Das Warten auf den Knall

Ein Fußballtrainer, dessen Mannschaft nach einer 0:1-Heimniederlage gegen den SC Freiburg und zwei darauf folgenden 0:4-Schlappen den vorletzten Tabellenplatz einnimmt, steht ziemlich alleine da. Seine Spieler haben ihn im Stich gelassen und seine Vorgesetzten befallen Zweifel an ihrer Treue. Wenn der Vereinspräsident den in solchen Situationen üblichen Spruch „Wir stehen absolut zum Trainer“ (klick) zum Besten gibt, weiß man, was die Stunde geschlagen hat: Für diesen Trainer ist am nächsten Spieltag „Zwölf Uhr mittags“ (klick).

Das ist „normal“. Da braucht man eigentlich gar nicht drüber zu reden. So sind die Gesetze des Fußballs.

„Normal“ ist auch, dass das, was so „normal“ ist, dass man eigentlich gar nicht drüber zu reden braucht, in den Medien „hochsterilisiert“ wird. Es gehört zum Ritual, wenn eine Nürnberger Tageszeitung über das Foto eines wenig zuversichtlich dreinblickenden Club-Trainers die Schlagzeile „Wie lange noch?“ setzt (klick) und der Kicker in der Printausgabe vom 14. 12. 09 (S. 41) die Frage stellt: „Darf Oenning auch noch in Köln verlieren?“

Diese Fragen sind keine Fragen, denn sie geben die Antwort vor. Man könnte das Ganze auch als Aussagesatz formulieren: „Wenn der 1. FC Nürnberg“ – falsch: „Wenn Oenning in Köln verliert, ist Oenning weg.“

Diese Fragen sind Aufheizer. Sie kündigen ein Ereignis an und versetzen uns in Stimmung: „Bald knallt es, Leute, bald gibt’s was zu gaffen.“

Ein Trainer ist zum Abschuss freigegeben. Wobei der noch in einer komfortablen Situation ist, wenn man bedenkt, dass gegen den Sportdirektor des Clubs Morddrohungen erhoben worden sind (klick).

Ich weiß, das ist ein anderes Thema. Ich wollte nur mal kurz drauf hinweisen: Wenige Wochen, nachdem anlässlich des Selbstmords von Robert Enke die Fußballgemeinde in Sonntagsreden zur großen Selbstbesinnung aufgerufen wurde, werden gegen den Sportdirektor eines Fußballvereins Morddrohungen ausgesprochen…

Wie geht’s eigentlich weiter, wenn Oenning – falsch: wenn der 1. FC Nürnberg in Köln gewinnt (naja, sagen wir: gewinnen sollte)? Dann wird Oenning wohl im Amt bleiben. Aber: Ist ihm das überhaupt zuzumuten?

Marshall Kane (klick) verlässt nach dem großen Showdown die Stadt. Er hat seine Prüfung bestanden. Oenning wird, sollte er in Köln nicht durchfallen, weiterhin auf dem Prüfstand stehen. Spätestens nach der nächsten Niederlage seiner Mannschaft droht ihm der nächste „High Noon“.

Kann ein in der Öffentlichkeit demontierter Trainer überhaupt noch imstande sein, seiner Mannschaft die Impulse zu geben, die sie braucht?


50 Gedanken zu „Das Warten auf den Knall

  • Zitat: „Kann ein in der Öffentlichkeit demontierter Trainer überhaupt noch imstande sein, seiner Mannschaft die Impulse zu geben, die sie braucht?“

    Nö, im Normalfall nicht. Nur wer sehr zäh ist, kann mehrere solcher Situationen durchstehen. Funkel hat das bei uns erstaunlich lange geschafft. Ich wünsche Oenning gegen die Ziegenschänder jeglichen Erfolg. Er ist ein echt sympathischer Kerl.

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  • louis: belschanov | Clubfans-United: Kann ein in der Öffentlichkeit demontierter Trainer überhaupt noch imstande sein, seiner Mannschaft die Impulse zu geben, die sie braucht?

    Es ist ja nicht so, dass die Öffentlichkeit den Trainer demontiert hat. Das hat er schon selbst und nicht ohne die Mannschaft durch mangelnde Erfolge und herbe Niederlagen. Dass das gefundendes Fressen für einschlägige Medien ist, liegt auf der Hand. Wobei die NN sich noch immer, wenn auch verhaltener hinter Oenning stellen.

    louis: Ich wünsche Oenning gegen die Ziegenschänder jeglichen Erfolg. Er ist ein echt sympathischer Kerl.

    Keine Frage, Oenning ist ein sympathischer Typ. Nur ob er den Club noch weiterbringt?

    Ich habe das Spiel in Köln 0-1 getippt, einen Auswärtssieg für den Club. Drei Punkte müssen her, aber nicht damit der Präse auf seine angepeilten 15 kommt.

    A pros pos 15 Punkte, um hier einen (Fürther) Oberstüfler zu zitieren:

    „Als Clubfan wirst entweder a Depp oder du bildest deinen Charakter.“

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  • “Als Clubfan wirst entweder a Depp oder du bildest deinen Charakter.”

    sehr schön 🙂

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  • louis: Kann ein in der Öffentlichkeit demontierter Trainer überhaupt noch imstande sein, seiner Mannschaft die Impulse zu geben, die sie braucht?

    Die eigentliche Frage ist doch, ob die gegenwärtige Situation der Eigendynamik des Misserfolgs und der Sperre Schäfers geschuldet ist, oder ob es ein grundsätzliches Problem innerhalb der Mannschaft bzw. in der Chemie zwischen Mannschaft und Trainerstab gibt.

