Man of the Match: Kiyotake – Die Noten

“Wie ging es aus?” – 4:2 – “Was? So viel?!” – So der Morgendialog mit dem Nachwuchs, der gar nicht fassen konnte, dass in einem Clubspiel 6 Tore fallen, vor allem 4 auf der ‘richtigen’ Seite. Bleibt die Gretchenfrage: War man so stark oder die so schwach?

Die Wahrheit, wie meist im Leben, lag wohl irgendwo dazwischen. Man kann nur so gut sein, wie der andere es zulässt – und vice versa. Der Club hatte jedenfalls seine Hausaufgaben offensichtlich gut gemacht und die Schwachstellen des Gegners analysiert. Da man sich zudem auf die sich erarbeitete Stabilität im Defensivverbund verlassen konnte, entstand ein unterhaltsames Spiel, in dem beide Seiten auf Sieg spielten.

Sicher, die Champions League am gemütlichen Sky-Abend vor Augen war trotz des erfolgreichen und torreichen Abends bei weitem noch nicht alles Gold was glänzt, aber als Clubfan war man ja fast schon euphorisch gestimmt, dass der 1. FC Nürnberg überhaupt so etwas wie ein Offensivspiel noch zu beherrschen scheint. Zweifel daran waren nach den letzten Begegnungen da durchaus angebracht, wobei das Frankenderby trotz allen Lobs ob des Engagement da einen Tiefpunkt bildete. Dass es im Fußball aber schnell anders laufen kann, wenn der berühmte “Schalter umgelegt”, das Erfolgserlebnis “die Bremse löst” und den “Befreiungsschlag” gelingen lässt, das hörte man ja immer gern – aber erst wenn man selbst sieht, dass es wirklich stimmt, erst dann ist man doch deutlich positiver gestimmt, auch was die Zukunft angeht.

Die Leistungen der Spieler sind dennoch noch eine nähere Betrachtung wert. Denn trotz des Balsams der 3 Punkte und einer mannschaftlich geschlossenen Darbietung, gab es innerhalb des Kaders Höhen und Tiefen. Positive Ausreißer sicher Kiyotake und Gebhart, die beiden Neuzugänge zeigten, warum man sie geholt hat und was man sich von ihnen versprach. Aber es gab auch Spieler, die als Rädchen ihren Dienst taten, aber doch Luft nach oben haben.

Dem Spiel selbst darf man für den guten Unterhaltungswert eine Note zwischen 2,5 und 3 geben – je nachdem welchen Maßstab man anlegt. Generell sollten Tore und Torchancen ja eher selbstverständlich sein, so dass dies keiner Euphorie wert wäre, doch für den Clubberer darf es bei einem solchen Sieg eben schon mal ne 2 vorne sein. Eine Bestnote dürfte auch Trainer und Taktik des Clubs verdient haben: Hecking machte alles richtig, hatte seine Jungs perfekt eingestellt und motiviert, gerade auch nach dem Doppel-Derby keine Selbstverständlichkeit, und auch mit seinen Wechseln und taktischen Umstellungen ein gutes Händchen bewiesen.

Die Spieler-Noten zum Spieltag:

