Großartige Rebellen- und Aufstiegsgeschichte

Wenn sich der Clubfan unter der Woche über Fußball aufregt, obwohl keine WM/EM ist und der 1. FC Nürnberg nicht spielt, dann muss schon was Besonderes los sein. Bspw. das DFB-Pokal-Halbfinale, in denen die zwei größten Erzrivalen am Ball sind und dabei die Chance besteht, dass gleich beide vor laufender Kamera eines auf die Mütze bekommen. Dass die Batzis gestern sich am Ende knapp gegen Gladbach vom Punkt durchsetzten – geschenkt. Aber als die Westvorstadt (gegen die wir im Übrigen seit mindestens „Jahrzehnten“ keinen direkten Vergleich mehr hatten ♪♫♪♫) am Dienstag in der 119ten Minute von unseren Ex-Clubberer Gündogan einen eingeschenkt bekam und dabei auch noch der Hans-Meyer-Gedächtnis-Torwartwechsel gründlich in die Hose ging, gab es für viele – wie das Katrin Müller-Hohenstein wohl sagen würde – einen „inneren Reichsparteitag“.

Die während und im Folgenden zum Ausdruck gebrachte Häme in Richtung „kleiner Nachbar“ schied dann allerdings die Geister: „Lokalpatriotismus vs. AntiFü in Reinkultur im Spiel gegen Lüdenscheid Nord“ (immerhin der Erzrivale unserer Schalker Fanfreunde), da kochte schon mal so manches Mütchen über, allerdings in beide Richtungen. Als Reaktion auf die – zugegeben bisweilen überschießenden – Nettigkeiten in Richtung Kleeblatt, fühlten sich dann auch Lokalpromis wie Markus Othmer vom BR auf seiner Facebook-Seite genötigt, seiner sympathy for the neighbour Ausdruck zu verleihen und all den Clubfans mit zu großer Fü-ntipathie die Rote Freundschaftskarte zu zeigen. Dazu vielleicht ein Wort: Natürlich sind manche AntiFü-Parolen unter der Gürtellinie und dann auch nicht akzeptabel, jedwede Aktionen die über verbale Frotzeleien hinausgehen sowieso, aber für viele ist die Rivalität zwischen Club und Kleeblatt eben auch ‚gelebte Tradition‘. Und eigentlich müsste der Nachbar ja fast stolz sein, dass man ihm seitens der FCN-Fans über all die Jahre sportlicher Bedeutungslosigkeit hinweg noch so viel Aufmerksamkeit schenkte.

Und um noch einmal auf Katrin Müller-Hohenstein bzw. dem ZDF zurückzukommen: Was ein Herr Poschmann während einer Moderation eines Spieles zum Besten gibt, hätte einen Herbert Hisel in Sachen Humor zur Ehre gereicht (allerdings wohl unfreiwillig). Neben all den Stereotypen und Binsenheiten, die da zum besten gegeben werden, sind es vor allem die verbalen Ausrutscher, die man sich so auch nur im öffentlich-rechtlichen Fernsehen erlauben darf … (Remember: „Die Führer sind nun am Ball“ …)

Aber zurück zum Ernst des Lebens: Der VfB Stuttgart wartet am Sonntagnachmittag auf den Club. Wer da den Ausgang sicher prognostizieren kann, sollte öfter Lotto spielen. Das Wundertüten-Duell im Ländle kann im Prinzip alles ergeben. Der Club spielte in der Saison meistens dann am Besten, wenn man gerade mal wieder nix mehr erwartete, es wäre also nach Wolfsburg wieder an der Zeit … Den VfB sah man auch schon wie den HSV und Köln im erweiterten Abstiegssog, konnte sich dann aber nicht zuletzt mit der Neuverpflichtung Ibisevic ins Mittelfeld retten und träumt nun auch von der EL – nur: Genau der Ibisevic ist gesperrt. Außerdem ist der Club beim VfB immer für eine Überraschung gut, der Haken: Überraschungen sind nur überraschend, wenn sie überraschend kommen…

Bleibt also nichts anderes übrig als einfach das Spiel abzuwarten und sich in der Zwischenzeit mit dem Thema zu beschäftigen, ob Leihen auch in der nächsten Saison zum Themenrepertoire des FCN gehören werden. Und als man Petersen gestern im Strafraum den Ball hat verstolpern sehen, sahen viele seine Zeit beim Club auch schon gekommen.

Aber zurück zum Tagesgeschäft und unsere kleine Interview-Reihe – dem Versuch statt ‚über andere‘ besser ‚mit ihnen‘ zu reden. Wir suchten wieder einen schreibenden VfB-Fan und fanden Heinz Kamke. Und so sprachen wir mit Heinz Kamke (Blog „angedacht„) über „Heinz Kamke“, über einen Ex-Nationalspieler, der auch im feinen Zwirn noch die Grätsche auspackt, ehemalige und zukünftige und aktuelle Ex-Spieler und warum man auch im Ländle das „Ärgernis Club“ allein schon wegen seiner Legenden und Rebellen einfach mögen muss.

[Clubfans United] Hallo Heinz, wie ist die Stimmung im Ländle?

[Heinz Kamke] Hallo Clubfans United. Die Stimmung? Nun, grün-rot hat gerade bei einer Mittelstandsumfrage ziemlich gut abgeschnitten, aber das dürfte nicht der Hintergrund Eurer Frage gewesen sein. Als Fan des VfB Stuttgart sind die Stimmungszyklen derzeit eher kurz und die Ausschläge beträchtlich. Unabhängig von aktuellen Ergebnissen habe ich aber das Gefühl, dass nicht nur bei mir eine gewisse latente Unzufriedenheit herrscht, die mit dem sogenannten Stuttgarter Weg bzw. dessen als halbherzig wahrgenommenen Umsetzung zu tun hat. Ich denke, darauf kommen wir später noch zu sprechen.

[Clubfans United] Erzähl uns: Warum der Künstlername “Heinz Kamke”?

[Heinz Kamke] Heinz bzw. Heini Kamke war ein, nein: der Held meiner Kindheit. Kein Buch habe ich öfter gelesen, und wenn ich ehrlich bin, habe ich auch kein Hörbuch öfter gehört – die aufmerksame Leserin stellt fest, dass meine Kindheit zu dem Zeitpunkt, als Hörbücher populär wurden, längst vorbei war – als Sammy Drechsels “Elf Freunde müßt ihr sein …” über ein paar junge Fußballspieler und den Weg zur Berliner Schulmeisterschaft. Irgendwie lag es dann nahe, fand zumindest ich, bei der kurzen Suche nach einem Pseudonym für die Bloggerei und Twitter und so weiter auf eben diesen Namen zu verfallen. (Dummerweise war mir zu jenem Zeitpunkt nicht präsent gewesen, dass (Karl-)Heinz Kamke in Wirklichkeit der echte Name von Sammy Drechsel war, sonst hätte ich das wohl nicht gewagt.)

[Clubfans United] Der Name “Heinz Kamke” läuft einen über kurz oder lang über den Weg. Gebloggtes liest man aber vor allem in deinem Blog “Angedacht” und dort ist der Themenmix sehr breit gefächert. Was ist dein Anliegen beim Schreiben?

[Heinz Kamke] Danke für das “breit gefächert”. Wenn ich jedoch ganz ehrlich bin, konnte ich nur eine gewisse Zeit lang die Illusion aufrecht erhalten, ich sei vielfältig interessiert. Anfangs fand man bei mir im Blog noch wesentlich mehr Texte über Politik, Gesellschaft oder auch Abseitiges; mit der Zeit wurde das leider deutlich weniger und der Fußballfokus ist unverkennbar. Wenn ich nun die Frage nach meinem Anliegen damit beantworte, dass ich einfach Dinge “zu Papier” bringen möchte, die mich beschäftigen, dann ist das zum einen angesichts der mittlerweile eingeschränkten Themen nicht unbedingt schmeichelhaft für mich, zum anderen stimmt es auch insofern einfach nicht mehr, als ich mich dem nicht zu leugnenden Druck, nach einem Spiel des VfB zumindest ein paar Zeilen zu schreiben und vielleicht eine kleine Diskussion mit dem einen oder der anderen Leserin anzustoßen, mitunter beuge.

Nun bin ich doch ein wenig blumig umhergeirrt, anstatt es kurz auf den Punkt zu bringen: Ich schreibe, weil es mir Spaß macht. Ich hatte unmittelbar vor “angedacht” ein anderes, projektbezogenes Blog geführt, nach dessen natürlichem Ende ich ein paar Tage nicht so recht wusste, was mir fehlt, ehe ich mir dann eingestand, dass es das Schreiben war.

Ähem, könntet Ihr für die nächsten Fragen vielleicht eine Zeichenbegrenzung einführen?

[Clubfans United] Keine Sorge, wir haben keine Scheu vor langen Texten! – Du bist VfB Stuttgart-Fan, beschränkst dich aber nicht allein auf den VfB beim Schreiben. Gibt der VfB nicht genug her um ein Blog zu füllen?

[Heinz Kamke] Wenn man so argumentiert und gleichzeitig bedenkt, dass der geschätzte Kollege vom “Brustring” in letzter Zeit leider viel zu selten schreibt, könnte man durchaus zu diesem Schluss kommen. Zum Glück gibt’s aber noch andere Blogs (wenn auch nicht allzu viele), die das Gegenteil belegen.

In der Tat ist es aber so, dass mir, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, der Sinn nicht allzu sehr nach jener journalistischen Kleinarbeit steht, die es bräuchte, um viele kleine und große Themen rund um den VfB so umfangreich zu bearbeiten, wie ihr das zum Beispiel tut. Vielleicht bin ich da ein Rosinenpicker, der abseits der Spiele tatsächlich nur dann etwas schreibt, wenn er glaubt, einen eigenen Ansatz zu haben, oder wenn ihn etwas wirklich beschäftigt (vulgo: ärgert). Manches interessiert mich schlichtweg nicht. Transfergerüchte beispielsweise sind in Foren und bei der regionalen Presse gut aufgehoben. Wenn ich sie dann doch gelegentlich einmal aufgreife, hab ich mich halt anders entscheiden. Meine Freiheit.

Zudem ist es schlichtweg so, dass ich mich in erster Linie als Fußballfan verstehe und erst in zweiter Stelle als Fan des VfB Stuttgart. Oder, um es zugespitzt zu formulieren: Dürfte ich nicht mehr zum VfB gehen, würde ich immer noch Fußball schauen. Dürfte ich nicht mehr Fußball schauen, ginge ich indes nicht mehr zum VfB. Kruder Gedanke? Vielleicht. Zurück auf Los: Fußball beschäftigt mich auch abseits des VfB. Also schreibe ich auch mal über die Nationalmannschaft, über die Frauen-WM, über Sportberichterstattung, Kreisligafußball oder dereinst über ein Faible für Kevin Großkreutz. Muss ja nicht alles rational erklärbar sein.

[Clubfans United] Rund um den VfB Stuttgart tummeln sich diverse Publikationsformen abseits der klassischen Medien. Ein kommerzielles Fanmagazin VfB1 z.B. aber auch Fan-Seiten wie Brustring, die wir in der Hinrunde interviewen konnten. Wie stellt sich für dich die Szene dar? Hast du Kontakte? Vielleicht auch zum Verein?

[Heinz Kamke] Im Grunde habe ich nicht allzu viele Kontakte zu Leuten, die – in mehr als 140 Zeichen – regelmäßig publizieren. Natürlich kenne und schätze ich den Kollegen @hirngabel vom Brustring, tausche mich auch auf dem einen oder anderen Weg regelmäßig mit ihm aus, genau wie mit den Machern vom kick-s Magazin, deren Fokus aber nicht auf der Bundesliga, sondern auf den Nachwuchsmannschaften sowie dem gesamten Stuttgarter Fußball liegt. Ansonsten beschränken sich meine Kontakte auf Twitterbekanntschaften und den einen oder anderen gegenseitigen Kommentar.

Den Kontakt zum Verein habe ich vor einiger Zeit mal gesucht, als es um das Projekt 18mal18 ging, in dessen Rahmen einige Blogger Nachwuchsspieler ein Stück ihres Weges begleiten wollten. Die Reaktion war, um es sehr vorsichtig auszudrücken, verhalten. Ich bin in meinem Tun nicht abhängig vom Verein, brauche keinen Zugang zu Pressekonferenzen oder Ähnlichem. Aber ich finde es bedauerlich, dass “mein” Verein nicht gerade einen Leuchtturm darstellt, wenn es um die Offenheit gegenüber Bloggern oder auch um “Social Media” geht. Ich könnte jetzt wohl die Brücke zu den Demokratiediskussionen im Zusammenhang mit der letzten Präsidentenwahl schlagen, aber das führte dann doch ein wenig zu weit.

[Clubfans United] Was ist für dich ganz persönlich im Sport derzeit das wichtigste Thema? Und findet es die nötige Beachtung?

[Heinz Kamke] Zunächst einmal ist das wichtigste Thema im Sport, nicht ganz überraschend, der Sport. Klugscheißerantwort? Vielleicht. Aber durchaus ernst gemeint. Ich brauche keine Events, keine Happenings, keine Fankarte und keine durchchoreographierte Spielvorbereitung mit Fan des Tages und wer weiß was noch.

