Berlin, Berlin, sie kommen aus Berlin

Die Hauptstadt kommt! Der Tabellenführer. Es kommt endlich zusammen, was zusammen gehört.

Der Makel des „einzigen europäischen Landes ohne Haupstadtverein in der höchsten Liga“ war so manchem ein Dorn im Auge (warum auch immer…?), vor allem (naheliegenderweise) aber den Berlinern. Entsprechend groß das Engagement dort, die höchste Klasse zu erreichen und dort auch zu verbleiben. Das Problem: Das reicht dort den allerwenigsten. Dabeisein allein ist da nicht alles, wenn schon, dann muss es auch oben dabei sein, wie es einer Hauptstadt wie Madrid oder London auch geziemt. Und so werden in Berlin in regelmäßiger Runde Luftschlösser gebaut und große Phantasien geboren, was sich zu einem solidem Finanzproblem längst aufgeschaukelt hat (in Berlin aber kein Problem, das kennt man da), sich aber in der Nachkriegszeit noch nie in echten Titeln niederschlug. So kehrt der Glanz nur einmal jährlich nach Berlin zurück – aber nur zu Besuch, denn dann wird der DFB-Pokalsieger geehrt. Dass Berlin den „Heimvorteil“ DFB-Pokalfinale noch nie ausnutzen konnte, liegt schlicht daran, dass man meist früh ausscheidet. Die letzte Finalteilnahme der Hertha war übrigens 1993 – mit den Amateuren… Auch so eine Geschichte, die irgendwie zu Berlin dann passt.

Den 1. FC Nürnberg verbinden mit der Hertha gemischte Gefühle. Rein sportlich traf man eigentlich zuletzt gern aufeinander: Viermal in Folge ging nun der FCN als Sieger vom Platz. Allerdings waren die Nebengeräusche und Nachspiele ebenso negativ wie unvergesslich. So zum Beispiel, als Herthaner nach einer Niederlage den Platz stürmten und mit „Stangen“ auf die eigenen Verantwortlichen losgehen wollten, was im Nachhinein dann vom Berliner Manager Preetz auch noch dem Nürnberger Torwart Schäfer in die Schuhe geschoben werden sollte, weil der mit einer Pose des Sieges das sensible Fanherz so in Rage gebracht hat, das eine Eskalation auf den Rängen quasi unvermeidlich war…

Große Ziele, große Worte, große Aktionen, das ist einfach Berlin, ebenso wie große Flops, große Desaster und große Dramen. Beim letzten Engagement in der Liga gab Markus Babbel vor dem Saisonauftakt nach Wiederaufstieg (übrigens gegen den Club) die Marschroute aus „erstmal 9 Punkte aus drei Spielen und natürlich Pokalfinale“. Pokalfinale erreichte man nicht, Markus Babbel war noch im Laufe der Saison in Berlin Geschichte (nach großem Rosenkrieg, weil der seinen Vertrag nicht verlängern wollte) und am Ende stieg man wieder aus der Liga ab, natürlich auch nicht ohne Drama. Die Posse um die „Halbangst“ im Relegationsrückspiel, nachdem mardodierende Düsseldorfer Familien frühzeitig euphorisch den Rasen stürmten und die Berliner Spieler in (Halb-)Todesangst versetzten, was den Altvorderen Rehhagel gleich an den Krieg erinnerte, hat seinen festen Platz in der Geschichte der Bundesliga. Oder die Sache mit Marcelinho, damals auch gekauft ohne am Ende zu wissen, wovon eigentlich, den man (angeblich) dem ebenfalls angebotenem Talent Ronaldinho vorzog … Berlin ist eben nie langweilig.

Die Hertha ist also wieder da, aufgestiegen mit einem Bundesliga-Kader und entsprechend souverän. Diesmal kam zum Auftaktheimspiel (natürlich ein Heimspiel…) die Eintracht aus Frankfurt, doch die vermiesten den Herthanern nicht die Party, wie vor zwei Jahren der FCN. Damals machte der Club einfach hinten dicht gegen den Aufsteiger und schlug vorne eiskalt zu. Kein Spiel für den Zuschauer und dann auch noch undankbare Gäste, die die Punkte mitnahmen. Das ist natürlich nicht der Anspruch der Eintracht aus Frankfurt, die als frischgebackener Europapokalteilnehmer gegen den Aufsteiger mit offenem Visier antraten – und hasenwild ins Verderben liefen. 1:6 hieß es am Ende für die Eintracht, die damit noch gut bedient war (3 mal Alu und 1 zu Unrecht aberkanntes Abseitstor der Hertha).

Damit landete Berlin auch gleich auf Platz 1 der Tabelle und grüßt auch die selbsternannte Fußballhauptstadt München von oben. Heile Welt also. Muss man nur noch die biederen Nürnberger schlagen. Doch Halt! Was ist aus denen geworden? Die spielten in Hoffenheim 2:2 zum Auftakt, das Spiel wurde als „Offensivspektakel“ von den Medien gefeiert und der Club war vor allem hinten pfui, wo man doch sonst das hui dort pflegte? Verkehrte Fußballwelt in Deutschland?

Für den Club können wir sagen: Sicher nicht. Wiesinger & Co. werden nun sicher nicht versuchen die Liga zu überrennen, sondern alles dafür tun vor allem hinten wieder sicherer zu stehen. Die Berliner sollten sich also eher am Sonntag auf den „Club à la Berlin 2011“ einstellen und der Zuschauer auf Hausmannskost. Man wird sicher seitens der Rot-Schwarzen versuchen, die euphorisierte Offensive der Berliner in Griff zu bekommen um dann mit Ginczek & Co. eiskalt zuzuschlagen – gern auch mal wieder mit einer Standard. hertha-blogWie die Berliner das sehen, das wollten wir von den Herthaner gern selbst wissen und blickten in die Blogszene. „Immerhertha“ ist da derzeit „außer Betrieb“ wegen Verbalvandalismus – irgendwas ist ja immer in Berlin. Umso mehr freuen wir uns, dass das Hertha-Blog bereit und in der Lage war, uns Rede und Antwort zu stehen – ganz undramatisch, ganz nüchtern und sachlich. Wir sprachen mit Daniel über große Themen wie Finanzgebaren, Fanausschreitungen und die Zukunft des Fußballs, über große Städte wie München, Berlin und Nürnberg, und natürlich auch die kleinen Themen, wie das Spiel am Sonntag, Hoffenheim und drei Punkte.

[Clubfans United] Hallo Daniel, willkommen zurück in der Bundesliga! Und gleich als „Tabellenführer aus der Hauptstadt“ in Nürnberg begrüßt zu werden klingt doch gut, oder?

[hertha-blog.de] „Klingt tatsächlich ganz gut, aber – und das sieht in Berlin eigentlich jeder so – wir würden uns mehr freuen, wenn wir auch in der nächsten Saison einfach wieder als „Erstligist“ begrüßt werden würden.“

[Clubfans United] Das Spiel gegen die Eintracht war natürlich der Wahnsinn. Ist Hertha nun so gut gewesen oder war Frankfurt so schlecht – oder sind das eben solche Tage wo einfach mal alles zusammen passt.

„Es war schon so ein Tag, an dem alles zusammengepasst hat. Frankfurt hat wirklich gut begonnen, befreite sich immer wieder sehr schnell und spielstark aus Herthas Offensivpressing. Aber nach den ersten beiden halben Torschüssen spielte plötzlich nur noch Hertha. Allerdings darf niemand vergessen, dass Frankfurt die Chance zum 2:2 und in der zweiten Halbzeit auch zum 3:2 hatte. Am Ende gingen dann Schüsse rein, die im Abstiegsjahr übers Stadiondach geflogen wären. In kurz: Ich habe keine Ahnung. Aber es ist gut zu wissen, zu was Hertha fähig ist, wenn alles zusammenpasst.“

[Clubfans United] In deinem Artikel „Ein unbeschwerter Tag“ sprichst du davon wie gut es wäre, wenn die Hertha es „vielleicht endlich einmal schaffen würde, sich direkt von Anfang an oben festzusetzen“. Die Erwartungshaltung scheint in Berlin ja kein Mittelmaß zu kennen. Remember M.Babbel, der einst 9 Punkten aus 3 Spielen und den Pokalsieg forderte. Dabei hat die Hertha nicht mal einen Spitzenkader (Marktwert niedriger als der des Club). Muss man an diesen Erwartungen nicht zwangsläufig scheitern? Oder sich ruinieren?

„Nein, in dem Artikel geht es darum, wie unbeschwert ich früher ins Stadion ging und die Hertha-Spiele geguckt habe. Damals war der Abstieg für mich kein Thema, es war von meinem Verständnis her eigentlich immer klar, dass Hertha unter den ersten Acht einlaufen würde. Darunter wäre schon eine Enttäuschung gewesen, knapp darüber im Rahmen. Aber ich hoffte damals halt immer auf einen guten Start, auf eine Serie gleich zu Beginn, die die Mannschaft durch die Saison und am Ende auf einen Champions-League-Platz tragen würde. Das Spiel gegen Frankfurt hat mich daran erinnert – nicht mehr. Der von dir zitierte Satz stammt also aus meinen Gedanken der „fetten Jahre“, die vorbei sind. Das ist uns allen bewusst und ich erwarte in dieser Saison eben gerade nicht, dass sich Hertha oben festsetzt. Es geht einzig und allein um den Klassenerhalt. Gerne schon am 30. Spieltag, aber auch der 34. würde reichen. Ich erwarte eigentlich nur, dass der Verein es endlich mal wieder über fünf bis zehn Jahren schafft, Kontinuität auszustrahlen und auf dem Platz eine Idee zu haben. Michael Preetz und Jos Luhukay scheinen bei beidem auf einem sehr guten Weg zu sein.“

[Clubfans United] Mit dem Namen Markus Babbel verbindet euch Hoffenheim, Euer letztes Bundesliga-Spiel hattet ihr gegen Hoffenheim (3:1) und Hoffenheim war am Samstag der Gegner des Club (2:2). Ziemlich viel Hoffenheim auf einmal, fällt dir dazu spontan was ein?

