So einfach könnte es gehen

Balleroberung im Mittelfeld, schnelles Umschalten der Offensivspieler, präziser Pass auf den mitgelaufenen sich frei gelaufenen Stürmer, technisch versierte Ballmitnahme, trockener platzierter Abschluss – Klingelingeling. fcn_bmg_pekhartFeulner, Kiyotake und Pekhart zelebrierten am Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach in der 30. Spielminute das, was man in Nürnberg wohl immer predigte, wenn es um Spielphilosophie geht: Den Gegner unter Druck setzen (Feulner), zu Fehlern zwingen (Fehlpass Marx), schnell umschalten (Kiyotake), den Mut haben so eine Chance auch zu ergreifen (Kiyotake, Feulner, Pekhart und Frantz greifen zusammen an) und dann seine Chance auch mal nutzen (Pekhart). Ein idealer Moment in einem ansonsten engagierten, aber keineswegs idealen Spiel.

Das Nürnberger Spiel wies sonst wenige „ideale“ oder gar „geniale“ Momente auf, aber man zeigte das, was den Club den respektvollen Ruf eines „unangenehmen Gegners“ einbrachte. Oder wie es Wiesinger in der Pressekonferenz vor dem Spiel formulierte: „Man liest das ja oft, wir seien ein unangenehmer Gegner. Aber was ist das genau?! Akribisch in die Zweikämpfe gehen. Bereitschaft schnell umzuschalten in beide Richtungen. Für keinen Weg zu schaden. Dass einer für den anderen da ist, wenn man einen Zweikampf verliert. Füreinander in Notsituationen zu helfen. Das ist unser Ansatz und wird auch der Ansatz im Spiel in Frankfurt.“ Und da dies von den 11 Akteuren am Platz so ordentlich erledigt wurde, dürfte auch kaum eine Veränderung der Startelf zu erwarten sein – so denn alle bis Samstag fit bleiben. Darunter auch der nun ‚festgespielte‘ US-Nationalspieler Chandler, der Debütant Mak im Trikot der Slowakei und Nilsson, der auch ohne Einsatz sich über sein Comeback im schwedischen Nationalteam gefreut haben dürfte. Fehlen wird dagegen sicher Timo Gebhart, den zwickt es an der Leiste. Hoffen darf dagegen Esswein auf einen Platz im 18er Kader, der unter Wiesinger schon zum Privileg erkoren wurde und durch Trainingsleistung erarbeitet werden kann.

Interview mit rotundschwarz

rotundschwarz 3Heute ein kürzerer Vorbericht, denn wir haben noch viel vor. Schon länger auf der Liste auf Empfehlung unserer HSV-Interviewpartnerin Pleitegeiger aka Nicole, freuen wir uns Kerstin vom Frankfurter Fanblog rotundschwarz für ein Interview bekommen zu haben. Wir sprachen mit Kerstin über spannende Themen von (Achtung Kalauer!) Brüderle bis Schwesterle im Stadion, über Problembesucher auch außerhalb Frankfurts, Emotionen und Reaktionen, Denunziantentum, knurrige Trainer und (wenig überraschend) ganz viel über Fußball und das Spiel am Samstag.

[Clubfans United] Hallo Kerstin, wir freuen uns sehr noch eine Bloggerin hier im Interview zu haben. Die Statistiken weisen einen zunehmenden Anteil von Frauen im Stadion aus, in der Internet-Fan-Szene sind Frauen aber doch eher noch Ausnahmen. Trügt der Eindruck? Oder gibt es da für dich Erklärungen?

[rotundschwarz] „Es gibt mehr Frauen im Stadion, das stimmt, aber es sind doch immer noch deutlich weniger Frauen als Männer. Und in der Tat gibt es (soweit ich den Überblick hab) sehr wenige weibliche Fußball-Blogger. Trotzdem muss man das, glaub ich, differenzierter sehen. Im Eintracht-Forum zum Beispiel sind die Frauen zwar eine deutliche Minderheit, aber innerhalb dieser Gruppe gibt es sehr viele, die überdurchschnittlich aktiv sind und viel machen, wenn man so will: Verantwortung übernehmen. Der – bei uns traditionell sehr witzige und ausführliche – Spieltagsfred wurde bis vor kurzem von einer Frau gestaltet, wir haben immerhin zwei weibliche Mods, es sind eher Frauen, die übers Training berichten, sich die Mühe machen, Fotos von Auswärtsspielen hochzuladen. Ich selbst z.B. hab zusammen mit einem Blogger-Kollegen längere Zeit fürs Forum Vor- und Spielberichte verfasst, wir machen heute noch regelmäßig zusammen eine Blogschau. Im Eintracht-Podcast-Team (das grade 100. Jubiläum „feiert“) ist eine Frau sehr aktiv beteiligt, sie bloggt auch ab und zu, als Teil des Teams. Und auch in vielen Drumherum-Bereichen bei der Eintracht gibt es viele Frauen mit halb-offiziellen/offizellen Funktionen – in der Fanbetreuung, im Eintracht-Museum. Also: Es sind weniger Frauen aktiv, aber diejenigen die aktiv sind, sind überdurchschnittlich engagiert. Vielleicht ist das fußballerische Sendungsbewusstsein bei Frauen weniger ausgeprägt? Vielleicht fühlen Frauen sich wohler als Teil einer Community? Vielleicht haben Frauen im Schnitt weniger Spaß am Fußball-Fachsimpeln als Männer? Generell finde ich, dass wir bei der Eintracht ein sehr selbstverständliches Miteinander haben – also auch kein „Uiiiiiiiiiiii – du bist eine Frau und bloggst über Fußball“, sondern einfach ganz normal. Wie ist das bei euch?“

[Clubfans United] Zumindest sind uns keine weiblichen Clubfans-Blogger bekannt. Was aber nicht bedeutet, dass Frauen sich nicht rege an Diskussionen beteiligen – im Gegenteil liest man gerade von weiblichen Fans sehr profunde Kommentare. Berührungsängste oder Ressentiments kenne ich da keine. Aber noch mal zum Bloggen an sich, erklär uns doch dein Blog rotundschwarz, wie lebt es sich so im Schatten des schier übermächtigen Blog-G?

„Ich denke, dass das Bloggen – nicht nur im Fußball – generell rückläufig ist bzw. im Internet-Mix eine andere Funktion bekommt. Die Eintracht-Bloggerszene hat sich in den letzten Jahren jedenfalls deutlich ausgedünnt. Manch einer war es müde, andere haben sich zwischen den Fronten aufgerieben. Viele Aktivitäten haben sich nach Facebook oder Twitter verlagert. Um einen Text zu verfassen, braucht man ein bisschen Zeit – bis der Text fertig ist, sind in Facebook die Bilder zum Thema schon tausendfach geliket. Es gibt immer weniger Leute, die Bock haben, das zu lesen, was andere schreiben, dafür immer mehr Ein-Satz-Meinungshaber. Da wird es – denke ich – als Blogger immer schwieriger Nischen zu finden, die einem dauerhaft tragen und motivieren. Meinen Blog gibt es jetzt seit über drei Jahren, ich schreibe auch beruflich (allerdings nicht über Fußball), habe früher vorrangig im Eintracht-Forum geschrieben – wollte dann irgendwann mehr Freiraum haben, nicht nur, aber auch über Fußball und über die Eintracht schreiben. Mein Blog ist mir sehr wichtig, ich schreibe relativ viel und regelmäßig, versuche nah dran zu sein am aktuellen Geschehen und mich trotzdem nicht nur und ausschließlich von der Aktualität hetzen zu lassen. Ich hab übrigens – so weit ich das weiß – mehr männliche als weibliche Leser. Aber: Die wenigen Frauen kommentieren deutlich häufiger als die Männer. Da bin ich dann doch schon das ein oder andere Mal ins Grübeln gekommen, ob manch männlicher Eintrachtler vielleicht doch denkt, dass er sich eine Blöße gibt, wenn er sich outet, dass er bei mir mit liest? Wer weiß, wer weiß…

