Wollscheid ist einfach geil

Zu Besuch in der „Nürnberg-Filiale“ (Hecking) trifft man am Samstag im Spiel von Bayer 04 Leverkusen gegen den 1. FC Nürnberg vor allem auf viele alte Bekannte. Gleich vier Spieler, die den Schritt zum Bundesliga-Spieler beim Club schafften, stehen aktuell im Kader unter dem Bayer-Kreuz – keinen sah man gern gen Westen ziehen, aber Knausrigkeit, so denn die Spieler nicht eh nur geliehen waren, konnte man den Leverkusener zumindest nicht nachsagen.

Ausbildungsverein 1. FC Nürnberg

Hegeler, Wollscheid, Reinartz und Kießling – vier Spieler, die dem Club auch heute noch gut zu Gesicht stünden. Dem gegenüber steht auf der anderen Seite nun ein Hanno Balitsch, der wohl nur wegen Dissonanzen mit Robin Dutt das Weite suchte. Vor allem Wollscheid verkörperte sowas wie das Nürnberger Märchen: Der in Saarbrücken nahezu schon für den Profi-Sport ausgemustert wurde sucht seine Chance in Nürnberg mit einem selbstorganisierten Probetraining, überzeugt dort die Trainer, drängt sich in der U23 auf und ergreift die erste Chance, die sich ihm bietet, um in der Bundesliga durchzustarten. Ein Musterprofi ohne Allüren, aber auch ohne zu große Sentimentalitäten – der Club als Sprungbrett, dafür ist man verbunden und dankbar, aber Leverkusen eben der nächste Schritt. Und als sei es das selbstverständlichste der Welt spielt Wollscheid in der Bayer-Truppe auch einfach so weiter. Irgendwann wird dann auch Löw nicht mehr an ihm vorbeikommen, und dann wird wohl ein noch größerer Fisch nach Wollscheid schnappen und Leverkusen wird als Station ad acta sein – nicht ohne wiederum alle ein klein bisschen reicher zu machen. Moderne Win-Win-Situationen im Fußball-Business, es scheint so einfach zu sein.
Bei Kießling scheint die Sache anders. Der wirkt immer so, als habe man ihm in Nürnberg „ans Auto hibrunsd“. Seine Interviews lassen jegliche Sentimentalität vermissen und seine Identifikation zu Leverkusen wohl nicht nur gespielt ausgeprägt. Kieß, das macht auch den Unterschied zu Wollscheid, kam nicht als Stammspieler nach Leverkusen, er kam als Talent aus der zweiten Reihe, vielleicht erklärt das auch die Lage, er hat Bayer schlicht viel zu verdanken, mehr als dem Club.

Hoher Drama-Faktor

Die Spiele zwischen Bayer und dem Club waren immer anstrengend. Obwohl im Prinzip keine ausgeprägten Sympathien oder Antipathien bestehen, gestalteten sich die Partien immer mit einem gewissen Drama-Faktor: 1:4 verlor der Club zuletzt zu Hause – ausgerechnet Kieß traf gleich dreifach – und in der Partie, in der auch Wollscheid verabschiedet wurde, sah auch er nicht sonderlich gut aus. Davor das umgekehrte Bild: 0:3 gewann der Club in Leverkusen und landete einen auch in der Höhe vollkommen überraschenden Befreiungsschlag nach einer mittleren Krise. Wenig spektakulär klang da schon fast der 1:0-Heimsieg des Club im Februar 2011, doch auch der hatte Brisanz, schließlich kam Leverkusen mit der Bilanz von 10 Auswärtsspielen ohne Niederlage angereist, um ausgerechnet beim Club die stolze Serie zu beenden.

Am Samstag kommt es wieder zum Kräftemessen und auch diesmal wäre alles andere als eine klare Niederlage des Club eine mittlere Überraschung. Leverkusen ist in beeindruckender Form und steht zu Recht auf Platz 2, der FCN ist dagegen froh nach dem Heimsieg gegen Hoffenheim endlich die Abstiegszone ein wenig hinter sich gelassen zu haben – Stoff eigentlich genug aus dem wieder ein „Dramaspiel“ geboren wird? Das hängt vor allem an Leverkusen, die einfach den besseren Kader haben und damit das Spiel in der Hand haben, aber es liegt eben auch an Nürnberg, die bereits Dortmund und München in Schach halten konnten und mit hingebungsvoller Defensivarbeit individuelle Schwächen kompensieren können. Und wenn dann noch Kiyotake wieder einen guten Tag erwischt, darf man auch in Nürnberg ein bisschen träumen.

