Die Club-Chronik für die KW 11

Der Rückblick in dieser Woche fällt ziemlich grausam aus, da wir uns an einige hohe Club-Niederlagen erinnern (müssen). Wer das nicht so gut verträgt, sollte daher lieber nicht weiterlesen.

 

Vor 30 Jahren am 11.3.1983:
Der Club verliert am 24. Spieltag der Bundesliga bei Borussia Dortmund mit 0:4.

Der Club musste als Tabellenelfter beim Tabellenvierten in Dortmund antreten.

Die Aufstellungen:
Dortmund: Immel, Rüssmann, M. Koch, Zorc, Tenhagen (54. H. Freund), Raducanu, Bönighausen, Klotz, Keser (77. Loose), Burgsmüller, R. Abramczik (Trainer: Feldkamp)
Club: Kargus, Weyerich, J. Täuber, Stocker (59. Brendel), A. Reinhardt, Eder, H. Heidenreich, Botteron, Trunk (69. T. Schneider), Heck, Dreßel (Trainer: Klug)

Die Tore:
1:0 Klotz (50.)
2:0 Burgsmüller (62.)
3:0 Raducanu (68.)
4:0 R. Abramczik (76.)

Zuschauer: 20.500
Schiedsrichter: Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach

Empfehlung:
Die beiden Dortmunder Manfred Burgsmüller und Rüdiger Abramczik sollten in der folgenden Saison zum Club wechseln und eine Saison lang in Nürnberg spielen.
Club-Spieler Werner Dreßel sollte im Gegenzug nach Dortmund wechseln und dort drei Jahre lang spielen.

Der Club hatte alle seine drei Auswärtsspiele nach der Winterpause bei 0:10 Toren verloren. Folglich fiel der Club auf Rang 12 zurück, Dortmund blieb auf Platz 3.

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Vor 25 Jahren am 12.3.1988:
Der Club gewinnt am 23. Spieltag der Bundesliga bei Waldhof Mannheim mit 1:0.

Der Club musste als Tabellenfünfter beim Tabellenelften in Mannheim antreten.

Die Aufstellungen:
Mannheim: Zimmermann, Cvetkovic, Schön, Quaisser, Finke, Trieb, J. Müller, Bührer, Roscher, Lippmann (61. Ockert), Klotz (46. Schmöller) (Trainer: Latzke)
Club: Köpke, Giske, Dusend (46. H.-J. Brunner), Dittwar, T. Brunner, Schwabl, M. Schneider, Reuter, Philipkowski, Grahammer, Eckstein (Trainer: Höher)

Tor:
0:1 Eckstein (32.)

Zuschauer: 7.000
Schiedsrichter: Norbert Brückner

Empfehlung und Wiedersehen:
Bei Mannheim spielte Frank Lippmann, der in der Saison 1986/87 beim Club gespielt hatte.
Club-Spieler Dieter Eckstein sollte in der Saison 1995/96 noch für Mannheim spielen.

Der Club konnte seinen 5. Platz festigen, Mannheim fiel auf Rang 14 zurück und sollte am Saisonende nur über die Relegation den Klassenerhalt schaffen.

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Vor 20 Jahren am 13.3.1993:
Der Club verliert am 21. Spieltag der Bundesliga bei Bayer Leverkusen mit 1:2.

Der Club musste als Tabellensiebter beim Tabellenfünften in Leverkusen antreten.

Die Aufstellungen:
Leverkusen: Vollborn, Stöver, Kree, Foda, Wörns, G. Hoffmann (72. Tolkmitt), Hapal, A. Fischer (46. H. Scholz), Lupescu, Thom, Kirsten (Trainer: Saftig)
Club: Köpke, Zietsch, Kurz, T. Brunner, Schwabl, Olivares, Oechler, Kramny (46. Fengler), Dorfner, Wück (68. Rösler), Eckstein (Trainer: Entenmann)

Die Tore:
1:0 Stöver (16.)
1:1 Eckstein (73.)
2:1 Kirsten (85.)

