Ultras im Abseits?

„Ultras im Abseits?: Porträt einer verwegenen Fankultur“ – Buchvorstellung

Wer kennt sie nicht, die Ultras. Oder doch besser: Wer kennt eigentlich die Ultras? Also nicht nur deren Existenz, sondern wer weiß wirklich was sie bewegt, was ihre Motive sind und was das Ganze eigentlich soll – das mit dem Capo, dem Dauer-Support, den Choreos oder die fast sektiererisch anmutende Abschottung nach Außen. Eine Meinung dazu hat fast jeder, aber auf welcher Basis ist diese Meinung? Persönliche Erfahrungen, vielleicht kennt man einen persönlich oder halt das was man so sieht, hört und liest in den Medien?

Bezeichnenderweise sind „die Ultras“ in Zeiten sportlicher (Mini-)Krisen wie derzeit beim Club (möge es sich nicht zu einer echten ausdehnen…) überhaupt nicht das große Thema (auch wenn das – wie in Frankfurt letztes Jahr – dann auch schnell anders werden kann). Der Support im Stadion und auch bei Auswärtsfahrten ist ungebrochen konstant, manche würden fast sagen: fast schon irritierend. Als ob die aktuelle Situation wie auch das Spielgeschehen selbst gar keinen Einfluss darauf hätte. Und vielleicht ist diese subjektive Wahrnehmung sogar eines der größten Vorurteile und zugleich Rätsel der Ultras. Wer sich daran stört, dass 90 Minuten Dauersupport das Stadion rockt während unten am Rasen die Club-Spieler keinen Pass auf drei Meter an den Mann bringen, dem ist das unbenommen, wenn er aber verstehen will, warum man das macht, muss er verstehen lernen. Und das ist gar nicht so einfach in einer Fankultur wie den Ultras, die sich vor allem auf die Fahnen geschrieben haben nicht allzu viel nach außen preiszugeben, vor allem nicht gegenüber den Medien. Und wie das so oft ist, wenn man sich der Kommunikation verwehrt, dann reden andere über einen und es entstehen Zerrbilder. Bei den Ultras könnte man da ein Buch drüber schreiben – und genau das wurde getan – ein gutes Buch sogar, auch wenn es keine leichte Lektüre ist.

Martin Thein und Jannis Linkelmann haben ein Buch herausgegeben und ihm einen spannenden Titel gegeben: „Ultras im Abseits?: Porträt einer verwegenen Fankultur“, denn er enthält eine Unterstellung, nämlich dass die Ultras „im Abseits stünden“, also außerhalb der Gesellschaft „Fußball“, ob gewollt oder kraft ihrer Natur. Doch die Unterstellung wird durch das Fragezeichen relativiert – es hinterfragt eine These, ohne sie aber wirklich außer Kraft zu setzen. Und der Titel hat einen Zusatz, „Porträt einer verwegenen Fankultur“, der dem ganzen einen Hauch von Mantel-und-Degen gibt, ein bisschen Robin Hood, zudem geadelt mit dem Begriff „Kultur“. Dann das Titelbild mit Pyrotechnik und damit der wohl provokanteste Punkt in der aktuellen Diskussion. – Keine Frage, Thein und Linkelmann sind nicht angetreten um mit diesen Buch die Ultras zu „demaskieren“ oder anzuklagen, das kann man schon aus dem Titel ableiten, es ist der vorsichtige Versuch etwas zu portraitieren, ein Portrait, bei dem man wie einst bei den Portraits der Hof-Zeichner Gefallen finden will mit seinem Werk beim Portraitierten, aber auch ein reales Bild vermitteln, dabei aber die ganz negativen Seiten nicht zu sehr in den Fokus rücken (besser mit Mund zu zeichnen bei „schlechten Zähne“), aber auch nichts unnatürlich beschönigen.

Im literarischen Portrait kann man versuchen das Thema weit zu umkreisen und dann seine Schlüsse zu ziehen, seine Sicht wiederzugeben, oder man lässt andere reden, andere ihren Blickwinkel beschreiben und dabei auch den portraitierten selbst zu Wort kommen. Und genau das Letztere taten die Herausgeber. Das Buch liest sich nicht wie ein Roman, es ist eher eine Dissertation – oder besser: Wie die Quellensammlung als Vorbereitung für eine Dissertation. Fanbeauftrage, Journalisten, Polizisten, Politiker, Funktionäre und eben auch Vertreter von Ultra-Gruppierungen kommen zu Wort, mal im Interview-Format, mal als Aufsatz, mal als Bericht und manchmal auch fast politisierend dogmatisch. Das klingt trocken, das ist es auch. Gerade der Einstieg ist mit zwei Abschnitten für viele wahrscheinlich schon das Ende der guten Vorsätze sich mehr mit dem Thema zu beschäftigen. Zahlen, Fakten, Historie erinnerten an das (sicher inhaltlich gehaltvolle) Lehrbuch über „Allgemeines Verwaltungsrecht“ im ersten Jurasemester. Dennoch lohnt das Durchhalten. Wer das Buch komplett liest und dabei auch immer sich vergegenwärtigt, wer diesen Abschnitt denn gerade schreibt (wichtig!!), der schließt die letzte Seite mit dem Gefühl, nun wirklich mehr zu wissen.

Gerade die unterschiedlichen Blickwinkel auf die Szene, auf manche (auch medienrelevante und daher bekannte) Vorfälle, auf die vertrackte Situation seit den gescheiterten „Konsensgesprächen“ und die Dauerbrenner wie Gewalt und Pyrotechnik, lassen nach Lektüre die Dinge plötzlich längst nicht mehr so eindimensional erscheinen, wie man dies (von der einen wie anderen Seite) gern darstellen möchte. Das Buch verteilt weder Legitimationen noch wird am Ende ein amerikanisch wohlwollendes Ende zelebriert, bei dem ein „und wenn wir alle ein Stück zusammenrücken, dann wird die Welt auch wieder besser“ gefeiert wird. Es portraitiert und lässt den Betrachter dann vor dem Bild zurück, um sich selbst einen Eindruck zu verschaffen – und der wird dann im Auge des Betrachters auch immer anders ausfallen, je nachdem welche Stimme man für wichtiger, glaubwürdiger oder den eigenen Interessen und Vorstellungen näher sieht.

Am Ende bleibt kein scharfes Bild, kein klarer Eindruck über diese Fankultur zurück, aber doch ein Gefühl wie man es hat, wenn man 10 Personen über einen Menschen interviewt hat, den man selbst nicht kannte. Ein dort ‚zitiertes Zitat‘ blieb dann aber doch hängen: „Im Nachkriegsdeutschland ist noch keiner Generation bedeutet worden, dass sie zu großen Teilen weder kulturell noch gesellschaftlich benötigt wird.“ (Volkmar Sigusch) Wer sich mit dem (vorwiegend) Jugend-Phänomen „Ultras“ beschäftigen will, sollte die Situation der Jugend in der Gesellschaft mit einbeziehen, eine Gesellschaft, die der Jugend außer Konsum und Karriere (oder beider Unerreichbarkeit) keine große Perspektive oder Werte mehr anbieten kann – dafür aber mit Grundversorgung und leidlicher Stabilität aufwartet, was größere Eskalationen wahrscheinlich lange verhindern kann (wer riskiert schon seinen Hintern, wenn es ja irgendwie so reicht im Leben). Die Ultras – das kann man durchaus sagen auch ohne dem Buch vorzugreifen konstatieren – schaffen es auf ihre Art dieses Loch zu füllen, bieten Identifikation und vermitteln Werte und das trotz der zunehmenden Kommerzialisierung des Fußball.

„Ultras im Abseits?: Porträt einer verwegenen Fankultur“ (ISBN 978-3895338472) kann via Amazon bestellt werden – oder über andere gut sortierte Buchhandlungen.

78 Gedanken zu „Ultras im Abseits?

  • Klingt interessant und differenziert. Aber während ich noch über Fan-Kultur sinnierte und was diese sei und wie sie sich äußern kann, grüßte mal wieder das Murmeltier… weiß jemand, was das für Geistesgrößen waren, die sich da in Född gehauen haben? Nee nee, man schämt sich mal wieder fremd…

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    • Markazero,

      So ging es mir auch. Zum Glück haben sie ja einige dieser sogenannten Fans festgenommen. Ich hoffe, die plaudern,wer dabei war und sie kriegen alle eine saftige Strafe am besten mit Sozialstunden oder Opferausgleich (Putzen im Stadion des Gegners o.ä.) und dürfen lange nicht mehr ins eigene Stadion.
      Ich nehm mal an, das waren diese ominösen Fangruppen, die dazu neigen, sich zu verabreden um sich gegenseitig zu kloppen. Es macht es leider auch nicht besser, daß es offenbar dann die Fürther waren, die auf die Polizei losgingen. Was mich dabei maßlos ärgert ist, daß sie ihre blöden Spielchen mit der Aussage verknüpfen, Fans zu sein. Ich mein ansonsten gibt es solche Gruppen ja auch: Hells Angels, Paintballgruppen. Unterschiedliche Ausprägungen von Kriminalität, aber dasselbe Grundmotiv: Spaß sich als Gruppe mit einer anderen Gruppe zu kloppen.

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      • Beate60: Unterschiedliche Ausprägungen von Kriminalität, aber dasselbe Grundmotiv: Spaß sich als Gruppe mit einer anderen Gruppe zu kloppen.

        früher gabs da noch die „guten alten“ Hooligans, aber heutzutage ist das alles so verschwommen und undurchsichtig, dass man das gar nicht mehr so genau zuordnen kann. Man wirft diese Schwachmaten dann auch gerne mit den Ultras in einen Topf, womit man den Ultras aber unrecht tut. Auch so ein Vorurteil, wobei innerhalb der Ultras sicher auch gewaltbereitere Randgruppen vorhanden sind, die sich vielleicht sogar mit solchen Prügelclowns verzahnen, aber die sind dann imho innerhalb der Ultras genauso verpönt und deplaziert wie wir es missbilligen, dass sie sich selbst als Fans bezeichnen.