Abseits davon ist klar, dass der Sport im Allgemeinen und vielleicht der Fußball als populärste Sportart im Besonderen auch hohe gesellschaftliche Relevanz hat, und dass der Umgang, den der Fußball mit möglicherweise kontroversen Themen pflegt, vielleicht nicht im engeren Sinne Beispiel gebend (das klänge mir zu sehr nach der überstrapazierten “Vorbildfunktion”), aber doch wegweisend ist. Und da beschäftigt mich seit einiger Zeit das Thema Homophobie sehr intensiv. Ich hatte das Vergnügen, bei der Gründung der Aktion Libero ein wenig mitwirken zu dürfen und freue mich, dass wir uns diesbezüglich in Bloggerkreisen allem Anschein nach in einer Oase der Offenheit und Vernunft bewegen; im “echten Leben” glaube ich gleichwohl, dass der Weg bis zu dem Punkt, wo ein schwuler Fußballer schlicht und ergreifend anhand seiner sportlichen Leistungen bewertet wird, noch ein sehr weiter ist, von Schmähungen auf den Rängen gar nicht zu reden. Die Frauen scheinen da zumindest einen kleinen Schritt weiter zu sein.

[Clubfans United] Der VfB ist diese Saison mal wieder weder Fisch noch Fleisch bisher. 7ter Platz erhält zwar weiter die Hoffnung auf die EL am Leben, aber die bisherige Achterbahn-Fahrt in der Liga sorgt da nicht unbedingt für große Zuversicht. Droht dem VfB auf Dauer das Mittelmaß? Welche Fehler wurden gemacht und was muss sich ändern?

[Heinz Kamke] Ich antworte einfach neunmalklug, dass Mittelmaß nicht per se schlecht ist. Ernsthaft: Ich könnte gut damit leben, wenn der VfB auf Basis seines “Stuttgarter Wegs” mit den viel zu oft bemühten “jungen Wilden” regelmäßig mit jungen Spielern aus den eigenen Reihen zwischen Platz 8 und 11 landen würde. Das sage ich allerdings nicht zuletzt deshalb so entspannt, weil ich der Überzeugung bin, dass man sich, beschritte man diesen Weg konsequent, auf Dauer mindestens am oberen Ende der genannten Spanne bewegen würde, mit dem einen oder anderen Ausreißer nach unten, aber auch nach oben.

Dazu bedarf es aber einer größeren Kontinuität in der sportlichen Leitung, als der Verein sie im Grunde seit dem Weggang von Felix Magath hatte. Über Fredi Bobic kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Aber er hat im Verein einiges angepackt und kann bemerkenswerte Transfererfolge vorweisen. Ich befürchte nur, dass er sich nach dem aus der Not geborenen Jens Keller zum zweiten Mal beim Trainer vergriffen hat. Bruno Labbadia macht auf mich nicht den Eindruck, die langfristige Entwicklung wenigstens gleich stark zu gewichten wie kurzfristige Ergebnisse. Was in der Fastabtsiegssaison 2010/11 richtig war, jetzt aber eher wie ein Holzweg wirkt. Ich kann keine spielerische Weiterentwicklung erkennen und den nötigen Generationswechsel nur mit viel Fantasie erahnen.

[Clubfans United] Am Sonntag stehen (zumindest im Kader) vier Spieler sich gegenüber, die den anderen Verein gut kennen: Didavi, Schieber, Cacau und Schäfer. Zwei der vier Spieler haben die Beziehungen der Vereine zueinander nicht unbedingt verbessert. Schäfer kam mit den Fans nie zurecht nach seiner “Rot-Forderung” in seinem letzten Spiel für den Club im DFB-Pokal-Finale gegen den VfB und flüchtete irgendwann zurück nach Franken. Wie wird man Raphael empfangen? Oder ist das längst Schnee von gestern?

[Heinz Kamke] Schäfer hat mich persönlich einfach sportlich enttäuscht. Seine – inhaltlich berechtigte – Rot-Forderung war für mich zunächst einmal Ausweis von Ehrgeiz und Siegeswillen, auch und gerade gegen den künftigen Verein (dass ich grundsätzlich nichts davon halte, wenn Spieler Karten fordern, steht auf einem anderen Blatt). Hätte er in den ersten Spielen überzeugt, wäre die Beziehung zu den Fans ungeachtet der Vorgeschichte eine ganz andere geworden. Ich kann mich jedoch noch an das erste Spiel mit ihm erinnern, das ich vor Ort sah. Ich weiß nicht, welchen Sponsorennamen der Ligapokal damals trug, auf jeden Fall spielte der VfB gegen die Bayern, und schon in der ersten Hälfte zitterte man bei jedem Rückpass. Und durchaus begründet. Letztlich muss man das Ganze wohl als Missverständnis abhaken. Im Übrigen denke ich schon, dass es nach wie vor den einen oder anderen Pfiff geben wird. Aber mit Gomez (für mich nur schwer verständlich) oder Kuranyi, um zwei Beispiele zu nennen, ist das nicht zu vergleichen.

[Clubfans United] Bei Didavi liegt der Fall angeblich so, dass der Club und Didavi den Wechsel vor der Saison wollten, aber Bobic stellte sich vollkommen stur und zwang Didavi zu einer Verlängerung seines Vertrages, wollte der kein Jahr auf der Bank beim VfB schmoren. Legitim? Oder hätte man da kompromissbereiter sein müssen? Man ist ja immer mal selbst auf der einen oder anderen Seite des Verhandlungstisches.

[Heinz Kamke] Legitim? Ja. Möglicherweise kurzsichtig? Auch ja. Letztlich weiß ich nicht genug über den Ablauf der Verhandlungen, um sie zu bewerten. Für die Innen- oder Außenwirkung, wie immer man es nennen will, gegenüber den eigenen Anhängern mag es aber wichtig gewesen sein, dass Bobic signalisierte, Didavi nicht einfach so ziehen zu lassen. Man hatte in den Vorjahren für vermeintlich viel zu wenig Geld junge Spieler abgegeben und für viel zu viel Geld beispielsweise den ausgeliehenen Georg Niedermeier gekauft. Nun agierte Bobic quasi nach dem Motto “Wir können auch anders!” Ist aber eine wilde Spekulation meinerseits.

[Clubfans United] Bobic zeigt sich insgesamt bisher nicht unbedingt diplomatisch als Sportdirektor. Seine Transferdeals stehen in vielen Fankreisen für halsstarrig und nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Nicht wenige wünschen sich schon den Tag herbei, wo man selbst “den Spieß einmal umdrehen” und dem guten Fredi zeigen kann, wo der Barthel den Most holt. Dazu kommen seine mitunter aggressiven Medienäußerungen, wie jüngst in Richtung Tom Starke, verbunden mit der Pauschalkritik, Torhüter wären heute alles Weicheier. – Wie kommt das bei VfB-Fans an? Gefällt einem der Stil, so ein harter Hund? Oder befürchtet man eher, dass man sich auf die Art schnell mehr Feinde macht als dem Verein auf Dauer gut tun kann?

[Heinz Kamke] Ich denke, da habe ich eben schon einiges zu gesagt. Ich halte Bobic für einen talentierten Manager, der bereits Erfolge vorzuweisen hat. Dass er mitunter aneckt, finde ich nicht schlimm, ob seine Art der Verhandlungsführung der Weisheit letzter Schluss ist, wird man sehen. Wenn man sieht, dass Felix Magath nach der hohen Ablöse für Christian Träsch bei Srdjan Lakic tatsächlich den Spieß umgedreht hat und der VfB statt dessen Vedad Ibisevic holte, würde ich aus heutiger Sicht sagen, es ist in dem Fall gut gegangen …

[Clubfans United] Wir fragten unsere Leser auf Facebook, was sie denn so interessieren würde, und die interessierten sich u.a. mit Blick auf die kommende Saison, was denn aus den Personalien Chandler, Didavi, Celozzi und auch Schieber (den man gerne wieder beim Club sehen würde) werden wird?

[Heinz Kamke] Zu Chandler kann ich nicht viel sagen. Weder in der Hinsicht, ob er zum VfB kommt, noch ob ich das wollte. Ich habe einfach zu wenige Spiele von ihm gesehen. Es würde mich aber angesichts der bisherigen Gerüchte und Diskussionen nicht überraschen, wenn er käme. Gerne im Tausch mit Celozzi, der mir zu keinem Zeitpunkt vermittelt hat, ein wenigstens durchschnittlicher Bundesligaspieler zu sein. Die Fehlerquote ist mir einfach viel zu hoch, da hilft auch die eine oder andere schöne Aktion in der Vorwärtsbewegung nicht.

Bei Didavi gehe ich eigentlich davon aus, dass er zum Club wechselt. Er galt lange als Riesentalent, gilt er wohl noch immer. Auf mich hat er indes noch nie so gewirkt, als wolle er dieses Talent nutzen. Wenn er allerdings mittlerweile sogar per Kopf trifft (und, ernsthafter, nun auch regelmäßiger zu spielen scheint), muss ich mir das wohl noch einmal überlegen. Nun ist meine Meinung für die Wechselwahrscheinlichkeit natürlich völlig irrelevant; ich denke aber, dass man beim VfB im Mittelfeld auf andere junge Spieler wie Holzhauser oder Stöger setzt und Didavi abgibt.

Bei Schieber glaube ich, dass beide Seiten es noch einmal versuchen wollen. Das Problem ist aber, dass er nicht so leicht an Ibisevic vorbei kommt und für die Außenbahn meines Erachtens keine Idealbesetzung ist.

[Clubfans United] In einem Fanblog las man vor dem Spiel, der 1. FC Nürnberg sei zwischenzeitlich für den VfB das “größte Ärgernis neben dem EffZeh aus Köln” – kannst du das bestätigen?

[Heinz Kamke] Ärgernis wäre aus meiner Sicht das falsche Wort, aber ja, es gibt wenig Grund zur Zuversicht, wenn man gegen Nürnberg antritt. Wenn ich nur an dieses 1:2 nach dem verheerenden Querschläger von Camoranesi denke … Wenn ich es auf die Schnelle korrekt nachgeschlagen habe, hat der VfB seit der Jahrtausendwende (!) zuhause gegen den Club zweimal gewonnen und fünf Niederlagen kassiert – vielleicht sollte ich doch “Ärgernis” sagen.

[Clubfans United] Wie nimmst du den “Club” und seine Fans so aus der Entfernung wahr?

[Heinz Kamke] Ich mag den Club. Zählt nicht zu meinen absoluten Lieblingsvereinen, aber er ist auf jeden Fall auf der positiven Seite. Das hat dann auch mal mit so banalen Dingen wie den Trikots zu tun, oder mit vergangenen Größen wie Reinhold Hintermaier, mit der großartigen Rebellen- und Aufstiegsgeschichte unter Höher, aber auch mit dem aktuellen unaufgeregten Erscheinungsbild. Über die Fans kann ich indes wenig bis nichts sagen. Ich habe einige sympathische Kontakte via Twitter, lese regelmäßig unregelmäßig und mit Vergnügen bei Euch mit, aber das war’s dann auch.

[Clubfans United] Verbindet dich eine persönliche Anekdote mit dem FCN?

[Heinz Kamke] Ich möchte nicht über meine Berlinreise im Frühsommer 2007 reden. Aber ich habe Gerd Schmelzer immer gern gesehen, sah stets ein bisschen aus wie eine Comicfigur. Zählt das?

[Clubfans United] Was erwartest du dir vom Spiel am Sonntag? Kann der VfB Ibisevic ersetzen? Oder steht gegen den FCN schlicht ein Pflichtsieg an?

[Heinz Kamke] Pflichtsieg? Bei der Heimbilanz? Pfft.
Nein, der VfB kann Ibisevic nicht ersetzen, er muss anders spielen. Aber es könnte mich nicht überraschen, wenn Cacau – wie so oft, wenn man fast dazu neigt, ihn abzuschreiben – ein Riesenspiel mit zwei Toren und zwei Vorlagen machen würde. Und ganz ernsthaft erwarte ich einen knappen Heimsieg.

[Clubfans United] Wie kann der Club den VfB schlagen? Verrate uns eure intimsten Schwächen!

[Heinz Kamke] Nach wie vor die Außenbahnen. Es ist wunderbar erfrischend, Sakai zuzusehen, vor allem auf dem Weg nach vorne, aber hinten ist er zu oft ungestüm und hat auch taktisch noch Luft nach oben. Ein guter Außenstürmer kann daraus Kapital schlagen – genau wie auf der anderen Seite, wo Boulahrouz wohl ausfällt und der junge Rüdiger bisher auf mich noch recht ungeschliffen wirkte. (Und nein, ich glaube nicht, das Timo Gebhart da noch einmal eine Chance bekommt.)

[Clubfans United] Fiktive Schlagzeilen von heute in einem Jahr: “Cacau schießt Freiburg in die Champions League! – Beerbt Ex-VfB-Trainer Labbadia in Frankfurt Armin Veh? – Stuttgart bleibt auch mit Trainer Volker Finke im Niemandsland der Tabelle” – Alles Humbug? Oder was kann durchaus wahr werden?

[Heinz Kamke] Cacau kann ich mir überhaupt nicht in Freiburg vorstellen. Ich kann ihn mir eigentlich gar nirgends anders vorstellen, und ganz besonders nicht bei einem Verein, den er als Rückschritt begreifen würde. (Sollte ich an dieser Stelle “also bei jedem” sagen?)

Mit der Labbadiaschlagzeile könnte ich umgehen, glaube aber, dass Veh dort noch eine große Zukunft hat. Oder so.

Finke ist abwegig. Oder Humbug, wenn Du so willst. Der VfB wird sich keinen Alleinherrscher ins Haus holen, bei dem man wohl auch darüber streiten kann, wie zeitgemäß sein Stil und vielleicht auch sein Fachwissen ist. Mit Bobic auf keinen Fall, und auch nicht, wenn man einmal getrennte Wege gehen sollte.

[Clubfans United] Wo wirst du das Spiel verfolgen?

[Heinz Kamke] Neckarstadion, Cannstatter Kurve.

[Clubfans United] Wir danken für das Interview! Und wünschen uns für Sonntag zusammen guten Sport!

[Heinz Kamke] Ich danke Euch. Und schließe mich den Wünschen vollumfänglich an.


