Nachdrückliche Forderung

Bin gerade auf einen Artikel in der Augsburger Allgemeinen gestoßen. Der Artikel, ein Kommentar zur Relegation, trägt den Titel “1. FC Nürnberg – FC Augsburg: Vorteil FCA” und der Autor des Artikels den Namen Tilmann Mehl. Ich zitiere in Auszügen (klick):

… Dabei ist klar, dass beinahe alles für den FC Augsburg spricht. Die Augsburger haben eine gute Saison gespielt, sind trotz einiger kleinerer Wackler die beste Rückrundenmannschaft. Der 1. FC Nürnberg ist die drittschlechteste Mannschaft der ersten Liga. Der Club steht hinter Mannschaften wie Hannover und Freiburg, denen man häufig Erstliga-Niveau abgesprochen hat. Der FCN hat vier der vergangenen fünf Spiele verloren. Darunter unter anderem gegen Freiburg. Was wiederum zeigt, dass die Mannschaft in wichtigen Spielen mit den Nerven zu tun hat.

Die Nürnberger halten sich immer noch für zu gut, als dass sie in die zweite Liga strafversetzt werden könnten. Das hielten sie 2008 ganz ähnlich. Nach dem DFB-Pokalsieg hat man es lange Zeit für eine Laune des Schicksals gehalten, dass man im unteren Tabellendrittel umhergeisterte. Am Ende stieg der Club ab. Die Nürnberger nehmen, wann immer es geht, jede erdenkliche theoretische Chance wahr, abzusteigen. Und sei es, am letzten Spieltag vom 12. Platz in die Abstiegszone zu fallen (1999).

Die Nürnberger haben eine unterdurchschnittliche Bundesliga-Mannschaft, die sich in unterdurchschnittlicher Form befindet und einen Negativ-Lauf hat. Der FC Augsburg hat die beste Rückrunden-Mannschaft der zweiten Liga. Viel spricht nicht für den FC Nürnberg.

Tja, Freunde. Sowas muss man sich anhören, wenn man Anhänger des 1. FC Nürnberg ist. Und das Dumme oder das Peinliche oder das Beschämende dabei ist, dass einem nichts Rechtes einfällt, was man dagegen sagen könnte. Fakten sind Fakten, mögen diese auch noch so unangenehm oder schmerzlich oder traumatisch sein. Dass Mehl es nicht dabei belässt, sich die bloßen und nicht zu widerlegenden Fakten auf der Zunge zergehen zu lassen, sondern diese noch mit der süffisant-hämischen Feststellung

Die Nürnberger nehmen, wann immer es geht, jede erdenkliche theoretische Chance wahr, abzusteigen

geschmacksverstärkend unterlegt, will ich nicht weiter kommentieren. Allerdings will ich Mehl darauf hinweisen, dass er es versäumt hat, darauf hinzuweisen, dass der 1. FC Nürnberg nicht nur 2008 als Pokalsieger, sondern auch 1969 als deutscher Meister abgestiegen ist.

Anders als Mehl äußert der Augsburger Trainer Jos Luhukay Respekt vor dem 1. FC Nürnberg – zumindest vor dem 1. FC Nürnberg des vergangenen Jahres (klick):

Sie haben es uns vor dieser Saison vorgemacht, wie man als Zweitligist aufsteigen kann.

Der FCA will es also machen wie der FCN der letzten Saison. Das zu wollen, ist das gute Recht des FC Augsburg. Weiter will ich das nicht kommentieren.

Ich will überhaupt nichts kommentieren. Ich will etwas fordern. Ich fordere von der Mannschaft des 1. FC Nürnberg, dass am nächsten Montag in der Augsburger Allgemeinen ein von Mehl oder wem auch immer verfasster Kommentar zu den Relegationsspielen erscheint, in dem folgendes Fazit gezogen wird:

Der FCA wollte es machen wie der FCN, aber der FCN war nicht Energie Cottbus.

Ich fordere einen Sieg des 1. FC Nürnberg in der Relegation. Ich fordere, dass der 1. FC Nürnberg in der nächsten Saison in der 1. Bundesliga spielt.

Ich fordere den Mindestlohn (klick).

45 Gedanken zu „Nachdrückliche Forderung

  • Ich ebenso!

    Kann ja nicht angehen, dass der FC Augsburg nicht lange her aus den Niederungen der Amateurligen kommt und einem Verein wie dem FCN jetzt schon erklärt wie es geht!

