Rumms di Bumms

Schluss mit lustig: Der 1. FC Nürnberg gewinnt humorlos beim FC Augsburg und zementiert die Drei-Klassen-Gesellschaft der Liga.

Es war beim besten Willen nicht das überzeugende Spiel des Clubs, das der Kommentator im Anschluss Übungsleiter Wiesinger in den Mund legen wollte. Wenn schon, dann eine abgelegte Reifeprüfung. Wiesinger wehrte die dargereichten Blumen auch dankbar ab, konstatierte treffend einige Schwächephasen im Spiel, um dann im Tenor mit durchaus stolz geschwellter Brust zu intonieren, dass der 1. FC Nürnberg eben seine besonderen Stärken hat, die es dem aufstrebenden FC Augsburg nicht so leicht machten wie vielleicht andere Gegner.

Man überließ Augsburg über weite Strecken des Spiels großzügig den Ball, wohl wissend, dass die – insbesondere ohne den zuletzt gut aufgelegten aber gesperrten Daniel Baier – nichts damit anzufangen werden würden gegen die gewohnt hervorragend organisierte Defensive des Clubs. Nilsson, Klose und Simons nagelten die Bude förmlich zu, Balitsch (diesmal Außenverteidiger) und Plattenhardt kümmerten sich um die Außenbahnen. So ist auch fast kein Wunder, dass das einzige Tor für den FCA dann auf die Kappe Schäfers ging, dessen Kritiker endlich auch mal wirklich Grund haben zu meckern: „Mr. Zuverlässig“ ließ einen harmlosen Kopfball nach unten abtropfen, wo er auf dem Acker in Augsburg gegen sein Bein und von dort ins Tor sprang.

Was anders war als in den gefühlten 27 Remis davor: Der Club setzte gute Konter und hatte heute einen Esswein in Reihen, den man sich so (ausgenommen diverser missglückter Hackentrick-Versuche an der Außenlinie) schon lange erhofft hatte. Esswein bereitete nicht nur das 1:0 mustergültig vor, er zimmerte auch noch einen Freistoß aus 16 Meter derart brachial zum 2:1 zwischen die Maschen, dass ältere Semester den jungen Rainer Bonhof oder Ronald Koeman fast vor Augen hatten. 119 km/h – da kannst du auch auf Mann schießen und der nur hoffen, nicht getroffen zu werden.

Dieser Freistoß war eine Augenweide ob seiner Intensität, das eigentliche Highlight des Spiels aber war das 1:0. Alles, was an dem Spielzug gut war, hatte man die Wochen vorher vermisst: Schäfer mit langen Ball zum Mann (Pekhart), der gewinnt seinen Offensivkopfball und legt mustergültig auf Esswein ab, der tankt sich pfeilschnell und entschlossen zur Grundlinie mit Zug zum Tor durch um im entscheidenden Moment zum im 16er freistehenden Kiyotake ablegt, der direkt und technisch perfekt halbhoch gegen die Laufrichtung des Keepers einnetzt. Allein dieser Angriff gibt ganz viel vom Glauben zurück, vom Glauben an das spielerische Vermögen dieses Teams, vom Glauben an eine Offensividee.

Dass Kiyotake, Esswein & Co. dazu generell in der Lage sein müssten, ahnte man ja, nur gesehen hatte man es selten. Wobei man aber auch nicht außer Acht lassen dürfte, welcher Gegner hier gegenüberstand. Vor allem der Baier-Vertreter Ottl wäre wohl der Mann gewesen, der Kiyotake hätte beim 1:0 aus dem Spiel nehmen müssen. Zudem war die Aufbruchstimmung und Euphorie des FCA bestens geeignet, selbige „ins Messer laufen zu lassen“. Aber das ist eben auch eine Frage von Reife, die man nicht geschenkt bekommt, die ein Team nur über Liga-Zugehörigkeit erlangt. Es kam im Prinzip so, wie wir das vermutet hatten, auch wenn Selbstreferenz ja keine gute Tugend ist:

Die ‘Kunst nicht zu verlieren’ kann in der Liga lebensrettend sein, sie ersetzt aber nicht die süße Euphorie eines Sieges. An diesem Freitagabend aber wäre sie willkommen. Und vielleicht reicht es dann auch für ein bisschen mehr, wenn der Gegner nicht mehr abwarten kann, aufmachen und das Spiel machen muss, was anderen gegen den Club auch schon nicht gelang, trotz eines auf dem Papier qualitativ besser bestückten Kaders….
Fuggerstädter erzittert, der Ruhmreiche kommt! – Augsburger-Allgemeine

Dass der Club nun in der Rückrunde von 8 Spielen erst einmal verlor, darauf hätte man bei einer Wette sicher ein ordentliches Sümmchen gewinnen können.

106 Gedanken zu „Rumms di Bumms

  • Ah, ich sehe, dass Dir, Alexander, die vielen Hackentrick-Versuche von Esswein auch aufgefallen sind.

    Und ist auch jemand meiner Meinung, dass Feulner gestern sein mit Abstand schwächstes Spiel seit langem gemacht habt? Der stand sowas von neben sich, hat kein Dribbling gewonnen, jede Menge Fehlpässe über wenige Meter fabriziert und folglich einige überflüssige Fouls begangen. Das nennt man wohl „einen gebrauchten Tag“.

    Erstaunlich also, dass der Club trotz Schäfer und Feulner gewonnen hat.

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    • Töffi, Völlig richtig, eigentlich hatte ich erwartet, dass in der 60. Minute der Wechsel Ildiz für Feulner kommt. Aber da hatten wir die Pupsburger Augenkiste sowas von gut im Griff, dass Wiesehahn wohl noch mit dem Wechseln warten wollten. Letztlich war dann zur Ergebnissicherung der spätere Wechsel für Kiyo auch richtig, weil der ja nicht so defensivstark ist.

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  • Ich fand Feulner garnicht mal so schlecht. Nicht so gut wie in den letzen Spielen, aber eben auch nicht wirklich schlecht! Ich hatte, wie ich auch Gestern schon geschrieben habe, einfach die Befürchtung, dass er sich Gelb-rot abholt und hätte mir deswegen den Wechsel mit Ildiz gewünscht. Dass das aber dann nicht mehr notwendig war lag wahrscheinlich auch daran, dass Augsburg dem hohen Aufwand aus der ersten Hälfte ab der 60. Minute auch sichtlich Tribut zollen musste und Feulner nicht mehr gezwungen war so konsequent in die Zweikämpfe zu gehen.
    Btw, Ildiz würde ich auch gerne mal von Beginn an sehen aber ich vertraue da unserem Trainergespann. Die werden schon wissen wann er soweit ist.

    Übrigens war die Kreislaufentzündung die ich heute Morgen davon getragen habe auch nicht von schlechten Eltern.
    Da hatte ich wohl ein Jubel-Bierchen zuviel. 😉

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  • Klasse Bericht,ich hoffe nun das es eine kleine Serie werden wird und diese Mannschaft gegen Schalke noch mehr Gas gibt und bissiger in die Zweikämpfe gehen wird das wir noch gefestigter dann gegen Wolfsburg spielen können.Ich würde mit folgender Mannschaftsaufstellung beginnen: Schäfer,Nilson,Chandler,Pinola Simons,Klose,Feulner,Esswein,Kiyotake,Kanazaki,Pekart.
    Ersatz: Rakowski,Ildiz,Mak,Balisch,Plattenhart,Gebardt.
    So könnte es dann weiter gehen wenn Kiyotake mehr in die Mitte spielt.

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  • Freue mich für Esswein, da sieht man mal wieder, was für ein Psychospiel Fußball ist – nach der Hinrunde eigentlich schon völlig weg vom Fenster, haut er auf einmal so ein Spiel raus (von den albernen Hackentricks an der Seitenlinie mal abgesehen), sehr schön.
    Ich fand übrigens auch Simons gestern sehr stark, ein Wahnsinn, was der alte Mann noch läuft und mit welcher Konsequenz er sich an den Gegenspielern festbeißt.

    Insgesamt hat man gestern einfach gemerkt, dass die Unseren endlich mal gewinnen wollen. Selbst nach Schäfers Megapatzer war ich mir ziemlich sicher, dass die das Ding noch schaukeln. Jetzt bleibt bloß noch zu hoffen, dass man nun nicht wieder nachlässt, wie es schon des Öfteren passiert ist, wenn die Abstiegsangst fürs Erste gebannt war.

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  • Beate60,

    Hat er scheints doch Humor! Bzw. doch nicht. Jetzt muss Schalke das durchziehen.

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  • Das Thema „Erstliga-Derby“ hat sich dann wohl erledigt. Schade. Aber am Club hat’s nicht gelegen.

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    • Markazero:
      Das Thema “Erstliga-Derby” hat sich dann wohl erledigt. Schade. Aber am Club hat’s nicht gelegen.

      Wir können ein Derby gegen die Bayern spielen das reicht, die Fürther braucht in der 1. Liga niemand.
      Fürth sollte wenigstens noch versuchen vor dem Abstieg das Gesicht zu wahren, um nicht noch den Tasmania Rekord zu unterbieten. Ich glaube das wird schwer genug..

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      • Juwe: Wir können ein Derby gegen die Bayern spielen das reicht, die Fürther braucht in der 1. Liga niemand.
        Fürth sollte wenigstens noch versuchen vor dem Abstieg das Gesicht zu wahren, um nicht noch den Tasmania Rekord zu unterbieten. Ich glaube das wird schwer genug..

        Die Westvorstadt übt ja eh nur noch für den 20.04.2013 …. 😉

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      • Juwe: Wir können ein Derby gegen die Bayern spielen das reicht, die Fürther braucht in der 1. Liga niemand.
        Fürth sollte wenigstens noch versuchen vor dem Abstieg das Gesicht zu wahren, um nicht noch den Tasmania Rekord zu unterbieten. Ich glaube das wird schwer genug..

        Ich gebe dir recht mit den Gesicht bewahren,aber mit dieser momentanen Leistung werden das Kleeblatt auch in der 2. Liga nicht bestehen und den Aufstieg nicht schaffen eher wird Ingolstadt es schaffen

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  • Das Schöne ist: Hoppenheim nutzt das gar nix. Die steigen auch ab. Ach Goddla, bin ich gehässig 😁!

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    • Markazero,

      Großmut kommt meist vor dem Fall. Angesichts der spielerischen Leistungen des Club´s ( das betrifft nicht die Punkteausbeute ) beschleicht mich jetzt schon ein schlechtes Gefühl für die nächste Saison. Spielerisch, gehören wir zu den schlechtesten Teams in der Bundesliga. Mit dem jetzigen Kader, wird es der Club verdammt schwer haben, die Klasse nächste Saison zu halten.