Vielleicht kurz noch etwas zu Blog G. Das ist in der Tat ein ganz eigenes Phänomen. Unter dem Dach der Frankfurter Rundschau (die es hoffentlich noch lange geben wird!) ist das so eine Art Eintracht-Biotop, in dem so was wie die gute alte Frankfurter Schule gepflegt wird, alles sehr witzig, sehr geistreich, manchmal vielleicht ein klitzekleines bisschen zu selbstverliebt. Blog G lebt  stark von dem großartigen „Blogwatz“ Stefan, der in guter alter Eintracht-Manier äußerst witzig und kompetent so etwas wie ein Tagesthema vorgibt, gerne auch mal vor sich hinknoddert und den Blog moderiert.  Hier ist ein mehr oder weniger fester Zirkel versammelt, der sich den ganzen Tag über austauscht – über alles, was sich so tut und nicht tut. Da gibt ein Wort das andere, allein das Mitlesen der Kommentare kann sehr vergnüglich sein. Durch die Nähe zur Rundschau kann Stefan, der hauptberuflich Fotograf ist, einen tollen Service bieten – wunderbare Fotos vom Spielfeldrand, vom Training, Live-Mitschnitte von den Pressekonferenzen. Hier ist man besonders nah dran am Eintracht-Geschehen, wenn irgendwo das Gras raschelt, wird es sofort aufgegriffen und durchgebabbelt. Das ist dann eher eine Alternative zum Eintracht-Forum als zu anderen Blogs. Speziell vom Eintracht-Forum grenzt man sich hier gerne auch ein bisschen ab – es gibt (so weit ich das sehe) wenige, die gleichzeitig hier und im Forum vertreten sind, für manch einen fast schon eine Gewissensfrage: Bleibe ich im Forum (das früher mal  – und  mit Abstrichen auch heute noch – eine wunderbar schräge, durchgeknallte, bunte Mischung aus allem und jedem war/ist, leider aber zunehmend  unter Trolls und  (in der Folge) unter einer Art „Professionalisierungsdruck“ leidet) – oder wandere ich ab nach Blog G.  Das ist ein bisschen wie im Stadion. Blog G ist übrigens – mit ein paar weiblichen Tupfern – sehr stark männlich dominiert (warum auch immer ,-).“

[Clubfans United] Wir hatten zuletzt ja “Dank Brüderle” eine Sexismus-Debatte, die sehr ausgeprägt auch in den Sozialen Medien geführt wurde. Unter Twitter-Hashtag #aufschrei gab es zum Teil sehr erschütternde Kurzberichte aus dem Alltag von Frauen in Deutschland. Wie erlebst du das im Sport? Hat auch der Fußball ein „Sexismus“-Problem?

„Natürlich hab ich #aufschrei auch verfolgt , unfasslich, was sich da alles aufgestaut hat und jetzt – aus doch eher lächerlichem Anlass – endlich zur Sprache kommen kann. Auch über Sexismus im Fußball gab es ja in den letzten Jahren immer wieder mal Recherchen und Publikationen. Ich will das Thema also beileibe nicht bagatellisieren, will nicht auf heile Welt machen und kann hier auch nicht für andere Frauen sprechen, die das möglicherweise anders erleben. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich – fast hätte ich jetzt „leider“ gesagt – nur sagen: Solange ich ins Stadion gehe – und das mache ich schon ziemlich lange – bin ich noch nie blöd angemacht worden. Klar, gab es da schon mal Meinungsverschiedenheiten , auch heftige, aber das hatte dann nichts damit zu tun, dass ich eine Frau bin. Ich bin Ur-Eintrachtler, komme aus einer Eintracht-Familie – hab die Liebe zur Eintracht von Opa und Vater geerbt und war schon als kleines Mädchen sonntags mit meinem Opa im Stadion. Im alten Waldstadion stand ich nicht im Blog G, sondern in Blog F – das war eine wunderbare Mischung aus Studis, Rentnern, Schülern, Ausländern. Ich würd auch heute lieber stehen, da ich aber nicht vorrangig ins Stadion gehe, um zu supporten, sondern um Fußball zu kucken, sitze ich (mehr oder weniger, -) Früher war ich oft die einzige Frau, war manchmal allein, meistens mit Freunden unterwegs. Ich hab mich bei der Eintracht immer als Gleiche unter Gleichen gefühlt und bin auch so behandelt worden. Das ist für mich das wesentliche, was unsere Fankultur ausmacht – eine unglaublich heterogene, bunte, schräge, witzige Mischung von Menschen, jeder so wie er ist und alle für die Eintracht. Dieses „Wir“-Gefühl, das hat in den letzten Jahren allerdings Risse bekommen…
Was eindeutig zunimmt, ist das Bashing älterer – auch männlicher – Fußballfans. Das ist dann zum Teil schon lächerlich, wenn ein 15jähriges Kerlchen einen Ur-Eintrachtler anmacht, von wegen: Was willsten du überhaupt hier, wenn dir was net passt, dann bleib halt daheim.
Und – hurra, hurra ,-) – ein weiteres Negativ-Beispiel fällt mir dann doch noch ein: Der Eintracht-Pressesprecher wird seit einiger Zeit von einer Assistentin unterstützt, die ziemlich gut aussieht und bei ihren ersten öffentlichen Auftritten ein bisschen unglücklich agiert hat und nicht sehr kompetent wirkte. Da haben die gängigen Klischees sofort gegriffen – ob das dann schon Sexismus ist? War jedenfalls nur bedingt witzig.“

[Clubfans United] Apropos Problembesucher – da kommen wir ja gar nicht drum rum. Bruchhagen hat dieses Wort „Problembesucher“ geprägt und versucht damit auch sprachlich zum Ausdruck zu bringen, dass es hier nicht um ein Fanproblem ginge, nicht einmal eines von „sogenannten“ Fans, sondern ein gesellschaftliches Problem, das eben auch den Fußball belastet. Hat er Recht? Oder macht er es sich zu einfach, indem er die Probleme so quasi von sich (und dem Fußball) wegschiebt?

„Ich denke eher, dass da umgekehrt ein Schuh draus wird. Die Politik macht es sich zu einfach, wenn sie offensichtliche gesellschaftliche und soziale Probleme auf den Fußball abwälzt. Das Stadion ist ja ein öffentlicher Raum, in dem all die Phänomene und Probleme, die es außerhalb des Stadions gibt, in verdichteter Form stattfinden. Die Stadien, das ganze Drumherum war bis vor einigen Jahren noch einer der wenigen öffentlichen Freiräume. Auch weil die Fanszene stark genug war, es – trotz aller Widersprüche – miteinander auszuhalten, die verschiedenen Gruppen sich wechselseitig respektiert , inspiriert und reguliert haben. Allein diesen Sachverhalt muss eine Gesellschaft, die vom Kontrollwahn lebt, als bedrohlich empfinden. „Anders“ sein ist so ziemlich die schlimmste Bedrohung, die es für die moderne Gesellschaft geben kann. Je gleicher, reglementierter, standardisierter alles ist, desto besser lässt es sich kontrollieren. Insofern ist es doch praktisch, das Thema so hochzuhypen, dass der Handlungsdruck steigt. Nein, Heribert Bruchhagen schiebt da nichts weg, er schiebt es meiner Meinung nach in die richtige Richtung, auch wenn der Begriff des „Problembesuchers“ vielleicht nicht so ganz glücklich gewählt ist.“

[Clubfans United] „Emotionen respektieren, Pyrotechnik legalisieren“ – daran scheiden sich die Geister. Seitens der Vereine und Verbände gibt es nun ein kategorisches „Nein“ zu Pyrotechnik. Werden das die entsprechenden Fangruppen je akzeptieren? Oder wird es zum ewigen Konfliktfeld werden, bei dem auch irgendwann die Strafen „eskalieren“ – die Folgen von Leverkusen sind bspw. ja noch gar nicht absehbar? Wird es irgendwann gar zu einer kollektiven Denunziationswelle kommen, damit die „Problembesucher“ entfernt werden können, bevor der „normale“ Fan die Folgen am eigenen Leibe erfährt?

