Unser Stolz der Club

Der 1. FC Nürnberg ringt dem Tabellenführer aus München nach beherztem Kampf ein 1:1 ab. Feulner schreibt sein Wintermärchen.

Wenn du keine Chance hast, dann nutz sie einfach. Nach dem Motto gelang dem Club ein verdientes Remis gegen die Münchner, die bis dato alle Auswärtsspiele zu Null gewonnen hatten, und zauberte seinen Anhänger für die nächsten Tage ein breites Grinsen ins Gesicht.

Die Münchner nutzten die erste Gelegenheit, die ein schlampiger Pass des sonst guten Klose sowie einen ungelenken Klärungsversuch des Rückkehrers begünstigte, zum frühen 0:1. Dabei hätte man durchaus etwas heftiger über die „passive Abseitsregel“ diskutieren können, wenn man die Irritation des Torwarts dazuzählt, was die Regel eben auch besagt. So schien alles auf einen weiteren Pflichtsieg der Bayern hinauszulaufen und der Club seinen Fehlern nachzuweinen. Doch das Spiel sollte noch seine eigene Geschichte haben.

München leistete sich den Luxus, die halbe Mannschaft zu rotieren und Spielern wie Rafinha oder Tymoshchuk aufzubieten, die sonst für nicht mehr gut genug befunden wurden – großer Respekt vor dem Club sieht anders aus. Das frühe 0:1 schien Heynckes dabei ja auch Recht zu geben. Mit zunehmender Spielzeit zeigten sich aber gerade diese beiden Spieler als eben genau so, wie sie vorher befunden wurden. Rafinha wackelte hinten und ließ vorne eine 100%ige liegen – die Schäfer allerdings auch in seiner Paradedisziplin erwischte. Tymoshchuk wirkte komplett wie aus Winterstarre erweckt und hätte für seine unbeholfenen Tackling-Versuchen viel früher verwarnt werden müssen. Beide wurden im Laufe des Spiels ausgewechselt.

Der Club tat das, was man erhofft hatte: Er warf alles rein. Vom 0:1 unbeeindruckt versuchte man in Halbzeit 1 das Spiel nicht vorzeitig abzugeben und Bayern das Leben schwer zu machen. In Halbzeit 2 gelang dann das Wintermärchen: Ausgerechnet Feulner, der so oft nicht berücksichtigte, aber immer loyal seinen Dienst tuende und nur ob Balitsch Sperre aufgebotene, der einst Spieler wie Lahm in der FCB-A-Jugend als Kapitän aufs Feld führte, zog kurz nach Wiederanpfiff aus zentraler Position ab und überraschte damit Neuer zum 1:1. Der Schrei aus den Kehlen der Clubfans dürfte noch in München zu hören gewesen sein. Allerdings muss man auch sagen, dass der Mut zwar belohnt wurde, der Schuss aber absolut haltbar war. Neuer präsentierte sich wie auch überhaupt in der letzten Zeit weit weg von einer Weltklasseform und ein Adler dürfte bei fairer Bewertung derzeit die Nase vorne haben im Nationaltor.

Das Spiel danach rassig und intensiv, wobei bemerkenswert war, dass die Bayern fast keine einzige Chance mehr zu Stande brachten, während Gebhart freistehend am 5er den Ball technisch nicht verwerten konnte und Nilsson eine gute Kopfballgelegenheit nach Eckball ausließ. Erst nach der Gelb-Roten Karte für Gebhart, die der absolut zu Recht für einen vollkommen unsinnigen Ellbogenstoß im Mittelfeld gegen Schweinsteiger sah, kam Bayern wieder dominant zurück ins Spiel, ohne allerdings – trotz zwischenzeitlicher Hereinnahme von 73 Mio. Euro (Lahm, Martinez, Pizarro) – zu zwingenden Chancen zu kommen.