Raphael Schäfer Ohne Bewertung
Ordentliche Leistung, bei Gegentoren machtlos. Versuchte das Spiel zu beschleunigen. Manche Faustabwehr wirkte unsouverän.
Timm Klose Ohne Bewertung
Klose mit ungewohnten Unsicherheiten und Stellungsfehler beim 1:1. Insgesamt aber noch befriedigend.
Javier Horacio Pinola Ohne Bewertung
Verbessert, hatte mit dem dynamischen Volland aber seine Probleme.
Per Nilsson Per Nilsson Ohne Bewertung
Beim 2:1 warf er sich in den Kopfball ohne Rücksicht auf den eigenen Körper. Glich seine Schnelligkeitsdefizite durch Stellungsspiel aus. Gute Partie.
Timothy Chandler Ohne Bewertung
Stand bei der Flanke zum 1:1 Spalier, statt sie zu verhindern. Musste leider verletzungsbedingt raus, insgesamt im Aufwärtstrend.
Hanno Balitsch 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Wirkte bisweilen unsicher und fahrig. Musste für Chandler auf der RV-Position aushelfen, was ihm nur bedingt gelang.
Timmy Simons Ohne Bewertung
Der Routinier ist nicht klein zu kriegen. Samstag noch verletzt, heute wieder volles Engagement. Garant für Stabilität.
Timo Gebhart 11 Notenpunkte (2 numerisch: 2)
Gebhart scheint angekommen zu sein und hat Spaß daran. Auch wenn noch nicht alles klappt: Gebhart bringt Einsatz und Spielwitz
Mike Frantz 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Seit langem mal wieder über 90 Minuten. Passsicher (23 von 25), dafür ungewohnt zweikampfschwach (nur 8 von 23). Verballerte zwei gute Chancen.
Hiroshi Kiyotake Ohne Bewertung
Zwei Tore, davon eines aus der Rubrik “Traumtor”. Seine Standards gefährlich, immer anspielbar, dribbelstark. Aber auch eine 100%ige ausgelassen.
Almog Cohen 11 Notenpunkte (2 numerisch: 2)
Cohen machte seine Sache ausgezeichnet. Unterband ein Aufbäumen der TSG durch bissige Zweikämpfe, zeigte dann mit Kiyo, dass er auch gut kicken kann.
Robert Mak Ohne Bewertung
Versuchte sich in Szene zu setzen, verdribbelte sich aber auch in den wenigen Spielminuten zu oft.
Sebastian Polter Ohne Bewertung
Sein Tor machte er wie selbstverständlich. Rackerte viel, klarer Aufwärtstrend, aber das Tor überdeckte auch manche Schwäche.
Tomas Pekhart 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Blieb nach seiner Einwechslung blass.

43 Gedanken zu „Man of the Match: Kiyotake – Die Noten

  • Gute Notenfindung.
    Simons hat sich zudem in der B-Note eine 1 mit Stern verdient.
    Es gibt ganz wenige Spieler seines Kalibers, die sich derart angeschlagen ins Spiel wagen – für die Mannschaft!
    Ein wenig riskant vielleicht, aber aller Ehren wert.
    RESPEKT! Die Bezeichnung MUSTERPROFI gebührt ihm zurecht.
    Ein Ribery hätte in vergleichbarer Situation keinen Gedanken an einen Einsatz verschwendet.
    Bei Simons hatte man in Fürth das Gefühl, man muss ihn zur Auswechslung überreden.
    Simons-ein Glücksfall für den Club!

  • Finde die Noten auch passend!
    Und Danke Alexander, Du hast mich gerettet mit der Passstatistik zu Frantz. Ich dachte schon ich hätte ein anderes Spiel gesehen. 😉

  • Endlich mal wieder drei BIG POINTS!
    Die waren wichtig, aber auch notwendig!
    Warum muss man erst immer so unter Druck stehen, damit die Mannschaft sich zusammenreist und mal wieder gewinnt?
    Man merkte gestern, dass zumindest der Kampfgeist passte und auch Kiyo hatte wieder einen sehr guten Tag erwischt!

    Und der Club kann doch noch gewinnen!

  • Zu den Noten kann ich leider nichts sagen oder vielmehr schreiben, dass es für mich zeitlich nur für einen Ausschnitt für die Sportschau gereicht hat, aber Glückwunsch an die Mannschaft, auch wenn ich nicht viel gesehen habe, hat es mal wieder Spaß gemacht dem Club zuzusehen! Das Gefühl war schon ein wenig in Vergessenheit geraten.

  • Kann das sein, dass sie gestern bei den Glubbtoren dieses alberne grenzdebile Kinderliedchen nicht gespielt haben? Oder war es in der Nordkurve einfach zu laut?