„Boah. Über dieses Thema ist bei uns in den letzten Jahren wirklich jedes Detail von hinten nach vorne gewälzt und diskutiert worden. Ich versuchs mal kurz: Leverkusen war in der Tat ein Einschnitt – das war für uns alle, grade nach der breiten Solidarität beim Thema 12:12 – wie ein Schock. Ende der Fahnenstange. Ich denke, dass weite Teile unserer Fanszene – auch außerhalb der Kurve -, zum Teil mit Zähneknirschen , trotz anderer Ansichten und Prioriäten oder trotz zunehmender Genervtheit – lange, lange um Verständnis und Solidarität gerungen haben. Das hat sich nach Leverkusen geändert, zumal es da ja nicht „nur“ um Pyro ging, sondern um Feuerwerkskörper, die aufs Feld geflogen sind. Da war eine ganz breite Front von Frust und Wut und Auflehnung. Bei vielen war einfach nur noch Müdigkeit, keine Lust mehr, auch weiter um ein „Wir“ zu ringen, dass es so offensichtlich nicht mehr gibt. Das was da passiert ist, richtet sich nicht gegen den modernen Fußball und hat auch nix zu tun mit Emotionen und schon gar nicht mit der Liebe zur Eintracht – das ist einfach saudoofe Scheiße, die dazu beiträgt, den Fußball kaputt zu machen. Auch eine Art von „Eventfußball“. Ich habe die kleine Hoffnung, dass Leverkusen nicht nur Ende, sondern vielleicht auch Wendepunkt sein kann und die Kurve aus sich selbst heraus aktiv wird. Wie ist die Situation bei euch – grade auch mit Blick auf das Spiel am Samstag – das war ja in den vergangenen Jahren nicht immer ganz unproblematisch…“

[Clubfans United] Eigentlich dachten wir, wir seien über den Berg, um ehrlich zu sein. Aufgrund negativer Erfahrungen haben sich die Clubfans in Sachen Pyro ziemlich zurückgehalten – und auch beim befürchteten 1. Bundesliga-Derby gegen Fürth blieb es erstaunlich ruhig. Aber just als man dachte, wir könnten uns zurücklehnen, gab es an diesem Wochenende einen Überfall auf Fürth-Fans auf einer Raststätte unter Beteiligung (davon geht man jedenfalls aus) von Clubfans. Problembesucher haben also auch wir …
Aber weg von den Problemen, hin zu den schönen Dingen des Lebens – bei euch dürfte das derzeit ja einfach sein. 36 Punkte, das sind mehr als 28 Punkte, und genug für Bruchhagen nun wieder mitten in der Saison neu Ziele auszurufen. Glaubt ihr an das ganz große Wunder? Oder ist man so gebrandmarkt, dass man schlicht froh ist dem Abstiegskampf nun nahezu sicher entronnen zu sein?

„Na ja – Heribert Bruchhagen ist ja nun nicht gerade dafür bekannt, dass er dauernd neue Ziele ausgibt, im Gegenteil galt er ja bisher als Vertreter der Zementfraktion, der immer wieder auf die Bremse tritt, wenn sich etwas zu bewegen droht. Die Abstiegssaison, die Tasmanenrückrunde, die wird uns für ewig in den Knochen stecken. Das ist ähnlich traumatisch wie Rostock 1992. Ich könnte heute noch verrückt werden, wenn ich daran denke, dass wir nur ein einziges Spiel mehr hätten gewinnen müssen, ein einziges Spiel… Trotzdem (oder gerade): Ja, wir glauben an das Wunder. Wir wollen es!“

[Clubfans United] Armin Veh ist kein einfacher Typ, geht auch schon mal über die Medien quer mit seinem Arbeitgeber. Ein echter Typ, aber kann das auch gut gehen, wenn der Erfolg mal ausbleibt?

„Ich war am Anfang eher skeptisch als Armin Veh zu uns kam. Sein Auftreten damals beim HSV fand ich ziemlich daneben, diese permanent zur Schau gestellte Genervtheit, noch dazu waren wir alle Skibbe-geschädigt. Ich hab meine Meinung sukzessive geändert und sehe den Mann inzwischen als eine Art Gesamtkunstwerk. Mit seinem Gegrantel, seiner Ironie, seiner Coolness und seiner gewissen Selbstgefälligkeit, aber auch mit einer großen Ernsthaftigkeit und Zielstrebigkeit in der Sache. Er ist eine wunderbare Ergänzung zu Heribert Bruchhagen und Bruno Hübner, er tut der Mannschaft gut, er tut uns gut und vielleicht gilt das ja auch umgekehrt. Da ist endlich wieder so ein bisschen was von dem abgedrehten, selbstironischen Ton von früher. Die Pressekonferenzen von Veh sind fast schon Kult. Jede Woche erfahren wir Neues von „dem Veh seinem Hund“.“

[Clubfans United] Derzeit scheint bei euch ja alles zu Gold zu werden, was Veh anfässt: Lakic geholt, doppelt getroffen. Aber wie sehr hängt euer Erfolg am seidenen Faden? Wenn Meier, Schwegler oder Trapp ausfallen, könnte es schnell ganz eng werden – das hat man z.T. ja auch gesehen am Ende der Hinrunde? Oder ist die Eintracht nach deiner Einschätzung jetzt gefestigt und auch substantiell breit genug aufgestellt, um bis zum Saisonende da oben mitzumischen?

„Soll ich mal ausnahmsweise ganz kurz antworten: Ja! Gerade das Ende der Hinrunde, das du ansprichst, hat das ja verdeutlich: Da war eine Delle, die Niederlagen gegen die 05er und in Düsseldorf, da kamen leise Zweifel, ob alles vielleicht doch nur ein Strohfeuer war – und dann hat die Mannschaft mit den beiden Siegen gegen Werder und in Wolfsburg alle Zweifel im Keim erstickt. Das war früher anders. Jetzt zum Beginn der Hinrunde haben wir gezeigt, dass wir variabler geworden sind, Spiele auch dann gewinnen können, wenn wir ein bisschen defensiver aufgestellt sind (wie gegen Hoffenheim) und jetzt – wo wir einen Stürmer haben – sogar mit einer flachen Raute (wie in Hamburg) Druck machen können und trotzdem stabiler stehen. Schwegler ist in der Tat wohl derjenige, der am schwierigsten zu ersetzen ist. Hinter dem unglaublichen Trapp steht immer noch Oka, der ja auch nicht ganz schlecht ist, und so sehr ich Meier (übrigens: schon immer!) schätze, haben wir doch dahinter eine ganze Reihe junger, hochtalentierter Spieler, die in die Mannschaft wachsen können und die ich gerne öfter sehen würde. Im offensiven Mittelfeld z.B. Sonny Kittel oder Marc Stendera. Das, was da im Moment passiert, ist kein Zufall. Wir sind mit unserer Entwicklung noch nicht am Ende – wir wollen (ich darf das ja sagen) endlich wieder nach Europa und dann haben wir auch gute Chancen, dass die Mannschaft zumindest noch ein Jahr zusammen bleibt.“

[Clubfans United] Euer Gegner (also wir) kommt mit einem Sieg im Gepäck – allerdings erregte das Zustandekommen die Gemüter, denn die frühe Führung resultierte aus einem Elfmeter nach einer Schwalbe. Viele Fans forderten spontan wieder mal Videobeweis bis Selbstanzeige des Spielers. Zu Recht? Oder gehören Schwalben wie Fehlentscheidungen eben doch zum Fußball?