Zuschauer: 13.900
Schiedsrichter: Hartmut Strampe

Der Club fiel auf Rang 9 zurück, Leverkusen blieb auf Platz 5.

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Vor 5 Jahren am 16.3.2008:
Der Club verliert am 24. Spieltag der Bundesliga bei Bayer Leverkusen mit 1:4.

Der Club war schon sieben Spiele ohne Sieg und musste als Tabellen-16. zum Tabellenvierten nach Leverkusen reisen.

Die Aufstellungen:
Leverkusen: R. Adler, Haggui, M. Friedrich, Castro, Rolfes, Barnetta, Gresko, B. Schneider (46. Vidal), Gekas (77. Sarpei), Kießling, Barbarez (85. Freier) (Trainer: Skibbe)
Club: Klewer, Glauber, A. Wolf, D. Reinhardt, Misimovic, Kristiansen, Kluge, Mnari, Saenko, Koller, Vittek (65. Charisteas) (Trainer: von Heesen)

Die Tore:
1:0 Haggui (6.)
1:1 Misimovic (12.)
2:1 Glauber (56., ET)
3:1 Gekas (59.)
4:1 Kießling (82.)

Zuschauer: 22.500

Laut kicker.de:
Spielnote: 2,5 – ein von beiden Seiten flottes Spiel, nach dem Wechsel individuell und in den Kombinationen glänzende Leverkusener
Chancenverhältnis: 10:5
Schiedsrichter: Michael Weiner (Note 3) – kleine Fehler bei Bewertungen von Zweikampfsituationen, teils den widrigen Bedingungen geschuldet.
Spieler des Spiels: Tranquillo Barnetta – über das gesamte Spiel absolut dynamisch, stets gefährlich, trieb die Leverkusener erst aus der Tiefe, dann von links an.

Wiedersehen:
Bei Leverkusen spielte Stefan Kießling, der von 2001 bis 2006 beim Club gespielt hatte.

Der Club musste die neunte Auswärtsniederlage in Folge hinnehmen und rutschte auf Platz 17 ab, Leverkusen verbesserte sich auf Rang 3.

Spielbericht bei Clubfans United: Letzte Hoffnung Bochum (vom 16.3.2008)

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Vor 10 Jahren am 16.3.2003:
Der Club verliert am 25. Spieltag der Bundesliga gegen Hertha BSC Berlin mit 0:3.

Der Club empfing als Tabellen-17. den Tabellensiebten aus Berlin.

Die Aufstellungen:
Club: Kampa, Kos, Popovic, Nikl, A. Wolf, Jarolim, Frey (46. Cacau), Larsen, L. Müller (67. Krzynowek), Junior, Ciric (76. Michalke) (Trainer: Augenthaler)
Berlin: Kiraly, A. Friedrich, van Burik, Simunic, Marcelinho, Dardai, M. Hartmann, Beinlich (79. Goor), Marx (83. A. Schmidt), Preetz, Luizao (69. Alex Alves) (Trainer: Stevens)

Die Tore:
0:1 Preetz (14.)
0:2 Marx (40.)
0:3 Marcelinho (85.)

Zuschauer: 25.500
Laut kicker.de:
Spielnote 3,5; Chancenverhältnis 2:10
Schiedsrichter: Florian Meyer (Note 4) – in einer an sich leicht zu leitenden Partie unterliefen ihm mehrere Fehler. Die Gravierendsten: Pfiff Jarolims Vorteil ab (12.), Popovic stand nicht im Abseits (18.).
Spieler des Spiels: Marcelinho – genialer Passgeber in der ersten Halbzeit, krönte seine tolle Leistung mit dem 0:3 kurz vor dem Spielende.

Nach der sechsten Niederlage im achten Rückrundenspiel blieb der Club Vorletzter, Berlin sprang auf Platz 5.

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Vor 15 Jahren am 16.3.1998:
Der Club verliert am 22. Spieltag der 2. Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt mit 0:1.

