Doppelstopper

“Midd zwaa Segser willa schbilln lossn, da Hegging, midd zwaa Segser, in da Zaidung hobbis gleesn”, sagte Alfred (klick) und Hannes (klick) sagte: “Hab ich auch gelesen, die Frage ist nur noch, wer der zweite Sechser neben Ottl sein soll. Kluge wäre ideal gewesen, aber der ist ja jetzt in Schalke. Vielleicht nehmen sie ja den slowakischen Nationalspieler unter Vertrag, der mit im Trainingslager ist.”

“Der kommt defintiv nicht”, sagte ich, “der ist schon wieder abgereist (klick). Wenn sie nicht noch einen defensiven Mittelspieler holen, wird wohl Mnari neben Ottl vor der Abwehr spielen. Im Testspiel gegen Duisburg, das der Club 1:0 gewann, wurde das schon so getestet (klick).”

Ich nahm einen Schluck aus dem Glas und sagte: “Bin mal gespannt, ob Hecking 4-2-3-1 spielen lässt oder das komische System mit dem Loch hinter den Spitzen. 4-2-3-1 wäre mir eigentlich lieber…”

“Loch hinter den Spitzen?”, sagte Hannes, “das musst du mir erklären.”

Ich nahm einen der neben dem Kassenautomaten liegenden Schreibblöcke und zog den Kugelschreiber aus der Jacketttasche und notierte:

CHARISTEAS      BUNJAKU

FRANTZ                                GYGAX

OTTL             MNARI

PINOLA    BRENO    WOLF    DIEKMEIER

SCHÄFER

“Verstehe”, sagte Hannes, “die Zehner-Position ist nicht besetzt. Da ist ein Loch im offensiven Mittelfeld.”

“Genau so isses”, sagte ich, “da gefällt mir die Raumaufteilung nicht, da fehlt die Schaltzentrale in der Offensive”, und Alfred sagte: “So komma scho schbilln. Wennsd flexible Schbieler hosd, konnsd scho so schbilln. Wenn da Ongriff ieber rechts läffd, muss da Frantz nooch inna geh…”

“Und der Pinola in den freien Raum auf dem linken Flügel vorstoßen”, sagte ich.

“…und da Oddl muss na Binoola obschirma. Und wenn da Ongriff ieber lings läffd, gehd da Giegaggs nooch inna…”

“Und der Diekmeier geht nach vorne”, sagte ich.

“Und der Mnari schirmt nach hinten ab”, sagte Hannes.

“4-2-3-1 wäre mir trotzdem lieber”, sagte ich.

“Wennsd gschaide Schbieler hosd, is des Sysdeem schaißegool. Midd gschaide Schbieler gwinnsd haid wohrschainli aa nuch im WM-Sysdeem, wo mier frieher gschbilld homm. Des wär amoll a indresonds Exberimend, wenn a Monnschafd amoll widder im WM-Sysdeem oodreedn deed…”

“WM-System?”, sagte Hannes.

“Des haasd WM-Sysdeem, wall die drai Schdirmer midd die zwaa Holbschdirmer…”

“Heute würde man sagen: offensive Mittelfeldspieler”, warf ich ein.

“…a ‘W’ bilden und die zwaa Läufer…”

“Heute würde man sagen: defensive Mittelfeldspieler”

“…midd die drai Verdaidicher a ‘M’.”

“Das ist das System, mit dem Deutschland 1954 Weltmeister wurde (klick)”, sagte ich und notierte:

FRANTZ       CHARISTEAS       GYGAX

MINTAL        BUNJAKU

OTTL        MNARI

PINOLA        WOLF        DIEKMEIER

SCHÄFER

“Nur drei Abwehrspieler?”, sagte Hannes, “das geht doch nicht gut!”

“Doo mussd hald midd Dobblschdobber schbilln. Wenn mier frieher geecha an schdorgng Geechner gschbilld homm, homma midd Dobblschdobber gschbilld.”

“Doppelstopper?”, sagte Hannes.

“Das bedeutet”, sagte ich, “dass man einen Halbstürmer opferte und hinter dem Stopper, der den Mittelstürmer deckte, ein zusätzlicher Stopper als Ausputzer postiert wurde. Der Ausputzer hatte keinen direkten Gegenspieler, er war gewissermaßen der Vorläufer des Liberos.” Ich nahm einen Schluck aus dem Glas und notierte:

FRANTZ          BUNJAKU          GYGAX

MINTAL

OTTL        MNARI

PINOLA         BRENO        DIEKMEIER

WOLF

SCHÄFER

“Doppelstopper”, sagte Hannes, “das ist doch nicht mehr zeitgemäß. Das ist doch Steinzeitfußball. Heute spielt man mit vier Abwehrspielern auf einer Linie.”

Ich betrachtete die Aufstellung und sagte: “Eigentlich ist diese Formation nah an dem dran, wie der Club wirklich spielen könnte. Man braucht nur Wolf in die Abwehrkette zu ziehen und die beiden offensiven Außen etwas zurück:

BUNJAKU

FRANTZ         MINTAL         GYGAX

OTTL             MNARI

PINOLA    BRENO    WOLF    DIEKMEIER

SCHÄFER

“Ein lupenreines 4-2-3-1”, sagte ich.

“Kein Loch im offensiven Mittelfeld”, sagte Hannes.

“Und Dobblschdobber vor da Abwehr”, sagte Alfred.

128 Gedanken zu „Doppelstopper

  • Ein wirklich nettes system durchspieln- wobei die Namen je nach weiterem Transverlauf, andere sein können. Ich habe aber wirklich Bauchschmerzen Mintal bei einer allgemein defensiven Aufstellung als quasi kreative Schaltzentrale aufzustellen. Wenn man will das er Tore macht sind eher Situationen wie die Tore gegen Alkmar (Oh wie war das schön) sein Ding. Ein Flügelspieler läuft vor die Abwehrreihe und passt zurück, das gegnerische MF ist zu langsam und Mintal steht in der Naht-stelle. Und wenn der 16- 20 m vor dem Tor ein paar Schritte Platz hat dann kriegt er das auch hin.

    Aber wenn wir defensiv spielen, und das sollten wir nach den letzten 4 Spielen machen, ist Mintal doch recht langsam. Die Idee ihn eher in der Rolle eines DMF’s einzubringen sollte man mal ausprobieren aber sonderlich viel erhoffe ich mir nicht davon.

    4-4-2 mit 2 außen wäre toll- wenn Görlitz kommt und wir Konterfußball spielen. Prinzipiell wäre der Kader aber dafür eher geeignet. Denke das ein auf Konter ausgerichtetes 4-4-2 zielführend sein könnte. Auch wenn die Spiele dann sehr grausam anzuschauen werden.

  • meine intuition sagt mir, hecking wird so auf schalke beginnen:
    CHARISTEAS BUNJAKU

    FRANTZ GYGAX

    OTTL MINTAL(BROICH)

    PINOLA NORDTVEIT BRENO DIEKMEIER

    SCHÄFER

  • klasse artikel belschanov. danke.
    in der von mir vermuteten startaufstellung wird es nicht groß zu einem “loch” kommen, da aus der doppel-sechs sehr schnell mintal oder broich in die “schaltzentrale” vorrücken kann.

    warten wir es ab. erstaunlich finde ich, dass harry bei hecking wieder bei null beginnen darf und wolf wohl erst mal eine denkpause erhält. und apropos verstärkungen: mit breno, ottl, gygax und harry haben wir doch gleich vier neuzugänge ^^

  • harry albert

    mintal broich

    ottl mnari

    diekm. wolf breno pino

    schäfer

    das wäre meine elf!!!

  • Teo: … und wolf wohl erst mal eine denkpause erhält.

    Damit spielst Du wahrscheinlich auf das Fehlen von Wolf im Testspiel gegen Duisburg an, oder?

    Nun, der gute Wolf war noch gesperrt von seiner grandiosen roten Karten im Test gegen Prag irgendwann im vergangenen Herbst. Beim nächsten Freundschaftsspiel dürfte er aber wieder auflaufen.

  • Spekulationen am Taktiktisch – immer wieder schön!

    Mintal sehe ich im Moment eher als Joker, denn wenn der Gegner nach 60 Minuten schon etwas müder gespielt ist, fällt Mareks altersbedingt nachgelassene Spritzigkeit nicht mehr so ins Gewicht. Interessant ist aber auch die Aussage Heckings, Mintal als 2. (offensiveren) 6er zu probieren.

    Mit Kluge verlieren wir einen fleißigen Arbeiter, aber mit etwas Abstand betrachtet ist das so tragisch auch wieder nicht. Klare Akzente gingen von ihm eher selten aus, er strahlte nur mäßige Torgefahr aus und war auch nicht berühmt für den tödlichen Pass. Dass er trotzdem konstant einer der besten im Team war, spricht weniger FÜR ihn als GEGEN die anderen und basiert wohl v.a. auf den Fleißpunkten. Ein guter Zuarbeiter, aber kein Leader. Mit Ottl haben wir, denke ich, an Qualität gewonnen.

    So könnte ich mir das vorstellen:

    Harry
    Bunjaku
    Frantz(Gündogan) Gygax

    Ottl Mnari(Broich/Mintal)

    Pino Breno(Nordtveit) Wolf Dieckmeier

    Schäfer

  • Ok, ich hab auch noch was beizutragen als Anregung: das 3-5-2-System

    Und ich finde es gar nicht mal so ganz dumm:

    Die Personen können wir da austauschen, auch einen Pinola auf der Außenposition kann man sich denken oder einen Mintal für Broich. Je nach Spielsituation kann man dann sich nach hinten auf eine 4er oder sogar 5er Kette fallen lassen.

    Das “Problem”, das belschanov ansprach, das Loch in der Mitte vorne halte ich nämlich für durchaus eines. Denn es sind ja 6er, die beim 4-2-2-2 die Lücke füllen müssen und damit in der Vorwärtsbewegung weite Wege haben und bei Ballverlust die Lücke nach hinten aufmachen. Dazu finde ich Diekmeier als Rechtsverteidiger derzeit noch zu wenig erfahren um die Balance zwischen offensiv und defensiv zu schaffen. Genau das war dann oft das Problem, dass Wolf versuchte das Loch dann zu stopfen und dafür die Innenverteidigung aufmachte.
    Im 3-5-2 könnte man in der Vorwärtsbewegung dann aber auch einen Nordtveit in der 3er-Kette sehen, der dann als defensiver 6er zumacht, während die beiden IVs weiter die Stellung halten.

    Aber auch ein 3-5-2 mit Doppelsechs ist denkbar, dann wäre sogar die Position des gewünschten Mann in der offensiven Schaltzentrale geschaffen. Broich? Gündogan?

    Wer 3-5-2 als veraltet sieht, dem empfehle ich mal: http://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/0809/Artikel/dreierkette-in-der-kritik.html

  • @Alexander
    Hinter Deinem Link steht aber auch der Kernsatz (der 2.):
    “In der Theorie lässt sich die Variante mit drei Abwehrspielern, und dafür einem Spieler mehr im Mittelfeld, sehr gut an. In deren Umsetzung aber offenbart sie einige erhebliche Mängel, die nur durch intensives und langwieriges Training zu beheben sind.”
    Das Systen erfordert wesentlich mehr Flexibilität von fast allen Beteiligten, außer den beiden Stürmern (und dem Torwart).
    Meinst Du wirklich, das bekommt DH innerhalb von 2 Wochen hin?

  • Alexander | Clubfans United: Das “Problem”, das belschanov ansprach, das Loch in der Mitte vorne halte ich nämlich für durchaus eines.

    Ich habe das Problem “gelöst”, indem ich Bunjaku in das Loch “hängen” lasse. Im Spox-Artikel meine ich herauszulesen, dass das 3-5-2 noch konteranfälliger ist als das 4-4-2. Das ist für uns in der momentanan Verfassung pures Gift, denn gerade die Rückwärtsbewegung bei Ballverlust war zuletzt mangelhaft (ich sag nur 0 : 12 Tore).

  • Claus: Meinst Du wirklich, das bekommt DH innerhalb von 2 Wochen hin?

    Na, dann mischen wir eben die 2. Liga so eingespielt auf! … Spaß beiseite. Die Sache ist in der Tat mehr eine reine Theorie, denn dann hätte DH schon dran arbeiten müssen in Belek.

    Optimist:
    Ich habe das Problem “gelöst”, indem ich Bunjaku in das Loch “hängen” lasse. Im Spox-Artikel meine ich herauszulesen, dass das 3-5-2 noch konteranfälliger ist als das 4-4-2. Das ist für uns in der momentanan Verfassung pures Gift, denn gerade die Rückwärtsbewegung bei Ballverlust war zuletzt mangelhaft (ich sag nur 0 : 12 Tore).

    Die Variante mit nur einem echten Stürmer vorne ist für mich bei unserer Sturmschwäche auch keine Lösung – das ist sogar mit Regenrinnen-Trinker Koller gescheitert – und da hatten wir mit Saenko und Vittek noch zwei echte Außen.
    Konteranfällig ist die Aufstellung, wenn die Außen zu laufschwach sind und man im Mittelfelddreieck mit einem Offensiven spielt. So wie oben in der Grafik – mirwegen noch mit Pinola statt Frantz auf Links – wäre mir da nicht bange.

    Aber wie gesagt: Reine Theorie.

  • @ Alexander

    Die Sturmschwäche behebt man nicht, indem man mehr Stürmer aufstellt (vor allem nicht bei unseren Möglichkeiten 🙁 ), sondern indem mehr hochkarätige Chancen herausgespielt werden – und die haben ihren Ursprung im Mittelfeld (meine Meinung)

  • Optimist: Klare Akzente gingen von ihm eher selten aus, er strahlte nur mäßige Torgefahr aus und war auch nicht berühmt für den tödlichen Pass.

