Die Bader-Frage

Martin Bader bei seinem Antritt am 2. Januar 2004 © fcn.de

Eben galt doch noch „Bader kommt ganz groß in Mode“ und man zitterte und zeterte ob eines HSV- oder Hannover 96-Interesses, was Bader im Übrigen jeweils von sich wies. – Aber die Fans finden einfach keine Ruhe, nachdem man fast jedes Rädchen seit dem rasanten Niedergang nach Pokalsieg austauschte inklusive eines fast kompletten Kaders, dreier Trainer und sogar den Präsidenten – ohne nachhaltigen Erfolg. Da der Rest der Mannschaft unter „unantastbar“ etikettiert ist, bleibt eigentlich nur noch einer, da es ja an den Fans nicht liegen kann und der „ruhmreiche Club“ ja mindestens in die Champions League gehört, den man verantwortlich machen kann für die Fahrstuhl-Flatrate: Martin Bader. Unser Gastautor Armin Maurer, den wir hoffentlich noch überzeugen können öfter für uns zu schreiben, in einem Kommentar zu Martin Bader.

Ein Kommentar von Armin Maurer

Man kommt sich dieser Tage schon fast wie der Generalverteidiger von Martin Bader vor, wenn man nicht in den Tenor der Bader-Kritiker einstimmen mag. Ich sehe ja auch, dass Bader nicht alles richtig macht und würde auch gern mal darüber schreiben, was man verbessern kann, nur komme ich kaum dazu, weil ich einfach dieses »Weg mit dem Menschen!« (und dann wird alles besser) einfach nicht mag und mich so gut es geht dagegen wehren will.

Natürlich, wenn Bader ein kompetenzloser Hasardeur wäre, dann bliebe nichts anderes übrig als ihn vom Hof zu jagen, nur leider überzeugen mich die angeführten Beispiele, dass dies so sei, nicht.

Beispiel Charisteas: Schroth war zum Zeitpunkt des Wechsels schon recht alt und verletzungsanfällig, was sich kurz nach dem Wechsel zu den 60ern ja auch bestätigte. Hätte man diesem Spieler noch einen teuren, mehrjährigen Vertrag geben sollen? Ich denke nein, natürlich hatten die Hamburger am Anfang Glück mit Ze Roberto, aber jetzt sieht es fast schon wieder eher so aus als ob Hoeneß recht hatte diesem Spieler keinen langfristigen Vertrag mehr zu geben. Es mag ein paar wenige Spieler geben, die auch mit 33/34 Jahren noch Topleistungen bringen und über eine Saison ohne große Verletzungen kommen, aber die Wahrscheinlichkeit ist eben nicht groß, also kann die Schlussfolgerung nur sein, keine langfristigen Verträge mehr. Wenn ein Spieler dann noch lieber in die zweite Liga geht als erstklassig zu spielen, dann sollte man ihn ziehen lassen.

Also musste Ersatz her, ein ausgesprochener Fußballfachmann, immerhin Pokalsiegertrainer und auch sonst auf seinen Stationen nicht ohne Erfolg, hat genau diesen Charisteas als Ersatz gefordert – nämlich Hans Meyer. Denn zu der Zeit von Hans Meyer hat Bader hauptsächlich die Forderungen von Hans Meyer verwirklicht und keine Spieler selbstständig einfach so eingekauft. Im Prinzip auch kein Fehler, nur der kleine Clubfan sieht 2,5 Millionen Ablöse und das relativ hohe Gehalt – das muss dann ja also ein Weltklassestürmer sein! Dass diese (Weltklasse) heute eher das 10fache an Ablöse kosten und auch das 5fache an Gehalt, das erkennt der Fan hier nicht. Nun kam auch noch Pech dazu, eine Mannschaft die gerade einen Titel gewonnen hat mit dem kein Spieler wirklich gerechnet hat und schwupps ging man auch gleich in die Überschätzungsfalle. Ich war nach dem Pokalsieg am ersten Spieltag im Stadion, die Euphorie war immer noch riesengroß, irgendwie dachte jeder dieses Jahr geht es in Richtung der ersten 5 Plätze, Pokalsiegermannschaft Kluge + Misimovic + Charisteas, Schäfer durch einen international erfahrenen Keeper ersetzt, was soll da schief gehen.

Tja aber wie ich schon oben erwähnt habe, gerade Mannschaften die nicht unbedingt mit einem Titel rechnen, die tun sich danach schwer 100% zu geben. Sei es Überheblichkeit, Selbstüberschätzung, was auch immer, man bringt oft nicht die optimale Leistung, siehe Dortmund nach der Meisterschaft 2002, siehe Stuttgart nach der Meisterschaft, oder auch jetzt nach dem Einzug in die CL.

Und genauso kam es nun auch beim Club, Selbstüberschätzung plus ungewohnte Anforderung mit den internationalen Spielen in der Mitte der Woche, dazu der Konflikt Mintal-Misimovic, der aus meiner Sicht lang unterschätzt wurde, tja am Ende stand der Abstieg.

Kann man da Bader einen Vorwurf machen? Ich denke nein, vielleicht maximal den, dass er Hans Meyer nicht gehalten hat, wobei ich ziemlich fest davon überzeugt bin, dass da den letzten Ausschlag ARO gab. Und der hat in seiner Zeit beim Club immer so gehandelt: Wird es brenzlig, geht der Trainer.

Übrigens auch, dass die damals ausgehandelten Verträge realtiv teuer waren ist nicht so ungewöhnlich, die Liga stand damals vor einem hohen Abschluss beim TV, der deutlich mehr Exklusivität fürs Pay-TV vorsah, nur leider kam da das Kartellamt dazwischen. Was absolut nicht so vorhersehbar war. Viele finanzielle Probleme auch anderer Vereine, z.B. Hertha, Schalke zeugen davon. Dass nun bei uns auch noch der Abstieg dazu kam hat das ganze natürlich noch schlimmer gemacht. Trotzdem vorhersehbar war das nicht.

Nun die Episode Thomas von Heesen ging komplett schief, aber auch da kamen die meisten Transfers auf ausdrücklichen Wunsch des Trainers zustande, auch ein sportlicher Fachmann, seine Arbeitsbilanz davor bei Bielefeld war doch wirklich stark, sowohl als Manager als auch als Trainer. Hätte man da wirklich erwarten können, dass dies beim Club so anders sein wird? Ich denke Nein.

Dann die Entscheidung für Oenning, ein Trainer der den Aufstieg geschafft hat und gleichzeitig neue, junge Leute integriert hat, die den Wert der Mannschaft deutlich nach oben getrieben haben, man nenne hier nur mal Diekmeier. Aber auch ein Gygax hat schon gezeigt, dass er es kann, warum er es nicht konstant zeigt, keine Ahnung? Aber auch Leute wie Risse, Frantz, Bunjaku oder einen Boakye sehe ich nicht als schlechte Transfers.

Also warum sollte Bader gehen und wer sollte bessere Arbeit leisten, vergleiche mit Allofs und Hoeneß halte ich nicht wirklich für zielführend, die spielen in einer anderen Liga und die Mannschaften spielten auch schon vor 10 Jahren in einer anderen Liga, Allofs z.B. konnte auf die Arbeit von Lemke zurückgreifen, hatte dazu einen gut funktionierenden Vorstand, einen Verein der absolut professionell aufgestellt ist. Das hat Bader nicht.

Selbst einen Michael Meier von Köln kann man schlecht als Vergleichmaßstab nehmen, denn auch der hat einen deutlich größeren finanziellen Spielraum und das auch nicht weil er sportlich so erfolgreich wäre, wie immer gern angeführt wird (Motto: Wo Geld ist, da muss gute Arbeit dahinter stecken!). Nein, es gibt in Köln einfach ein anderes wirtschaftliches Umfeld. Da gibt es dann halt auch mal Leute die einen Podolski-Transfer stemmen, in Nürnberg undenkbar.

Auch Hannover hat viel mehr Potential, mit Conti und TUI zwei Dax-Konzerne (zumindest bis zum Scheffler-Deal), dazu Landeshauptstadt.

Natürlich kann man immer wieder einwenden, dass dies alles nicht als Ausrede dienen darf, denn ein guter Manager schafft sich eben sein gutes Umfeld. Aber echte Argumente, die belegen, dass Bader wirklich schlecht gearbeitet hat, die lassen sich einfach nicht finden.

70 Gedanken zu „Die Bader-Frage

  • Wieder ein sehr guter Kommentar von Armin.
    Finde ich echt stark wie schonungslos er uns allen die Wahrheit präsentieren kann.
    Auch wenn die Wahrheit nicht allen schmeckt, so hat er dennoch Recht mit dem was er schreibt.
    Was Martin Bader betrifft, hoffe ich das er noch lange unser Manager bleibt.
    Ich wüßte keinen besseren für unsern Club.

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  • Ich habe das schon mehrfach ausgeführt, er ist nicht schlecht, aber er zählt für mich nicht zu den 18 besten Sportmanagern, die in der 1. Fußball Bundesliga aber vonnöten sind. Die Liga ist für ihn bzgl sportlicher Intuition eine Klasse zu hoch. Als rechte Hand eines kompetenten Sportdirektors, mit rein wirtschaftlichen Aufgaben befasst, wäre er besser aufgehoben.

    Allerdings sehe ich das Problem eher darin erstmal einen besseren zu finden, die erfolgreichen und Guten sind eben zumeist in Amt und Würden in der Belle Etage.

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  • Juwe: Ich habe das schon mehrfach ausgeführt, er ist nicht schlecht, aber er zählt für mich nicht zu den 18 besten Sportmanagern, die in der 1. Fußball Bundesliga aber vonnöten sind.