Spitzenspiel: Der Club hatte bereits ein Spiel mehr ausgetragen und empfing als Tabellenführer den Tabellenzweiten aus Frankfurt.

Die Aufstellungen:
Club: Hilfiker, F. Baumann, Bürger, Rost (46. Oechler), Simunec, Wiesinger (90. Falter), T. Richter, Störzenhofecker (81. Smejkal), Ziemer, M. Kurth, Ciric (Trainer: Magath)
Frankfurt: Nikolov, Bindewald, Hubtchev, Kutschera, Zampach (46. Gebhardt), R. Weber, Sobotzik, Schur, A. Brinkmann, Epp (86. Sawieh), Westerthaler (69. Güntensperger) (Trainer: Ehrmantraut)

Tor:
0:1 Epp (7.)

Zuschauer: 36.000
Schiedsrichter: Rainer Werthmann

Durch die erste Niederlage nach fünf Siegen fiel der Club auf Rang 2 zurück, Frankfurt übernahm die Tabellenführung. Beide Mannschaften sollten am Saisonende aufsteigen.

 

28 Gedanken zu „Die Club-Chronik für die KW 11

  • Für die Statistiker: Der FCN ist nach Konklaven 4mal unbesiegt! Gladbach 0:0 (2005) / 0:0 BVB und 2:1 Hertha (je 1978) / 1:1 Hertha (1963) (allerdings während einer Konklave einmal besiegt – also bitte bitte kommt zum Ende!)

  • Ah, der gestrige Verein, der Schwule als krank bezeichnet und wie urzeitliche Naturreligionen irgendwelche Knochen, mumifizierte Hautfetzen und Haare anbetet? Na, da wird sicher ein junger Wilder von 79 Jahren gewählt. Dem Internet sei dank, erlangt ein Schornstein weltweite Berühmtheit. 🙂

    Alberto Mendez! Noch nie vorher gehört! Der CU-eigenen Presseagentur sei Dank! Jetzt schon.

    Die CU-eigene Statistikagentur arbeitet auf Hochtouren, wie man sehen kann. Auch dank dafür.

    Außerdem möchte ich die Gelegenheit nutzen und auch Charlys Getränkekiste in Stadeln, dem Landbierparadies Nürnberg und allen Brauereikellern danken, die mir jahrelang gute Dienste geleistet haben und leisten werden.

    Dann noch liebe Grüße an meine Kollegen und dank an meine Eltern.

    P.S.: Am Samstag bei Dings-Abfrier-Temperaturen ins Stadion. Vielleicht erlebe ich wieder wenigstens einen einzigen, gelungenen Spielzug wie in Augsburg? Mühsam ernährt sich der Glubbfan…

  • Hm, drei Unentschieden und einen Sieg nach Konklaven… Und wenn man dann noch unsere aktuelle Serie betrachtet…
    Was könnte am Samstag wohl rauskommen?

    An den Alberto Mendez kann ich mich noch erinnern, da hab ich bei Feucht noch die letzten Jahre meiner glanzvollen Fußballer-Karriere verbracht (also ich hab nach der C-Jugend aufgehört).

    Aber die Geschichte damals hat für ganz schönen Wirbel gesorgt. Der SC hatte ja vorher schon angefangen, recht schnell aufzusteigen (nach jahrelanger Bezirksliga-Zugehörigkeit ein recht schneller Durchmarsch über die Bezirksober- in die Landesliga), und dieser Kurs wurde mit dieser unglaublich hohen Ablösesumme natürlich noch extrem verstärkt. Gleichzeitig wurde damit aber im Prinzip schon der Grundstein für den späteren Absturz und die Insolvenz gelegt…
    Da ist man ja viel zu schnell gewachsen, ohne Substanz, die Infrastruktur, der Unterbau, Jugendbereich etc. war ja im Prinzip nur auf Kreisliganiveau…
    Da musste viel Geld investiert werden, dafür gabs aber natürlich viel zu wenig, trotz der Mega-Ablöse, dann ist auch teilweise Geld über dunkle Kanäle geflossen, glaube ich. Also der Vorsitzende war ja auch Chef vom Hauptsponsor, der auch pleite gegangen ist, der wurde auch wegen Insolvenzverschleppung verknackt, glaube ich…