    So gern ich fast alles unterschreibe, was du von dir gibst lieber Optimist – hier liegst du meines Erachtens falsch. Zum einen kann man einem Spieler nicht zum Nachteil anrechnen, wenn er das nicht tut, was überhaupt nicht seine Aufgabe ist (tödlicher Pass und so). Was für mich aber noch mehr ins Gewicht fällt, verdichtete sich in einer, für mich geradezu symbolisch gewordenen Szene: der Konter zum 3:2 gegen Wolfsburg. Eingeleitet von Diekmeier, den nach furiosem Spurt der Mut verlässt – Pass zu Gygax. Auch der noddelt herum, will die Verantwortung nicht übernehmen – Pass zu Kluge – und der macht das Ding. Souverän. Nach einem Spurt über das halbe Feld in der letzten Spielminute – bei der üblichen Klugeschen Laufleistung vorher! So ähnlich wie ich das bereits in der Körpersprache sichtbar werden glaubte gesehen zu haben, haben sich auch die beteiligten Spieler nachher geäußert, wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt. Sowohl Diekmeier als auch Gygax waren heilfroh, dass Peer Kluge kam.

    Kluge war einer, der sich, im Gegensatz zum Beispiel zu einem Gygax, selbst in einem Testspiel reinhängte, als ginge es um alles. Solche Spieler schätze ich ungemein ob ihrer professionellen Arbeitseinstellung. Dass er nicht stets das ihm Möglichste getan hat, das kann man einem Peer Kluge, glaube ich, nicht vorwerfen. Dabei hat er uns mit schmalzigen Bekenntnissen zum Club und falschen Liebesschwüren verschont, auch dafür sei ihm Dank! Kluge ist einer, der kann, so glaube ich, gar nicht anders, als alles geben und er bringt eine bemerkenswerte Physis mit – ich hoffe, dass der Club nicht bitter merken wird, wen er da hat gehen lassen. Damit will ich im übrigen den Verkauf nicht kommentieren, den ich für die Mannschaft schade, für Peer Kluge selbst verdient finde. Zu möglichen wirtschaftlichen Zwängen usw. kann ich mich mangels intimen Einblicks in die Zahlen des Clubs nicht fundiert äußern. Leider wird dieser Typus des (abseits des Spielfelds) ruhigen, ehrlichen Arbeiters, der was gibt für das Geld, das er bekommt, tendenziell unterschätzt, was m. E. auch ein Jan Koller bei uns ungerechtfertigt zu spüren bekommen hat. Auch der gab stets das, was man von ihm mit Fug und Recht erwarten konnte – dass das System mit ihm zentral wesentliche Stärken des Club (remember Alkmaar) nullifizierte, das lag nicht in seiner Verantwortung – dafür gibt’s den Trainer. Wenn einer nach der Devise handelt, gebt dem Verein, was des Vereins ist – aber auch nicht mehr, dann bin ich vollauf zufrieden, solange das mit Konstanz geschieht. Peer Kluge, Dir gebührt dafür Dank und Hochachtung. Die Anerkennung besteht bereits darin, dass Du Magaths Wunschspieler bist. Viel Glück bei der weiteren Karriere!

    Dem gesamten Blog im übrigen ein gesundes und glückliches 2010!

  • Optimist: @ Alexander
    Die Sturmschwäche behebt man nicht, indem man mehr Stürmer aufstellt (vor allem nicht bei unseren Möglichkeiten :-(), sondern indem mehr hochkarätige Chancen herausgespielt werden – und die haben ihren Ursprung im Mittelfeld (meine Meinung)

    Grundsätzlich würde ich das unterschreiben, wenngleich uns die Abstiegssaison eines besseren belehrte, als wir Chancen im Dutzend ausließen. Dieses Jahr aber fehlt uns allein das Herausspielen von Chancen was meiner Ansicht nach eben auch daran liegt, dass wir gar nicht in den Strafraum kommen. Auch haben wir keinen Stürmer, der zwei Verteidiger auf sich ziehen würde und so ist die gegnerische Defensive kaum aus der Ruhe zu bringen.

  • schöner beitrag hörnla…auf das er uns nicht zu sehr fehlen wird der kluge…

  • Hörnla: kann man einem Spieler nicht zum Nachteil anrechnen, wenn er das nicht tut, was überhaupt nicht seine Aufgabe ist (tödlicher Pass und so).

    Da, wo MOe ihn hingestellt hatte, wäre das durchaus seine positionsgemäße Aufgabe gewesen. Ich stimme DH zu, ich sehe Kluge eher als 6er. Und natürlich halte ich ihn für einen schmerzlichen Verlust, gerade neben Ottl eine Spitzen-Doppel-6. Aber im OM sähe ich lieber jemanden mit mehr Spielmacherqualitäten.

    Aber, Hörnla hat natürlich Recht, gerade hinsichtlich der Einstellung und Laufbereitschaft absolut vorbildlich. Ich finde nachwievor die kolportierten 1,5 Mio zu wenig und wollte den guten Peer keineswegs schlechtreden, aber in schlechten Spielen hat auch er es nicht geschafft, trotz eigener ordendlicher Leistung seine Nebenleute mitzureißen. Eben kein Leader.

  • @ Alexander:

    Da kann ich noch einen draufsetzen: Bader hätte Kluge an Man City verkaufen müssen: dann hätten wir statt 1,5 Mio gleich 15 Mio bekommen. Unverzeihliches Versäumnis! 😆

  • Optimist: @ Alexander:
    Da kann ich noch einen draufsetzen: Bader hätte Kluge an Man City verkaufen müssen: dann hätten wir statt 1,5 Mio gleich 15 Mio bekommen. Unverzeihliches Versäumnis! :lol:

    Wobei man sich schon fragt, warum wir immer eher Kleingeld bekommen (Polak 3,5, jetzt wert: 7 Mio; Misimovic 4 Mio, jetzt 14,5 Mio.; Kluge 1,5 Mio, jetzt schon 2,5 Mio.) und andere das große (De Jong 18 Mio. an HSV; Marin 8,2 an Gladbach). Also warum wir nie so einen richtigen Treffer dabei haben…

  • … außer Kießling, der seinerzeit gut verkauft wurde (und jetzt trotzdem vermisst wird) stimmt das. Besonders haben mich die 4 Mio für Misimovic geärgert, denn der wäre locker trotz Abstieg 6 – 7 Wert gewesen. Aber wenn man hört, das Man City angeblich 20 Mio für Subotic (guter Mann, aber 20 Mio ???) bietet, dann fragt man sich schon.

  • Alexander | Clubfans United:
    Wobei man sich schon fragt, warum wir immer eher Kleingeld bekommen (Polak 3,5, jetzt wert: 7 Mio; Misimovic 4 Mio, jetzt 14,5 Mio.; Kluge 1,5 Mio, jetzt schon 2,5 Mio.) und andere das große (De Jong 18 Mio. an HSV; Marin 8,2 an Gladbach). Also warum wir nie so einen richtigen Treffer dabei haben…

    Das hängt halt einfach mit dem abzugebendem Namen zusammen. Das ist bei Fussballvereinen auch nicht anders als im “wahren” Leben 😉
    Derselbe Artikel kostet bei Feinkost Meier halt mehr als bei Aldi…..Trivial? Ned wergli.

  • Derbfuss:
    Das hängt halt einfach mit dem abzugebendem Namen zusammen. Das ist bei Fussballvereinen auch nicht anders als im “wahren” Leben ;-)
    Derselbe Artikel kostet bei Feinkost Meier halt mehr als bei Aldi…..Trivial? Ned wergli.

    Klar. Aber Gladbach ist nun auch nicht der große Name und hat mit Janßen und Marin richtig Geld eingenommen.

  • Alexander | Clubfans United:
    Klar. Aber Gladbach ist nun auch nicht der große Name und hat mit Janßen und Marin richtig Geld eingenommen.

    Halber Punkt für Dich 🙂 Aber allzuviele deutsche Nationalspieler hat der Clubb in den letzten Jahren auch nicht abgegeben …

  • Ich habe jetzt leider die genauen Zahlen nicht im Kopf, meine aber, dass der Club seinerzeit für Vittek und Saenko relativ viel eingenommen hat, gemessen an deren damaliger Leistungsfähigkeit. Und Misimovic war nunmal abgestiegen, seine tatsächliche Leistungsfähigkeit nur schwer abzuschätzen. Ich fand die Ablöse damals ok.

  • Interessant das in den meisten Aufstellungen der Name Charisteas wieder auftaucht.
    Ich wette das der Harry keine drei Tore mehr für uns macht, vielleicht mal eins mit viel Dusel oder per Elfmeter.
    Das Boakye und Eigler kaum besser sind als er, hab ich schon einmal erwähnt, ändert aber nichts daran das Harry uns auch nicht weiterhilft.
    Ein neuer Stürmer muß noch her und wenns einer aus der eigenen Jugend ist, oder wir reden nochmal mit Uli Hoeneß, vielleicht hätte er ja auch noch einen Stürmer für uns übrig. 😉

  • frage mich wie lange es wohl dauert bis man beim club endlich begreift dass man noch einen offensiven mann holen muss! wahrscheinlich erst am letzten spieltag! grad les ich man will noch nen 6er holen! die sind doch total bescheuert! gegen duisburg solls auch zahlreiche chancen gegeben haben aber dank der “torschusspanik bzw unfähigkeit” hat man wieder nichts draus gemacht! es wird ständig die defensive verstärkt dann verlieren wir in der rückrunde nur noch 1:0 statt 4:0!!! toller erfolg

  • na ja immerhin ein Testspielsieg heute gegen Köln ein famoses 1:0, immerhin ist die Tendenz in den Testspielen postitiv und Wolferl hat den Stürmern heute gezeigt, wie es gehen könnte…

  • @Alexander – ich sehe dieses Loch nicht. Bei eigenem Ballbesitz, vor allem bei einem Angriff über die Flügel rückt einer der 6er mit auf. Um die Passwege kurz zu halten, um zweite Bälle hinter den Spitzen zu verwerten, und um bei Ballverlusten eingreifen zu können.

    Wenn ein Gegner gefährlich kontert, dann nicht, weil das Mittelfeld zu weit hinten steht, sondern weil es die Lücke zum Sturm im eigenen Angriff vor dem Ballverlust nicht geschlossen hat.

    Der aufgerückte 6er macht also keine Lücke auf, sondern er schließt eine, falls der Ball verloren geht.

  • also in meiner aufstellung ist harry nur deswegen zu finden weil wenn ich den eigler noch mal zusehen muss,werd ich mich wohl übergeben müssen!!!

  • Hm, laut NN kommt doch noch ein neuer 6er:
    http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1151483&kat=31

    “noch ein Neuer. Hecking bestätigte gestern gegenüber dieser Zeitung, dass man sich intern auf einen bundesligaerfahrenen, groß gewachsenen Spieler festgelegt habe. Nun gelte es, die Modalitäten eines Transfers nach Nürnberg zu klären. Hecking nannte keine Namen – hofft aber darauf, dass der Wechsel möglichst schnell realisiert werden kann.”

    Sagt mal, was ist eigentlich mit dem Pander los? Der wurde doch von Magath aussortiert bzw. ist gerade verletzt. Kann das sein, daß wir den bekommen als Bonus für Kluge? Oder kommt dann doch der Vranjes? Mmmm, da denk ich gleich wieder an Ćevapčići obwohl das eher serbische als kroatische Küche ist.

  • Cevapcici, falls noch andere Probleme mit dem Zeichensatz hier haben.

  • Woschdsubbn: Sagt mal, was ist eigentlich mit dem Pander los? Der wurde doch von Magath aussortiert bzw. ist gerade verletzt. Kann das sein, daß wir den bekommen als Bonus für Kluge? Oder kommt dann doch der Vranjes? Mmmm, da denk ich gleich wieder an Ä�evapÄ�iÄ�i obwohl das eher serbische als kroatische Küche ist.

    Also Pander ist nicht “gerade” sondern “meistens” verletzt (leider, könnte einer der ganz großen Spieler in D sein …), zudem Linksverteidiger.

  • Nicht zum Thema passend, aber interessant: Hier deutet die AZ etwas aus Interna der Transferverhandlungen an.

    “Freilich droht Marcel [Risse] wie auch dem im Juni per Option an den Rhein zurückbeorderten Stefan Reinartz ein Comeback in Leverkusen. „Ich kann mich dagegen nicht wehren, würde aber schon gerne in Nürnberg bleiben.“ Was dank der Freigabe von Co-Trainer Peter Hermann nach dem Aufstieg nicht am Geld scheitern wird. Dafür hat Manager Martin Bader gesorgt.”

    Hier wird also angedeutet, dass im Gegenzug für die problemlose Freigabe von Herrmann eine Art Kaufoption für Risse zugesichert wurde und anscheinend für wenig bares. Interessantes Detail und es zeigt dass man sich nicht vollends über den Tisch ziehen hat lassen. Wobei jetzt den Stellenwert von Hermann zu diskutieren ist ein anderes Fass, das ich jetzt nicht aufmachen möchte.

    Vielleicht tritt genau der von mir vor der Saison erhoffte Fall ein. Leihspieler Risse hat mittelmässigen Erfolg, möchte aber eher beim Club bleiben, wo er nahe an der Stammelf ist, während die Konkurrenz beim Vizemeister Leverkusen eindeutig zu gross ist. Dann gewinnt der FCN einen sehr Talentierten deutschen Nachwuchsspieler mit Aussicht auf Stammplatz, den man unter normalen Umständen nur für viel Geld (oder aus der eigenen Jugend)
    bekommen kann. Natürlich klappt das nur bei Nichtabstieg… Es wird wie immer spannend!

    http://www.abendzeitung.de/nuernberg/sport/157468

  • Alexander | Clubfans United: Bin bisschen enttäuscht, Köln muss man höher weghauen. Bader sollte alarmiert sein!

    Ja 🙂 sollte er sein nach der Hinrunde.

    aber sein `Größter Club Transfer` aller Zeiten, der Charisteas darf ja wieder mitspielen. Wolferl hat dann ja noch einen reingeköpfelt.

  • @ Alexander:

    Kein Wunder, dass Du dich unverstanden fühlst und in Sarkasmus flüchtest.. 😉

    Bedenklich, dass sich das häuft in letzter Zeit…

  • Woschdsubbn: noch ein Neuer. Hecking bestätigte gestern gegenüber dieser Zeitung, dass man sich intern auf einen bundesligaerfahrenen, groß gewachsenen Spieler festgelegt habe.

