Nix passiert

Das erwartete Spiel mit offenem Visier war es dann doch nicht. Anstelle von geballter Offensive gab es geballte Defensive auf beiden Seiten. Erst in der Nachspielzeit wurde es nochmal hitzig und es drehte sich wieder mal alles um den Schiedsrichter. Der Mainzer Torhüter Wetklo spielt mit den Ball mit der Hand knapp ausserhalb an der Strafraumgrenze und der Pfiff von Schiedsrichter Manuel Gräfe blieb allerdings, wie so oft in dieser Saison, aus. Ob er anschließende Freistoß mit einem Feldspieler, denn die Mainzer hatten schon dreimal ausgewechselt und Wetklo hätte nach der Regel Rot sehen müssen, im Tor etwas eingebracht hätte ist allerdings fraglich. Es gab schon bessere Spiele in dieser Saison. Dieses jedenfalls was so sehr von Taktik geprägt das es wirklich kaum Spaß beim Zuschauen machte.

Hecking versuchte mit allen taktischen Mitteln gegen die defensiv sehr clever spielenden Mainzer anzukommen und brachte Gündogan für Hegeler und Mak für Cohen, diese konnte aber auch keine neuen Akzente setzen. Die Rheinhessen ließen nichts zu und unser Club wollte nicht zu viel Riskieren und so muss man am Ende auch ehrlicherweise sagen das dieses Spiel keinen Sieger verdient hat auch wenn sich die Statistik vielleicht etwas anders liest:

SPIELSTATISTIK

1. FC Nürnberg vs. FSV Mainz 05

11 Schüsse gesamt 10
2 Schüsse auf das Tor 1
4 Schüsse neben das Tor 7
5 Abgeblockte Schüsse 2
5 Ecken 1
18 Flanken 9
62% Ballbesitz in % 38%
50% Gewonnene Zweikämpfe am Ball in % 50%
70% Pässe gelungen in % 56%
51% Pässe gelungen in gegn. Hälfte in % 46%
15 Fouls 14
0 Abseits 3

Meiste Schüsse
Ekici (4) Schürrle (4)

 

Meiste Torschussvorlagen
Eigler (3) Fuchs (2)
Soto (2)

 

Meiste Ballkontakte
Wollscheid (84) Fathi (74)
Chandler (84)

25 Gedanken zu „Nix passiert

  • 24.04.2011 um 21:02
    Permalink

    Die Mainzer haben genau so gespielt, wie man es erwarten durfte. Clever, null Risiko, Absicherung des Remis als oberstes Gebot. Unsere Mannschaft konnte mit dieser Situation ab der ungefähr 25. Minute nicht mehr derart umgehen, dass sie die Mainzer auch nur ansatzweise in Verlegenheit gebracht hätte. Da kam nichts mehr. Nada! Zu wenig Mittel, um die Mainzer spielerisch in die Bredouille zu zwingen. Zwar deutete Hecking mit seinem Wechsel Mak für Cohen an, dass man es noch mal versuchen möchte. Am Ende war aber sicher auch die Gewissheit spürbar, den sicheren Spatz in der Hand wertvoller zu sehen als sich ein dämliches Kontertor in der 90.+3. Minute einzufangen.

    Unterm Strich war Mainz vor allem in der zweiten Hälfte näher am Torerfolg als der Club. So gesehen kann man das Unentschieden gegen die drittbeste Auswärtsmannschaft (hinter Dortmund und Leverkusen) als Bestätigung des Status Quo betrachten: Ziemlich nah dran, aber noch nicht reif genug.

    Dass der Schiedsrichter, der bis dahin ordentlich gepfiffen hatte, am Ende noch mal in den Fokus rückte, gehört bei Spielen mit Club-Beteiligung fast schon zum guten Ton. Es war nicht spielentscheidend, weil es “nur” Freistoß gegeben hätte.
    Allerdings fielen mit der Fehlentscheidung auch die Konsequenzen ins Wasser – und die wären nicht mal eben so Makulatur:
    ROT für Wetklo hätte auch bedeutet, dass ein Mainzer Feldspieler im Kasten den Freistoß erwartet hätte und Wetklo sich die restlichen Partien der Saison von der Tribüne aus hätte ansehen dürfen. Das aber nur am Rande.