So endete das Spiel Remis, was am Ende auch leistungsgerecht war. Der Club hätte seinen Erfolg noch vergolden können, wenn er seine vielen Standards, eine der (wenigen) guten Chancen genutzt oder zumindest das Spiel komplett beendet hätte, als man die Bayern eigentlich gerade auf Augenhöhe gezwungen hatte. Die Bayern dürfen sich über die eigene Arroganz der Rotation sowie eines über weite Strecken uninspirierten Gesamteindruck selbst ärgern. Das Mimimi eines Schweinsteigers nach dem Spiel sowie diverse despektierliche Äußerungen aus Kreisen des Bayern-Kaders sind dagegen nur peinlich. Gerade Schweinsteiger ist (komischerweise…) immer mitten dabei, wenn über Unsportlichkeiten diskutiert wird. Und wäre Schweini nicht Nationalspieler, wer weiß ob der Griff an Gebharts Kehle nicht auch mal mit Rot bedacht werden würde. Dabei war das Spiel an sich nicht übermäßig hart oder unfair geführt und die Grätsche von Alaba in der ersten Halbzeit, als er im Strafraum Ball und Polter wegsenste, hätte man auch problemlos mit Elfmeter ahnden können.

Die Clubfans dürften sich nach der Partie einig sein: Diese Mannschaft und ihr Auftreten heute hat stolz auf das Team gemacht. So – und nur so – muss man sich der Millionen-Übermacht stellen und sich dem eigenen Publikum präsentieren. Der Trend der Mannschaft, die sich zuletzt insgesamt geschlossen und willig präsentierte, hat sich bestätigt. Wenn nun noch die Ergebnisse in Form von ein paar Dreiern dazukommen, ist die Saison auf einem guten Weg. Am Besten im nächsten Spiel damit wieder anfangen: Beim nächsten Derby, dem echten.

23 Gedanken zu „Unser Stolz der Club

  • Es tut einfach unsagbar gut, dass diese Manschaftsleistung mit einem verdienten Punkt belohnt wurde.

    Ich würde aber zu der Beschreibung: …erspielt gegen Bayern ein 1:1″ tendieren. Abgerungen gilt eher für die Zeit nach Gebharts Platzverweis.
    Davor hatte der Club die Bayern am Rande einer Niederlage. Vor allem Gebhart muss man da schon stirnrunzelnd fragen, wie das so bestellt ist mit der Treffsicherheit im Vergleich Ellenbogen vs. Fuß…

    Der Schiedsrichter hat mir unter dem Strich eine ordentliche Leistung geboten. Sehr gute Vorteilsauslegung! Gute Zweikampfbewertung mit gelegentlichen Wacklern auf beiden Seiten. Eigentlich steht für mich nur das Unverständnis, dass Tymoshchuk OHNE gelbe Karte vom Platz wechseln darf.

    Und dass Schweini nach dem Spiel vor den Mikros den Möller gibt, das ist ja fast süß…
    …so eine widersinnige Äußerung glaubt er doch selbst nicht.

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  • Da jammert Schweini rum, der Club könne nicht anders, als sich im Derby zum Erfolg zu foulen und dabei haben die Bauern doppelt (!) so viele Fouls begangen wie der Club (12:24). Welchen Schluss erlaubt das in Bezug auf die Leistung der Bauern und deren Selbsteinschätzung? Konnte man sich gegen einen überragenden Club nur noch durch Fouls im Spiel halten, oder was?

    Hochgradig peinlich!

    Umso höher ist doch dann unsere Leistung einzuschätzen. Wirklich, Stolz ist angebracht!

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  • […]die Grätsche von Alaba in der ersten Halbzeit, als er im Strafraum Ball und Polter wegsenste, hätte man auch problemlos mit Elfmeter ahnden können[…]

    Er trifft ganz klar den Ball noch bevor Polter diesen überhaupt berührt, hierfür Elfmeter zu geben wäre eine Fehlentscheidung gewesen.

