat dann schon ne „Qualität“…

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  • belschanov: Wie kommt Ihr darauf, dass die Ultras die “Meinungsführerschaft” haben? Da muss jemand schon selten dämlich sein, wenn er sich von denen in seiner Meinung beeinflussen lässt.

    Wer am lautesten schreit wird leider meist am meisten beachtet – das prägt dann die Meinung in der Öffentlichkeit. Funktioniert ja auch heute wieder. Geredet wird ja nicht von der breiten Masse, die ruhig geblieben sind.

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  • Alexander | Clubfans United:
    Wer am lautesten schreit wird leider meist am meisten beachtet – das prägt dann die Meinung in der Öffentlichkeit. Funktioniert ja auch heute wieder. Geredet wird ja nicht von der breiten Masse, die ruhig geblieben sind.

    Korrekt! Diejenigen, die still, aber enttäuscht das Stadion noch vor Abpfiff verlassen haben, werden zwar im Fernsehen noch gezeigt. Aber friedliebenden Fans muss man nicht entgegentreten, sondern den Krawallos.

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  • stc: berichterstattung der presse deckt

    Da ist sie wieder – die böse Presse. In der Tat: es gibt an deren Berichterstattung vieles zu kritisieren und man wird mir viel vorwerfen können, aber nicht, dass ich das nicht oft genug getan hätte. Nicht zuletzt schätze ich Clubfans-United als eine Art Gegenöffentlichkeit gegen den immer mieseren Blätter- und Medienwald.

    Aber:
    a) wir Fans wollen nicht in einen Topf geworfen und pauschal verurteilt werden – also sollten wir das auch nicht mit den Journalisten tun, unter denen es einige hochkompetente gibt, die unseren Verein seit Jahren kenntnisreich und luzide begleiten. Also mal ’n bisschen runterkommen vom hohen Thron des Scheltenden gelle!
    b) Einige unter den „Fans“ wollen dem Rest aber anscheinend weismachen, wir lebten immer noch in Honeggers Republik und könnten den gleichgeschalteten Medien nichts, aber auch gar nichts glauben. Dem halte ich entgegen: wenn ich die Wahl habe zwischen einem Journalisten, der angibt, vor Ort gewesen zu sein und dort das tut – im Gegensatz zu den anderen vor Ort, die ja aus anderen Gründen dort sind – was seine Aufgabe ist, nämlich professionell beobachten und recherchieren, wenn dieser Journalist dann auch noch mit Namen unterzeichnet und somit identifizierbar (und anhand des Mediums, für das er schreibt, und anhand seines bisherigen Schaffens auch einschätzbar) ist – dann weiß ich, wem ich glaube: nämlich nicht dem Pseudonym, von dem ich nichts weiß und der zu aggressivem Duktus greifen muss, weil ansonsten zum Erwerb von Glaubwürdigkeit nichts gebracht wird. Ich war beruflich oft genug „vor Ort“ und nicht Teil des Geschehens, das heißt, ich konnte mich vollends auf die Beobachtung konzentrieren: mein Maul hätte ich trotzdem nie so voll genommen, dass meine Einschätzung der Lage die allein zutreffende gewesen sei. Im Gegenteil: mehr als ein „Ich habe nichts gesehen/nichts davon mitbekommen“ kann man oft ehrlich und guten Gewissens gar nicht sagen. Aber andere haben da offenbar eine deutlich grandiosere Übersicht und bekommen immer alles mit. Bravo und viel Glück bei der sicherlich glänzenden Karriere als Starreporter!

    Das wird mich dennoch nicht hindern, dass ich, solange dieses Land ein freies ist, meinen Senf dazugebe, wo ich es für richtig halte.

    zu berlinclub: ganz ganz ausgezeichneter Kommentar!

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  • stc: also wer am valze außen war, wird wissen, was seitens bader und co schon wieder hochgepauscht wird, dass es nicht mehr feierlich ist! […….] aber wer außen war, der weiß auch, wer sich von vereinsseite der diskussion gestellt hat, während an anderer stelle schon wieder horrormärchen verbreitet wurden. auch und v.a. von bader und schäfer! und mehr gibt es zumindest zu diesem vorfall nicht zu sagen!

    Da die meisten NICHT draussen waren, Du aber anscheinend schon, wäre es doch nett, wenn Du mal Ross und Teiter nennen würdest. WAS wurde da alles von Vereinsseite (und von wem) gesagt?
    Was wird bitte hochgepauscht? Komm erzähl mal.

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  • Der ominöse „Teiter“ ist natürlich ein Reiter 😉

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  • @hörnla: vielleicht nicht ganz verstanden: MEINE BEOBACHTUNGEN des vorgangs am valze decken sich weder mit den medienberichten noch mit baders oder schäfers aussagen. da ist mir relativ egal, ob irgendwelche fangruppen per se presseberichte als grundsätzlich falsch oder einseitig einstufen. ich für meinen teil habe seit samstag abend eben jetzt auch eine meinung zu dem thema. zumal es mich sehr wütend macht, dass hier fernsehgucker und nicht dabei gewesene qua presseberichte auf einer aktion „der ultras“ rumreiten, die es so überhaupt nicht gegeben hat. man mag sich mit den gruppierungen innerhalb der fansszene kritisch auseinander setzen, man muss beileibe auch kein freund davon sein. aber man kann dann wenigstens so fair sein, sich seine meinung nicht nur aus (defintiv unwahren) presseberichten zusammen zu schustern, weil es einem grad mal so in den kram passt.

    so, und das war es dann auch wieder ;-). viel spaß mit sky oder wie premiere jetzt heißt.

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  • Aber bitte jetzt nicht wieder die Diskussion über den „echten Fan“ führen, der mindestens eine lückenlose Kurvenhistorie sein eigenen nennen muss, alles abonniert hat, was den Club angeht, Mitglied von mindestens 4 Fanclubs, persönlich Bekannter von 2-3 aus dem näheren Club-Umfeld, Besitzer einer Original-Fahne aus den 60ern, Clubbettwäschenschläfer und Mitglied im Ritter Fränkie-Unterstützerkreis.

    Jeder darf hier sein ganz persönlich echter Fan sein und muss sich für seine Meinung nicht schämen, von Sky-Gucker bis Ultra nicht. Aber wenn man sich in die Diskussion wirft, sollte man sich auch hinterfragen lassen und der Diskussion stellen.

    Das mal nur ungerichtet in den Raum geworfen.

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  • stc: MEINE BEOBACHTUNGEN des vorgangs am valze decken sich weder mit den medienberichten noch mit baders oder schäfers aussagen

    Hatte ich in der Tat anders verstanden, aber das ist ja nun geklärt. Nun, neugierig geworden, schließe ich mich gerne Derbfuss‘ Bitte an…

    Ansonsten eine kleine Anmerkung zur finanziellen Lage, die ja die Möglichkeiten, die sich via Neuverpflichtungen ergeben, bestimmt: die Zahlen, die ich dem Prospekt zur Anleihe (auf der Webseite bequem downloadbar) entnommen habe, liegen vor und sprechen eine düstere Sprache. Posten wie „Nicht durch Vereinsvermögen gedeckter Fehlbetrag“ bei den Aktiva (!) habe ich bisher ganz ganz selten in Bilanzen gesehen. Schaurig!

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  • @derbfuss/hörnla: bergmann (für alle, denen der name nicht sogeläufig ist: der hauptamtliche fanbetreuer des vereins) war vor ort, und (den habe ich allerdings nicht mit eigenen augen gesehen) woy soll auch da gewesen sein und sich mit den leuten ausgetauscht haben. zum thema „morddrohungen“ . völlig unbehelligt und ohne probleme sind z.b. spieler und offizielle vom hof gefahren (boakye und z.b. chicco habe ich erkannt, da direkt an mir vorbei gefahren). insofern bitte ich einfach nur darum, dass die medienberichte ebenso auf den prüfstand kommen wie die ein oder andere -oft auch zurecht kritisierte-aktion von „fußballchaoten“. es erweckte eben den eindruck, dass es ganz gewissen herrschaften sehr gut in den kram passt, es einfach „schlimmer“ darzustellen.