Das Interview führte Alexander Endl [Clubfans United] mit Heinz Kamke [angedacht] am 20.3./21.3.2012 via E-Mail.


Der Spieltags-Vorbericht wird unterstützt durch unseren Rückrunden-Sponsor DEFShop

117 Gedanken zu „Großartige Rebellen- und Aufstiegsgeschichte

  • Es muss an den schönen (und das ist keine dahergesagte Floskel) Fragen gelegen haben, dass ich mich so gar nicht beherrschen konnte und wild drauf los schrieb. Danke, dass ich mich ein wenig austoben durfte.

    Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass ich nicht Jahr für Jahr meine Sympathien anhand von Trikotfarben verteile … Es war vielmehr so, dass ich als Kind bei den ersten Club-Spielen, die ich mehr oder weniger bewusst sah (zufällig in jener Halbsaison, die Uli Hoeneß dort verbrachte), die Trikots und folglich deren Träger irgendwie mochte. Sowas bleibt halt hängen.

  • Wieder ein klasse interview von beiden Seiten!Ein Spiel gegen den Vfb ist für mich immer was Besonderes und diesmal kann ich es sogar in der Untertürkheimer Kurve wieder verfolgen!

  • Sehr schönes Interview und trotz langer Antworten einfach und angenehm zu lesen. Gegen den VfB hab ich aus irgendeinem Grund immer das Gefühl, dass wir gewinnen. Weiß der Geier warum. Niederlagen gegen Stuttgart scheinen direkt aus meinem Gedächtnis verbannt zu werden, sodass wir eine gefühlte Bilanz von ausschließlich Siegen und sehr weniger Unentschieden haben.

  • Oh nein, tu quoque Alexander:

    „dabei auch noch der Hans-Meyer-Gedächtnis-Torwartwechsel gründlich in die Hose ging“

    Jetzt stößt auch Du noch ins Horn der Experten für Wechsel und deren Folgen. Als ob der Wechsel etwas mit dem Ergebnis zu tun gehabt hätte. In Kürze – und das fachliche Niveau auch der Raphael-Schäfer-Diskussion hier zeigt ja schon (dabei nehme ich Alexander aber ausdrücklich aus, denn obschon kein Schäfer-Fan, wie er glaube ich mal irgendwo schrieb, hat er unlängst mit der Betonung der Bedeutung des „Defensivverbunds“ einen wesentlichen Punkt genannt, der für die Beurteilung einer Torhüterleistung wesentlich ist), sicherlich erneut vergeblich, denn in Bezug auf Torhüter sind ja offenbar fast so viele Deutsche Experten wie in Bezug auf die Arbeit eines Trainers und was soll man all diesen Experten denn noch erzählen… :

    1. Hans Meyer der Fuchs, Mike Büskens der Depp: dieselbe Aktion, nur hatte der eine Glück, der andere Pech

    2. Im ersten Moment sieht Fejzics Reaktion tatsächlich aus wie die im Fachjargon so genannte „Bahnschranke“ (dazu gibt’s ein paar nette Lehrvideos bei youtube), aber eine genauere Analyse der Szene ergibt:

    3. Bei Gündogans Schuss dreht sich ein Dortmunder Spieler im letzten Moment weg, dazu war die Sicht des Torhüters durch zwei in geringem Abstand zu einander stehenden Fürther Spieler behindert, von denen man sogar, so nahe strich der Ball an ihnen vorbei, vielleicht einen Block erwarten konnte (wenn denn die Reaktionszeit dann doch nicht so kurz gewesen wäre).

    4. Fejzic reagiert also eher reflexhaft und rein seitlich, kann also die so wichtige minimale Bewegung nach vorne nicht mehr machen – das ist dann sowieso schon mal schwierig, aber wer will ihm da einen Strick daraus drehen; die Reaktionszeit war einfach zu kurz.

    5. Kein Torwart der Welt kann etwas dafür, wenn ein Ball vom Pfosten an den Rücken prallt und ins Tor geht. Ähnliche Szene bei ter Stegen gestern, nur da fliegt der Ball vom Pfosten eben wieder weg vom Tor und prallt nicht gegen den hechtenden Torwart.

    6. Fejzic im Pech, Fürth im Pech, Franken, das in Fußballdeutschland mit dem solide wirtschaftenden Club und den beherzt aufspielenden Fürthern in letzter Zeit merklich Sympathie- und Respektspunkte gewonnen hat, also auch im Pech. Es siegt, mal wieder, letztlich doch ein Verein, der offenbar Schulden in einem Tempo abtragen kann, dass es ans Wundersame grenzt (es wird Zeit die Geschäftsberichte der AG anzufordern, denn da kann man als Privatmann sicher nur lernen) über einen Verein, der seit Jahren solide wirtschaftet und nun die zweite Geige spielen muss.

    7. Ach ja, eine Reporterin hat dann doch den Stein der Weisen gefunden: Fejzic war nicht gescheit aufgewärmt. Richtig, die Bedeutung eines sauberen und spezifischen Aufwärmprogramms für Torhüter vergaß ich zu erwähnen, das führt natürlich sämtliche anderen Ausführungen ad absurdum, shame on me!

    Weniger off topic: Dank an Alexander. Wie gewohnt, eine wunderbare Einstimmung aufs Spiel, die ich mir – in der Printversion – gleich noch einmal während des Mittagessens genüsslich und gebotener Muße zu Gemüte führen werde.

    • Hörnla, vorweg „Danke!“ für das Lob, wir haben aber auch (meist) großartige Interview-Partner, das macht es einfach. Und zu deinen 7 Punkten: In allen Belangen schuldig! Wenn, ja wenn es immer im Fußball um sachliche Erwägungen ginge. 😉

      War Klewer damals wirklich der bessere Elferkiller (nicht gefühlt, sondern faktisch)? Hat Lehmanns Zettel was gebracht? Warum verschießt ‚ausgerechnet‘ Dante? Ich glaube nicht an Mystik, aber ich glaube an Psychologie – und ich glaube daher auch, dass Büskens den Keeper nicht wegen dessen herausragender Killerinstinkte einwechselte (jedenfalls nicht ausschließlich) sondern weil er sich davon einen psychologischen Moment erhoffte: Der designierte Elferkiller, der Spezialist, der extra eingewechselt wird – sowas macht Eindruck wie ein kleiner Zettel mit den geheimen Tipps des Scouts. Und es gibt Keeper, die in einem Spiel über sich hinauswachsen und einfach alles halten, Grün hatte gerade so einem Abend.

      Büskens pokerte also – wählte zwischen vielleicht marginal bestehenden Qualitäten, spielte aber vor allem am psychologischen Rädchen. Hätte Grün den Ball gehalten? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Aber hätte man ihm an dem Abend auch den noch zugetraut? Oh, ja! Und genau deshalb auch der Veitstanz wohl von Klopp mit dem Handzeichen nach dem Tor in Richtung Büskens (wenn man es denn so interpretieren wollte): „Ha! Du hast dich mit deinem Wechsel, deinem Psycho-Spielchen, einfach verzockt!“ Und ehrlich: Genau so empfand man das doch auch im halben Land, ohne dass es dafür eine sachliche Erklärung gab. Und Büskens wusste das auch, dass ihm das nun immer um die Ohren fliegt wie Matthäus seine Fahrkarte – oder umgekehrt eben ein Zettel bei Lehmann und ein erfolgreicher Wechsel eines Hans Meyer.

      • Alexander | Clubfans United: War Klewer damals wirklich der bessere Elferkiller (nicht gefühlt, sondern faktisch)?

        Hat Schäfer eigentlich jemals einen Elfmeter gehalten?

        In Bezug auf die Rolle der Psychologie: da das Elfmeterschießen zum großen Teil auf Psychologie beruht, gebe ich gerne zu, dass deine Einschätzung einiges für sich hat. Vor der Zeit allgegenwärtiger und zugänglicher Datenbanken konnte man im übrigen als Torwart noch gehörig punkten, wenn man sich akribisch vorbereitete, d. h. mehr tat als andere. Von Rudi Kargus wird gesagt, er habe eine Kartei gehabt, in der er jeden Elfmeter jedes Schützen verzeichnet hatte (inklusive Art des Schusses, Ecke etc.). Das hat damals sicher viel zum „Elfmetertöter“ Kargus beigetragen. Die Psychologie wiederum erklärt, warum die Wahrscheinlichkeit, einen weiteren Elfmeter zu halten, mit jedem gehaltenen Elfmeter steigt.

  • Hallo?! Rudi Kargus!!!! Einer meiner Club-Torwartheroen!!! 🙂

    • Alexander | Clubfans United: Apropos Club/Westvorstadt: Beim BR wollen sie mit der Schnapsidee eines gemeinsamen Stadions Stunk machen

      http://www.br.de/franke…erth-nuernberg100.html

      Für mich ein NO GO!

      Gemeinsames Stadion funktioniert doch nur in den seltesten Fällen! 1860 ist das Beispiel, in Frankfurt FSV und Eintracht. Gibt nur Ärger, beraubt einen um das „Heimspiel“-Gefühl da viel zu viele Kompromisse und am Ende passt es immer für beide Vereine irgendwie nicht richtig. Ein 50.000 Stadion wäre für den Club ein Traum, für die Westvorstadt wäre dann das Stadion a) immer 3/4 leer und b) kaum zu bewirtschaften am Spieltag (vgl. 1860, FSV). In Frankfurt war es teilweise nur noch peinlich, wenn es um das ständige umhängen der Banner und des Schriftzugs auf den Stühlen ging. So eine Idee kann nur einer haben, der Fußball nur noch als Event und unter Wirtschaftsgesichtspunkten sieht.

    • Alexander | Clubfans United: Apropos Club/Westvorstadt: Beim BR wollen sie mit der Schnapsidee eines gemeinsamen Stadions Stunk machen

      http://www.br.de/franke…erth-nuernberg100.html

      Für mich ein NO GO!

      Warum denn? Man kann aus der Geschichte zwar nichts lernen, aber manchmal eben doch.

      Die Geschichte Bayern-1860-Stadion lehrt uns eindrücklich:
      Am Ende wird der Stärkere der Partner für einen Appel und ein Ei alles haben, der Schwächere dagegen nichts. (sangen schon ABBA: „The winner takes it all…“) Wahrscheinlich weniger als nichts, denn es kommt ein Haufen Schulden dazu.
      Ergo: müssen wir nur noch im Vorhinein wissen, wer der Stärkere ist 😉

    • Alexander | Clubfans United: Apropos Club/Westvorstadt: Beim BR wollen sie mit der Schnapsidee eines gemeinsamen Stadions Stunk machen

      http://www.br.de/franke…erth-nuernberg100.html

      Für mich ein NO GO!

      Sorry, aber ich wäre dafür. Ich bin seit ewigen Zeiten Clubfan, hege aber auch eine gewisse Sympathie für die Fürther, die aus extrem begrenzten Mitteln immer wieder das Beste machen und weit potentere Teams hinter sich lassen! Gut dem Dinge!
      Ich hätte nichts gegen ein gemeinsames Stadion. Ich habe den Fürthern vorgestern auch beide Daumen gedrückt. Das sind Franken, wie wir!

        • bernd42: endlich sagt das mal einer,der wie ich Glubbfan ist und trotzdem den Fürthern (oGott!!) die Daumen drückt.

          so selten ist das gar nicht, da kann ich mich auch outen 😉

  • Außerdem, was heißt hier „Themenverfehlung“? Die Klassiker sind da mit mir. Sun Tzu endet die „Kunst des Krieges“:
    „31. Deswegen sage ich: Wenn du dich und den Feind kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten.
    32. Wenn du dich selbst kennst, doch nicht den Feind, wirst du für jeden Sieg, den du erringst, eine Niederlage erleiden.
    33. Wenn du weder den Feind noch dich selbst kennst, wirst du in jeder Schlacht unterliegen.“
    QED 😉

  • gegen hannover hat er 2009 einen gehalten, gomez hat 2010 einen elfer neben das tor gesetzt. wenn ich mich nicht verrechnet habe, müsste schäfer bis jetzt in der bundesliga 22 mal vom punkt aus geschlagen worden sein, einen konnte er halten…

    nachdem er aber meistens schon im eck liegt bevor sich der schütze überhaupt den ball zu recht gelegt hat, zählt er zu recht zu den schlechtesten elfer-killern die die bundesliga jemals gesehen hat. (eine statistik aus dem juli 2009 führt ihn auf rang 269…)

    wenn also die frage gestellt wird „machte die klewer-einwechslung sinn?“, dann möchte ich antworten mit „ja, ja, tausend mal ja.“

    im übrigen kann man den fürther den wechsel nicht vorwerfen, sondern nur den zeitpunkt des wechsels. meyer hat bis zur 119. gewartet, büskens hat in der 117. gewechselt. wir haben nach dem wechsel den ball gehalten und dem gegner keine möglichkeit mehr gegeben, fürth musste zu dem zeitpunkt wissen, dass es dortmund nochmal probieren wird (die dortmunder sind ja bekannt schwach vom punkt aus).

    daher kann ich hörnla im ersten punkt nicht zustimmen und auch danach teile ich die meinung nur zum teil, weil es für fezic nicht nur der erste schuss des spiels sondern der erste in einem wettbewerbsspiel seit einer gefühlten ewigkeit war, und er dementsprechend angespannt gewesen sein dürfte. ich für meinen teil hätte grün halt die größeren chancen gegeben das ding um den pfosten zu drehen.

