Graue Maus oder Vize-Rekordmeister?

In den letzten Jahren hört man aus vielen Statements von Clubfreunden, aber auch aus dem Umkreis des Vereins selbst, die Sehnsucht nach Langweile und dem Image einer grauen Maus heraus. (klick) Immer wieder Nervenzittern bis zum Ende der Saison, die letzten beide Male sogar über das Ende der Saison hinaus in die Relegation, das macht anscheinend den einen oder anderen mürbe. Wie schön wären da jetzt mal ein paar Jahre Langeweile ohne Abstiegskampf, schön im hinteren Drittel der Liga. Einfach mal nur Mitspielen, ohne Aussicht nach oben und unten, das hätte doch auch mal etwas.

Sofort melden sich da aber auch die Kritiker, Langeweile als Ziel? Wie soll das in der heutigen Mediengesellschaft wirtschaftlich funktionieren? Wie kann denn die Vereinsführung mit so etwas kokettieren? Das gibt doch allen nur wieder Ausreden und Alibis, wenn es mal nicht läuft. Heute muss man hohe Ziele anpeilen (klick) um das maximal mögliche zu erreichen. Nur so wird oder bleibt man auch sexy gegenüber den Sponsoren, welche Firma mag schon in Zusammenhang mit einer grauen Maus genannt werden? Selbst Firmen wie kik, die wohl zu 80% eher „graue Mäuse“ einkleiden, werben mit der schillernden, wenn auch manchmal etwas halbseidenen Verona Poth (klick). Das zeigt doch Nachhaltigkeit oder Seriosität sind gar nicht so wichtig, Auffallen sollte das Ziel sein. Aber funktioniert das wirklich am Ende?

Die Frankfurter Eintracht galt lange als Diva vom Main, dieses Image pflegte man so lange bis man zweimal abgestiegen war und wirtschaftlich der Kollaps drohte, dann kam Bruchhagen und formulierte das Ziel Solidität vor Show. Damit schaffte es der Verein finanziell solide zu werden und gleichzeitig sich sportlich zu stabilisieren. Drei Jahre Bundesliga am Stück war am Main nicht mehr selbstverständlich. Trotz dieser Erfolge begleitete Bruchhagen natürlich ein dauerhaftes Nörgeln der Medien, insbesondere des Boulevards und aus Teilen der Fans. Das Spiel ist zu langweilig, der Weg ein einziges Stagnieren am Ende veränderte dann auch Bruchhagen seine Strategie, setzte statt Funkel auf Skibbe und öffnete das Festgeldkonto für teurere Transfers. Oder war das gar keine Veränderung der Strategie sondern die Fortführung nach der Stabilisierung, sportlich und wirtschaftlich, jetzt eine vorsichtige Expansion.

Ich habe ein wenig den Eindruck, dass Bader gerne den Weg von Bruchhagen gehen würde. Einfach mal die Aufgeregtheiten rund um den Verein eliminieren, ruhiges Fahrwasser suchen, sich sportlich und finanziell stabilisieren. Und diesen Weg bezeichnet er dann als „graue Maus sein“. Ich denke Bader ist sehr wohl klar, dass der FCN nie graue Maus sein kann, sein wird, dafür ist der Verein national zu bekannt, dafür gibt es immer noch zu viele positive Emotionen selbst in Regionen die weit von Nürnberg entfernt sind. Fast jeder Fan sagt, die Cluberer sollten in der Liga sein, was nicht jedem Verein zu Teil wird. Genau deshalb kokettiert doch Bader mit dem Image der grauen Maus, weil wir nie eine sein werden, aber doch weg müssen von dem Unsteten, wenig Professionellem. Ihm geht es doch nicht darum Erfolge zu verhindern, was hätte er davon? Ihm geht es eher darum mal endlich dem Verein ein solides Fundament zu geben, Fundamente sind aber selten spektakulär. Fundamente sollen einfach nur tragen, sportlich, finanziell die Basis bilden für neue Erfolge. Wenn das Fundament endlich mal stabil ist, dann können auch wieder spektakuläre Fassaden errichtet werden, dann kann man auf die alten Erfolge wieder verweisen, weil sie Auftakt für heutige Erfolge sind, nicht mehr ein fader Abglanz aus alten Tagen.

Natürlich haben wir alle – und ich denke auch Bader – gedacht, dass wir nach dem Pokalsieg 2007 schon weiter waren. Nur sind wir ehrlich, fast die gleiche Mannschaft stand 1,5 Jahre davor vor dem Abstieg, spielte dann über ihre Verhältnisse und der Pokalsieg war eher Zufall als geplant. Natürlich hätte man sich gewünscht, dass Transfers wie der von Charisteas und Misimovic oder der von Koller die sportliche Substanz erhöhen, aber das war leider nicht so, die Mannschaft viel eher nach dem unerwarteten Erfolg auseinander und damit war der Abstieg besiegelt. Vielleicht hat der Pokalerfolg, den Weg eher schwieriger gemacht als erleichtert. Die Erwartungen wurden gesteigert, die Mannschaft egoistischer und die Investitionen nach dem Pokalsieg durch den Abstieg Investitionsruinen. So hat die Zeit von 2007 bis 2009 den Verein eher zurückgeworfen, deshalb jetzt wieder ein Anlauf graue Maus zu werden. Dass das eben nur ein Kokettieren ist, zeigen die aktuellen Autogrammkarten, die hinter dem aktuellen Spieler eine Clublegende zeigen, das zeigt aber auch das Stuhlfauthzitat, das der Verein wieder stark nach vorne holt.