    Dass mehr Fouls gegen Bayern gepfiffen wurden liegt auch daran, dass der Schiedsrichter scheinbar unterschiedliche Maßstäbe angesetzt hat (dies sah übrigens auch die Fachpresse so – war aber definitiv nicht spielentscheident).

    Dass dieses Interview nicht Schweinsteigers bestes war dürfte wohl klar sein, deshalb so auf ihn einzutreten halte ich aber für falsch, denn ganz unrecht hatte er nicht (er wurde 3 mal böse gefoult). Jetzt jedes seiner Worte auf die Goldwaage zu legen ist total unsinnig – dann haben wir bald keine Interviews mehr. Sehts doch einfach als Kompliment, wenn er sagt, dass ihm das Spiel keinen Spass gemacht hat.

    Insgesamt haben wir heute v.a. nach vorne viel zu wenig zu stande gekriegt, von daher habt ihr euch den Punk redlich verdient.

    Ein Bayern Fan.

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    • Peter Popp,
      ganz ehrlich kann ich auf Interviews von Schweinsteiger und Lahm gerne verzichten und das schon sehr lange Zeit. Es zeigt, daß er aus der letzten Saison nichts gelernt hat in Sachen Selbstkritik. Und umso ärgerlicher find ich, daß Schalke gegen Leverkusen so ein erbärmliches Spiel abgeliefert und damit die Chance vertan hat, den Bayern auf die Pelle zu rücken. Denn mit dem Atem des Gegners im Nacken würden die auch dieses Jahr wieder alles an Titeln verspielen.
      Schweinsteiger hatte im übrigen Glück selbst nicht wegen Tätlichkeit vom Platz zu fliegen mit seiner Hand an der Kehle des Gegners nach einem Foul. Bei anderen wird sowas schnell hart bestraft. Und was Benachteiligung anbetrifft: Zu Beginn des Spiels haben sich vor allem die Bayern mit vielen Fouls hervorgetan, die im Vergleich immer mit einer Ermahnung auskamen, wo es beim Club schon längst Gelb gegeben hätte. Bei einer Szene vor meinem Block hat Pino ganz klar den Ball gespielt (Ähnlich wie bei der Polterszene) und den Bayern nicht umgesenst wie Polter sondern nur aus dem Gleichgewicht gebracht. Bei ihm war es ein Foul und eine gute Angriffsmöglichkeit war zerstört. Wenn unsere Jungs fielen auch wenn sie verletzt liegen blieben, wurde einfach weitergespielt. Und davon gab es noch einges im Laufe des Spiels.
      Über die Berichterstattung der ARD hab ich mich auch geärgert. Wieso müssen die in dem kurzen Beitrag viermal das Tor der Bayern aus den unterschiedlichsten Perspektiven zeigen.
      Extrem traurig find ich im übrigen bei allen Berichterstattungen (bis auf Sky, die kenn ich nicht), daß die Choreo heute nur in Teilen gezeigt wurde dieser Spruch samt Bild über die gesamte Nordkurve mit den Fahnen war Klasse.
      Außerdem ist mir dabei auch aufgefallen, daß im Gegensatz z.B. zu Frankfurt in den Berichten auch nicht über die Pyros im Bayernblock vor der ersten und zweiten Halbzeit berichtet wurde.
      Aber das sind alles Randerscheinungen. Ja ich freu mich, daß die Jungs mal wieder unter Beweis gestellt haben, daß sie Fußball spielen und kämpfen können. Chandler und Frantz und am Ende auch Esswein mit ihren Tempoläufen haben mich ebenso beeindruckt wie Simons und Klose mit ihrem klasse Stellungsspiel. Und Feulner hat heute eine Entschlossenheit ausgestrahlt, die einfach beeindruckend war. Und die andern haben sich bestens eingefügt und das Mannschaftsgefüge zu einem kompletten gemacht.
      Ich wünsche mir nur, daß die Jungs auch am nächsten Samstag wieder so auftreten, daß sie das Spiel genauso ernst nehmen, daß sie sich von den Fouls der Fürther genauso wenig hemmen lassen wie von den Fouls der Bayern und daß sie es schaffen, daß die Fürther weiter auf ihren ersten Heimsieg in der Bundesliga warten müssen. Dabei sollten sie auf diese Geschenke in den ersten Minuten verzichten und nie vergessen, daß die Fürther auch ins Tor treffen können und daß sie im Gegensatz zu uns schon mehrmals einen Rückstand aufgeholt haben. Das sollte ihnen diesmal bitte nicht gelingen. Ich möchte die Avents- und Weihnachtszeit dieses Jahr genießen können, bitte !!!!!