    Hanno Balitzsch ist Ende der Saison ablösefrei und DH kennt ihn…. Ob da was läuft? Allerdings ist der nur durchschnittlich groß.

  • Optimist: @ Alexander:
    Kein Wunder, dass Du dich unverstanden fühlst und in Sarkasmus flüchtest.. ;-)Bedenklich, dass sich das häuft in letzter Zeit…

    Ich hab mich schon so oft in zu großem Optimismus geflüchtet, den Sarkasmus überstehe ich auch. 🙂

    Optimist:
    Hanno Balitzsch ist Ende der Saison ablösefrei und DH kennt ihn…. Ob da was läuft? Allerdings ist der nur durchschnittlich groß.

    Balitsch ist ja auch so eine Geschichte, dem war der Club ja auch schon mal “nicht gut genug” (bzw. man unkte, es “gab nicht genug” http://www.transfermarkt.at/de/news/6086/interview-mit-hanno-balitsch-ich-brauche-spielpraxis.html) und aktuell bekundete er eher wieder Interesse an Köln: http://www.transfermarkt.de/de/forum/154/geruechtekueche/thread/973569/anzeige.html
    Das mit Hecking ist da sicher ein neuer Aspekt, aber auch Balitsch und Hecking waren sich ja nicht immer grün: http://www.sportgate.de/fussball/bundesliga/artikel/hecking-wirft-96-kapitaen-balitsch-aus-dem-team-37419/ (und auch später noch soll es Dissonanzen gegeben haben)

    Ich denke eher, der “große Unbekannte” ist schon lange im Gespräch, misst 1,86 und hört auf den Namen Vranjes, Jurica. Bremen will ihn los haben und was man so aus Bremer Fankreise hört sei Allofs (im Gegensatz zur Personalie Tosic) hier bereit eher für einen geringen Betrag ihn ziehen zu lassen, wollen ihn zwar nicht verschenken ( http://www.weser-kurier.de/Artikel/Werder/Nachrichten-Spielberichte/90394/Allofs:+%22Wir+verscherbeln+nicht+einfach+so+Spieler%22.html ) aber denken dabei eher an eine “symbolische Summe”. http://bit.ly/6tNd0u

  • Mag sein, nur hat Bader abgeblich Vranjes dementiert (vielleicht Taktik).

    Bei Balitzsch glaube ich mich zu erinnern, dass er dann nach Mainz (zahlt ja wohl auch nicht besser) ging, weil seine Freundin in Frankfurt studiert hat. Also eher nicht aus finanziellen Gründen….

  • Ich glaube mal das dem Thema Balitsch nichts dran ist. Wobei er sicherlich kein schlechter ist / wäre…
    Würder aber lieber noch einen guten Stürmer begrüssen….!

  • Wer weiß, vielleicht hat Reinartz (1,89) Sehnsucht nach Nürnberg. Bundesligaerfahrung hat er ja jetzt! 🙂

  • Bin mal gespannt, ob der Club es diesmal schafft, den Transfer von Mr. X als erster zu vermelden, bevor es schon überall tagelang kommentiert wird. Ich glaube bei Gygax war das so; der kam irgendwie aus heiterem Himmel….

  • Optimist: Bin mal gespannt, ob der Club es diesmal schafft, den Transfer von Mr. X als erster zu vermelden, bevor es schon überall tagelang kommentiert wird. Ich glaube bei Gygax war das so; der kam irgendwie aus heiterem Himmel….

    Böse Zungen behaupten, wir warten immer noch auf Gygax aus einem heiteren Himmel …

  • Tja, der bräuchte nur die Einstellung, das Kämpferherz und die Lungen eines Kluge, dann wäre er der perfekte Mann fürs OM…

    Schade, wenn man mit seinem Talent so schlampig umgeht, denn er könnte, wenn er wollte…

  • Alexander | Clubfans United: Und wieder ein Beleg für Baders Versagen:

    Patrick Vieira vor Wechsel zu Manchester City
    http://www.transfermark…-manchester-city-.html

    Wenn so ein Mann am Markt ist, ist es doch fahrlässig ihn sich nicht zu angeln!

    Lieber Alexander – du denkst zu klein. Ein Spieler ist in dem Moment auf dem Markt, in dem der Club sich für ihn interessiert! 😉

  • Der Breno und der Ottl werden auf jeden Fall von Anfang an spielen. Der Kluge ist ein guter Mann, aber zu ersetzen. Den Vranjes kann man in der Pfeife rauchen, der hilft dem FCN nicht…Die beiden Bayern Leihgaben werden den Abstieg auf jeden Fall verhindern…

  • Optimist: Klare Akzente gingen von ihm eher selten aus, er strahlte nur mäßige Torgefahr aus und war auch nicht berühmt für den tödlichen Pass.

    Der berühmte “tödliche Pass” – ich sehe kaum etwas, das in meinen Augen häufiger falsch eingeschätzt wird – und zwar dann, wenn es zum die Spielanlage bestimmenden Konzept werden soll. Was heißt, dass es hier nicht um die zufällige Konkretisierung desselben in einem bestimmten Spiel geht. Die Natur der Sache bringt es mit sich, dass nur ganz wenige Spieler über die Anlagen verfügen, derartige Spielzüge regelmäßig bewerkstelligen zu können, denn ein solcher Spieler muss über ein Spielverständis verfügen, das zum einen intuitiv, zum anderen aber von wesentlich größerer Tiefe als bei der übergroßen Mehrzahl sämtlicher Mitspieler sein muss. Dazu kommen die technischen Anforderungen. Der Preis ist hoch, den eine Mannschaft zahlt, richtet sie ihr Spiel nach einer derartigen Spielerpersönlichkeit aus – denn alles andere als eine totale Ausrichtung auf einen derartigen Spieler wäre ja halbherzig diesen Möglichkeiten gegenüber und somit wahrscheinlich sogar derart kontraproduktiv, dass es geraten scheint, sich von derartigen Spielern zu trennen. Offensichtlich ist bei einer Spielanlage, die den “tödlichen Pass” zum Konzept macht, die Anfälligkeit und die Abhängigkeit von der Tagesform des Ausnahmespielers, zu dessen erwünschten Eigenschaften also auch psychische Robustheit nebst physischer Widerstandsfähigkeit gegenüber den zu erwartenden (auch unfairen) Attacken der Gegenspieler hinzugefügt werden müssen. Es steht zu erwarten, dass der entscheidende Spielzug, dessen Seltenheit und Unerwartetheit es ja gerade ist, die ihm den Platz in unseren Erinnerungen garantiert, nicht eben häufig erfolgen wird und deshalb vom Adressaten unbedingt in zählbare Erfolge umgemünzt werden muss. Nicht die geringsten Anforderungen an einen Stürmer. Aus den letzten Jahren steht mir eigentlich nur ein Spieler vor Augen, wenn ich an den “tödlichen Pass” als Konzept des Spielaufbaus denke und das ist Juan Ramón Riquelme. Dessen Scheitern bei Barcelona zeigt, dass sich ein zum Erfolg verdammter Verein kaum des Risikos aussetzen kann, seine Zukunft auf den Schultern eines, nur eines Spielers aufzubauen – hier muss das System der schieren Notwendigkeit folgen und über die einzelne Spielerpersönlichkeit Macht erlangen, was den oben genannten Voraussetzungen aber diametral entgegensteht. Es ist genau das Unerwartete, Unberechenbare, das wir, die wir das Spiel nicht derart tief erfassen können, meist erst im Nachhinein erkennen, das dem Grundgedanken des Systems, welches über die Einbindung mehrerer Köpfe eine Steuerung und eine gewisse Garantie für das Abrufen bestimmter, den Vorteil versprechender Spielzüge zu schaffen bestrebt ist, widerspricht. Einen hochinteressanten Versuch einer modernen Interpretation des Umgangs mit einem Spielmacher hat José Néstor Pekerman als Trainer der argentinischen Nationalelf gewagt. Aus der Sicht aller, die den Fußball auch gelegentlich gerne mal theoretisch betrachten, ist es nachgerade tragisch, dass sich das Land für diesen anderen als Nachfolger entschieden hat, der freilich die ja auch in unseren Breiten gelegentlich geforderte sportliche Kompetenz in Gestalt einer glanzvollen aktiven Fußballervita vorweisen konnte. So bleibt nur auf weitere spannende Experimente und Versuche zu warten, die die Synthese zwischen der per definitionem unberechenbaren fragilen Flüchtigkeit der Genialität der individuellen und selten auftretenden Spielerpersönlichkeit und den Möglichkeiten des Systems versuchen, das genau diese Unberechenbarkeit und Abhängigkeit aufheben will und die sinnvolle Vorbereitung auf das Spiel ermöglichen soll. Pekermans Variante ist so interessant, weil er in meinen Augen die Risiken einer auf einen Spielmacher setzenden Spielweise klar erkannt hat und versuchte, denselben durch die totale Automatisierung der Laufwege der Mannschaft, die in allen Jugendmannschaften Argentiniens identisch eingeübt wurden, entgegen zu wirken, somit quasi einen Rahmen zu formen, innerhalb dessen sich die Genialität Riquelmes entfalten, aber auch effektiv werden konnte.

    Aber man merkt: ich spreche hier von Spielern, die mit dem Club auf absehbare Zeit eher weniger zu tun haben werden. 😉 Obwohl: oben habe ich ja selbst gefordert, groß zu denken. Bin ja mal gespannt, ob es Hecking schafft, Xavi und Fabregas vernünftig ins Team einzubauen. 😉

  • guter artikel 🙂

    welches system ist mir prinzipiell egal. nur punkte sollte es liefern 😉

    diekmeier würde ich auch evtl mal offensiver spielen lassen. defensiv ist er zu anfällig, er müsste abgesichert werden und endlich mal aus seinem loch raus!

    schade finde ich es, dass ein maroh hier überhaupt nicht mehr erwähnt wird. der junge wirkt doch solide. breno hat nicht mal mehr bundesligaspiele…nur hat er 12 mio gekostet und kommt aus dem süden. der muss sich erstmal beweisen. hoffentlich floppt er nicht…hatte ja sammy kuffour schon einmal erwähnt.

  • @Manu: ich finde auch das Maroh eine gute Hinrunde gespielt hat. Deshalb tendiere ich auch zur folgenden Aufsellung:

    Mintal-Charisteas-Bunjaku

    Frantz-Ottl

    Breno

    Pinola-Maroh-Wolf-Diekmeier

    Schäfer

    Pinola

  • Bei Breno bin ich mir auch unsicher, ob er unter den Umständen seine PS auf die Straße bringen kann, da er beim FCB ja immer nur nebenbei so mitgeschwommen ist und eigentlich in der Bundesliga gar nicht richtig angekommen ist. Belastbarkeit und Stabilität über einen längeren Zeitraum konnte er aufgrund der Gegebenheiten noch nie unter Beweis stellen. Genau das benötigt der FCN aber, Stabilität. Das wird man sich wohl überraschen lassen müssen…

  • Sport Guider:

    Die beiden Bayern-Leihgaben werden den Abstieg auf jeden Fall verhindern…

    Aha.

    @Manu:

    Den Vorschlag, Diekmeier offensiv rechts spielen zu lassen, habe ich hier vor kurzem auch schon mal gemacht. Allerdings: Wer soll dann rechts hinten spielen? Judt? Vielleicht Maroh?

    @Hörnla:

    Die Spielanlage einer Fußballmannschaft dient zwei Zwecken: a) Tore zu erzielen; b) zu verhindern, dass der Gegner Tore erzielt.

    Konzentrieren wir uns auf Punkt a: Wenn man Tore erzielen will, muss man Torchancen herausspielen. Das funktioniert in erster Linie über Pässe (Synonyme: Vorlagen, Zuspiele). Insofern gehört präzises Passspiel zur Spielanlage. Das gilt auch für “tödliche” Pässe, die 100%ige Torchancen eröffnen.

    @Optimist:

    Deine Meinung, dass Kluge nicht fähig ist, “todliche” Pässe zu spielen, teile ich nicht. Ich habe von ihm besonders in der letzten Saison einige Pässe gesehen, die dieses Attribut verdienen. Wenn er in dieser Saison “für den tödlichen Pass nicht berühmt” wurde, lag das wohl auch daran, dass das Spielverhalten der Angriffsabteilung nicht flexibel genug war. Einen “tödlichen” Pass kann man nur spielen, wenn es einen Abnehmer dafür gibt.

  • präzieses Passspiel aus dem Stand nützt aber auch wenig 🙂 dazu gehört schon auch Laufleistung, Finten, Antizipieren…etc.

  • belschanov: Die Spielanlage einer Fußballmannschaft dient zwei Zwecken: a) Tore zu erzielen; b) zu verhindern, dass der Gegner Tore erzielt.

    Oh ja, das dachte ich eigentlich auch immer. Aber dann kam der 1. FC Köln in dieser Saison und ich frage mich, ob man nicht aus den zweien vier Zwecke machen müsste: a, b, b und nochmals b. 😉

  • Ganz am Rande zeigt sich im Moment, wie nah Erfolg und Misserfolg bei der Verpflichtung frischer Kräfte beieinander liegen. Angenommen die jetzt ins zweite Glied zurückgestuften Nachwuchskräfte packen’s endgültig nicht und Gündogan kann sich auch nicht durchsetzen, dann präsentiert sich der noch vor kurzem vielgelobte Jugendtransfer aus Bochum als totaler Flop. Setzt sich Gündogan dagegen durch, dann kommen wir auf ein Verhältnis 1 aus 3 – was bei dem hart umkämpften Markt für wirklich vielversprechende Talente ein mehr als ordentliches Ergebnis wäre, vor allem, wenn man den finanziellen Aufwand mit berücksichtigt.

