Keine Alibis

Bei Google führt die Suchanfrage „Keine Alibis“ zu 1,4 Mio. Treffer und die ersten Suchseiten werden von Sport und insbesondere Fußball dominiert. Offenbar scheint für den Fußball und seiner Protagonisten die Auseinandersetzung mit dem Alibi, mit dem man sich sonst nur im Tatort (ARD) beschäftigt, sehr wichtig. Doch während man am Tatort im Tatort als Täter gar nicht gewesen sein will, und man daher mit dem Eintreten der Tatfolgen nichts zu tun haben möchte, ist das Alibi im Sport weniger ein Versuch seine eigene Beteiligung gänzlich zu leugnen als eine Suche nach Gründen für den ausbleibenden Erfolg trotz Beteiligung. Gemeinhin wird dies Ganze auch als plumpe Ausrede bezichtigt.

„Umgangssprachlich wird Alibi auch für andere, nicht räumliche Umstände benutzt, die Verbrechen oder moralisches Fehlverhalten entschuldigen oder relativieren sollen, hier jedoch meist in abschätziger Auffassung als Schutzbehauptung.“ (Wikipedia)

Sieben (vermeintliche) Stammspieler fehlen dem Club derzeit, wenn er auf dem Spielfeld die Herausforderung mit den anderen Vereinen sucht, die dieses Jahr auch die Qualifikation der höchsten deutschen Spielklasse erhalten haben. Ein Umstand, auf den Dieter Hecking vorsichtig hinweist, auch wenn er sonst nicht gern auf mögliche Ursachen dieser Art hinzuweisen gedenkt. Und nicht irgendwelche Spieler, sondern Spieler, die (zumindest auf dem Papier) zur erweiterten „ersten Elf“ zu zählen sind, wozu man meist den Kreis von Spieler zählt, die unmittelbar als Stammspieler zu zählen sind oder doch zumindest als ernsthafte (bisweilen taktische) Alternative. Diese sind (mit Dank an die Vorarbeit): Raphael Schäfer, Patrick Rakovsky, Per Nilsson, Javier Pinola, Markus Feulner, Daniel Didavi, Christian Eigler. Dass man hier zwei Torhüter aufzählen muss, ist allein eigentlich schon ein Punkt … Der Stammtorwart, der Abwehrchef, der Routinier links hinten, der Mittelfeldmotor, die Kreativhoffnung und der variable und zuverlässige Allrounder. Oder anders ausgedrückt: 12,75 Mio. Marktwert von insgesamt 47 Mio. fallen aus, das sind knapp ein Drittel, oder eben 5 der Top 11 Spieler nach Marktwert (ohne dabei noch einzubeziehen, dass zwei weitere – Frantz und Bunjaku – noch lange nicht wieder an ihr Leistungsvermögen nach schweren langwierigen Verletzungen anknüpfen können). 30 % Substanzverlust bei einem Verein, den schon bei voller Kaderstärke die Experten ein schweres Jahr prognostizierten und der schon vorab zu den Abstiegskandidaten in Sachen Marktwerten zählte.

Ist es eine Suche nach einem Alibi, wenn man (wie bereits an anderem Ort ausgeführt) darauf verweist, dass das vielleicht doch eine ziemliche Herkulesaufgabe ist? Ist es nicht eher so, dass nahezu jedes Team so seine “15 bis 16″ Spieler im Kopf hat und den Kader mit einer Mischung aus Backups, die eben mal einspringen können oder einer Stammkraft eine Pause bringen, und nachrückende Talente, von denen man sich durch behutsamen Aufbau und mit ersten Einsätzen einen Leistungssprung erwarten, auffüllt? Mag sein, dass man seine Kaderplanung auch für den Notfall zusammenstellen muss, aber wenn sich in einzelnen Mannschaftsteilen (oder hier im Fall sogar quer durch die „Bank“) die Notfälle bündeln, ja kulminieren, dass dies zu Folgen führt, die eine Mannschaft in Bedrängnis bringt, ja bringen ‚muss‘?

Vergangenes Jahr sind mit Mönchengladbach und Bremen zwei Mannschaften in eine Schieflage geraten, die (zumindest in Gladbach) beinahe richtig schief gegangen wäre. Die Ursachen waren nahezu seuchenartige Ausfälle im Defensivverbund, die über kurz oder lang die gesamte Mannschaft verunsicherten und aus der Balance brachten.

Das ist sicher alles kein Grund den DFB um eine Wildcard für eine weitere Saison ersuchen zu können und insoweit auch eben Teil des Sports, aber als Erklärung für eine sportliche Misere durchaus zu gebrauchen. Und nicht mehr ist derzeit auch gefordert – eine Erklärung. Eine Erklärung, warum die Mannschaft nicht in der Lage ist, trotz bisweilen engagierter Leistungen am Ende die notwendigen Punkte einzufahren, die nötig wären, um die Abstiegsränge deutlicher zu distanzieren. Wozu braucht man Erklärungen? Um die Ursachen richtig einzusortieren. Wären alle an Bord, dürfte man mit Fug und Recht hinterfragen, warum auch nach 10 Spieltagen keine Konstanz im Spiel ist, warum nur ein Heimspiel gewonnen wurde und warum man nicht in der Lage ist Führungen über die Zeit zu bringen. Aber wenn 10 Spieler am Platz stehen, die vor 1-2 Jahren noch nicht einmal gestandene Bundesliga-Spieler waren oder gar noch in der Jugend kickten, dann sollte man eher anerkennend den Hut ziehen, wie man nach (unstreitig) schlechteren zwei Spielen am Samstag gegen den bis dato Tabellenvierten (und 2ten der Auswärtstabelle) aus Stuttgart derartig Paroli bieten konnte, dass selbige eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters brauchten um erstmal auszugleichen, sowie eines u.a. der Unerfahrenheit geschuldeten Fehlers einer in Bedrängnis gekommenden Hintermannschaft.

Natürlich kann man davor die Augen verschließen, pauschal auf übliche Probleme im sportlichen Wettstreit im Allgemeinen verweisen und insgesamt einfach Ausreden generell nicht zulassen. Das ist legitim, aber es wird der Situation und den Beteiligten und ihren Bemühungen einfach nicht gerecht. Die Enttäuschung über die aktuelle (Ergebnis-)Krise ist allen gemein und sie ist verständlich, daraus aber eine grundsätzliche Leistungsfähigkeit des Teams abzuleiten ist schlicht nicht gerechtfertigt. Und selbst wenn: Der Mannschaft muss am formulierten und auch realistischen Anspruch des Nicht-Abstiegs gemessen werden und ein Nicht-Abstiegsplatz wäre auch bei einer möglichen Niederlage am nächsten Samstag weiter höchstwahrscheinlich.

