Was für ein schöner Mittwoch

Ein Traum. Der Wahnsinn. Für den Club war das mehr als ein Sieg, es war wie eine Befreiung. Nur 1 Chance ließ man den Knappen zu, die dann auch gleich zum 3:1 führte – wahrscheinlich eine kleine Ironie des Fußball-Gottes, damit die Schäfer-Kritiker auch was vom Abend haben – aber (ohne Ironie) sonst stimmte alles: Druck erzeugt, bissig, immer gefährlich und mit einem 10er namens Didavi am Platz. Am Ende stand tatsächlich auf der Anzeigetafel: 4:1

Nach einigen abtastenden Minuten, die man eher als vorsichtig, denn als „verschlafen“ seitens des 1. FC Nürnberg bezeichnen sollte (immerhin hatte Schalke in der Zeit auch keine großen Chancen), bemerkte man wohl allerseits am Platz, dass der FCN all die Anspannung im Vorfeld in positive Energie am Platz wird umwandeln können, während Schalke die zur Schau getragene und mit dem Schonen von drei Leistungsträgern dokumentierte Lässigkeit wird bezahlen müssen. Der Club war in allen Belangen einem nominell weit aus besser besetzten Kader überlegen – einen Raul und Huntelaar sah man über 90 Minuten gar nicht und ein Jones hätte dagegen gern vor seiner Auswechslung von Platz gehen können.

Nürnberg machte Tore aus dem gesamten Sortiment: Freistoß aus dem Halbfeld per Kopf veredelt, (berechtigen) Elfmeter verwandelt, Direktspiel über die Außen aus dem Spiel abgeschlossen und frechen Freistoß direkt eingenetzt. Fußball-Herz, was willst du mehr? Ach ja? Ja! Die Bayern haben verloren und der Jubel im Stadion als die Dortmunder Führung eingeblendet wurde mag ermessen, wie sehr ein Erfolg des FCN durch Misserfolg des FCB noch einmal versüßt wird. Aber noch viel besser waren die Ergebnisse auf den anderen Plätzen, in denen es für den Club ums Eingemachte und nicht nur fränkischen Patriotismus geht: Hamburg verloren, Augsburg, Köln, Hertha, Lautern. Und damit den Vorsprung auf den Relegationsplatz wieder auf 6 Punkte (Köln) und 16 Tore vergrößert.

Natürlich ist die Saison deswegen noch ebenso wenig gelaufen wie die Meisterschaft für Dortmund. Aber die Ausgangslage hat sich doch mit einem Spieltag nun entscheidend verbessert. Und die Art und Weise, wie das geschah, war für uns Clubfans doch Balsam auf die Fanseele.

75 Gedanken zu „Was für ein schöner Mittwoch

  • So ist es! Das 4:1 entschädigt für 2:2 in Freiburg. Eigentlich entschädigt es für viel mehr! Super Leistung & genau zum richtigen Zeitpunkt!

  • Gut war das! Sehr gut! Und endlich mal die Chancen genutzt! Und dann noch das Ergebnis aus Dortmund!

    Perfekter Tag!

  • Ich zitiere den Punktdruckmesser:

    „Saisonziel 40 Punkte, aktuell 1.17 Punkte im Schnitt
    Hochrechnung nach dem 34. Spieltag: 40 Punkte“

    Und letzte Woche muss man hier in den Kommentaren lesen „So spielt ein Absteiger“…..

  • Eurobbabogoool, Eurobbabogoooool….. 😀 😀 😀

    …was anderes kann ich durch meine rosarote Brille ja jetzt auch gar nicht mehr sehen….

    A Draum!

  • Nur für die Staistikfans: 4 Tore hat der Club in dieser Saison bisher noch nicht erzielen können. Wo war, bitteschön, heute die Offensivschwäche?
    Einfach nur geil!!!!!
    (@Alexander: Ich weiß, dass Du Ausrufezeichen nicht ausstehen kannst, und ich habe mich in dieser Saison schwer zurückgehalten, aber haute mussten sie einfach raus!)

    PS: Ich hatte eigentlich schon ein bisschen gehofft, dass die Schäfer-Kritiker nach diesem Spiel sich wieder echauffieren, Grund genug hat ihnen ihr „Liebling“ wahrlich gegeben. Aber nichts, einfach nur Ruhe und Frieden, irgendwie wie Weihnachten.
    😀 😀 😀

    @Optimist: Nicht übertreiben. (!)

      • Töffi: Drei der vier Tore waren Standards. (hüstel, hüstel)

        …und Standards kriegt man nur, wenn man in die Offensive drängt.

  • Ich erlaube mir, jetzt mal den realistischen Optimisten zu geben:
    6 Punkte auf Rang 16, 8 Punkte auf Rang 17 => direkter Abstieg kaum mehr denkbar, Relegationsplatz eigentlich auch nicht (dank der Loosertruppe der Rückrunde), und auch wieder an unserem „Lieblingsgegner“ SC(H…) Freiburg vorbei.
    Die Westvorstadt kann kommen, und ich freue mich darauf.

  • Wobei dieser grandiose Sieg heute erst so richtig viel bringt, wenn wir am Samstag in Lautern nachlegen! Ich bin aber zuversichtlich, wenn wir an die heutige Leistung anknüpfen können:))

    • Nein der Sieg gegen Schalke bringt so oder so etwas, weil die Punkte auf dem Konto sind und da bleiben werden 🙂 egal wie man in Lautern spielt. Das wird wieder ein völlig anderes Spiel. 1 Punkt dort wäre super.

      FCN FCN FCN: Wobei dieser grandiose Sieg heute erst so richtig viel bringt, wenn wir am Samstag in Lautern nachlegen! Ich bin aber zuversichtlich, wenn wir an die heutige Leistung anknüpfen können:))

      • Juwe: egal wie man in Lautern spielt. Das wird wieder ein völlig anderes Spiel. 1 Punkt dort wäre super.

        ich halte auch nichts davon, da jetzt einen „Pflichtsieg“ einzufordern. Das ist zunächst einmal ein Auswärtsspiel gegen eine Mannschaft, die vielleicht um ihre letzte Chance (Relegation) kämpft. Die haben auch gegen LEV zunächst gut mitgespielt, durchaus nicht wie ein Absteiger. Bei uns dagegen habe ich die Befürchtung, dass wir es aufgrund der Konstellation vielleicht dann doch einen Tick zu locker angehen (oh, Mist, jetzt liefere ich der Mannschaft wieder Alibis :mrgreen: ). Ein Sieg dort wäre toll, weil wir dann definitiv die nächste Saison planen können, ist aber keineswegs schon im Sack und auch nicht selbstverständlich.

        Ich würde mich eigentlich freuen, wenn Klabautern die Relegation noch schafft. Von den Kandidaten da unten sind sie mir am sympatischsten. Und auch Fernsehgeldtechnisch wäre das wohl das Beste, vermutlich… 😉

  • „Applausapplauuuss.“

    Gut dass Bader und Hecking nie von etwas anderem als dem Klassenerhalt gesprochen haben. Was mit den Teams im Moment passiert, die an den eigenen Vorgaben zerschellen, ist schon fast tragisch.

    Heute kam ein S04 auf den Platz, das uns die erste Viertelstunde noch im ungewissen ließ. Doch dann kamen Mut, Selbstvertrauen und endlich auch mal die Tore, um das Angebot eines zum Teil mit Weltklassespielern bestückten Teams annehmen zu können.

    Man sah es Hecking nach dem 3:0 vor der Pause an: mit drei Toren Vorsprung könnte es ja doch mal mit nem Sieg klappen.
    Hat es. Und es war gut so, denn ich bin mir der drei Punkte in K’lautern noch gar nicht sicher. Ich kann nur hoffen, dass die Einstellung der Mannschaft am Wochenende eine ebenso gute sein wird wie die heutige.

    Der HSV hat dagegen heute einen Offenbarungseid abgelegt.

    Sollte der Club von Hecking weiter mit so viel Konzentration aufs wesentliche ausgestattet werden können, müssten die noch fehlenden 5 bis 6 Punkte noch zu erkämpfen sein.

  • Die Kritik der letzten Wochen fand ich auch deswegen in vielen Punkten weit daneben und kurzsichtig, das meinte ich in manchem Beitrag mit realistischem Denken, wie Hecking und die Mannschaft immer wieder das massive Verletzungspech kompensiert hat, jüngst Hlousek und Esswein und welchen Kader wir überhaupt zur Verfügung haben, hat die Mannschaft immer wieder angedeutet was sie leisten kann und leisten will, zuletzt in Stuttgart die im eigenen Stadion wohl selten so hergespielt wurden eine Halbzeit lang und natürlich gab es leistungsmäßig auch die Ausreißer in die andere Richtung. Nur wurde man zu selten belohnt.

    Aber man hat immer gesehen, daß hier ein intakte Truppe ist und ein Trainer, der sie auch erreicht. Der Glaube daran wurde gestern Abend ausnahmsweise auch mal belohnt. Mit der Schlagzeile ‚Desolate Schalker gehen in Nürnberg mit 4:1 unter‘ behaupte ich mal hat so niemand gerechnet. Ich glaube wer nicht nur die nackten Ergebnisse launisch bewertet hat sondern auch die Umstände dahinter gesehen hat, dem mußte auch klar sein, zudem spielt auch immer ein Gegner mit, der sich ja auch etwas ausdenkt, das alles in allem gar nicht schlecht war.

    Zu gestern muß man auch sagen, ich behaupte gegen Freiburg einer Mannschaft, die über den Kampf kommt und ansich so spielt wie wir, hätten wir uns auch gestern wieder schwer getan. Schalke hat eben darauf vertraut das spielerisch zu lösen und gegen Mannschaften, die uns etwas mehr Raum geben, hat der Club auch immer recht gut ausgesehen. Für mich bedeutet die Leistung gestern auch nicht daß Kaiserslautern ein Selbstläufer wird. Ein Blick auf die Tabelle sagt auch nichts über die Tagesform einer Mannschaft aus. Diese Kritiken die immer nur 1 Spiel betreffen, oh verloren alles Scheiße, Hecking macht alles falsch er erreicht die Mannschaft nicht mehr, er stellt die Spieler falsch auf, gewonnen oh alles Supi ist mir zu singulär und zu platt.

    • Juwe: hat die Mannschaft immer wieder angedeutet was sie leisten kann und leisten will

      Das ist es wohl, was auch Hecking immer und immer wieder gebetsmühlenartig wiederholte: „Meine Mannschaft will immer!“ – und nur für das Wolfsburg-Spiel stellte er das einmal bisher in der Saison in Frage. Umso mehr verstehe ich eben, warum DH die Kritik an fehlender Einstellung nicht nachvollziehen konnte.

      Juwe: Der Glaube daran wurde gestern Abend ausnahmsweise auch mal belohnt.