Bader kokettiert mit dem grauen Maus Image um zu zeigen, der Verein hat aufgehört in Wolkenkuckucksheimen zu leben, wir sind in der Realität angekommen und wir wollen heimatverbunden, solide auf dem Boden der Tatsachen handeln und so wieder den Verein zu sportlichen Erfolgen führen. Es geht nicht um Alibis, es geht Realität. Wenn Fans träumen ist das noch ok, wenn die Vereinsführung träumt verspielt sie die Zukunft. Dass heute viele Fans von Langeweile träumen zeigt aber, dass auch sie keine Lust mehr auf Illusionen und Träume von alter Größe haben, auch sie wollen lieber der Zukunft zugetan neue Erfolge mit kleinen Schritten erreichen. Himmelhoch Jauchzend und zu Tode betrübt hatten wir oft und lang genug, jetzt ist es vielleicht endlich Zeit für gediegene Langeweile. Zumindest ein klein wenig.

[Bild: GNU-Lizenz für freie Dokumentation © Rasbak ]

40 Gedanken zu „Graue Maus oder Vize-Rekordmeister?

  • Ich denke auch, dass es uns wie Frankfurt ginge … Natürlich sehnen wir uns derzeit nach Sicherheit. Aber wenn wir Sicherheit haben, wird die Sehnsucht nach alten Glanzzeiten wieder auflodern. Das ist einfach gar nicht zu vermeiden. Das ist wie im Leben: Ein Kranker hat nur einen Wunsch, nämlich wieder gesund zu werden – ein Gesunder hat 1000 Wünsche.

    Die Frage ist nur: „Darf“ (soll?) man das als Vereinsverantwortlicher so formulieren? Gerade, wie auch Armin anspricht, im Hinblick auf Vermarktung.
    Meine persönliche Meinung dazu: Ja. Auch weil mir das ganze Marketinggewäsch der anderen aus dem Hals hängt. Dieses ewige Versprechen von irgendwas und nie halten – angefangen vom Produkt bis hin zur Dienstleistung. Unsere Gesellschaft ist ein ewiges Versprechen und selten halten. So funktioniert auch die Politik.

    Daher: Es ist mir sympathisch, die „graue Maus“ zu proklamieren. Es darf aber – um nicht ganz den Regeln des Marktes gegenzuschwimmen – nur eine Proklamation mit Augenzwinkern sein.

    • Alexander | Clubfans United: Also bitte kein Maskottchen daraus machen!

      Das hätte doch schon fast wieder Klasse!

      Da kommt mir die Vision eines Werbespots:

      Ein Fahrstuhl fährt nach oben, heraus kommt eine graue Maus im Clubtrikot und besteigt über eine lange, aufwärtsführende Rampe einen Ozeandampfer, der dem neuen Funktionsgebäude zum Verwechseln ähnelt. Dieser fährt dann der Morgenröte entgegen, zum Horizont, an dem die Sonne in Form der strahlenden Meisterschale aufgeht…

      Da wird einem richtg warm ums Herz 😉

      • Optimist:

        Ein Fahrstuhl fährt nach oben, heraus kommt eine graue Maus im Clubtrikot und besteigt über eine lange, aufwärtsführende Rampe einen Ozeandampfer, der dem neuen Funktionsgebäude zum Verwechseln ähnelt. Dieser fährt dann der Morgenröte entgegen, zum Horizont, an dem die Sonne in Form der strahlenden Meisterschale aufgeht…

        Wenn einem die Phantasie durchgeht: Einfach mal Fiebermessen!

        Gruß
        belschanov

        PS: Aber eigentlich wäre das wirklich eine ideale, selbstironische Idee für einen Club-Werbespot. Im Ernst!

  • @Optimist: Klasse Idee, jetzt fehlt nur noch ein knackiger Slogan.

    Natürlich darf das Ziel nicht lauten, eine graue Maus zu bleiben (obwohl das Foto schon niedlich ist), aber der erste Schritt muss doch ganz klar sein, sich von DER Fahrstuhlmannschaft überhaupt erst mal zu einer grauen Maus zu entwickeln. Danach kann man dann das nächste, höhere Ziel angehen. Als Herr Michael A. nach dem Pokalsieg den Club schon „im oberen Drittel der Tabelle“ etabliert sah, war das bekanntlich ziemlich überzogen und die Rückkehr in die Realität umso schmerzhafter. Also lieber eine Politik der kleinen Schritte (und auch da wird es Rückschläge geben, da brauchen wir uns gar nichts vormachen) als wieder ein Absturz aus vermeintlicher Höhe.
    Auf das unser Club am Ende der Saison als graue Maus (mit rot-schwarzem Anstrich, selbstverständlich) dasteht.

    PS: Wird jetzt wirklich langsam Zeit, dass es wieder losgeht.

