Großer Fisch hat ein Problem

Es bleibt uns ja sonst nichts … außer der Transfermarkt.

Es war ja kaum abgepfiffen am letzten Spieltag, da war das Sommerloch für viele schon da, tat sich direkt vor dem Fernsehsessel auf oder lauerte am Parkplatz neben der Fahrertür. Dabei ist doch gerade die Zeit zwischen letztem Spieltag und Saisonstart eigentlich perfekt für Hobby-Manager, Kneipen-Taktiker und Analytiker. Wer nach einem Spieltag den gefeierten Goalgetter mit seinem 4 Buden zum Mann des Tages zu erklären, bei dem reicht es doch maximal zum Sky90-Experten, aber wer schon in der Sommerpause Max Musterkicker von TuS Waldhorn-Pusemuckel als den kommenden Star der Hinrunde benennt, der ist bereit für den Expertenstatus in der Community seines Vertrauens.

Das Gesetz der Meere (und damit auch des Haisfischbeckens Bundesliga) ist einfach: Großer Fisch frisst kleinen Fisch! Kommt ein großes Talent – wie einst ein Sebastian Deisler – mal in den Fokus, so kommt ein großer Verein und holt ihn sich. Punkt. Und auch wenn die Deisler-Vita nun eine eher atypische Wendung nahm, so wird dem Gesetz zu Folge dann auch aus dem jungen Spieler bald ein Jungstar (oder er verschwand dann in der Versenkung als ewiges Talent, hatte finanziell ausgesorgt und landete dann mit 32 Jahren bei Vereinen wie unserem FCN, so war das eben früher).

So einfach war das. So sicher wie das Amen in der Kirche. Doch irgendwas ist schief gegangen im System, so jedenfalls könnte man das interpretieren, wenn man die letzten Saisons Revue passieren lässt.

Der Wandel kennt auch Namen – Ein Einschub

Völler, Rudi – das ist so ein Name. Als man 2004 die EM in Protugal so grauselig gegen Lettland vergeigte und zum Hohn des Ganzen dann auch noch den deutschen Griechen Rehakles mit der Anti-Fußball-Taktik zum Europameister gratulieren musste, schien Deutschlands Fußballzukunft mehr als trüb zu sein. Hatte Beckenbauer 1990 seinem Nachfolger Vogts noch “Unschlagbarkeit auf Jahre hinaus” als Anspruch deutschen Fußballs mit auf den Weg gegeben (woran der dann auch zuverlässig scheiterte), war man 2004 mit seiner Handvoll jungen Hoffnungsträgern, die man auch gern mit “i” enden ließ, wie Poldi und Schweini (Lahmi setzte sich nicht durch), resignierend am Boden. Den Stamm spielten da die alten Recken wie Kahn (35), Wörns, Nowotny oder Schneider, ergänzt um eben die paar Jungstars wie Schweinsteiger, Ballack oder Lahm. Dahinter aber ward es düster und leer. Wie leer, das zeigten die damals zur EM mitgenommenen Hoffnungen wie Fahrenhorst, Volz, Engelhardt oder Rahn, die heute maximal Mitläuferrollen in diversen Ligen spielen.

2011 nun scheint alles anders zu sein – und dafür werden zwei weitere Namen genannt: Hrubesch, Horst, und Sammer, Matthias. Beide im DFB für die Jugendarbeit verantwortlich, Hrubesch als erfolgreicher Trainer und Sammer organisatorisch. Was auch immer beide getan haben, vielleicht war es auch nur die Gunst der Stunde, Deutschland wurde nun plötzlich aus der Völlerschen Tristesse der Alternativlosigkeit (ein Begriff, der dann in der Politik 2010 noch einmal große Popularität erlangen sollte) zum Füllhorn ewiger Jugend. Sicher haben da vor allem die Vereine die Basisarbeit geleistet, aber wichtige Impulse kamen ganz eindeutig von oben, in dem Fall: vom DFB.
Ein aktuelles Beispiel? Ballack, obwohl nun wieder fit und im Saft, wird gar nicht mehr gebraucht vom Löws Jogi. Wozu auch, wenn man gar nicht weiß, vor lauter Qual der Wahl, wen man einladen soll – Kheidira, Schweinsteiger, Bender, Reinartz, das sind nur wenige Namen unter vielen Kandidaten. Mag vor Freundschaftsspielen und gerade in der Urlaubszeit auch die Seuche ausgebrochen sein, normalerweise kann Löw hier aus dem Vollen schöpfen. Und die Liste der Kandidaten wäre sogar noch viel länger, würde man sie nur spielen lassen, all die Talente. Und genau das ist das Problem im System …

Wenn es zu viel an Talent gibt, weiß großer Fisch nicht, welchen er sich schnappen soll. So wie der Hund, der zwei Hasen jagen soll. Man muss sich im Zweifel entscheiden, wohl wissend, dass dann ein anderer “Hund” sich “Hase 2” schnappen wird, ein Dilemma. Natürlich wäre eine probate Taktik (übrigens vorgelebt von Bayer Leverkusen) einfach professionelle Jagdmethoden (Treibjagd) anwenden und gleich alle Hasen fangen. Problem: Auch Hasen werden unzufrieden. So ein ordentliches Beuteopfer hat eben auch seine Bedürfnisse und in dem Sinne will der Hase wenigstens als Beute gefeiert werden, statt irgendwo als Nummer 47 still und leise im Kader der Regionalliga zu landen, wo er ja gerade eben erst herkam.