    • xxandl:

      nachdem er aber meistens schon im eck liegt bevor sich der schütze überhaupt den ball zu recht gelegt hat, zählt er zu recht zu den schlechtesten elfer-killern die die bundesliga jemals gesehen hat. (eine statistik aus dem juli 2009 führt ihn auf rang 269…)

      Dann nenn mir mal ein Spiel, in dem Schäfer am Boden lag, BEVOR der Schütze sich den Ball zurecht gelegt hatte. Mann, das ist reinste Polemik und kann das nicht einmal mehr als Ironie bezeichnen !! Das k…. mich nur noch an…..

      xxandl:

      daher kann ich hörnla im ersten punkt nicht zustimmen und auch danach teile ich die meinung nur zum teil, weil es für fezic nicht nur der erste schuss des spiels sondern der erste in einem wettbewerbsspiel seit einer gefühlten ewigkeit war, und er dementsprechend angespannt gewesen sein dürfte. ich für meinen teil hätte grün halt die größeren chancen gegeben das ding um den pfosten zu drehen.

      Damit belegst Du eindeutig, dass Du vom Torwartspiel eigentlich keine Ahnung hast! Der deutlich kleinere Grün hätte den Ball sicher nicht UM den Pfosten drehen können. Im besten Fall wäre der Ball vor Grün wieder ins Feld geprallt… aber Du weißt bestimmt auch , wieviele Elfer der Grün schon gehalten hat…..

      Übrigens, sofort nach dem Spiel kam Grün ziemlich entspannt zu Freunden in der Gegentribüne und schäkerte mit diesen. Diese Torwartwechselaktion war meiner Meinung nach lange vorbereitet.

      Ich muss bei Torwartdiskussionen immer wieder an Reini Hintermaiers Jahrhundertschuss im Finale ´82 denken. Wieviel Häme musste Manfred Müller deswegen einstecken. Der Ball hätte gehalten werden können, wenn Müller damals in der entsprechenden Ecke gestanden hätte. Nur, das wiederum widerspricht jeglicher Torwartspiellogik. Hinterher zu stänkern ist einfach….. Reinis Schuss war absolut unhaltbar!

  • ein gemeinsames stadion funktioniert durchaus, auch wenn es natürlich kein optimal-zustand ist, sondern auf einer ökonomischen notwendigkeit basiert. allerdings müssen sich die bedürfnisse der vereine ähnlich sein, und das sind sie im vorliegenden falle einfach nicht. wenn wir gemeinsam ein 50.000er stadion bauen würden, dann braucht man fürs fürth-spiel nur die tribüne hinterm tor aufsperren…

    größenmäßig ist es das selbe spiel wie bei den beiden vereinen in frankfurt – vllt. sollten sich fürth und der fsv ein gemeinsames stadion in würzburg bauen… 😉

  • Ein Nürnberger und Fürther Stadion zusammen,da fallen mir nur Attribute wie absurd und völlig undenkbar ein, noch dazu bei der Historie. Bis hin zu wirtschaftlichen Argumenten kommt man da erst gar nicht. Eher konvertiert der Papst.

    • Juwe,

      Juwe: Ein Nürnberger und Fürther Stadion zusammen,da fallen mir nur Attribute wie absurd und völlig undenkbar ein, noch dazu bei der Historie. Bis hin zu wirtschaftlichen Argumenten kommt man da erst gar nicht. Eher konvertiert der Papst.

      Genau. Das Wahrzeichen von Fürth ist und bleibt die U-Bahn nach Nürnberg.

    • Juwe: Ein Nürnberger und Fürther Stadion zusammen,da fallen mir nur Attribute wie absurd und völlig undenkbar ein, noch dazu bei der Historie. Bis hin zu wirtschaftlichen Argumenten kommt man da erst gar nicht. Eher konvertiert der Papst.

      Naja Juve, mit dieser Konstellation ist der Glubb sogar mal Meister geworden…1948 haben die Amerikaner das Stadion nicht freigegeben, der Zabo war zerbombt, da mußte der Glubb seine Heimspiele einige Jahre im Ronhof austragen. Vielleicht…. ne lass mer mal… 😉

      • Das war sozusagen höhere Gewalt

        KUZ: Naja Juve, mit dieser Konstellation ist der Glubb sogar mal Meister geworden…1948 haben die Amerikaner das Stadion nicht freigegeben, der Zabo war zerbombt, da mußte der Glubb seine Heimspiele einige Jahre im Ronhof austragen. Vielleicht…. ne lass mer mal…

  • @kuz: den faktor größe lasse ich bei der frauen-WM gerade noch zu, wo die südkoreanerin selbst mit springen noch um eine handbreit die latte verfehlt, aber nicht beim 1,90m großen grün… der war warm, hat ein gutes spiel gemacht und hat einen sicheren stammplatz, weil er einfach der bessere torhüter ist. sonderlich agil sah sein vertreter in der szene nicht aus, und darum sage ich: grün hätte bessere chancen gehabt.

    der torwarttausch war sicherlich besprochen, man wird ja auch schon dementsprechend trainiert haben. aus dem blauen heraus wäre das eine ziemlich wahnsinnige entscheidung…

  • …an now for something completely different: Wie wärs mit dem Thema?

    @ Alexander: da hast Du dich aber dann doch einmal so richtig vertan in der Wortwahl: Statt „Und wünschen uns für Sonntag zusammen guten Sport!“ muss es natürlich heißen: „Und wünschen uns für Sonntag zusammen GROSSEN Sport!“ gelle? 😉

  • Ein Stadion für 2 lokale Vereine? Wo in der Welt hat das bisher geklappt – gibt es ein erfolgreiches Beispiel? Zur Sicherheit … die AA ist kein Muster, da die Blauen hier nur Geld verlieren, und so in etwa genauso würde auch das Frankenmodell laufen.

  • bei der“ein herz für fürth“runde mach ich auch mit,als laufer bin ich da unbelasteter.und grad deswegen ist ein gemeinsames stadion ein unding-ich gönn uns und den fürthern jedem sein eigenes stadion.mit eigener geschichte,geruch,dem gefühl der kurven und plastikschalen.

  • bei der“ein herz für fürth“runde mach ich auch mit,als laufer bin ich da unbelasteter.und grad deswegen ist ein gemeinsames stadion ein unding-ich gönn uns und den fürthern jedem sein eigenes stadion.mit eigener geschichte,geruch,dem gefühl der kurven und plastikschalen.

  • An Alexander wieder mal besten Dank!

    Heinz Kamkes Antworten in diesem äußerst lesenswerten Interview sind spannend, informativ und über den Tellerrand hinausgehend.
    Klasse!

    @Hörnla
    Deine Beiträge sind fast immer exzellent. Doch die psychologische Auswirkung eines derartigen Torwartwechsels hat – zumal zu dem relativ (!) frühen Zeitpunkt, wenn der Trainer aufs Elfmeterschießen abzielte – für die anderen 20 Spieler auf dem Feld (Weidenfeller ausgenommen) sicher Auswirkungen.

    Natürlich registriert man als Gegner die Absicht, dass ein erstklassig spielender Torhüter für einen sehr unerfahrenen Kollegen aus dem Tor genommen wird, weil die Penaltys bereits geplant sind.

    Natürlich war mein erster Gedanke, ob das gut gehen kann. Es waren noch ein paar Minuten zu spielen und als Dortmunder hätte mich dieser Wechsel in mehrfacher Hinsicht motiviert. Insbesondere aber, dass man versuchen sollte, in der verbleibenden Spielzeit noch wenigstens einen harten Schuss auf das Tor abzufeuern.

    Der „kalte“ (damit ist nicht etwa ein mangelndes Aufwärmprogramm gemeint, sondern der Perspektivwechsel von draußen – Bank – zu drinnen zwischen den Pfosten, in der Schlussphase eines Pokalsemifinals gegen den Deutschen Meister) und unerfahrene Elfmeterkillerspezialist ist in dieser besonderen Drucksituation erheblich gefährdeter, aus Unsicherheit/Nervosität/Angst einen Ball unorthodox zu fausten, abklatschen zu lassen oder gar vor die Füße eines Dortmunder Angreifers abzuwehren.

    Natürlich kann der arme Fürther nichts dafür, dass ihm der Ball vom Pfosten an den Rücken springt.
    Ein solcher Wechsel zu diesem Zeitpunkt schlicht und ergreifend Blödsinn – q.e.d.

    Was erhoffte Büskens sich davon, dem Jungen noch ein paar Minuten Spielpraxis zu geben? Oder hatte Büskens Schiss, dass es vor den Penalties keine Spielunterbrechung mehr geben könnte, um den Wechsel vorzunehmen?

    Es war eben nicht nur Pech, es war ein grober taktischer Schnitzer Büskens‘.
    Auch wenn Du, werter Hörnla, wenn ich mich recht entsinne, mal selbst zwischen den Pfosten gestanden hast, oder?
    Diese Erfahrung und das vehemente Verteidigen der Torhüter hat mit dieser Fürther Malaise so gut wie nichts zu tun, dessen bin ich mir sehr sicher.

    Und noch etwas:

    KUZ:

    Ich muss bei Torwartdiskussionen immer wieder an Reini Hintermaiers Jahrhundertschuss im Finale ´82 denken. Wieviel Häme musste Manfred Müller deswegen einstecken. Der Ball hätte gehalten werden können, wenn Müller damals in der entsprechenden Ecke gestanden hätte. Nur, das wiederum widerspricht jeglicher Torwartspiellogik. Hinterher zu stänkern ist einfach….. Reinis Schuss war absolut unhaltbar!

    Ich stand damals genau hinter dem Bayern-Tor. Dieser Schuss war unhaltbar, denn er war optimal, im eigentlichen Wortsinne.

    Die Geschwindigkeit des Balles, das Überraschungsmomentum der „Dreistigkeit“, was die Entfernung anbelangt, und vor allem die für damalige Lederball-Verhältnisse schier unglaubliche Flatterhaftigkeit des Balles, der Müller im Tor letztendlich machtlos gegenüberstand.

    Wir im feiernden Clubblock (2:0 Halbzeitführung!!!) hatten nur eine Erklärung:
    Reini muss damals bei seinen Fernschüssen dieser Art mit einem Auge immer auf das Ballventil geschielt haben, dessen Position zu seinem Fuß für das entscheidende Flugbahn-Zickzack gesorgt hat.

    • Nein, Mike Büskens kennt sich eben mit den Regeln aus :-), die besagen, an einem Elfemterschießen darf nur teilnehmen, wer bei Abpfiff der Verlängerung im Spiel ist. Danach darf nicht mehr gewechselt werden, also daher völlig normal wenn man das Ansinnen nunmal hat, ihn in der 117. Minute einzuwechseln. So nahe liegen eben Genialer Stratege und Depp in einem solchen Fall. Wer hätte ahnen können daß Gündogan in der 119. Minute den Pfosten trifft. 🙂 … sonst wäre ja erstmal nichts weiter passiert und der Torhüter möglicherweise der Held geworden im Elfmeterschießen. Ich kann Büskens durchaus nachvollziehen, schließlich kennt er ja am besten die Stärken und Schwächen seiner Torhüter. Es ist halt nur einfach dumm gelaufen.

      berlinclub: Was erhoffte Büskens sich davon, dem Jungen noch ein paar Minuten Spielpraxis zu geben? Oder hatte Büskens Schiss, dass es vor den Penalties keine Spielunterbrechung mehr geben könnte, um den Wechsel vorzunehmen?

      • Juwe: Nein, Mike Büskens kennt sich eben mit den Regeln aus , die besagen, an einem Elfemterschießen darf nur teilnehmen, wer bei Abpfiff der Verlängerung im Spiel ist. Danach darf nicht mehr gewechselt werden, also daher völlig normal wenn man das Ansinnen nunmal hat, ihn in der 117. Minute einzuwechseln

        DAS nun stimmt so nicht GANZ. Laut Schiri-Regeln Seite 115 darf kein Wechsel AUSSER auf der Torwartposition durchgeführt werden – allerdings hätte Herr Grün dann eine kleine Verletzung antäuschen müssen, was im Profi-Sport wegen Fairplay natürlich nicht denkbar ist …

      • Juwe: Danach darf nicht mehr gewechselt werden

        Wohl! Zwei Varianten lassen die DFB-Regeln zu. Er könnte die Torwart auch als Feldspieler in der 119. Minute bringen. Dieser dürfte dann auch beim Elfmeterschießen ins Tor gehen. Oder, Grün täuscht nach der Verlängerung eine Verletzung vor, dann darf auch gewechselt werden 😀 Aber dann klappt das mit der Psychologie, von der sich Büskens einiges erhofft hat, nicht mehr so 🙂

        • Erste Variante bleibt sich letztlich ja gleich, weil er zu regulärer Spielzeit + Verlängerung eingewechselt wurde. Da sehe ich den Vorteil nicht, als würde man auch gleich den Torwart wechseln.

          Darf er sich dann umziehen, wenn er vorher als Feldspieler eingewechselt wird und ansich ja Feldspieler bleibt, der sich aber offensichtlich ins Tor stellen darf? 🙂

          Der zweite Fall mit der Verletzung ist mit Vortäuschen einer Verletzung letztlich ja eine Regelumgehung.

          Also letztlich war Büskens Variante schon die naheliegendste. Und in 99 von 100 Fällen behaupte ich übersteht auch der Ersatztworwart torlos 1-2 Min.

          Die Fürther hatten halt a gscheids Pech.

          Stefan – Clubfans United: Wohl! Zwei Varianten lassen die DFB-Regeln zu. Er könnte die Torwart auch als Feldspieler in der 119. Minute bringen.

  • Schon witzig, was hier gerade abgeht: Wir haben ein Spiel gegen einen unserer Lieblingsgegner vor der Brust, durften ein excellentes Interview dazu lesen und doch diskutieren wir seit Tagen über unseren ach so hassgeliebten Nachbarn, obwohl es uns eigentlich gar nichts angeht 😉

    Sorry, Heinz Kamke, das haben Deine interessanten Ausführungen nicht verdient!