  • Hehe. Jetzt wird es kreativ. Aber ich glaub nicht, dass ne Maus sich im Fränkischen im Allgemeinen und im Fußball im Besonderen durchsetzen kann.

    Bei den Ice-Tigers (fränk. Eisdeicher) war das schon schwierig, aber da war wenigstens ein Raubtier an Bord. Aber ein Fanclub mit Namen „Gray Mice Nürnberg“ (fränk. „Grejmais nernberch“) klingt doch eher nach Bioanbau oder nach einem Senionrentreffen.

    Und dann die böse Konnotation durch Assoziation mit:
    – Keine Mäuse haben (springt gleich unser Isigreddid-Sponsor ab)
    – Aus die Maus (-> siehe Fahrstuhlmannschaft)
    – Da beisst die Maus keinen Faden ab! (-> letzter Strohhalm)
    – Arm wie die Kirchenmaus (-> Finanzen)
    – Mausetod
    – Katze- und Maus-Spiel (-> Niederlagen)
    – sich ins Mauseloch verkriechen (-> Kommunikation)
    – Der Berg kreißt und gebiert eine Maus
    – mit Mann und Maus (-> Rückstand, Verzweiflung)
    – Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch

  • Eine graue Maus zu sein ist bedauerlich, eine graue Maus sein zu wollen fatal…der Werbeslogan wäre in der Leistungsgesellschaft-pur „Bundesliga“, das läßt sich eben bei allem Charme und Augenzwinkern nicht wegdiskutieren, da wäre es wohl eine völlige Thema- Verfehlung. Dann lieber ein Eichhörnchen wegen der Sprunghaftigkeit, rauf- runter …das ist wenigstens putzig und korrespondiert mit dem Pünktchen sammeln und vergraben *Scherz*

  • Ja aber ich sehe schon, so grundsätzlich bräuchten wir eigentlich ein emotionales Maskottchen ob auf 2,-4 Beinen oder 100 oder Flügel wegen mir. Mir fiele da noch der Siebenschläfer ein 🙂 … und ich wette den hätten wir dann exklusiv! *g*

    • Juwe: Ja aber ich sehe schon,so grundsätzlich bräuchten wir eigentlich ein emotionales Maskottchen ob auf 2,-4 Beinen oder 100 oder Flügel wegen mir. Mir fiele da noch der Siebenschläfer ein :-)… und ich wette den hätten wir dann exklusiv! *g*

      Siebenschläfer ist gut. 😆

      Also mal ernsthaft: Was würde man denn vorschlagen? Ritter Frankie kann es ja wohl nicht sein. Karpfen Michael ist wohl auch nicht gut.

  • …nee keinen Namen 😉

    Mir reicht schon die Vorstellung von einer Reportage: „…und eben haben die Nürnberger Siebenschläger wieder zu viert in der Abwehr geschlafen“. Och neee

  • @Alexander: Danke für den Link, da war mir doch einiges nicht bekannt. Auf Kartoffelkäfer muss man erst mal kommen, ich ziehe den Hut vor der Aachener Marketingabteilung.
    Am ansprechendsten wäre wohl ein Löwe in rotschwarz, aber den hat Bayerhausen ja schon. Ein Tiger wäre auch nicht schlecht, aber dann beschweren sich zurecht die Aisdaichers. Einzig ein typisch Nämbercher Name fällt mir ein: Gärch (Hochdeutsch: Georg) resp. Gärchla (Verkleinerungsform).

  • Wie gesagt, das Ziel ist sicher nicht eine „graue Maus“ zu bleiben, aber es geht darum die Aufgeregtheit raus zu bekommen, dieses himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt, das müssen wir überwinden. Der nächste Schritt ist jetzt die Infrastruktur erstligatauglich zu bekommen. Das Nachwuchszentrum, das Scouting, das drumherum und das wichtigste, in der Liga bleiben, einfach drin bleiben, mehr nicht.

    Wir sollten aufhören von höheren Weihen zu träumen, es geht einfach darum dabei zu sein. Und wir sollten damit auch mal zufrieden sein. 😉

  • @Armin
    Genauso ist das.
    Volle Zustimmung.

    Insofern meine Prognose:
    Es wird schwierig, aber es reicht nach Zittern.
    Zittern gehört zum Handwerk beim Ruhmreichen.

  • Ich befürchte leidet, dass der Club jener die graue Maus nicht mehr hinauskommt, da das Stadion einfach gegenueber anderen grauen Maeusen nicht wettbewerbsfähig ist! Einziges Leichtathletikstadion mit den wenigsten Logen und außerdem keine Zusatzeinnahmen aus der Europaleague! Da kann man nicht viel erwarten, außer Tabellenfuehrer des dritten Drittel und hoffen, dass man nicht absteigt!

  • Thesen zu dem Aspekt, dass das Graue-Maus-Image des FCN Sponsoren abschreckt:

    1) Der FCN ist eine graue Maus – und zwar deshalb, weil er keinen Sponsor hat, der es ihm ermöglicht, keine graue Maus zu sein.

    2) Dass der FCN eine graue Maus ist, schreckt Sponsoren ab.

    1+2=3) Die Maus beißt sich in den Schwanz.