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    • Peter Popp, Danke für den besonnenen Einwand, gerade aus dem Mund eines Bayern-Fan.

      Die Sache mit Schweinsteiger ist halt für uns Clubfans auch eine besondere, denn da kreuzten sich ja schon die Wege. Und Schweinsteiger hatte ja auch schon auf internationalem Parkett (Argentinier sind …) schon Sympathien bei uns gesammelt (Pinola = Argentinier).

      Er verkörpert für uns halt genau den Typus des „Bayern“, wie wir ihn nicht mögen: Arrogant, ein schlechter Verlierer, kann nur austeilen, aber nicht einstecken. Dass er wohl nie zu einer dominanten Person im Fußball werden wird, ist auch seiner Art zu verdanken. Lahm ist da nicht viel besser, aber eloquenter.

      Umso mehr freuen mich solche Kommentare oder auch Interviews wie die des Baziblogger. Damit man halt wieder in Erinnerung gerufen bekommt: Nicht alle aus München sind „so“.

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  • Falsch! Peter Popp. Er trifft mit aller Gewalt alles! Ball und Spieler. Das kann man als Elfer werten!!

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  • Ja, man KANN es als Elfer werten, muss es aber nicht. War schon ok. Was aber nicht stimmt, ist, dass der Schiedsrichter unterschiedliche Maßstäbe angelegt haben soll. Wo denn bitte? Dafür möchte ich wenn schon konkrete Beispiele bekommen.

    Ich habe das Spiel zusammen mit Bayern-Fans geschaut und die waren allesamt beschämt, wie unfair die Bayern heute gespielt haben. Die Foulstatistik spiegelt das schon richtig wider.

    Und was Schweini angeht braucht man das gar nicht runterspielen. Das Interview ist peinlich. Genau wie alle seine anderen Interviews der letzten Jahre nach Punktverlusten gegen den Club. Jedes Mal ein einziges Mimimi. Soll er wieder Skifahren gehen, wenn ihm Fußball zu hart ist. Hätte er nur gesagt, dass ihm das Spiel keinen Spaß gemacht hat, würde niemand was dagegen sagen, aber er wirft dem Club Beeinflussung und Unfairness vor und das macht ihn zu einem erbärmlich schlechten Verlierer. Er will immer als der große Leader auftreten, aber als solcher hat man auch eine Vorbildfunktion. Den Gegner schlechtreden zeugt nicht von einer solchen. Das zeigt sich immer wieder (siehe Argentinien WM 2010) und macht ihn in meinen Augen zu einem der unsympathischsten Spieler der Bundesliga.

    Sorry für die Tirade, aber ich krieg jedes Jahr aufs neue einen Hass auf ihn. Nun zieh ich mich wieder zurück und freue mich weiter über den Punkt und vor allem die wirklich gute Leistung heute. Sogar Fritz von Thurn und Thaxis, der seine Sympathien für die Bayern nicht hinter Objektivität verschleiert, hatte das ein oder andere Lob für den Club übrig. Bedenkt man, dass er seine Arbeit in der Regel ohne überflüssige Nennung des Gegners verrichtet, quasi ein Adelsschlag.