      Das wird mir noch mal einen eigenen Artikel wert sein, vielleicht nach der Saison. Denn „einen Glaube an etwas zu haben“ ist ja immer in die Zukunft gerichtet und eben nicht die Fakten zu konstatieren. Wenn ich rechnerisch nicht mehr absteigen kann, brauch ich daran nicht mehr glauben, dann ist es Faktum.

      Glaube aber bedeutet auch Vertrauen in die Handelnden, Anerkennen von Geleistetem und Zuversicht in das Vorhandene. Genau dieser Mangel an Glauben hat mich persönlich sehr gestört in dieser Saison, ganz subjektiv. Denn die Handelnden hätten mehr Vertrauen und das Geleistete hätte mehr Anerkennung verdient gehabt.

      • Alexander | Clubfans United:
        Glaube aber bedeutet auch Vertrauen in die Handelnden, Anerkennen von Geleistetem und Zuversicht in das Vorhandene. Genau dieser Mangel an Glauben hat mich persönlich sehr gestört in dieser Saison, ganz subjektiv. Denn die Handelnden hätten mehr Vertrauen und das Geleistete hätte mehr Anerkennung verdient gehabt.

        Alexander, glaube du redest damit vielen aus der Glubb Fanseele !!! Ich sehe das genauso wie du, deswegen habe ich auch nie am Team + Trainer + Manager gezweifelt.

        • Bluemerson: Alexander, glaube du redest damit vielen aus der Glubb Fanseele !!! Ich sehe das genauso wie du, deswegen habe ich auch nie am Team + Trainer + Manager gezweifelt.

          Danke Dir! Mir geht es dabei wirklich nicht darum nun ein „Ätsch, ich hab es immer gewusst“ zu sagen, sondern eben eher ein „Ich hab immer daran geglaubt“

        • Bluemerson: Alexander, glaube du redest damit vielen aus der Glubb Fanseele !!! Ich sehe das genauso wie du, deswegen habe ich auch nie am Team + Trainer + Manager gezweifelt.

          genau so isses!

          Diese Konstellation MB / DH ist das Beste, was dem Glubb seit gefühlten Ewigkeiten passieren konnte, es wäre doch Wahnsinn, das wegen blindem Aktionismus kaputtzumachen.Diesen Standpunkt vertrete ich nicht nur im Erfolgsfall, sondern auch bei Misserfolgen, wie man hier in der Historie nachlesen kann.

          OK, mit Hans Meyer haben wir einen Titel geholt, es zeigte sich aber dann auch, dass die Zusammenarbeit Trainer/Mannschaft langfristig gesehen nicht funktioniert. Ganz anders der Eindruck jetzt. Da könnte was entstehen wie Allofs/Schaaf (bevor es bergab ging 😉 ), was auch eine stete Entwicklung nach oben nicht ausschließt.

      • Alexander | Clubfans United: Das ist es wohl, was auch Hecking immer und immer wieder gebetsmühlenartig wiederholte: “Meine Mannschaft will immer!”

        Ähm, ich habe das wohl nicht so genau verfolgt, aber ist das wirklich so, dass die Einstellung häufig kritisiert worden wäre? Ich denke, dass, wer Augen hat zu sehen, in dieser Saison vieles, aber in den seltensten Fällen die Einstellung kritisieren konnte.

        An dem Spiel gegen Schalke war wohl exemplarisch zu sehen, wie sich die Verantwortlichen des Club die Saison eigentlich vorstellten: bärenstarke Außen mit hoher Laufbereitschaft (laufstärkster Spieler mal ausnahmsweise nicht Simons, sondern Robbie Mak), souverän die Positionen mit ihrem jeweiligen Hintermann changierend und fähig, die Bälle in die Mitte zu bringen, die beispielsweise ein Pekhart eigentlich braucht – ok, Didavi hat das Toreschießen dann erledigt, aber man muss halt flexibel sein. 😉

        Man hofft, dass es gelingt, die Euphorie gegen Lautern mitzunehmen. Erstmals in der Saison, und das macht den gestrigen Abend so faszinierend, gelang es, über das ganze Spiel hinweg, nicht nur gegen einen individuell eigentlich weit besser besetzten Gegner dagegenzuhalten – das hat man schon vorher geschafft (wenngleich zu selten 90 Minuten lang), sondern das Spiel zu kontrollieren und dem Gegner überhaupt nichts zu gestatten. Die Schalker Mannschaft hat also nicht verloren, weil sie versuchte, gegen einen kampfstarken Gegner spielerische Lösungen zu finden, sondern weil sie überhaupt keine Lösungen finden konnte und durfte.

        Es kann gut sein, dass man gegen Lautern mit einem Punkt zufrieden sein muss, aber vier Punkte aus den verbleibenden Spielen sollten dicke reichen, also wäre das schon ok, denn die Mannschaft ist (noch) nicht in der Position, dass von ihr in derartigen Begegnungen ein „Pflichtsieg“ eingefordert werden könnte – wobei man in dieser Saison ja gegen die Mitkonkurrenten in der unteren Tabellenhälfte ja oft nicht so gut ausgesehen hat wie gegen die Spitzenteams, dafür aber oft genug die Punkte gewann. Letztendlich ist es das, was einen vor dem Abstieg bewahrt – wohin einen allzu viel Lob des (siegreichen) Gegners bringt, das wissen wir in Nürnberg ja zur Genüge.

        Schön, dass jeder Punkt mehr das Management mehr in die Lage versetzt, die kommende Saison zu planen – bei den voraussehbaren Abgängen und der immer allfälligeren Gier nach Talenten zeichnet sich ja erneut eine Herkulesaufgabe ab, einen konkurrenzfähigen Kader für die nächste Saison zusammenzubringen.

    • Juwe: Die Kritik der letzten Wochen fand ich auch deswegen in vielen Punkten weit daneben und kurzsichtig, das meinte ich in manchem Beitrag mit realistischem Denken, wie Hecking und die Mannschaft immer wieder das massive Verletzungspech kompensiert hat, jüngst Hlousek und Esswein und welchen Kader wir überhaupt zur Verfügung haben, hat die Mannschaft immer wieder angedeutet was sie leisten kann und leisten will, zuletzt in Stuttgart die im eigenen Stadion wohl selten so hergespielt wurden eine Halbzeit lang und natürlich gab es leistungsmäßig auch die Ausreißer in die andere Richtung. Nur wurde man zu selten belohnt.

      Aber man hat immer gesehen, daß hier ein intakte Truppe ist und ein Trainer, der sie auch erreicht. Der Glaube daran wurde gestern Abend ausnahmsweise auch mal belohnt. Mit der Schlagzeile ‘Desolate Schalker gehen in Nürnberg mit 4:1 unter’ behaupte ich mal hat so niemand gerechnet. Ich glaube wer nicht nur die nackten Ergebnisse launisch bewertet hat sondern auch die Umstände dahinter gesehen hat, dem mußte auch klar sein, zudem spielt auch immer ein Gegner mit, der sich ja auch etwas ausdenkt, das alles in allem gar nicht schlecht war.

      Zu gestern muß man auch sagen, ich behaupte gegen Freiburg einer Mannschaft, die über den Kampf kommt und ansich so spielt wie wir, hätten wir uns auch gestern wieder schwer getan. Schalke hat eben darauf vertraut das spielerisch zu lösen und gegen Mannschaften, die uns etwas mehr Raum geben, hat der Club auch immer recht gut ausgesehen. Für mich bedeutet die Leistung gestern auch nicht daß Kaiserslautern ein Selbstläufer wird. Ein Blick auf die Tabelle sagt auch nichts über die Tagesform einer Mannschaft aus. Diese Kritiken die immer nur 1 Spiel betreffen, oh verloren alles Scheiße, Hecking macht alles falsch er erreicht die Mannschaft nicht mehr, er stellt die Spieler falsch auf, gewonnen oh alles Supi ist mir zu singulär und zu platt.

      Dem ist nichts mehr hinzuzufügen…treffend analysiert. Die Mannschaft hat gestern gezeigt zu was sie in der Lage ist (auch ohne Hlousek und Esswein)…Chandler und Mak, dass hat gestern einfach gepasst und auch Frantz hat sich super reingebissen. Hoffe auch das die Mannschaft in Lautern was holt und dann müssten wir eigentlich zu 99% durch sein…glaub auch das Köln und Hamburg bis zum letzten Spieltag nicht mehr zur Ruhe kommen und einer von beiden steigt direkt ab. Da traue ich sogar eher der Hertha noch die Relegation zu.

      PS: Karten für Hamburg und Leverkusen soeben bestellt 😉

  • Niederlagen von B und K in LEV bzw. MG sind durchaus realistisch. Mit dem „Zusatzpunkt“ Torverhältnis wäre der Käs bei einem Auswärtssieg zwar gegessen, aber ich glaube auch, dass die Pfälzer sich an den allerletzten Strohhalm klammern und nicht kampflos ergeben werden (dort zu punkten wird ein hartes Stück Arbeit werden). Glauben ist nicht Wissen, noch viele Szenarien sind denkbar – aber die Ausgangslage ist für den Club nach dem gestrigen Spieltag natürlich sehr, sehr gut!

  • Wurde ein perfekter Abend gestern auch wenn ich lange nicht dran glauben konnte.
    Hab mich sehr gefreut, daß Didavi mal allen Kritikern zeigen konnte, was er drauf hat.
    Zu Schäfer: immerhin war er so intelligent dann nicht um jeden Preis das Tor verhindern zu wollen und damit eine 5. Gelbe zu riskieren. Vielleicht sollte mal die Diskussion um seine Strafraumbeherrschung aufhören. Mir ist es lieber, er bleibt auf der Linie und seine Jungs davor machen den Rest der Arbeit.
    Wollscheid wird wirklich ein schmerzhafter Verlust. Der Junge wird immer besser. Schade, daß Löw das nicht schon in dieser Saison würdigt.
    Simons war gestern auch mal wieder in Topfrom. Hab ihn schon lange nicht mehr so engagiert gesehen auch in Anweisungen geben.
    Pinola ist auch wieder voll dabei SUUUUUUUUUUUUPEEEEEEEEER!!!
    Und auch die andern Jungs habn gestern einen Sahnetag erwischt.
    Ich hoffe das waren die Punkte, die uns die Klasse sichern. Ich hoffe, die Jungs wiederholen nicht wieder ihren Fehler aus vergangenen Spieltagen und werden jetzt wieder zu locker gegen „einfache“ Gegner. Ich möchte gerne noch ein paar gute Spiele und Tore von ihnen sehen in dieser Saison.

    • Beate60: Zu Schäfer: immerhin war er so intelligent dann nicht um jeden Preis das Tor verhindern zu wollen und damit eine 5. Gelbe zu riskieren. Vielleicht sollte mal die Diskussion um seine Strafraumbeherrschung aufhören. Mir ist es lieber, er bleibt auf der Linie und seine Jungs davor machen den Rest der Arbeit.

