Kiyotake zaubert den Club zum Heimsieg

Was für ein überraschender Mittwochabend: Der Club kann auch offensiv! Ein „unschönes“ Spiel zwischen dem 1. FC Nürnberg und der TSG 1899 Hoffenheim wurde erwartet, doch was man geboten bekam war ein rassiger Vergleich zweier Mannschaften, die ihr Heil nach vorne suchten.

Man wollte seinen Augen kaum glauben, dass in den roten Leibchen wirklich die gleichen Clubberer steckten, die noch vor wenigen Tagen jenseits der Stadtgrenze kaum einen Ball in Richtung Tor bekamen. 6 Minuten dauerte es bis das Netz das erste Mal zappelte – ein gefährlich aufs Tor gezogener Freistoß von Kiyotake segelte an Freund und Feind vorbei ins lange Eck. Der Club im Folgenden mit guten Chancen, allein das Solo von Kiyotake, der heute wie verwandelt wirkte, war sehenswert, wurde aber gerade noch auf der Linie geklärt. Doch auch die TSG mit Chancen, bspw. Compper, der nach Ecke frei vor dem Tor den Ball nicht richtig traf. Der Club dennoch näher am 2:0, doch die TSG machte das Tor. Chandler zu zaghaft lässt Volland flanken und Schipplock bewegt sich genau zwischen die Innenverteidiger und nickt gekonnt ein. Doch noch vor der Halbzeit hatte der Club noch einen Pfeil im Köcher: Polter holt den Freistoß aus 25 Meter zentral heraus und diesmal nimmt sich Gebhart den Ball. Seinen scharfen Ball kann der Keeper nur an die Latte lenken und ausgerechnet der Ex-Kapitän der TSG, Nilsson, wirft sich kompromißlos in den Ball und köpft ein.

Hatte der Club in der ersten Halbzeit überraschend viele Offensivaktionen, so wackelte man doch ungewohnt ab und an in der Rückwärtsbewegung. Das wurde nun besser. Hoffenheim zwar bemüht nach vorne, der Club aber hellwach und lässt die TSG nicht in die Gefahrenzone kommen. Ein kapitaler Bock von Compper dann zum 3:1. Polter erläuft sich den zu kurzen Rückpass, umkurvt den Keeper und netzt so selbstverständlich ein als würde er sonst nie was anderes tun. Das Spiel da eigentlich im Sack, doch Schiri Drees machte es noch mal spannend: Handelfmeter für Hoffenheim. Usami am linken Strafraumeck zieht den Ball in die Mitte und schießt den Arm von Nilsson aus kürzester Distanz an, den der nach hinten leicht wegstreckte. Salihovic nutzte die Chance zum 3:2 und machte das Spiel noch mal spannend. Doch heute sollte der Club belohnt werden: Kiyotake nach Zusammenspiel mit Cohen zieht parallel zur Strafraumgrenze nach innen, stoppt plötzlich und legt den Ball auf rechts um ihn an den verdutzten Keeper vorbei im Bogen an die untere Innenseite des Pfosten und von dort ins Tor zu löffeln. Das Spiel war entschieden.

Der Club versöhnte mit dieser Leistung seine leidgeprüften Fans, die trotz Nieselregen an einem Mittwochabend gegen Hoffenheim 30.000 zählten (darunter 148 aus Hoffenheim). Zugleich gab er ihnen die Hoffnung zurück, dass es nach vorne eben doch geht. Sicher war die TSG da ein dankbarer Gegner, aber man merkte schon, dass man die nicht ins Spiel bringen darf. Doch am heutigen Tag gelang dem Club die Mischung aus Offensivdrang und leidenschaftlicher Abwehrleistung. Der Club nun auf Platz 13 und 4 Punkte auf den Relegationsplatz, 8 weg vom Direktabstieg. Aber eben auch nur 3 Punkte hinter den hochgelobten Freiburgern, wie auch Stuttgart und Bremen. Sogar ein Europapokalplatz ist „nur“ 4 Punkte entfernt – nur um mal zu zeigen, wie eng diese Liga ist.

70 Gedanken zu „Kiyotake zaubert den Club zum Heimsieg

  • Ich darf nimmer ins Stadion! Gegen WOB und die Batzis konnt ich net. Heute war ich aus Aberglauben net….

    • KUZ:
      Ich darf nimmer ins Stadion! Gegen WOB und die Batzis konnt ich net. Heute war ich aus Aberglauben net….

      kann ich nachfühlen. Ein Freund hätte mir kurzfristig ne Karte geben können, aber die hab ich dankend abgelehnt – aufgrund meines Karmas bei Heimspielen 😉

      dafür wars zu wichtig!

  • „wirklich die gleichen Clubberer“

    Gebhart nicht vergessen 🙂 ganz ehrlich, ich fand ihn heute unglaublich präsent! zweikampf, technik, passspiel. nur teilweise zu verliebt und den ball vertendelt. und bis hin zu der grenze, an der es schief gehen kann, wenn der „geschnappte“ freistoß nicht erfolgreich verlaufen sollte.

    aber so wie heute, hut ab!

  • gerade vom Stadion heimgekommen.
    „Oh wie ist das schön…“ gab es schon lange nicht mehr von den Rängen.
    Hoffenheim hatte keine Lust sich hinten reinzustellen und lies dem Club – vor allem Kyo – jede Menge Platz. Und der Club konnte das heute mal ausnutzen. Super. Natürlich immer noch viel Luft nach oben, aber darüber wollen wir heute mal nicht gleich wieder reden.
    Man sah aber auch wie schnell Hoffe das Mittelfeld überbrück und den Club über rechts und links immer wieder in Schwierigkeiten brachte.
    Gute Idee mit der Einwechslung von Cohen, der hat es geschafft den Spielfluss von Hoffe effektiv zu stören.

  • Hab’s grad im TV gesehen – also das 4-2: genial! Zucker! Und Nachtrag zum Derby: Sararer drei Spiele gesperrt. Hädder besser ned gspotzd. Des machd mer hald amol ned.

  • 4, in Worten VIER Punkte auf einen Europapokal-Platz!
    Nicht 6, Alexander.
    Die TSG war überfordert mit Gebhart, Kyiotake & Co., ebenso wie wir Clubfans mit der heutigen Torchancenfabrik unseres Clubs.
    Beeindruckend, wie Gebhart sich beim Freistoß vor dem 2:1 den Ball von Kyio geschnappt hat.
    Und…
    …wir war das letzten Winter in Leverkusen?

    • Teo:
      Und…
      …wir war das letzten Winter in Leverkusen?

      Da war ich übers WE in Ludwigshafen um Bekante zu besuchen, und dann in Heidelberg aufm Weihnachtsmarkt…

      Rat mal, wo ich morgen übers WE hinfahre und was ich am Samstag mache? 😉

      • Scramjet: Da war ich übers WE in Ludwigshafen um Bekante zu besuchen, und dann in Heidelberg aufm Weihnachtsmarkt…

        Rat mal, wo ich morgen übers WE hinfahre und was ich am Samstag mache?

        Du hast es gut.
        Ich habe letztes Jahr meine Mutter, Frau und Tochter nach Erfurt zu „Holiday on ICE“ gefahren, Nachmittagsvorstellung mit der irrigen Annahme, dass ich währenddessen eine Sky-Bar aufsuchen kann.
        Nix. Nada. Nothing!!!

        Also bin ich über den Weihnachtsmarkt geschlendert, mit Stöpsel im Ohr und habe dort ob meiner unvermittelten Gefühlsausbrüche vermutlich für reichlich Verwirrung gesorgt.

        Eine Wiederholung ist in dem Fall ausgeschlossen, weil
        (a) zu kostspielig
        (b) bibberkalt
        (c) ich viel zu egoistisch bin, wenn es darum geht, den Glubb zu sehen. Wenn es geht, schau ich zu. Da werf ich auch abergläubische Rituale über Bord. Vor allem wenn (a) und (b) dazu kommen. 😉

        Aber fahr du nur – vielleicht reicht das ja auch. 😉

  • Gegen Ende an diesem schönen Abend wurde ich noch durch ein Superzusammenspiel zwischen Kyiotake und Cohen erfreut. Auch Polter vorher hat sein Tor gut herausgespielt. Sie können´s doch das Fußballspielen 😀 Die Stimmung war super. So soll ein Heimspiel am Abend sein.