    Die Eigendynamik ist reversibel, dazu braucht es nur ein Erfolgserlebnis und eine etwas bessere Platzierung. Damit kann man durchaus weiterarbeiten, zumal ja Korrekturen am Kader geplant sind und dadurch auch Impulse kommen.

    Bei „chemischen“ Problemen wirds aber bedenklich, denn dann müssten einschneidende Änderungen erfolgen: Entweder Rädelsführer aussortieren (vgl. Heinz Höher), oder eben der übliche Reflex Trainerwechsel.

    Was hierzu aus der Mannschaft kommt, stimmt mich allerdings nachdenklich, da ich nicht klar unterscheiden kann, ob es so ist, wie es klingt, oder ob die Medien nur Öl ins Feuer gießen: Andi Wolf wird in der NZ nicht gerade trainerunterstützend wiedergegeben:

    nz-online: Dass bei der 0:4-Heimpleite gegen den HSV im Stadion erstmals «Oenning raus!»-Rufe zu vernehmen waren, ließ der Abwehrchef unkommentiert: «Da will ich nichts dazu sagen.» Auch die Frage, ob sich die Mannschaft denn gegenüber dem Trainer nun in der Pflicht fühle, beantwortete Wolf eher ausweichend: «In erster Linie denken wir an den Verein, und wir werden alles tun, damit wir da unten herauskommen.» Es gab in der Bundesliga wohl schon flammendere Plädoyers für gefährdete Vorgesetzte.

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  • @ Alexander

    irgendwie ist mir beim Basteln des NZ-Zitats etwas zu viel Text mit hereingeraten: Der erste Satz ist noch von mir, nicht von der NZ….

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  • Dazu fällt mir nur ein was auch (glaube ich) Stefan schon geäußert hat und was mir auch nicht aus dem Kopf will: kann es sein, daß unser Kapitän gegen den Trainer spielt? Das katastrophale Zweikampfverhalten eines eigentlich erfahrenen Spielers könnte einem in dieser Theorie bestätigen. Andererseits wehre ich mich immer wieder gegen den Gedanken, daß so etwas ÜBERHAUPT geschieht

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  • so unglaublich, wie dieser leistungsmässige Abriss nach dem Wolfsburgspiel war, so unglaublich wäre derzeit ein richtiger Erfolg in Köln nach den letzten 3 Spielen. Aber es ist Fuball, auch als Fan kann man an solch Banalitäten oder Binsenweisheiten nichts ändern, daher ist alles möglich. Wettern mag ich da aber nicht drauf…

    und danach brennt der Baum lichterloh, entweder in Köln oder in Nürnberg!

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  • @ Derbfuß

    bewusst kann ich mir das nicht vorstellen, dazu ist Andi einfach zu sehr „Glubberer“, denn er ist ja einer der wenigen „echten“ und würde den Club sicher nicht wegen privater Scharmützel im Stich lassen.

    Aber dass es aufgrund von Unzufriedenheit zu einer ungewollt schlechten Leistung kommt, ist natürlich nicht auszuschließen

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  • Ich mag es, dass wir hier anderer Meinung bisweilen sind und dass das hier auch der richtige Ort ist, das auszutauschen. Ganz ohne Ironie. Aber eines muss ich dazu doch sagen:

    Einen Knall kann man sich auch einreden.

    Respektive herbeireden.

    Wenn man das auch hier in den Diskussionen, wie auch an anderen Stellen so ansieht, wird das meist von einer Handvoll Journalisten bzw. Usern in den Blogs und Foren massiv befeuert. Ich kann mir gern mal – Interesse vorausgesetzt – die letzten 300 Kommentare hier im Blog querlesen und wäre nicht überrascht, wenn die, die den großen Knall quasi schon herbeisehnen, an einer, maximal zwei Hände abzuzählen sind. Der Rest sind, im Wesentlichen, immer Wiederholungen und Ergänzungen des hinreichend dargelegten gedanklichen Ansatz.

    Dagegen ist nichts einzuwenden, dafür ist das hier ja auch da! Aber wenn man mal die Kirche im Dorf lässt, muss man doch mal festhalten:

    Niemand steht gerne da unten im Keller – aber jeder wusste, dass wir da unten stehen werden. Und dass man da dann nicht mit tollem Fußball stehen würde und viel schief gehen wird, liegt eben in der Natur der Sache. Und nun komm mir keiner mit dem „ja aber auf das ‚wie‘ kommt es an“, denn viele Niederlagen zehren eben am Gefüge und werden auch individuell bisweilen als demotivierend empfunden …

    Dass wir keine Spitzentruppe haben, sondern maximal Bundesliga-Schnitt, bedingt, dass wir auch keinen so tollen Fußball spielen können.

    Biermann sagte neulich auch in seiner Lesung: Im Fußball kannst du die Goliath- oder die David-Strategie fahren – aber wenn du nicht die Mittel für Goliath hast, bist du eben ein Goliath, der viel zu klein geraten ist, und das sieht lächerlich aus. Und wenn du die David-Strategie fährst, musst du erfindungsreich sein und eben Sachen ausprobieren, die Goliath nicht macht.
    Ergo: Wenn wir keine fertigen Spieler kaufen können, die eine gewisse Garantie bieten, weil die von den Goliaths gekauft werden, müssen wir Dinge ausprobieren mit Spielern, in denen die Goliaths zu viel Risiko oder nur ein vages Potenzial sehen oder die erst viel Investition brauchen (Vertrauen, Spielpraxis) und man dann immer noch nicht weiß, ob es sich lohnt.

    Wir beim Club wollten immer die „kleiner Goliath“-Nummer machen, sind damit aber gescheitert! Jetzt versucht MO und MaBa die David-Strategie und jeder hat mit die Händ batscht – offensichtlich weil er den Unterschied gar nicht kapierte.

