DFB sperrt Pinola für 4 Spiele

1. FC Kaiserslautern (H), FSV Mainz 05 (A), Borussia Dortmund (H), TSG 1899 Hoffenheim (A) – das sind die Spiele, die Javier Horacio Pinola dem Club nicht zur Verfügung stehen wird, weil er sich im Spiel gegen die Bayern nach einem Foul von Schweinsteiger nicht in den Griff bekam und selbigen im Folgenden anspuckte. Vor allem Lautern und Mainz sind da schmerzlich, da es Spiele sind, bei denen man Punkte holen will bzw. keine verlieren.

Javier Pinola vom Bundesligisten 1. FC Nürnberg wurde am 17. November 2010 vom DFB-Sportgericht im Einzelrichter-Verfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen eines krass sportwidrigen Verhaltens in Form einer Tätlichkeit gegen den Gegner nach einer zuvor an ihm begangenen sportwidrigen Handlung mit einer Sperre von vier Meisterschaftsspielen der Lizenzligen belegt. Darüber hinaus ist Pinola bis zum Ablauf der Sperre für alle anderen Meisterschaftsspiele seines Vereins gesperrt.

Quelle: DFB.de

Am 18.12. gegen Hannover dürfte er wieder mitwirken, ebenso dann im Pokal gegen Offenbach. Es ist nicht davon auszugehen, dass der FCN, nachdem auch Sperren von 6 Wochen bis zu (Achtung Boulevard!) 6 Monaten gehandelt wurden. Die 6 Wochen waren allerdings aufgrund der „Anklage“ durchaus realistisch, jedoch wertete der DFB-Kontrollausschuss die vorangehende Aktion von Schweinsteiger als mitursächlich und damit strafmildernd.

Immerhin ließ das Sportgericht Milde walten und blieb unter dem vom DFB-Kontrollausschuss geforderten Strafmaß von sechs Spielen. Die Juristen verurteilten Pinola wegen „eines krass sportwidrigen Verhaltens in Form einer Tätlichkeit gegen den Gegner nach einer zuvor an ihm begangenen sportwidrigen Handlung“. Damit wurde berücksichtigt, dass der 27-Jährige unmittelbar zuvor von Schweinsteiger bei einem Freistoß des FC Bayern mit dem Arm im Gesicht getroffen und dadurch niedergestreckt wurde.

Quelle: kicker.de

Damit ist nun endlich hoffentlich dieses leidige Thema zu Ende. Ein Thema, bei dem viel zu vieles in einem Topf geworfen wurde und was am Ende ein ganz brisantes Süppchen mit explosivem Potenzial wurde.

„Mehr als zwei Spiele konnten wir nicht herausholen“, kommentierte Sport-Vorstand Martin Bader das Urteil, das der 1. FC Nürnberg akzeptiert hat
Update Quelle: fcn.de

Am Ende wurde es eine – wie so oft – reine Gerechtigkeitsgefühl-Diskussion, bei der einige Befindlichkeiten zu Tage traten: Wie ist Spucken zu bewerten? Ist es wirklich „menschenverachtend“, wie sogar unserer eigener Vorstand Woy der Presse diktierte? Ist Spucken als sicher hohe Form der Beleidigung schlimmer als ein Umtreten eines Gegenspielers? Gehört „tätliche“ Unsportlichkeit mehr auf den Platz als artikulierte oder mit Gesten untermauerte?

Und die Moral von der (Spuck-)Geschicht: „Hau den Gegner um! Aber beleidig ihn nicht!“ …
via Twitter

Und: Wie sehr darf man die Sache mit Schweinsteiger da mit in die Diskussion ziehen? Darf man generell sein Foul davor mit in die Gesamtbetrachtung nehmen oder ist ein Ellbogenschlag als Foul eben „normal“ und die Reaktion Spucken vollkommen „unnormal“?
Und wie sind seine Äußerungenen gegen Argentinien während der WM 2010 in Südafrika zu werten, die er im Grunde dann ja in Bezug auf „den Argentinier“ Pinola nochmal wiederholte – Motto „die sind halt so“. „Die“? Darf man sowas sagen? Darf man es bewerten/kommentieren?
Und darf man Schweinsteiger zum Vorwurf machen, dass er überhaupt nachträglich via Medien eine Bestrafung forderte? Wo man doch sonst das hohe Credo pflegt: Was auf dem Platz passiert, passiert am Platz, danach ist das Spiel vorbei? Petzen gilt nicht? (Remember WM 2006 – Causa „Italien vs. Frings“)

Man sah in der Diskussion Vorverurteilungen und eine „falsche“ Aussage Schweinsteigers, Pinola sei ja bekannt und quasi vorbelastet – was ja leicht widerlegbar und faktisch falsch ist, da bisher nie mit Gelb-Rot oder Rot vom Platz gegangen. Und man sah Medien, die das auch noch ungeprüft übernahmen und verbreiteten. Schon am Montag fanden sich über 100 Artikel landesweit in den elektronischen Gazetten – die meisten unreflektierte Weiterverwertung, andere überboten sich gegenseitig in medialer Hatz mit „Fiese Spuckattacke“, „Schweini-Spucker“, „Skandal-Video“, „Eklat“ und waren schnell mit einem „Kosenamen“ zur Hand: „Lama“

Und man hörte Vereinsverantwortliche, die den Spieler Pinola am liebsten aus dem Stadion getreten hätten.

Und bei allem fiel immer und immer wieder das Wort „Respekt“ und „Vorbild“ (für Kinder). Aber „Nein“, bei der Sache hat sich keiner Respekt verdient und niemand war ein Vorbild für Kinder. Pinola nicht, Schweinsteiger nicht, manche Verantwortliche beider Vereine nicht, die Medien nicht und auch viele Fans nicht, die bei der Diskussion untereinander viel zu oft die Sachlichkeit verloren.

Es ist gut, wenn es jetzt vorbei ist.

Bieler wird einen guten Job machen, dafür ist er da, das ist seine Chance. Zurück zum Sport.

65 Gedanken zu „DFB sperrt Pinola für 4 Spiele

  • Naja, hätte schlimmer kommen können. Ich frag mich nur, ob das mittlerweile in den Verträgen der Spieler festgehalten ist, dass 4-5 Spiele vor der Winterpause mindestens einer für den Rest der Spiele gesperrt werden muss. Letztes Jahr Schäfer, dieses Jahr Pino…
    Kann mir noch jemand den letzten Satz erklären? Er ist für 4 Meisterschaftsspiele und währenddessen für alle anderen Meisterschaftsspiele gesperrt? *verwirrt ist*

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    • Kugelblitz: ann mir noch jemand den letzten Satz erklären? Er ist für 4 Meisterschaftsspiele und währenddessen für alle anderen Meisterschaftsspiele gesperrt? *verwirrt ist*

      Ich stelle mir das so vor, dass er auch für Spiele, die während der nächsten vier Ligaspiele stattfinden, gesperrt ist. D.h. wäre Pokalrunde innerhalb der Sperrfrist wäre er dafür auch gesperrt. Das aber nur eine Interpretation von mir.