    Wenn die Sponsoren Probleme damit haben, dass der FCN eine graue Maus ist, sollen sie ihm halt die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, die er braucht, um keine graue Maus mehr zu sein. Dann wäre der FCN keine graue Maus mehr und der Sponsor könnte stolz auf sich sein, weil er das Trikot eines respektablen, imageträchtigen, erfolgreichen Vereins ziert.

    Das ist doch eine ganz klare, einfache Sache.

    • belschanov: Thesen zu dem Aspekt, dass das Graue-Maus-Image des FCN Sponsoren abschreckt:1) Der FCN ist eine graue Maus – und zwar deshalb, weil er keinen Sponsor hat, der es ihm ermöglicht, keine graue Maus zu sein.2) Dass der FCN eine graue Maus ist, schreckt Sponsoren ab.1+2=3) Die Maus beißt sich in den Schwanz.Wenn die Sponsoren Probleme damit haben, dass der FCN eine graue Maus ist, sollen sie ihm halt die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, die er braucht, um keine graue Maus mehr zu sein. Dann wäre der FCN keine graue Maus mehr und der Sponsor könnte stolz auf sich sein, weil er das Trikot eines respektablen, imageträchtigen, erfolgreichen Vereins ziert.Das ist doch eine ganz klare, einfache Sache.

      Manchmal reicht aber aus, dass ein Sponsor glaubt, dass der FCN bald keine graue Maus mehr ist! Dann steigt er ein, weil er meint cleverer zu sein als andere, und so noch ein Schnäppchen zu machen, und macht mit seinem Engagement möglich, dass es wahr wird. Eine self fulfilling prophecy!

  • „Poor man wanna be rich,
    rich man wanna be king,
    And a king ain’t satisfied,
    till he rules everything.“

    (Bruce Springsteen – Badlands; auch nachfolgende Zitate)

    Die Antriebsfeder eines jeden, so darf man unterstellen, ist es ERFOLG zu haben. Erfolg definiert sich in der Fußballbundesliga über Titel. Einen solchen hat der Club vor drei Jahren eingefahren – und es war auch in der Tendenz weder Zufall noch Planung. Es hat damals schlicht die ganze Region überrollt. Emotional wie sportlich. Damals war man „rich“.

    Jetzt stehen die Zeichen wieder mehr auf „poor“. Und dennoch ist und bleibt der Blick nach oben der fest verankerte Wunsch und er ist auch erlaubt. Die Weichen werden von Bader und Co. sportlich und wirtschaftlich m.E. sorgfältig und mit Bedacht gestellt. Keine Risikogeschäfte, weiter der Weg der kleinen Schritte. Ein anderer Weg wäre der von Schalke – aber das Saldo wird, da bin ich mir sehr sicher, früher oder später zum Einsturz von Magaths Kartenhaus führen. Ob der beeindruckende (zinkende?) Magier dann noch auf dem Trainerbalkon des Kartenhauses steht, wage ich zu bezweifeln. Dann gilt eher:

    „Badlands, you gotta live it everyday,
    Let the broken hearts stand
    As the price you’ve gotta pay.“

    Nicht erstrebenswert. Zu oft schon im Kleinen erlebt…
    Ein Sponsor wie Siemens wäre ein solider Anfang. Und es wäre Baders größte Leistung, sollte er auch nur ähnliches realisieren können. Dieser Anfang ist aber zur Zeit nicht verfügbar. So muss der Weg über eine langsame, stetige sportliche wie wirtschaftliche Konsolidierung und Steigerung führen. Und damit wäre man, sollte es gelingen, die nächste Zeit wirklich eine graue Maus. Ob wir in absehbaren Jahren wirklich zur Phalanx der Top 5 in der Liga aufschließen hängt von ganz vielen Umständen ab. Und die sind, um den Kreis zu schließen, wenn überhaupt, eher planbar als dem Zufall geschuldet. Aber dazu bräuchte es Geduld und Konstanz. Vielleicht stimmt es dann eines Tages:

    „Talk about a dream,
    try to make it real.
    (…)
    We’ll keep pushin‘ till it’s understood,
    and these badlands start treating us good.“

  • Das Beispiel Frankfurt ist gut gewählt, man muss allerdings auch das ökonomische Umfeld berücksichtigen und demnach hat die Eintracht (obwohl auch graue Maus) deutlich die Nase vorn, nämlich:

    Deutlich höhere Einnahmen aus der Trikotwerbung (FRAPORT zahlt fast das doppelte gegenueber AREVA), ein Stadion mit 100 statt mit 20 Logen und insgesamt eine attraktivere Spielstaette (tolles reines hessisches Fussballstadion gegenueber stimmungstoetendem fränkischem Scheisskaestlein!

    Ohne Frankendome mit 70.000 voll ueberdachten Sitzplaetzen, ohne Laufbahn, mit 3000 Super-Premium Business-Seats und einem Cabriodach wird der Club weiter mit Bielefeld um den Titel Rekordabsteiger konkurrieren!