  • Hat mich ein bisschen an das Schalke-Heimspiel letzte Saison erinnert…
    Bei aller Euphorie, ist mir gestern wieder aufgefallen a)wie langsam doch Nilsson im Laufduell ist und b)bin ich mir nicht sicher, ob Frantz sich noch weiterentwickeln kann, viele Fehlpässe, schlechte Ballannahme. Habe das Gefühl, dass er so ein ewiges Talent bleiben wird.
    Ich will hier nicht den Miesepeter geben, ist mir halt aufgefallen…Trotzdem geiler Sieg, ein Traum!

    • Gunner:
      Hat mich ein bisschen an das Schalke-Heimspiel letzte Saison erinnert…
      Bei aller Euphorie, ist mir gestern wieder aufgefallen a)wie langsam doch Nilsson im Laufduell ist und b)bin ich mir nicht sicher, ob Frantz sich noch weiterentwickeln kann, viele Fehlpässe, schlechte Ballannahme. Habe das Gefühl, dass er so ein ewiges Talent bleiben wird.
      Ich will hier nicht den Miesepeter geben, ist mir halt aufgefallen…Trotzdem geiler Sieg, ein Traum!

      Das mit Nilsson dachte ich auch im ersten Moment, aber er hat nur ein einziges laufduell tatsächlich verloren und das als er auf der rechten Seite aushelfen musste. Nilsson ist sicher nicht der schnellste, aber derjenige gegen den er das Duell verloren hat gehört sicher nicht zu den langsamen Spielern in der Bundesliga! Außerdem hab ich noch einen Gegenbeweis, bei seinem Treffer war er deutlich schneller als sein Gegenspieler, zumindest auf den ersten drei bis vier Metern und das hat gereicht 😉

      Bei Mike Frantz bin komplett andere Meinung! Er wurde gestern nicht nach gut 70 Minuten ausgewechselt wie bisher fast immer. Und da er sicherlich nicht weniger gelaufen ist als sonst ist das für mich ein Zeichen, dass er wieder auf dem besten Weg ist der Alte zu werden.
      Ein Übermaß an Fehlpässen ist mir nicht aufgefallen. Viel mehr ist mir aufgefallen wieviel er wieder geackert hat, wie er immer wieder die hoffenheimer Verteidiger unter Druck gesetzt hat, sodass diese fast gezwungen waren einen Fehlpass zu spielen. Und er hat bis zum Ende immer wieder für Entlastung gesorgt.

      Für mich war es aber Gestern vor Allem eine geschlossene Mannschaftsleistung mit einem überragenden Kiyo und einem starken Gebhardt!

      Vor Allem eine Sache hat mich überzeugt.
      Als das 1:1 fiel dachte ich, jetzt lässt die Mannschaft sich hängen, glaubt wieder nicht mehr an die eigene Stärke und wir können froh sein wenn wir einen Punkt behalten. Wie die Mannschaft (und später der Trainer mit seinen Auswechslungen) dann aber reagiert hat, auch später nach dem Tor der Hoffenheimer zum 3:2, hat mir richtig imponiert!

  • Ich bin v.a. positiv überrascht, dass der von mir befürchtete Spannungsabfall nach den emotional aufwühlenden Derby-Wochen ausgeblieben ist und die Mannschaft wieder hoch konzentriert und voller Engagement zu Werke gegangen ist. Ich hatte wirklich Sorge, dass sie nicht die richtige Einstellung auf den Rasen bringen würden. Das wäre typisch…

    Auch ich wurde eines Besseren belehrt 😉

  • @KUZ und Optimist
    Ich hoffe, ihr haltet durch und bleibt fern. Ich möchte gerne weiter Jubeln 😀

  • Habe gestern Nacht nur die Zusammenfassung gesehen. Bin erleichtert. Tolles Tor von Kiyotake zum 4:2. So geht Fußball.

    Vier Tore vom Club!

  • Ein geiler Abend gestern: Uns hat vor allem das ausgezeichnet, was der TSG fehlte: Mannschaftliche Geschlossenheit, hohe Konzentration und der unbedingte Wille zum Sieg – haben wir ja auch schon von allem das Gegenteil erlebt.
    Und dass wir Leute haben, die Fußball auch SPIELEN können, war ebenfalls zu sehen und lässt hoffen, dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden. Zudem hatte DH gestern m. E. perfekt gewechselt: wohl dem, der einen „Gattuso“ auf der Bank hat und ihn in dieser Spielsituation bringen kann…

    • Manni der Libero:
      Uns hat vor allem das ausgezeichnet, was der TSG fehlte: Mannschaftliche Geschlossenheit, hohe Konzentration und der unbedingte Wille zum Sieg – haben wir ja auch schon von allem das Gegenteil erlebt.

      Stimmt, zumindest in den letzten drei Heimspielen. Die ungünstige Witterung mit den dazugehörigen wenig schönen Platzverhältnissen kommt uns vermutlich durchaus entgegen.
      Auf den Kampfgeist und das Schmuddelwetter!

  • Mir ist gestern schon bei der Vorbereitung einiges positiv aufgefallen, was letztlich im Ergebnis seinen Niederschlag fand:
    Cohen und Kyiotake haben beim Aufwärmen miteinander viel Spaß gehabt. Die zwei scheinen sich prächtig zu verstehen. Vielleicht ein Traumduo wie früher Minatl und Vittek, das da entsteht?
    Klose und Kiotake haben die Wartezeit beim Torschußtraining genutzt und sich einen der Auswechselspieler geschnappt, um noch ein wenig extra Kopfball bzw. Zuspiel zu trainieren.
    Ich weiß, das sind Kleinigkeiten, aber genau das war es, was ich sonst immer oft vermißt hab in dieser Aufwärmphase. Das läuft oft so NullAchtFünfzehn ab. Gestern schien es so als wollen die Spieler selbst bei sich das Optimum rausholen und arbeiten dabei bis zur letzten Minuten an sich.

    • Beate60: Cohen und Kyiotake haben beim Aufwärmen miteinander viel Spaß gehabt. Die zwei scheinen sich prächtig zu verstehen. Vielleicht ein Traumduo wie früher Minatl und Vittek, das da entsteht?

      da könntest Du recht haben. Mir ist das gestern nach dem 4:2 aufgefallen, als Cohen Kiyo zur Gratulation einen dicken Schmatz auf die Wange gegeben hat. Da hat man auch das Gefühl gehabt, die 2 verstehen sich gut.

  • Ich habe gestern das Spiel im Radio gehört, und immer wieder umgeschaltet, weil kein Sender die volle Zeit übertragen hat. Kann mir mal sagen, wie das Spiel eigentlich war (Radio-Zitate aus Erinnerung)?

    BR: spielstarke Hoffenheimer; Hoffenheim bessere Mannschaft

    Gong: schwache Hoffenheimer; Club lässt sich auf Niveau von Hoffenheim herunter; ein schwacher Gegner, der besiegt werden muss

    Und jetzt steht hier: attraktives Spiel zweier Mannschaften, die ihr Heil in der Flucht […]

    • Robert R:
      Ich habe gestern das Spiel im Radio gehört, und immer wieder umgeschaltet, weil kein Sender die volle Zeit übertragen hat. Kann mir mal sagen, wie das Spiel eigentlich war (Radio-Zitate aus Erinnerung)?