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  • Hörnla:
    Ansonsten eine kleine Anmerkung zur finanziellen Lage, die ja die Möglichkeiten, die sich via Neuverpflichtungen ergeben, bestimmt: die Zahlen, die ich dem Prospekt zur Anleihe (auf der Webseite bequem downloadbar)entnommen habe, liegen vor und sprechen eine düstere Sprache. Posten wie “Nicht durch Vereinsvermögen gedeckter Fehlbetrag” bei den Aktiva (!) habe ich bisher ganz ganz selten in Bilanzen gesehen. Schaurig!

    aua, da sprichst du aber einen sehr wunden punkt in der argumentationskette des vorstandes an :-). ich weiß nicht, ob du auf der JHV warst, wo man diese zahlen zum ersten mal präsentiert bekam. sind in dem prospekt auch die stillen reserven benannt? interessant, wie ein fußballclub sich da seine eigene bilanz schön rechnen kann. die SR bestehen nämlich zu einem nicht geringen teil aus den angenommenen spielerwerten (wenn du-wie es den anschein macht- öfters bilanzen liest: es handelst sich hier nicht um die tatsächlichen werte lt. AfA), zu denen die laufzeit des vertrages hinzugerechnet wird. die spielerwerte legt die sportliche leitung fest. herr woy hat anhand dieser rechnung ein lustiges säulendiagramm vorgelegt, nachdem (achtung!) diese werte seit 2004 (oder 2005, ich weiß es nicht mehr) kontinuierlich gestiegen sind! heißt: unsere aktuelle mannschaft von soll mehr wert sein als die pokalsiegertruppe! und unsere zweitligaelf vom letzten jahr folgerichtig ebenso. auf eine zwischenfrage eines mitglieds („ach so, dann verkauf mer den saenko und den vittek, und dann ist die mannschaft gleich mal das doppelte wert“) kam dann raus, dass deren spielerwerte sich noch in der letztjährigen elf versteckten…,als woy merkte, dass er sich grade böse verhaspelt hat, ging die diskussion richtung diekmeier, wie viel der wert ist und und und.

    ebenso das neue jugendleistungszentrum, welches über den dachverein (wer es nicht weiß: dorthin sind alle gebäude seinerzeit vom aro ausgegliedert worden) finanziert werden sollte und man sich -so schäfer auf der JHV- keine gedanken machen müsse, denn das ding ist finanziert, alle geregelt und es taucht auch nicht in der bilanz des fußballclubs auf. so, nun nach zwei monaten kommt wie aus dem nichts eine anleihe auf den markt (mit 6!!!%), in deren prospekt prlötzlich die bilanzauszüge der „fußballabteilung“ stehen. und all das ohne ein ehrliches wort zur angeblich sicheren finanzierung, wie man es den mitgliedern noch vor wenigen wochen erklärte.

    ich habe die stille befürchtung, dass in diesem sommer ein ganz anderer „masterplan“ nicht aufgegangen ist (der aus heutiger sicht wesentlich „ehrlicher“ gewesen wäre, wenngleich man so eine zielsetzung niemals hätte öffentlich machen können): trotzd ordentlicher rückrunde nichtaufstieg mit platz 5 oder so, lukrative abgänge einiger leistungsträger, heranführung von amateurspielern wie kotzke, hörber etc. und die suche nach dem ein oder anderen talent bei gedeckeltem etat.

    das szenario steckte mit sicherheit in einigen köpfen, und nicht gerade als „plan b“, wenn man sich die aktuelle situation so ansieht.

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  • @ stc

    mag sein, dass Du es am Valze nicht so schlimm erlebt hast, aber im gesamten Kontext glaube ich nicht, dass es nur „Baders Horrormärchen“ sind, wenn von Drohungen gesprochen wird. Auch Du kannst nur den kleinen Ausschnitt des Ganzen beurteilen, den Du selbst mitbekommen hast. Es muss aber ja auch nicht zu dieser Zeit an diesem Ort geschehen sein – das hat so ja auch keiner behauptet. Ich war auch nicht dabei und glaube auch nicht alles, was die Medien bringen, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Polizei grundlos Leute verängstigt und deren Privathäuser beobachtet. Mit „Dramatisierung“ ist das nicht zu erklären!

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  • @optimist: die dinge, über die teils sehr haarsträubend berichtet wird, habe ich erlebt (bengaloeinsatz im stadion und eben die aktionen am valze). und ich muss zu dem urteil kommen, dass hier nicht nur schlampig recherchiert wurde, sondern man vielleicht auch noch das ein oder andere oben drauf setzen wollte. nicht mehr und nicht weniger kann ich zu den beiden dingen sagen. dass ein „suffanruf“ a la „ich bring den bader um“ bei der polizei a) furchtbar blöd ist und b) dem angesprochenen bei aller vermutung, dass es sich um einen bösen scherz handelt,erst mal mächtig in die glieder fährt und so oder so absolut untragbar ist, versteht sich hoffentlich von selbst. viel interessanter ist, dass sich der einzige verbal geäußere mißmut am valze in einem „oenning raus“ erschöpfte und kein anderer offizieller, v.a. bader nicht das ziel der protestler vor ort war.

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    • @stc … allgemein muss ich sagen finde ich höchstinteressant, wenn man Stimmen von Leuten hier hat, die dabei waren. Wenn man es schafft alles einfach mal anzuhören ohne sich gleich anzuspringen, hat man die Möglichkeit sein eigenes Bild zu formen. Das finde ich eigentlich gut.

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  • @alexander: es soll aber nichts verteidigen oder gutheißen. auch „nur“ ein geworfener mülleimer, der umkippt, ein aschenbecher oder zwei kaputte baumarktleuchten sind zu viel, das braucht es einfach nicht. ich mag mir auch nicht wirklich in der rolle des verteidigers hirnloser aktionen gefallen (wenn sie denn statt gefunden hätten oder abseits der geschehnisse passiert sein sollten), aber ich muss ehrlich zugeben, dass mich die konforme und aufgeladene berichterstattung extrem nervt und sie zudem andere menschen falsche schlüsse ziehen lässt. denn eins ist klar: die leute (bei weitem nicht nur ultras) waren am valze, weil ihnen der verein am herzen liegt! und weil man sich aufgrund vieler oben beschriebener dinge einfach ohnmächtig fühlte und -vielleicht auch etwas blauäugig- sich vor dem hilton antworten erwartete, von wem auch immer. dass sich bader und co zu dieser zeit recht selten um diese zeit nach dem spiel dort aufhalten, dürfte wohl auch einigen bekannt sein.

    noch eine kleine randbemerkung: die o.g. „sachschäden“ sind bedauerlich und verurteilenswert. sie entsprechen aber in keinster weise der in den medien genannten höhe noch wurden sie von der polizei unterbunden oder weitere sachschäden von ihr verhindert. die fans haben das unter sich sehr schnell geregelt (und zwar sehr lange vor dem eintreffen der polizei), als einzelne leute etwas über die stränge geschlagen haben.

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  • Vorweg, ich war im Stadion, aber nicht am Valznerweiher! Die Stimmung im Stadion war aggressiv. Das Bengalo habe ich als eine Art “ Abschiedsfeuerwerk“ des Blockes empfunden, da dieser Block auch nach unten wandern dürfte.Die Durchsagen des Stadionsprechers darauf fand ich ein wenig überspitzt im Ton. Hätte man anders lösen können, aber war wohl der Stimmung allgemein geschuldet.Traurig war für mich zu erleben, was nur wenige Wochen nach der Tragik des Freitodes von Robert Enke da abgelaufen ist. Selbst die Spieler wußten ob der Aggressivität nicht ,ob sie sich trauen dürfen, der Kurve für die Unterstützung des wohl abgelaufenen Jahres zu danken. ( Bei dieser Niederlage sich überhaupt den Fans zu stellen, fand ich von den vereinzelten Spielern sehr anerkennenswert und mutig, übrigens Eigler vorne weg, bemekenswert!). Sie wurden mit Drohgesten nahezu auf Distanz gehalten. Klar war das Spiel nicht so, wie ich es erhofft hatte. Allerdings habe ich auch den Versuch gesehen, das Ergebnis bis kurz vor Schluss zu verbessern. Und das ohne Unterstützung der Fans! Ich habe es noch nie erlebt, dass die gegnerischen Fans
    in unserem Stadion nahezu von Beginn an die Oberhand hatten! “ Auf gehts Nürnberg , kämpfen und siegen“ so wurde die Mannschaft zu Beginn angefeuert.Ich hätte es mir gewünscht nach dem 0:1 oder 0:2 oder 0:3 oder 0:4. Ich bin weiterhin stolz , ein Glubberer zu sein…aber ich schäme mich für viele seiner Fans…..