Dass man derzeit nicht gerade getrost in die Zukunft schauen kann, ist unbestreitbar. Aber die Zukunft bietet hoffentlich nicht nur Durchhalteparolen und die Beschwörung des Quäntchen Glücks (auch mit Schiedsrichterentscheidungen), sondern eben auch handfeste Veränderungen im Sinne von Rückkehr von Stammkräften, Formsteigerungen der Rekonvaleszenten. Damit sollten dann Hecking mehr Optionen zur Verfügung stehen und vor allem auch mehr Qualität und Erfahrung. Das macht Remis und Niederlagen nicht süßer, aber vor diesem Blickwinkel sind der Verweis auf die aktuellen personellen Probleme eben keine Suche nach falschen Alibis, sondern machen Mut, dass mit der gezeigten Einstellung am Samstag unter Vollbesitz alles zur Verfügung stehender Kräfte das Saisonziel auch sicher erreicht werden kann.


Bild (Teaser): Yacht Alibi (167 feet) – Urheber: Axou. Diese Datei ist unter den Creative Commons-Lizenzen Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert, 2.5 generisch, 2.0 generisch und 1.0 generisch lizenziert.

37 Gedanken zu „Keine Alibis

  • Sehr gute Analyse der aktuellen Lage!
    Meiner Meinung nach muss man den Jungs für ihre Leistung am Samstag höchsten Respekt zollen.
    Es ist natürlich sehr bitter, dass man wieder nicht belohnt wurde, und natürlich kann man auch sagen, dass wir trotz des Elfmeter-Geschenkes an Stuttgart auch selber mit dran Schuld waren.

    Aber man muss auch sagen, dass wir in den letzten Spielen kein einziges Mal auch nur ein bisschen Glück hatten, alles ist irgendwo so schlecht wie es nur gehen konnte ausgegangen. Man kann Esswein im Spiel gegen Wolfsburg Unvermögen und Fahrlässigkeit bei der Chancenverwertung unterstellen, und ja, beim 2:2 von Stuttgart war unsere Hintermannschaft unsortiert… Aber das man dann mal das letzte Quäntchen Glück hat, dass Maza vielleicht einfach den Ball nicht richtig oder der Ball mal vom Pfosten ins Tor geht und nicht wieder raus springt…

    Da ist der Fußballgott im Moment auch absolut nicht auf unserer Seite…

  • @Alexander:
    bei Analysen dieser Qualität sollte man unten immer auch gleich ein Unterschriftenfeld einfügen 😉

  • Es ist wie es ist. Graduelle Unterschiede in der Einschätzung inklusive.(Abwehrchef)
    Es ist ein Alibi, wenn man den AKTUELLEN ersten Elf das Gefühl gibt, die seien nur zweite Wahl.
    Es ist wie es ist.
    Die Erklärung, warum es nicht klappt bekommen die Jungs mitgeliefert. Ihr Alibi.
    Stattdessen dürfen sie sich gerne beweisen, aufdrängen wie ein Plattenhardt zum Beispiel.
    Man sollte aber auch nachsichtig sein bzgl. Chancenfehler wie bei Esswein z.B.

  • Teo:
    Es ist wie es ist. Graduelle Unterschiede in der Einschätzung inklusive.(Abwehrchef)
    Es ist ein Alibi, wenn man den AKTUELLEN ersten Elf das Gefühl gibt, die seien nur zweite Wahl.
    Es ist wie es ist.
    Die Erklärung, warum es nicht klappt bekommen die Jungs mitgeliefert. Ihr Alibi.
    Stattdessen dürfen sie sich gerne beweisen, aufdrängen wie ein Plattenhardt zum Beispiel.
    Man sollte aber auch nachsichtig sein bzgl. Chancenfehler wie bei Esswein z.B.

    Denke, da liegt der Hase auch im Pfeffer! Der eine sieht das als Steilvorlage für eine Ausrede, der andere sieht damit „Druck von Schultern“ nehmen. Ich für meinen Teil bin überzeugt, dass keiner nach einem Alibi sucht, sondern genug Motivation hat sich beweisen zu wollen, die Chance zu ergreifen, die sich gerade als Talent aus der zweiten Reihe wie Stephan oder Plattenhardt aktuell bietet. Ich wehre mich nicht einmal gegen Kritik an Fehlern, aber die Einstufung ist mir eben nicht ganz geheuer, die man bisweilen liest. Da könnte man den Eindruck haben, es sei vollkommen wurscht, wer gerade spielt und ein Kader müsse sowas eben 1:1 kompensieren und alles andere sei unzulässig, wenn man in der Bundesliga kickt.

    Wie gesagt: Motivationsprobleme sehe ich keine bei unseren Spielern, man sollte eher den Druck nehmen, sofort funktionieren zu müssen. (Fast) jeder hat vor der Saison gesagt, dass man jungen Spielern auch Fehler für die Entwicklung zugestehen muss, wenn dann aber solche Fehler passieren, sind sie plötzlich inakzeptabel? (Esswein, Stephan, Wollscheid etc.)

    Wie immer: Man darf auch gar nicht so sehr auf extreme Meinungen reagieren, die auch hier schon „xy RAUS!“ und „abc WILL ICH NICHT MEHR SEHEN“ skandierten, aber ganz grundsätzlich ist mir schon wichtig, alles auch ein bisschen zu relativieren. Dass mir persönlich ein Dreier auch besser geschmeckt hätte und ich bei Esswein in Wob nicht hinschauen konnte, ist doch selbstredend. Aber ich glaub einfach, dass bspw. der Esswein noch mal so weit kommt, dass er diese Buden eiskalt macht – aber die Entwicklung muss man ihm auch zugestehen (und man erinnere sich nur mal an Gomez vor einiger Zeit – Wien lässt grüßen).

  • Volle Zustimmung für Alexander. Die vor der Saison erwartete Aufstellung:

    Schäfer
    Chandler – Wollscheid – Nilsson – Pinola
    Simons – Cohen
    Didavi – Feulner – Esswein
    Pekhart

    Mit Hegeler, Mak, Klose, Eigler und vielleicht Mendler ganz nah an der Ersten Mannschaft, Bunjaku und Franz vielleicht ab der Rückrunde, wenn sie wieder fit sind. Der Rest als Perpektivspieler und Backups.