      BR: spielstarke Hoffenheimer; Hoffenheim bessere Mannschaft

      Gong: schwache Hoffenheimer; Club lässt sich auf Niveau von Hoffenheim herunter; ein schwacher Gegner, der besiegt werden muss

      Und jetzt steht hier: attraktives Spiel zweier Mannschaften, die ihr Heil in der Flucht […]

      Robert, dafür schreiben wir uns ja hier mit dem Artikel direkt nach Spielschluss die Finger wund! 😛

      Auch bei Facebook findest du ne Art Ticker von uns:
      https://www.facebook.com/Clubfans.United/posts/10151303306350932

  • Und mit dem Hackentrick hat Cohen ja auch gezeigt, dass er nicht nur der Zerstörer ist sondern auch Fußballspielen kann. Ich hatte schon zuletzt das Gefühl, dass Cohen wieder auf einem guten Weg ist. Es würde mich sehr freuen, wenn Cohen wieder an seine erste Saison bei uns anknüpfen kann und dann der Nachfolger von Simmons wird. Mit Cohen statt Simmons könnte unser Spiel auch wieder dynamischer werden.

    Auch gestern hat man ihn immer wieder vorn gesehen, kämpferisch kann man ihm ja nie einen Vorwurf machen. Ich hoffe der Erfolg gegen HOPPenheim war jetzt nicht der Schwäche der 1899er geschuldet sondern unsere Jungs bringen die gleiche Qualität nun auch gegen Vizekusen auf das Spielfeld.

    Im Prinzip sollte uns Leverkusen ja liegen, eine Mannschaft die über das Spiel kommt, offensiv eingestellt ist und in der Abwehr auch nicht immer sattelfest. Also eine Elf, der man das Spiel verleiden kann und die anfällig gegen eigene offensive Nadelstiche ist. Allerdings ganz so offen wie gegen HOPPenheim sollte man wohl gegen die Pillendreher nicht agieren, dafür ist deren offensive einfach zu gut.

    • Armin: Auch gestern hat man ihn immer wieder vorn gesehen, kämpferisch kann man ihm ja nie einen Vorwurf machen. Ich hoffe der Erfolg gegen HOPPenheim war jetzt nicht der Schwäche der 1899er geschuldet sondern unsere Jungs bringen die gleiche Qualität nun auch gegen Vizekusen auf das Spielfeld.

      Für mich ist Hoffenheim genau das Beispiel dafür, wenn man aus der Krise mit der „Flucht nach vorne“ rauskommen will. Und es zeigt auch genau das Problem dieser Strategie: Du kannst gar nicht so viele Tore schießen wie du hinten fängst. Hoffe hat 21 Tore geschossen, das ist ein Wert für die obere Tabellenhälfte, aber 32 kassiert, das ist Negativwert der Liga. Und Hoffe hat auf dem Papier sogar richtige Knaller im Sturm (resp. Bank). Einen Derdiyok nähme ich auch gern, oder einen Volland.

      Und der Club – so viel in Sachen Eigenanteil – hat das taktisch perfekt gemacht: Durch das schnelle Umschalten legte man die Schwächen der Hoffenheimer offen und sorgte für Gefahrensituationen oder provozierte Standards, die dann eine wacklige Abwehr eben vor Probleme stellt. Und nach hinten warf man als Club alles rein, was einen auch gegen die Bayern stark machte: Bissige, nimmermüde Defensivarbeit.

      Hoffenheim konnte geschlagen werden, weil Taktik und Leistung des Clubs passten. Wäre dem nicht so gewesen, wäre es gestern Abend der Befreiungsschlag für Babbel geworden und der Club hätte die Krise. So nun aber geht man nach Leverkusen, hat dort nix zu verlieren (Tabellenzweiter und in blendender Form), kann aber mit einem Erfolg auf einmal alle überraschen und wäre im Idealfall auf einmal auf 2 Punkte an Platz 6 und den Aufsteiger vor der Brust.

      Dann wäre ich ja mal gespannt, wie die Stimmung dann aussähe …

      Fußball, das predigen ja nicht nur die Verantwortlichen allenthalben, ist ein schnelles Geschäft. Man darf nur nicht abreißen lassen.

      • Natürlich muss man nach diesem Spiel zufrieden sein, aber überschwänglich braucht man nach diesem Spiel auch nicht werden.

        Der Freistoß von Kiyotake war schön geschossen, so schön wie seit Wochen nicht mehr, aber die Hoffenheimer Innenverteidigung hat schon auch gezeigt, warum sie die meisten Standard-Gegentore der Liga kassiert, indem Beide unter dem Ball durchspringen. Der Torhüter hat in der Szene natürlich keine Chance mehr.

        Die nächste markante Szene war das Solo von Kiyotake, für das er sich ein Tor verdient gehabt hätte. Die in meinen Augen beste – weil auch künftig erfolgsversprechenste – Aktion des Spiels hatten dann Chandler und Gebhart. Die Hoffenheimer wurden bereits in ihrem Drittel angelaufen, zum Ballverlust gezwungen und dann wurde sofort Chandler geschickt der den Ball an die Strafraumgrenze zurückgelegt hat und Gebhart die Schusschance ermöglicht hat. Genau diese Umschaltsituationen werden bei uns viel zu oft vertaddelt und selten in diesem unverteidigbaren Tempo ausgespielt.

        Beim Gegentor sahen dann weder Chandler noch Klose oder Schäfer gut aus, dieses Tor darf so natürlich nie fallen weil der Club eine klare Überzahl hatte. Klose hatte gestern allgemein nicht seinen besten Tag, nach seiner dummen gelben Karte wegen des Fouls am gegnerischen Torhüter, hätte er sich noch fast gelb-rot für ein hartes Einsteigen von hinten geholt und das an der Mittellinie…

        Dass der Club sich nicht hängen gelassen hat und weiter nach vorne gespielt hat, hat mir natürlich gefallen, die Chancenverwertung von Frantz ist dabei allerdings zum Weinen. Den Ball in beiden Situationen nicht mal aufs Tor zu bringen hat mit Bundesligatauglichkeit leider wenig zu tun.

        Beim Freistoß vor dem 2:1 hatte ich schon die Befürchtung, dass sich gleich Pinola versuchen wird, Gott sei Dank war es dann aber doch Gebhart, und wie er es war. Der Freistoß hätte sich einen direkten Torerfolg verdient, aber auch das Tor von Nilsson, der für den Club seine Birne hinhält, nehmen wir natürlich gerne mit.

        Die zweite Halbzeit hat mir dann weniger gefallen, weil die Hoffenheimer bemühter waren und wir wieder einmal offenbart haben, dass wir im Kontern absolut mies sind. Ich war heilfroh, als Compper uns das 3:1 geschenkt hat, dass Polter den macht muss man bei der Zeit die er hatte von einem Bundesligastürmer aber auch voraussetzen können.

        Danach waren wir leider viel zu hektisch, konnten kaum einen Ball länger halten und haben viel zu viele Rückpässe zu Schäfer gespielt, der den Ball zurück zu den Hoffenheimern geschlagen hat. Wenn man dem Gegner ständig neue Anläufe schenkt, kommt es zwangsläufig zu gefährlichen Situationen, den Handelfmeter kann man wohl geben, auch wenn Nilsson sich recht unglücklich anstellt.

        Dass uns danach nicht das Dach auf den Kopf gefallen ist, verdanken wir dem raschen 4:2 von Kiyotake, dem zwar in der Tat ein schöner Doppelpass mit Cohen vorausgeht, aber doch einen Konter darstellt, der kaum Erfolgsaussichten hatte. Wenn es am Ende eines Konters die beste Option ist gegen vier Mann in die Mitte zu ziehen, war der nämlich nicht gut gespielt und endet im Normalfall mit einem sicheren Ballverlust. Dass dem nicht so ist, liegt alleine an Kiyotakes Klasse, denn dass der einfach stehen bleibt und ihn mit dem anderen Fuß an die Innenstange schlenzt ist gleichermaßen genial wie frech.

        Was unterm Strich bleibt ist ein hochverdienter 4:2 Sieg gegen schwache Hoffenheimer, bei dem es aber wieder zwei Standards, ein krasses Blackout des Gegners und eine Einzelaktion von Kiyotake waren, die das Spiel zu unseren Gunsten entschieden haben, während wir alle Chancen aus dem Spiel heraus, zum Teil kläglich, vergeben haben. Auch wenn der Aufwärtstrend unbestritten ist, zeigt auch dieser Sieg die Symptomatik die uns schon die ganze Saison verfolgt.