Die Überraschungen der Bundesliga zuletzt waren auch damit begründet, dass laufend neue Spieler nachkommen, die offenbar nur Spielpraxis und etwas Vertrauen brauchten, um große Leistungen abliefern zu können und andere das Fürchten zu lehren. Die zwischenzeitlich zu Recht hoch gelobt Ausbildung der Nachwuchsleistungszentren, verbunden mit einem sogar nochmals zunehmenden Boom des Fußballs gerade im Jugendbereich, sorgt offenbar dafür, dass es an Talent nicht mehr mangelt. Ja man kann damit sogar Meister werden, wenn mal alles zusammenpasst, wie gerade in Dortmund: Ein Kader voller Rohdiamanten, ein hungriger Trainer und ein euphorisiertes Umfeld und man schleift sich gemeinsam zum Erfolg. Dass ein Götze, Bender, Sahin oder Hummels dazu fähig sind, hätte man schon erahnen können, es “wissen” aber nicht. Aber auch der FCN ist zu nenen, der mit Platz 6 zwar nicht so im Fokus wie der BVB oder Mainz stand, aber mit sage und schreibe 10 Bundesliga-Profi-Debüts Maßstäbe setzen konnte und der seine Saisonziele zugleich mehr als übertraf. Aber auch das ist eben das Problem von “Großer Fisch”: Diese Vereine konnten es sich erlauben auf das Talent zu setzen, zu spekulieren – andere Vereine sind zum Erfolg verdammt und deren Umfeld verlangt keine Hoffnungsträger, sondern Sicherheiten.

So gestaltet sich der Transfermarkt auch 2011 schwierig, komischerweise aber gerade für die etablierten Vereine, wenn sie ihren Status festigen oder eben zurückgewinnen wollen. Was macht man nun, bei all den Talenten? Dick einkaufen? So leicht geht das eben nicht mehr. Erstens gibt es fast zu viele und zweitens wollen diese Spieler eben auch erklärt bekommen, ob sie im Kader eine echte Option, nur das Backup oder maximal eine Alternative sein werden. Sie wollen Einsatzzeiten und das zur Not lieber bei weniger etablierten Vereinen, sie sehen ja die leuchtenden Beispiele eines Ekici oder Chandler vor Augen, die aus der Jugendabteilung kometenhaft erst zum Stammspieler beim FCN und dann zu Nationalspielern ihrer Länder wurden, während ein Talent wie Baumjohann (erst in München, dann wieder auf Schalke) irgendwo zwischen Bank und SC Wiedenbrück zu finden ist.

Es macht die Sache übrigens auch nicht einfacher, wenn man die Talente schon in den eigenen Reihen hat, aber kein Konzept sie in die Mannschaft zu integrieren. Der mündige Spieler begehrt auf und will Perspektive sehen. So hat auch aktuell ein Bobic, Fredi, beim VfB Stuttgart so seine Probleme mit den Talenten. Ein Daniel Didavi z.B., an dem der FCN reges Interesse zeigt, hat (nur) noch bis 2012 Vertrag und Bobic kann ihm wohl keine Rolle in der Mannschaft versprechen. Er sieht aber nun mit seinen 21 Jahren es an der Zeit den nächsten Schritt zu gehen und will nicht noch ein Jahr warten auf eine Chance, während die Götzes, Schürrles und Özils schon gefeierte Stars sind. Bobic möchte am liebsten mit Daniel Didavi verlängern und ihn dann zur Erlangung von Spielpraxis verleihen. Für den Spieler wäre das vielleicht sogar ok, aber auf Dauer sind auch Vereine wie der 1. FC Nürnberg von diesen Leihgeschäften nicht zu begeistern – wenn sie nicht gerade Not am Mann haben. Zwar hat bspw. beim FCN mit Leihspieler gute Erfahrungen gemacht, aber perspektivisch will man ja dann doch selbst die “Gewinnmitnahme” einstreichen, wie es bei Gündogan und Diekmeier schon gelang, während man bei Ekici noch zusehen musste, wie das mit aufgebaute Spielerkapital als bare Münze in die Tasche des FC Bayern wanderte. Zudem ist diese Abhängigkeit von Entscheidungen der Vereine, ob man die Leihe verlängert oder eben nicht, doch etwas demütigend auf Dauer. Also wozu, wenn man nicht muss? Bader scheint bei Didavi jedenfalls auf Kauf zu spekulieren, genug andere Optionen sind ja am Markt (Feulner). Eine spannende Situation also für beide Seiten und Augsburg könnte der lachende Dritte werden, denn dort wäre man wohl mit dem Leihmodell des VfB einverstanden. Bliebe nun nur die Frage, wofür Didavi sich begeistern kann und dazu wird er die Perspektive von Augsburg und Nürnberg im kommenden Jahr abwägen.
Wovor man sich bei der Diskussion hüten sollte sind moralisierende Einwände. Sicher klingt die Aussage von Bobic, Daniel Didavi würde eher ein Jahr noch beim VfB absitzen müssen, bevor man ihn 2011 gehen ließe, nach “erpresserischen” Methoden, aber man sollte das wohl eher als Verhandlungstaktik werten. Bobic hat sicher einfach die Hoffnung, der Junge werde dem sanften Druck schon nachgeben und sich dann doch für den VfB entscheiden (oder wenigstens solle die Ablöse schön hoch werden).

Im übrigen ist man auch als FCN bisweilen der “große böse Fisch”, wenn es nämlich in tiefere Gewässer geht. Dem Vernehmen nach ist auch der 1. FC Saarbrücken über die Fischzüge des FCN im eigenen Kader nicht sonderlich glücklich, wie auch Dynamo Dresden Esswein nicht gerne gehen sieht (oder ein Klement in Kaiserslautern usw.). Der eine ködert eben mit Geld und großem Namen, der FCN lockt derzeit nun eben mit der Chance sich zu zeigen und Spielpraxis zu bekommen. Die Referenz “Platz 6” wird da durchaus bei manchem Talent zusätzliche Begehrlichkeiten wecken, zum Leidwesen auch von eigentlich potenteren Vereinen, wie Bremen oder Schalke 04, die Spieler wie Diekmeier oder ganz aktuell Patrick Rakovsky in Richtung Nürnberg ziehen lassen müssen.