  • DFL-Diebe! 😉

    Kyios erstes Tor wird ihm aberkannt und als Eigentor gewertet.
    Das war doch ein Abfälschen!?
    Oder ist heute der erste April!

    Skandal! 😯

    • Teo,

      Das ist sowas von lächerlich, und Wasser auf die Mühlen der “alle gegen den Club”-Verschwörungstheoretiker.

  • O F F T O P I C (zumindest halb)

    “Ich wünsche allen das Gefühl, mit 50.000 Menschen zu “Dancing In The Dark” zu tanzen, den Text von “Born To Run” zu skandieren und einfach dazustehen, wenn Springsteen bei der Orgel-Coda von “Racing In The Street” die Gitarre wie ein Fanal hoch hält und es still wird wie in einer Kirche. Niemals fühlte ich mich lebendiger.”

    Das schrieb Arne Willander im Rolling Stone Sonderheft im Mai 2012.

    Wer ihn noch nie live erlebt hat und “nur” ein paar seiner Lieder kennt, wird nie verstehen, was es bedeutet, ein Konzert dieser Intensität, dieser Energetik erleben zu dürfen. Ich kenne keinen besseren LIVE-Performer. Dreieinhalb Stunden ohne Pause. Pure SPIELfreude.

    Nächstes Jahr sollten die Vereinsführung des Clubs den Spielern “Front Of Stage”-Karten besorgen.
    Ich würde mir im Anschluss keine Sorgen mehr über eventuell mangelnde Einstellung oder Leistungsbereitschaft machen – nach der Show hätten die Jungs das internalisiert!

    “We made a promise we swore wed always remember
    No retreat, no surrender
    Blood brothers in the stormy night with a vow to defend
    No retreat, no surrender.”
    (Bruce Springsteen: No Surrender)

    THE BOSS ROCKT WEITER:

    (Bruce Springsteen & The E-Street-Band: München, Hannover, Gladbach, Leipzig. Juni/ Juli 2013. Vorverkauf ab 1.Dezember 2012)

  • Selbst dem Robben hat er ein Lied gewidmet… 😉

    Have you ever seen a one trick pony in the field so happy and free?
    If you’ve ever seen a one trick pony then you’ve seen me.
    (Bruce Springsteen – The Wrestler)

  • Teo,

    Klingt saugeil – war nie so der große Springsteen-Fan (trotz großer Symphatie), aber die Seeger-Session (-CD) hat mich weggeblasen. Hammer! Sprach heute noch mit nem Freund über das Stevie Ray Vaughan-Konzert, das ich in Nürnberg erleben durfte, lang lang ist’s her, und dann hat er ja bald darauf fatalerweise den “Boss”-Helikopter genommen…

  • xxandl,

    in Wien bzw. Österreich macht er diesmal leider keine Station.
    Aber bericht kickt ja Robben zum Karriereende bei RB…

  • Teo,

    Teo,

    Mehr als 20… Wenn ich mich richtig erinnere war es so, dass SRV nach einem Festival dringend woanders hin musste und ihm Sp. daraufhin angeboten hat, seinen Hubschrauber zu nehmen, der dann abgestürzt ist. Aber Erinnerung ist trügerisch: es war der offizielle Hubschrauber eines Veranstalters, und es war nach einer Session mit u.a. Eric Clapton – mit Springsteen hatte das überhaupt nichts zu tun. Ich ziehe meine vorige Aussage also mit dem größten Bedauern zurück!

    • Markazero: Teo,

      SRV, Tin Pan Alley, da fliegste weg! Eine der genialsten Nummern überhaupt! Ihr weckt hier Erinnerungen….

  • Nilsson macht das einfach insgesamt ordentlich.

    Ich glaube, Hecking weiß selbst am besten, daß er nach dem Hannover-Spiel völlig überzogen reagierte. Aber keiner ist fehlerfrei, und jetzt sind wir zumindest erst mal dem allgemeinen Verunsicherungssumpf entronnen. Das war schwierig genug.