        • xxandl: Auch wenn der Aufwärtstrend unbestritten ist, zeigt auch dieser Sieg die Symptomatik die uns schon die ganze Saison verfolgt.

          Wie so oft im Leben: Wenn man sich den letzten Satz gespart hätte, ja vielleicht noch eine versöhnliche Wendung hinbekommen hätte, wäre es wohl besser gewesen. Inhaltlich kann man das alles lesen, in der Wertung scheiden sich die Geister.

        • xxandl:

          Was unterm Strich bleibt ist ein hochverdienter 4:2 Sieg gegen schwache Hoffenheimer, bei dem es aber wieder zwei Standards, ein krasses Blackout des Gegners und eine Einzelaktion von Kiyotake waren, die das Spiel zu unseren Gunsten entschieden haben.

          Absolute Zustimmung.
          Wir sollten uns auf den Erfolg nichts einbilden. Auch den 3:2-Sieg in Gladbach am 3. Spieltag hatten wir zwei Standards und einer Einzelaktion von Kiyotake zu verdanken – danach folgten sechs Spiele ohne Sieg mit einem Torverhältnis von 2:12.

          Also immer schön langsam mit der Euphorie.

        • Ich fass es nicht!

          xxandl: Was unterm Strich bleibt ist ein hochverdienter 4:2 Sieg gegen schwache Hoffenheimer, bei dem es aber wieder zwei Standards, ein krasses Blackout des Gegners und eine Einzelaktion von Kiyotake waren, die das Spiel zu unseren Gunsten entschieden haben, während wir alle Chancen aus dem Spiel heraus, zum Teil kläglich, vergeben haben. Auch wenn der Aufwärtstrend unbestritten ist, zeigt auch dieser Sieg die Symptomatik die uns schon die ganze Saison verfolgt.

          NEIN, genau das zeigt uns dieser Sieg nicht!

          Denn es gibt keine Symptomatik die uns schon die ganze Saison verfolgt! Die ersten drei Spiele waren überraschend gut! Danach kam das „Loch“ und die jedem bekannten Probleme, aber eben nicht die ganze Saison! Und nur mal am Rande; ohne Fehler des Gegners fallen nur ganz ganz selten Tore…

          xxandl:

          Dass der Club sich nicht hängen gelassen hat und weiter nach vorne gespielt hat, hat mir natürlich gefallen, die Chancenverwertung von Frantz ist dabei allerdings zum Weinen. Den Ball in beiden Situationen nicht mal aufs Tor zu bringen hat mit Bundesligatauglichkeit leider wenig zu tun.

          Und wenn ich das lese kann ich nur den Kopf schütteln!
          Xxandl, hast Du schonmal selbst Fussball gespielt?! Wenn ja dann ist das was Du schreibst noch schlimmer. Natürlich kann Frantz das besser machen indem er beide Bälle zumindest aufs, idealerweise ins Tor befördert. Aber gerade bei ersten Chance nimmt er den Ball mit vollem Risiko. Wenn er den richtig trifft macht er ein supergeiles Tor, wenn nicht kommt eben das dabei raus…

          Es wundert mich ja, dass Du nicht auch noch Pino für das Gegentor verantwortlich gemacht hast! Aber es reicht ja, dass Du Schäfer mit aufführst, denn selbstverständlich kann der einen wuchtigen Kopfball-Aufsetzer aus fünf Metern Entfernung ruhig auch mal festhalten.
          Ich bin wirklich kein großer Fan von Schäfer aber das kann doch nicht Dein Ernst sein!?

          So und jetzt geh ich selbst zum Sport … abreagieren er sich muss 😉

          • Eckes22,

            dass Schäfer den Kopfball nicht halten kann, ist vollkommen klar. Die Flanke hingegen hätte man abfangen können und das legitimiert die Kritik an Schäfer. Er ist nicht der, der das Tor verursacht, aber ein Torhüter darf durchaus die Fehler sein Vordermänner korrigieren.

            In der ersten Situation hat Frantz wenig Zeit, versucht dann aber den kunstvollen Aufsetzer anstatt einfach aufs Tor zu schießen, was aus der Distanz völlig ausreichend gewesen wäre. Die zweite Situation ist einfach nur schlampig und überhastet ausgeführt.

            Ohne Fehler fallen keine Tore, völlig richtig, aber Situationen wie die von Compper oder auch Marcos sind keine Fehler mehr sondern massive Black-Outs die unweigerlich zum Gegentor führen.

            Der Unterschied zwischen den ersten drei Spielen und den Spielen danach ist in erster Linie die mangelnde Effektivität unserer Standardsituationen. (Punkt.)

            • xxandl: Der Unterschied zwischen den ersten drei Spielen und den Spielen danach ist in erster Linie die mangelnde Effektivität unserer Standardsituationen. (Punkt.)

              Es gab Zeiten, da sehnten wir uns danach aus einer Standard wenigstens mal etwas zu machen. Das noch gar nicht so lange her. Heute gelten die Standards des Club als gefährliche Waffe, vor der jeder Trainer seine Mannschaft warnt. Dafür muss man sich wahrlich nicht entschuldigen noch schämen. Es ist kein „mehr haben sie nicht zu bieten“ sondern ein legitimes sportliches Mittel das einzusetzen, was man besonders gut kann. Als Del Piero einst einen Lauf hatte und jeden Freistoß fast ins Tor zirkelte, nannte man die Gefahrenzone „Zona del Piero“ und alle Mitspieler suchten damals den Zweikampf um einen solchen Freistoß zu erzwingen. Auch beim Club sieht man manches Dribbling, das eigentlich nur eingegangen wird, damit es einen Kiyo-Freistoß gibt. Auch daran ist wahrlich nichts auszusetzen. Vor allem nicht, wenn es klappt.

            • xxandl: Die Flanke hingegen hätte man abfangen können und das legitimiert die Kritik an Schäfer.

              xxandl: Ohne Fehler fallen keine Tore, völlig richtig, aber Situationen wie die von Compper oder auch Marcos sind keine Fehler mehr sondern massive Black-Outs die unweigerlich zum Gegentor führen.

              Es sind Aussagen wie diese, die vermutlich nicht nur mich innerlich auf die Palme bringen.

              Nicht dein Beispiel legitimiert die Kritik, sondern DU setzt die Maßstäbe der Legitimation als EINZIGE Wahrheit. Alles andere ist nicht ernst zu nehmen. Das klingt zwischen den Zeilen nach „sonst habt ihr keine Ahnung“.

              Auch beim zweiten Zitat setzt du unverrückbare Wahrheiten in die Welt. Man könnte dagegen halten, aha, siehe Asamoah. Aber zu einem weniger absolutistischen, unfehlbaren Schreib-Modus, der deine i.d.R. wichtigen Ansätze und Kritikpunkte in einem weniger selbstherrlichen Licht ercheinen lassen, bist du scheinbar leider nicht in der Lage. Das finde ich sehr schade.

              Als drittes Beispiel erinnere ich Dich nochmal an deine Vorankündigung zum Bayern-Spiel.
              Auf den Zahn gefühlt, findest Du selbstredend eine wunderbare Erklärung, die deinen „Papst“-Status nicht ankratzt.

              Xxandl, Du bist ein Rabulist…

              • Teo: Xxandl, Du bist ein Rabulist…

                Again what learned und gleich nachgeschlagen:
                http://de.wikipedia.org/wiki/Rabulistik

                Aber mal ganz davon abgesehen. Irgendwie tut mir xxandl auch leid – und das ohne Häme und Zynismus.