      Schäfer hat es allen Kritikern gezeigt, Rauslaufen ist Unsinn.
      Bin ganz Deiner Meinung Beate. 🙂

  • Auch ich stimme Alexander vollinhaltlich zu. Man stelle sich nur mal vor, was im Verein losgewesen wäre, wenn (bei allen Verdiensten) Michael Roth noch Präsident wäre. D.h., man stelle es sich lieber nicht vor. Die sachliche, unaufgeregte Art der Verantwortlichen, mit den diesjährigen Schwierigkeiten umzugehen, hat zwar wenig Unterhaltungswert, verdient aber höchste Anerkennung.

  • @Beate60

    Danke, dass Du meine Schwächen nicht sehen willst! Ich bin halt beim Glubb wegen der besten Cash-Work-Live-Balance…..Woanders würde ich mit solchen Leistungen (wie bei meinem VfB-Gastspiel) längst auf der Bank sitzen…..aber beim Glubb da kann ich schlecht spielen und trotzdem noch rummachen…Des is fei schee beim Glubb über mich…..

  • Bluemerson: Alexander | Clubfans United: Glaube aber bedeutet auch Vertrauen in die Handelnden, Anerkennen von Geleistetem und Zuversicht in das Vorhandene. Genau dieser Mangel an Glauben hat mich persönlich sehr gestört in dieser Saison, ganz subjektiv. Denn die Handelnden hätten mehr Vertrauen und das Geleistete hätte mehr Anerkennung verdient gehabt.

    und

    Optimist: Diese Konstellation MB / DH ist das Beste, was dem Glubb seit gefühlten Ewigkeiten passieren konnte, es wäre doch Wahnsinn, das wegen blindem Aktionismus kaputtzumachen

    Tja, und da haben wir (mE) das eigentliche Problem, das auf der Clubseele immer wieder drücken wird (wobei ich da wohl nicht nur für mich spreche). Wer Abstiege miterlebt hat, die genauso unnötig wie unverdient waren, wer gegen den „Der Glubb is a Depp“-Spruch bestenfalls halbherzig widersprechen kann und wer wenigstens ein kleines bisschen realistisch auf die wesentlichen Charakteristika des Spiels als solchem blickt wird unweigerlich feststellen: Was Gwiieß waaß ma gwieß ned. Diese von manchen hier als 99er-Trauma bezeichnete Erfahrung hat sich längst von den tatsächlichen Verhältnissen gelöst und feiert mit jedem unverdienten Punktverlust freudige Urständ. So konnte ich gestern in der Pause auch nicht völlig den Gedanken aus dem Hinterkopf verbannen, dass in besagter Trauma-Saison das Heimspiel gegen Schalke zum Schluss genau diesen Halbzeitstand als Endergebnis zeitigte (erster Heimsieg der Saison im März!). Genossen hab ich diesen unterschwelligen, sich heimtückisch von hinten anschleichenden und defätistischen Pessimismus bestimmt nicht. Zeugt das von mangelndem Vertrauen in Geleistetes? Das mag so rüberkommen, das Trauma als solches führt aber schon lange ein gewisses Eigenleben (und wurde durch den Abstieg 2008 beileibe nicht gemindert). Leute, ich bin doch bei Euch. Meiner Meinung nach erntet Slomka jetzt unter anderem auch die Früchte von Heckings Arbeit. Der Klassenerhalt ist aber trotzdem erst gesichert, wenn sich auch rein rechnerisch mindestens drei Mannschaften nicht mehr vor unseren Ruhmreichen schieben können (und das Sportgericht das letzte Mal getagt hat 😉 ).

    Kein Schnitzel hat sich gestern so gefreut wie ich. Wie wertvoll der Sieg ist, wird sich aber erst nach den nächsten Spielen zeigen; immerhin haben die Knappen die dritte englische Woche am Stück. Ich glaube nur, eine zunehmende Sicherheit während der ersten Halbzeit beobachtet zu haben; krasse Fehlpässe (die sich bei früheren Partien manchmal zu krassen Orgien vereinigt hatten) habe ich nur vereinzelt und nur zu Beginn der Partie wahrgenommen. Vielleicht ein Hinweis für DH auf aktuelle Baustellen sportpsychologischer Provenienz.

    Beate60: Zu Schäfer: immerhin war er so intelligent dann nicht um jeden Preis das Tor verhindern zu wollen und damit eine 5. Gelbe zu riskieren. Vielleicht sollte mal die Diskussion um seine Strafraumbeherrschung aufhören.

    Bitte nicht übelnehmen, aber da hat er eben Schwächen und die wird man auch gelegentlich ansprechen dürfen. Ich saß direkt hinter ihm in Laufrichtung und fand’s sehr unglücklich, zumal zwei Mann den Ball eigentlich gesichert hatten. Vielleicht war genau diese Szene gestern aber ein kleiner Schritt in die richtige Richtung iSv Erfahrung sammeln.

    • Farbfilmvergesser: Tja, und da haben wir (mE) das eigentliche Problem, das auf der Clubseele immer wieder drücken wird (wobei ich da wohl nicht nur für mich spreche). Wer Abstiege miterlebt hat, die genauso unnötig wie unverdient waren, wer gegen den „Der Glubb is a Depp“-Spruch bestenfalls halbherzig widersprechen kann und wer wenigstens ein kleines bisschen realistisch auf die wesentlichen Charakteristika des Spiels als solchem blickt wird unweigerlich feststellen: Was Gwiieß waaß ma gwieß ned. Diese von manchen hier als 99er-Trauma bezeichnete Erfahrung hat sich längst von den tatsächlichen Verhältnissen gelöst und feiert mit jedem unverdienten Punktverlust freudige Urständ.

      Natürlich kennt das jeder Clubfan und trägt das bisschen mit sich rum. Aber doch (so hoffe ich als rationaler Mensch) nicht ernsthaft. Es sind hier keine Mythen am Werk, sondern reale Menschen, die professionell Sport betreiben. Will man ernsthaft einem Trainer Hecking, der an keiner der traumatisierenden Umstände überhaupt beteiligt war (inkl. der kompletten Mannnschaft nebst Martin Bader) Skepsis entgegenbringen und an der Expertise zweifeln, weil eine Mannschaft (ich übertreibe) aus grauer Vorzeit mal einen Abstieg aus unmöglicher Position ‚geschafft‘ hat?

      Dieser „Aberglaube“ im Fußball ist ja manchmal witzig, treibt mir dann aber doch viel zu oft seltsame Blüten. Die Kirche verliert ihre Schäfchen, aber der Aberglaube scheint weiter seine Stammkunden zu haben.

      Daher auch hier: Bitte nicht übel nehmen. Aber für Pullover, die man nicht wechseln soll, Pfennige im Schuh und Fußballgötter hab ich maximal als psychologisches Moment ein gewisses Verständnis, aber nicht als Argumente in der Analyse einer Saison.

      • Alexander | Clubfans United: Dieser “Aberglaube” im Fußball ist ja manchmal witzig, treibt mir dann aber doch viel zu oft seltsamen Blüten. Die Kirche verliert ihre Schäfchen, aber der Aberglaube scheint weiter seine Stammkunden zu haben.
        Die auch: Bitte nicht übel nehmen. Aber für Pullover, die man nicht wechseln soll, Pfennige im Schuh und Fußballgötter hab ich maximal als psychologisches Moment ein gewisses Verständnis, aber nicht als Argumente in einer Analyse einer Saison.

        Genau das ist es, was ich meine. Es sind zwei vollkommen verschiedene Faktoren zusammengemengt. Ich denke in diesem Moment, dass 35 Punkte nach 30 Spielen locker für den Klassenerhalt reichen sollten. Wenn da diese hässlichen Zweifel nicht wären… Und übrigens ging’s mir um das Zutrauen in die maßgeblichen Personalien, nicht um eine Situations- oder Saisonanalyse (letztere erlaube ich persönlich mir erst nach dem letzten Spiel bzw dem definitiven Erreichen des Saisonziels). Denn das ist eben nicht das Gleiche: Das Vertrauen in die Verantwortlichen, die Erwartung (oder Hoffnung) in den Saisonendspurt einerseits und das Sich-gegen-das-Unfassbare-fassen-zu-müssen-Wappnen andererseits.

  • Das war die mit Abstand beste Saisonleistung!
    Und ich muß sagen, das hätte ich nicht im Traum erwartet.
    Mich hat die Mannschaft in dieser Saison überhaupt nicht inspirieren können, aber das gestern war, um es mit den Worten eines berühmten Thekenschriftstellers zu sagen, großer Sport!

  • Wirklich ein super Spiel! Und das man als Club-Fan 4 Tore bejubeln darf, hat einfach nur gut getan!
    Konnte das Spiel gestern leider nur in der Konferenz verfolgen (dafür aber mit einem entgeisterten HSV-Fan :-D), kann jemand was über unsere rechte Sete sagen? Also abgesehen von der tollen Kombi zum 3:0? Ich bin gespannt, ob DH Chandler/Mak auch gegen K’Lautern spielen lassen wird, oder ob er Feulner wieder das Vertrauen gibt?

    Neuestes Transfergerücht laut Bild/NN: Gebhardt vom VfB nach Nürnberg. Das sieht also hinsichtlich Didavi nicht so gut aus, v.a. wird er in seiner derzeitigen Form jedes Spiel teurer.

    • tomcat07: kann jemand was über unsere rechte Sete sagen?

      Mak war gut (in Freiburg fand ich ihn eher durchschnittlich) und Chandler machte eigentlich das was er immer macht, egal ob RV oder RM. Aber diesmal kamen seinen Flanken immer brandgefährlich in den Strafraum. War insgesamt eine sehr starke rechte Seite Gestern.

      Und Hut ab vor Dieter Hecking, er hat es wieder einmal mehr geschafft die große Krise in Nürnberg abzuwenden (war ja nicht das erste mal in seiner Amtszeit), dazu kommt das erneute kompensieren von massiven Ausfällen durch Verletzungen (Esswein, Hlousek).

      • Stefan – Clubfans United: Und Hut ab vor Dieter Hecking, er hat es wieder einmal mehr geschafft die große Krise in Nürnberg abzuwenden (war ja nicht das erste mal in seiner Amtszeit), dazu kommt das erneute kompensieren von massiven Ausfällen durch Verletzungen (Esswein, Hlousek).

        Exakt!
        Übrigens: Hut ab vor der Winterverpflichtung Balitsch. Erfüllt 100prozentig das, wofür er eingekauft wurde. Saubere Leistung für einen Verein, dessen leitende Angestellte nach eigenen Worten ja keine Freunde von Wintertransfers sind.

      • Stefan – Clubfans United,

        Danke für Deine Einschätzung. Wollen wir hoffen, dass es am Samstag nochmal so läuft!