bayer04blog im Interview

Und wie erwartet der Gegner den Club? Wir fragten nach beim bayer04blog, die uns bereits in der ersten Jahreshälfte für ein Gespräch zur Verfügung standen. Diesmal stellten sich Fanny und Tom unseren Fragen rund um die „Nürnberger Vier“, über kleine und große Fische, Wettkampfhärte und ob ein Clubberer wirklich nach Leverkusen sollte, wenn er eigentlich den Adler will.

[Clubfans United] Hallo Fanny und Tom. Schön, dass ihr in den hektischen Wochen noch Zeit für ein Interview gefunden habt. Was macht euer bayer04blog? Wächst und gedeiht es?

[bayer04blog] [Fanny] „Hallo liebe Clubfans United. Sehr gerne, vielen Dank für die Anfrage. Tja, unser Blog. Da Stefan, geistiger Vater des bayer04blog und quasi mein Chef, mir keinen Einblick in unsere Statistiken gewährt, kann ich diese Frage leider nicht beantworten. (Wahrscheinlich um meine Gefühle nicht zu verletzen, weil meine Artikel am wenigsten geklickt werden.) Übrigens bin ich gerade auf Heimatbesuch in Bonn, weshalb mein Bruder Tom vom Neverkusen Podcast, dem ersten englischsprachigen Leverkusen-Podcast, heute auch beim Interview dabei ist.“

[Clubfans United] Am Samstag dürften sich mit unseren beiden Teams die “Gewinner des 14. Spieltags“ gegenüberstehen. Bayer plötzlich Zweiter, der Club raus aus dem größten Abstiegstrubel. Resultat einer positiven Entwicklung oder nur eine Momentaufnahme in einer engen Liga, wo – ausgenommen ganz oben und ganz unten – alles auch sehr schnell wieder anders gehen kann?

[Tom] „Natürlich ist es eng um die Plätze 2 bis 5. Da kann es innerhalb eines Spieltags eben zu solchen Sprüngen kommen, wie in dieser englischen Woche gesehen. Was aber heraussticht und definitiv das Resultat einer besonderen Entwicklung ist, ist die neu gefundene Mentalität, gekennzeichnet von Erfolgshunger und Stärke. Rückschläge werden weggesteckt und man kommt sogar noch stärker nach solchen zurück.“

[Clubfans United] Mit Wollscheid und Hegeler spielen zwei Spieler bei euch, die letztes Jahr für den Club kickten. Eure Einschätzung der beiden? Vor allem Wollscheid kostete ja auch ne Stange Geld.

[Tom] „Wollscheid ist einfach eine richtig geile Sau. Im Stadion beobachte ich ihn oft minutenlang. Die Souveränität, mit der er heikle Situationen löst, ist beeindruckend. Zudem bildet er eine gute Partnerschaft mit Toprak, in der sich beide gut ergänzen. Er ist ein Traum eines Innenverteidigers. Mit Hegeler ist das schwieriger. Auf der 6er Position sind wir so gut besetzt, dass es mir anfangs schwer fiel, eine Rolle für ihn im Team zu finden. Aber im Laufe einiger englischen Wochen hat er sich als sehr zuverlässige Alternative bewiesen. Ob es für mehr reicht, bleibt abzuwarten.“

[Clubfans United] Ihr habt euch richtig reingebissen in die Saison und von den letzten 10 Pflichtspielen 8 gewonnen, darunter gegen Bayern, Schalke und Werder. Hat man da noch genug Respekt vor dem Club aus Nürnberg? Oder ist man überzeugt, dass man am „kleinen“ FCN nicht scheitern wird.