                Wenn ich mir vorstellen würde, dass ich diese Auffassung vom Club hätte, diese Sichtweise (jetzt mal weg von jeder Frage ob berechtigt oder nicht), dann würde ich ca. 34 Berichte schreiben, warum das nächste Spiel wahrscheinlich nix wird, und 34 Berichte, warum das letzte Spiel die Bestätigung meiner Ansicht oder – bei Erfolg – eigentlich doch nur reiner Zufall war oder die temporäre Schwäche des Gegners. Ich würde mindestens jeden Spieler des Clubs bereits die Bundesligatauglichkeit abgesprochen haben (ist sowas eigentlich temporär oder ist das – einmal festgestellt – ein Faktum?), jeden Trainer ob seiner taktischen Fehler, seiner Schwächen in der Personalführung und Spielerentwicklung irgendwann entlarven, und von jedem Sportdirektor/Manager früher oder später die Abdankung fordern, weil seine Transfers nicht 100%ig saßen. Ich würde an jedem Spieltag sehnsüchtig auf irgendeinen anderen Vereine schauen und die dortige Arbeit bewundern und ernüchtert feststellen, dass mit den aktuellen Verantwortlichen, dem Umfeld, dem Kader und nicht zuletzt den uneinsichtigen, viel zu schnell zufrieden zu stellenden und zur Euphorie neigenden Fans einfach kein Staat zu machen ist.

                Dann würde ich danach meine Tastatur zufrieden zur Seite stellen und mir selbst sagen: Es waren bittere Worte, aber einer musste sie ja sagen. Kritik muss erlaubt sein, auch wenn sie weh tut. Und mir ein Bier aufmachen, eine DVD einlegen und mich noch einmal am 7:1 von Barcelona gegen Bayer erfreuen und mir denken: An dem Tag, lieber Leverkusener, erging es euch noch viel dreckiger.

                Und ihr alle, liebe Leser, müsstet mich Woche für Woche versuchen vom Gegenteil zu überzeugen. Aber ihr hättet natürlich keine Chance.

              • Teo: Es sind Aussagen wie diese, die vermutlich nicht nur mich innerlich auf die Palme bringen.

                Nein Teo, nicht nur Dich, mich auch

            • xxandl:

              dass Schäfer den Kopfball nicht halten kann, ist vollkommen klar. Die Flanke hingegen hätte man abfangen können und das legitimiert die Kritik an Schäfer. Er ist nicht der, der das Tor verursacht, aber ein Torhüter darf durchaus die Fehler sein Vordermänner korrigieren.

              Herrlich, wir hatten im Stadion gestern ne Wette laufen, ob Du einen Fehler findest. Danke für das gewonnene Bier 🙂

  • @Robert
    Ich hatte gestern auf die Zusammenfassung in der Sportschau gewartet, dort sah das Spiel ganz ansehnlich aus. Aber Ausschnitte in 5Min. sind ja auch kein echter Nachweis für das ganze Spiel.

    Aber wir haben hier ja Stadionbesucher dabei und sicher auch den einen oder anderen SKY-Seher, der Dir mehr sagen kann.

  • Gestern konnte man sehen, was man sich erhofft hatte: die Mannschaft ist ein Team, rackert sich ab und wurde belohnt. Hecking gibt den Jungs bestimmt vor jedem Spiel die richtige Einstellung mit auf den Weg, doch mit der Umsetzung hat es oft gehapert.
    Schön, dass Kyotake „zurück“ ist. Exzellentes zweites Tor!
    Übrigens haben Hecking und Bader zwei richtig gute Einkäufe getätigt: Kyotake und Gebhardt. Als Letzterer unserem Japaner den Freistoß resolut wegnahm und Kyo verärgert reagierte, habe ich die Luft angehalten: Bloß kein Stress innerhalb der Mannschaft! Ist gut gegangen – und es zeigt den Willen und das Selbstvertrauen, Verantwortung an sich zu reißen, wenn man sich gut drauf fühlt. War das einer der vielgeforderten „Reizpunkte“? Zumindest Leben und etwas Variabilität.
    Auch wenn längst nicht alles gestimmt hat, was man auch nicht erwarten konnte, ist es ein toller Sieg. Und den Spielern wird es verdammt gut tun, drei Spiele am Stück nicht verloren zu haben, selbst wenn es in Leverkusen auf die Nuss geben sollte.

  • Ach xxandl, wie wäre es mal einfach nichts zu schreiben, wenn man, aus welchen Gründen auch immer, nicht in der Lage ist der Mannschaft einfach mal ein Kompliment zu machen?

  • Ich finds großartig, dass unsere Standardsituationen so gefährlich sind. Ich finds weniger großartig, dass wir ohne sie nicht/kaum in der Lage sind Tore zu erzielen.

    Zwei Einzelaktionen von Kiyotake, der Lapsus von Zieler und der Aussetzer von Compper – das ist die Ausbeute nach 14 Spieltagen.

    • xxandl: Zwei Einzelaktionen von Kiyotake, der Lapsus von Zieler und der Aussetzer von Compper – das ist die Ausbeute nach 14 Spieltagen.

      Und Feulner ist jetzt auch außen vor. Naja, Tore gegen Neuer sind auch eigentlich gar nicht zulässig.

      Was können unsere Spieler dafür, dass man sie im besten Moment umhaut, statt sie auf’s Tor laufen zu lassen und die Bude zu machen?

      • Alexander | Clubfans United:Was können unsere Spieler dafür, dass man sie im besten Moment umhaut, statt sie auf’s Tor laufen zu lassen und die Bude zu machen?

        Hast du dieses Gefühl wirklich? mMn wird da eher an der Seitenlinie rumgedribbelt bis mal einer dazwischenhaut. An die Fouls die Großchancen unsererseits verhindert hätten, könnte ich mich jetzt nicht erinnern.

        Feulner habe ich wirklich unterschlagen, mein Fehler, ist aber eine weitere Einzelleistung nachdem der Assist von Kroos kam.

        @Optimist: Die Chancen zähle ich ja alle auf, was aber nichts daran ändert, dass wir in dieser Saison nicht in der Lage waren etwas zählbares daraus zu machen. Aber ja, Chancen zu haben ist schon mal besser als keine Chancen zu haben.

        @Teo: Wie würdest du denn den die Aktion von Compper bezeichnen? Und bist du nicht der Meinung, dass ein Bundesliga-Stürmer, egal ob der jetzt Polter oder Asamoah heißt, ein Tor machen muss wenn er völlig alleine aufs Tor zulaufen kann?

        Beim Bayern-Spiel bleibe ich im übrigen dabei, dass ich im Vorfeld nicht wissen kann, dass sie die halbe Mannschaft austauschen und nicht mal auf die Ersatzbank setzen sondern gleich zuhause in München lassen…

        • Beim Bayern-Spiel bleibe ich im übrigen dabei, dass ich im Vorfeld nicht wissen kann, dass sie die halbe Mannschaft austauschen und nicht mal auf die Ersatzbank setzen sondern gleich zuhause in München lassen…

          wobei die Ablösesumme eines Einwechselspielers unseren Lizenzspieleretat bei weitem übertrifft

        • xxandl: Und bist du nicht der Meinung, dass ein Bundesliga-Stürmer, egal ob der jetzt Polter oder Asamoah heißt, ein Tor machen muss wenn er völlig alleine aufs Tor zulaufen kann?

          …außer natürlich, er liefe auf Schäfer zu, dann ist es natürlich allein Schäfers Versagen, ja gar ein Ausdruck mangelnder Bundesligatauglichkeit, wenn er so einen Ball dann nicht hält. Schließlich muss man das ja von jedem mittelmäßigen Bundesligatorwart erwarten können. Oder? Wie jetzt? Ich bin verwirrt!
          :mrgreen:

          • Optimist: …außer natürlich, er liefe auf Schäfer zu, dann ist es natürlich allein Schäfers Versagen, ja gar ein Ausdruck mangelnder Bundesligatauglichkeit, wenn er so einen Ball dann nicht hält. Schließlich muss man das ja von jedem mittelmäßigen Bundesligatorwart erwarten können. Oder? Wie jetzt? Ich bin verwirrt!