  • Zieht den Schwaben, erst recht den bayerischen, die Spätzle aus dem Arsch!
    Diese Nordwestvorstädter von München, macht es den Münchnern schon recht ähnlich (und) unerträglich.

  • Zieht den Schwaben, erst recht den bayerischen, die Spätzle aus dem Arsch!
    Diese Nordwestvorstädter von München machen es den Münchnern schon recht ähnlich (und) unerträglich.

    (zweite, korrigierte Fassung) 🙂

  • Na, da hoffen wir mal, dass der FCA kein Mehl hat in der Relegation – dann kann sich Herr Tilmann M. seine subjektiven Erkenntnissen an die Wände seines Vereins, des TSV Gräfelfing (BZL Oberbayern Süd) tapezieren…
    Sein Spitzname ist “Mickey Mouse”. Mir war Donald Duck schon immer lieber!

  • Der Club hat sich die hähmischen Kommentare in der Augsburger Allgemeinen redlich verdient bzw. erbadert. Ein Verein, bei dem man vor einem Titelgewinn Angst haben muß, dass im Jahr danach der Abstieg droht, zieht solche Kommentare automatisch auf sich.

    Es wird sehr viel von der Relegation abhängen. Verliert der Club die Relegation, dann wird er zukünftig nicht mehr Hähme, sondern Mitleid erfahren (siehe TSV 1860 München). Dann droht die Versenkung zweite Liga auf mittlere Sicht….Aber wer Typen wie Bader beschäftigt, der hat es nicht anders verdient, denn nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber…

    In der Relegation entscheidet sich das mittelfristige Schicksal des FC Nürnberg. Verliert der Club, dann wird viel Gleichgültigkeit außerhalb der Hardcore-Fans herrschen. Man merkt doch schon am Vorverkauf für die Relegation, dass der normale Clubfan (außerhalb der Nordkurven-Stehplatz-Fanatiker) die Schnauze voll hat von der Verarschung ala Bader, Woy und Schäfer….

    Alleine die Anstosszeiten in der zweiten Liga werden für einen Zuschauerschnitt von 20.000 sorgen. Dann ist auch die Stadiondebatte überflüssig, denn dann werden auch die wenigen Logen im Frankenstadion schwer verkäuflich sein…In der zweiten Liga will kein Mensch Business-Seats oder Logen zu Bundesligakonditionen.

    Kalkulieren kann man dann nur mit 7.000 Stehplatz-Ultras, aber für 70.000 Euro Einnahmen aus Ultra-Dauerkarten kann man den Stehgeiger Charisteas gerade mal 20 Tage bezahlen….und eines verspreche ich Euch: Der Charisteas wird beim Club seinen Vertrag absitzen, da ihn kein anderer Verein kaufen wird.

    Sollte der Club die Relegation vergeigen, dann werde ich sehr wütend sein und den Club nur noch vor der Glotze unterstützen…denn wieder zweite Liga, das tue ich mir nicht nochmal an….

  • Ist doch klar, dass sich beide Seiten die Dinge herauspicken, die Ihnen Mut machen (sollen), ist auf Nürnberger Seite ja nicht viel anders (Angriffe über die linke Seite, da spielt der schwache Dominik, Relegationserfahrung, u. ä.).
    Wer Recht hat wird sich auf dem Platz zeigen, morgen und am Sonntag.
    Auf geht’s!

  • Jepp Leute, wenn es denn überhaupt noch einen Motivationsschub gebraucht hat, dann ist der jetzt definitiv gegeben! Es gehört schon Einiges dazu den Gegner in der Relegation in dieser Art und Weise zu bewerten. Da hat man ja den Eindruck es ginge nur noch um die Höhe der Augsburger Siege in den beiden Spielen.
    Aber was kann es in unserer Situation Schöneres geben als in den beiden Spielen den Klassenerhalt klar zu machen und damit dafür zu sorgen, dass sich der Augsburger Schreiberling an seinen Einschätzungen nachträglich übel verschluckt?! 😉
    In diesem Sinne; es zählt nur der Sieg!

  • Auch ich schließe mich an:
    Ich fordere einen Sieg des 1. FC Nürnberg in der Relegation. Ich fordere, dass der 1. FC Nürnberg in der nächsten Saison in der 1. Bundesliga spielt.

    Ceterum censeo: Augsburg gehört nach Baden-Württemberg und nicht in die Erste Liga! 😉

    • Andreas: Ceterum censeo: Augsburg gehört nach Baden-Württemberg und nicht in die Erste Liga!

      Oder auch: Ceterum Censeo Augusta Vindelicorum esse delendam. Allerdings kann ich das “Augusta V.” nicht richtig deklinieren (ne 4 in Latein gehabt 😉 ).