  • Das ist eben das Problem, die Wirtschaft investiert ja nur in Sportmarketing, wenn sie sich damit identifizieren können und es dem eigenen Image förderlich ist, daher wird kein Weg daran vorbeiführen, erstmal eine überzeugende Leistung zu zeigen. An Frankfurt sieht man aber, das muß gar nicht zwingend EL oder CL sein, das wäre auch noch zu weit weg, es reicht wenn man sieht, ein Verein lebt hat ein positives Image und bringt auch solide Leistungen und kann Menschen mitreißen.

    Das funktioniert eher selten umgekehrt, von Ausnahmen wie Red Bull mal abgesehen, die ganz unten einsteigen und dann hohe Ziele anstreben. Das sind eher dito Ausnahmen.

    Sprich solange der FCN nicht sportlich überzeugt, wird da so viel nicht passieren. Das alte Stadion mit den begrenzten Vermarktungsmöglichkeiten (Logen ppp) tut sein übriges als Hemmschuh dazu, wie schon erwähnt wurde.

    Das Nachwuchsleistungszentrum ist dafür auch ein Schritt die sportliche Substanz zu erarbeiten, aber das ist in der Bundesliga auch Standart und sogar DFL Vorschrift, die einfach umgesetzt wird, damit wird man sich auch nicht exponieren oder von anderen absetzen.

    Ich bin einfach nach wie vor der Meinung, die sportliche Visionskraft und Umetzung ist in der Vereinsführung nur in Durchschnittlichem Maße vorhanden (die graue Maus eben), wenn man sich mit den besten! 18 Vereinen messen will. Und das wäre einfach die Basis, dass sich die Wirtschaft beginnt wieder damit zu identifizieren.

    Wenn ich mir die Kaderbildung für die neue Saison ansehe und auch mit Vereinen auf Augenhöhe 🙂 vergleiche, hat der FCN eher für gehobene II. Liga Ansprüche eingekauft.

    Simons das betont Hecking sogar arbeite sehr gut „gegen den Ball“ sprich er ist kein Spieleröffner nach vorne, wie Ottl es aber konnte.

    Zu Okotie kann man derzeit noch gar nichts sagen, Schieber ist maximal mit gutem Willen auf dem Stand auf dem Choppo zu Beginn der letzten Saison war, als dieser gerade begann sich in der BL zu etablieren.

    Ich sehe in der Summe keine Kaderverbesserung. Sehe nicht diesen „Schritt nach vorne“ im sportlichen Bereich und solange wird auch der Geldbeutel spärlich bestückt bleiben.

    • Juwe: Das ist eben das Problem, die Wirtschaft investiert ja nur in Sportmarketing, wenn sie sich damit identifizieren können und es dem eigenen Image förderlich ist, daher wird kein Weg daran vorbeiführen, erstmal eine überzeugende Leistung zu zeigen.

      Tja, warum investiert dann z.B. die Nürnberger Versicherung lieber im Radsport, dem eher ein halbseidenes dopinggeschwängertes Image anhaftet? Die wären meiner Meinung nach auch ein idealer Sponsor mit ordentlicher Finanzkraft und regionaler Identifikation. Da ließe sich sicher auch gut mit der Tradition arbeiten.

      Das kann ich nicht verstehen, wenn man ohnehin bereit ist, in Sponsoring zu investieren, dass man dann lieber rasende Medizintestkandidaten finanziert. Im Fußball ist doch die Werbewirksamkeit in Deutschland ungleich höher als im Radsport, der eine eher internationale Strahlwirkung hat. Oder will die NÜRNBERGER Versicherung ernsthaft internationale Märkte erschließen? Das klingt für mich eher lächerlich!

      • Ich bin jetzt nicht ganz genau informiert, aber ich habe in Erinnerung als die Nürnberger Versicherung in den Radsport einstieg, war Doping noch nicht das ganz große Thema wie seit wenigen Jahren oder seit dem großen Knall um Jan Ullrich und haben mit ihrer Damenmannschaft die nationalen Wettbewerbe nach belieben dominiert. Also das war zu Beginn eine Erfolgsgeschichte, die den Anreiz gegeben hat.

        Optimist: Tja, warum investiert dann z.B. die Nürnberger Versicherung lieber im Radsport, dem eher ein halbseidenes dopinggeschwängertes Image anhaftet? Die wären meiner Meinung nach auch ein idealer Sponsor mit ordentlicher Finanzkraft und regionaler Identifikation. Da ließe sich sicher auch gut mit der Tradition arbeiten. Das kann ich nicht verstehen, wenn man ohnehin bereit ist, in Sponsoring zu investieren, dass man dann lieber rasende Medizintestkandidaten finanziert. Im Fußball ist doch die Werbewirksamkeit in Deutschland ungleich höher als im Radsport, der eine eher internationale Strahlwirkung hat. Oder will die NÜRNBERGER Versicherung ernsthaft internationale Märkte erschließen? Das klingt für mich eher lächerlich!

    • Juwe: Schieber ist maximal mit gutem Willen auf dem Stand auf dem Choppo zu Beginn der letzten Saison war, als dieser gerade begann sich in der BL zu etablieren.

      …aber offensichtlich ist Choupo nicht gut genug für den HSV, denn neulich war zu lesen, Veh hätte ihn und Tavares aussortiert, glaube ich. Beim Fall Tavares zeigt sich mal wieder der Wert von Leihgeschäften: den hätten wir sonst als weiteren Millionen-Fehleinkauf an der Backe….