    MO muss testen und ausprobieren, mal Vertrauen investieren und Formationen durchspielen. Weil wir keine Leute haben (und uns keine weiteren leisten können), die eine Bank auf ihrer Position sind. Und wenn dann noch die paar in ein Leistungsloch fallen, die eine Bank sein sollten, hat man naturgemäß ein Problem.

    Aber Probleme, die kalkuliert sind!

    Ich kann nur hoffen, dass MaBa das Rückgrat hat, sich nicht von Goliath-Fans beeinflussen zu lassen. Das ist keine Nibelungentreue zu Oenning! Wenn MaBa zur Erkenntnis kommt, dass auch MO das Rad im Konzept ist, das man probierte, aber nicht funktionierte, dann muss man auch hier ggf. MO ersetzen.

    Aber bitte nicht wieder zurück zu alten Strategien!

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  • Ich finde, dass diese Trainersache viel zu hoch gekocht wird. Sicher war ich am Wochenede im Stadion auch regelrecht angepisst. Mich nerven auch die vielen angeblichen Fussbalfans denen man auf der Straße begegnet, die dann meinen nur weil sie zwei Ergebnisse lesen konnten alles über die Lage beim Club zu wissen. Nix wissen die.
    Irgendwie war das doch vor der Saison klar, irgendwie war doch damit zu rechnen. Komisch ist nur, dass wir durch den einen Sieg in Wolfsburg schon wieder völlig Clubfan-typisch auf Wolke Sieben geflogen sind und vom Championsleaugefinale geträumt haben. Ich denke das will auch Alexander sagen. Wir hatten in der Hinrunde auch mehrere solcher Ergebnisse. Ich sag nur: „das gute Spiel in München“ usw. danach sind wir immer wieder schnell auf den Boden der Tatsachen zurück geholt worden. Und dieser Boden befindet sich nun einmal da, wo wir uns gerade befinden: die letzten vier Tabellenplätze.

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  • das ewige schön gerede finde ich hier echt zum…

    Die Hinrunde war wohl mit das schlimmste was wir seit langem sehen mußten. Dazu noch immer der Senf vom MO… Kann der nicht einfach mal sagen das die Mannschaft schlecht war? Nein, dann kommt wieder das „kein Gegner auf Augenhöhe“… bla bla bla. Ich kanns nicht mehr hören.
    Das und die Niebelungen-Treue zur Telefonzelle „Eigler“ regen mich am MO echt so arg auf das ich den Knall nicht schlimm finden würde. Ob es besser wird? Denke nein…. Gehts mir dann besser? Gut möglich…

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  • @Belschanov: Ein wunderbarer Artikel!!!
    Genau so ist es: Wird in Köln gewonnen, hat’s der Club geschafft. Wird verloren, war’s Oenning ganz alleine und sonst niemand. Und – hey, wen kümmert’s? – Hauptsache, es gibt blad was zu gaffen.

    Zu der Frage (Kann ein in der Öffentlichkeit demontierter Trainer überhaupt noch imstande sein, seiner Mannschaft die Impulse zu geben, die sie braucht?):

    Ich bin mir nicht sicher, bzw. ich glaube nicht, dass die Öffentlichkeit (die Medien) einen Trainer derart zu verunsichern oder ihn so an seinen Fähigkeiten zweifeln lassen, dass er zu nichts mehr imstande ist.

    Vielmehr habe ich in unserem speziellen Fall das ganz starke Gefühl, dass die Mannschaft vor dem Trainer nicht mehr strammsteht (bitte verzeiht den militärischen Ausdruck).
    Wenn kein Respekt mehr da ist, wenn sich innerhalb einer Truppe vielleicht sogar das Gefühl einschleicht, dass man wiederholt totalen Mist spielen kann und TROTZDEM keine Konsequenzen wie beispielsweise Nichtnominierung beim nächsten Spiel zu befürchten braucht, DANN stimmt was nicht.

    Ich bin mir sicher, dass man sich bei Van Gaal, bei Schaaf oder bei Magath keine Schlaffi-Phasen leisten kann. Sonst ist man nämlich weg vom Fenster (siehe Tosic/Vranjes bei Werder, Streit bei Schalke, uva.).

    Auch ich schätze Oenning als Mensch – soweit ich mir überhaupt herausnehmen kann, ihn persönlich zu beurteilen.
    Dass er der Freund der Spieler UND gleichzeitig aber auch der respektierte, unumstrittene Rudelführer ist, glaube ich aber nicht mehr. Deshalb wäre es für das Gesamtprodukt – 1.FCN – wohl besser, es käme ein neuer Trainer.

    Unabhängig von meiner Meinung wünsche ich uns allen und auch dem Glubb einen sauberen Dreier im Rheinland.

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  • Richtig muss der dritte Absatz natürlich heißen:

    Ich bin mir nicht sicher, bzw. ich glaube nicht, dass die Öffentlichkeit (die Medien) in der Lage ist, einen Trainer derart zu verunsichern oder ihn so an seinen Fähigkeiten zweifeln lassen, dass er zu nichts mehr imstande ist.

    Hach, ich wünsch mir so sehr die Edit-Funktion zum Fest. 😉

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  • Ich glaube, dass noch nie eine Bundesligamannschaft mit so einer Heimausbeute in der 1. Liga verblieben ist, von dem Szenario den eigenen Fans gegenüber ganz zu schweigen.