    Allerdings hatte ich auch total aus den Augen verloren, was aus dem Mendez geworden ist. Daher schließe ich mich Woschdsubbn’s Dank an Eure Presseschau (ebenso wie sein Lob fürs Landbierparadies) echt an, nur einer von vielen Artikeln, auf die ich sonst einfach nicht gestoßen wäre.

    • Scramjet: Allerdings hatte ich auch total aus den Augen verloren, was aus dem Mendez geworden ist. Daher schließe ich mich Woschdsubbn’s Dank an Eure Presseschau (ebenso wie sein Lob fürs Landbierparadies) echt an, nur einer von vielen Artikeln, auf die ich sonst einfach nicht gestoßen

      Völlige Übereinstimmung. Den Mendez hatte ich auch erst bei Unterhaching wahrgenommen und dann seine Tour durch die bayerische Amatuer-Landschaft – aber ARSENAL und vorher Club-Jugend: nie realisiert. Es ist wohl wirklich so gewesen, dass die Jugend/Jugendarbeit damals wirklich kaum jemand gross interssiert hat…

  • Der Hans-Meyer-Artikel ist ja auch sehr interessant.

    Den Guten darf ich morgen live erleben, der tritt gemeinsam mit Philipp Köster und Christoph Biermann bei einer Veranstaltung der lit.cologne auf, zum 50-jährigen Bundesliga-Jubiläum.

    Da freu ich mich schon drauf!

    • Markazero: Alexander | Clubfans United,

      Du wurdest erhört: Habemus Babam – ein Punkt ist dann wohl so gut wie sicher! Da lacht doch das Herz eines jeden mittelfränkischen ev.-luth. Agnostubberrers?

      …aber bestimmt das von Pino, der ein gläubiger Katholik ist. Vielleicht beflügelt es ihn ja zusätzlich. Auf jeden Fall mal, herzlichen Glückwunsch, wenn man sowas sagen kann. Oder sagt man Halleluja?

  • Da wir schon so schön beim Pressespiegel waren:
    Am interessantesten fand ich das Interview mit Martin Bader in der NZ bzgl. U23. Wurde doch eigentlich immer gemutmaßt, dass die U23 aus finanziellen Gründen gar nicht aufsteigen darf (eine Verschwörungstheorie, die sich in der Nachbarstadt lange großer Beliebtheit erfreute), klingt das jetzt nach dem Gegenteil. Offenbar ist das finanziell durchaus zu stemmen. Dass unsere U23 jetzt zu den Topfavoriten zählt, weil nur 2. Mannschaften von Profivereinen aus der RL Bayyern einen Antrag für die 3. Liga gestellt haben, war mir neu und ich finde das auch erfreulich. Allerdings wirft das auch ein schlechtes Licht auf das Ligensystem, die finanziellen Bedingungen in der 3. Liga wurden ja schon häufiger von den Vereinen kritisiert, für die das die höchste Spielklasse darstellt. Es sieht danach aus, als ob die 3. Liga auf Sicht nur noch für Zweitvertretungen von Profivereinen finanzierbar ist. Letztendlich führt das zu Verhältnissen wie in der DEL: Wenn Du Dir’s leisten kannst, darfst Du mitspielen, sportliche Qualifikation wird nebensächlich.
    MMn war ein Kardinalfehler aber auch die Reform der Regionalligen, die dadurch deutlich unattraktiver geworden sind. Oder war der Finanzaufwand in den “alten” Regionalligen schon zu hoch? Da spielten ja auch schon lange keine reinen Amateure mehr.