    In der Abwehr wird es keine Experimente mehr geben.

  • 清武氏は親愛なる、
    ゲームのおかげで

    Sorry, the Google Translator is not that good….
    I would like to thank you very much for the overwhelming match against Hoffenheim, Kiyotake San! I can’t remember any other Nuremberg player before with that much sentience in working with the ball.
    All fans – besides Mr. Xxandl – are looking forward for the next matches with you, Kiyotake San.

  • Teo,

    Besorgte Anfrage des Schriftführers einer kleinen Managerspiel-Gemeinschaft (der Kiyo in seinem Team hat): Ist das echt wahr mit der Tor-Aberkennung? In der Kicker-App wird er immer noch mit zwei Toren geführt, und ich muss doch meine Unterlagen in Ordnung halten!

  • Alex,

    Herzlichen Dank – der Schriftführer nimmt’s zur Kenntnis, der Teamchef freut sich, dass sein Vorsprung groß bleibt ?!

  • Eine Torquoten-Steigerung in einem einzigen Spiel um 40%, das bekommen nicht mal die ganz “Großen” Vereine hin! Das war einigermassen gut aber nicht sehr gut.
    ABER:
    Zweitbester Torschütze mit zwei Treffern ist ein Innenverteidiger, das ist doch ein Skandal ohne gleichen. Der macht doch nie ein Tor aus dem Spiel heraus! Das wird nix, alles Mist, alles Schlecht, wir steigen ab. So geht es nicht weiter.
    Wo sind die Blumen ääh Millionen nur hin, Herr Woy? Warum können wir uns auch im dritten Bundesligajahr hintereinander noch immer keinen Messi oder CR7 leisten? Weshalb gewinnen wir nicht jedes Spiel automatisch mit 6:0, bei diesen Eintrittspreisen muss das inklusive sein? Nur skandalöse Zustände rund um den 1. FC Nürnberg.

    Ein herzliches “MB und DH raus” an Alle.

    Dieser Beitrag wurde auf einer Tastatur “Made in Austria” geschrieben.

    Eventuell wurde aber auch mein Account gehackt.

    • Woschdsubbn,
      du unterschlägst, daß unser junger talentierter Stürmer Polter ebenfalls zweitbester Torschütze ist. Dann sieht das doch alles schon wieder viel besser aus: wir haben in allen Bereichen der Mannschaft torgefährliche Spieler. Und im Mittelfeld und im Sturm treffen die sogar aus dem Spiel heraus. 😀

  • Hier sind auch mal Zahlen! Die Eintracht vermeldete einen Verlust von über 11 Mio. in Liga 2 und rechnet auch dieses Jahr maximal mit der schwarzen Null.

    http://www.transfermarkt.de/de/eintracht-frankfurt-machte-in-2-liga-hohen-millionen-verlust-/news/anzeigen_106802.html

    Jetzt denken wir mal laut nach: Nimmt man die kolportierten Transfererlöse ernst, dann hat Frankfurt 5,2 Mio. Miese gemacht. Unser FCN hat am Transfermarkt 5 Mio. plus gemacht. Das ist eine Differenz von 10 Mio. Euro. Und während die Eintracht mit einer schwarzen Null rechnet, werden wir wohl 1-2 Mio. zur Schuldentilgung übrig einsetzen können. Bleibt die Frage: Da der Club sogar noch höhere TV-Gelder bezieht (19 Mio. gegenüber 15 Mio.) und auch im Pokal beide gleich dämlich ausgeschieden sind, darf man sich fragen, woher die Lücke von ca. 12 Mio. Euro kompensiert wird? Am Sponsoring allein kann das nicht liegen, denn Krombacher wird auf 5,5 Mio. taxiert, das mögen dann vielleicht gegenüber NKD vielleicht 1-2 Mio. ausmachen.