Für den Fan ist das Ganze eine schöne Sache, denn es bietet die reale Hoffnung, dass man mit einem alternativen Konzept und mit bisher unbekannten Namen auch weiterhin viel erreichen kann, wenn man in der sportlichen Leitung die richtigen Leute hat. Der FCN ist da auch einem guten Weg.

45 Gedanken zu „Großer Fisch hat ein Problem

  • Sehr guter Beitrag. Ich möchte allerdings noch ergänzen, dass es im Bezug auf die Möglichkeit der Leihe, um den Kader qualitativ besser aufzustellen, ja nicht mit dem FCN endet. Es werden wieder neue Aufsteiger kommen, wie nächstes Jahr Augsburg, die sich die Qualität erstmal leihen müssen, ehe sie sie sich leisten können. Dazu kommt, das finanziell schwächere Vereine, auch, wenn sie sich nun auch schon länger in der Bundesliga halten, sicherlich auch weiterhin so verstärken werden. (Stichwort: Nahrungskette)

    Aus unserer Perspektive, stimmt also schon, dass das Leihen für den FCN nicht die Zukunft sein wird. Der Verein muss jetzt den nächsten Schritt machen und macht ihn ja auch. Siehe den Einkauf von Pekhart, Klose, Rakovsky, Esswein, etc. und den Verkauf von Diekmeier, Gündogan und in Zukunft mal Wollscheid und wer da noch alles hochkommt.

    Aber das sieht doch gut aus, so wie es läuft.

    • Ein Freund: Es werden wieder neue Aufsteiger kommen, wie nächstes Jahr Augsburg, die sich die Qualität erstmal leihen müssen, ehe sie sie sich leisten können.

      Das Leihspieler-Konzept ist nicht für jeden Verein eine Option – auch beim FCN gab und gibt es ja Gegner des Ganzen, in anderen Vereinen wird es ähnlich sein. Zudem muss das Gesamtkonzept passen, man muss also auch einen Trainer haben, der dann die geliehenen Talente formen kann und spielen lässt. Denke daher, dass es nicht beliebig reproduzierbar ist. Mainz und FCN waren da schon positive Beispiele (im Sinne des Gelingens). Mannschaften wie Lautern oder St. Pauli haben da eher auch eigenes Personal und im Zweifel personelle Kontinuität gesetzt.

      Man kann nur hoffen, dass Hecking seine Linie weiter fahren kann – dann aber nur mit eigenen “Leihspielern” aus der 2ten Mannschaft. Aber auch Hecking wird am Erfolg gemessen und wenn es nicht läuft, wird man wieder nach “etablierten Spielern” schreien.

  • Auch von meiner Seite Lob für den gelungenen Artikel. Gäbe es mehr solcher analytisch-treffender Texte, man könnte die Sommerpause mit Lesen verbringen und sich die Spekulationen auf dem Transfermarkt schenken.

  • Sehr gelungener Artikel!
    Der einzige Unterschied zwischen Leihspieler und vereinseigenem Spieler ist doch, ob es bei Trennung eine ordentliche Ablöse gibt. Fast kein Spieler ist doch zu halten, wenn ein großer Verein mit einem guten Vertrag winkt. Dem Ruf folgen Spieler dann bei beiden Konstellationen. Mich hat bei Ekici weniger gewurmt, dass er geht sondern vielmehr dass andere die große Kasse machen, dafür dass der FCN ihn präsentiert hat auf eigenes Risiko, dass die Verleiher ja offensichtlich scheuen nach dem Motto, sollen junge Spieler ihre Fehler erstmal woanders machen. Daher habe ich auch schon mal auf eine Gewinnsteigerungsbeteilung hingewiesen, die ja vor der Ausleihe im Sinne beider Parteien wäre. Hinterher natürlich nicht mehr, das ist klar 🙂

    • Ja da stimme ich mit ein, ins allgemeine Lob!

      Juwe: Daher habe ich auch schon mal auf eine Gewinnsteigerungsbeteilung hingewiesen, die ja vor der Ausleihe im Sinne beider Parteien wäre.

      Das ist ein guter Gedanke, könnte aber dazu führen, dass dann halt der Verein den Spieler bekommt, der mehr dafür bietet bzw. weniger Beteiligung verlangt. Ist halt schwer umzusetzen.

      Andererseits wird das ja in gewissem Sinne schon praktiziert, indem oft die Verträge mit den Verleihern so gestaltet werden, dass der Spieler je Einsatz immer billiger wird. Das heißt ja nichts anderes, als dass die Wertsteigerung, die ein Spieler ja v.a. über Einsatzzeiten erwirkt, sich auch positiv für den leihenden Verein auswirkt. Das könnte man dann schon als geringe Gewinnbeteiligung interpretieren.

  • Ich stimme natürlich auch ins Lob mit ein, obwohl man das eigentlich gar nicht mehr groß erwähnen muss, dieses Niveau sind wir hier ja gewöhnt.
    Die Sache mit den Leihspielern und der Gewinnbeteiligung für den ausleihenden Verein haben wir an anderer Stelle schon mal angerissen.
    Natürlich ärgert es auch mich, wenn die Bayern nicht genug Vertrauen in ihren Nachwuchs haben, deswegen einen weitestgehend unbekannten Spieler nach Nürnberg verleihen (wieviel hat der Club eigentlich bezahlt?), der dann einschlägt wie eine Bombe und die Bayern (ausgerechnet die!) nur 1 Jahr später 5 Mio. Ablöse kassieren, was in etwa die Größenordnung ist, die der Club für ein Ausnahmetalent kassiert hat, das er über 2,5 Jahre aufgebaut hat. Eine Gewinnbeteiligung würde allerdings nur funktionieren, wenn sie allgemein festgeschrieben ist, so ähnlich, wie es im Amateurbereich gehandhabt wird und dort Ausbildungsbeihilfe heißt. Sonst würde genau das passieren, was Optimist beschrieben hat: Konkurrierende Vereine würden sich bei dieser Gewinnbeteiligung gegenseitig unterbieten, bis sie dann wieder bei Null angelangt ist.
    Im Falle von Mehmet Ekici bleibt letztendlich nur ein Fazit:
    Freuen wir uns darüber, dass wir ihn eine Saison lang im rot-schwarzen Trikot bewundern durften und wünschen wir ihm für die Zukunft alles Gute. Und wer weiß, vielleicht führen ihn seine Wege eines Tages wieder nach Nürnberg? Denn wir wissen ja: Einmal Clubberer, immer Clubberer!

