Zapfenstreich

Mein Neffe Simon ist acht Jahre alt. Er geht in die zweite Klasse Grundschule und spielt linker Verteidiger in einer F-Jugend-Mannschaft.

Simon ist traurig. „Warum spielen die immer so spät?“, sagt er, „das Halbfinale darf ich nicht sehen, und wenn sie ins Endspiel kommen, darf ich das auch nicht sehen. Warum spielen die nicht am Nachmittag? Das ist gemein.“

Ja, das ist gemein. Und vielleicht ist es ja auch gemein, dass mein Schwager nicht bereit ist, mal eine Ausnahme zu machen. „Schule geht vor“, sagt er, „das ist Prinzip. Und außerdem wird Simon noch viele Weltmeisterschaften erleben.“

Mein Schwager macht sich nichts aus Fußball. Er gehört zu jener Spezies von Menschen, die eine Kindstaufe während einer Fußballweltmeisterschaft ansetzen, ohne zu gewährleisten, dass zu diesem Zeitpunkt nicht die deutsche Mannschaft spielt. Simons Taufe fand am Nachmittag des 1. Juni 2002 statt. Auf diese Weise verpasste ich den 8:0-Sieg der DFB-Elf gegen Saudi-Arabien bei der Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea.

Dieses Spiel ist in zweierlei Hinsicht „historisch“. Erstens ist das 8:0 gegen die Saudis der höchste Sieg, den eine deutsche Fußballnationalmannschaft bislang bei einer WM erzielte. Zweitens ist es das einzige WM-Spiel einer deutschen Mannschaft, das ich nicht live im Fernsehen gesehen habe, seitdem ich Fußballweltmeisterschaften verfolge (was seit der verregneten Sommermärchen-WM, die 1974 in Deutschland stattfand, der Fall ist).

„Historisch“ ist auch das Halbfinalspiel zwischen Deutschland und Frankreich bei der 82er-Spanien-WM, das Schumacher, Breitner, Rummenigge & Co im Elfmeterschießen für sich entschieden. In puncto Dramatik und Spannung stand diese Partie dem Halbfinale Deutschland gegen Italien, das zwölf Jahre zuvor bei der WM in Mexiko stattfand und als „Spiel des Jahrhunderts“ in die Geschichte einging (klick), in nichts nach.

Eigentlich hätte das 82er-Halbfinale auch in anderer, nicht sportlicher Hinsicht „historisch“ werden müssen. Es hätte eigentlich das einzige WM-Spiel mit deutscher Beteiligung werden müssen, bei dem ich ins Bett gegangen bin, bevor das Ergebnis feststand. Dass ich nicht ins Bett gegangen bin, lag daran, dass ich einen Befehl verweigerte.

Am 1. Juli des Jahres 1982 – zwei Tage, nachdem die deutsche Mannschaft im ersten Zwischenrundenspiel gegen England 0:0 gespielt hatte (klick)  – war ich zur Bundeswehr eingezogen worden. Deutschland erreichte durch einen 2:1-Sieg im zweiten Zwischenrundenspiel gegen Spanien (klick) das Halbfinale, das am 8. Juli, einem Donnerstag, ausgetragen wurde. An jenem Tag teilte uns der Spieß beim Abendappell mit, dass im Unterrrichtsraum („U-Raum“) ein Fernseher aufgestellt sei. Wer Interesse habe, könne sich dort das Fußballspiel anschauen. Der Zapfenstreich sei bis zum Ende des Spiels verlängert. Das Anschauen des Spiels „auf Stube“ sei aber verboten, damit Kameraden, die das Spiel nicht sehen wollen, schlafen können.

Als ich mich zehn Minuten vor dem Anpfiff  zusammen mit einem Schulkameraden, der mit mir einrücken musste (und mit dem ich im Herbst 1983 in den Tagen von Able Archer ein Heimspiel der SpVgg Bayreuth besuchen sollte), im U-Raum einfand, war kein Sitzplatz mehr frei. Wir mussten stehen. Was wir wohl auch getan hätten, wenn wir einen Stuhl gefunden hätten, denn das, was man in diesem Halbfinalspiel zu sehen bekam, riss einen vom demselben.