    Und da reden wir noch nicht einmal von den Gehältern, die bei der Eintracht mindestens im Spitzenbereich deutlich höher sein dürften als beim FCN. Macht man 10 Mio. aus Merchandise-Erlösen? Die Commerzbank-Arena ist ja meiner Kenntnis nach auch nur gemietet und beim Zuschauerschnitt ist die Eintracht auch nur knapp 4.000 weg vom Club.

    Vielleicht erleuchtet mich da mal einer. Ich verstehe es nicht. Das geht mir aber nicht nur bei der Eintracht so.

  • Alex,
    warum ihr beim Glubb so Probleme habt vermag ich nicht zu beurteilen. Dazu fehlt mir auch das tiefere Interesse an Euch… 😉

    Durch den Abstieg der SGE sind einige teure “Tasmanen”, wie wir diese Spieler, die 7 Punkte in der Rückrunde erreicht haben, hier nennen von der Payrolle gekommen. Zudem hat Herr Magath sogar noch 3 Mios pro Spieler bezahlt…

    Hier übrigens ein Statement von Heller bezüglich der Kalkulationen bei der Eintracht und warum nun doch über Verstärkungen in der Winterpause nachgedacht wird:

    “Durch die jüngsten Erfolge haben die Frankfurter wieder etwas mehr Spielraum: Die aktuellen Prognosen basieren nun auf einem zehnten Platz und 48 Punkten. Der Umsatz wird auf 71 Millionen Euro kalkuliert. Chancen, die Einnahmen zu erhöhen, sehen die Verantwortlichen vor allem in der Ausschüttung der Fernsehgelder. Der Verkauf von Leistungsträgern wie Sebastian Jung und Sebastian Rode ist indes nicht geplant: “Wir hoffen auf eine Vertrags-verlängerung mit beiden Spielern. Bei Rode und Jung würde ich
    den Ersatz für das Geld nicht sehen, das wir erlösen könnten”,
    sagte Hellmann.”

    Lesen Sie mehr: http://www.welt.de/newsticker/sport-news/article111708956/Hellmann-Neuzugaenge-bei-der-Eintracht-moeglich.html#ixzz2DjLAjJAD

  • Jedenfalls hat die Eintracht heute aufn Sack gekricht – die Fortunen um mich rum strahlen, ich eher nicht, wenn ich auf die Tabelle schaue. Maann Maann…!

  • hmm, weiss nicht was Du mit Selbstvermarktung meinst.
    Ich denke mal die SGE steckt da noch in den Kinderschuhen.
    Wir haben einen Knebelvertag mit höchster Stadionmiete in der Bundesliga. Dusseldeppendorf hat z.B. das Stadion umsonst…

    Hier noch ein paar News von heute:

    +++ Positive Signale bei Stadionmiete +++
    In den Verhandlungen über eine Anpassung des Mietvertrags für die Commerzbank-Arena haben sich die Eintracht und die Stadt Frankfurt angenähert. “Wir werden nicht den Vertrag von heute auf morgen auf den Kopf stellen”, erklärte Eintracht-Finanzvorstand Axel Hellmann. Allerdings sei man mit der Stadt bei verschiedenen Punkten in aussichtsreichen Gesprächen. “Es ist die Politik der kleinen Schritte, und die Bereitschaft ist klar zu erkennen”, meinte Hellmann. Schon in dieser Saison erwartet der Bundesligist eine Entlastung “im höheren sechsstelligen Umfang”. Mit jährlichen Kosten von knapp zehn Millionen Euro ist die Frankfurter Stadionmiete die höchste der Liga.

    +++ Neue Pläne für Eintracht-TV +++
    Die Eintracht hat ihre Planungen für ein vereinseigenes Fernsehen wieder aufgenommen. “Ab nächster Saison wollen wir ein bisschen Bewegtbild anbieten”, sagte Finanzchef Axel Hellmann. Konkrete Konzepte gebe es dabei bisher allerdings noch nicht. Möglich sei beispielsweise eine Partnerschaft mit Videoplattformen im Internet, so Hellmann. Die Hessen hatten bereits vor zwei Jahren ein Eintracht-TV angekündigt, die Pläne aus Kostengründen aber wieder verworfen

  • @Beate60: Ne nicht unterschlagen, absichtlich vergessen. Sonst ist die “xxandl-Sim” nicht lebensnah genug.