    Also das Ranking gehe ich aber gerne mal mit dir Person für Person gemeinsam durch. Ok, danach hassen uns mindestens 5 bis 10 andere Vereine und vor allem deren Manager. :mrgreen:

    Aber mal im Ernst: Was sollen solche Behauptungen? Ich erinner mich noch gut an die Zeit vor Bader (2004) und bin nach wie vor dankbar, was er geleistet hat. Sicher: Er hat auch Fehler gemacht, aber er ist mit Herzblut dabei, hat eine solide Ausbildung und versteht das Handwerk. Er hat ein gutes Konzept vor Augen und versucht aus den Gegebenheiten das Beste zu machen um den Club in eine bessere Zukunft zu führen. Die Zeit vor Bader war ganz sicher nicht besser, im Gegenteil. Seine Installation führte uns den ersten Schritt hin zu einem professionell geführten Verein. Ich mag nicht ausschließen, dass wir ohne Bader heute das Schicksal so manchen ehemals ruhmreichen Verein teilen würden, die jetzt in Liga 3 und tiefer dümpeln.

    Ein wenig mehr Anerkennung für diese Leistung wäre einfach schon angebracht. Mag man über Einzelentscheidungen diskutieren. Aber er ist unser Mann – und das ist auch gut so.

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  • Wie ich geschrieben habe, es ist letztlich eine Frage des Anspruches. Klar noch schlechter geht immer. Vielleicht sollten wir die Frage besser am Ende der Saison erörtern.

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  • Verlierer
    Auch für diese Kategorie bietet sich ein Offensivspieler an. Christian Eigler war nach unserer Meinung der schlechteste Spieler des Clubs in der Hinrunde. Sein Notenschnitt von 4,29 spricht für sich. Weshalb Michael Oenning ihm in 14 Spielen das Vertrauen schenkte, ist kaum zu verstehen, da der frühere Fürther in diesen gerade einmal einen Treffer markierte. Aber immerhin durfte er spielen. Man hätte auch weitere Akteure des zweitschwächsten Sturms der Liga wählen können. Angelos Charisteas ist nur international erfolgreich. Isaac Boakye verbuchte ganze fünf Einsätze, entsprach dabei bei weitem nicht dem erforderlichen Niveau.

    aus einem bericht im internet! das trifft es genau!!!

    http://www.sportal.de/sportal/generated/article/fussball/2010/01/11/15390500000.html

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  • Ein Super-Neitrag von Armin, den man vollinhaltlich unterschreiben kann! Ich sags nicht zum erstenmal, daß ich diese ständigen Bader-raus-Rufereien nicht mehr hören kann.

    @Juwe: jetzt übertreibst Du’s aber gehörig! Bader nicht unter die besten 18 (!!!) der Liga?! An dieser Stelle klinke ich mich lieber aus,- denn den Langmut von Armin bring ich nicht auf…..

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  • Es ist doch gar nicht die vorrangige Aufgabe eines Sportmanagers, die Spieler auszusuchen, sondern die vom sportlichen Kompetenzteam (= Trainerteam) gewählten zu holen und gut zu verpflichten. Darüber hinaus bestimmt der Sportmanager maßgeblich das Trainerteam, aber auch nicht im Alleingang. Da ist ihm außer TvH (den Anfangs alle für einen Top-Mann gehalten haben) nichts vorzuwerfen: HM: Pokalsieger; MO: Aufstieg, DH: Hoffnungsträger (Retter?)

    Das sollte endlich mal in so manche Köpfe einsickern, denn das, was seine eigentliche Aufgabe ist, macht er tatsächlich so gut, dass ich ihm sogar einen einstelligen Tabellenplatz im Ranking geben würde. Wo soll denn ein besserer herkommen, der ausserdem bezahlbar ist?

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  • Man muss nicht in allen Punkten Armins Meinung sein, trotzdem Hut ab vor seinem Kommentar.

    Wie Armin mehrfach betont, war Bader quasi nur Erfüllungsgehilfe des jeweiligen Trainers.

    Womit wir zu Juwe kommen, und dessen Kommentar: „Als rechte Hand eines kompetenten Sportdirektors, mit rein wirtschaftlichen Aufgaben befasst, wäre er besser aufgehoben.“
    Den Satz kann man meiner Meinung nach nur ganz dick unterstreichen!

    Oder ein Sportdirektor als rechte Hand Baders. Egal wie. Bader als One-Man-Show, die nach den jeweiligen Trainern tanzt, ist zu wenig. Das wissen wir mittlerweile. Mehr Beratungskompetenz. Jemanden ohne Ansprüche, Bader zu entmachten. Weiß nicht, Wolfgang Wolf oder so. Dorfner vielleicht. Jemand, der Bader unterstützt. Denn alleine ist Bader nur so stark wie der jeweilige Trainer.

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  • @Derbfuss @Juwe … Juwe hat halt diese Meinung, das ist doch sein gutes Recht, das muss einen nicht aufregen. Ich bspw. finde ihn als einen der Top 10 in Deutschland. Vielleicht regt andere das auch auf. 😛
    Und wenn er mal in Hamburg landen sollte und mal andere Mittel zur Verfügung hat als beim Club, geht wieder das Gejammer los, wer alles schon bei uns war. Ich erinner da nur an einen Trainer, der 1998 auch keine Lust mehr auf den Club hatte und den auch so mancher als nicht sonderlich qualifiziert hielt …

    Im Nachhinein ist man immer schlauer. Juwe meint, wenn wir abgestiegen sind, ist er bestätigt. Ich sage eben: Dass wir aktuell nicht gegen den 1. FC Saarbrücken, Rot-Weiss Essen, SV Waldhof Mannheim oder die Stuttgarter Kickers auf Augenhöhe spielen müssen, ist eindeutiger Beleg meiner Meinung. 😉

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  • Juwe: Als rechte Hand eines kompetenten Sportdirektors, mit rein wirtschaftlichen Aufgaben befasst, wäre er besser aufgehoben.

    Darüber kann man, wie auch Frank sagt, diskutieren. Ein zusätzlicher Sportdirektor – was macht eigentlich Hansi Dorfner & Co.? – die auch aus eigenem sportlichen Background einen Senf zu geben können, wäre andenkbar. Aber kostet auch wieder richtig Asche und die Sache mit „viele Köche etc.“ ist auch nicht auszuschließen. Die geforderte sportliche Kompetenz kann man mit profunden Scouts ausgleichen, dazu braucht es nicht noch einen weiteren Häuptling im Tipi.

    Zudem braucht es für einen guten Mann neben der fachlichen Kompetenz und dem Gehalt auch eine Identifikation zum Club, wie ich meine. Und da wären wir jetzt bei Leuten wie Stefan Reuter – aber ob die miteinander könnten? Das Kompetenzgerangel seh ich doch jetzt schon kommen. Sein Theater mit Stevic bei den 60ern (in umgekehrten Rollen, da war Stevic Sportdirektor und Reuter Manager) ist so lange nicht her.

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  • Armins Kommentar ist absolut Klasse. Und nichts hinzuzufügen!! Ebenso ist Alexanders Einwand völlig richtig. Ohne Bader wäre der Glubb bestenfalls mittlerer Zweitligist. Bestenfalls. Ohne Bader hätte es KEINEN “ HANSIATOR“ gegeben. Und ebenso würden viele Glubberer wohl nie in den Genuss eines Pokalsieges gekommen sein. Die Schulden, die damals angehäuft waren, hätten uns keinen , wenn auch leider nur kurzzeitigen, Höhenflug gestattet.Heute , selbst wenn es ca 5 Mio.€ Schulden gibt, ist der Glubb deutlich besser aufgestellt, als vor Baders Zeiten. Ein Uli H. hat auch die ca. ersten 15-20 Jahre (!)benötigt, um die Batzis zu dem zu machen , was sie heute sind. Wahrscheinlich wissen die meisten Bader-Kritiker auch nicht, dass alle Vereine, die heute gut aufgestellt sind, eine sehr lange Durstphase durchlebt haben. Egal, ob es die Batzis, Bremen, HSV usw. waren. Der deutsche Meister von 1998 z.B. , es ist also erst knapp 11 Jahre her , versucht dieses Jahr in Liga 1 aufzustehen (Kaiserslautern). Nur bei uns soll es innerhalb von 3 Jahren geschafft sein.
    Der Glubb ist im Management wirklich vernünftig aufgestellt.Bader gehört zu den wirklich guten Manager. Und wir können uns glücklich schätzen , ihn zu haben. Und ICH wünsche mir, dass er noch sehr, sehr lange beim Glubb bleibt.

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  • @Alexander
    Stimmt schon, was Du sagst. Nur egal wie, mehr sportliche Kompetenz, mehr Meinungspluralismus wäre wünschenswert. Es ist halt richtig schade, was wir aus dem Imagegewinn und dem Geldregen aus der Fabel-Saison 06/07 gemacht haben. Was auch Bader daraus gemacht hat. Was für eine Chance, aus dem Fahrstuhl zu steigen! An seiner Identifikation, seiner Leistungsbereitschaft und seinem Können als Sportökonom gibt es keinen Zweifel. Jede andere Meinung ist Bader-Bashing 😉

    Aber:
    Bader ist der Häuptling und trägt daher unweigerlich die Verantwortung für das Auslassen dieser Chance.
    So wie er verantwortlich war für die Verpflichtung von Hans Meyer, der uns diese Fabel-Saison bescherte. Auch das muss fairerweise gesagt werden.

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  • Ich würde ja gerne noch etwas pro Bader hinzufügen, aber es ist schon so viel gesagt worden. Also nur kurz: es wäre Wahnsinn, jemanden wie Bader abzusägen.

    Der Club sollte wahrlich froh dein, dass er so jemand kompetentes an Bord hat. Unkompetente hatten wir schliesslich bereits en masse.

    Ständig dieses populistische, weltfremde, minderwertigkeitskomplexbehaftete Bader-raus-Gerufe, das nervt. Immer dieses „wenn Bader den Club nicht zum CL-Sieger machen kann, muss er doch schlecht sein“. Leute, wacht auf.