  • Nach BILD-Informationen will der Club Mickael Tavares (27) verpflichten. Gemeinsam mit Andreas Ottl soll er die Doppel-Sechs der Franken bilden. Aktuell ist der Franzose mit senegalesischem Pass beim Hamburger SV unter Vertrag.
    Kennt jemand diesen Spieler????

  • tavares find ich wär ne verstärkung! spielt zwar beim hsv keine grosse rolle aber das hat nichts zu bedeuten!
    trotzdem fliegen wir alle auf die fresse ohne neuen stürmer oder offensiven mittelfeldspieler!!

  • @ tobi
    Tavares hat einen Marktwert von 1,8 Mille, wo soll der Club 1,8 Mille her haben?
    Bundesligaerfahrung hat der Junge auch kaum.
    Ich würde auch lieber einen neuen Stürmer bei uns begrüßen, und dafür Boakye, Charisteas und Eigler verkaufen.

  • Die Abendzeitung wirft jetzt noch einen ganz anderen Namen rein: Jonathan Santana vom Meister aus Wolfsburg
    http://www.abendzeitung.de/nuernberg/sport/157700

    Allerdings sind die Wolfsburger Fans auf ihn gar nicht gut zu sprechen und wollten ihn lieber gestern als heute los werden: technisch angeblich zu limitiert und verletzungsanfällig – aber das muss ja nicht stimmen
    http://www.transfermarkt.de/de/forum/154/geruechtekueche/thread/973723/anzeige.html

  • @ belschanov

    richtig, für hinten rechts fehlt die alternative.
    maroh sehe ich innen, judt kann defensiv schon spielen. er ist für mich jedoch ein einwechselspieler und keine stammkraft.
    den ex-fürther weber hätte man holen können. der kickt bei fortuna düsseldorf richtig super. habe ihn auch am anfang der runde in meine mannschaft beim kicker geholt. hat sich gelohnt. er war letzte saison bei larisa in griechenland, ein früherer uefa-cup gegner.

    naja, den cup gibts nicht mehr…heißt jetzt euroleaugue und wir sind davon weit entfernt…

    außerdem kommt ja auch die nummer 28 zurück…aber reinhardt hilft uns auch nicht weiter. denke, dass er beim fca bleiben wird…

  • Apropos Judt, ich habe noch kein gutes Spiel von ihm beim Club gesehen. Der spielt total unterirdisch. Den würde ich sofort verkaufen.

  • club verliert in augsburg verdient mit 2:1!! club ging zwar durch treffer von eigler (man glaubt es kaum) in führung, gaben aber mitte der zweiten hälfte das spiel voll aus der hand! nach ner ecke dann der ausgleich von möhrle! zehn minuten vor schluss verwandelte torgelle einen elfer!

  • War heute auch beim Spiel in Augsburg und möchte meine Eindrücke zusammenfassen. Wenn sich jemand wundert, dass auf der Club-Homepage sehr wenig über das Spiel steht, dann liegt das wohl daran, dass die FCN-Verantwortlichen lieber den Mantel des Schweigens über die Club-Leistung legen wollen…

    Als Eigler in der 6. Minute das 1:0 erzielte, konnte man nicht ahnen, dass man damit schon die Hälfte aller guten Offensivszenen vom Club gesehen hatte. Wobei das Tor auch irgendwie ein Zufallsprodukt war: Gygax war vorher am Ball und wurde bedrängt/stolperte über den Ball/rutschte aus und riss einen Gegenspieler um – und alle warteten auf einen Pfiff. Doch der kam nicht. Also schnappte sich Eigler den Ball, machte noch zwei Schritte – und als immer noch kein Pfiff ertönte, hat er genau von der Strafraumgrenze aus ins linke untere Eck geschossen.
    Die zweite gute Clubszene: Kurz nach der Halbzeit hatte Gygax eine große Chance (nach guter Vorarbeit von Charisteas) – aber kläglich vergeben. Ansonsten ein paar halbherzige und harmlose Schüsse.
    Der 2:1-Sieg von Augsburg ist verdient, weil der FCA deutlich mehr und größere Chancen hatte und Schäfer einige Male sein ganzes Können aufbieten musste.

    Was war mit den Neuen?
    Ottl: Spielte den Cheforganisator im Mittelfeld. Sehr abgeklärt, hat die Ruhe weg. Aber: kaum Impulse nach vorne. Ach ja: Was sein “besonderes” Verhältnis zu Nürnberg betrifft (kam hier im Blog ja auch schon oft zur Sprache): Nur er, Wolf und Mintal verabschiedeten sich nach Spielschluss von den Clubfans.

    Breno: Anfangs hat er mich überzeugt. Ruhig und sehr zweikampfstark. Was fehlt, ist die Idee zur Spieleröffnung: Lieber spielt er zehnmal quer zu Wolf und fünfmal zurück zu Schäfer, bevor er einen Ball in die Spitze schlägt. Der Elfmeter zum 2:1 ging auf seine Kappe. Es war Eckball für Augsburg und der Schiri ließ ihn zweimal nicht ausführen, weil Breno und ein Gegenspieler sich ein “Scharmützel” im Strafraum lieferten, als sie den Eckball erwarteten. Der Schiri zitierte beide Streithähne zu sich und sagte ihnen seine Meinung. Als der Eckball dann kam, habe ich wirklich nur auf Breno geschaut – und der Trottel hat doch echt erneut geklammert. Obwohl er doch wusste, dass der Schiri besonders ihn jetzt im Visier hatte. Verdienter Elfmeter.

    Was ist mir noch aufgefallen?
    Nordtveit: War in meinen Augen der schlechteste Clubspieler. Gefühlte 20 Mal ist er auf dem seifigen Boden ausgerutscht und dadurch seinen Gegenspielern immer hinterher gelaufen. Dabei dachte ich, dass Nordmänner mit winterlichen Bodenverhältnissen am besten zu Recht kommen müssten… Das Spiel lief an ihm völlig vorbei.

    Charisteas: Sehr aktiv im Sturm. Gewann viele Kopfballduelle und wirkte auch irgendwie spritziger als die anderen. Wartete aber vergebens auf vernüfntige Flanken von rechts (Diekmeier, Gygax) oder links (Pinola, Frantz).

    Abwehr: Mit Diekmeier, Wolf, Breno und Pinola wird man wohl auch nächste Woche auf Schalke spielen. Während Hecking heute in der 2. Halbzeit im Mittelfeld und im Sturm kräftig gewechselt hat, blieb die Abwehr bis zum Ende unverändert.

    Einwechslungen: Katastrophe. Kein einziger der eingewechselten Spieler konnte noch irgendetwas bewegen. (Anders bei Augsburg, da kam nochmal richtig Dampf rein.)

    Nicht eingewechselt wurden übrigens Broich, Mnari, Maroh und Bieler. Gerade bei Mnari etwas überraschend, wo es doch in den vergangenen Tagen in verschiedenen Medien immer hieß, dass er künftig die zweite “Sechs” neben Ottl spielen würde.

    Fazit:
    Auch dieses Spiel hat nicht dazu gedient, den Glauben an den Klassenerhalt zu verstärken. Im Gegenteil.

  • so siehts aus!! aber unsere ahnungslose vereinsführung hat leider keinen plan von fussball! wenn man trotz solcher leistungen aussagen wie “in der offensive haben wir keinen bedarf spieler zu verpflichten” macht ist das schon sehr erschreckend! wir haben in den letzten spielen nicht nur 12 tore bekommen sondern auch keines gemacht! wie ich schon sagte ottl und breno werden die tore net machen! 1:0 gegen duisburg durch nen strafstoss,1:0 gegen köln bei denen selbst die kacke am dampfen ist(übrigens durch verteidiger wolf) und jetzt 2:1 niederlage gegen augsburg mit nem zufallstor durch eigler!
    also freunde machen wir uns nichts vor denn viel hat sich nicht verbessert!und das wird auch nicht passieren solange man davon ausgeht das wir in der offensive keinen verpflichtungsbedarf haben! schade

  • @Töffi: Danke für Deinen ausführlichen Bericht, die Bewertung finde ich sehr interessant. Von Nordtveit liest man ja nur selten Überzeugendes – ich finde es problematisch, gerade im Abstiegskampf in seinen Reifungspozess zugunsten von Arsenal zu investieren…

    Generell scheint die Abwehr ja jetzt etwas stabilier zu sein. Das beste an den Testspielen ist: Es hat sich kein Spieler verletzt.

    Frage: Was ist eigentlich mit Broich? Hat er nicht genügend Qualität, ist er zu zurückhaltend oder steht er dauerhaft in Ungnade?

  • Vielen Dank für den Spielbericht, Töffi.

    Da kann man ja wohl nur hoffen, dass dieses Spiel die missglückte Generalprobe vor einer gelungenen Premiere war.

    Allerdings hat Schalke sein Testspiel gegen St. Pauli auch verloren…

  • belschanovDa kann man ja wohl nur hoffen, dass dieses Spiel die missglückte Generalprobe vor einer gelungenen Premiere war.Allerdings hat Schalke sein Testspiel gegen St. Pauli auch verloren…

    Eben. Nicht nur Schalke, auch Frankfurt (3:0 in Karlsruhe gegen den KSC) oder Dortmund (0:1 gegen Cottbus daheim) haben ihre Testspiele verloren. SAPheim hat ein 0:0 gegen die 60er daheim erreicht.
    Los, Köpfe hoch. Schlimmer als in der Vorrunde kann und darf es nicht werden!

  • Warum erwarten Clubfans immer herausragende Ergebnisse? Wie es scheint nützt auch eine verherend verlaufende Vorrunde nicht, dass das Anspruchsdenken in Nürnberg sinkt. Irgendwie leben die Fans des Ruhmreichen immer noch in den 1920er Jahren, Ihr Verein muss Spitzenfußball bieten, mindestens national, eigentlich international.

    Und klar ist, die Vereinsführung ist fußballerisch komplett unterbelichtet, die Trainer entweder zu bieder, zu unerfahren, oder wahlweise auch mal einfach dem “Franken” nicht vermittelbar, wie man es TvH vorwarf. Aber auch die Spieler sollten sich nicht zu früh freuen, zwar fordert man im Zweifelsfall zuerst einmal den Kopf des Trainers, wie jetzt wieder den von Oenning, aber spätestens danach sind die Spieler dran und ist einer mal in Ungnade gefallen, gibt es nur noch wenig Hoffnung für ihn auf eine neue Chance. Ausnahme der Spieler geht vom FCN weg, dann heult man dem, den man vorher verteufelt hat Krokodilstränen hinterher, siehe Reinhardt.

    Oh herrlich irrationale Clubwelt!

    Dass es finanzielle Zwänge gibt, nicht für den Clubfan, der fordert fröhlich internationale Klasse und Verstärkungen für jeden Mannschaftsteil. Wo die herkommen und wie die finanziert werden soll, da erwartet man von der Vereinsleitung endlich einmal echte Taten. Kan doch auch nicht so schwer sein finanzstarke Sponsoren für einen Verein aufzutun, der “GEFÜHLT” seit Jahren zur Creme de la Creme des internationalen Spitzenfußball zählt. Dann wird noch gerne die große Tradition bemüht und schon ist man überzeugt, dass im Pinzip die internationlaen Großkonzerne alle Schlange stehen müßten um dem Club ihr Geld zuzuschmeissen. Wenn man dann mal wieder merkt, dem ist nicht so, dann kann natürlich auch wieder nur die Vereinsleitung schuld sein, die das großartige Potential des Vereins nie wirklich zur Geltung bringen kann. Man nennt das glaube ich Größenwahn, wenn das Selbstbild von der Aussenwahrnehmung stark abweicht.

    Denn Tatsache ist, der Club ist ein Provinzverein, dessen Erfolge lange, lange zurück liegen. Der sicher immer noch ein gewisses Fanpotential in die Wagschale wefen kann, auch mangels direkter Konkurkurrenten im geografischen Umfeld. Aber der wenn man ehrlich ist einfach von der aktuellen wirtschaftlichen und sportlichen Spitze weit, weit entfernt ist. Und den Weg dorthin kann man nicht übernacht zurück schaffen, der Weg zurück kann nur durch zähe und beständige Arbeit über viele Jahre erreicht werden. Diese dauerhafte Arbeit scheint aber im Nürnberger Umfeld nur schwer möglich, jeder sportliche Rückschlag wird sofort genutzt alles in Frage zu stellen, dann muss der Trainer weg, irgendwann auch der sportliche Leiter und neue Leute sollen endlich die Erlösung bringen, am besten über Nacht und am besten schlicht ein Wunder vollbringen. Mit den Gegebenheiten will sich einfach keiner zufrieden geben.

    Die Gegebenheiten sehen so aus, dass der Verein wirtschaftlich nicht in der Lage ist dauerhaften Erstligafußball zu gewährleisten. Was also tun?

    Eine Möglichkeit wäre der auch von belschanov geforderte Scheich, damit wäre man kurzfristig in der Lage die Mannschaft sportlich so aufzurüsten, dass zumindest die dauerhafte Zugehörigkeit zur BuLi möglich wäre. Dass auch damit die Bäume nicht automatisch in den Himmel wachsen muss aktuell ManCity erleben. Wahrscheinlich wird am Ende aber die Finanzkraft, wenn sie dauerhaft eingesetzt werden kann zum sportlichen Erfolg führen. Allerdings gibt es da ein großes Problem in Deutschland, die 50+1 Regelung des DFBes. Wer ein paar hundert Millionen Euros investieren will, der will das im eigenen Haus tun, sprich das Sagen haben, was in Deutschland nicht möglich ist. Also ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Scheich kommt eher klein. Dazu kommt noch, dass die Refinanzierung bei den Fernsehgeldern in Deutschland auch deutlich schlechter als in England ist, sprich die Wahrscheinlichkeit eines Ertrags auf die Investition ist hier auch noch deutlich niedriger als in England. Der Scheich wird also nicht kommen.

    Leider hat man es in Nürnberg auch nicht geschafft einer Frau Schäffler klar zu machen, dass es deutlich spßiger ist seine Millionen mit dem FCN zu verpulvern als sich Conti ans Bein zu binden. Hier hat man wohl wirklich sträflich geschlafen, dass im nahen Umfeld jemand wohnt der einige 100 Mio zu verbrennen hat bzw. hatte, das hätte man in der Vereinsführung in Nürnberg erkennen müssen. Tja die Chance wird aber auch nicht so schnell wiederkommen.