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  • Viele Beiträge sprechen mir aus der Seele…
    Von mir nur soviel…
    Es ist einfach seinen Club zu unterstützen wenn er Erfolg hat…
    Aber auch in der Niederlage zu seinem Club zu stehen zeigt Größe…
    Und es wird immer Gewinner und Verlierer in diesem Spiel geben…
    Mann kann mit Anstand Gewinnen, mit Anstand verlieren, wie mann sich im Triumph als auch in der Niederlage Lächerlich machen, sein hässliches Gesicht zeigen kann

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  • stc:

    Interessant, wie ein fußballclub sich da seine eigene bilanz schön rechnen kann. die SR bestehen nämlich zu einem nicht geringen teil aus den angenommenen spielerwerten (wenn du-wie es den anschein macht- öfters bilanzen liest: es handelst sich hier nicht um die tatsächlichen werte lt. AfA), zu denen die laufzeit des vertrages hinzugerechnet wird. die spielerwerte legt die sportliche leitung fest. herr woy hat anhand dieser rechnung ein lustiges säulendiagramm vorgelegt, nachdem (achtung!) diese werte seit 2004 (oder 2005, ich weiß es nicht mehr) kontinuierlich gestiegen sind! heißt: unsere aktuelle mannschaft von soll mehr wert sein als die pokalsiegertruppe! und unsere zweitligaelf vom letzten jahr folgerichtig ebenso. auf eine zwischenfrage eines mitglieds (”ach so, dann verkauf mer den saenko und den vittek, und dann ist die mannschaft gleich mal das doppelte wert”) kam dann raus, dass deren spielerwerte sich noch in der letztjährigen elf versteckten…,als woy merkte, dass er sich grade böse verhaspelt hat, ging die diskussion richtung diekmeier, wie viel der wert ist und und und.

    Hallo stc,

    was du da schreibst, habe ich mit großem Interesse gelesen. Leider verstehe ich nicht so ganz, was deine Ausführungen konkret bedeuten. Das liegt daran, dass sich meine Kenntnisse in Sachen Ökonomie darauf beschränken, dass man nicht mehr Geld ausgeben sollte, als man besitzt. Das ist zu wenig, um betriebswirtschaftliche Zusammenhänge, die ja auch bei der Führung eines Profivereins eine große Rolle spielen, zu verstehen.

    Allerdings interessiert mich das, was du schreibst, brennend. Könntest du das etwas konkreter erläutern.

    Ich war immer der Meinung, dass beim Club in den letzten Jahren solide und transparent gewirtschaftet wurde. Ist das eine irrige Meinung?

    Beste Grüße,
    belschanov

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  • @belanschov: meine bwl kenntnisse haben nicht ausgereicht, um zu kapieren, dass das was woy auf der jhv erklärt hat (und der club auch so macht) wirklich legitim ist, also keine sorge :-). kurz und stark vereinfacht: stille reserven stehen dem namen nach in der bilanz als „dinge, auf die man noch zurück greifen könnte und sie zum geldwerten vorteil zu machen -oder eben überhaupt zu geld. dieser wert speist sich allerdings aus „angenommenen werten“, also z.b. die angenommenen werte der spieler (die sich aus „zeitwert + vertragslaufzeit“ errechnen). nun legt diese werte aber keine grundregel der dfl etc. fest, sondern die sportliche leitung des vereins (und das muss dann noch -so wurde mir gesagt- vom wirtschaftsprüfer des vereins abgenickt werden)! ergo kam herr woy bei der bewertung der stillen reserven seit 2004 auf stets immer weiter steigende werte der mannschaft, die in diese stillen reserven einfließen. ergo: die pokalsiegerelf mit langfristigen verträgen der leistungsträger ist weniger wert als das heute „spielermaterial“. möglich gemacht wird das eben durch einen kniff in den laufzeiten der veträge, so dass ein welnicki z.b. 3 mio wert sein könnte (!), wenn sein vertrag Q

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  • Mich würde das mit den Finanzen auch interessieren. Dem Braten traue ich nämlich nicht.
    Ich glaub nicht so recht an die Sache mit dem langfristigen Konzept, auf junge Spieler zu sezten, so aus purer Philosophie heraus.

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  • oh… abgerissen;

    z.b. 10 jahre laufen würde. extrem spannend wird dieses „modell“ dann, wenn man 5,8 mio miese in der letzten saison „schönrechnen“ muss. und 1.5 mio neue bankschulden, die eben auch wieder in der bilanz stehen. wie gesagt, ich gebe nur wieder, was woy auf der jhv auch auf nachfrage so erklärt hat. faktisch dürfte die „unterdeckung“ (auch wenn das wort nicht mit einer bilanz zusammen hängt, ich wähle es jetzt wegen der verständlichkeit) als wesentlich größer sein, wenn man die realwerte diesen angenommenen stillen reserven (die sich auch aus anderen dingen als die beschriebenen spielerwerte speist) gegenüber stellt.

    und man munkelt ja auch, dass es von der dfl einen blauen brief gegeben haben soll.

    der knackpunkt ist für mich auch recht eindeutig: die hastige rückzahlung von aros kredit, der in der abstiegssaison (laut damaliger bilanz) samit und sonders zurück gezahlt wurde und das gottvertrauen, dass es nach dem pokalsieg „immer so weiter geht“. schon im letzten jahr musste man den mitgliedern das märchen vom „teuren europacup“ erzählen, der uns nicht nur sportlich, sondern auch finanziell schlauchte. dass dann zahlen präsentiert wurden, die das gegenteil zeigten, störte zunächst nicht.

    seriös, was ist seriös? ist es rechtschaffend, nicht wie hertha oder andere millionen von schulden anzuhäufen, um am ende mit dem selben ergebnis dazustehen? ist es trickreich, sich „schönzurechnen“ auf unterstem niveau (es geht da „nur“ um ein paar mios)? ist es schlau vom sicher durchfinanzierten leistungszentrum zu sprechen, nur um 2 monate danach mit einer riskobehafteten anleihe um die ecke zu biegen?

    dazu muss ich sagen, ich weiß es nicht. nur beschleicht mich das gefühl, dass man doch mehr zu verbergen hat den vorzuweisen. insgesamt würde ich persönlich der vereinsführung für ihr wirtschaften seit 2007 keine gute note ausstellen.

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  • „Was nun passiert, ist unglaublich. Fans belagern die Geschäftsstelle, blockieren sämtliche Telefonleitungen mit Protestanrufen,
    Vom Stadionboykott ist die Rede, Fahnen brennen, es kommt gar zu Morddrohungen.“

    Diese Zeilen scheinen ganz aktuell, oder?
    Doch wenn man weiterliest, dann bemerkt man, dass die beschriebenen Ereignisse nun gut vier Jahre her sind, also nix neues, es war um Allerheiligen 2005:

    „Roth bedauert die Sache selbst. Es kotzt ihn an, gute aufrechte Leute entlassen zu müssen, die mit Leib und Seele an ihren Club glaubten.
    So war es schon bei Rausch, bei Augenthaler.
    Der kleine König – den gibt es schon lange nicht mehr. Trotz einer straffen Hierarchie gibt es am Valznerweiher noch zu viele Leute, die etwas zu sagen haben, Opportunisten, die einen gewissen Druck ausüben können.
    Bei Wolf war es am Schlimmsten. Beide Männer hatten Tränen in den Augen, umarmten sich schweigend, bevor der Coach das Büro, das Gebäude für immer verließ …“

    So mag das gewesen sein, kurz bevor Meyer kam und die Saison rettete, die bis dahin so verlaufen war:

    0-3 beim HSV,
    1-1 gegen 96,
    0-1 bei der Eintracht,
    1-2 gegen den FCB (Pinola, Freistoßtor oder?),
    1-1 bei den Wölfen,
    1-1 gegen Schalke,
    0-1 bei den Zebras,
    2-1 gegen Köln,
    2-6 bei Werder,
    2-3 gegen Arminia,
    4-1 in Mainz, danach bereits mit Lieberwirth
    0-1 gegen den VfB.