  • Immer wieder interessant ist für mich auch ein Blick in die Rubrik “This week last year”, hier passend zum Thema Leihspieler der Artikel “Goodbye Joe, welcome Julian” mit den damaligen Erwartungen/Prognosen der Kommentatoren.

    Oder war jener womöglich die Angegung für den aktuellen Artikel, Alexander?

  • Ich habe mir heute mal das letzte Saisonspiel der U23 angeschaut, um die Fußball-lose Zeit etwas zu verkürzen 😉

    Was mich überrascht hat, ist, dass dort auch ein großer Umbruch stattfindet: ganze 12 Spieler wurden verabschiedet, darunter auch Nicklas Hörber, den einige ja schon als Stürmertalent der Zukunft sahen. Was ich allerdings heute von ihm gesehen habe, war zwar OK, aber für die erste Liga doch zu wenig. Naja, so ist das eben: manche Talente entwickeln sich weiter und schlagen richtig ein und manche bleiben stehen. Dafür kommt ja jetzt angeblich Tim Eckstein (v.a. für die U23), mal sehen, ob der sich weiterentwickelt. Der Name allein verpflichtet ja 😉

    • Optimist: … verabschiedet, darunter auch Nicklas Hörber, den einige ja schon als Stürmertalent der Zukunft sahen.

      Ja, ich kann mich gut erinnern, als Hörber vor in der Saison 2008/09 dreimal bei Freundschaftsspielen der Profis eingesetzt wurde und dabei fünf Tore erzielt hat.

      Dumm nur, dass er seither in 46 Spielen der 2. Mannschaft gerade mal drei Tore geschossen hat und dabei nur zweimal über 90 Minuten spielen durfte. Das ist dann doch etwas wenig für höhere Ansprüche.

  • Was is jetzt eigentlich mit dem Wolf los? Geht er…..oder bleibt er für ne leistungsgerechte Bezahlung…

    Ich glaube, der hat sich verzockt und hat goar kan andern Verein!

  • Trotz aller Wechsel hin und her, glaube ich könnte das Wolf zum Sommerloch Thema Nr. 1 werden beim Club. Ich denke, dass man mit Timm Klose von vereinsseite her schon einen Wolf Abschied entgegensieht, der wohl immer definitiver wird, wohin ist allerdings weiter unklar, aber irgendjemand wird so einen Haudegen schon benötigen 🙂

  • Gehen werden übrigens auch Jonatan Kotzke und Sebastian Kinzel, die ja auch schon mal bei den Profis mittrainieren durften. Gerade Kotzke hat mir einen guten Eindruck gemacht, er spielte einen auffälligen und umsichtigen 6er (aber da sind wir ja eh gut aufgestellt). Der hat aber durchaus das Potential, mindestens ein guter Zweitligaspieler zu werden.

    Ansonsten hat niemand mitgespielt, der zuletzt bei den Profis aktiv war, also auch kein Mendler oder Wießmeier. Die wurden wohl, da es um nichts mehr ging, bereits in den verdienten Urlaub verabschiedet, um für die kommende Erstligasaison fit zu sein. Das werte ich schon als Zeichen der Beförderung, wir dürfen gespannt sein 😉

  • Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das wirklich sehr gute Konzept mit jungen, ehrgeizigen Spielern, was ich das beste seit Jahren finde, aufgeht, wenn man Spieler wie Andi Wolf gehen lässt.

    Ohne ältere erfahrene Spieler, die die Jungen führen und auch mal dazwischen hauen, geht es meiner Meinung nach nicht. Deshalb sollte man in diesem Fall auch nicht auf jeden Euro schauen.

    Denn wenn wir uns nicht in der Bundesliga etablieren und wieder absteigen sollten, nützen uns auch die reichlich vorhandenen Talente nichts. Die sind dann schneller wieder weg, als sie da waren.

  • @ Thomas Pilz: Ich glaube nicht, dass der Abgang von Andi Wolf so bedenklich wäre. Ich fand ihn auch als Kapitän nicht unbedingt die Idealbesetzung. Klar ist er ein Club-Urgestein, aber ich würde einen Spieler mit etwas weiterem Horizont bevorzugen. Immerhin gibt es noch Spieler wie Simons, Nilsson, Pino und Rapha, die die Jungen führen können und gerade Simons und Nilsson könnte ich mir gut als Nachfolger als Kapitän vorstellen (wenn man davon ausgeht, dass Hecking das Amt einem Feldspieler geben will). Auch Eigler, Frantz und Bunjaku haben schon einiges erlebt und können Führungsaufgaben übernehmen und auch die Jungen, die schon eine Saison Erfahrung mitbringen, sind ja nicht mehr ganz grün und können schon etwas vermitteln.

    Problematischer finde ich in dieser Hinsicht den Abgang von Marek, der als respektierte und bewunderte Symbol- und Vaterfigur gerade für Nachrücker aus der eigenen Jugend sicher fehlen wird. Wie wichtig er war, auch ohne Stammspieler zu sein, wurde ja auch durch Äußerungen der jüngsten (Mak, Mendler, etc.) bestätigt.