[hertha-blog.de] Ich habe sogar noch mehr Bezugspunkte. Ich fand es zum Beispiel recht sympathisch, wie sie am letzten Spieltag beim BVB gewonnen haben. Ich wohne ja in Dortmund und war zufällig im Stadion.
Ansonsten kann ich mit Hoffenheim recht wenig anfangen, glaube aber, dass sie in dieser Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben und in den kommenden Jahren wieder stärker werden. Markus Gisdol ist – wenn ich das aus der Ferne beurteilen darf – ein ziemlich Guter. Im Gegensatz zu, da schließt sich der Kreis, Markus Babbel.

[Clubfans United] Was ist Jos Luhukay für ein Typ? Sein ulkiger Schnauzbart ist ja das eine, er wirkt aber generell irgendwie kauzig und sein Abgang vom FCA war befremdlich. Wer geht schon freiwillig von dort weg, wo er just die Klasse gehalten hat, um eine Klasse tiefer wieder einzusteigen. Muss man Luhukay verstehen? Und wie krisenfest ist die Kombination Preetz/Luhukay/Berliner Medien?

„Luhukay hat eine klare Idee, wie seine Mannschaften Fußball spielen sollen, verliert dabei aber nie den Blick auf die Details. Er ist da sehr akribisch – was mir sehr gut gefällt. Ob er krisenfest ist, kann ich wirklich nicht sagen, denn außer einer Niederlage beim FSV Frankfurt zu Beginn der Hinrunde der Vorsaison und einer anschließenden legendären Pressekonferenz („Einige glauben, Sie sind größer als der Verein“), gab es bei Hertha unter ihm bisher keine Krisen. Ich habe aber das Gefühl, dass die Berliner Medien diesen manchmal sehr verschlossen wirkenden Kauz sogar ins Herz geschlossen haben – und von dieser Seite erst einmal keine Gefahr herrscht. Zwischen Preetz und Luhukay scheint zumindest bisher kein Blatt Papier zu passen. Die beiden machen seit sie zusammen in Berlin sind, einen hervorragenden Job.“

[Clubfans United] In deinem aktuellen 11Freunde-Interview wünscht du dir eine Saison „Ohne Skandale. Ohne Drama.“, einfach mal „unter dem Radar der Öffentlichkeit den Klassenerhalt erringen“. Geht das in Berlin überhaupt? Wenn wir da nur an die Szenen und die ganze Posse („Halbangst“) nach der Relegation denken, geht es scheinbar ja nicht ohne den großen Schlussakkord?

„Keine Frage, das war eine Katastrophe. Aber: Es war auch eine Ausnahmesituation, die es so zuvor noch nie gegeben hat.
Natürlich kann man sagen: Da hat sich Hertha schön blamiert. Und man hätte recht. Aber ob andere Vereine in dieser emotionalen Situation anders reagiert hätten? Wir werden es hoffentlich nie erfahren, denn – und das meine ich ernst – so eine Relegationsentscheidung wünsche ich niemandem. Um die Frage zu beantworten: Doch, es geht ohne den großen Schlussakkord. Ich hoffe schon in dieser Saison.“

[Clubfans United] Im Grunde geht ja eh nur um die Plätze 2-18 und in Sachen Fußball ist München die Hauptstadt. Dieser Bayern-Hype müsste euch also sehr willkommen sein. Korrekt?

„Ich sehe München nicht als Fußball-Hauptstadt. Klar, sie haben die beste Mannschaft, das meiste Geld, die meisten Fans in Deutschland, Europa und vermutlich sogar der Welt. Aber wenn wir nach der Stimmung gehen, dann muss der Titel nach Dortmund gehen. Was da abgeht, nicht nur in Dortmund, sondern überall, wenn sie spielen, ist phänomenal. Der Bayern-Hype ist mir eigentlich egal, denn auch ohne hätte es aus Berlin in den letzten Monaten keine Skandale gegeben. Und für Hertha geht es nicht um die Plätze 2-18, sondern um die Plätze 15 aufwärts.“

[Clubfans United] Apropos Bayern: Das Magazin ‚The European‘ bat uns jüngst um einen Beitrag zur Debatte zu ‚Bayern München‘ und deren Ansehen bei den Fans im Lande. Im Rahmen dieser Debatte fiel natürlich schnell das Argument der „Neidkultur“. Ist Neid aus deiner Sicht denn das Problem, wenn man über die „Klassengesellschaft“ in der Bundesliga spricht? Oder ist im Fußball längst einiges aber so ganz grundsätzlich falsch gelaufen, gerade was die Finanzen angeht. Und die Hertha ist da ja auch ein gebranntes Kind. Brauchen wir feste Regeln, die den „Wirtschaftsraum Fußball“ reglementieren, damit er sich nicht selbst auffrisst?

„Neid empfinde ich eigentlich nicht, was die Wirtschaftskraft von Vereinen angeht. Neid empfinde ich, wenn von 70.000 Fans im Olympiastadion 30.000 schwarz-gelb tragen, das macht mich richtig wütend. Aber der BVB hat in den letzten fünf Jahren einfach auch sehr viel richtig gemacht und in Berlin noch viele Fans aus den 90er Jahren, in denen Hertha in Berlin überhaupt nicht präsent war. Aber zurück zur Wirtschaftlichkeit: Natürlich muss es verhindert werden, dass Vereine über ihre Verhältnisse wirtschaften. Wenn es diese Regeln, deren Einhaltung von der DFL mittlerweile ja auch deutlich schärfer kontrolliert werden, früher schon gegeben hätte, wäre Hertha jetzt vermutlich nicht mit zig Millionen Euro verschuldet. Das wäre mir lieber gewesen, als die acht Jahre Uefa-Cup gegen Viking Stavanger und St. Patricks Cathedral.“

[Clubfans United] Zurück aufn Platz: Euer letzter Auswärtssieg in der höchsten Spielklasse liegt ein wenig zurück, im März 2013 gegen Mainz (3:1)? Wann habt ihr die nächsten „machbaren Auswärtspunkte“ auf dem Zettel?

„Ist das ne Fangfrage? Natürlich am Sonntag gegen euch ;-) Im Ernst: Luhukay hat klar gemacht, dass er die entscheidenden Punkte zu Hause holen will. Entsprechend erwarte ich eine deutlich vorsichtigere Hertha in Nürnberg und auch nicht unbedingt einen Sieg.
Aber einen Punkt würde ich schon gerne mitnehmen.“

[Clubfans United] Ist aus deiner Sicht der Auftaktsieg (auch in seiner Höhe) nun eigentlich gut mit Blick auf das Spiel am Sonntag? Wie schätzt du den Club generell ein? Am Ende gar eine Art „Angstgegner“? Die letzten vier Vergleiche gingen für euch ja verloren und das mit gehörigen Nebengeräuschen auf und neben dem Platz. Schäfer und Preetz werden wohl auch keine Freunde mehr werden und Preetz wird sicher auch nicht mit Applaus begrüßt. Alles alte Geschichten? Oder ist da auch bei euch was hängen geblieben, wenn es gegen den Club geht.

„Es gab diese Geschichte mit Raphael Schäfer, der direkt nach dem sehr sehr glücklichen Nachspielzeit-Sieg in Berlin – der quasi den Abstieg für Hertha bedeutete – die Faust in Richtung Hertha-Kurve reckte als wollte er sagen: „Viel Spaß in Liga 2!“. Daraufhin stürmten einige Verrückte den Innenraum „mit Eisenstangen“, wie es in der Presse hieß. Es waren Plastikstangen, ist aber auch egal. Insofern ist mir persönlich nur Schäfer als nicht besonders sympathisch in Erinnerung geblieben. Ich würde mich aber freuen, wenn man sich nach dem Spiel einfach die Hand reichen könnte, weil es zuvor ein faires Spiel gegeben hat.“

[Clubfans United] Vielen Dank für das Blogger-Interview! Zum Schluss da noch die Frage: Braucht man eigentlich überhaupt noch Blogs? Gibt ja genug Berichte auf allen Kanälen und den Rest gibt’s in Social Web? Und was machen deine beiden Mitstreiter Enno und Felix eigentlich so?

„Ich denke Blogs tragen maßgeblich zur Meinungsbildung vieler Fans bei, weil sie subjektiv sein können, was in den Medien in der Regel (noch) nicht oder viel zu selten der Fall ist. Beim Fußball gibt es eigentlich immer drei, vier manchmal sogar mehr unterschiedliche Meinungen zu ein und demselben Thema. In den Medien liest man dann die des Vereins und die eines Journalisten (wenn man Glück hat). In Blogs gibt es – wenn die Vielfalt gegeben ist – den ganzen Rest. Auf manche Gedanken kommt man ja oft erst, wenn man sie woanders liest. Ob man Blogs nun braucht oder nicht, ist auch deshalb denke ich gar nicht die Frage. Dass es sie gibt, finde ich jedenfalls sehr gut. Nicht nur, weil ich selbst einen betreibe, sondern weil ich mich über viele Vereine ausschließlich über Blogs informiere. Enno und Felix sind beruflich sehr eingespannt, was schade, aber nicht zu ändern ist. Ich selbst arbeite zwar auch Vollzeit, bin aber als Medien- und Internet-Junkie nicht vom Bloggen abzubringen (obwohl es zwischendurch schonmal längere Pausen
gibt) ;-)“


Das Interview führte Alexander Endl [Clubfans United] mit Daniel Otto [Hertha-Blog] am 14./15.8.2013 via E-Mail.

190 Gedanken zu „Berlin, Berlin, sie kommen aus Berlin

  • Der erste Teil des Einleitungstextes klingt aber nicht nach intensiver Recherche. Hauptsache Klischee.

    Es hat @Daniel ja dann auch einige Mühe gekostet, Dein sattes Vorurteil vom großmäuligen Berliner, dem alles hinter Platz Eins zu popelig ist, zu korrigieren.

    • Sir Henry: Der erste Teil des Einleitungstextes klingt aber nicht nach intensiver Recherche. Hauptsache Klischee.

      „intensiv“ würde ich auch gar nicht beanspruchen. Aber was stimmt denn konkret nicht an meinem kleinen (tendentiösen) historischen Rückblick?

      Sir Henry: Es hat @Daniel ja dann auch einige Mühe gekostet, Dein sattes Vorurteil vom großmäuligen Berliner, dem alles hinter Platz Eins zu popelig ist, zu korrigieren.