    Das Gerüst der letzten Wochen würde ich so darstellen:

    Stephan
    Chandler – Klose – Wollscheid – Plattenhardt
    Simons – Cohen/Feulner
    Mak/Mendler – Esswein – Hegeler
    Pekhart

    Das sieht auf den ersten Blick noch ordentlich aus, aber man man muss sich vor Augen halten, dass die Formation gewissermassen das letzte Aufgebot darstellt, da kann der Trainer kaum auf Formkrisen reagieren. Fas alle Spieler sind jung und im Oberhaus unerfahren. So etwas geht über einen längeren Zeitraum niemals gut. Wir müssen hoffen, dass die Mannschaft weiter engagiert kämpft und den ein oder anderen dreckigen Sieg einfährt. Und dass die Verletzten bald zurückkommen, um mehr Alternativen zu haben und teilweise einfach ihre Qualität und Erfahrung wieder einzubringen. Gerade die Heimspiele gegen die Konmkurrenz auf Freibung und Kaiserslautern kommen deshalb etwas zur Unzeit, und werden extrem wichtig. Verlieren verboten!

  • Volle Zustimmung für Alexander. Die vor der Saison erwartete Aufstellung:

    Schäfer
    Chandler – Wollscheid – Nilsson – Pinola
    Simons – Cohen
    Didavi – Feulner – Esswein
    Pekhart

    Mit Hegeler, Mak, Klose, Eigler und vielleicht Mendler ganz nah an der Ersten Mannschaft, Bunjaku und Franz vielleicht ab der Rückrunde, wenn sie wieder fit sind. Der Rest als Perpektivspieler und Backups.

    Das Gerüst der letzten Wochen würde ich so darstellen:

    Stephan
    Chandler – Klose – Wollscheid – Plattenhardt
    Simons – Cohen/Feulner
    Mak/Mendler – Esswein – Hegeler
    Pekhart

    Das sieht auf den ersten Blick noch ordentlich aus, aber man man muss sich vor Augen halten, dass die Formation gewissermassen das letzte Aufgebot darstellt, da kann der Trainer kaum auf Formkrisen reagieren. Fas alle Spieler sind jung und im Oberhaus unerfahren. So etwas geht über einen längeren Zeitraum niemals gut. Wir müssen hoffen, dass die Mannschaft weiter engagiert kämpft und den ein oder anderen dreckigen Sieg einfährt. Und dass die Verletzten bald zurückkommen, um mehr Alternativen zu haben und teilweise einfach ihre Qualität und Erfahrung wieder einzubringen. Gerade die Heimspiele gegen die Konmkurrenz auf Freibung und Kaiserslautern kommen deshalb etwas zur Unzeit, und werden extrem wichtig.
    Es gilt Daumen drücken und verlieren verboten!

  • Klasse Artikel Alexander! Alibi , eine abschätzige Schutzbehauptung. Dies hat die Mannschaft, die am Samstag leidenschaftlich um den Sieg gekämpft hat, nicht verdient.
    Die Situation des Ausgleichstor war folgende: Ecke für Stuttgart, im 5m-Raum Klärung mittels Befreiungsschlag durch die Abwehr.Dabei rannten alle Spieler nach vorne, davon ein Spieler ( Peckhardt) direkt an den ballführenden, Hegeler setzte ebenso nach in Richtung des Balles nach, während Juri Judt ein bissl unorientiert im Halbfeld ca 25m vor dem Tor stehen blieb. Der Stuttgarter Kwist, der den Befreiungsschlag erhielt, konnte zu dem zurücklaufenden Eckenschützen Hajnal , der ungedeckt war, spielen und damit Peckhardt aus dem Verteidigungsbund nehmen.Hegeler war auf dem Weg nach vorne für den Konter und wurde von dem nach vorne laufenden Kwist überlaufen.Hajnal wurde von Esswein im Raum gedeckt, und Plattenhardt, aus der Mitte kommend , versuchte zu doppeln. Hajnal spielte zum ungedeckten Kwist, der dann die Flanke zum Ausgleich schlug.Ab dieser Situation war das Verhältnis der Spieler so, dass der Vfb ca 20m vor dem Tor 9 Feldspieler hatte, von denen 6 im Strafraum waren, während beim Glubb 8 Spieler ( & TW) HINTER dem Ball waren, allerdings 2 davon ausgeschaltet. Juri rannte erstmal zurück in den Strafraum und hat damit die Ordnung der Verteidigung irritiert. Erst zu spät hat er den freien Kwist gesehen und versuchte ,ihn zu attakieren. Und damit standen im Strafraum 2 Stuttgarter am langen Pfosten ungedeckt. Und genau dorthin kam die Flanke. Beim Augenblick der Flanke sah die Situation so aus: 5 Stuttgarter im Strafraum nach vorne eilend, 4 Glubberer im Verteidigungsbund, weil Juri auf Kwist zustürmte. Maroh war als einziger ohne Gegenspieler, während 5m weiter links ( rechte Verteidigungsseite) 2 Stuttgarter frei waren, von denen einer das Tor machte.
    Ich habe diese Situation deshalb so ausführlich beschrieben, weil sie mir ursächlich für das “ Problem“ des Glubbs steht. Die beteiligten Spieler hatten wenig bis gar keine Spielpraxis.
    Hegeler: Ich fand, er hat ein ordentliches Spiel gemacht, deutlich auf dem aufsteigenden Ast.Er war nach Simmons der lauffreudigste Spieler ( lt BILD) mit über 12km.Und er ist ein offensiver Spieler, der bei Kontern immer wieder vorne zu finden war. Sein “ Fehler“: Nicht schnell genug auf Defensive umzuschalten. Als er sah , dass Hajnal frei stand, hat er eine entäuschte “ Standdrehung“ gemacht…und war danach aus dem Spiel.

    Plattenhardt: Der Jung machte viel Freude, seine Flanken waren meist richtig klasse. Und er ist unglaublich schnell ( Harnig hat mehr als einmal ein Sprintduell verloren!). Sein Fehler: Beim Herauslaufen Hajnal aus dem Auge verloren zu haben…

    Juri: Bei Standards hat Juri wohl eine Art “ Ergänzungsaufgabe“ zu erfüllen. Auf Grund seiner Größe ja für Kopfballspiel nur bedingt einsetzbar. Er sicherte irgendwie eine nicht vorhandene Mitte ab.Er sah , dass 2 Spieler in der Nähe des Balles bei EINEM Gegenspieler waren. Das hätte eigentlich reichen sollen.Als er erkannte,dass dem nicht nicht so war. wars zu spät. Auch Juri war aber im Spiel ordentlich. Nach seiner Einwechslung war die linke Angriffsseite des VFB weitgehend neutralisiert.

    Maroh: Im Spiel Mann gegen Mann war er gewohnt souverän. Sein Nachteil ist die Kopbfballschwäche, weshalb er wohl als Nr 4 der IV gilt.In der entscheidenden Szene wurde genau diese Kopfballstärke vermisst!