    Die tragenden Spieler sind durch die Bank unter MOe alle schlechter geworden. Selbst ein Eigler war in Bielefeld ein gestandener Bundesligastürmer, der unter MOe sogar von den eigenen Fans mittlerweile bis hin zur viel diskutierten Lachnummer degradiert wird. Wolf, Schäfer und Pinola haben sich in der Bundesliga schon einmal ins Rampenlicht ihrer Nationalmannschaften gespielt. All diese Spieler entwickeln sich völlig unter ihren Möglichkeiten.

    Ich finde den Trainer hochsymphathisch, behaupte aber und alle Fakten belegen dies, dass die 1. Bundesliga für ihn selbst als Trainer mindestens ein paar Jahre zu früh kommt. Er kann weder die Mannschaft ausreichend vorbereiten und einstimmem, weder mental noch taktisch über eine ganze Halbserie betrachtet.

    So Kalauer einen Peer Kluge, der die Seele im zentralen Spiel ist, in Dortmund für einen jungen unerfahrenen Spieler auf die linke Seite zu schieben, darauf muss man überhaupt erstmal kommen, ich finde das einfach unglaublich und dies bei sachlicher Betrachtung. Schwerste taktische Fehler in der Vielzahl verkraftet keine Mannschaft und verunsichern jeden einzelnen. Genau die Situation haben wir.

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  • Juwe: So Kalauer einen Peer Kluge, der die Seele im zentralen Spiel ist, in Dortmund für einen jungen unerfahrenen Spieler auf die linke Seite zu schieben, darauf muss man überhaupt erstmal kommen, ich finde das einfach unglaublich und dies bei sachlicher Betrachtung.

    meine worte…

    …das begreife ich auch nicht. und magath freut sich…

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  • Als Oenning-Sympathisant-und-trotzdem-Bedenkenträger möchte ich behaupten: Trainerwechsel sind beinahe Tagesgeschäft.

    Doch zum Eigentlichen: Mir scheint, es gibt viele Anhänger eines Konzept-und-Kontinuität-mit-und-durch-Michael-Oenning-Philosophems, wobei das Freiburg-ist-Finke-Ideal mir da nur allzu deutlich durchschimmert, ja zum Vorschein kommt.

    Aber das ist ja Geschichte und hatte einmal seine Berechtigung, als es galt den SC im bezahlten bzw. Profifußball zu etablieren. Freiburg gehört aber doch längst zum Bundesliga-Inventar, egal ob 1. oder 2. Abteilung, fast genau so wie unser Club, nur mit einer anderen Historie. Einen „Freiburger Weg” halten nun manche, und das sind m.E. nicht die dümmsten, für die intelligentere Alternative für unseren Club. Das scheint zukunftsträchtig, das klingt bürgerlich bescheiden und gleichermaßen ambitioniert, also modern und solide. Das find’ auch ich gut.

    Könnte man nicht auch den klammen Knappen auf Schalke diesen “Freiburger Weg” schmackhaft machen? Hmm, ich glaube nicht, dass das in Gelsenkirchen so einfach ginge, weniger wegen Gasprom, denn vielleicht wegen altmeisterlichem Anspruchsdenken. Auf St.Pauli stünde da vielleicht eine ganz andere Mentalität im Wege. Hier und dort sind nunmal Traditionen, d.h. gewachsene Mentalitäten wirksam, die lassen sich nur schwer revolutionieren oder umkrempeln.

    Insofern war der “Freiburger Weg” doch zunächst eine Finke-Ära, ein historischer Abschnitt, eine prägende Periode und damit nicht zu unterschätzen, nämlich traditionsbildend für den Verein, zu einer Zeit, in der der SC in der Bundesliga zu etablieren war. Doch diese Zeit ist vorbei, derzeit ist Hoffenheim dran, eine Größe im Profifußball werden zu wollen. Und Hoffenheim ist wieder ein ganz anderes Modell mit viel mehr Moneten und letztlich anderer Mentalität. Ob Hoffenheim auch eine solche Historie und Tradition in der Bundesliga bekommt, lässt sich noch nicht sagen. Auch auf Hoffenheim warten noch ganz andere Zeiten, so oder so.

    Der Club ist aber weder Hopps Hoffenheim, noch Finkes Freiburg. Bei ihm greifen andere Mentalitäten und Mechanismen. Das ist zunächst überhaupt nichts Schlimmes, das ist nur der Club, den es stets und immer besser zu machen und deshalb womöglich auch ein Stück zu verändern gilt, ganz gleich ob mit oder ohne Michael Oenning. Mir täte es leid, weil ich ihn schätze, und trotzdem zöge ich die Reißleine – oder sagt man Notbremse? Doch das habe ich Gott sei Dank nicht zu entscheiden.

    Seit der Heimpleite gegen Hamburg habe ich mittlerweile aber etwas Zuversicht getankt und will glauben, dass der Club in Köln gewinnt. Zumindest aber will ich abwarten und Oenning – solange es gilt – auf Wohl und Wehe die Daumen halten.

    Der Club ist ein Depp, sagt man. Dass es keinen größeren Deppen gibt, ist (damit) aber (noch) nicht gesagt.

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  • @Alexander:

    „Der Sonntag wird Aufschlüsse liefern, und deshalb hängt von diesen 90 Minuten ab, ob Oenning am Montag noch Nürnbergs Trainer ist – einen anderen Plan gibt es nicht, weil auch die Führungsebene auf die Antworten von Köln wartet.“ So zu lesen auf nn-online in dem Artikel „Club: 90 Minuten entscheiden über die Zukunft“.

    „Von einem Endspiel oder einem Schicksalsspiel am Sonntag (17.30 Uhr) beim 1. FC Köln will beim Bundesligisten 1. FC Nürnberg niemand etwas wissen. Dennoch ist es eine Partie, deren Ergebnis deutliche Auswirkungen auf das Gesicht der Mannschaft in der Rückrunde haben könnte und wohl auch darauf, wer dieser dann als Trainer vorsteht.“ So zu lesen auf nz-online in dem Artikel „Club: 90 Minuten mit Langzeitwirkung“.