      Der Eindruck täuscht. So negativ sehe ich die Hertha gar nicht. Aber das „Vorurteil“ alles unter Top 5 wäre für Berlin zu mickrig, hab nicht ich geschaffen, sondern D. Hoeneß und auch M. Babbel noch gerade mal 2 Jahren (ich will 9 Punkte und den Pokalsieg). Sorry, wenn man da von außen nicht jeden Wandel direkt miterlebt – aber die Hertha war auch 1 Jahr aus dem Fokus.

      • Was nicht stimmt?

        „Das Problem: Das reicht dort den allerwenigsten. Dabeisein allein ist da nicht alles, wenn schon, dann muss es auch oben dabei sein, wie es einer Hauptstadt wie Madrid oder London auch geziemt. Und so werden in Berlin in regelmäßiger Runde Luftschlösser gebaut und große Phantasien geboren…“

        Bitte, bring mir ein Statement, vom Verein oder den Fans aus den vergangenen vier Jahren, das das belegt. Und nein, die BILD zählt nicht.

        „Aber das “Vorurteil” alles unter Top 5 wäre für Berlin zu mickrig, hab nicht ich geschaffen, sondern D. Hoeneß und auch M. Babbel noch gerade mal 2 Jahren (ich will 9 Punkte und den Pokalsieg). Sorry, wenn man da von außen nicht jeden Wandel direkt miterlebt – aber die Hertha war auch 1 Jahr aus dem Fokus.“

        DH ist seit fünf Jahren raus, nicht erst seit einem. Und Aussagen von MB haben, in jeder Hinsicht, genau welchen Wert? Genau: keinen!

        Nebenbei: was soll ein Trainer vor der Saison sagen? „Lass uns in der ersten Runde ausscheiden, dann können wir uns auf die Liga konzentrieren?“

        Und um den ersten Absatz in @Daniels „Ein unbeschwerter Tag“ so missverstehen zu können wie Du, braucht es eben eine satte Grundüberzeugung.

        Vielleicht einfach nicht so negativ rangehen an die Sache. Bei euch sehe ich auch eher die positive Entwicklung. Seit der vormalige Präsident (Roth) weg ist, habt ihr eine angenehme Entwicklung vollzogen.

        In diesem Sinne.

        HaHoHe

        • Sir Henry: DH ist seit fünf Jahren raus, nicht erst seit einem. Und Aussagen von MB haben, in jeder Hinsicht, genau welchen Wert? Genau: keinen!

          Das mit „vor einem Jahr“ war auch nur auf Babbel bezogen (sorry, wenn das missverständlich formuliert war).

          Warum allerdings alles „länger als vor vier Jahren“ nicht zählen darf (wir kriegen 1968 noch in jedem zweiten Artikel aufs Brot geschmiert – ebenso wie alle Aussagen von Michael A. Roth …) verstehe ich ebensowenig wie die Einschränkung, dass nun auch Babbel nicht zähle.

          In Sachen „Daniel missverstanden“ muss ich das auf meine schreiberische Kappe nehmen. Ich hatte ihn nämlich eigentlich gar nicht missverstanden, ich wollte eigentlich aus seinem Artikel nur zitieren um den Bezug zum (hier zumindest so ankommenden) oft kolportierten Anspruchsdenken in Berlin zu nehmen. Als dann Daniels Antwort kam, war mir schon klar, dass ich das falsch formuliert hatte, wollte es dann aber einfach so stehen lassen – seine Antwort erklärte ja doch einiges.

          Sir Henry: Nebenbei: was soll ein Trainer vor der Saison sagen? “Lass uns in der ersten Runde ausscheiden, dann können wir uns auf die Liga konzentrieren?”

          Das ist eben genau so ein Punkt. Bei uns in Nürnberg formuliert man eben stets: Ziel ist Nicht-Abstieg, sind dankbar für die Liga, alles über 40 Punkte ein Traum. Und damit haben manche Clubfans so ihre Probleme, eben dieses „niedrige Anspruchsdenken“. Man kann das also durchaus so und so sehen.

          Sir Henry: Bei euch sehe ich auch eher die positive Entwicklung. Seit der vormalige Präsident (Roth) weg ist, habt ihr eine angenehme Entwicklung vollzogen.

          Danke! 🙂

        • Sir Henry: Was nicht stimmt?

          DH ist seit fünf Jahren raus, nicht erst seit einem. Und Aussagen von MB haben, in jeder Hinsicht, genau welchen Wert? Genau: keinen!

          In diesem Sinne.

          HaHoHe

          Also DH ist genau seit Weihnachten weg.Und ich finde MB aber richtig gut! Nicht so ein Lautsprecher wie Babbel…. 😉

          In diesem Sinne

          HiHaHO

          😉

  • Gut zu lesender Text, auch wenn wie der @sir schreibt, nicht frei von Klischees.
    Zumindest durch meine Blau-Weiße Brille.
    Werde aber sicherlich in Zukunft hier öfters rein schauen.
    Tja, der Babbel Markus. Den Rosenkrieg gabs aber nicht wegen der Nichtverlängerung des Vertrages, sondern wohl wegen seines Privatlebens. Nachdem seine Gattin ihm auf die Schliche kam, dass er sich nicht nur im Hotel aufhielt, bestand sie darauf, dass er schleunigst immer nach München fuhr. Das führte dazu, dass er in einem Freundschaftsspiel in der Pause verschwand, um den letzten Flieger zu kriegen. Die Folgen seines Privatlebens sind wohl heut noch in Berlin zu sehen 😉
    Da tut ein Trainer wie Luhukay nur gut.
    Die Berliner erhoffen sich dieses Jahr nix anderes als den Klassenerhalt. Nur die Zeitungen mit den großen Buchstaben mach viel Wind.
    Euch eine gute Saison
    HaHoHe aus Berlin

    Der „immerhertha“ Blog läuft übrigens wieder.

    • VictorsSecret: Die Folgen seines Privatlebens sind wohl heut noch in Berlin zu sehen

      So hat sich vor einigen Jahren auch ein Trainer in Nürnberg „verewigt“

  • als Exilfranke hier in Berlin finde ich Hertha nicht sonderlich falsch dargestellt-ich bin beruflich sehr oft im Olympiastadion und was Sir Henry meint bezieht sich meiner Meinung nach sicherlich nicht auf die Hertha Fans in der Ostkurve bzw. Die die zu Hertha gehen und zu einem ,ich würde mal sagen,Grundunterstützerpotenzial von ca.30000 gehören.Beim Rest,der bei Erfolg ,dAs Olympiastadion voll macht würde ich allerdings schon behaupten das alles unter Platz 5 nicht so toll empfunden wird.das mag zum einen damit Zusammenhängen das ein Großteil der Fussball-affinen zugezogen ist und erstmal seinem Heimatverein die Daumen drückt-spielt die Hertha allerdings gut/schön und erfolgreich gibt es den ein oder anderen,dem dann einfällt er ist ja irgendwie auch Berliner-dafür kann die Hertha nix.Und die Zeit der Lautsprecher ist auch erstmal vorbei-bis auf den Boulevard,aber ehrlich wen interessiert der schon…
    wenn ich mir die Spiele der vergangenen Saison,bei denen Hertha immer Favorit war und das Spiel machen musste,in Erinnerung rufe,dann sollte der Club hinten solide stehen und eher kontern-damit hatte Hertha die meisten Probleme,wenn Sie das Spiel machen mussten.man sollte Sie nicht dermaßen einladen wie die Frankfurter das gemacht haben.

    • Christian

      Genau, man hat ja den Hertha-Hype 2009 gesehen, als die Meisterschaft noch möglich war. Unglaublich, wieviele am Prenzlberg (ausgerechnet!) plötzlich mit Hertha-Trikots rumliefen, in einem Bezirk, in dem man noch 1 Jahr zuvor Probleme hatte, eine Fußballkneipe zu finden, die das Herthaspiel übertug. Hertha kann nichts für diese diffuse Fanstruktur, das liegt an Berlin, aber sie muss wohl oder übel damit leben. Will man das Olympiastadion voll bekommen, ist man zum Erfolg quasi verdammt.

      Und, @Sir Henry, dass etwas, was Markus Babbel sagt, genau gar keinen Wert hat, mag so stimmen. Aber er war der Cheftrainer und damit einer der obersten Repräsentanten des Vereins in der Öffentlichkeit, deswegen muss sich der Verein auch seine Statements ankreiden lassen. Und genau wie Alexander sehe ich auch nicht ein, dass alles, was vor mehr als 5 Jahren so passiert ist, nicht zählen darf. Solche Dinge prägen nach wie vor das Bild eines Vereines außerhalb der eigenen Fanszene, insbesondere wenn man in den letzten 5 Jahren 2 Jahre duch Abwesenheit in der 1. Liga geglänzt hat.
      Dass man beide Abstiege umgehend korrigiert hat, finde ich persönlich (als in Berlin lebender Clubfan) natürlich erfreulich, aber beide male war es ein finanzielles Vabanquespiel, und man mag sich nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn es einmal schiefgegangen wäre. Das zeugt doch auch von einem gewissen Anspruchsdenken.

  • Die Geschichte mit Marcelinho vs. Ronaldinho war mir neu. Leider hast Du sie nicht belegt.

    Aber, nur so nebenbei, mit Marcello im Team hatte Hertha seine erfolgreichsten Jahre in der „Neuzeit“. Wir waren dauerhaft (sieben, acht Jahre) im EC vertreten, davon einmal sogar in der CL (das war aber noch vor Marcello). So schlecht scheint die Wahl dann doch nicht gewesen sein.

    Sorry, wenn ich am Anfang etwas unwirsch war, aber die ewige Leier von wegen „in Berlin ist die Erwartungshaltung riesig“ geht einem irgendwann tierisch auf die Ketten. De facto ist es eben nicht so.

    Das schließt natürlich nicht aus, dass man sich nach so einem Auftakt wie gegen die Eintracht ein Loch in den Bauch freut. Aber keiner dreht hier durch und formuliert absurde Ziele.

    Ihr hattet doch auch mal so einen Auftakt unter Hans Meyer mit einigen Siegen zu Beginn. Da wollten sie ihm die Würmer aus der Nase ziehen, ob es nicht auch für mehr reiche. Der alte Fuchs ließ sich aber nicht locken und betonte sinngemäß: „Alles Punkte gegen den Abstieg“.