  • Ich glaube der Glubb hat sich fußballerisch einfach auch weiterentwickelt. Da passt ein zwar kämpferisch immer überzeugender, aber im Spielaufbau halt eher kläglich agierender Innenverteidiger jetzt irgendwie nur noch begrenzt dazu. War das nicht die taz, die einmal einen Sieg des Glubbs mit Andreas Wolf Fußballk(r)ampf identifiziert hat?

    Ich bin da irgendwie unentschieden:

    + Wolf als echter Glubberer
    + Wolf als erfahrene Identifikationsfigur
    + Wolf als Kämpfer
    + Wolf als Kapitän

    – Wolf als Fußballer
    – Wolf ist nicht unersetzlich
    – Wolf als Reisender, den man nicht aufhalten soll

    Man weiß halt als Fan und Interessierter einfach zuwenig über “das Team” und kann deshalb über Gruppenbildung, -dynamik, Sympathien und Antipathien in der Mannschaft gar nicht mal spekulieren. Ich vertraue da aber einfach mal MB und DH, das die beiden schon wissen, was sie im “Fall Wolf” tun. Selbst der südliche Nachbar hat sich ja laut einigen Aussagen einiger Spieler mit der Weggabe von Mark van Bommel etwas verspekuliert. Naja, hinterher werden wir schlauer sein, ob das gut war, dass der Kapitän das Schiff verlässt. Muß halt der Raphael dann den Scheff machen und sicher wieder viele Gelbe einfangen 😀

  • @ Woschdsubbn: Das Problem ist vielleicht auch, dass sich der Andi da selbst nicht richtig einzuschätzen vermag, sich wohl etwas überschätzt und trotz aller Vereinstreue und Verbundenheit ein wenig zu sehr das eigene Wohl und zu wenig die Bedürfnisse und Möglichkeiten des Club sieht. Tatsache ist doch, dass er jetzt auf dem Höhepunkt seiner Leistungsfähigkeit angekommen ist, ab 30 lässt dann eben langsam Tempo und Spritzigkeit nach. Da wäre es doch absurd, ihm in unserer wirtschaftlichen Situation noch einmal verbesserte Bezüge anzubieten, wenn er sowieso schon zu den Top-Verdienern zählt.

    Ich glaube mich auch erinnern zu können, dass er sich schon damals bei der letzten Vertragsverlängerung (nach dem Abstieg) beschwert hatte, dass man seine Bezüge nicht verbessern wollte. Er fühlte sich damals schon nicht ausreichend wertgeschätzt, weil man bei Pino Anstrengungen unternommen hatte (und wohl auch nachgebessert) und bei ihm nicht. Das habe ich noch so im Hinterkopf, kann sich daran sonst noch jemand erinnern?

    Jedenfalls klingt das nicht so, als ob er in erster Linie das Wohl des Club im Auge hätte. Trotzdem kann ich das menschlich irgendwie verstehen, ist aber trotzdem Ausdruck einer Selbstüberschätzung bzw. Mangel an Realismus. Denn aus meiner Sicht hat Wolfi einfach nicht den selben (v.a. sportlichen) Stellenwert wie Pino, auch wenn er das vielleicht gerne so sehen würde.

  • @Optimist: sehe das exakt genau so! A.Wolf hat einfach den Zenit seiner Leistungsfähigkeit seit Jahren überschritten, sprich nachlassende Schnelligkeit und Spritzigkeit; ein begnadeter Techniker war er noch nie und wird es auch nimmer werden.Leider fehlt ihm dazu die Einsicht komplett.Bzgl. seines unermüdlichen unbestrittenen Kampfgeistes, den viele User zitieren: davon alleine kann der Glubb in Liga 1 nicht(mehr) leben.
    Andererseits soll man ihm einen Wechsel zu einem anderen Club auch nicht verübeln: er ist schließlich Profi und will Geld verdienen.Meine besten Wünsche begleiten Andy in Erinnerung an frühere Zeiten, als er dem Glubb noch wirklich helfen konnte! ….jetzt bekomme ich immer Gänsehaut, wenn er als letzter freier Mann unter Druck einen 20m-Pass in die Offensive spielen soll und will…

  • @Alexander:

    Klasse Artikel, sticht mir aus den gewohnt guten sogar noch ein bisschen heraus.
    Die dumme Frage gleich hinterher: Woher stammen die kursiven Absätze? Kam mir irgendwie nicht bekannt vor, Quellenangabe hab ich keine gefunden. Die Quelle könnte mich interessieren…

    Optimist: Das Problem ist vielleicht auch, dass sich der Andi da selbst nicht richtig einzuschätzen vermag, sich wohl etwas überschätzt und trotz aller Vereinstreue und Verbundenheit ein wenig zu sehr das eigene Wohl und zu wenig die Bedürfnisse und Möglichkeiten des Club sieht.

    Den Eindruck habe ich auch. Aber ist bekannt, wie sein Berater zum Club steht? Ich meine, ich würde nicht ausschließen wollen, dass jemand vollkommen anderes als Wolf selbst zu hoch pokert – Stichwort Provision.

    Wenn er woanders unterschreibt, dann wird’s mir wohl wie den meisten hier gehen: Lachendes und weinendes Auge. Nilsson tat mir schon ein bisschen leid, ich fand ihn (nach anfänglichen Abstimmungsproblemen – manche erinnern sich vielleicht) rein qualitativ durchaus stammmannschaftstauglich, und auch wenn eine Mannschaft nicht nur aus elf Nasen in der Startformation plus drei Einwechslern besteht, er scheint mir schon eine nicht unbedeutende Rolle im Team zu spielen (nach dem, was ich so aus diversen Spielerinterviews raushöre oder -lese).