    Hm Frankfurt… da wird gerade ein neuer, glänzender EZB-Turm wohl für über ne Milliarde gebaut (mit chinesischen Fenstern vom selben Hersteller, die im neuen Justizpalast in Wiesbaden gerne mal rausfallen). Dafür tuckern die U-Bahnen mal stark gebremst mit 10km/h auf Schienen wahrscheinlich aus den 60ern und ab und zu bleibt dann einfach mal so ein marodes Ding stehen (immer ich Armer mit der U4!), wohl weil die AEG Garantie für die Züge 1972 abgelaufen ist und es die AEG ja auch gar nicht mehr gibt. Da lob ich mir die Pegnitzpfeile. Immer niegelnagelneu und dann hatten wir auch das erste Streckennetz mit durchgehendem Handybimmeln-Empfang.

    Ääääh, Was wollte ich nochmal sagen?

    Achso: Na, da gibt es einfach viel mehr Leute mit viel mehr Geld in Frankfurt und vor allem MTK. Man darf Nürnberg und Franken da natürlich nicht unterschätzen, der alte Patrizieradel aus dem Mittelalter wie zum Beispiel die Tuchers oder auch eine Grafen-Familie mit einem ehemaligen Doktor und Klinikbesitzer hat ja auch einige hundert Mios auf dem Konto. Natürlich auch neureichere Menschen wie die Familie Scheffler. Aber die sind halt vielleicht weniger spendabel wie der Geldadel in Frankfurt, Köln oder dann auch Hamburg oder schenken das Geld dahin, wo schon mehr als genug ist oder engagieren sich für eine andere Mannschaftssportart und versilbern diese.

    Und wie man viel Geld versenkt und verschleudert und dann noch feiner damit durch und sogar rauskommt…. na, wer weiss das denn besser als die Banken? Genau, niemand! Und Banken mit dem dazugehörigen Personal gibt es eben gerade in Frankfurt deren viele.

    Wie sieht es mit “Markenwert” aus? Das dürfte wohl eine große Rolle spielen. Das sieht wohl für “Schalke” gaaanz besonders gut aus. Da dürfte wohl “unser Glubb” nahe bei 0 liegen. Das sieht man ja schon an der Berichterstattung: “Baxxxx Serie reisst”, “Hoffenheim in der Krise” usw.ff.
    Drei mal in Slomo der Ellbogencheck von Gebhart an Weinsteiger, KEIN Wort vom Gurgelgriff Weinsteigers vorher oder dem Kung Fu Einstieg gegen Kiyotake San.
    Wir werden immer regelrecht medial negiert.

    DAS wäre nun ein Punkt, wo ich mir einfach mehr Engagement der Glubbführung wünschen würde. Ein offener Brief, ein dickes Interview oder was auch immer. Und immer wieder nachbohren und nachlegen, wie das doch ein bekannter Bruder aus Ulm macht. So etwas kann Respekt verschaffen, wenn man keinen hat. Aber die Nichtreaktion finde ich in diesem Punkt schwach. Da war der Teefabrikmanager neulich doch mal gut unterwegs, finde ich.
    Es ist Respekt, der fehlt und damit (?) das Geld natürlich auch.

    Insgesamt hilft sicherlich auch ein ehemaliger Weltfußballer gar nicht. Der hat unserer Region noch nie (!!!) geholfen und jetzt schadet er ihr sogar nur noch durch wildes mediales Herumstolpern und -b.. ach lassen wir das.

    Vielleicht werden wir doch irgendwann “entdeckt”? Das betrifft ja nicht nur den Fußball sondern eigentlich alle Lebensbereiche. Nürnberg liegt leider außerhalb der Wachstumsbanane.