      Schaut ja auch doof aus, auf der Tabelle der 1. Liga, wenn da Augsburg steht. Das geht gar nicht. Nicht jetzt. Nächstes Jahr können wir nochmal darüber reden.

      Ich unterstütze hiermit die nachdrückliche Forderung!

  • Seid mal ganz ehrlich, was wären wir für Fans, wenn wir den Klassenerhalt nicht einfordern würden?

    Ich hätte es dem FCA ja gegönnt aufzusteigen, aber nicht zu Lasten unseres Club. Wer den größeren Druck aushalten muss, wird aber schwer zu sagen sein; das Schicksal der SpVgg Bayreuth (war 79 in der Relegation, drei Jahre später folgte der Abstieg) könnte vor allem angesichts des Etats in Augsburg einen gewissen Druck aufbauen. Schätze, es geht für beide Vereine um einiges.

    Dass die Augsburger ihren Verein stark bzw unseren schwach reden/schreiben, wundert mich deshalb auch nicht im geringsten. Scheint mir aber nötig zu sein, wenigstens wenn man sich vor Augen hält, dass die Augsburger in den letzten fünf Auswärtsspielen fette zwei Punkte abgriffen haben (dabei fragich, ob sich Klabautern am letzten Spieltag noch mal so richtig nass gemacht hat, gegen eine Augsburger B-Elf – was wieder ein bisschen für den FCA sprechen könnte). Überhaupt, aus den letzten sieben Spielen holten die Augsburger volle neun Punkte, bei 6:10 Toren. Nur am Rande: Unser achsoabschlussschwacher Club hat in der gleichen Zeit acht Buden gemacht, und zwar buchstäblich in einer anderen Liga.

    Ich denke, es wird knapp werden. Müsste ich tippen, würde ich im Heimspiel ein Unentschieden und im Rückspiel einen knappen Clubsieg, vielleicht auch nur ein „torreiches“ Unentschieden vermuten. Ich würde auch nach einem Abstieg Clubfans bleiben, aber daran glaube ich nicht.

  • Bin hin und hergerissen…
    Werde das Gefühl nicht los, wir könnten nächste Saison jeden Punkt gebrauchen. Insofern wäre Augsburg nicht schlecht. Gegen den Club, früher sicherer Punktelieferant, sah die Bilanz in den letzten Jahren nicht mehr so gut aus.. und unser Michi Thurk in der Bundesliga hätte auch seinen Reiz…

    Na gut, ich halte mal zum Glubb, obwohl das Team es nicht verdient hat.
    Nur ein Wunder kann euch dann nächste Saison vor dem Abstieg retten.
    Oder ihr werdet anstatt “FC Bayern 05 SV” das Farmteam vom FC Barcelona.

    Grüße aus Frankfurt!

  • es stehen die zwei letzten Torschützenkönige der 2. Liga auf dem Platz…

    • beim FCN nicht nur der 2. Liga sondern auch in der Bundesliag bester Torschütze, auch wenn es ein paar Jahre zurückliegt. Und was Thurk angeht, so ein alternder Stern geht in der 1. Bundesliga ganz schnell wieder unter erfahrungsgemäßt, da macht der keine 10 Tore.

      JayJay: es stehen die zwei letzten Torschützenkönige der 2. Liga auf dem Platz…

  • Also mir gefällt der Artikel von Mehl. Der spricht wenigstens Klartext. Wenn die Augsburger mit breiter Brust gen Nürnberg reisen, stehen die Chancen gut, dass unsere Mannschaft mit einer großen Leistung die ziemlichen Härten, die sie uns Anhängern während der Saison zugemutet hat, wenn schon nicht vergessen machen so doch verblassen lassen kann. Ansonsten schmeckt ein Sieg über einen starken Gegner um so süßer – und der wird in meinen Augen um so wahrscheinlicher für den FCN, um so weniger sich die Club-Mannschaft als Favorit begreift. “Schön, wenn es um was geht.!” (Alain Sutter)

    • Hörnla:

      …dass unsere Mannschaft mit einer großen Leistung die ziemlichen Härten, die sie uns Anhängern während der Saison zugemutet hat, wenn schon nicht vergessen machen so doch verblassen lassen kann.

      Wenn unsere Mannschaft die Relegation gewinnt, werde ich alles vergessen und verzeihen. Wenn sie unterliegt, werde ich nichts verzeihen. Dann werde ich die Konsequenzen ziehen.

      (Die Frage ist nur: welche?)