    Also ist die Devise, Ball flach halten und leise auftreten. Punkte gegen den Abstieg sammeln. Wir brauchen noch 33 bis 35. Das sind 11 oder 12 Siege.

    Zu Babbel hat @Victors Secret einiges gesagt. Und was DH betrifft gehöre ich zur Fraktion derjeniegen, die meinen, dass die desolaten Ergebnisse der beiden Abstiegsspielzeiten eine langfristige Konsequenz des unverantwortlichen Handels Hoeneß‘ während seiner Amtszeit in Berlin sind. Frag mal in WOB, was die von Hoeneß halten. Es gibt einen Grund, warum der gute Mann seitdem kein Engagement mehr findet.

    Also, wünsche euch für den Sonntag viel Glück und uns die drei Punkte. 😉

    HaHoHe

    • Sir Henry: Und was DH betrifft gehöre ich zur Fraktion derjeniegen, die meinen, dass die desolaten Ergebnisse der beiden Abstiegsspielzeiten eine langfristige Konsequenz des unverantwortlichen Handels Hoeneß’ während seiner Amtszeit in Berlin sind.

      Damit hast Du ja jetzt selbst das beste Argument dafür geliefert, dass man die Hoeneß-Zeit noch lange nicht ausblenden darf.

      • Claus,

        Aber wir reden von zwei verschiedenen Sachen: einerseits die finanziellen Langzeitfolgen und andererseits das Außenbild.

        Im Text oben geht es um die Außenwirkung, die Finanzen sind kein Thema.

        • Sir Henry

          Die Finanzen gehören immer zum Außenbild, jedenfalls bei uns hier, deswegen hat Alexander sie ja in der Einleitung explizit erwähnt.

      • Alexander Endl | Clubfans United

        Nun ja, dass man „dran war“ heißt noch lange nicht, dass man ihn hätte haben können. Das der Hertha resp. „DH“ anzukreiden ist nicht ganz fair. Wir hätten ja angeblich auch Gerd Müller seinerzeit haben können (das weiß die BILD anscheinend gar nicht), und in den letzten Jahren haben wir uns einige male darüber gefreut, dass andere Vereine einige Spieler falsch eingeschätzt haben. Das gehört dazu.

        • Claus: Alexander Endl | Clubfans United

          Nun ja, dass man “dran war” heißt noch lange nicht, dass man ihn hätte haben können. Das der Hertha resp. “DH” anzukreiden ist nicht ganz fair. Wir hätten ja angeblich auch Gerd Müller seinerzeit haben können (das weiß die BILD anscheinend gar nicht), und in den letzten Jahren haben wir uns einige male darüber gefreut, dass andere Vereine einige Spieler falsch eingeschätzt haben. Das gehört dazu.

          Es war ja auch nur eine kleine Frotzelei am Rande im Artikel. Und Henry hat danach gefragt, woher das stamme. Das hab ich schon vor ewigen Zeiten gehört und wurde immer als Anekdote eingeworfen (wie auch das mit Gerd Müller, der nur nicht kam, weil wir schon 2 Müller gehabt haben sollen und 3 Müller dem Trainer zu viel gewesen sein soll). Und es gibt halt diverse Artikel, die das auch aufgreifen. Beweisen lassen sich nicht zu Stande gekommene Dinge ja sowieso schlecht.

  • @Claus

    Babbel hat sich durch sein Verhalten in Berlin aus meiner Sicht dermaßen diskreditiert, dass seine Aussagen für mich ohne Wert sind.

    Aber wenn wir uns diese eine Aussage vornehmen, muss man feststellen, dass sie so in dieser Art nicht getroffen wurde.

    Babbel hat tatsächlich den DFB-Pokal als Ziel ausgegeben. Das war mutig, zumal Hertha an diesem Wettbewerb in der Vergangenheit im besten Fall „teilgenommen“ hat. Das war ein mutiges Ziel, passte aber durchaus. Letztlich ist das Team auch erst im Viertelfinale in der Verlängerung unter höchst irritierenden Bedingungen ausgeschieden. (Schauspielerei im Strafraum durch De Camargo).

    Zu der Behauptung, er möchte neun Punkte aus den ersten drei Spielen hätte ich gerne einen Beleg. Diese Aussage traue ich ihm nicht zu. Das Auftaktprogramm war damals Nürnberg (H), HSV (A) und H96 (A). Da soll er neun Punkte gefordert haben? Dieses Zitat hätte ich gerne gesehen.

    Dass das überregionale Bild Herthas immer noch durch das Auftreten Hoeneß geprägt ist, zeigt doch, wie langlebig so mancher Mythos ist.

    Seit seinem Abgang ist die Melodie eine andere. Das kann auch jeder mitbekommen, dem einigermaßen an einer informierten Berichterstattung gelegen ist.

    • Sir Henry: @KUZ

      Kapier ich nicht.

      Ganz einfach: Solche Namensabkürzungen können bei Fans anderer Vereine ganz anders interpretiert werden. Diese beiden Abkürzungen haben bei uns eine ganz andere Bedeutung, aber der Gedanke scheint Dir nicht mal ansatzweise zu kommen.

      • Claus,

        Der Gedanke kam mir tatsächlich. Dachte, dass aufgrund des thematischen Zusammenhangs hier Klarheit herrschte. Werde das nächste Mal deutlicher sein. Keine Sorge.

  • @Ronaldinho

    Hm, das lassen wir mal so stehen. Halte DIESE Quelle dann doch für etwas vage.

    @Babbel und neun Punkte

    Unterstreicht einmal mehr, wessen Geistes Kind der Mann ist. Danke für den Link.

    Dieses Interview in den beiden Stuttgarter Zeitungen (da gabs noch ein anderes, ähnlich klingendes) war rückblickend wohl der erste Versuch von Babbel, sich aus seinem Vertrag zu sprengen.

  • @Langkamp und @Skibbe

    beide sprechen von mittel- bzw. langfristigen Zielen. Keiner sagt: „ab morgen geht’s los, da hauen wir alle in den Sack“.

    Wollen wir hier Erbsenzählerei betreiben?

    • Sir Henry: Wollen wir hier Erbsenzählerei betreiben?

      Also das stellt jetzt die Diskussion bisschen auf den Kopf.

      Ich habe (m)ein Stimmungsbild über die Hertha beschrieben, das offenbar (zumindest hier) nicht vollkommen daneben lag. Das wurde von dir angezweifelt und Belege eingefordert. Dann wird jeder Beleg entweder wegen „war ja schon ewig her“, „der war eh doof“, „die Quelle ist nix“, „das Thema lassen wir weg“ oder zu guter Letzt mit „aber das bezieht sich ja auf übermorgen“ abgelehnt. Und dann sagst du, wir würden „Erbsenzählerei“ betreiben?

      Das hat was. 😀

    • Sir Henry

      Solche Statements manifestieren bei Leuten wie (nicht nur) mir den Eindruck, dass die Hertha latent zum Größenwahn tendiert.
      Ähnliche Außerungen aus Nurnberg wirst Du in der Nach-Roth-Ära nicht mehr gehört haben, und der gute Alfred A. hat das damals auch nur im Überschwang der Gefühle im Berliner Olympiastadion gesagt.
      Tatsache ist, dass es maximal 4 Vereine in der 1. Liga gibt, die sich vor Ligastart relativ sicher sein können, nicht abzusteigen. Alle anderen sollten es als Privileg empfinden, dass sie überhaupt dabei sein dürfen. In den letzten Jahren fanden sich immer wieder Vereine in der Abstiegszone wieder, die nach ihrem Selbstverständnis da nicht hingehören und die andere Ziele formuliert hatten. Hochmut kommt nun mal immer vor dem Fall. Die Außerungen der Herthafans in den einschlägigen Foren vor und die Reaktionen der Herthafans, auf die ich nach unserem Auftaktsieg vor 2 Jahren getroffen bin, sprachen jedenfalls Bände.

      And now for something completely different:
      Gebhart fällt am Sonntag aus, somit dürfte klar sein, wer im zentralen Mittelfeld spielen wird.

      • Claus: Gebhart fällt am Sonntag aus, somit dürfte klar sein, wer im zentralen Mittelfeld spielen wird.

        Löst immerhin ein Problem: Soll man Gebhart nach dem Auftritt gleich wieder bringen. Aber das wäre zynisch. Ich hätte Gebhart gern gesehen, das ist einer, der sich auch identifiziert und ich würde mir wünschen, dass er mit mehr Spielpraxis durchstartet.

    • Alexander Endl | Clubfans United: Ach ja, apropos…

      “Jos Luhukay hat mit Hertha BSC in der Bundesliga hohe Ziele:

      Der Aufstieg ist seit Wochen fix und langsam rollt die Planung für die 1. Liga an: Hertha-Coach Luhukay will ins obere Tabellendrittel. Der Niederländer hat dafür klare Vorbilder.”

      http://www.goal.com/de/…-bundesliga-hohe-ziele

      Siehst Du die Diskrepanz zwischen Überschrift und den eigentlichen Zitaten im Text?

      Die Überschrift sagt: im oberen Tabellendrittel. Im Text ist dann aber nur noch von „etablieren“, „erfolgreich spielen“, „keine Angst haben“.

      Du nutzt zum gerne Medien, die auch nur Zweitverwerter sind. Goal.com und 2-liga.com betreiben Presseschau und verwurschteln die täglich erscheinenden Meldungen, peppen das noch ein bißchen auf und, peng, fertig ist die Schlagzeile.

      Folgst Du, auf den Club bezogen, denn diesen Seiten oder eher den Nürnberger Nachrichten?

      • Sir Henry: Du nutzt zum gerne Medien, die auch nur Zweitverwerter sind. Goal.com und 2-liga.com betreiben Presseschau und verwurschteln die täglich erscheinenden Meldungen, peppen das noch ein bißchen auf und, peng, fertig ist die Schlagzeile.

        Folgst Du, auf den Club bezogen, denn diesen Seiten oder eher den Nürnberger Nachrichten?

        Eine Bitte: Nicht auf die persönliche Ebene driften und auf meine „Arbeitsweise“ Rückschlüsse ziehen, nur weil dir die Ergebnisse nicht passen. Ich versuche auch nicht aus deinen Kommentaren ein Persönlichkeitsprofil abzuleiten.