      Was mir gefällt ist, dass der DFB das Foul von Schweinsteiger mit ein seine Strafe mit einbezieht. Das zeigt, dass der Club doch nicht so die schlechten Karten beim DFB hat. Ich kann mit dem Urteil leben. Es sind nicht die geforderten 6 Spiele und erst recht nicht die 6 Monate. Eine Strafe musste sein, da es nun wirklich eine Sache ist die nicht auf den Platz gehört.

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    • Kugelblitz: Naja, hätte schlimmer kommen können.

      Nein, hätte es eigentlich nicht: Wenn man Schweinis Foul mit einbezieht (und wenn man es nicht gemacht hätte, wäre es ein krasses Fehlurteil gewesen), dann waren 4 Spiele fast das maximal mögliche Urteil. Wenn man das mit Schäfer letztes Jahr vergleicht, ist das das selbe Strafmaß, obwohl bei Schäfer kein vorangegangenes Foul angenommen wurde. In diesem Kontext also ein sehr hartes Urteil, das vom Kontrollausschuss geforderte Exempel eben.

      @ Maxx: Mit guten Karten hat das nichts zu tun. Das musste einfach einbezogen werden, denn hier waren die Bilder genauso eindeutig, wie beim Spucken. Sonst wäre das Urteil wohl anfechtbar gewesen. Schade nur, dass für dieses, für mich rotwürdige Foul, da der Angriff ausschließlich auf den Mann mit Ellenbogen voraus geführt wurde, nicht auch etwas nachkommt. Aber daran sieht man wieder, wer tatsächlich gute Karten hat.

      Trotzdem kann man natürlich mit dem Urteil leben, nach den erschreckenden Bedrohungsszenarien im Vorfeld. Und die Strafe hat sich Pino redlich verdient.

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    • Kugelblitz: Kann mir noch jemand den letzten Satz erklären? Er ist für 4 Meisterschaftsspiele und währenddessen für alle anderen Meisterschaftsspiele gesperrt? *verwirrt ist*

      Ich denke das heißt soviel das er auch in der zweiten Mannschaft nicht eingesetzt werden darf, rein pro forma.

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      • Stefan - clubfans-united.de:
        Ich denke das heißt soviel das er auch in der zweiten Mannschaft nicht eingesetzt werden darf, rein pro forma.

        So sehe ich das auch. Das ist eine Standardformulierung, die bei jeder Sperre drunter steht, für evtl. Pokal- und Europapokalspiele gelten solche Sperren nicht.

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  • Auch der Kicker betont in seinem ersten Absatz zu dem Thema, dass Pinola noch nie in seinen Bundesligaspielen vom Platz geflogen ist.

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  • … und, hat jemand gehört was Schweinsteiger vorher zu Pinola gesagt hat? Schweinsteiger ist ja dafür bekannt, dass er gerne mal Gegenspieler beleidigt, schleißlich hat er deswegen auch schon oft die rote Karte bekommen.
    Man soll ihn nur beim Spielen beobachten, wie oft er dem Gegenspieler, absichtlich, auf den Fuß steigt, wie oft er den Ellbogen ausfährt und nicht zu zählen wie oft er dem Gegner „einen“ mit gibt und ihn so zu Fall bringt.
    Aber der saubere Herr Nationalspieler hat offensichtlich einen Sonderstatus was Foulspiel betrifft. Mir geht das A… gehörig auf den Sack. Mehr fällt mir im Moment nicht ein.

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  • Wie kann es sein,dass man fuer so ein Vergehen 6 Monate Strafe bekommen kann,wie in der „Bild“ stand.Völlig unfassbar fuer mich,dieses nachzuvollziehen.4 Spiele sind da schon eher verständlich.

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  • Ich kann mich stadtschreiber nur vollumfänglich anschließen!

    Bespucken ist etwas ehrenrühriges, üble Nachrede wie von Schweinsteiger über Pinola allerdings auch.
    Den Kindern ein Vorbild, Herr Schweinsteiger, auf geht’s!

    Und es ist nicht gut, wenn man das nun auf sich belässt!
    Denn wenn einer mit unschönen Dingen – Verleumdung und üble Nachrede – um sich wirft, wird etwas davon haften bleiben. Hingegen Pinolas Geifer, für den er völlig zu Recht bestraft worden ist, ist schnell abgeduscht.

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  • Die Formulierung „nach einer zuvor an ihm begangenen sportwidrigen Handlung” war wichtig. Allerdings kommt mir dann die Sperre für 4 Spiele recht hart vor, der Vergleich mit Schäfer letztes Jahr wurde ja schon gezogen.
    Die logische Konsequenz aus den beiden Urteilen:
    Nächstes mal lieber in die Weichteile treten statt anspucken.

    Nein, liebe Kinder, nicht nachmachen!

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    • Claus: Die Formulierung “nach einer zuvor an ihm begangenen sportwidrigen Handlung” war wichtig. Allerdings kommt mir dann die Sperre für 4 Spiele recht hart vor, der Vergleich mit Schäfer letztes Jahr wurde ja schon gezogen.

      Und hier glaube ich, dass der Kontrollausschuss bewusst die Fakten (Schweinis Foul) die ja offensichtlich waren, ignoriert hat, um mit einer hohen Forderung in die Verhandlung gehen zu können. Denn hätten sie ihn gleich so korrekt angeklagt, wie er auch verurteilt wurde, wären die 4 Spiele schon das Maximum gewesen und wären vermutlich noch auf 3 reduziert worden. Das wollte der Ausschuss wohl unbedingt vermeiden und hat meiner Meinung nach hier auch fragwürdig agiert.

      4 Spiele ist zwar für den Einzelfall etwas zu viel, aber zieht man in Betracht, das Pino schon ein paar mal knapp davongekommen ist, geht das als „Dämpfer“ schon irgendwie in Ordnung, so für das Gerechtigkeitsempfinden. Allerdings sollte so etwas keinen Einfluss auf ein individuelles Urteil haben und hier denke ich schon, dass die Vorverurteilung per Medienhype eine Rolle gespielt hat.