    • Claus: Es sieht danach aus, als ob die 3. Liga auf Sicht nur noch für Zweitvertretungen von Profivereinen finanzierbar ist.

      Für die und für potentielle Zweitligisten, wie Karlsruhe, Bielefeld, Hansa usw. für die das die unterste Liga ist. Wenn da nichts mehr reformiert wird, kristallisiert sich wohl irgendwann ein Feld von 40 – 50 Bundesligisten, die zwischen den 3 Lige verteilt werden und im volatilen Anteil nach oben oder unten um die 2. Liga herum pendeln und dem Rest als Auffüllung durch Zweitvertretungen, die ja nicht weiter aufsteigen dürfen, heraus.

      Für Dorfclubs wird das i.d.R. nicht mehr zu stemmen sein, so dass auf Sicht wohl nur noch potentielle Zweitligisten (oder Projekte mit Ambitionen) in der 3. Liga sein werden. Die bringen einfach einen ganz anderen Etat mit.

      Ob das so gewollt war?

    • Claus: eine Verschwörungstheorie, die sich in der Nachbarstadt lange großer Beliebtheit erfreute

      Glaube ich nicht mal. Ich denke bis vor paar Jahren war das auch noch gar kein Thema, dass die U23 aufsteigt. Da kickten die ja noch in Feucht (?), jetzt spielen sie ja eh im Nürnberger Stadion. Mit der Entscheidung die U23 auch personell aufzurüsten, das NLZ und die Spielstätte Stadion haben sich da schlicht Dinge grundlegend verändert.

      • Alexander | Clubfans United,

        Hat die U23 jemals in Feucht gespielt? Ich dachte, das war nur die U19. Über die U23 wurde mal diskutiert, aber da sind die Anwohner extrem dagegen Sturm gelaufen, weil sie befürchtet haben, dass dann wieder alles zugeparkt wird wie zu den Zeiten, als Feucht in der Regionalliga gekickt hat, auch wenn man da mit deutlich weniger Zuschauern gerechnet hat.
        Man ist dann meines Wissens nach eher widerwillig ins Frankenstadion umgezogen.
        Es gab vor einigen Jahren auch mal Gedankenspiele, ein kleines Stadion am Valznerweiher zu errichten, wenn ich mich richtig erinnere.

        Sportlich sehe ich die dritte Liga schon als durchaus attraktiv an. Wenn man sich die Namen der Vereine so ansieht, dann finde ich da auch nicht mehr “unattraktive” Clubs als in der zweiten Liga.
        Das sind meiner Ansicht nach vor allem die beiden zweiten Mannschaften, ansonsten noch Heidenheim, Babelsberg, Burghausen, und mit Abstrichen auch Unterhaching. Aber Aalen, Sandhausen, Aue, FSV Frankfurt sehe ich kaum attraktiver, auch der Jahn und Ingolstadt sind nicht gerade die Knaller.

        Dagegen sind KSC, Bielefeld, Münster, Osnabrück, Saarbrücken, Rostock, Aachen, Offenbach doch deutlich klangvollere Namen. Auch Erfurt, Stuttgarter Kickers, Darmstadt, Wiesbaden oder Chemnitz würde ich sicher nicht als unattraktiv betrachten.