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    • Markazero: Das Schöne ist: Hoppenheim nutzt das gar nix. Die steigen auch ab. Ach Goddla, bin ich gehässig 😁!

      ich will aber nicht, dass die noch die Relegation schaffen. Am Ende bleiben die dann drin. ICH WILL DAS NICHT!

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      • Optimist: ich will aber nicht, dass die noch die Relegation schaffen. Am Ende bleiben die dann drin. ICH WILL DAS NICHT!

        Ich sähe es gerne wenn Hoffenheim drin bleibt, schon allein weil mir diese Doppelmoral vieler Neider auf den Geist geht. Wo ist denn der Unterschied ob Hopp eine Region belebt und investiert oder ob Adidas 300 Mio an den FC Bayern für Anteile überweist? Effektiv gibt es keinen Unterschied…jeder Verein lebt von Firmengelder.

        Optimist: ich will aber nicht, dass die noch die Relegation schaffen. Am Ende bleiben die dann drin. ICH WILL DAS NICHT!

        Ich sähe es recht gerne das Hoffenheim drin bleibt, denn Vielfalt belebt! Ich finds nach wie vor ein gutes Projekt und man sieht daran, Geld allein machts ja auch nicht. Wo ist denn der Unterschied ob Hopp investiert oder ob Adidas 300 Mio an den FC Bayern überweist für Anteile? ..effektiv unter dem Strich gibt es keinen Unterschied.

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        • Juwe: Ich sähe es recht gerne das Hoffenheim drin bleibt

          jetzt wissen wir wenigstens, wer sie vermissen würde: 300 Hoffenheimer und Juwe 😉

          Das hat doch nix mit Neid zu tun, immer der selbe Käse. Gibt ja auich viel Grund für Neid… :mrgreen:

          Das ist, als ob Schöller beschließen würde, der TSV Buch muss in die erste Liga. Was soll denn sowas, braucht doch keiner!

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          • Optimist: jetzt wissen wir wenigstens, wer sie vermissen würde: 300 Hoffenheimer und Juwe

            Das hat doch nix mit Neid zu tun, immer der selbe Käse. Gibt ja auich viel Grund für Neid…

            Das ist, als ob Schöller beschließen würde, der TSV Buch muss in die erste Liga. Was soll denn sowas, braucht doch keiner!

            Die würden dich aber nicht fragen 😉

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          • Optimist: jetzt wissen wir wenigstens, wer sie vermissen würde: 300 Hoffenheimer und Juwe 😉

            Ja ich muss wirklich sagen, ich meine das ehrlich. So ein Projekt, ..es kommen ein paar gute Leute zusammen bauen etwas auf, in meinen Augen auch sinnvoll und nachhaltig. So ein Projekt hat was, insbesondere wenn es entgegen dieser eingefahrenen Ströumgen seine eigene Wege geht. Es ist mir viel lieber als so mach Verein mit Tradition und total bescheuerten gewaltätigen Fangruppierungen.
            In der freien Marktwirtschaft schreibt doch auch keiner einem Startup vor, es dürfe ja nicht erfolgreicher werden als eine alte Traditionsfirma. Bei manchen Fans glaubt man auf Fußball projeziert die Erde sei noch eine Scheibe und das dürfe sich nie ändern.

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            • Juwe: So ein Projekt hat was, insbesondere wenn es entgegen dieser eingefahrenen Ströumgen seine eigene Wege geht. Es ist mir viel lieber als so mach Verein mit Tradition und total bescheuerten gewaltätigen Fangruppierungen.

              da kann ich Dir sogar zustimmen, aber nachhaltig ist das eher nicht, denn ich glaube nicht, dass sich das ohne Hopp-Millionen tragen wird. Da fehlt es einfach an Unterbau und Rückhalt in der Region.

              Wir werden ja sehen, wer letztlich recht hat 😉

              …aber mögen muss ich sie deshalb trotzdem nicht!

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            • Juwe,

              Mit deinem Vergleich hast du sicher recht. Grundig ist auch nur noch ein Name …
              Ja auch Mitarbeiter wissen heute oft nicht mehr, ob sie über nacht aufgekauft und irgendwann freigestellt werden. Das find ich aber auch keine Entwicklung, die ich jetzt begrüße. Und wenn es meine Firma wäre, würde ich mich mit allen mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten dagegen stellen. Daß diese Aufkäufer nicht unbedingt ein gutes Betriebsklima nach sich ziehen, hab ich beruflich oft genug mitbekommen. Und die Produkte werden damit auch oft schlechter.
              Und deshalb ist es doch aller Ehren wert, sich diesem Entwertungs- und Entfremdungstrend entgegenzustellen und wenigstens bei und mit meinem Verein eine Tradition wahren zu wollen und mich dagegen zu stellen, daß Geld alles bestimmt. Mir gibt es einfach nichts, wenn Retortenvereine mit Geld so gepampert werden, daß sie erfolgreich spielen. Da fehlt mir die Identitätsmöglichkeit. Letztlich scheint das ja auch in diesen Vereinen das Problem, daß da viele gute Einzelspieler sich schlecht zu einer Mannschaft formen lassen, weil sie da eben nur hingehen, weil sie viel Geld kriegen. Und das ist bei vielen Traditionsvereinen einfach anders. Und auch wenn sie nicht allzu erfolgreich sind: sie haben eine Geschichte, die man sich erzählt und die mitentscheidend sind für die positiven Emotionen, die dann im Stadion, aber auch außerhalb entstehen.
              Und ich bin sicher, gewaltbereite Menschen werden sich auch in solchen Vereinen finden und als „Fans“ versuchen, Randale zu machen.

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              • Beate60: Und deshalb ist es doch aller Ehren wert, sich diesem Entwertungs- und Entfremdungstrend entgegenzustellen und wenigstens bei und mit meinem Verein eine Tradition wahren zu wollen und mich dagegen zu stellen, daß Geld alles bestimmt. Mir gibt es einfach nichts, wenn Retortenvereine mit Geld so gepampert werden, daß sie erfolgreich spielen. Da fehlt mir die Identitätsmöglichkeit. Letztlich scheint das ja auch in diesen Vereinen das Problem, daß da viele gute Einzelspieler sich schlecht zu einer Mannschaft formen lassen, weil sie da eben nur hingehen, weil sie viel Geld kriegen.

                Also jedes Jahr kommt doch eine andere Mannschaft in große Schwierigkeiten, von der man es auf dem Papier nicht erwartet hätte, das hat in meinen Augen nichts mit einem speziellen Hoffenheimter Identitätsproblem zu tun. Da haben schon andere Verein auf einmal ums nackte überlebe gekämpft seien es bis vor kurzem noch der HSV oder Leverkusen, Hertha usw. Auch Tradition schützt davor nicht! So eine Krise stärkt einen Verein eher, wenn man sie denn am Ende meistern kann. Da geht es den Hoffenheimer, wie allen anderen Mannschaften auch. Und es ist doch diese Doppelmoral, die ich meine, wenn man es auf den Faktor reduziert, woher kommen die Spieler, müsste man doch nahezu jeder Mannschaft vorwerfen sie sei eine Söldnertruppe. Und es ist doch ein Fakt in dieser wahnsinnigen Preisentwicklung Profifußball bestimmt doch Geld nahezu alles, alles andere sind Lippenbekenntnise. Man sollte die Augen nicht verschließen von der Realität. Mir ist es am Ende Wurst ob Augsburg oder Hoffenheim absteigen. Auch Augsburg kommt jetzt nicht mit der riesen BuLi Tradition daher..

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                • Juwe,

                  Im Prinzip hast du ja recht. Als die „reichen“ Vereine anfingen, anderen Vereinen gute Spieler wegzukaufen, um sie zu schwächen und als sie begannen, dafür Summen auszugeben, die jenseits von aller Vorstellungskraft bei Altvorderen waren, hat der Fußball seine „Unschuld“ verloren und die Macht des Geldes begann zu regieren.
                  Im Versuch, trotzdem nicht untergehen, haben sich manche Traditionsvereine an den Abgrund gebracht und nicht wenige drohen dabei unterzugehen. Auch bei den Traditionsvereinen spielen Söldner, aber nicht nur, es werden auch eigene Spieler „herangezogen“ und manche Spieler bleiben trotz Verlockung durch das große Geld dem Verein auf ewig verbunden. Ein Lakic hat es doch deutlich ausgedrückt: es war für ihn zum Alptraum geworden dem Ruf des Geldes zu folgen, weil er nicht mehr tun konnte, was er wollte: Fußballspielen. Ja auch ein Cohen hatte hier ein ähnliches Gefühl, aber nur weil er nicht kapiert hat, daß dieser Verein ihn trotzdem braucht und wenn er seine Leistung abruft an ihm auch nicht vorbeikommt (weil wir uns dann einen Ersatz gar nicht leisten würden). In wolfsburg bekam Lakic immer wieder Spieler vor die Nase gesetzt, wo er sich ausrechnen konnte, daß seine Spielzeit sehr beschränkt sein würde. Und jedem Spieler ist das klar, der noch kein Weltstar ist, daß er es dort riskiert nicht mehr als Trainingsspielchen machen zu können, wenn er dem Ruf des Geldes folgt.
                  Bei uns ist das schon ein bißchen anders oder? Wenn man hierhin kommt, hat man eine reelle Chance zu spielen. Klar wissen heute viele Spieler auch nicht mehr, welche Tradition der 1.FC Nürnberg hat, aber sie merken es spätestens beim Trainingsauftakt, wenn sie aus Vereinen wie Wolfsburg oder Hoffenheim kommen, weil dort nie soviele Fans einfach mal vorbei schauen.
                  Und du blendest immer aus, daß z.B. beim 1.FCN viele Fans Fans blieben bis in die 3.Liga (die dann nicht nur in der Nähe wohnen, sondern weiter weite Wege auf sich nehmen) und das wird bei Hoffenheim oder Wolfsburg nie passieren. Bei Freiburg oder Fürth glaub ich auch nicht. Da gilt Erfolg macht sexy und wenn der Erfolg vorbei ist, sucht man sich halt einen anderen Zeitvertreib.
                  Klar auch beim 1.FCN brechen die Eventsfans wieder weg, aber die Basis ist immer noch groß genug, daß auch bei Auswärtsspielen die Fans Stimmung machen können.
                  Und genau das macht Fußball letztlich reizvoll, daß er Massen bewegen kann, daß er nach wie vor dafür sorgt, daß Menschen, die sonst fast nichts mehr machen, regelmäßig weite Wege auf sich nehmen, um einem Spiel beizuwohnen.
                  Ich bin mir sehr sicher, daß es bald keinen Fußball mehr gäbe, wenn die Stadien leer blieben, wenn keine Verrückten sich mit Fanutensilien eindecken würden … Retortenvereine lassen sich mit Sicherheit schlechter vermarkten.
                  Und der Unterschied Sponsor zu „Besitzer“ eines Vereins ist doch grad bei den 60ern deutlich erkennbar. Für mich macht es den Wert meines Vereins aus, daß er ein Verein ist, bei dem die Mitglieder das letzte Wort haben. Ich bin gespannt, wie es bei den 60ern weitergeht. Im Moment hab ich das Gefühl, die verbliebenen Verantwortlichen sind bereit um eines schnellen Erfolgs willen die Seele (Fans) des Vereins zu verkaufen. Bei der 50+1 Regel braucht es ja nicht wirklich viele Zuarbeiter des Scheichs, um die Mitglieder zu überstimmen. Ich betrachte das mit großer Sorge. Und ich muß – auch wenn du es als sentimentalen Quatsch ansehen solltest – ganz eindeutig sagen: wenn unser Verein sich derartig verkaufen würde, oder wenn die Entwicklung so wird wie in anderen Ländern, wo ein paar Multimilliardäre sich den Namen eines großen Vereins gekauft haben um daraus ihr eigenes Spielzeug zu formen, dann hätte ich das Gefühl, meinen Verein verloren zu haben.
                  Genauso wie Grundig letzten Endes: das was drin steckt ist vielleicht noch ähnlich von den Produkten her, aber es hat für die Region nicht mehr wirklich eine Bedeutung, weil die Produktionsstätten nicht mehr hier sind, sondern im Ausland.
                  Zu Zeiten als sich das entwickelt hat, war klar, daß wenn man in einer der großen Firmen der Gegend einen Job gefunden hat, dann hat man auch so Glück (Es wurde Wohnraum geschaffen, es gab zusätzliche soziale Absicherungen …), Unternehmer kannten noch so etwas für Verantwortung für ihre Mitarbeiter und schufen sich Respekt durch soziales Engagement in der Region. Klar gab es auch andere, aber die haben dann eben nicht den guten Ruf in der Bevölkerung gehabt. Mittlerweile ist der gute Ruf doch den meisten Firmen völlig egal, es geht nur noch um Geld und Gewinnmaximierung und bei diesen Retortenclubs ist es dasselbe (da nehm ich mal Hoffenheim aus). Da kam doch nur einer auf die Idee, daß das ein guter Werbeträger ist, wenn man seinen Namen in einen Fußballverein integrieren kann.
                  Aber noch schlimmer find ich wirklich diese Milliardäre, die sich einen Namen kaufen, um dann ihr Spielzeug zu haben und die von Mitgliedermitbestimmung wahrscheinlich noch nie was gehört haben.