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  • Es ist piepschnurzegal, was Schweinsteiger oder was weiß ich wer nach dem Spiel sagt. Die ganze Diskussion verstehe ich nicht. Da haben wir ja nun wirklich andere Probleme. Z.B., dass unsere Mannschaft auf dem drittletzten Platz steht, wenn die Spiele in Bremen und Leverkusen heute ungünstig enden. Statt sich über Schweinsteiger zu mokieren, sollte man eine Diskussion darüber führen, warum es unserer Mannschaft nicht gelungen ist, das Heimspiel gegen eine wenig überzeugende Bayern-Mannschaft zu gewinnen.

    Die hier geführte Anti-Schweinsteiger- und Anti-Bayern-Diskussion ist kleingeistig!

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    • belschanov:
      Z.B., dass unsere Mannschaft auf dem drittletzten Platz steht, wenn die Spiele in Bremen und Leverkusen heute ungünstig enden.

      Leverkusen spielt heute gar nicht, Du Meckertante.

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  • belschanov,

    Kein Zeitungsartikel kommt ohne „die Bayern haben Punkte liegen gelassen“ aus – dabei haben sie „dank“ Schalke ihren vermaledeiten Vorsprung sogar ausgebaut. Tatsächlich ist es nach diesem Spielverlauf so, dass der Club zwei Punkte verschenkt hat, die er dringend bräuchte. Aber hinterher ist man halt immer schlauer. Vor dem Spiel hätte doch jeder ein 1-1 mit Handkuss genommen.
    Da sich heute lauter unmittelbare Tabellen-Nachbarn des Club beharken ist es eigentlich völlig Wurscht, wie die spielen, Hauptsache alle bleiben in Reichweite. WIrklich wichtig ist jetzt vor allem ein Dreier im „echten“ Derby!

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  • Wenn man bedenkt, dass nach dem 1:1 vorletzte Saison beim Tabellensechsten (!) Fan Karl gehen musste, dann sollten nach dem gestrigen 1:1 beim Tabellenfünfzehnten (!!) doch eigentlich ein paar Köpfe mehr rollen in der Besatzerhauptstadt. Bissige Kommentare über Obergreinmeicherla Schweini spare ich mir nach der Maßregelung aus Bayreuth. 😉

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  • Ich muss zugeben, gehofft ja, aber gerechnet habe ich aus sportlicher Sicht überhaupt nicht mit einem Punkt, umso mehr freut es mich, weil positive Überraschungen als Club Fan sind jederzeit angenehm, nach den letzten Wochen umso mehr.
    Vielleicht gehört der frühe Gegentreffer zu Heckings Konzept, die Bayern erstmal in Sicherheit wiegen, die dann glauben, fraglich sei nur noch die Höhe des Sieges und sie dann überfahren, wenn sie den Gang höher nicht mehr reinkriegen! 🙂

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  • Ich würde jetzt auch nicht Schweinsteiger verteufeln, menschlich betrachtet würde es wohl keinem Gefallen, was speziell er in Nürnberg schon einstecken musste incl. bespuckt zu werden und der Ellenbogencheck ins Gesicht am Sa. war schon krass, so sahen die Fernsehbilder zumindest aus. Da kann man von niemanden Begeisterung erwarten.

    Seine Aussagen sind ja ansich ein Indiz dass das Rezept den Bayern den Spaß am Kombinations- und Zauberfußball zu nehmen aufgegangen ist, nicht durch Fouls sondern insbesondere durch enorme Laufarbeit, doppeln, Passwege zulaufen und eine rauhe Gangart gehörte wohl ebenso dazu. Der erhöhte Einsatz hat sich ausgezahlt.