    In einem Interview sagte ein Stuttgarter Spieler , dass Labadia Schwächen am langen Pfosten erkannt hatte. Ich kapier eh nicht die Philosophie des Einrückens. Der Glubb ist ja nicht die einzige Mannschaft, die das so praktiziert. Wahrscheinlich wird das beim Glubb durch die Kopfballstäke Kloses und Wollscheidts kompensiert. Nur Klose fehlte am Samstag…

    Und auch deshalb behaupte ich: Mit Klose wäre der Ausgleich wohl eher nicht gefallen, mit einem oder/und weiteren “ Routiniers noch viel weniger….

    Ich mag Marohs Spielweise , ebenso Juri. Plattenhardt ist ein tolles Talent. Und an Hegeler werden wir noch viel Freude haben. Die Kritik an ihm kann ich in der Heftigkeit nicht nachvollziehen.Ich möchte ihn auch in den nächsten Jahren gern im Glubbtrikot sehen. Er ist einer meiner absoluten Lieblingsspielern.Er hat sein Tal durchlaufen…

    Der Ausgleich war ein Abstimmungsproblem.Und auch eine seltene Konstellation. Mit etwas mehr Routine wäre der Ausgleich wohl nicht gefallen…. ob allerdings die fehlende Routine einen Sieg garantiert hätte…….

  • @KUZ:

    Wann und wo treffen wir uns am Tresen? Du musst mir unbedingt die „Philosophie des Einrückens“ erklären. Ich bring‘ Stift und Papier mit…

  • Leute, jetzt werdet mal nicht zu pessimistisch. Auch wenn wir am Samstag gegen die Bauern verlieren, sind wir lediglich eine der Mannschaften, die gegen den Abstieg spielen!
    Wenn ich mir die aktuelle Tabelle ansehe und die Leistungen des Clubs mit denen anderer Teams ab Platz 10 vergleiche, reicht der Kreis der Mannschaften denen es schlechter oder kaum besser geht als uns bis Platz 9, also die mit reichlich Asche gesegneten Pillendreher…..

    Zudem: Wir haben weder das Potential um die Meisterschaft, noch um die Europaleague mitzuspielen. Gesicherte Mittelfeldplätze, das zeigt schon die letzte Saison, gibt es fast nicht mehr und ehrlich gesagt finde ich Abstiegskampf interessanter, als das gesicherte Nichts.
    Jetzt geht’s mit wehenden Fahnen in den Kampf und nie vergessen, dass die Anderen auch nur mit Wasser kochen. Mal verliert man gegen die, mal gewinnt man. Und wenn man am 34. Spieltag über dem Strich liegt, also Platz 15 aufwärts, kann man sicher auf eine spannende Spielzeit zurückblicken.
    Wir sind der CLUB!
    Am Mittwoch kommen wir im Pokal weiter und am Samstag wird gegen die Bauern gekämpft, wobei wir dort eigentlich nur gewinnen können. Eine Niederlage ist eh einkalkuliert….

  • belschnov, Du liest meine Artikel ja gar nicht richtig. Ich kapier die ja auch net…. wie soll ich sie dann Dir erklären???

    Aber an den Tresen müssen wir uns unbedingt treffen, um die “ Differenzierung von fehlender Routine und jugendlichen Leichtsinns , unter besonderer Berücksichtgung des möglichen Erfolges oder Misserfolges bei plötzlich Eintreten eines in der Hinsicht nicht vorhersehbaren Verletzungsumstandes und gleichzeitig nicht mehr gewährgeleisteten Mindestlohns, und ,daraus resultierend ,einhergehenden Schreibstreiks eines von mir sehr geschätzten Autors “ zu erörtern… 😉

    Treffpunkt: LBP nach dem nächsten Heimspiel…. und vergess Stift und Zettel nicht.. 😉

  • Man sollte alles nochmal durchlesen, bevor man aud absenden drückt….
    Platz 10 oder 9 – die Pillendreher stehen auf 9???

  • Claus:
    @KUZ: Ich fürchte, Du wirst nach Bayreuth fahren müssen.

    Nach Bayreuth gehts doch über Nürnberg , Heimspielbesuch vor Ort inklusive…. 😉

  • Es gibt eigentlich nur noch wenig beizutragen, was nicht schon erwähnt wurde, Nur soviel:
    In der 1. Halbzeit war ich sehr angetan vom Passspiel und den Laufwegen in der Offensive. Da lief der Ball, wie ich es in dieser Saison bisher vermisst habe, und dass trotz der Verletzungsmisere. Wie kommt es, dass jetzt auf einmal die Laufwege stimmten und die Zuspiele auch (halbwegs) präzise kamen? Ich denke, Verletzungen hin oder her, mit den ganzen Neuzugängen braucht es einfach Zeit, bis solche Dinge sitzen, völlig unabhängig davon, ob vorgebliche Stammkräfte ersetzt werden müssen. In der vergangenen Saison hat das auch erst in der Rückrunde richtig gestimmt, mit den unerfahrenen Spielern Wollscheidt und Chandler.
    Große Angst habe ich allerdings immer noch davor, dass Timmy Simons irgendwann mal ausfällt.

  • @KUZ:

    Ich spreche von TRESEN, nicht von Landgasthaus.

    Plädiere für ein von Alfred moderiertes Gespräch am Tresen in meiner Stammkneipe.

  • @belschanov: Wenn Du auch noch eine legendäre Blend spendierst, fahr ich auch nach Bayreuth….

  • Mir ist das ein bisschen zu leicht sich passende gut zu handelnde Erklärungen zu suchen, die man auch leicht findet momentan. Mich macht ebenso ein wenig hellhörig dass es von Trainer und einzelnen Spieler Aussagen gab, diese Woche sei „wieder“ Feuer im Training gewesen. Es ist eine alte Club Krankheit, dass man es auch gerne mal einen kleinen Tick, die vielleicht entscheidenden 3% schleifen lässt, wenn es für uns ‚Graue Maus‘ mal wider erwarten über längere Zeit überdurchschnittlich gut läuft und dann kann es eben Dicke kommen, wenn man sich wieder fangen möchte aber dann kommt plötzlich auch noch Pech hinzu und sich einer nach dem anderen mit gelbem Krankenschein abmeldet.

    Mir ist der Begriff ‚jung‘ auch etwas zu überstrapaziert klingt gut, nachhaltig und schick, genauso wie hier viele Michael Oennings Rotation seinerzeit für ein Stück richtig ‚Moderne Fussballgeschichte‘ gehalten haben, aber wer hätte denn etwas gegen einen zweiten Timmy Simons gehabt beispielsweise? Woran sich die nächste Frage schließt, für meine Begriffe hat man einen Tick zuviel auf ‚junge Spieler‘ gesetzt. Gerade in der Phase wäre mir etwas Erfahrung im Team lieber. Wir rutschen jetzt nämlich langsam hinten rein 🙂

  • …etwas ‚mehr‘ Erfahrung …sollt es heißen

    Aber ich hab ja ganz vergessen nach den Bayern schlagen wir ja Freiburg und Lautern und alles ist wieder gut 🙂

  • @KUZ:

    Wenn du nach Bayreuth an den Tresen kommst, sind die Blends für dich frei (allerdings vor der Kneipe) und das Bier auch (in der Kneipe).