    „Dieter Lieberwirth sitzt auf der Bank, hat einen völlig neuen Glubb versprochen. Vielleicht konnte er gar Cheftrainer werden, gelingt es, den VfB Stuttgart im Frankenstadion zu schlagen. Er hat’s nicht leicht, der Interimstrainer, denn das Volk skandiert Wolf und dokumentiert dies auf zahlreichen Transparenten.
    Als das Match zu Ende ist, sitzt der ‚Yogi‘ wie paralysiert auf seiner Bank, fürchtet sich aufzustehen.
    Was die Mannschaft da gezeigt hat, war kein Aufbäumen, keinerlei Wille zum Erfolg sichtbar, eigentlich fast schon eine glatte Arbeitsverweigerung.“

    So oder ähnlich muss es gewesen sein, nachzulesen bei

    http://www.allmaechd.com/index.php?articleid=60

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  • Ein gewagter Artikel, leider etwas boulevardesk formuliert, aber in der Sache ziemlich auf meiner Linie:

    Kollektive Panikattacke

    Text: Fabian Friedmann

    Gestern noch bejubelt, heute angepöbelt. Am Samstag kam es nach der 0:4-Schlappe zu schweren Ausschreitungen von Anhängern des 1. FC Nürnberg. Eine Analyse der wiederkehrenden Panikattacken im Frankenland.

    http://www.11freunde.de/bundesligen/126417

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  • Herrlicher Bericht und endlich auch mal wieder klasse Kommentare bei denen das Lesen Spaß macht!

    Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die Mannschaft das Potential hat die Liga zu halten und ich hoffe, dass man intern die Frage klärt welche Umstände verhindern dieses Potential (regelmäßig) auf dem Platz abzurufen. Ich bezweifle, dass man das von außen beurteilen kann. Und dann muss eine Lösung gefunden werden, wie auch immer die dann aussieht.

    Mein Vater erzählt mir übrigens seit dem Abstieg 1994, dass ihm der Club nicht mehr interessiert und er sich nicht mehr über ihn ärgert.
    „Sag mal, was hat denn der Club am Samstag wieder g’macht? Aber ich ärger mich ja nimmer.“
    Einmal Clubberer, immer Clubberer…

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  • „Der 1.FC Nürnberg ist ein Verein der Extreme, in positivem als auch im negativem Sinne. Prägnantestes Beispiel: Der erste Bundesliga-Abstieg 1969 nach umjubelter Meisterschaft im vorangegangen Jahr.“ (11 Freunde)

    leute, köpfe nicht hängen lassen. platz 14 und 15 sind noch drin. Auch wenn es momentan gar nichts ist. mehr gibt der kader halt nicht her.

    bader soll zum hsv!

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  • um gegen clubs wie dortmund oder hamburg was zu holen, da muss die truppe 200% bringen. leider war es nicht der fall… hinrunde abhacken und mit power in die rückrunde. für platz 15 braucht man vielleicht nur 25, 26 punkte diese saison, wenn hertha weiterhin nichts holt und bochum auch rumeiert…wenn

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  • Moin von der Ostsee:

    Seit über einem Jahr habe ich hier nichts mehr geschrieben, weil ich dachte, zu unserem Club ist alles gesagt.

    Sofüge ich hinzu: Da das Adjektiv in der Diskussion bei den Veranwortlichen UNAUFGEREGT ist, schlage ich vor, gehen wir unaufgeregt in die 2. Liga !
    Alles andere wäre ja rational nicht zu erklären…. ohne Trainerentlassung, ohne den schwächlich wirkenden Präsidenten anzugreifen, geschweige denn Sportdirektor Bader in Frage zu stellen….

    Innerlich habe ich die 1. Liga schon abgeschlossen, es würde ja auch nicht nützen, gerade drin zu bleiben, das sieht man jetzt. Jetzt kommt natürlich der Schlaumeier vom Dienst und sagt: Das war abzusehen…RICHTIG…aber so bleiben wir unaufgeregt…Mir kenna es doch scho…Jahrzehnte :o((

    Gruß Burk

    Das sollte für mindestens ein Lahr langen…

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  • Tobi: Hab die Schnauze voll von der 2. Liga….

    Warum?

    Ich fands im Stadion in Liga 2 lustiger/befriedigender: Fast alle Heimspiele zu Null gewonnen macht einfach mehr Spaß als 0 : 4 zu verlieren….

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  • stc: meine bwl kenntnisse haben nicht ausgereicht (…)

    Krieg’s bitte nicht in den falschen Hals, aber was haben BWL und Buchhaltung mit einander zu tun? Stille Reserven heißen so, weil sie eben nicht in der Bilanz stehen, und dass unser aktueller Kader höhere SR als die Pokalsiegermannschaft aufweist, lässt sich problemlos darauf zurückführen, dass die Spieler mit ihren „Anschaffungs- und Herstellungskosten“ (vulgo: Ablöse) abzüglich Abschreibung im Anlagevermögen zu bilanzieren sind. Die SR ergeben sich so aus dem aktuellen Wert („Teilwert“) minus Restbuchwert (=AK/HK minus Abschreibung, also der „Wertverlust“, nach dem die AK/HK auf die Vertragslaufzeit zu verteilen und abzuschreiben sind). Von Schönrechnen kann mE keine Rede sein. Und dass ein Wirtschaftsprüfer die Werte von Woy (oder wem auch immer) abnickt setzt voraus, dass dieser o.g. Teilwert irgendwie beigelegt wird, bspw über Angaben auf transfermarkt.de, also noch ein Indiz dafür, dass nicht gemauschelt wird. Übrigens sind die Zahlen im Anleiheprospekt mW auf den Gesamtverein bezogen, nicht „nur“ auf die Fußballabteilung. Aber als Bilanzbuchhalter ist man daran gewöhnt, dass sich BWLler immer wieder über Zahlen auslassen, die sie bereits interpretiert haben. Wenn mir einer die Jahresabschlüsse der letzten Jahre zeigt, kann ich alles gerne auf deutsch übersetzen (vorausgesetzt, der Lagebericht liegt bei, aber der gehört zum Abschluss), würde als Ort das Forum, geschlossener Bereich, vorschlagen. Das aber nur am Rande.

    Ich habe ein ähnliches Bedürfnis wie Optimist et.al.: Auch ich fühle in mir den starken Drang, der Öffentlichkeit deutlich zu machen, dass das Gros der Fans keineswegs Aschenbecher tötet oder Mobiliar durch die Gegend wirft (oder eben auch nicht). Als das 0:2 fiel, war die Auflösung bereits in vollem Gange, und als das dritte Tor fiel, haben es meine Frau und ich einfach nicht mehr mit ansehen können. Das höhnische „Auf Wiedersehen“ der Waterkantlinge hatten wir nur noch von der Allee aus gehört (und haben fälschlicherweise angenommen, ein Spieler wäre vom Platz geflogen). Ich darf anmerken, dass wir das erste Mal vor Spielende geflüchtet sind, nach vier Dauerkarten und vielen ergänzenden, vorangegangenen Einzelbesuchen für uns jedenfalls bemerkenswert. Was aber bei den Debatten scheinbar gerne unter den Tisch zu fallen scheint ist der Status Quo, in dem sich unser aktueller Kader befindet. Anders gesagt: Wie fühlt man sich, wenn man aufläuft? Unsere Jungs haben im Moment einen beachtlichen Rucksack, den sie im gesamten Spiel mit sich rumschleppen, und dabei meine ich noch nicht mal die Erwartung, die von außen eingebracht wird. Besagter Rucksack wurde durch den Sieg in Wolfsburg bestimmt nicht leichter, und wenn ich mir das Schicksal von Hasna Rohkost letzte Saison ansehe, wie soll ich sagen, unsere Jungs halten sich eigentlich noch ganz gut (und sei es nur eine Halbzeit lang). Rostock hat sich jetzt noch nicht vom 9:0 gegen Koblenz völlig erholt, genauso wie sich unser Team ums Verrecken nicht vom „unseligen“ Pokalsieg befreit hat, obwohl nicht unerhebliche Teile des Kaders damals noch gar nicht bei uns waren, praktisch der gesamte Trainerstab inklusive (anders kann ich mir die Paralyse einfach nicht erklären, die phasenweise unsere Jungs befällt). Und dann werde mal los, was du selbst nicht „einbrockt“ hast. Dazu das Gefühl, dass es einfach nicht läuft, und keiner kann genau sagen, woran es liegt. Das Ganze jetzt noch garniert mit Druck von außen (bis hin zu Morddrohungen, deren Ernsthaftigkeit schwer einzuschätzen ist und die sich hoffentlich irgend wann als verbale Entgleisung herausstellen), fertig ist der Schlamassel. Nein, ich würde auch zu deren Bezügen nicht mit einem unserer Akteure tauschen wollen.

