Im Interview mit dem Rasenschachmagazin

Alex Grossmann vom Rasenschachmagazin hat eine schöne Interviewreihe aufgelegt und befragt – sozusagen von Blogger zu Blogger – die schreibenden Fans der Bundesligisten zu ihrer Einschätzung zu dem was war und dem was kommt. Für Clubfans United antwortete ich (Alexander Endl) den Fragen:

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Rasenschachmagazin: Der Club hat es mal wieder geschafft und darf sich nun “Relegationsmeister” nennen. Was hat dir in den zwei Spielen gegen Augsburg besonders gut gefallen?

Alexander Endl (Clubfans United): Den Titel nehmen wir mal gerne mit, bestehen aber nicht auf eine zeitnahe Titelverteidigung. Ein bisschen dröges Mittelfeld in Liga 1 wäre uns in nächster Zukunft lieber – und das glaube ich geht vielen Clubfans so. Die Spiele gegen Augsburg waren (wie auch letztes Jahr gegen Cottbus) wohltuend unaufgeregt (soweit man das sein konnte), zumindest im Ablauf. Gefallen hat, dass die Mannschaft “da” war, man merkte ihr an, dass sie begriff um was es ging und sich an die taktischen Vorgaben halten konnte. Warum das bspw. in Freiburg nicht schon der Fall war, wird wohl keiner beantworten können. Dann hätten wir uns die Relegation wohl bequem als unbeteiligter Zuschauer ansehen können. Sicher waren das keine fußballerischen Leckerbissen, aber taktisch und in punkto Disziplin und Einsatz war das genau für diesen Gegner perfekt. Der Zweitligist blieb so chancenlos.

Wie geht es nun weiter? Auf Leihspieler (Ottl, Breno, Tavares, Risse etc.) zu setzen, die höchstwahrscheinlich den Verein dann relativ schnell wieder verlassen, kann es doch nicht sein, oder?

Kann es nicht? Oder: Muss es vielleicht sogar? Fakt ist ja, dass man in Nürnberg derzeit a) nicht auf einem Jungbrunnen von Jahrhundertalenten sitzt und b) gute Spieler nicht halten kann, wenn das große Geld lockt. Ergo muss man improvisieren um Qualität in die Mannschaft zu bekommen. Leihen sind so eine gute Möglichkeit, aber auch dann nur ab einer gewissen Qualität. Den Kader voll mit geliehenen Talenten zu bestücken, die dann entweder auch nicht spielen oder gar eigene Spieler blockieren, ist sicher kein Weg. Aber Spieler wie Breno oder Ottl, auch zum Ende Choupo-Moting und Risse, sind eine Qualitätsverbesserung, die man sonst nicht finanzieren könnte. Das ist wohl leider so und der Weg kann nur mühsam darüber gehen, im Hintergrund den eigenen Nachwuchsbereich intensiv zu fördern.

Manager Martin Bader wird von einigen Fans durchaus kritisch gesehen. Wie bewertest du seine Arbeit der letzten Jahre?

Das würde jetzt den Rahmen eines solchen Interviews sprengen – zudem bin ich mir da auch noch nicht ganz schlüssig, wie mein Fazit ausfallen wird. Ich sehe einerseits woher wir kommen und unter welchen (schwierigen) Bedingungen z.T. gearbeitet werden muss in Nürnberg um den Verein nach vorne zu bringen. Man muss aber auch kritisch Dinge einmal diskutieren und in einer Rückschau betrachten – wie z.B. der enorme Durchlauf an Spielern, die mehrfachen Trainerwechsel, oder auch, wie man die hervorragende Ausgangssituation mit dem DFB-Pokalsieg und Platz 6 so „verschenken“ konnte. Das sind Punkte, die man nicht so einfach vom Tisch wischen kann. Und auch dieses Jahr ging man ja – nach Ansicht vieler Fans – fast fahrlässig in die neue Saison und korrigierte erst zum Winter. Beinahe zu spät… – Wer bei all diesen Dingen welchen Anteil an Verantwortung zu tragen hat, kann man von Außen nur schwer feststellen, Martin Bader als einer der Hauptakteure muss sich aber diese kritischen Fragen stellen lassen.

Ist Dieter Hecking auch für die nächste Saison der richtige Trainer? “Feuerwehrmänner” haben ja oft das Problem, in der Folgesaison ordentlich weiterzumachen.

Hecking ist ja eigentlich kein Feuerwehrmann, bis dato eher sowas wie ein „Konzepttrainer“ (in Nürnberg seit Thomas von Heesen ist der Begriff allerdings negativ konnotiert…). Ob er der richtige ist? Da sind wir in Nürnberg gebrannte Kinder. Zu viele wurden gefeiert und dann gefeuert, mit Rentenverträgen als unkündbar eingestuft und dann vor die Tür gesetzt. Und mit Oenning hatte man uns noch einmal das „große Konzept“ glaubhaft gemacht, sein Ende als Trainer war aber genauso wie das seiner Vorgänger. Und auch Hecking wird also am Erfolg gemessen und der wird wohl auch nächstes Jahr zum Ende der Hinrunde festgestellt.
Was Hecking selbst angeht muss ich ganz persönlich sagen, dass ich anfangs sehr skeptisch war, ließ mich dann aber durch die angenehme Art überzeugen. Ich müsste aber lügen, wenn ich nicht manchmal mich nach einer etwas emotionaleren Ansprache, wie bspw. ein Klopp in Dortmund, gesehnt hätte. Bitte keinen Lautsprecher! Aber die Vermittlung von Leidenschaft für den Sport ist manchmal einfach auch Balsam für die Fanseele. Bisweilen wirkten ja die Fans aufgeregter als die handelnden Akteure – was in Anbetracht der Brisanz der Lage zum Saisonende hin etwas irritierte.

Ist es für den 1. FC Nürnberg überhaupt möglich aus dem Fahrstuhl/Relegations-Teufelskreis herauszukommen oder muss man als Clubfan mit diesem Schicksal einfach leben?