    Aber es gäbe auch eine realistische Option für den Verein.

    Erst einmal die Realitäten akzeptieren, wir sind normalerweise zu stark für die zweite Liga aber auch latent zu schwach für die Erste. Durch Investitionen in die Spieler können wir das wohl nicht ändern. Aber wir können die Leistungsfähigkeit des Vereins im Ganzen verbessern. Sprich wir brauchen eine sportliche Idee von der Jugend bis zur ersten Mannschaft. Wir müssen es schaffen, dass die Berater junger Talente mit dem ersten/zweiten Gedanken an den FCN denken, wenn sie ihre Schützlinge im Profifussball plazieren wollen. Nur so haben wir die Chance, dass überdurchschnittliche Spieler zu uns kommen. Das war ja auch die Idee von Michael Oenning und diese Idee war richtig.

    Zu Beginn bedeutet das, dass man auch mal das Risiko gehen muss, dass man absteigt, die Alternative ist Risiko bei den Schulden zu gehen, was mittelfristig für den Verein viel gefährlicher ist.

    Man muss eine Spielidee und ein Image aufbauen, das darf ruhig auch weiterhin die Komponente Tradition aufweisen, muss aber auch einen Bereich haben, der in die Zukunft zeigt. Sprich wo soll der Verein in 15, 20, 50 Jahren stehen und dieses Stehen bedeutet nicht nur sportlich stehen sondern auch ideell.

    Aus dieser Idee heraus muss man dann den Verein entwickeln.

    Ich fürchte aber die Geduld hat hier keiner (mehr). Es wird lieber ad hoc und hau ruck gehandelt als überlegt. Und so wird irgendwann der letzte Glanz von diesem Verein verschwunden sein, er wird ein Verein wie viele andere und irgendwann wird auch keiner (außer natürlich die eigenen Fans) traurig sein, wenn der Verein nicht mehr in der ersten Liga spielt.

  • Irgendwie geht das Gewurstel weiter, durch den Abgang von Kluge hat man sich unterm Strich nicht wirklich groß für die Rückrunde verstärkt, vor allem wenn man das mal mit der Konkurrenz vergleicht. Bleibt zu hoffen, dass DH irgendwie aus dem vorhandenen etwas machen kann.

    Es war doch vor dem Kluge Tranfer klar, dass man in der Winterpause für das Geld keinen Leistungsträger irgendwo loseisen kann.

  • Und noch ein kleiner Kommentar zu Testspielen. Man sollte schon auch bedenken, dass in einem Spiel erste gegen zweite Liga, der Außenseiter immer motivierter hineingeht, siehe auch die Ergebnisse der anderen Bundeligisten. Es ist da nicht immer notwendig so zu tun als ob so eine Niederlage immer gleich der Offenbarungseid wäre.

    Richtig ist aber sicher wir werden auch in der Rückrunde nicht das Feld von hinten aufrollen. Der Relegationsplatz 16 wäre schon ein Erfolg, Platz 15 wäre realistisch betrachtet das Optimum. Was ja nicht heißt dass bei mehr als optimalem Lauf und viel Glück nicht auch eine höhere Platzierung drin ist. Fußball ist ja nicht Mathematik sondern ein Spiel, hat also auch eine irrationale Komponente, die mehr als das erwartebare möglich macht. Darauf setzen sollte man aber nicht und es zu erwarten wäre mehr als blauäugig, dazu für den Verein und die Mannschaft eher hinderlich, schließlich führt Überforderung meist zu negativen Ergebnissen.

    Deshalb hoffe ich, dass in der Rückrunde nicht die übliche fränkische Mentalität des “ich hobs imma scho gsachd, die häddn n Doni stadd n Breno von den Bauern holen sollen” zum tragen kommt. Sondern dass man von der Mannschaft das erwartet was sie erreichen kann. Dass nicht bei zwei drei Niederlagen hintereinander gleich alles verkehrt ist/war, dass die Fans die Mannschaft und den Verein unterstützen, dass man mal versucht einen Spieler der schwach ist aufzubauen als ihn endgültig fertig zu machen.

    Natürlich darf und soll man auch schimpfen, wenn die Ergebnisse nicht stimmen, wenn man den Eindruck hat, die Mannschaft gibt nicht ihr Bestes, aber zu allererst sollten wir Clubberer zusammenstehen. Die Aussage “Wir sind der Club” gilt es insbesondere bei Niederlagen zu leben, im Erfolgsfall sind sowieso alle dabei und “mitverantwortlich”!

  • Das Club Managment hat die Winterpause schon beeindruckend genutzt. Die Schlechten behalten und die(den) Guten verkauft! Ok dazu zwei Leihspieler, die sich weng für die Bayern Bank warmspielen können. Aber wenn es das sein soll, wie man sich gegen einen Abstieg stemmt, dann Gute Nacht!

    Wenigstens ist Hecking ein erfahrener Zweitligatrainer.

  • Juwe: Das Club Managment hat die Winterpause schon beeindruckend genutzt. Die Schlechten behalten und die(den) Guten verkauft!

    So sehe ich das auch!

  • @ Armin:
    Danke für deine guten Kommentare zur Lage unseres Clubs.
    Du bist ein wahrer Clubfan und auch einer der weiß was sache beim Club ist.
    Ich bin seit ca. 35 Jahren Clubfan und seit einigen Jahren auch Mitglied bei unsern Club.
    Den Kopf eines Trainers oder Managers beim Club hab ich auch noch nie gefordert.
    Ich bin eher der Meinung das der Trainer beim Club einen der undankbarsten Jobs inne hat.
    Ob es ein Trainer ist der ein Konzept hat (MOe) oder einer der halt mal gerade beim Club reingestolpert ist (DH), zu beneiden um den Job ist wirklich keiner.
    Ich halte auch weiter Martin Bader für einen guten Manager, bei den finanziellen Möglichkeiten die wir haben, finde ich, macht er das beste daraus.
    Klar auch ein MaBa macht mal nen Fehler, wenn ich nur an den Deal mit Harry Charisteas denke, und den hochdotierten langfristigen Vertrag den man ihn damals gegeben hat.
    Ich glaube aber auch das ihm so ein Fehler in Zukunft nicht mehr passieren wird.
    Wenn ich hier und vor allem in der Abendzeitung die Kommentare mancher Fans lese, frage ich mich auch ob manche unter Realitätsverlust oder Größenwahn leiden.
    Wahrscheinlich immer noch geblendet vom Pokalsieg 2007, und den gelungenen Relegationsspielen gegen eine auseinanderfallende Cottbuser Mannschaft, will man einfach nicht wahr haben das wir mal wieder auf einem Abstiegsplatz stehen.
    Das keiner mehr die Geduld hat ein angefangenes Konzept mal durchzuziehen und auch gemeinsam hinter dem Konzept zu stehen, kommt erschwerend hinzu.
    So bleiben wir eben das was wir sind, eine Fahrstuhlmannschaft, für die 2. Liga zu stark und für die 1. zu schwach.
    Ich werde jedenfalls meinem Club weiterhin die Treue halten, wie heißt es doch so schön:
    Der Club is a Depp, aber ich mog na trotzdem.

  • Wenn man anspruchslos ist, dann macht es der MaBa nicht schlecht, aber dann bleiben wir auch immer was wir sind, eine Fahrstuhlmannschaft, die in der Belle Etage immer willkommen ist als Aufbaugegner.

    Er macht das schon alles geschmeidig, wenn er nur sportlich so viel Kompetenz hätte wie darin sich selbst geschickt zu verkaufen.

    Noch nichtmal 2007 als eigentlich niemand kapiert hat, warum man im Vorjahr knapp dem Abstieg entronnen ist und auf einmal im Uefa Cup landet und Pokalsieger wird, da waren er und alle anderen selbst am meisten überrascht.

    Aber nichtmal das konnte er als Sprungbrett nutzen den FCN weiter oben zu etablieren im Mittelfeld, dafür wieder ruckzuck alles völlig an die Wand gefahren mit historischem Tiefpunkt. Es gehen dann ja immer die Trainer. Er ist zwar immer mit dabei, übernimmt hinterher aber nie die Verantwortung.

    Ein Einäugiger unter den Blinden, sicher gibt es noch schlechtere, aber wie gesagt, wenn das der Anspruch sein sollte…meiner wäre es nicht!
    Und jetzt mal wieder den Trainer ausgewechselt, den besten Spieler verkauft! und zwei Leihspieler für ein paar Monate organisiert, man braucht sich dann am Saisonende nicht lange fragen, was wohl schief gegangen ist, wenn wir dann wieder einen `Neuaufbau`starten, den gefühlt 500.ten…

  • Man sollte sich mal die „Bauern“ als Beispiel nehmen. Die waren auch in einer echt schlechten Situation (Schulden,…) als Uli Hoeness das Ruder übernommen hat. Da sieht man was eine richtige Person mit wirtschaftlichen und sportlichen Sachverstand alles bewegen kann. Ich rede nicht davon so erfolgreich wie die Bayern zu werden, aber eine Mannschaft dauerhaft in der Bundesliga zu etablieren…

    Auf den gefühlten 500sten Neuaufbau hab ich auch keine Lust mehr. Weil der 501ste bald darauf folgen wird…

    • Man sollte sich mal die „Bauern“ als Beispiel nehmen. Die waren auch in einer echt schlechten Situation (Schulden,…) als Uli Hoeness das Ruder übernommen hat.

      Bei allem Respekt vor den Leistungen des Uli H., aber das Faß sollte man da jetzt gerade nicht aufmachen. Dass der Aufstieg der Bayern auch auf Kosten des Clubs ging (Stichwort: bay. Staatshilfe Olympiastadion) ist ja unvergessen …

  • Schon klar. Wollte nur aufzeigen das ein richtiger Manager auch beim FCN etwas bewegen könnte!

  • @Tobi
    Ich will doch gar nicht bestreiten, dass ein “guter” Manager etwas bewirken kann, man muss ihm aber auch die Zeit geben und darf nicht nach jedem Rückschlag, den es im Sport einfach immer wieder gibt (siehe aktuell die Bayern, seit über einem Jahr nicht mehr auf Platz 1 und das bei deutlich überlegener Wirtschaftskraft und den teuersten Spielern der Liga!), sofort reflexartig nach dem Kopf des Managers rufen. Aus meiner Sicht übrigens auch nicht nach dem Kopf des Trainers.

    Immerhin Bader hat eine sehr gute Ausbildung und ist bei D. Hoeneß in die Lehre gegangen, nicht die schlechtesten Voraussetzungen. Und bis zum Pokalsieg hatte er auch das nötige Glück zum Können.

    @Juwe
    Bader hat nach dem Pokalsieg Charisteas als Ersatz für Schroth geholt, nach Einschätzung der meisten Experten durchaus ein adäquater Ersatz, dass dieser teuer war liegt in der Natur der Sache, Stürmer sind einfach teuer, siehe Kuranyi bei den Schalkern, siehe Petric und Berg bei Hamburg, siehe Gomez bei den Bayern um mal ganz andere Namen aufzurufen.

    Dazu hat man für das Mittelfeld Kluge und Misimovic geholt, ich kann da keinen Fehler erkennen. Dass man Schäfer nicht adäquat ersetzen konnte war eigentlich zu erwarten, dass Blazek so schlecht, bzw. eher mittelmäßig sein würde konnte man aber auch nicht vorher wissen. Dazu kam aber auch wieder das alte Club-Fan-Problem, Charisteas und Blazek waren ganz schnell unten durch bei den Fans, statt ihnen zu helfen hatte man fast den Eindruck, die Fans wollten diese beiden förmlich vom Hof jagen. Auch hier klafften mal wieder Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander. Nach dem Pokalsieg und damit der Teilnahme im UEFA-Cup dachten viele jetzt ist der Club endgültig bei den arrivierten der Liga dabei. Dass ein solcher Erfolg für einen “kleinen Verein” wie es der Club nun mal heute ist auch große Gefahren birgt, wollte doch keiner sehen. Vielleicht wurde das von der Geschäftsleitung auch etwas unterschätzt?

    Denn viele Spieler des Clubs hatten doch nie mit einem Titel gerechnet, jetzt hatten sie ihn gewonnen und damit mag sich der eine oder andere überschätzt haben. Dazu kam sicher auch, dass die Neuen erst einmal skeptisch betrachtet wurden, immerhin nahmen diese “gestandenen Pokalsiegern” die Plätze im Team weg, keine einfache Situation.

    Man mag einmal nach Stuttgart nach der Meisterschaft schauen oder nach Bochum als diese den Europapokal erreicht hatten, auch dort folgte der Absturz.

    Das ist also beileibe kein Phänomen, das allein den Club betrifft, nach dem Motto “der Club is a Debb”. Einen Satz den ich sowieso nicht mehr hören kann ist er doch eine Mischung aus typisch fränkischem Minderwertigkeitsgefühl gepaart mit einer Hybris im Versagen, sprich, wenn man schon nicht wirklich erfolgreich ist, dann will man wenigstens im Scheitern großartig sein. Nein, dieser Verein ist eben nicht soviel anders als andere, wir sollten nicht denken, dass wir etwas besonderes wären. Sicher wir waren das einmal und sicher können wir auch immer noch mit einem gewissen Stolz auf die Zeit schauen als die besten Fußballer Deutschlands aus Nürnberg kamen. Heute sind wir ein normaler Verein mit normalen Sorgen, sportlich wie wirtschaftlich. Was ja nichts an unserer Zuneigung als Fans zu diesem Verein verändert.