Die deutsche Mannschaft, die das Spiel in der Besetzung:

Die Aufstellung der deutschen Mannschaft

vom 8. 7. 1982

SCHUMACHER

STIELIKE

KALTZ                    K.-H. FÖRSTER                    B. FÖRSTER

DREMMLER         BREITNER        MAGATH         BRIEGEL

LITTBARSKI                FISCHER

Spielbeginn:

21 Uhr

begann, ging nach gut zwanzig Spielminuten durch einen Treffer von Pierre Littbarski in Führung, doch wenig später stand es nach einem von Platini verwandelten Foulelfmeter 1:1. Das Spielgeschehen wiegte hin und her, Torchancen auf beiden Seiten, ein brutales Foul von Toni Schumacher an Battiston, der kurz nach seiner Einwechslung auf der Bahre vom Platz getragen werden musste, 1:1 nach neunzig Minuten.

In der Verlängerung lagen die Franzosen schnell 3:1 vorne, das Spiel war gelaufen, doch dann spitzelte der eingewechselte Rummenigge nach schöner Vorarbeit von Littbarski das Leder filigran über die Torlinie und den Franzosen wackelten die Knie und die deutsche Mannschaft begann mit dem Mute der Verzweiflung zu zaubern und kam mit einer an Leichtigkeit und Eleganz nicht zu überbietenden Kombination zum Ausgleich: Littbarski flankte von links auf den langen Pfosten, der eingewechselte Hrubesch wuchtete den Ball per Kopf zurück zu Klaus Fischer und der beförderte das Spielgerät mit einem artistischen Seitfallzieher ins rechte Toreck.

3:3 nach 120 Spielminuten. Elfmeterschießen.

Ich dachte an Uli Hoeneß‘ Schuss in den Belgrader Nachthimmel beim Elfmeterschießen im Europameisterschaftsfinale 1976 (klick und klick) und auf dem Bildschirm sah ich Jupp Derwall in der Mitte eines Kreises von Spielern, auf die er onkelhaft-beschwörend einredete, und dann hörte ich, wie jemand brüllte: „Zapfenstreich! Alle Mann in die Betten! Aber dalli!“

Der Unteroffizier vom Dienst („UvD“) stand spreizbeinig und mit hinter dem Gesäß verschränkten Armen in der U-Raum-Tür. Jemand sagte: „Wir haben vom Spieß die Erlaubnis, das Spiel bis zum Ende anzuschauen“, und der UvD schrie: „Das können Sie Ihrer Großmutter erzählen! Wir sind weit über dem Zapfenstreich! Außerdem haben sich einige Ihrer Kameraden über den Lärm beschwert! Damit ist Schluss jetzt! Jetzt geht’s ab in die Betten! Und dann herrscht Ruhe! Absolute Ruhe! Das ist ein Befehl!“

Ich sagte zu meinem Freund: „Komm mit, auf meiner Stube steht ein Fernseher.“

Als wir die Stube betraten, lagen zwei Mann schlafend im Bett und drei Mann, die auch aus dem U-Raum vertrieben worden waren, zogen sich gerade die Schlafanzüge an. Ich sagte: „Warum läuft der Fernseher nicht?“, und ging zum Fernseher und stellte das Programm ein. Einer der Schlafanzug-Anzieher sagte: „Bist du verrückt? Hast du nicht gehört, was der UvD gesagt hat?“, und einer deutete auf meinen Freund und sagte: „Was will denn der hier?“, und ich sagte: „Der schaut sich mit uns das Elfmeterschießen an.“

Wir sahen, wie ein französischer Spieler den ersten Elfmeter verwandelte. Dann glich ein deutscher Spieler aus und einer der beiden im Bett Liegenden sagte: „Ruhe, ich will schlafen“, und einer der nicht im Bett liegenden Schlafanzugträger sagte: „Dann steck dir halt Watte in die Ohren“, und ein Franzose verwandelte und ein Deutscher verwandelte und ein Franzose verwandelte und Stielike verschoss und das Spiel war gelaufen, und dann sahen wir, wie Littbarski, der den auf dem Boden knienden Stielike tröstete, die Arme nach oben warf und zum Elfmeterpunkt ging und verwandelte, und dann kam Platini und verwandelte und dann glich Rummenigge aus und dann verschoss Bossis und dann kam Hrubesch und „machte das Ding rein“ und die deutsche Mannschaft war im Endspiel (klick).