  • @belschanov: Du Schlingel, das wird ein billiger Abend für Dich.Eine Blend ( wie du weißt) und kein Bier ( als Autofahrer )….. aber ich komm trotzdem.. 😉

  • @KUZ: Du kannst ja auch mit dem Zug fahren, vom Bahnhof Bayreuth ist es nicht weit zum Tresen.

  • Juwe: Mir ist das ein bisschen zu leicht sich passende gut zu handelnde Erklärungen zu suchen, die man auch leicht findet momentan. Mich macht ebenso ein wenig hellhörig dass es von Trainer und einzelnen Spieler Aussagen gab, diese Woche sei “wieder” Feuer im Training gewesen. Es ist eine alte Club Krankheit, dass man es auch gerne mal einen kleinen Tick, die vielleicht entscheidenden 3% schleifen lässt

    Ich finde es durchaus nicht als „leicht“ machen. Oder anders gefragt: Was sind denn sonst die Ursachen? Auf die „3 % weniger Einsatz im Training“ abstellen ist – mit Verlaub – deutlicher nebulöser als auf den Ausfall von 7 (jetzt acht) Leistungsträgern zu verweisen.

    Ich weiß nicht, warum man sich so schwer damit tut, einfach anzuerkennen, dass eine Mannschaft, die fast nur noch aus der „zweiten Reihe“ besteht, nicht die Leistung bringen kann, die man von der Bestbesetzung erwarten kann und darf.

    Im Umkehrschluss müsste man ja sagen: Wenn es nicht die Verletzten sind, an denen es mangelt, dann ist es eben … ja, was nur? Die Qualität? Dann müssen die Spieler ja wirklich gehen. Die Einstellung? Dann müssen die Spieler erst Recht wirklich gehen! Oder die Aufstellung? Dann muss der Trainer gehen! Oder doch das Team? Dann muss Trainer und Manager gehen! Denn wenn die Verletzten nicht herhalten, dann müssen andere Ursachen bestimmt und dann entsprechend ausgemerzt werden. Oder nedd? :mrgreen:

    (Obacht, der Kommentar kann Spurenelemente von Ironie enthalten)

  • Alexander | Clubfans United:
    Ich weiß nicht, warum man sich so schwer damit tut, einfach anzuerkennen, dass eine Mannschaft, die fast nur noch aus der “zweiten Reihe” besteht, nicht die Leistung bringen kann, die man von der Bestbesetzung erwarten kann und darf.

    Gestatten, Stephan, ich bin ein Torwart der zweiten Reihe.
    Gestatten, Chandler, ich bin ein Spieler der zweiten Reihe.
    Gestatten, Wollscheid, ich bin ein Spieler der zweiten Reihe.
    Getstatten, Klose, ich bin ein Spieler der zweiten Reihe.
    Gestatten, Plattenhardt, ich bin ein Spieler der zweiten Reihe.
    Gestatten, Simons, ich bin ein Spieler der zweiten Reihe.
    Gestatten, Cohen, ich bin ein Spieler der zweiten Reihe.
    Gestatten, Mak, ich bin ein Spieler der zweiten Reihe.
    Gestatten, Hegeler, ich bin ein Spieler der zweiten Reihe.
    Gestatten, Esswein, ich bin ein Spieler der zweiten Reihe.
    Gestatten, Pekhart, ich bin ein Spieler der zweiten Reihe.
    Gestatten, Maroh, ich bin ein Spieler der dritten Reihe, der im Spiel gegen den VfB Stuttgart für Klose, einen Spieler der zweiten Reihe, eingewechselt wurde.
    Gestatten, Judt, ich bin ein Spieler der dritten Reihe, der im Spiel gegen den VfB Stuttgart für Mak, einen Spieler der zweiten Reihe, eingewechselt wurde.
    Gestatten, Kamavuaka, ich bin ein Spieler der dritten Reihe, der im Spiel gegen den VfB Stuttgart für Hegeler, einen Spieler der zweiten Reihe, eingewechselt wurde.
    Gestatten, Schäfer, ich bin ein Torwart der ersten Reihe. Ich konnte aufgrund einer Verletzung gegen den VfB Stuttgart nicht spielen, was der Grund dafür ist, dass der 1. FC Nürnberg das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart nicht gewonnen hat. Unter uns gesagt, ganz im Vertrauen: Der Torwart, der gegen den VfB an meiner Stelle im Tor stand, bringts nicht. Mit dem kann man kein Spiel gewinnen. Das darf man ihm nicht vorwerfen. Es wäre unfair, einem Torwart der zweiten Reihe vorzuwerfen, dass er es nicht bringt.
    Gestatten, Rakovsky, ich denke, ich bin ein Torwart der ersten Reihe. Ich konnte aufgrund einer Verletzung gegen den VfB Stuttgart nicht spielen, was der Grund dafür ist, dass der 1. FC Nürnberg das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart nicht gewonnen hat. Unter uns gesagt, ganz im Vertrauen: Der Torwart, der gegen den VfB an meiner Stelle im Tor stand, bringts nicht. Mit dem kann man kein Spiel gewinnen. Das darf man ihm nicht vorwerfen. Es wäre unfair, einem Torwart der zweiten Reihe vorzuwerfen, dass er es nicht bringt.
    Gestatten, Nilsson, ich bin ein Spieler der ersten Reihe. Ich konnte aufgrund einer Verletzung gegen den VfB Stuttgart nicht spielen, was der Grund dafür ist, dass der 1. FC Nürnberg das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart nicht gewonnen hat. Unter uns gesagt, ganz im Vertrauen: Der Spieler, der gegen den VfB an meiner Stelle spielte, bringts nicht. Mit dem kann man kein Spiel gewinnen. Das darf man ihm nicht vorwerfen. Es wäre unfair, einem Spieler der zweiten Reihe vorzuwerfen, dass er es nicht bringt.
    Gestatten, Pinola, ich bin ein Spieler der ersten Reihe. Ich konnte aufgrund einer Verletzung gegen den VfB Stuttgart nicht spielen, was der Grund dafür ist, dass der 1. FC Nürnberg das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart nicht gewonnen hat. Unter uns gesagt, ganz im Vertrauen: Der Spieler, der gegen den VfB an meiner Stelle spielte, bringts nicht. Mit dem kann man kein Spiel gewinnen. Das darf man ihm nicht vorwerfen. Es wäre unfair, einem Spieler der zweiten Reihe vorzuwerfen, dass er es nicht bringt. Ich habe lange Zeit meine Verletzung verschwiegen. Ich dachte, es wäre für die Mannschaft besser, wenn ich verletzt spiele und nicht ein gesunder Spieler der zweiten Reihe. Diese vorbildliche Haltung hatte den Effekt, dass sich meine Verletzung verschlimmerte und ich nun eine längere Pause einlegen muss.
    Gestatten, Didavi, ich bin ein Spieler der ersten Reihe. Ich konnte aufgrund einer Verletzung gegen den VfB Stuttgart nicht spielen, was der Grund dafür ist, dass der 1. FC Nürnberg das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart nicht gewonnen hat. Unter uns gesagt, ganz im Vertrauen: Der Spieler, der gegen den VfB an meiner Stelle spielte, bringts nicht. Mit dem kann man kein Spiel gewinnen. Das darf man ihm nicht vorwerfen. Es wäre unfair, einem Spieler der zweiten Reihe vorzuwerfen, dass er es nicht bringt.
    Gestatten, Feulner, ich bin ein Spieler der ersten Reihe. Ich konnte aufgrund einer Verletzung gegen den VfB Stuttgart nicht spielen, was der Grund dafür ist, dass der 1. FC Nürnberg das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart nicht gewonnen hat. Unter uns gesagt, ganz im Vertrauen: Der Spieler, der gegen den VfB an meiner Stelle spielte, bringts nicht. Mit dem kann man kein Spiel gewinnen. Das darf man ihm nicht vorwerfen. Es wäre unfair, einem Spieler der zweiten Reihe vorzuwerfen, dass er es nicht bringt.
    Gestatten, Eigler, ich bin ein Spieler der ersten Reihe. Ich konnte aufgrund einer Verletzung gegen den VfB Stuttgart nicht spielen, was der Grund dafür ist, dass der 1. FC Nürnberg das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart nicht gewonnen hat. Unter uns gesagt, ganz im Vertrauen: Der Spieler, der gegen den VfB an meiner Stelle spielte, bringts nicht. Mit dem kann man kein Spiel gewinnen. Das darf man ihm nicht vorwerfen. Es wäre unfair, einem Spieler der zweiten Reihe vorzuwerfen, dass er es nicht bringt.