Es wäre vermessen zu glauben, mittel- oder gar kurzfristig würde man sich der Bundesliga sicher sein dürfen. Da sind wir aber nicht alleine – auch Hannover, Köln, Gladbach, Frankfurt werden das nicht von sich behaupten können, ganz abgesehen von Teams wie St. Pauli, Freiburg oder Mainz. Und die Hertha hätte sich das sicher auch nicht vorstellen können, nächstes Jahr in der Westvorstand spielen zu müssen. Es kann nur Ziel sein, sich Schritt für Schritt eine bessere Ausgangsposition durch einen guten Kader zu sichern und dann diese Position auch zu verteidigen. Daneben muss man den Unterbau verbessern und so ein Kapital zu schaffen, auf das man auch mal bauen kann, wenn was schief geht.

Was ist deine schönste Erinnerung an die Fußballsaison 2009/2010?

Sicher die Relegation – sonst standen wir ja von Anfang an mit dem Rücken zur Wand. Das Spiel in Wolfsburg war ja schnell durch Schäfers Sperre getrübt. Aber auch der schöne Sieg gegen Mainz (auch wenn das natürlich gegen 10 Mann relativ war) tat gut, vor allem weil ich da mit meinem Filius (7) im Stadion war und endlich mal einen Club-Sieg präsentieren konnte.

Was ist deine negativste Erinnerung an die Fußballsaison 2009/2010?

Das Spiel gegen Freiburg. Auch wenn ich davon (vom Spiel selbst) fast am wenigstens mitbekommen habe. Aber all die Botschaften, die da rüberkamen, waren deprimierend. Eine solch schwache Leistung in so einem wichtigen Spiel, unbegreiflich.

Welche/r Spieler hat/haben dich am Meisten positiv überrascht bzw. enttäuscht?

Positiv darf man Ottl nennen, denn das er sich (vor allem nach dem negativen Äußerungen vor Saisonbeginn in Richtung FCN) so reinhängen würde und er sich derart auch „volksnah“ präsentiert, das hat wohl nicht nur mich überrascht. Dass die Jungen, wie Gündogan oder Risse, dieses Potenzial haben, hat nicht überrascht, daher nenne ich sie hier nicht. Bei den meisten – wen wundert’s… – muss man konstatieren: Licht und Schatten. Und unter dem Strich mehr Schatten, immerhin war die Saison wahrlich kein Zuckerschlecken, da darf man sich vom erreichten Klassenziel nicht täuschen lassen. Enttäuscht war man insgesamt bisweilen von der Unfähigkeit der gesamten Mannschaft Leistung abzurufen. Dabei erwartete man gar keine Fußballkunst, aber demonstrierte Leistungsbereitschaft – und wenn es nur „für die Fans“ gewesen wäre. Und individuell hat sicher Wolf deutlich unter seinen Möglichkeiten gespielt, seine wichtige Rolle für die Mannschaft ist aber unbenommen. Dennoch würde ich ihm vielleicht die Bürde des Kapitänsamt nehmen, er wirkte manchmal verkrampft – vielleicht (auch) deswegen. Über Broich, Charisteas, Gygax und Co. brauchen wir nicht zu reden – was auch daran lag, dass man sie nur selten in Aktion erleben durfte.

Vielen herzlichen Dank!

Na klar, machen wir doch gern.

[Das Interview wurde via E-Mail geführt]

42 Gedanken zu „Im Interview mit dem Rasenschachmagazin

  • Kann ich mich voll und ganz anschließen. Resümiert die Saison punktgenau.

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  • Ich halte nach wie vor nicht viel von Hecking.
    In den letzten Spielen gegen Freiburg, HSV hat man genau gesehen, dass er den Spielern nicht klarmachen können, um was es geht und wie sie zu kämpfen haben. Das ging total an der Mannschaft vorbei.

    Hecking wollte auch unbedingt Tavarez holen, weil er angeblich so gut ist.
    Nun steht im Kicker: „Dieter Hecking: Tavares spielt in meinen Planungen keine Rolle mehr“. Heute so, morgen so, was soll das?
    Das ist für mich kein Trainer!
    Er hat auch Mintal die ganze Zeit auf der Bank versauern lassen und hat stattdessen seine junge Söldnertruppe speilen lassen, die kein Herzblut für den Verein gezeigt haben.

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    • Clubberer: Ich halte nach wie vor nicht viel von Hecking.
      In den letzten Spielen gegen Freiburg, HSV hat man genau gesehen, dass er den Spielern nicht klarmachen können, um was es geht und wie sie zu kämpfen haben. Das ging total an der Mannschaft vorbei.Hecking wollte auch unbedingt Tavarez holen, weil er angeblich so gut ist.
      Nun steht im Kicker: “Dieter Hecking: Tavares spielt in meinen Planungen keine Rolle mehr”. Heute so, morgen so, was soll das?
      Das ist für mich kein Trainer!
      Er hat auch Mintal die ganze Zeit auf der Bank versauern lassen und hat stattdessen seine junge Söldnertruppe speilen lassen, die kein Herzblut für den Verein gezeigt haben.

      Ja, die Kritikpunkte sind nicht von der Hand zu weisen… Ok, Tavarez war ne Wundertüte, da steckt man nicht drin wie sich ein Spieler dann einbringt. Aber die Sache mit der emotionalen Ansprache und die Mintal-Geschichte sehe ich auch kritisch.

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    • Clubberer: Ich halte nach wie vor nicht viel von Hecking.
      In den letzten Spielen gegen Freiburg, HSV hat man genau gesehen, dass er den Spielern nicht klarmachen können, um was es geht und wie sie zu kämpfen haben. Das ging total an der Mannschaft vorbei.

      Hat er nicht selbst gesagt, dass er da im Nachhinein betrachtet anders hätte agieren müssen? Ich finde es lobenswert, wenn ein Trainer Fehler eingestehen kann und versucht ist, daraus zu lernen. Ich denke auch, dass die demonstrative Gelassenheit das falsche Signal an die Mannschaft war, aber er hat den Fehler wohl verstanden.

      Man hätte das Freiburg-Spiel so behandeln müssen, wie es letztlich war: die entscheidende Weichenstellung für den Rest der Saison, eine Vorentscheidung, bei der der Sieger Oberwasser bekommt und der Verlierer in den Strudel gezogen wird.