Sollte die deutsche Mannschaft am Mittwoch das Halbfinale gegen Spanien gewinnen, was sie tun wird, wenn es ihr gelingt, die Leistungen aus den Spielen gegen England und Argentinien zu wiederholen, widme ich den Finaleinzug meinem Neffen Simon und all denen, die dieses Spiel aus welchen Gründen auch immer nicht sehen durften.

KLICK

56 Gedanken zu „Zapfenstreich

  • Mein Neffe Simon ist acht Jahre alt. Er geht in die zweite Klasse Grundschule und spielt linker Verteidiger in einer F-Jugend-Mannschaft.

    Simon ist traurig. “Warum spielen die immer so spät?”, sagt er, “das Halbfinale darf ich nicht sehen, und wenn sie ins Endspiel kommen, darf ich das auch nicht sehen. Warum spielen die nicht am Nachmittag? Das ist gemein.”

    Ja, das gemein. Und vielleicht ist es ja auch gemein, dass mein Schwager nicht bereit ist, mal eine Ausnahme zu machen. “Schule geht vor”, sagt er, “das ist Prinzip. Und außerdem wird Simon noch viele Weltmeisterschaften erleben.”

    Das ist ja fast was für den Kinderschutzbund!

    Ne, ich versteh es ja sogar, aber ich muss sagen: So eine WM war schon als Pimpf 1974 so was beeindruckendes, das wollte und konnte ich meinem (7) nicht versagen. Er hatte quasi ein Freilos: Deutsche Spiele sah er mit mir sogar ab 20:30 in der Commerzbank-Arena im Public Viewing und bei Spielen mit guten Mannschaften durfte er zusehen, bis er so müde war, dass er von selbst schlafen ging (meist so 1. Hz Ende).

    Ich verstehe durchaus, wenn Eltern anders denken – aber dann haben sie einfach was verpasst, wie ein 4:0 gegen Argentinien und mich mit meiner Tochter (4) am Rasen der Frankfurter Eintracht zu 54, 74, 90, 2010 tanzen sehen. 🙂

  • Ein gutes Thema!
    Wie verfährt man mit den fußballbegeisterten Kids bei einer WM?
    Meiner ist neun Jahre alt, Clubfan und schon voll dabei wenn es um Fußball geht. Ich habe es so gemacht, dass ich ihm immer auferlegt habe sich mittags nach der Schule hinzulegen und zwei, drei Stunden zu schlafen, damit er abends schauen darf. Auflage war dabei immer, dass ich in der Früh keine Probleme beim Aufstehen sehen wollte und dass in der Schule weiterhin alles glatt läuft. Hat bestens geklappt, Hannes hat mit mir die späten deutschen Spiele geschaut und es gab trotzdem keinen Grund zum Klagen. Mit neun Jahren ist er so schlau zu wissen, dass er sich den Ast auf dem er sitzt nur selbst absägen kann und dazu hat er überhaupt keine Lust.
    Ich muss noch erwähnen, dass die Anstoßzeiten bei uns noch ungünstiger sind, da wir in Moskau (MEZ +2) leben….

    Dazu noch was aus meiner Kindheit: Bei den großen Kämpfen im Schwergewichtsboxen, so ab 73 – deginnend mit dem Ali-Norton Kampf (ich bin 64-er Jahrgang) war ich so elektrisiert, dass ich mich mit funktionierender innerer Uhr aus dem Bett schlich, wenn mein Vater bevor er zur Arbeit ging früher aufstand und sich noch die Kämpfe, die damals oft unter der Woche stattfanden und bei uns sogar live gezeigt wurden, anschaute. Mit der gleichen Ermahnung wie ich jetzt bei meinem Sohn, dass ich keine Anzeichen von Müdigkeit an dem Tag zeigen sollte, ließ mich mein Vater beim ersten Mal gewähren und von da an hat er mich später sogar zum Mitschauen geweckt, weil er merkte, wie wichtig mir das war. Da das auf meine schulischen Leistungen Null Einfluss hatte, bin ich nun auch bei meinem Sohn ziemlich locker drauf, wenn es um derartige Ausnahmeregelungen geht. Schade, wenn Kinder (wie mein Sohn oder wie wir es früher waren) in dieser Hinsicht vollkommen verständnislose Väter/Eltern haben.
    Ich hoffe und drücke Deinem Neffen Simon die Daumen dass er doch ausnahmsweise Halbfinale und Finalspiele live schauen darf!