    Einen Weg aus der Situation zu kennen maße ich mir nicht an. Als distanzierter Betrachter scheint mir aber Hilfe dringend angebracht. Wie die aussehen soll, kann oder wird, ist dabei eigentlich Ermessenssache, ich halte wildes und blindwütiges Herumdoktern an den Personalien für den falschen Weg. Eher das Gegenteil: Meiner (unmaßgeblichen) Meinung nach hat Peter Herrmann irgend wie unseren Profis den Kopf frei gemacht, vermutlich indem er sämtliche Details über den nächsten Gegner herunterzitiert hat und so in den Köpfen der Mannschaft gar keinen Platz mehr für Selbstzweifel oder dergleichen gelassen hat. Wenn Reutershahn anders arbeitet, muss das ja nicht gleich schlechter sein, es ist in der augenblicklichen Lage vielleicht nur unglücklich. Daher mein Lösungsansatz: Die Visitenkarte von Dr. Pfau (oder wem auch immer). Oder ein anderer, weiterer Co-Trainer. Vielleicht auch nur ein Honorarpsychologe für Vorübergehend. Sowas in der Art.

    Bevor sich Investitionen auszahlen vedrgeht im Fußball immer eine vorher nicht einzuschätzende Zeit. Der Club hat in eine bestimmte Art der Zukunft investiert und auf diese Investition festgelegt, ich persönlich halte es für selbstmörderisch, diese Zukunft jetzt zu amputieren. Auch wenn genau dies den Gepflogenheiten der Branche entsprechen mag – oder gerade deshalb.

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  • Wie schaut denn die Zukunft aus wenn wir absteigen? Welche Talente gehen den Gang mit in die 2. Liga??? Finanziell wird es da bestimmt auch ganz toll laufen… Wenn man dann noch pro Jahr 360.000 € Zinsen für die Anleihe zahlen muss. Kann mir auch nicht vorstellen das wir wieder so eine stattliche Anzahl an Dauerkarten verkaufen werden. Daher beführchte ich leider (hoffentlich liege ich da falsch) einen totalen Zusammenbruch und viele Jahre 2. Liga. Schaut euch das Beispiel 1860 an. Auch schön auf die Jugend gesetzt. Und wo spielen die Benders, Jones,… jetzt?

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  • @Tobi: Das war in meinen Augen kein „auf die Jugend setzen“. Das war in die Zukunft investieren und vor allem den Abstand zur Konkurrenz verringern.

    Aber mal zurück zur Realität:

    Welcher Spieltag ist gleich nochmal?
    Und wieviele Punkte sind wir vom Nichtabstiegsplatz entfernt?
    Hatte man anderes erwartet oder doch nur erhofft?

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  • Ich denke die Fans haben mit dem 17 Platz weniger Probleme als mit der Art und Weise wie die Mannschaft und die sportliche Leitung auftritt…

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  • @farbfilmvergesser: danke für deine ausführungen. ich bin kein bwler ;-), wollte meine worte „stark vereinfacht“ auch so verstanden wissen. deine beschreibung der spielerwerte findet sich bei afa auf der anderen seite wieder (also die realen werte mit den von dir genannten abschreibungen). die haben nichts mit den in die stillen reserven einfließenden werten gemein, das ist ja das interessante. dass sich aus den „angenommenen werten“ per se eine höhere zahl ergibt, erscheint logisch. und richtig, stille reserven tauchen so nicht als posten in der bilanz auf. nur konntest auch du mir nicht wirklich erklären, warum die aktuelle mannschaft stand heute nicht unerheblich mehr wert sein soll als alle teams seit 2004 (wir erinnern uns: nach dem pokalsieg hatten alle leistungsträger langfristige verträge unterschrieben). so long…

    zu deinen anderen ausführungen: nun, auch mir liegt daran, als fan der mannschaft „richtig“ zu reagieren. wie das bei den unterschiedlichen leuten aussieht, hat man am samstag gesehen. ich mag mich aber -da ich es eben gesehen habe, was wirklich war (bzw. nicht war)- nicht so recht mit den leuten am valze auseinander dividieren lassen. geschweige denn den „richtigen“ weg des verhaltens in der aktuellen situation vorschreiben wollen.

    dass sich ein großer teil des stadions offen in sarkasmus flüchtete, tat mir am meisten weh. ich persönlich bin immer so der typ „war doch alles schon mal da, sogar noch schlimmer“, merke aber selbst, wie mir das ganze immer weniger an die nieren geht. altersweisheit? genügsamkeit? nee, ich fühle mich (anderes thema, ich weiß) in zeiten des kommerzes und wo premiere-zuschauer scheinbar wichtiger sind als das stadionvolk (bitte nicht falsch verstehen!) einfach nicht mehr so recht zuhause. der fcn ist von der sonderbaren, aber liebenswerten diva, die einem oft genug das brett mitten ins gesicht gedroschen hat, auf dem besten wege zu einem glattpolierten durchschnittsverein, der zwischen platz 15 der ersten und platz 5 der zweiten liga pendelt. in anbetracht der aktuellen lage muss man sagen, bestenfalls.

    die tagesaktuellen beobachtungen lassen den schluss zu, dass es neben offenkundiger schwächen im kader auch am miteinander hapert. und an menschen, die bereit sind, konsequenzen zu ziehen. irgendwie setzt sich diese angst vor dem fehler auf dem platz in der führungsetage fort. und da gehe ich mit tobi konform: ich glaube, genau das ist für viele fans das problem.

    übrigens: der ehrenpräsident meldet sich wortgewaltig zurück :-).

    http://www.abendzeitung.de/nuernberg/sport/152787

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  • Tobi: Ich denke die Fans haben mit dem 17 Platz weniger Probleme als mit der Art und Weise wie die Mannschaft und die sportliche Leitung auftritt…

    Da zähl ich mich dazu. Aber es hilft ja nix, grade wegen der 360 TEUR. Dazu noch ein Neururer-Gehalt stemmen? Vertagt mE nur das Problem. Ich meine: Lieber Augen zu und durch. Oder will hier irgend jemand Schalker Verhältnisse?!?

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  • stc: nur konntest auch du mir nicht wirklich erklären, warum die aktuelle mannschaft stand heute nicht unerheblich mehr wert sein soll als alle teams seit 2004 (wir erinnern uns: nach dem pokalsieg hatten alle leistungsträger langfristige verträge unterschrieben).

    Sorry, merk’s jetzt erst.

    Das mit den Stillen Reserven erklärt sich aus der Vertrags-Restlaufzeit und Abschreibung, lauter Vorschriften, die im Handelsrecht gelten, die dort auch Sinn machen und die der Club eben auch beachten muss, obwohl der Sinn bei Transfermarkt und Ablöse innerhalb gewisser Grenzen angezweifelt werden darf. Kurzes Beispiel: Ein Spieler kommt für 300 TEUR, drei Jahre Vertragslaufzeit. Bilanz Anlagevermögen nach einem Jahr: Wert 200 TEUR („Anschaffungswert“ 300.000, abzüglich Abschreibung für eins von drei Jahren). Transferwert 500 TEUR. Macht rechnerisch Stille Reserven in Höhe von 300.000 (sind die 500 TEUR Transferwert minus Bilanz). Bei einer gesamten Mannschaft und verschiedenen Vertragslaufzeiten können da die ulkigsten Zahlen zusammenkommen; Aussagewert aus meiner Sicht zweifelhaft – allerdings nicht mit Zweifeln an dem, der die Zahlen in die Bilanz malt, sondern am Sinn der Vorschrift bzw deren Anwendung im Fußball (bei Pino stehen deshalb vermutlich unglaubliche SR, weil er – handelsrechnlich – fast abgeschrieben ist, Vertragsende im Sommer). Ich wiederhole: Ich bitte, das nicht falsch zu verstehen. Ich erlebe es beruflich einfach viel zu oft, dass Leute in die Gewinnermittlung reingackern, die nicht mal rechte Ahnung von KoLei haben. Nothing for ungood.

    Zum Thema Zukunft: Ich traue einer Mannschaft, die in Wolfsburg gewinnt, durchaus Platz 15 oder auch ein bisschen besser zu; wo würden wir denn stehen, wenn die Tore in Mainz und Fraknfurt gegeben worden wären? Wie wäre Hoffenheim ausgegangen, wenn der Elfmeter beim Stand von 0:0 gegeben worden wäre? Eben, weiß keiner, aber mit ziemlicher Sicherheit würden wir nicht so eng am Abstieg stehen. Die Befürchtung, der Club würde sich in ein Einheitsmaß einreihen, das eben zwischen einem hinteren Platz der ersten und einem vorderen Platz der zweiten Liga hin- und hereiert, kann ich mehr als nur zu gut nachvollziehen. Allerdings erkenne ich gerade darin zur Zeit (gerade jetzt!) die Chance, sich aus der Masse hervorzutun und eben nicht die üblichen Mechanismen greifen zu lassen. Und was Deine Ausführungen zum Thema Randale am Vereinsheim betrifft: Glaube ich Dir sofort, wir haben ja schon am Beispiel Wolfsburg gesehen, was von manchen Medienberichten zu halten ist; nichts habe ich mir sehnlicher am Samstag gewünscht als die Einstellung von Kung-Fu-Fightern.