    Und danke an Armin für seine vernünftige Einschätzung. Mehr davon bitte.

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  • Frank, weisst Du , wieviel unser Glubb ARO zurückzahlen musste? Ich glaube, dass der Betrag die Einnahmen des Bogalsieges nahezu aufgefressen hat. Und die verpasste Chance, aus dem Fahrstuhl zu steigen, ist doch wohl eindeutig den damaligen Spielern zuzuordnen.

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  • Ich finde die Idee Martin Bader einen Sportdirektor an die Seite zu stellen nicht schlecht. Idealerweise jemand mit Clubvergangenheit (Reuter, Dorfner,…). Dann kann sich MB noch mehr um die wirtschaftlichen Belange kümmern. Und das die Gehälter so teuer sein sollen glaub ich auch nicht. Zumal das Gehalt mit einem guten / günstigen Einkauf (wie z.B. Mintal) schon wieder reingeholt ist!

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  • @Patrick (und @Armin sowieso):

    Danke für diese Meinung & Darstellung.
    Der Club und wir sollten wahrlich froh sein, jemanden wie Bader zu haben.

    Selbst wenn ich Jahrzehnte zurückdenke, mir fällt (außerhalb von Trainer & Mannschaft) keiner ein, der so sachlich, loyal und professionell arbeitet beim Club wie MB.

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  • 100% agree!
    Seit Bader da ist, hat der Club das erste Mal seit seiner Gründung ein professionelles Management

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  • Dass der HSV hinter ihm her ist zeigt allein schon sein Können.

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  • Beim HSV, dort trifft die sportlichen perspektivischen Entscheidungen der Herr Vorstand Hoffmann, deswegen ist ein Sportdirektor Beiersdorfer, der ein ausnehmend guter seines Faches ist (wäre evtl. einer für den FCN, stammt ja aus der Region!) auch gegangen (worden) ist, der sich nicht länger in sein sportliches Aufgabengebiet reinreden lassen wollte. Bader würde als rechte Hand von Hoffmann dort in seiner smarten Art sicher eine gute Figur abgeben.

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  • Alex Beyer: Seit Bader da ist, hat der Club das erste Mal seit seiner Gründung ein professionelles Management

    Kleine Korrektur – was ich damals so hörte, wurde eine deutliche Professionalisierung bereits unter Geenen eingeleitet.

    Radikaler Dissens zum Rest: bitte bitte bitte keinen Ex-Spieler an führender (Sportdirektoren)-Stelle. Es sei denn, derselbe hat bereits (anderweitig bzw. anderswo) nachgewiesen (!!!), dass er eine derartige Aufgabe zu bewältigen vermag. Lasst Ex-Spieler wie Zietsch und Co. mitarbeiten dort, wo sie es können und auch zum Wohle des Vereins ausgezeichnet tun; auch ein Oechler ist ja meines Wissens bereits beratend tätig – die Ergebnisse kann ich nicht beurteilen -, aber nie wieder zurück in die Zeiten, in denen permanent irgendwelche Ex-Spieler aus der Deckung heraus ihren Senf dazugegeben haben und viel zu diesem Kungelklima beitrugen, das den Club viele Jahre blockiert und in den Entscheidungen intransparent, ja geradezu hinterzimmermiefig gemacht hat. Wie Robert Pirsig mal geschrieben hat: es gibt immer die, die machen, und die, die wissen, wie’s gemacht wird. Ein alter Hut in der Literaturwissenschaft – Schriftsteller sind oft miserabel, wenn es um die Interpretation ihrer eigenen Werke geht – und wohl auch auf den Fußball anwendbar. Man erinnert sich stets nur an die Erfolge, die ehemalige glänzende Spieler in Managementpositionen erzielten – die vielen Versagenden entschwinden schnell aus dem Gedächtnis. Wie gesagt: wenn einer nachgewiesen hat, dass er auch außerhalb des Platzes erfolgreich arbeiten kann – nix gegen eine Verpflichtung. Aber bitte eben so rum: erst der Ausweis erfolgreicher Arbeit oder eines glänzenden Ausbildungsabschlusses, dann, wenn ich die Auswahl habe, den Clubberer nehmen. Mir ist ein Profi mit weniger Herzblut, der aber gut arbeitet, 1000 mal lieber als einer, der mit dem Herzen dabei ist und es gut meint – so ziemlich das Gegenteil von guter Arbeit. Der Club ist nicht mehr derart schlecht aufgestellt, dass er Experimente eingehen müsste. Deshalb kommt in meinen Augen ein Stefan Reuter unmöglich in Frage. Denn der hat bei 60 gerade durch ein verheerendes Krisenmanagement nachgewiesen, dass er es außerhalb des Platzes (wahrscheinlich) nicht kann. Zumindest nicht die Leistung erbringt, die man von ihm auf dem Platz gewohnt war.

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  • @ Armin:

    Um etwas aus Deinem überaus gelungenem Text herauszugreifen, weil es sich auf vorangegangene Kommentare von mir bezieht:

    „…vergleiche mit Allofs und Hoeneß halte ich nicht wirklich für zielführend, die spielen in einer anderen Liga und die Mannschaften spielten auch schon vor 10 Jahren in einer anderen Liga, Allofs z.B. konnte auf die Arbeit von Lemke zurückgreifen, hatte dazu einen gut funktionierenden Vorstand, einen Verein der absolut professionell aufgestellt ist. Das hat Bader nicht.

    Selbst einen Michael Meier von Köln kann man schlecht als Vergleichmaßstab nehmen, denn auch der hat einen deutlich größeren finanziellen Spielraum…“

    Es ging mir ja dabei nicht um einen Vergleich des Erfolges der Vereine, sondern lediglich darum aufzuzeigen, dass sich auch etablierte Top-Manager gewaltige Flops leisten können, ohne dass an ihren Stühlen gesägt wird. Die Episode Klinsmann läuft sicher auch unter Flop, und Prinz Poldi ist die 10 Mio bisher auch nicht ansatzweise wert. Was ist im Vergleich dazu schon Charisteas? Flop täte ihm unrecht, er ist einfach nur kein Glücksgriff… Das gehört in diesem Geschäft einfach dazu und daher muss man auch MB einige Fehlgriffe gestatten, ohne ihn permanent in Frage zu stellen.

    Aber zu dem Anspruch des einfachen Clubfans, den Rekordmeistertitel zurückzuerobern passt eben keine gute, ehrliche Arbeit, da muss man schon Wunder bewirken können.

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  • Vielleicht sollte man auch nicht unerwähnt lassen, dass niemals eine Person allein für das Wohl und Wehe eines Fussball-Vereins verantwortlich sein kann. Vor allem dann nicht, wenn dieser Verein 1. FC Nürnberg heißt.
    Jeder, der schon einmal in einem Verein, und sei es einer Hobbymannschaft, organisiert war, der weiss, wieviele dort mitreden wollen, da sie angebich die Weisheit für sich gepachtet haben. Wie muss das erst bei einem Bundesligaverein aussehen? Leute vom Kaliber eines Siggi Schneider beweisen doch, welch Geistes Kind hinter den Kulissen mitwirkt. Profilierungssucht und Eigenkalkül an erster Stelle, am besten über den schnellstmöglichen Erfolg. Leider hat sies bislang in den seltensten Fällen funktioniert.
    Die Strukturierung eines Wirtschaftsunternehmens, so wie es ein Erstligaverein nun einmal ist, bedarf einiger Zeit und wird durch die immense Öffentlichkeitswirkung jeder internen Entscheidung nicht gerade erleichtert. Jeden Samstag steht die Vereinpolitik auf dem öffentlichen Scheiterhaufen, lediglich Siege können das Anzünden verhindern.
    Seien wir doch froh, dass die Zeit der Sonnenkönige und ihres Hofstaates vorüber ist und zumindest ansatzweise ein modernes Management zu erkennen ist. Indizien weisen zwar darauf hin (ClubTV, Webshop u.a.), dass man an einigen Stellen der Aktualität noch hinterher hinkt, aber prinzipiell traue ich es Bader und seinem Team zu, ihren Weg konsequent fortzuführen, was am Ende zu vertretbaren Ergebnissen führen kann. Leider schreit die Masse in schlechten Zeiten immer nach dem Messias (meist die Helden vergangener Tage)und fordert den Kopf des vorgeblich Schuldigen. Aber keine Angst, meine Stimme haben Sie, Herr Bader.

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  • Alexander | Clubfans United: Die geforderte sportliche Kompetenz kann man mit profunden Scouts ausgleichen, dazu braucht es nicht noch einen weiteren Häuptling im Tipi.

    genau so isses, vielleicht sorgt ein weiterer Häuptling eher für Unruhe und Kompetenzgerangel! Vielleicht sollte man bei der Scouting-Abteilung noch etwas nachlegen, denn gerade hier sind doch ehemalige Publikumslieblinge wie z.B. Ciric prädestiniert. Vor allem die ausländischen Ex-Profis könnten auch ihre Heimatländer und deren Umgebung besser im Auge behalten, da sie Land und Leute kennen….

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  • Hörnla: Radikaler Dissens zum Rest: bitte bitte bitte keinen Ex-Spieler an führender (Sportdirektoren)-Stelle. Es sei denn, derselbe hat bereits (anderweitig bzw. anderswo) nachgewiesen (!!!), dass er eine derartige Aufgabe

    dann sieh dir mal die Tabelle von oben an, soll den ein (Sport) direktor aus dem Bäckerhandwerk kommen oder vielleicht nicht doch besser aus dem Fußballgeschäft?

    da fällt einem nix mehr zu ein. Rainer Zietsch den du erwähnst hast, soweit ich weiß BWL studiert. Ein Stefan Reuter hat keine schlechte Arbeit gemacht in einem chaotischen Verein, bis ein Stevic mit einem angeblichen Multipotenten Sponsor im Rücken ins Feld gezogen ist. Nur der DFL hat dem Sponsor dann schlußendlich einen Strich durch die Rechnung gemacht.