  • … das Endspiel von 1974 im Münchner Olympiastadion war aber doch nachmittags, also kinderfreundlich, ich kann mich noch sehr gut daran erinnern und dass danach der Sekt geflossen ist und es niemanden gestört hatte, dass wir Kinder auch kräftig mit angestoßen haben …

  • Zum Thema „Schule geht vor“:
    Wenn ich mich halbwegs richtig an meine Kindheit erinnere, passierte kurz vor den großen Ferien nicht mehr viel Essentielles in den Lehranstalten. Hat sich das geändert?
    Sag Deinem Schwager, er soll sich nicht so anstellen. Ich drücke Deinem Neffen jedenfalls die Daumen und werde demnächst bericheten, wie es meiner Nichte (10) erging. Ich weiß bis dato nur, dass sie am Samstag Nachmittag mit Eltern, Lehrern und Klassenkammeraden zusammen eine Art Public Viewing veranstaltet haben und sie sehr begeistert waren.

  • Hey was haltet ihr von einer Lasst-Simon-das-Spiel-sehen Aktion, so à la Pino-muss-bleiben?

    Wir sind die Öffentlichkeit! Wir haben die Macht! 🙂

    Soll er ihn das halt sehen lassen, das ist doch total rigide. Nach dem Schlusspfiff ist es ja noch nicht mal richtig dunkel.

  • Also, jetzt blas Deinem Schwager aber mal ordentlich den Marsch! Vermutlich wird der Kleine am Donnerstag der Einzige in der Klasse gewesen sein, der das Spiel nicht gesehen hat.
    Will der etwa einen spießigen Beamten aus seinem Sohn machen?

    • BSE08: Also, jetzt blas Deinem Schwager aber mal ordentlich den Marsch! Vermutlich wird der Kleine am Donnerstag der Einzige in der Klasse gewesen sein, der das Spiel nicht gesehen hat.
      Will der etwa einen spießigen Beamten aus seinem Sohn machen?

      Hihi, „spießiger Beamter“ – von wegen!
      Dein Schwager wird sich spätestens zur Hoch-Zeit der Pubertät umschauen, wenn Simon seine eigene Identität rauswurschtelt und die Extreme ausprobiert. Dann fliegen dem Herrn Papa beim Nachhausekommen zur Begrüßung die Bierflaschen um die Ohren und Simon wird samstags mit seinen anderen Kuttenträgerkumpels den Fernseher okkupieren, um sich Club-Spiele live reinzuziehen, begleitet von pubertären Gesängen, dem permanenten Zischen geöffneter Bierflaschen oder -dosen und der einen oder anderen Spur des sich und seine Leber überschätzenden Adoleszenten auf dem Persianer.

      Ob Deinem Schwager diese Aussicht auf späteres gelebtes Simon’sches Opponententum lieber ist, kannst Du ihn ja mal fragen 😉
      Ich lasse meine achtjährige Tochter jedenfalls generös gucken – mit ähnlichen Warnhinweisen versehen, wie schorschvolkert beschrieb: Am nächsten Tag keine Klagen über oder spürbare Anzeichen von Müdigkeit. Wenn man den Kindern diese Verantwortung überträgt sind sie viel zu achtsam und stolz, als dagegen zu verstoßen.

      Fußballverbot aber gehört verboten!

  • Großartige Geschichte… ich bin dafür, dass du deinen Neffen für die beiden Spiele zu dir nimmst. NATÜRLICH mit dem Versprechen, dass er früh ins Bett geht.

    Was der Vater nicht weiß, macht ihn nicht heiß 😉

  • Ein verantwortungsbewusster Lehrer gibt so was als Hausaufgabe. Entweder für die Deutschstunde (Analyse der Moderatorensprache) oder für Geschichte (Sternstunden der aktuellen Zeitgeschichte).

