Die Club-Chronik für die KWs 22-24

Diesmal mit einigen Begegnungen, die Ende Mai bis Mitte Juni stattgefunden haben, darunter den letzten Spielen in der Drittklassigkeit.

 

Vor 25 Jahren am 28.5.1987:
Der Club gewinnt am 31. Spieltag der Bundesliga bei Blau-Weiß 90 Berlin mit 4:1.

Der Club musste als Tabellenzehnter beim Tabellenletzten in Berlin antreten.

Die Aufstellungen:
Berlin: Mager, M. Schmidt, Hellmann, Brefort, Vandereycken, Schüler, D. Schlegel (46. Stark), Flad, Riedle, Gaedke, Feilzer (Trainer: Hoss)
Club: Köpke, N. Wagner, Wilbois, Schwabl, Reuter, Philipkowski, Lieberwirth, Grahammer, T. Brunner (46. Güttler), H.-J. Brunner, Stenzel (Trainer: Höher)

Die Tore:
0:1 Wilbois (58.)
0:2 Wilbois (61.)
0:3 Stenzel (63.)
0:4 Stenzel (68.)
1:4 Riedle (72.)

Zuschauer: 18.882

Besonderheit:
Die zwei Tore von Achim Wilbois waren die einzigen Tore, die er für den Club jemals erzielt hat. Nach der Saison wechselte er ausgerechnet zum aktuellen Gegner nach Berlin, wo er drei Jahre lang spielen sollte.

Der Club konnte seinen 10. Platz behaupten, Berlin sollte bis zum Saisonende Tabellenletzter bleiben.

 

Vor 15 Jahren am 29.5.1997:
Der Club spielt am 32. Spieltag der Regionalliga Süd gegen den TSF Ditzingen 1:1.

Der Club empfing als Tabellenführer den Tabellen-17. aus Ditzingen.

Die Aufstellungen:
Club: Curko, Halat (65. Bürger), Keuler (65. U. Schneider), Baumann, Hassa, Knäbel, Oechler, Störzenhofecker, Wiesinger, Falter (69. Maman-Toure), Kurth (Trainer: Entenmann)
Ditzingen: Auracher, Hirsch, Maginot, Ruta, J. Wagner, Broß (81. S. Vogel), Büttner, Russo, Scheiffele, Honold (65. Montero), Luncz (Trainer: Gerlach)

Die Tore:
1:0 Kurth (37.)
1:1 Hirsch (53., EM) 

Zuschauer: 11.600

Es war erst das achte Saisonspiel, das der Club nicht gewinnen konnte. Ditzingen sollte sich bis zum Saisonende noch auf Platz 15 nach vorne kämpfen.

 

Vor 30 Jahren am 29.5.1982:
Der Club gewinnt am 34. Spieltag der Bundesliga gegen Borussia Dortmund mit 3:0.

Der Club hatte den  Klassenerhalt auf Rang 14 bereits sicher und empfing den Tabellenvierten aus Dortmund.

Die Aufstellungen:
Club: Kargus, Eder (46. J. Täuber), Weyerich, Stocker, A. Reinhardt, Hintermaier (77. Vollath), T. Brunner, Schöll, Lieberwirth, H. Heidenreich, Dreßel (Trainer: Klug)
Dortmund: Immel, Eggeling, M. Koch, L. Huber, Rüssmann, Loose, Votava, Tenhagen (74. T. Schneider), Klotz, Burgsmüller, R. Abramczik (Trainer: Zebec)

Die Tore:
1:0 Weyerich (8.)
2:0 A. Reinhardt (41.)
3:0 H. Heidenreich (56.)

Zuschauer: 25.000

Besonderheiten:
Beim Club spielte Werner Dreßel, der von 1983 bis 1986 in Dortmund spielen sollte.
Bei Dortmund spielten zwei Spieler, die in der Saison 1983/84 beim Club spielten sollten: Manfred Burgsmüller (34 Bundesligaspiele/12 Tore) und Rüdiger Abramczik (24 Bundesligaspiele/3 Tore).
Dieses Spiel war das einzige Bundesligaspiel, das Richard Vollath für den Club gemacht hat.

Der Club beendete die Saison mit 28:40 Punkten und 53:72 Toren bei 11 Siegen, 6 Unentschieden und 17 Niederlagen auf Rang 13. Dortmund wurde Sechster.

 

Vor 15 Jahren am 1.6.1997:
Der Club verliert am 33. Spieltag der Regionalliga Süd bei Wacker Burghausen mit 0:2.

Der Club musste als Tabellenführer zum Tabellensiebten nach Burghausen reisen.