        Aber zum Fremdschämen braucht es bei mir gar keine Prügelei. Mir sind auch schon solche Aktionen wie „Marsch durch Fürth“ oder ähnliches zu viel.

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        • Optimist,

          Das Problem ist, daß sich Ultras halt zumindest in Teilen damit solidarisieren und diese Gewalttäter zumindest nach außen verteidigen. Damit entsteht einerseits in der Öffentlichkeit das Bild, daß das eben Ultras sind und andererseits glauben diejenigen, die gewaltbereit sind auch noch, sie können sich auf deren Unterstützung verlassen.
          Das andere wird aber meiner Meinung nach auch durch die Ordnungskräfte unterstützt: ich kann mich noch gut an mein erstes Auswärtsspiel in München erinnern, wo ich dann die Ultras im Block von Polizisten eskortiert zum Stadion marschieren sah. Die hatten doch gar keine andere Wahl als als Block ins Stadion zu kommen. Und ich kann mich noch gut an Demozeiten gegen Nachrüstung oder Atomkraft erinnern, wo genau dieses Gefühl der Stärke auch dadurch erzeugt wurde, daß man von der Polizei eingekesselt wurde und dann auf einmal zu einer Masse verschmolz, die gegen die Mächtigen Widerstand leistet. Ganz ehrlich: so ein Gefühl hat mir auch Lust auf mehr Demos gemacht, weil das dann auch eine Superaußenwirkung hat.
          Was mich allerdings nervt ist, daß diese Gewalttäter sich immer wieder darauf zurückziehen zu sagen, das war doch früher auch schon so. Ja früher haben sich auch schon (überwiegend) Männer die Köpfe eingeschlagen. Sie haben sich beschossen, erstochen, vergast und sind martialisch in Kriege gezogen. Ich trauere diesem früher nicht nach. Im Gegenteil, ich wünschte, Kriege gäbe es nirgendwo mehr.
          Ich wünschte, es könnte Fanrivalitäten geben, die sich der Moral des 21. Jahrhunderts in Europa anpassen, wo es eben Usus ist, miteinander zu reden statt zu kämpfen, wo Sport Spaß macht und keine andere Form von kriegerischer Auseinandersetzung auf symbolischer Ebene ist.

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          • Beate60: Das Problem ist, daß sich Ultras halt zumindest in Teilen damit solidarisieren und diese Gewalttäter zumindest nach außen verteidigen. Damit entsteht einerseits in der Öffentlichkeit das Bild, daß das eben Ultras sind und andererseits glauben diejenigen, die gewaltbereit sind auch noch, sie können sich auf deren Unterstützung verlassen.

            das ist eigentlich auch meine Hauptkritik. Wenn ich mich schon offiziell von Gewalt distanziere, dann muss ich auch so konsequent sein und darf Straftätern – auch wenn sie aus den eigenen Reihen kommen – keine Zuflucht bieten. Sonst sind das nichts als Lippenbekenntnisse.

            Und hier gehört als Grundsatz die klare Regel, die auch gelebt werden muss: wer unter dem Deckmantel des „Fan-seins“ strafbare Handlungen begeht oder sonstwie dem Ansehen des FCN schadet, der hat auch bei den Ultras nichts zu suchen (wird ausgeschlossen) und wird nicht gedeckt. Denn sonst gerät man selbst schnell in die Nähe einer kriminellen Vereinigung, denn wie sonst sollte man eine Organisation bezeichnen, die nachweisliche Straftäter in ihren Reihen versteckt und sie vor der Verfolgung durch die Vollzugsbehörden schützt?

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  • Weshalb werden solche „Leute“ bitte sehr in allen Presseorganen „Fans“ genannt?

    Das sind keinesfalls Fans. Ganz im Gegenteil beschädigen diese Menschen nachhaltig das Image des Glubbs, Nürnbergs und Frankens über alle Grenzen.

    Ich bin ein Fan. Die sind es niemals gewesen.

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  • Für die von sogenannten Clubfans angezettelte Schlägerei in Fürth schäme ich mich zutiefst. Ich wohne seit einem Jahr in Fürth und finde die Stadt sehr, sehr lebenswert und angenehm. Mein Blut war schon immer Rot-Schwarz und ich war nicht einmal – trotz aller Niederungen, die durchschritten werden mussten – in Gefahr zu einer anderen Farbe zu wechseln. Das wird sich auch nie ändern. Selbst wenn ich noch die nächsten 100 Jahre in Fürth leben sollte.
    Aber heute ist es mir ganz flau im Magen geworden beim Lesen der Berichte über diese Ausschreitungen.
    Das Übel kann nur über Dialog und soziale Massnahmen gelöst werden. Die Idee, das Trolli Stadion von diesen Leuten putzen zu lassen, finde ich schon recht gut. Am betsen mit der Zahnbürste.

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  • Spontan war auch das mein erster Gedanke, als die Kolonnen von Headlines aus ganz Deutschland über meinen Bildschirm liefen: „Des is a Schand!“ Das bringt den Club und uns Clubberer in ganz Deutschland in Verruch und warum man das akzeptieren sollen können müsste, ist mir ein Rätsel.

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  • Leider kann man es sich eben nicht so einfach machen und einfach sagen: Sind keine Fans. Auch die „sogenannten Fans“ gibt’s nicht. Es sind Clubfans und sie stehen mit uns im Stadion und tragen unsere Farben – ob es uns nun passt, oder nicht. Es wäre nämlich viel schöner, wenn man das einfach machen könnte, einfach als „fehlerhafte Zusortierung“ definieren und schon ist alles wieder in Ordnung. Ist es aber nicht. Es gab viel zu viele laute und leise Applaudierer, Verständnishaber und Rechtfertiger allein schon nach dem letzten Platzsturm im Derby – das ist nun auch die Saat, die aufgeht, wenn man alles verharmlost und legitimiert, weil man „ja Verständnis haben müsse für den Frust, nach so einem Spiel“. Ja, so ist das mit dem Verständnis haben, wo fängt das an, wo hört das auf. Ich für meinen Teil habe einfach: „Null Toleranz für Gewalt!“ Egal welcher Art, ob verbale oder körperliche Gewalt. Und weil es ein Teil der Gesellschaft ist, weil es ein Teil der Fanszene ist, ist es zum Teil eben mein Problem. Ob ich das will oder nicht. So siehts aus.

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    • Alexander | Clubfans United,

      Vollkommen richtig! Sanktionen wie sie etwa von Beate60 beschrieben bzw. verlangt werden, bringen gar nichts. Die Ursachen für ein solches Verhalten liegen wahrscheinlich tiefer, das beginnt meistens schon mit der Erziehung/Elternhaus, ein Spiegelbild unserer Gesellschaft, ein paar fallen durch das Raster, sehen keine oder nur wenig Perpektiven und fühlen sich dann in solchen „Gruppen“ angesehen. Wobei das natürlich auch nur oberflächlich ist, der falsche Weg, sich Selbstvertrauen zu holen. Aber das wissen wir nicht erst seit gestern…nur wenn es eben unseren geliebten Fussball gefährdet, dann wird wieder diskutiert und jeder distanziert sich von Gewalt usw. – löst das Problem aber nicht, wenn es überhaupt lösbar ist!! Dann gibt es noch die Mitläufer, die grundsätzlich gar nicht gewaltbereit sind, aber es dann eben doch werden, aus verschiedenen Gründen, sei es, wenn einer nur einen „gebrauchten“ Tag hat und sich von der Gruppe und der Energie im negativen Sinne mitreissen lässt. Ergibt für mich, dass der ein oder andere „böse Bube“ nicht weit weg von uns im Block steht/sitzt. Deshalb ist es zu einfach, sie nur bei den Ultras, Engel, Paintballer oder Metzgerlehrlingen einzuordnen, wo ich wieder bei dem gesellschaftlichen Problem angelangt bin.
      Eine wirkliche Lösung des Problems habe ich auch nicht, wobei ich glaube, dass viele dieser überwiegend jungen Leute richtig motiviert werden müssen im Alltag bei der Arbeit oder überhaupt erst in Arbeit zu bringen, um wieder oder überhaupt eine Wertschätzung (kommt mir irgendwie bekannt vor)zu erlangen. Werte vermitteln und die Basis in einer starken Familie haben, sind vielleicht die Eckpfeiler und die, die das nicht erreichen können, am Rande der Gesellschaft, müssen aufgefangen werden. Das dies natürlich nicht immer funktioniert ist logisch.
      Vielleicht sind diese Auswüchse in ein paar Jahren aus dem Fussball verschwunden, gelöst wahrscheinlich noch lange nicht…

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  • Unter Vorbehalt kann man das ‚Fan‘ sein bei solchen Leuten stehen lassen, aber man muss sie auf jeden Fall als ‚Kriminelle Fans‘ bezeichnen. Was haben sogenannte FCN Fans? vor dem Fürther Vereinsheim zu suchen, für mich hat das schon Züge eines Überfalls. Kriminell in jedem Fall.
    Vermutlich kommt da was in mir hoch aus meiner Kindheit als ich als 8-jähriger mit meinem Dad bei einem FCN (Test-)Heimspiel gegen die Bayern war (damals waren wir viele Jahre nicht die gleiche Liga 😉 und wilde Bayern Horden mit Geschrei unseren Block stürmten. Ich kann mich noch erinnern, was ich als Kind für eine schei** Angst hatte. Gewalt in Stadien ist ein NoGo, leider aber wohl auch Wunschdenken.