  • Vielen Dank, Freunde, für Eure Anteilnahme mit meinem Neffen und für Eure Anregungen. Ich fürchte aber, mein Schwager lässt sich nicht erweichen. Der ist übrigens ausgebildeter Kinderpsychologe…

    • belschanov: Vielen Dank, Freunde, für Eure Anteilnahme mit meinem Neffen und für Eure Anregungen. Ich fürchte aber, mein Schwager lässt sich nicht erweichen. Der ist übrigens ausgebildeter Kinderpsychologe…

      Dann sag ich mal was als Pädagoge: In Bayern ist demnächst Notenschluss und wenn kein Lehrer mehr eine Note vom Neffen braucht, der Neffe in keinem Fach mehr auf der Kippe steht oder noch Nachholbedarf hat, dann soll er auch das Spiel sehen dürfen. Ich rechne mit vielen müden Schülern die Tage, und die Lehrer wissen das auch und sind durchaus verständnisvoll, da werden in den unteren Klassen Schul- und Stegreifaufgaben verschoben.
      Insofern Entwarnung!

  • Auweh, jetzt wird so einiges klarer. Das sind die schlimmsten Eltern.

  • belschanow, da gehörst Du wohl zu den wenigen Deutschen, die 1982 das Spiel gegen Frankreich WIRKLICH ( ganz) gesehen haben. Ich kann mich erinnern, dass ( nicht nur) der Grossteil meiner Kumpels damals so gegen 23:45 ins Bett gegangen ist , als die Franzosen das 3:1 geschossen haben. Einige sind nach dem Jubel zum 2:3 bzw 3:3 wieder aufgestanden…viele aber haben weiter geschlafen. Gottseidank musste ich am nächsten Tag net so früh aufstehen.. 😉

    Ich selbst habe übrigens das Elfmeterschiessen in Mexiko ( gegen Mexiko ?) als einziges Spiel bei einer WM seit 1966 nicht mehr erlebt.

    Als Sohn pädagogischer Eltern könntest Du ja unser „Rezept“ für die WM 70 Deinem Schwager vorstellen. Simon geht schon um 17 Uhr ins Bett und wird dann gegen 20 Uhr wieder geweckt. Das pädagogische Handbuch sagt dazu “ vorschlafen“…

    Vielleicht hilft das: Falls ich mal einen Kinderpsychologen benötigen sollte, werde ich Dich vertrauensvoll fragen, an wen ich mich garantiert NICHT wenden werde!!

    Wahrscheinlich scheint mir fast, dass er diese Machtpotential in früher Kindheit selbst erlebt haben könnte… bzw er auf 3-Sat das Eröffnungskonzert des Schleswig Holstein Musikfestival sehen will… 😉

    • KUZ:

      Ich selbst habe übrigens das Elfmeterschiessen in Mexiko als einziges Spiel bei einer WM seit 1966 nicht mehr erlebt.

      Verrätst du uns den Grund?

  • Es war ( gefühlte Erinnerung 😉 ) so gegen 3 Uhr früh, das Spiel so unsäglich langweilig , die Mannschaft so hölzern, kein Glubberer dabei ( selbst der Exil-Batzi Eder konnte daran nix ändern)…da überlies ich die Augenlieder einfach ihrer natürlichen Schwerkraft… zudem war ich auch noch frisch verliebt.. ;-)…schon Marokko zuvor war eine Überwindung….es war diese Zeit, als man auch in Fussball- Deutschland einen 2. Platz nicht anerkennen wollte und konnte….( 1984 war schon desaströs)

  • @KUZ:

    Ja, die Mannschaft war „hölzern“. Und das Spiel war nicht gut bis schlecht, aber es war nicht langweilig. Es ging ja immerhin ums Halbfinale…

    Frisch verliebt und schwere Augenlider: Wie passt das zusammen?

  • Der Herr Kinderpsychologe sollte mal überlegen, wie Simon am nächsten Tag in der Schule dasteht, als einziger, der das historische Spiel nicht gesehen hat.

    Ob das für eine „zarte Kinderseele“ nicht schlimmere Folgen hätte als eine einmalige Verletzung der Disziplin (welche ja für sich schon fragwürdig ist, zumindest wenn sie nur aus Prinzip gegen gewichtige Argumente verteidigt wird)? Ich hab da meine Zweifel. Ausnahmen bestätigen schliesslich die Regel!