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  • @ Claus: Ich habe es letztens schon geschrieben, der Club hat keine Lobby.
    Dennoch die Strafe für Pino mußte sein.
    Ich hoffe nur das jetzt nicht wieder der sportliche Einbruch kommt, wie letztes Jahr nach Schäfer´s Sperre.

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    • Bertl: Ich hoffe nur das jetzt nicht wieder der sportliche Einbruch kommt, wie letztes Jahr nach Schäfer´s Sperre.

      Eben das befürchte ich auch. Unsere Mannschaft hat in dieser Saison zwar schon des öfteren bewiesen, dass sie nach Rückschlägen zurück kommt. Aber kann sie diese Rückschläge nun auch kompensieren. Ich weiß, dass Bieler ein guter Ersatz für Pino ist, das haben wir auch im Rückspiel der Relegation gesehen. Aber es geht ja nicht nur darum eine Position äquivalent umzubesetzen, sondern viel mehr das mannschaftliche Gefüge beizubehalten und wieder Selbstvertrauen zu gewinnen. Denn wir haben jetzt nicht nur Einen Führungspieler verloren, der in seinen Angriffen immer stärker wurde, sondern haben auch noch eine derbe Niederlage in München eingesteckt, wo wir doch ein anderes Ergebnis (zumindest in der Höhe) erwartet hätten. Ich dachte eigentlich, dass das Heimspiel gegen Köln der Knackpunkt nach der Siegesserie sein wird. Nun wird es wohl das gegen K’lautern sein, denn hier muss die Mannschaft zeigen, dass sie das alles verkraftet hat und wieder in die Spur kommt. Kann sie das nicht werden die letzten 6 Spiele der Hinrunde recht haarig. Dazu kommt auch noch, dass die Leistungsträger alle samt irgendwo auf Länderspielreise verstreut sind, sodass der Trainer rel. wenig Zeit hat um mit ihnen zu arbeiten.

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      • ElectricMaxxx: Ich weiß, dass Bieler ein guter Ersatz für Pino ist, das haben wir auch im Rückspiel der Relegation gesehen.

        Und wir haben inzwischen nicht nur Bieler, mit Marvin Plattenhardt drängt auch ein Top-Nachwuchsmann von hinten nach. Bieler muss also hochkonzentriert sein, um seinen Platz zu verteidigen. das ist sicher nicht die schlechteste Situation. Für die Mannschaft sollte sich jetzt ein „Jetzt erst recht“ Gefühl einstellen, da bin ich zuversichtlich, dass wir nicht wieder in so ein Loch fallen.

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  • @Bertl: Schon klar, aber ich vergleiche ja 2 Urteile gegen den Club. Und der Vergleich zeigt ganz klar, dass Anspucken offenbar härter bestraft wird als das Treten in die Weichteile. Kommt nur mir das irgendwie komisch vor?

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  • Das Strafmaß ist annehmbar, weil es berücksichtigt, was es zu berücksichtigen gab. (Hätte er in die Weichteile oder ähnlich absurde Dinge getan, wäre das Strafmaß sicher nicht niedriger ausgefallen).

    Jetzt aber: Lautern in die Köpfe! 6 Punkte sind ein realistisches Ziel bis zur Winterpause!

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  • Und die Moral von der Geschicht:

    Polier das Schienbein, aber spucke nicht…..

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  • Bezüglich Woy fällt mir noch ein, dass es da im Sommer schon hörbare Dissonanzen gab. Damals unterstellte er Pinola Zockerei mit den beiden Vereinen Schalke und Nürnberg und äußerte sich genervt über die Hinhalte“taktik“ von Pinola. Das hab ich so zumindest in Erinnerung. Vielleicht brach da sein Ventil nochmal auf. So oder so: unbegreifliches Statement…

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  • Wenn das in Anbetracht der Situation die dazu geführt hat so akzeptabel ist, dann muss es in der 1. Bundesliga nach jedem Spieltag ca. 15-20 Sperren von 4 Spielen und mehr geben…

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  • Ich denke in dem Fall nicht, dass es um ein Exempel in Richtung FCN, eine Vorverurteilung nach Medienhysterie oder gar einen Dämpfer in Richtung des bisher immer davongekommenen Pinolas geht – in dem Fall denke ich, dass es dem DFB um die Sache selbst geht. Man macht ja seit einiger Zeit mobil gegen alles, was in Richtung „Unsportlichkeit“ und wider die Fairness geht. Die ganzen Schiri-Anweisungen gegen Schwalben, Trikotzupfens und auch Maßregelung von Trainern ist eine Offensive für einen familienfreundlicheren Sport. Man will die „Fairness“ durchsetzen und schiebt daher den Regler bei Bestrafungen höher als bei „vergleichbaren“ Vergehen, die in der Hitze des Gefechts passieren – also auch bei Schweini, der sich im Zweikampf eben zu hart durchsetzte.

    Ob man das für richtig hält, ist eine andere Frage, grundsätzlich finde ich die Linie aber in Ordnung. Eine zu harte Grätsche ist eben was anderes als ein Tritt in die Klöten nachdem das Spiel eigentlich schon beruhigt ist. Da bin ich d’accord. Ob man dann nicht irgendwann mal übertreibt und das Strafmaß absurd wird im direkten Vergleich, ist was anderes…

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    • Alexander | Clubfans United: Ich denke in dem Fall nicht, dass es um ein Exempel in Richtung FCN, eine Vorverurteilung nach Medienhysterie oder gar einen Dämpfer in Richtung des bisher immer davongekommenen Pinolas geht

      So meinte ich das auch nicht, falls ich mich missverständlich ausgedrückt haben sollte. Der Versuch, das höchstmögliche Strafmaß durchzusetzen ist für mich nicht persönlich/vereinsbezogen gemeint, sondern um die „Sache“ an sich exemplarisch zu sanktionieren. Dabei hat aber der Medienrummel sicher mitgeholfen, die Absicht zu untermauern. Dass es dabei Pino etwas überhart trifft, hat für mich dann so eine Art ausgleichende Gerechtigkeit im Bezug auf die vorherigen unbestraften Episoden. Für das Urteil hat das wohl eher keine Rolle gespielt.

      Aber schon geschickt gemacht, dass man im Nachhinein die Verhängung der angemessenen Höchststrafe als „Milde“ empfinden soll….

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      • Optimist: Aber schon geschickt gemacht, dass man im Nachhinein die Verhängung der angemessenen Höchststrafe als “Milde” empfinden soll….