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    • Markazero: Das Schöne ist: Hoppenheim nutzt das gar nix. Die steigen auch ab. Ach Goddla, bin ich gehässig 😁!

      Dann könne sich die Hoffeheimer und Kleeblätter den direkten Wiederaufstieg gegenseitig vermiesen,den das Kleeblatt mit Trainer Kramer( zuletzt U23 Trainer in Hoffenheim) wird auch in der 2 Liga schwer haben und in die 3 Liga durchgereicht werden,um dann den wiederaufstieg 2015/16 eventuell zu schaffen.

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  • Fuer alle Schaefer-Kritiker war die Sportschau ein Genuss! Der Vergleich mit Pannen-Piplica ueberzeugt ungemein…….

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    • Teblattabstieg: Fuer alle Schaefer-Kritiker war die Sportschau ein Genuss!

      „Schäfers erster Patzer, nachdem er bisher so gro0artig gehalten hatte“ OT Sportschau.

      Hast Du richtig zugehört, Du Fußballexperte?

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      • Optimist: “Schäfers erster Patzer, nachdem er bisher so gro0artig gehalten hatte” OT Sportschau.

        Hast Du richtig zugehört, Du Fußballexperte?

        Der Fluch der Spätgeborenen ist, dass sie keine Ahnung haben, welch kuriose Eigentore diverser Torwarte allein in der Bundesliga im Laufe der letzten 50 Jahre sich ereignet haben. Und für diese Jungspunds ist halt Piplica das größte Ereignis.

        Dabei finde ich das Tor eines gewissen Jürgen Pahl viel lustiger, der sich den Ball beim Abwurf selbst in die Kiste warf. Das Problem ist dabei, es gibt KEINE bewegten Bilder davon, so dass dies völlig in der Vergessenheit verschwindet. Und solch pubertären Heranwachsende glauben, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben….

        Übrigens, Herr Optimist, Du kannst wieder zum Glubb raus! ICH bin der Unglücksbringer. Habe mir heute das Jugendspiel gegen die Stuttgarter Kickers angeschaut. Der Letzte ( Glubb) gegen den Vorletzten…und die Jugend hat in letzter Minute verloren…Man muss allerdings den Begriff Glückssieg nach diesem Spiel neu definieren…

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        • KUZ,
          hast du denn in dieser Saison noch einmal geplant, ein Clubspiel zu besuchen? Und hast du eine Ahnung woher dieser Fluch kommt?

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          • Beate60:
            KUZ,
            hast du denn in dieser Saison noch einmal geplant, ein Clubspiel zu besuchen? Und hast du eine Ahnung woher dieser Fluch kommt?

            Also Schalke darf ich mir nicht entgehen lassen. Das hat nix mit der Fanfreundschaft zu tun, sondern damit, dass ich vor genau 60 Jahren mein erstes BuLi-Spiel, gegen die Knappen, gesehen habe ( 0:2), zwei,drei Jahre später mein zweites auch ( 0:4), übrigens mit einer katastrophalen Leistung Roland Wabras, der sich dann auch noch den Finger brach und von einem Feldspieler im Tor abgelöst werden mußte. Und im letzten Meisterschaftsjahr sah ich mein viertes BuLi-Spiel ebenfalls gegen Schalke ( 2:3). So könnt Ihr Euch schon mal darauf einstellen, dass es ein richtig schwieriges Spiel werden wird… 😉

            Ach ja, das Derby lass ich mir selbstverständlich auch nicht entgehen ( so wie hoffentlich die restlichen Heimspiele auch nicht)…..

            ABER: Ich habe mir heute ne Karte fürs Länderspiel gekauft. Somit sollte der Fluch bis Ende März sich erledigt haben…. 😉

            Flüche kommen, Flüche gehen
            wer kann sie schon verstehen… 😉

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            • KUZ,

              Aber wir müssen gegen die Knappen 3 Punkte holen und dann gegen Wolfsburg auch noch siegen. habe auch ne Karte für den 26.3.2ß13 für die Rolliabteilung.

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      • Optimist: “Schäfers erster Patzer, nachdem er bisher so gro0artig gehalten hatte” OT Sportschau.

        Hast Du richtig zugehört, Du Fußballexperte?

        Don’t feed the troll

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    • Teblattabstieg:

      Fuer alle Schaefer-Kritiker war die Sportschau ein Genuss! Der Vergleich mit Pannen-Piplica ueberzeugt ungemein…….

      Ja, die Sportschau war ein „Genuss“. Wenn der Club gewinnt und dabei so ein prächtiges Tor erzielt wie beim 1:0, ist die Sportschau ein Hochgenuss. Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, dass ich dich beglückwünsche. Nämlich dazu, dass es immer wieder Leute gibt, die auf den Schwachsinn, den du hier absonderst, eingehen.

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    • Teblattabstieg,

      Sag mal, Du weißt nicht zufällig, was aus diesem Typen namens Steuergott geworden ist, der hier immer so kraftig vom Leder zog.

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  • Weiß echt nicht wie man sich über Schäfer lustig machen kann. Klar blödes Gegentor aber es gibt glaube ich keinen BL-Keeper mit mehr als 50 Spielen der nicht schonmal nen Bock geschossen hat. Der Schäfer hat uns diese Saison bestimmt schon 6-8 Punkte gerettet, die kicker-Noten sprechen ja auch für sich:http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/spieltag/1-bundesliga/2012-13/topspieler-der-saison.html Aber Fakten langweilen ja nur…

    Und jetzt über den Abstieg in der nächsten Saison zu spekulieren weil wir spielerisch so schwach sind, bekommen auch nur Franken hin, oder? Welche Mannschaft bekommt es denn hin, hinten solch ein Bollwerk zu stellen und vorn noch ein Feuerwerk abzubrennen?
    Nene, schauen wo wir herkommen, Defense wins Championships und diese Defensive würde uns auch in der nächsten Saison den Klassenerhalt sichern.

    Ich freue mich über die momentan sehr schöne Tabelle und bin mal gespannt ob wir die achso spielstarken Freiburger und Mainzer am Ende nicht doch WIEDER hinter uns lassen. Genau wie momentan ja einige deutlich finanzstärkere Vereine.

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    • Kalle,

      Nene, schauen wo wir herkommen….Diesen Satz kann ich nicht mehr hören. Genau diesen Satz scheint die Clubmannschaft in den letzten 2 Jahren spielerisch verinnerlicht zu haben.

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  • Es gibt gar keinen Grund über Schäfers Bock zu diskutieren, da es folgenlos blieb und wir gewonnen haben. Von daher belanglos..

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    • Juwe,

      Sehe ich genauso. Das Pro und Contra Schäfer hat sich sowieso spätestens in 2 Jahren von selbst erledigt. Außerdem bekommt jede Mannschaft den Torwart, den sie verdient und unser Club hat scheinbar Schäfer verdient.

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      • Harald: Außerdem bekommt jede Mannschaft den Torwart, den sie verdient und unser Club hat scheinbar Schäfer verdient.

        na, übertreib mal nicht, so toll spielen wir auch nicht 😉

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  • http://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/saison2012-2013/spieltag-25/spielberichte/augsburg-nuernberg/analyse-club-siegt-beim-fca-dank-kiyotake-esswein.html
    Ich kann nur hoffen das die Mannschaft mit der Besetzung wie in der 2 Halbzeit mit mehr Biss gegen Schalke antritt eventuell Chandler mehr nach vorne ziehen und Kiyotake mehr in die Mitte wo er mehr druck machen kann in der Abwehr würde ich neben Pinola,Nilson Klose,Balisch und im Miitelfeld,Esswein,Kanazaki, Dabanli, Pekart

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  • Wie krank war das denn heute, was die Ergebnisse anbelangt. Gut, dass wir gestern gewonnen haben.