    Bei mir wars früher immer so, dass ich eine HZ sehen durfte. Das war dann regelmäßig die zweite 🙂

  • Vielleicht hat manch Kinderpsychologe schon den berühmten Tunnelblick 🙂
    Die treueste Gefolgschaft erhält man, wenn man auch mal großzügig ist.

  • Nun wird Simon ja hoffentlich das letzte Spiel der Deutschen bei diesem Turnier am Samstag Abend anschauen dürfen und Klose die Daumen drücken, dass er noch 2 Tore macht.

    • Alexander | Clubfans United: Warum? Was ist Samstag? …

      Versucht da einer, die Realität zu verleugnen? 😉

      Das passt zusammen: Heimspiele müssen gewonnen werden, Elfmeter müssen verwandelt werden und Spiele um Platz 3 gibt es eigentlich gar nicht 😆

      Aber Vorsicht, den belschanov wollte das System auch schon kaltstellen :mrgreen:

  • EM Finale 2008 und WM Halbfinale 2010 zwei deutlichere 0:1 Niederlagen hat es nie gegeben.

  • Tja Freunde. Aus der Traum. Wenn ich schon mal optimistisch bin…

    Gleich, wo der Ball war, die Spanier hatten immer Überzahl. Was sind das für Kerle? Oder hatten die tatsächlich einen Mann mehr auf dem Platz? Vielleicht hätte jemand mitzählen sollen.

    Wetten, dass der Kroos gegen den Club demnächst das Tor des Jahres schießt.

    Das ist gemein.

  • Vielleicht haben wir den Kinderpsychologen ganz einfach unterschätzt?

  • Kinderpsychologe und Orakelkrake in einer Person? Schutz vor frühkindlicher Traumatisierung? Der Mann hat was drauf!

  • heißt das die Krake Paul war ein verkleideter Kinderpsychologe mit hoher Wasseraffinität? Jetzt beginne ich zu verstehen… (-:

  • Jetzt wissen wir auch, die deutsche Nationalmannschaft – es hatte alles nichts mit Löw zu tun, Taktik oder Ballack Ausfall usw. Das waren alles keine Faktoren. Es lag einfach nur daran welche Muschel dieser verdammte Tintenfisch gefuttert hat.

  • Von Hegeler kann man halten was man will, aber das er sich gegen Jupp Heynkes durchgesetzt hat finde ich Klasse. 🙂

  • Ich persönlich halte von Hegeler sehr viel,jedoch gehen mir diese Ausleihgeschäfte ohne Kaufoption so langsam tierisch auf die Nerven!!!!!
    Ich weiß,der Club hat kein Geld aber seit letzter Saison wird mir etwas zu viel ausgeliehen!
    Ekici,Schieber und nun wohl auch Hegeler…(hab ich jemanden vergessen?)….wenn diese Leihgeschäfte nur wenigstens für 2 Jahre wären,dann fände ich alles halb so schlimm…
    aber beim Club kommt ein Spieler,tritt fünf mal gegen den Ball und schon ist er wieder weg!

    • mok: Ich persönlich halte von Hegeler sehr viel,jedoch gehen mir diese Ausleihgeschäfte ohne Kaufoption so langsam tierisch auf die Nerven!!!!!Ich weiß,der Club hat kein Geld aber seit letzter Saison wird mir etwas zu viel ausgeliehen!

      Mir gehts genauso. Aber Du sprichst es ja schon an – es ist die leidige Sache mit dem fehlenden Geld. Seufz.

      • Stefan – clubfans-united.de:
        Leider noch nicht. Aber zumindest kam die Meldung über den “sid”…..

        Sorry, aber das halte ich für eine Ente. Nur die Gazetta meldete den Transfer, sonst gibt es keine weitere Quelle. Wenn man dazu bedenkt, dass Bologna auch nicht auf Rosen gebettet ist und andere, wie HSV, weit namhaftere Interesse signalisierten als ein italienischer Abstiegskandidat, kann ich mir das alles nicht vorstellen. Also: Nein. Ich glaub da nicht dran.