    Trotzdem muss ich nochmal meinen Senf zu der Themaverfehlung dazugeben: Der Gedanke war gut, der uns wohlbekannte Erfolg gibt dieser taktischen Variante Recht und dann wars einfach die Einmischung von Dr. Bleed Gloffm, der offensichtlich nicht nur Nürnberg besucht. Schade, finde ich.

    Jetzt haben wir nämlich das Ekel-Pokalfinale bekommen: Dass wir die Bauern nicht mögen ist eh klar, aber ich kann auch diesen Poser Klopp nicht ausstehen, dessen Benehmen, pubertäres Jubelgezappel, und Pseudocooles Besserwisserauftreten in den Medien für mich einfach nur peinlich ist. Dazu Kevin Großkotz, den ich noch nie ausstehen konnte. Na, lassen wir das, ich verlasse die Wege der Netikette und nähere mich der Beleidigung, die ich ja sonst auch kritisiere (sorry, das musste aber einfach raus :mrgreen: ) Der Pokal kann mich mal, war selten so uninteressant wie er jetzt geworden ist, da drück ich ja fast schon den Bayern die Dau…. nein, das geht ja auch nicht! Mist!

    Ich freue mich dann doch lieber auf die kommenden Frankenderbys in der 1. Liga!

    Und auf Punkte aus Stuttgart! Jawoll!

    • So unterschiedlich können Fans sein 🙂 Ich habe Schalke noch nie gemocht, zumal sie uns auch schon direkt runter geschossen haben.
      Ich stehe aber absolut auf Dortmund! Eine junge Mannschaft, die sich zerreißt, die dem Festgeldkonto ‚Wir haben den Fußball erfunden‘ Königen aus München die Rücklichter zeigen, in den meisten Fällen einen tollen Fußball spielen, sowie auch mit Klopp kann ich sehr sehr gut leben. Ich würde mich auch riesig freuen, wenn die Dortmunder den aufgeblasenen Münchnern diese Saison gleich in zwei Wettbewerben den verdienten 2.Platz zuweisen. Es wäre herrlich.
      Und was Fürth angeht, ich respektiere gute Leistungen unbenommen, aber ein Nürnberger Herz kann nie für Grünweiß schlagen. Sachlich bin ich allerdings überzeugt, solange Hack dort Präsident und Supervisor des Projektes Greuther Fürth ist, einen verdammt guten Job machen werden.

      Optimist: Jetzt haben wir nämlich das Ekel-Pokalfinale bekommen: Dass wir die Bauern nicht mögen ist eh klar, aber ich kann auch diesen Poser Klopp nicht ausstehen, dessen Benehmen, pubertäres Jubelgezappel, und Pseudocooles Besserwisserauftreten in den Medien für mich einfach nur peinlich ist. Dazu Kevin Großkotz, den ich noch nie ausstehen konnte.

      • Juwe: Ich habe Schalke noch nie gemocht.

        Wenn sich hier schon alle irgendwie outen (entweder als Sympathisanten oder als Verächter anderer Vereine), dann mache ich auch mit.

        Mir ist Schalke trotz angeblicher Fanfreundschaften genauso wichtig oder unwichtig wie der SV Meppen. Es sei denn, sie spielen im Europapokal – dann sollen sie viele Punkte für die Fünfjahreswertung holen.

    • Optimist: Schon witzig, was hier gerade abgeht: Wir haben ein Spiel gegen einen unserer Lieblingsgegner vor der Brust, durften ein excellentes Interview dazu lesen und doch diskutieren wir seit Tagen über unseren ach so hassgeliebten Nachbarn, obwohl es uns eigentlich gar nichts angeht
      Sorry, Heinz Kamke, das haben Deine interessanten Ausführungen nicht verdient!

      Volle Zustimmung, Danke für das Interview.

    • Alexander | Clubfans United: Und noch was ganz anderes: Balakov … Hat sich Lautern wirklich schon so aufgegeben?

      Was mir in dieser Saison bis dato wirklich das Herz wärmt: die Posertrainer, eloquenten Anzugträger und Meister der Medien, für die z. B. Leverkusen, der HSV usw. nur Zwischenstationen nach Barcelona sind (so kommen sie zumindest bei mir rüber), scheitern bzw. kochen, für jeden offensichtlich, auch nur mit Wasser. Dagegen die positive Erscheinung eines stoisch am eigentlich (und nun nicht mehr) Unmöglichen arbeitenden Luhukay oder die Entdeckung der Rückrunde, der Meister der kryptischen Pressekonferenz 😉 , der würdige Nachfolger der Dadaisten Christian Streich. Schade, dass ich als Clubberer immer ein wenig auf deren Vereine schielen muss und eigentlich nichts Gutes wünschen kann, denn letzten Endes sind sie doch direkte (Abstiegs)konkurrenz und der Club ist halt immer abgestiegen, wenn es theoretisch möglich war. Auch deshalb wünsche ich mir, dass der Club möglichst bald 40 Punkte erreicht.

      Full Disclosure: Ich mag Trainertypen (wie einst Willi Entenmann, möge er entspannt von einer Wolke auf den Club schauen), die sich, zumindest erscheinen sie mir so, eine gewisse Authentizität bewahrt haben und ihren eigenen (geraden) Weg gehen, Leute wie Hecking, Schaaf, Streich, Luhukay…

      Ich mag Trainer nicht, denen die Höhenluft nicht bekommt, die eigentlich bei allen Vereinen unterhalb Bayern, Real Madrid, Chelsea etc. unter Wert eingesetzt sind (in ihren eigenen Augen zumindest): Dutt (seit Leverkusen), Fink (seit HSV eine große Enttäuschung), Labbadia (auch wenn er, Sicht von außen, posermäßig neuerdings etwas zurückgenommen wirkt)

      Ich bewundere Trainer, die über großes strategisches und taktisches Wissen verfügen und ihrer Mannschaft einen eigenen Stil verleihen können (z. B. Favre, Slomka (für mich eine große und unerwartete und angenehme Überraschung – sehe seit dieser Saison die Spiele der Hannoveraner überaus gerne), und auch Hecking. Zu Klopp mag man stehen wie man will (was mir missfällt ist dieser permanente Druck auf die Schiedsrichter – mir kann niemand einreden, dass das nicht Kalkül ist), er hat in Dortmund einen eigenen Stil geprägt und lässt die Mannschaft einen sehr interessanten Fußball spielen.

      Balakovs Verpflichtung sehe ich bis zum Beweis des Gegenteils in einer Reihe mit Verpflichtungen wie dereinst Daum bei der Eintracht oder auch Skibbe bei Berlin.

  • Danke für das Interview, wird wohl leider ein knappes 2:1 für den VfBäh geben.

    Da hier eh munter durcheinandergequasselt wird:

    Ich finde Arne Zeiglers Dauerverwechslung von Gauck und Rehhagel unglaublich toll und einfallsreich!

    Dann noch:
    Ich wollte jetzt tatsächlich mal wieder in die Gummibärchenarena, Heimspiel gegen St. Pauli – Geht nicht: Die letzten Spiele werden NUR im 4er Bundle für alle Spiele verkauft. Na, da haben die Kleinen Westvorstädter aber schon Prima gelernt! Für die letzten beiden Gegengerade-Glubbtickets gegen Glatzbach wurde ich auch 80€ los. Englische Eintrittspreise, wir kommen! 🙁

    Und:
    Ich habe schon mit Lautern-Kumpelkollegen darüber diskutiert und die Parallelen zu unserem Trainerwechsel HM zu vH gezogen: Ich bleibe da pessimistisch, für Lautern wird es wohl nicht mehr reichen.
    Traurig dass solche tollen Vereine, die auch immer mehrere Tausend Auswärtsfans mitbringen können, ihre Tabellenplätze an Vereine mit 5 bis 10 Auswärtsfans (die Busfahrer schon mitgezählt), abgeben müssen. 🙁

    Mal sehen, wie lange diese Entwicklung noch gut geht. Angeblich boomen die Zuschauerzahlen ja immer noch. Aber letzte Saison wars im Frankenstadion voller.

    • Woschdsubbn: Ich wollte jetzt tatsächlich mal wieder in die Gummibärchenarena, Heimspiel gegen St. Pauli – Geht nicht: Die letzten Spiele werden NUR im 4er Bundle für alle Spiele verkauft. Na, da haben die Kleinen Westvorstädter aber schon Prima gelernt!

      Hmm, ich habe gegen den KSC auch noch Einzeltickets bekommen (jetzt muss ich mich hier schon wieder outen). Kann sein, dass es die Einzeltickets gegen Pauli erst später gibt, ist ja erst das vorletzte Heimspiel (oder?).

      • Optimist: Hmm, ich habe gegen den KSC auch noch Einzeltickets bekommen (jetzt muss ich mich hier schon wieder outen). Kann sein, dass es die Einzeltickets gegen Pauli erst später gibt, ist ja erst das vorletzte Heimspiel (oder?).

        Nein, ich habe extra dazu die kostenpflichtige Hotline angerufen:

        „Ab wann gibt es bitte Tickets für das St. Pauli-Spiel.“
        „Einzeltickets gibt es keine, nur das 4er Bundle für alle Heimspiele“
        „Nö, dann lass ich es lieber“

        Das KSC-Spiel wird im Onlineticketshop noch einzeln ausgewiesen.

        • Woschdsubbn,

          Hmm, und nach dem KSC-Spiel gibt es kein 4er Bundle (phantasievoll genannt Viererkette) mehr…

          …was dann?

        • Woschdsubbn: Nein, ich habe extra dazu die kostenpflichtige Hotline angerufen:
          “Ab wann gibt es bitte Tickets für das St. Pauli-Spiel.”
          “Einzeltickets gibt es keine, nur das 4er Bundle für alle Heimspiele”
          “Nö, dann lass ich es lieber”
          Das KSC-Spiel wird im Onlineticketshop noch einzeln ausgewiesen.

          ab heute gibt es lt. Homepage Restkarten aus dem Bundle-Verkauf, wenn Du noch interessiert bist 😉

          …dachte ichs mir doch, dass man aus einer Viererkette nicht so einfach auf Dreierkette umstellen kann 😉

  • Hörnla: Zu Klopp mag man stehen wie man will (was mir missfällt ist dieser permanente Druck auf die Schiedsrichter – mir kann niemand einreden, dass das nicht Kalkül ist), er hat in Dortmund einen eigenen Stil geprägt und lässt die Mannschaft einen sehr interessanten Fußball spielen.

    Ja, er ist zweifelsohne ein guter Trainer, der sich auch nach fast 4 Jahren noch nicht abgenutzt hat – was ja auch eine überaus seltene Qualität ist heutzutage – aber ich kann halt den Typen einfach nicht ab. Und das wird immer schlimmer, weil er von mal zu mal aufgeblasener wird aufgrund der permanenten Höhenluft – oder bilde ich mir das abneigungsbedingt nur ein?

    • Optimist: aber ich kann halt den Typen einfach nicht ab.

      Bei mir gilt das zunehmend für seinen Klon Tuchel. 😉

      • Hörnla: Bei mir gilt das zunehmend für seinen Klon Tuchel.

        Ja, absolut. Anscheinend züchten die in Mainz so etwas :mrgreen:

  • Das mit dem Stadion ist so ein Problem.

    Im Grunde ist es für die Fürther wahrscheinlich besser, ein eigenes maßgeschneidertes Stadion zu bauen. So wie der FCA in Augsburg.

    Da sehe ich den Club in der wesentlich unangenehmeren Situation.

    Solange wir eine Fahrstuhl-Mannschaft sind, ist so ein Neubau äußerst riskant. Damit kann man sich bei Überdimesionierung rasch sein eigenes Grab schaufeln. Der Club braucht nämlich bloß wieder einmal abzusteigen. Würden gleichzeitig womöglich die Fürther dem Club sportlich den Rang ablaufen und in der Bundesliga spielen, dann wäre das schöne Club-Stadion plötzlich auch nur noch zur Hälfte gefüllt.

    • BSE08: Was soll man machen? Solange wir eine Fahrstuhl-Mannschaft sind, ist so ein Neubau äußerst riskant. Damit kann man sich bei Überdimesionierung rasch sein eigenes Grab schaufeln. Der Club braucht nämlich bloß wieder einmal abzusteigen. Würden gleichzeitig womöglich die Fürther dem Club sportlich den Rang ablaufen und in der Bundesliga spielen, dann wäre das schöne Club-Stadion plötzlich auch nur noch zur Hälfte gefüllt.

      Absolut korrekt. Was mich aber wundert – ich kann und konnte bis dato die Stadionbaupläne nur als Medienente und Grund zum süffisanten Kommentar (und Versuch, eine gute Verhandlungsposition aufzubauen) auffassen, denn ein derartiges Projekt wäre für den Club wohl finanzielles Harakiri und der endgültige Untergang. Remember 1860! Zumal so ein Bau (nach dem erst erfolgten Kraftakt des NLZ – die Anleihe ist auch noch nicht zurückgezahlt!!) auf Jahre hinaus immense Mittel binden würde, die man eben nicht anderswo ausgeben könnte – z. B. für die Verstärkung der Mannschaft. Wenn ich sehe, welche Ablösesummen für den Club bereits nicht mehr bezahlbar sind und wie auf der anderen Seite die Preise selbst für Talente explodieren, wenn ich bedenke, wie lange unser Verein schon am Abbau von popeligen 10 Mio Schulden herummacht, dann verstehe ich nicht, wie das Thema Stadionneubau bei irgendjemandem ernsthaft auf die Agenda kommen kann. Erstmal – Kronzeuge Hecking – Substanz aufbauen, dann ein fettes Festgeldkonto anlegen, dann noch mehr Substanz aufbauen und ein Verleiher von Talenten werden, nicht ein permanenter Ausleiher, dann noch mehr Geld aufs Festgeldkonto schaufeln – dann kann man an den Stadionneubau denken. Was mich immer nervt ist, wenn einer den fünften Schritt vor dem ersten tun will.