    Ich frage mich, was diese Textpassagen für einen Sinn haben, wenn nicht den, eine High-Noon-Sensationsstimmung zu evozieren. So etwas nenne ich einen Trainer demontieren. Zudem erweisen die Autoren dieser Artikel dem Club einen Bärendienst, weil sie den Spielern ein Alibi geben, hinter dem sie sich verstecken können. Nicht die Spieler, die in dieser Saison in Serie versagt haben, stehen in der Schusslinie, sondern der Trainer.

    Dass in einer solchen (Standard-)Situation, wie wir sie beim Club leider viel zu oft erleben, Journalisten solche Sätze schreiben. ist „normal“. Es wäre naiv, zu meinen, dass man das ändern könnte. Ich stoße mich aber trotzdem daran. Und genau darum ging es in meinem Artikel. Wenn ich Jounalist wäre, würde ich in einem Vorbericht zum Köln-Spiel die Trainerfrage mit keinem Wort erwähnen. Aber ich wäre wohl nicht lange Journalist…

    „Der Mensch ist leider nicht naiv, der Mensch ist leider primitiv.“ (Marius Müller-Westernhagen)

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  • belschanov | Clubfans United: Zudem erweisen die Autoren dieser Artikel dem Club einen Bärendienst, weil sie den Spielern ein Alibi geben, hinter dem sie sich verstecken können. Nicht die Spieler, die in dieser Saison in Serie versagt haben, stehen in der Schusslinie, sondern der Trainer.

    Ja, so siehts leider aus. Das passt auch zu der Art, wie Andi Wolfs Antworten im Interview von der NZ interpretiert werden. Allerdings muss halt ein Journalist die Welle reiten, wenn sie rollt. Das Gros der öffentlich geäußerten Meinungen aus der Fanszene ist nunmal trainerkritisch, da gibt es ja sogar hier genug davon. Ich hoffe, die Mannschaft gibt die richtige Antwort und zeigt es den Zweiflern!

    Christian: Seit der Heimpleite gegen Hamburg habe ich mittlerweile aber etwas Zuversicht getankt und will glauben, dass der Club in Köln gewinnt. Zumindest aber will ich abwarten und Oenning – solange es gilt – auf Wohl und Wehe die Daumen halten.

    Nun, mir gehts ähnlich, wenngleich mein Gefühl (oder ist es nur die Hoffnung?) eher „NICHT VERLIERT“ ist.

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  • Nun ja, da geht’s uns allen wohl ähnlich.
    Aber ich muss doch nochmal die Historie bemühen:
    Ich erinnere mich noch gut ein ein Interview mit Augenthaler, als er nach einem verlorenen Spiel in die Kameras der Sportschau (oder war es Ran?) sinngemäß sagte: „Ich weiß auch nicht, was ich noch machen soll.“
    Eine deutlichere Bankrotterklärung eines Trainers hatte ich bis dato (und auch danach) nicht in der Öffentlichkeit gehört. Logischerweise erfolgte am Montag darauf die Entlassung, was auch sonst.
    Ich bin ein großer Fan von M. Oenning, aber mir kommt es in letzter Zeit doch so vor, als ob da ähnliche Ratlosigkeit herrscht wie seinerzeit bei K. A.,
    nur dass M. Oe. rhetorisch natürlich ein klein wenig besser gebildet ist als ersterer.
    Warten wir das nächste Spiel ab. Geht der Club in Köln unter, ist Herr Oenning Geschichte, da lege ich mich fest. Gewinnt der Club morgen, ist die Entscheidung lediglich vertagt.

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  • Claus: Warten wir das nächste Spiel ab. Geht der Club in Köln unter, ist Herr Oenning Geschichte, da lege ich mich fest. Gewinnt der Club morgen, ist die Entscheidung lediglich vertagt.

    Knall auf Fall.

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  • Was mich zur Zeit am meisten nervt, ist dieser gebetsmühlenartig wiederholte Vorwurf der Schönrednerei an allen Ecken und Enden. Denken die denn, man hilft einer Mannschaft mehr, wenn man sie öffentlich bloßstellt?

    Vor allem: ich kann kein Schönreden erkennen, sondern nur nüchterne Zustandsbeschreibungen gepaart mit der Hoffnung auf Lernprozesse und Besserung. Was sollte man sonst sagen? Alles Mist, wir haben keine Chance und steigen sowieso ab? Das wäre sehr Leistungsfördernd 🙁

    Muss man denn ein Lautsprecher wie Neururer sein (der sich immer wieder nach wenigen Monaten verbraucht, weil Sprüche allein auch kein Konzept sind)? Und es wird doch jetzt auch gesagt, dass nachgesteuert werden muss. Das hat nichts mit Schönreden zu tun.

    Ich weiss nicht, wer mit diesem Unsinn angefangen hat, aber er hat jedenfalls einen Schwarm Papageien erzeugt.

    Ich vermute aber, das ist nur eine andere Art, rollende Köpfe zu fordern. Da hat man jetzt einen schönen Modebegriff gefunden, hinter dem man sich versteckt, wenn man sonst keine Meinung formulieren kann. Ich finde, das sollte eigentlich das Club-Unwort des Jahres 2009 werden.

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  • Es gibt ja nicht nur schwarz und weiss…und Neururer ist auch nicht die ‚einzige‘ Alternative zu Oenning. Sollte das doch so sein, dann (aber auch nur dann!) steige ich lieber mit Önning bis in die Kreiskliga ab!