        Deiner Aussage zu Hecking kann ich auch nur zustimmen. Besonders gefallen hat mir, dass er für die verdiente Auswechslung Didavis Julian Wießmeier gewählt hat und ihn zumindest die Stadion-Atmosphäre beim 4:1 hat mitnehmen lassen. Wer weiß, wenn es frühzeitig mit dem Klassenerhalt klappen sollte, können wir uns vielleicht doch noch über 1-2 Einsätze für die jungen Spieler freuen 😉

  • Die Mannschaft ist der Star! Und wir haben uns vorher noch gefragt, wer außer Trinkbier kann denn Tore bei uns schießen? Alle können es!
    Basierend auf einer fantastischen Defensive, die den 90elf Kommentator gestern verlautbaren ließ: „Und jetzt greifen Sie zu siebt den ballführenden Schalker an! Sowas habe ich noch nie gesehen! Schalke bekommt keine Ruhe am Ball.“ oder auch „Huntelaar ist bestens bei Wollscheid und Maroh aufgehoben, er muß sich seine Bälle jetzt schon direkt bei Unnerstall holen.“

    Das dritte Tor von uns war Fußball zum Zunge schnalzen: Wie Mak den Ball kunstvoll rechts am Fuß mitnahm und erstmal kleben ließ, dann wartete und Chandler in den Lauf spielte, der rannte gefühlt schneller als Usain Bolt die Linie entlang und schoß eine maßgenaue Flanke aus vollem Lauf auf Didavi in den Strafraum: Tor!

    Und auch Mr. Elfmetersimons: Ich kann mich nicht erinnern, daß wir jemals vorher einen so sicheren Elfmeterschützen hatten („alltijd rin“). Toll.

    Hoffentlich verfallen wir ob der daniederliegenden Moral bei Tasmania Lautern nicht wieder in ein Phlegma und legen gleich einen Dreier nach. Dann ist doch der Drops gelutscht und MB kann endlich die Verträge entsprechend aushandeln!

    Glubb!

    • Woschdsubbn:

      Und auch Mr. Elfmetersimons: Ich kann mich nicht erinnern, daß wir jemals vorher einen so sicheren Elfmeterschützen hatten (“alltijd rin”). Toll.

      Wie wärs mit Sergio? Der hat doch auch jeden problemlos reingemacht.

  • Jep, Zarate hat laut einer bei Kickwelt veröffentlichten Statistik 8 von 8 Elfmetern für Glubb und HSV (!) und Thomas Brunner 5 von 5 nur für den Glubb sicher verwandelt.

    Wenigstens Thomas Brunner müßte der Timmy doch schon eingeholt haben, oder? Nein, er hat jetzt 4 von 4, davon drei in dieser Saison und einen aus der letzten Saison. Wir bekommen ja meistens keine für uns sondern nur komische Elfer gegen uns. Da tut er sich natürlich schwer mit der Rekordjagd, der Timmy. 😉

    Na, das wird noch, so fit, wie der Simons ist, kann er uns auf seiner Position sicherlich noch mindestens die nächste Saison weiterhelfen. Mit ihm, Balitsch und Cohen als Backup können wir auch eine ziemlich gute Doppelsechs aufbieten. Das ist wohl auch einer der wichtigen Faktoren, um die nächsten Spiele erfolgreich bestreiten zu können.

    P.S.: Die orangene Farbe des Punktdruckmessers ist immer noch so dübbisch fränggisch Bessimisdisch… 😮

  • Ich bin schuld – dass es nicht schon früher geklappt hat:

    Hier hatte ich bereits meine Schuld für die Niederlagenserie eingestanden, und eine Gegenmaßnahme eingeleitet. Allerdings wurde das T-Shirt erst gestern gewaschen.

    Dafür konnte ich es heute bereits mit Stolz tragen. (Mein Gegenüber im Büro ist heute auch in Farben – aber gelb.)

  • der glaube scheint einigen hier ja deutlich wichtiger zu sein als die analyse. bei sätzen wie „slomka erntet nur die früchte von heckings arbeit“ und „chandler macht immer das selbe, egal ob als RM oder RV“ kann ich nur noch verständnislos den kopf schütteln.

    wer sich hannovers jüngere vergangenheit genauer anschaut wird feststellen, dass nicht slomkas perfekt ausgeführte 10-sekunden-regel den unterschied macht, sondern das sich hannover und slomka defensiv stabilisiert hat. unter hecking hat man damals gleich viele tore erzielen können, aber stets deutlich mehr bekommen – gerade heckings vermeintliche stärke war in hannover seine schwäche. was die aussage slomkas erfolg würde auf heckings arbeit aufbauen ad absurdum führt.

    was haben hier einige über chandler gejammert: den sieht man ja gar nicht, der stolpert über die eigenen beine,… wer seine stärken kennt, und das ist ganz klar das laufen ohne ball (das sogenannte diekmeier-syndrom) wusste immer, dass das an seiner falschen verwendung lag. chandler ist dann gefährlich, wenn er mit tempo in die gegnerische hälfte gehen kann und außen überläuft, mit dem ball im fuss hat er hingegen keine lösungsmöglichkeiten und das sieht man seinem spiel auch an. wenn man sich jetzt hinstellt, und eine taktisch perfekte leistung wie die gestrige, bei der er die meisten ballkontakte aller glubberer hatte, mit den auftritten im mittelfeld vergleicht, bei denen er kaum 20 ballkontakte schaffte, kann man unmöglich behaupten er spiele die selbe rolle. chandler ist als RV der eigentliche spielmacher des clubs.

    hinter meiner kritik vom freiburg-spiel stehe ich zu 100%, weil das die schwächen waren die wir über zig-spiele hinweg gezeigt haben. ich freue mich riesig, dass viele punkte die ich angesprochen habe gestern funktioniert haben, verantwortlich mache ich dafür vorallem chandler und mak, deren zusammenspiel, um welten besser funktioniert als jede variante mit feulner.

    dennoch bin ich der typ, der nicht sagt „jetzt ist doch alles super“, sondern der typ, der sagt „das hätten wir auch schon früher haben können“. sei es wie es sei, das mindestziel scheint so gut wie erreicht, und das stimmt auch mich milde.

    • xxandl: der glaube scheint einigen hier ja deutlich wichtiger zu sein als die analyse. bei sätzen wie “slomka erntet nur die früchte von heckings arbeit” und “chandler macht immer das selbe, egal ob als RM oder RV” kann ich nur noch verständnislos den kopf schütteln.

      Chandler hat auch in Stuttgart ein Top-Spiel als RM abgeliefert. Und ich kann mich noch an Phasen in der Vorrunde erinnern, als Chandler auf der RV-Position meist neben sich stand, ihn viele als RM gefodert haben nach dem Motto „Klinsmann stellt ihn auch da auf“. Dann haben wir Feulner als RV in Leverkusen gelobt. Drei Tage später verfluchte man Hecking das er gegen Fürth Chandler wieder als RV brachte.

      Und ja, auch wenn Du nur den Kopf schüttelst, für mich ist es egal ob Chandler als RV und RM spielt, es steht und fällt alles mit seinen Flanken, und die waren im Durchschnitt der Saison meist unterirdisch, egal ob RM oder RV. Gestern aber erste Sahne.

      Vieles ist eben Tagesgeschäft und eine Frage der aktuellen Form eines Spielers.

    • das ist es, was du vermutlich einfach nicht verstehst, niemand hat hier hat je behauptet, es wäre alles super. Ich gehe sogar weiter, niemand kann so etwas von irgendeiner Mannschaft behaupten. Auch von Schäfer hat das nie jemand behauptet, er macht mehr oder weniger Fehler, wie alle anderen Torleute auch, hoffentlich weniger.
      Menschen mit Realitätssinn, der dir leider etwas abgeht, sehen eben, was haben wir zur Verfügung, was kann man daraus machen, zumal gegen bärenstarke Konkurrenz und das relativiert eben auch alles, und diese Zusammenhänge tauchen meistens auch in keiner Statistik auf, die für mich im Bereich Fußball sowieso nur Krücken sind, wer ein Spiel lesen kann, benötigt solche nicht, Statistiken nachzuplappern klingt halt weng schlau, aber jeder kann sie ganz einfach selber googeln, falls gewünscht. Deine Panikattacken beim Unentschieden gegen Augsburg dann beim Unentscheiden gegen Freiburg, beweisen ja diesen fehlenden Realitätsinn deutlich. Daher mußt du auch jetzt gar nicht alles gut finden, irgendwas muss ja gestern auch falsch gewesen sein… bei dir hat man ein wenig den Eindruck du googelst dir alles zusammen und anlysiert eine Spielkonsole

      xxandl: dennoch bin ich der typ, der nicht sagt “jetzt ist doch alles super”,

      • Juwe: Auch von Schäfer hat das nie jemand behauptet, er macht mehr oder weniger Fehler, wie alle anderen Torleute auch, hoffentlich weniger.

        Bitte keine Schäfer Diskussion entfachen, sowas macht müde. Obwohl, welchen Torwart die wohl nach dem Tor zum 4:1 in Schalke fordern? Oder bei 3:0, keine Strafraumbeherrschung! Ob die wohl Rakovsky nachweinen?

        Achtung, Ironie, ein bisschen Spass muss sein 🙂

  • War meine Einschätzung im „Punkte gewonnen, Punkte verloren“ Thread doch nicht so schlecht. Bei Schalke 3 Stammspieler geschont und wahrscheinlich auch ein wenig in Gedanken beim kommenden Derby gegen den geliebten Nachbarn aus Dortmund. Aber trotzdem muss man eine solche Situation erst einmal erkennen und ausnutzen.

    Was mir besonders gefallen hat, man hat ähnlich wie im Spiel gegen Freiburg versucht den Gegner von Anfang an unter Druck zu setzen, schon in Halbzeit eins das Spiel zu entscheiden. Da gab es ja leider schon andere Beispiele von unserer Mannschaft, dass sie gar nicht von Anfang an voll konzentriert war.

    Beim Spiel gegen Freiburg hat die Marschroute nur halb geklappt, gestern zuhause hat es dann 90 Minuten funktioniert. Die Entwicklung der Mannschaft in dieser Saison ist sicher nicht so geradlinig wie letztes Jahr, wir haben immer wieder Dellen, Serien mit Niederlagen und Spiele in denen wir spielerisch so gar nicht glänzen können. Unsere Neuzugänge waren in diesem Jahr leider keine 100%igen Volltreffer, aber es waren auch keine kompletten Nieten dabei. Und auch Spieler wie Lewandowski und Gomez haben erst mal eine Saison zum Eingewöhnen gebraucht, das lässt mich z.B. bei Pekhart hoffen, er ist ja auch ein ähnlicher Typ Stürmer.