        Ich habe gesagt, dass ich die Zitate auf deinen Wunsch hin in meiner Mittagspause schnell gesucht (und schnell gefunden) habe. Dass ich dabei die Zweitverwerter zitierte liegt schlicht daran, dass ich auf bestimmte Quellen einfach nicht gern verlinke (…) und auf andere nicht verlinken kann (Berliner Morgenpost).

        Fest steht doch aber: Für das „Stimmungsbild“ lassen sich sehr schnell genug Zitate finden, die das auch bestätigen. Dass das nicht der Hertha gerecht wird, dazu brauchen wir kein Dementi jeden einzelner Fundstelle, sondern einfach eurer persönlichen Einschätzung als Hertha-Fans, dass ihr das anders seht. So einfach ist das. Dann wissen wir und die Leser: Ui, schau an, in Berlin gibt es doch genug Leute, die denken da ganz anders drüber.

        Und mehr ist doch auch gar nicht gewollt.

        Ich lass mir nur ungern unterstellen, ich würde mir was aus den Fingern saugen und fabulieren. Dafür hab ich nun genug Futter nachgelegt.

  • Mal was Grundsätzliches (gerade an Gäste gerichtet):

    Wir schreiben hier weder mit rosaroter (rotschwarzer) Brille noch haben wir die Ambitionen den Gegner aufzuwiegeln und zu provozieren. Es geht mir bei den Interviews nicht darum den Interviewpartner an die Wand zu nageln und uns dabei als Club toll aussehen zu lassen, sondern einfach auch mit einem (vermeintlich) bestehenden Stimmungsbild zu konfrontieren und damit die Gelegenheit zu geben darauf aus der eigenen Sicht Stellung zu beziehen, vielleicht eben auch um(!!!) genau solchen Vorurteilen zu begegnen.
    Das ist oft eingepackt in viel Ironie und manchmal klappt es besser, manchmal schlechter sich den Ball dabei zuzuwerfen und sich am Ende in den Armen zu liegen um zu sagen: Am Ende sind wir ja alle Fußball-Bekloppte und feiern und leiden halt mit anderen Farben.

    Klappt natürlich nicht immer. 😉

  • @Alex

    Ich zweifele nicht das Stimmungsbild an. Wie könnte ich das? Stimmung ist Stimmung, fertig.

    Mich ernüchtert, wenn sich Stimmung aus vagen Quellen speist, aus alten Belegen, aus vermurksten Zusammenfassungen.

    Das ist natürlich vor allem ein Problem des Absenders und nicht des Empfängers. Insofern ist Hertha in der Pflicht, das Bild zu korrigieren.

    Es kann aber durchaus lohnend sein, andere Eindrücke als die alten, gepflegten und gut abgehangenen auf sich wirken zu lassen und sein Bild evtl. zu justieren.

    • Sir Henry: @Alex

      Ich zweifele nicht das Stimmungsbild an. Wie könnte ich das? Stimmung ist Stimmung, fertig.

      Mich ernüchtert, wenn sich Stimmung aus vagen Quellen speist, aus alten Belegen, aus vermurksten Zusammenfassungen.

      Das ist natürlich vor allem ein Problem des Absenders und nicht des Empfängers. Insofern ist Hertha in der Pflicht, das Bild zu korrigieren.

      Es kann aber durchaus lohnend sein, andere Eindrücke als die alten, gepflegten und gut abgehangenen auf sich wirken zu lassen und sein Bild evtl. zu justieren.

      Absolut! Allerdings sind ja auch genug neuere Quellen dabei (Luhukay, Langkamp), die den Stimmungsbildern dann wieder neue Nahrung geben. Frei nach dem Motto: Kaum wieder in der Liga, schon von übermorgen denken. Und (und da sind wir wieder bei den Finanzen) der sparsame Franke denkt sich da: Von was eigentlich?!? Womit bezahlt die Hertha denn die Millionenschulden um anzugreifen und auch um die Altlasten abzutragen? Und dann kommt den Franken der Gedanke, dass das gern auch mal der Steuerzahler übernehmen wird. Sorry, ist leider so. Und von wegen Financial Fairplay etc. fangen wir gar nicht erst an.

      Das ist doch der Mix, der einem solche Ambitionen sauer aufstoßen lässt. Da musste man sich jahrelang aus Berlin große Töne anhören (DHoe), sah dann (zugegebenermaßen mit Genugtuung), dass die Großmannssucht auf die Nase fiel, und soll dann heute generös darüber hinweggehen, weil man jetzt nicht gleich wieder von „oberes Tabellendrittel“ spricht (sondern eben mehr so bisschen vorsichtig von perspektivisch).

      Und dann kommt noch ein Preetz dazu, der unseren Schäfer anschwärzte, um ihm für eine Ausschreitung der eigenen Fans in die Mitschuld zu ziehen. Und dieser Preetz ist nicht nur noch im Amt, der hat gemeinsam mit Otto R. dann auch noch diese Posse mit DDorf inszeniert, bei dem es nicht nur um den Einspruch gegen ein Spiel ging (kann man ja machen), sondern eben und gerade um die Art und Weise und die Argumentation.

      Hertha ist also wieder da und alle sollen verzeihen und vergessen und wieder ins Herz schließen. Warum? Hertha ist ein Konkurrent, der sich weder in Sachen finanziellem Fairplay noch als Sympathie-Botschafter in den letzten Jahren hervortat. Das darf man auch (hoffentlich) ironisierend mal ansprechen und muss nicht jedes Wort belegen. (Trotzdem bin ich gern bereit es zu versuchen, soweit mir möglich ohne Vollzeitjournalist zu sein)

      Was das mit dem einzelnen Fan zu tun hat? Nix! Rein gar nix. Ich finde total dufte, dass Daniel mit uns das Interview machte, ich kenn ganz liebe Leute aus München, Frankfurt, Stuttgart oder Berlin, die ganz andere Farben tragen. Und wir diskutieren über unsere Clubs, ziehen uns gegenseitig über deren öffentliche oder sportliche Pannen auf, prangern an und haben uns trotzdem lieb. So ist das. Also bei mir.

  • @Alexander: Bei dem Luhukay-Artikel (den ich noch nicht kannte) hat man nicht das Gefühl, dass er von übermorgen spricht, aber vielleicht kommt das auch etwas verzerrt rüber. Immerhin hat der gute Jos die Erwartungshaltungen nach dem überragenden Auftaktsieg gleich versucht zu dämpfen. Ich frage mich auch seit letztem WE, ob jetzt die Hertha so gut oder Frankfurt so schlecht war. Am Sonntag wissen wir vielleicht ein bisschen mehr.

    • Claus, bei Spielverlagerung (glaub ich, ich will jetzt nicht suchen…) stand wohl: Eintracht trat mit einer Taktik auf, die eine dominante Spielweise signalisierte. Ich glaub, das ist der Punkt. Die Eintracht ist nämlich auch so ein Kandidat, die sehen sich (trotz aller Dementis) doch im Europapokal nun gesetzt (frei dem Motto: einmal geschafft, kein Leistungsträger weg, also geht weniger gar nicht!) und da war ein Aufsteiger zum Frühstück gerade recht, um mal zu zeigen, wie der Hase läuft. Ging leider kolossal schief. Veh wollte dann zur Pause auf die alte Taktik umstellen und das ging dann noch schiefer. Glaube, dass das der Eintracht gerade gut tat, so ist der Kopf wieder frei. Ob es der Hertha gut tut, wird auch bisschen von Nürnberg abhängen. Gewinnt die Hertha auch bei uns, kann es zu ner Welle werden, die Hertha eine ganze Weile trägt (wie bspw. Eintracht letztes Jahr).

      • Alexander Endl | Clubfans United: Gewinnt die Hertha auch bei uns, kann es zu ner Welle werden, die Hertha eine ganze Weile trägt (wie bspw. Eintracht letztes Jahr).

        Ich würde sagen, wie z. B. die Eintracht in ihrem Abstiegsjahr. 😉 Ich will nicht ewig weiter darauf rumhacken, aber wenn man zur Winterpause in Berlin 25 Punkte hätte, würden sofort ganz andere Ziele als Klassenerhalt ausgegeben, wetten?
        Und noch zum Thema Hochmut:
        Feulner sagt:“Wir schießen Hertha von der Spitze.“ Kann er sagen, wenn er dann auch auf dem Platz ordentlich dazu beiträgt. Ich hätte mir aber ein bisschen mehr Zurückhaltung gewünscht. Ich sehe uns noch nicht zwingend als Sieger vom Platz gehen, dazu hat das letzte Spiel doch zuviele Fragen aufgeworfen.

        Btw: Das letzte WE muss einem Clubfan im Frankfurter Exil doch richtig gutgetan haben, oder? Keine Frotzeleien der SGE-Anhänger, nehme ich mal an?

  • Nochmal was völlig anderes:
    VW-Dorf hat also Gustavo verpflichtet. So sieht kleinere Brötchen backen aus? Allerdings könnte das Jan Polak für uns wieder interessant machen.

  • Zum Financial FairPlay gehört auch das die Stadt Berlin in beiden 2.liga Jahren die Stadionmiete halbiert hat damit Hertha liquide bleibt-hertha hatte dann ja auch im ersten Zweitligajahr durchaus einen erstligatauglichen Kader-berlin ist zwar auch klamm,aber da hilft man sich in der Not…Auch von Seiten der Dfl gab es intern öfters zu hören das man bei Hertha ein paar Augen zudrückt-Bundesliga ohne Hauptstadtklub etc…
    aber egal Sonntag zählt es auf dem Platz!

    • Christian

      Natürlich gehört Hertha in die 1. Liga, keine Frage, die Beantwortung der Frage „Anzahl europäischer Länder, deren Haupstädte keinen Fußballverein in ihrer höchsten nationalen Spielklasse haben?“ war in den letzten Jahren schon peinlich. Außerdem ist Berlin nunmal die größte Stadt Deutschlands, da muss man doch einfach einen erstklassigen Fußballclub an den Start bringen können. Sie sind ja diesmal fast schon zu gut aus den Startlöchern gekommen (im Gegensatz zum letzten mal), jetzt liegt es am Club, sie wieder ein bisschen auf den Boden zu holen. Hoffentlich gelingt das, die 3 Punkte am Sonntag brauchen wir.