        Das ist aber auch „normal“. Der Ankläger (im Strafrecht der Staatsanwalt) legt die Strafe im Zweifel immer etwas härter aus, der Verteidiger fordert das Minimum – der Richter allein entscheidet, wem er folgt. Entscheidend war die Einordnung als „krass sportwidrigen Verhaltens in Form einer Tätlichkeit gegen den Gegner“, das legte die Latte einfach schon hoch und dieser Einschätzung folgten die „Richter“ – der Zusatz „nach einer zuvor an ihm begangenen sportwidrigen Handlung“ war dann die Milderung.

        Aber sind wir alle doch mal selbstkritisch in Bezug auf unseren Club: In die Klöten treten, Faustschlag, Anspucken, Wolfs KungFu-Einlagen und bisweilen mehr als überharte Gangart – der FCN hat sich im letzten Jahr nicht wirklich mit Ruhm bekleckert, was das angeht. Da kann ich Woy schon verstehen, dass er um den Ruf des Vereins bangt, auch wenn ich die Äußerung so sicher nicht nachvollziehen kann.

        Freuen wir uns also lieber am Kicker-Fairplayer des Spieltag-Hattrick! Den haben wir mit Gündogan, Hegeler und Schieber nämlich aufgestellt. Dabei werden die Spieler geehrt, die am meisten Zweikämpfe ohne Fouls bestritten haben. Daran sollten wir uns orientieren.

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        • Alexander | Clubfans United: Freuen wir uns also lieber am Kicker-Fairplayer des Spieltag-Hattrick! Den haben wir mit Gündogan, Hegeler und Schieber nämlich aufgestellt.

          Ja, schönes Kontrastprogramm, hatte ich mir gestern auch schon mal gedacht. Vielleicht sollte man das in den Medien auch mal thematisieren, zur Imagepflege.

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  • Ich stimme dem, was Alexander sagt, zu.

    Ich sehe auch nicht, dass – wie von dem einen oder anderen behauptet – der FCN beim DFB „keine Lobby“ hat und aus Prinizip schlechter behandelt wird als andere Vereine. Ich glaube sogar, dass der FCN in Lizensierungsverfahren einen besseren Stand hat als Vereine, die keinen „großen Namen“ haben. 1995 war der Club sportlich aus der 2. Liga abgestiegen, durfte aber trotzdem weiter 2. Liga spielen, weil der 1. FC Saarbrücken keine Lizenz bekam. Und dies, obwohl der Club bei früheren Lizensierungsverfahren nachweislich falsche Unterlagen vorgelegt hatte. Der Club erhielt als Strafe „nur“ einen 6-Punkte-Abzug und musste – obwohl eigentlich abgestiegen – nicht in die dritte Liga. Da drängt sich schon der Verdacht auf, dass der Faktor „Traditionsverein“ eine Rolle spielte.

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  • ….trotzdem stinkt es, dass gegen Schweini nicht einmal ermittelt wurde. DAS hat schon was mit Lobby zu tun!

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    • Optimist: ….trotzdem stinkt es, dass gegen Schweini nicht einmal ermittelt wurde. DAS hat schon was mit Lobby zu tun!

      Ich glaube das nicht mal. Wenn, dann müsste man wegen Schweini wegen seiner Argentinien-Äußerungen mal in medias res gehen, da das aber schon in Südafrika offenbar geduldet war, wird man das nun nicht jetzt kritisieren.

      Und was Schweinsteigers Ellbogenschlag angeht, ist das eben kein „krass sportwidriges Verhalten“, sondern eher übertriebene Härte und das obliegt der Tatsachenentscheidung des Schiri am Platz. Ich möchte auch zu Bedenken geben, dass Pinolas im TV zu sehender Faustschlag in Cacaus Magengrube auch vom DFB nicht verfolgt wurde. Ganz ohne Lobby.

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  • @ Alexander: Trotzdem wurde bei Pino damals zumindest die Möglichkeit einer Ermittlung diskutiert. Bei Schweini kein Wort in diese Richtung, obwohl die Vorfälle schon irgendwie vergleichbar sind.

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    • Optimist: @ Alexander: Trotzdem wurde bei Pino damals zumindest die Möglichkeit einer Ermittlung diskutiert. Bei Schweini kein Wort in diese Richtung, obwohl die Vorfälle schon irgendwie vergleichbar sind.

      Kann doch gut sein, dass man sich das schon angesehen hat, aber sich dann dafür entschied, dass es keine Absicht war bzw. man zumindest keine unterstellen kann. Das sind aber auch Grenzfälle. Ich hätte ihm Gelb gegeben, für Rot wäre es mir auch zu viel gewesen.

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  • @ Alexander: Magst recht haben, aber allein der Hinweis, dass man es sich überhaupt angesehen hat, hätte mein Gerechtigkeitsempfinden ja schon beruhigt….

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  • Ach immer diese Lobby-Faselei… Danke, Alexander – für Deine letzten zwei Kommentare. Das trifft es. Einerseits Unsportlichkeit und andererseits übertriebene Härte.

    Ich denke zwei Spiele Sperre hätten es auch getan, aber der DFB verfolgt da strikt eine bestimmte Linie.

    Schön, dass sich Pinola persönlich entschuldigt hat – peinlich, dass er nach dem Spiel die Aktion zunächst vehement bestritt. Schweinsteiger hat sich nach dem Spiel im Interview auch verritten – aber man sollte solchen Aussagen unmittelbar nach Schlusspfiff relativieren. Da ist noch zu viel Adrenalin im Blut.

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  • @Scheff-Alexander: Danke schön, schon für die unemotionalen, sachlichen Beiträge im anderen Beitrag.

    Ich atme erleichtert auf. Gerade die Horrorszenarien mit den kolportierten 6 Monaten haben mich fast nicht schlafen lassen. Ich denke mit den vier Spielen können wir leben.

    And now something completely different:
    3 Punkte gegen Lautern, aber hob! 🙂

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  • Ja genau, Heimspiell gegen FCK gewinnen.
    Gehe mit meiner zahlreichen Verwandtschaft aus der Pfalz in Stadion und hoffe dringend auf einen Sieg, keine Lust mir den Spott und des Gebabbel hinterher anzuhören.
    Bieler wird Pino gut ersetzen und ich hoffe das Publikum unterstützt die Mannschaft den Dämpfer von München aus dem Kopf zu kriegen.
    Alla hopp.