    Da dieses Jahr „nur“ Wollscheid aus der Stammmannschaft gehen wird, ist der Neuaufbau vielleicht nicht ganz so groß und Hecking kann endlich mal auf die Arbeit dieser Saison aufbauen, das lässt auf eine konstantere Entwicklung nächstes Jahr hoffen.

    Trotzdem wird es auch nächstes Jahr wahrscheinlich wieder gegen den Abstieg gehen, noch sehe ich den sportlichen Quantensprung ins sichere Mittelfeld nicht bei uns, insofern sollten wir nicht träumen sondern realistisch sein, unsere „Meisterschaft“ heißt Klassenerhalt und dafür sieht es diese Saison mal wieder so richtig gut aus.

  • sei es wie es sei, das mindestziel scheint so gut wie erreicht, und das stimmt auch mich milde.

    xxandl, das ist für mich Dein Denkfehler, der Klassenerhalt ist für uns kein Mindestziel sondern DAS Ziel, wer von anderem träumt macht aus meiner Sicht einen Fehler und überschätzt das Potential der Mannschaft. Und damit verlangt er eben auch zuviel vom Trainer.

    Und zum Thema Chandler als RV, in den ersten 16 Spielen durfte er das spielen und erlangte da einen Notenschnitt von 3,72 im Kicker. Die Leistung von gestern war also ganz und gar nicht „normal“ für Chandler als RV. Die gestrige Note 2,5 konnte er in dieser Saison übrigens nur in zwei anderen Spielen erreichen. Am ersten Spieltag gegen Hertha auch als RV und am 27. Spieltag gegen Stuttgart, da allerdings als RM. Und gerade seine Katastrophenleistung als RV gegen Hoffenheim am 16. Spieltag und die dann folgende Verletzung zwang Hecking etwas hinten rechts zu machen und Feulner brachte dann ja auch deutlich mehr Stabilität in die Deckung.

    Natürlich wäre eine Kombination aus Chandlers Schnelligkeit und Feulners Übersicht und Ballsicherheit ideal, aber backen können wir uns leider keine Außenverteidiger und dass selbst Finanzstarke Mannschaften wie Bayern Probleme haben diese Position zu besetzen, zeigt sich doch auch wieder dieses Jahr, wo jetzt mal wieder Lahm auf rechts ran muss, trotz Millioneninvestition für Rafinha.

  • lieber stefan, gegen fürth spielte er als linksverteidiger (wie auch unter klinsmann) und dort lief er nachweislich rum wie falschgeld. und genau darüber haben sich damals alle aufgeregt, weil das ein durchaus entscheidendes puzzlestück unserer niederlage war. selbst hecking hat seinen fehler eingesehen, sonst hätte er die aufstellung nicht mittels einwechslung von plattenhardt korrigiert.

    armin, auf der RV-position kommt er jetzt auf 3,65, im mittelfeld kommt er auf eine 4,0. während er im mittelfeld konstant schlecht war, hat er als RV fast immer die überdurchschnittliche note drei, und fällt nur durch schlimme club-spiele, wie das gegen hoffenheim oder gegen die bayern deutlich zu rück. aber diesen noten-risiko trifft nun mal alle abwehrspieler. die aussagekraft im vergleich mittelfeld/abwehr ist daher eine denkbar geringe.

    ich hatte zu keinem saisonzeitpunkt das gefühl, dass feulner zur stabilität der defensive beitrug, ich hatte immer das gefühl der spielt ausschließlich deswegen dort, weil hecking mit mak nicht klar kam bzw. unzufrieden war und chandler nur aufgrund seiner schnelligkeit in der offensive haben wollte. ich fand das zusammenspiel zwischen feulner und chandler über weite teile grausam, die ballsicherheit die du feulner unsterstellst ist statistisch nicht belegbar, denn er hat eine der schlechstesten pass-raten aller glubberer, in manchen spielern sogar deutlich unter 50% ankommende pässe…

    die leistungsdichte innerhalb der bundesliga ist nach dem ersten drittel relativ dicht, dem club wäre durchaus eine platzierung zwischen 9 und 12 zuzutrauen – nachdem hier ohnehin gerne auf die wahre tabelle verwiesen wird: mit mehr glück (da wird sich jetzt der juwe freuen) und konzentrierten leistungen wäre dieser rahmen durchaus realistisch. das wäre dann tatsächlich ein erfolg, im moment ist es eher die pflichterfüllung.

    • xxandl: gegen fürth spielte er als linksverteidiger (wie auch unter klinsmann)

      Stimmt, tut der Sache aber keinen Abbruch. Andere Meinungen sollte man auch akzeptieren können.

      Zum anderen Thema. Der Club liegt voll auf Kurs. Und hätten wir in Bremen verloren, dafür gegen Mainz gewonnen, dazu noch ein Sieg in Freiburg und nur ein Remis gegen Schalke würden wir bei gleichem Punktestand ganz andere Diskussionen führen. Fussball eben 🙂

  • geht dem favre auch der realitätssinn ab, weil er mit einem fast-absteiger um die CL-spielt, oder ist das in seinem fall legitim?

  • stefan, ich vertrete meine meinung und versuche sie mit fakten zu untermauern, das bedeutet aber nicht, dass ich andere meinungen nicht akzeptiere bzw. sogar übernehme wenn sie sich als richtig erweisen. ich denke im vergleich mit deinem ausbruch vom samstag und den persönlichen untergriffen von juwe gelingt mir das aber sogar ganz gut.

    die unterschiedlichen einschätzungen betreffend der leistungsfähigkeit des clubs kann ich durchaus nachvollziehen, denn streng nach budgetzahlen dürfte der club nur auf platz 15 landen. allerdings sehe ich es eben so, dass auch vereine wie mainz, berlin, köln und auch der hsv durchaus in reichweite sind, da bei denen anspruch und wirklichkeit deutlich weiter auseinanderliegen als bei uns. damit hätten wir auch schon den mittelfeldplatz den ich uns zutraue. zu denen, die nach den 3 siegen von europa geträumt haben, habe ich nie gehört, denn das ist momentan tatsächlich utopie. allerdings hätte ich mich gefreut, wenn man als neues ziel das gesicherte mittelfeld ausgegeben hätte, denn dann hätten wir uns unter umständen die larifari-auftritte gegen mainz und wolfsburg erspart, in denen sich die mannschaft ofensichtlich zu sicher fühlte und keinen druck mehr spürte.

    mein eindruck bei den schalker torhütern: fährmann ist der beste der drei, zumindest dann, wenn er die form erreicht die er in der saison-schlussphase unter daum hatte. hildebrand ist ein solides back-up, unnerstall ist ebenfalls nur ein back-up, dem die bundesliga genauso eine nummer zu groß ist wie unserem stephan und schober ist körperlich einfach nicht mehr in der verfassung die ein bundesliga-torhüter braucht. im moment hätte rakovsky in der tat gute chancen im schalker tor zu stehen…

    • xxandl: ich denke im vergleich mit deinem ausbruch vom samstag

      Achso, weil ich mich darüber geärgert habe das man den Kopf des Trainers fordert und in der Summe alles doof findet. Gut, damit kann ich leben 🙂 Btw. war mein Kommentar zum Spiel wohl das nüchternste was es zu diesem Spiel hier zu lesen gab.

      Wie schon erwähnt wird mir viel zu oft Schwarzmalerei betrieben. Ich finde bei Leibe nicht alles gut was Hecking macht. Aber ich maße mir auch nicht den Oberlehrer an der alles besser weiss. Fakt ist auch, dass Hecking unter dem Strich sehr viel richtig macht und wenn man ihm mal etwas länger zuhört sind auch viele seiner Maßnahmen nachvollziehbar. Die Mannschaft hat, wie man sehen kann, eine gute Qualität, aber eben auch einen „Qualität“ Spiele mal zu verlieren oder nach 2:0 noch Remis zu spielen. Aber das wussten wir doch alle schon vor der Saison. Ansonsten hätte man mit der EL planen müssen.

      Und wie Du selbst erwähnt hast, ginge es nach Budget müsste man auf Platz 15 stehen. Von daher ist alles in Butter. Viele Diskussionen die hier geführt werden finden zum falschen Zeitpunkt statt. Der Ball ist Rund, ein Spiel dauert 90 Minuten und eine Saison hat 34 Spieltage. Es ist ja auch nicht so das wir wie Kaiserslautern abgeschlagen letzter und die Mannschaft einen Offenbarungseid nach dem nächsten ablegt. In letzter Zeit fliegt mir viel zu viel neagtives ala „das hätte man besser machen müssen, warum keinen Mittelfeldspieler verpflichtet, Offensiv Totalausfall, die Auswechslung war falsch, woanders wäre Hecking schon gefeuert“ um die Ohren. Ich würde mir wünschen das die, die gerne mal draufhauen, auch mal etwas positives über den Club sagen würden. Aber nein, selbst wenn der Club gewinnt findet man immer noch das Haar in der Suppe und führt an das man es ja schon immer gewusst hat wie es richtig läuft, die sportliche Leitung muss einem nur richtig zuhören. Das „beste“ was ich Heute zu Dieter Hecking von einem Fan (der ihm offensichtlich nichts zutraut) gelesen habe war „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“….da muß ich dann den Kopf schütteln.

  • Ob Chandler, der mir seit einiger Zeit (Ausnahme Stuttgart) nicht besonders gut gefallen hat, gestern gut war, weil er wieder Verteidiger spielte, oder ob er halt einfach so wieder besser drauf war – who knows?

    Auf alle Fälle war es gut, dass er wieder besser war, und es war gut, dass die ganze Mannschaft besser war als in den fünf Spielen zuvor. Wäre sie es nicht gewesen, hätte sie das Spiel das nicht gewonnen.

    Die Mannschaft hat gestern gezeigt, dass sie einen super Fußball spielen kann. Nach diesem gloriosen Sieg erstrahlt in der Wahrnehmung vieler Anhänger natürlich alles in glanzvollem Licht. Das war nach dem Sieg gegen Gladbach ähnlich (auch wenn die Mannschaft da nicht so furios aufgetrumpft hat wie gestern). Nach dem Gladbach-Spiel kamen vier Niederlagen. Zwei davon – Mainz und Wolfsburg – hatten ihre Ursache darin, dass die Mannschaft – O-Ton Hecking – „nicht da war“. In diesen Spielen hat irgendwas mit der Einstellung nicht gestimmt. Und genau das war und ist auch jetzt noch Anlass meiner Kritik: Die Mannschaft hat sich durch schludriges Verhalten in Spielen gegen schlagbare Gegner in ein negatives Fahrwasser gebracht, das gestern Gott sei Dank gebremst wurde. Wäre sie gegen Mainz und Wolfsburg konzentrierter gewesen, wäre sie gar nicht erst wieder in die Bredouille gekommen.