      • belschanov:
        Wenn unsere Mannschaft die Relegation gewinnt, werde ich alles vergessen und verzeihen. Wenn sie unterliegt, werde ich nichts verzeihen. Dann werde ich die Konsequenzen ziehen.
        (Die Frage ist nur: welche?)

        Klare Antwort: Traurig sein. Wütend werden. Clubfan bleiben!

  • Kann ich bestätigen, die strotzen hier in Augsburg nur so vor Selbstbewußtsein. Ich kann mir jede Menge süffisantes Zeug anhören und sogar mein Sohn tippt fürs Hinspiel schon 4:1 für den FCA.

    Für heute haben sie schon die FCA-Tage ausgerufen, d.h. jeder soll im Fan-Gewand rumlaufen und die Häuser beflaggen.
    Widerlich. Glücklicherweise kommen die Leute dem ganzen anscheinend nur zögerlich nach – konnte jedenfalls noch keinen entdecken.

    Den Club nehmen die gar nicht mehr ernst.

    Um so besser für uns. Die werden sich noch wundern ( hoffentlich!).

    • BSE08: Kann ich bestätigen, die strotzen hier in Augsburg nur so vor Selbstbewußtsein. Ich kann mir jede Menge süffisantes Zeug anhören und sogar mein Sohn tippt fürs Hinspiel schon 4:1 für den FCA.

      Für heute haben sie schon die FCA-Tage ausgerufen, d.h. jeder soll im Fan-Gewand rumlaufen und die Häuser beflaggen.
      Widerlich.

      Nein – das ist absolut groß! Denn dazu fällt mir nur Mourinhos Kommentar zu den Ereignissen (Lärmen der Fans vor dem Hotel, die Polizei kam drei Stunden später etc.) vor dem Rückspiel in Barcelona ein: “Da habe ich gemerkt, dass sie Angst haben!”

  • Also vor dem Spiel gegen Köln war meine Stimmung genau so: Es wird ein Gewürge, aber das wird egal sein, weil Hannover gewinnen wird. Einfach deswegen, weil ich Bochum in München live gesehen habe und die Ergebnisse beider Mannschaften davor kannte. So einen Hebel kann man nicht einfach umlegen, das kannte der Club damals aus dem Endspiel gegen Schalke. Bochum hat sein Finale eigentlich schon in München verloren.

    Umso wichtiger war der (für mich sogar überraschende) Erfolg des Clubs gegen Köln – wenn auch mit spielerischem Gewürge, aber mit der richtigen Einstellung und dem nötigen Quäntchen Glück. – Und auf der anderen Seite hat sich der FCA (meiner Meinung nach) mit der B-Elf in Kaiserslautern einen Bärendienst erwiesen und mit dem späten Ausgleich auch noch das Glück verloren. Die Formkurve zeige ja seit dem Halbfinal-Ausscheiden eh schon zunehmend nach unten.

    Kurzum: Mein Gefühl sagt mir, dass das ne ziemlich klare Angelegenheit wird. Augsburg wird zweimal verlieren – nur die Angst, dass doch irgendwas schief gehen könnte, wird uns Clubfans bis zum Schluß umklammern. Augsburg ist sicher eine gute Mannschaft, aber wie Leverkusen in Liga 1 robbte man sich irgendwann nur noch zum Ende. Die Relegation ist ein weiterer Kraftakt, den Nürnberg auch dank des breiteren Kaders besser wegsteckt. Zudem hat man die Erfahrung mit Relegation im Rücken, das macht ruhiger und fokussierter. Augsburg wird verkrampfen.

    Klar, Ereignisse können sich überschlagen. Fußball ist nur bedingt vorhersehbar. Aber so würde ich den Ausgang einschätzen und gehe entsprechend ruhig an die Sache ran.

  • Augsburg soll ruhig mit breiter Brust anreisen und seine Erfahrungen machen, die es wieder auf den Boden zurückholt. Denen kann 1 weiteres Jahr 2. Liga nur gut tun, um sich überhaupt mal auf hohem Zweitliganiveau zu stabilisieren. Ich glaube auch, dass der Club sich zweimal durchsetzen wird.

  • Nur eine einzige Bitte hätte, nicht wieder wie jedesmal die 1. Halbzeit verschlafen! ..dann läufts auch

    • Juwe: Nur eine einzige Bitte hätte, nicht wieder wie jedesmal die 1. Halbzeit verschlafen! ..dann läufts auch

      Mein reden! 🙂

      Und Augsburgs Medien können gerne weiter Gas geben, denn das wirkt als wunderbare Motivation für Fans und Spieler in der Noris. Am Platz gibt es dann Lektionen in Demut für die Fuggerer gratis. Hopfentlich! *rülps*

      • Pinola: Und Augsburgs Medien können gerne weiter Gas geben, denn das wirkt als wunderbare Motivation für Fans und Spieler in der Noris.