    • 25.04.2011 um 10:05
      Permalink

      Teo: als Bestätigung des Status Quo betrachten: Ziemlich nah dran, aber noch nicht reif genug

      Ja, das stimmt wohl.
      Macht mir aber nichts aus. Nächstes Jahr siehts eh ganz anders aus.

      Ich genieße noch die letzten drei Spiele und konzentriere mich ganz auf den Abstiegskampf … der anderen. Ein unglaublich beruhigendes Gefühl, dem aus der Ferne zuzusehen.

      • 25.04.2011 um 11:11
        Permalink

        BSE08: Ja, das stimmt wohl.

        Ich genieße noch die letzten drei Spiele und konzentriere mich ganz auf den Abstiegskampf … der anderen. Ein unglaublich beruhigendes Gefühl, dem aus der Ferne zuzusehen.

        Genauso sehe ich das auch! Wunderbar – und ein bißchen wehmütig mit Blick auf das letzte Heimspiel mit Marek im Kader.

  • 24.04.2011 um 23:54
    Permalink

    Ich habe den Eindruck, uns geht am Ende der Saison die Puste aus.

    Es war einfach zuwenig Bewegung im Glubbspiel bei eigenem Ballbesitz. Und in der Vorwärtsbewegung dann viele Sicherheitspässe, fast nie wurde mal steil gespielt. Und sobald dann doch mal der Ball nach vorne getrieben wurde, erfolgte ein zu unpräzises Zuspiel und schwupps war der Ball weg.

    Sehr schade, daß wir es nicht geschafft haben, die Mainzer Defensive (IV+AV) zu bedrängen. Die hatte in den wenigen etwas druckvolleren Situationen eine sehr schlechten Eindruck hinterlassen und sofort wie Angsthasen den Ball ins Seiten- oder Toraus geschossen.

    Es wäre schon schön gewesen, wenn der Schiri die zwei klaren Handspiele der Mainzer gesehen hätte. Soto wäre mit Gelb-Rot vom Platz gegangen und bei Wetklo war es klares Rot.

    Man kann sich einer Verschwörungstheorie irgendwie nicht erwehren: Hat der DFB etwas dagegen, daß der Glubb in die EL kommt?

    Ich sehe das mit der WT schon kritisch, aber nach dem VfB ist der Glubb da der am meisten benachteiligten Verein der bisherigen Saison.

    🙁

    • 25.04.2011 um 05:48
      Permalink

      Woschdsubbn:
      Ich habe den Eindruck, uns geht am Ende der Saison die Puste aus.

      Es war einfach zuwenig Bewegung im Glubbspiel bei eigenem Ballbesitz. Und in der Vorwärtsbewegung dann viele Sicherheitspässe, fast nie wurde mal steil gespielt. Und sobald dann doch mal der Ball nach vorne getrieben wurde, erfolgte ein zu unpräzises Zuspiel und schwupps war der Ball weg.

      Sehr schade, daß wir es nicht geschafft haben, die Mainzer Defensive (IV+AV) zu bedrängen. Die hatte in den wenigen etwas druckvolleren Situationen eine sehr schlechten Eindruck hinterlassen und sofort wie Angsthasen den Ball ins Seiten- oder Toraus geschossen.

      Es wäre schon schön gewesen, wenn der Schiri die zwei klaren Handspiele der Mainzer gesehen hätte. Soto wäre mit Gelb-Rot vom Platz gegangen und bei Wetklo war es klares Rot.

      Man kann sich einer Verschwörungstheorie irgendwie nicht erwehren: Hat der DFB etwas dagegen, daß der Glubb in die EL kommt?