    Natürlich reicht es nicht aus als Qualifikation Fußballer gewesen zu sein, das ist ja weiter gar keine Diskussionsgrundlage.

    Für mich sollte ein Sportdirektor zumindest selber erfolgreich eine Mannschaftssportart betrieben haben. Man hat es in dem Fußball Business mit der „Ware“ Menschen bzw. vielmehr Sportlern zu tun und nicht mit Schrauben oder Elektroartikeln. Und nur wer es selber gelebt und selbst erfahren hat kann aus eigenen Erfahrungen Sportler und deren Entwicklung, wobei es nie eine 100% Sicherheit gibt, hinreichend einschätzen. Natürlich gibt es Ausnahmen siehe Calli, aber das sind und bleiben eben Ausnahmen.

    Ich persönlich fände einen Dietmar Beiersdorfer nicht schlecht, von dessen Arbeit der HSV jetzt noch lebt, wenn so ein Mann schon auf dem Markt ist.

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  • Meines Wissens ist Dietmar B. nicht „auf dem MArkt“ sondern arbeitet in Salzburg?

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  • Juwe:
    dann sieh dir mal die Tabelle von oben an, soll den ein (Sport) direktor aus dem Bäckerhandwerk kommen oder vielleicht nicht doch besser aus dem Fußballgeschäft?da fällt einem nix mehr zu ein.

    Schätze mal, Du hast Hörnla da verkehrt verstanden. Er meinte sicher: keinen „CLUB“-Spieler.

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  • Man soll meiner Meinung nach Bader gerne behalten aber als Ökonom im Managment, da bin ich auch der Meinung, dass er das gut macht.

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  • Derbfuss: Meines Wissens ist Dietmar B. nicht “auf dem MArkt” sondern arbeitet in Salzburg?

    Es findet sich im Netz, dass er für Red Bull arbeitet und deren Fußballprojekte betreut. Salzburg, Leipzig usw…

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  • Juwe: Dietmar B. nicht “auf dem MArkt” sondern arbeitet in Salzburg?
    Es findet sich im Netz, dass er für Red Bull arbeitet und deren Fußballprojekte betreut. Salzburg, Leipzig usw…

    Klar, der verzichtet gerne auf die Hälfte seines Gehaltes und lässt sich dann, wenn wir die Europa-League verpassen als Westvorstädter beschimpfen…

    Der Sinn für Realismus ist immer wieder erfrischend 😉

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  • Optimist: Klar, der verzichtet gerne auf die Hälfte seines Gehaltes und lässt sich dann, wenn wir die Europa-League verpassen als Westvorstädter beschimpfen…
    Der Sinn für Realismus ist immer wieder erfrischend

    sorry ist mir zu überzeichnet und ironiesiert.

    Aber wenn man keinerlei Fantasie hat als Anstoß, wird man auch nie ausgetretene Pfade verlassen. Dieses permanente Gerede von CL oder Europa Liga, es geht um einen! Schritt nach vorne zur Stabiltät und vielleicht irgendwann mal im Mittelfeld der Bundesliga ankommen. Schwer genug, gelingt das ja schon nicht annähernd…

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  • Juwe: Aber wenn man keinerlei Fantasie hat als Anstoß, wird man auch nie ausgetretene Pfade verlassen.

    Genau das tun wir doch gerade. Wir versuchen langfristig etwas aufzubauen, vom Althergebrachten wegzukommen. Soll man das denn immer wieder der Sehnsucht nach kurzfristigem Erfolg opfern? Du nennst den richtigen Ansatz und propagierst die falschen Mittel. Das was Du forderst ist eigentlich genau das, was schon immer gemacht wurde, denn der Weg, bei (empfunden) nicht ausreichend schnellem Erfolg neue Führungen zu installieren kann kaum zu einer Konsolidierung der Finanzen führen, sondern zwangsläufig in neue Verschuldung. Damit landen wir wieder bei dem, was alle machen, mit dem Unterschied, dass wir aufgrund unserer Möglichkeiten damit erst recht zweitklassig bleiben.

    Langsam verstehe ich nicht mehr, was man dazu noch alles sagen muss, damit es ankommt. Kein Wunder, dass man sich ins ironisieren flüchtet 😉

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  • vielleicht weil wir unterschiedlicher Meinung sind, wie der Weg dahin aussieht?

    seit 3 Jahren haben wir nur gefühlte Endspiele um die nackte Existenz, 2 mal gegen Abstieg, 1 mal haarscharf um den Aufstieg aus der II. Liga.

    Und was bauen wir denn langfristig auf, bei einem erneuten Abstieg und die Mannschaft wieder auseinanderfällt? Und mit dem damit verbundenen Managment? Für mich sieht so kein langfristiger Erfolgsweg aus. Die Maßnahmen in der Winterpause belegen dies zudem erneut!

    Nicht von ungefähr wird der FCN neben Hertha als sicherer Absteiger gehandelt unter Experten. Dort scheint das Vertrauen in die Clubführung auch nicht allzu hoch zu sein.

    Der Franke mag eben 🙂 keine Umstellungen die zudem mit einem Erfolgsrisiko behaftet sind, lieber ein ..weida sou ..lieber weiter auf dem Leidensweg, dann weiss man zumindest was man hat.

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  • Juwe: Und was bauen wir denn langfristig auf, bei einem erneuten Abstieg und die Mannschaft wieder auseinanderfällt?

    Genau da liegt der Ansatz: Die aktuelle Mannschaft ist zweitrangig. Wichtiger ist, einen gesunden Unterbau zu schaffen, aus dem sich etwas entwickeln lässt, aber das ist noch ein längerer Prozess. Bis dahin versuchen wir zwar (auch mit konventionellen Mitteln), die Mannschaft in der ersten Liga zu halten, doch das sollte nicht um jeden Preis geschehen.

    Vielleicht wäre es sogar wichtiger, mit der zweiten Mannschaft in die 3. Liga aufzusteigen (das tut schließlich nur 1 Team und ist somit sehr schwierig), als mit der ersten in der Buli zu bleiben. Denn man böte Nachwuchsspielern und Talenten ungleich bessere Perspektiven, wenn sie in der 3. Liga spielen könnten, um sich an das Profiteam heranzuarbeiten. Das ist aber nur so ein Gedanke, den ich gerne zur Diskussion stelle.

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  • Juwe: Nicht von ungefähr wird der FCN neben Hertha als sicherer Absteiger gehandelt unter Experten. Dort scheint das Vertrauen in die Clubführung auch nicht allzu hoch zu sein.

    Der einzige „Experte“, den ich bisher in der Richtung las war Mario Basler… 😀

    Dagegen hält uns der Absender (Uli H.) der Zivildienstleistenden, wie Basler die Leihgaben nannte, für zu stark um abzusteigen. Ok, das hörten wir auch oft genug beim letzten Abstieg.

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  • Hallo zusammen.
    Ein paar Wermutstropfen muss ich schon in den „badischen Wein“ gießen. Martin Bader ist nicht nur für die Finanzen sondern auch für den sportlichen Bereich VOLL verantwortlich. Insofern trägt er ein gerüttelt Maß Mitschuld am beispiellosen Niedergang seit dem Pokalsieg. Eine Ausgangsposition wie in den letzten 20 Jahren nicht mehr zerrinnt wie Sand zwischen den Fingern aufgrund einer langen Kette von sportlichen Fehlentscheidungen. Dazu zähle ich:
    – Die Verträge der Spieler die zu gleichen Konditionen in Liga zwo galten
    – Der Verkauf von Raphael Schäfer nach Stuttgart. Blazek war keineswegs der international SO erfahrene Keeper, wie er im Kommentar bezeichnet wurde.
    -Der unselige Termin für die Entlassung von Hans Meyer
    -Der fragwürdige Transfer von Koller, gerade zu dem Zeitpunkt als Charisteas Tritt gefasst hatte. Harry war übrigens zu keiner Zeit Wunschstürmer Nr.1. Das war eindeutig Liberopoulos.Anschließend bot man bis zur Schmerzgrenze (4 Mio) um Koevermans mit. Harry war Stürmer Nr.3.
    -Der Nachfolger von Hans Meyer, Thomas von Heesen durfte obwohl er an seiner vordringlichen Aufgabe, die Klasse zu sichern grandios gescheitert war, trotzdem den Neuaufbau in der zweiten Liga starten. Dies bescherte uns unter anderem
    -Christian Eigler, nach Charisteas der zweitteuerste Transfer des Clubs. (1,5 Mio Ablöse + Nachschlag bei Aufstieg)
    -aus wirtschaftlichem Zwang (Achtung Unterstellung!) und nicht aus Überzeugung wurde nach der Entlassung von Heesens und der mehr als durchwachsenen Hinrunde 08/09 auf die Jugend gesetzt. Der Glubb rumpelte sich mehr oder weniger durch die Liga zwo und traf in der Relegation auf eine Mannschaft aus Cottbus die in einer ähnlichen Verfassung war wie momentan Hertha BSC.
    -man ließ sich vom Erfolg blenden und glaubte tatsächlich mit einer Mannschaft die gerade noch aufgestiegen war in der Bundesliga bestehen zu können. Welch bitterer Irrtum von Bader und Oenning. Ob dies bewußtes Harakiri war oder ebenfalls den wirtschaftlichen Zwängen geschuldet? Keine Ahnung
    -Und jetzt nach der Entlassung von Oenning?
    Da wird Bader in der NN zitiert mit:“Wir haben alles versucht um die Klasse zu halten“. Wie bitte? Einen Spieler abgegeben (Kluge) zwei ausgeliehen. 1,5 Mio Transfereinnahmen erzielt.Wo ist die sportliche Chance gestiegen um die Klasse zu halten? WILL man das finanzielle Risiko nicht eingehen und bereitet schon alles auf eine weiche Landung in Liga zwo vor? Logischerweise ohne Leihspieler, ohne Pinola (Vertrag läuft aus) und ohne Diekmeier?

