Jux und Dollerei

Wenn wir dieses Jahr die Klasse halten – wovon wir ausgehen – gibt es in 50 Jahren Bundesliga nur eine einzige Periode, in der der Club länger am Stück in der Bundesliga war.

Sagt Martin Bader in einem Interview (klick).

Sie irren sich, Herr Bader! Wenn der Club in die Bundesligasaison 2013/14 geht, wird dies das fünfte Jahr am Stück sein. Damit würde er die beiden vierjährigen Perioden zwischen 1980 und 1984 sowie zwischen 2004 und 2008 übertreffen (na immerhin…). Es gab aber bislang nicht nur eine, sondern zwei Perioden, in denen der 1. FC Nürnberg länger als fünf Jahre in Folge in der Bundesliga spielte: sechs Jahre zwischen 1963 und 1969 sowie neun Jahre zwischen 1985 und 1994.

Dass der Club in der nächsten Saison ins fünfte Bundesligajahr am Stück gehen wird…

…kann nach dem 2:1-Sieg im Heimspiel gegen Mainz – wohl – als ausgemacht gelten. Mit vierzehn Punkten Vorsprung gegenüber dem Tabellensechzehnten (klick) sollte man bei achtzehn noch zu vergebenden Punkten in puncto Klassenerhalt on the sunny side of the street (klick) sein. Daran vermag auch nichts zu ändern, dass die Leistung unserer Mannschaft in der Partie gegen die 05er mehr durchwachsen als sonnig war. Die Gäste waren unverkennbar überlegen: deutlich mehr Ballbesitz, klares Chancenplus (darunter ein verschossener Elfmeter), “reifere” Spielanlage. Der Club verteidigte nach Kräften, erzielte aus dem Spiel heraus offensiv kaum Wirkung, aber zwei Tore nach Standards. Es war ein dreckiges 2:1 und es liegt im Ermessen des Betrachters, ob er diesen Sieg als glückliche Fügung (so isses halt im Fußball…) oder als Ausweis eiskalter Effektivität (Azzurri…) bewertet. Nachdenklich stimmen sollte allerdings, dass mit Nilsson, der gegen Mainz seinen vierten und fünften Saisontreffer markierte, ein Innenverteidiger die interne Torschützenliste des FCN anführt. Obwohl es für den Club-Fan eigentlich nichts zu nörgeln gibt, wenn seine Mannschaft sechs Spieltage vor Saisonende mehr Siege als Niederlagen (9:8) auf dem Konto hat, auch wenn kein Offensivspieler über vier Torerfolge hinausgekommen ist. Bei vier Punkten Rückstand auf den sechsten Tabellenplatz sind sogar leise Träume von Europa erlaubt, allerdings gepaart mit dem lauten Zweifel, ob man sich das wirklich wünschen soll, endete der letzte rot-schwarze Ausflug in internationale Gefilde doch bekanntlich in Wehen. Andererseits würde die Teilnahme am Europacup gutes Geld in die Kassen spülen und der Verein wäre – eine erfolgreichere Bewältigung der wettbewerblichen Doppelbelastung als 2007/08 vorausgesetzt – in der Lage, Spieler, die für den sportlichen Erfolg des Vereins unabdingbar sind, zu halten und vielleicht sogar die eine oder andere personelle Aufstockung vorzunehmen, die heute mangels Euros illusorisch ist. Aber das ist alles…

…Zukunftsmusik. Wobei es – dies lässt sich mittlerweile nicht mehr nur zwischen, sondern in den Zeilen lesen – in mittlerer Zukunft durchaus möglich ist, dass der 1. FC Nürnberg in einem anderern bzw. in einem umgebauten Stadion spielt. Denn: Ein neues Stadion ist ein Muss für eine erfolgreiche Zukunft des Vereins. Sagt Martin Bader (klick):

Das ist die Grundvoraussetzung dafür, in den nächsten Jahren und Jahrzehnten Bundesliga zu spielen … Wir machen so etwas nicht aus Jux und Dollerei … Wer auf Sicht wettbewerbsfähig sein will, muss eine optimale Wettkampfstätte haben.

Jux hin, Dollerei (heißt das nicht Tollerei?) her, ich halte das Frankenstadion für eine schmucke Wettkampfstätte. Trotz oder vielleicht sogar wegen der Laufbahn. Viel charmanter, weil individueller als eine dieser aus dem Boden gestampften, selbstverständlich laufbahnlosen High-Tech-Arenen, in denen aus jeder Pore des Betons die Sterilität des Kommerzes atmet.