      Das ist aber auch ein Zeichen von Qualität, so etwas erkennen zu können. Dann das Personal: Hecking hat 3 Mann geholt, davon 2 absolute Volltreffer und einen „Halbtreffer“, der zunächst ja auch geholfen hatte. Dann ist er aber auch nicht so eitel, Tavares behalten zu wollen, nur weil er ihn vorher haben wollte und damit einen Fehlgriff eingestehen müsste. Find ich gut!

      Letztlich hat Hecking auch schon Nachhaltigkeit bewiesen. Immerhin war er 3 Jahre bei H96, also länger als alle seine zeitnahen Vorgänger und hat dabei auch noch eine bessere Gesamtbilanz als z.B. Rangnick, Lienen oder Neururer.

      Nein, Clubberer, da stimme ich nicht zu. Hecking hat einen desolaten Haufen übernommem und damit Platz 12 der Rückrunde erreicht, die Mannschaft war überdies in der Relegation auf den Punkt richtig eingestellt. dass nicht alles funktionieren kann, ist völlig normal. Fazit: Ich halte viel von Hecking!

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  • @Clubberer

    und was hat denn Mintal diese Saison gezeigt, als er die Chance hatte? Dies scheint mir zu sehr in altem Denken verhaftet zu sein. Hecking ist ein Top Fachmann, einen fehlerfreien Trainer gibt es nicht und Spieler sind in erster Linie Menschen und daher nicht immer berechenbar bzgl ihrer Entwicklung (Tavarez). Aber seit Hecking hatte die Mannschaft wieder eine Handschrift und ein System und mit einem enorm hohen Prozentsatz seiner Entscheidungen liegt Hecking richtig. Der Durchhänger gegen Ende der Saison kam zur ungünstigen Zeit, das war schade, sowas passiert aber jeder Mannschaft.

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  • @Juwe

    Hm … unter Oenning kam der Durchhänger etwa zur selben Zeit, da warst Du aber nicht so großzügig mit Deiner Einschätzung.

    @Alexander
    Welches Konzept hat Hecking jemals vertreten? Bei Aachen ließ er eher Offensivfußball spielen, aber ansonsten? Die letzten Jahre bei Hannover zeigten maximal das Konzept „Funkel 2“, mit langweiligen Sicherheitsfußball drin bleiben (in der Liga).

    Wobei ich jetzt nicht sagen will, dass das für uns keine Option wäre. Wobei man auch sagen muss, dass er viel Geld verbrannt hat in Hannover. Wirklich sportlich weitergekommen ist er nicht mit der Mannschaft.

    Das bleibt auch für mich noch das Fragezeichen. Gerade wenn man auch sieht, dass Bader meist nur Organisator der Transfers ist/war. Leute wie Hanke und Schlaudraff stehen nicht gerade für Toptransfers.

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    • Bei Hecking hat die Mannschaft bis zur der vorübergehenden Krise, System und einen Plan gezeigt, wie man mit den verfügbaren Mitteln zu spielen hat. Das war unter MOe nicht der Fall, daher hatte man da auch nicht das Gefühl diese Krise zu überwinden. Bei Hecking ja, weil sie es in der Rückrunde gezeigt haben.

      Mein Aussage zu Beginn der Saison war ja

      unterfahrener Trainer + unerfahrene Mannschaft = Abstieg

      zum Glück wurde erste Komponente in der Winterpause korrigiert. Das sehe ich auch nach wie vor genauso.

      MOe hatte wohl zuviele CL Spiele kommentiert und zuviel theoretische Planspsiele von hochmodernem Fußball im Kopf, statt das einfache, die Basics erstmal zu beherrschen. Dazu fand ich seine Motivationskünste einfach träge und gegen Null gehend. Ich kann das gerne nochmal schreiben, denn das habe ich auch zu Beginn der Saison getan. Zudem diese unsäglich Rotation, „läuft nicht? einfach mal 5-6 Neue rein“) … bis sich wirklich kein Spieler mehr auskannte welche Aufgaben er hat. War zu Beginn der Saison so gewesen und ändert sich auch nicht im Rückblick.

      Armin: @JuweHm … unter Oenning kam der Durchhänger etwa zur selben Zeit, da warst Du aber nicht so großzügig mit Deiner Einschätzung.@AlexanderWelches Konzept hat Hecking jemals vertreten? Bei Aachen ließ er eher Offensivfußball spielen, aber ansonsten? Die letzten Jahre bei Hannover zeigten maximal das Konzept “Funkel 2″, mit langweiligen Sicherheitsfußball drin bleiben (in der Liga).Wobei ich jetzt nicht sagen will, dass das für uns keine Option wäre. Wobei man auch sagen muss, dass er viel Geld verbrannt hat in Hannover. Wirklich sportlich weitergekommen ist er nicht mit der Mannschaft.Das bleibt auch für mich noch das Fragezeichen. Gerade wenn man auch sieht, dass Bader meist nur Organisator der Transfers ist/war. Leute wie Hanke und Schlaudraff stehen nicht gerade für Toptransfers.

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  • Das jetzt schon wieder die Personalie Hecking angezweifelt und in Frage gestellt wird,kann ich absolut nicht verstehen!!!
    Der Mann hat uns gerade den Klassenerhalt beschert aus einer Lage,die alles andere als rosig ausgesehen hat!
    Sollten wir den Herrn nicht einfach mal machen lassen und auf die neue Saison warten???
    Ich finde Optimist hat alles dazu gesagt,was man sagen muss!
    Das Trainerkarusell hat sich beim Club die letzten Monate lange genug gedreht…..Wird Zeit,dass es mal ruht 😉
    Und,dass wir mit Hecking dafür den richtigen Mann gefunden haben,daran habe ich keinen Zweifel!