    Mir persönlich ist es zuwenig was von Bader getan wird um die Klasse zu halten. Offensichtlich geht es vielen anderen genauso, deswegen wohl auch die heftige Kritik.

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  • Möchte mal etwas zu einer Nebenerscheinung dieser Diskussion, dem Thema Michael Meier, sagen:

    Ich verstehe gar nicht weshalb MM so positiv bewertet wird, der Mann hat den BVB nahezu ruiniert (mit Niersbach zusammen). Ein guter Freund von mir arbeitet beim BVB, beim Namen MM kriegt der Pickel. Der BVB hat MM noch nicht einmal zur 100-Jahres-Feier vor ein paar Wochen eingeladen, das sagt doch alles.

    Und man stelle sich die Kommentare hier im Forum vor, wenn Martin Bader einen 10 Mio-Stürmer gekauft hätte, der dann nur 2 Tore schiesst.

    Ich finde, unser MB ist gut!

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  • Juwe:

    Nicht von ungefähr wird der FCN neben Hertha als sicherer Absteiger gehandelt unter Experten. Dort scheint das Vertrauen in die Clubführung auch nicht allzu hoch zu sein.

    Ich wusste gar nicht, dass der Club die Rückrunde mit einer Mannschaft bestreitet, die aus Personen aus der Vereinsführung besteht.

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  • Veteran:

    Mir persönlich ist es zu wenig, was von Bader getan wird, um die Klasse zu halten.

    Mir persönlich war es zu wenig, was in der bisherigen Saison von der Mannschaft getan wurde, um die Klasse zu halten.

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  • belschanov: Ich wusste gar nicht, dass der Club die Rückrunde mit einer Mannschaft bestreitet, die aus Personen aus der Vereinsführung besteht.

    nun ja die Clubführung oder das Managment ist halt nunmal das Korrektiv für den Spielerkader mit dem die Ziele erreicht werden sollen 🙂

    Trotz allem hoffe auch ich auf ein Wunder!

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  • Also hier in der Hamburger Morgenpost hat heute Sergej Barbarez seine Rückrundeneinschätzung abgegeben und er sieht den Club als Hannovers Konkurrenten um Platz 15.

    Zählt der als Experte?

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  • belschanov: Mir persönlich war es zu wenig, was in der bisherigen Saison von der Mannschaft getan wurde, um die Klasse zu halten.

    Evtl. war die Mannschaft einfach nicht in der Lage, in Kombination mit Trainer Oenning mehr zu leisten? Von wenigen Geistesblitzen mal abgesehen?? Und wer hat sich vor Saisonbeginn derart weit aus dem Fenster gelehnt und gesagt der Kader wäre stark genug? Naa?
    WENN man jetzt schon merkt, das dem nicht so ist, DANN ist die bisherige Reaktion auf diese Erkenntnis eben meiner Meinung nach viel zu lasch ausgefallen. Und glaub mir ich will nicht in die CL oder ähnliches. Ein halbwegs ruhiges Dasein zwischen Platz 8 – 13 mit ein paar Höhepunkten alle Dekaden würde mir völlig ausreichen.

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  • Als „11Freunde- und pseudointellektuell“ werden wir im FN-Forum bezeichnet. Was soll man davon jetzt halten? 11Freundeintellektuell? was ist das überhaupt?

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  • Veteran: Hallo zusammen.
    Ein paar Wermutstropfen muss ich schon in den “badischen Wein” gießen. Martin Bader ist nicht nur für die Finanzen sondern auch für den sportlichen Bereich VOLL verantwortlich. Insofern trägt er ein gerüttelt Maß Mitschuld am beispiellosen Niedergang seit dem Pokalsieg. Eine Ausgangsposition wie in den letzten 20 Jahren nicht mehr zerrinnt wie Sand zwischen den Fingern aufgrund einer langen Kette von sportlichen Fehlentscheidungen.

    Da steckt viel drin!

    Ich mach es mal nacheinander:

    – Die Verträge der Spieler die zu gleichen Konditionen in Liga zwo galten

    Sehe ich nicht so. Da waren wir bemerkenswert gut aufgestellt sogar – der Club hatte nämlich das Heft des Handelns in der Hand und die Optionen zu verlängern oder nicht. Das war damals als sehr clever verbucht. So konnte man Saenko und Co. erst per Option binden, dann verkaufen. Man darf ja nicht vergessen, dass solche Verträge kein Wunschkonzert sind und verhandelt werden müssen. Die „teuren“ Verlängerungen waren ein auch so deklarierter und von allen getragener riskanter Schritt um den „Betriebsunfall“ zu korrigieren. Ein Wolf, Pinola und Kluge überhaupt für Liga 2 zu überzeugen war damals gar nicht so klar.
    Aber richtig ist: Das Risiko ging nicht immer auf (Charisteas, denke den wollte man auch verkaufen, fand aber keinen bzw. Harry wollte gar nicht weg).

    – Der Verkauf von Raphael Schäfer nach Stuttgart. Blazek war keineswegs der international SO erfahrene Keeper, wie er im Kommentar bezeichnet wurde.

    Im Nachhinein: Ja. Damals aber war Blazek mit Prag international erfolgreich dabei und Nummer 2 hinter Czech im Nationaltor. Er wurde als sogar konservative Lösung gehandelt, sicher nicht als Wagnis. Andere hätten auf einen jüngeren, unerfahrenen setzen wollen.

    -Der unselige Termin für die Entlassung von Hans Meyer

    Absolut. Kein Thema. Stimmt.

    -Der fragwürdige Transfer von Koller, gerade zu dem Zeitpunkt als Charisteas Tritt gefasst hatte. Harry war übrigens zu keiner Zeit Wunschstürmer Nr.1. Das war eindeutig Liberopoulos.Anschließend bot man bis zur Schmerzgrenze (4 Mio) um Koevermans mit. Harry war Stürmer Nr.3.

    Richtig. Sehe ich auch so. Da hat man die plötzliche Chance auf einen Koller gesehen und zugegriffen. Übrigens genau das, was man aktuell Bader vorwirft bei Makaay nicht getan zu haben. Liberopoulos ist im Übrigen auch in Frankfurt jetzt keine Granate, Colautti war auch im Topf und spielt (kaum) bei Gladbach und Koevermans hätten alle begrüßt, doch den konnten wir uns nicht leisten und/oder Verein/Spieler wollte nicht. Seine Bilanz in der Eredivisie war in den letzten Jahren mit 13 und 8 Treffern aber auch nicht galaktisch.

    -Der Nachfolger von Hans Meyer, Thomas von Heesen durfte obwohl er an seiner vordringlichen Aufgabe, die Klasse zu sichern grandios gescheitert war, trotzdem den Neuaufbau in der zweiten Liga starten. Dies bescherte uns unter anderem
    -Christian Eigler, nach Charisteas der zweitteuerste Transfer des Clubs. (1,5 Mio Ablöse + Nachschlag bei Aufstieg)

    Ja, sehe ich auch so, TvH war für mich auch gescheitert und nicht nur wegen des Abstiegs. Aber man muss auch sehen, dass die Fachwelt schon große Stücke auf ihn hielt (damals).

    -aus wirtschaftlichem Zwang (Achtung Unterstellung!) und nicht aus Überzeugung wurde nach der Entlassung von Heesens und der mehr als durchwachsenen Hinrunde 08/09 auf die Jugend gesetzt. Der Glubb rumpelte sich mehr oder weniger durch die Liga zwo und traf in der Relegation auf eine Mannschaft aus Cottbus die in einer ähnlichen Verfassung war wie momentan Hertha BSC.

    Unterschreibe ich. Aber in punkto (Jugend-)Konzepten ist schon so manche Tugend aus der Not geboren worden. Mag die Ursache also nicht heroisch sein, so war die Erkenntnis doch richtig.

    -man ließ sich vom Erfolg blenden und glaubte tatsächlich mit einer Mannschaft die gerade noch aufgestiegen war in der Bundesliga bestehen zu können. Welch bitterer Irrtum von Bader und Oenning. Ob dies bewußtes Harakiri war oder ebenfalls den wirtschaftlichen Zwängen geschuldet? Keine Ahnung

    Ja, das muss man jetzt so konstatieren. Andererseits: Genau das hatte man Gladbach vorgeworfen nach deren Aufstieg, warum man der Aufstiegsmannschaft kein Vertrauen geschenkt habe und der Jugend durchschnittliche Bundesliga-Kicker vor die Nase gesetzt haben. Vielleicht war es „zu optimistisch“, aber man wollte eben diesen Weg gehen. Für die Fehleinschätzung wurde der sportliche Leiter, MO, ja zur Rechenschaft gezogen mittlerweile.

    -Und jetzt nach der Entlassung von Oenning?
    Da wird Bader in der NN zitiert mit:”Wir haben alles versucht um die Klasse zu halten”. Wie bitte? Einen Spieler abgegeben (Kluge) zwei ausgeliehen. 1,5 Mio Transfereinnahmen erzielt. Wo ist die sportliche Chance gestiegen um die Klasse zu halten? WILL man das finanzielle Risiko nicht eingehen und bereitet schon alles auf eine weiche Landung in Liga zwo vor? Logischerweise ohne Leihspieler, ohne Pinola (Vertrag läuft aus) und ohne Diekmeier?

    Da gebe ich dir Recht. Diese Aussagen verstehe ich auch nicht. Ich verstehe auch die Transfers nicht, noch weniger sogar als den Optimismus nach dem Aufstieg. Ich hoffe, da kommt noch was, sonst sehe ich die „weiche Landung“ (die übrigens in der Tat als Motiv für das Handeln ziemlich schlüssig erscheint, wie du es begründest) als durchaus wahrscheinlich.