            Aber was ist, wenn Schäfer angeschossen wird und der Ball abprallt. Ist dann der Rasen schuld? Die Anstoßzeit? Eine Fliege, die den Ball unglücklich abgelenkt hat? Fragen über Fragen…

            • Alex,

              mit der Fliegen-Thematik habe ich mich noch nie beschäftigt, aber zu Strandbällen habe ich mir schon meine Meinung gebildet. Natürlich ist dann der Schuld. #lfc

              • xxandl:
                Alex,

                mit der Fliegen-Thematik habe ich mich noch nie beschäftigt, aber zu Strandbällen habe ich mir schon meine Meinung gebildet. Natürlich ist dann der Schuld. #lfc

                🙂 Papierkugeln sind auch gut

          • Optimist: …außer natürlich, er liefe auf Schäfer zu, dann ist es natürlich allein Schäfers Versagen, ja gar ein Ausdruck mangelnder Bundesligatauglichkeit, wenn er so einen Ball dann nicht hält. Schließlich muss man das ja von jedem mittelmäßigen Bundesligatorwart erwarten können. Oder? Wie jetzt? Ich bin verwirrt!

            Dass du dem Geschriebenen meist nicht folgen kannst hat jetzt nur einen begrenzten Neuigkeitswert, aber ich stehe dir bei Nachfragen natürlich immer gerne helfend zur Seite.

            Im 1:1 kann ein Torhüter fast nur als Sieger aussteigen, weil gar nicht erwartet wird, dass er seinen Kasten tatsächlich sauber hält. Schäfer ist sogar relativ stark im 1:1, obwohl ihm im Vergleich zu seinen jüngeren Kollegen etwas die Beweglichkeit fehlt. An einen wirklichen Fehler kann ich mich zwar noch erinnern, aber der ist inzwischen auch schon verjährt. Da hat er im Heimspiel gegen H96 ohne Not Abdellaoue von den Beinen geholt obwohl der vom Tor weggelaufen ist und sich den Ball viel zu weit vorgelegt hatte. Ansonsten gibt es im 1:1 aber kaum Situationen wo man an Schäfer zweifeln müsste. Man würde sich wünschen, dass er diese Entschlossenheit auch bei hohen Bällen an den Tag legen würde, dann wäre er wesentlich weniger oft im Blickpunkt.

        • xxandl: @Teo: Wie würdest du denn den die Aktion von Compper bezeichnen? Und bist du nicht der Meinung, dass ein Bundesliga-Stürmer, egal ob der jetzt Polter oder Asamoah heißt, ein Tor machen muss wenn er völlig alleine aufs Tor zulaufen kann?

          Na selbstverständlich bin ich der Meinung, dass man da ein Tor machen muss und selbstverständlich hätte ich in meinen Schal gebissen, wenn Polter den nicht reinmacht.
          Mir ging es um das „unweigerlich“. Du haust immer wieder diese wunderbaren, unwiederruflichen Dinger raus, die so aber gar nicht eintreten müssen.
          Das zieht sich durch deine Kommentare wie ein roter Faden.
          Und das ist nicht nur anstrengend, sondern auch nervtötend.

          Abseits dieser Absolutismen finde ich deine Kommentare im Kern bereichernd. Es fällt nur so schwer, das wesentliche herauszufiltern…

    • xxandl:
      Ich finds großartig, dass unsere Standardsituationen so gefährlich sind. Ich finds weniger großartig, dass wir ohne sie nicht/kaum in der Lage sind Tore zu erzielen.

      Jaa, aber das find ich persönlich nicht so gravierend. Jetzt KREIEREN sie zumindest wieder Chancen.
      Zu hoch will ich die Ansprüche gar nicht schrauben. Schlimm war die Phase, als sie sich hängen ließen.

      So bin ich voll zufrieden. Ich war gestern auch optimistisch, weil die Jungs die Spiele davor zumindest geackert hatten, was das Zeugs hielt.
      Das zahlt sich einfach aus.

    • xxandl,
      Ich stell jetzt einfach mal zwei Thesen auf und bin gespannt, wie du sie mir widerlegst:
      1.Jeder selbst ein Weltklassespieler hat in jeder Saison mehrere Aktionen, die für sich betrachtet in die Kategorie nicht bundesligatauglich fallen.

      2. Unter der Voraussetzunges es stimmt was du schreibst und die Aktion von Cohen und Kyiotake hätte eigentlich unweigerlich zum Ballverlust führen müssen, bleibt folgendes festzuhalten: gerade solche Aktionen machen Weltklassespieler aus: etwas versuchen, was eigentlich gar nicht funktionieren kann und damit Erfolg haben.

      • Beate60:
        xxandl,
        Ich stell jetzt einfach mal zwei Thesen auf und bin gespannt, wie du sie mir widerlegst:
        1.Jeder selbst ein Weltklassespieler hat in jeder Saison mehrere Aktionen, die für sich betrachtet in die Kategorie nicht bundesligatauglich fallen.

        2. Unter der Voraussetzunges es stimmt was du schreibst und die Aktion von Cohen und Kyiotake hätte eigentlich unweigerlich zum Ballverlust führen müssen, bleibt folgendes festzuhalten: gerade solche Aktionen machen Weltklassespieler aus: etwas versuchen, was eigentlich gar nicht funktionieren kann und damit Erfolg haben.

        Was sollte ich daran auszusetzen haben? Ersteres hat mit Frantz halt wenig zu tun, weil das für ihn die Regel und nicht die Ausnahme war. Zweiteres spricht selbstverständlich für Kiyotake, der aus einer aussichtslosen Situation ein Traumtor gemacht hat, wie schon gegen Gladbach. Nur wenn da eben nicht Kiyotake sondern ein beliebiger anderer Club-Spieler steht, war es mal wieder ein misslungener Konter.

        • xxandl: Was sollte ich daran auszusetzen haben? Ersteres hat mit Frantz halt wenig zu tun, weil das für ihn die Regel und nicht die Ausnahme war. Zweiteres spricht selbstverständlich für Kiyotake, der aus einer aussichtslosen Situation ein Traumtor gemacht hat, wie schon gegen Gladbach. Nur wenn da eben nicht Kiyotake sondern ein beliebiger anderer Club-Spieler steht, war es mal wieder ein misslungener Konter.

          Okay dann will ich dir daran einfach deutlich machen, was so viele hier immer wieder ärgert.
          1) Stell dir eine imaginäre Skala zwischen Weltklasse und Bundesligauntauglich vor. Wenn jemand über einen längeren Zeitraum konstant die Kriterien für Weltklasse erfüllt, kann man ihm den Titel Weltklasse zusprechen. Wenn jemand über einen längeren Zeitraum hinweg nur so spielt, daß man sein Spiel als bundesligauntauglich erkennt, dann sollte man ihn als Trainer aussortieren.
          Nun gehst du her, kritisierst ein Spiel, pickst dabei ein paar Szenen raus, deren Bewertung auch noch oft umstritten ist und begründest darauf aber nicht dein Urteil mit „in diesen Spiel hat xy bundesligauntauglich gespielt“, sondern du übertreibst indem du ihn als bundesligauntauglich für immer und ewig und wohl für jeden erkennbar schon von anfang an darstellst.
          2) In der Szene mit Cohen und Kyiotake machst du etwas anderes: Offenbar hast du bei Kyiotake kein Problem ihn wenn nötig auch als Weltklassespieler einzuordnen (wobei dann festzustellen bliebe Hecking und Bader haben es immerhin schon bei einem Spieler geschafft, einen mit diesem Niveau zu verpflichten und Hecking stellt ihn auf obwohl er damit riskiert, daß das Spiel auch mal ansehlich wird)
          Aber offenbar geht dir so eine Bewertung bei Cohen als Weltklasse auf grund einer Aktion zu weit, obwohl sein Hackenzuspiel beim Doppelpass meiner Meinung nach ihn auch dazu adeln würde. Und deshalb läßt du ihn unerwähnt. Und diese Unfairness, die positiven Aktionen eines Spielers, den du als nicht würdig dazu ansiehst auszublenden, um deine Urteile aufrechterhalten zu können, ist der andere Punkt, der ärgert.
          3) Den dritten Aspekt hast du gleich noch selbst angeboten: da spielt ein Spieler super und du hast offenbar Schwierigkeiten, das einfach so anzuerkennen und stehen zu lassen, sondern ergänzt das Ganze dann noch mit einem „wenn, dann“, in dem dann etwas, was nicht war angeführt wird, wie das, was war nicht eingetreten wäre. Und selbst das ist ja nur eine Behauptung, denn auch Spieler xy hätte in genau dem Moment eine Sternsekunde seines Fußballerlebens haben und etwas ähnliches spielen können. who knows?