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  • ..vermutlich haben die als Gruppenerlebnis „Hooligans“ geschaut;-)

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  • Das waren keine Fans, sondern kriminelle……Schade, dass es bei unserer Kuscheljustiz nicht – wie etwa in der russischen Föderation – sogenannte Erziehungslager in abgelegenen Regionen mit – 40 Grad Celsius gibt (Motto: „Reform through Labor“) -, darin wären diese kriminellen Clubrandalierer richtig aufgehoben, aber bei uns heißt es dann: Die hatten eine schwere Jugend (Scheidungskinder), waren Bettnässer und kommen daher mit 200 Stunden Eisbaerengehege putzen im Nürnberger Tiergarten guenstig weg….Solange man diese Leute nicht adäquat für ihre kriminellen Taten (Landfriedensbruch) bestraft wird sich sowas wiederholen! Wenn man diese Typen (Ultras?) dagegen angemessen behandeln würde (kriminelle Vereinigung wie die RAF?) würden sich diese Probleme mittelfristig lösen lassen….Knallhart zugreifen bei diesen Typen und am Besten Freiheitsstrafen ohne Bewährung ausspucken, auch wenn Club-AR-Peisl diese kriminellen pflichtverteidigen sollte (Rot-Schwarze-Kriminellenhilfe……)! Bei Peisl als Verteidiger sollte noch ein Zuschlag drin sein (zwei Monate mehr)…

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  • Ach Teeblatt es wird alls dümmer. Wenn Du statt der Russischen Föderation jetzt noch den guten alten Adolf in sSpiel gebracht hättest, unter dem es so etwas sicher nicht gegeben hätte, dann würde man noch besser sehen welch Geistes Kind Du bist.

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  • Ich fürchte leider, daß bei den Ultras Werte vermittelt werden, die dazu führen, daß sie es als eine Frage der Ehre verstehen, Mitglieder zu schützen egal was sie getan haben.
    Im übrigen frage ich mich mittlerweile, ob es zu hart ist, Teilen der Fans faschistoides Gedankengut zu unterstellen. Im Grunde ist es doch egal, ob es jetzt ein gegnerischer Fan, nur ein Eventfan, ein Ausländer, jemand mit einer anderen Hautfarbe oder einer anderen Religion ist. Das Entscheidende ist, daß ich die Idee hab, daraus einen Unterschied ableiten zu können, daß diese anderen weniger wert sind, weniger Respekt verdienen, verletzt oder beleidigt werden dürfen, nur weil sie dieser Gruppe angehören. Und ich seh mich als Mitglied der „besseren“ Gruppe.
    Ich kann Alexander auch nicht zustimmen, daß man jeden als „Fan“ akzeptieren muß. Ich denke, es ist jeder Gruppe vorbehalten zu definieren, wer dazu gehört. Und Fußballfans sollten auch über ihre Fangruppen und Fanvertretungen endlich dahin kommen ganz klar zu definieren, daß einer, der gegen Grundsatzwerte wie „Keiner darf in seiner Würde und in seiner körperlichen Unversehrtheit verletzt oder bedroht werden“ verstößt damit eben Verhalten zeigt, das dazu führt, daß er sich außerhalb dieser Gruppe stellt und deshalb auch keine Solidarität erfahren kann bei den Fans. Wozu sollten sonst diese Aktionen des DFB bzgl. Fairplay und Antidiskriminierung dienen? Da geht es mir im übrigen nicht darum, wer nun der bessere Fan ist, sondern darum, daß es eben bestimmte Verhaltensweisen gibt, die im 21. Jahrhundert nach den negativen Erfahrungen mit Gewalt und Rassismus auch bei Fußballfans zu anderen Werten geführt haben. Ich denke, ein Offizier der Bundeswehr, der sich gemäß dem Ehrenkodex der SS verhält kann ja nun auch nicht in der Bundeswehr verbleiben auch wenn er dann anführen kann, aber 1940 haben die sich doch auch so verhalten. Ich weiß das ist jetzt ein Extrembeispiel, ich möchte nur verdeutlichen, worum es mir geht.
    Ein letzter Punkt: ich denke auch die Ultras sollten sich einmal überlegen, was ihnen wichtiger ist: den Verein/die Mannschaft mit allen Kräften zu unterstützen oder ihre Position auch auf Kosten des Vereins durchzusetzen. Wenn ich Verhalten toleriere, das dazu führen kann, daß mein Verein vor leeren Rängen spielen muß oder langfristig nur noch Sitzplätze im Stadion erlaubt werden, dann kann ich natürlich sagen, da sind doch die Hardliner schuld, die solch drakonische Maßnahmen beschließen und uns aus dem Stadion haben wollen, ich könnte aber auch im Vorfeld überlegen, ob das Beharren auf meiner Position wirklich mit meinem Hauptziel noch deckungsgleich ist und ob ich nicht vielleicht durch Kompromißbereitschaft dahin komme, den bestmöglichen Support zu machen, der machbar ist.

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    • Beate60, im Prinzip meinen wir das gleiche, drücken es nur anders aus. Mir ist es sicher fremd gewaltbereiten Fans Solidarität in der Gemeinschaft der Fans zu Teil werden zu lassen – aber vice versa kann sich eine Gemeinschaft nicht all ihrer Probleme entledigen, indem sie sagt: die gehören jetzt gar nicht mehr zu uns, soll sich ein anderer drum kümmern. Ich begreife es eben doch als „unser“ Problem und dazu gehört auch, dass man sich kritisch damit auseinandersetzt, nach den Ursachen (und Lösungen) sucht und vielleicht auch mal Zivilcourage zeigt. Ich weiß, dass beispielsweise Unterstützung bei den Ermittlungen der Polizei fast schon als Verrat angesehen wird. Welcher Präsident war das noch letztens, der eine Gruppe von Fans filmte und das Video dann der Polizei gab? Was war das für ein Aufschrei. Genau diese Auseinandersetzung und „Selbst“reinigung kann nur passieren, wenn man das Thema als „unser“ Thema versteht.

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      • Alexander | Clubfans United,

        Vielleicht ist es klarer formuliert mit: wenn Fans gewalttätig werden sei es mit Worten oder Taten, dann verhalten sie sich in dem Moment nicht wie Fans des Vereins und deshalb kann man als Fan dieses Verhalten bei ihnen nicht tolerieren und sollten sie dies nicht unterlassen, dann müssen sie eben aus der Fangemeinde ausgeschlossen werden.

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  • Aber ich mach dabei auch der DFL und dem DFB einen Vorwurf, weil sie mit ihren Strafen und Strafandrohungen die Fans in Sippenhaft nehmen. Und das ist genauso wenig in Ordnung und trägt meiner Meinung nach zu dieser Wagenburgmentalität (wir müssen uns gegen die mächtigen Anderen schützen und dürfen deshalb keinen aus unserer Gruppe denen ausliefern) bei wie auch dazu, daß die gewaltbereiten Fans immer wieder Nachschub aus der Gruppe Neufrustrierter kriegen, nach dem Motto, wenn ich so behandelt werde als hätte ich mich fehl verhalten, dann kann ich mich auch gleich so verhalten, dann weiß ich wenigstens wofür.

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    • Beate60, Fan ist aber kein geschützter Begriff. Wenn jemand für den Club ist, dann ist er eben Fan. Ob im Knast oder als Lehrer. Ich kann ja schlecht sagen: So, du bist jetzt kein Fan mehr, darfst kein Club-Trikot mehr anziehen und dich in der Öffentlichkeit nicht mehr zum FCN bekennen. Das geht ja nicht. Man kann sie vom Stadion aussperren, aber das verhindert ja Aktionen wie die letzte auch nicht.

      Ich verstehe den Wunsch dazu, aber das genau so eben unmöglich wie zu sagen: Das sind keine echten Deutschen, weil sie in Thailand schlimme Dinge tun. Einen Soldaten oder Polizisten kann ich suspendieren, im Falle der Nationalität kann ich vielleicht sogar noch die Staatsbürgerschaft entziehen, aber dass sich jemand als Clubfan bezeichnet und so wahrgenommen wird, das lässt sich nicht verhindern. Ob wir das dann als ‚rechtschaffenen Fan‘ definieren oder nicht. Wenn wir uns selbst als Clubfans bezeichnen, dann werden wir als Teil dieser Gruppe mit allen schwarzen Schafen wahrgenommen (und bspw. hier in Frankfurt damit auch konfrontiert). Da nutzt es wenig sich zu distanzieren und den „sogenannten Fan“ zu schaffen (was immer das ist, Clubfans bleiben sie trotzdem, solange sie die Farben tragen und das nicht spielen), da hilft es nur sich damit auseinanderzusetzen.

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      • Alexander | Clubfans United,

        Naja wenn Schramels Konzept umgesetzt wird, dann kann man spezifisch für den Club auch definieren, wer ein Fan ist und sich zur Clubfamilie rechnen kann und wer nicht. Da kann man dann ganz klar definieren welche Werte wir vertreten, welches Verhalten wir tolerieren, wo die Grenzen sind.Das mag dann harte Diskussionen geben und zu einigen Austritten führen, aber wenn es einem ernst ist mit so einer Sache dann sollte der Verein das auch durchziehen. Ich fänd es auf dieser Ebene auch sinnvoll, weil es dann nicht mehr einen Buhmann gibt, der sich z.B. mit einer Gruppierung anlegt, sondern die Clubfamilie das gemeinsam entscheiden kann. Sofern wir uns auf demokratische Werte einigen, dann eben per Mehrheitsbeschluß mit Tolerierung von Minderheiten in bestimmten Grenzen.

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      • Alexander | Clubfans United,

        Ud zu deinem Argument mit der deutschen Staatsbürgerschaft, Soweit ich das weiß, kann man bestimmte Rechte auch verlieren, wenn man straffällig wird. Und dann kann man ganz klar sagen, er hat gegen deutsches Recht verstoßen und wird deshalb auch bestraft. Und das ist für mich ein Unterschied, wenn ich sagen kann, der mag auch Clubfan sein, aber er hat gegen die Werte des 1.FCN verstoßren und wird dafür auch zur Rechenschaft gezogen.
        Auch hier wieder zum Strafenkatalog der DFL. Wieso sollte man ein Mitglied eines Fanclubs „verraten“, wenn der Verein doch sowieso als ganzer bestraft wird. Wieso sollte ich Zivilcourage zeigen und den einen identifizieren, der z.B. sein Bengalo zündet, wenn der Verein doch trotzdem bestraft wird und ich mit?
        Wenn ich in einem Bus einen Menschen nicht daran hindere, einen anderen zu verletzen, dann mach ich mich mitschuldig. Wenn ich mich weigere ihn zu identifizieren, dann mach ich mich der Strafvereitelung schuldig. Aber wenn ich eines von beiden tu je nach meinen Möglichkeiten und dann trotzdem alle im Bus dieselbe Strafe kriegen wie der Täter und die Busgesellschaft das Schmerzensgeld zahlen muß, dann ist das doch mehr als absurd.