    Dann die Fehler nach dem Abstieg, sicher hätte man erkennen können, dass die Probleme tiefer liegen als in einem “Betriebsunfall”, dass dieser Abstieg nicht nur eine Verkettung von unglücklichen Umständen war. Sprich man hätte gleich auf die sogenannten Stützen verzichten sollen. Sprich Mintal raus, Pinola raus, Engelhardt raus, Vittek und Saenko weg und so weiter um dann mit neuen Leuten, jungen und auch dem einen oder anderen erfahrenen Spieler eine neue Mannschaft aufzubauen, die vielleicht gleich aber vielleicht auch erst nach zwei Jahren den Wiederaufstieg schafft.

    Aber für einen solchen Weg hatte man weder den richtigen Trainer, von Heesen wollte sofort wieder zurück, aber auch nicht die richtigen Fans, Aktionen wie Pinola muss bleiben zeigten das doch mehr als deutlich.

    Sicher vielleicht hätte Bader bei dem einen oder anderen Spieler einfach die Gehälter an die Presee weitergeben sollen, dann hätte sich das Bild, das die Fans von den Spielern hatten vielleicht schon in der Abstiegssaison geändert, aber das ist eben nicht seine Art. Ich bin froh, dass Bader zumindest versucht immer anständig zu handeln.

    Dass nach dem Pokalsieg einige Verträge auch zu deutlich höheren Konditionen verlängert werden mussten liegt halt auch in der Natur der Sache, ein Profi der Pokalsieger ist kostet eben mehr als einer ohne Titel, dabei ist es ganz egal ob der Spieler den Titel mit dem eigenen Verein geholt hat oder ob man einen solchen von außen neu dazuholt.

    Übrigens, Juwe, in meinem ganzen obigen Artij´kel steht nichts davon, dass ich den jetzigen Zustand als Fahrstuhlmannschaft nicht verändren will, nur man muss sich erst einmal nüchtern klar machen wo man steht und was machbar ist bevor man Ansprüche stellt.

    Natürlich kann man schreiben, wir brauchen vier, fünf neue Spieler mit gehobenem Bundesligaformat und diese Spieler dürfen nicht geliehen sein, sondern müssen gekauft werden, weil sonst am Ende der Saison die Mannschaft gleich wieder auseinanderfällt. Dann darf man aber auf der anderen Seite nicht auch darüber jammern, dass der Verein Schulden macht, denn um solche Spieler zu verpflichten müsste der Verein richtig ins finanzielle Risiko gehen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, dass man am Ende keine Lizenz mehr hat, bzw. dass Staat und Stadt für den Verein aufkommen müssen, wie es in Frankfurt war, wie es jetzt auf Schalke ist, wie es bei vielen anderen Vereinen auch passiert ist. ich für meinen Teil will so etwas nicht.

    Ich will einen sauberen Aufbau von unten, ich will eine gute Jugendarbeit, da sind wir auf einem guten Weg. Ich will eine zweite Mannschaft die jungen Talenten eine Perspektive bietet, auch hier gibt es einen deutlichen Aufwärtstrend, beide Punkte können durch das neue Leistungszentrum verstetigt werden. Und ich denke das sollte auch so gemacht werden. Zugunsten dieser Entwicklung verzichte ich auch gerne auf die letzte Verstärkung für die erste Mannschaft. Weil Verstärkungen nur für die erste Mannschaft ohne Basis, Fundament in der Jugend immer nur ein Strohfeuer sein wird. Das haben wir doch oft genug erlebt.

    Erst wenn diese Hausaufgaben gemacht sind, dann kann man Geld für die erste Mannschaft in die Hand nehmen.

    Sonst stehen wir in einem oder zwei Jahren wieder am gelichen Punkt wie jetzt, hinten in der Tabelle, nur dass dann der finanzielle Spielraum noch enger geworden ist als er jetzt schon ist.

    Deshalb halte ich wenig davon unrealistische Forderung an eine Verstärkung der ersten Mannschaft zu stellen, deshalb halte ich nichts davon Bader polemisch Totalversagen vorzuwerfen.

  • @Juwe:

    Dass der Club 2008 abgestiegen ist, lag m.E. nicht an Bader, sondern an der Selbstüberschätzung der Spieler. Die dachten, dass in der Bundesliga alles von alleine geht, wenn man Pokalsieger ist. Als sich dann abzeichnete, dass Abstiegskampf pur angesagt ist (was übrigens bereits nach vier, fünf Spieltagen klar erkennbar war), hatten sie nicht den Mumm, den Abstiegskampf anzunehmen. Es schien fast so, als seien sie sich zu schade dafür.

    Auch die gegenwärtige jämmerliche Tabellensituation geht in erster Linie auf das Konto der Spieler. Bader und Oenning setzten Vertrauen in die Aufstiegsmannschaft. Es blieb ihnen mangels Scheich nichts anderes übrig, da muss man das, was Armin sagt, eben auch mal zur Kenntnis nehmen…

    Es gefällt mir nicht, dass von einigen immer wieder Bader als Verantwortlicher für die sportliche Krise angeklagt wird. Wer das tut, liefert eine Alibi-Erklärung für das Versagen der Mannschaft. Für mich stehen in erster Linie die Spieler in der Kritik. Eine Mannschaft, die sich dreimal in Folge mit 0:4, 0:4 und 0:3 abschlachten lässt, hat keinen Charakter. Da sollte man nicht über den Manager diskutieren.

  • Diskutieren läßt sich in der Fülle der Personalien seit MB am Werk ist natürlich vieles und es war auch richtiges dabei, aber in letzter Konsequenz unter dem Strich kam sehr viel massiver Mißerfolg heraus. Bei Charisteas habe ich mich in der allerersten Sekunde schon gefragt, warum denn den, der sich noch nirgends dauerhaft als Stürmer etabliert hat und nie das Herz und Integrationskraft eines niedriger eingeschätzten Schroth besitzt.

    Dann behaupte ich zb unter Uli Hoeneß ok hypothetisch, hätte ein Blazek keine 5 Spiele am Stück gemacht und man hätte diese Personalie schnellstens korrigiert, und bevor wieder das Argument Geld kommt, man wäre selbst mit einem Klewer über die komplette Saison gesehen im Tor besser gefahren. Es fehlt einfach die Konsequenz sportlich und dafür ist ein Manager und Sportdirektor da, als Backup mit dem Trainer sportliches Know How einzubringen und durchzusetzen wie zb. ein Rudi Völler in Leverkusen, Klaus Allofs in Bremen usw. Was sportliche Kompetenz und Konsequenz mit Handlungsmacht bewirkt zeigt doch ein Felix Magath ganz egal wohin er kommt und auf welch desaströse Strukturen er auch immer trifft. Er ordnet diese und sie beginnen neu zu funktionieren.

    Schalke will jetzt auf seiner Einkaufstour noch Verteidiger Hoogland von Mainz wieder zurück holen, die Mainzer können sagen, NEIN er hat noch Vertrag, dann im Sommer eben und ohne Ablöse, weil sie um die sportliche! Notwendigkeit wissen und konsequent danach handeln, was der FCN in der Winterpause fabriziert hat operativ ist eine Mischung aus einem Schuss ins eigene Knie (Kluge) und `”schau mer mal” von der Fehleinschätzung des Kaders vor der Saison ganz zu schweigen…man sieht die gleichen Fehler einfach immer und immer wieder. Ich glaube es gab kaum einen Experten deutschlandweit der nicht darauf hingewiesen hat.

    Sportliche Kompetenz mit Handlungsspielraum und es würde in den Strukturen durchgängig nach unten vieles anders und hoffentlich besser laufen. MB findet immer und immer wieder geschmeidige Erklärungen warum etwas nicht läuft, mich interessieren aber nicht 10 Gründe warum etwas nicht geht, sondern nur 1 warum und das etwas geht. DH ist keine schlechte Wahl hinter der ich auch voll stehe, aber er wird keine Wunder tun können nach dieser Hinrunde und den Maßnahmen in der Winterpause.

  • belschanov: Es gefällt mir nicht, dass von einigen immer wieder Bader als Verantwortlicher für die sportliche Krise angeklagt wird. Wer das tut, liefert eine Alibi-Erklärung für das Versagen der Mannschaft.

    Armin: Deshalb halte ich wenig davon unrealistische Forderung an eine Verstärkung der ersten Mannschaft zu stellen, deshalb halte ich nichts davon Bader polemisch Totalversagen vorzuwerfen.

    Da kann ich auch unterschreiben und stimme Armin im allgemeinen weitestgehend zu. Leider wird die in der Führung durchaus vorhandene Weitsicht aber immer wieder durch unrealistische Tagträumereien von außen torpediert.

    Juwe: Dann behaupte ich zb unter Uli Hoeneß ok hypothetisch, hätte ein Blazek keine 5 Spiele am Stück gemacht und man hätte diese Personalie schnellstens korrigiert, und bevor wieder das Argument Geld kommt

    Das ist doch mal ein schöner Aufhänger, der zeigt, wie unsinnig es ist, den Misserfolg ausgerechnet an MB festzumachen:

    Glaubst Du, MB hätte den massiv beratungsresistenten HM überzeugen sollen, seinen ausgesprochenen Wunschtorhüter so früh vom Hof zu jagen? Glaubst Du, ein Uli H hätte das gemacht, bzw. gekonnt ohne mit HM zu brechen?

    Überhaupt, sagen wir mal, Harry ist ein 2,5 Mio teurer Fehlgriff von MB (eigentlich aber von HM, aber der hatte ja intern nichts zu sagen 😉 ). Was ist dann Carlos Alberto in Bremen (8 Mio) oder Breno in München, der für 12 Mio geholt wurde, praktisch nie gespielt hat und jetzt unter Zuzahlung (!) an einen aktuellen Abstiegskandidaten (sorry, eigentlich hab ich noch Hoffnung) “verramscht” wurde? Sind diese Manager dann nicht noch viel unfähiger?

    Trotzdem würde wohl keiner auf die Idee kommen, Allofs oder Uli H. Unfähigkeit vorzuwerfen. Aber MB darf sich natürlich keine Fehlgriffe leisten, der hat ja keine Ahnung von Fußball….

    Schwachsinn!

    Vielleicht macht ja mal jemand eine Aufstellung über gute und schlecht Verpflichtungen der Manager, einschließlich einer fiktiven Gewinn-/Verlust-Bilanz. Ich bin sicher, da würde MB nicht schlecht abschneiden, vor allem, wenn man die verfügbaren finanziellen Mittel berücksichtigt.

    Ich für meinen Teil bin jedenfalls massiv genervt von dem Ständigen Bader-Raus gequatsche.

  • Mach dir keine Sorgen, der FCN hat gar kein Geld um MB vorzeitig loszuwerden, er hat sich/wurde schon gut mit Macht und Verträgen ausgestattet. Trotzdem es ist für mich eine der Hauptursachen.

    Wenn man insgesammt Erfolg hat, dann schlägt auch ein Fehlgriff nicht so sehr zu Buche, die natürlich vorkommen können. Deine angeführten Beispiele zum Vergleich, diese Leute/Verantwortlichen haben aber unter dem Strich Erfolg und können es faktisch besser.

    und ich bin ebenso genervt, aber von den vorhersehbaren Entwicklung beim FCN und den Ursachen.

    Ende der Saison brauchen wir dann wieder eine brandneue Philosophie für den Neuaufbau…

  • Juwe: Deine angeführten Beispiele zum Vergleich, diese Leute/Verantwortlichen haben aber unter dem Strich Erfolg und können es faktisch besser.

    Klar, ist ja auch keine Kunst, wenn man jede Saison zig Millionen zum Verzocken bereit gestellt bekommt.

    @ Alexander Hoppla, sollte ich mich da vergriffen haben 😉 Ich bin zerknirscht! Aber letztlich meine ich ja das Argument und niemanden persönlich….

  • Alexander | Clubfans United: Wenn der Optimist schon zu solch ungewohnt emotional erklärbaren, aber doch etwas tief angesetzten Äußerungen greift, wird Zeit, dass die Winterpause vorbei ist…

    Geh nicht so hart ins Gericht mit unserem Optimisten, zumal doch ein altes Fußballer-Erfolgsrezept lautet: Tief spielen, hoch gewinnen! 😉
    Ansonsten reagiert er ja bloß auf unseren Cato den Älteren mit seinem “Ceterum censeo Baderinem vom Hof gejagt werdam!”. Inzwischen müsste es ja eigentlich jeder geschnallt haben, wer an allem und jedem beim Club schuld ist. (wobei man schon mal darüber diskutieren könnte, ob es eigentlich Aufgabe eines Managers sein kann, wie hier offenbar gefordert, ins Sportliche permanent einzugreifen. Ich erinnere mich, dass zu HMs Zeiten hier gefordert wurde, Bader solle sportlich die Schnauze halten und sich lediglich um die wirtschaftliche Seite der Deals kümmern, die der dafür Kompetente wünschte. War wohl Geschwätz von gestern ;-))

  • Optimist: Klar, ist ja auch keine Kunst, wenn man jede Saison zig Millionen zum Verzocken bereit gestellt bekommt.

    Ich glaube das fällt unter den Irrglauben, Geld regnet es hier und da vom Himmel oder der weiße Ritter kommt und stattet den FCN mal eben komfortabel finanziell aus.

    Geld kommt von guter Arbeit und nicht umgekehrt!
    Viel Geld folglich von sehr guter Arbeit, aber das gelingt beim FCN mangels sportlicher Kompetenz schon seit Jahren nicht.

  • meiomeiomei….eds lossd hald di volgschüler a nuerweng miedlesn…. 🙂

  • belschanov: Wenn schon, dann richtig:
    Ceterum censeo Badrem esse pellendum.

    Neid, Neid, Neid!!! Da kann’s einer noch. Gratias ago. Für mich dagegen gilt leider und (nun allen)offenbar: Sic tacuissem philosophus mansissem. 😉

  • Hörnla: Ich erinnere mich, dass zu HMs Zeiten hier gefordert wurde, Bader solle sportlich die Schnauze halten und sich lediglich um die wirtschaftliche Seite der Deals kümmern, die der dafür Kompetente wünschte. War wohl Geschwätz von gestern

    …jetzt, wo Du es sagst, erinnere ich mich auch wieder. Ansonsten schönen Dank für den Beistand 😉

    Ich bin allerdings kurz vor der Kapitulation bzw. der Einstellung des aktiven Widerstandes (denn die Seiten wechseln werde ich sicher nicht) ob der offenkundigen Argumentationsinkompatibilität so mancher, die sehr an die legendäre Beratungsresistenz erinnert. Wieviele Schulden wurden unter MB abgebaut und sogar ein Titel geholt? Auch das läuft unter Geld erarbeiten, denn auch die Schulden hat nicht der weiße Ritter bezahlt, sondern unsere “ahnungslose Vereinsführung”. Ich weiß nicht, wo wir jetzt unter einem angeblich “sportlich kompetenten” Manager stehen würden (und will es auch nicht).