        Also ich muss auch zugeben: Der Artikel in der Augsburger Allgemeinen (den ich schon vor dem Artikel hier kannte), hat mich bisschen motiviert. 🙂

  • Guck an, da hat man wohl erkannt, was angerichtet wurde:

    FC Augsburg: Säbelrasseln vor dem ersten Spiel

    Nürnberg ist “not amused”. Der Kommentar von Tilmann Mehl “1. FC Nürnberg – FC Augsburg: Vorteil FCA” ist beim Club und in den Nürnberger Medien – freundlich gesagt – auf wenig Gegenliebe gestoßen.

    http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Sport/FC-Augsburg/Artikel,-FC-Augsburg-1-FC-Nuernberg-Relegation-_arid,2143025_regid,2_puid,2_pageid,4475.html

    • Alexander | Clubfans United: was angerichtet wurde

      Die NN kommentieren den AA-Kommentar als “keck” und das trifft’s und das ist auch gut so. Was Blöd und AZ im steten Bemühen des Boulevards, Leute aufeinander zu hetzen, indem sie Dingen Gewicht verleihen, die das nicht hergeben, dazu meinen, interessiert mich nicht. (Zumal Blöd Ausgabe Augsburg wahrscheinlich genau das Gegenteil der Nürnberger Ausgabe schreibt, soweit lehne ich mich gerne aus dem Fenster, ohne das weiter nachzuprüfen). Ich denke, die meisten Fans beider Lager wissen das “Gewicht” derartiger Äußerungen angemessen einzuschätzen.

  • @ JayJay: Fährst du lieber nach Augsburg oder Nürnberg, mal abgesehen, dass von Frankfurt aus Nürnberg näher liegt. Also ich selbst fahre lieber nach Frankfurt als nach Augsburg, schon weil ich mich in Frankfurt eher daheim fühlte. 😉

    • Christian: @ JayJay: Fährst du lieber nach Augsburg oder Nürnberg, mal abgesehen, dass von Frankfurt aus Nürnberg näher liegt. Also ich selbst fahre lieber nach Frankfurt als nach Augsburg, schon weil ich mich in Frankfurt eher daheim fühlte. ;)

      Augsburg ist irgendwie nicht das selbe wie Frankfurt.

  • Heute schon den Artikel in der SZ über Pino gelesen? Da wurde mir ganz warm ums Herz und ich fühlte mich einen Moment lang an die Zeit erinnert, als der Club wegen seines FußballSPIELS in Deutschland respektiert wurde, immerhin eine ganze (Pokal)Saison lang.
    Sätze wie: “Pinola ist der, der gegen Köln einmal seinen ganzen Körper beim Tackling um den Ball schnalzen ließ wie eine Peitsche, die Kugel säuberlich vom Fuß des Gegners trennte, und damit wieder nach vorn marschierte.” Gestehe: das geht runter wie Öl. Extra vergine.

    • Hörnla: Heute schon den Artikel in der SZ über Pino gelesen? Da wurde mir ganz warm ums Herz und ich fühlte mich einen Moment lang an die Zeit erinnert, als der Club wegen seines FußballSPIELS in Deutschland respektiert wurde, immerhin eine ganze (Pokal)Saison lang.
      Sätze wie: “Pinola ist der, der gegen Köln einmal seinen ganzen Körper beim Tackling um den Ball schnalzen ließ wie eine Peitsche, die Kugel säuberlich vom Fuß des Gegners trennte, und damit wieder nach vorn marschierte.”Gestehe: das geht runter wie Öl. Extra vergine.

      Die SZ hat den Glubb erwähnt? Unglaublich! Also die haben allen ernstes etwas erwähnt? Zeilen? Geschrieben? Gedruckt? Was ist da passiert? Steht Pino neuerdings auf der Bauern-Einkaufsliste? 🙂

    • Hörnla: Heute schon den Artikel in der SZ über Pino gelesen? Da wurde mir ganz warm ums Herz und ich fühlte mich einen Moment lang an die Zeit erinnert, als der Club wegen seines FußballSPIELS in Deutschland respektiert wurde, immerhin eine ganze (Pokal)Saison lang.
      Sätze wie: “Pinola ist der, der gegen Köln einmal seinen ganzen Körper beim Tackling um den Ball schnalzen ließ wie eine Peitsche, die Kugel säuberlich vom Fuß des Gegners trennte, und damit wieder nach vorn marschierte.”Gestehe: das geht runter wie Öl. Extra vergine.