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        • Beate60: Auch hier wieder zum Strafenkatalog der DFL. Wieso sollte man ein Mitglied eines Fanclubs “verraten”, wenn der Verein doch sowieso als ganzer bestraft wird. Wieso sollte ich Zivilcourage zeigen und den einen identifizieren, der z.B. sein Bengalo zündet, wenn der Verein doch trotzdem bestraft wird und ich mit?

          eigentlich ein genialer Ansatz:

          Man bestraft ja den Verein im Kollektiv, auch wenn eigentlich nur Einzeltäter verantwortlich sind (derzeitiges Vorgehen).

          Jetzt könnte man das aber künftig nur noch unter Vorbehalt machen: wenn nämlich der Einzeltäter (oder mehrere) gefasst werden, wird dem Verein die kollektive Strafe erlassen, denn man hat ja den/die Verantwortlichen. Dann würde das Ausliefern tatsächlich einen Sinn ergeben. Dabei könnte man gar den Anreiz der Selbstreinigung durch „Fangprämien“ noch erhöhen….

          Ich finde das überlegenswert!

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          • Optimist:
            Dabei könnte man gar den Anreiz der Selbstreinigung durch “Fangprämien” noch erhöhen….

            Ein Ticket für den VIP-Bereich bei einem Heimspiel?
            Spaß beiseite. Man hörte doch seit Monaten, dass die Vereine ihre Strafen auf identifizierte Täter abwälzen wollen (Schadensersatz). Mir ist allerdings noch kein Vorfall zu Ohren gekommen, dass das auch mal erfolgreich praktiziert wurde. Wenn ich da falsch liege, bitte ich um Berichtigung. Ein schönes Beispiel war ja das Pokalderby letzten Winter. Die SpVgg aus der Nachbarstadt hat ja so ein Vorgehen angedroht, doch der Betroffene hat sich dem durch Suizid entzogen. Wobei meines Wissens ungeklärt blieb, ob das der Anlass war, falls ja wäre das natürlich auch ganz schön hart. Auf der anderen Seite habe ich zwar von unserem Club ähnliches gehört, aber passiert ist jedenfalls nichts, was an die Öffentlichkeit drang (auch hier bitte ich um Berichtigung, falls ich da falsch liege). Dabei gibt bereits die Stadionordnung eine Geldstrafe für das Zaunübersteigen her (€ 5000.-), und selbst ich kannte eines der Gesichter (zumindest vom Sehen), die auf den Zeitungsfotos eindeutig identifizierbar waren. 50 identifizierte Kletterer hätten bereits € 250.000.- in die Vereinskasse spülen können. Ich habe eher den Verdacht, dass die Vereine (und auch unser Club) vor den Ultras kuschen, weil sie sie nicht als zahlende Zuschauer und Stimmungsmacher verlieren wollen. Da kann man sich dann noch so schöne Maßnahmen ausdenken.

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            • Claus,

              ist für mich schon noch ein Unterschied, ob man sich Schadenersatz holt, oder ob die kollektive Strafe an sich dann erlassen wird. Auch kann man ja nicht z.B. 50.000 Euro auf einen Einzeltäter abwälzen, wie sollte er das stemmen?

              Nein, der Einzeltäter bekommt ein normales juristisches Verfahren, mit entsprechendem Strafmaß (Tagessätze, Freiheitsstrafe, Sozialstunden, was auch immer), das seiner Tat und dem Gehalt angemessen ist. Und der Verein bekommt die Strafe erlassen, sonst klappt das ja mit den Relationen nicht.

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              • Optimist: ist für mich schon noch ein Unterschied, ob man sich Schadenersatz holt, oder ob die kollektive Strafe an sich dann erlassen wird. Auch kann man ja nicht z.B. 50.000 Euro auf einen Einzeltäter abwälzen, wie sollte er das stemmen?

                Ist (und bleibt) ein schwieriges Thema. Rein juristisch könnte man formulieren: Wer für einen Schaden die Verantwortung trägt, muss auch für den Schadensersatz sorgen. Wenn ich ein Feuer lege und dabei einen Schaden von 1 Mio. verursache, kann ich ja auch nicht vor dem Richter sagen: „Wie soll ich das denn stemmen?“ Niemand zwingt einen Fan über einen Zaun zu springen, sich eine Fahnenstange als Waffe zu schnappen und mit 100 Gleichgesinnten über einen Rasen zu sprinten – oder wie ein Mob durch die Straßen zu ziehen und dabei Sachen zu beschädigen oder (vor allem) unbeteiligte Dritte zu verletzen.

                Bleibt Frage 2: Was ist der Schaden und wie hoch ist der Schaden? Die Strafe gegenüber dem Verein wegen schlechter Sicherheitsvorkehrungen ist es wohl nicht, aber wenn wegen des Vorfalls bspw. ein Block gesperrt wird und so ein realer finanzieller Schaden entsteht, dann schon. Und da kann ich mich dann auch nicht beschweren, denn das Geisterspiele oder vergleichbare Sanktionen ausgesprochen werden, ist ja nicht ganz aus der Welt. Man könnte noch viel weiter gehen: Was ist, wenn das Spiel abgebrochen wird. Wer ersetzt den Schaden der anderen Zuschauer, die kein Spiel sehen können, dafür aber Zeit & Geld investierten. Wer zahlt die Kosten für ein Wiederholungsspiel? Oder bei Sanktionen am grünen Tisch: Punktprämien? Oder im schlimmsten Fall ein Abstieg?

                Man sollte Täterschutz nie über Opferschutz stellen. Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um, sagt der Volksmund. Und wer eine Gefahr schafft muss für die Folgen einstehen, auch wenn die dann vielleicht größer sind, als er zunächst dachte. Die Geschädigten können nämlich gar nix dafür, dass dem Handelnden das Geschehen aus der Hand gleitet.

                Ich bin definitiv dafür, dass auch im Fanbereich die Schädiger zur Kasse gebeten werden – nur weil man im Stadion ist, muss man sich ja nicht auf den Stand der Vandalen zurückfallen lassen. Allerdings muss man generell gut abwägen, für welche Schäden – und das dann klar stellen und (!) konsequent umsetzen.

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            • Claus: Ich habe eher den Verdacht, dass die Vereine (und auch unser Club) vor den Ultras kuschen, weil sie sie nicht als zahlende Zuschauer und Stimmungsmacher verlieren wollen. Da kann man sich dann noch so schöne Maßnahmen ausdenken.

              Finde ich ganz interessant, da sagt Claus was ganz wichtiges. Ich habe genau das hier in Köln erlebt. Erst die Entgleisungen der FC-Fans, genauer gesagt der Wilden Horde am 34. Spieltag der vergangenen Saison haben Verein und Polizei dazu bewogen, endlich mal eine Razzia im Vereinsheim und Privatadressen der Wilden Horde durchzuführen, obwohl die schon jahrelang bekannt dafür waren. Der Verein wusste um die Problematik, hat aber stillgehalten, da die Wilde Horde verantwortlich ist für die ganzen Choreos im Stadion und somit „geduldet“ wurde.

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  • Jawohl: 3:0 Führung für die deutsche U21 Auswahl. Das war nach dem 1:1 daheim gegen die Schweiz im Playoff-Rückspiel jetzt auch bitter notwendig.
    Beim 1:0 durch Holtby war Polter noch dran, wenn auch sinnlos, da der schöne Freistoß des Schalkers eh drin war. Den hat auch schon der Polter durch feinen Einsatz herausgeholt. Beim 2:0 wurde Sobiech an den Hinterkopf geköpft und das 3:0 machte dann wieder Polter nach schöner Vorleistung von Holtby und Bellarabi.

    Jetzt gehts weiter: 2. Halbzeit!

    Esswein scheint nicht mal auf der Bank zu sitzen?

    P.S.: Sind diese Haarfrisuren aus der Zeit von 1933-45 jetzt in Mode? 🙁

    P.P.S.: Das Spiel gibt es auch als Livestream über die ARD-Homepage.

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  • Doch Esswein darf jetzt für Bellarabi rein und gerade eben wurde eine 100%ige für ihn falsch als Abseits abgepfiffen. Son Pech. 🙁
    Vorher hatte Polter die Idee alleine auf den Torhüter zuzulaufen. Leider war sein Heber zu kurz und wurde geklärt.

    Ups, fast vergessen: *WERBUNG!*
    Diese Spielberichte werden Euch präsentiert unter dem Einfluß von Roten Schanzenbräu!

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  • Wenn Schäfer solche drei Böcke wie Neuer heute gemacht hätte, wäre das Geschrei wieder groß. Und soviel Unterschied zwischen Badstuber und Mertesacker zur Glubb-Innenverteidigung ist auch nicht erkennbar. Der 6er hat auch den Faden verloren. Tja, Herr Löw, welches Gebilde haben Sie da in vielen Jahren geformt?

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  • 4:0 und dann noch 4:4?! Juhu, das hat unser Club noch nicht geschafft, oder etwa doch?

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    • Schönwetter-Fan: 4:0 und dann noch 4:4?! Juhu, das hat unser Club noch nicht geschafft, oder etwa doch?

      glaube nicht, aber der Club könnte sich diese Saison an den Schweden auch mal ein Beispiel nehmen. 😮

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  • Es gab mal eine Zeit, da war die deutsche Nationalmannschaft Weltmeister im Umdrehen von Rückständen. Heute ist sie nicht in der Lage, einen 4-Tore-Vorsprung über die Zeit zu bringen. Was ist nur aus der deutschen Nationalmannschaft geworden?