    Ich hoffe, dass die Mannschaft nach diesem glanzvollen Auftritt gegen Schalke in Kaiserslautern von der ersten Minute an „voll da“ ist. Die Tabellensituation hat sich zwar merklich entspannt. Sie ist aber noch lange nicht so solide, dass man sich entspannt zurücklehnen könnte. Deshalb: Volle Konzentration im Auswärtsspiel beim Tabellenletzten!

  • Was mich interessieren würde, ob es eine tatsächliche Chance gibt Didavi fest zu verpflichten und sich ins FCN Tafelsilber zu legen. Ich glaube es wäre eine gute Wertanlage auch wenns etwas kosten würde. Daß so ein junger Spieler noch nicht stabil ist, ist auch klar, aber zu solchen einzelnen Aktionen wie gestern muss man erstmal fähig sein.

  • Hey Jungs,

    Warum spielt ihr nicht immer so?
    Wenn ihr den Tabellendritten so abfertigt, könnt ihr gegen jeden Gegner gewinnen und auch mal wieder europäisch spielen. Die Tabelle ist sehr eng. Diese Saison habt ihr die Gelegenheit dazu nicht genutzt, auch wenn das Potenzial dazu da ist. Es fehlt nur die Konstanz und der Glaube an Euch. Jetzt wisst ihr doch, dass ihr es könnt, also zeigt es mal öfter!

  • @juwe: bis vor ein paar wochen hätte ich ja gesagt, aber wenn da noch nichts unterschrieben wurde, denke ich, dass wir gestern den hajnal-nachfolger groß aufspielen haben sehen.

    dass heute das gebhart-gerücht in die bild kam, zeigt mir, dass der vfb umschwenkt und wohl eher mit didavi als mit gebhart plant.

    gebhart halte ich im übrigen für einen schwierigen typen, dessen bisherigen leistungen keinen stammplatz rechtfertigen würden, der aber zeitgleich weder auf der bank sitzen will noch das gehalt eines ersatzspielers verdienen wird. ich wäre nicht böse, wenn an dem gerücht nichts dran wäre. dass ich ihn nicht besonders mag gebe ich gerne zu, aber das liegt einzig und allein an seinen ständigen schwalben.

  • Die Intensität der Diskussion hier erweckt manchmal den Eindruck, als müsse man den Nahost-Konflikt lösen. Im Frankenstadion. Das soll keine Kritik sein, im Gegenteil: Ich beneide wirklich jeden, der jedes Spiel so analytisch zerpflücken kann. Nur erstaunt es mich, dass so viel Kraft und Hirnschmalz verwendet wird für etwas, mit dem wir weder unser Geld verdienen, noch realen Einfluss auf konkrete Entscheidungen haben. Hm. Sollte ein spätes Philosophie-Studium in Erwägung ziehen. Spaß macht die Gschicht eh. Zumal heute.

  • Solche Spiele möchte ich öfters erleben 😉
    Klasse Kommentare hier 🙂
    WIR SIND DER GLUBB!

  • Witzig an dem Transfer-Gerücht um Timo Gebhart ist das Datum.
    12.4.2012
    Das ist exakt der 23.Geburtstag des Stuttgarters.
    Timo Gebhart (*12.4.1989)

  • Doh kenni mi nimmer aus:

    Der Eine meint, hier wird der Nahostkonflikt gelöst und die Diskussion wird sogar so hitzig geführt, dass die Blogverantwortlichen auf den Plan treten müssen.

    Jetzt meint der nächste, die Kommentare sind alle Klasse.

    @xxandl: Ich bin auch beileibe auch nicht auf dem (recht)schriftlichen Niveau eines Alexanders, Stephans oder belschanovs, aber wäre es Dir bitte vielleicht möglich, wenigstens ab und an auch die normale Großschreibung in Deinen Kommentaren zu verwenden?
    Das macht dann auch mehr Spaß, diese zu lesen. Ich höre meistens nach dem zweiten Satz schon auf, weil es einfach sehr mühsam ist, die einfach hintereinander gereihten Worte zu entziffern. Danke.

    So, Stole soll packen und der einst vom Ex-Sportdirektor verschmähte Schaefer soll den Ziegenbock noch aus dem Dreck ziehen.
    Ich finde das schon sehr gut, dass wir mit dieser Rumkasperei nun schon seit 2,5 Jahren nichts mehr zu tun haben. Auch wenn es hier immer mal wieder die Rufe danach gibt, scheint das Umfeld bei uns doch deutlich, sagen wir, „reifer“ geworden zu sein?!

    81 Spiele in der 1. BuLi für DH (ich war zu faul, 2. Liga und DFB Pokalspiele mit zuzählen), damit ist er schon vor dem legendären Hans (75 Spiele) und knapp hinter dem guten Willi (87 Spiele), aber natürlich klar hinter Heinz Höher (119). Den Willi kann er noch leicht einholen, wenn nicht irgendein böser Verein aus dem Norden mit dem dicken Geldbündel wedelt. Was meint Ihr?

    • Woschdsubbn: Auch wenn es hier immer mal wieder die Rufe danach gibt, scheint das Umfeld bei uns doch deutlich, sagen wir, “reifer” geworden zu sein?!

      Oh ja, diese Ruhe im Umfeld ist Gold wert. Bisher hat kaum eine Trainerentlassung in dieser Saison den gewünschten Erfolg gebracht. Wenn ich sehe was da in Berlin, Köln oder Hamburg los ist… Glücksfälle wie in Freiburg gibt es eben auch, aber wer hat in der Winterpause nach dem ganzen Chaos dort noch einen Pfifferling auf die Breisgauer gesetzt? Ich kann mich noch gut an die Zeit von „Lepra“ und „Kopfschüssen“ in Nürnberg erinnern und die will ich nicht mehr haben! (So sehr ich auch ARO dafür danke das er den Club aus der Scheisse gezogen hat)

      Woschdsubbn: 81 Spiele in der 1. BuLi für DH (ich war zu faul, 2. Liga und DFB Pokalspiele mit zuzählen), damit ist er schon vor dem legendären Hans (75 Spiele) und knapp hinter dem guten Willi (87 Spiele), aber natürlich klar hinter Heinz Höher (119). Den Willi kann er noch leicht einholen, wenn nicht irgendein böser Verein aus dem Norden mit dem dicken Geldbündel wedelt. Was meint Ihr?

      Glaskugel 🙂 Ich denke Hecking findet Nürnberg gut, richtig gut sogar und er schätzt es sehr hier in Ruhe arbeiten zu können. Aber wir kennen leider die Mechanismen in der Bundesliga zu gut. Sollten wir wirklich mal in eine ähnliche Krise wie der FCK kommen würde man einen Hecking auch nicht halten können. Wobei ich denke das Hecking selbst zurücktreten würde wenn er merkt es geht nicht mehr mit Fans und Umfeld.

  • @Woschdsubbn: Ich vergesse immer, dass ich es hier auch mit älteren Herrschaften zu tun habe, an der Großschreibung sollte es nicht scheitern. 😉

    Schäfer ist sicherlich die beste Variante für Köln, so kurz vor Saisonende braucht es schließlich jemanden der die Mannschaft kennt und zugleich auch die Rückendeckung der Fans hat. Ob er so kurzfristig etwas bewirken kann wird man sehen, entscheidend wird aber wohl schon das Derby an diesem Wochenende sein. Wenn Köln hier gegen die schwächelnden Gladbacher gewinnen kann, könnten sie noch einmal einen kleinen Lauf bekommen. Wenn sie aber verlieren, dürfte der Trainereffekt verflogen und der Ofen so gut wie aus sein. Dann geht es für den FC nur noch darum sich irgendwie auf Platz 16 zu retten.

    Unsere letzten Trainerwechsel empfinde ich allesamt als ziemlich unglücklich: Meyer darf im Winter den Kader umbauen, wird dann aber nach zwei Ligaspielen rausgeworfen und TvH übernimmt ohne Vorbereitung. TvH darf sich daraufhin im Sommer den Kader zusammenstellen und ist ebenfalls nach zwei Spielen weg. Oenning wurschtelt sich irgendwie zum Aufstieg und darf trotz katastrophaler Spiele bis zur Winterpause auf der Bank bleiben. Den richtigen Zeitpunkt hat man bisher also selten erwischt, ob man „reifer“ geworden ist lässt sich für mich nicht beantworten, weil es glücklicherweise seit dem letzten Wechsel nie mehr so schlecht um uns stand, dass man sich diese Frage hätte stellen müssen.

    Ich denke Hecking weiß was er hier beim Club hat, dennoch schätze ich ihn so ein, dass er ein entsprechendes Angebot aus Norddeutschland annehmen würde.

  • @Stefan: Danke Dir. Sorry, daß ich Dich mit ph statt f geschrieben habe. Hmm, wann kommt denn Teil 2 des Interviews mit DH? Oder habe ich das in der Flut der Beiträge einfach nur völlig übersehen? Man sieht: Clubfans United lebt. 🙂

    @xxandl: Danke auch Dir, dass Du ein Herz für ältere Menschen hast, die damit Deine Beiträge vielleicht erstmal grundsätzlich ernster nehmen können, weil Du Dir auch Mühe gibst etwas lesbares zu schreiben.
    Was bedeutet Deine Signatur auf transfermarkt.de? Christian ist doch der Mann der wichtigen Tore (1:1 gegen Nordtirol, 2:1 gegen Fädd, 1:0 gegen Leverkusen, 5:0 Eiglershow gegen Pauli usw.ff.) und hat nichts verdient, was auch nur annähernd irgendwie nach Verunglimpfung auch nur schwach riecht. Ein Urfranke beim fränkischen Verein Nummer 1. Toll!

    Aha, „Oenning wurschtelt sich irgendwie zum Aufstieg“. Ohne Oenning kein Gündogan beim Glubb und vielleicht auch nicht beim BvB und in der Nationalelf. Es gäbe sehr viele Vereine in der 2. Liga, die wären sehr froh, hätten sie einen Trainer, der es schafft, sich in die 1. Liga zu „wursteln“. Komische Behauptungen stellst Du manchmal auf. Bloss weil jemand Klavier spielen kann, muss er doch kein schlechter Trainer sein.

  • Christian Eigler – Der Al Bundy Frankens. Das bezieht sich natürlich auf die vier Tore gegen St.Pauli, denn das Original beruft sich ja auch immer darauf vier Touchdowns in einem Spiel erzielt zu haben. Auch sonst passt der Vergleich mit dem sympathischen Kerl, dem halt Vieles schief läuft durchaus, als abwertend sehe ich das ganze nicht an.

    Ob jemand Klavier spielt, Hund oder Katze mag oder saure Gurken zum Kakao isst, interessiert mich relativ wenig, ich berufe mich auf das was zu sehen war, und das war die nominell beste Zweitliga-Mannschaft dieses Jahrganges, die sich relativ kopflos durch die Saison gequält hat und es schlussendlich durchaus glücklich auf den Relegationsplatz geschafft hat. Orientiert man sich rein am Budget und am Kader, hätte die Zielsetzung Platz 1 lauten müssen, und davon waren wir spielerisch sehr weit weg.