    Ich glaube auch nicht, dass ich in der Position bin, irgend jemandem sein Verhalten vorzuschreiben. Dass sich Unmut manchmal einen Weg bahnen muss, ist für mich nur verständlich. Allerdings sollte man meines Erachtens sehr wohl bei der Wahl seiner Mittel (oder Wege, um im Beispiel zu bleiben) etwas wählerischer sein. Kein Vorwurf an Dich, Du schreibst ja, Du bist zufällig Zeuge geworden, aber es fehlt mir auch ein bisschen die Phantasie, dass Sachschäden erfunden werden, also muss was zu Bruch gegangen sein. Und das finde ich (zumindest für mich) eben nicht mehr okay.

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  • Nach einigem Nachdenken und Sinnieren (nicht zuletzt) über die hier angeführten Argumente, kam ich zu dem Schluss, dass eine erste Sofortmaßnahme einfach, den langfristigen Zielen nicht widersprechend, günstig zu realisieren und – Beispiel Gladbach letzte Saison, mit gewisser Wahrscheinlichkeit auf Erfolg (Klassenerhalt)- zu versuchen wäre:

    Holt Tomas Galasek für den Rest der Saison zum Club zurück!

    Denn Galasek hat bei Gladbach genau das geleistet, was beim Club dringender Verbesserung bedarf: er war wesentlich daran beteiligt, aus einem Hühnerhaufen eine halbwegs stabile Abwehr zu machen.
    Im Moment läuft der Club nämlich in meinen Augen in Gefahr, das Talent seiner Jungen langfristig zu verbrennen: die Erfahrung der Überforderung (vgl. seit Wochen Nordtveit oder auch Diekmeier gegen Janssen) können diese im Moment unter dem extremen Druck, unter dem die Mannschaft durch die Sachzwänge und auch durch die Pfeifen unter den Fans steht, gar nicht verarbeiten. Hier wäre die Führungsfigur auf dem Feld und abseits desselben Gold wert – und ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass ein Galasek genau der Typ wäre, den ein Nordtveit braucht, um zu lernen und sein Talent zu entwickeln (Wenger würde es uns danken ;-)).

    Wer diese Idee von vorneherein belächelt, der sei auf das Gladbach-Forum verwiesen: große Skepsis zu Beginn, große Dankbarkeit am Schluss. Wir haben im Moment genug Athletik, genug junge Schnelligkeit auf dem Platz – was wir brauchen, ist ein erfahrener, finanzierbarer Mann.

    Bei Trainerzurückholereien habe ich immer ein wenig Bauchschmerzen – zuviel Porzellan wurde da oft zerschlagen bei der Entlassung, die oft, das wissen alle, keine gerechte aber die leichteste Entscheidung war, um schnell Ruhe reinzubringen. Auch bei Galasek müssten wohl ein paar Verantwortliche ein wenig Canossagehen, aber das schadete nicht weiter – so lernten sie wenigstens für die Zukunft, wie man verdiente Spieler würdig verabschiedet. Ansonsten habe ich Galasek immer als einen Menschen höchst nobler, untadeliger Charakter- und Geistesart erlebt – und wenn er zusagte, noch ein halbes Jahr beim Club dranzuhängen, dann würde sich dieser ganz große alte Mann auch reinhängen, dass er seine Nebenleute mitrisse. Die Trainerfrage erscheint mir demgegenüber völlig sekundär.

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  • Hörnla: Holt Tomas Galasek für den Rest der Saison zum Club zurück!

    Das Thema hatten Alex und ich Gestern auch im ICQ. Zumindest waren wir uns einig das Nordveidt total überfordert ist und der Leader fehlt. Eben einer wie Galasek. Spielt der nicht eh für Erlangen und ist in der Nähe 🙂

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  • Hörnla: Holt Tomas Galasek für den Rest der Saison zum Club zurück!

    Diese „Scherz“ habe ich vorhin schon mal im Forum gemacht und finde ihn zumindest überlegenswert. Ich weiß allerdings nicht, ob sein Trainingszustand bei Bruck nicht schon so gelitten hat, dass er konditionell nicht mehr mithalten kann. Wenn man nicht am Ball bleibt, baut man halt sehr schnell ab…..

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  • Optimist: Ich weiß allerdings nicht, ob sein Trainingszustand bei Bruck nicht schon so gelitten hat, dass er konditionell nicht mehr mithalten kann.

    Käme auf einen Versuch an – ich würd’s jederzeit riskieren. Zumal in der Winterpause genug Zeit ist, Kondition aufzubauen. Vorausgesetzt Galasek würde selbst wollen – denn dieser untadelige Sportler ließe sich nicht gehen und gäbe sich auch nicht die Blöße des Außer-Puste-Mann.
    Außerdem würde er ja nicht als zweiter Kluge geholt, sondern als derjenige, der allein durch sein Stellungsspiel Ruhe ausstrahlt und gegnerische Aktionen unterbindet, indem er die Räume eng macht. Profihaft hat Galasek immer gelebt – ich denke nicht, dass er sich jetzt als 400-Euro-Kicker gehen ließ. Außerdem sagt doch gerade das Engagement bei Bruck viel über den Charakter eines Mannes aus, dem Fußball allein an und für sich etwas bedeutet. Vielleicht rappelte sich auch der gute alte Joe Mnari wieder auf…
    Wie gesagt: das Risiko scheint mir gering – die Aussicht auf Gewinn dagegen groß. Und das ist von mir alles andere als scherzhaft gemeint, ich halte diese Variante zumindest für überlegenswerter und vielversprechender als die ewige Trainerwechselei – vor allem, bei den Kandidaten, die da ab und an genannt werden!

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  • Optimist:
    Diese “Scherz” habe ich vorhin schon mal im Forum gemacht und finde ihn zumindest überlegenswert. Ich weiß allerdings nicht, ob sein Trainingszustand bei Bruck nicht schon so gelitten hat, dass er konditionell nicht mehr mithalten kann. Wenn man nicht am Ball bleibt, baut man halt sehr schnell ab…..

    So ein Scherz wäre das wirklich gar nicht. Er ist jetzt 36 und das ist nun wirklich noch kein Alter, ist ja noch jünger wie ich! 😛
    Hat 9 Spiele gemacht und welchen Stellenwert er hat zeigt, dass erst im Dezember Bruck erstmals mit Galasek am Platz verloren hat!
    http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1135862&kat=193

    Bei seinen bisherigen acht Bayernligaeinsätzen für Erlangen-Bruck gehörte der Tscheche auf der Sechserposition stets zu den Leistungsträgern.
    http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Donauwoerth/Lokalsport/Artikel,-In-Erlangen-ein-Verfolgerduell-auf-Augenhoehe-_arid,2021697_regid,2_puid,2_pageid,9155.html

    Soll dann gleich noch mal Nedved anhauen, der hat zwar aufgehört, steht eigentlich aber noch im Wort, irgendwann mal beim Club spielen zu wollen.

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  • Erst verteidigt man hier in dem Forum über lange Zeit vehemend den leidigen ‚Jugenstil‘ und jetzt schreit man schon nach 36 jährigen aus der 6. Liga.

    Ich glaube das spiegelt die Ratlosigkeit aller wieder ohne Ausnahme. Vereinsführung, Trainer, Spieler, gemäßigte Fans sowie extreme Fans. Alles klingt nur noch wirr. Niemand hat wirklich eine sinnvolle Strategie oder klare Ansatzpunkte.

    Und eine Frage, seriös nicht ironisch: Gab es eigentlich in der FCN Historie seit 1968 jemals so eine Heimpleitenserie? Ich kann mich da an nichts vergleichbares erinnern.

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  • Jetzt ist auch endlich raus, von wem die Morddrohungen stammen!

    «Die Polizei hat bei mir angerufen und gesagt, dass ich heute besser nicht auf die Straße gehen soll», erklärte Bader. (nn-online)

    (Achtung, Ironie)

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  • In der AZ von heute bezeichnet FCN-Präsident Schäfer einige Club-Spieler als „Graupen, mit denen wir rumziepfen“…

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  • Gibts eigentlich einen Vereinspsychologen? Den brauchen jetzt glaube ich alle. (-;

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  • Juwe: Erst verteidigt man hier in dem Forum über lange Zeit vehemend den leidigen ‘Jugenstil’ und jetzt schreit man schon nach 36 jährigen aus der 6. Liga.