Die Aufstellungen:
Burghausen: Kronenberg, Harlander, P. Richter, Stutz, Gfreiter, Lemberger, Lexa (78. Aigner), Riedl (82. R. Brunner), Theres, Asbeck, Barlecaj (87. Sittinger) (Trainer: Niedermayer)
Club: Curko, Halat, U. Schneider, Baumann, Hassa (64. Falter), Knäbel, Maman-Toure (64. Rost), Oechler, Störzenhofecker (57. Bürger), Wiesinger, Kurth (Trainer: Entenmann)

Die Tore:
1:0 Barlecaj (48.)
2:0 Asbeck (50.)

Zuschauer: 7.500

Besonderheit:
Rote Karte für Jürgen Falter (86.)

Trotz der Niederlage war der Club vor dem letzten Saisonspiel nicht mehr von Platz 1 zu verdrängen (der Wiederaufstieg war schon seit vier Wochen geschafft), Burghausen verbesserte sich auf Rang 6.

 

Vor 25 Jahren am 6.6.1987:
Der Club spielt am 32. Spieltag der Bundesliga gegen den Hamburger SV 3:3.

Der Club empfing als Tabellenzehnter den Tabellenzweiten aus Hamburg.

Die Aufstellungen:
Club: Köpke, N. Wagner, Giske, Schwabl, Reuter, Philipkowski, Lieberwirth, Grahammer, T. Brunner, Stenzel, Andersen (Trainer: Höher)
Hamburg: Stein, Kaltz, Jakobs, Hinz, Beiersdorfer, von Heesen, Okonski (67. Dittmer), Lux, Kroth, Homp, Kastl (67. Schmöller) (Trainer: Happel)

Die Tore:
0:1 von Heesen (35.)
0:2 Okonski (44.)
1:2 Grahammer (63.)
2:2 Andersen (73.)
3:2 Grahammer (79.)
3:3 von Heesen (86.)

Zuschauer: 24.500

Besonderheit:
Bei Hamburg spielte Thomas von Heesen, der von Februar bis August 2008 Cheftrainer beim Club sein sollte.

Der Club konnte sich auf Rang 9 verbessern, Hamburg blieb Zweiter und hatte seine letzten Meisterschaftschancen verspielt. Somit hatte der Club die Bayern zum Meister gemacht.

 

Vor 15 Jahren am 7.6.1997:
Der Club gewinnt am 34. Spieltag der Regionalliga Süd gegen die SG Quelle Fürth mit 2:1.

Der Club empfing als Tabellenführer den Tabellen-17. aus Fürth.

Die Aufstellungen:
Club: Curko, Keuler, U. Schneider (16. Simunec), Baumann, Hassa, Maman-Toure (47. Bürger), Oechler, Störzenhofecker, Wiesinger, Kurth, Lützler (81. Jenkner) (Trainer: Entenmann)
Quelle Fürth: J. Möller, H. Böhm (76. Wirth), Ernemann (29. Wolfram), J. Müller, von Aufseß, O. Fuchs, Przondziono, Scheidig, Thiem, Tölcseres, Fuchsbauer (67. Dennerlein) (Trainer: Lieberwirth)

Die Tore:
0:1 Fuchsbauer (11.)
1:1 Lützler (70.)
2:1 Jenkner (83.)

Zuschauer: 26.200

Besonderheiten:
Henning Bürger verschießt einen Elfmeter (65.).
Sowohl Markus Lützler als auch Peter Jenkner haben in diesem Spiel ihr einziges Tor in einem Pflichtspiel für den Club erzielt.
Bei Quelle Fürth spielten Martin Przondziono, der von 1994 bis 1996 für den Club in der 2. Bundesliga gespielt hatte (19 Spiele/2 Tore), und Andras Tölcseres, der in der Vorrunde jener Saison noch für den Club gespielt hatte (4 Einsätze) und in der Winterpause nach Fürth gewechselt war.
Trainer bei Quelle Fürth war Dieter Lieberwirth, der von 1975 bis 1989 beim Club gespielt hatte (139 Spiele/18 Tore in der Bundesliga und 131 Spiele/21 Tore in der 2. Bundesliga). Von 1988 bis 2008 war er in verschiedenen Funktionen (Cheftrainer A-Junioren, Co-Trainer, Interimstrainer) im Trainerstab beim Club tätig.

Der Club schloss die Saison auf Platz 1 mit 80 Punkten ab (25 Siege, 5 Unentschieden, 4 Niederlagen, 75:26 Tore), Quelle Fürth musste als Tabellenvorletzter absteigen.

 

Vor 25 Jahren am 13.6.1987:
Der Club gewinnt am 33. Spieltag der Bundesliga gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 2:1.

Der Club empfing als Tabellenneunter den Tabellenfünften aus Kaiserslautern.