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  • Juwe: …und Neururer ist auch nicht die ‘einzige’ Alternative zu Oenning.

    Pro Lorenz-Günther Köstner! 😉

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  • „Was mich zur Zeit am meisten nervt, ist dieser gebetsmühlenartig wiederholte Vorwurf der Schönrednerei an allen Ecken und Enden. Denken die denn, man hilft einer Mannschaft mehr, wenn man sie öffentlich bloßstellt?“

    @ Optimist

    Da gebe ich dir völlig recht. Meiner Meinung nach hängt das mit den genauso oft unterschwellig geäußerten Ressentiments gegen Oennings „Bildung“ (Himmel, er ist kein Nobelpreisträger, nur ordinärer Lehrer!) zusammen.
    In so vielen Artikeln und Kommentaren wird das, scheinbar rein zufällig erwähnt, obwohl es doch keinerlei Rolle spielt. Und was interesieren Oennings Hobbys? So ein Schmarrn!

    Und nochwas: wer den Kopf des Trainers fordert, sollte auch in der Lage sein, praktikable Alternativen anzugeben, die über Matthäus/Neururer/Babbel hinausgehen.

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  • Ich lege mich fest, das der Club Oenning schon letzte Woche nach der 0:4 Heimpleite gegen den HSV entlassen hätte müssen. Man hätte beim Spiel gegen Köln den Co. Trainer Reutershahn auf die Bank gesetzt und hätte die ganze Woche schon den Markt sondieren können. Vielleicht hätte man schon nach dem Spiel in Köln einen neuen Trainer präsentieren können. Das weitere festhalten an Oenning, ist nach den letzten gezeigten Leistungen der Mannschaft, grob fahrlässig.

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  • Wie es auch kommen mag:

    Bitte nicht Neururer!

    Wer sich früher schon nicht der Lage sah, diesen Verein zu retten (was Hans Meyer dann übrigens glänzend vorgemacht hat), den sollte man jetzt noch nicht einmal anfragen.

    Da halte ich es ganz mit den Bochumern, die vor ein paar Jahren absolut zurecht gesungen haben: „Wir haben den Schnäuzer voll…“

    Das hab ich auch – jetzt schon.

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  • Habe gerade Präsident Schäfer auf B1 im Interview gehört. Darauf angesprochen, ob es stimme, dass Kluge möglicherweise in der Winterpause nach Schalke wechselt, sagte er (ich zitiere aus dem Gedächtnis): „Magath will Kluge sofort und Kluge will nach Schalke. Wir werden uns nach dem Spiel in Köln mit Kluge zusammensetzen.“

    Wie ich den Zeitungen entnehme, ist es das Ziel der Vereinsführung, den Kader für die Rückrunde zu verstärken. Mit diesem Ziel scheint es ihr offenbar nicht ernst zu sein, wenn sie sich mit dem Gedanken beschäftigt, den besten Spieler dieser beschissenen Vorrunde gehen zu lassen.

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  • belschanov | Clubfans United: Wie ich den Zeitungen entnehme, ist es das Ziel der Vereinsführung, den Kader für die Rückrunde zu verstärken. Mit diesem Ziel scheint es ihr offenbar nicht ernst zu sein, wenn sie sich mit dem Gedanken beschäftigt, den besten Spieler dieser beschissenen Vorrunde gehen zu lassen.

    Da kann ich dir nur zustimmen!

    Diese Personalpolitik ist absolut nicht nachzuvollziehen, denn wie sich das rechnen und nicht rächen soll, ist mir schleierhaft. Wenn Kluge nach Schalke will, gut, er kann zum Ende der Saison ablösefrei gehen, wohin er will. Reißt man denn lieber für ein wenig Geld eine Lücke in die Mannschaft, da wo noch einer die Stütze war, als die Mannschaft zu verstärken? Und wenn der Klassenerhalt nicht geschafft wird, was hat man dann von dem Wechselgeld für Kluge, das nun in adäquaten Ersatz investiert werden muss, von dem man noch gar nicht wissen kann, ob er einschlägt? Der finanzelle Ausfall durch einen Abstieg muss doch groß genug sein, um diesen (mit derzeit zur Verfügung stehenden Mitteln) abwenden zu wollen. Aber doch nicht, indem man sportliche Leistungsträger schon jetzt verkauft! Hat denn ein Schäfer oder Bader oder anderer nicht die Eier, zu sagen: Jetzt nicht!

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  • P.S. Haben die Herren vom Valznerweiher oder habe ich keinen gesunden Menschenverstand. Das, was ich lese, lässt mich zumindest an meinem zweifeln. Mir scheint beinahe, es braucht ein Scherbengericht beim Club, und zwar bald, bevor noch mehr Porzellan zerschlagen und Tafelsilber verscherbelt wird.

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  • Ja mei, dann darf er halt nicht gehen. Und falls er dann frustriert sein sollte: viel schlimmer wirds schon nicht werden.
    Alternative: Raphael Schäfer und Pino gleich mit im Paket verkaufen.

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  • Dieses Präsidium und der Präsident sind für mich handlungsunfähig. Nach dem Spiel gegen den HSV, hätte das Präsidium ein Zeichen für einen Neuanfang setzen können, mit der Entlassung Oenning´s. Wenn ein Spieler wie Kluge, in der Winterpause den Club verlassen will, der sich sogar ein Jahr 2. Liga angetan hat, kann man sich vorstellen in welchen Zustand sich die Mannschaft befindet. Die letzten Spiele haben es deutlich gezeigt, dass sich diese Mannschaft unter diesen Trainer bereits aufgegeben hat.