    Man sehnt sich nach der Zeit, als der Bundestrainer Derwall hieß.

    Hans-Peter Briegel – was für ein Spieler!

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    • belschanov, ich bin froh, dass das der N11 passiert ist….

      Ist halt ne Bubitruppe, da fehlts an internationaler Härte, die bei aller Schönspielerei vergessen wird. Einzig Schweini bringt da „Schweinehund“ mit, aber der kann auch nur mit dem Ellenbogen provozieren…

      Die Leistung der Schweden sollte als Lehrfilm in die Videostudien des Club übernommen werden: Titel „Niemels aufgeben, es geht immer noch was, Köpfe oben behalten und drauf!“

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    • belschanov:

      Hans-Peter Briegel – was für ein Spieler!

      Und als es darauf ankam, konnte er nicht einmal einen Burruchaga halten… 😉

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  • Schönwetter-Fan:
    4:0 und dann noch 4:4?!Juhu, das hat unser Club noch nicht geschafft, oder etwa doch?

    Ich musste währenddessen auch sofort an den Club denken. Weiß echt nicht warum…

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  • @KUZ:

    Klar hatten Briegel und die Spieler der Generation um ihn herum ihre Grenzen. Aber so ein Irrsinn wie gestern wäre denen nie passiert. Die hätten in der 60. Minute nicht 4:0 geführt, sondern es hätte 1:1 gestanden und dann wäre in der 88. Minute der 2:1-Siegtreffer für die deutsche Mannschaft gefallen (nach einem Eckball) und die ganze Welt hätte sich darüber aufgeregt, dass die armen Schweden so unglücklich verloren haben. Weil am Ende die deutsche Mannschaft, egal wie, eben gewinnt – meistens zumindest.

    Man hat gestern klar gesehen, warum diese Generation von Spielern bislang keinen Titel geholt hat und keinen holen wird. Ich hab’s nach dem Italien-Aus schon geschrieben: Lullis, die unfähig sind, auf dem Platz die Dinge selbstständig zu regeln, wenn der Matchplan nicht bzw. in einem Spiel nicht mehr funktioniert. So blöd wie die sich anstellen, verspielen die noch die Qualifikation.

    Pfeifentruppe!

    Totengräber des deutschen Fußballs!

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    • belschanov,

      ich vermute mal, Du hast als Dreikäsehoch zusammen mit Papi vorm Fernseher genauso schlimm gegen Derwall und seine Truppe gewettert!

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    • belschanov: Man hat gestern klar gesehen, warum diese Generation von Spielern bislang keinen Titel geholt hat und keinen holen wird. Ich hab’s nach dem Italien-Aus schon geschrieben: Lullis, die unfähig sind, auf dem Platz die Dinge selbstständig zu regeln, wenn der Matchplan nicht bzw. in einem Spiel nicht mehr funktioniert. So blöd wie die sich anstellen, verspielen die noch die Qualifikation.

      Für mich nach meinen ganzen Beobachtungen im Jugendfussball eigentlich keine Überraschung. Schon ab 8 Jahren werden (talentierte) Kinder systematisch gescoutet und in Kadermannschaften zusammengestellt. Dort werden sie hervorragend in Sachen Technik und Taktik geschult und im perfiden Auswahlverfahren sortiert und den Jugend-Internaten zugeführt. Jeder dieser Spieler ist technisch und taktisch hervorragend geschult und in der Lage die Anweisungen des Trainers auf der jeweiligen Position perfekt umzusetzen. Egal mit welchem Trainer oder Mitspieler, denn die Grundlagen sind im wesentlichen bei allen gleich. Das Resultat sieht man auf dem Platz: Unsere Spieler zeigen auf höchstem Niveau einen Tempofussball, den ich so noch nie von einer deutschen Mannschaft gesehen habe. Was die Deutschen in der ersten Stunde spielte war auch vom Zuschauen berauschend. Doch was ist, wenn etwas nicht klappt? Und genau da liegt für mich der Hase im Pfeffer. Zwar kann man durch die gute Ausbildung auf taktische Anweisungen reagieren, auch taktisch umstellen, man ist auf alle Spielsituationen bestens vorbereitet – aber eben nicht auf gruppendynamische Prozesse, weil keiner mehr gelernt hat, was eine Gruppe ausmacht, wie man mit Problemen in der Gruppe umgeht. Manchen Spielern merkt man an, dass sie rein von ihrer Persönlichkeit solche Typen wären, die das vielleicht könnten, die das wahrscheinlich im Alltag auch verkörpern, aber am Platz funktioniert das nicht, weil nicht nur die Führung an sich nicht verinnerlicht ist, sondern auch das geführt werden. Eine Ansammlung von top-ausgebildeten und spielstarken Jungs, die auf der Welle des Erfolgs jeden schlagen können und auch Titel holen, aber wenn irgendwas nicht klappt, wenn man sie aus der Ruhe bringt, „aus dem Konzept“, wenn der Trainer nicht mehr durchkommt oder selbst versagt, dann zerbricht das Kartenhaus.

      Ich will gar nicht den nostalgischen Straßenfußballer proklamieren, aber vielleicht zum Nachdenken anregen, dass die Fähigkeit aus Einzelspielern eine verschworene Einheit zu machen heute noch schwerer ist als vor 30 Jahren, als Fußballmannschaften per se über Jahre zusammen waren und die Bildung von Hierarchien selbstverständlich waren.

      Aber auch wir Fans können dazu unseren Beitrag liefern, indem wir nicht nur auf die individuellen Leistungen der Spielen schauen, sondern auch deren Stellung und Rolle im Team, indem wir nicht bei jedem Rückschlag nach neuen Spielern rufen, sondern der Mannschaft die Chance geben eine solche zu werden. Nur dann kann eine Mannschaft wie Schweden eine derart drückend überlegene deutsche Elf aus dem Konzept bringen, nur dann kann ein FCN in der Liga gegen auf dem Papier so viel besser bestückte Vereine bestehen.

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      • Alexander | Clubfans United: Ich will gar nicht den nostalgischen Straßenfußballer proklamieren, aber vielleicht zum Nachdenken anregen, dass die Fähigkeit aus Einzelspielern eine verschworene Einheit zu machen heute noch schwerer ist als vor 30 Jahren, als Fußballmannschaften per se über Jahre zusammen waren und die Bildung von Hierarchien selbstverständlich waren.

        Ich glaube ebenso heute geht der Individualismus verloren, wer nicht dem heutigen Schema ‚Wie werde ich ein gut ausgebildeter Profifußballer‘ angepaßt ist, geht in so einem System unter oder taucht darin gar nicht mehr auf, das sind aber die Typen, die auf dem Platz dann Zeichen setzen, wenn mal unvorhergesehenes passiert.

        Das Phänomen eines etwas durchgeknallten aber genialen Sportlers, der dafür selbständig Situationen antizipieren kann auf dem Spielfeld gibt es in der heutigen Generation irgendwie kaum oder auch gar nicht mehr. Die N11 tritt so auf wie Löw in der Öffentlichkeit, smart, angepaßt, brav, solange es nach Plan läuft. Geht das schief konstatiert man lieber brav dass der Gegner eben besser war oder verdrückt sich schnell mit hängenden Köpfen aus dem Blickfeld. Man könnte das auch noch weiter entwickeln…verhaltensweise lernt man schon als Kind, früher hat man ohne Handy überlebt, wenn man nicht in der jeder Situation Papa oder Mama anrufen und fragen kann, was man tun soll, sondern schon als Kind gelernt hat Dinge in so einem Moment selber zu regeln (auch wenns manchmal schief ging 🙂 weil eben gerade keiner verfügbar war. Und diese selbst-antizipierende Verhalten fehlt oftmals auch bei der heutigen Spieler Generation auf dem Platz, wenn etwas passiert, worauf einen der Trainer nicht ausreichend vorbereitet hat.

        Was soll man denn auch tun, wenn ein Gegner ernsthaft versucht einen 0:4 Rückstand aufzuholen und keiner hat einem davon etwas gesagt?

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        • Juwe: Man könnte das auch noch weiter entwickeln…verhaltensweise lernt man schon als Kind, früher hat man ohne Handy überlebt, wenn man nicht in der jeder Situation Papa oder Mama anrufen und fragen kann, was man tun soll, sondern schon als Kind gelernt hat Dinge in so einem Moment selber zu regeln (auch wenns manchmal schief ging

          da ist echt was dran, finde ich. Erst neulich stand ich auf einer Notfall-Baustelle, wo man kurzfristig Containerdienst, Enstsorgungsbetrieb und Bauablauf koordinieren musste, während man mitten in der Pampa auf der Autobahn steht und hab mir noch gedacht: Wie haben wir das nur vor 20 Jahren ohne Handys geschafft…? Aber wir haben es geschafft!

          Ich glaube, die heutige Spielergeneration kennt das tatsächlich nicht mehr, auf sich allein gestellt zu sein, niemand zum Fragen zu haben, eigene Entscheidungen zu treffen, Initiative zu ergreifen. Da fragt man lieber erst mal den Berater… Nur steht der halt nicht auf dem Feld, sondern nur 10 andere ratlose Gestalten, die sich über die Unverfrorenheit wundern, dass tatsächlich jemand bei 0:4 nicht aufgibt! Das kann einen schon aus dem Konzept bringen, ich bin sicher, Löw hat sie nicht darauf vorbereitet, wie man ein 4:0 über die Zeit bringt, also eindeutig ein Versäumnis des Trainers! :mrgreen:

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    • belschanov:
      @KUZ:

      Klar hatten Briegel und die Spieler der Generation um ihn herum ihre Grenzen. Aber so ein Irrsinn wie gestern wäre denen nie passiert. Die hätten in der 60. Minute nicht 4:0 geführt, sondern es hätte 1:1 gestanden und dann wäre in der 88. Minute der 2:1-Siegtreffer für die deutsche Mannschaft gefallen (nach einem Eckball) und die ganze Welt hätte sich darüber aufgeregt, dass die armen Schweden so unglücklich verloren haben. Weil am Ende die deutsche Mannschaft, egal wie, eben gewinnt – meistens zumindest.