  • Ich stehe dieser Entwicklung in der 3. Liga nicht ganz so negativ gegenüber. Irgendwann muss man den “Cut” machen und eine gewisse Infrastruktur fordern und auch wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Was man auf der einen Seite bedauert (die Durchlässigkeit nach oben) ist auf der anderen Seite auch ein Schutz. Wenn bspw. Duisburg oder Bochum abstiege in eine “amateurhafte” Regionalliga, wäre das von der ganzen Struktur gleich der Todesstoß. Wir haben einfach mittlerweile ein Bedürfnis nach “Professionalität”, das man auch nach sportlichem Abstieg nicht einfach an- und ausschalten kann. Die Kosten laufen dann weiter, die Einnahmen fehlen – Genickschuss. Mit der 3. Liga hat man zwar kein attraktives Gebilde geschaffen, aber ein effizientes. Es ist die Schwellenliga zwischen (Semi-)Amateur- und Profisport. Und liest man die Aussagen von Illertissen und Co. dann grämt man sich auch gar nicht groß drüber. Man weiß: Alles weitere wäre eine Nummer zu groß. Ob das “weitere” dann nun 2. Liga oder 3. Liga heißt, ist im Prinzip egal. So gibt es nun eine 3. Liga, die puffert und dann eben auch als “Ausbildungslager” für U23-Teams ist. Wer ein Freund der “Dorfvereine” ist, ist doch dann mit den Regionalligen bestens bedient und sollte sogar froh sein, wenn die U-Teams in die 3. Liga abwandern, weil die doch meist wenig Zuschauer, dafür aber viel Verwirrung sorgen (allein schon ob der Tatsache, dass du nie weißt, mit wie vielen Profis die gerade mal antreten).

    • Alexander | Clubfans United: Ich stehe dieser Entwicklung in der 3. Liga nicht ganz so negativ gegenüber. Irgendwann muss man den “Cut” machen und eine gewisse Infrastruktur fordern und auch wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Was man auf der einen Seite bedauert (die Durchlässigkeit nach oben) ist auf der anderen Seite auch ein Schutz. Wenn bspw. Duisburg oder Bochum abstiege in eine “amateurhafte” Regionalliga, wäre das von der ganzen Struktur gleich der Todesstoß.

      da hast Du sicher recht und ich meinte das auch gar nicht negativ, sondern eher beschreibend. Es gibt nunmal inzwischen so viele Vereine mit mehr oder weniger Zweitliganiveau (und einige mit mehr), dass man die 3 Ligen auch weigehend voll bekommt. Also warum dann nicht ein Niveau schaffen, dass ein Zweitligaabsteiger nicht ins Loch fällt.

      • Optimist: Also warum dann nicht ein Niveau schaffen, dass ein Zweitligaabsteiger nicht ins Loch fällt.

        Der Club ist doch 96/97 auch nicht ein Loch gefallen 😮

    • Alexander: … sollte sogar froh sein, wenn die U-Teams in die 3. Liga abwandern, weil die doch meist wenig Zuschauer haben …

      Sorry Alexander, genau das Gegenteil ist der Fall. In der Regionalliga Bayern sorgen speziell die 2. Mannschaften von Bayern, 1860 und dem Club für große Zuschauerzahlen, wenn sie bei den “Dorfvereinen” antreten müssen.

      Buchbach, Heimstetten oder Eltersdorf wären bestimmt traurig, wenn sie nicht mehr die “kleinen” Bayern, Löwen oder Cluberer empfangen dürften und stattdessen vor leeren Rängen gegen Seligenporten, Frohlach oder Ismaning spielen müssten.

      Wer es nicht glaubt, kann es hier sehen:
      http://www.weltfussball.de/zuschauer/regionalliga-bayern-2012-2013/2/

      • Töffi, sehr interessante Tabelle. Gerade weil mir noch im Ohr klingt, dass Vereine sich beschwerten über die U-Teams, allerdings vor allem durch die Wettbewerbsverzerrung. Mal kommen sie mit nem halben Bundesliga-Kader, beim Konkurrenten eine Woche später läuft die A-Jugend auf. Dachte sogar dass der Fan-Zuspruch bemängelt wurde, aber da lag ich offenbar falsch.

        Wobei: Kann es nicht sein, dass die hohen Zuschauerzahlen vor allem dem “Event”-Publikum entstammen? Das sind zwar auch zahlende Zuschauer, aber ersetzen doch nicht die Atmosphäre mitreisender Supporter – und da soll es bei den U-Teams ja ganz mau aussehen. Also lieber weniger Zuschauer, dafür mit Fans auf beiden Seiten?

        • Alexander,

          die “Dorfvereine” kritisieren immer, dass die 2. Mannschaften praktisch ohne eigene Fans zu den Auswärtsspielen reisen und damit für wenig Einnahmen beim Gastgeber sorgen.