    • Woschdsubbn: Ne nicht unterschlagen, absichtlich vergessen. Sonst ist die “xxandl-Sim” nicht lebensnah genug.

      Vorsicht, sonst kann er Dich dann auch nicht mehr leiden 😆

      • Warum sollte ich ihm dafür böse sein? ‘Absichtliches Vergessen’ ist eine absolute Kunst, das wird dir jeder Hirnforscher bestätigen. Mir diese Fähigkeit zuzuschreiben kann ich nur als Kompliment auffassen.

        (Im normalen Sprachgebrauch würden die meisten hinter ‘unterschlagen’ wohl mehr Absicht vermuten als hinter ‘vergessen’.)

        • xxandl,
          Sorry xxandl ähnliches Vergessen ist keine Kunst, sondern gehört zu dem allgemeinen Phänomen der selektiven Wahrnehmung. Von Mutter Natur wurde das im Lauf der Entwicklung der Menschheit entwickelt, um unser Überleben zu sichern: um z.B. als Neandertaler schlafen zu können, mußte der damals in der Lage sein, das Brüllen der Raubtiere auch mal aus seiner Wahrnehmung auszublenden. Sicherhalbs halber wurden dann Wachen aufgestellt, die das bewußt unterdrückt haben und ihn auf die nahende Gefahr rechtzeitig hinwiesen. Dann konnte er die ausgeblendete Wahrnehmung aber auch wieder selbst wahrnehmen und reagieren. Es gab aber ein paar Fehlentwicklungen in diesem Zusammenhang: selektive Wahrnehmung wirkt auch ganz besonders gut, wenn man Vorurteile oder Aberglauben pflegen will. Da wird dann die Ratio von Irrationalität ausgebremst und es ist sehr schwer, den Betroffenen zu “heilen” solange er nicht will auch wenn er sich damit selbst schadet.

          zur Fortuna; ich bin ziemlich zerrissen: ein guter Freund ist Fortunafan, sehr krank und wird wohl am nächsten Samstag das letzte Spiel live mit mir erleben. Eigentlich wollte ich ihm ja sogar einen Sieg gönnen, dann bin ich auf ein Unentschieden umgeschwenkt, aber so wie es jetzt ausschaut, wenn der Club heute in Leverkusen nicht gewinnt, muß ich wohl auf unserem nächsten Heimsieg bestehen. 😀 Hoffe mal, daß er das mir dann nicht krumm nimmt.

          Was mich gestern beim LigaTotal schauen mal wieder geärgert hat: die Reporterin meinte strahlend zu ihrem Studiogast: Die Fortuna – nächste Woche in Nürnberg – das schaffen die!!! Offenbar hat die auch das Problem der selektiven Wahrnehmung. Okay die Fortuna hat gestern 7 Punkte aus den letzten drei Spielen, wir “nur” 5 in den letzten drei Spielen geholt, aber so klar scheint es mir nun doch nicht. Es sei der Frau (?) war bekannt, daß der Club sich mit gut verteidigenden Mannschaften schwerer tut als mit angreifenden Mannschaften und rechnet mit ein, daß es der Fortuna relativ leicht gelingt Elfmeter und rote Karten für den Gegner zu bekommen (meine Wahrnehmung, von der ich im Moment nicht weiß, ob sie gerade selektiv ist).
          Also langer Rede kurzer Sinn: um es für mich am nächsten Samstag leichter zu machen, bitte heute den zweiten Sieg in Folge einfahren. Auftrag an Klose: Wollscheids Kopfballtor verhindern und selbst eines einfahren. Auftrag an Kyiotake: sich von Reinartz nicht stoppen lassen und ein Weltklassetor schießen. Auftrag an Schäfer: mit Weltklasseparaden Kießlings Schüsse entschärfen und Auftrag an Frantz Hegeler so demotivieren, daß er die Lust verliert, überhaupt nur aufs Tor zu schießen, sondern die Bälle schon im Mittelfeld immer wieder freiwillig an den Club zurückgibt.