„Die Elferentscheidung gegen Gladbach, die war schon ziemlich krass, oder? Wie jeder rege auch ich mich bei Fehlentscheidungen fürchterlich auf, rege mich aber irgendwann auch wieder ab und gehöre eindeutig zur „das gleicht sich alles aus“-Fraktion. Obwohl man natürlich immer mal wieder ins Zweifeln kommt – der spielentscheidende Elfer und die rote Karte gegen Schmelzer im Spiel der Dortmunder gegen Wolfsburg zum Beispiel, wo ja wirklich spätestens nach dem Spiel jeder gesehen hat, dass das kein Handspiel war…“

[Clubfans United] Wie erwartest du das Spiel am Samstag – wie erwartest du den Gegner? Lässt sich Veh etwas taktisch einfallen? Wie sehr setzt man sich als Fan eigentlich mit dem Gegner vorher auseinander?

„Das wird bei uns nicht anders sein als bei euch. Selbstverständlich kümmern wir uns im Vorfeld um den nächsten Gegner, der eine mehr, der andere weniger. In den Blogs gibt’s richtige Vorberichte im Moment eher selten – leider auch bei mir nicht mehr, ich hab das – wie gesagt – en paar Jahre mit sehr viel Enthusiasmus gemacht und irgendwann hatte ich das Gefühl, dass ich eigentlich alles über alle Vereine schon mal gesagt habe. Das Podcast-Team beschäftigt sich regelmäßig mit dem nächsten Spiel, im Blogschau-Fred im Eintracht-Forum wird das Spiel auch meistens angetrailert, natürlich gibt es Spieltagsfreds mit Infos – z.B. auch in Blog G., im Eintracht-Forum zudem einen „Was denken die…?“-Fred, in dem mehr oder weniger ernsthaft über den Gegner der kommenden Woche diskutiert und geschaut wird, was die gegnerischen Fans derzeit bewegt. Nach allgemeiner Einschätzung wird das am Samstag kein einfaches Spiel, ihr seid im Aufwind – in gewisser Weise ist ja auch für euch Europa fast noch in Sichtweite, das Mittelfeld geht ja dieses Jahr praktisch bis Platz 15. Armin Veh hat neulich so was gesagt wie „Wir haben uns darauf eingestellt, dass die Gegner sich auf uns eingestellt haben.“ Insofern: Ja, er wird sich etwas einfallen lassen. Die flache Raute hat beim HSV gut funktioniert, wir konnten dadurch kompakter aufrücken – trotzdem glaube ich, dass wir zu Hause wieder offensiver agieren werden. Dass euer Timo Gebhart auch bei uns noch ausfällt, ist sicher kein Nachteil für uns. Ein bisschen blöd ist es, dass wir in dieser Woche kaum ordentlich trainieren konnten, weil viele (eigentlich ja sogar noch zu wenige ,-) Spieler mit ihren Nationalmannschaften unterwegs waren, Pirmin Schwegler war ja endlich auch wieder bei den Schweizern dabei. Aber egal. Ich bin sicher, die Mannschaft wird alles dran setzen, den Sieg in Hamburg mit einem Heimspielsieg zu vergolden. 6 Punkte, wir sind 6 Punkte vor den Schalkern und den Mainzern, mit ein bisschen Glück und einem Sieg können wir auf den dritten Platz vorrücken – und den Klassenerhalt endgültig sichern *g. Das ist alles so abgefahren – unglaublich. Eine direkte Einstimmung aufs Spiel und auf den Gegner gibt’s ja übrigens auch noch vor Ort im Waldstadion auf der Waldtribüne, wo auch immer Fanvertreter des Gegners zu Wort kommen. Soweit ich weiß, ist da dieses Mal jemand von euch dabei?“

[Clubfans United] Ja, da bist du gut informiert. Ich selbst (Alexander) werde vor dem Spiel auf der Waldtribüne sein (ab ca. 14:15 Uhr) um Fragen zu beantworten, übrigens begleitet von meinem Sohn (10) und dem Clubfan-Twitterer @oliisoaho – wir freuen uns schon!

„An der Waldtribüne ist übrigens auch eine Frau an vorderer Front beteiligt! Aber von wegen mit dem Gegner auseinandersetzen: Mich würde interessieren, ob das Thema Hecking bei euch endgültig abgehakt hat? Das war ja schon ziemlich heftig. Und dann gibt es im Moment ja auch ein paar direkte Verbindungen zwischen der Eintracht und dem Club. Wie seht ihr die Entwicklung von Timothy Chandler? Und was haltet ihr von Armin Reutershahn? An den hab ich aus der Funkel-Zeit sehr freundliche Erinnerungen. Und schließlich: Warum glaubt ihr, könnt ihr gegen uns etwas holen?“

[Clubfans United] Also das mit Hecking saß schon tief, bezeichnenderweise aber weniger aus sportlichen Gründen. Die Art und Weise und vor allem die Äußerungen danach („Werde mit Wolfsburg auf jeden Fall vor dem FCN landen!“) haben doch tiefe Spuren hinterlassen und so gab es am Sonntag unüberhörbaren schadenfrohen Jubel als die Tabelle mit dem Club vor Wolfsburg eingeblendet wurde. – Mit Chandler kann ich (wohnhaft in Frankfurt) zuverlässig jeden Eintrachtler aufziehen, weil man ihn ja quasi verkannt hat bei euch. Und auch wenn er diese Saison nicht so stark war wie er schon mal war, so ist er doch ein Glücksgriff für uns. – Armin Reutershahn war irgendwie immer unsichtbar. Damals als Nachfolger von Peter Herrmann zur Stütze von Oenning geholt, konnte er die großen Schuhe nicht ausfüllen, danach werkelte er irgendwo im Hintergrund, Hecking hatte Dirk Bremser als Co näher bei sich, den aber mitgenommen nach Wolfsburg. Nun ist Reutershahn quasi 1b-Cheftrainer und willens mehr einzubringen beim Club – wir sind gespannt was dabei rauskommt, so ganz schlau wird man aus ihm aber immer noch nicht, denn auch trotz Beförderung ist praktisch nur Wiesinger an vorderster Medienfront und damit greifbar.  – Warum wir was holen können? Weil die Bundesliga so eng beieinander ist, das jeder jeden schlagen kann, wenn die Tagesform passt. Jeder Lauf geht zu Ende, gerade eben hatte Gladbach auswärts noch einen Lauf …

Hast du noch abschließend was auf dem Herzen, was du gern los werden würdest? Oder vielleicht eine Anekdote mit Bezug zum 1. FC Nürnberg?

„Oh, da fällt mir so viel ein. Günther Koch und „Der Club is a Depp“ – logisch, was für ein Wahnsinn. Oder die schlimme Niederlage bei euch vor sechs Jahren (wir führten nach 12 Minuten und lagen am Ende mit 1:5 hinten). Oder: Ein Abendspiel, muss auch so sechs, sieben Jahre her sein – da sind wir nach dem Spiel irgendwo im dunklen Wald auf zwei ziemlich angetrunkene Clubberer gestoßen und dann zusammen zum Parkplatz weitermarschiert. Das war sehr witzig. Das Böllerspiel fällt mir natülrich ein, die nicht sehr schönen Geschichten von Auswärtsfahrern, die in Nürnberg von der Polizei in einer Unterführung eingekesselt worden sind, Eure Wöschdla-T-Shirts, mein schwarzundweißes Mützje, das es in einer Ultra-Aktion vor drei Jahren als Auswärtsspiel-Goodie gab, und jaaaa, natürlich: Bumbes Schmidt. Auf den bin ich zufällig mal beim Vorbericht-Schreiben gestoßen, das war ein echtes Highlight. Stimmt das, dass ein Block bei euch im Stadion nach ihm benannt ist?“

[Clubfans United] Stimmt! Block 40!