Ein Beispiel für eine solche aseptisch-normierte Spielstätte ist die Münchner Allianzarena, in der der Club am nächsten Samstag eine Bundesligapartie absolvieren wird und wo ich mir in der letzten Woche Bayern gegen Juwe angeschaut habe (Champions-League…). Als neutraler Zuschauer, der auf einem mit dem FCN-Emblem verzierten rot-schwarzen Sitzkissen saß (Jux und Dollerei…). Wos bisdn du firra Trottl! Scheiß FCN! Schleich di, du Depp! Mehr als diese auf dem Weg von der U-Bahn zum Stadion auf mich losgelassene verbale Kanonade eines keineswegs alkoholisierten Bayern-Fans, der sogleich von seinen Kumpanen ruhiggestellt wurde (cool bleiben, Tscharlie, keinen Streit…), ist mir nicht widerfahren…

Befände sich der FC Bayern gegenwärtig nicht in einer solchen Top-Verfassung, könnte man sagen, was man halt sagt, wenn die eigene Mannschaft seit neun Spielen ungeschlagen ist: Wir können mit breiter Brust nach München fahren. Angesichts des 9:2-Siegs der Bayern in ihrem letzten Heimspiel gegen den HSV (klick) ist es wohl ratsamer, uns ein breites Kreuz zu wünschen.

Juwe machte es besser als der HSV und verlor “nur” mit 0:2 (klick). Die Italiener spielten in einem System, von dem ich gar nicht wusste, dass es noch praktiziert wird: 3-5-2. Auf den Club gemünzt würde das so aussehen:

Die mögliche Aufstellung des 1. FC Nürnberg

am 13. 4. 2013

SCHÄFER

    NILSSON               SIMONS               KLOSE

CHANDLER            BALITSCH            FEULNER            PINOLA

KIYOTAKE

PEKHART                ESSWEIN

Spielbeginn:

15.30 Uhr

Vielleicht sollte es unsere Mannschaft in München in dieser Formation versuchen. Einfach so aus – nein: ganz ohne Jux und Doll, äh Tollerei.

[FCN gegen Mainz 05: klick, klick, klick.]

32 Gedanken zu „Jux und Dollerei

  • MB ist halt endgültig in Franken angekommen! Komisch, dachte eigentlich, dass beide Varianten möglich sind, aber Duden sagt “nein”. Das’ja ein dolles Ding. Der Artikel ist aber toll, nicht doll. Das mit dem individuellen Charme des Frankenstadions im Gegensatz zu den sterilen Kommerz-Arenen sehe ich übrigens genauso.

    • Markazero: MB ist halt endgültig in Franken angekommen! Komisch, dachte eigentlich, dass beide Varianten möglich sind, aber Duden sagt “nein”. Das’ja ein dolles Ding. Der Artikel ist aber toll, nicht doll. Das mit dem individuellen Charme des Frankenstadions im Gegensatz zu den sterilen Kommerz-Arenen sehe ich übrigens genauso.

      …kann aber auch ein Redakteur schuld sein, der das mündliche falsch notiert hat. Allerdings spricht dann vieles dafür, dass MB das tatsächlich fränkisch ausgesprochen hat 😉

      Ich schließe mich an, toller Artikel!

      Zum Schmuckkästlein: wäre es vielleicht nicht auch möglich, in der gegenwärtigen Form noch weitere Business-Seats und Logen zu integrieren? Viele Stadien haben ja einen umlaufenden Logenbereich zwischen Ober- und Unterrang. Außerdem könnte man ja auch in der Gegengeraden noch etwas einbauen…

  • Die Verpflichtung von Angha ist prima. Auch wenn man jetzt wieder aufpassen muss, dass man da nicht zu viel erwartet. Ein gut ausgebildeter junger Mann auf einer eher unterbesetzten Position, zudem deutschsprachig und mit Talent gesegnet. Das ist die Rohmasse, die die Bäckerei Wiesinger & Reutershahn bekommt – ob sie daraus was backen kann, das wird sich zeigen.

    Bei einem anderen Gerücht hätte ich da mehr Zweifel: Yannick Stark (22, FSV Frankfurt, ablösefrei). Mit Niklas Stark, Klement (verliehen), Kamavouaka (verliehen), Ildiz, Cohen (verliehen) und Zeitz (verliehen) stehen zumindest auf dem Papier eine ganze Reihe von Spielern zur Verfügung. Zudem sind Feulner und Simons wohl auch noch mindestens 1 Jahr nahezu gesetzt. Wenn was dran ist, dann bedeutet das wohl mindestens Abschied von Cohen und Zeitz.