  • Optimist: Ich weiß nicht, wo wir jetzt unter einem angeblich “sportlich kompetenten” Manager stehen würden

    Ich weiß es aber: schau Dir mal den Platz der Hertha an!! 🙂
    (ich vergaß: 33 Mio Schulden oder so kommen noch dazu)

  • Ich habe gerade den Artikel bei Bild gelesen mit der Überschrift: “Was passiert mit Mintal?
    – Kein Platz im Hecking-System.”

    Da ist natürlich etwas dran, dass mit Heckings Doppel-6 Aufstellung Mintals Position hinter den Spitzen geopfert wird. Will Hecking also Mintal loswerden? Will man einen Torschützenkönig verkaufen? Es gibt ja bei Hecking keinen Bedarf mehr für ihn. Bin mal gespannt, wer dann die Tore beim Club schiessen soll!
    Ich finde dieses Opfer zu gross!
    Da würde ich lieber doch mit einem anderen System spielen, in dem auch Mintal seine Position hat, in der er Tore für den Club schiessen kann.

  • Ich ein echter Mintal-Fan. Aber nach seiner Leistung in der Hinrunde würde Ich wegen Ihm niemals die Taktik ändern. Was ich mir aber vorstellen könnte wäre nur mit einer Spitze und dafür einen offensiven Mittelfeldspieler zu spielen. Aber die Doppel-6 darf nicht aufgehoben werden!

  • Hallo Juwe
    Ich fürchte wir werden uns nie einigen, da können wir noch viele Male Gedanken austauschen. Ich komme mir schon fast wie der Generalverteidiger von MaBa vor, dabei will ich der gar nicht sein. Ich sehe ja auch, dass Bader nicht alles richtig macht und würde auch gern mal darüber schreiben, was man verbessern kann, nur komme ich kaum dazu, weil ich einfach dieses “weg mit den Menschen” dann wird alles besser einfach nicht mag und mich so gut es geht dagegen wehren will.

    Natürlich, wenn Bader ein kompetenzloser Hasardeur wäre, dann bliebe nichts anderes übrig als ihn vom Hof zu jagen, nur leider überzeugen mich Deine Beispiele, dass dies so sei nicht. Beispiel Charisteas, Schroth war zu diesem Zeitpunkt schon recht alt und verletzungsanfällig, was sich kurz nach dem Wechsel zu den 60ern ja auch bestätigte. Hätte man diesem Spieler noch einen teuren, mehrjährigen Vertrag geben sollen? Ich denke nein, natürlich die Hamburger hatten am Anfang Glück mit Ze Roberto, aber jetzt sieht es fast schon wieder eher so aus als ob Hoeneß recht hatte diesem Spieler keinen langfristigen Vertrag mehr zu geben. Es mag ein paar wenige Spieler geben, die auch mit 33/34 Jahren noch Topleistungen bringen und über eine Saison ohne große Verletzungen kommen, aber die Wahrscheinlichkeit ist eben nicht groß, also kann die Schlussfolgerung nur sein, keine langfristigen Verträge mehr. Wenn ein Spieler dann noch lieber in die zweite Liga geht als erstklassig zu spielen, dann sollte man ihn ziehen lassen.

    Also musste Ersatz her, ein ausgesprochener Fußballfachmann, immerhin Pokalsiegertrainer und auch sonst auf seinen Stationen nicht ohne Erfolg hat Charisteas als Ersatz gefordert, nämlich Hans Meyer. Denn zu der Zeit von HM hat Bader hauptsächlich die Forderungen von HM verwirklicht, kaum eigene Spieler eingekauft. Im Prinzip auch kein Fehler, nur der kleine Clubfan sieht 2,5 MIO Ablöse, relativ hohes Gehalt, das muss ein Weltklassestürmer sein, dass diese heute eher das 10fache an Ablöse kosten und auch das 5fache an Gehalt, das erkennt der Fan hier nicht. Nun kam auch noch Pech dazu, eine Mannschaft die gerade einen Titel gewonnen hat mit dem kein Spieler wirklich gerechnet hat und schwupps ging man auch gleich in die Überschätzungsfalle. Ich war nach dem Pokalsieg am ersten Spieltag im Stadion, die uphorie war immer noch riesengroß, irgendwie dachte jeder dieses Jahr geht es in Richtung der ersten 5 Plätze, Pokalsiegermannschaft Kluge + Misimovic + Charisteas, Schäfer durch einen international erfahrenen Keeper ersetzt, was soll da schief gehen.

    Tja aber wie ich schon oben erwähnt habe, gerade Mannschaften die nicht unbedingt mit einem Titel rechnen, die tun sich danach schwer 100% zu geben, sei es Überheblichkeit, Selbstüberschätzung, was auch immer, man bringt oft nicht die optimale Leistung, siehe Dortmund nach der Meisterschaft 2002, siehe Stuttgart nach der Meisterschaft, oder auch jetzt nach dem Einzug in die CL.

    Und genauso kam es nun auch beim Club, Selbstüberschätzung plus ungewohnte Anforderung mit den internationalen Spielen in der Mitte der Woche, dazu der Konflikt Mintal-Misimovic, der aus meiner Sicht lang unterschätzt wurde, tja am Ende stand der Abstieg.

    Kann man da Bader einen Vorwurf machen? Ich denke nein, vielleicht maximal den, dass er HM nicht gehalten hat, wobei ich ziemlich fest davon überzeugt bin, dass da den letzten Ausschlag ARO gab. Der in seiner Zeit beim lub immer so gehandelt hat, wird es brenzlig geht der Trainer.

    Übrigens auch, dass die damals ausgehandelten Verträge realtiv teuer waren ist nicht so ungewöhnlich, die Liga stand damals vor einem hohen Abschluss beim TV, der deutlich mehr Exklusivität fürs Pay-TV vorsah, nur leider kam da das Kartellamt dazwischen. Was absolut nicht so vorhersehbar war. Viele finanzielle Probleme auch anderer Vereine, z.B. Hertha, Schalke zeugen davon. Dass nun bei uns auch noch der Abstieg dazu kam hat das ganze natürlich noch schlimmer gemacht. Trotzdem vorhersehbar war das nicht.

    Nun die Episode TvH ging komplett schief, aber auch da kamen die meisten Transfers auf ausdrücklichen Wunsch des Trainers zustande, auch ein sportlicher Fachmann, seine Arbeitsbilanz davor bei Bielefeld war doch wirklich stark, sowohl als Manager als auch als Trainer. Hätte man da wirklich erwarten können, dass dies beim Club so anders sein wird? Ich denke nein.

    Dann die Entscheidung für Oenning, ein Trainer der den Aufstieg geschafft hat und gleichzeitig neue, junge Leute integriert hat, die den Wert der Mannschaft deutlich nach oben getrieben haben, man nenne hier nur mal Diekmeier. Aber auch ein Gygax hat schon gezeigt, dass er es kann, warum er es nicht konstant zeigt, keine Ahnung? Aber auch Leute wie Risse, Frantz, Bunjaku, Boakye sehe ich nicht als schlechte Transfers.

    Also warum sollte Bader gehen und wer sollte bessere Arbeit leisten, vergleiche mit Allofs und Hoeneß halte ich nicht wirklich für zielführend, die spielen in einer anderen Liga und die Mannschaften spielten auch schon vor 10 Jahren in einer anderen Liga, Allofs z.B. konnte auf die Arbeit von Lemke zurückgreifen, hatte dazu einen gut funktionierenden Vorstand, einen Verein der absolut professionell aufgestellt ist. Das hat Bader nicht.

    Selbst einen Michael Meier von Köln kann man schlecht als Vergleichmaßstab nehmen, denn auch der hat einen deutlich größeren finanziellen Spielraum und das auch nicht weil er sportlich so erfolgreich wäre, wie Du Juwe geschrieben hast (Geld kommt durch gute Arbeit war Dein Argument), nein es gibt in Köln einfach ein anderes wirtschaftliches Umfeld. Da gibt es dann halt auch mal Leute die einen Podolski-Transfer stemmen, in Nürnberg undenkbar.

    Auch Hannover hat viel mehr Potential, mit Conti und TUI zwei Dax-Konzerne (zumindest bis zum Scheffler-Deal), dazu Landeshauptstadt.

    Natürlich kannst Du nun wieder einwänden, das sind alles nur Ausreden, ein guter Manager schafft sich eben sein gutes Umfeld, aber echte Argumente wo Bader wirklich schlecht gearbeitet hat, die finde ich bei Dir auch nicht.

    Letztes Gegenbeispiel, Deine Argumentation zu Blazek, Hoeneß hat Rensing fast ein halbes Jahr spielen lassen und nicht nur gestützt sondern massiv gefordert, ein Torwart, der keinen Deut besser als Blazek ist.

  • Hecking geht das ganze schon richtig an. Die Mannschaft muss endlich stabil werden und da finde ich ein Doppel-Sechs-System gar nicht verkehrt, noch dazu mit Ottl + neuer Spieler. Mintal war in letzter Zeit keine große Stütze und läuft seiner Form genauso wie der Rest hinterher. Ein Mintal der als Joker noch mal 20 Minuten Vollgas geben kann wäre mir derzeit lieber als auf ihn das ganze System aufzubauen.

  • @Clubfan und Tobi

    Ich habe Mintal in seiner guten Zeit immer gern gesehen, allerdings habe ich bei ihm menschlich schon länger ein Problem, er war eine der treibenden Kräfte gegen TvH und er hat auch jetzt gegen Oenning gearbeitet. Er ist für mich ein klassischer Egoist, der wenn es gut läuft eine echte Bereicherung für eine Mannschaft ist, der aber bei Problemen erst mal die eigenen Notwendigkeiten sieht. Dazu kommt, dass er schon seid langem sportlich nicht mehr das bringt, was notwendig wäre, auch angesichts seines hohen Einkommens beim Club, er ist immerhin einer der Topverdiener. Selbst die 16 Tore der letzten Spielzeit überzeugen mich nicht von seiner Notwendigkeit, denn in der Hinserie war er grottenschlecht und in der Rückrunde war er zwar wieder treffsicherer, aber doch auch nicht wirklich gut.

    Dazu sehe ich unser Stürmerproblem auch wesentlich in der Personalie Mintal bedingt. Stürmer müssen bei uns viel Defensivarbeit leisten, weil Mintal diese eher nicht bringt, dazu fehlt den Stürmern oft der Zuspieler, denn obwohl er der offensive Mittelfeldspieler ist ist er eher nicht der Passgeber.

    Mit Schroth hat das gepasst, der war ein Arbeitstier, Angriffen gegen uns kam er fast immer mit zurück, war dann bei eigenem Ballbesitz die vordere Anspielstation und hat Mintal auch noch die Räume am Strafraum geschaffen. So hat er zwar selbst auch nicht oft getroffen, aber in Kombination mit Mintal war das gut. Aber das Spiel muss schon extrem auf Marek zugespitzt sein, man ist damit auch ausrechenbar.

    Ganz ehrlich, ich würde zu Marek danke für die schöne Zeit sagen und ihm dann nahelegen, dass er noch mal woanders hingehen sollte. Ich halte unser Spiel ohne ihn für erfolgversprechender.

  • kurdt: Ein Mintal der als Joker noch mal 20 Minuten Vollgas geben kann wäre mir derzeit lieber als auf ihn das ganze System aufzubauen.

    So sehe ich das auch. Ihn ganz wegzuschicken wirkt ein wenig undankbar, aber als Stammspieler sehe ich ihn auch nicht mehr. Er hätte nur einen Platz als hängende Spitze, wenn mit nur einem Stürmer gespielt wird, aber auch da bevorzuge ich einen spielstärkeren, schnelleren und aktiveren Typ. Bei Rückstand einen 6er durch Mintal zu ersetzen wäre da eher eine Option.

  • Optimist
    Warum wäre das undankbar, wenn man sich jetzt trennt? Hat Mintal für uns unentgeldlich gespielt? Schulden wir ihm etwas? Immerhin hatte man beim Club immer Geduld über drei schwere Verletzungen hinweg. Natürlich war Mintal lange treu zum Club, aber ich sage auch er war es auch wegen seiner Verletzungen, also das war nicht die reine Liebe zu diesem Verein.

    Damit will ich jetzt gar nichts schlecht reden, es war zum Teil eine tolle Zeit mit ihm, leider war er auch oft verletzt und leider bringt er heute nicht mehr die Leistung die wir benötigen würden. Warum wäre es denn dann schlimm sich zu trennen?

    Ich sehe Marek auch nicht als klassischen Joker, wie sein Spitzname Phantom schon sagt lebt er auch davon lange nicht aufzufallen und dann zuzuschlagen. Das bedeutet aber eben auch umgekehrt, dass er Zeit braucht, also eher kein Spieler ist, der schnell auf 100% ist.

    Es tut mir leid, ich fürchte er kann uns nicht mehr sehr helfen und dementsprechend sollte man sich überlegen ob man sich trennt.

  • @Armin

    das ist doch auch völlig ok, auch ein Forum lebt von unterschiedlichen Sichtweisen. Ich mache Martin Bader weder alleinverantwortlich sondern in führender Postion mitverantwortlich, noch habe ich formuliert, man solle irgendeinen Menschen vom Hof jagen, das wäre mir auch zu drastisch ausgedrückt,
    dennoch muss man abgleichen welche Ziele man hat und mit wem man sie erreichen kann. Und da habe ich zugegeben eine klare Meinung, es muss erst mal von oben herab passen. Das Gefühl habe ich eben nicht, was die sportliche Vision und Kompetenz sowie deren Umsetzung angeht. Thats all, …ich bin sowieso nicht in der Lage irgendjemanden vom “Hof zu jagen”. Ebenso finde ich Fan-Exzesse gegen konkrete Personen völlig daneben und deplaziert.