[Fanny] „Ich erinnere mich noch gut an die Saison 2009/10, als wir 23 oder 24 Spiele in Folge ungeschlagen waren, amtierender Herbstmeister sogar. Dann kam das Auswärtsspiel in Nürnberg; wir verloren 3:2 und unsere Serie riss. Am Ende wurden wir Vierter. “Ungeschlagen” ist eben auch nichts wert, wenn man zu oft unentschieden spielt. Will sagen, “kleine” Vereine gibt es, meiner Meinung nach, für uns nicht, und gerade gegen Nürnberg tun wir uns notorisch schwer.“

[Clubfans United] Wie bereits angesprochen: Ganz oben und ganz unten scheint zumindest bis Winter alles klar zu sein. Kommt da nochmal Spannung rein in der Rückrunde, oder geht es dieses Jahr „nur“ um die internationalen Plätze und den Relegationsplatz, den ihr am liebsten dann wem wünschen würdet?

[Fanny] „Man lehnt sich wohl nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn man sagt, dass die Meisterschaft schon entschieden ist. Was Leverkusen angeht, bleibt es immer bis zum Schluss spannend. Man denke da nur an Bruno Labbadia, der es geschafft hat, uns am Ende der Saison 2008/09 noch bis auf Platz 9 durchzureichen.“
[Tom] „Die letzten Jahre haben gezeigt, dass es bis zum letzten Spieltag spannend bleibt, was den Abstieg betrifft. Im Abstiegskampf werden oft ungeahnte Kräfte frei. Ich find’s schwierig anderen Vereinen – Köln ausgeschlossen – den Relegationsplatz oder den Abstieg zu wünschen.“

[Clubfans United] Freiburgs Streich hat sich sehr echauffiert, was nun nichts überraschendes ist, spricht aber einen heiklen Punkt an: Auch ohne Absicht zu unterstellen hat man manchmal den Eindruck, dass die Schiris „im Zweifel“ für den Großen und gegen den Kleinen pfeift. Vielleicht eine unterbewusste Sache, weil man auch als Schiri weiß, dass man bei einer Fehlentscheidung gegen die Bayern bspw. ein weit größeres Medienecho um die Ohren bekommt. Schweinsteiger griff unserem Gebhart bspw. an die Gurgel, vom Platz stellt man ihn deswegen natürlich nicht. Ist da also vielleicht doch ein Funken Wahrheit dran?

[Tom] „Ich kann die Theorie nachvollziehen. In Leverkusen sehen viele von uns uns aber selbst als einen der “Kleinen” an. Das wird auch in der Presse fortgeführt, siehe Springer. Aber ich schweife ab…“
[Fanny] „Ich muss Tom da Recht geben. Ich persönlich habe ja bei jedem Heimspiel das Gefühl, dass gegen uns gepfiffen wird. Aber ich sehe das, im Gegensatz zu Streich, nicht unbedingt als strukturelles Problem, sondern eher als subjektive Wahrnehmung.“

[Clubfans United] Wer wird der nächste Clubberer sein, der für Bayer spielen wird?

[Fanny] „Jetzt wo Robin Dutt weg ist, darf vielleicht Hanno Balitsch wiederkommen?“
[Tom] „Pinola, denn wir vermissen Theofanis Gekas‘ Frisur, seitdem er nicht mehr bei uns spielt.“

[Clubfans United] Was muss eigentlich passieren, damit ein Nürnberger Spieler in die Nationalmannschaft berufen wird? Der Wechsel zu Leverkusen scheint ja nicht zu reichen (Wollscheid, Reinartz), zumindest nicht auf Dauer (Kießling)?

[Fanny] „Puh, da fragt ihr die Falsche. Meine wachsende Entfremdung in Bezug auf die Nationalmannschaft führt dazu, dass ich mich kaum noch mit dem Thema beschäftige. Stefan Kießling und ich teilen da die gleiche stoische Gelassenheit und verplanen unsere Zeit einfach anderweitig. (Wobei ich noch keine Tattoos habe.)“
[Tom] „Aus England kenne ich, dass man, wenn man nicht bei einem “schicken” Club spielt, oft gar nicht erst für die Nationalmannschaft in Betracht gezogen wird.“

[Clubfans United] Was erwartet ihr für ein Spiel? Fürchtet ihr die „eklige“ Defensivarbeit der Franken, die auch die Bayern anprangerten und die auch Dortmund in Schach hielt, oder zollt ihr dem eher Respekt? Oder sind es die Standards von Kiyotake, die euch Sorgen bereiten?