    Hier wird leider Gottes zusammengerührt, was nicht zusammengehört. Man muss genau und nach wie vor zwischen kurzfristigen Maßnahmen und langfristigen Maßnahmen unterscheiden. Für den, wie wir inzwischen mehr als nur vermuten können, nicht ganz freiwillig eingeschlagenen Jugendstil gilt letzteres – hier sprechen wir von einem Wechsel auf die Zukunft. Aber wir müssen auch über die aktuelle Krise sprechen und das, was darin – kurzfristig! – möglich ist – und ja darüber hinaus nicht die einzige Maßnahme bleiben muss. Das ist kein „Geschrei nach einem 36-Jährigen -, sondern das ist ein Denkanstoß aufgrund der positiven Erfahrungen, die Gladbach – in ähnlicher Situation – in der vergangenen Saison gemacht hat (nicht mal ein Jahr her!), nicht mehr und nicht weniger. Etwas Kreativität und Aus-der-Box-Denken ist sschon angesagt angesichts der realen Möglichkeiten des Club. Mit ner dicken Börse wäre freilich alles leichter, dann käme der große Fischzug in der Winterpause und alles wäre paletti. Insofern wäre es zielführender, mal einen Moment innezuhalten und das Unübliche zu überdenken – wer verschlösse sich gegenüber guten Gegenargumenten – als von vorneherein „Ratlosigkeit“ zu konstatieren. Ähnlich haben im übrigen – damals war Galasek ein paar Monate jünger und spielte in einer international drittklassigen Liga – die Gladbacher Fans argumentiert – der Verein war gut beraten, auf diese nicht zu hören.
    Last but not least: die Situation ist im Moment extrem, also wäre es in meinen Augen auch komisch, wenn jemand mit dem fix und fertigen Konzept aufwarten könnte. So läuft’s halt nicht im Leben.
    Gleichwohl: den Schuh ziehe ich mir nicht an, aus Plan- und Ahnungslosigkeit nach Oldies zu „schreien“: bitteschön erstmal überlegen, dann auf meine Argumente eingehen, eventuell die tolle Alternative auf den Tisch – und dann von mir aus von Herzen (und in diesem Fall zu Recht) motzen! 😉

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  • Stefan – clubfans-united.de: Zum Thema Galasek sag ich nur: Reinhold Hintermaier!!

    Auch dieser wurde – das lehrt ein Blick in die Club-Historie – dereinst mal als Stand-By-Libero höchst erfolgreich in großer Not geholt und ich kann mich noch gut an den Eindruck im Stadion erinnern, den ich damals hatte: im Falle eines Falles/schlägt Stellungsspiel wirklich alles!

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  • Hörnla:
    Auch dieser wurde – das lehrt ein Blick in die Club-Historie – dereinst mal als Stand-By-Libero höchst erfolgreich in großer Not geholt und ich kann mich noch gut an den Eindruck im Stadion erinnern, den ich damals hatte: im Falle eines Falles/schlägt Stellungsspiel wirklich alles!

    Hintermaier war Klasse damals, 1993. Der hat sogar noch Tore gemacht und viel dazu beigetragen das wir in dieser Saison nicht abgestiegen sind.

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  • Und die flinken Stürmerbuben der Gegner nur so abgekocht – jau jau, ganz groß damals der Reini. Und der Dialekt fehlt mir sowieso 🙂

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  • @belschanov
    In der Tat. Wobei: wer so spielt wie der Hintermaier, der kann einen Zinken haben bis zum Gürtel runter 🙂

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  • Juwe: Erst verteidigt man hier in dem Forum über lange Zeit vehemend den leidigen ‘Jugenstil’ und jetzt schreit man schon nach 36 jährigen aus der 6. Liga.

    Ich finde nicht, dass sich das widerspricht. Das ist ja als kurzfristige Sofortmaßnahme gedacht und nicht als langfristige Strategie. Vor Allem braucht die Jugend Anleitung und ich würde Galasek als so eine Art Spieler-Cotrainer sehen, der auf dem Feld einfach mehr bewirken kann, als ein Trainer von aussen.

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  • ich schreibe das ja schon lange, Erfahrung ist durch kein Talent der Welt zu ersetzen. Die muss man immer erst machen. Ein erfahrener Spieler steht längst da, wo er sein muss.

    Daher habe ich auch am 1. Spieltag bereits geschrieben, unerfahrene Mannschaft + Bundesliga I-unerfahrener Trainer, beides zusammen wird nicht funktionieren. Ja ich hätte trotzdem gerne Unrecht gehabt und auch bei mir keimte nach dem Bremen und Wolfsburg Spiel die Euphorie auf.

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  • Was Hintermaier betrifft: War es aber nicht auch so gewesen, dass er mal in einem Zweitliga-Heimspiel gegen Meppen (Endstand: 2:0, oder so) als 4. Ausländer eingewechselt wurde – und die Punkte nachträglich an Meppen gingen? Und am Ende der Saison war der Club in die Regionalliga abgestiegen…

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  • Töffi:

    Was Hintermaier betrifft: War es aber nicht auch so gewesen, dass er mal in einem Zweitliga-Heimspiel gegen Meppen (Endstand: 2:0, oder so) als 4. Ausländer eingewechselt wurde – und die Punkte nachträglich an Meppen gingen? Und am Ende der Saison war der Club in die Regionalliga abgestiegen…

    Günter Sebert sei Dank!

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  • Optimist: Ich finde nicht, dass sich das widerspricht. Das ist ja als kurzfristige Sofortmaßnahme gedacht und nicht als langfristige Strategie. Vor Allem braucht die Jugend Anleitung und ich würde Galasek als so eine Art Spieler-Cotrainer sehen, der auf dem Feld einfach mehr bewirken kann, als ein Trainer von aussen.

    habe schon immer geschrieben nur in einer intakten Mannschaft mit Routine, kann man 1-3 junge Leute ein- und dann aufbauen, die dann ein eingespieltes Gefüge um sich herum vorfinden, welches sie unterstützt und bei der Instabilität sie auch mal mitträgt.

    Aber so wie beim FCN unter MOe, wir bauen um die jungen Spieler ein paar übrig gebliebene erfahrene Spieler ein und die Jungen müssen dann auch noch den alten helfen, so wirds auch nie funktionieren. Geht überhaupt nicht.

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  • Juwe: ich schreibe das ja schon lange, Erfahrung ist durch kein Talent der Welt zu ersetzen. Die muss man immer erst machen. Ein erfahrener Spieler steht längst da, wo er sein muss. Daher habe ich auch am 1. Spieltag bereits geschrieben, unerfahrene Mannschaft + Bundesliga I-unerfahrener Trainer, beides zusammen wird nicht funktionieren. Ja ich hätte trotzdem gerne Unrecht gehabt und auch bei mir keimte nach dem Bremen und Wolfsburg Spiel die Euphorie auf.

    Mir ging’s auch so. Der sog. Jugendstil wurde ja bereits zu Meyers Zeiten so gepriesen. Insofern ist man beim Club bis heute nur konsequent dabei geblieben. Aber ohne Erfahrungswerte, das geht sich schlecht aus. Es braucht die notwendige Ausgewogenheit, denn bei allem Jugendwahn heute – auch abseits des Fußballs, siehe auch die jungen Minister – wird vielleicht noch immer noch gerne vergessen, dass Erfahrung durch nichts (anderes) aufzuwiegen ist.

    Und ich bin mal gespannt, was sich beim Club demnächst tut, vielleicht sind ja weniger Oennings Vorstellungen das eigentliche Problem als vielmehr Baders. Und dessen Stern ist bei mir zuletzt am sinken, ich meine, ich habe Bader bis zuletzt wohl nicht richtig beurteilt.
    Stehen am Wochenende denn nicht einige Entscheidungen beim HSV an? Dann mag Bader von mir aus Elbkapitän werden. Schlimm fände ich’s mittlerweile nicht mehr, denn dann hätte man Klarheit, auch über die Personalpolitik Baders, zuletzt in eigener Sache, nachdem er Kontakte zum HSV bislang dementiert hat. Dann darf er sich wie mancher Minister gerne an seinen Worten messen lassen.
    Aloah hey und ahoi

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  • Nochmal zum Thema Galasek:
    Hat sich mal jemand überlegt, was man beim FSV Erlangen-Bruck (die übrigens in der 5. Liga spielen) von diesen „Plänen“ halten würde?