„Eins muss ich noch los werden – noch ein Abfallprodukt vom Vorberichtschreiben ,-) Da ist mir nämlich mal aufgefallen, dass seit der Saison 2004/06 (mit Ausnahme der Saison mit der Tasmanenrückrunde, die lassen wir jetzt mal außen vor) die Hin- und Rückspiele zwischen der Eintracht und dem Club innerhalb einer Saison immer mit dem gleichen Ergebnis enden – entweder wir gewinnen zweimal oder wir verlieren zweimal oder wir spielen zweimal unentschieden. Ich geh dann mal fest davon aus, dass wir diese gute Tradition am Samstag fortsetzen – und bedanke mich ebenfalls bis dahin sehr herzlich für das nette Gespräch (und entschuldige mich dafür, falls ich euch das Ohr abgebabbelt haben sollte – ein bisschen Hessi James steckt halt in jedem Eintrachtler!)“

[Clubfans United] Da gibt es nix zu entschuldigen! Das schöne an so einem ‚eigenen‘ Fanmagazin/Blog ist doch, dass man sich die Zeit und die Zeilen einfach nehmen kann. Uns hat es in jedem Fall sehr viel Spaß gemacht und danken herzlich für das Interview!

Das Interview führte Alexander Endl [Clubfans United] mit Kerstin [rotundschwarz] am 6.2./7.2.2013 via E-Mail.

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Kommentare (61)

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  1. oliisoaho sagt:

    wieder ein schönes und differenziertes Interview-und auf Samstag freu ich mich auch schon..

  2. KUZ sagt:

    Ne liebe Kerstin vo “ rotundschwarz „. Nicht die beendete Serie der gleichen Ergebnisse wird es geben, sondern die interessante Konstellation der Anfangsbundesligazeit: Die Heimmanschaft verliert 😉

    Und Alexander, so sehr ich angenehme Fans gegnerischer Mannschaften auch schätze, will ich doch meine natürlich gewachsene “ Feindschaft“ zu den Zwieträchtlern eigentlich beibehalten. Und da bringst Du nach dem Klappergassen Kid ( übrigens , ganz liebe Grüße von dieser Stelle- ich vermisse seinen Blogg) schon wieder so einen frankfurter Sympathling… Muss das wirklich sein?? Ich will doch meinen Vorurteilen frönen… 😉

    Ein schönes Interview. Nur würde mich interessieren, was der Bumbes mit Frankfurt zu tun hat. Wahrscheinlich hat er denen auch erklärt, was Fussball eigentlich ist. So wie er die Schalker und Mannheim zu Meistern ,Hannover und Dortmund meisterschaftsfähig machte. Vorher gabs dort ja wohl eh nur den FSV… 😉

  3. HeinzGründel sagt:

    Sehr schön .Toller Beitrag von euch beiden.

  4. slothrop677 sagt:

    Sehr schönes Interview. Nur bitte nicht dem komischen Günther Koch die Zeilen „der Glubb is a Depp“ in den Mund legen. Das ist ein Zitat von AZ-Chefkolumnist Klaus Schamberger.

  5. Grauer Adler sagt:

    Danke an Alexander und rotundschwarz. So einfach könnte es gehen … ein vernünftiges Miteinander, ohne dass dabei eine gesunde Rivalität auf der Strecke bleiben muss.

  6. Ich bin ja mal gespannt ob Esswein im Kader ist…

  7. Pillepalle sagt:

    Sehr schönes Interview!

    Normalmodus > aus

    Fussballmodus > an

    Für meinen Geschmack ein bisschen zu kuschelig 🙂
    Wie mein netter Kollege KUZ habe ich es beim Fussball verbal gerne auch mal etwas frotzelnder mit „natürlicher Feindschaft“ und so. Vernünftig sind wir ja sonst überall…

    NUR DIE SGE!

  8. juwe sagt:

    Alexander | Clubfans United:
    Ich bin ja mal gespannt ob Esswein im Kader ist…

    also im U21 Länderspiel gegen Italien haben sich weder Esswein noch Polter für irgendwas aufgedrängt trotz Einsatzzeiten.

  9. juwe: also im U21 Länderspiel gegen Italien haben sich weder Esswein noch Polter für irgendwas aufgedrängt trotz Einsatzzeiten.

    Hast Du das Spiel gesehen? Ich leider nicht. Wiesingers Ausführungen dazu waren eher „nebulös“.

  10. Pillepalle: Für meinen Geschmack ein bisschen zu kuschelig
    Wie mein netter Kollege KUZ habe ich es beim Fussball verbal gerne auch mal etwas frotzelnder mit “natürlicher Feindschaft” und so. Vernünftig sind wir ja sonst überall…

    Ich hege auch gern meine gepflegten Rivalitäten, gerade gegen die Eintracht! :mrgreen:

    Aber ich glaub einen weiteren Beitrag zur Pflege der „natürlichen Feindschaft“ braucht kein Mensch, dafür sind versöhnliche Stimmen etwas unterrepräsentiert.

  11. Barbara sagt:

    Klasse Interview von beiden Seiten und ein grosses *Danke*-an Kerstin.
    Ja,es könnte eigentlich so einfach sein-Respektvoll miteinander-trotz grosser Rivalität.
    LG
    (B).

  12. @KUZ und pillepalle: Ei, wo hab ich dann gekuschelt? Ich hab doch hauptsächlich über die Eintracht geschwätzt und die – wie ich finde – sehr feinen Fragen beantwortet. Zu meinem Verhältnis zum Club hat mich doch gar niemand gefragt *g

    @slothrop: Da sieht mer ma wie mer sich täuschen kann. In meinem Kopf sind „Depp“ und „Günther Koch“ untrennbar miteinander verknüpft ,-)

    wg. Esswein: Den habe ich im Sommer bei der U21 in Oxxenbach spielen sehen – da ist er mir sehr positiv aufgefallen. Ich hab ihn dann prompt vor der Saison in unserer privaten Managerliga für meine Mannschaft verpflichtet, jetzt im Winter hab ich ihn wieder abgestoßen.

    wg. Bumbes: Mir ist der beim Vorberichten vor allem wegen seines Namens aufgefallen, den ich vorher noch nie gehört hatte (inzwischen weiß ich natürlich wiiiiiiiie wichtig der Mann für den Club ist :). Bedeutet Bumbes auf fränggisch das gleiche wie auf hessisch? Also: Das eine und das andere?

  13. Pillepalle sagt:

    na gut, basst scho…

    Kollege Alex Endl hat es ohnehin schwer genug mit mir, wenn wir uns in der Kaffee-Küche derzeit über Fussball unterhalten.
    🙂

  14. KUZ sagt:

    rotundschwarz:
    Bedeutet Bumbes auf fränggisch das gleiche wie auf hessisch? Also: Das eine und das andere?

    Im Lande des einzig wahren, geilsten Fussballvereins der Welt heißt “ Bumbes“ kleiner Furz…

    Als schmächtiger Schüler wurde er angeblich mal von einem Gegenspieler angerempelt, so dass er in einem großen Bogen wegflog. Daraufhin soll ein Zuschauer gerufen haben: “ Schauds den klanna Bumbes ooh!“

  15. Aufregung brauchen wir ja keine zusätzliche, Aufregung gibt es schon genug – bspw. über die angekündigten verschärften Zugangskontrollen und Zaunfahnenverbot (übrigens mit der albern anmutenden Begründung, dahinter würden Pyro gezündet) – betrifft natürlich die Nürnberger Anhänger. Wäscht sich da die SGE die Finger auf Kosten der Gästefans rein?

  16. Pillepalle:
    na gut, basst scho…

    Kollege Alex Endl hat es ohnehin schwer genug mit mir, wenn wir uns in der Kaffee-Küche derzeit über Fussball unterhalten.:)

    Kann man so sagen… 😀

    Wir waren ja immer drei Kollegen aus drei Vereinen mit ähnlichen Aussichten: Gladbach, Eintracht und der Club. Immer war einer mal obenauf, einer am Abgrund und einer irgendwo in der Mitte. Und das regelmäßig in unterschiedlicher Anordnung.

    Ich kann nur sagen: Die Eintracht unten geht, aber obenauf ist kaum zu ertragen!!! :mrgreen:

  17. Grabi65 sagt:

    Ein sehr schönes Interview ganz im Sinne von „Getrennt in den Farben, vereint in der Sache“. Kompliment an Kerstin und Alexander.