    Ansonsten haben einige hier, ein paar Stunden nach dem wohl wichtigsten Sieg der bisherigen Saison, schon wieder auf Motzki-Modus umgestellt. Schade eigentlich.

    @Teeblattabstieg
    Ich finde es konstruktiv, Raphael Schäfer wegen seiner Spieleröffnung zu kritisieren. Ihn aber wegen eines Missgeschicks zu verspotten, ist so ärmlich wie über jemanden zu lachen, der auf einer Bananenschale ausrutscht. Wem von uns ist noch nie ein Missgeschick passiert? Dein Verhalten ist respektlos. Gegenüber unserem Kapitän. Gegenüber unserem FCN.

    Freu mich schon jetzt auf das Schalke-Spiel. Auf unsere im Derby siegreichen Freunde. Auf Schäfer. Auf Esswein. Und auf eine Mannschaft, die vielleicht ihr etwas angespanntes Verhältnis zur Spielkultur verbessert. Bin gespannt.

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  • „Ich habe noch nie erlebt, dass ich als Linksverteidiger 90 Minuten von meinem Gegenspieler bewacht werde“, kommentierte Matthias Ostrzolek (FCA).

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    • Woschdsubbn, Oh Ruheloser, das fand ich auch eine witzige und bemerkenswerte Äußerung 😉

      Was mir aufgefallen ist: fandst Du das wirklich so schlimm, so unansehnlich? Sind wir vielleicht nicht einfach verwöhnt von all dem unrealistischen CL-Fußball? Ich finde auch Schönheit in taktischer Perfektion, allerdings hätte ich es auch gerne, dass mal 3 Pässe in Folge beim eigenen Mann ankommen. Aber an unserer defensiven Organisation kann ich mich schon erfreuen, wenn der Gegner den Ball ratlos zwischen IVs und Torwart zirkulieren lässt und irgendwann einen uninspirierten langen Ball spielt, dar dann bei Klose landet.

      Unsere eigenen langen Bälle sind dagegen manchmal gar nicht so verkehrt, denn entweder kommen sie an, dann wirds gefährlich (siehe 1:0) oder wir provozieren eigene Konterchancen, weil der Gegner in unserm Mittefeld hängen bleibt und uns damit die Chance zum Umschalten gibt. Denn selbst das Spiel zu machen gibt unser Kader nicht her, da ist die Gefahr zu groß, selbst in einen Konter zu laufen, wenn sich ein Gegner aufs Umschalten versteht. Wir spielen einfach technisch nicht gut genug, zu ungenau, deshalb muss unser Spiel auf Ballgewinn angelegt sein und nicht auf Ballbesitz. Sieht halt nicht aus, wie Barcelona….

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  • Na echd, Optimist.

    Wenn Du Dir den „Fußball“ unseres Ruhmreichen live anschauen/antun musst, dann reichts Dir irgendwann einfach.

    Man sehnt sich nur noch nach wenigstens einmal endlich zum Beispiel einen einzigen gelungenen Doppelpass sehen zu dürfen. Oder einmal ein steiles Zuspiel, das nicht im Aus landet. Ach, irgendeiner einzigen fussballerischen Aktion. Man sieht ja live nicht mal den Hauch davon.

    Lass mich mal nachrechnen. Das letzte wirklich gute Spiel des Glubbs war für mich das 0:0 gegen Bankfurt auswärts. Das war noch Fußball mit allem was dazugehört.

    Seitdem ging es steil bergab. Das waren dann 4 x 90 Minuten, also über 6h meines Lebens mit wirklich echt grausamen „Ich schiess den Ball ungefähr irgendwohin-keine Ahnung wie ich das nennen soll“-Ballspiel.

    Unmotiviert, langsam, planlos, grausam, läuferisch im Altersheim.

    Ich habe am Freitag das Spiel auf Sky gesehen und da bemerkt, wie krumm der beschränkte Eindruck der TV-Kameras erst wirkt!!

    Geht mal ins Stadion, da seht ihr gaaanz weit über den Horizont der Bildregie hinaus!!

    Da seht ihr, dass sich die Mannschaft ohne Ball praktisch nicht bewegt. Dank unserer wirklich starken Defensive gewinnen wir den Ball ja echt meistens gleich nach der Mittellinie.
    Nur, was dann passiert, das hat mit Profifußball nicht viel zu tun und heisst eher „Ich schiess den Ball mal ungefähr dahin“-Spiel.
    Das wird nur grandios übertroffen von „Ich werf den Ball gleich zum Gegner ein“.
    Da ist der Glubb sicher Ligaspitze.

    Ich weiss wovon ich rede, hatten meine Frau und ich doch die dumme Idee heute zu einem ähnlichen „Ballspiel“ in einem Stadion, das nach einem Gummibärchenhersteller benannt ist, zu gehen. Unglaublich, was einem da sogenannte „Profis“ dargeboten haben. Auf beiden Seiten.

    Von der Bezahlung sind das sicher „Profis“ von der Leistung her wird so manch „lumpiger“ Amateur-Dorfverein sicherlich mehr Können und vor allem Wollen aufbieten.

    Da bekommt man wirklich einen total dicken Hals. Ich zahl viel Eintritt für etwas, was sich „Profifußball“ nennt und bekomme beim Glubb seit Jahren Einwürfe auf H-Jugend-Niveau geboten. Oder dann so feine Details, wie die Lauf- und Einsatzfreude a la Feulner gegen Augsburg oder Balitsch Fehlpass en Masse in den Spielen vorher. Die so genannten „erfahrenen Akteure“ sollten doch qua Berufserfahrung in der Lage sein, eine einigermassen konstante Leistung zu bieten? Nein, eben nicht. Unglaublich.
    Und im nächsten Spiel traben wieder dieselben Profis ähnlich bewegungs-, konzept- und planlos auf dem Platz umher.

    Eine Frechheit und ein Schlag ins Gesicht für jeden teures Geld bezahlenden Zuschauer. Und das trotz Tabellenplatz 11.

    Wie gesagt, ich erwarte kein BvB-Fußballfeuerwerk vom Glubb!! Aber Profi-Fußball geht doch eindeutig anders. Darf ich trotz „taktischer Meisterleistung“ von einer Profimannschaft denn nicht erwarten, dass sie die meiste Zeit fähig ist, sich den Ball untereinander zu zuspielen?

    Im letzten Spiel war Esswein wenigstens phasenweise ein Lichtblick, sonst nur Horrorfußball: Flanken ins Nirgendwo, einfachste Zuspiele auf kürzeste Distanz wurden nix, keine Bewegung von hinten raus, keine Spielidee, Ballgeschiebe, blöde Kopfballstaffetten im Mittelfeld seit Monaten, spätestens das dritte Zuspiel war ein Fehlpass usw.ff.

    Auch wenn das tabellarisch gut aussieht, die grundsätzliche Nulleistung geht mir einfach auf den Zeiger.

    Ok, Defense wins Championships, Offense wins Games. Aber Defense a la Glubb looses Zuschauer. Da hilft auch kein neues Stadion.

    So, edz: Gute Nacht! In Echt. Passquote 55%.

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    • Woschdsubbn,
      Was ich wirklich auch nicht begreif ist, wie wenig Einwürfe tatsächlich bei unseren Spielern ankommen. Spätestens nach der Ballannahme sind sie weg. Das gilt auch für die Torabschläge. Ich weiß es wird immer wieder Schäfer angekreidet, aber oft ist es doch auuch so, daß die Spieler zu langsam umschalten auf Angriff, sich zu wenig freilaufen und ihm gar nichts übrig bleibt als zu warten.
      Und bei Freistößen, die nicht auf den Strafraum des Gegners gehen, sieht es auch nicht besser aus.
      Die Spieler bewegen sich auch meiner Meinung nach oft zu wenig ohne Ball. Andererseits ist das vielleicht ein Fitnessproblem. Vielleicht kamen Wiesehahn ja zu der Erkenntnis, daß die Defensivleistung und Konzentration über 90 Minuten nur durchzuhalten ist, wenn dazwischen auch Pausen sind? Ich weiß nicht, wie gut in einer Spielzeit konditionelle Schwächen aufgeholt werden können. Vielleicht gibt es auch andere Gründe. Jedenfalls denk ich haben die Trainer sich entschieden, bis zum sicheren Klassenerhalt lieber weiter gut defensiv zu stehen solange die Torgefährlichkeit nicht deutlich verbessert wird. Und letzteres läßt sich ja nicht durch eine kurze ANsage erreichen, sondern nur durch akribisches Training. Überlegt mal, ob Favre seinen Zauberfußball gleich gezeigt hat oder ob der Klassenerhalt damals nicht erst einmal Ter Steegen zu verdanken war.
      Und wenn die Alternative ist, zwar ansehnlicher zu spielen, aber dafür aber auch mehr Tore zu kassieren, dann akzeptier ich das (für diese Saison).
      Es gibt in der Vorwärtsbewegung noch zu oft Mißverständnisse. Da ist einfach noch nicht sichtbar, daß das wirklich von Erfolg gekrönt ist.
      Aber die neuen Spieler lassen mich aufgrund ihrer Leistungen bei ihren Kurzeinsätzen vermuten, daß da Abhilfe kommen wird. Und ich hoffe mal, daß da auch jetzt schon im Training dran gearbeitet wird und wir spätestens nach dem Derby unseren Klassenerhalt in trocknen Tüchern haben und daß wir dann auch mal die ersten neuen Spielansätze zu sehen bekommen in den restlichen Spielen. Denn aus meiner Sicht ist das dann die Bewerbung, die Wiesehahn abgeben können. Und ich bin zuversichtlich, daß das eine überzeugende Bewerbung werden wird.
      Alles in allem gibt es Anzeichen, die in die Richtung deuten. Ich fand das Umschaltspiel in Augsburg verbessert. Nicht oft, aber ein paar mal kam es da zu wirklich gelungenen Angriffen.
      Und ich unterstell jetzt mal positiv, daß manche Dribblings und Zauberkunststückversuche von Esswein am Ende dem Ziel Zeitgewinn zuzuschreiben waren. D.h. daß die Jungs einfach gelernt haben, auch clever zu spielen. Das war ja (in Frankfurt?) der Vorwurf von Wiesinger am Ende, daß es ihm am Ende schon zu euphorisch um Sieg gespielt wurde und es nur noch Glück war, nicht noch in einen Konter gelaufen zu sein.
      Mag sein, daß dieses Denken bei Wiesinger der Tasache geschuldet ist, daß er fassungslos als Spieler zusehen mußte wie unser Club wieder absteigt. In allen Interviews die ich von ihm seh ist eines zu merken: er stellt den Erfolg unseres Vereins über alles und die Basis des Erfolges ist für ihn der sichere Klassenerhalt.