  • Also wenn das stimmt mit Blogna, dann kann man nur hoffen, dass der Club 5 Mio € bekommt. Nach Bologna zu wechseln ist nicht nachvollziebar…..

  • Wer wird ihn ersetzten wenn er wirklich wechselt?
    Felicio Brown Forbes???
    War der nicht erst mal für die 2. Mannschaft gedacht?
    Riecht nach der nächsten Baustelle,sollte Diekmeier wirklich gehen.

  • Und da kommt auch die Entwarnung:

    Diekmeier nach Bologna? Mitnichten!

    Überhaupt nichts dran ist am von italienischen Medien kolportierten Transfer von Dennis Diekmeier zum FC Bologna. „Dennis ist weit entfernt von einem Wechsel“, ließ FCN-Manager Martin Bader verlauten, bestätigte allerdings, dass es für den Verteidiger einige Anfragen und eine ganze Reihe von Interessenten gebe.

    http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/527456/artikel_Hegeler-ist-im-Anflug.html

  • Zum Thema Ausleihe, es ist ja nicht nur so, dass der Club kein Geld hat, meist ist es schlicht auch so, dass die ausleihenden Vereine die Spieler gar nicht verkaufen würden. Das Scouting der besseren Bundesligavereine ist mittlerweile so gut, dass Talente schon in der B-Jugend weggefischt werden. Solche jungen, talentierte Spieler bekommen wir gar nicht mehr, auch weil wir im Bereich Nachwuchsförderung noch immer Nachholbedarf haben. Wann war eigentlich die letzte A-Jugendmeisterschaft des Clubs?

    Umso wichtiger ist es jungen Spielern aufzuzeigen, dass der FCN eine Perspektive sein kann auch wenn man dort in der Profimannschaft nicht unbedingt international spielen wird. Nur so bekommen wir im Jugendbereich wieder gute Talente zum Club.

    Und es ist heute halt so, dass man junge Spieler fast nur noch an sich binden kann, wenn man diese schon in der B- und A-Jugend zum eigenen Verein lotsen kann. Im Bereich U23 sind kaum noch Rohdiamanten zu finden, die nicht schon bei Bundesligavereinen unter Vertrag stehen.

    Zu Diekmeier: Die Aussage von Bader deutet fast schon ein wenig auf Abschied hin, oder? Immerhin scheint die Notwendigkeit zu bestehen Transfererlöse zu generieren, da gibt es eigentlich nur zwei Spieler, Diekmeier und Gündogan. Bei Diekmeier stehen immerhin schon zwei Alternativen bereit, Judt und Brown. Vielleicht kommen wir da gar nicht drum herum?

    • mrph: der hsv is angeblich mit 2.2 mio an dennis interessiert..

      Für 2.2 Mio wären wahrscheinlich 20 Vereine an DD interessiert, nur einer nicht, der FCN …

      unter 4-5 Mio geht DD dieses Jahr nicht weg, da bin ich überzeugt von

    • mrph: der hsv is angeblich mit 2.2 mio an dennis interessiert..

      Wo steht das denn schon wieder geschrieben, bzw wer soll das gesagt haben ????
      … es ist doch immer wieder verwunderlich, wie leichtfertig Gerüchte in die Welt gesetzt werden, ohne jeden fundierten Hintergrund (in den Kommentaren der AZ wird sich über dieses Thema auch schon heftig ausgelassen, obwohl im Artikel drüber MB ausdrücklich betont, dass keiner aus dem Stamm verkauft wird).
      Morgen verzapft dann einer die Max Morlock Statue in der Nordkurve wird zur Deckung von Schulden an die Bayern verhöckert – und es gibt unter Garantie wieder irgendwelche Leute die das als mögliche Wahrheit ansehen…

      • framuc: Wo steht das denn schon wieder geschrieben, bzw wer soll das gesagt haben

        In der Blöd. Da wird das sogar schon als fast sicher eingestuft. Zu diesem Preis niemals, wenn man auf 5 Gündogan-Millionen verzichten kann, dann wird DD auch nicht so verscherbelt.