      Der SZ-Artikel tut wirklich gut, zumal Volker Kreisl darin Pinolas Stärken fein herausgearbeitet hat und seine (leider) andauernden Fehlschüsse nicht als solche diskreditiert, sondern sie trefflich als das analysiert, was sie – neben einem möglichen Torerfolg – auch sind: Wachmacher für Mannschaft und Publikum.

      Genau diese Einstellung braucht der Club in den beiden Spielen gegen hoffentlich siegesgewisse Augsburger. Zitat aus der SZ: “Der (Pinola) den Gegner nach eigenem Ballverlust bis zur eigenen Grundlinie zurückverfolgt, nicht aus Pflichterfüllung, sondern weil ein Ballverlust eine persönliche Angelegenheit ist.”

      Indes kämpft Hecking gegen den zu Saisonende langsam verpuffenden Elan der Leihspieler an. Das macht er richtigerweise auch öffentlich, indem er sagt, “Manche muss man wohl daran erinnern, dass auch ihr Vertrag hier noch bis 30. Juni gilt.”
      Vielleicht packt er sie so wenigstens bei der (Berufs-)Ehre, denn das wird notwendig sein, da Augsburg vermutlich das geschlossenere (und vielleicht auch entschlossenere) Team auf den Platz bringt.

      Aber wie Kreisl so schön schreibt: “Pinola, Mintal, Schäfer, Wolf – sie spielen schon lange beim 1. FC Nürnberg, und sie sprechen die Sprache der Relegation.”

      In diesem Sinne kann man nur hoffen, dass die Club-Elf als Team um jeden Meter fighten wird und z.B. bei einem möglichen Rückstand nicht zwischen allen Spielern die Nähte aufplatzen werden, so dass sie sich in elf Einzelteile auflöst – so wie Cottbus vor einem Jahr.

      • berlinclub: In diesem Sinne kann man nur hoffen, dass die Club-Elf als Team um jeden Meter fighten wird und z.B. bei einem möglichen Rückstand nicht zwischen allen Spielern die Nähte aufplatzen werden, so dass sie sich in elf Einzelteile auflöst – so wie Cottbus vor einem Jahr.

        Genauso isses!

        Allerdings geht mir das Leihspieler-Bashing im Moment ein wenig zu weit und scheint mir ein ein wenig arg einfach gestrickter Versuch zu sein, die Misere zu erklären. Was mir im Stadion am Samstag auffiel:

        a) Mit Choupo und Risse (Leihspieler) kam wenigstens ein wenig Leben in die Bude, wenn auch der kritisierte Eigensinn nicht ganz aus der Luft gegriffen ist. Allerdings könnte man auch fragen, ob der Trainer gerade jetzt gerade das bei gerade diesen Spielern (denen tut’s ja nicht mehr weh) öffentlich anprangert, weil damit ein mir wesentlich gravierender erscheinendes Problem kaschiert wird: es fehlte an jeglicher Harmonie im Sturm. Die einzelnen Leute haben durchaus Ideen, aber sie werden fast durchgehend nicht vom Mitspieler erkannt, geschweige denn aufgenommen. Wurde der Ball durchgesteckt, blieb der Mitspieler stehen. Flanke eng ans Tor gezogen, die Angreifer blieben in der Tiefe des 16er; Flanke weit, wir hatten ja alle Varianten, man konnte sicher sein, dass die Angreifer kollektiv fast bis ins Tornetz rannten. Das aber sind Dinge, die man trainieren kann! Alkmaar wurde die letzten Tage mehrfach genannt, damals konnten wir das für jeden offensichtlich wesentlich besser. Insofern eine Sache, die man mit ruhigem Blut beim Rückblick auf die gesamte Saison diskutieren könnte.

        b) insofern waren die Einwechslungen von Risse und Choupo geboten, da sowohl Frantz nicht seinen besten und Gündogan einen rabenschwarzen Tag hatte. Ich schätze im übrigen alle vier Spieler sehr.