      Ich sehe Schieber überhaupt nicht schlechter als Choupo. Er braucht noch etwas Eingewöhnung (Choupo hat ja auch eine halbe Saison gebraucht, bevor er wirklich zu gebrauchen war), aber ich sehe ihn aus kämpferischer Sicht stärker, eher Arbeiter als selbstverliebter Schönspieler, wie mir Choupo manchmal vorkam.

  • Also wenn die Stadiongröße eine Rolle spielt (wenn ich Judge Dredd richtig verstehe), dann brauchen wir uns ja gar keine Sorgen machen, dann lassen wir 6 Teams hinter uns.

    • Claus: dann brauchen wir uns ja gar keine Sorgen machen, dann lassen wir 6 Teams hinter uns.

      Das wäre überhaupt eine Idee: Wir spielen gar nicht mehr, sondern erstellen die Tabelle am grünen Tisch anhand der Rahmendaten und Grundparameter der Teams. 😉

  • Kurz zurück zur Maskottchensuche: Wie wäre es mit einem roten Bullen im silber-blau Leibchen, vielleicht kommt dann der Sponsor von allein?

  • Nochmal Sponsoring:

    Schaeffler wäre auch ein regionales Unternehmen gewesen, das hätte einsteigen können. Aber die sind ja blank, dachte man, las man, hörte man.

    Für die Bayern reicht es aber noch – und das macht vor allem die Mitarbeiter sauer – aber auch als Clubfan muss man sich wundern:

    In der auch selbst verschuldeten Krise hat der Zulieferer Schaeffler seine Mitarbeiter bluten lassen und ihnen in guten Jahren die kalte Schulter gezeigt. Jetzt sponsert das Unternehmen den FC Bayern – die Mitarbeiter sind entsetzt.

    Dass alle Franken von Geburt an, also gewissermaßen genetisch bedingt, Fans des 1. FC Nürnberg sind, ist eine offenkundig unausrottbare Legende. So hat die Auseinandersetzung auch nichts mit fußballerischem Lokalpatriotismus zu tun, die seit wenigen Tagen heftig hinter den dicken Mauern des wie gewohnt gut abgeschirmten fränkischen Wälzlagerherstellers Schaeffler tobt. Dort fühlen sich die Mitarbeiter – nicht zum ersten Mal – von der Eigentümerfamilie und der Geschäftsführung düpiert. Und das hat mit dem FC Bayern München zu tun.

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schaeffler-sponsert-den-fc-bayern-aber-was-ist-mit-uns-1.986383

    • Alexander | Clubfans United: Schaeffler wäre auch ein regionales Unternehmen gewesen, das hätte einsteigen können.

      Die sind anscheinend zu wichtig für so eine Kleinigkeit wie den Club. Die meinten ja auch, einfach mal einen deutlich größeren Konzern (Conti) aus der Portokasse kaufen zu können :mrgreen:

  • Zum Thema Frankfurt. Dass da so tolle sportliche Leistung geboten wurde und dann die Wirtschaft Geld in die Hand genommen hätte ist doch wohl schlicht eine schöne Geschichte. Nur leider erfunden.

    Tatsache ist, Frankfurt war kurz vor der WM wirtschaftlich und sportlich am Boden, ein neues Stadion nicht in Ansätzen vom Verein zu finanzieren, das alte Stadion nicht WM-tauglich. Aber die Stadt Frankfurt und das Land Hessen wollten auf keinen Fall ohne WM-Standort dastehen. Auch weil dann wohl der DFB-Standort nicht zu halten gewesen wäre. Also wurde das Stadion komplett von der Kommune bezahlt. Frankfurt hat nicht umsonst das höchste Steuereinkommen aller deutscher Städte. Dafür hat die Stadt jetzt auch eine schöne Loge in der Arena, dort dürfen sich dann verdiente Lokalpolitiker gern mal ein Spiel bei Sekt und Häppchen anschauen. Wahrscheinlich hatte die Stadt sogar recht so zu handeln, denn der Werbeeffekt zur WM war beträchtlich, dazu bekommt man wohl das Endspiel der Frauen-WM 2011, keine schlechte Sache. Nur eine Refinanzierung ist ohne BuLi-Fußball natürlich Illusion, also nehmen Stadt (Mainova, FVG) und Land (Fraport) noch einmal Geld in die Hand und sanieren die Eintracht. Sprich die Werbegelder von Fraport haben schlicht gar nichts damit zu tun wie toll man sportlich bei der Eintracht handelt, das sind rein politische Summen. Dass diese von der freien Wirtschaft nicht bezahlt würden, zeigt sich an der letzten Sponsorensuche, lange gab es Gerüchte ein anderes Unternehmen könnte die Fraport ablösen, am Ende war es dann aber doch wieder die Fraport, weil kein anderes Unternehmen bereit war den politischen Preis der Fraport zu überbieten.

    Tja blöd, dass der Freistaat Bayern lieber in einen Fußballtempel in München investiert als in Nürnberg und dass die Steuerquote in der Frankenmetropole nicht annähernd an die in rankfurt heranreicht. Fußballstandorte haben weniger mit der Wirtschaft als mit der Politik zu tun, da werden wir immer hintenanstehen.