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  • Vielleicht bin ich schlecht informiert, aber hörte ich nicht gestern ein Statement von Bader, dass man einen „Leistungsträger wie Kluge definitiv nicht ziehen lassen wird in der Winterpause?“ ..Er kann doch auch am Saisonende nach Schalke gehen! Mir fehlt bei dem Verein irgendwie die Klarheit. Irgendwie ist alles eine Summe dieser verworrenen Vereinspolitik ohne Linie.

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  • Das Problem beim Club ist, dass das Schicksal von Oenning und Bader eng miteinander verbunden ist. Beide haben sich für ein Konzept entschieden und wollen dies auf Gedeih und Verderb durchziehen. Beide haben für mich den Bezug zur Realität längst verloren. Die Mannschaft präsentiert sich schon seit Wochen nicht mehr als eine Einheit. Spieler wie Charisteas werden auf die Tribüne verbannt oder bei uneinholbaren Rückständen eingewechselt. Frühere Leistungsträger wie Wolf und Mintal, befinden sich in einem absolutem Leistungstief. Es macht mich wütend und trauig zugleich in welchen Zustand sich der Club am Ende der Hinrunde befindet.

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  • belschanov | Clubfans United: Hannover gegen Bochum 2:3Stuttgart gegen Hoffenheim 3:1Das war Bundesliga live auf Sky. Ein Genuss mit Krombacher.

    😆

    was ist eigentlich die Steigerung von Sarkasmus?

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  • belschanov | Clubfans United: Habe gerade Präsident Schäfer auf B1 im Interview gehört. Darauf angesprochen, ob es stimme, dass Kluge möglicherweise in der Winterpause nach Schalke wechselt, sagte er (ich zitiere aus dem Gedächtnis): “Magath will Kluge sofort und Kluge will nach Schalke. Wir werden uns nach dem Spiel in Köln mit Kluge zusammensetzen.”Wie ich den Zeitungen entnehme, ist es das Ziel der Vereinsführung, den Kader für die Rückrunde zu verstärken. Mit diesem Ziel scheint es ihr offenbar nicht ernst zu sein, wenn sie sich mit dem Gedanken beschäftigt, den besten Spieler dieser beschissenen Vorrunde gehen zu lassen.

    Mit Präsi Schäfer werde ich irgendwie nicht warm. An sich lobenswerte Ansätze wie der Versuch der Kontinuität werden dann durch massive verbale Entgleisungen ad absurdum geführt. Er hat für mich kein klares Profil und versucht zu sehr eines zu bekommen. Schon bei seinem Amtsantritt hat er in Blickpunkt Sport ohne Not gegen Roth geschossen, das hat mich damals schon gestört. Das jüngste Kasperltheater der alten Männer war auch komplett überflüssig. Gerade Schäfer hätte hier Souveränität zeigen können und statt dessen diese Chance übelst verspielt.

    Daher weiss ich auch nicht, was von seinen Äußerungen zu halten ist. Fakt ist, dass Kluge guter BuLi-Durchschnitt, aber kein Spitzenspieler ist. Für uns ist er allerdings der einzige, der noch zuverlässig seine Leistung bringt und am ehesten der erforderliche Führungsspieler sein könnte. Ich hätte sogar mit dem Gedanken gespielt, ihn zum Kapitän zu ernennen, um Wolf etwas Druck zu nehmen.

    Wenn man ihn jetzt im Winter verkaufen sollte, müsste es etliche Millionen und mehr als gleichwertgen Ersatz dafür geben, ansonsten wäre das komplett idiotisch und quasi der Todesstoß.

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  • Juwe: Irgendwie ist alles eine Summe dieser verworrenen Vereinspolitik ohne Linie.

    Und das macht mich beinahe sprachlos und allmählich stinkesauer. Harald hat’s mir vorweggenommen.

    Harald: Das Problem beim Club ist, dass das Schicksal von Oenning und Bader eng miteinander verbunden ist. Beide haben sich für ein Konzept entschieden und wollen dies auf Gedeih und Verderb durchziehen. Beide haben für mich den Bezug zur Realität längst verloren.

    Was zu befürchten ist. Meine Zuversicht für morgen 17:30 ist dahin. Kölle alaaf!

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  • Nun mal langsam…
    wollen wir den Club doch nicht schon vor der Hinrichtung beerdigen. Noch wissen wir ja nicht mal, wessen Hinrichtung das wird…

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  • Harald: Das Problem beim Club ist, dass das Schicksal von Oenning und Bader eng miteinander verbunden ist. Beide haben sich für ein Konzept entschieden und wollen dies auf Gedeih und Verderb durchziehen.

    Was hast Du denn für ein alternatives Konzept?

    Über das Personal mag man geteilter Meinung sein können, aber das Konzept – wenn man jemals aus dem Fahrstuhl raus will – ist für mich der einzig mögliche Weg bei unseren Rahmenbedingungen. Ich bin immer noch nicht bereit, den Club wieder in den Ruin zu treiben, nur um den Abstieg ein Jahr zu verschieben – so beschissen die Lage jetzt auch ist.

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  • Mal abwarten, ich ann mir nicht vorstellen das Kluge verkauft wird. Sich kann ich mir vorstellen dass Kluge, der mit seinen 28 Jahren ein Angebot von Schalke (Platz 2) bekommt, mit guten Aussichten auf Stammplatz, gerne annehmen würde.
    Aber die Rückrunde wird er abwarten müssen, kann mir nicht vorstellen das man ihn gehen lässt. Das wäre, außer für eine fantastische Ablöse – idiotisch. Immerhin verlängert sich sein Vertrag bei mehr als (ca.) 20 Einsätzen, was ja klappen sollte. Und dann wäre er auch am Saisonende nicht ablösefrei.