[Tom] „Die Erinnerung an lange, wintrige Fahrten nach Nürnberg, bei denen man dann vom Platz getreten wird und 0:1 verliert, sind noch so bitter, wie sie frisch sind. Natürlich müssen die Regeln eingehalten werden, dafür muss natürlich auch der Schiedsrichter sorgen. Dann ist es natürlich legitim und es liegt an uns, zu zeigen, dass wir dagegen halten können.“

[Clubfans United] Wir danken für das spontane Interview und freuen uns auf das Spiel!

[Fanny] „Wir danken Euch! Und wünschen uns allen ein gutes Spiel.“

Das Interview führte Alexander Endl [Clubfans United] mit Fanny und Tom Bates [bayer04blog] am 29.11.2012 via E-Mail.

31 Gedanken zu „Wollscheid ist einfach geil

  • Guter Artikel und Interview, aber mit der Einschätzung von Kieß bin ich nicht einverstanden. Das letzte Spiel mit dem Hattrick habe ich nicht gesehen aber soweit ich mich erinnern kann hat er noch kein Tor gegen den Club überschwänglich gefeiert. Ein wenig mehr als „Einstiegsstation“ war und ist der Club für ihn glaube ich schon. Meyer hat ihn vielleicht ein bisschen mehr als nötig auf die Bank gesetzt damals aber ich spüre da keine Bitterkeit von seiner Seite.

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    • Fonz:
      Guter Artikel und Interview, aber mit der Einschätzung von Kieß bin ich nicht einverstanden. Das letzte Spiel mit dem Hattrick habe ich nicht gesehen aber soweit ich mich erinnern kann hat er noch kein Tor gegen den Club überschwänglich gefeiert. Ein wenig mehr als “Einstiegsstation” war und ist der Club für ihn glaube ich schon. Meyer hat ihn vielleicht ein bisschen mehr als nötig auf die Bank gesetzt damals aber ich spüre da keine Bitterkeit von seiner Seite.

      Bitterkeit nicht, aber auch sonst keine Emotionen. Aber irgendwie schwer so einen Eindruck, den man über die Jahre gewonnen hat, dann zu belegen. Oft ist es die „Nicht-Erwähnung“, wenn Kießling über seine Karriere spricht und nur über Bayer redet. Wenn man vergleicht wie ein Gündogan dann doch immer noch im Nebensatz feixt, dass er das Tor gegen die Westvorstadt schon für die alte Heimat schießen musste etc., dann ist es das was ich meine.

      Aber einen Artikel hab ich doch gefunden:

      „Eine Herzensangelegenheit ist der Club für ihn schon lange nicht mehr. «Ich habe keine Sehnsucht nach Nürnberg«, sagt er.“

      http://www.nordbayern.de/nuernberger-nachrichten/nn-sport/fcn-stefan-kiessling-hat-kein-mitleid-mit-dem-ex-club-1.682753

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  • Das von Tom angesprochene Spiel ist aber auch so ne Sache der selektiven Wahrnehmung.

    [Tom] “Die Erinnerung an lange, wintrige Fahrten nach Nürnberg, bei denen man dann vom Platz getreten wird und 0:1 verliert, sind noch so bitter, wie sie frisch sind.

    Er spielt wohl auf das Spiel im Februar 2011 an, über das die Chronisten allerdings nur berichten, dass „das kämpferische Element“ die Partie dominierte. Nur Jupp Heynckes (da war doch gerade was im Derby?!) beschwerte über die Gangart der Cluberer – vielleicht sollte Jupp sich einfach wieder daran erinnern, dass Fußball generell ein körperbetonter Sport ist und kein Rasenschach.
    http://fussballdaten.de/bundesliga/2011/21/nuernberg-leverkusen/

    Und nur ein Jahr davor war es auch Leverkusen, die beim 3:2 des Club mit 5 gelben Karten vom Platz gingen und dabei Breno mit Kreuzbandriß aus der Saison warfen – ausgerechnet übrigens durch Reinartz verübt.
    http://fussballdaten.de/bundesliga/2010/25/nuernberg-leverkusen/

    Nur mal so als Chronist. 🙂

    Erinnern wir uns aber lieber an schöne Spiele: „Nürnberg stand also hinten sicher und konterte zudem selten, aber gefährlich. […] Ein verdienter Erfolg der clever auftretenden Gäste von der Noris.“
    http://fussballdaten.de/bundesliga/2003/17/leverkusen-nuernberg/

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  • Was soll das auch bedeuten? Ich habe auch keine Sehnsucht nach meinem ersten Arbeitgeber, dennoch weiß ich, dass ich dort gut ausgebildet wurde und denen einiges zu verdanken habe. Wie passt Sehnsucht und Arbeit, Beruf und Professionalität eigentlich zusammen? Ist es nicht wichtig, fair und respektvoll zu sein, zu handeln?
    Aus „Ich habe keine Sehnsucht nach Nürnberg“ kann man auch nur ein „Eine Herzensangelegenheit ist der Club für ihn schon lange nicht mehr“ machen, wenn man eine Menge Unterstellungen beimischt.