      Ich sehe das mit der WT schon kritisch, aber nach dem VfB ist der Glubb da der am meisten benachteiligten Verein der bisherigen Saison.

      Na dann duerften wir jetzt ja die Spitzenposition eingenommen haben…. 😉

      Elfmeter zaehlt in der WT als Tor, aber v on Wetklos Roter haetten wir wohl eher in den kommenden Spielen profitiert, quasi indirekt, wenn ueberhaupt.

      Aber was solls, das war halt auch zu wenig, wir hatten ja kaum klare Chancen. Und wir wissen ja, wir muessen immer mindestens 2 tore mehr schiessen als der Gegner, damit eines davon zaehlt, darauf muss man sich eben einstellen. Ein theoretischer Elfer ist da einfach nicht genug…..

    • 25.04.2011 um 11:15
      Permalink

      Woschdsubbn:
      Die hatte in den wenigen etwas druckvolleren Situationen eine sehr schlechten Eindruck hinterlassen und sofort wie Angsthasen den Ball ins Seiten- oder Toraus geschossen.

      Wie Angsthasen würde ich nicht sagen. Eher: Wie entschärfe ich kompromisslos möglicherweise gefährliche Situationen. In 9 von 10 Fällen war das übrigens Noveski…

  • 25.04.2011 um 09:35
    Permalink

    Die rote Karte OK, die muss er geben aber viel ärgerlicher ist doch, dass der Wettklo durch diese Aktion eine klare Torchance verhindert hat. Mak wäre am Torwart vorbeigewesen und hätte freie Schussbahn auf das Tor gehabt.

  • 25.04.2011 um 10:14
    Permalink

    Was ich nicht verstehe, der Linienrichter steht ca. 10 Meter vom Handspiel entfernt und sieht nichts… Das kann es doch langsam nicht mehr sein. Was ist denn bitte mit den deutschen Schiedsrichtern los?
    Unter dem Strich aber ein gerechtes Unentschieden. Mainz muss naechste Woche im Derby gegen Frankfurt auch erstmal punkten. Und Dortmund ist momentan schlagbar! Und wenn’s nicht langt, dann werden wir halt 6 und schauen wie Mainz naechstes Jahr gegen Abstieg spielt 🙂

    • 25.04.2011 um 11:22
      Permalink

      Der Tobi:
      Was ich nicht verstehe, der Linienrichter steht ca. 10 Meter vom Handspiel entfernt und sieht nichts… Das kann es doch langsam nicht mehr sein. Was ist denn bitte mit den deutschen Schiedsrichtern los?

      Ich denke schon, dass sowohl Herr Gräfe als auch der Linienrichter das Handspiel gesehen haben. De facto war es außerhalb des Strafraums. Gestern habe ich es im Spiel und auch in den Wiederholungen als sehr deutlich gesehen oder eben sehen wollen. Abends auf Sport 1 war das sehr schön aufbereitet mit einer Linie, die von der Hand am Ball nach unten parallel zur Strafraumlinie gezogen wurde. Es war außerhalb, aber sehr, sehr knapp. Das führt mir heute vor Augen, dass so eine Situation nur per Videoanalyse zu lösen ist (aber auch nicht binnen Sekunden!), aber auch, dass es hart zu entscheiden war: Erlaubt? Oder Rot? Ich hätte nicht entscheiden wollen…
      …die unausgesprochene Regel, die einem dabei aufstößt, ist doch: Im Zweifelsfall gegen den Club…

  • 25.04.2011 um 12:42
    Permalink

    Ich denke es war Gestern ein leistungsgerechtes Unentschieden. Schade ist aber, dass Mak das Tor zu 99% gemacht hätte wenn Wetklo nicht mit der Hand dazwischen geht!
    Für mich war es im ersten Moment deutlich außerhalb des Strafraums, später stellte es sich dann doch etwas knapper dar, aber de facto halt dann doch außerhalb und damit zwingend rot!
    Absolut beschämend fand ich allerdings die Reaktionen von Tuchel und insbesondere Wetklo. Tuchel hat mal wieder nur nichtssagend rumgeeiert und Wetklo hat weiter wider besseres Wissen ein Handspiel abgestritten!