    Dafür, dass er seinen ehemaligen Jugendspieler Gündogan nachgeholt hat muss man ihm nachträglich dankbar sein, über seine Fähigkeiten als Trainer sagt das allerdings nichts aus.

    Ich hätte auch nicht geglaubt, dass Oenning nach seinem Intermezzo beim Club nochmals die Chance bekommt einen Bundesligisten zu trainieren – ich wurde Lügen gestraft, und der HSV bezahlt diesen Irrtum vielleicht mit dem Abstieg.

    • xxandl: Ich hätte auch nicht geglaubt, dass Oenning nach seinem Intermezzo beim Club nochmals die Chance bekommt einen Bundesligisten zu trainieren – ich wurde Lügen gestraft, und der HSV bezahlt diesen Irrtum vielleicht mit dem Abstieg.

      Och naja, Fink machts ja auch nicht viel besser 😉

      Ich dachte auch erst, das läge nur an Oenning, aber so sicher bin ich mir inzwischen nicht mehr, da liegt es wohl mehr an der Mannschaft. Wenn ich auch glaube, dass er den Aufstieg nur dank Herrmann geschafft hat.

      Fink hat mit seiner Bayern-Mentalität für einen kurzen Psycho-Effekt gesorgt, aber ein Konzept oder Rezept, die Mannschaft zu verbessern scheint auch er nicht zu haben. Das erfüllt mich mit großer Genugtuung, denn die Art des Wechsels (aus einem laufenden Vertrag bei Basel heraus) fand ich sowohl von Fink als auch vom HSV dermaßen schäbig, dass ich ihnen den daraus resultierenden Misserfolg von Herzen gönne 😉

      • Optimist: Och naja, Fink machts ja auch nicht viel besser ;-)

        Ich dachte auch erst, das läge nur an Oenning, aber so sicher bin ich mir inzwischen nicht mehr, da liegt es wohl mehr an der Mannschaft. Wenn ich auch glaube, dass er den Aufstieg nur dank Herrmann geschafft hat.

        Fink hat mit seiner Bayern-Mentalität für einen kurzen Psycho-Effekt gesorgt, aber ein Konzept oder Rezept, die Mannschaft zu verbessern scheint auch er nicht zu haben. Das erfüllt mich mit großer Genugtuung, denn die Art des Wechsels (aus einem laufenden Vertrag bei Basel heraus) fand ich sowohl von Fink als auch vom HSV dermaßen schäbig, dass ich ihnen den daraus resultierenden Misserfolg von Herzen gönne ;-)

        Fink ist wohl eine Art „Konzepttrainer“ (ohne Ironie), der eine Philosophie von Fußball hat und damit auch Erfolg haben kann. Nur … scheinbar kann er davon im Abstiegskampf nicht lassen. Seine Spieler verstehen sein System nicht bzw. setzen es zu fehlerhaft um, da fehlt natürlich die passende Kaderzusammenstellung und auch eine Vorbereitung.

        Arnesen pokerte darauf, die Saison zu überstehen und dann mit Fink nächstes Jahr den richtigen Mann zu haben. Vielleicht hat er sich dabei „verzockt“.

  • Die Entlassung von HM kam sicher nicht zum besten Zeitpunkt, aber nach der Vorgeschichte wäre eine Entlassung vor oder in der Winterpause auch nicht sinnvoll gewesen. Ich bin ja grundsätzlich kritisch bezüglich Trainerentlassungen, sehe mich diese Saison da auch eher bestätigt. Wenn man das macht dann vielleicht nur so wie Freiburg, gleichzeitig eine Schnitt bei der Mannschaft und mit einer Idee bezüglich der Spielphilosophie. Bei den anderen Vereinen sah das doch eher willkürlich aus.

    Deshalb fand ich den Wechsel zu oenning bei uns auch gut, der Verein entschied sich da ja auch zu einem Kurswechsel in Sachen Spielerolitik. Der Fehler von Oenning war nur, dass er den Faktor Erfahrung in der BuLi unterschätzt hat. Was Hecking dann korrigiert hat. Auch dieses Jahr hat Hecking in der Winterpause erkannt, dass die Mannschaft wieder etwas mehr Erfahrung braucht und deshalb Balitsch geholt.

    So wie es aussieht war das die richtige Entscheidung, ähnlich wie die Personalie Ottl vor 2 Jahren. Von diesen Spielern darf man aber keine Wunderdinge erwarten, wären das wirklich Topspieler, würden sie gar nicht zu uns kommen. Übrigens halte ich Oenning immer noch für einen guten Jugendfußballfachmann und zu meinem damaligen Artikel „Oenning zurückholen“ stehe ich auch heute noch.

    Ich bin auch nicht der Meinung, dass Oenning allein verantwortlich ist für die Hamburger Misere, immerhin konnte Finck die Situation sportlich auch nicht so sehr verbessern. Das Hauptproblem der Hamburger ist eine schlechte Mannschaftsentwicklung (Transfers und Integration junger Spieler) über viele Jahre. Sproch sportliches Management und vor allem die häufig wechselnden Trainer durften immer wieder die Mannschaft durcheinander wirbeln und nach eigenem Gutdünken verändern bis jetzt nur noch ein Torso übrig ist. Eine Fußballmannschaft besteht aber aus mehr als 11 oder 16 guten Fußballern!

    Genau deshalb bin ich auch aktuell zuversichtlich was unseren Club betrifft, ich habe bei uns zum ersten Mal seid langem das Gefühl, dass die sportliche Leitung eine Idee davon hat wie wir spielen wollen und welche Spieler wir dafür brauchen und auch bei einem vielleicht doch mal wieder nötigen Trainerwechsel würde nicht der neue Trainer eine neue Philosophie implementieren, sondern der Verein würde einen Trainer suchen der zu unserer Philosophie passt.

    Ich hoffe ich täusche mich da nicht.

  • schaut mal was ich gerade gefunden habe…extrem krass was in Karlsruhe beim Spiel gegen Dynamo aus Fansicht abging. da läufts einem eiskalt den Rücken runter…hoffe das ist nicht die Zukunft aus Fansicht…

    Dies ist ein Bericht von einer Dynamofanin, die gestern in Karlsruhe war. Sie erzählt kurz, was sich nach dem Spiel in Karlsruhe für unschöne Szenen abspielten:

    „Eine Auswärtsfahrt nach Karlsruhe als Dynamofan, birgt immer Gefahren mit sich. Ich wusste von vornherein, dass ich aufpassen müsse – aber was ich nicht wusste, dass ich weniger Angst vor den Karlsruhern, als vor deren Polizei haben müsste. Das ganze Unheil begann mit der Niederlage im Spiel. Wir Dynamos wollten logischerweise einfach nur raus aus dem Stadion, aber nein – der Karlsruher Stadionsprecher verkündete, dass wir noch im Stadion bleiben müssten. Aber wozu? Um Krawalle zu verhindern. Keine gute Idee von der Organisation des KSC. Warum? In der Zeit, in der wir Dynamos im Stadion eingesperrt waren, hatten die Anhänger des KSC genug Zeit, sich auf dem gemeinsamen Parkplatz zu versammeln. Achja..die Sache mit dem Parkplatz – das war auch eine schlechte Organisation. Wie kommt man auf die Idee, die Gästefans auf demselben Parkplatz wie die Heimfans parken zu lassen? Die kleine Abtrennung dazwischen ist nicht der Rede wert. Ich finde, wenn man mit Krawallen rechnet, sollte man das Ganze besser organisieren. Gut, was ist mit den Dynamos? Achja, die sind ja noch im Stadion. Gefühlt eine halbe Stunde standen wir vor verschlossenen Toren. Irgendwann kam die Polizei oder wer auch immer, doch auf die Idee ein Türchen zu öffnen. Ja, Türchen – Tür, geschweigedenn Tor kann man das, was geöffnet wurde nicht nennen. Aber das musst du dir mal überlegen – ein Türchen für 2000 Fans! Hat man denn von der Loveparade nix gelernt? Nach vielem Quetschen und Schieben, öffnete sich ein weiteres Türchen. Ja, mir kam es fast so vor, als würden wir Türchen beim Adventskalender öffnen sehen. Das Ganze erinnerte an die Situation in Dortmund. Klar, dass man da langsam unruhig wird und an den Toren, entschuldige Türchen, rüttelt. Ausrufe wie „Die Mauer muss weg!“, oder wenn man’s dann rausgeschafft hat auch „Endlich frei, endlich im Westen!“ zeigt, wie man sich da gefühlt hat. Ich persönlich war zur Grenzöffnung damals noch nicht auf der Welt, aber das Ganze scheint so ähnlich gewesen zu sein – vom Gefühl her. Gut, dann ging’s auf zum Parkplatz (wo ja schon wer gewartet hat). Begleitet von Polizei mit Hunden und Pferden, überquerten wir die Straße in Richtung Parkplatz. Die Karlsruher hatten uns gewittert und stürmten los. Daraufhin stürmten die Dynamos los. Und daraufhin die Polizei mit Pferd und Hund. Man musste aufpassen, nicht von irgendwem oder irgendwas überrannt zu werden. Meine Freunde und ich näherten uns unserem Auto – aber von der anderen Seite näherte sich schon wieder die Polizei. Wir hatten unser Auto erreicht, wollten einsteigen, wurden dann aber von einer unfreundlichen Polizistin angeschrien, wir sollen den Parkplatz sofort verlassen. Kann man das denn nicht normal sagen? Wir sind auch nur Menschen.
    Wir traten den Rückweg an. Das ging der Karlsruher Polizei wohl nicht schnell genug und so zückten sie Schlagstöcke und Pfefferspray, um uns vom Parkplatz zu jagen. Sie jagten uns Fans wie Vieh, schrien uns an, wenn wir nicht spurten, schupsten uns, schlugen auf uns ein, wenn wir nicht schnell genug waren. Das alles war schon unverständlich, aber das Unverständlichste für mich war, dass auch Leute aus den Autos gezerrt wurden, wenn sie schon drin waren und einfach nur noch dort weg wollten. Die Polizei machte vor keinem Halt – egal ob Mann, Frau oder Kind, das „Drecksvolk“, wie ich glaube einen Polizisten habe sagen gehört, musste weg. Es war grauenvoll, was sich dort abgespielt hat. Unschuldigen wurde Pfefferspray direkt ins Gesicht gesprüht, weil sie einfach nur fragten, was hier abgeht – aber nicht aus 30cm Sicherheitsabstand, nein – 10cm mussten reichen. Ich stand auch direkt daneben als ein unschuldiger Fan, der wahrscheinlich einfach nur nicht schnell genug war, erst geschupst und später von 2 Polizisten auf den Boden geringt wurde. Das Ganze war nicht mehr normal. Fußballfans werden wie Vieh, wie Verbrecher behandelt. In ihren Schutzwesten fühlten sie sich, als wären sie die Größten – dabei sind sie eigentlich auch nur normale Menschen, wie wir.“

    Mir fallen dazu grade keine Worte mehr ein…

  • Der Oenning macht ja jetzt die Ligatotal Spieltagsanalyse auf Sport1! Dass der genialste Profitrainer Aller Zeiten mit weniger als 10% Siegen in der 1. Bundesliga den Spieltag analysieren darf spricht gegen Ligatotal und Sport 1! Ihr würdet doch auf dem internationalen Gynäkologenkongress 2012 in Brisbane einen Vortag von Pabst Benedikt zu zivilisationsbedingten Unterleibserkrankungen bei Frauen nicht enst nehmen, oder etwa doch?