          Dass aber gegen Bayern II, 1860 II oder Club II deutlich mehr eigene Fans kommen als gegen einen anderen “Dorfverein”, wird natürlich gerne verschwiegen.

  • Weil wir gerade bei der U23 sind:

    Bin mal gespannt, wann (und ob) Rosinger bei den Profis vorspielen darf. 3 Tore in 2 Spielen, gegen Illertisssen an allen 4 Toren beteiligt…

    Wenn das kein Empfehlungsschreiben ist!

  • Hm, quasi direkt aus Seligenporten als Halbamateur über zwei Regionalliga-Einsätze dann direkt in die erste Bundesliga? Das wäre natürlich ein Rekord-Tempo einer “Beförderung”.

    Als jemand, der sehnsüchtig mehr Fußballspiel im Frankenstadion sehen will, sage ich dazu: Warum nicht?

    Schlechtere Pässe als die bisherige Mannschaftsaufstellung abgibt, sind kaum spielbar. Von Einwürfen ganz zu schweigen.

    Wenn ich mir den Wetterbericht für Samstag so ansehe, dann habe ich irgendwie wenig Lust auf eine Nutzung meiner Dauerkarte. Immerhin lockt mich aber die tolle Atmosphäre bei Fanfreundschaftsspielen dann wahrscheinlich doch rein.

    Ich will mal anderen Fußball meines Glubbs sehen. Gegen Schalke dürfen wir doch endlich auch mal etwas wagen!?

    Deshalb meine Aufstellung mit “Advanced Design”, Risiko und hoffentlich weniger Krampf, mehr Spiel und mehr als einer guten fußballerischen Szene aus fünf Partien:

    ————- Schäfer, was sonst ————-
    —-Dabanli— Nilsson – Klose — Pinola—–
    —————–Simons—Ildiz—————
    ——————–Kiyo———————-
    –Frantz/Mak——Polter/Rosinger—-Esswein–

    Feulner und Balitsch haben mir durchweg in den letzten Spielen überhaupt nicht gefallen. Am fehlenden Einsatz- und Laufwillen von Feulner (Versteckt sich bei Einwürfen, Abwürfen und Abstössen) und den Fehlpasstaffeten von Balitsch hab ich mich satt gesehen. Denen ist eine Auszeit dringend zu gönnen.
    Hlousek und Gebhart sind immer noch nicht fit genug und Polter gefällt mir wegen seines Beweglichkeitsplus gegenüber Pekhart besser. Mak hat für mich zuviele Defizite in der Defensive, genauso wie Mu, darf aber anstatt Frantz gerne kommen. Vielleicht bringen drei und beweglichere Stürmer mit einem Kiyo als echten 10er auch mehr Beweglichkeit in der Offensive zustande. Da darf einer der Außen gerne zu Polter in die Mitte aufschliessen, damit der auch jemanden den Ball per Kopf nach Abschlag ablegen kann.
    Chandler wirkt für mich wieder überspielt, so wie in der Vorrunde. Dabanli hat für mich eine überraschende Beweglichkeit für seine Statur im Augsburgspiel gezeigt. Der darf mal die AV Position von Chandler übernehmen.

    Natürlich befürchte ich, dass meine “Advanced Design”-Mannschaftsaufstellung wohl nicht zum Tragen kommt. Fußballerisch kann es aber doch nicht einfach so immer weitergehen, wie bisher.

    Ich spreche mir ab sofort als zahlender Zuschauer ein Recht auf gelungene Doppel-, Steilpässe und Offensivaktionen zu!

    Das zählt für mich völlig natürlich zur “oberen Leistungsgrenze” und dem “schnellem Umschaltspiel” dazu, das Wiesinger fordert.