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  • @Optimist: Das Konzept ist richtig! Meines Erachtens beanspruchen Oenning und Bader diesen sogenannten Jugendstil beim Club erfunden zu haben. Sie reagieren dünnhäutig wenn jemand Veränderungen fordert oder wollen Fehler einfach nicht sehen. Die letzten 3. Spiele haben aber deutlich gezeigt, dass sich etwas verändern muß. Oenning kann es aber nicht mehr, dass haben die letzten 3. Spiele auch deutlich gezeigt. Ich glaube die Mannschaft hat auch gemerkt, dass es mit Oenning nicht mehr weitergeht, anders sind die Leistungen einiger Spieler in den letzten 3. Spielen nicht zu erklären. Deshalb hoffe ich das Oenning am Montag kein Clubtrainer mehr ist
    und somit endlich eine Chance da ist, längst überfällige Veränderungen am sogenannten Jugendstil durchzuführen.

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  • Das schlimmste was der Verein jetzt machen kann ist zu MO zu halten und Ihn dann nach 2-3 Spieler in der Rückrunde raus zu werfen. Entweder zieht man das jetzt bis zum Saisonende durch oder man wirft Ihn jetzt raus. Ich hätte Ihn nach dem Hamburg Spiel schon „freigestell“. Was mich nervt ist das Hertha zum Bespiel schon einen Gekas an Land gezogen hat und wir nur darüber reden können welche Leistungsträger in Winterpause wohl gehen…

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  • belschanov | Clubfans United: Hannover gegen Bochum 2:3Stuttgart gegen Hoffenheim 3:1Das war Bundesliga live auf Sky. Ein Genuss mit Krombacher.

    Deine Kneipengeschichten gefallen mir wesentlich besser las Deine Werbeblöcke 🙂

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  • belschanov | Clubfans United: Hannover gegen Bochum 2:3Stuttgart gegen Hoffenheim 3:1Das war Bundesliga live auf Sky. Ein Genuss mit Krombacher.

    Deine Kneipengeschichten gefallen mir wesentlich besser als Deine Werbeblöcke 🙂

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  • Mir will nichts mehr einfallen, was nicht auch Andere schon hier zur Situation gesagt haben.
    Ich spiele mal Advocatus Diaboli und nenne nun einige Trainernamen ohne Wertung in der Reihenfolge, in der sie mir in den Kopf als momentan „arbeitssuchend“ bzw. in einer niederen Liga/Ausland verschwunden, kommen. Dabei kann ich mich natürlich auch täuschen:
    – Klaus Augentaler
    – Werner Lorant
    – Hans Meyer
    – Rudi Bommer (ui, der ist ja Ascheberscher!)
    – Falko Götz
    – Wolfgang Wolf
    – Markus Babbel
    – Klaus Toppmöller
    – Berti Vogts
    – Lothar Matthäus
    – Dragoslav Stepanovic
    – Jürgen Gelsdorf
    – Horst Köppel
    – Uwe Rapolder
    – Volker Finke
    – Lucien Favre
    – Dieter Hecking
    – Frank Pagelsdorf
    – Winnie Schäfer
    – Marcel Koller
    – Ede Becker
    – Jörg Berger
    – Jürgen Klinsmann
    – Eduard Geyer
    ….
    P.S.: Der Autor dieser Zeilen übernimmt keine Haftung für beim Lesen eventuell auftretende Magenprobleme!

    Jetzt mal bitte trotzdem drüber schauen und einen/mehrere nennen, der/die den guten und richtigen Weg mit jungen, talentierten Nachwuchstalenten, richtiger machen kann wie MOe! Auch gerne weitere, noch nicht genannte Namen ansagen.

    Ich meine, wir haben keine Alternative uns zu verbessern, also ein herzhaftes „Weiter so“, auch wenn ich aus der Helmut-Kohl-geschädigten-Generation stamme und das normalerweise nicht meine Lebensweisheit entspricht.

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  • *ROFL* oder doch besser gleich „Profilizenz zurückgeben und Neubeginn in der Regionalliga“, wie bei den 3 Clubfreunden kolportiert wird.

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  • Tobi: Das schlimmste was der Verein jetzt machen kann ist zu MO zu halten und Ihn dann nach 2-3 Spieler in der Rückrunde raus zu werfen. Entweder zieht man das jetzt bis zum Saisonende durch oder man wirft Ihn jetzt raus. Ich hätte Ihn nach dem Hamburg Spiel schon “freigestell”. Was mich nervt ist das Hertha zum Bespiel schon einen Gekas an Land gezogen hat und wir nur darüber reden können welche Leistungsträger in Winterpause wohl gehen…

    Es hinauszuzögern macht eine solche Angelegenheit nicht menschlicher, und daran wäre mir mit einem Menschen wie Oenning sehr gelegen, schon deshalb gebe ich dir Recht!
    Hinauszögern schafft Versäumnisse, auch dahingehend, schließe ich mich dir an.

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  • Woschdsubbn:
    Ich spiele mal Advocatus Diaboli und nenne nun einige Trainernamen ohne Wertung in der Reihenfolge, in der sie mir in den Kopf als momentan “arbeitssuchend” bzw. in einer niederen Liga/Ausland verschwunden, kommen.

    Lustige Liste 🙂
    Auch wenn ich mich an solchen Spielchen nicht besonders gerne beteilige: lass es uns mal weiterspielen: 2 Namen würden mir evtl. gefallen, obwohl ich zugeben muss, daß dies reine Bauchaussagen sind: Falko Götz und (bitte nicht lachen) Bertie Vogts.
    Ma sacht ja nix, ma red ja blous.

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