  18. belschanov sagt:

    Gruß an alle, die ich bei meinem Besuch in Frankfurt im Sommer 2009 kennenlernen durfte.

    P.S.: Der FCN hat ja jetzt auch ein schönes Museum auf dem Vereinsgelände. Ist allerdings nicht so groß wie das der Eintracht.

  19. Pilzligist sagt:

    so so, Kerstin stand also im Blog F und nicht im Blog G!
    Jetzt möchte man nur noch gern erfahren, in welchem Stadion das denn gewesen sein soll…

  20. Woschdsubbn sagt:

    belschanov:
    Gruß an alle, die ich bei meinem Besuch in Frankfurt im Sommer 2009 kennenlernen durfte.

    P.S.: Der FCN hat ja jetzt auch ein schönes Museum auf dem Vereinsgelände. Ist allerdings nicht so groß wie das der Eintracht.

    Hm, das ist mir herzlich Wurst.
    Frag doch mal nach, wie oft die Deutscher Fußballmeister geworden sind. 😀
    Oder fahr da mal U-Bahn…. wenn die fährt (eher so pünktlich wie ein üblicher ICE) scheinen die frühen 70er aus allen Ecken, Leider ist die AEG ja nicht mehr existent, deshalb ist das mit der Garantie auf die Züge wohl so eine Sache… Von einer führerlosen U-Bahn oder einer U-Bahn mit durchgehendem Handynetz sind die in Bankfurt noch Lichtjahre entfernt. Ich denke Charkow und Krakau haben mit unseren alten Zügen wohl neuere Waggons wie in Bankfurt rumstehen. Fahren ist dort eher unregelmässig.

  21. juwe sagt:

    Ich war vor kurzem in der Weltstadt Hamburg, was dort unter (U-Bahn) oder über der Erde (Hochbahn) so fährt, fahren ist übertriefen, eher keucht, garniert mit den schräg abfahrenden Steinzeitliften, von oben nach unten der Weg ist wohl zu direkt in Hamburg für einen Lift. Da kann man mit Fug sagen, wir haben vielleicht nicht das neueste Stadion auch nicht die teuersten Spieler, aber wir haben die beste Infrastruktur! 🙂 Ich glaube da wäre Nürnberg sogar CL reif.

  22. KUZ sagt:

    Bei Sky glauben sie echt, dass der Fanprotest der Glubbfans gegen eine zusätzliche Kamera sei,die auf die Gastefans gerichtet ist. Es ist ja schliesslich ein Hochrisikospiel…. So viel zu Hintergründen…

  23. Armin sagt:

    Aber bitte jetzt keine gegenseitigen Angebereien wer den größeren Fernsehturm hat, oder die längeren Brücken.

    Was hat denn bitte die U-Bahn mit Fußball zu tun?

    Ich gebe aber ausdrücklich Alexander Recht, die Eintracht so weit oben ist nur schwer zu ertragen. Deren Fans neigen da doch egrn ein wenig zu Größenwahn ;-), da sind wir doch sympathisch realistisch und wissen schlicht und bescheiden, dass der 1. FCN der beste, größte, wunderbarste Verein der Welt ist.

  24. Markazero sagt:

    Armin,

    Unsere sprichwörtliche Gelassenheit 😁! Neulich lernte ich den Jüngsten meines Cousins kennen, eingefleischter HSV-Fan, der Fratz, prahlte mit purer Bundesliga-Zugehörigkeit. Dem hab ich mit der Frage nach dem letzten Titel erstmal heimleuchten müssen. Und wer (hinter… ja ja) Rekordmeister ist wusste der kleine Hosenscheißer auch nicht. Jetzt weiß er’s!

  25. belschanov sagt:

    Eine der Torchancen hätte unsere Mannschaft schon nützen dürfen.

  26. KUZ sagt:

    Gegen einen Aufsteiger spielerisch besser zu sein, ist normal…. leider auch das Auslassen dicker Chancen. Und nach der Elfer-Thematik der letzten Woche , bedarf es nun wirklich Handelfmeter , bei denen die Gegner sich mit Händen voran nach dem Ball hechten…und keiner nur 30cm vom Körper entfernter angeschossener Hand!

  27. Scramjet sagt:

    Sehr ärgerlich, dass man es verpasst hat, sich eine gute Ausgangsposition für die zweite Hälfte zu verschaffen…

    Glaube kaum, dass Eintracht so schwach weiterspielen wird..

  28. belschanov sagt:

    Jetzt kommt Mak!

  29. belschanov sagt:

    Wenigstens einen Punkt mitnehmen, Freunde! Wenigstens einen Punkt!

  30. belschanov sagt:

    Gutes Auswärtsspiel. Aber leider nur ein Punkt.

  31. Markazero sagt:

    Vor Stuttgart, haha!

  32. Beate60 sagt:

    Okay ein Punkt. Defensiv gut, aber der Abschluß sollte schon mal glücken.
    Hoffentlich gibt es jetzt keine Eskalation. Laut Ligatotal Reporter hat die Polizei eskaliert. Und deshalb müssen die Fans jetzt bis 18 Uhr im Block bleiben.

  33. El Burro sagt:

    Das war ziemlich unterhaltsam für ein 0:0. Diese 4-1-4-1 Formation scheint zumindest gegen offensive Mannschaften sehr gut zu funktionieren. Und heute habe ich verstanden warum Hecking immer so sher nach kopfballstarken Defensivspielern gelechzt hat. Das gibt so viel Sicherheit.

  34. Scramjet sagt:

    Das hätte man gewinnen müssen.
    Mit diesem Unentschieden kann man nicht zufrieden sein…

  35. belschanov sagt:

    Scramjet:

    Das hätte man gewinnen müssen.
    Mit diesem Unentschieden kann man nicht zufrieden sein…

    Im Prinzip hast du Recht.

  36. Eckes22 sagt:

    Das war doch mal richtig gut! Leider haben wir die Chancen nicht nutzen können.
    Eine sehr gute Mannschaftsleistung mit einem sehr guten Pino!

  37. Andre sagt:

    Schade,dass muss ein Dreier sein!
    Trotzdem bin ich sehr zufrieden.
    Tolle Leistung der Jungs!
    Uns fehlt es einfach total an Durchschlagskraft….

  38. Eckes22 sagt:

    belschanov: Im Prinzip hast du Recht.

    Stimmt schon irgendwie! Aber wer hätte den gedacht, dass man den hochgelobten Aufsteiger, der ja unter der Woche internationale Ambitionen geäußert hatte, im eigenen Stadion aber sowas von im Griff haben würde?!
    Insofern ein lachendes und ein weinendes Auge…wobei das Lachen doch überwiegt 😉

  39. Scramjet sagt:

    Eckes22: Stimmt schon irgendwie! Aber wer hätte den gedacht, dass man den hochgelobten Aufsteiger, der ja unter der Woche internationale Ambitionen geäußert hatte, im eigenen Stadion aber sowas von im Griff haben würde?!
    Insofern ein lachendes und ein weinendes Auge…wobei das Lachen doch überwiegt

    Wie so oft, vorher wäre man mit einem Punkt zufrieden gewesen…

    Aber gerade weil man das Spiel derart im Griff hatte, und man so viele Chancen hatte, kann man nicht zufrieden sein.
    Da ist doch dann egal, wer der Gegner war, sondern man hat schlicht und einfach 2 Punkte verschenkt. Und das ist sehr ärgerlich.

  40. KUZ sagt:

    Leider beim Aufsteiger nur unentschieden gespielt. Spielerisch überlegen. Das Ergebnis für sie ist eigentlich schmeichelhaft.