Die Aufstellungen:
Club: Köpke, N. Wagner, Giske, Wilbois, Schwabl, Reuter, Philipkowski, Lieberwirth (66. Güttler), Grahammer, T. Brunner, Andersen (Trainer: Höher)
Kaiserslautern: Ehrmann, W. Wolf, Roos (77. Friedmann), Moser (66. Lelle), Hoos, Groh, Wuttke, Schupp, F. Hartmann, Kohr, Allievi (Trainer: Bongartz)

Die Tore:
0:1 F. Hartmann (2.)
1:1 Reuter (4.)
2:1 Philipkowski (20.)

Zuschauer: 19.100

Besonderheiten:
Gelb-rote Karte für Jürgen Groh (72.)
Bei Kaiserslautern spielten Wolfgang Wolf, der von 2003 bis 2005 Cheftrainer beim Club sein sollte, und Kay Friedmann, der von 1991 bis 1995 beim Club spielen sollte (72 Bundesligaspiele/3 Tore und 14 Zweitligaspiele/2 Tore).

Der Club konnte sich auf Rang 8 verbessern, Kaiserslautern fiel auf Rang 6 zurück.

 

Vor 25 Jahren am 17.6.1987:
Der Club verliert am 34. Spieltag der Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach mit 0:4.

Der Club musste als Tabellenachter zum Tabellendritten nach Mönchengladbach reisen.

Die Aufstellungen:
Mönchengladbach: Kamps, Winkhold (46. Krisp), Sieburg, Frontzeck, Dreßen, Bruns, Borowka, Hochstätter, Thiele (68. Criens), U. Rahn, Lienen (Trainer: Heynckes)
Club: Köpke, N. Wagner, H.-J. Heidenreich (19. Güttler), Wilbois (58. Lippmann), Schwabl, Philipkowski, Lieberwirth, Grahammer, T. Brunner, H.-J. Brunner, Stenzel (Trainer: Höher)

Die Tore:
1:0 U. Rahn (18.)
2:0 Dreßen (26.)
3:0 U. Rahn (49.)
4:0 Frontzeck (69.)

Zuschauer: 13.500

Besonderheiten:
Bei Mönchengladbach spielte Hans-Jörg Criens, der von 1993 bis 1995 beim Club spielen sollte (13 Bundesligaspiele/2 Tore und 11 Zweitligaspiele/1 Tor).

Der Club beendete die Saison mit 35:33 Punkten und 62:62 Toren auf Rang 9 bei 12 Siegen, 11 Unentschieden und 11 Niederlagen. Gladbach wurde Dritter.

 

10 Gedanken zu „Die Club-Chronik für die KWs 22-24

  • Ja, da habe ich jetzt lange drauf gewartet, das Spiel gegen Blau-Weiß war mein erstes “Heimspiel” in der neuen Heimat.
    An der Torfolge sieht man, dass man die 90 min. problemlos auf 15 min. eindampfen konnte.
    Hervorzuheben waren bei Blau-Weiß noch Karl-Heinz Riedle, dessen Karriere zu der Zeit noch niemend ahnen konnte, und der Mäzen, Manager und Vizepräsident Hans Mahringer, ein Sanitärgroßhändler aus Nürnberg (bzw. nähere Umgebung), der Blau-Weiß damals vor der Pleite bewahrt hat, diese aber nur zeitlich verzögerte.

  • Claus,

    Halbwegs off topic eine Ergänzung zu meinem gestrigen “Holterdiepolter”-Beitrag: Es war unvermeidlich, das Goulding-Buch in einem Rutsch durchzulesen. Pflichtlektüre für jeden Clubberer. Freu Dich auf viele Lach-Anfälle!

  • Bin ich eigentlich der einzige, der sich an den Platzsturm VOR Ende des Spiels gegen Quelle Fürth 1997 erinnert? Das habe ich mich schon während der ganzen Diskussion um die Relegation Hertha vs. Düsseldorf gefragt… und dass jetzt auch noch der Chronist darüber den Mantel des Schweigens ausbreitet überrascht mich dann doch 🙂

    Auf eine Art waren die Bilder aus Düsseldorf ein Déjà-Vu: ich erinnere mich gut, wie ein paar Minuten vor Spielende die Tore in den unteren Blocks geöffnet wurden und tausende Fans aufs Spielfeld gerannt sind (und ich mittendrin)… dann die Durchsagen, “Dieses Spiel ist noch nicht beendet, bitte verlassen Sie das Spielfeld”… Woraufhin die gesamte Fangemeinde die verbleibenden paar Minuten des Spiels von der Seitenauslinie (!) verfolgt hat. Und dann erneut den Platz gestürmt, den Rasen ausgebuddelt, die Tore zerlegt. Alles wie gehabt!