      Außerdem: soooo störend finde ich die Tartanbahn in meinem geliebten Frankenstadion auch wieder nicht. Außerdem braucht es bei durchschnittlichen Besucherzahlen von 41000 (glaube ich) keine Arena in Dortmund-Größe. Der Nürnberger Raum ist nun mal nicht das Ruhrgebiet, das Frankenland hat nicht so viele Einwohner wie dasselbe. Wenn man Geld zum Verdummen haben sollte, dann sollte man lieber die Namensrechte für das Stadion behalten und ihm nicht einen derart depperten Firmennamen wie derzeit noch verpassen. So höbe man sich auch positiv vom Rest des Ligamainstreams ab.

  • Um den Bogen wieder zum eigentlichen Forumsthema ‚rot schwaddz‘ zu spannen, dafür hatten die Fürther die Runden davor auch a gscheids Glück. Das nicht gegebene Tor von Didavi besipielsweise hätten nicht viele Schiedsrichter abgepfiffen, nur weil sich Bunjaku an andere Stelle herumrangelte und dann hätte ich die Fürther mit 10 Mann in der Verlängerung erstmal sehen wollen. Man kann halt nicht immer nur Glück haben, manchmal fehlt es und dann kommt noch Pech dazu.

  • Nach etwas längerer Zeit gebe auch mal wieder meinen Senf dazu.

    Schon interessant wie ein Pokalspiel an dem „wir“ gar nicht teilgenommen haben hier Beiträge evoziert. Fürth scheint die Clubfans doch wieder stärker zu beschäftigen. Für mich ist die Westvorstadt eher eine geschichtliche Anekdote aus den 20ern des letzten Jahrhunderts, als wir und die Fürther den deutschen Fußball dominierten.

    Später habe ich den Verein eigentlich gar nicht beachtet und auch heute beschäftigt mich das sog. Kleeblatt eigentlich nur während der Derbys. Vielleicht würde sich das ändern, wenn die Fürther wirklich in die erste Liga aufsteigen und sich dort zumindest wie Freiburg oder Mainz etablierten, sprich es häufiger Spiele auf Augenhöhe gibt.

    Zu Klopp und dem BVB, ich mag den Trainer Klopp, weil er eine Idee vom Spiel hat, weil er Spieler besser macht, weil seine Mannschaft einer Taktik folgt.

    Ich kann aber aktuell auch verstehen, dass sein Auftreten nerven kann, seine Extrovertiertheit ist schon manchmal etwas viel. Nur man sollte auch sehen wie groß die Herausforderung aktuell in Dortmund ist, es geht ja nicht nur darum den Erfolg des letzten Jahres zu wiederholen, was schwer genug wäre. Für mich ist der viel entscheidendere Kampf, der um den Erhalt „seiner“ Mannschaft. Wenn man mal schaut, was Gladbach gerade passiert, dann kann man vor Dortmund nur den Hut ziehen, die erste Mannschaft seit langem, die es geschafft hat die Erfolgsmannschaft weitestgehend zusammen zu halten. Ich denke das hat auch ganz viel mit Klopp zu tun, der es geschafft hat etwas zu beleben, von dem man dachte das gibt es doch heute nicht mehr, echten Teamspirit. Bei der aktuellen Dortmunder Elf, ja eigentlich auch bei den Ergänzungsspielern hat man wirklich das Gefühl, dass die Spieler gern zusammenspielen wollen. Und dass für Sie das Spielen in DIESER Mannschaft ein echtes Bedürfnis iat.

    Klar kann man sagen, Dortmund kann es sich auch leisten, immerhin wurden die Ausgaben für die Spielergehälter in den 4 Kloppjahren von 30 auf über 40 MIO/anno gesteigert. Viele Vereine könnten sich das nicht leisten.

    Aber besser zurück zu unserem Verein, am Sonntag geht es gegen Stuttgart, ein Verein, der uns in den 2000er Jahren oft gelegen hat. Aber nach den letzten beiden Spielen tue ich mir sehr schwer einen Tipp, eine Prognose abzugeben. Dass die Stimmung nicht noch schlechter bei uns wird sollte aber gegen Stuttgart zumindest ein Punkt rausspringen.

  • Stuttgart: Ich befürchte eine Niederlage und hoffe auf drei Punkte. Die typische Dichotomie eines Clubfans ?

    Die Devise muss lauten, wie sie immer lautet, wie sie aber zu selten in den letzten Spielen an den Tag gelegt wurde:

    Volle Konzentration von Beginn an, starke Defensive, sofort in Überzahl auf den ballführenden Stuttgarter und die beiden Konter mit drei Toren abschließen ?.
    Pekhart darf ruhig auch mal wieder eins machen…

  • Aus der Pk: Hecking war nicht besonders „amused“ über Labbadias forsche Äußerung in der Pk in Stuttgart, wo Bruno die Rückkehr Didavis quasi als selbstverständlich darstellte. Mit Stuttgart sei fest abgemacht erst im Mai über Didavis Zukunft gemeinsam zu sprechen.

    Passt aber ins Bild, das wir vom aktuellen Umgang der Stuttgarter mit anderen in Sachen Transfers schon gewonnen hatten …

  • Und für die Schäfer-Kritiker fand Hecking auch deutliche Worte in der Pk vor dem Spiel:

    [Hecking auf die Frage, ob denn auch Schäfer einsichtig wäre in Sachen Fehler]:

    „Ich sehe Raphael Schäfer nicht so kritisch, wie das der ein oder andere sieht. Und ich glaube, dass wir da aufpassen müssen, auch wenn man in der Beurteilung nicht immer einer Meinung sein wird. Raphael Schäfer hat gerade in der Rückrunde hervorragende Leistungen schon gebracht! Und zur Strafraumbeherrschung: Wenn ein Torwart entscheidet zu fausten, dann ist mir das immer lieber, als der Versuch den Ball zu fangen und man lässt ihn dann fallen. Deshalb kann ich die Diskussion nicht nachvollziehen. – Sie ist unnötig!“

    • 100% Agree, ich weiss nicht ob es bei Schäfer an der Persönlichkeit oder seinen Torwartfähigkeiten liegt, daß er so polarisiert.
      Überflüssig zu wiederholen, daß wir einen guten erfahrenen Torhüter haben. Da in fast jedem Spiel Tore fallen, wird es logischerweise auch nie fehlerfreie Torhüter geben, wenn ich an andere denke, wie Leno, Neuer, Kraft, Starke ganz egal, was andere schon für Klöpse geliefert haben oder 6-7 Tore in einem Spiel bekommen haben. Beim Torhüter siehts halt dann schnell sehr doof aus, weil er nunmal der letzte vor der Torlinie ist :-O Die Diskussion um Schäfer kann ich auch nicht so nachvollziehen. Da wid mir eher Angst und Bange wir hätten mal wieder sowas wie Blaczek.

      Alexander | Clubfans United: “Ich sehe Raphael Schäfer nicht so kritisch, wie das der ein oder andere sieht. Und ich glaube, dass wir da aufpassen müssen, auch wenn man in der Beurteilung nicht immer einer Meinung sein wird. Raphael Schäfer hat gerade in der Rückrunde hervorragende Leistungen schon gebracht! Und zur Strafraumbeherrschung: Wenn ein Torwart entscheidet zu fausten, dann ist mir das immer lieber, als der Versuch den Ball zu fangen und man lässt ihn dann fallen. Deshalb kann ich die Diskussion nicht nachvollziehen. – Sie ist unnötig!”

  • ich lese da nur raus, dass er es dem schäfer nicht zutraut einen ball zu fangen…;) dass hecking, gerade öffentlich, keine baustelle eröffnen will ist völlig verständlich, intern sieht das aber sicherlich anders aus.

    zum „angst und bange vor blazek“ sein: schön langsam verstehe ich dich absolut nich mehr. bei schäfer wird alles schön geredet, aber blazek soll der alptraum sein? der war keinen deut schlechter oder besser als schäfer, der war nur ein völlig anderer torhüter-typ. hoch stehen und einen keeper zu haben der auf der linie klebt funktioniert halt nicht – das hätte meyer wissen bzw. sehen müssen, das war aber sicherlich nicht blazeks fehler. auf der linie hat uns auch der tscheche einige spiele gewonnen (gerade in der uefa-cup gruppenphase), einige (leider auch in der k.o.-phase) verloren. nichts, was man nicht auch von schäfer behaupten könnte. aber immerhin bin ich guter dinge, dass du schäfer mal mit den selben augen wie jetzt blazek betrachten wirst…

    • xxandl: ich lese da nur raus, dass er es dem schäfer nicht zutraut einen ball zu fangen…;)

      kann ich nicht witzig finden, gerade weil wir hier ein Problem mit einzelnen Bashern und Schmähern haben. Mir ist allemal lieber, ein Ball wird entschlossen gefaustet als fallengelassen oder nur abgeklatscht. Gerade die allgegenwärtigen Flatterbälle sind derart schwer zu fangen, dass Raffa da die sicherst mögliche Variante gefunden hat. Denn sind wir doch mal ehrlich: wieviele Weitschusstore hat Schäfer bekommen, die haltbar erschienen? Ich würde gefühlsmäßig sagen, er liegt da in der BuLi-Statistik recht gut….

    • Was du nicht alles weißt. Jetzt weißt du sogar schon wie es in Hecking aussieht, entgegen seiner eigenen Aussagen, die so schwer doch gar nicht zu verstehen sind.

      xxandl: intern sieht das aber sicherlich anders aus.

  • Schon gesehen im Spiegel?
    Nette Spielerei, wie ich meine. Mal sehen wie weit das am Ende danebenliegt.
    http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,823035,00.html

    Prognose für unseren Glubb dort durchaus positiv;-)
    Wobei mir bei der Prognose dieses „Experten“ das bekannte Churchill-Zitat einfällt:
    Ein Experte ist ein Mann, der hinterher genau sagen kann, warum seine Prognose nicht gestimmt hat.

    10 Punkte werden wir wohl nicht mehr holen wie dort prognostiziert, sonder eher 5-6 nach meiner „Experten“-Meinung…..

  • wenn daraus methode wird, kann man das fausten nicht gutheißen. gegen wolfsburg steht schäfer nach einer ecke auf der fünfer-linie, hat im 3m radius weder freund noch feind, und anstatt das dinge mit der kappe zu fangen faustet er es mit einer hand mittig vor den strafraum – szenen wie diese gefallen mir nicht und können auch einem hecking nicht gefallen. schäfer verschenkt bälle, sei es mit seinem hang zum fausten, seinen abstößen oder seinen abschlägen. ein coach der prädigt, dass wir immer den ball wollen, kann sich so einen keeper auf dauer nicht leisten.

    anzunehmen, dass die torhüterleistung intern nicht kritisch begutachtet wird ist ziemlich naiv, dann könnten wir den matysek gleich nach hause schicken…

    zu der theorie mit den weitschüssen kann ich wenig sagen, dazu findet sich keine statistik – allerdings habe ich nicht das gefühl, dass in der bundesliga noch oft der weitschuss gesucht bzw. versucht wird. es gibt zwar spieler wie kroos und pinto, die es regelmäßig probieren, (didavi, der mann der den oberrang mit bällen versorgt wäre wohl auch zu nennen), aber sonst spielt sich mMn das meiste im und um den strafraum herum statt.

    vom im spiegel gezeigten modell halte ich recht wenig, das ist zu statisch, unflexibel und rein ergebnisorientiert. wäre interessant wie die bisherige erfolgsqoute dieses modells aussieht, ohne die zu kennen bleibt es für mich das beschriebene würfelspiel. die vorhergesagten 10 punkte halte ich aber durchaus für möglich, wenn wir gegen die direkten konkurrenten weiterhin so gut punkten wie bisher. 6 punkte würde ich als mindestziel angeben, damit wären wir wohl entgültig auf der sicheren seite.

    • Ich glaube Hecking hat etwas mehr Sachverstand und weiß selber besser, was ihm gefällt oder nicht und was er sich leisten kann oder nicht. Es nützt bei Leuten wie dir nichtmal was, wenn er sich klar zu dem Thema Schäfer positioniert.

      xxandl: können auch einem hecking nicht gefallen. schäfer verschenkt bälle, sei es mit seinem hang zum fausten, seinen abstößen oder seinen abschlägen. ein coach der prädigt, dass wir immer den ball wollen, kann sich so einen keeper auf dauer nicht leisten

  • Was mir im Vorfeld der Partie in Stuttgart bisher ein bisschen zu kurz gekommen ist, ist ein Blick auf die Spieler Didavi, Chandler und Hegeler – in den vergangenen Tagen war ja einiges über sie zu lesen.

    Sollte Hecking ihnen am Sonntag das Vertrauen schenken?

    Didavi und Chandler werden bestimmt motiviert sein, um es ihrem (künftigen ?) Verein zu zeigen. Aber besteht nicht die Gefahr, dass die beiden übermotiviert sind? Dass sie alles ganz besonders gut machen wollen und dabei alles schief läuft?

    Und Hegeler? Sollte Hecking einen Spieler einsetzen, der den Club im Sommer definitiv verlassen wird? Hat Hegeler, jetzt wo seine Zukunft geklärt ist, noch die richtige Einstellung?

    Bin mal gespannt, welchem von den drei Spielern man am Sonntag die Unruhe bzw. das Gerede im Vorfeld am meisten ansieht.

  • OT: Freiburg führt nach 14 min. 2:0, komisch aber, dass die Mainzer Überfalltaktik ausgerechnet gegen Hertha nicht zu funktionieren scheint. Ich glaube, Lautern hat keine Lust mehr auf 1. Liga. Wenn hinten Mannschaften aufgeben, braucht man aber leider mehr Punkte für den Klassenerhalt. Nach den derzeitigen Zwischenständen wird es sehr eng bzgl. Relegationsplatz, insofern würde ich die „erwarteten“ 10 Punkte aus der Spiegelstatistik am Ende gerne auf unserem Konto sehen. Ein 3er gegen unseren Lieblingsgegner morgen wäre ein guter Anfang.