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  • Ich denke schon, dass genau jetzt die Zeit ist ein Fazit zu ziehen und sich auch mal kritisch mit dem auseinanderzusetzen was war. Das muss ja nicht zwingend dazu führen, dass man dann Hecking oder Bader rausschreiben will. Aber wenn nicht jetzt, so kurz nach der Saison und noch bevor alle neuen Weichen gestellt sind, wann dann? Und nur weil Hecking das Mindestziel erreicht hat und das wirklich auf der letzten Rille (Relegation), macht es ihn ja nicht unantastbar für die Zukunft. Diese Argumentation, erst mal machen lassen, hatten wir ja auch bei MO gefahren und mussten dann einsehen, dass es wohl nicht gereicht hätte. Und MO hatten wir aus einer fast noch unmöglicheren Situation den Aufstieg zu verdanken. Mehr Kritik hätte damals – sowohl an MO wie auch am Trainerstab, bei dem Hermanns Rolle offenbar unterschätzt wurde, wie auch am Kader – gut getan.

    Fußball-Diskussionen sind oft „digital“ und kennen nur Null und Eins. Entweder man ist dafür oder dagegenen. Ich finde aber es gibt viel mehr, es gibt auch Kurskorrekturen, Veränderungen, Umstellungen. Bei MO wäre ein stärkerer, erfahrenerer Co-Trainer vielleicht schon die Lösung gewesen, bei Hecking wird vielleicht die Einsicht, dass nicht alles mit der Ruhe und Gelassenheit zu lösen ist, von selbst gekommen sein.

    Hecking hat seinen Job erfüllt, das ist keine Frage. Er hat dabei mehr richtig als falsch gemacht, sonst hätte er das übernommene Defizit nicht ausgleichen können. Dafür den verdienten Respekt. Aber was nun? Man darf nicht vergessen, dass Hecking auch in Hannover am Ende scheiterte – und das mit weit mehr Spielraum als beim Club.

    Wir sind schreibende Begleiter unseres Clubs. Wir dürfen und müssen vielleicht einfach auch einen freieren und kritischeren Blick walten lassen – wenigstens jetzt in dieser Phase. Und ich hoffe, dass es auch gelesen wird, denn für so ein Feedback einer 100% loyalen „Gemeinde“ sollte man ja eigentlich als Verantwortlicher seitens seiner „Kundschaft“ dankbar sein.

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    • Alexander | Clubfans United: Man darf nicht vergessen, dass Hecking auch in Hannover am Ende scheiterte – und das mit weit mehr Spielraum als beim Club.

      …nach beachtlichen 3 Jahren Amtszeit, und das ohne wirkliche Not. Die wahren Probleme fingen ja erst nach seinem Abschied an, natürlich auch beeinflusst durch die Enke-Tragödie, aber trotzdem, es waren gerade mal 2 – 3 schlechte Spiele zu Saisonbeginn. Hier von Scheitern zu sprechen, finde ich nicht ganz richtig, denn wie viele Trainer schaffen heutzutage überhaupt eine Amtszeit von 3 Jahren?

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    • Armin: Vorneweg, Kritik und Skepsis heißt doch nicht, dass deshalb gleich der Mensch gehen muss. Ich verstehe sowieso nicht warum man alles immer gleich auf die persönliche Ebene hebt.

      und

      Alexander | Clubfans United: Fußball-Diskussionen sind oft “digital” und kennen nur Null und Eins.

      Genau da liegt das Problem. Versucht einer, sich differenziert mit etwas auseinanderzusetzen, gerät er schnell zwischen die Fronten.

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  • Ich bin auch der Meinung wir sollten mit Dieter Hecking weiter machen.
    1. Hat er das minimalziel Klassenerhalt geschafft, zwar erst in der Verlängerung aber dafür umso impossanter.
    2. Hat sich mit dem Klassenerhalt sein Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr verlängert.
    Wenn wir ihn jetzt vom Platz jagen, würde das nur wieder unnötig Geld kosten, dass man besser in neue Spieler investieren sollte.
    Nicht zu vergessen das einer neuer Trainer ja auch nicht für ein Butterbrot bei uns anheuern würde.
    3. Wenn wir mit DH den Klassenerhalt nicht geschafft hätten, dann wäre das etwas anderes gewesen.
    Dann hätten wir sowieso wieder ganz von vorne in der 2. Liga anfangen müssen und dann wäre ich auch für einen neuen Trainer gewesen.
    Mein Favorit hierfür wäre nach wie vor Jörn Andersen gewesen, aber gut darüber brauchen wir ja jetzt nicht mehr diskutieren.

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    • Bertl: Ich bin auch der Meinung wir sollten mit Dieter Hecking weiter machen.

      Es gibt ja auch die Frage: Was soll Hecking denn anders machen? Müssen ja nicht immer gleich alle vom Hof jagen, weil uns was nicht passt.

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  • Resümee ziehen ist schön und gut.
    aber teilweise hört sich das hier alles so an,als ob man jetzt schon wieder einen Schuldigen für die kommende Saison sucht.
    So eine Art Abwehrhaltung,falls mal wieder alles schief gehen sollte,frei nach dem Motto,ich habs doch gleich gesagt!….
    Aber vielleicht trügt mich der Schein ja auch nur 😉 .
    Einbildung ist schließlich auch eine Bildung…. 🙂

    Alexander,du sagtest wir sind schreibende Begleiter unseres Clubs….
    Genau das sind wir,und deshalb bleibt uns als Fans wohl auch gar nichts anderes übrig,außer Hecking machen zu lassen 😉
    Genau,wie man MOE hat machen lassen!

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  • Michael Oenning hat das klasse hinbekommen mit dem Aufstieg. Danach hat sich seine fehlende Erfahrung, eine fehlende rechte Hand (Peter Hermann) und ein fehlender Input seitens einer sportlich kompetenten Vereinsführung (die haben wir nicht) bemerkbar gemacht. Für mich ist Oenning eher ein Opfer schwacher Vereinsstrukturen.

    Dieter Hecking hat wohl vor dem Freiburg-Spiel die falsche Ansprache gewählt. Wenn man liest, das auch unser Kapitän von „Vorsprung verwalten“ gesprochen hat … Auch vor dem HSV-Spiel scheint man nicht den richtigen Ton gefunden zu haben … Aber jetzt kommt’s, und da stimme ich @optimist absolut zu: Hecking hat schnell gelernt, hat sich selbst in den Mittelpunkt der Kritik gestellt, hat die Zügel angezogen (z.B. trainingsfreie Tage gestrichen) und konnte in dieser verunsicherten Truppe eine Play-Off-Stimmung erzeugen. Dank seiner Erfahrung.