      • Tolle Diskussion, die ich mit viel Interesse gelesen habe. Ich habe zu viele Dingen ja auch schon im Interview was gesagt, aber eins muss ich unbedingt noch loswerden:

        Claus,

        „Außerdem ist Berlin nunmal die größte Stadt Deutschlands, da muss man doch einfach einen erstklassigen Fußballclub an den Start bringen können.“

        Das kann ich – ganz ehrlich – nicht mehr hören. (West-)Berlin war jahrzehntelang ein eingezäuntes Dorf. Wo soll denn da die Struktur herkommen, die für einen scheinbar von ganz Deutschland herbeigesehnten „Hauptstadtclub“ benötigt wird? Wo soll die Fanbasis herkommen? Hertha hat eigentlich erst seit Aufstieg 1997 aktiv mit Fan- und Mitglieder-Werbung begonnen, dabei aber – zugegeben – auch viel falsch gemacht.

        Es ist auf jeden Fall völliger Schwachsinn allein aus dem Umstand, dass Hertha ein Klub aus der Hauptstadt Berlin ist, schlusszufolgern, dass dadurch automatisch ein Bundesliga-Verein herausspringt. Wie gesagt, es wurden viele Management-Fehler gemacht (für die kein Fan etwas kann), aber den geschichtlichen Hintergrund einfach außen vor zu lassen, wird der Dimension einfach nicht gerecht.

        • Daniel

          Ich habe ja nicht unbedingt behauptet, dass Hertha DER Hauptstadt- resp. (ist mir lieber) Großstadtclub sein muss, aber sonst hat ja keiner das Zeug dazu. Im übrigen hatte das „eingezäunte Dorf“ auch schon knapp 2,3 Mio Einwohner, das ist reichlich, auch wenn schon damals viele zugezogen waren (u. A. meine Wenigkeit); Mittelfranken kommt da schon nicht ran. Dass Hertha seinerzeit (als ich nach Berlin kam) in den Niederungen des Amateurfußballes herumdümpelte und stattdessen so ein windiger Verein wie Blauweiß aus Mariendorf (ja eigentlich wirklich auch ein Dorf) ein Jahr 1. Liga spielen durfte, habe ich damals nicht verstanden, und in den 80ern wurden sicher auch die gravierenden Fehler gemacht, aber mit der Maueröffnung waren dann auch quasi über Nacht die Fans (vielleicht auch eher „Fans“) aus dem Umland wieder da, die gab es nämlich die ganze Zeit, sie hatten nur ein wenig Probleme, zu den Heimspielen zu kommen. Punktgenau sendete die Hertha dann auch 1990 wieder ein Lebenszeichen in der 1. Liga, was leider nur von kurzer Dauer war, und in der Zweitklassigkeit in den 90ern zeigte sich dann, dass das Berliner Publikum (und das aus dem Umland) offenbar wirklich nur erstklassigen Fußball sehen wollte. Insofern ist die Hertha eigentlich zur Erstklassigkeit verdammt, einen längeren Aufenthalt in der 2. Liga würde sie heute kaum noch überstehen, finanziell nicht und die Zuschauer würden sich wahrscheinlich auch bald wieder abwenden. Das weiß man bei der Hertha auch, deswegen ist man bei den beiden Zweitligasaisons auch finanziell volles Risiko gegangen, scheitern (sprich: nicht direkt wieder aufzusteigen) war nicht erlaubt. Die Geschichte (sprich: die Mauer) hat damit wenig zu tun, das ist eine gern genomene Ausrede, mit die erfolgreichste Zeit in der 1. Liga hatte die Hertha schließlich in den 70ern, die sie durchgehend erstklassig verbrachte, und meistens ziemlich weit oben in der Tabelle, trotz Mauer.

  • @Christian

    Die Stadionmiete wurde nicht halbiert, sondern sie wurde gestundet. Hertha zahlt sie nun verzinst zurück.

    @Financial Fairplay

    Da rennt ihr bei mir offene Türen ein. Die Verquickung von öffentlichen Geldern (Steuergeld) und privatem Vergnügen (Fußball) ist mir ein großer Dorn im Auge. Es ist für mich ein Unding, dass die Stadt Berlin hier als Darlehensgeber fungiert.

    Die Stadt Berlin ist in einer Zwickmühle. Man hat sich, aus meiner Sicht völlig sinnlos, dieses riesige Stadion ans Bein gebunden (Stichwort Leichtathletik-WM) und das Teil Anfang der 2000er für teuer Geld restauriert und umgebaut. Nun hat man aber mit Hertha lediglich einen Mieter/Nutzer (was da so an anderen Events wie Konzerten etc. abgeht, ist nicht der Rede wert). Sollte Hertha nun pleite gehen, gäbe es gar keinen Nutzer mehr und nicht einmal die Betriebskosten wären gedeckt. Schwierige Kiste.

    Das offensichtlich größte Problem habt ihr noch nicht einmal angesprochen: Hertha hat mit der Deutschen Bahn einen Staatskonzern als Hauptgeldgeber.

    Mir wäre es tausendmal lieber, sämtliche Einnahmen von Hertha beruhten auf privaten Engagements. Da bin ich aber deutlich in der Minderheit.

    Was die Schulden von Hertha betrifft, kann man getrost von einem Hamsterrad reden. Jeder Fußballfan kennt einen Verein, der noch mehr Schulden hat und findet das dann unfair. Nürnberg zeigt auf Hertha, Hertha auf Schalke, Schalke auf die Spanier und so weiter.

    Zurzeit gilt zu erstem Mal seit Langem: Hertha ist finanziell in einigermaßen geordnetem Fahrwasser. Die Schulden werden abgetragen. Aber das dauert seine Zeit.

    • Sir Henry

      Es gibt deutlich schlimmere Sponsoren als die Bundesbahn, auch wenn es natürlich ein bisschen anrüchig ist. Andererseits sollten eigentlich keine Steuergelder an die Hertha fließen, da die Bahn ja auch Gewinne an den Bund abführen muss. Da werden andere Vereine von Landesregierungen deutlich mehr bezuschusst, gerade wenn es um Fußballstadien und insbesondere deren Neubau geht. Womit wir dann ganz zwanglos beim Olympiastadion wären. Wer sonst außer das Land Berlin hätte sich dieses den ans Bein binden sollen? Die Hertha? Einen privaten Betreiber wirst Du dafür nicht finden, und der Denkmalschutz verbietet einen Abriss, völlig zurecht übrigens. Also ist die derzeitige Lösung nicht nur die sinnvollste, sondern eigentlich auch die einzig machbare. Wobei das Olympiastadion, was andere Veranstaltungen angeht, noch eines der besser ausgelasteten Stadien in Deutschland ist.
      In dem Zusammenhang eine Frage (ich bin jetzt zu faul zum Recherchieren): Es war doch die vorletzte Zweitligasaison, als die Hertha eigentlich erwogen hatte, die Heimspiele nicht im Olympiastadion auszutragen, um die Miete zu sparen und weil man meinte, dass die Kapazität für die 2. Liga zu groß sei? Dann wäre ja nur der Jahnsportpark als Alternative in Frage gekommen. Ich denke mal, dass Berlin der Hertha deswegen dann entgegen gekommen ist, weil sonst hätte Berlin ja gänzlich auf diese Einnahmen verzichten müssen. Weist Du zufällig, was der Hertha ein Heimspiel kostet?

      • Claus: Sir Henry

        Es war doch die vorletzte Zweitligasaison, als die Hertha eigentlich erwogen hatte, die Heimspiele nicht im Olympiastadion auszutragen, um die Miete zu sparen und weil man meinte, dass die Kapazität für die 2. Liga zu groß sei? Dann wäre ja nur der Jahnsportpark als Alternative in Frage gekommen. Ich denke mal, dass Berlin der Hertha deswegen dann entgegen gekommen ist, weil sonst hätte Berlin ja gänzlich auf diese Einnahmen verzichten müssen. Weist Du zufällig, was der Hertha ein Heimspiel kostet?

        Moin, Moin, Claus,

        nach meinen inoffiziellen aber nicht unqualifizierten Infos beträgt die Stadionmiete fuer Hertha BSC 250.000€/ Spiel. Geil wat?
        Das Gerücht: Hertha haette eine andere Heimspielstaette gesucht, oder gar ein neues Stadion bauen wollen kommt wahrscheinlich aus dem Eimer, aus dem die versammelte Burda Presse ihre Fachartikel zieht. Diese Sau wird in regelmaeszigen Abstaenden durch’s Dorf getrieben. Quatsch! Warum?
        Hertha BSC gehoert mit dem Senat zur Betreibergesellschaft des Olympiastadions. (urspruenglich mit der Walter Bau KG- mittlerweile konkurs!)Deshalb waere ein Ausfall des Hauptmieters, Hertha BSC, das Ende des teuren Olympiastadions. Immerhin haben dieses Stadion saemtliche Sportverbaende so lieb, das man es von zentraler Stelle untersagt hat, dass die Betreibergesellschaft (Senat und Hertha BSC) von Samsung 157 Mio. € erhaelt, um den Stadionnamen fuer ca. 5 o. 7 Jahre zu vermarkten. (Samsung Arena Olympiastadion Berlin) Schade, aber nicht mehr!
        So hat aber jeder sein Packen zu tragen und ich finde es ist an der Zeit, dass dieses Fingerzeigen auf Andere als laecherlich degradiert wird. (betrifft m.E. auch die „Traditionsklubdebatte“, TSG Hoffenheim, RB Leipzig, etc.) Es soll sich jeder 90 min. sportlich messen. Es gelten gleiche Regeln aber niemand hat gleiche Etats oder Voraussetzungen versprochen.