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    • Rudi:
      Was soll das auch bedeuten? Ich habe auch keine Sehnsucht nach meinem ersten Arbeitgeber, dennoch weiß ich, dass ich dort gut ausgebildet wurde und denen einiges zu verdanken habe. Wie passt Sehnsucht und Arbeit, Beruf und Professionalität eigentlich zusammen? Ist es nicht wichtig, fair und respektvoll zu sein, zu handeln?
      Aus “Ich habe keine Sehnsucht nach Nürnberg” kann man auch nur ein “Eine Herzensangelegenheit ist der Club für ihn schon lange nicht mehr” machen, wenn man eine Menge Unterstellungen beimischt.

      Letzteres dachte ich mir im Übrigen auch, als ich den Artikel noch mal las. Andererseits: Ich hätte es wohl auch so formuliert, weil ich eben auch den Eindruck hätte – so in der Summe.

      Aber wie du korrekt sagst: Wichtig ist das nicht, ob ein Ex-Spieler große Sentimentalitäten hat. Ich hab das im Prinzip nur erwähnt, weil es oft genau umgekehrt rüberkommt, so als ob der „verlorene Sohn“ in Leverkusen spiele. Kieß hatte drei Jahre beim Club, empfahl sich da für größere Aufgaben und zog dann von dannen. Dass er gebürtiger Bamberger ist lässt halt bei manchen Lokalpatriotismus blühen wo keiner ist.

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  • Muss Alex leider Recht geben. Angesprochen darauf, ob es nun ein besonderes Spiel sei, gegen den Ex-Verein, antwortet eher in der Regel nicht mal mit den gängigen Floskeln, sondern grenzt sich deutlich ab. Und gerade weil er ja deutlich länger als etwa Gündogan da war, nehm ich ihm des schon ein wenig übel. Trotzdem bin ich aber immer noch großer Fan von ihm…

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  • Bayerkusen ist unser Lieblingsgegner, da sind wir ja gespannt…

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  • Ob ein Spieler, der mal beim Club war, zu erkennen gibt, dass sein Herz für den Club schlägt, ist doch irrelevant. Ein Spieler, dessen Herz wirklich für den Club schlägt, kommt nicht auf die Idee, woanders hinzugehen, weil er es für seine „höhere Aufgabe“ hält, den FCN nach vorne zu bringen.

    Was aus Wollscheid, Gündogan und Kießling wird, ist mit egal. Es sei denn, sie spielen in der Nationalmannschaft. Dann sollen sie Leistung bringen, damit die Adlerträger mal wieder einem Titel holen. Sage ich, wobei bzw. weil ich weiß, dass es hier so manchen gibt, der sich freut, wenn die deutsche Mannschaft keinen Erfolg hat.

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  • Schönes Interview, das so fair daherkommt wie es auch das Spiel hoffentlich wird – noch einen Platzverweis für einen Clubberer möchte ich vor dem Spiel gegen plötzlich seltsam erstligareife D’dorfer nicht sehen, obgleich ich sehr darauf hoffe, dass der Club mit derselben höggschden Konzentration in dieses Spiel gehen wird wie gegen Bayern und den BVB.
    Komisch, über Kieß‘ Tore freue ich mich noch immer, vielleicht aus Sentimentalität heraus, weil er nach den Spielen immer so niedlich daherfränkelt. Und Wolle darf heute gerne mal den Compper geben ?

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  • berlinclub,

    Das geht mir auch so. Es liegt glaube ich an seiner unprätentiösen, immer mannschaftsdienlichen Spielweise und dem nimmermüdem Einsatz. Dazu das fränkeln. Eigentlich ein idealtypischer Club-Spieler, weshalb es manchen hier vielleicht so irritiert, dass er so unsentimental über Nürnberg sprich. Aber irgendwie entspricht das seiner Art zu spielen, die ist ja auch denkbar unsentimental. Whatever – heute muss er gefälligst neutralisiert werden!