    • Klasse Artikel.

      Und sehr interessante Aufstellung.
      Eigentlich ein System, in dem ziemlich viele unserer Leute ihre Stärken recht gut einbringen können sollten. Mit einer defensivstarken Viererkette im Mittelfeld ein ziemliches Abwehrbollwerk, aber dennoch so, dass diese Leute sich auch gut in die Offensive einbringen könnten.
      Und für die Offensive habe ich mich eh gefragt, ob ein System mit Pekhart und Esswein als Doppelspitze nicht gut funktionieren könnte. Hier wäre dann noch der Vorteil, dass Kiyo trotzdem zentral spielen könnte (im Gegensatz zum 4-4-2 mit Doppelsechs), und für ein 4-4-2 mit Raute sehe ich unser Personal nicht unbedingt optimal an (zumindest nicht, solange Gebhart nicht zur Verfügung steht, ansonsten könnte ich mir das mit ihm und Feulner auf den Halbpositionen durchaus vorstellen).

      Die Frage ist natürlich, ob eine Umstellung auf ein komplett anderes System mit allen Folgen, vor allem nicht einstudierte bzw. verinnerlichte Laufwege etc., gerade gegen die Bayern eine gute Idee ist… Klar, man könnte sie damit überraschen. Es kann aber auch total daneben gehen. Wennst so nen mutigen Schritt machst, und es klappt, bist als Trainer der absolute Held. Gehts nach hinten los und du kassierst ne Klatsche, bist der Depp…

      Alexander | Clubfans United,

      Ist halt die Frage, wie man die ganzen Leute einstuft. Als wirklichen Anwärter auf eine wichtige Rolle in der kommenden Saison sehe ich eigentlich nur Ildiz. Cohen würde ich abgeben, wenn da ein israelischer Verein bereit ist, eine kleine Ablöse zu berappen (irgendwas ab 500K) wäre ich recht zufrieden.
      Kamavuaka wurde ja eher zum IV umgeschult, ob wir mit ihm irgendwas anfangen können, ob nun im DM oder als IV halte ich für zweifelhaft.
      Bei Zeitz und Klement hat sich jetzt während der Leihgeschäfte wohl auch keine großartige Weiterentwicklung gegeben. Da könnte ich mir vorstellen, dass Wiesinger sich die beiden in der Vorbereitung nochmal ansehen möchte, er sollte ja am besten beurteilen können, wie die Entwicklung war, nachdem er sie ja in der Vorsaison beide in der U23 hatte.
      Unseren Stark sehe ich noch als Perspektivspieler, der wird in erster Linie bei der U23 zum Einsatz kommen, denke ich, wobei er ja selbst nächstes Jahr noch A-Jugend spielen dürfte.
      Inwiefern Yannick Stark da jetzt reinpassen könnte, ist schwer zu beurteilen, vor allem, weil ich außer seinen kicker-Noten kaum was über ihn weiß…

      Eine große Frage dürfte halt sein, wie in Zukunft unser Spielsystem allgemein aussehen soll, und speziell auch, was mit der rechten Seite wird. Die war ja die meiste Zeit der Saison ziemliches Stückwerk, dass aktuell Balitsch RV und Chandler ROM spielt, sehe ich auch in erster Linie aus der Not geboren. Wiesinger hat halt erkannt, dass Kiyo da draußen seine Stärken nicht so gut einbringen kann, und sonstige Alternativen fehlen im Moment einfach (Mak, Gebhart, wobei letzterer sonst auch in erster Linie links eingesetzt wurde).

      Balitsch sehe ich für die Zukunft eigentlich als einen Allround-Backup fürs DM und die Außenbahnen. Für RV sehe ich ja schon Chandler als die beste Alternative, auch wenn er diese Saison mit guten Leistungen doch etwas geizt. Aber das ist meiner Ansicht nach auch bedingt dadurch, dass er ständig wechselnde, und vor allem vom Spielertyp her teils stark unterschiedliche Leute vor sich spielen hat. Hier wäre mal etwas Kontinuität wünschenswert…

  • Dein Aufstellung wäre eine tolle Schachzug. Nielson (als Libero) hat eine ausgezeichnete stellungsspiel, Kyo als 10er, aber ich würde Pekhart und Polter vorne versuchen.