  • Tja, laut Halbzeittabelle sind es jetzt nur noch 4 Pünktchen auf den Relegationsplatz. Unglaublich. 🙁

    • Woschdsubbn:

      Tja, laut Halbzeittabelle sind es jetzt nur noch 4 Pünktchen auf den Relegationsplatz. Unglaublich.

      Unglaublich? Nee! Das war absehbar.

      „Unglaublich“ passt eher auf die Larifari-Auftritte unserer Mannschaft in den letzten beiden Spielen.

      • belschanov: Unglaublich? Nee! Das war absehbar.

        “Unglaublich” passt eher auf die Larifari-Auftritte unserer Mannschaft in den letzten beiden Spielen.

        Belschanov. Du sprichst mir aus der Seele.
        Aber wenn die Truppe morgen verliert und Köln ebenfalls in Dortmund nix reisst, was werden wir dann wieder zu hören bekommen. „“… Nix passiert, immer noch 11ter etc. pp.“ dieses ständige Verdrängen tut niemandem gut.
        AUFWACHEN UND PUNKTEN. vor allem aber fighten. ob das gerade in Stuttgart gelingen wird…
        die Hoffnung stirbt zuletzt.

    • Woschdsubbn: Tja, laut Halbzeittabelle sind es jetzt nur noch 4 Pünktchen auf den Relegationsplatz. Unglaublich.

      Hallo, das war nach dem Spiel in Mainz doch klar, dass es genau so läuft. Wenn unsere Truppe in Stuttgart nicht punktet, dann geht es schon wieder mit vollen Hosen nach Freiburg. JEDE WETTE.

      WIE man fightet zeigt uns wieder mal … Augsburg.
      Respekt!
      Also morgen stellt sich mal wieder die Charakterfrage an unsere Truppe.
      Sorry, aber nach dem letzten Heimspiel gegen Wolfsburg fehlt mir leider der Glaube.
      Mal sehen ob sie ihre Schlafmützigkeit mal ablegen können. Wie auch immer, das wird noch eine ganz enge Kiste dieses Jahr.

  • Und ich glaube, der User Juwe hat genausoviel Fussballsachverstand wie Schaefer ein guter Keeper ist! Warum muss man Kritik an Schaefer als Bashing diskriminieren?

  • Mir lässt die Torwartfrage keine Ruhe, weil ich denke, dass wir hier mehr Handlungsbedarf haben, als manche es hier glauben oder vielleicht auch nur wahr haben wollen.

    Ich habe mir mal die Kicker Rangliste der Hinrunde herausgesucht um zu sehen, wie man dort Schäfer verortet:

    Weltklasse:

    keiner

    Internationale Klasse:

    1. Neuer
    2. Leno
    3. Weidenfeller
    4. ter Stegen
    5. Ulreich

    Im weiteren Kreis:

    6. Zieler
    7. Unnerstall
    8. Jentzsch
    9. Kraft
    10. Benaglio
    11. Rensing

    Blickfeld

    12. Drobny
    13. Starke
    14. Trapp
    15. Wiese

    Wo Schäfer da genau steht kann ich nicht sagen. Aber ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo der Club Torhüter hatte, die in solchen Listen weit oder zumindest weiter oben standen.
    Noch in der Saison 2006/2007 war selbst Schäfer noch ordentlich gelistet auf Position 8, Im Jahr davor sogar auf Rang 6

    Weltklasse:

    keiner

    Internationale Klasse:
    1. Manuel Neuer
    2. Timo Hildebrand
    3. Oliver Kahn
    4. René Adler
    5. Robert Enke

    Im weiteren Kreis:

    6. Jaroslav Drobny
    7. Tim Wiese
    8. Raphael Schäfer
    9. Frank Rost
    10. Stephan Straub
    11. Dimo Wache
    12. Kasey Keller

    Blickfeld

    Christian Fiedler
    Mathias Hain
    Simon Jentzsch
    Roman Weidenfeller

    Man kann über die Listung diskutieren, aber ganz daneben liegt diese Einschätzung wohl doch nicht.
    Ich habe bestimmt nichts gegen Rafa Schäfer, warum auch. Rafa ist der Torwart, der mit für unseren Pokalsieg verantwortlich ist. Das kann ihm keiner nehmen und ich werde seinen Namen stets mit dem Pokalsieg verbinden.
    Nur, diese Zeit ist vorbei und die Leistung von damals bringt er leider nicht mehr. Vielmehr ist er vom damaligen Stabilisator heute zu einem Unsicherheitsfaktor geworden. Auch wenn ich mich hier unbeliebt mache mit meiner Meinung: Wir haben ein Torwartprobem, welches in absehbarer Zeit gelöst werden sollte!
    Entweder Rakovsky ist stark genug für die Bundesliga, dann sollte man ihn bringen oder aber wir brauchen einen neuen Goalie. Ich kann nicht daran glauben, dass Rafa noch einmal stärker wird und ich bin mir sicher, er selbst ist sich auch seiner Schwächen bewusst, was ihn nur noch mehr hemmt.

    Gut: Anschlusstreffer der Karnevalstruppe! Unentschieden wäre wohl das Beste was hier dem Club passieren könnte….
    Ja, jetzt auch noch Tor für Werder….
    Gut dem Dinge!!!

    • schorschvolkert: Mir lässt die Torwartfrage keine Ruhe, weil ich denke, dass wir hier mehr Handlungsbedarf haben, als manche es hier glauben oder vielleicht auch nur wahr haben wollen.
      Ich habe mir mal die Kicker Rangliste der Hinrunde herausgesucht um zu sehen, wie man dort Schäfer verortet:

      Eine sehr hilfreiche Rangliste, in der Schäfer fehlt, weil er verletzungsbedingt zu wenige Spiele absolviert hat :mrgreen: Aber Du hast recht, Schäfer ist nicht einmal unter den besten 15 gelistet, wir haben ein Torwartproblem q.e.d. (ironie off)

      Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses ständige Sägen an unserem Mannschaftskapitän entscheidend zur Stabilisierung beiträgt. Was soll das bringen? Einen besseren haben wir nicht, und falls doch (Rakowski) wird man sicher keine Experimente auf dem Rücken des Kapitäns austragen, jedenfalls nicht ohne Not und nicht in dieser Saison. Hecking ist doch nicht wahnsinnig. Akzeptiert das einfach mal, langsam wirds langweilig….

      • Auf den Punkt! 100% Agree, ohne Schäfer für undiskutierbar zu halten, aber dafür ist jetzt einfach nicht der Zeitpunkt. Rakovsky, sofern nichts größeres passiert, kann es in der nächsten Vorbereitung zeigen, ob er eine Alternative ist. Dann kann man die Konkurrenz gerne völlig offen betrachten. Das muss er oder ein anderer Torwart aber ersteinmal nachweisen, daß er eine stabile Alternative ist.

        Optimist: Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses ständige Sägen an unserem Mannschaftskapitän entscheidend zur Stabilisierung beiträgt. Was soll das bringen? Einen besseren haben wir nicht, und falls doch (Rakowski) wird man sicher keine Experimente auf dem Rücken des Kapitäns austragen, jedenfalls nicht ohne Not und nicht in dieser Saison. Hecking ist doch nicht wahnsinnig. Akzeptiert das einfach mal, langsam wirds langweilig….

  • Wird wohl nichts mehr. Jetzt wird der Abstand zu Rang 17 auch wieder unangenehm eng. Ich dachte, wir hätten den „Depp“-Stempel nach Fürth weitergegeben?

  • Bislang noch kein guter Spieltag für den Club… Könnte nochmal so richtig eng werden. Morgen ist die Mannschaft richtig gefordert!!!

  • Tja – wird immer enger da hinten diesseits von Lautern. Bezüglich Fürth: die wollens heuer scheints echt wissen. Lokalpatriotischen Respekt (tu mich eh immer schwer mit „Westvorstadt“ und AntiFü – führe es zwar oft im Mund, aber eher halbherzig: Solide geführter Traditions-Verein, der sich nicht unterkriegen lässt, des bassd scho). 1 Jahr Buli-Luft heddns scho amol verdient.
    Ansonsten hülfe ein Auswärtssieg natürlich ungemein – wenn Raffa den festhielte wärs um so besser, denn dann würde sich (auch hier) so manches entspannen. Naja: hättewärewenn, morng simmer schlauer.
    Als alter Fan-Freundschaftler bin ich heute natürlich Schalker (und Kanadier: Curling-Page-Playoff gegen Südkorea – großer Sport)!

  • Mein Bruder (wohnhaft in Hamburg) freut sich bereits auf Relegation HSV-Pauli. Meine (für die öffentlichen Organe) Stress-Alternative lautet: Köln-Fortuna. Vermutlich wird es dann „Am Arsch vorbei“-Augsburg-Paderborn.
    Alle drei Varianten haben einen entscheidenden Vorteil: Mir ham nix mit zu tun. Die Ebene ist nicht schief genug. Heuer nicht.

  • Es war schon lange abzusehen, dass es keine designierte Absteiger gibt, die sich aufgegeben haben. Im Gegenteil die geben nur noch mehr Gas, siehe Augsburg. Es wird dieses Jahr brutal hart hinten drin. Hoffentlich können wir den Abstand halten. Der Spieltag heute ist der beste Beweis. Noch besteht aber kein Grund zur Panik

    • Juwe: Es war schon lange abzusehen, dass es keine designierte Absteiger gibt, die sich aufgegeben haben. Im Gegenteil die geben nur noch mehr Gas, siehe Augsburg. Es wird dieses Jahr brutal hart hinten drin. Hoffentlich können wir den Abstand halten. Der Spieltag heute ist der beste Beweis. Noch besteht aber kein Grund zur Panik

      Vielleicht noch keine Panik, aber ein sehr ungutes Gefühl kommt auf, wenn der Club heute verlieren sollte und man einen Blick auf das Restprogramm wirft: In den verbleibenden vier Heimspielen geht’s u. a. gegen Bayern, Schalke und Leverkusen, kein Abstiegskonkurrent hat noch so schwere Gegner.

      Ein düsteres, aber auch nicht allzu unrealistisches Szenario ist folgendes: Wir verlieren die nächsten beiden Spiele und müssen dann mit maximal drei Punkten Vorsprung zu unserem „Lieblingsgegner“ SC Freiburg, der dann mit einem Heimsieg an uns vorbeiziehen würde. Hoffentlich kommt es anders…

  • Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was hier wieder los wäre (von bekannten Seiten), wenn der gute Raphael heute sich so ein Ei reinlegen ließe wie Drobny (2. Gegentor) oder eine 5-Meterraumbeherrschung zeigen würde wie ter Stegen (2. Gegentor), beide im o.g. Ranking vertreten.

    • Claus: Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was hier wieder los wäre (von bekannten Seiten), wenn der gute Raphael heute sich so ein Ei reinlegen ließe wie Drobny (2. Gegentor) oder eine 5-Meterraumbeherrschung zeigen würde wie ter Stegen (2. Gegentor), beide im o.g. Ranking vertreten.

      Claus, es geht hier nicht um die Leistung in einem Spiel. Jeder Goalie hat mal einen schlechten Tag und macht mal Fehler…
      Wenn Rafa, über Wochen gute Leistungen gezeigt hätte und dann mal einen Bock schießt, gibt es auch keine echte Diskussion. Außerden geht es auch nicht unbedingt um einzelne Böcke die zu diskutieren sind, sondern seine eklatanten Schwächen bei hohen Bällen, die Strafraumbeherrschung und die Spieleröffnung.
      Ich habe Drobny nicht so im Blick, aber ich denke bei ter Stegen ist es so, dass er, besonders für einen so jungen Torwart, über Wochen sehr ansprechende Leistungen gezeigt hat und mit dafür verantwortlich ist, dass Gladbach bis heute nicht mal die Hälfte der Tore gefangen hat wie Club.

      • Ich glaube einen Torhüter kann man am ehesten bewerten, wenn man schon Statistiken benötigt, mir zb. reicht es einfach einen Torwart zu sehen dann weiss ich bescheid, aber wenn man nun unbedingt Statistiken oder Quoten dafür benötigt, dann ist die einzig aussagekräftige der Quotient aus Torchancen/gehaltene Bälle. Gladbach arbeitet als Mannschaft viel stabiler gegen den Ball und da bekommt der gute ter Stegen auch nicht ganz so viel zu tun. die Bälle werden immer schneller durch neue Materialien, flattern mehr, das Spiel wird immer schneller besonders bei Standarts, was oft einem Billiard dann gleicht im 16er, wenn 20 Mann den Ball versuchen raus oder rein zu dreschen. Es gibt keinen fehlerfreien Torhüter. Und ob ein Torhüter mehr Stärken auf der Linie oder im Strafraum hat oder haben sollte, ist Geschmackssache.

        schorschvolkert: über Wochen sehr ansprechende Leistungen gezeigt hat und mit dafür verantwortlich ist, dass Gladbach bis heute nicht mal die Hälfte der Tore gefangen hat wie Club.