    Kurzum: Es wird in der Diskussion um Bader viel zu viel schwarz-weiß gemalt. Die einen PRO die anderen CONTRA? Ich will mich da nicht festlegen, wie auch bei MO nicht. Ich halte Bader für einen sehr guten Mann und bin froh ihn beim Club zu haben, als sakrosankt sehe ich ihn nicht – und auch nicht als unfehlbar.

    Viel zu häufig ist in unserer Gesellschaft heute die Tendenz, dass man alles Gute auch gleich wieder mit einreißt, wenn einer einen Fehler macht. Ergo versuchen alle Fehler zu vertuschen oder – noch schlimmer – zu vermeiden, was zu einem konservativen Handeln und ständigen Absichern führt. Wir kennen das aus der Politik. Um ja keinen Fehler zu machen wird solange alles durchgenudelt und mit Lobbyisten abgeklärt, bis weichgespülter Mist rauskommt. Aber dafür kostet es nicht den Kopf.

    Mir geht – wie anderen hier auch offenbar – gegen den Strich, dass man nicht begreift, dass Fußball auch außerhalb des Platzes ein Mannschaftssport ist, bei dem alle in einer Mannschaft für Erfolg und Misserfolg stehen müssen. Solange Bader bei uns ist, sollten wir ihn als „unseren Mann“ nach außen verteidigen und ihm Rückendeckung geben. Nur wenn schwere Verfehlungen aufgedeckt werden, muss man die Konsequenzen ziehen, oder wenn man keine Perspektiven mehr miteinander sieht, auf der nächsten Hauptversammlung zu einem Beschluss kommen.

    Aber so lange sollten wir ALLEN unseren Jungs (vom Spieler bis zu den Verantwortlichen!) doch endlich mal das Gefühl geben, dass sie bei ihren Fans ein Heimspiel haben!

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  • Der obige Beitrag von Alexander ist spitze. Eine sehr gute Analyse. Davon kann sich Armin Maurer meiner Meinung nach etwas abschauen, da er genauso wie die Kritiker, die zu einseitig nur Negatives heranziehen, einfach für jedes Missgeschick eine andere Entschuldigung für Bader findet: einmal ist Meyer schuld, dann Roth, dann das Pech.

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  • Alexander | Clubfans United: Inhaltlich tendentiell weit negativer gegen Bader eingestellt, von der Tonalität bei 8 von 10 Beiträgen weiß ich aber, warum ich damals hier gelandet bin und nicht in einem Forum …

    Letztlich hält sich aber einer den Spiegel vor und schreibt richtigerweise (Moonlight): „deswegen sollte es trotzdem verboten werden, so einen scheiss auch noch veröffentlichen zu dürfen“

    Selbsterkenntnis hilft manchmal…. 😆

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  • Veteran: Insofern trägt er ein gerüttelt Maß Mitschuld am beispiellosen Niedergang seit dem Pokalsieg.

    Mag sein, dafür aber im Umkehrschluss auch genausoviel „Mitschuld“ am Pokalsieg und an der UEFA-Cup-Teilnahme. Eigentlich waren wir vor dem Pokalsieg bereits schon einmal mausetot und abstiegsreif. Alles hat halt seine zwei Seiten….

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  • Steven: Der obige Beitrag von Alexander ist spitze. Eine sehr gute Analyse. Davon kann sich Armin Maurer meiner Meinung nach etwas abschauen, da er genauso wie die Kritiker, die zu einseitig nur Negatives heranziehen, einfach für jedes Missgeschick eine andere Entschuldigung für Bader findet: einmal ist Meyer schuld, dann Roth, dann das Pech.

    Man schaffst es nicht, einen Keil zwischen uns zu treiben. *flöt

    Aber danke für’s Lob. Armins Artikel war ja auf meinen Wunsch und meine Bitte als Kommentar zu einem Artikel gemacht worden – und ich finde ihn immer noch genau so gut, da man darüber diskutieren kann.

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  • Optimist:
    Letztlich hält sich aber einer den Spiegel vor und schreibt richtigerweise (Moonlight): “deswegen sollte es trotzdem verboten werden, so einen scheiss auch noch veröffentlichen zu dürfen”
    Selbsterkenntnis hilft manchmal…. :lol:

    Ich will da wirklich jetzt keinen Klassenkampf anfangen – ich mag Foren, finde gut, dass sie da sind und das Nordkurve-Forum ganz wichtig in der Fanlandschaft. Schön, dass es sowas gibt. (ohne Ironie!)

    Mir gefällt der Ton aber nicht – in Foren generell (oder meistens), dieses Argumentieren mit Ausrufezeichen, das derbe Abkanzeln. Aber jedem das seine, der eine mag das diplomatisch-abwägende nicht und braucht eben den rauhen Ton. Und es gab ja auch gemäßigte Stimmen dort, manche sehr differenziert und dass man in Anbetracht der Faktenlage a) emotional werden kann und b) anderer Meinung sein, sehe ich als normal.

    Und was die Beleidigungen gegen unser Blog hier angeht: Muss man abkönnen, wenn man in der Öffentlichkeit Meinung vertritt.

    Nur „Möchtegern 11Freunde- und pseudeointellektuell“ nehme ich persönlich! Irgendwie aber als Kompliment. :mrgreen:

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    • Genau genommen auch nicht mal „Möchtegern 11Freunde-intellektuell“ (also wegen Möchtegern) – immerhin haben wir es schon paar mal auf die Titelseite von 11freunde.de mit Artikeln gebracht.

      Aber das wollte ich mit dem Einwand nicht erreichen, dass wir irgendeine Art von Konkurrenz aufbauen oder eben den Klassenkampf schüren. Ich fand die Formulierung nur witzig.

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  • Juwe: da fällt einem nix mehr zu ein. Rainer Zietsch den du erwähnst hast, soweit ich weiß BWL studiert.

    Wenn ich mich nicht irre, dann habe ich die Arbeit von Zietsch und Konsorten als „hervorragend“ bezeichnet – also erstmal lesen, was der von Dir Kritisierte überhaupt schreibt, dann fällt Dir sicher bald auch wieder was ein! 😉

    Juwe: Ein Stefan Reuter hat keine schlechte Arbeit gemacht in einem chaotischen Verein,

    Es wäre in seiner Position genau seine Aufgabe gewesen, diesem Verein das Chaos ein wenig auszutreiben! In meinen Augen aber war Reuter lediglich mit dem Erhalt seiner eigenen Position beschäftigt – könnte man alles noch genauer beleuchten, aber das ist eine Aufgabe der 60er in deren Foren, also lasse ich das. Jedenfalls brachte der mir zu wenig für eine gehobene Führungsposition.

    Wie ich, so glaube ich, auch deutlich gemacht habe, habe ich nichts gegen Ex-Spieler in führender Position. Aber ich möchte gerne als Bewerbungsmitbringsel erfolgreiche Arbeit anderswo sehen. Diesen Anspruch darf der Club – eben durch die im großen und ganzen doch erfolgreiche Arbeit in den vergangenen Jahren – meines Erachtens ruhig stellen.

    Jedenfalls bin ich Armin für seinen Anreißer äußerst dankbar, denn dadurch wurde die Basis geschaffen, dass die Arbeit Baders durchaus – auch heftig – kritisiert werden kann. Ohne dass man zum Argumentelieferanten derjenigen wird, für die die Entlassung Bader das einzige Hindernis auf dem Weg ins Clubglück darstellt.

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  • ich hab hier eigentlich noch niemanden gelesen, der die Entlassung Baders gefordert hat. Eine Rochade, er als Ökonom im Clubmanagment dort kann er gerne weiterhin für professionelle, geschäftliche Strukturen sorgen und dafür ein Sportdirektor neben ihm, für die sportlichen, perspektivischen Aufgaben. Aber es ist relativ sinnlos gegen eine innere Grundhaltung zu argmuentieren, jeder der sportliche Entwicklungen zu Recht kritisch hinterfragt wolle den armen Herrn Bader vom Hof jagen…

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  • Juwe: ich hab hier eigentlich noch niemanden gelesen, der die Entlassung Baders gefordert hat. Eine Rochade, er als Ökonom im Clubmanagment dort kann er gerne weiterhin für professionelle, geschäftliche Strukturen sorgen und dafür ein Sportdirektor neben ihm, für die sportlichen, perspektivischen Aufgaben. Aber es ist relativ sinnlos gegen eine innere Grundhaltung zu argmuentieren, jeder der sportliche Entwicklungen zu Recht kritisch hinterfragt wolle den armen Herrn Bader vom Hof jagen…

    Hier nicht, aber anderswo vehement. Wenn man so quer liest kann schon der Eindruck entstehen, es bilde sich gerade ein Mob… Aber Gott sei Dank nicht hier, dafür bin ich auch dankbar, wir versuchen es noch mit Argumenten uns gegenseitig zu überzeugen. Und das ist auch gut so.

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  • Juwe: ich hab hier eigentlich noch niemanden gelesen, der die Entlassung Baders gefordert hat.

    Entschuldigung, aber das an den Beiträgen der Leser hier ablesbare Niveau ist hier denn doch wahrscheinlich so hoch, dass man bestimmte Dinge nicht direkt schreiben muss. Es genügt, wenn du, das ist ja nicht nur mir aufgefallen, zu (fast) allem und jedem ein- und dieselbe Universalerklärung bemühst – den Rest kann dann ein jeder Leser selbst zwischen den Zeilen lesen.