    Ich bin auch Pro-Frankenstadion!

    Hope the Deutsch isn’t that bad, translate.google.com helped me 🙂

  • Natürlich wäre die Ideallösung ein Umbau des Frankenstadions! Da passt die Infrastruktur schon halbwegs, da müsste man die Laufbahn wegmachen (gibt es ja Ideen-Pläne für) und eben den Business-Bereich ausbauen.

    So würde das aussehen:
    http://www.nordbayern.de/nuernberger-nachrichten/nuernberg/club-will-2015-plane-fur-neue-arena-vorlegen-1.1596727

    Es geht ja nicht darum, dass man unbedingt mehr Schampus-Trinker im Stadion braucht, aber ohne diese Bereiche funktioniert Sponsoring eben nicht. Wer Kooperationspartner auf hohem Niveau gewinnen will, den muss man etwas anbieten, womit der wieder arbeiten kann: Business-Gäste mit zum Spiel nehmen, Tagungen und Workshops im Stadion veranstalten, Plätze an Geschäftspartner als kleine Bonbons überlassen.

    Klar kann man das übertreiben (siehe München, siehe auch Frankfurt), aber ohne solche Räume für Business-Partner hat man doch keine Chance.

  • Ich würde mir wünschen, dass man die achteckige Form beibehalten kann. Aber das dürfte sehr schwierig werden.

    Was die Ausstattung des Stadions mit Tagungsräumen etc. betrifft, hier ist man anscheinend schon sehr ordentlich aufgestellt.
    Im kicker war vor ein paar Wochen ein Artikel zur Nutzung der verschiedenen Stadien drin, und da war das Frankenstadion dasjenige, in dem mit ziemlich großem Abstand die meisten Tagungen und Konferenzen veranstaltet werden und die Anzahl der Gäste bei denselben dementsprechend auch die höchste.

    Das kann auch damit zusammenhängen, dass es in Nürnberg ansonsten wohl einen Mangel an Tagungshotels gibts (war zumindest immer wieder mal in der NN zu lesen). Jedenfalls ist das ein Punkt, wo man natürlich schauen sollte, dass man weiterhin so gut aufgestellt bleibt bzw. dies auch noch ausbauen kann. Ist ja für die Betreibergesellschaft auch eine wichtige Einnahmequelle.

    Bezüglich der Logen, hier sollte es eine strikte Trennung zwischen Fan-Kurven und Business-Bereichen geben. Ich fänd das schrecklich, wenn der Ober- und Unterrang in der Nordkurve von Logen durchschnitten wäre. Bei der Gegengerade wäre es ja noch ok, aber in den Kurven muss das echt nicht sein.
    Ein Stadion, dass ich in der Hinsicht top finde, auch wenn es insgesamt in die Kategorie “aus dem Boden gestampften, selbstverständlich laufbahnlosen High-Tech-Arenen, in denen aus jeder Pore des Betons die Sterilität des Kommerzes” gehört, ist der Borussia-Park in Gladbach. Von der Aufteilung her ist das spitze.

    • Scramjet: Ich würde mir wünschen, dass man die achteckige Form beibehalten kann. Aber das dürfte sehr schwierig werden.

      Ich dachte, dass die unter Denkmalschutz steht (genau wie die HT) und deshalb auf jeden Fall erhalten bleiben muss.

      • Florian,

        Das hab ich auch mal irgendwo vernommen, andererseits hieß es dann aber auch immer wieder, dass nur die Haupttribüne geschützt wäre…

        Irgendwie erscheint es mir auch unsinnig, nur die Form eines Gebäudes zu schützen.

        Man sollte sich hier aber mal mit den Schwaben unterhalten, die haben doch beim Umbau auch zumindest das Dach beibehalten, wenn ich mich nicht irre, und darunter die Tribünen neu gebaut (zumindest die Kurven, ob Haupttribüne und Gegengerade auch, weiß ich jetzt nicht).
        Das Ergebnis dort kann sich jedenfalls sehen lassen, finde ich, ist vor allem ein sehr charakterliches Stadion geworden.

  • Ob das System der Dreierabwehr „noch“ praktiziert wird, weiß ich nicht. Früher waren das ja der Libero und die beiden Manndecker.

    Praktiziert wird die Dreierabwehr m.W. vom FC Barcelona, dort allerdings in Form der Dreierkette mit Raum- statt Manndeckung.