      Man hat gestern klar gesehen, warum diese Generation von Spielern bislang keinen Titel geholt hat und keinen holen wird. Ich hab’s nach dem Italien-Aus schon geschrieben: Lullis, die unfähig sind, auf dem Platz die Dinge selbstständig zu regeln, wenn der Matchplan nicht bzw. in einem Spiel nicht mehr funktioniert. So blöd wie die sich anstellen, verspielen die noch die Qualifikation.

      Pfeifentruppe!

      Totengräber des deutschen Fußballs!

      Du sehnst Dich doch nicht wirklich nach dieser Zeit zurück? 😉 In eine Zeit, in der ein versuchter „Totschlag“ des deutschen Torwart Toni Schumacher einen Sieg der Franzosen verhinderte? In eine Zeit, in der Spieler der Nationalmannschaften Deutschlands und Österreichs ein Fussballspiel verhinderten? Du sehnst Dich nach einem Stolperfussball zurück, in der Deutschland in diesem Spiel nach 80min noch krampfhaft versucht , einen Siegtreffer zu erzielen, der mal gelang, mal nicht?

      belschanov, Du bist ein Schelm… 😉

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      • KUZ:

        Du sehnst Dich doch nicht wirklich nach dieser Zeit zurück?

        Unter Derwall war die deutsche Mannschaft 1980 Europameister und 1982 immerhin im WM-Endspiel, nachdem sie im Halbfinale einen Zweitorerückstand in der Verlängerung aufgeholt hatte. Heute scheitert die Nationalmannschaft in jedem Halbfinale und verspielt einen Viertorevorsprung in dreißig Minuten. Da wird man sich ja wohl ein bisschen zurücksehnen dürfen.

        Die Mannschaft der 82er- und 86er-WM war um Klassen besser als die heutige Nationalmannschaft. Was wohl auch damit zu tun hat, dass Derwall und Beckenbauer bessere Trainer waren als Löw.

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        • belschanov:
          Die Mannschaft der 82er- und 86er-WM war um Klassen besser als die heutige Nationalmannschaft.

          Ich kann fast nicht glauben, daß Du das ernst meinst . . .aber es sieht wohl so aus: hauptsächlich Weltmeister,egal welche Qualität.

          Überhaupt wundert es mich, daß heutzutage fast alle so schrecklich erfolgshungrig sind. Ich will damit sagen: NATÜRLICH hab ich mich am Dienstag auch etwas geärgert, als die Schweden auch noch das Vierte schossen, aber am Ende war es einfach ein geiles Fussballspiel und wir haben uns bestens unterhalten gefühlt.

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          • Derbfuss:

            …am Ende war es einfach ein geiles Fussballspiel und wir haben uns bestens unterhalten gefühlt.

            Ach so, es geht um Unterhaltung. Na dann fassen wir und jetzt alle bei den Händen und singen „O HAPPY DAY“.

            Wisst ihr, was der unterhaltsamste Spieltag der Bundesligageschichte war? Ohne Zweifel der 34. Spieltag der Saison 1998/99! Wie die Frankfurter den Club furios in die zweite Liga geschossen haben. Unterhaltung pur war das! Nicht zu toppen! Einfach nur geil!

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            • belschanov,

              im Grunde schon, auch wenn du es offenbar anders siehst. Aber für mich machen diese unfassbaren Geschichten den Reiz am Fußball aus. Daß eben nicht vorhersagbar ist, was passiert, daß nicht alle Heimspiele gewonnen werden und zwar egal wie die eine Mannschaft spielt, weil da halt eine zweite dagegenhält und Schiedsrichter und Glück auch noch eine Rolle spielen. Ohne Abstürze könnte man sich auch nicht an den Aufstiegen freuen. Ich bin mir nicht sicher, ob der Club für mich ähnlich interessant wäre, wenn er wie die Bayern eine Meisterschaft nach der anderen gewonnen hätte nur weil das Geld stimmt und die besten Spieler den anderen Mannschaften weggekauft wurden. Manchmal freu ich mich über einen Sieg und sag egal wie hauptsache gewonnen und manchmal sag ich aber es war ein geiles Spiel obwohl wir verloren haben. Was ist denn an so einer Einstellung verkehrt?

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              • Beate60: wie die Bayern eine Meisterschaft nach der anderen gewonnen hätte nur weil das Geld stimmt und die besten Spieler den anderen Mannschaften weggekauft wurden.

                und dann frage ich mich, wann endlich – frei nach Lance Armstrong – das systematische Doping mit mafiösen Strukturen bei den Bauern aufgedeckt und Dr. Hans Wilhelm Fuentes Wohlfahrt enttarnt wird. Denn wie sonst ist eine derartige Dominanz über so viele Jahre erklärbar? :mrgreen:

                Dann werden den Bayern 20 Meisterschaften aberkannt und sie werden in die Regionalliga zurückgestuft.

                – aua, jetzt hat mich was gestochen, wo bin ich? Mist, aufgewacht…..

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                • belschanov: Das sagt mir mein Psychiater auch immer wieder.

                  Und glaubst du ihm endlich?

                  Ist doch ganz einfach: erst Krisen oder Fehler tragen dazu bei, daß man moralisch-sittlich gefestigt wird, falls man es schafft daraus zu lernen und gestärkt hervorzukommen. Das gilt für einen Spieler wie Klose oder Mak genauso wie für den gemeinen Clubfan. Bayernfans können diesen hohen Grad innerer Größe eines Fans wohl nie erreichen.

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                • belschanov, was du da proklamierst ist am Ende aber reiner Ergebnissport. Man muss gewinnen, wenn diese Bedingung nicht eintritt, dann ist alles andere egal. Ich bin da aber durchaus eher auf der Seite derer, die ihre Sportbegeisterung nicht allein daran aufhängen, auch wenn ich den „Unterhaltungsfaktor“ auch nicht vorne sehe. Es geht (mir) einfach darum eine Fußballmannschaft emotional zu begleiten (übrigens nicht wirklich freiwillig, es kam halt so) und alles was dabei passiert, gehört eben dazu. Mein Junge spielte neulich in der E-Jugend und verlor 2:4 und es war einfach ein tolles Spiel und auf die Niederlage konnte man stolz sein, denn der Gegner war nicht nur der 10 Spiele in Folge ungeschlagene Tabellenführer, sondern eben auch durch die Bank 1 Jahr älter. Ich sehe also das Ergebnis natürlich als das Ziel des Spiels, für mein emotionales Bewerten gehören dazu aber mehr Faktoren dazu. Hecking sagte das neulich so treffend: In Deutschland wird ein 5ter Platz bei Olympia mit deutlichem Übertreffen der persönlichen Bestleistung quasi nicht einmal wahr genommen. Für mich wird das dem Geist des Sports nicht gerecht.

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  • Btw. Mak wurde ja letztlich doch ganz schön gerupft. Deutliche Geldstrafe und v.a. Strafversetzung in die U23, das ist kein Schmusekurs, sieht eher nach einem Signal aus….

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  • Das mit Mak war ja auch nötig als Zeichen an die Öffentlichkeit, da ja das Vergehen auch an die Öffentlichkeit ging.

    Hm, interessanter Ansatz von Alexander: Du meinst also, unsere Spieler sind mittlerweile zwar als Dribbler und Techniker geschult, können aber nicht mehr Fighten und Kämpfen? Da könnte etwas dran sein, auch wenn ich der Meinung bin, dass hier:

    a) Anspruch und Wirklichkeit der N11 auseinander driften: Die Vereine und auch Spieler müssen auf Druck der Öffentlichkeit alles geben, aber eigentlich passiert ja nur im Verein das für diese Akteure wirklich Wichtige.
    b) Daraus folgt dann auch: Die Zeit in der N11 ist limtiert. Für Testspiele werden viele Spieler gar nicht freigegeben und geschont oder sind „verletzt“.
    c) Die Anzahl der Spiele an und für sich ist sowieso schon unglaublich gewachsen. Gerade die Besten werden mit Liga, Pokal und International im Verein schon rauf und runter gehetzt und dann kommen noch die N11 Einsätze On Top.
    d) Früher war alles anders: Genau, viel weniger Spiele und vor allem war der Fußball bei weitem nicht so athletisch wie heutzutage. Neulich war das EM Endspiel 1980 gegen Belgien in Gänze und Original wieder dran: Geradezu lächerlich, wie gemütlich die auf dem Feld spazieren gelaufen sind. Von 12km pro Partie laufen ganz zu schweigen. Mir fallen nur zwei aktuelle Spieler ein, die in etwa den Fußball von damals verkörpern: Gekas aber auch Luca Toni. Die beiden sind auch gut im Spazierengehen zwischen 16er und Mittellinie. 😉

    Ich bin beileibe kein Freund von „Jogi“ Löw, aber diese Tatsachen sind einfach nicht von der Hand zu weisen.
    Die folgenden Punkte e) bis z), die ich jetzt hier nicht aufführen will, handeln dann von den Fehlern des aktuellen Trainerstabs 😉
    Ein paar Schlagwörter: „Es spielen nicht die Besten“, „Die Affären Ballack und Frings als Fanal für Mannschaftsgeist“ oder „Keine Kritik an den Handelnden erlaubt“

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    • Woschdsubbn, deine Aussagen sind auch interessant, aber anders als meine Intention. Mir geht es darum, dass der Mannschaftssport-Fußball zu einem „gemeinsamen Einzelsport“ wird und die Kraft aus dem Kollektiv einer funktionierenden Gruppe (nebst einer bewährten Hackordnung) zunehmend verloren geht. Elf Individualisten verbinden sich für eine zeitlich begrenzte Zeit zum gemeinsamen Erfolg, aber es gibt kein wirkliches „Wir“-Gefühl, was den Fußball früher im Geiste des „11 Freunde“ stark machte. Wie auch? Kaum ein Spieler ist mal 4-5 Jahre bei einem Verein, Schäfer und Pinola sind da schon Exoten, die Mannschaften sind teilweise in 2 Jahresrhythmen nicht wiederzuerkennen (inkl. Führungspersonal).