        @alexander endl
        Ich finde Deinen Artikel sehr muehevoll aber, wie Du selbst geschreiben hast, durchaus tendentioes. Und das ist kein Guetezeichen. Das Du aus Verlinkungsgruenden aus der Goal zitierst ist nichts Schlimmes. Aber selbst in diesem Artikel „ueber“ Luhukays Interview in einer „anderen“ Zeitung ist ohne Brille und mit Augenklappe zu erkennen, was, oder besser wie wenig, Luhukay gesagt hat, um die selbstgemachte Ueberschrift zu untermauern. Man hat Aussagen ueber mittelfristige Prognosen herausgeloest, um daraus einen „Beitrag“ zu machen, der abgerittene Vorurteile bedient.
        Ich kenne viele Hertha- Fans, die tatsaechlich nicht wissen wer sie rausgelassen hat. Erstaunlicherweise viele davon Zugezogene, die mit den vielen Abgasen in der Stadt nicht zurechtkommen. Hier freuen wir uns ueber einen sachlichen Arbeiter wie Jos Luhukay, der auf Preetz‘ betreiben an die Spree gekommen ist. Wir sind froh, dass der von Fans mitgetragene Sturz von DHoe gelungen ist und JA, wir haben Bammel vor dem Club. Er ist Scheisze zu spielen (sorry fuer mein franzoesisch) und mir wird schon wieder Angst und Bange, wenn von den Fans eine Defensive (Destruktive) als Marschrichtungszahl ausgegeben wird. Dann wird es fuer jeden Gegner schwer in Nuernberg. Dennoch freuen wir uns in der 1. Liga zu sein. Nicht weil es tatsaechlich Leute gibt die meinen: „Da gehoert die Hertha hin!“ (wuergggg), sondern weil wir uns qualifiziert haben und es zur Not, wenn wir sportlich und fair! absteigen sollten, es dann hoffentlich wieder tun werden.
        Auf einen verletzungsfreien Sonntag! Gruesze nach Franken! HaHoHe!

        • axel, wobei ich bitte nicht den Artikel und die Kommentare in einen Topf zu werfen. In den Kommentaren (und dort war der Goal-Artikel) schmiss ich einfach ein paar Fundstellen aus dem Netz rein, weil der Henry sagte, meine Ausführungen seien jetzt vollkommen aus der Luft gegriffen und niemand käme auch nur auf den Gedanken, in Hertha hätte man hohe Ziele. Dies „belegte“ ich mit 3-4 Links, bei denen ich nicht einmal ansatzweise unterstellen will, dass die Medien immer die Aussagen der Zitierten widerspiegeln.

          Übrigens wundert mich, dass auch du nur auf das Luhukay-(Nicht-)Statement eingeht, keiner von euch aber nur ein Wort zu den Langkamp-Aussagen verliert, die ja weit deutlicher und dazu brandaktuell waren.

          • Alexander Endl | Clubfans United, ich finde den Artikel im Übrigen keineswegs „bemüht“ (eine unqualifizierte Attacke, die Inkompetenz suggerieren soll), sondern die Stimmungslage, wie man sie Abseits der Hertha wahrnimmt, treffend charakterisierend. Qualitativ, leicht ironisch, subtil provokant. Auch das Interview ist doch recht angenehm, fernab jeder Schärfe.

            Bemüht empfinde ich dagegen die offensiv verteidigenden Rechtfertigungsversuche mancher Gäste hier. Das zeigt mir, dass der Eindruck nicht täuscht und nur ungern mit der eigenen Wunschvorstellung in Einklang gebracht wird bzw. eben dann vehement bestritten wird….

            Lass Dir nix einreden, der Artikel ist gut wie immer. Die Reaktionen zeigen doch, dass er trifft 😉

            ….manchmal bewundere ich Deine Coolness (wie geht nochmal das ICON mit der Sonnenbrille?)

            • Optimist, und danke für den Zuspruch. So cool man wirken mag manchmal, man will schon auch niemand (zu Unrecht) auf den Schlips treten. Ich versuche einfach immer das so zu sehen, wie ich das sehen würde: Man ärgert sich über nen Artikel (bspw. über den FCN) und rotzt erstmal was als Antwort hin. Dann bin auch ich froh, wenn man mir das nicht gleich zu krumm nimmt und man merkt, dass der andere am Dialog bemüht ist.

              Allerdings hat das natürlich alles so Grenzen. Man kann versuchen zu erklären, zu belegen, überzeugen kann man aber nicht – und auch Recht machen kann man es nicht allen. Bzw. – wie Armin zutreffend formuliert – ist das auch gar nicht der Anspruch.

  • Punkt 1) Auch ich habe die HERTHA und ihre Verantwortlichen in den letzten Jahren latent überheblich wahrgenommen, da gab es immer so Aussagen vom schlafenden Riesen, vom „Hauptstadtclub“, was ist dann Union? Oder das Sponsoring der Bahn, was ein rein politisches ist, so etwas ärgert einen anderen Fan natürlich auch.

    Punkt 2) Die Aktionen rund um den Abstieg vor 3 Jahren haben die HERTHA für mich nicht sympathischer gemacht, kann aber auch verstehen, dass wir mit unserem Torwart beim Anhang der HERTHA auch nicht beliebter geworden sind. Trotzdem sowohl damals als auch vor einem Jahr waren an den Abstiegen latent andere Schuld, so etwas gefällt mir nicht.

    Punkt 3) Zu Beginn fand ich den Neu-Manager Preetz eigentlich ganz sympathisch, nach D Hoeneß vielleicht auch nicht zu schwer, aber danach wurde er mir immer unsympathischer und ein Verein wirkt eben auch über seine führenden Mitarbeiter.

    Und wenn ich jetzt hier die Verteidigungsschreiben so durchlese, dann habe ich wieder den Eindruck, dass für die Berliner immer die anderen das Problem sind, da kommt ganz wenig Selbstkritik rüber, was mich in meinem „Vorurteil“ gegenüber dem Club durchaus bestätigt.

    Ich gebe aber auch gern zu, dass der erste Auftritt der HERTHA letzte Woche schon beeindruckend war, ich fürchte es lag nicht nur an der falschen Einstellung der Frankfurter, dass HERTHA so souverän agiert hat. Ich fürchte das wird ein ganz hartes Stück Arbeit für uns.

    Glücklich bin ich über so Aussagen wie die oben zitierte von Feulner auch nicht wirklich. gerade Feulner sollte wissen, dass er und auch die Mannschaft eher nicht geglänzt haben, wenn vor einem Spiel Sprüche kamen, auch wenn mir klar ist, dass die Zitate in der Presse auch immer zugespitzt werden und Feulner das ganze vielleicht nicht ganz so absolut gesagt hat.

    Immerhin, unter Wiesinger gibt es wieder so etwas wie eine Heimstärke bei uns, das sollte die Mannschaft beibehalten.

    • Armin: gemacht, kann aber auch verstehen, dass wir mit unserem Torwart beim Anhang der HERTHA auch nicht beliebter geworden sind. Trotzdem sowohl damals als auch vor einem Jahr waren an den Abstiegen latent andere Schuld, so etwas gefällt mir nicht.

      Nicht zu vergessen die Anzeige von Preetz als er erfolglos versucht hat unseren Torwart Schäfer beim DFB hat ein Verfahren einzuhandeln.
      Trotzdem man sollte die Hertha nicht auf Preetz reduzieren, da bin ich chon näher bei der Meinung, daß ein Hauptstadtclub in die Bundesliga gehört und mit Luhukay hat man ja keinen unsymphatischen Trainer, zudem erfolgreich.

      Dennoch sicher wird es nicht einfach, weil die Hertha offensiv schnelle, ballgewandte Spieler hat, aber wir brauchen die 3 Punkte für einen guten Start, dann eben mit unseren Mitteln. Die Woche darauf bei den Pep Bayern, wird man sich wohl nichts ausrechnen können.

  • Natürlich gehört Hertha in die 1. Liga, keine Frage, die Beantwortung der Frage

    Warum gehört HERTHA in die erste Liga? Wenn HERTHA wie jetzt sich sportlich qualifiziert, dann gehören sie wie jeder andere Verein auch dahin, aber sonst eben nicht.

    Ich brauche keinen „Hauptstadtverein“ in der ersten Liga. Warum auch? Im Gegenteil mich kotzt der Begriff Hauptstadtverein ganz schön an.

    • Armin

      Es hat nicht nur mit der Hauptstadt zu tun, sondern auch mit der Größe der Stadt, und Union hat einfach nicht das Zeug zum Erstligisten. Ich will jetzt auch nicht wieder mit Tradition anfangen (die bei der Hertha auch vorhanden ist), aber für mich hat ein Großstadtverein mit dem Umfeld wie Hertha mehr Berechtigung in der 1. Liga als z.B. ein finanziell hochgepäppelter Dorfverein, der mit der gesamten Einwohnerschaft des Dorfes das Stadion auf der Wiese noch nicht mal annähernd füllen könnte.
      Und ja, natürlich will ich in meiner Heimatstadt Erstligafußball und damit den Club sehen, ganz egoistisch.

  • und das mit der Stadionmiete sehe ich nicht so schlimm, das ist bei fast jedem Verein so, außer dem Verein gehört das Stadion und er muss Kredite bedienen, aber selbst da siehe Kaiserslautern unternimmt dann Stadt und Land auch gern etwas um den Verein zu retten.

  • Es wurden in der Bundesliga schon für weit aus weniger schlechte Auftritte wie die vom Manager Herrn P. Vereinsführungen entlassen. Anders gesagt: Vor Herrn P. war die Hertha durchaus mal sympatisch. Das ist vorbei. Deshalb gewinnen wir am Sonntag mit 2:0 und der Berliner Verein des Herrn P. gehört dann hoffentlich wieder zur Liga 2. oder weiter unten. Denkt doch an den 10 Mai 2008, als uns ein seltsamer DFB Schiri in die zweite Liga schickte…

  • Hui, hollaho! Interessante Diskusssion! Nach Phoenix-Dokus über Bestechungs-Skandal ’71 und Stadion-Kultur (und deren Verlust) in England sehr erfrischend! Allerdings: Heimspiele gehören gewonnnen und mehr gibt’s dazu eigentlich nicht zu sagen. Nicht „eigentlich“, die GEHÖREN gewonnen – danach kammmer alz no dischgriern!

  • Zur hier aufgeworfenen Frage des In-die-Bundesliga-Gehörens eines Vereins, die keine Frage ist, weil sie sich von selbst beantwortet:

    Wenn mich jemand fragt, welcher Verein meiner Meinung nach in die Bundesliga „gehört“, sage ich: „Der 1. FC Nürnberg. Ein anderer Verein fällt mir nicht ein.“

    Wenden wir uns lieber richtigen Fragen zu:

    „Was ist los mit Gebhart?“

    Dass der schon wieder nicht spielen kann, will mir gar nicht schmecken.