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  • Ich kann mich noch schwach, nicht wortwörtlich, an das TV- Interview mit Kießling erinnern als es für ihn das erste Mal gegen den Club ging. Ich war damals auch irgendwie geschockt wie emotionslos und deutlich er sich vom Club distanzierte. Übel hab ich ihm das nicht genommen, aber ich war irgendwie enttäuscht. Ich hielt ihn eben auch für DEN CLUBBERER schlechthin! Echter Franke, fußballerisch beim Club groß geworden….
    Aber wie das hier bereits angeklungen, wir Fans sind halt teilweise hoffnungslose Romantiker und interpretieren Dinge in diese „Arbeitsverhältnisse“ hinein die manchmal garnicht da sind.

    Von daher, enttäuscht darf man sein, aber übel nehmen sollte man ihm das nicht!

    Aber man könnte ihm und Wolle aber heut mal wieder zeigen, dass sie definitiv die falsche Entscheidung getroffen haben 😉

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  • Die Glubberer machen nach 12:12 Minuten Stimmung. Sonst ist da ja nix los im Rheinland bisher. Glubb wird langsam besser. Klar Gelb für Rolfes, aber Schiri macht nix. Geile Hackenklärung von Klose.
    Glubb sehr defensivstark bisher.

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  • Sehr Ärgerlich, da hätte man schon mindestens ein Tor vorlegen müssen, bei den Schanxen. Stattdessen geht Vizekusen in Führung 🙁

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  • 1:0 Leverkusen. Torschütze Kiessling. allerdings deutlich Abseits.

    dennoch wieder das so häufige gesehene Muster.
    leichtfertiger Ballverlust in der Vorweärtsbewegung (Ballitsch glaube ich) dann kommt Chandler nicht mehr hinterher und schwupss…

    sehr ärgerlich, zumal vorher wieder 2 gute eigene Chancen leichtfertig vergeben werden.

    aber alles in allem macht die Mannschaft einen guten Eindruck. Vielleicht geht hier ja doch was.

    Dennoch. wir brauchen einen Stürmer der den Ball behaupten kann. hier hapert es doch ganz gewaltig.

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  • Wer hat hier eigentlich den emotionslosen Kieß aufs Tablett gebracht.
    Kaum thematisiert, schießt er ganz abgebrüht ein klares Abseitstor. Eiskalter Zwiebeltreter, der. 😉

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  • wenn ich schon wieder höre oder lese aus klarer Abseitsposition schwillt mir schon wieder der Kamm :-X …

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  • Mir geht er mit seinen in den letzten Jahren gegen den Club erzielten Toren schon immer irgendwie ganz schön auf den Keks, dieser „eiskalte Zwiebeltreter“ (Teo), aber belschanov hat Recht: Weg ist weg, Dankbarkeit im Profifußball gibt’s nicht, er kann uns letztlich wurscht sein. Und noch mehr geht mir auf den Keks, dass unsere offensichtlich ums Verrecken keinen Ball ins Gegnertor bringen… Naja, ich hab im Kollegentipp auf ein 1:1 gesetzt, ganz im Sinne von belschanov. Die Leistung heute muss sich doch punktemäßig auszahlen, zefix.

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  • Verdient wäre der Punkt. Und, auch wenn es nix hilft: Ein halber Meter Abseits sollte erkannt werden…

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  • Weshalb wird eigentlich dem Glubb nie so ein Tor „geschenkt“ oder mal einfach so ein Elfmeter? Schiedsrichterentscheidungen gehen schon seit Jahren IMMER gegen uns. Zum Kotzen.

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    • Woschdsubbn:
      Schiedsrichterentscheidungen gehen schon seit Jahren IMMER gegen uns. Zum Kotzen.

      Den Satz würden Dir Fans von allen 18 Bundesligisten unterschreiben 😀
      heute heißt’s mM nach, sich trotz dem Abseitstreffer an die eigene Nase zu langen, denn gegen müde Leverkusener hätte einfach ein Tor fallen müssen :-/

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  • Schwache Schiedsrichter Leistung heute… Wir brauchen einen Stürmer!!!