    Wie Hecking seinen Kontrahenten Luhukay abgemeyert hat, war großartig. Oder würdet ihr euch vor laufenden Kameras und dabeistehend sagen lassen: „Augsburg war nach 60 Minuten platt.“ Luhukay hat’s über sich ergehen lassen.

    Ich traue Dieter Hecking mit dem in Vertragsangelegenheiten erfahrenen Erfüllungsgehilfen Martin Bader durchaus zu, eine konkurrenzfähige Mannschaft auf die Beine zu stellen.
    Befürchtungen, dass Hecking unsere mittlerweile erfreuliche Jugendarbeit ignoriert, sind nicht angebracht. Hecking wird wissen, dass Jungs wie Wollscheid, Kammermeyer oder Plattenhardt durchaus eine Option sind. So wie er Gündogan das Vertrauen geschenkt hat, was Gündogans Entdecker Oenning in seiner Verzweiflung versäumt hat/versäumen musste.

    Etappenziel 1 der Konsolidierung ist geschafft. Der Substanzverlust von 12 Mio. Euro wurde vermieden.
    Gottseidank.
    Für die nächste Etappe sehe ich aktuell keinen besseren als Hecking. Mourinho werden wir nicht bekommen.

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    • Frank: Mourinho werden wir nicht bekommen.

      Mourinho wäre auch nichts für den Club, wie auch ein Daum es nicht wäre. Sie haben einen Status erreicht, an dem sie nicht mehr in den Niederrungen nach kleinen Erfolgen suchen können und wollen. Diesen Trainern muss man das Besteck ausbreiten, die Zutaten vorlegen und sie machen was Großes draus. Klappt das nicht auf anhieb, wollen sie bessere Zutaten, wollen gierig den Erfolg. Und das zeichnet sie aus, die Gier, das Erfolgsstreben. Wir sind da bescheidener, in Anspruch und Mittel… nicht unbedingt freiwillig.

      Frank: Aber jetzt kommt’s, und da stimme ich @optimist absolut zu: Hecking hat schnell gelernt, hat sich selbst in den Mittelpunkt der Kritik gestellt, hat die Zügel angezogen (z.B. trainingsfreie Tage gestrichen) und konnte in dieser verunsicherten Truppe eine Play-Off-Stimmung erzeugen. Dank seiner Erfahrung.

      Ja, warum nicht? Kann man so lesen. Man könnte negativ sehen und sagen: Mit Erfahrung hätte man nicht erst lernen müssen. Oder eben: Die Erfahrung ließ ihn schnell reagieren. Kann man sich aussuchen.

      Frank: So wie er Gündogan das Vertrauen geschenkt hat, was Gündogans Entdecker Oenning in seiner Verzweiflung versäumt hat/versäumen musste.

      Das allerdings ist wirklich auffällig. Immerhin ließ DH lieber einen 19jährigen fitspritzen als einen Recken wie Mintal auflaufen.

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    • Frank:
      Wie Hecking seinen Kontrahenten Luhukay abgemeyert hat, war großartig. Oder würdet ihr euch vor laufenden Kameras und dabeistehend sagen lassen: “Augsburg war nach 60 Minuten platt.” Luhukay hat’s über sich ergehen lassen.

      Genau, das war göttlich. MOE hätte eher die gegnerische Mannschaft gönnerhaft gelobt, als Spieler fragt man sich dann, warum man sich überhaupt so angestrengt hat. Was aber nicht heißen soll, dass Hecking zu einem Großmaul taugt. Der weiß schon, was er sagen darf und was nicht.

      Als wichtiges Saisonnebenziel 2010/11 würde ich den DFB Pokal sehen, dort kann man mit Konzentration (Glück bei der Losung brauchts auch) relativ weit kommen und zusätzlich Geld verdienen, dass der Glubb dringend braucht.

      Was anderes: Sollte man nicht Mnari irgendwie ehren? Immerhin war er lange eine wichtige Säule und was man menschlich über ihn liest, war immer top. So einen stillen Abschied zum FSV hat er nicht verdient.

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      • Armin: Gerade wenn man auch sieht, dass Bader meist nur Organisator der Transfers ist/war. Leute wie Hanke und Schlaudraff stehen nicht gerade für Toptransfers.

        Da nähern wir uns des Pudels Kern: Sind denn diese Transfers auf Heckings Mist gewachsen, oder steckte nicht vielleicht doch Martin Kind dahinter? Anders gefragt, hatte Bader unseren Harry wegen Hans Meyer oder Michael A. Roth geholt (letzterer schien mir jedenfalls hinter Jan Koller zu stecken)? Hätten diese willkürlich herausgegriffenen Transfers aber auch so richtig eingeschlagen, wäre es jeder gewesen, der sie verlangt und bekommen hätte.

        Also, ich bleibe dabei, wir wissen einfach zu wenig über interne Entscheidungsstrukturen (und zwar beim Club, von H96 ganz abgesehen), um Köpfe zu kritisieren oder gar zu fordern. Ich für meinen Teil mag jedenfalls MaBas eher stille Art, und es scheint ja wirklich so zu sein, dass er innerhalb des zur Verfügung stehenden Rahmens das an Transfers realisiert, was von ihm gefordert wird. Ob er seiner Position nicht eher gerecht werden würde, am Gesicht der Mannschaft nachhaltiger Hand anzulegen, …, naja, da kann man wohl unterschiedlicher Meinung sein.

        Alexander | Clubfans United: Diese Argumentation, erst mal machen lassen, hatten wir ja auch bei MO gefahren und mussten dann einsehen, dass es wohl nicht gereicht hätte. Und MO hatten wir aus einer fast noch unmöglicheren Situation den Aufstieg zu verdanken. Mehr Kritik hätte damals – sowohl an MO wie auch am Trainerstab, bei dem Hermanns Rolle offenbar unterschätzt wurde, wie auch am Kader – gut getan.