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    • Woschdsubbn, Ist es denn anderswo wirklich so viel besser? Gut, 55% Passquote ist inakzeptabel. Vielleicht hat man auch auf Sky ein begrenztes Sichtfeld, aber so schlimm empfinde ich es nicht.

      Allerdings, mein letztes Spiel im Stadion war das Hinspiel gegen Augsburg, das war tatsächlich grausam. Nur Fehlpässe, keine Bewegung, hilflos, harmlos, zum Abgewöhnen. Danach hab ich Sky geholt, weil man für den Preis eines Tickets einen Monat Sky bekommt und man sich nicht ärgern muss, den Nachmittag versaut zu haben – dann schaltet man halt aus….

      Außerdem ist da noch mein Fluch, nicht mal gegen Augsburg hatte es mit einem Sieg geklappt, also muss ich bis zur Rettung dem Stadion fernbleiben 😉

      Aber meine Frage, du warst ja sicher auch da: ist es denn immer noch so schlimm? Ist es nicht besser im Allgemeinen? Nicht, dass es gut wäre, aber wenigstens besser als damals?

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      • Optimist:
        Woschdsubbn, Ist es denn anderswo wirklich so viel besser? Gut, 55% Passquote ist inakzeptabel. Vielleicht hat man auch auf Sky ein begrenztes Sichtfeld, aber so schlimm empfinde ich es nicht.

        Allerdings, mein letztes Spiel im Stadion war das Hinspiel gegen Augsburg, das war tatsächlich grausam. Nur Fehlpässe, keine Bewegung, hilflos, harmlos, zum Abgewöhnen. Danach hab ich Sky geholt, weil man für den Preis eines Tickets einen Monat Sky bekommt und man sich nicht ärgern muss, den Nachmittag versaut zu haben – dann schaltet man halt aus….

        Außerdem ist da noch mein Fluch, nicht mal gegen Augsburg hatte es mit einem Sieg geklappt, also muss ich bis zur Rettung dem Stadion fernbleiben

        Aber meine Frage, du warst ja sicher auch da: ist es denn immer noch so schlimm? Ist es nicht besser im Allgemeinen? Nicht, dass es gut wäre, aber wenigstens besser als damals?

        Agbesehen davon, dass es meiner Meinung nach schon um einiges besser geworden ist ( interessant ist es immer, wenn der Glubb in Führung geht.. 😉 ) , Augsburg war das schlimmste Spiel, ist diese Passgenauigkeit eine ( häufig) vernachlässigbare Größe ( als Zahl).Augsburg spielte teilweise minutenlang sich in der eigenen Hälfte die Bälle zu, während ich das vom Glubb eher nicht sah Aber dadurch hatte Augsburg einen sicheren Passfolge.
        Trotzdem ist da natürlich noch Steigerungspotential vorhanden… 😉

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  • Zitat:Martin Bader (Sportchef 1. FC Nürnberg): „In der letzten Zeit schießen wir nicht viele Tore, die Stürmer sind nicht so treffsicher. Esswein braucht man, er hat sich für einen schweren Weg belohnt – und wenn er sich belohnt, ist das schön für uns. Das Trainerteam hat stetig an ihm gearbeitet und herausgefunden, wie man ihm die Leichtigkeit wieder zurückgibt. Mit einem gewissen Druck, aber auch Vertrauen. Mit diesem Freistoß hat er seine ganze Last abgeworfen.“ Dem kann ich nur zustimmen und hoffen das die Mannschaft diesen Siegeswillen auch gegen Schalke und Wolfsburg zeigen wird.

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  • Ich verstehe vor allem die Motivation nicht. Das kann doch auch für einen selbst nicht befriedigend sein, sich immer auf einen Spieler einzuschießen. Ist ja nicht Schäfer speziell, morgen ist es dann ein Müller oder Meier.

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  • Vor allem, dass es „Glubberer“ geben soll, die sich bei einem Sieg scheinbar gar nicht freuen können….

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  • Es sah jedenfalls sehr, sehr lustig aus, wie Schäfer sich das Ei gelegt hat! Man sieht ihm förmlich an, wie es in ihm denkt „so, habbich, schnell weiter, oh, nein, Mist“. Ist doch schön, wenn es ab und zu menschelt (und sogar trotzdem gewonnen wird) 😄!

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  • Danke für Eure warmen Worte, Leute. Es macht wirklich Spaß, sich mit Euch hier zu unterhalten. 🙂

    Nein, ich finde nicht, dass es besser geworden ist.

    Typische Szene am Freitag abend, bei der gleich alles zusammenkam, was mir den Kamm anschwellen lässt: Das Einwurfmonster aus Argentinien – der einem schon auch manchmal Leid tun kann, bei dem Desinteresse aus dem Kollegenkreis – hat den Ball bereit, etwa im Halbfeld der Augsburger Seite und ein Feulner steht haargenau in der Mitte etwa auf der Höhe des Anstosspunktes frei, aber ist dort natürlich viel zu weit weg, um den Eindruck erwecken zu können, er will den Ball haben oder er bietet sich gar an. Da könnte das Schuhwerk ja dreckig werden. Nein, dazu hätte er vielleicht 3 oder 4 m einfach auf Pino zulaufen müssen. Tat er aber lieber nicht. Vielleicht hat er schon vorzeitig die Kellersaison eröffnet, ich weiss es nicht.

    Stattdessen landete der Ball des weitgehend alleingelassenen Gaucho-Einwerfers dann in Richtung Torauslinie, natürlich direkt bei einem Augsburger.

    Die Glubbmannschaft sollte uns Glubbfans vielleicht das ganze Theater zukünftig ersparen und bis Saisonende zugunsten eines Hilfsfonds auf alle Einwürfe freiwillig verzichten? Sind eh total sinnloses Beiwerk.

    Genauso wie Lauffreude, Passgenauigkeit, Pässe in den freien Raum, Steilpässe usw.ff. halt eigentlich außer Standards und Defensive alles, was Fußball tatsächlich ausmacht.

    Die Idee eines schnellen Aussenspielers ist es doch eigentlich, dass er schnell an die Grundlinie vorgeht und dann eine Flanke in den Strafraum gibt. Das ist aber bei einem Zahlenverhältnis von zwei bis drei angreifenden Nürnbergern zu acht Gegenspielern eher ein Ding der Unmöglichkeit.

    Halt eine Szene gab es:
    Zufällig traf der weite Abstoß von Schäfer den Kopf von Pekhart, der tatsächlich erstmalig in der Rückrunde auch auf einem im Wirkungskreis aufgetauchten Kameraden Esswin ablegen konnte. Das war schon zweimal ein Novum!
    Dass dann Esswein sich auch noch durchsetzte, den richtigen Laufweg nahm und den völlig freien Kiyo sah und sein Anspiel dann auch punktgenau ankam, das waren dann gleich wieder mehrere Wunderdinge auf einmal. Und dass Kiyo den Ball trotz völliger Freiheit nicht annahm sondern direkt und passgenau verwertete, war dann der Hammer.

    Soviele glückliche Wendungen und etwas Neues, dass man gemeinhin einen „völlig geglückten Spielzug“ nennen kann! Ob ich das nochmal in der Rückrunde erleben darf? Ich bin skeptisch.

    Andererseits sah man dabei aber: Sie können ja doch Fußballspielen. Nur weshalb denn nicht öfter bitteschön?

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  • komisch erst wird der Beitrag abgelehnt, weil ein Feld unausgefüllt ist am Ende ist er dann zweimal drin 🙂 macht aber auch nix

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  • Juwe,

    Da hast natürlich auch wieder Recht. Letztenendes stört aber halt jeder wo vorm Glubb stedd. Was Hopfenheim dankenswerter Weise grad nicht tut.

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    • Markazero:
      Juwe,

      Da hast natürlich auch wieder Recht. Letztenendes stört aber halt jeder wo vorm Glubb stedd. Was Hopfenheim dankenswerter Weise grad nicht tut.

      Richtig mit sportlicher Konkurrenz habe ich auch gar kein Problem, da müssen wir natürlich vor Hoffnungslosheim stehen 🙂 ..ich weiß viele wird man sicher nicht überzeugen können, aber mich hat immer erwähnte Doppelmoral an der Diskussion gestört.

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  • Hab’s hier glaub irgendwann mal erwähnt, dass das, was Herr Hopp da in seiner Region leistet, aller Ehren wert ist, wirklich, Chapeau! Was jedoch nichts dran ändert, dass der Ruhmreiche die besseren Geschichten schrieb und schreibt!

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    • Markazero: Hab’s hier glaub irgendwann mal erwähnt, dass das, was Herr Hopp da in seiner Region leistet, aller Ehren wert ist, wirklich, Chapeau!

      dagegen ist ja nichts zu sagen, aber wenn Hopp mal kein Geld mehr reinpumpt, geht die Luft raus. Darauf bin ich doch nicht neidisch, ist doch klar, dass das nur ein temporäres Phänomen sein kann. Ohne Fremdgeld trägt sich das doch gar nicht und für Sponsoring sind sie nicht attraktiv genug (die kriegen glaube ich auch nicht mehr als wir für ihren Trikotaufdruck).

      Wenn ich auf etwas neidisch bin, dann sind das die Festgeldmillionen der Bauern, v.a. weil die eine Entwicklung gemacht haben, die unsere hätte sein können…

      Einen Scheich oder Mäzen brauch ich keinen, man sieht ja an den 60ern, wohin das führen kann…

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  • Tabelle jedenfalls 1A, manche Projekte würden sich die Finger schlecken 😊!

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    • Markazero: Tabelle jedenfalls 1A, manche Projekte würden sich die Finger schlecken 😊!

      aber ist schon ärgerlich, dass einer der 4 Rückrundenpunkte des VfB ausgerechnet von uns kommt :mrgreen:

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  • Optimist,

    Das eine ist Respekt vor verpulverten Herzblut-Millionen, das andere ist FCN-Historie…!

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  • Wenn ich auf etwas neidisch bin, dann sind das die Festgeldmillionen der Bauern, v.a. weil die eine Entwicklung gemacht haben, die unsere hätte sein können

    Was soll das ? Der FC Bayern hatte eben immer smarte Leute in seinen Führung allen voran Uli Höneß. Und was hatte der Club? Wir sind jetzt zwar auf einem guten Weg, jedoch der Vorsprung ist nicht ohne Dummheiten von seitens der Bayern egalisierbar.
    Habe gerade das Spiel VFB gegen den HSV gesehen. Wann meint ihr wird auch unser schönes Trikot einmal einen goldenen Stern zieren?