    • 25.04.2011 um 15:33
      Permalink

      Zum Schiedsrichter nur so viel: die Wetklo-Geschichte kann man dem Gespann nicht gut vorwerfen, wenn sie erst Stunden danach – und wieviel Arbeitszeit in der Redaktion der Präsentation in der Sendung vorangegangen ist, das möchte ich gar nicht mal wissen – eindeutig aufgelöst werden kann. Man muss sich damit abfinden: es gibt Sachen, die können auch mit erheblichen technischen Mitteln nicht zeitnah geklärt werden.

      Was ich aber kritisieren möchte war die gelbe Karte für Mak. Beim Handspiel ist, auch wenn das viele der Kommentatoren falsch wiedergeben und offenbar nicht genugsam recherchiert haben, laut Ausführungsbestimmungen zum Regelwerk nicht die Absicht, sondern primär die unnatürliche Handhaltung, die zu einer Richtungsänderung des Balles führt, entscheidend. Mak springt über die Beine des Gegners, um den Angriff weiterzuführen, die Hände sind alles andere als unnatürlich dort, wo sie eben angewachsen sind. Der Angriff wird abgepfiffen und es gibt die Gelbe. Was ich daran so bedenklich und traurig finde ist, dass hier der Spieler bestraft wird, der eben nicht den Pizarro macht und versucht, mit einer Schwalbe zum Erfolg zu kommen, sondern stattdessen versucht, weiterzuspielen. Da die oberste Aufgabe der Schiedsrichter eben nicht ist, Recht zu sprechen, sondern die, das Spiel (!) in geordneten Bahnen zu ermöglichen, schmerzt diese Fehlentscheidung in ihrer Signalwirkung ein wenig. Denn wenn die größere Chance auf den eigenen Vorteil in der Unsportlichkeit liegt statt im Willen, den Angriff unter allen Umständen weiterzuführen, dann kann das dem Fußball-Spiel nicht gut tun.

      Eine Verschwörungstheorie gegen den Club ist natürlich allein schon deshalb absurd, da Mainz und Nürnberg derzeit überaus ähnlich arbeiten und wirtschaften, siehe Kicker diese Woche, und somit beide irgendwie dabei sind, geradezu modellhaften Status zu erreichen. Beide haben aus ihrer Situation und Vergangenheit ähnliche Konsequenzen gezogen und wirtschaften, wenn man den öffentlich zugänglichen Quellen glauben darf, geradezu vorbildhaft seriös; fischen auch in Bezug auf das sie interessierende Spielerangebot “in denselben Gewässern”, wie es, glaube ich, Bader ausgedrückt hat. Als alter Clubberer musste ich mir diese Woche fürwahr die Augen reiben, als doch tatsächlich ein Gewinn angekündigt wurde, der die Schulden des Vereins wahrscheinlich mindestens um ein Drittel sinken lassen wird. Das heißt mehr Bewegungsfreiheit für die Zukunft. Dass ich einen derartigen Fluss von positiven Meldungen noch erleben darf, das hätte ich mir vor allzu langer Zeit nicht träumen lassen.