        Okay, heute wissen wir wohl etwas mehr. Peter Herrmann scheint schwerpunktmäßig die Motivation eingebracht zu haben, MOe eher die taktisch-strategischen Vorgaben. Aber was hätten wir denn zeitnah (also bis Weihnachten) an Weisheiten beisteuern können, die wir nicht auch der Welt kundgetan hätten? Bitte nicht falsch auffassen, Kritik ist wichtig und richtig, aber a) haben wir zu wenig Einblick („so nicht“ ist eine keine wirklich erhellende Erkenntnis) und b) habe ich Zweifel am Erreichen der richtigen Adressaten unserer Kritik. Und bei den Gelegenheiten, wo Kritik wirklich ganz sicher ankommt, werden andere Themen gewälzt (wobei aber auch ich es zum Kotzen finde, meine eigenen Clubanleihen-Zinsen über die DK-Preise zu finanzieren).

        Mit anderen Worten: Was können wir auch tun, außer Machenlassen? Doch nur, uns gegenseitig zu therapieren. Ich jedenfalls schlafe damit besser, als falsche Leute abgeschossen (sei es nun printmedienschreibender oder schreiender Art) zu haben.

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      • Pinola: Was anderes: Sollte man nicht Mnari irgendwie ehren? Immerhin war er lange eine wichtige Säule und was man menschlich über ihn liest, war immer top. So einen stillen Abschied zum FSV hat er nicht verdient.

        Die NN hat ihm einen schönen Artikel von Hans Böller zum Abschied gewidmet. Lesenswert! (NN-online).

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  • Das Resümee aus der abgelaufenen Saison kann nur lauten: Es muss besser werden.

    Es wird besser werden: „Ich bin überzeugt, dass wir eine Mannschaft zusammenstellen, die noch besser ist als die der abgelaufenen Saison.“

    So die Worte von Martin Bader.

    Nochmal: „Ich bin überzeugt, dass wir eine Mannschaft zusammenstellen, die NOCH besser ist als die der abgelaufenen Saison.“

    http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1229143&kat=31

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  • Der 19-jährige Fitgespritzte erzielte dann ein sehr wichtiges Tor.
    Bei HM hätte man gesagt: „Trainerfuchs“.

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  • Das kann man jetzt auch bei Hecking sagen, er hats einige mal bewiesen und Gegner überrascht. Das es nicht immer geht, versteht sich von selbst in der Bundesliga sind noch 17 andere Vereine die bestes Material und Leute haben.

    Ob gegen Leverkusen, in Berlin oder jetzt in der Relegation. Wer hätte denn einen Chopo Moting so auf der Rechnung gehabt am Ende, zumal die Stimmung gegen die Leihspieler gekippt war. Es geht ja nicht nur darum Ideen zu haben, MOe hatte auch viele. Es geht darum „gute“ Ideen zu haben!

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  • Will aber hinzufügen bis zum Aufstieg hat es mit MOe gut geklappt, aber er hatte auch Top Spieler für die 2. Liga und für den Unterbau und die Nachwuchsarbeit, Sichtung wäre er weiterhin gold wert gewesen.

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  • Leute wie Hanke und Schlaudraff waren immerhin Nationalspieler, die vom Potential her höher einzuschätzen waren, als unser gesamter Offensivkader. Warum es bei denen jetzt nicht läuft ist mir eigentlich ein Rätsel – gut, Schlaudraff war lange verletzt und ist seitdem nicht mehr richtig auf die Beine gekommen, aber Hanke?

    Das sind halt die Unwägbarkeiten des Fußballs, denn wären beide in Form, wären sie zweifellos Toptransfers gewesen….

    Sollte man das wirklich einem Trainer anlasten, oder wer auch immer das maßgeblich eingfädelt hatte?

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  • Spieler sind in erster Linie Menschen und da ist eine Weiterentwicklung nur begrenzt vorhersehbar. Dennoch sollte eine Mehrzahl der Personalentscheidungen die richtige sein. Ein Harry Charisteas, ich erinnere mich noch sehr gut an den allerersten Moment, als ich das in der Zeitung las, und mein erster spontaner Gedanke war: Warum denn ausgerechnet der!??..er hatte sich vorher noch nirgends dauerhaft durchgesetzt und er war bekannt, für sehr punktuelle, seltene Highlights. Für mich war das ansich Satire ausgerechnet diesen Transfer dann auch noch als den größten Aller Zeiten herauszustellen. Tragisch, dass ein Spieler solch ein Budget auf 4 Jahre blockiert! Will nur sagen es war einfach vorhersehbar, da verstehe ich die Verantwortlichen einfach nicht, weder damals noch jetzt.

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  • Jedesmal, wenn ich diese Seite anklicke, muss ich mir eine Sch… Hamburger -Werbung als Dauerschleife anhören!! Ist das Absicht ? Wie kann ich den Mist denn ausschalten????????

    Ist übrigens die einzige Seite…. ;-(

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  • OK, ich habs geschaft… Hatte diesen Spot rechts nur nicht gesehen bzw bemerkt…. ;-(

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  • Vorneweg, Kritik und Skepsis heißt doch nicht, dass deshalb gleich der Mensch gehen muss. Ich verstehe sowieso nicht warum man alles immer gleich auf die persönliche Ebene hebt.

    Wenn ich bestimmte Dinge kritisch sehe, heißt das noch lange nicht, dass deshalb gleich wieder der Trainer oder eine andere Person gehen sollte. Meine Kritik ist kein Plädoyer für einen Personalwechsel, aber dafür beim einen oder anderen kritisch hinzusehen. Und das mache ich nicht aus Freude am „Schlechtmachen“ oder „Runterreden“, mir geht es auch nicht darum, jetzt schon ausreden zu suchen, warum es nicht klappen kann nächste Saison. Ganz im Gegenteil, ich bin serh wohl der Meinung, dass wir eine gute Chance haben.

    Ich gehe z.B. davon aus, dass Diekmeier nach seinem „Durchhänger“ in dieser Saison, nächste Saison den nächsten Schritt hin zu einem sehr guten BL-Spieler machen kann. Ich denke dass Gündogan noch Potential nach oben hat, ich denke dass Maroh weiter lernen wird und ein guter IV werden kann. Auch Wolf sollte wieder die Kurve bekommen.