    So, das habt Ihr nun davon! 😀

    • Woschdsubbn: Hm, quasi direkt aus Seligenporten als Halbamateur über zwei Regionalliga-Einsätze dann direkt in die erste Bundesliga? Das wäre natürlich ein Rekord-Tempo einer “Beförderung”.

      Naja, er bringt ja schon Referenzen aus dem Vorleben mit, hat da ja auch schon heftig geknipst. Könnte mir aber vorstellen, dass man ihn erst mal für den Aufstieg einspannen will und noch nicht hochzieht.

  • Na, passt schon, Optimist. Ist doch gleich bei mir in der Aufstellung berücksichtigt. 🙂

    • Woschdsubbn,

      schaun mer mal, wieviel Advanced Design umgesetzt wird. Wiesehahn hat schon 2 – 3 Änderungen angekündigt….

      Mak hat sich mit 2 Toren in der U23 auch empfohlen.

  • Man ist damals mit einem sogar ziemlich hohen Zweitligaetat in die Regionalliga gegangen und konnte so eine Menge Spieler halten (z. B. Wiesinger). Wenn der direkte Wiederaufstieg nicht geklappt hätte, dann wären die Lichter wahrscheinlich ausgegangen, und es war ja lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Nachbarn, die da gerade wieder erstarkt sind. Gottseidank wollte es der Fußballgott (in Gestalt des DFB), dass in dieser Saison 2 Vereine aus der Regionalliga Süd aufstiegen, da war insgesamt schon auch eine Portion Glück dabei, da der Wiederaufstieg dadurch sehr früh feststand (hinter Club und den Greuthern klaffte in der Tabelle eine sehr große Punktelücke).

    • Claus: Man ist damals mit einem sogar ziemlich hohen Zweitligaetat in die Regionalliga gegangen und konnte so eine Menge Spieler halten (z. B. Wiesinger). Wenn der direkte Wiederaufstieg nicht geklappt hätte, dann wären die Lichter wahrscheinlich ausgegangen,

      Das ist aber fast bei jedem Absteiger in jeder Liga so, man versucht einen zu teuren Kader zu halten, um den sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen, ob ein Bundesligist absteigt oder ein Zweitligist, ist ja egal, wie die Liga darunter dann heißt ob Regionalliga oder 3. Bundesliga,wenn es schief geht verschwinden solche Vereine in beiden Fällen in der Versenkung.
      Ich bin da zwar nicht ganz in der Materie drin, aber mir hat sich der Sinn der eingleisigen 3.Liga nie wirklich erschlosssen. Besonders attraktiv ist sie ja auch nicht. Ich glaube das Modell hat man einfach aus anderen europäischen Ländern übernommen.

  • Sinn und Zweck der 3. Liga sollte wohl schon sein, ein professionelles Umfeld für profesionell aufgestellte und arbeitende Vereine zu bieten, die für die Regionalliga zu gut und für die 2. Liga zu schlecht waren. Tatsächlich hört man aber genau diese Vereine jammern, dass sich die 3. Liga finanziell nicht rechnet und man mehr Geld aus dem Fernsehtopf haben möchte, sonst könne man sich 3. Liga gar nicht mehr leisten. Also gibt es entweder tatsächlich Nachbesserungsbedarf oder die eigentliche Idee geht baden, indem diese Liga, wie weiter oben schon diskutiert, von den U23-Mannschaften von größeren Vereinen dominiert wird. Dann hätte man eher sowas wie die Premier Reserve League in England.

  • Ein Grund war doch auch die permanent hohe Gefahr, die komplette Fußballberichterstattung der 1. und 2. Liga komplett an das Bezahlfernsehen bzw. private Fernsehen zu verlieren. Deshalb brauchten die öffentlich-rechtlichen Anstalten “irgendeinen” Ausgleich. Das war dann quasi eine Win-Win-Situation, wie man das gerne auf Neudeutsch nennt.

    Die 3. Liga erhält TV Gelder und bekommt damit auch gleichzeitig eine Berichterstattung aller Sender, die sonst komplett auf Fußball hätten verzichten müssen.

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