    Gestatten, gestatten, gestatten…

  • belschanov,

    Ich verstehe nicht ganz, worauf Du hinaus willst und bin ehrlich gesagt etwas verstört. Zum einen stimmt das nicht ganz, denn Chandler, Wollscheid, Simons und Pekhart sind durchaus aus der ersten Reihe, zumindest bei uns. Die beiden ersteren wurden es letzte Saison, Simons ist das ohnehin und Pekhart wurde mit diesem Anspruch eingekauft. Für alle anderen mag das gelten, dass sie keine festen Stammspieler sind. Lassen wir mal außer Acht, dass natürlich keiner dieser Spieler bei einem Top Club erste Reihe wäre, betrachten wir nur uns selbst.

    Für sich betrachtet, wäre jede einzelne der provokativen Vorstellungsreden tatsächlich nur ein Alibi für einen Punktverlust, eine zu billige Erklärung. Aber betrachtet man die Länge Deines Kommentars, wird tatsächlich ein Schuh draus. Eine solche Fülle von scheinbaren Alibis ergeben eben dann tatsächlich eine schlüssige Erklärung für Aussetzer, Konzentrationsmängel und fehlende Abstimmung. Ich weiß nicht, ob Du gerade das erreichen wolltest oder eher gerade nicht ( so habe ich das verstanden), aber letztlich hast Du Dir selbst Alexanders Analyse bewiesen….

    Vielleicht verstehe ich Deinen Beitrag deshalb nicht?

  • Optimist:
    belschanov,
    Ich verstehe nicht ganz, worauf Du hinaus willst und bin ehrlich gesagt etwas verstört. Zum einen stimmt das nicht ganz, denn Chandler, Wollscheid, Simons und Pekhart sind durchaus aus der ersten Reihe, zumindest bei uns. Die beiden ersteren wurden es letzte Saison, Simons ist das ohnehin und Pekhart wurde mit diesem Anspruch eingekauft. Für alle anderen mag das gelten, dass sie keine festen Stammspieler sind. Lassen wir mal außer Acht, dass natürlich keiner dieser Spieler bei einem Top Club erste Reihe wäre, betrachten wir nur uns selbst.
    Für sich betrachtet, wäre jede einzelne der provokativen Vorstellungsreden tatsächlich nur ein Alibi für einen Punktverlust, eine zu billige Erklärung. Aber betrachtet man die Länge Deines Kommentars, wird tatsächlich ein Schuh draus. Eine solche Fülle von scheinbaren Alibis ergeben eben dann tatsächlich eine schlüssige Erklärung für Aussetzer, Konzentrationsmängel und fehlende Abstimmung. Ich weiß nicht, ob Du gerade das erreichen wolltest oder eher gerade nicht ( so habe ich das verstanden), aber letztlich hast Du Dir selbst Alexanders Analyse bewiesen….
    Vielleicht verstehe ich Deinen Beitrag deshalb nicht?

    Ich hab ähnliches Verständnisproblem. Klar, wenn man jede einzelne Aussage so stehen lassen würde, wäre es keine Legitimation, aber die Summe und die Kombination ist es für mich und bleibt es. Wozu bräuchte man dann die ganze Vorbereitungszeit, in der die Trainer nach der besten Aufstellung suchen, nach einem Team, das zueinander passt und die Philosophie des Trainers umsetzen kann, wenn man dann, wenn die Säulen des Konstrukts wegbrechen, sagt: Eh alles egal, dann halt andere!? Überspitzt formuliert: Dann könnten sich ja alle Spieler individuell vorbereiten und kurz vor der Saison auf ein paar Testkicks treffen, das müsste ja reichen.
    Ich glaube einfach, dass das alles anders läuft. Ein Trainerstab und Management baut eine Mannschaft zusammen nach gewissen Gesichtspunkten. Ob die theoretische Zusammensetzung dann funktioniert, sieht man im Training und in der Vorbereitung. Nicht jeder Linksverteidiger harmoniert mit dem davor stehenden Mittelfeldspieler und nicht alle Innenverteidiger können gut zusammen, nur weil sie gerade mal beide Innenverteidiger im Spielerpass als Lieblingsposition stehen haben. Einfaches Beispiel: Wenn man 4 Stürmer hat, dann spielen im Doppelsturm meistens zwei „kongeniale“ Partner zusammen, ein wendiger, quirliger und ein bulliger. Fallen dir beide wendigen Stürmer aus, fällt die Theorie der Doppelspitze zusammen. Ob dann die Mannschaft das ad hoc durch Systemwechsel kompensieren kann, ist eine Frage von taktischer Ausbildung, Erfahrung und auch Qualität.
    Liest man sich belschanovs Ausführung durch, müsste es ja vollkommen egal sein, wer da gerade aufläuft. Solange man einen gesunden Stürmer hat, hat der eben zu treffen. Egal wer da sonst mit am Feld steht. Ob dann der Außenspieler ein guter Flankengeber ist, oder eher einer ist, der dann nach innen zieht und ihn flach bedient, wäre alles nur ein Alibi.
    Warum spielt Maroh nicht? Hecking hat das doch im Prinzip mal gesagt: Weil ein Schäfer eben seinen Strafraum nicht so gut kontrolliert. Daher will Hecking kopfballstarke Innenverteidiger, die dieses Problem lösen. Maroh kann aber mit einem Torwart, der eine gute Straffraumbeherrschung hat durchaus ein guter Innenverteidiger sein. Usw.
    Einzelne Spieler müssen immer mal integriert werden, das schon klar. Aber wenn es beginnt deine ganze Spielidee in Frage zu stellen, wird es eben heikel. Ich finde, das sind ganz schlichte (Versuche von) Erklärungen, wie so ein Mannschaftssport funktioniert.