    Vereine aus Städten wie Kaiserslautern, Dortmund, Frankfurt, Gelsenkirchen … können viel leichter wirtschaftlichen Harakirir fahren, am Ende wird es immer einen Politiker geben der den Fußballstandort dort retten wird, weil z.B. Gelsenkirchen ohne Schalke eine tote Stadt wäre. Den FCN könnten die Nürnberger Stadtpolitiker nicht retten und die Münchner Landespolitiker würden es nicht.

    So kann unser Weg nur der von Bremen sein, Schritt für Schritt die Basis verbessern, immer parallel in Mannschaft und Infrastruktur investieren. So toll sich ein Frankendome anhört, er wird hier nie Realität, aber man sollte sich jetzt schon Gedanken machen wie man das jetzige Stadion ausbauen kann. Vielleicht muss doch die Haupttribüne fallen? Dann die Gegentribüne, dann die Kurven neu und am Ende gibt es doch das reine Fußballstadion mit 60 000 Zuschauer, mehr brauchen wir nie, der 90 000er Frankendome wäre eher der wirtschaftliche Ruin, weil nicht unterhaltbar.

    Auch die Investionen in die Mannschaft sehe ich nicht so negativ, wie Juwe. Simons ist definitiv erfahrener als Ottl und so großartig war dessen Spieleröffnung nun auch nicht letzte Rückrunde. Da war Breno noch besser im Spiel nach vorn.

    Simons hat bei einem europäischen Topverein gespielt, hat CL gespielt. Sicher die Frage bleibt ob er mit 33 an die Qualität anknüpfen kann, aber einen 5 Jahre jüngeren Simons könnten wir uns halt leider nicht leisten. Wir könnten uns selbst einen Ottl nicht leisten, wenn die Bayern den nicht unbedingt loswerden wollten und Spielern aus der eigenen Jugend gern mal helfen woanders unter zu kommen. Können die sich ja auch locker leisten da mal auf 2 bis 3 MIO zu erzichten, denn ich denke in die Richtung muss man bei Ottl denken, wenn man ihn kaufen wollte.

    Beim Vergleich Schieber – Choupo sehe ich auch nicht, dass Schieber schlechter sein sollte, körperlich ist er deutlich stärker und ist so sicher der interessantere Stoßstürmer, den wir für das 4-2-3-1 brauchen. Okotie ist sicher noch eine Wundertüte nach seiner Verletzung, ohne diese wäre er aber auch im 5 MIO Ablösebereich, also auch nicht machbar. Wir müssen eben den Weg des Risikos gehen, aber ich denke über die Saison wird uns einer der Beiden weiterhelfen. Das sind halt so 50% Transfers, zwei günstig kaufen (oder leihen) und hoffen dass einer einschlägt. Ich fürchte wir haben da gar keine große Alternative.

    Und ich denke der Weg ist auch der richtige, was wäre die Alternative? Eine echte substantielle Verstärkung kostet 3 bis 5 MIO und eine Garantie, dass es klappt gibt es auch nicht, siehe Maniche bei Köln, siehe Charisteas bei uns, siehe Berg beim HSV …

    Und dann? Nein ich denke der Weg der kleinen Schritte ist der richtige, erst mal schauen, dass wir sicher in der Liga bleiben, dann nach höheren sportlichen Erfolgen linsen. Erst mal das Umfeld ausbauen, dann in Richtung Mittelfeld der Liga denken. Immer einen Schritt nach dem anderen. Wenn man mal ein paar Jahre in der Liga war, wenn es nach der Hinrunde nicht nach Abstieg riecht, dann kann man auch Spieler ansprechen, die höhere Ansprüche an sich und den Verein haben.

    Das heißt eben erst mal graue Maus werden, das sind wir nämlich leider noch nicht, graue Maus ist Platz 12, 13, 14, da sind wir noch nicht. Da wollen wir aber hin, ich zumindest.

  • Dazu passt auch schön die Meldung, dass Schaeffler jetzt den FCB sponsort. Wenn eine urfränkische Firma lieber unter ferner liefen die Bayern sponsort als führend den FCN, sollte allen klar sein, wie schwer es ist potente Wirtschaftsunternehmen an den Verein zu binden.

    Und komme mir jetzt keiner, dass Kleinsponsor bei den Bauern so viel mehr Aufmerksamkeit nach sich zieht, als Hauptsponsor bei den Cluberern.

    Es ist viel einfacher, der strategische Partner Audi, wird Conti klar gemacht haben, dass man auch andere Reifen aufziehen kann, wenn Conti Audi nicht beim Sponsoring der Bayern unterstützt. Und dann läuft das Ganze schon. Schlicht die übliche Vetterleswirtschaft, aber was wäre von Deutschlands Wirtschaftselite auch anderes zu erwarten.

  • Man benötigt eben auch neben dem Fußballfeld außergewöhnliche Ideen um aufzuholen, beispielsweise im Sportmarketing. Nehmen wir mal das Beispiel St.Pauli, die haben es immerhin geschafft aus einem Sozialbrennpunkt Verein eine richtig angesagte Marke bzw. beliebtes Label zu machen. Ich kenne kaum einen Fußballbegeisterten der nicht auf Pauli Mützen, Schals, Jacken oder irgendwas aus derem Sortiment steht.