        • Juwe: Ich glaube einen Torhüter kann man am ehesten bewerten, wenn man schon Statistiken benötigt, mir zb. reicht es einfach einen Torwart zu sehen dann weiss ich bescheid, aber wenn man nun unbedingt Statistiken oder Quoten dafür benötigt, dann ist die einzig aussagekräftige der Quotient aus Torchancen/gehaltene Bälle. Gladbach arbeitet als Mannschaft viel stabiler gegen den Ball und da bekommt der gute ter Stegen auch nicht ganz so viel zu tun. die Bälle werden immer schneller durch neue Materialien, flattern mehr, das Spiel wird immer schneller besonders bei Standarts, was oft einem Billiard dann gleicht im 16er, wenn 20 Mann den Ball versuchen raus oder rein zu dreschen. Es gibt keinen fehlerfreien Torhüter. Und ob ein Torhüter mehr Stärken auf der Linie oder im Strafraum hat oder haben sollte, ist Geschmackssache.

          mir reicht es auch wenn ich einen torhüter sehe, genau darum spreche ich mich ja so massiv gegen schäfer aus. im übrigen haben wir in der hinrunde die zweitwenigsten schüsse aufs tor zugelassen, einzig die bayern standen noch sicherer, deine gladbach-argumentation geht also mal wieder ins leere. der von dir angesprochene quotient ist einer der statistischen werte, der am massivsten gegen schäfer spricht: er kommt auf 67% gehaltener schüsse, der von dir angesprochene ter stegen 82%.

          du hast vollkommen recht, die anforderungen an einen torwart haben sich geändert, daher stellen in den letzten jahren reihenweise junge torhüter ihre etablierten konkurrenten in den schatten.

          bei dir stünde schober vermutlich heute noch im schalker tor…

          • die Frage habe ich mir noch nicht gestellt 🙂

            aber…ich hätte in Leverkusen Adler nicht aufs Abstellgleis geschoben, was Erfahrung doch wert ist hat man bei Leno in Barcelona gesehen, natürlich hat die ganze Mannschaft resigniert, wenn so gut wie jeder Schuß aufs Tor ein Treffer ist. Bei Adler vermute ich auch eher wirtschaftliche denn sportliche Gründe sich ein paar Mille im Jahr sparen zu wollen.

            Zurück zum Thema, im Moment sehe ich zu Schäfer nicht die Alternative, soweit ist das richtig. Es geht auch darum eine Mannschaft auf dem Spielfeld zu führen und zu pushen.

            xxandl: bei dir stünde schober vermutlich heute noch im schalker tor…

  • Es ist wirklich erstaunlich zu beobachten, wie die sogenannten Kellerkinder im letzten Drittel der Saison (K-town ausgenommen) immer besser zu sich finden, an eigene Stärken zu Glauben beginnen und die Angst ablegen. Bedingungsloser Fight. Chapeau!
    Die haben es allesamt kapiert und unser Polster war zu keinem Zeitpunkt groß genug, um behaupten zu können, dass wir nach einer miesen Serie wie zuletzt nicht noch unten reinrutschen können.
    Und so kommt es dann auch…

    Wo ist der Schalter, den Hecking umlegen kann, dani die Mannschaft wieder voll konzentriert und mutiger auftritt? Ich hoffe sehr, dass er rechtzeitig gefunden wird, sonst wird es enger als eng.

    Vielleicht gibt es heute eine Überraschung. Dazu zählt für mich schon ein Punktgewinn.

  • Hm, wenn man in den einschlägigen Fanforen herumbraust, dann geben sich die VfBäh Fans ja sehr siegessicher. Das hat Ähnlichkeiten wie damals vor dem Bremen- und Gladbach-Spiel und gibt mir dann wieder Hoffnung auf wenigstens ein Pünktchen. 🙂

  • Ich habe das Gefühl heute geht was in Stuttgart, besonders nach den Vorlagen der Konkurrenz. Der Club hat oft dann tolle Spiele gezeigt, wenn niemand damit rechnete zb. in Leverkusen oder nach dem Geheule als man in Augsburg, bei den seinerzeit ‚bundesligauntauglichen‘ nur Unentschieden gespielt hat. Man erkennt es halt bei einigen, die nur Tabellen oder Statistiken quer durch den Online oder Blätterwald lesen können, daß sie keine Zusammenhänge oder Hintergründe sehen oder selbst Erfahrung haben, um sich auch hineinfühlen zu können. Ich hoffe wir können heute diese Mini Negativserie stoppen, damit nicht eine große daraus wird, gegen Bayern nächste Woche sehe ich maximal eine 10% Chance zu punkten.
    Für die ist jedes Spiel nun ein echtes Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Leichter ist es heute in Suttgart zu punkten, bin guter Dinge.

  • Können wir das Thema Torwart jetzt mindestens bis zum nächsten groben Patzer nun mal sein lassen? Die Argumente sind ausgetauscht, die Lager bezogen. Ich halte es mal mit Hecking: Die Diskussion ist unnötig. Wir können eh nicht aufstellen und wie man sieht wäre sogar die Fanbasis unentschlossen, würde sie entscheiden müssen. Ergo: And now for something completely different

    Das Stuttgart-Spiel zum Beispiel – die BILD spekuliert auf Pinola in der Startelf, Hlousek links und Esswein zentral im Sturm, dafür Peki auf der Bank. Glaub ich nicht dran. Wenn dann wieder im 4-4-2 mit Doppelspitze, dann würde aber der rechte Mittelfeldplatz ausgewürfelt werden (Chandler?) und Didavi wäre auf der Bank.

    • Alexander | Clubfans United, danke, ich habs versucht, meine Einlassung wurde leider nicht als Schlussplädoyer hingenommen 😉

      Ich hätte ja die eine oder andere Änderung erwartet, aber möglicherweise ist das das falsche Spiel zur falschen Zeit. Zwar hätte ich Chandler mal eine Pause gegönnt (und DH diesen Schritt zugetraut) aber ausgerechnet gegen den VfB? Da sollte man eine besondere Motivation erwarten; gleiches gilt für Didavi. Oder eine Umstellung gerade deswegen? (zeigen wir dem VfB lieber nicht, dass Chandler gerade schwächelt?)

      Pino zurück würde ich begrüßen, ich denke er wäre stabiler gegen Schieber und Harnik, aber was ist dann mit Esswein und Hlousek (auf den ich allein der Standards wegen nicht verzichten würde). Fragen über Fragen! Esswein vorne wäre möglich, Doppelspitze ausgerechnet im Auswärtsspiel eher nicht (was außerden entweder Chandler oder Didavi aus dem Spiel bringen würde, genauso wie ein Seitenwechsel Essweins, den einige hier ja auch vehement ablehnen).

      Nein, ich glaube, die Startelf bleibt, da wäre zu viel, was dagegen spricht, sie jetzt zu ändern…

  • Tja, Chandler kann ich derzeit einfach schlecht einordnen. Will er jetzt unbedingt nach Stuttgart oder nicht? Man hat in dieser Saison auch schon Formschwankungen anderer gesehen, die im direkten Zusammenhang zu Transferhickhack standen. Wolle spielt wieder auf altem Niveau, seit er seinen Vertrag unterschrieben hat. Hegeler zeigte eines seiner besten Spiele (wenn nicht sogar das beste) bei seinem Lieblingsverein. Sollte die Antwort auf obige Frage eindeutig „ja“ lauten, müsste Chandler in die Startelf.

  • Ich hoffe Labbadias Haare werden sich heute noch etwas mehr lichten;-)

  • man man was für Chancen… Super Leistung aber diese Chancenauswertung ! ! !

  • …ich hoffe, die Jungs bleiben in der 2. Hz. weiter am Drücker ….und es geht mal einer rein!

  • Ist Eueres Erachtens der Glubb so gut
    oder Stuttgart so schlecht?

  • Mann, Schieber, du bist Stürmer, misch Dich nicht immer in die Abwehrarbeit ein!

  • Schieber rettet Stuttgart das 0:0 zur Halbzeit!!!! Pinola als Verteidiger und Hlousek eine Position nach vorne gerückt mit einer starken Leistung.

  • Meine Fresse… Es kommt wie es kommen muss…! So eine drecks Chancenauswertung heute… !

  • Tja, wenn man seine eigenen guten Chancen nicht nutzt und dann kurz vor Ende ein Abseitstor bekommt, dann steht man eben wieder mitten im Abstiegskampf!

    Die Mannschaft hatte es selbst in der Hand…

  • Das Tor war doch kein Abseits. Pino steht 1,5 Meter hinter der Abwehrreihe

  • Eigentlich müßte dieser couragierte Auftritt heute Hoffnung geben, aber die Chancenausertung . . . .greiner kenndmer.

  • 15 Torschüsse, 14 Ecken, O Tore… Hat eigentlich Hlousek komplett das Eckenschiessen beim Club verlernt? Und wie kann man so einen Ball an die Latte hauen? So jetzt die Bayern und dann Freiburg…

  • Wenigstens das Phrasenschwein kann vor Kraft kaum laufen: „Unnödich wie a Grobf“, „Der Glubb is a Debb“, „Hädde wäre wenn – Hädde meine Dande Räder wärs a Straßenbahn“ (Auge), „Des is biddä“ (Wolfgang Wolf)… Mann Mann Mann, nee nee…

    • Markazero: Wenigstens das Phrasenschwein kann vor Kraft kaum laufen: “Unnödich wie a Grobf”, “Der Glubb is a Debb”, “Hädde wäre wenn – Hädde meine Dande Räder wärs a Straßenbahn” (Auge), “Des is biddä” (Wolfgang Wolf)… Mann Mann Mann, nee nee…

      Mensch jetzt hört doch bitte endlich mit dem „Der Glubb is a Debb“-Gwaaf auf !!!!! Ich kanns nicht mehr hören.

      • Derbfuss: Mensch jetzt hört doch bitte endlich mit dem “Der Glubb is a Debb”-Gwaaf auf !!!!! Ich kanns nicht mehr hören.

        Danke, das musste mal gesagt werden! Außerdem, wenn hier einer…., dann derjenige, der so einen klaren Elfer nicht sieht…. 😉

        Eigentlich das gesamte Spiel überzeugend, die klar bessere Mannschaft und dann so ein Dreckstor, das man schon im Mittelfeld entschlossen verteidigen hätte müssen (habs kommen sehen, als sie Hajnal laufen haben lassen). Mit dieser Leistung haben wir uns einen Heimsieg gegen die Bauern verdient, egal, ob das dann verdient sein wird!

  • Habe das Spiel komplett auf Sky verfolgt und fühle mich jetzt beschissener als wenn wir 0:4 verloren hätten.

    Das war die unverdienteste Club-Niederlage der ganzen Saison. Hoffentlich werden uns die Punkte, die wir heute liegengelassen haben, nicht am Ende fehlen.

    Mir wird schon jetzt Angst und Bange, wenn ich an das Spiel in Freiburg in zwei Wochen denke. Das Nervenkostüm wird immer dünner.

  • Lieber Derbfuss! Drum schrieb ich doch „Phrasenschwein“ – wennst hochmotiviert mit Schal neberm Radio hockst, den Quatsch ertragen musst und am Schluss „greiner könntst“ greifen leider blöde archaische Reflexe. Schiere Hilflosigkeit. Ich bitte um Nachsicht!

    • Markazero: Lieber Derbfuss! Drum schrieb ich doch “Phrasenschwein” – wennst hochmotiviert mit Schal neberm Radio hockst, den Quatsch ertragen musst und am Schluss “greiner könntst” greifen leider blöde archaische Reflexe. Schiere Hilflosigkeit. Ich bitte um Nachsicht!

      Okay. MIT Schal bei DEM Wetter, sei es Dir verziehn 😉

  • Gegen Mainz, Wolfsburg und Stuttgart 0 Punkte, ich kanns nicht glauben. War das heute nur Pech???
    Und der FC führt auch schon….
    Das kann am Ende noch ganz bitter werden, oder einfach gegen SCF, Lautern und HIV gewinnen, gaaanz einfach!

    • Gunner: Das kann am Ende noch ganz bitter werden, oder einfach gegen SCF, Lautern und HIV gewinnen, gaaanz einfach!

      gerade gegen den SCF ist das ja unsere leichteste Übung… :mrgreen:

  • Besten Dank! Den schönen alten zweigeteilten „Franken-Ruhrpott“-Schal, erworben am Frankenstadion, braucht’s halt. Manchmal hilft er sogar. Fürderhin werde ich auf Reflexe verzichten und auf Zen-Gleichmut hinarbeiten: Ommmm… Elfter… Ich bin gaaanz ruhig….!

  • Ich versuch’s mal positiv: Unerwartet gute Leistung, erwartetes Pech/Unvermögen vor dem gegnerischen Tor, vor dam der Club allerdings viel öfter auftauchte, als erwartet.

    Wenn es so weitergeht, dann wird man das Glück irgendwie auch mal erzwingen. Siehe Augsburg, Freiburg, vielleicht sogar noch Hertha. Alle waren sie schon in die 2. Liga geschrieben worden, keiner gibt sich geschlagen.

    Die heute gezeigte Einstellung muss in jedes Spiel mitgenommen werden. Nur schade, dass keiner getroffen hat. Wenn sich das auch noch ändert, dann wird es vielleicht doch noch was mit dem Klassenerhalt.

    Außerdem:
    Andere Teams unten lassen sich das Torverhältnis in Grund und Boden ballern. Wir hatten mal mit das schlechteste, inzwischen nicht mehr.

    Vielleicht noch ein kleiner Vorteil, wenn es am Ende eng wird und die knappen Niederlagen – wie heute – entscheiden.

    Merci BVB.

  • Äerglich, aber eine gute Leistung, mit der man auch optimistisch nach Freiburg fahren kann. Das nötige Glück kann man sich erarbeiten, wenn man weiterhin so auftritt. Im übrigen es ist doch unendlich reizvoll den Bayern die Meisterschaft zu verhageln. Warum soll uns nicht gelingen, was den Fürthern gegen Dortmund gelang, lediglich mit einem Quäntchen mehr Glück. 😮

    Ich bin für das nach vorne schauen statt nachweinen. Wenn Dortmund am Freitag abend gewinnt, kommen die Bayern am Samstag mit gehörigem Druck zu uns. Dann kann man sein Glück vielleicht auch mal erzwingen.

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