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  • Ärgerlich, da war mehr drin. In der 2. Hz. verwaltete Leverkusen das 1:0 nur. Mir fehlte heute ein bisschen der letzte Wille vom Club, in der 2. Halbzeit das Spiel zu drehen. Was mich heute richtig auf die Palme gebracht hat ist, dass die Einwürfe, anstatt sie schnell auszuführen, immer gewartet wird bis Chandler oder Pinola zur Stelle sind.

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    • Harald: Was mich heute richtig auf die Palme gebracht hat ist, dass die Einwürfe, anstatt sie schnell auszuführen, immer gewartet wird bis Chandler oder Pinola zur Stelle sind.

      Das ist ein chronischer Zustand. Mich würde dazu eine Statistik interessieren. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Pino und Chandler (wenn sie spielen) eine Einwurfquote von über 96% haben.

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  • Abgesehen von der Chancenverwertung kann man der Mannschaft heute nichts vorwerfen, eine Punkteteilung wäre heute gerecht gewesen. Dass das Tor der Leverkusener irregulär war, ist bitter, aber nicht spielentscheidend weil wir genug Möglichkeiten hatten den verdienten Ausgleich zu erzielen.

    Bis zu den Wechseln war der Club in meinen Augen sogar die leicht bessere Mannschaft, die Einwechslung von Pekhart war leider das Signal fürs „hoch&weit“ und das ärgert mich seit Kollers Tagen, denn das funktioniert einfach nicht. Eine Schlussoffensive gibt es bei uns nicht, weil das Spielen eingestellt wird. Das bedeutet nicht, dass man sich mit 17 Übersteigern in den Strafraum tänzeln soll, sondern einfache Mittel wie einen Doppelpass auspackt, der sich schon vor Gebharts Chance in Hälfte 1 als völlig ausreichend erwiesen hat um die Leverkusener alt aussehen zu lassen.

    Die Schiedsrichterleistung war heute mehr als bescheiden, die Schwierigkeiten in der Zweikampfbewertung empfinde ich dabei noch als wesentlich schwerwiegender als die Fehlentscheidungen des Schiedsrichterassistenten. Gelbe Karten hätte man heute besser auswürfeln sollen, da wäre die Trefferquote höher gewesen.

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    • xxandl: Die Schiedsrichterleistung war heute mehr als bescheiden, die Schwierigkeiten in der Zweikampfbewertung empfinde ich dabei noch als wesentlich schwerwiegender als die Fehlentscheidungen des Schiedsrichterassistente

      Absolute Zustimmung.

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  • Der Schiri war konstantes Mittelmaß mit Ausreißern nach unten. So ca. 10 Minuten vor Schluss war ein Leverkusener durch, ich glaube Kießling auf Castro, der allein auf Schäfer hätte zulaufen können, doch der Schiri pfeift ihn wegen vermeintlicher Abseitsstellung zurück. War aber gleich Höhe…

    Dennoch MUSS ein Gespann einen halben Meter registrieren, da ist schon mal ein Meckern am Rande geboten.

    Spielerisch eine ansprechende Leistung, das klappt wieder besser. Teilweise Powerplay-Zustände. Chancenverwertung war nicht gut, das alte Dilemma. Leider.

    Gegen Ende hat Leverkusen dann die erwartbaren Kontertchancen und hätte da auch den Sack noch fester zuziehen können.

    Bzgl. Wechsel: Mak heute mit ganz guten Ansätzen, Esswein naja bis hätte man sich sparen können und Pekhart wirkte ein wenig fremd, auch wenn er Einsatz zeigte.

    Es hilft nichts, die Punkte sind weg. Nicht daran aufreiben und KONZENTRATION, genau SO wie heute, und das runde Ding zwei-, dreimal in den Kasten von Düsseldorf, dann sind wir fast im Soll.

    Spielerisch und kämpferisch kann man dem Club heute keinen Vorwurf machen.
    Der FCN krabbelt in gewohnte Gefilde:
    Es hapert an der Chancenverwertung und wir hadern mit dem Schiri. Das ist „das POSITIVE“ daran: Wir sind wieder auf dem Niveau, das wir gewohnt sind aus den letzten zwei Jahren. Und das stimmt mich zuversichtlich, dass der Club die Kurve ins Mittelfeld kratzen wird.

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