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    • Erich,
      klar haben sie sich das erarbeitet, keine Frage. Aber wären wir 69 nicht abgestiegen und hätten Gerd Müller nicht weggeschickt, wer weiß wo wir jetzt stünden….

      Das meine ich damit!

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  • Die neun Meisterschaften muss ich nicht als Stern auf der Brust tragen. Die trage ich im Herzen (ou, des war etz voll badedisch – ich bleib aber dabei: äußere Abzeichen sind unnötig)!

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  • Markazero

    Die neun Meisterschaften muss ich nicht als Stern auf der Brust tragen. Die trage ich im Herzen (ou, des war etz voll badedisch – ich bleib aber dabei: äußere Abzeichen sind unnötig)!

    Also an 2 Meisterschaften und 2 Pokalsiege kann ich mich noc h gut erinnern. Der Rest ist sowas von Schnee von gestern. Heute zählt, nicht das was unsere Urgrosselten erlebt haben.

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  • Neinzeahzwelfa, des wor vüllaichd a Summer! Und Achdersechzg! Und Nainersechdsg hommer fai gliddn, des kennds ihr aich gor nemmer vurstelln!

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  • Möglicherweise muss ich das nochmal überdenken (hust, äheck). Bin ich doch seit ’98 ausgewiesener Zidane- und „Les Bleus“-Anhänger (und habe – Überraschung!: gliddn)…

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  • Noch eine Anmerkung:
    Daß es heute die „großen“ Bayern gibt, war der „Dämlichkeit“ der Verantwortlichen der Traditionsclubs geschuldet. Sie haben Spieler wie Beckenbauer, Müller und co den Bayern überlassen.
    In Dortmund haben sie ein Konzept gehabt und wieder etwas aufgebaut und dabei das Glück gehabt, einen Trainer wie KLopp zu finden und talentierte Nachwuchsspieler in den eigenen Reihen zu finden und eben auch einen Kagawa für lau.
    Bei den Erfolgen von Hoffenheim, Leverkusen und ganz besonders von Wolfsburg und demnächst von RBLeipzig und möglicherweise auch von den 60ern haben die anderen Vereine keine Chance, deren Erfolg wirklich zu verhindern, weil diese Vereine sich einfach gute Spieler zusammenkaufen, die sich die anderen Vereine vielleicht leisten könnten, wenn diese Vereine nicht Summen auch schon für Ersatzspieler bieten würden, von denen die anderen Vereine nur träumen können.
    Magath wollte dieses Konzept auf einen Traditionsverein (Schalke) übertragen. Er ist da gescheitert, weil eben nicht wie in Wolfsburg immer mehr Geld nachgeflossen ist. Und er ist auch in Wolfsburg gescheitert, weil er den Werbeetat irgendwann überstrapaziert hat und es offenbar selbst die Bosse irgendwann gelangweilt hat, immer mehr Geld zu geben ohne gleich den Erfolg zu haben.Auch Hopp hat da irgendwann nicht mehr mitmachen wollen.
    Das macht mir Hoffnung, daß diese Retortenvereine vielleicht doch nur ein Übergangsphänomen sind und auch diese Multimillionäre, die sich Vereine kaufen und daß dann am Ende doch wieder die Traditionsvereine überleben. Mal sehen wie der struggle of life langfristig ausgeht , wer sich am Ende als resistenter erweist. 😀

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    • Beate60: ei den Erfolgen von Hoffenheim, Leverkusen und ganz besonders von Wolfsburg und demnächst von RBLeipzig und möglicherweise auch von den 60ern haben die anderen Vereine keine Chance, deren Erfolg wirklich zu verhindern, weil diese Vereine sich einfach gute Spieler zusammenkaufen, die sich die anderen Vereine vielleicht leisten könnten,

      Man merkt wie wenig du von Sport und Teambuilding verstehst, eine Mannschaft sind nicht 11 oder mehr teure Spieler, die man aus einem teuren Katalog kauft…eine Mannschaft wächst, wenn sie einen guten Trainer und eine gute sportliche Leitung haben und das ist ein jahrelanger Prozeß. Wie alle anderen Mannschaften auch..
      Ich verstehe, wenn man Hoffenheim net mag muß man auch nicht, aber dieser ganze konstruierte Unsinn der tut weh man muss sich sogar fremdschämen, wie begrenzt manche Fußballfans sind. Das reine Einkaufswut nicht zum Ziel führt den Beweis hat Magath die letzten Jahre doch erbracht.

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      • Juwe,

        Juwe, ich weiß nicht, was du aus meinen Statements immer rausliest. Hab ich doch geschrieben, daß einfach 11 Spieler zusammenkaufen nicht reicht um eine gute Mannschaft zu haben, die dann Siege einfährt. Worum es mir geht ist, daß diese Vereine Spieler aufkaufen, die bei anderen Vereinen vielleicht das Tüpfelchen auf dem i wären, um erfolgreich zu sein. Sie kaufen diese SPieler und setzen sie mit einem Gehalt auf die Bank (wenn überhaupt), das bei den anderen Vereinen ein Gehalt für einen absoluten Topspieler wäre.
        Und bei den 60ern ist es doch genau das was ich beklage: daß einige dem Lockruf des Geldes erliegen und dafür die Seele des Vereins verkaufen. Und daß die, die sich dagegen stemmen, einfach abgesägt werden, weil sich der Herr Scheich so ein unbotmäßiges Verhalten nicht bieten läßt.

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        • Beate60: das bei den anderen Vereinen ein Gehalt für einen absoluten Topspieler wäre.

          wenn wir bei dem Beispiel Hoffenheim bleiben wollen glaube ich nicht, daß die so eine super besetzte Ersatzbank haben. Einige ‚Traditionsvereine‘ aber schon, diese Politik macht der FC Bayern seit vielen Jahren oder glaubst du sie brauchen Lewandwoski wirklich?

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          • Juwe,

            Naja zumindest hat Hoffenheim Fürth Leistungsträger weggekauft. Damit gehen jetzt beide wohl in die zweite Liga 😀 Und letztlich war das schon Hoffenheims Politik unter Rangnick bis eben Hopp nicht immer noch mehr Geld in den Verein stecken wollte, sondern eingefordert hat, daß er sich selbst tragen muß.
            Und ja der FC Bayern macht das auch. Wie Hoeness ja selbst zugab, war das früher die Strategie, damit die anderen Vereine bewußt zu schwächen. Im Moment glaub ich ist es ein wenig das Ziel, diesen fremdfinanzierten Vereinen aufzuzeigen, daß sie da locker mithalten können, weil letztlich ja sogar ein Toptrainer wie Guardiola lieber auf ein wenig zuviel Geld verzichtet und zu den Bayern geht als zu einem dieser reinen Geldmaschinen.

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            • Beate60: Naja zumindest hat Hoffenheim Fürth Leistungsträger weggekauft. Damit gehen jetzt beide wohl in die zweite Liga 😀 Und letztlich war das schon Hoffenheims Politik unter Rangnick bis eben Hopp nicht immer noch mehr Geld in den Verein stecken wollte, sondern eingefordert hat, daß er sich selbst tragen muß.
              Und ja der FC Bayern macht das auch. Wie Hoeness ja selbst zugab, war das früher die Strategie, damit die anderen Vereine bewußt zu schwächen. Im Moment glaub ich ist es ein wenig das Ziel, diesen fremdfinanzierten Vereinen aufzuzeigen, daß sie da locker mithalten können, weil letztlich ja sogar ein Toptrainer wie Guardiola lieber auf ein wenig zuviel Geld verzichtet und zu den Bayern geht als zu einem dieser reinen Geldmaschinen.

              ManU die auch an Pep interessiert waren sind ja völlig ohne Tradition und reine Geldmaschinen!..
              Wie doof ist das eigentlich alles. Vielleicht aber ist Pep schon mit so viel Geld zugeschüttet worden (von einem Traditionsverein!) daß er darauf einfach nicht mehr schauen muß und tun kann worauf er Lust hat?

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              • Juwe: ManU die auch an Pep interessiert waren sind ja völlig ohne Tradition und reine Geldmaschinen!..

                Sicher ist Dir aber bekannt, dass Manchester United (übrigens ist die Abkürzung „ManU“ nur außerhalb Englands gebräuchlich und eigentlich abwertend bis verletzend) eine schwere Sinnkrise hinter sich hatte nach dem Einstieg von Glazer. Die Hardcore-Fans gründeten 2005 den „FC United of Manchester“ und wendeten sich von der „Geldmaschine“ Manchester United ab, weil das nichts mehr mit ihrem Verein zu tun hatte. So abwegig ist der Vergleich also gar nicht. Bei Manchster United hatte man also einen Traditionsverein, der aber heute nur noch eine Hülle darstellt.

                Juwe: Wie doof ist das eigentlich alles.

                Ich verstehe deine (verbale) Aggression zur Zeit nicht und hoffe, dass sich das bald wieder legt…

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                • Alexander | Clubfans United: So abwegig ist der Vergleich also gar nicht. Bei Manchster United hatte man also einen Traditionsverein, der aber heute nur noch eine Hülle darstellt.

                  Was im Übrigen fast überall in der Premier League verbreitet ist, inzwischen. Eben weil man den Investoren erlaubt hat, ganze Vereine zu übernehmen. Liverpool ist da ja auch ähnlich. Da wurde das Vereinsidol Kenny Dalglish trotz Gewinn eines Titels (Ligapokal) auf Wunsch der Investoren und gegen den Willen der Fans wegen Erfolglosigkeit (!) entlassen. Man wollte halt CL und nicht nur EL. Trotzdem zeigen die Spieler noch eine Identifikation mit der Tradition, wie z.B. ein Steven Gerrard, der sich gar nicht vorstellen kann, je für einen anderen Verein aufzulaufen.