      • 25.04.2011 um 18:46
        Permalink

        Hörnla: Was ich aber kritisieren möchte war die gelbe Karte für Mak. Beim Handspiel ist, auch wenn das viele der Kommentatoren falsch wiedergeben und offenbar nicht genugsam recherchiert haben, laut Ausführungsbestimmungen zum Regelwerk nicht die Absicht, sondern primär die unnatürliche Handhaltung, die zu einer Richtungsänderung des Balles führt, entscheidend. Mak springt über die Beine des Gegners, um den Angriff weiterzuführen, die Hände sind alles andere als unnatürlich dort, wo sie eben angewachsen sind. Der Angriff wird abgepfiffen und es gibt die Gelbe. Was ich daran so bedenklich und traurig finde ist, dass hier der Spieler bestraft wird, der eben nicht den Pizarro macht und versucht, mit einer Schwalbe zum Erfolg zu kommen, sondern stattdessen versucht, weiterzuspielen. Da die oberste Aufgabe der Schiedsrichter eben nicht ist, Recht zu sprechen, sondern die, das Spiel (!) in geordneten Bahnen zu ermöglichen, schmerzt diese Fehlentscheidung in ihrer Signalwirkung ein wenig. Denn wenn die größere Chance auf den eigenen Vorteil in der Unsportlichkeit liegt statt im Willen, den Angriff unter allen Umständen weiterzuführen, dann kann das dem Fußball-Spiel nicht gut tun.

        Hi,
        ich glaub in der von Dir geschilderten Szene hat MAK nicht die Gelbe Karte erhalten, sondern erst beim Reklamieren in der Nachspielzeit. siehe Auszug aus Kicker.de

        “Statt der möglichen Roten Karte für den Keeper zückte Gräfe allerdings Gelb für Mak wegen Reklamierens (90.+2) und pfiff wenig später ab.”

  • 25.04.2011 um 21:32
    Permalink

    Das wird ein böser Blick auf die WT diese Woche…

  • 25.04.2011 um 23:28
    Permalink

    WT hat das Spiel 1:0 gewertet, wegen nicht gegebenem Elfmeter in der 67. Minute (Handspiel von Soto). Damit wurden dem Club bereits 8 Punkte von den Pfeifenmännern vorenthalten und er steht damit an der Spitze in dieser Tabelle der Schande. EL wäre schon so gut wie sicher, CL wäre noch möglich. Darüberhinaus müsste Mainz erst mal auf seinen Stammtorhüter verzichten.
    So langsam fange auch ich an, an diverse Verschwörungstheorien zu glauben (im Zweifel gegen den Club).

    • 25.04.2011 um 23:34
      Permalink

      Claus: WT hat das Spiel 1:0 gewertet, wegen nicht gegebenem Elfmeter in der 67. Minute (Handspiel von Soto).

      Ich hab das im Stadion ähnlich gesehen. Genau die gleiche Situation wertet Gräfe bei Mak zehn Minuten später als Handspiel, darüber habe ich mich dann tierisch aufgeregt. Entweder er pfeift beides oder eben beides nicht.

  • 26.04.2011 um 00:57
    Permalink

    Naja, was solls. Erfreuen wir uns an dem, was in der 3. Liga passiert ist. Ein gewisser Esswein hat für Dresden überragend gespielt: 2 Tore, eines als Preis des Willens und des Durchsetzungsvermögens, das andere ein wunderbarer Schuss aus 33m in den Winkel…

    Wie sagte der Kommentator: Da dürfte den Nürnbergern ein Grinsen im Gesicht stehen….Hatte ich tatsächlich!

    • 26.04.2011 um 08:40
      Permalink

      Optimist: Erfreuen wir uns an dem, was in der 3. Liga passiert ist. Ein gewisser Esswein hat für Dresden überragend gespielt

      Bleibt nur noch zu hoffen das er es in Liga 1 auch packt, nicht so wie einst Maik Wagefeld.

      • 26.04.2011 um 12:19
        Permalink

        Stefan - clubfans-united.de: Bleibt nur noch zu hoffen das er es in Liga 1 auch packt, nicht so wie einst Maik Wagefeld.

        Bitte auch an das positive Beispiel eines Albert Bunjaku denken: Er wechselte erst im “hohen” Alter von 25 Jahren aus der dritten Liga in die 1. BuLi und konnte dort wenigstens eine Saison (und WM) lang, bis zu seiner schweren Verletzung, brillieren.