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  • Auf Galasek habe ich nur gewartet. Natürlich hat er Gladbach letztes Jahr geholfen, aber auch Gladbach, obwohl positive Erfahrung hat nicht gerade um einen Verbleib gekämpft. Ob Gala uns wirklich helfen kann? Ich bin da eher skeptisch, vielleicht wenn wir Manri verkaufen können?

    Zum Thema Jugend. Ich kann es echt bald nicht mehr lesen. Hier wird immer wieder so getan als ob der Club mit einer U23 in die Saison gegangen wäre. Es gibt einige Mannschaften in der Liga, die deutlich mehr junge Spieler aufweisen als unser Club, z.B. Schalke und der BVB. Dass bei uns die erfahrenen Spieler dermaßen unter ihrem Soll bleiben ist dann auch eher ein Argument gegen Erfahrung, die wie mancher hier schreibt angeblich durch nichts zu erstezen wäre. Wir haben doch mit unseren jungen Spielern noch die wenigsten Probleme. Klar auch die spielen nicht überragend, aber sie bringen häufig ihr Können ein, sicher nicht immer stabil, aber das ist bei jungen Spielern eben häufig so. Unser Problem ist doch der erfahrene Stamm, warum können weder Wolf noch Mintal, noch Mnari, noch Gygax, noch Charisteas, noch Boakye ihre Leistung einigermaßen bringen? Und Schäfer ist sicher gut, aber mit seiner Aktion in Wolfsburg ist er stark mitverantwortlich für die letzten drei Niederlagen, oder der Ausraster von Wolf, warum hat gerade ein erfahrener Spieler seine Nerven nicht im Griff?

    Unser Problem sind sicher nicht die jungen Spieler und auch nicht der Trainer, denn dass die erfahrenen Spieler keine Leistung bringen kann nicht am Trainer liegen, das war nämlich unter Meyer zuletzt und TvH auch schon so. Insofern habe ich auch nicht sehr viel Hoffnung auf einen Trainerwechsel, ich befürchte auch der vierte Trainer wird da keine Veränderung erreichen.

    Vielleicht liegt das „Problem“ tatsächlich daran, dass die alle satt sind, keiner von denen dachte daran mit dem Club einen Titel zu holen, als sie dann Pokalsieger waren, war komplett die Luft raus, Geld kommt ja auch rein ohne Leistung, also warum noch den A…. aufreißen? Und das schlimmste, sie stecken die Neuzugänge zum Teil noch an mit Art.

    Auch deshalb bin ich der Meinung, lieber das Gros der sog. erfahrenen Spieler im Winter verkaufen und eher noch stärker auf junge, unbelastete Spieler setzen. Falls es gar nicht anders geht, dann gehen wir mit denen eben in die 2. Liga, aber ich bin sicher wir sind relativ schnell wieder zurück und haben dann eine Mannschaft, die Perspektive hat.

    Jetzt wieder den Trainer zu wechseln bedeutet doch nur woieder: Und täglich grüßt das Murmeltier.

    Der neue Trainer braucht natürlich auch neue Spieler, dazu die Abfindung für den alten Trainer, sprich am Ende der Saison ist wieder kein Spielraum da, selbst wenn wir nicht absteigen. Sprich wir gehen auch in die nächste Saison wieder mit einem Kader der nur gegen den Abstieg spielen kann, was natürlich auch der Stimmung in der Mannschaft wenig förderlich ist. Und am Ende ist es wie immer auch der neue Trainer steht da wo es zu erwarten war, aber was immer noch keiner Wahrhaben will, unten in der Tabelle. Dann geht das gleiche Spiel wieder von vorne los.

    Die einzigen die etwas davon haben sind die Medien, die sensationsheischend darüber berichten können. Wahlweise mit dem Tenor, wie schlimm der Club ist, weil er die Trainer wechselt wie die andere die Unterhemden (siehe das alte Klischee: Roth der Trainerkiller) oder man macht timmung gegen den aktuellen Trainer. Das alles ist aber nicht gerade zukunftsweisend.

    Nein, ich habe keine Lust mehr auf dieses alte Lied, es ist ausgelutscht, die Platte hat einen Sprung, Zeit für etwas Neues: Kontinuität und Agieren, statt sich von der veröffentlichten Meinung treiben zu lassen.

    Mein Lieblingsmotto ist ja: Dumme Menschen machen immer die gleichen Fehler, intelligente immer Neue. Ich finde der Club verhält sich eher wie erstere.

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  • Armin: Natürlich hat er Gladbach letztes Jahr geholfen, aber auch Gladbach, obwohl positive Erfahrung hat nicht gerade um einen Verbleib gekämpft.

    Galas Engagement war von vorneherein auf Zeit angelegt – wie Meyers eben auch. Ich muss also wieder darauf zurückkommen: bitte nicht langfristige Maßnahmen mit kurzfristigen vermischen.

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  • zur diskussion um teransferwerte und gelder…

    irgendwie scheint es beim glubb in der bilanz nicht zu stimmen.

    wozu sonst diese fananleihe?

    ich kann nur vermuten, dass keine bank dem glubb 6 mio geben will…

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  • Manu: ich kann nur vermuten, dass keine bank dem glubb 6 mio geben will…

    Grundsätzlich ist eine Fananleihe, rein wirtschaftlich gesehen, keine schlechte Idee, da man darauf bauen kann, dass die Fans, aus Anhänglichkeit zum Verein, Renditeerwägungen hintan stellen und auch mit niedrigeren Zinsen zufrieden sein dürften als es dem eigentlichen Risikoprofil angemessen wäre. Bereits ein kurzer Blick in die Bilanz zeigt, dass es schwer vorstellbar ist, dass der Club mit derartigen Zahlen einen Kredit zu günstigen 6 Prozent bekommen hätte (man vergleiche, was etablierte Weltkonzerne wie Fresenius auf dem Anleihenmarkt zahlen müssen).

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  • @ hörnla
    sehe die sache mit der anleihe trotzdem eher skeptisch. rein wirtschaftlich-da hast du recht-passt es schon.

    ich frage mich nur wo das geld aus uefa-cup und abgängen hin ist (koller, zwetschge, misimovic).
    aber der kader sei ja in liga 2 teuer gewesen, so woy und bader…
    außer eigler hat kaum jemand was gekostetan ablöse…

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  • 2008/09
    Transfereinnahmen: 13.550.000 € -Transferausgaben: 4.500.000 €
    = +9.050.000 €

    09/10

    Transfereinnahmen: 300.000 € – Transferausgaben: 200.000 € = +100.000 €

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  • hat jemand die zahlen bzgl. fernsehgelder? die würde ich gerne mal neben die transferdifferenz gestellt sehen.

    ich tippe ein minus von ca. 15 mios:
    uefa-cup-absteigs-saison 07/08: ca. 20 mio. (?)
    zweite liga 08/09: ca. 5 mio. (?)

    wer weiß es genau?

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  • Hörnla: Galas Engagement war von vorneherein auf Zeit angelegt – wie Meyers eben auch. Ich muss also wieder darauf zurückkommen: bitte nicht langfristige Maßnahmen mit kurzfristigen vermischen.

    Ich habe sogar irgendwo gelesen, dass Gladbach Galasek gerne behalten hätte, er aber selbst nicht meht wollte, weil er ja Haus und Familie in Eckental hat und nicht mehr so weit fort von zuhause arbeiten wollte. Da käme doch der Club gerade recht….

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  • @Teo: So in etwa kommt das hin. Das ist natürlich nur ein Faktor.
    @Manu: Transferüberschüsse sind eine Sache, Spielergehälter eine andere, und da war der Club in der Saison 08/09 ganz klar erstligatauglich. Ich erinnere nur mal an pinola-muss-bleiben. Das ist jetzt keine Kritik an Pino, wir haben uns alle gefreut (und freuen uns noch, denke ich), dass er geblieben ist, aber halt auch sein Gehalt (die anderen Großverdiener aufzulisten schenke ich mir jetzt mal), und da kommen dann die geringeren Fernsehgelder in’s Spiel. Außerdem darf man nicht vergessen, dass der Club seine Schulden beim Ehrenpräsidenten getilgt hat, und nicht nur bei ihm.

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  • @ logisch, pino und co sind mir auch klar.

    aber trotzdem kann der kader nicht den überschuss vernichtet haben.

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