                  Um das Beispiel Schröck aufzugreifen, das braucht man gar nicht so verächtlich herunterspielen: Für Fürth war Schröck ein absoluter Leistungsträger in einem funktionierenden Team, zudem eine Identifikationsfigur und ein wichtiger Führungsspieler, den die Fürther gerade in schweren Zeiten dringend gebraucht hätten. Ja, für Fürth kommt sein Stellenwert einem echten Weltstar gleich, sagen wir, wie Lahm für Bayern. Dieser Verlust ist mit dem Geld, das Fürth zur Verfügung hat, niemals zu ersetzen. Für Hoppenheim dagegen ein Klacks, egal ob da einer mehr oder weniger auf der Bank oder Tribüne sitzt. Fairerweise muss man aber sagen, Schröck hätte ja auch z.B. zum VfB gehen können. Sein Fehler 😉

                  Der „Weltstar Schahin“ dagegen hat sich bei Fürth nicht durchgesetzt und wurde von der Fortuna als Schnäppchen geholt. Für Geldsäcke war der ohnehin uninteressant. Für Fortuna wars ein Glücksgriff, wer konnte schon ahnen, dass er besser in der BuLi zurecht kommt als der wesentlich höher gehandelte Sararer. Hier haben wir also einen Traditionsverein, der sich Schnäppchen aus der zweiten Reihe holt, in der Hoffnung, dass sie einschlagen. Kenne ich irgendwo her 😉

                  Soviel zur Qualität Deiner Einlassung, geschätzter Juwe.

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                • Optimist: Um das Beispiel Schröck aufzugreifen, das braucht man gar nicht so verächtlich herunterspielen: Für Fürth war Schröck ein absoluter Leistungsträger in einem funktionierenden Team, zudem eine Identifikationsfigur und ein wichtiger Führungsspieler, den die Fürther gerade in schweren Zeiten dringend gebraucht hätten.

                  Ja wir hätten Gündogan oder Wollscheid auch dringend gebrauchen können als Identifikationsfiguren und Leistungsträger, aber da kamen plötzlich die „reinen Geldmaschinen“ aus Dortmund und Leverkusen. Was ist denn bitte daran neu, wenn es Fürth mit Schröck passiert? …nichts, es ist das normalste der Welt

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                • Juwe: Ja wir hätten Gündogan oder Wollscheid auch dringend gebrauchen können als Identifikationsfiguren und Leistungsträger, aber da kamen plötzlich die “reinen Geldmaschinen” aus Dortmund und Leverkusen. Was ist denn bitte daran neu, wenn es Fürth mit Schröck passiert? …nichts, es ist das normalste der Welt

                  Wenn sie ihn wenigstens gekauft hätten, aber ich glaube der war sogar ablösefrei. Was ich im übrigen schäbig von Schröck fand, denn wenn man schon eine Identifikationsfigur ist, dann sollte man zumindest seinem Herzensverein noch Geld bringen. Wolle und Gündogan haben das besser gemacht (oder unser Management war einfach cleverer).

                  Übrigens hab ich doch gesagt, er hätte auch nach Stuttgart gehen können, aber anscheinend liest Du nur, was gerade zu Deiner Kampflinie passt. Nicht alles ist immer gleich ein Angriff auf Hoffenheim 😉

                  Das mag fur eine Weile ein interessantes Projekt sein, aber spinn den Faden mal weiter: irgendwann haben wir dann eine Bundesliga mit Hoffenheim, Leverkusen, WOB, RB Leipzig, die Bayern und Dortmund, weil die nicht unterzukriegen sind und dazu vielleicht weitere Retortenclubs aus Seligenporten, Castrop Rauxel, Fallingbostel, Esslingen, Wernesgrün, Marburg, Bitburg usw. Wer weiß wo die alle wachsen…

                  Und wen interessiert so eine Liga dann noch? Bayern und Dortmund wechseln sich ab, feiern die 73. und 54. Meisterschaft und dann stirbt die Liga, dafür gibt es in der 3. Liga Zuschauerrekorde mit einem Durchschnitt von 35.000 Zuschauern, weil da die ganzen Traditionsvereine spielen. Wems gefällt… Mir jedenfalls nicht.

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                • Optimist:
                  Das mag fur eine Weile ein interessantes Projekt sein, aber spinn den Faden mal weiter: irgendwann haben wir dann eine Bundesliga mit Hoffenheim, Leverkusen, WOB, RB Leipzig, die Bayern und Dortmund, weil die nicht unterzukriegen sind und dazu vielleicht weitere Retortenclubs aus Seligenporten, Castrop Rauxel, Fallingbostel, Esslingen, Wernesgrün, Marburg, Bitburg usw. Wer weiß wo die alle wachsen…

                  Man braucht sich nur die Basketball-Bundesliga anzuschauen. Teams mit Firmennamen aus der Provinz in einer Firmenliga. Hätte jemand von Euch auf Anhieb gewusst, wo Quakenbrück liegt? Und dass da die „Artland Dragons“ spielen? Ich nicht. Genausowenig wusste ich, wo Hoffenheim liegt, als die so langsam aufkamen.
                  Wobei: Seligenporten hätte fast schon was.
                  Vielleicht ist es wirklich naiv, wenn man ausgerechnet im Fußball ein solches Gebaren verurteilt. Irgenwann werden wahrscheinlich die diversen Red-Bull-Teams die WM untereinander austragen. Da wäre dann ein Scheich-Team eine angenehme Abwechslung.

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                • Claus: Man braucht sich nur die Basketball-Bundesliga anzuschauen. Teams mit Firmennamen aus der Provinz in einer Firmenliga. Hätte jemand von Euch auf Anhieb gewusst, wo Quakenbrück liegt? Und dass da die “Artland Dragons” spielen? Ich nicht. Genausowenig wusste ich, wo Hoffenheim liegt, als die so langsam aufkamen. Wobei: Seligenporten hätte fast schon was. Vielleicht ist es wirklich naiv, wenn man ausgerechnet im Fußball ein solches Gebaren verurteilt. Irgenwann werden wahrscheinlich die diversen Red-Bull-Teams die WM untereinander austragen. Da wäre dann ein Scheich-Team eine angenehme Abwechslung.

                  Auch ein schönes Thema,dieses Basketball, Firmengestützte Dorfclubs, dazu Bayern München als Steckenpferd des Präsi, das er mit Fußball-Festgeld stopft, um sie im Basket hochzupushen. Und spannt seine Freunde von Sport1 ein, um kräftig Werbung zu machen. Ständig bekommen die Livespiele, obwohl sie bis vor Kurzem völlig bedeutungslos waren, erzeugt eine Präsenz wie im Fußball, obwohl es die anderen Vereine davor graust, was da passiert. Ach ja, auch Schweini wird natürlich in den Promotion-Zug eingespannt, mit seinem albernen Basket-Torjubel. Fußball ist ja ein guter Werbeträger…

                  Mich kotzt das an, noch ein Grund, die Bauern nicht zu mögen. Aber was solls, so ist der Sport heute. Da hat einer ein interessantes Projekt und ich bin sicher, auch hier finden sich Leute, die das gut finden.

                  Ich warte auf die Fußballabteilung der Artland Dragons aus Quakenbrück in der Bundesliga. Hätte was 😉

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                • Optimist: Auch ein schönes Thema,dieses Basketball, Firmengestützte Dorfclubs, dazu Bayern München als Steckenpferd des Präsi, das er mit Fußball-Festgeld stopft, um sie im Basket hochzupushen. Und spannt seine Freunde von Sport1 ein, um kräftig Werbung zu machen. Ständig bekommen die Livespiele, obwohl sie bis vor Kurzem völlig bedeutungslos waren, erzeugt eine Präsenz wie im Fußball, obwohl es die anderen Vereine davor graust, was da passiert. Ach ja, auch Schweini wird natürlich in den Promotion-Zug eingespannt, mit seinem albernen Basket-Torjubel. Fußball ist ja ein guter Werbeträger…

                  Mich kotzt das an, noch ein Grund, die Bauern nicht zu mögen. Aber was solls, so ist der Sport heute. Da hat einer ein interessantes Projekt und ich bin sicher, auch hier finden sich Leute, die das gut finden.

                  Ich warte auf die Fußballabteilung der Artland Dragons aus Quakenbrück in der Bundesliga. Hätte was

                  Als Lokalpatriot verfolge ich die Brose Baskets seit längerer Zeit schon und freue mich darüber, was da in den vergangenen Jahren aufgebaut wurde. Klar mit Sponsorengeldern, deswegen ja auch der Name. Im Vergleich zu den Bauern sind da aber sicher wesentlich geringere Summen im Spiel und man hat sich über Jahre hinweg etabliert. Man könnte den Verein also beinahe „Traditionsklub“ nennen.

                  Aber wie`s halt so ist, die Bauern verkraften es nicht, wenn ein fränkischer Verein besser ist und so muss man gleich das Gegenprojekt starten und wie du schön beschrieben hast seinen Einfluss nutzen um innerhalb kürzester Zeit emporzukommen.

                  Gut, das war jetzt etwas Verschwörungstheorie, aber mich kotzt das genauso an, wie die schon wieder nur über`s Geld so erfolgreich geworden sind. Naja, mal sehen, wie nachhaltig die Entwicklung dort ist.

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                • Stefan: Aber wie`s halt so ist, die Bauern verkraften es nicht, wenn ein fränkischer Verein besser ist und so muss man gleich das Gegenprojekt starten und wie du schön beschrieben hast seinen Einfluss nutzen um innerhalb kürzester Zeit emporzukommen.

                  Gut, das war jetzt etwas Verschwörungstheorie, aber mich kotzt das genauso an, wie die schon wieder nur über`s Geld so erfolgreich geworden sind. Naja, mal sehen, wie nachhaltig die Entwicklung dort ist.

                  Mit Franken dürfte das wenig zu tun haben, dafür mit knallhartem Kalkül um so mehr. Ich mag den Bayern gar nicht absprechen, dass man auch am Sport interessiert ist, aber die Motivation kommt woanders her und das war erst neulich irgendwo mal schön zu lesen: Marketing. In dem Artikel damals wurde schön aufgezeigt, dass man einfach eine Rechnung aufmachte, wie viel Invest man benötigt um wie viel Prozent mehr Markenbekanntheit aufzubauen. Und da war die Investition in eine in Deutschland boomende Sportart wie Basketball geradezu ein Schnäppchen. In den USA dürfte das sportlich umgekehrt sein (Fußball/Basketball).

                  Wir dürfen da in den Diskussionen auch nicht in Schwarz/Weiß-Malerei verfallen (nicht auf dich konkret bezogen, Stefan). Es gibt nicht nur die teuflischen Investoren, die nur die Gier treibt, da stehen oft durchaus redliche Motive dahinter, regionales Sponsoring, Sportbegeisterung etc.. Red Bull bspw. ist ganz sicher angetrieben so einer Sport-Affinität, die unterstützen ja auch Randsportarten, wo sonst keiner einen Cent investieren würde. Und dennoch tut das RB sicher nicht aus Selbstlosigkeit. Man muss immer das Gesamtpaket bewerten und dann auch sehen, was am Ende bei rauskommt. Und wenn Red Bull bspw. in Leipzig einen Verein nahezu aus den Boden prügelt, dann gefällt mir das nicht, bei Hoffenheim bin ich unschlüssig – vor allem mangels Fanbasis sehe ich das schon kritisch, was den Fußball insgesamt angeht – aber ich unterstelle Hopp tatsächlich heere Absichten. Wolfsburg dagegen ist für mich weit mehr Synonym für eiskaltes Sponsoring mit nur einem Auftrag, die Marke zu platzieren.