    Welche der beiden Varianten hat Juwe denn da im Landeshauptdorf praktiziert? (Offenbar leider wenig erfolgreich… Gegen die Bazis scheint derzeit einfach kein Kraut gewachsen. Seufz!)

  • Wir könnten es aber vielleicht mit Quarterback versuchen und den Ball ins Tor tragen….

  • Und heute schon mal das kleine Derby der U19 gegen die Bayern am Valznerweiher. Die Vorzeichen sind ansich die gleichen wie bei den Profis. Nur das die U19 noch schlechter da steht.

  • Habe mir mal verschiedene Bilder vom Grundig-Stadion angesehen. Läßt sich der Platz nicht mehr zur Haupttribüne verschieben und gleichzeitig um 2-3 m tiefer legen? Bei gleichzeitigem Einbau von zusätzlichen VIPs würde sich die Zuschauerkapazität nicht verringern. Jedes Vermessungsbüro könnte diese Angelegenheit kurzfristig klären (was die Sichtverhältnisse betrifft). Was ist eure Meinung dazu?

    • Erich: Habe mir mal verschiedene Bilder vom Grundig-Stadion angesehen. Läßt sich der Platz nicht mehr zur Haupttribüne verschieben und gleichzeitig um 2-3 m tiefer legen? Bei gleichzeitigem Einbau von zusätzlichen VIPs würde sich die Zuschauerkapazität nicht verringern. Jedes Vermessungsbüro könnte diese Angelegenheit kurzfristig klären (was die Sichtverhältnisse betrifft). Was ist eure Meinung dazu?

      Geht wohl wegen des Grundwasserspiegels nicht

  • Der Artikel spricht mir auch aus der Seele (Clubstadion und eig. auch alles andere !) Und das mit dem Bayernfan , so sind Sie halt ! Deshalb sind sie auch so beliebt !

  • Den Ausbau des Frankenstadions halte ich für die schlechtest mögliche Variante, da hat man die höheren Baukosten in Kombination mit entgangenen Zuschauereinnahmen und dem jahrelangen Spielen auf einer Baustelle. Gerade die Beispiele Stuttgart und Bremen sollten einem zeigen, dass das auch böse ins Auge gehen kann, gerade bei den Bremern sind die Baukosten ja explodiert – dass die jetzt seit Jahren rote Zahlen schreiben und jetzt gegen den Abstieg spielen ist immer noch immer eine Spätfolge davon.

    Vllt. wäre ein Stadion am Valznerweiher ja machbar, dann würde sich von der Infrastruktur her relativ wenig ändern.

    • xxandl, ob das die schlechteste Alternative wäre, das weiß ich nicht. Sicher sind die Risiken wie beschrieben da, auch wenn ich die Kausalität zu Werders Sinkflug so nicht zwingend sehe – schließlich wurde es auch nach Abschluss der Baumaßnahme nicht besser.

      Was für mich gegen einen kompletten Neubau spricht: Wenn auf der Wiese neu gebaut wird, dann sicher a) dort, wo Bauland günstig ist (ergo wohl eher weiter draußen von der Stadt (und bestimmt nicht im Bannwald), und b) ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man dann so ein Fertig-Stadion a la Mainz hingestellt bekommt, da der Stahlrohrbau mit Außenfassade einfach am billigsten ist (und so auch rüberkommt).

      Daher denke ich: Wenn sich die Stadt doch noch bewegt, dann läuft es auf einen Umbau des Stadions raus, und das wäre für mich die Ideallösung – da gemeinsam und solide. Weigert sich die Stadt endgültig, dann wird wohl ein Kompromiss gefahren werden – wie sieht es eigentlich in Lauf mit Grundstücken aus, oder in der Ecke Stein? …

    • xxandl,

      Martin Bader hat klar gesagt, dass der derzeitige Standort der beste mögliche ist. Am Valze würde die Große Straße mit unzähligen Parkplätzen wegfallen, bzw. die Wege würden sich enorm verlängern. Aber warten wir doch einfach mal die Ergebnisse der Machbarkeitsstudien ab. Eine offensichtliche Lösung gibt es nicht, die naheliegendste geht wegen Grundwasser nicht, da könnte man dann nur noch Wasserball spielen. Auch dafür gäbe es natürlich Lösungen, das ist dann wieder eine Frage des Aufwandes. Vielleich kommen die hochbezahlten Experten ja mit einem Vorschlag, auf den noch niemand gekommen ist.

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