      Die Ursachen sind meiner Ansicht nach gesellschaftlich und auch in der (typisch deutschen) perfiden Art der Optimierung Jugendförderung zu sehen. In einem Artikel des Magazins NIDO ist aktuell die U8 des FC Bayern behandelt und stellt diesen reinen Leistungsgedanken vor, bei dem schon 8-Jährige nur als Individualisten behandelt werden und quasi ständig auf dem Prüfstand stehen um gegen andere ausgetauscht werden. Wie soll so ein Kollektiv wachsen? Wie soll so eine Gruppe lernen mit Problemen umzugehen, Schwächen zu kompensieren, Hierarchien zu bilden (in denen nicht immer das Ziel ist „vor“ dem anderen zu sein um nicht hinten rauszufallen)?

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  • Was, Mak wird jetzt doch bestraft? Dann war seine Behauptung, jemand hätte seinen Account gehackt, also eine Lüge…

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  • Richtig, Alexander. Das ist dann auch noch ein Punkt. Das rein zweckorientierte Mannschaftsdenken.
    Naja, das ist halt schon sicher wie im normalen Beruf auch so: In manchen Projekten kommen mit Glück(!) die richtigen Leute zusammen, dann läuft es auch unter Druck und es macht Spaß. Und manchmal greift halt der Auftraggeber daneben, manche Leute können sich nicht riechen und es funktioniert nichts und das Meiste geht daneben. Natürlich sind alle Zwischentöne im wirklichen Leben vorhanden, wie auch im Fußball: Für manches Teilprojekt, ääääh Spiel, greifen die Rädchen ineinander, bei anderen knirscht es mehr oder weniger.

    Stellt man jetzt, um beim Beispiel N11 zu bleiben, mal das Italien-EM-Spiel neben die letzte halbe Stunde des gestrigen Spiels, dann sieht man einen Zusammenhang. Es fehlt einfach an Leuten, die mal die Ärmel hochkrempeln und die anderen Mitreissen.
    Nach dem Interview des N11-Kapitäns kann man auch als Aussenstehender, wie ich meine sehen, warum: Keine Autorität vorhanden.

    Da kann man auch Parallelen zu unserem Ruhmreichen ziehen. Das hat in den letzten vier Partien auch gefehlt: Trotz „erfahrener“ Leute – die gibt es im Beruf auch, nur haben die nicht zwangsweise auch soziale Kompetenz neben ihrem Fachwissen – hat Keiner integrativ gehandelt oder auf den Tisch gehauen und die anderen mitgerissen.

    Oder, noch schlimmer, es gab diese Leute und den meisten anderen war das egal.

    Da muss der Projektleiter, äääh ich meine natürlich Trainer, halt dann die entsprechenden Fäden ziehen. Mehr wie ein indirekter Einfluss ist nicht möglich: Er muss vorsichtig sein, manche herausstellen und andere zurückstellen. Das geht durch Gesten, Lob, Tadel, Beförderung, Degradierung usw.ff. da gibt es einige Mittel und Wege.
    Ein Eiertanz bleibt es allemal, das weiss jeder von uns.

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  • Der Vorwurf der Angepaßtheit trifft sicher nicht komplett zu sonst hätte der Club momentan ja auch nicht die Probleme mit den jungen Narzissten, vielleicht trifft es die Bezeichnung sogar komplett: gefangen in der Überzeugung der eigenen Grandiosität wird es für sie schwer in Zeiten des Mißerfolgs ihr Ego dem großen ganzen unterzuordnen. Und im Erfolg entwickelt sich der Wille noch besseres zu leisten, aus der Mannschaft herauszustechen und dadurch fällt dann die Mannschaftsordnung auseinander, insbesondere, wenn es nicht nur einen von der Sorte gibt im Team. Wär für mich z.B. auch bei den Bayern letztes Jahr dasselbe Phänomen als diese Debatte um den egoistischen Robben die Medien beherrschte.
    Zum Club: ich fand gestern, der Verein hat ganz richtig entschieden bis ich heute morgen die Zitate von Bader in der Bild las: Er ist manchmal wie ein kleiner Junge und darf zur Strafe jetzt erst mal nicht mehr mit den Großen spielen. So eine Bloßstellung von Mak macht doch alles wieder zunichte. Man muß nicht immer noch eins drauf setzen. Und ich bin überzeugt, mit so einer Aussage werden auch andere im Kader wieder völlig unnötigerweise gekränkt.
    Vielleicht wär es mittlerweile sinnvoll, sich zu überlegen, erzieherischen Beistand zu engagieren, die auch den Verantwortlichen helfen, ihren Umgang mit den Sportlern der Tatsache anzupassen, daß da mittlerweile eben eine ganze Menge junger Kerle rumhüpft, die sich noch in der Entwicklungsphase befinden und deshalb vielleicht anders zu behandeln sind als frühere „gestandene Männer“.
    Tatsache ist ja auch, daß sehr viele mittlerweile nicht mehr in ihrem Elternhaus aufwachsen sondern in einem Umfeld, in dem sie zu etwas besonderen ausgebildet werden sollen: einem neuen Stern am Fußballhimmel.
    Und das vielleicht auch gleich mal als pauschales Gegenargument an all die, die immer davon reden, Kritik, Druck sonstwas muß ein Profi aushalten können. Sie gehen von einer normalen Entwicklung aus. Viele dieser Jungs haben aber das normale Leben aufgegeben seit sie mit ihrer Ausbildung begonnen haben. Und welcher normale Lehrling fängt damit schon mit 10/12 an und wird dann bei entsprechendem Talent in einer Eliteschmiede zum Besten der Besten ausgebildet?

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    • Beate60:

      …daß da mittlerweile eben eine ganze Menge junger Kerle rumhüpft, die sich noch in der Entwicklungsphase befinden und deshalb vielleicht anders zu behandeln sind als frühere “gestandene Männer”…

      Entwicklungsphase???

      Mak ist 21 und jetzt im dritten Jahr beim FCN. Genügend Zeit für „Entwicklung“. Soll man für Mak eine Pflegemutter engagieren, die das Bubilein trockenlegt?

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      • belschanov,

        du solltest bedenken, dass in den meisten Oberstübchen nicht sonderlich helle Lichter brennen….

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      • belschanov,

        Mit 21 sind junge Männer eben in den seltensten Fällen schon erwachsen. Und im übertragenen Sinn ja, wenn ich nachdenk, bräuchten die ganz dringend eine Mami und zwar eine die ihnen vermittelt, ich mag dich einfach egal wie gut oder schlecht du grade bist und auch wenn du Fehler machst. Ich finde, daß das hier einfach oft übersehen wird, unter welchen Ausnahmebedingungen viele der neuen Talente groß werden. Man kann das einfach nicht mit normalen Maßstäben vergleichen.
        Und wenn ich überleg, welche Einflüsse verantwortlich sind, um Narzisstische Persönlichkeiten zu formen, dann sind das eben in prägenden Jahren Einflüsse, wie diese Jungs eigentlich durchgängig erfahren: Keine emotionale Zuwendung ohne daß Leistung gezeigt wird, emotionale Vernachlässigung, Hochloben (durch Eltern, die beim kleinsten Tun ihres 3jährigen Sprößling den Beleg sehen, daß diesem eine große Karriere bevorsteht), inkonsistenter Erziehungsstil durch Überbewertung und Entwertung sowie durch einen Wechsel von Verwöhnung und Vernachlässigung. Narzissmus ist dann im übrigen ein Versuch das aufgrund dieser Erziehungsfehler entstandenen negativen Selbstkonzepts zu kompensieren. „Heilung“ wird erreicht durch Erfolgserlebnisse und Unterstützung, chronifiziert wird das Ganze dadurch, daß man versucht, seinen Selbstwert zu retten indem man Scheitern externalisiert, d.h. nicht mehr sich selbst hinterfragt, sondern die Gründe im Außen sucht (persönliche Dolchstoßlegende)

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        • Beate60,

          und wenn einer dann schließlich bei seinem Heimatverein entdeckt wird, war er zuvor ja meist der gefeierte Star seiner Mannschaft, der alle in den Schatten stellende Ausnahmespieler. Ich kann mir schon vorstellen, dass es so manchem schwer fällt zu akzeptieren oder gar nur zu begreifen, dass er plötzlich nur noch einer von vielen (gleichermaßen begabten) ist und auch hart arbeiten muss, um sich zu behaupten, in der Masse nicht unter zu gehen.

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  • Ach ja die gute alte Zeit: da konnte man nur einmal die Woche in einer kalten Telefonzelle mit seiner Freundin telefonieren bis die Münzen alle waren.Da hatte man ganz wenig Freunde, die man im Gegensatz zu heute auch noch persönlich kannte. Da gab es keine Rasenheizung und nach dem Training mußten die Männer arbeiten gehen oder davor. Man konnte schon deshalb schwer abheben, weil das spätestens auf der Arbeit Probleme gemacht hätte. Man kannte sich von klein auf, die Eltern kannten sich, die Nachbarn sahen die Spieler aufwachsen. Und es war ein reiner Männersport. Es kam auch nicht wirklich auf´s AUssehen an, sondern darauf, ein Tor mehr als der Gegner zu haben. Man hatte sicher auch wenig Ahnung von Technik, Matchplänen oder all der Theorie drumrum. Und wenn man einen Fehler gemacht hat, dann bekam das kaum einer mit. Deshalb mußte man die auch nicht auf Teufel komm raus vermeiden, sondern konnte sagen: Fehler gehören zum Fußball. Und die Medien interessierte das alles nur, wenn der Club wieder Meister wurde. Aber dieses Hochgefühl blieb auch nicht länger, weil man ja wieder in einen ganz normalen Alltag zurückkam.

    War die Kultivierung des Kurzpaßspiels durch den Club eigentlich der Anfang vom Ende dieser seligen Zeit?