          Viele hätten kein Problem, wenn sie in deinen Kommentaren lesen würden, „heute“ oder „schon seit mehreren Spielen“ war das Spiel von xy bundesligauntauglich. In Noten ausgedrückt ist das eine glatte 6. Bei einer 5 könnte das auch noch akzeptiert werden. Aber bei kaum einem Spieler wirst du im Kicker eine Gesamtsaison betrachtet die Note 6 finden. Und ohne das ist so eine Spieler vielleicht ein schlechter Spieler im Vergleich der Bundesliga, aber nicht bundesligauntauglich.

          Es gibt zwei Erklärungsmöglichkeiten, weshalb du in Alexanders Blog schreibst:
          a)du findest, daß hier doch ein ganz gutes Niveau herrscht und es macht dir deshalb Spaß, dich mit einzubringen
          b) du möchtest einfach nur provozieren und liebst es, wenn man sich über dich aufregt und es geht dir nur darum, uns in diese Diskussionen mit dir zu verwickeln nicht um das Thema FCN an sich.

          Wenn ich seh, wie du antwortest, denk ich, daß letzteres nicht zutrifft. Und es wär halt schön, wenn du bei deinen Kommentaren, die Überspitzung der Bewertung ein wenig runterfährst. Dann kann man deine Kommentare sicher sehr oft unterschreiben. Klar gibt es das Stilmittel der Übertreibung, aber eine spitze Feder, die zu hart schreibt, bricht.

          • Beate60,

            1)Lies dir bitte nochmal durch was ich ursprünglich über Frantz geschrieben habe. Was ich als bundesligauntauglich bezeichne ist sein Torabschluss in beiden Situationen. Die generelle Bundesligauntauglichkeit ist etwas was ihr hineininterpretiert, weil ihr wisst, dass ich von Frantzs Fähigkeiten ganz allgemein nicht überzeugt bin. Würdet ihr aber bei keinem anderen User machen.

            2)Auch hier: Ich habe Cohens Pass in einem weiteren Beitrag positiv erwähnt, der Anteil dieses Passes am Torerfolg ist aber denkbar gering. Meine Ausführung ging in die Richtung, dass dieser Pass keinen Erfolg nach sich zieht wenn dort nicht Kiyotake sondern ein beliebiger anderer Club-Spieler steht. Dieses Tor gegen vier Gegenspieler zu erzielen ist – ebenfalls eine Beurteilung dieser Situation – Weltklasse. Diese Entscheidung, dieses Tempo, diese enge Ballführung, der Abschluss fast aus dem Stand – in der Bundesliga gibt es keine 10 Spieler denen ich es zutrauen würde so ein Tor erzielen zu können weil ihnen mindestens eine dieser Fähigkeiten abgeht.

            3)Gewisse Dinge gehören einfach relativiert. Wenn Polter nur trifft weil Compper einen Aussetzer hat, dann ist das ein Faktor den es zu erwähnen gilt. Natürlich zählt sein Tor am Spielbericht genau gleich viel wie das von Kiyotake, trotzdem gilt es die unterschiedliche Wertigkeit herauszustreichen wenn man das Spiel halbwegs korrekt wiedergeben will.

            Generell habe ich einfach oft das Gefühl, dass ihr euch hier auf Kleinigkeiten einschießt, die so vielleicht gar nicht gemeint waren.

            Würde ich das Niveau hier nicht schätzen, wäre ich nicht hier.

  • und in diesem Spiel hab ich spontan 4 gute Möglichkeiten aus dem Spiel heraus im Kopf, bei manchen wars verdammt knapp bis hin zu unglücklich (Gebhart, Kiyo, Frantz, Cohen). Die Liste ist sicher unvollständig, aber es verbietet sich zu behaupten, alles war Standard oder Einzelaktion, das war es eben diesmal nicht (nur).

  • Mir tut eigentlich grad xxandl auch ein wenig leid. Als einziger der “ Anti-Fraktion“ stellt er sich.

    Natürlich ist Schäffer schuldlos am Gegentor.Ein guter Torhüter wird ja meist mit seiner Abwehr gesehen. Den Welttorhüter Iker Cassilas z.B halte ich für eine ziemliche Gurke. Das selbe galt auch für einen gewissen Oli K. nach der WM 2002. Es scheint kaum jemandem aufgefallen zu sein, dass Raffa inzwischen häufiger Flanken abfängt oder wegfaustet. Die Flanken Vollands kamen einfach gut und waren nur schwer einzuschätzen. Insofern die Flanke runterpflücken kann nur ein Theoretiker fordern…

    Ich habe das Spiel gestern nicht ganz so gut gesehen. Dafür war das Mittelfeldspiel Hoppenheims einfach zu dominierend, zu schnell…bis zum Strafraum. Die Geilheit, das Spiel gewinnen zu wollen , war allerdings auf Seiten des Glubbs. Uns in die Karten spielte dabei auch das frühe Führungstor. Erst nach dem 3:1 habe ich eine gewisse Souveränität gesehen.

    Theoretisch mag das Sahnestückchen Kiyos nicht klappen, aber praktisch…gibt es halt z.B. Kiyo 😉 ! Das ist Fussball….

    Den Sieg haben sich unsere Jungs erabeitet. Nach einer grottigen ersten HZ gegen Bayern zu einem couragierten Auftritt in der 2. HZ. Eine weiter Steigerung (!), was Kampfkraft und Willen anbelangt, war das Derby für mich! Daher ist der Sieg gestern eine logische, aber nicht automatisch vorhersehbare Linie.

    Mir wäre allerdings wesentlich wohler, wenn sich die Dusldorfer endlich ihrem Schicksal ergeben würden….

    • KUZ: Mir tut eigentlich grad xxandl auch ein wenig leid.

      Naja.
      Für Xxandl sicher eine Selbstverständlichkeit, Stellung zu beziehen.
      Wie Alexander schon geschrieben hat, könnte es sein, dass er gerne diese Reibungspunkte setzen mag.
      Und, wer mit dem Florett „austeilt“,

      an Optimist: „Dass du dem Geschriebenen meist nicht folgen kannst hat jetzt nur einen begrenzten Neuigkeitswert,…“,

      darf auch mal „einstecken“.

      Dann wird uns auch nicht langweilig. 😉

  • Ich hab echt keine Ahnung, warum fast jeder pausenlos auf diesen selbstverliebten Schwätzer eingeht. Finde ich wirklich schade, denn dieses allgegenwärtige Ping-Pong-Spielchen zieht die unglaublich gute Arbeit von Alexander und nicht zuletzt den ganzen Blog ziemlich runter.

    Weniger gegen Windmühlen laufen brächte diese „Wind-Mühle“ evt. auch wieder gänzlich zurück in sein Stammforum Tm.de, wo er sich mit seinen Brüdern im Geiste (Casperle, Clubzwerg, Matrix, etc.) dann jede Woche genüßlich über unseren Club das Maul zerreissen kann.

    Und ja, mir tut er auch ein bisserl Leid, denn 30.000 Kommentare in diversen Fußballforen zu verfassen zeugt nicht wirklich von erfülltem Leben.