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  • Ich bin sehr zufrieden mit dem Straßmaß – man musste in meinen Augen mit mehr rechnen. Mein Lob geht auch an die Club-Führung um Bader (die Rolle Woys ist mir da nicht ganz klar, aber sei’s drum), die in meinen Augen eine heikle Situation für den Spieler, den Verein, die Mannschaft und das Ansehen des Club in einer sehr aufgeheizten Atmosphäre professionell und in meinen Augen erfolgreich behandelt hat. Leider bleibt dem DFB, um mal den Advocatus Diaboli zu spielen, in vielen Fällen keine andere Wahl als klare Zeichen zu setzen, denn die Erfahrung im Leistungssport, vor allem Fußball, zeigt, dass, in dem Maße, in dem es um immer mehr und noch mehr Geld geht, jegliche wahrgenommene, als „Schwäche“ interpretierte Unklarheit seitens des Verbands, vorsätzlich und bewusst ausgenutzt wird.
    Die moralische Entrüstung auf vielen Seiten des Diskussionsspektrums kann ich nicht nachvollziehen – dazu gibt diese Sache in meinen Augen zu wenig her und dazu ist dieses Land zu reich an Dingen – gerade und auch, wenn die Frage der Gerechtigkeit berührt wird, über die Entrüstung ausbleibt, aber angebracht wäre. Die Auslassungen eines Fußballers über den Argentinier an sich sind für mich in all ihrer Dummheit nur insofern interessant, als sie offenbar die noch salon- und sendefähige Version dumpfster Vorurteils- und Deutschtümelei darstellen, zumindest wenn ich die Kommentare richtig deute, die die Leutchen in der vermeintlichen Anonymität des Internets da so abdefäkieren.
    Ansonsten möchte ich ausdrücklich belschanov für seine nüchterne und besonnene Stimme danken, die sich aus dem Chor der „Wir armen geknechteten Clubberer-Opfer“-Stimmen wohltuend abhebt. Seit einiger Zeit schon denke ich darüber nach, ob diese Haltung nicht auch zu einem gewissen Teil für die unbestreitbaren Misserfolge des Clubs in den letzten Jahrzehnten mit verantwortlich ist: wer eh von niemandem gemocht wird, wer eh von allen anderen immer nur am Hochkommen gehindert werden soll, der ist ja der Notwendigkeit enthoben, sich selbst und die eigenen Strategien zu hinterfragen und kritisch zu bewerten – was zugebenermaßen wehtun kann.
    Das war es hoffentlich mit der ganzen leidigen Angelegenheit, die ich, wie gesagt, im Ausgang als Glück im Unglück bewerte. Bielers Vertrag läuft aus, wenn ich mich recht erinnere – ich wünsche ihm und der Mannschaft und letztlich somit auch uns, dass er die Gelegenheit nutzt, sich mit einer sauberen Leistung anderswo oder beim Club zu empfehlen und ich traue ihm das eigentlich auch zu.

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    • Hörnla: wenn ich die Kommentare richtig deute, die die Leutchen in der vermeintlichen Anonymität des Internets da so abdefäkieren.

      Oh nein, ich muss mich selbst zitieren – aber ich möchte auf jeden Fall klarstellen: diese Äußerungen bezieht sich NICHT auf Kommentare in diesem Blog, soweit ich sie gelesen habe.

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  • Interessant wird es sein zu beobachten, wie aktuelle Nationalspieler in Zukunft bei ähnlichen Verfehlungen zur Rechenschaft gezogen werden.
    Vor allem bei solchen vom FCB. Loddar z.B. durfte sich bekanntermaßen ja auf dem Platz so gut wie alles erlauben.

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  • Ich kann nur mit Alfons Schuhbeck sagen, „da kann man nett meckern“. Das Strafmaß ist ok, ob der Kontrollausschuß noch ein Spiel runter hätte gehen können oder nicht muss man nicht groß diskutieren. Gerade auch, wenn man weiß, dass Beleidigungen von der Sportgerichtsbarkeit sehr hart bestraft werden, auch im Sinne: wehret den Anfängen“, wahrscheinlich ist das auch ganz gut so.

    Ich finde eine Diskussion, dass der Club zuwenig Lobby hätte in diesem Punkt mehr als unnötig.

    Wie auch schon geschrieben hat Bader die Sache sehr gut gehandelt, ich denke auch er hat ein wenig aus der Geschichte um Schäfer letztes Jahr gelernt. Das ist übrigens etwas was ich bei Bader sehr schätze, dass er sich ändern kann.

    Was bleibt Mund abputzen und Konzentration auf das nächste Heimspiel. Nach dem Sieg gegen Köln muss jetzt wieder ein Heimsieg gegen eine Mannschaft der zweite Tabellenhälfte her. Heimsiege sind Mindestlohn und gegen diese Mannschaften sowieso Pflicht. Mal wieder ein 6-Punkte Spiel. Ich denke auch nicht, dass die ganze Sache die Mannschaft zu sehr beeindruckt hätte. Hecking wird die richtigen Worte finden und die Mannschaft auch ohne Pino gut auf- und einstellen.

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  • Da ist Pino nochmal mit nem blauen Auge davongekommen! Und jetzt muss das Team „in die Haende spucken“ und Lautern besiegen!

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  • Ich glaube, das Pino bei seiner sogenannten Spuckattacke, das Gehirn für kurze Zeit ausgeschaltet hat. Sei´s drum, die 4 Spiele
    sind meiner Meinung nach vollkommen gerechtfertigt. Die Art und Weise wie Schweinsteiger nach dem Spiel die Bestrafung von Pinola fordert, finde ich allerdings auch nicht in Ordnung, aber scheinbar ist er durch seine guten Spiele in der letzten Zeit ein bischen abgehoben. Die Mannschaft hat jetzt vor allem gegen Kaiserslautern die Möglichkeit zu zeigen,dass Sie auch ohne einen Leistungsträger ( was Pino die letzten Spiele ist) in der Lage ist ein Spiel erfolgreich zu gestalten. Deshalb Augen zu und durch!

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  • @Harald
    Ein gutes, abschließendes Statement wie ich finde. Allerdings wird meine eigene, der Deinen ähnliche Einschätzung, dass Pinos Gehirn „für kurze Zeit“ ausgeschaltet habe, tangiert von der heute mehrfach zu lesenden Meldung, Pino habe bereits im Dienstagstraining erneut hoch unsportlich reagiert, indem er gegen Philipp Wollscheid nachtrat, was Hecking in der Pressekonferenz offenbar mit säuerlicher Ironie (meine Interpretation) kommentierte „klares Foul von Wollscheid.“
    Weiß manches mal nicht so recht, was ich da denken soll…

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  • Fußballer haben nunmal die Unart auszuspucken, wenn der hohe Puls sie dehydriert, schon reichlich durchtrieben von Schweinsteiger sich genau in die Flugbahn zu werfen!