    Was im übrigen auch nicht nur mir aufgefallen ist: worin sollen denn die Aufgaben eines Sportdirektors zwischen Manager und Trainer eigentlich konkret bestehen? Bis dato habe ich noch kein überzeugendes Argument gegen Alexanders Argumente gelesen, nach dem a) viele Köche den Brei verderben und b) ob man nicht derartige sportliche Kompetenz (von der man in der Tat nie genug haben kann) nicht eine Ebene tiefer in den Verein holen könnte. (hoffe Alexander, dass ich richtig paraphrasiert habe, sonst: tschuldigung). Ich möchte sogar noch weiter gehen: viele so genannte Sportdirektorenposten sind gerade deshalb entstanden, weil man irgendwelche Altgediente, vergleichbar weiland dem bayerischen Senat, mit einem lukrativen Posten versorgen musste/wollte. Last but not least: Juwe gibt ja selbst zu (Zietsch usw.) dass beim Club bereits sportliche Kompetenz arbeitet. Man muss sich mal den Jahresumsatz des Vereins anschauen, dann wird jedem offenbar, dass da, wirtschaftlich gesehen, ein popeliger Mittelständler agiert, dessen Vorstandschaft nicht ohne Not aufgebläht werden sollte. Aber ich lasse mich gerne überzeugen, wenn mir jemand endlich mal diese „sportliche Seite“ (als ob man die in einem Fußballverein von der „wirtschaftlichen“ Seite so genau trennen könnte – was macht dann im übrigen Woy künftig?) genau definiert: Scouting? Beichtvater für die Spieler/Vermittler? Trainerübervater? PR-Arbeit, d. i. das „Gesicht“ des Club ggü. der Presse…
    Mir wäre eine andere Alternative lieber: lasst uns endlich mal einen langfristig guten Trainer finden, der soll dann, wie ein Roux, dem Ganzen seinen Stempel aufdrücken und dann regelt sich die Aufteilung der Aufgaben von ganz allein.
    Ich gebe außerdem zu bedenken, dass gerade gute bzw. renommierte Trainer oftmals über soviel Selbstbewusstsein verfügen, dass sie sich nicht gerne von irgendjemand in den sportlichen Bereich reinquatschen lassen (Rangnick, Magath, Löw, van Gaal, HM…) . Wer als Verantwortlicher den Kopf hinhalten und im Krisenfall als erster gehen muss, der will auch entscheiden, das ist nachvollziehbar. Ein guter Trainer mit eigenem Kopf – ob bereits mit oder ohne Ruf – wird niemals zu einem Verein gehen, bei dem er Gefahr läuft, zum Hütchenaufsteller degradiert zu werden.

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  • Juwe: Der Franke mag eben 🙂 keine Umstellungen die zudem mit einem Erfolgsrisiko behaftet sind, lieber ein ..weida sou ..lieber weiter auf dem Leidensweg, dann weiss man zumindest was man hat.

    Das scheint mir doch die Realitäten beim Club – die volkspsychologische (oder doch eher küchenpsychologische?) Diagnose mag ich da eher nicht kommentieren – mal eben nonchalant zu ignorieren. Wir haben/hatten in den letzten Jahren:
    a) diverse Trainer mit teils sehr unterschiedlichen Vorstellungen von Fußball und demzufolge auch
    b) diverse taktische Modelle und denen entsprechende Kader
    c) endlich den lange angekündigten Schwenk, die 2. Mannschaft mehr in den Fokus zu stellen, wo unter René Müller und Dieter Nüssing beachtliche Arbeit geleistet worden ist
    d) international renommierte Spieler wie Galasek, von deren Verpflichtung wir vorher jahrelang nicht einmal hätten träumen können (als Drittligist schon gar nicht)
    e) endlich die immer wieder angekündigten Pläne für ein NLZ mal in Angriff genommen
    f) die größte Veränderung in der Führungs- und Organisationsstruktur, die ein Verein überhaupt vornehmen kann
    g) die bemerkenswerte Entschuldung, so dass die Lizenz endlich mal nicht nach wochenlangem Bibbern und Bangen zugeteilt worden ist
    h)eine deutliche Professionalisierung in der Arbeit der Geschäftsstelle
    i) Leute wie Wübbenhorst im Aufsichtsrat, zu denen man stehen kann wie man will – aber es sind nun mal Vorstände von hochrenommierten Unternehmen mit Milliardenumsätzen, die sich durchaus eine eigene Meinung leisten. Damit also
    j) der Abschied vom Präsidialverein
    k) diverse Taktikschwenks: der Club als neue Top-Adresse für Talente – oder auch wieder nicht
    usw. usf.
    Wohlgemerkt: man kann zu all diesen Punkten stehen wie man will,
    man kann auch den ausgebliebenen Erfolg mancher Veränderung kritisieren,
    das alles aber einfach nicht zur Kenntnis zu nehmen, das lässt eher einen ideologischen Blick auf die Fakten vermuten, nach dem nicht sein kann, was nicht sein darf.

    Eine Sache ist uns allerdings tatsächlich treu geblieben bzw. hat sich nicht geändert: das zeitlich sehr nahe beieinander liegende Zusammenspiel von höchstem Erfolg und tiefstem Misserfolg. Die Gründe hierfür sind vielschichtig, liegen tief und sind bereits von wesentlich kompetenteren Stimmen als meinereiner analysiert worden. Ich kenne im übrigen keinen Clubfan, Franke oder nicht, der in diesem speziellen Falle mit einem Weiter-So zufrieden gewesen ist. Ich denke, wir hätten uns alle auch ganz gut mit einer dem Pokalsieg folgenden jahrelangen Erfolgsgeschichte abfinden können.

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  • viel Qualm um nichts. Wenn ich den beiden Texten etwas Essentielles entnehmen kann dann, dass wir über supermoderne Strukturen verfügen nur leider ohne sporlichen Erfolg (das ist leider Fakt, aber der kommt bestimmt bald!), gekrönt mit einem ..“weiter so“, alles kann so bleiben wie es ist. …eventuell benötigen wir aber noch einen dominanten langjährigen Trainer von internationalem Format. In dem Licht erscheint es gerade zu ungeschickt, dass wir jüngst Hecking verpflichtet haben.

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  • Sory Freunde,

    Herrn Baders Seligsprechung durch Herrn Armin Maurer halte ich zwar für schön ablesbar, aber auch für sehr einseitig und dünn recherchiert.
    Warum ?
    Herrn Maurers ultimatives Fazit suggeriert
    uns da, ich zitiere:

    Aber echte Argumente, die belegen, dass Herr Bader schlechte Arbeit geleistet hat, die lassen sich einfach nicht finden.

    Beginnen wir bei doch ganz einfach bei der BL. Saison 2006 / 2007

    1. Zuschauerrekord
    2. Buli. Platz 6
    3. DFB Pokalsieg
    4. Fernsehgelder Einnahmen wie nie zuvor
    5. Europaliga Teilnahme
    6. Schwarze Zahlen zum Jahresabschluss

    Eine Ausgangsposition für einen Traditionsverein mit diesen unglaublichen Anhängern und einer Euphorie wie nie zuvor.

    Jetzt meine ganz bescheidene aber deutliche Frage:

    Was hat unser Herr Sportökonom aus dieser hervorragenden Ausgangsposition denn eigentlich gemacht ? ?

    Ich denke, dass es kaum einen anderen Buli. Sportdirektor, Manager, Vizepräsidenten, was auch immer, ohne besondere Anstrengung gelungen wäre, einen DFB Pokalsieger 2007, im Jahr 2008 zum Abstieg aus der 1.Buli.
    zu verhelfen.

    Wie dünn die Decke nach dem Abstieg 2008 auch für ihn war, daran erinnern sich jetzt nur noch wenige.

    Mein Fazit lautet:

    Herr Bader ist der erste Buli. Sportdirektor, der einen DFB Pokalsieger in den Buli. Abstieg führte.

    Wenn Herr Armin Maurer die Meinung vertritt, Herr Bader leiste eine gute Arbeit für unseren Club, so muss doch die Frage erlaubt sein, wären in den anderen 17 Vereinen der Buli. nicht auch Zweifel aufgekommen an der Tuglichkeit des Managements.

    Denke doch bitte mal darüber nach, bevor du solche Leitkommentare zum besten gibst.

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  • @Altglubberer:

    Ich bin zwar der Ansicht, dass für den Erfolg und Misserfolg einer Fußballmannschaft in erster Linie die Spieler verantwortlich sind, aber wenn du sagst, dass Bader den FCN 2008 in den Abstieg „führte“, solltest du auch sagen, dass Bader den FCN 2007 auf Platz 6 in der Bundesliga und zum Pokalsieg „führte“.

    Kleiner Tipp: Erst denken, dann Kommentar schreiben…

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  • Die Spieler können aber bei Misserfolg nicht den Manager entlassen… umgekehrt ist das Managment aber für die Zusammenstellung des Spielerkaders verantwortlich. Man zog mit diesem `Produkt`eben den kürzeren gegen die Konkurrenz. Und es wurde ja regelmäßg ein Bauernopfer erbracht, die dann Schuld tragen, natürlich nur die Trainer.

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  • Juwe: dass wir über supermoderne Strukturen verfügen nur

    Habe ich zwar nirgendwo geschrieben und ist so auch nicht rauszulesen, aber das ist mir langsam auch egal. Leider ist es zwar möglich, mit Diskutanden wie dem Veteran, der eine Menge Substantielles bringt (muss ja nicht immer alles essentiell sein) zum noblen britischen „We agree to disagree“ zu kommen, bei Leuten, die permanent ausweichen, wenn die Gegenargumente oder auch nur mal die einfachen Fakten nicht ins Weltbild passen, ist das dagegen unmöglich. Wer, wie belschanov knapp und klar ausführt, Bader wesentliche Schuld am sportlichen Misserfolg gibt, der muss ihm auch den sportlichen Erfolg des Pokalsiegerjahres zuschreiben. Aber das passt wahrscheinlich nicht ins Weltbild, das auch vor plumper Verfälschung anderer Aussagen nicht Halt macht: anders kann ich mir nämlich nicht erklären, wie man von „guter Trainer mit eigenem Kopf“ (das traf in meinen Augen grosso modo doch auch auf Oenning zu) zu „dominanten langjährigen Trainer von internationalem Format“ kommt – das ist ja nicht mal mehr Ironie, das ist lediglich schief.