    Optimist: Gerade Kotzke hat mir einen guten Eindruck gemacht, er spielte einen auffälligen und umsichtigen 6er (aber da sind wir ja eh gut aufgestellt). Der hat aber durchaus das Potential, mindestens ein guter Zweitligaspieler zu werden.

    Und genau das ist die Krux: Nach einem Spiel (meine ich) sollte man einen Spieler nicht beurteilen, zumal einen jungen. Schätze, da sind wir uns auch einig. Aber selbst, wenn einer in der U23 eine galaktische Leistung abliefert, dann muss er noch lange nicht in den ersten Kader passen. Nur so kann ich die Abgänge von Kotzke, Hörber oder weiland Kulabas et al verstehen. Die Zahl der „aufgestiegenen“ Spieler zeigt also nicht nur das Integrationsvermögen der Ersten Mannschaft und die gute Nachwuchsarbeit, sondern auch das Auge, das sieht, dass es passt (oder passen kann). MMn Aufgabe des Cheftrainers. Speziell zur Personalie Kotzke wundere ich mich schon nicht unerheblich: So sehr ich Fan von Timmy bin, auch er wird nicht jünger werden, der Bedarf für Ersatz ist mE absehbar. Haben wohl Details eine Rolle gespielt, die zu beurteilen ich zu wenig weiß oder mitkriege.

    • Farbfilmvergesser: Die dumme Frage gleich hinterher: Woher stammen die kursiven Absätze? Kam mir irgendwie nicht bekannt vor, Quellenangabe hab ich keine gefunden. Die Quelle könnte mich interessieren…

      Die sind auch Teil des Artikels. Ich hab sie nur etwas “ausgelagert”, da man den Artikel auch ohne den Part verstehen und lesen kann – ist ja eh schon so lang genug … :-/

    • Farbfilmvergesser: Speziell zur Personalie Kotzke wundere ich mich schon nicht unerheblich: So sehr ich Fan von Timmy bin, auch er wird nicht jünger werden, der Bedarf für Ersatz ist mE absehbar. Haben wohl Details eine Rolle gespielt, die zu beurteilen ich zu wenig weiß oder mitkriege.

      Ich denke schon, dass man das verstehen kann. Er fühlte sich wohl reif für den nächsten Schritt, sah aber, dass es zu den Profis beim Club noch nicht ganz reicht, auch weil sich da eben schon einige gute Defensive tummeln. So lange wollte er wohl einfach nicht mehr warten, einschließlich der Ungewissheit, ob das überhaupt noch was wird. Ich bin gespannt, wo er hingeht, mindestens wohl 3. Liga, würde mich aber auch nicht wundern, ihn gegen die Westvorstadt auflaufen zu sehen 😉

    • Farbfilmvergesser: Nur so kann ich die Abgänge von Kotzke, Hörber oder weiland Kulabas et al verstehen.

      Kulabas ist ein sehr gutes Beispiel: Der Kerl hatte in den vergangenen vier Jahren in 117 Spielen 42 Tore (!!!) für die 2. Club-Mannschaft in Bayernliga und Regionalliga geschossen. Für die Profi-Mannschaft hat es leider nie gereicht.

      Vor der Saison ist er nach Heidenheim in die 3. Liga gewechselt, wo er in der Vorrunde gerade mal 4 Kurzeinsätze hatte (okay, war auch verletzt). Seitdem er in der Winterpause nach Trier (zurück in die Regionalliga) gegangen ist, trifft er wieder: 7 Tore in 14 Spielen.

  • Man hätte Kotzke ja einen Vertrag anbieten und dann ausleihen können. Auf die Art und Weise hätte man ihn sich “warm” gehalten. Recht viel mehr als eine Saison (vielleich noch eine Zugabe) wird Timmy Simons nicht mehr spielen. Aber gut, dafür sind die Trainer da, um zu beurteilen, ob ein Nachwuchsspieler prinzipiell das Zeug für die 1. hat. Offenbar war man nicht der Meinung.
    Die Kaderplanung 2012/2013 und 2013/2014 ist eröffnet. 😉

    • Claus: Man hätte Kotzke ja einen Vertrag anbieten und dann ausleihen können. Auf die Art und Weise hätte man ihn sich “warm” gehalten. Recht viel mehr als eine Saison (vielleich noch eine Zugabe) wird Timmy Simons nicht mehr spielen.

      Ich denke, v.a. dafür hat man Zeitz geholt. Ein Jahr aufbauen und dann als Nachfolger, zusammen mit Cohen. Da sehe ich auch nicht wirklich Bedarf für Kotzke.

  • Ich vertraue da, wie schon erwähnt, im Gegensatz zu anderen Leuten, den zuständigen Verantwortlichen. Aber in der fußballlosen Zeit muss man halt auch zu solchen Themen seinen Senf dazugeben. 😉

  • Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich Wolf und der Club noch einigen werden. Ärgerlich an der ganzen Sache finde ich, dass man einen mittelmäßigen Torwart (Schäfer) mit einen Rentenvertrag ausstatten will und das man bei Wolf bei den Vertragsverhandlungen seitens des Club´s auf stur schaltet.

    • Harald: Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich Wolf und der Club noch einigen werden. Ärgerlich an der ganzen Sache finde ich, dass man einen mittelmäßigen Torwart (Schäfer) mit einen Rentenvertrag ausstatten will und das man bei Wolf bei den Vertragsverhandlungen seitens des Club´s auf stur schaltet.

      Weil der mittelmäßige Schäfer für viele zu den Top 10 der Liga gehört:
      http://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/1105/Artikel/spox-positions-ranking-tor-abwehr-neuer-hummels-lahm-subotic.html
      http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/spieltag/1-bundesliga/2010-11/topspieler-der-saison-torwart.html

      Während Wolf da eher maximal im weiteren Kreis ist und zudem mit Nilsson schon ein gleichwertiger Ersatz da ist.