          • Beate60, die Fortuna ist ein Ärgernis 😉

            die wollen sich einfach nicht in ihr Schicksal fügen, dieser unbotmäßige Widerstand gegen den Abstieg… Ne ne, das geht gar nicht!

            Andererseits sollte man noch ärgerlicher sein, wie sich die letzten Gegner präsentiert haben. Der HSV z.B., gegen Düdorf indiskutabel und ein Spiel später spielen sie groß auf. Ganz schlechtes Timing. Oder die Eintracht, lassen sich derart abschießen, erbärmlich!

            Aber was solls, schauen wir lieber auf uns. Holen wir uns erst den Auswärtssieg in Vizekusen und verweisen dann die Fortuna auf ihren Platz – hinter uns!

            • Optimist,
              Ich find ja nicht, daß die Fortuna absteigen sollte 😀

              Wenn ich an gestern denk: die Fans sind schon klasse, erstligareif. Wenn dann doch lieber die Frankfurter oder Wolfsburg oder so wie es momentan ausschaut am Tabellenende, wobei ich Augsburg die Relegation ja gönnen würde

              • Beate60:
                Optimist,
                Ich find ja nicht, daß die Fortuna absteigen sollte

                Wenn ich an gestern denk: die Fans sind schon klasse, erstligareif. Wenn dann doch lieber die Frankfurter oder Wolfsburg oder so wie es momentan ausschaut am Tabellenende, wobei ich Augsburg die Relegation ja gönnen würde

                ja, da hast Du schon recht. Wenn wir weig genug oben stehen, gibts hinter uns ja genug Platz zum drinbleiben….

        • xxandl,

          “Absichtliches Vergessen” habe ich mir schon öfter auf dem Heimweg aus den Station gewünscht 😉

          • Alex,

            zum erfolgreichen Vergessen gehört bewertungsfreie Wahrnehmung 😀 sonst ist es Verdrängung, Abspaltung o.ä., was dich irgendwann auf andere Art (Magengeschwür, unnötiger Streit) einholen würde.

            • Beate60,

              Äh, ok. Wir setzten bislang nur auf die Anti-Depressiva aus Hopfen. Hilft aber auch nur bedingt. Aber im Ernst. Heute sollte was gehen. Objektiv betrachtet aussichtslose Spiele sind doch unsere Stärke. Ich bin überzeugt, dass Dieter Hecking (neumodisch DH) wieder die passende Taktik findet, um mit einem massiven Mittelfeld die Vorstöße von Leverkusen (gerne auch Vizekusen genannt) zu unterbinden und mit schnellen Vorstößen Nadelstiche zu setzen.

              Sollte dies nicht eintreffen, wurde mein Account gehackt und ich habe dies nie geschrieben.

  • So aussichtslos sehe ich diese Partie eigentlich gar nicht, dazu hat sich Leverkusen in der jüngeren Vergangenheit zu schwer getan gegen uns. Natürlich haben sie die Klasse um deutlich gegen uns gewinnen zu können, aber das haben sie beim letzten Aufeinandertreffen nur geschafft, weil sie schon in Minute 6 in Führung gehen konnten und wir in Rückstand liegend unser Spiel nicht aufziehen können. Wenn wir heute aber lange die Null halten können, halte ich einen Punktgewinn durchaus für möglich, Leverkusen hat hinten nach wie vor Schwächen.

    Getippt habe ich im Übrigen ein 1:1, todesmutig, ich weiß.

  • Wie hat Klopp gesagt zu dem Spiel heute im Gummiboot, wo der Rekordmeister aus Nordtirol die Verhältnisse ja wieder gerade rücken will,
    ..”Wir fahren trotzdem mal hin”.
    Ich finde den Satz cool, den könnte sich auch der FCN so zurechtlegen, wenn es zu den derzeitigen Senkrechtstartern nach Leverkusen geht. Wir fahren trtozdem mal hin…

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