                  Aber die Regeln dazu müssen von oben kommen. Aber der Druck, solche Regeln zu ändern, kommt von unten – muss von unten kommen! Daher ist es auch wichtig, solche Modelle zu kritisieren.

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                • Alexander | Clubfans United: Mit Franken dürfte das wenig zu tun haben, dafür mit knallhartem Kalkül um so mehr. Ich mag den Bayern gar nicht absprechen, dass man auch am Sport interessiert ist, aber die Motivation kommt woanders her und das war erst neulich irgendwo mal schön zu lesen: Marketing. In dem Artikel damals wurde schön aufgezeigt, dass man einfach eine Rechnung aufmachte, wie viel Invest man benötigt um wie viel Prozent mehr Markenbekanntheit aufzubauen. Und da war die Investition in eine in Deutschland boomende Sportart wie Basketball geradezu ein Schnäppchen. In den USA dürfte das sportlich umgekehrt sein (Fußball/Basketball).

                  Wir dürfen da in den Diskussionen auch nicht in Schwarz/Weiß-Malerei verfallen (nicht auf dich konkret bezogen, Stefan). Es gibt nicht nur die teuflischen Investoren, die nur die Gier treibt, da stehen oft durchaus redliche Motive dahinter, regionales Sponsoring, Sportbegeisterung etc.. Red Bull bspw. ist ganz sicher angetrieben so einer Sport-Affinität, die unterstützen ja auch Randsportarten, wo sonst keiner einen Cent investieren würde. Und dennoch tut das RB sicher nicht aus Selbstlosigkeit. Man muss immer das Gesamtpaket bewerten und dann auch sehen, was am Ende bei rauskommt. Und wenn Red Bull bspw. in Leipzig einen Verein nahezu aus den Boden prügelt, dann gefällt mir das nicht, bei Hoffenheim bin ich unschlüssig – vor allem mangels Fanbasis sehe ich das schon kritisch, was den Fußball insgesamt angeht – aber ich unterstelle Hopp tatsächlich heere Absichten. Wolfsburg dagegen ist für mich weit mehr Synonym für eiskaltes Sponsoring mit nur einem Auftrag, die Marke zu platzieren.

                  Aber die Regeln dazu müssen von oben kommen. Aber der Druck, solche Regeln zu ändern, kommt von unten – muss von unten kommen! Daher ist es auch wichtig, solche Modelle zu kritisieren.

                  Bezüglich der Investoren stimme ich dir absolut zu! Hab ich in meinem Post auch nicht so ausdrücken wollen! 🙂

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                • Alexander | Clubfans United: Sicher ist Dir aber bekannt, dass Manchester United (übrigens ist die Abkürzung “ManU” nur außerhalb Englands gebräuchlich und eigentlich abwertend bis verletzend) eine schwere Sinnkrise hinter sich hatte nach dem Einstieg von Glazer. Die Hardcore-Fans gründeten 2005 den “FC United of Manchester” und wendeten sich von der “Geldmaschine” Manchester United ab, weil das nichts mehr mit ihrem Verein zu tun hatte. So abwegig ist der Vergleich also gar nicht. Bei Manchster United hatte man also einen Traditionsverein, der aber heute nur noch eine Hülle darstellt.

                  Wenn du das meinst, dann halten wir das mal so fest, Manchester United ist nur noch eine Hülle. (das mit dem Begriff ‚ManU‘ wusste ich nicht, ist aber nicht zwingend wichtig)
                  Real Madrid auch? die einkaufen als gäbs kein Morgen mehr, vermute ich also eine Hülle, beliebig fortsetzbar. In welcher Scheinwelt sind wir eigentlich agenkomen, wenn man Hoffenheim vorwirft, wenn sie einen Schröck kaufen, das kann ja nicht ernst gemeint sein. Ich bin kein Hoffenheim Fan, aber diese despektierliche schräge Diskussion meistens ohne echte Argumente, ja die nervt mich 😉

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                • Juwe,

                  es war tatsächlich nicht ernst gemeint als ich das mit Hoffenheim und Fürth schrieb, eher ironisch, aber offenbar kommt das nicht so rüber sorry

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                • Juwe: Wenn du das meinst, dann halten wir das mal so fest, Manchester United ist nur noch eine Hülle. (das mit dem Begriff ‘ManU’ wusste ich nicht, ist aber nicht zwingend wichtig) Real Madrid auch? die einkaufen als gäbs kein Morgen mehr, vermute ich also eine Hülle, beliebig fortsetzbar. In welcher Scheinwelt sind wir eigentlich agenkomen, wenn man Hoffenheim vorwirft, wenn sie einen Schröck kaufen, das kann ja nicht ernst gemeint sein. Ich bin kein Hoffenheim Fan, aber diese despektierliche schräge Diskussion meistens ohne echte Argumente, ja die nervt mich ;)

                  Ich hatte aber weder etwas zu Hoffenheim noch zu Schröck gesagt?! Und ja, Real Madrid ist auch nicht ohne, da eigentlich „traditionell“ mit dem big sponsor, der Stadt Madrid, gesegnet. Übrigens hat mal neulich einer schön dargelegt, warum aktuell wir Deutschen eigentlich über die Bankenkrise einen Özil bezahlen. Aber das ein anderes Thema.

                  Ich verstehe trotzdem die Aggressivität nicht, die du hier reinbringt. Na und? Du findest das Hoffenheimer Modell ok, andere nicht. Man tauscht seine Argumente aus und gut ist. Brauchst du das Gefühl „gewonnen“ zu haben auch in einer Diskussion?

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                • Alexander | Clubfans United: Ich verstehe trotzdem die Aggressivität nicht, die du hier reinbringt. Na und? Du findest das Hoffenheimer Modell ok, andere nicht. Man tauscht seine Argumente aus und gut ist. Brauchst du das Gefühl “gewonnen” zu haben auch in einer Diskussion?

                  Nee das brauche ich nicht, wenn jemand sagt oder schreibt, „Ich bin neidisch,die Hoffenheimer kommen von der grünen Wiese und haben einen Hopp …Sauerei!“, dann fände ich das zumindest ehrlich, da gäb es auch nichts dazu zu sagen, aber da werden auf sachlicher Ebene wildeste, schräge Argumente hingebogen und konstruiert, wie das der Liga schaden würde einer plaudert es dem/der anderen nach, was letztlich aber alle Mannschaften in der BuLi ganz genauso machen, die Doppelmoral nervt mich halt. Klar die Diskussion wird wohl in allen Fankreisen so aussehen, aber dann bin ich auch gerne Teil einer Minderheit :-R, weil mir das egal ist.

                  Schalke schlagen!

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            • Beate60: Naja zumindest hat Hoffenheim Fürth Leistungsträger weggekauft.

              Ja mit viel Geld einen echten Weltstar, ich glaube Schröck heißt der. Tja der Hopp hats halt und kann jeden kaufen. Welcher Oligarch finanziert eigentlich die Düsseldorfer die Fürth den anderen Weltstar Schahin abgekauft haben?

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      • Juwe: Man merkt wie wenig du von Sport und Teambuilding verstehst

        Solche abschätzigen Aussagen hast du doch gar nicht nötig, Juwe. Lasst uns sachlich bleiben und mit Argumenten überzeugen, das geht auch ohne die Kompetenz oder Wertschätzung des anderen in Frage zu stellen.

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  • Und wir abstrus all das werden kann zeigt der Verein 1860 München, lehnen Testspiele gegen den RB Leipzig ab und werfen selbst ihre im Verein verwurzelten Präsidenten raus, weil sie am Tropf eines Scheichs hängen….sie betteln doch alle um Geld die Traditionsvereine genauso, lächerlich einfach.

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  • oder ekeln ihn raus, er durfte ja immerhin selber gehen, weil er verstanden hat..

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  • Juwe,

    Dauernd will ich schreien „halt ein, Juwe!“ – aber irgendwie komm ich nicht umhin, Dir doch dauernd Recht zu geben: Romantic’s over. Vorbei. Perdu. Aus. Äpfel. Schade!

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  • Rolligünny,

    Ist ja immer etwas riskant, sich vor Ende der Saison so weit vor zu wagen, aber Spass macht’s 😄!

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  • Der nächste Fußballriese namens FC Oberfranken … wird ja offensichtlich derzeit in Weismain geboren 😀

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  • Jetzt freuen wir uns erst mal auf RedB… äh, tschuldigung, „RasenBallsport“ Laibsch.

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  • Weiß jemand, was aus dem Verfahren der Stuttgarter Staatsanwaltschaft gegen VWBurg wegen dubiosen Sponsorings geworden ist?

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/sponsoring-einnahmen-des-vfl-wolfsburg-und-zahlt-und-zahlt-und-zahlt-1.1466983

    Das ist eine tolle Idee: „Sponsore Du meinen Fußballverein, dann gebe ich Dir einen VW-Lieferantenvertrag“
    Deshalb zierten in Wolfsburg dann viele Unternehmen von normalen Menschen eher unbekannten Firmen wie z.B. eines Herstellers von Industrierobotern dort die Werbebanden.
    Deren Produkte sind dann eher nicht für Otto Normalverbraucher interessant oder gar kaufbar…

    Seufz. Es fehlt allenthalben an kritischer und nachhaltiger Berichterstattung. Das normale 0815 Presseagenturmeldungsgeschwafel bekommt man 7/24 verabreicht. Den Sport“journalismus“ zähle ich zu 100% dazu. Ich verweise da nur auf die „Was haben Sie gefühlt….“-Fragen. Alles um den FCB, DFB, Franz Beckenbauer, die Nationalelf usw. ist geradezu sakrosankt. Gerade einmal „kleinere“ Vereine bekommen unbequeme Fragen. Wenn ich da an so manches MB Interview denken. Die anderen werden von einer Art mafiöser Interessenverquickung vor allem geschützt.

    Da erfährt man heutzutage mehr Kritisches von unter den Kardinalstalaren als aus den Umkleidekabinen.
    Wenn ich mir das so recht überlege, funktioniert das System wohl sogar besser, als die Medienkontrolle in einer x beliebigen Diktatur.
    Anders gesagt: Vor Ulis Zorn kuscht ganz Deutschland.

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