        c) Mintal sichtlich bemüht – allein bei seiner Nennung ging ein Raunen durchs Stadion, allein sein Bleiben über 90 Minuten setzte ein Signal. Die Kicker-Note von 5,5 ist für mich nicht nachvollziehbar und reichlich populistisch. Hier wurde ein Spieler, der von dem schnell zirkulierenden Ball lebt wie wenige sonst, weil er eben kein Dribbler ist, in Kollektivhaft genommen für einen Angriff, bei dem es am Zusammenspiel mangelt (siehe Punkt a). Wenn ich weiter darüber nachdenke, erscheint mir da der kritisierte Eigensinn fast die logische Konsequenz aus dieser konstatierten Misere, will man auf dem Feld überhaupt was bewegen.

        d) Die Abwehr war kaum gefordert, bügelte allerdings defensiv alles souverän aus, was Köln zustandebrachte. Lobend ist zu erwähnen, dass im Zweifelsfall die unpopuläre aber sichere Variante hintenrum gewählt wurde anstatt einen Fehlpass zu riskieren. Köln lauerte offensichtlich auf Konter, der Club tat den Domstädtern diesen Gefallen nicht, eine absolut und kollektiv zufriedenstellende Leistung. Was im Angriff an Harmonie im Zusammenspiel fehlte, in der Viererkette war es gegeben.

        e) Ansonsten bot die Partie keine Grundlage für Erkenntnisse, die vom Gesamteindruck der bisherigen Saison wesentlich abweichen würden – wie sollte sie auch. Auf – allerdings sehr niedrigem – Niveau ein Beispiel für den auch in der Bundesliga immer populärer werdenden Systemfußball, der dann entsteht, wenn eine Mannschaft ultradefensiv steht und die andere unter Beibehaltung der zugewiesenen Positionen geduldig ihre Chance sucht, mag sie auch in einem Freistoß bestehen.

        f) Was mir nicht gefiel: das Hoch und Weit ist seit Meyers Paradigmenwechsel hin zu Koller nicht mehr auszurotten in Nürnberg. Der arme Mintal musste viel zu oft den Koller geben und köpfte mehr als ich ihn in all den Jahren zuvor zusammen habe köpfen sehen. Auch das ein Grund dafür, dass er schlecht aussah. Dass er dennoch versuchte, die aus dem zentralen und defensiven Mittelfeld hoch und weit gesandten Alibiangriffsbälle per Kopf zu erlangen, spricht für ihn und rechtfertigt wohl eine Aufstellung gegen den FCA von Anfang an.

  • Nicht ungerecht sein zur SZ, die hat schon häufig positiv über den Club geschrieben.

    Legendär ein Artikel aus der Pokalsieger-Saison, bei der die SZ das Wort an Peter Neururer richtet und süffisant bemerkt, dass dieser wohl besser beim FCN als den 96er angeheuert hätte, zumindest deutet ein Blick auf die Tabelle darauf hin. Um dann zu dem Schluss zu kommen, dass er Gott sei Dank nicht zu Nürnberg gewechselt ist… den Artikel hab ich noch zuhause, bei Interesse kann ich den mal hier reintippen, der guten alten Zeiten wegen.

  • Mich stimmt die offensichtlich gute Laune in Augsburg auch ein bisschen froher.
    Man erinnere sich an letztes Jahr:
    Die Cottbusser Fans voller Zuversicht (vorsichtig ausgedrückt), diskutierten nur über die Höhe des Sieges, die Nürnberger Fans mit Bauchgrimmen (man hatte ja keinen ernsthaften Vergleich zur Positionsbestimmung), eher verhalten optimistisch (schaumer mol). Das Ergebnis ist bekannt. Ich hätte nichts dagegen, wenn es dieses Jahr genauso laufen würde und ähnlich wie letztes Jahr mein Bauchgrimmen morgen Abend auf wundersame Weise verschwindet.

    • Claus: Mich stimmt die offensichtlich gute Laune in Augsburg auch ein bisschen froher.
      Man erinnere sich an letztes Jahr:
      Die Cottbusser Fans voller Zuversicht (vorsichtig ausgedrückt), diskutierten nur über die Höhe des Sieges, die Nürnberger Fans mit Bauchgrimmen (man hatte ja keinen ernsthaften Vergleich zur Positionsbestimmung), eher verhalten optimistisch (schaumer mol). Das Ergebnis ist bekannt. Ich hätte nichts dagegen, wenn es dieses Jahr genauso laufen würde und ähnlich wie letztes Jahr mein Bauchgrimmen morgen Abend auf wundersame Weise verschwindet.

      Genau!

      Deshalb halte ich ja die ersten Minuten für so wichtig, da darf uns einfach kein Schnitzer passieren.