    Ordentliches Spiel des Glubbs.Einige schöne Ballstafetten.Eigentlich eine prima Mannschaftsleistung. Leider das Tor nicht gemacht. Der Ösi hatte zwei, drei Szenen, die Lust auf mehr machen. Besonders erwähnen möchte ich noch Pino, der hoffentlich sein Dauertief überwunden haben sollte. Eine ansprechende Leistung von ihm.

    Es war schön zu sehen, wie hilflos eigentlich der tapfere Aufsteiger war. Für die gehts aber eh nur um den Nichtabstieg. Den sollten sie aber schaffen ( können)…

  41. Clubfan2006 sagt:

    Nach dem ganzen Trubel um DH bin ich überrascht wie die Mannschaft unter dem neuen Trainer mitzieht und einen guten Start gegen starke Gegner in die Rückrunde hingelegt hat. Das Mittelfeld in der Buli ist extrem eng, aber mit dem Abstieg sollten wir mit dieser Leistung nichts mehr zu tun haben.

  42. Töffi sagt:

    Übrigens, wer es noch nicht mitbekommen hat: Von den letzten zehn Spielen hat der Club nur zwei verloren.

    Bemerkenswert.

  43. Woschdsubbn sagt:

    Das war doch ein wirklich gutes Spiel des Glubbs und ein schmeichelhafter Punktgewinn für die Bankfurter.

    Man setzte gleich die SGE-Abwehrspieler in Bedrängnis und unter Druck. Das führte dann aus Seiten der Frankfurter zu vielen Notfallpässen meistens ungenau oder hoch nach vorne, die dann eben gleich wieder von unseren kopfballstarken Abräumern oder Innenverteidigern gleich wieder ans Mittelfeld abgegeben wurden.

    Leider haben wir immer noch viele Defizite dann im Spiel nach vorne. Aber das ist, wie ich meine schon deutlich besser geworden wie in der Hinrunde.

    Dieses Mal wurde uns wieder ein klarer Handelfmeter verweigert und dem Pekhart gelingt es halt immer nur, aus insgesamt etwa drei vermeintlich todsicheren Chancen in drei Spielen gerade mal ein Tor zu machen. Und das war halt die Chance gegen Gladbach. Gegen den BvB und heute gegen die SGE war es leider nix. 🙁

    Ja, der Kurzeinsatz vom Momo Ildiz macht wirklich Lust auf mehr. In der kurzen Einsatzzeit hatte er einige gute Szenen. Respekt!

    Eine insgesamt aber sehr reife Leistung unserer Mannschaft. Jetzt dann noch einen Dreier gegen Auswärtsschwache Hannoveraner und wir sind endgültig im Mittelfeld angelangt. 😀

    P.S.: Bitte beachtet, das oben rechts ein echter Endl aus seiner aktuellen „schwarz-weissen“ Schaffensperiode zu sehen ist. Gerüchteweise arbeitet der Künstler bereits an weiteren Projekten dieser Art. Da darf die Kunstwelt gespannt sein und bleiben! Die Galerien dieser Welt warten hoffnungsvoll darauf. 😀

  44. xxandl sagt:

    Verglichen mit den bisherigen Saisonleistungen war es wirklich ein gutes Spiel von Pinola, allerdings sollte man ihm mit auf den Weg geben, dass er sich doch bitte als Vorbereiter versuchen möge und nicht selbst den Abschluss suchen solle. Den schönen Konter in Hälfte zwei hat er damit leider versaut und warum man ihn einen Freistoß in Tornähe ausführen lässt, weiß wohl auch nur Wiesinger.

    Generell ist der Torabschluss ärgerlich, denn entweder wird das Spielgerät einige Meter neben das Tor gebolzt oder es wird wie bei Pekhart und Frantz mittig aufs Tor geschossen. Gerade Frantz könnte sich die Ecke aussuchen und versucht es aus 8 Metern mit der Brachial-Variante…

    Ein Unentschieden beim Tabellen-Vierten hört sich zwar gut an, aber wer das Spiel gesehen hat, weiß, dass wir hier zwei Punkte verschenkt haben. Sicher ist es wieder ein Punkt der uns hilft den Klassenerhalt zu sichern, aber wenn man sieht wie eng es zwischen Platz 5 und 15 zugeht, wäre es halt trotzdem nett sich für solche Spiele zu belohnen und im Mittelfeld mitzumischen.

  45. Optimist sagt:

    Markazero: Und wer (hinter… ja ja) Rekordmeister ist wusste der kleine Hosenscheißer auch nicht. Jetzt weiß er’s!

    Wir sind Rekord-Rekordmeister, und das noch eine ganze Weile, bis uns die Bauern in Bezug auf Dauer der Rekordmeisterschaft überholen können. Das ist doch was!

  46. juwe sagt:

    Man kann mit dem 1 Punkt zufrieden sein, entspricht auch dem Spielverlauf, wenn man die rosa Clubbrille einmal (versucht) abzulegen, schließlich stehen bei Frankfurt trotz guter Club Effizienz 68% Ballbesitz gegenüber 32% beim Club. Der Auftritt hat mir aber gefallen! Mit einem beherzten Auftritt wie schon gegen Gladbach ist auch gegen Hannover ein 3er machbar.

  47. Jones sagt:

    Es macht wirklich keinen Spaß gegen Nürnberg zu spielen. Das finde ich als Fan gut. Wir haben zwar selten Spektakel, aber wir spielen bald in jedem Spiel bis zum schluss um Punkte mit. Unsere Siege sind auch immer nur sehr knapp, aber wie ich schon sagte gegen den Glubb tut sich fast jeder schwer. Sieht man auch am Torverhältnis. Haben glaube ich nur vier Mannschaften weniger bekommen. Aber es müssen auch welche geschossen werden… Wenn man sich die Tabelle ansieht haben wir auf Grund des Torverhältnisses sogar einen Punkt mehr nach unten.
    Bis jetzt. Hoffen wir das es so bleibt.

  48. Silberadler sagt:

    So ärgerlich, das Unentschieden im Nachhinein ist, so erfreulich ist doch das neue System unter Wiesinger.

    Der Club hat nicht zwei Punkte verloren sondern einen gewonnen.
    Ich hätte mich auch gefreut, wenn wir wegen des couragierten Auftreten ein Tor gemacht hätten.
    Man muss aber auch ehrlich sagen, dass dies hauptsächlich an Trapp gelegen hat.

    Wiesinger ist auf dem richtigen Weg. Und dass man eine, nur auf Defensive eingestellte Mannschaft umkrempeln – also in den Köpfen der Spieler die neue Ausrichtung reinkriegen muss, ohne dabei die Defensive zu vernachlässigen, ist ja gar nicht so einfach.

    Und irgendwann werden solche Spiele auch gewonnen. Denn mutiges „Nach-vorne-spielen“ wird gelegentlich belohnt. (Siehe HSV und Bremen)

  49. Markazero sagt:

    Optimist,

    Bin mir nicht ganz sicher, aber ist der Club nicht auch der einzige Verein, der alle Variationen der Meisterschaft gewonnen hat (also nicht bloß die Salatschüssel)?

  50. KUZ sagt:

    Markazero

    Bin mir nicht ganz sicher, aber ist der Club nicht auch der einzige Verein, der alle Variationen der Meisterschaft gewonnen hat (also nicht bloß die Salatschüssel)?

    Ne, die DDR-Schüssel haben wir nie gewonnen… 😉

    Aber die anderen haben wir gewonnen…sind aber nur zwei:

    Die olle Victoria und die Salatschüssel. Beide Trophäen gewannen außer dem Glubb auch : Schalke, HSV, dann diese Nordtiroler und Hannover.

    Aber auf “ the one and only“ Victoria sind wir ( mit Schalke) auf immer am häufigsten verzeichnet.