    Der Schuster sollte bei seinen Laisten bleiben und das heißt für Oenning: Herzblatt, Klavierspiel, Kinder- bzw. Jugendtrainer sowie (Spieler)Frauen ja, Profifußball nein!

    • RaphaelSchaefer: Der Oenning macht ja jetzt die Ligatotal Spieltagsanalyse auf Sport1! Dass der genialste Profitrainer Aller Zeiten mit weniger als 10% Siegen in der 1. Bundesliga den Spieltag analysieren darf spricht gegen Ligatotal und Sport 1! Ihr würdet doch auf dem internationalen Gynäkologenkongress 2012 in Brisbane einen Vortag von Pabst Benedikt zu zivilisationsbedingten Unterleibserkrankungen bei Frauen nicht enst nehmen, oder etwa doch?

      Der Schuster sollte bei seinen Laisten bleiben und das heißt für Oenning: Herzblatt, Klavierspiel, Kinder- bzw. Jugendtrainer sowie (Spieler)Frauen ja, Profifußball nein!

      Das ist im Prinzip (ganz unabhängig von der Person Oenning) die gleiche Frage, ob ein Trainer auch mal selbst gut gekickt haben muss.

      Es gibt Dinge, die muss man selbst nicht gut beherrschen und kann sie trotzdem gut bewerten. Ein Buchkritiker muss kein guter Autor sein, ein Theaterkritiker kein Schauspieler. Und ein Fußballspiel gut zu analysieren bedeutet nicht, dass man es auch Spieler vermitteln kann, wie man das Analysierte individuell und im Kollektiv umsetzt.

      • Alexander | Clubfans United,

        Guter Einwurf, es gibt genug hervorragende Trainer, die selbst nie hochklassig oder gar professionell gespielt haben (bestes Beispiel, Jose Mourinho).

        Das Thema Oenning ist ja ein leidiges, da steht auch viel gefühlte Abneigung und Sympathie aufgrund seines besonderen Werdegangs gegenüber. Man kann sagen was man will, der Mann polarisiert!

        Ich hatte mich gefreut, jemanden im „Geschäft“ Bundesliga zu sehen, der etwas andere Wege eingeschlagen ist. Seine Bilanz als Cheftrainer ist aber natürlich durchwachsen. Ihm die ganze Misere in Hamburg zuzuschieben ist aber falsch. Man sieht auch Finke kommt nicht wirklich voran, man hat vor der Saison einfach eine katastrophale Planung betrieben. Da holt man 6 Spielern aus der 2ten von Chelsea und erwartet sich tatsächlich die schlagen gleich so ein, dass man um die internationalen Plätze mitspielen kann? Das war realitätsfremd hoch drei!

      • Alexander | Clubfans United: Das ist im Prinzip (ganz unabhängig von der Person Oenning) die gleiche Frage, ob ein Trainer auch mal selbst gut gekickt haben muss.

        Kleine Anmerkung: das ist keine Frage, denn Kicken und Trainieren, das sind völlig verschiedene Dinge, die grundsätzlich andere Anforderungen an den Handelnden stellen. Diese Binsenweisheit wird auch nicht dadurch erschüttert, dass – in Anlehnung an Hörhans drei ökonomische Grundregeln – für sie gilt:
        1. sie ist leicht zu verstehen,
        2. sie ist leicht einzuhalten,
        3. gegen sie wird permanent verstoßen (man braucht sich nur mal angucken, was diverse Manager „vom Fach“ in den Vereinen so verbrochen haben – insofern reagiere ich auch allergisch, wenn auf Hauptversammlungen immer wieder gefordert wird, jetzt müssten mal die Männer „vom Fach“, die alten Kickerkämpen, das Ruder übernehmen).

        Was nicht gegen ehemalige Kicker in verantwortlichen Positionen wo auch immer spricht, sondern gegen die fehlende Prüfung, ob sie die für andere Positionen auch nötigen Talente und Fähigkeiten mitbringen.

        Kleines Beispiel zum Thema „Spielanalyse“ am Rande: Leo Messi, dessen Spiel ebenso legendär ist wie seine nichtssagenden Nach-Spiel-Interviews gefürchtet. Auch deshalb mag ich ihn, denn durch sein wahrhaft stoisches Nachbeten und Abspulen von Standardsätzen, garniert mit dem ungerührten Blick am Interviewer vorbei, führt er Spieltag für Spieltag den Unsinn des Direkt-nach-Spiel-Interviews für jedermann offensichtlich vor. Wie sehr man die Spieler vor sich selbst, der Presse und vor den Fans schützen muss, das zeigt für mich der Fall Timm Klose. Ein Moment der Schwäche, der – auch hier – derartige Häme nach sich zog, dass es einem ab und an die Sprache verschlug. (Im Vorgriff auf entsprechende Repliken: ja ja, die verdienen viel Geld die Spieler, ja ja, die sollen ihre Leistung bringen, ja ja, die sollen ihr Maul halten und den allgewaltigen Fans in der Öffentlichkeit immer schön in den Allerwertesten kriechen…)

  • @bluemerson: Sorry, aber gerade im Zusammenhang mit dem Glubb-Vorstand und seiner Festzelt-TV-Übertragung bin ich doch jetzt sehr vorsichtig geworden, was solche subjektiven Berichte angeht.

    Zum Thema HSV: Dem kann es ähnlich gehen, wie dem Glubb damals. Wir wollten auch zuviel Fußball „spielen“ und deshalb fehlte es irgendwie am Kampfgeist und gerade der macht aber im direkten Abstiegskampf halt den Unterschied aus. Sehr problematisch sehe ich dann diese Art der Selbstaufgabe, in der sich der Großteil der Spieler der Mannschaften des HSVs, Kölns und auch Tasmania Kaiserslautern ergeben. Von Hertha habe ich schon länger kein Spiel gesehen. Wenn aber z.b. die HSV Abwehr den Bobbers im Hoffenheimspiel überhaupt nicht hochbekommt, dann ist das meiner Meinung nach doch völlig fehlende Motivation, Einsatz und Wille. Da kann am Ende dann nur der dann auch hochverdiente Abstieg stehen. Dieses Beispiel zählt wie gesagt mindestens auch für Köln. Bei Tasmania Klabautern kommen halt noch große fußballerische Defizite dazu: Keine gute Defensive, überhaupt kein Spiel nach vorne ergibt überhaupt keinen Offensivdruck und deshalb auch keine Stürmertore. Dennoch fand ich es sehr krass, wie der ARD Kommentator dem Stürmer Sukuta-Pasu im Spiel gegen Vizekusen jedwede Bundesligatauglichkeit absprach. So etwas sollte man unterlassen, der junge Mann war schließlich Mitglied aller U-Nationalmannschaften und kann also sicher mehr, als er im Augenblick zeigt!

    Um den Kreis zum Glubb zu schliessen: Die Motivation, der Einsatz und der Wille unserer Mannschaft war auch bei den vier Niederlagen am Stück sichtbar und IMMER vorhanden.
    Ich denke, deshalb auch die Sicherheit der Verantwortlichen beim Thema „Wir steigen nicht ab“.

    Das ist eben die Kunst im Fußball und da hat niemand ein 100% sicheres Rezept, wie man das erreichen kann. Natürlich müssen wir uns noch die notwendigen Punkte sichern, aber das sollte bei dem guten Teamspirit doch nur noch eine Formsache sein.

    • Woschdsubbn: @bluemerson: Sorry, aber gerade im Zusammenhang mit dem Glubb-Vorstand und seiner Festzelt-TV-Übertragung bin ich doch jetzt sehr vorsichtig geworden, was solche subjektiven Berichte angeht.

      Hi,
      was meinst du da jetzt genau mit ?? Steh gerade auf der Leitung 😉

  • Ich weiß nicht was am Werdegang von Oenning polarisieren soll – jeder der heutzutage auf der Trainerbank landet, muss in irgendeiner Form vorher was geleistet haben, und Oenning hat in Bochum sehr gute Arbeit geleistet. Allerdings muss ein guter Jugendtrainer nicht auch ein guter Bundesliga-Trainer sein, das ist sowohl eine Frage der Führung als auch eine der taktischen Feinheiten.

    Ich bin bei ehemaligen Spielern auf der Trainerbank deutlich kritischer, weil man da oftmals nur schwer einschätzen kann wer wirklich was kann, und wer dort nur aufgrund seines Namens sitzt.

    Zurück zum HSV: Oenning nach der Entlassung von Veh die Saison fertig spielen zu lassen macht Sinn, zu dem Zeitpunkt bekommmt man ohnehin keinen vernünftigen Trainer. Oenning im Sommer aber trotz einer Serie von 7 sieglosen Partien weiter zu beschäftigen sehe ich als großen Fehler an, der erst nach 6 weiteren sieglosen Spielen korrigiert wurde.

    Den Nachwuchsspielern aus der Chelsea-Reserve die Schuld zu geben halte ich für zu billig und auch fachlich nicht korrekt, denn die gehören zum Teil (Töre, Bruma) noch zu den besseren HSV-Spielern. Das Problem sehe ich eher darin, dass das mannschaftliche Gefüge schon vorher nicht gestimmt hat. Da gibt es Leute die nur von ihrem Namen leben und schon lange nichts mehr von dem gezeigt haben, was ihr eigenen Anspruch sein sollte (Westermann, Aogo, Jansen, Guerrero…), Spieler die inzwischen wieder Stammkräfte sind, bei denen aber klar ist, dass sie am Saisonende aussortiert werden (Petric, Jarolim), Spielern die seit Jahre keine Rolle spielen (Rincon, Tesche, Berg) und Talenten die eigentlich Spielzeit benötigen würden (die Chelsea-Jungs, Lam, Son). Da gibt es keinen Kern der funktioniert, keine Mannschaft, da gibt es nur Ertrinkende die auf sich alleine gestellt strampeln und sich an das Treibholz namens Bundesliga klammern.

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