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    • Juwe,

      auch auf die Gefahr hin, dass es aus Bayreuth Schelte setzt…
      Das Ganze hat doch eine Vorgeschichte und zwei Seiten.
      Die eine (die, die ihm „weh“ tut), wird dabei medial aufbereitet und von ihm angeprangert. In einer Wortwahl, die über das Ziel hinaus schießt. (Pino nach der Spuck-Attacke als DEN Rot-Kandidaten zu brandmarken, obwohl der bis dato noch gar keine sah. Jetzt: “Die können ja nicht anders.“)
      Die andere (die, bei denen er anderen „weh“ tut), blendet er aus, ignoriert sie in einer Art, die die Vorurteile gegen die Bayern in Sachen Arroganz und Hochmut sehr stark befeuern. So spürt er zwar unsanft Gebharts Ellenbogen, es fiel aber kein Wort über seinen durchaus ebenso Rot-würdigen Ellenbogencheck gegen Pino direkt vor dessen depperten Spuckattacke. Er geht im Anschluss an einem Foul an seine Wenigkeit dem Gegenspieler an die Gurgel, in seiner Wahrnehmung und Äußerung ist das nicht vorhanden.

      Einmal setzt er Aktion (Ellenbogen gegen Pino), bleibt ungeschoren, während die Reaktion zurecht bestraft wird,
      einmal setzt er die Reaktion, bei der auch die Aktion bestraft wird, kommt aber milder davon.

      Unterm Strich kommt man da auf die Erkenntnis, dass er einen Bonus haben könnte.
      So wie er sich im Anschluss präsentiert, ist das ein Hohn.

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  • Juwe,

    auch auf die Gefahr hin, dass es aus Bayreuth Schelte setzt…
    Das Ganze hat doch eine Vorgeschichte und zwei Seiten.
    Die eine (die, die ihm weh tut), wird dabei medial aufbereitet und von ihm angeprangert. In einer Wortwahl, die über das Ziel hinaus schießt. (Pino nach der Spuck-Attacke als DEN Rot-Kandidaten zu brandmarken, obwohl der bis dato noch gar keine sah. Jetzt: “Die können ja nicht anders.“

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  • schon witzig, wie die sichtweisen auf ein spiel variieren, je nachdem welcher mannschaft man die daumen drückt. ich hatte nicht den eindruck, dass bayern gestern viel foul gespielt hat, sondern die clubspieler oft freistöße geschunden haben, weil sie sich bei standards was ausgerechnet haben (so hob z.B. einmal feulner geschätzte 1,50 m ab, obwohl er gar nicht getroffen wurde).
    das heißt nicht, dass ich solche maßnahmen kritisiere. wie auch das foulspiel gehört dergleichen zum spiel eben dazu. weshalb schweini hinterher auch nicht zu weinen braucht. dafür gibt es den schiri, um so etwas zu erkennen, zu bewerten und zu sanktionieren.
    weshalb am ende (wie so oft) jeder sich vom schiri benachteiligt sieht. schon witzig.

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  • Da wandele ich mal ein Wort des schottischen Philosophen Carlyle leicht um, aber es passt so und so:
    „Die Größe eines großen Vereins zeigt sich darin, wie er kleine Vereine behandelt.“
    Vielleicht verbringt der eine Spieler, dessen Name nicht mehr genannt werden soll, zuviel Zeit beim Basketball? Dort sind ja schon leichte Berührungen schwere Fouls.
    Matchstatistik: FCN 12 Fouls Bauern 24 Fouls

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    • Alexander | Clubfans United:
      Der, der wegen des Edikts aus Bayreuth nicht mehr genannt werden darf.

      Vielleicht könnte man auch Verdikt dazu sagen. Das hat mehr von einem drohenden Bannstrahl. 👿

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  • Na ja ich will jetzt Schweinsteiger nicht verteidigen, glaube er braucht das auch nicht, erinnere mich nur an meine eigene aktive Zeit, wollte das mal reflektieren, wenn mich da jemand bespuckt oder gar den Ellenboge bewußt ins Gesicht gerammt hätte, wäre meine Reaktion heftiger ausgefallen, also von daher … laßt den Schweinsteiger reden.

    Fürth wird vermutlich noch emotionaler 🙂 Ich hoffe die Fans behalten da auch die Nerven. Hass ja aber bitte keine Gewalt *g*

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