  • Mich stört an dem Artikel Stil und Inhalt. Die Augsburger-Allgemeine besitzt den Anspruch eine seriöse Zeitung zu sein und kein Boulevardblatt, in dem man schon mal simpel provoziert und gerne auch mal schlichte Halbsätze einstreut. Wohlgemerkt, es handelt sich dabei um einen Kommentar.
    Besonders originell oder sogar witzig ist das Geschreibsel auch nicht, es ist ziemlich abgegriffen. Die Abstiege in der Vergangenheit waren erklärbar. Entweder war die Mannschaft individuell zu schlecht besetzt oder mangelhaft zusammengestellt. 2007 haben wir praktisch ohne Torwart und lange Zeit nur mit einem Innenverteidiger (Wolf) und einem Außenverteidiger (Pinola) gespielt.
    Luhukay hat in Augsburg eine gute Mannschaft zusammengebastelt. Die mannschaftliche Geschlossenheit, die auch mit den Erfolgen während der Saison zusammenhängt, die während der Saison erarbeitet wurden, sprechen für den FCA.
    Und, ich wage es kaum auf den Schirm zu tippen, die individuelle Klasse, naja, besser die individuellen Fähigkeiten, die sprechen eher für den FCN. Weshalb sollte ein Baier technisch stärker sein als Gündogan, ein Bellinghausen zweikampfstärker als Pinola, oder Brinkmann mehr Klasse haben als Ottl? So ganz chancenlos sind wir, glaube ich, doch nicht.

  • Wenn hier schon tendenziell Tipps kursieren – wieso nicht gleich offiziell einrichten? Oder in die Ferne an die nächste Saison gedacht. kicktipp.de macht wirklich Laune. Wenn es gewünscht wird, stelle ich es gerne auf die Beine.

  • Hörnla, ich gebe Dir in fast allem absolut Recht – eine sehr fundierte Analyse, für die ich als weit entfernter Clubfan in der neuen Zweitligametropole extrem dankbar bin – Chapeau!

    Allerdings glaube ich, dass Hecking zwei bis drei Dinge mit der Attacke gegen die vermeintlich mindere Leistungsbereitschaft der Leihspieler bewirken will:

    1. Er will sich im Falle des Scheiterns nicht vorwerfen lassen müssen, zu spät, respektive gar nicht, an diesem auch für die Zuschauer und Fans neuralgischem Punkt angesetzt zu haben;

    2. Er will die Mannschaft zusammenschieben, indem er klarzumachen versucht, dass sie ALLE in einem Boot sitzen/an einem Strang ziehen etc. Spätestens damit hat Hecking auch den Weg frei gemacht für Leute wie Schäfer, Wolf oder Pino (Mintal lasse ich mal außen vor, da er selten das auf den Platz bringt, was man von sogenannten Führungsspielern erwartet, was ich nicht despektierlich meine), um während des Spiels entsprechend vehement einzuwirken und die Leute in die Pflicht zu nehmen;

    3. Er lenkt tatsächlich von den Problemen und Versäumnissen ab.

    Beim Betrachten der Clubspiele im TV hatte ich schon mehrmals den Eindruck, dass der Fokus der Trainingsarbeit primär auf der Toreverhinderung liegt, was zu Beginn der Rückrunde nach den desaströsen letzten Auftritten 2009 auch dringend geboten war.
    Dass dem allerdings einstudierbare Offensivaktionen im Trainingsalltag zum Opfer gefallen sein dürften, lässt sich leider an der Spielweise und der katastrophalen Chancenauswertung erkennen. Und das stimmt mich bedenklich für morgen, da wir bestimmt – um mal das Feierbiest zu zitieren – “Schansen kchreieren” werden, aber ob wir sie auch nutzen? Wenn nicht könnte Hektik ausbrechen. Und dann zum sinnfreien Hoch und Weit nach vorne führen, was angesichts unserer Kopfballungeheuer bestimmt wieder große Wirkung haben wird ;-(

    Ein frühes Tor könnte für Ruhe und gepflegtes Kurzpassspiel sorgen.

  • @Gretl: Du hast doch bestimmt den Mannschaftsbus von Augsburg gesehen, gelle?? 😉

  • am sonntag bekommen wir den mindestslohn. morgen bereits einen vorschuss.

    und dann machen wir am sonntag einen stirch unter diese erbärmliche saison und schreiben: trotz miesem kader klassenerhalt gepackt.

    augsburg packen wir!!! auf geht´s!

  • Auweia! Seit ich gelesen habe, welcher Schiri die heutige Begegnung pfeift, mache ich mir wieder ein wenig mehr Sorgen.

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