    Über Hecking unterhalten wir uns mal nach der Saison – mir jedenfalls fehlt, bis auch flüchtige Blicke aus der Ferne auf seine frühere Station, bis dato eine reelle Grundlage, um mir meine Meinung zu dem Trainer zu bilden.

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  • @ Hörnla

    Das ist mir auch aufgefallen. Genauso, wie es Menschen gibt, die nicht zuhören können, gibt es wohl auch solche, die zwar technisch des Lesens mächtig sind, aber die Informationen dann nicht verarbeiten können… 😉

    Zu Hecking nach den bisherigen Eindrücken und aufgrund seiner bisherigen Trainerkarriere kann man zumindest sagen, dass hier einer ist, der wenigstens das Potential dazu mitbringt, ein „guter Trainer mit eigenem Kopf“ mit längerer Beschäftigungsdauer beim Club zu werden.

    Das ist zumindest eine Entscheidung Baders (sofern derartige Entscheidungen immer allein dem Manager „angelastet“ werden sollen), die aus heutiger Sicht eine gute war. Schaun wir mal am Saisonende, wie gut….

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  • Hörnla: Habe ich zwar nirgendwo geschrieben und ist so auch nicht rauszulesen, aber das ist mir langsam auch egal. Leider ist es zwar möglich, mit Diskutanden wie dem Veteran, der eine Menge Substantielles bringt (muss ja nicht immer alles essentiell sein) zum noblen britischen “We agree to disagree” zu kommen, bei Leuten, die permanent ausweichen, wenn die Gegenargumente oder auch nur mal die einfachen Fakten nicht ins Weltbild passen, ist das dagegen unmöglich. Wer, wie belschanov knapp und klar ausführt, Bader wesentliche Schuld am sportlichen Misserfolg gibt, der muss ihm auch den sportlichen Erfolg des Pokalsiegerjahres zuschreiben. Aber das passt wahrscheinlich nicht ins Weltbild, das auch vor plumper Verfälschung anderer Aussagen nicht Halt macht: anders kann ich mir nämlich nicht erklären, wie man von “guter Trainer mit eigenem Kopf” (das traf in meinen Augen grosso modo doch auch auf Oenning zu) zu “dominanten langjährigen Trainer von internationalem Format” kommt – das ist ja nicht mal mehr Ironie, das ist lediglich schief.Über Hecking unterhalten wir uns mal nach der Saison – mir jedenfalls fehlt, bis auch flüchtige Blicke aus der Ferne auf seine frühere Station, bis dato eine reelle Grundlage, um mir meine Meinung zu dem Trainer zu bilden.

    Hecking finde ich ebenso eine gute Wahl. Der eignet sich auch für die 2. Liga. Das ist keine Ironie, sondern nur Realitätssinn.

    Der Thread hier geht ja um MaBa, also wird hier auch über ihn diskutiert, recht naheliegend oder? Es gibt niemanden MaBa die Alleinschuld an ,vorsichtig formuliert, 3 durchwachsenen Jahren in denen fast ausschließlich gefühlte Endspiele um die Existenz hat!

    Aber die anderen „Hauptverantwortlichen“ sportlich, durften bereits reihenweise ihren Hut nehmen und die Verantwortung dafür übenehmen. Da ist es nur legitim zu hinterfragen, wer denn ebenso in der Verantwortung steht. Da bleibe ich auch bei meiner Meinung, völlig klar.

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  • Ich hoffe sehr, dass ihr, Juwe und Optimist, in eurer (positiven) Einschätzung Heckings recht behaltet. Jedenfalls bin ich auf seine „Handschrift“ gespannt wie ein Flitzebogen.

    Nicht so gefallen hat mir jedenfalls eine im Vorfeld von der Presse verbreitete Äußerung, er habe den Abschied vom „Hurra“-Stil eingeleitet – ich hoffe, das war nur der nachrichtenarmen Zeit geschuldet, in der man den Medien irgendwelche Futterbrocken hinwerfen muss. Am besten was, was auch ein jeder kapiert. Ich nämlich habe schon seit langem beim Club keinen „Hurra“-Stil erkennen können – stattdessen eine verängstigte Mannschaft, die gegen Köln glaube ich, in 90 Minuten immerhin einmal aufs Tor schoss. „Hurra“ sieht anders aus.

    Aber ich bin ja dafür, dass jeder seine Chance bekommt, hoffe nur, dass Hecking nicht die Erfahrung macht, dass der Kader – Kritik an den Wintertransfers wurde hier ja bereits geäußert und klingt gar nicht unplausibel – nicht mal gut genug für einen Relegationsplatz ist. Hoffentlich ist bald Sonntag 😉

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  • Hörnla: Ich nämlich habe schon seit langem beim Club keinen “Hurra”-Stil erkennen können – stattdessen eine verängstigte Mannschaft, die gegen Köln glaube ich, in 90 Minuten immerhin einmal aufs Tor schoss. “Hurra” sieht anders aus.

    Hurra-Stil bezog sich auf den Gegner. „Hurra, als nächstes geht es gegen den Club!“ :mrgreen:

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  • Zuerst will ich mich bei Alexander bedanken, dass er meinen Kommentar zu einem Artikel hier gemacht hat, ein klein wenig empfinde ich das schon als Ritterschlag, denn die Artikel der anderen Schreiber bei clubfans-united legen die Latte hier schon hoch. Dazu empfinde ich diesen Blog als wunderschönes Beispiel, dass sich Emotion, Intellekt und Respekt beim Thema Fußball nicht ausschließen müssen.

    Ich muss auch gestehen, hätte Alexander mich vor meinem Beitrag aufgefordert einen Artikel zum Thema Bader zu schreiben, wäre dieser deutlich kritischer ausgefallen, denn natürlich ist es richtig dass Bader AUCH für die aktuellen sportlichen Misserfolge MITverantwortlich ist.

    Nur halte ich die auch hier vor der Oenningentlassung zu lesende Generalkritik, Bader ist ein Versager und gehört zusammen mit Oenning weg eben für falsch. Denn wie auch schon von anderen hier geschrieben, man kann Bader nicht nur die Fehlschläge nach dem Pokalsieg ankreiden, man muss auch seine erreichten Erfolge mit dem Pokalsieg und der damals erfolgten Entschuldung sehen.

    Der einzige entscheidende strategische Fehler den ich sehe ist die Entlassung von Meyer, man hätte es damals mit dem „Erfolgstrainer“ weiter versuchen sollen, hätte auch Meyer den Abstieg nicht verhindert, dann hätte man nach dem Abstieg einen sauberen Schnitt machen können, entweder einen Großteil der Spieler raus oder dann die Trennung von Meyer und Neubeginn mit einem neuen Trainer.

    Wobei selbst da meine Vorliebe eher neue Spieler als ein neuer Trainer gewesen wären. Wenn man sieht dass bei allen drei Trainerentlassungen, Meyer, TvH und Oenning ähnliche Spieler federführend beteiligt waren, ich nenne mal Mintal, Kluge, Wolf, dann erscheint mir hier eher das problem zu sitzen als beim jeweiligen Trainer. Ich fürchte wir haben ein paar Selbstoptimierer in der Mannschaft, denen das eigene Fortkommen wichtiger ist als der Erfolg des Teams. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Zurück zu Bader, richtig ist, er ist nicht der allein seligmachende Heilsbringer, aber er ist ein seriöser und professioneller Arbeiter, der mit einigen Entscheidungen auch Pech hatte, der auch Fehler gemacht hat, der aber dem Club auch schon einiges an Geld gebracht hat. Sei es durch gewinnbringende Transfers, sei es im Bereich Sponsoring, Marketing. Dass wir damit noch nicht Spitze in der Liga sind liegt eher an Versäumnissen in der Vergangenheit als an der Arbeit von Bader.

    Dazu kommt eine klar auf die Zukunft gedachte Arbeit, Jugendmannschaften sind endlich wieder alle erstklassig, die U23 spielt endlich erfolgreich in der Regionalliga mit, davor eher vom Abstieg aus der Bayernliga bedroht, das Nachwuchs- und Leistungszentrum, lange geplant, wird endlich aktiv angepackt. Dazu die beschlossene Satzungsänderung, die eine weitere Professionalisierung bringen wird, viele Dinge hinter denen maßgeblich Bader steckt und die ich einfach gerne weitergeführt sehen will. Deshalb meine Verteidigung unseres Managers.

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  • Armin: Der einzige entscheidende strategische Fehler den ich sehe ist die Entlassung von Meyer, man hätte es damals mit dem “Erfolgstrainer” weiter versuchen sollen

    Hier kann man anderer Meinung sein und dennoch zu dem Schluss kommen, dass die Entlassung DER strategische Fehler war. Ich fand z.B. die Entlassung an sich nicht falsch, weil einfach das Miteinander von Trainer und Mannschaft nicht mehr funktioniert hat. Allerdings hätte man diesen Schnitt entweder VOR der Winterpause machen müssen oder eben gar nicht (wie Du sagst). Die Maßnahme zum gewählten Zeitpunkt war jedoch unstreitig eine klare Fehlentscheidung.

    Doch wer hat diese zu Verantworten? Auch das entschied doch nicht MB allein, sondern das gesamte Präsidium samt Aufsichtsrat. Wäre interessant zu erfahren, wer in diesem Entscheidungsgremium seit Ende der damaligen Rückrunde welche Position vertreten hat….

    Wie auch immer, scheinbar hat man daraus gelernt und diesmal den Schnitt immerhin zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Ob das auch die richtige Maßnahme war, wird man sehen; Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen und freue mich darauf, dass die Rückrunde endlich losgeht!

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