  • Und wegen „zweiter Reihe“. Das klingt so negativ, ich persönlich sehe das aber heute gar nicht mehr so. Früher gab es mal die „11 Freunde“, die spielten quasi immer. Heute ist ein Kader auf 16, 17 oder manchmal 18 Spieler gleichwertig besetzt. Die „zweite Reihe“ ist da oft keine Frage individueller Qualität, sondern eben eine Frage von Taktik, Spielidee und Harmonie. Spieler aus der zweiten Reihe können daher im nächsten Spiel auch mal am Platz stehen oder sich dauerhaft reinspielen, aber eben nicht alle auf einmal. Und gerade Talente aus der „zweiten Reihe“ sind nicht aus Bosheit dort, sondern weil sie eben auch ganz bewusst noch nicht ins Rampenlicht gestellt werden, damit sie „behutsam“ aufgebaut werden. Hat man ja schon an Esswein gesehen: Der macht die beiden Chancen nicht gegen Wolfsburg und dann liest man schon (vereinzelt), er sei kein tauglicher Bundesligastürmer und man müsse das von ihm einfordern können. Esswein, das sollte man mal einwerfen, spielt derzeit noch U21 …

  • Ich finde es einfach nicht zielführend jede Woche die gleiche Leier die gleichen Argumente ohne sichtbare Lösungsansätze. Fast schon eine Wohlfühlzone, weil man die Gründe ja so gut kennt.
    Ich meinte auch nicht die 3% mehr im Training sondern im Spiel!
    Vielleicht war man in den Köpfen selbst am meisten überrascht von dem guten Start? Das ist ja beim FCN kein neues Phänomen.

    Des weiteren als Ansatz Kaderplanung. Hatte ich schon geschrieben, nur der Ansatz ‚jung‘ finde ich nicht ausreichend. Wenn ‚jung‘ denn gut ist fehlt ja oft die Stabilität. Auch wenn uns derzeit die Hände gebunden sind, mir würde hier etwas mehr Erfahrung im Kader gut gefallen. (Thema Winterpause) weil man bei der Verletztenmisere einfach einen breiteren Kader braucht wie man sieht und da ich hinter uns keine Mannschaften sehe, die deutlich schlechter sind, halte ich das für den anstehenden Abstiegskampf für sehr wichtig und bei der Verletzungsmisere ansich doppelt wichtig. Es ist doch ein wenig Geld in der Kriegskasse vorhanden und das beste Geschäft ist es in der 1. Bundesliga zu bleiben. Vielleicht sollte man mit ‚Augenmaß‘ hier nochmal in die Mannschaft investieren. Oft ist es sehr kompliziert bis Verletzte ganz zurück kommen oder schließt sich wegen einer Schonungs- und Schieflage die nächste Verletzung gleich an. Auch wenn es die Mannschaft unter den Voraussetzung so schlecht nicht macht, das hilft uns aber unter dem Strich so nicht weiter.

    Alexander | Clubfans United,

  • Juwe: Des weiteren als Ansatz Kaderplanung. Hatte ich schon geschrieben, nur der Ansatz ‘jung’ finde ich nicht ausreichend. Wenn ‘jung’ denn gut ist fehlt ja oft die Stabilität. Auch wenn uns derzeit die Hände gebunden sind, mir würde hier etwas mehr Erfahrung im Kader gut gefallen. (Thema Winterpause) weil man bei der Verletztenmisere einfach einen breiteren Kader braucht wie man sieht und da ich hinter uns keine Mannschaften sehe, die deutlich schlechter sind, halte ich das für den anstehenden Abstiegskampf für sehr wichtig und bei der Verletzungsmisere ansich doppelt wichtig. Es ist doch ein wenig Geld in der Kriegskasse vorhanden und das beste Geschäft ist es in der 1. Bundesliga zu bleiben. Vielleicht sollte man mit ‘Augenmaß’ hier nochmal in die Mannschaft investieren. Oft ist es sehr kompliziert bis Verletzte ganz zurück kommen oder schließt sich wegen einer Schonungs- und Schieflage die nächste Verletzung gleich an. Auch wenn es die Mannschaft unter den Voraussetzung so schlecht nicht macht, das hilft uns aber unter dem

    Wie gesagt: Es geht mir nicht darum zu erklären, dass andere Ansichten nicht vertretbar wären. Es geht mir darum, meine eigenen Gedanken auszuführen. Und ich sehe eben derzeit weniger ein Motivationsproblem sondern ein klassisches Substanzproblem aufgrund von Verletzungssorgen.

    Was die Kaderplanung angeht, machen sich wohl alle Beteiligten genau auch deine Gedanken. Auch die Verletzung von Nilsson ist ja ein Thema, ebenso wie der Ausfall von Didavi (der dann ja erstmal auch in Form kommen muss und dann isser auch schon fast wieder weg) oder die „Alternativlosigkeit“ auf der Pekhart-Position sind ja Themen. Vor allem Offensiv kommen daher ja immer wieder „Gerüchtchen“ zu Ohren: Leihe von Takashi Usami, Verpflichtung von Zlatan Muslimovic etc. – Fakt ist, dass man für echte „Kracher“ kein Geld hat, da muss man aktuell eben mindestens 3-5 Mio. hinlegen (plus Gehalt). Bleiben also Leihe (Böööh…), junge Talente (haben wir mit Zeitz, Mendler, Wießmeier und Klement ja schon) oder ehemalige Talente wie ein Feulner (haben wir), Schlaudraff (wollten wir nedd, jetzt aber gut) oder Leute wie Streit, Karimi und Co. (hatten wir auch alles schon mal). – Denke schon, dass Bader, Möckel und Hecking sich da aktuell umsehen, ob was machbar ist. Aber a) nicht zu jedem Preis und b) muss es auch menschlich, mannschaftlich und perspektivisch zur aktuellen Philosophie passen.