    Ich habe es schon mal erwähnt auf jedem großen Musikfestival ist ein richtig hipper St.Pauli Stand Verkausladen mit dabei, der stets von einer Menschentraube umzingelt ist.

    Wir sind leider graue Maus auf und neben dem Spielfeld, also wenn man im Konzert der Besten weiterhin mitspielen will, als Messlatte. Sicher ist der FCN ein Verein mit Geschichte, aber wir haben schon lange den Anschluss verpaßt was das Konzert der Besten angeht. Die Legende ist etwas staubig geworden 😮 neue Ideen braucht die Region!

    Man muss eben nicht auch die graue Maus bleiben was Ideen angeht.

  • Daher finde ich auch die Idee des Threads hier von einem richtig schnieken Maskottchen gar nicht schlecht, könnte auch dem Merchandising gut tun. Einfach nur ein Beispiel…

    • Juwe: Daher finde ich auch die Idee des Threads hier von einem richtig schnieken Maskottchen gar nicht schlecht, könnte auch dem Merchandising gut tun. Einfach nur ein Beispiel…

      …und außerdem ist es Zeit für eine neue Stadionhymne. Die Legende lebt ist zwar ganz nett, hat aber den hausbackenen Charme von diesen Komödienstadlern Heissmann / Rassau und einen richtigen Losertext. Und da sind wir bei St. Pippi. Die sind zwar auch so eine Art Underdog mit Tradition, aber viele bekannte Rockstars haben die schon unterstützt, weil es cool ist.

      Welcher deutsche BL-Verein hat denn eine ähnlich melancholisch-depressive Hymne? Keiner, oder? (Obwohl ich nicht wirklich viel kenne)

      Bin mir sicher, auch wenn der typische Nörgler-Rentner auf den teuren Plätzen den Song mitsummt, die Ultras würden viel lieber auf Beatsteaks oder Oasis singen!

  • Oh Pino, Finger weg von der “ Legende „! Es gibt nur eine Hymne, die mit der unseren konkurrieren kann und das ist die von Hansa Rostock. Und wenn das gesamte Stadion das “ NIEMALS“ schreit , ist das Gänsehaut pur. Genauso wie bei der “ Legende“ . Was ich so anderswo gehört habe…oh je. In Hannover muss der Text über die Videotafel gezeigt werden , ganz zu vergessen von den Schuhplattlern der Löwen oder Augsburger. In der Westvorstadt sollte das Figurenrondell gar erst NACH der Hymne betreten werden. Fasziniert bin ich von der Hymne Barcelonas und ich möchte fast das “ Barca, Barca, Baaaarca“ mitgrölen…und die ist ein musikalisches Unding aus den 20ern. Oder höre Dir das “ Blauweise-Blut“ der Schalker an. Schrecklich . St. Pauli hat “ Hells Bells“ ins Stadion gebracht. Der Glubb hat mit “ Thunderstruck“ nachgelegt. Klasse! Eine Hymne muss aber wachsen und die „Legende“ ist gewachsen. Und wird von allen angenommen. Und warum haben eigentlich so viele Ultras die “ Legende“ als Klingelton??? Neee, bitte net ändern…

    • KUZ: Finger weg von der ” Legende “!

      Definitiv! Nachdem ich wirklich lange brauchte, bis ich mit ihr meinen Frieden machte, ist sie mir ans Herz gewachsen. Sie hat durchaus ein „You never walk alone“-Potenzial, ohne dabei die fränkische Natur zu verleugnen. Ich kenne befreundete Fans anderer Mannschaften, die sagen „Scheiße Mann, da hatte sogar ich Gänsehaut!“

  • Unvergesslich: Die „Legende“ im Berliner Olympiastadion nach dem Pokalsieg.
    Wenn ich mir vorstelle, ich würde stattdessen z. B. Nina Hagen („Eisern Union“) ertragen müssen…
    Nein danke.

  • Stimmt schon zum großen Teil Eure Einwendungen. Aber bei einem bleibe ich.

    Die vorgespielte Liedversion im Stadion sollte aber etwas rockiger präsentiert werden.

    Der Gegner soll ja eingeschüchtert werden und nicht um Mitleid gebettelt werden, und da haben Blockflötentöne am Anfang halt eher pazifistischen Charakter. Dann muß halt Mambo Kurt ran. :-9

  • Der Gegner soll vor Ehrfurcht erstarren, und da ist die „Legende“ wie sie ist genau richtig. Siehe Zitat von Alexander.

  • @ Pinola: In der Musikbranche werden ja öfters alte Songs neu aufgelegt.
    Etwas flotter, zuweilen auch rockiger und oft auch mit einem etwas veränderten Text.
    Mag ja sein das sowas bei der Jugend ankommt, aber wer die alten Songs noch im Original kennt, würde sich nie eine von den neuen Aufnahmen kaufen.
    Wenn Du die Blockflötentöne bei „die Legende lebt“ weglassen würdest, wäre das so wie wenn Du bei „Hells Bells“ die Glocke am Anfang weglassen würdest.

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