    Wenn mit Nilsson und Schieber ein erfahrener Spieler und ein großes Talent dazukommen, sehe ich auch einige Probleme kompensiert. Vielleicht gibt es auch eine Möglichkeit Ottl doch noch zu halten, wobei da wohl auch Stuttgart im Raum steht, dann hätten wir sicher keine Möglichkeit.

    Also es gibt schon Möglichkeiten, aber wir haben auch Risiken. Wenn ich es aktuell im Kicker richtig verstanden habe, dann werden zu den 5 bis 6 MIO aktuelle Schulden ca. 3 MIO dazukommen. Dem steht natürlich ein heute deutlich wertvollerer Kader gegenüber, allein Gündogan wird auf 4/5 MIO taxiert und der ist bis 2012 gebunden, wir müssen ihn also diese Sommerpause nicht verkaufen.

    Es wird aber sicher nicht leicht sein den Kader zu verstärken und gleichzeitig die Schulden im Griff zu behalten.

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    • Armin: Vielleicht gibt es auch eine Möglichkeit Ottl doch noch zu halten, wobei da wohl auch Stuttgart im Raum steht, dann hätten wir sicher keine Möglichkeit.

      Was will er denn in Stuttgart? Die haben Khedira, Träsch, Gentner… da sitzt er doch auch mehr auf der Bank als zu spielen. Halte ich für eine Ente.

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  • Ich habe jetzt schon so oft gelesen,dass Ottl nicht in Nürnberg bleiben will…..
    Wenn es ihm hier bei uns wirklich so schlecht ging und es wirklich so ist,dass er es nicht in Nürnberg aushält,dann kann er mir getrost gestohlen bleiben!!!

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  • Dieter Heckings Abschneiden in Hannover lässt sich wirklich diskutieren. Ich denke, dass die Erwartungserhaltung immens war. Kind hat vor der Saison öffentlich vom internationalen Wettbewerb schwadroniert. Da zu Beginn der Saison wenig nach Plan lief, gab man Hecking die Schuld. Ok, ein Trainer hat nunmal die Verantwortung für das, was auf dem Feld passiert. Andererseits hat Kind schon desöfteren betont, dass es ein Fehler war, sich von Hecking zu einer so frühen Phase zu trennen. Meiner Meinung nach hat Hecking unter dem Strich erfolgreich in Hannover gearbeitet. Vor allem, wenn man bedenkt, dass er dort drei Jahre tätig war und den Verein in Liga eins etablierte.

    In Aachen (Aufstieg in 1. Liga) und in Lübeck (Aufstieg in 2. Liga) hat Hecking Historisches für die jeweiligen Vereine geleistet.

    zu Martin Bader:
    Wir alle wissen, um seine Stärken und Schwächen. Kurz mal geträumt: Ein Duo Bader/Köpke wurde womöglich gut harmonieren, beide sind erfrischend unaufgeregt. Ok, leider nur Träumerei. Aktuell zumindest. Bei allen Fehlern, die Bader als One-Man-Show gemacht hat, muss man ihm zugute halten, dass er Strukturen im Jugendbereich geschaffen hat, die wir als finanzschwacher Verein dringend brauchen. Auch die Trainerfrage hat Bader im Winter dieses Mal mit Erfolg geklärt. Das war vorher ja nicht immer so.

    Wie der „kicker“ wissen will, gibts eine aktuelle Deckungslücke von 3 Mio. Euro. Woy hat ja quasi versprochen, bis zum 30. Juni ein aktuelles Ergebnis zu präsentieren. Trotz Preiserhöhung bei Dauerkarten (scheiße!, aber auch nachvollziehbar irgendwie) kommt man wohl nicht um einen Verkauf eines im Marktwert stark gestiegenen Spielers herum. Dass uns ein griechischer Mäzen den, wie @Juwe völlig recht schreibt, „Budget-Blockierer“ Charisteas abkauft, ist halt leider nur ne kleine Hoffnung.

    Heute ist übrigens der 26. Mai. Vor genau drei Jahren …

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  • Jetzt laßt doch mal Hecking und Bader in Ruhe. Hecking hat die Mannschaft in der Liga gehalten. Wenn MÖ Spieler wie Ottl und Breno zur Verfügung gehat hätte, wäre die Sache auch gelaufen. Der Aufstieg kam
    damals zu früh. Wir haben das aber dankend angenommen. Nun wurden
    aus finanziellen Gründen keine Neuverpflichtungen getätigt. Mann baute
    auf junge Spieler und notgedrungen auf „Leihspieler“.
    Wenn jetzt nicht nachgerüstet wird, kann der Trainer heißen wie er will,
    dann spielen wir wieder gegen den Abstieg.
    Ich will diese Scheiße nicht mehr!!

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  • also von mir aus kann ottl gerne wegbleiben. da täuscht ein freistoß gegen köln über sämtliche schwächen hinweg. der mann spielt einen haufen querpässe und macht das aufbauspiel lahm. tavares war da deutlich ballsicherer, zweikampfstärker und energischer. scheint aber vom charakter her nicht zu passen. kann es nicht beurteilen.

    mit joe mnari geht genau ein typ, den wir noch brauchen. der mann stand für solide wertarbeit. habe ihn von anfang an gemocht. sein erstes spiel mit seinem landsmann adel chedli gegen die bauern (war es doch, gell?) war eine katastrophe aber der mann hat überzeugt. für liga 1 hat es dann sowohl unter oenning als auch hecking nicht mehr gelangt. schon in liga zwei hat er kaum mehr eine rolle gespielt. aber in der relegation gegen cottbus top.

    beim fsv wird er stabilität reinbringen im mittelfeld. wünsche ich ihm. danke joe!

    kann den artikel auch nur empfehlen. passt wie die faust auf`s auge!

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    • Manu: also von mir aus kann ottl gerne wegbleiben. da täuscht ein freistoß gegen köln über sämtliche schwächen hinweg.