  • Juwe: Des weiteren als Ansatz Kaderplanung. Hatte ich schon geschrieben, nur der Ansatz ‘jung’ finde ich nicht ausreichend. Wenn ‘jung’ denn gut ist fehlt ja oft die Stabilität. Auch wenn uns derzeit die Hände gebunden sind, mir würde hier etwas mehr Erfahrung im Kader gut gefallen.

    Das ist hier aber auch der falsche Ansatz in Zeiten, in denen außer Simons gerade ALLE erfahrenen (Stamm-) Spieler verletzt fehlen. Das liegt nicht am Kader, sondern an den derzeitigen Umständen.

    Und der Ruf nach Lösungsansätzen ist ein nachvollziehbares Begehren, aber welche Lösung könnte es denn gegen eine unheimliche Verletzungsmisere geben? Man kann schließlich nicht mit einem Kader Marke Magath in die Saison gehen. Außerdem, sehen wir es einmal medizinisch: noch in der letzten Saison waren alle begeistert von unserer medizinischen Abteilung und dem „Wundermittel“, das so toll präventiv gegen Muskelverletzungen wirkt, so dass wir kaum Verletzte hatten (von „Unfällen“ abgesehen). Was hat sich geändert? Aktuell gibt es doch wieder einige Muskelverletzungen, oder? Das wäre eine nähere Betrachtung wert, ist aber natürlich auch kein „Lsungsansatz“ für die aktuelle Situation. Für die sehe ich nämlich keinen – jedenfalls bis zur Winterpause.

  • @KUZ:

    Die Getränke sind für dich frei. Soweit der Preis für das Getränk den Bierpreis nicht allzu weit übersteigt. Rauchen (Blend 29) ist für dich ebenfalls frei.

    Als Termin kommt Freitag- bzw. Samstagabend in Frage. Bin unter der Woche ja nicht in Bayreuth.

    P.S.: Bin kein Schlingel!

  • @Juwe: Die Mannschaft war ja prinzipiell in Deinem Sinne ausgeglichen, was die Verteilung jung zu erfahren angeht. Nur bis auf Timmy Simons ist ja nun die gesamte Erfahrung verletzt. Man könnte natürliche eine Elf komplett aus erfahrenen Spielern (Alter >26) und eine aus jungen Spielern (<23) zusammenstellen und dann jede beliebige Kombination testen.
    Die Frage ist nur: Wer bezahlt die Gehälter?
    Es ist einfach ein wenig unglücklich gelaufen, wobei man natürlich anmerken muss, dass bei steigendem Alter die Verletzungsgefahr wächst, die einzige Ausnahme muss ich nicht nochmal extra erwähnen. Also müsste man die erfahrene Elf gleich von vornherein doppeln. Bei der jungen Elf wird auch nicht jeder das Zeug zum Bundesligaspieler haben, also sollte man hier auch doppeln.
    Ich fasse also mal zusammen.

    Um alle verletzungsbedingten und andere Unwägbarkeiten aufzufangen, wird mindestens folgender Kader benötigt:
    22 erfahrene Spieler, je 2 für jede Position
    22 junge Spieler, je 2 für jede Position

    Ich denke, Dieter Hecking wäre begeistert von der Idee.

  • @Optimist: Einige Punkte hast Du mir schon vorweggenommen, da war ich jetzt zu langsam. Ich hoffe, ich handele mir deswegen keinen Plagiatsvorwurf ein.

  • Claus,

    Keine Sorge, ich habe die Begriffe „Simons“ und „erfahrene Spieler“ nicht schützen lassen, auch in der Wortwahl ist Dein Kommentar klar als eigenes Gedankengut erkennbar 😉

    Ich bin eher froh, dass andere das auch so sehen 😀

  • belschanov:
    Plädiere für einen sofortigen Austausch der medizinischen Abteilung.

    …jetzt verstehe ich Dich wieder :mrgreen:

    Es wäre aber schon eine Analyse wert: Was hat sich verändert? Trainingsbelastung, Ernährung,… Oder ist alles nur Zufall? Damit wollte ich keinesfalls die gut arbeitenden Mediziner in Frage stellen, aber hinterfragen sollte man die Situation schon (was sicherlich intern auch gemacht wird).

  • Ich versteh die ganze Diskussion im Moment nicht wirklich. Was für Lösungsansätze wollt ihr? Wie man Verletzungen besser verhindern kann? Wie man es finanziell stemmen kann und vom Training her schaffen kann, daß der Backup eines als Stammspieler geplanten Spielers die gleiche Erfahrung vorweisen kann oder sogar noch so toll spielt, daß er den Stammspieler dauerhaft verdrängt?
    Ich finde wir haben ziemlich viel Verletzte, die Erfahrung in der Bundesliga haben und damit in kritischen Situationen vielleicht „clever“ agiert hätten. Und ich fand es bisher erstaunlich, daß die Mannschaft in sich so ausgeglichen ist, daß diese verletzungsbedingten Ausfälle eben nicht dazu geführt haben, daß wir chancelos auch bei momentan besseren Manschaften waren. Man brauchte diese Ausrede nicht, sondern konnte Leistungsschwächen und Fehler bei den Spielern, die am Platz waren identifizieren und positiv beeinflussen.
    Und es ist auch nicht passiert, was ich vor dem Stuttgartspiel befürchtet hatte: daß die Unsicherheit in der Abwehr, die im Wolfsburgspiel da war, sich in den nachfolgenden Spielen verstärkt. Im Gegenteil, da war im Stuttgartspiel wieder die Leistungsstärke über weite Strecken, die am Anfang der Saison so positiv überrascht hat und das obwohl zwei erfahrene Spieler (Schäfer, Pinola) gefehlt haben.Vor der Ära Hecking war das, wenn ihr euch erinnert bei den letzten vier Spielen im Dezember ganz anders, nur noch Abwärtstrend. Jetzt konnte Hecking das in einer Trainingswoche wieder auffangen.Und unsere Mannschaft läßt sich auch nicht wie vor Jahren fast schon üblich hängen, wenn es im Spiel einen Rückschlag gibt (Elfer), sondern kommt zurück. Es gab Zeiten beim Club, da konntest du davon ausgehen, daß solch ein Tor der Anfang einer Niederlage ist. Nach erneuter Führung zu verhindern, daß Stuttgart noch einmal den Ausgleich erzielt, wäre Wahnsinn gewesen. Vielleicht hätte hier Erfahrung im Kader das erreicht. Sicher ist es nicht, weil auch erfahrene Spieler nicht fehlerfrei sind.

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