    Allerdings, das könntest Du meinen, bei der Meisterschaft 1948 gabs weder Victoria noch Schale. Ab 1949 die jetzige Schale. Aber bestimmt gabs 1948 was anderes… und das NUR für uns… 😉

    Auch beim Pokal müssen wir uns die Ehre mit Schalke teilen, alle Pokale gewonnen zu haben. Wobei man sagen muss: Wir haben erst 2007 Schalke eingeholt. Den neuen Pokal gabs erst seit Mitte der 60er. Also haben wir in Berlin tatsächlich eine Premiere erlebt…

  51. Markazero sagt:

    KUZ,

    Recht herzlichen Dank, lieber KUZ, für diese Informationen! Derweil Du wichtige Vereins-Historie zusammengetragen hast, habe ich das Schalke-Desaster in M mit „Breaking Bad“, 4. Staffel, betäubt… Darauf, dass Erich Mielke den FCN niemals hätte Meister werden lassen hätte ich eigentlich selber kommen können…

  52. Teo sagt:

    Wiesinger und der Club nehmen Fahrt auf!

    Das wird die Schlagzeile, auf die ich mich nächste Woche freue. Heute freue ich mich über ein gutes Spiel und bin erleichtert, dass es zumindest ein Punkt wurde.

  53. Manni der Libero sagt:

    Komme gerade aus F zurück und ärgere mich immer noch über die zwei verschenkten Punkte nach so einem geilen Auftritt unserer Elf. Ein Riesen-Kompliment an die ganze Truppe für ihr überragendes Defensifverfhalten: Der CLUB hat einfach nichts zugelassen, auffällig verbessert war vor allem Pino und unsere beiden DM Simmons und Balitsch haben Schwegler und Rode über 90 Minuten aus dem Spiel genommen. Sensationell!

    Überragend einmal mehr Markus Feulern, sowohl im defensiven Zweikampfberhalten aber erst recht im Spiel vorne. Jammerschade, dass wir nicht die Punkte 26 u. 27 gleich mitgenommen haben – die ABSCHLUSSSCHWÄCHE war heute wirklich das einzige Manko. Aber in der Verfassung sollten wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben: noch vier Siege sollten reichen – der erste davon kommt am nächsten Sonntag!

    Kompliment einmal mehr für an das tolle Interview. Danke!!!

  54. Optimist sagt:

    Silberadler:
    So ärgerlich, das Unentschieden im Nachhinein ist, so erfreulich ist doch das neue System unter Wiesinger.

    Der Club hat nicht zwei Punkte verloren sondern einen gewonnen.
    Ich hätte mich auch gefreut, wenn wir wegen des couragierten Auftreten ein Tor gemacht hätten.
    Man muss aber auch ehrlich sagen, dass dies hauptsächlich an Trapp gelegen hat.

    Wiesinger ist auf dem richtigen Weg. Und dass man eine, nur auf Defensive eingestellte Mannschaft umkrempeln – also in den Köpfen der Spieler die neue Ausrichtung reinkriegen muss, ohne dabei die Defensive zu vernachlässigen, ist ja gar nicht so einfach.

    Und irgendwann werden solche Spiele auch gewonnen. Denn mutiges “Nach-vorne-spielen” wird gelegentlich belohnt. (Siehe HSV und Bremen)

    Dass wir Bankfurt so gut im Griff hatten, ist für mich der taktischen Meisterleistung des Trainerteams geschuldet. Schlüssel zum Erfolg war für mich, die starke Doppel-6 der Hessen, eine der Besten der Liga, aus dem Spiel zu nehmen, was ziemlich gut gelang. Dadurch war der Spielaufbau sehr fehlerhaft und es entstanden fast keine zwingenden Torchancen, uns dagegen hat es gute Balleroberungen und Kontermöglichkeiten gebracht, entsprechend ein Plus an Torschüssen (in einem Auswärtsspiel!) und den qualitativ besseren Torchancen. Schade, dass wir keine davon nutzen konnten, aber der Trainer kann ja nicht auch noch die Tore schießen 😉

    Fängt vielversprechend an, was Wiesehahn da machen….

    Das bringt mich zu einer interessanten Frage: als einst Hecking für seine Taktik gegen den BVB gelobt wurde (Hummels aus dem Spiel zu nehmen), war das überhaupt Heckings Taktik? Oder war es damals (auch schon) Reutershahn, der das ausgetüftelt hatte? Es scheint mir fast so….

  55. Beate60 sagt:

    Ich hoffe jetzt, daß Wiesehahn (gute Kombi Optimist) es schaffen, die Jungs so auf Kurs zu halten, daß sich das Phänomen aus der Hinrunde nicht überholt. Da glaubten wir den Club ja auch auf einem guten Weg und dann haben einige geglaubt, das geht jetzt so weiter ohne den gleichen Einsatz bringen zu müssen.
    Wenn die beiden Trainer das jetzt hinkriegen, daß es sich stabilisiert und weiter verbessert (wir konnten ja ein paar sehr gut herausgespielte Chancen bewundern, dann …)
    Froh bin ich, daß Pino (mein alter Liebling) mal wieder so gut gespielt hat. Ich hoffe mal, daß er da auch weiter eine aufwärtsgehende Formkurve zeigt.

  56. Scramjet sagt:

    juwe:
    Man kann mit dem 1 Punkt zufrieden sein, entspricht auch dem Spielverlauf, wenn man die rosa Clubbrille einmal (versucht) abzulegen, schließlich stehen bei Frankfurt trotz guter Club Effizienz 68% Ballbesitz gegenüber 32% beim Club. Der Auftritt hat mir aber gefallen! Mit einem beherzten Auftritt wie schon gegen Gladbach ist auch gegen Hannover ein 3er machbar.

    Ballbesitz sagt aber recht wenig aus.
    War letzte Woche ja ähnlich, Gladbach hatte auch viel mehr Ballbesitz.
    In beiden Fällen sah ich das nicht als ein Zeichen für eine Überlegenheit des Gegners, sondern war in erster Linie der Taktik unserer Mannschaft geschuldet, durch die man es kaum geschafft hat, mal schnell nach vorne zu spielen. Was wiederum dazu führt, dass man sich lange in der Abwehr/Mittelfeld den Ball zuschiebt. Der große Anteil an Ballbesitz ist in beiden Fällen vielmehr eine Folge bzw. Ausdruck des Unvermögens, ein zielgerichtetes Offensivspiel aufzuziehen.

  57. Töffi sagt:

    Nachdem wir jetzt fünf Punkte aus vier Spielen in der Rückrunde geholt haben, lohnt ein Blick auf die Spiele in den nächsten Wochen.

    Sonntag Heimspiel gegen Hannover, das eine schlimme Auswärtsbilanz hat (acht von zehn Spielen verloren, davon sogar die letzten fünf) und am Donnerstag in Moskau antreten muss (Doppelbelastung, Reisestress).

    Samstag danach Auswärtsspiel in Stuttgart, dass (Stand heute) die letzten fünf Spiele verloren hat und 40 Stunden vorher noch in der Europa League in Belgien antreten muss (Doppelbelastung).

    Samstag danach Heimspiel gegen unseren „Lieblingsgegner“ aus Freiburg.

    Entweder schnuppern wir danach an den europäischen Plätzen oder befinden uns im Jammertal, weil wir mal wieder Aufbaugegner für die anderen waren.

  58. Beate60 sagt:

    Töffi,
    wenn es wie immer ist, dann werden die Hannoveraner uns tollem Spiel überraschen, wir Stuttgart aufbauen und Labbadia den Trainerjob retten fürs erste und dann gegen Freiburg mal wieder alt aussehen.
    Aber: wir haben ein neues Trainergespann und deshalb bleibt die Hoffnung, daß diesmal alles anders wird.

  59. Woschdsubbn sagt:

    Der Ballbesitz war übrigens 58% zu 42% für die Äpplwois. Aber das sagt eben nur aus, dass deren 4er Abwehrkette sich mit Trapp den Ball meistens angstvoll und ideenlos hin und her geschoben hat. Sobald es etwas nach vorne ging, hat sich der Glubb das Spielgerät gleich erobert.

    Spannende Frage: Wird es auch zu dieser Partie wieder einen echte Endl aus seiner schwarz-weissen Periode geben können?