    Klar, der Club war zu dem Zeitpunkt schon längst durch, und Quelle schien Lichtjahre von einem Tor entfernt. Aber wenn mich die Erinnerung nicht trügt wären sie mit einem Last-Minute-Sieg nicht abgestiegen (?). Keine Ahnung übrigens wer damals Club-Anwalt war, “Todesangst” hat er wohl nicht verspürt 🙂

    • CREON:
      Keine Ahnung übrigens wer damals Club-Anwalt war, “Todesangst” hat er wohl nicht verspürt.

      Deswegen wurde auch kein Protest eingelegt. Im übrigen hätte ja nur Quelle Fürth Grund gehabt zu protestieren.
      In Wattenscheid gab es so etwas auch einmal, 1991 ein Relegationsspiel, auch da stürmten die Clubfans vor Spielende den Platz.
      Und, um das Thema abzuschließen: 1984 wurde das Zweitligaspiel S04 – RWE aus denselben Gründen wiederholt, weil Essen Protest eingelegt hatte. Also auch das gab es schon mal. Wundert mich, dass Hertha das nicht als Präzedenzfall herangezogen hat.

      @Markazero: Morgen soll es in der Post sein. 🙂

    • CREON: … und dass jetzt auch noch der Chronist darüber den Mantel des Schweigens ausbreitet überrascht mich dann doch …

      Dass der Chronist (also ich) den Mantel des Schweigens darüber breitet, hat zwei Gründe.

      1.) Sein Gedächtnis hat ihn im Stich gelassen.
      2.) Er hat bei der Recherche zu dieser Chronik-Folge nichts Verlässliches zu diesem Platzsturm gefunden.

      Erklärungen:
      zu 1.) Ich war damals selber im Stadion (wie bei fast allen Spielen in der Regionalliga). Ich kann mich auch erinnern, dass ich nach dem Spiel (mit Verzögerung) in den Innenraum gegangen und ein paar Minuten über den Rasen geschlendert bin. Ich kann mich aber wirklich nicht mehr daran erinnern, dass das Spielfeld schon VOR dem Schlusspfiff gestürmt wurde.
      zu 2.) Als vor einigen Wochen nach dem Vorfall in Düsseldorf in irgendeinem Eintrag hier bei CU der Platzsturm damals thematisiert wurde, war ich erstmal verwirrt und habe versucht mich an damals zu erinnern. An einer anderen Stelle im Internet habe ich keine Bestätigung gefunden, die zu einem verfrühten Platzsturm damals im Quelle-Spiel passt. Und deswegen habe ich es nicht dazugeschrieben.

      Vielleicht kann ja jemand, der hier mitliest, helfen…

      Und noch etwas: Ein Last-Minute-Sieg hätte Quelle damals auch nicht gereicht. Quelle hätte das Spiel mit neun Toren Unterschied (!) gewinnen müssen, da zeitgleich auch Ditzingen sein Spiel gewonnen hatte.

  • Beim Platzsturm-Spiel 1997 war ich auch dabei. Allerdings nicht unter den Platzstürmern. Ich saß ganz spießig auf der Gegengerade. Angst hatte ich keine. Warum auch. Der Club war ja schon längst aufgestiegen…

    Das Spiel gegen den HSV aus der Saison 86/87 habe ich in meinem Artikel “Einfach so” thematisiert…

  • @Claus:

    Deine Bemerkung zum Wattenscheid-Spiel 1991 ist korrekturbedürftig. Du verbreitest Unwahrheiten!

    Eigentlich ein Skandal sowas!

    • belschanov,

      ich streue Asche auf mein Haupt. Das kommt davon, wenn man einfach aus dem Internet abschreibt. Richtig ist vielmehr, dass es der letzte Spieltag der 1. Liga war. Allerdings musste der Club gewinnen, sonst wäre er in der Relegation gelandet, daher die Freude des Anhanges, und Wattenscheid hatte keinen Grund zu protestieren, die waren gesichert.
      Apropos (ich hatte das alles nicht mehr im Gedächtnis, gebe ich zu): Der Club wurde damals nur wegen der um 2 Tore besseren Tordifferenz 15., er war also nicht immer nur der Depp.
      So jetzt reicht es aber mit Platzstürmen, den nächsten machen wir, wenn der Club das nächste mal Meister wird (am vorletzten Spieltag beim 3:0 gegen die Bayern, die dürfen dann ruhig um ihr Leben fürchten).

  • Ha, wieder falsch der Mittelteil, das war die Situation nach dem 33. Spieltag (bevor ich wieder Schimpfe von belschanov bekomme).

Kommentare sind geschlossen.