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  • belschanov, bitte lese das Buch “ Fussballmafia FIFA“. Heute ist das Geschäft “ Fussball“ kein Sport mehr , wie er noch vor 20 oder 30 Jahren war.Diese korrupte Geschachere um Geld, Macht und Einfluss greift intensiv in diese Sportart ein. So wie auch die ( augenblicklich) wichtigen Vereine ihre Vormachtstellung behaupten ( siehe Batzis).Ganz ehrlich, wenn heute jemand behaupten würde, den Engländern ist absichtlich das Tor gegen Deutschland 2010 verwehrt worden,so richtig wundern würde das mich nicht. Wenn Deutschland gegen Schweden gewonnen hätte, wäre die deutsche Gruppe sehr schwer zu “ vermarkten “ worden.Ich erinnere, schon vor 10/ 11 Jahren wurde das Match auf den Farör zum extrem wichtigen Spiel am Samstag Abend zur Prime-Time gesendet ( Völlers Wutrede). Gegen Farör( ich will bestimmt nicht respektlos sein)!

    Das sind lediglich Gedankengänge! Ich sage nicht, dass es im Spiel gegen Schweden mit unrechten Dingen zuging.

    Zitat Olaf Thon ( Heute im Kicker):

    „… kennt jeder Profi zur Genüge aus internen Trainingsspielen: Du führst locker 5:0 – und 20 Minuten später steht´s 8:6 für die anderen.“

    Wenn Du mir jetzt vorhalten solltest, ich würde mir widersprechen ( Eingriffe auf der einen Seite, Zitat Olaf Thons auf der anderen), was ich damit ausdrücken will ist:

    Als Außenstehender haben wir wenig Einblick. Das einzige, was ich sicher sagen kann: So wie die ersten 60 Minuten die Nationalmannschaft gespielt hat, DAS hat mir Spass gemacht! Und ich gestehe, ich habe mich auch über den Ausgleich der Schweden gefreut.

    Sei es, wie es ist. Dieses Ergebnis ist in jedem Fall ein sehr günstiges für das “ Geschäft“ Qualifikation!

    Mag sein, dass Dir das Halbfinale gegen Frankreich 1982 besser gefallen hat, Frankreich war die bessere Mannschaft und durch den ( zwingend erforderlichen)Platzverweis für Schumacher ( gegen Battiston) hätte diese Mannschaft Derwalls sang – und klanglos verloren. Und auch Du würdest wohl keinen müden Gedanken an das Spiel verschwenden.

    P.S. Gehörtest Du eigentlich zu den wenigen, die nach dem 3:1 für Frankreich NICHT schlafen gegangen sind? Und hat Dein Torjubel dann die Schläfer auch wieder vor den Fernseher geholt? 😉

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  • @KUZ:

    Entweder du redest wirr oder zu hoch für meinen bescheidenen Verstand. Sei es, wie es wolle, wir verstehen uns nicht und wir werden uns nie verstehen. Unsere Auffassung vom Fußball bzw. vom Leben trennen Welten. Sei’s drum, ich kann und werde damit leben.

    Wo ich mich nach dem 3:1 für Frankreich befand, kannst du übrigens in meinem Artikel „Zapfenstreich“, den ich dir zur Lektüre ganz warm an dein kaltes Herz lege, nachlesen (einfach bei Google „belschanov zapfenstreich“ eingeben…). Dieser Artikel könnte auch für Beate60 interessant sein, weil es in ihm auch um Fragen der Erziehung geht, soll heißen um psychologisch-sozialpädagogische Aspekte, was mithin bedeutet, dass sich der Artikel unmittelbar am Nerv desssen bewegt, was das Leben bzw. den Fußball auf Platz und daneben im Kern ausmacht.

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    • belschanov,

      der Artikel liest sich Klasse.
      Nur was willst du mir in bezug auf Erziehung damit sagen? Ich fordere keinen Kadavergehorsam, ich fordere auch nicht Erziehung auf der Basis von striktem Einhalten von Prinzipien. Ich denke jeder Erwachsene müßte fähig sein soviel Respekt vor Kindern zu haben, daß deren Bedürfnisse in Entscheidungen miteinfließen. Wenn jemand das nicht macht, kann er auch von Kindern keinen Respekt fordern und wird erreichen, daß sie ihn entweder ignorieren oder versuchen auszutricksen.
      Hat aber meiner Meinung nach alles nichts mit Spielertypen zu tun wie ich sie oben beschrieben hab. Der Begriff Narzisst ist mit Sicherheit im allgemeinen klar als jemand definiert, der in sich selbstverliebt ist und an dem deshalb jede Kritik abprallt.
      Den Narzissten, den ich meine, der hat im Gegensatz dazu ein relativ schwaches Selbstwertgefühl, kommt im Umgang mit anderen ziemlich schüchtern rüber und ist letztlich bedroht von eigenen negativen Gefühlen sich selbst gegenüber, die er mit aller Macht zurückhält. Von der Erziehung her wird er in jungen Jahren erlebt haben, daß er ohne sich groß anzustrengen über den grünen Klee gelobt wurde und daß er deshalb geliebt wurde weil er eben so toll ist. Und dann kommt er wie Optimist geschrieben hat in ein Umfeld, in dem seine Grandiosität nicht mehr wahrgenommen wird, weil die andern auch begabt sind. Und wenn jetzt was schiefläuft, dann wird er die Kritik seines Lehrers oder Trainers nicht als wohlmeinend empfinden im Bestreben daß dieser ihn schätzt und fördern will, sondern als ein Zeichen der Mißachtung: Wenn der mich kritisiert, heißt das, daß er mich nicht mag. Und da er nicht gelernt hat, die Zuneigung über ANstrengung/Leistung zu erreichen, wird er sich ziemlich hilflos fühlen und vielleicht trotzig reagieren und nicht mitmachen. Aber nicht aus bösem Willen, sondern weil er sich bedroht fühlt, weil er Angst hat, daß seine selbst gefühlte Minderwertigkeit offenbar wird. Am Ende kann da ein Entschluß stehen wie bei Robert Enke, wo dann im Grunde keiner versteht, weil ja jeder dachte, der bringt doch überdurchschnittlich gute Leistung. Aber für ihn selbst genügt das nicht. Er muß quasi konkurrenzlos gut sein, sonst hat er versagt.
      Und weshalb ich das schreibe ist, weil ich hoffe, daß doch einige mal ins Nachdenken kommen was sie da tun mit ihren Pauschalverurteilungen nur weil ein oder ein paar Spiele mal nicht so toll gelaufen sind oder weil der Spieler andere Entscheidungen getroffen hat als sie von ihrem Sitzplatz aus. Aber auch andersrum: ihn schon als neuen Superstar sehen, obwohl er noch nicht wirklich was geleistet hat und deshalb die Erwartungen an ihm zu hochschrauben. Hecking hat Recht: Spieler sind Menschen. Und junge Spieler brauchen ein Umfeld, in dem sie sich positiv entwickeln können und ihre Freude, Fußball zu spielen behalten.

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  • @Beate60:

    Ich gebe zu, dass ich die psychologisch-sozialpädagogische Relevanz meines Artikels ironisch überzogen habe. Aber es geht in dem Artikel immerhin (wenn auch nur am Rande) um die brisante Frage, ob ein Vater seinem achtjährigen schulpflichtigen Sohn es erlauben soll, unter der Woche ein am Abend übertragenes WM-Spiel anzuschauen, oder nicht. Und es ist ja wohl unbestritten, dass die Entscheidung des Vaters Einfluss auf die Vater-Sohn-Beziehung haben kann. Ein Verbot könnte die ödipalbedingt ohnehin schon genug belastete Beziehung des Sohnes zum Vater noch zusätzlich verschärfen.

    @Alexander:

    Am Ende eines jedes Fußballspiels steht ein Resultat. Deshalb ist Fußball „Ergebnissport“. Ein dreckiges 1:0 ist besser als ein furioses 4:4 oder 4:5. Ich gebe aber gerne zu, dass mir als Fan einer Mannschaft (FCN, deutsche Nationalmannschaft) ein furioses 4:0 lieber ist als ein dreckiges 1:0.

    Wenn ich meinem mittlerweile zehnjährigen Neffen beim Spielen im Verein zuschaue, sehe ich das nicht so ergebnisorientiert. Da schaue ich auf seine Aktionen und freue mich, wenn er einen guten Pass spielt, einem Gegner den Ball abnimmt oder als Abwehrspieler auch mal ein Tor schießt. Da tritt das Ergebnis hinter der Leistung meines Neffen zurück.

    P.S.: Am Sonntag gegen Augsburg geht’s ums nackte Ergebnis…

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  • Viel Optimismus bei den Spielern –
    Kann das gutgehen? 😀

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  • Hmmm, erstmalig darf ein Nordtiroler Schiri ein Spiel Franken gegen Schwaben pfeifen. Seltsam eigentlich, weshalb das so lange gedauert hat? Die Regelungen der Funktionäre sind unergründlich.
    Der erste der hier „Derby“ sagt, bekommt einen gehackten Twitteraccount mit Nachrichten über Trainer und Politik als Siegprämie.

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  • In Deutschland ist doch mittlerweile jedes Spiel ein „Derby“. Hannover gegen Bremen = Nord-Derby, Cottbus gegen Rostock = Ost-Derby …

    Nur Bayern gegen Dortmund ist noch kein Derby, wird aber noch, irgendeinen geografischen Zusammenhang wird man schon finden …

    Außer Derbys scheint es keine anderen Rivalitäten zu geben.

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  • Oh nein, Kloses Einsatz ist gefährdet, vermeldet der Kicker! Das hätte meinetwegen jeden treffen können, nur Klose nicht, der einzig unersetzbare zur Zeit…

    Hoffentlich falscher Alarm!

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  • Nachdem uns der letzte Dienstag ja gezeigt hat, dass auch Eishockeyergebnisse im modernen Fußball möglich sind und ich live im Stadtion bin, hoffe ich auf ein 4:3 für den Glubb. Alle Tore natürlich durch Standards, aus dem Spiel gelingt uns ja bekanntlich gar nichts.

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