      • Alexander | Clubfans United: Weil der mittelmäßige Schäfer für viele zu den Top 10 der Liga gehört: http://www.spox.com/de/…mels-lahm-subotic.html http://www.kicker.de/ne…er-saison-torwart.html

        Während Wolf da eher maximal im weiteren Kreis ist und zudem mit Nilsson schon ein gleichwertiger Ersatz da ist.

        Also ich finde Wolf wesentlich besser als Nilsson. Wolf ist ein echter Nrnberger, dem der Club etwas bedeutet, aber leider zählt das in der heutigen Zeit nichts mehr. Das sieht man auch am Beispiel Mintal

        • Frank: Also ich finde Wolf wesentlich besser als Nilsson. Wolf ist ein echter Nrnberger, dem der Club etwas bedeutet, aber leider zählt das in der heutigen Zeit nichts mehr. Das sieht man auch am Beispiel Mintal

          Man sieht was Wolf für ein Nürnberger ist…
          Ihm wird es ergehen als einst Raffael Schäfer und seinem Intermezzo in Stuttgart, er wird erst richtig erkennen was er am Club hatte wenn er weg ist und dass das nicht mit Geld aufzuwerden ist.

          Dann lieber einen Slovaken und Argentinier als WAHRE Nürnberger, die auf Geld verzichteten dass Sie zweifels ohne anderweitig bekommen hätten.
          Auch wenn Pino nicht immer ohne ist – Aber das sind lebende Legenden!

          Ein Wolf wird das nichtmehr…

  • @Alexander: Platz 8 von 18 Torhütern ist für mich Mittelfeld. Also ist er doch nur ein mittelmäßiger Torhüter!!

  • ….und anders als die überwiegende Anzahl der Feldspieler können Torhüter noch mit Mitte-Ende 30 Topleistungen bringen…..

  • Ich finde es auch schade wenn uns das Club-Urgestein Andy Wolf verläßt.
    Aber wenn er sich bis jetzt nicht mit dem Club über einen neuen Vertrag einigen konnte, dann muß man eben einen Schlußstrich ziehen.
    Vielleicht bekommt er in Wolfsburg oder Salzburg ein paar Euros mehr, den Status wo er bei uns hatte wird er dort allerdings nicht mehr haben.

    Ich finde es jedenfalls gut, dass sich Martin Bader und Ralf Woy nicht von einen Spieler und seinen Berater weichkochen ließen.
    An erster Stelle steht das Wohl des Vereins.
    Andy Wolf ist zu ersetzten unser Club nicht.

  • Angeblich ging es ihm nicht ums Geld, aber trotzdem hat er das neue Vertragsangebot nicht angenommen. Aha. Vielleicht war da dann was drin wie: “Beim Verlust des Stammplatzes, Schuhe der Kollegen putzen”? Oder wie soll man das denn bitte verstehen?

    Farewell, Eyber Bub!

    • Woschdsubbn: Angeblich ging es ihm nicht ums Geld, aber trotzdem hat er das neue Vertragsangebot nicht angenommen. Aha.

      Tja, das bringt mich zur Alternativtheorie, dass Wolfi sehr wohl seine Situation richtig einschätzen konnte: Er geht davon aus, den Stammplatz zu verlieren, was nach neuem Vertragsmodell erhebliche finanzielle Einbußen zur Folge hat (aber es ging ja nicht ums Geld, es wollte ihm nur niemand den Stammplatz garantieren 😉 ) und außerdem hätte er sich seinen Marktwert versaut, was sich schlecht auf den Rest der Karriere und die Verdienstmöglichkeiten (um die es aber ja nicht ging, sondern um die Möglichkeit, im europäischen Wettbewerb zu spielen) ausgewirkt hätte….

      ja, genau!

  • Oha: Der Veh war ja schon immer ein ganz guter Trainer für die 2. Liga! Schon damals in der Westvorstadt! 😀

  • OK, ich will nicht unfair sein. Eigentlich finde ich es schade, dass unser Urgestein weggeht. Andererseits pisst er sich gerade selbst an sein Denkmal und da hätte ich mir schon einen Abschied gewünscht, bei dem er ein wenig mehr Würde zeigt.

  • Martin Bader Managergott!

    Jetzt wollen wir doch mal sehen, wer “unsere fränkische Abwehrperle” mit Geld zuschriest……

  • Am Ende werden wir dann auch in der Personalie Andy Wolf schlauer sein….

    Wer weiß vielleicht sagen wir dann heute in einem Jahr:
    “… mit dem Wolf wären wir nicht a….”

    Ich weiß nicht so recht…
    einserseits hat Wolf natürlich unübersehbare Defizite im Spielaufbau und das nicht erst seit letzter Saison,; von daher wird der Verlust spielerisch nicht auffallen, denke ich…
    andererseits ist Wolf eine echte Type und als Abwehrspieler knüppelhart und einen solchen Typ haben wir nun definitv nicht mehr in der Mannschaft; zudem ist er einer der letzten echten Glubberer in der Mannschaft und ich denke als Bindeglied zwischen Mannschaft und Fans wesentlich wichtiger als viele hier glauben; vor diesem Hintergrund sehe ich seinen Abgang als deutliche Schwächung der Mannschaft an.

    summa summarum … wie Bader es macht, macht er es wahrscheinllich verkehrt; 50-50 Entscheidung; aber was das Fianzielle angeht wahrscheinlich richtig; hoffen wir mal, dass sich die Trennung unseres Glorreichen von Andy Wolf am Ende nicht als Schnitt ins eigene Fleisch herausstellt;

    die momentane Kaderplanung lässt mich momentan ein wenig ratlos zurück… die neuen sind im Durchschnitt ca. 20 Jahre alt und kommen allesamt aus kleineren bzw. unteren Liegen;
    so wird es meiner Meinung nach wieder mal recht in der neuen Saison.
    im Mittelfeld brauchen wir mindestens noch 2 Mann; weiß jemand ob Bader hier am nächsten Kaninchen a la Simmons dran ist.