    Spaß beiseite, Sperre ist ok, jetzt kann Bieler das zeigen, was er in den beiden Relegationsspielen gegen Augsburg auch schon getan hat. Also ich habe da vollstes Vertrauen.

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  • Also in der Pressekonferenz vor dem Spiel Kaiserslautern hat Dieter Hecking unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass Pinola viel Kredit bei ihm verspielt hat – er wirkte „stinksauer“ („Pinola ist seit Montag für mich kein Thema mehr. – Es war auch egal, ob nun 4 oder 6 Wochen, Pinola hat der Mannschaft geschadet – Unersetzlich ist keiner, aber manche sind für einen Trainer natürlich wichtiger, aber auch das kann man sich verspielen“ – aus der Erinnerung zitiert). Bieler ist die erste Wahl, Plattenhardt ist aber nahe dran und steht im Kader.

    Weit noch weg ist übrigens Okotie, was Hecking große Sorgen macht. Das Knie hält, Wille ist auch da, aber körperlich fehlt noch ganz viel. Nach anstrengenden Einheiten ist Okotie teilweise 2 Tage platt, das gibt zu denken. Auch in der Regionalliga fehlen ihm die Erfolgserlebnisse. Man denke aber nicht, dass man deswegen im Winter nachlegen müsse, der Kader kann das auffangen, auch wenn ein Schieber ausfallen würde.

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    • Alexander | Clubfans United: Also in der Pressekonferenz vor dem Spiel Kaiserslautern hat Dieter Hecking unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass Pinola viel Kredit bei ihm verspielt hat

      Ja, das war ungewöhnlich deutlich und nachdrücklich. Gut möglich, dass man sich entscheidet, die Tretmine zu entschärfen, indem man ihn in oder nach dieser Saison abgibt, solange man noch Ablöse bekommt. Schließlich rückt schon hoffnungsvoller Ersatz nach und auch mit Bieler kann man verlängern.

      Okotie sollte man in dieser Saison noch nicht unter Druck setzen, sondern sorgfältig aufbauen. Wirklich brauchen werden wir ihn sowieso erst nächste Saison, wenn Schieber weg ist. Soviel Zeit darf und muss sein.

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    • Alexander | Clubfans United: Also in der Pressekonferenz vor dem Spiel Kaiserslautern hat Dieter Hecking unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass Pinola viel Kredit bei ihm verspielt hat – er wirkte “stinksauer” (“Pinola ist seit Montag für mich kein Thema mehr. – Es war auch egal, ob nun 4 oder 6 Wochen, Pinola hat der Mannschaft geschadet – Unersetzlich ist keiner, aber manche sind für einen Trainer natürlich wichtiger, aber auch das kann man sich verspielen” – aus der Erinnerung zitiert). Bieler ist die erste Wahl, Plattenhardt ist aber nahe dran und steht im Kader.

      Die Pressekonferenz habe ich auch gesehen. Ich habe Hecking so verstanden, dass sich Pinola um die besondere Wertschätzung ab sofort bemühen sollte. Das kann man getrost als Warnschuss interpretieren, wie es einst auch Hans Meyer praktizierte.

      In der Saison 2006/07 gegen (Achtung!) die Bayern, von dem hauptsächlich in Erinnerung geblieben ist, dass wir es mit 3:0 (Vittek, Saenko, Schroth) gewonnen haben, wechselte Meyer Javier in der 19.(!) Spielminute ROT-gefährdet aus. Nach dem Spiel sagte er sinngemäß, Pinola müsse sich am Riemen reißen bzgl. seines Unbeherrschtseins, sonst könne er sich die Spiele gerne von der Bank aus ansehen. Pinola war außerdem bei der Auswechslung wutentbrannt Richtung Dusche marschiert und schleuderte sein Trikot Richtung Bank.

      Das ganze hatte allerdings einen positiven Effekt. Soweit ich mich erinnere, bereitete er in den folgenden Spielen brav ein paar Tore vor und alle hatten das Thema auf der Erfolgswelle ganz schnell vergessen.
      Das ist diesmal erst mit Verzögerung gegen Hannover möglich. Die Situation scheint mir zumindest angespannt – nochmal ein Unbeherrschtheit von Pinola, dem „kleinen Rächer“ (Meyer über Pinola), und er dürfte sich auf dem Verkaufszettel ganz oben wiederfinden. Keine leichte Ausgangslage. Ein wenig mehr Kredit für einen 100%-Clubberer hätte ich mir schon gewünscht. Was bleibt?

      1. Bayern als Gegner ist kein gutes Pflaster für Pinola.

      2. (keine Ironie!) Das nächste Mal hau dem Gegner einfach eine runter. Dann wirst Du zwar auch gesperrt, weil der Schiri sowas selten übersieht. Aber am Ende des Spiels dreht sich dann alles um die Frage: „Warum Herr Schweinsteiger hat Ihnen Pinola eine Watsch’n gegeben?“, jeder weiß die Antwort und kann das noch halbwegs nachvollziehen und: Javier, Du hast Dein Gesicht gewahrt! Und ich muss mir nicht überlegen, was ich meinem Patenkind, dem ich vor 6 Wochen gegen Schalke noch von meinem Lieblingsspieler Pinola vorgeschwärmt habe, als Erklärung für dessen Aussetzer auftische, sondern kann kurz festhalten: DAS hätte ich VIELLEICHT auch gemacht.

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    • Alexander | Clubfans United: Also in der Pressekonferenz vor dem Spiel Kaiserslautern hat Dieter Hecking unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass Pinola viel Kredit bei ihm verspielt hat – er wirkte “stinksauer” (“Pinola ist seit Montag für mich kein Thema mehr. – Es war auch egal, ob nun 4 oder 6 Wochen, Pinola hat der Mannschaft geschadet – Unersetzlich ist keiner, aber manche sind für einen Trainer natürlich wichtiger, aber auch das kann man sich verspielen” – aus der Erinnerung zitiert). Bieler ist die erste Wahl, Plattenhardt ist aber nahe dran und steht im Kader.
      Weit noch weg ist übrigens Okotie, was Hecking große Sorgen macht. Das Knie hält, Wille ist auch da, aber körperlich fehlt noch ganz viel. Nach anstrengenden Einheiten ist Okotie teilweise 2 Tage platt, das gibt zu denken. Auch in der Regionalliga fehlen ihm die Erfolgserlebnisse. Man denke aber nicht, dass man deswegen im Winter nachlegen müsse, der Kader kann das auffangen, auch wenn ein Schieber ausfallen würde.