        Natürlich glaube ich nicht an eine Verschwörung des DFB. Aber ich muß mich schon fragen, weshalb über Jahre hinweg (!) die Schiris prinzipiell gegen den Glubb pfeifen. Die WT gibt natürlich ein schiefes Bild, da jeder Elfer immer als sicheres Tor gewertet wird usw., aber der Anti-Glubb-Trend der Schirientscheidungen mindestens der in der WT verzeichneten Saisonstatistiken ist schon frappierend.

        Das haben wir ja schon an anderer Stelle diskutiert. Aber es nervt einfach! Vor allem haben die meisten Schiris ja dann nicht mal den Mut zur Offenheit wie neulich Aytikin, als er den nicht gegebenen Elfer für Gladbach gegen Mainz freimütig als Fehler zugab.

        Mich nervt es auch, dass kein Reporter da mal kritisch nachfragt. Da wird immer das Mäntelchen des Schweigens ausgebreitet und eine Heile Welt Stimmung durch Oberflächlichkeit erzeugt.

        Statt schwachsinnigen “Was fühlten Sie bei der Niederlage?” kann man als Journalist doch auch mal prägnant fragen “Weshalb spielt Ihr so schlecht?”!
        Oder mal den Schiri-Obmann fragen, “Weshalb pfeift Ihr so schlecht!?” Der eine Schiri gibt bei einer Notbremse im Strafraum Elfmeter und verweigert die Doppeltbestrafung mit Roter Karte, der nächste zückt freimütig die Rote Karte zum Elfer. Das ist doch keine Art und Weise!
        Ich weiß nicht, war früher unter Walter Eschweiler wirklich alles besser!?

  • 26.04.2011 um 09:21
    Permalink

    Off Topic:
    Glückwunsch an die Hertha. Wir Berliner Clubberer haben nächste Saison wieder ein “Heimspiel”.

  • 26.04.2011 um 13:08
    Permalink

    @Woschdsubbn:
    Das Beispiel Maik Wagefeld ist insofern zutreffend, weil der auch aus Dresden kam. Da ging es um die Vereinsherkunft, nicht um die Spielklasse, so habe ich Stefan zumindest verstanden. Allerdings ist Wagefeld auch ein anderer Spielertyp gewesen – eher 6er oder kämpfender Mittelfeldspieler und nicht Stürmer.

    Aber was ich bisher von Esswein gesehen habe, stimmt mich zuversichtlich – und 16 Tore und 8 Assists macht auch in der 3. Liga nicht jeder. Zudem ist er auch auf der rechten Außenbahn gut aufgehoben. Jetzt muss er nur noch mit der höheren Belastung und dem höheren Tempo klarkommen….

  • 26.04.2011 um 13:23
    Permalink

    Freilich. Und dann war da noch Kennedy, der im Juli 07 ablösefrei und verletzt aus Dresden (!) kam. Der war gefühlte 2 Jahre verletzt, schoß dann ein kurioses Tor gegen Frankfurt und noch eines irgendwann. Traf dann nie mehr für den Glubb, aber nach seinem Wechsel zum KSC dann gleich einmal Mal gegen den Glubb und war dann nie mehr gesehen. Inzwischen wurde er Meister und Torschützenkönig in der japanischen Liga.

  • 26.04.2011 um 14:16
    Permalink

    …da fragste dich dann echt, wieso die Japaner bei uns funktionieren, wenn im Gegenzug so einer wie der Kennedy in Japan funktionieren kann :mrgreen:

    • 26.04.2011 um 16:26
      Permalink

      Optimist: …wenn im Gegenzug so einer wie der Kennedy in Japan funktionieren kann

      Weil er einen Kopf größer und 20 Kilo schwerer ist als der japanische Innenverteidiger im Durchschnitt.

  • 26.04.2011 um 17:04
    Permalink

    @Töffi …nicht auszudenken, was ein Koller für Verwüstungen in gegnerischen Strafräumen anrichten hätte können 😆

Kommentare sind geschlossen.