    UND finally: nach dem Abgang von Wolf bitte nicht den Torwart als Kapitän!
    Lieber Simmons oder Pino oder Cohen bzw. Wollscheid.

  • @JohnnyVegas : für mich ist der Weggang von A.Wolf keine 50:50 Entscheidung, denn seine spielerischen Defizite wiegen schwerer als sein (unbestrittener) kämpferischer Einsatz!Mir ist z.B. immer unwohl, wenn Andy unter Druck als letzter Mann einen Ball in die Offensive spielen muss;auch immer für eine gelbe Karte gut wegen fehlender Grundschnelligkeit….muss sich dann im Laufe des Spieles zurücknehmen, um nicht die rote Karte zu riskieren….weitere Unsicherheit in der Hintermannschaft usw.
    Trotzdem muss für das Mittelfeld ein erfahrener Spieler gewonnen werden, der es auch versteht, in gewissen Situationen das Spiel zu beruhigen, darf auch ruhig eine gewisse Robusthait/Härte mitbringen, aber bitte clever!Maroh sollte, wenn möglich,auch aus diesen Gründen,gehalten werden.Sonst bin ich für die neue Saison durchaus zuversichtlich: es wird wohl nicht wieder Platz 6 ,aber auch mit dem Abstieg haben wir bei nun bestehender Stabilität nichts zu tun!Dies sage ich trotz der bekannten pessimistischen fränkischen Seele!! :-))

  • Ich glaub auch, dass es Wolf eher um eine Stammplatzgarantie ging, als primär um’s Fnanzielle.
    Mit der Verpflichtung von Nilsson, und dem Durchbruch von Wollscheid, sieht er wohl seine Position als gesetzter IV gefährdet, zumal man bei den restlichen Konkurrenten durchaus von mehr Entwichlungspotential ausgehen kann als bei Wolf, und diese dazu noch weniger kosten als er.
    Unterm Strich- so denkt wohl Bader- hat man ohne Wolf letztlich mehr vom Geld, als mit ihm, denn was bringt ein vergleichsweise teurer Spieler, der nur auf der Bank sitzt…

    Über den “emotionalen” Wert des Spielers Wolf für den Club braucht man nicht streiten, aber wenn ein Verbleib von Wolf den Fans so wichtig ist, hätte man doch auch mehr Druck Richtung Verein aufgebaut, wie damals bei Pino, oder? Ich finde es schade, dass er geht, aber was die zukünftige Abwehr betrifft, ist mir nicht bange.

  • Manchmal wundere ich mich schon wie sicher hier einige Urteile fällen.

    @Alexander: Platz 8 von 18 Torhütern ist für mich Mittelfeld. Also ist er doch nur ein mittelmäßiger Torhüter!!

    Ein Torhüter der in der ersten Liga auf Platz 8 eingestuft wird ist also mittelmäßig? Da habe ich aber ein anderes Verständnis von Mittelmaß. Wer sich in der Bundesliga als Torwart über mehrere Jahre durchgesetzt hat ist ein Top-Torhüter! Dazu kommt noch, dass Schäfer für die Organisation unserer Abwehr sehr wichtig ist, also nicht nur seine reine Leitung als Torhüter gezählt werden kann.

    Und zum Thema Wolf, ich finde er hat es definitiv nicht verdient, dass man ihn zum Abschied (der ja noch nicht mal 100% sicher ist) madig machen muss. Natürlich hat er nach seinen Verletzungen Probleme wieder das alte Niveau zu erreichen, dazu kommt, dass er halt auch nicht jünger wird, die Anforderungen an die Verteidiger heute auch größere sind als noch vor ein paar Jahren. Trotzdem war er lange bei uns und hat in seiner Zeit tolle Erfolge mit ermöglicht, immerhin zweimal Platz 6 in der Liga und der Pokalsieg. So oft hatten wir das in den letzten 20, oder 30 Jahren ja auch nicht.

    Ich denke die Zielsetzung von Bader war richtig einen der letzten Pokalsieger-Verträge zu beenden und auch hier deutlich stärker leistungsbezogene Kriterien auf zu nehmen. Immerhin haben wir beim letzten Abstieg auch bemerkt, welche Probleme wir wirtschaftlich mit den Spielergehältern hatten. Da musste modifiziert werden.

    Dass eine solche Anpassung dem Spieler weh tut und vielleicht auch seinen Stolz verletzt, Wertschätzung hat in unserer Gesellschaft natürlich auch etwas mit der Entlohnung zu tun, das muss aber auch verständlich sein.

    Sollte es wirklich zum Abschied kommen, werde ich Andi ohne Hintergedanken alles Gute wünschen und Danke sagen, für seine Leistung und seine Verbundenheit zum Club. Und vielleicht kommt er ja in anderer Funktion irgendwann auch wieder zurück?

    Trotzdem halte ich aus der Ferne die Entscheidung von Bader für richtig bei Wolf nicht an die Schmerzgrenze zu gehen.

    • Armin:

      Ein Torhüter der in der ersten Liga auf Platz 8 eingestuft wird ist also mittelmäßig? Da habe ich aber ein anderes Verständnis von Mittelmaß. Wer sich in der Bundesliga als Torwart über mehrere Jahre durchgesetzt hat ist ein Top-Torhüter!

      Danke Armin. Du nimmst mir die Worte aus dem Mund.

  • Was soll das Geflenne um Wolf! Wenn es ihm nicht ums Geld ginge, ann wäre er geblieben! Wolf ist ein Ansbacher Soeldne, der möglicherweise demnächst ALG I bekommt! Das sagt dch Alles über den fraenkischen Helden aus Ansbach!

    Danke Herr Bade, dass sie sich von Wolf nicht haben erpressen lassen!

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