      Dieter Hecking soll sich mal nicht so weit aus dem Fenster lehnen.
      Reicht es nicht das Pinola schon von Bader und Woy angegangen wurde?
      Muß jetzt auch noch Dieter Hecking nachtreten?
      Wer glaubt Bieler oder Plattenhardt könnten Pinola 1:1 ersetzen der irrt sich aber gewaltig.
      Pino ist einer von uns und das nicht erst seit gestern.
      Pino hat schon alle höhen und tiefen beim Club mitgemacht, DH nicht.
      Pino hat seine Strafe bekommen und gut is, ich mach schluß bevor ich überkoche. 🙁

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      • Bertl: Reicht es nicht das Pinola schon von Bader und Woy angegangen wurde?

        Warum denn in aller Welt denn nun schon wieder Bader??

        Ich zitier mich mal von anderer Stelle:

        Bader hat sich doch absolut professionell verhalten. Im schwierigen Spagat, zwischen der notwenigen klaren Verurteilung der Tat (auch im Hinblick auf den Kontrollausschuss wichtig!) und Zurückhaltung („es wird ihm weh tun“ – aber ohne näher darauf einzugehen), hat er sich im Blickpunkt Sport, dem Batzi-Haussender, perfekt Verhalten – auch wenn es sicher auch für ihn nicht einfach war, für die lässige Arroganz des kleinen Müller (Defensive?) den nicht an den Ohren mal vors Studio zu ziehen (auch auf die Gefahr hin, dann eine Sperre zu bekommen). – Auch sonst drang von ihm meiner Kenntnis nach nichts an die öffentlichkeit, was zu beanstanden wäre. Wer sich dagegen klar missbilligend äußerte war Hecking, und das sollte man einem Trainer auch zugestehen, der nun selbstverschuldet 4 Spiele auf einen wichtigen Mann verzichten muss.

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  • Pino nach der Saison abgeben?

    Ich hoffe, dass die Club-Verantwortlichen sich nicht ernsthaft mit solchen Gedanken tragen. Pino ist 27 und in der Blüte seines Leistungsvermögens. Der kann noch lange Fußball spielen und ich hoffe, dass er das beim 1. FC Nürnberg tun wird.

    Pino abgeben wollen? Nachdem Gündogan, Schieber, Ekici nach dieser Saison weg sein werden, auch noch Pino zum Verlassen des Clubs bewegen? So blöd kann die Führungsspitze des FCN nicht sein. Hoffe ich zumindest.

    Man schickt doch nicht seinen besten Spieler in die Wüste.

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  • Wenn die mich abgeben, dann steigen sie im Jahr drauf ab!

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  • Nun mal langsam, Kollegen! Das war nur so ein Gedanke von mir, falls Pino nicht in die Spur zurückfindet. Das entbehrt von offizieller Seite jeder Grundlage und sollte jetzt auch nicht als Gerücht aufgebaut werden. Ich halte ihn für einen der besten Linksverteidiger der Liga, daher brauchen wir ihn natürlich dringend, wenn er sich unter Kontrolle hat. Was aber, wenn nicht? Dann ist der Gedanke schon denkenswert…..

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    • Optimist: Nun mal langsam, Kollegen! Das war nur so ein Gedanke von mir, falls Pino nicht in die Spur zurückfindet. Das entbehrt von offizieller Seite jeder Grundlage und sollte jetzt auch nicht als Gerücht aufgebaut werden. Ich halte ihn für einen der besten Linksverteidiger der Liga, daher brauchen wir ihn natürlich dringend, wenn er sich unter Kontrolle hat. Was aber, wenn nicht? Dann ist der Gedanke schon denkenswert…..

      Nun, da hast du recht, das ist keine offizielle Stellungnahme, aber ganz von der Hand zu weisen ist es nicht. Oder anders: Ich glaub, da hast du durchaus eine feine Nase bewiesen.

      Die Aussagen von Hecking waren schon mehr als zweideutig mit den Worten „an Pinola denke ich seit Montag nicht mehr“ oder „mir auch egal, ob nun 4 oder 6 Spiele“ und „einen Status hat man, kann man aber auch verlieren“. Und im Folgenden machte er auch deutlich, dass vor allem mit Marvin Plattenhardt ein Spieler im Kader ist, der zwar noch jung ist, aber durchaus schon andeutete, dass er es schaffen kann. DH wies darauf hin, dass man mit ihm einen begehrten Linksverteidiger in Reihen hat, der alle Auswahlmannschaften durchlaufen hat und dem man auch eine Perspektive aufzeigen müsse.

      Man „könnte“ die Aussagen durchaus so deuten, das Pinola nun auf Bewährung läuft, die keine Ausfälle mehr duldet. Schon nach dem Stuttgart-Vorfall gelobte er ja Besserung, nun aber das in München. Ich spekulier mal weiter: Bielers Vertrag läuft aus und ich kann mir denken, dass man eigentlich nicht verlängern wollte, um Plattenhardt hinter Pinola dann an die Mannschaft ranzuführen. Nun aber könnte Bieler die Übergangslösung werden für Plattenhardt oder gar dessen Backup, sollte der den Sprung schneller machen als gedacht.

      Sicher ist das alles Spekulation, aber die dürfen wir ja auch anstellen und versuchen DH zu verstehen, wenn er sich schon so deutlich zweideutig ausdrückt.

      Pinola ist ein beliebter Spieler, eine Identifikationsfigur, einer der besten LV in der Liga – aber das nutzt nix, wenn er sich nicht in Griff bekommt. Pino hat in 120 Spielen eh schon fast 40 Gelbe gesehen, das allein ist schon hart, aber gut, solche Typen braucht man. Der Nimbus des „nie vom Platz gestellt worden“ ist nun aber auch weg. Der DFB wird also die nächste „Tat“ noch härter sanktionieren.

      Wie gesagt: Pino ist einer meiner Lieblingsspieler, ich wünsche ihm eine lange und erfolgreiche Zukunft beim Club. Das allein hängt aber nun an ihm.

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  • Gestern bin ich in „Bundesliga aktuell“ auf Sport1 reingestolpert und konnte meinen Augen und Ohren nicht trauen: Da wurde Herr Schweinsteiger dermaßen kritiklos hochgejubelt, das einem klar sein musste: an diesem Sockel, auf den er gestellt wurde, darf man nicht kratzen. Welch tolle Entwicklung er genommen hätte, ein riesen Sprung, er ist zur überragenden Persönlichkeit gereift, Vorbildcharakter, etc.