        • Optimist:
          In der Blöd. Da wird das sogar schon als fast sicher eingestuft. Zu diesem Preis niemals, wenn man auf 5 Gündogan-Millionen verzichten kann, dann wird DD auch nicht so verscherbelt.

          Nix für ungut, aber wer das glaubt, ist selber schuld …
          Das dürfte die gleiche Ente sein, wie der angeblich schon fixe Wechsel nach Bologna. Einfach abhacken unter Rubrik „Sommerloch“
          Manchmal kommts mir auch so vor, als ob gewisse Medien gezielt Falschmeldungen streuen um Unruhe zu stiften, damit sie dann wieder nen fetten Aufreisser haben der ausschlachten lässt.

  • Die 2,2 oder auch 2,5 Mio, die durch die Bild geistern, können vielleicht eine Dreingabe für einen Spielertausch sein. Sonst wäre das viel zu wenig. Wenn man im Sommer bei 4 – 5 Mio nein sagt, können das jetzt nicht weniger als 3,5 Mio werden, sonst macht man sich ja völlig zum Narren.

  • Daniel Klewer, der seine Karriere bereits beendet hatte, kehrt nochmals auf den Fußballplatz zurück. Der 33-jährige Torhüter soll Medienberichten zu Folge Daniel Batz (19) ersetzen, der von Trainer Dieter Hecking vorerst aus dem Kader genommen wurde.

    Weiß da jemand mehr drüber?
    Is der Batz so schlecht oder so jung?oder beides? 😉
    oder is der verletzt?

  • ich zitiere: „Gestern sagte er zu BILD: „Ich hätte kein Problem damit, noch ein Jahr in Nürnberg zu bleiben. Ein Wechsel zum HSV wäre aber der nächste logische Schritt in meiner Karriere.“

    ergo: der FCN hat die Option in der Hand und der HSV muss was am Tisch legen

    • Alexander | Clubfans United: „Ich hätte kein Problem damit, noch ein Jahr in Nürnberg zu bleiben. Ein Wechsel zum HSV wäre aber der nächste logische Schritt in meiner Karriere.”

      Klar ist aber auch, dass wir ihn spätestens nächste Saison verkaufen müssen, denn mit so einer Aussage braucht man sich um eine Vertragsverlängerung gar nicht erst zu bemühen. Man sollte ihn auf keinen Fall solange behalten, dass man ihn am Ende ablösefrei gehen lassen muss.

      Ich habe allerdings Zweifel, ob man jetzt noch > 4 Mio bekommen kann, denn dazu war seine Rückrunde zu schwach und die Vereine sind jetzt auch nicht so verzweifelt auf der Suche, wie im Winter. Ich denke, 3,5 Mio wäre ein realistischer Preis, über den man nachdenken könnte.

      Am Ende der Saison wird er dann entweder deutlich teurer, wenn er eine gute Saison gespielt hat, oder deutlich billiger, weil der Vertrag eine geringe Restlaufzeit hat und seine Saison doch nicht so toll war. Da muss man halt das Risiko abschätzen. Wir werden es wohl erleben, wie die sportliche Leitung sein Wertsteigerungspotential einschätzt…

      • Hm, wie steht eigentlich die MoPo zur Bild? Schreiben die ab, oder haben die ihren eigenen Stolz? Dieses Zitat jedenfalls habe ich auf Transfermarkt .de gefunden.

        Optimist: Der Hamburger SV hat seine Fühler nach Dennis Diekmeier (Foto) ausgestreckt. Nach Informationen der „Hamburger Morgenpost“ sollen die HSV-Bosse bereit sein, dem 1.FC Nürnberg 2,5 Millionen Euro Ablöse für das 20-jährige Talent zu bieten. Diekmeier, der Bereits ein Angebot vom italienischen Erstligisten FC Bologna abgelehnt haben soll, könnte bereits am Sonntag beim Freundschafts-Spiel gegen Juventus Turin für die Rothosen auflaufen.

        Nürnbergs Sportdirektor Martin Bader will dem Außenverteidiger keine Steine in den Weg legen: „Wir haben mit Dennis besprochen, dass wir uns jedes Gebot anhören. Wenn er meint, dass er einen wichtigen Schritt in seiner Karriere machen kann, werden wir uns mit ihm zusammen setzen.“

Kommentare sind geschlossen.