    Deshlab muss ich jedoch nicht meine Meinung zu sachlichen Inhalten ändern. Ich versuche sie auch zu begründen.

  • Armin: Ich sehe Marek auch nicht als klassischen Joker, wie sein Spitzname Phantom schon sagt lebt er auch davon lange nicht aufzufallen und dann zuzuschlagen. Das bedeutet aber eben auch umgekehrt, dass er Zeit braucht, also eher kein Spieler ist, der schnell auf 100% ist.

    Vielleicht habe ich da zu sehr Alkmaar im Kopf, wo er als Joker mit 2 Toren die Entscheidung brachte. Sicher würde ich ihm keine Steine in den Weg legen, wenn er weg wollte, aber andererseits ihn auch nicht abschieben wollen (das meinte ich damit eigentlich). Man sollte ihm halt nur klar machen, dass er wohl vorwiegend von der Bank kommen wird (wenn überhaupt) und dann die Konsequenz seinem eigenen Urteil überlassen.

  • zu Mintal:

    einer unserer geschätzten Moderatoren (ich weiss leider nicht mehr genau, welcher) hat neulich zum Thema Kluge kommentiert, dass man jemandem, der sich so um den Verein verdient gemacht hat, keine Steine in den Weg legen sollte, wenn er eine tolle Chance bekommt. Eben sich auch mal menschlich, altruistisch verhalten. Die Einstellung hat mir imponiert und mich überzeugt.

    Also warum nicht bei Mintal einen ähnlichen Maßstab anlegen? Das hiesse im konkreten Fall, ihn eben nicht vom Hof jagen. Oder abgeschwächt ausgedrückt: ihm eben nicht nahelegen, es “woanders nochmal zu probieren”.

    Natürlich, Profifussball ist ein Geschäft und insofern qua definitionem (ich hab auch ein Latimum, hehe!) nicht auf Nächstenliebe ausgelegt. Doch sollte man sich ein Quäntchen Respekt im Umgang miteinander bewahren. Auch aus Respkt vor sich selber. So etwas zahlt sich letztlich immer aus, finde ich.

    Und hey, das wäre doch mal ein “Alleinstellungsmerkmal” um den Marketing-Sprech zu zitieren: Nürnberg, der Verein mit Herz (das war jetzt nicht ganz ernst gemeint). Aber hätte jemand Köpke oder Zarate nahegelegt, “es vielleicht nochmal woanders zu probieren”? Sicher nicht. Auf die paar hunderttausend Euro im Falle Mareks käms mir nicht an.

  • Patrick: Also warum nicht bei Mintal einen ähnlichen Maßstab anlegen? Das hiesse im konkreten Fall, ihn eben nicht vom Hof jagen. Oder abgeschwächt ausgedrückt: ihm eben nicht nahelegen, es “woanders nochmal zu probieren”.

    Natürlich, Profifussball ist ein Geschäft und insofern qua definitionem (ich hab auch ein Latimum, hehe!) nicht auf Nächstenliebe ausgelegt. Doch sollte man sich ein Quäntchen Respekt im Umgang miteinander bewahren. Auch aus Respkt vor sich selber. So etwas zahlt sich letztlich immer aus, finde ich.

    Und hey, das wäre doch mal ein “Alleinstellungsmerkmal” um den Marketing-Sprech zu zitieren: Nürnberg, der Verein mit Herz (das war jetzt nicht ganz ernst gemeint). Aber hätte jemand Köpke oder Zarate nahegelegt, “es vielleicht nochmal woanders zu probieren”? Sicher nicht. Auf die paar hunderttausend Euro im Falle Mareks käms mir nicht an.

    Sehe ich absolut genauso. Mintal war dem Club zu Zeiten treu, als es bei ihm besser lief, also könnte der Verein es umgekehrt jetzt auch sein. Dass er in einer Joker-Rolle wertvoll sein könnte, das wurde ja bereits angedeutet. Außerdem hat er sich in Interviews derart anständig und als Clubberer geäußert – ich fände es in diesem Falle schofel, ihm den Abschied nahe zu legen. Freilich ist Profifußball ein Geschäft und man wird zu gegebener Zeit auch übers Gehalt reden müssen, aber wer sagt, dass ein Mintal nicht auch als Nicht-Gesetzter dem Verein und der Mannschaft nütztlich sein kann?

  • sofern Marek nicht selber weg will, muß man ihn unbedingt behalten! Die Rückrunde hat doch noch gar nicht begonnen, dann wird man sehen, welche Rolle er noch spielt, einen 2. oder 3. Frühling ist ja vorab auch nicht ausgeschlossen. Ich bin mir sicher er kann im Verlauf einer knüppelharten Rückrunde, in der man gefühlt wohl wieder nur Endspiele hat, kann er sich noch sehr gut einbringen.

  • Marek hätte sich die Topclubs Europas aussuchen können. Hätte dort richtig Kohle machen können und mehr internationale Titel sammeln können als “nur” immer die Torjägerkanonen beim Club , wie es heutzutage fast alle Spieler tun. Z.B. ein Misimovic. Was macht Marek? Er verzichtet auf diese Karrieremöglichkeiten und bleibt sogar in der 2. Liga beim Club. Hält ihm stets die Treue und seine Tore sorgten immer dafür, dass der Club wieder aufstieg. In der letzten Saison hat er trotz einer längeren Auszeit mehr Tore geschossen als alle anderen Clubspieler zusammen! Da muss ich wohl nichts mehr hinzufügen. Die Frage war wirklich ernst gemeint, wer beim Club die Tore schiessen soll.
    Die 7 Tore von Bunjaku reichen in der Rückrunde nicht! Es gibt keinen neuen Stürmer oder offensiven Mittelfeldspieler. Also, wer soll die Tore schiessen? Bitte um ernstgemeinte Antworten! Ich sehe es auch als problematisch, unser offensives Mittelfeld durch ein Loch zu ersetzen. Die Flanken unserer Außenspieler kommen so selten an und wenn sie zufällig einen Abnehmer finden, dann verpatzt dieser die ungeahnte Chance kläglich.
    Es ist zwar eine gute Idee, defensiv besser zu stehen, aber selbst wenn man hinten nicht mehr ganz so viele reinlässt wie ind en letzten 4 Spielen, damit gewinnt man kein Spiel! Und wir brauchen Siege! Unentschieden nutzen nichts!
    Nun lasst mal Bunjaku verletzt sein. Die 1-2 Tore der anderen reichen bei weitem nicht! Und das war noch mit einem offensiven Mittelfeld!
    Wenn man das ganze Spiel nach hinten verlagert, kommt vorne noch weniger raus!

  • Ich hab mir grad die Pressekonferenz vorm Schalke Spiel angesehen und mir gefällt was Hecking von sich gibt. Sachlich, motivierend auch mal mit Witz, aber mit der zentralen Aussage dass die Mannschaft jetzt dran ist und frech nach vorne spielen muss. Ich bin sehr gespannt wie sich Harry präsentieren wird. Auf gehts Club noch ist die 1. Liga nicht abgeschrieben – Ich will euch kämpfen sehen :-)!

  • Ich denk auf die Frage,wer beim Club jetzt die Tore schießen soll,kann keiner so richtig eine passende Antwort geben,denn dass ein neuer offensiver Mann im Kader fehlt,ist klar.
    Ich sag nur,bis Sonntag abwarten und Tee trinken.
    Wer weiß,vielleicht haben sich Harry und Eigler ja so rehabilitiert,dass sie jetzt sogar das eine oder andere Tor mehr rein machen.?!

  • Clubfan: Die Frage war wirklich ernst gemeint, wer beim Club die Tore schiessen soll.

    Meine Hoffnung – da wir nunmal keinen neuen Top-Mann haben – besteht in einem Charisteas als Partner von Bunjaku. Harry macht im Moment seine selbst erarbeiteten Chancen zwar selbst nicht rein, sorgt aber immer mal für einen Abpraller, vielleicht lässt dann auch mal der Torwart abklatschen o. ä. – und diese Dinger dann zu verwerten, das ist die Aufgabe von Bunjaku und Co.
    Köln scheint im übrigen gerade zu beweisen, dass man mit Beton bestehen kann und nicht unbedingt selbst Tore schießen wollen muss. Das ist allerdings alles andere als attraktiver Fußball. Vielleicht kommen auch die offensiven Außen irgendwann mal gewaltig – das Flügelspiel war unter HM doch mal eine Domäne des Club, ehe man plötzlich ohne Not auf Hoch-und-Weit-auf-Koller umgeschaltet hat. Allein die Rückrunde wird’s weisen – bin gespannt. Bin ebenso gespannt, ob und wie sich Deine Frage beantwortet, denn der Ernst derselben brennt wahrscheinlich nicht nur Dir unter den Nägeln.

  • Anscheinend kann niemand die Frage hier beantworten, wer die nötigen Tore für den Klassenerhalt schiessen soll, wenn Mintal für die Doppelsechs geopfert wird.

    Vielleicht schiessen die Gegner ja vor Angst vorm Club jede Menge Eigentore?

  • Clubfan: Anscheinend kann niemand die Frage hier beantworten, wer die nötigen Tore für den Klassenerhalt schiessen soll, wenn Mintal für die Doppelsechs geopfert wird.

    Wenn man das eine geschossene Tor von Mintal gegen die 11 bekommenen der letzten 3 Spiele stellt, kann die Maßnahme nur zielführend sein 😉

    Oder solltem wir lieber planen, in jedem Spiel 4 – 5 Tore zu schießen, um auch mal zu gewinnen?

  • Optimist: Wenn man das eine geschossene Tor von Mintal gegen die 11 bekommenen der letzten 3 Spiele stellt

    Du solltest lieber mal die 16 Tore der vergangenen Saison von Mintal betrachten.
    Darauf verzichtet dann Hecking mal locker.
    Durch seine rosarote Brille scheint er ja sehr viel Vertrauen in die restlichen Stürmer zu setzten.

  • @clubfan
    Ich sehe nicht ganz, dass Marek sich die Topclubs Europas hätte aussuchen können. Ok, nach seiner ersten Erstligasaison und dem Gewinn der Torjägerkanone da gab es vielleicht wirklich die Chance, aber dann kam auch schnell die große Leidenszeit mit den drei Fußbrüchen und restlos erholt hat er sich davon nicht mehr. Sicher die letzte Rückrunde war nicht schlecht, aber auch da hat er seine Tore nicht gerade gegen die Topvereine gemacht. Aber auch letzte Saison hat man deutlich gemerkt, dass wir mit ihm als OM auf einen guten Scorer verzichten, denn das war und ist Mintal leider nicht.

    Ich bin bei Marek immer ein wenig hin und hergerissen, klar einen Spieler der in einer Saison mehr als 15 Tore macht, auf so einen dürfte ein Verein wie der Club eigentlich nie verzichten. Auf der anderen Seite habe ich aber auch immer wieder das Gefühl, dass er uns einige Optionen nimmt, kein Spielgestalter ist und zuwenig Defensivaufgaben für einen Mittelfeldspieler übernimmt. Zu oft lange im Spiel abtaucht und so auch ein Loch im Mittelfeld entsteht.

    Natürlich muss man einem Mintal nicht unbedingt nahelegen zu gehen, aber man sollte ihm vielleicht schon sagen, dass er nicht mehr immer von Beginn an spielt. Wenn ihm das nicht genügt und die Umstände bei den Entlassungen von Meyer, TvH und Oenning scheinen das schon zu zeigen, dann hätte ich auch kein Problem damit, wenn sich die Wege trennen. Ein unzufriedener Mintal hilft uns auch nicht.

    Und zum Thema wer soll die Tore machen, manchmal ergeben sich durch das Gehen eines sog. Stammspielers auch Möglichkeiten für die Nachrücker. Bei Bunjaku sehe ich immer noch Potential, ein Charisteas ist auch sicher für 5 bis 8 Tore pro Halbserie gut, ebenso ein Eigler und ein Boakye, falls letzterer mal länger verletzungsfrei bleibt. Frantz kann sicher auch Tore machen. Ich meine wir haben 8 Stürmer im Kader, bevor da ein neuer kommen soll, müssten erst mal ein paar alte verkauft werden.

    Übrigens ein Vittek galt auch schon mal fast als Fehlkauf, dann machte er unter Meyer 16 Tore in einer Halbserie, leider konnte er das dann aber nie mehr wiederholen.

  • Armin: Boakye

    Bei Boakye bin ich leider anderer Meinung – denn seine Spielweise, die fast immer ein (schon in der 2. Liga meist fehlschlagendes) Dribbling oder das zeitraubende Abschirmen und Unter-Kontrolle-Bringen des Balls mittels des eigenen Körpers sucht, mochte vielleicht in der 2. Bundesliga als bloßes aber verkraftbares Ärgernis gelten. In der Ersten sehe ich ein derartiges Spiel geradezu als Antithese zu einer modernen Interpretation des Offensivspiels als ein Stakkato schneller Pässe – mindestens die eigene Mannschaft hemmend, wenn nicht geradezu den Ballverlust provozierend, dann, wenn sich die Gegenspieler auf einen derartigen Spielertyp eingestellt haben. So werden Konter provoziert, die, wenn sie schon nicht zum Gegentor führen, von der eigenen, sich in der Vorwärtsbewegung befindlichen Mannschaft kräfteraubend bekämpft werden müssen.
    Schnelles Passspiel habe ich im übrigen, das ganz am Rande, sehr gefällig bei Mintal gesehen: der hält den Ball nie über Gebühr und damit die Schnelligkeit im Spiel.

  • Ich will es noch ein wenig pointierter formulieren:
    Ich glaube, ein Spieler wie Boakye macht in der 2. Liga fast jedes Team stärker – in der ersten dagegen fast jedes Team schwächer.

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