    Irgendwie haben die wohl die letzten Tage die Augen und Ohren zugehalten, damit ja kein Schatten auf den neuen Nationalhelden fällt. So einen Bericht kann man schon bringen, einiges davon stimmt ja auch. Aber der Zeitpunkt, ihn unmittelbar nach diesen Vorfällen als untadeligen Sportsmann hinzustellen, ist schon krass.

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    • Optimist: Irgendwie haben die wohl die letzten Tage die Augen und Ohren zugehalten, damit ja kein Schatten auf den neuen Nationalhelden fällt. So einen Bericht kann man schon bringen, einiges davon stimmt ja auch. Aber der Zeitpunkt, ihn unmittelbar nach diesen Vorfällen als untadeligen Sportsmann hinzustellen, ist schon krass.

      gut, dass ich es nicht gesehen habe … 🙄

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    • Optimist: Gestern bin ich in “Bundesliga aktuell” auf Sport1 reingestolpert und konnte meinen Augen und Ohren nicht trauen: Da wurde Herr Schweinsteiger dermaßen kritiklos hochgejubelt, das einem klar sein musste: an diesem Sockel, auf den er gestellt wurde, darf man nicht kratzen. Welch tolle Entwicklung er genommen hätte, ein riesen Sprung, er ist zur überragenden Persönlichkeit gereift, Vorbildcharakter, etc.

      Na na, das ist doch nichts wirklich Neues. Schweini (und solange er in seinem Fanshop, das habe ich extra überprüft, Tassen, das Paar für 7,50 EUR mit Schweini-Aufdruck verkauft, möchte er ja wohl so genannt werden ;-)) ist halt einer, der seit Jahren von den Medien aufgebaut wurde und es nun durch eine phänomenale Leistungssteigerung, die ich ihm zum Beispiel so nicht zugetraut hätte, zurückzahlt. Eine mediale Goldmine, die auf Jahre hinaus ausgebeutet werden wird.
      Bei Torhütern kenne ich mich besser aus und nenne ein Analog-Beispiel: Neuer, zweifellos ein Guter bis sehr Guter: alles Super, was er macht. Nikolov, in dieser Saison ein Garant der Frankfurter Erfolge, laut Statistik der Torhüter, der am meisten Schüsse abgewehrt hat, allenfalls unter ferner liefen. Passt halt nicht ins derzeit angesagte Lieblingsthema „Junge Wilde“…

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  • mann, die ganze sache ist doch im grunde eine lappalie, die im eifer eines spiels eben mal vorkommt. hätte der schriri alles gesehen und schweinsteiger gelb gezeigt und pinola gelb gezeigt und hätten sich beide nach dem spiel die hand gegeben – so sollte das sein. aber dass schweini danach zu weinen beginnt und pinola vier spiele gesperrt wird (im gegensatz zu manch anderen tretern, die ihre „kollegen“ drei bis vier monate außer gefecht setzen), hat für mich wenig mit „verhältnismäßigkeit“ zu tun.

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    • wouters: mann, die ganze sache ist doch im grunde eine lappalie

      Das nun glaube ich nicht. Anspucken ist schon ein „no go!“ im Fußball. Ich kann mich auch an keine solche Szene die letzten Jahre erinnern. Das letzte Spucken war Holland-Deutschland und ist in jeder Chronik zu finden.

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  • Morgen ohne Pino und ohne Nilsson? gegen Kaiserslauten.

    Drei Punkte sind trotzdem Pflicht…

    (Nur mal so nebenbei gesagt.)

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  • Hecking muss so klar Stellung beziehen. Er ist der Entscheidungsträger, wer spielt und wer nicht, was ja nicht zuletzt auch finanzielle Auswirkungen für die Spieler hat. Was er sagt hat am meisten Einfluss auf einen Spieler. Und dass Pino ein Hitzkopf ist, wissen wir ja nicht erst seit letzter Woche, da muss bei allem Respekt vor seinen Leistungen auch mal ein klares Zeichen kommen, dass gewisse Grenzen nicht überschritten werden dürfen. Nur so kann Hecking einen Spieler dabei unterstützen, sich zusammenzureißen.
    Bader hat sich ebenfalls korrekt verhalten, nur Woy hätte sich mal lieber zu dem Thema nicht geäußert, weder ist er die richtige Person, dazu Stellung zu beziehen, noch hat er anscheinend die mediale Reife dazu.

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  • @Alexander + Kugelblitz: Genau so ist es.
    Und jetzt wird es langsam Zeit, sich auf das Spiel morgen vorzubereiten und nicht noch länger auf den alten Kamellen rumzukauen.

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  • „Menschenverachtend“ ist wohl das in Deutschland beliebteste Wort, wenn man jemanden fertigmachen will für etwas was die „Tat“ eigentlich gar nicht hergibt. Hierzu fallen mir die Kommentare zu Sarrazin ein, wo das Aussprechen der Wahrheit auch immer als menschenverachtend bezeichnet wird weil denen, denen das nicht ins Weltbild passt nichts anders einfällt.
    Genauso ist das hier: Anspucken ist eine üble Form der Beleidigung und meines Erachtens wesentlich weniger schlimm als das Kaputttreten.

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    • schorschvolkert: Hierzu fallen mir die Kommentare zu Sarrazin ein, wo das Aussprechen der Wahrheit auch immer als menschenverachtend bezeichnet wird weil denen, denen das nicht ins Weltbild passt nichts anders einfällt.

      Der Vergleich hinkt, sonst stimme ich dir zu. Aber Sarrazins Aussagen sind für mich ein absolutes „No Go“. Aber mehr auch nicht dazu hier im Blog, bleiben wir beim Sport.

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  • @Alexander
    Ich vermute dass Du das Buch nicht gelesen hast – mal ehrlich!
    Sonst nichts mehr zu dem Thema.

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    • schorschvolkert: @Alexander
      Ich vermute dass Du das Buch nicht gelesen hast – mal ehrlich!
      Sonst nichts mehr zu dem Thema.

      Ich habe genug davon mitbekommen um mir ein Bild zu machen. Ich muss nicht alles bis zur Neige trinken, um den Geschmack zu kennen… [Aber bitte nun Ende mit dem Thema, wir sind ein Fußball-Blog, ich will und werde nur nichts unkommentiert stehen lassen hier, was irgendwie dieses Thema positiv dastehen lässt, dafür bitte ich um Verständnis.]

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  • @Optimist

    Dein Selbstbewusstsein derart gering, dass dieser Kniefall erforderlich war? Ne eigene Meinung ist halt ein Luxus, insbesondere neben dem Mainstream!

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