  • Norisfighter,

    Da möchte ich jetzt doch gerne widersprechen! Mein Bruder neigt auch immer wieder zu rabulistischen Spassetteln (notwendige Wissenschaftler-Krankheit „kleinkarierte Detail-Analyse“?, allerdings gestern nicht), so dass man grad neischlogn möcht, aber zur Überprüfung der eigenen Position kann es doch sehr hilfreich sein! Xxandls Blick auf die Spiele ist halt un-emotional sachlich.
    Dass dabei unentwegt zwingend notwendig eine im-Prinzip-unvermeidliche Bundesliga-Untauglichkeit rausspringt, weil permanent Fehler passieren… Ey, so what?!
    Dass die Tore nur gefallen sind, weil unverzeihliche Hoffenheimer Fehler diese begünstigt haben, und dass der Club nur, weil Kiyo z.B. einen herrlichen Geistesblitz hatte, der im Prinzip nicht hätte passieren können (dürfen) bei der desolat-fragwürdigen FCN-Gesamt-Verfassung… das ist schon völlig in Ordnung.
    Man/wir/Du/ich/Xxandl weiß/wissen doch alle miteinander, dass de facto gestern ein sauberes 4-2 erzielt wurde, das so die wenigsten erwartet hatten.
    Das ideale Spiel gibt es nicht, aber selbst wenn würde ich die vernichtende, aber unaufgeregte Analyse des Kollegen aus Österreich gerne lesen (gibt es da z.B. Texte zur WM 98, Stichwort „Zidane“?).

  • … oder dazu, wie sträflich damals Krankl alleine gelassen wurde und deshalb zählt’s eigentlich nicht wirklich (sorry, das musste noch raus)!

  • Leid brauche ich prinzipiell niemandem tun, weil es mir Jacke wie Hose ist ob man mir zustimmt oder anderer Ansicht ist. Allerdings würde ich es begrüßen für das kritisiert zu werden was ich auch tatsächlich gesagt habe und nicht für Dinge die so nicht gesagt wurden. Gerade der Optimist dreht mir nur zu gerne die Wörter im Mund um und das kann ich nicht leiden.

    Lesen muss mich im Übrigen auch keiner, also weiß ich nicht wie Alexanders Arbeit darunter leiden soll. Zumal ich davon ausgehe, dass er durchaus in der Lage ist für sich selbst zu sprechen und es mir schon mitteilen würde wenn etwas absolut nicht in seinem Sinne wäre, meine Kontaktdaten hat er ja.

    Im Übrigen sehe ich mich weniger als Windmühle als viel mehr als „die Geister die ich rief“, denn wenn ich eigentlich mal gar nicht so viel zu sagen hätte, kommt sicher einer, heute Alex, der mich herbeiredet. Wobei ich nicht ganz nachvollziehen kann wo heute das Problem liegt, denn das Fazit ist ein überwiegend positives.

    Die von dir angesprochenen ‚Brüder im Geiste‘ sind im übrigen seit +30 Jahren Clubfans, waren auch in der Regionalliga mit dabei, und haben sich durchaus das Recht verdient zu sagen was sie sich denken. Ich stimme nicht allem was sie sagen zu, aber ich akzeptiere es, dass sie ihre Kritik in recht deftigen Worten üben. Ich akzeptiere auch die Schönrednerei der Anderen, wenngleich ich mich in manche Positionen einfach nicht hineinversetzen kann.

    @Markazero: In deiner Beschreibung erkenne ich mich durchaus wieder, zumal berücksichtigt werden muss, dass ich nun doch schon seit einigen Jahren in Wien lebe und hier aus Prinzip schon alles furchtbar zu sein hat. Dazu empfehle ich den blumenau-blog um sich ein aktuelles Bild von Fußballberichterstattung zu machen.

    Und ohne Vogts-Eigentor hättet doch eh ihr gewonnen… 😉

    • xxandl,

      IIch respektiere jede Meinung, aber für mich bist Du die Verkörperung der fränkischen Seele: Das Glas ist halb leer.

    • xxandl:
      Gerade der Optimist dreht mir nur zu gerne die Wörter im Mund um und das kann ich nicht leiden

      Oha, welch unverzeihliche Emotionalität des sonst ausnahmslos sachlichen Analytikers. Die dürfte es in dieser Form niemals geben, es sei denn man träfe einen wunden Punkt, was zwangsläufig der Fall sein dürfte, wenn man den vorgehaltenen Spiegel nicht erkennt. Oder eben gerade doch.

      Sollte ich Dich damit gekränkt haben, was man zweifellos annehmen muss angesichts der schweren Geschütze, die doch recht humorlos aufgefahren wurden, tut es mir natürlich leid, denn mit der eklatanten Ironieunverträglichkeit konnte ich nunmal nicht rechnen.

      „Die Geister, die ich rief“ passt eigentlich auch hier, Du forderst es halt heraus. Ich persönlich wäre über das Etikett Rabulist allerdings mehr beunruhigt als über einen spöttischen Wortverdreher. Vielleicht ist es ja weniger Ausdruck einer Leseschwäche, sondern einfach Legasthenie, was mich umtreibt? Oder gibt es gar einen unwiderlegbaren Zusammenhang zwischen Ironiefähigkeit und Kommentatorentauglichkeit in der Blog-Champions-League?

      Nix für ungut (hab nie wirklich verstanden, was der Spruch eigentlich soll)

      • Optimist,

        zum Einen ist das nicht das erste Mal, dass du das versuchst, zum Anderen hältst du mir eben keinen Spiegel vor sondern wirfst mir vor stumpf zu bashen. Das mache ich nicht. Kritik ohne Begründung liest du von mir nicht. Auch wenn ich manches knackig formuliere bin ich beleibe kein Stammtischbruder der sich unüberlegt äußert.

        Ich hab Jura studiert, den Rabulisten kann ich in Teilen nicht leugnen.

        • xxandl, immerhin hast Du jetzt gerade selbst erkannt, wie Du manchmal rüberkommst. Ich werfe nichts vor, das liest Du selbst zwischen den Zeilen. Das spricht zwangsläufig dafür, dass da was dran ist, denn nicht jede Behauptung ist auch eine Begründung und ohne treffende Begründung…..

          Was allerdings auffällt, ist dass bei Dir unabänderlich auch ein seltenes Lob immer mit einer Kritik verbunden sein muss. Ich kann mich an keinen ausschließlich positiven Kommentar erinnern. Ich denke, das ist etwas, das vielen hier aufstößt.

          Den Titel Stammtischbruder hast Du Dir im Übrigen auch selbst verliehen. Das habe ich auch nie behauptet. Zwar nervt mich dieser Dir eigene Anspruch, die Wahrheit gepachtet zu haben, aber zum stumpfen Parolendrescher ist dann doch noch ein weiter Weg. Du solltest Dir aber im klaren sein, dass viele Deiner oft guten Beobachtungen und Analysen durch zu knackige Formulierungen boulevardesk wirken und sich dadurch zwangsläufig selbst entkräften.

  • xxandl,

    Das berühmte „hättewärewenn“ – im Nachhinein ärgert mich nur, dass ich nicht die komplette Edi Finger-Aufnahme hab (kann man die irgendwo erwerben?).
    Eh Wurscht, genutzt hat’s sowieso keinem…

  • xxandl,

    Hab kurz mal blumenau quergelesen – jou, das ist der Sound! (Und danach kurz mal „Radio-OÖ-Liga“ gecheckt: „SV Gmundner Milch“ behauptet sich nach wie vor vor Ischl. Abgesehen von den halbwegs grotesken Namen (vgl. „Trolli-Arena“…) taugt mir das – interessant dabei ist, dass‘ in Gmunden ned nur an Traunsee-Marathon trainiern… aber ich schweife ab) ?!

  • Danke xxandl für die Antworten und ich habe das Gefühl, dass an dem Sprichwort, „wie man in den Wald hineinruft ..“ etwas dran ist ;-). Deine Beiträge gefallen mir immer besser, auch wenn ich nur ganz selten der gleichen Meinung bin. Manches in Stein gemeißeltes Urteil erscheint mir schon zu apodiktisch, dass es aber unüberlegt oder ohne sachliche Begründung wäre, kann man sicher nicht sagen. Auch wenn ich gern mal einen Strauß mit Dir ausfechten muss, für mich bereicherst Du das Forum. Danke dafür.

    P.S. Und in einem Jahr wirst Du manches beim Club positiver sehen, unser optimistischer Ansatz hier färbt nämlich ab 😉

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