      Typisch Fans, mag ich da sagen. Kaum ist einer nicht bereit alles liegen und stehen zu lassen, verwirft man ihn und seine Leistung und lässt ihn fallen. Ottl hat vor der Saison ein ziemlich dämliches Statement abgeben (aus Kommunikations-Sicht), als er den Club nicht als seinen Anspruch sah. Als er dann doch zum Club wechselte auf Leihbasis, zeigte er erstens, dass er das nicht despektierlich meinte und zweitens, dass er Recht hatte. Ottl brachte nämlich in der Tat eine höhere Qualität als vorhanden in das Team, gemeinsam mit Breno. Diese höhere Qualität hat uns am Ende gerettet und auch andere mit aus dem Sumpf gezogen. Dafür an Ottl uneingeschränkten Dank.

      Dass Ottl nun einfach das bestätigt, den kicker mal als wahr unterstellt, sollte man ihm nicht übel nehmen. Er zeigte, dass er für Nürnberger Verhältnisse einer sein müsste, der alle mit zieht. Ob er das will, oder ob er nicht eine Herausforderung sucht, die ihn auf ein anderes Level nach oben zieht, muss er selbst entscheiden.

      Wir sollten alle einfach Danke sagen für eine tadellos professionelle Einstellung und seine Entscheidung respektieren, wie sie auch ausfällt.

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  • sehe ich uneingeschränkt wie Alexander. Wenn Ottl geht, ein Dankeschön dafür, dass er den Karren in der Rückrunde mit aus dem Sumpf gezogen hat und alles Gute auf seinem weiteren Weg!

    Ich fand das ebenso professionell und nicht selbstverständlich, wie er die Aufgabe angenommen hat. Da gibt es auch andere Beispiele.

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  • @ alexander und juwe

    leistung zu bringen ist das mindeste was ich von ottl erwartet habe. mir persönlich geht seine spielweise auf den s… das mag mancher anders sehen.

    denke, dass andere spieler mehr zum klassenerhalt beigetragen haben als er. seine vorgeschichte etc ist mir relativ egal. der mann spielt für mich einen standfussball und macht das spiel lahm. meine meinung.

    wenn er meint, er sei zu höherem berufen, dann bitte. bei den bayern fiel seine querpasserei kaum auf: er spielte kaum und wenn, dann waren leute von format an seiner seite. der schein trügt da ein weinig aus meiner sicht.

    bei mir würde polak noch immer auf dieser position spielen.

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  • außerdem habe ich hier schon mehrmals geschrieben, dass ich fan des vereins bin und nicht unbedingt von einzelnen köpfen bzw. spielern. manche mag man mehr, andere weniger.

    und dass er seine zukunft woanders sieht ist okay. dann spielt er seine querpässe wenigstens nicht bei uns 🙂

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  • und die rumeierei einses ottls trägt wohl eher dazu bei, ihn weniger zu mögen. am ende nimmt er dann doch die option glubb war, wenn „nix“ besseres zu haben ist. das ist unschön!

    da braucht man nur mal den artikel in der nn über mnari zu lesen:

    als er vom probetraining zurück nach tunesien kam, hatte er voller stolz sein glubbtrikot seiner familie gezeigt.

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  • Jetzt macht doch mal halblang in Bezug auf Ottl. Da werden ihm schon wieder alle möglichen Äußerungen angedichtet, aber autentisch klingt davon eigentlich gar nichts. Die Verbindung mit Stuttgart ist in meinen Augen auch nicht auf seinem eigenen Mist gewachsen. Ich sehe auch keinen Grund, warum er ständig seinen Standpunkt ändern sollte.

    Ich denke, er würde schon kommen, wenn sich die Vereine einigen und es finanziell machbar ist, aber er muss auch nicht unbedingt mit dramatischen Gehaltseinbußen einverstanden sein; warum sollte er, wenn es Alternativen gibt. Und wenn ihn dann einer fragt, ob er sich Stuttgart vorstellen könnte – klar, warum nicht. Das heißt aber doch noch lange nicht, dass das sein höchstes Ziel wäre und der Club nur widerwillig als Notlösung in Frage kommt….

    Das nervt mich immer wieder: Irgend ein Schmierfink saugt sich was aus den Fingern und alle laufen sofort Amok, ohne den Wahrheitsgehalt zu hinterfragen.

    Das selbe sieht man gerade hinsichtlich Schieber-Transfer: Nur weil mal irgendwo zu lesen war, der VfB verlange 500k Leihgebühr, schießen alle Foren schon wieder gegen Bader, was wäre der Club dämlich, so viel Geld für einen Leihspieler zu zahlen… Ohne Worte! Waren die denn alle dabei, dass sie die genauen Details kennen?

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    • Optimist: Das selbe sieht man gerade hinsichtlich Schieber-Transfer: Nur weil mal irgendwo zu lesen war, der VfB verlange 500k Leihgebühr, schießen alle Foren schon wieder gegen Bader, was wäre der Club dämlich, so viel Geld für einen Leihspieler zu zahlen… Ohne Worte! Waren die denn alle dabei, dass sie die genauen Details kennen?

      Die Empörung kann ich verstehen und teile sie sogar bis zu einem gewissen Punkt. Nur… Wenn man immer darauf warten müsste, bis Details bekannt und bestätigt werden, würde man dumm sterben. Die Verantwortlichen hüllen sich nämlich in der Regel (wohl aus Selbstschutz) in Schweigen und so bliebe uns als Fans in der Regel nur „friß oder stirb“.

      Der Presse geht es da nicht viel anders, sie arbeitet dabei aber mit ihrer Medienmacht um Informationen doch herauszubekommen – und das läuft so: Man hört ein Gerücht, versucht das aus dem Umfeld bestätigen zu lassen, veröffentlicht es und wartet dann mal die Reaktionen ab.

      Zur Not konfrontiert man die Beteiligten dann mit den unterschiedlichen Aussagen und gleicht die Antworten ab. So zeichnet sich ein Bild, wie das bei Schieber, bei dem man aus Aussagen wie „soviel würden wir nie zahlen“ auf der einen und „wir müssen ihn ja nicht verschenken“ auf der andeten zu einem gewissen Wert kommt, der dann vielleicht nicht auf Heller und Pfennig, aber doch im Bereich des Wahrscheinlichen landet. – Und da sind dann noch die Berater, die durchaus ein Interesse an gehandelten Zahlen haben, auch um selbige in die Höhe zu treiben.

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