  • “Was ist los mit Gebhart?”

    Dass der schon wieder nicht spielen kann, will mir gar nicht schmecken.

    Tja die Verletzungsprobleme von Gebhart, die er schon bei Stuttgart hatte, auch ein Grund, warum wir den Spieler überhaupt bekommen haben, scheinen doch eher chronischer Natur zu sein. Vielleicht stellt sich irgendwann raus, dass doch nur irgendein Zahn faul war oder der Junge Einlagen benötigt um konstant verletzungsfrei zu sein, aber ich glaube nicht ganz daran. Wobei Nilsson zeigt, dass ein Spieler irgendwann auch wieder die Kurve bekommen kann.

    Nick Weber ist jetzt wieder weg, Gebhart verletzt, plötzlich ist unsere ach so üppig besetzte Offensive gar nicht mehr so vielbeinig und das schon nach dem ersten Spieltag. Es kommt doch immer wieder anders als man denkt.

  • Manni, warum denkst Du, dass da andere Dinge als physiologische reinspielen? Gebhart wirkt auf mich psychisch nicht labil und wenn er spielen kann, dann hat er seinen Platz immer gehabt. Kann mir nur schwer vorstellen, dass da andere Dinge als körperliche eine Rolle spielen. Aber es gibt halt immer wieder Sportler, deren Körper anfällig für bestimmte Verletzungen ist, gerade was die Leistengegend betrifft sind solche Beschwerden bei vielen Spielern nur schwer in den Griff zu bekommen. Da gibt es neben Gebhart ja auch andere Beispiele.

    • Armin,

      Ich weiß ja nicht genau, welche Aufgaben ein Spieler, der zur Halbzeit (verletzt?,der allgemeine Tenor war doch eher: formschwach)ausgewechselt wurde, NACH dem Ende des Spiels hat, aber sich vor den Toren des Sinsheimer Stadions mit fünf/sechs neutral gekleideten Leuten (also keine Fans und offensichtlich auch keine angereisten Familienangehörigen) mehr als zwanzig Minuten (sagen wir von 17.30 bis 17.50 Uhr) zu unterhalten, scheint mit doch eher nicht dazu zu gehören…
      Gesehen habe ich das, weil ich mich für die Heimfahrt am nahe gelegenen Verpflegungsstand stärken wollte.

      • Manni der Libero: Armin,

        Ich weiß ja nicht genau, welche Aufgaben ein Spieler, der zur Halbzeit (verletzt?,der allgemeine Tenor war doch eher: formschwach)ausgewechselt wurde, NACH dem Ende des Spiels hat, aber sich vor den Toren des Sinsheimer Stadions mit fünf/sechs neutral gekleideten Leuten (also keine Fans und offensichtlich auch keine angereisten Familienangehörigen) mehr als zwanzig Minuten (sagen wir von 17.30 bis 17.50 Uhr) zu unterhalten, scheint mit doch eher nicht dazu zu gehören… Gesehen habe ich das, weil ich mich für die Heimfahrt am nahe gelegenen Verpflegungsstand stärken wollte.

        Und was meinst Du damit? Gebhart hat dort mit den Verantwortlichen von HOPPenheim über einen neuen Vertrag gesprochen und nutzt seine (angebliche) Verletzung um von uns weg zu kommen? Übrigens woran erkennst Du Fans, müssen die Kutte tragen, wenn Sie ins Stadion gehen? Ich zue das nicht, meist habe ich einen Schal dabei, aber den kann man unter Jacke etc. auch nicht immer sehen.

        Wenn er verletzt war, dann wurde er sicher wahrend der Halbzeit schon behandelt, warum soll er dann nicht nach Spielschluss unterhalten, während der Rest der Mannschaft sich umzieht, im Entmüdungsbecken ist und Zeit besteht bis der Bus zurückfährt?

        • Armin: Und was meinst Du damit?

          Ich versuche einfach für mich Erklärungen zu finden, warum die Verletzungen von Gebhardt immer wieder auftreten, wenn er gerade in Form ist/in der Startelf steht. Und mir scheinen dabei die rein „medizinischen“ Erklärungen nicht ausreichend.

          Nein, natürlich führt ein Spieler (und erst recht nicht seine Berater) seine Vertragsverhandlungen nicht vor den Toren des Sinsheimer Stadions. Natürlich ist nicht jeder Fan beim Auswärtsspiel ein Kutten-, Schal- oder Trikotträger und natürlich kann jeder mit jedem sprechen – aber nach einem Bundesligaspiel einen Spieler des Gastvereins für 20 Minuten außerhalb des Stadions (in Nürnberg vergleichbar sagen wir beispielsweise vor dem Max-Morlock-Treff) sich aufhalten zu sehen, scheint mir zumindest eine Besonderheit zu sein. Aber vielleicht habe ich da einfach andere (naive) Erwartungen davon, was eine Profi-Mannschaft (und das sind immer mehr als die Elf, die gerade auf dem Platz stehen oder im Entmüdungsbecken sind) nach dem Spiel so tut.

          Verstehe mich nicht falsch – ich finde Timo einen tollen Fußballer und würde ihn gern jede Woche bei uns in der Startelf sehen. Aber mir scheint, dass er sich dabei oft selbst im Wege steht (Ich erinnere nur an die „Rempeleien“ in einem Nürnberger Club oder an die für mich reichlich aufgesetzt wirkenden Besuche im Fan-Block während seiner Verletzungen)und ich suche nach Gründen, die hinter diesen „Verletzungen“ stecken könnten. Aber vielleicht ist es ja auch ganz einfach – und er ist schon „chronisch“ verletzt aus Stuttgart gekommen, unsere medizinische Abteilung hat gepennt und kriegt es auch jetzt nicht hin, was ich so nicht glauben kann und will. Also auf jeden Fall überaus mysteriös das Ganze…

          • die für mich reichlich aufgesetzt wirkenden Besuche im Fan-Block während seiner Verletzungen

            Gebhart verkehrt (genau wie Plattenhardt) eigentlich regelmäßig sogar im Lokal der Nürnberger Ultras, das nehm ich ihm also ab, wenn er sich da in den Block stellt.

            Sonst geb ich halt zu bedenken, dass ein Spieler mit den Fähigkeiten (um das bös P-Wort zu vermeiden), nicht für den Preis (und warhscheinlich gar nicht zu uns) gekommen wäre, wäre er nicht derart anfällig.

  • axel

    Ich finde Deinen Artikel sehr muehevoll aber, wie Du selbst geschreiben hast, durchaus tendentioes. Und das ist kein Guetezeichen.

    Doch, dass die Artikel hier tendenziös sind ist genau das Gütesiegel. Ich habe bei einige Kommentaren aus der Berliner Ecke den Eindruck, dass diesen nicht klar ist wo sie hier schreiben. Dies ist ein Fanmagazin, aber nicht allgemein für alle Fußballfans, nein dies ist ein Fanmagazin für CLUB-Fans! Hier wird ausschließlich tendenziös geschrieben und diskutiert. Auch die Artikel bewerben sich nicht um den Pulitzer-Preis, wobei manchmal, ach was schreibe ich, oft sind die Artikel der Autoren hier auch stilistisch und journalistisch hochklassig. Aber eben eines nie neutral.

    Obwohl hier tendenziös geschrieben wird heißt das aber doch fast immer, dass man trotzdem respektvoll gegenüber anderen Fans anderer Mannschaften ist und dass es von unserer Seite (fast) nie persönliche Beleidigungen gegen Spieler oder Verantwortliche anderer Vereine gibt. Aber wenn wir andere Vereine nicht mögen, wenn wir Protagonisten wie „Schwalbenkönige“, „Lautsprecher“ oder anderes kritisieren, dann immer durch die Brille des CLUBs, eine andere haben wir hier nicht, sorry.

    Clubfans United ist tendenziös und steht dazu.

  • Aber vielleicht ist es ja auch ganz einfach – und er ist schon “chronisch” verletzt aus Stuttgart gekommen, unsere medizinische Abteilung hat gepennt und kriegt es auch jetzt nicht hin, was ich so nicht glauben kann und will. Also auf jeden Fall überaus mysteriös das Ganze…

    Dass er mit Vorerkrankungen aus Stuttgart kam war doch bekannt und auch einer der Gründe warum wir diesen Spieler überhaupt so günstig bekommen haben. Dass man dann in der Einschätzung der weiteren Therapie und der Erfolgsaussichten auf dauerhafte Genesung unterschiedlicher Meinung sein kann ist medizinisch so selten nicht. Für mich ist da nichts mysteriös. Gebhart war aus medizinischer Sicht ein „Risikotransfer“ und im Moment, letzte Rückrunde und aktuell, sieht es so aus, als wäre das Risiko vielleicht etwas zu groß gewesen. Aber so ist das mit Risiken, man weiß vorher nicht was genau passieren wird, sonst wäre es kein Risiko.

  • Armin: axel

    Doch, dass die Artikel hier tendenziös sind ist genau das Gütesiegel. Ich habe bei einige Kommentaren aus der Berliner Ecke den Eindruck, dass diesen nicht klar ist wo sie hier schreiben. Dies ist ein Fanmagazin, aber nicht allgemein für alle Fußballfans, nein dies ist ein Fanmagazin für CLUB-Fans! Hier wird ausschließlich tendenziös geschrieben und diskutiert. Auch die Artikel bewerben sich nicht um den Pulitzer-Preis, wobei manchmal, ach was schreibe ich, oft sind die Artikel der Autoren hier auch stilistisch und journalistisch hochklassig. Aber eben eines nie neutral.

    Obwohl hier tendenziös geschrieben wird heißt das aber doch fast immer, dass man trotzdem respektvoll gegenüber anderen Fans anderer Mannschaften ist und dass es von unserer Seite (fast) nie persönliche Beleidigungen gegen Spieler oder Verantwortliche anderer Vereine gibt. Aber wenn wir andere Vereine nicht mögen, wenn wir Protagonisten wie “Schwalbenkönige”, “Lautsprecher” oder anderes kritisieren, dann immer durch die Brille des CLUBs, eine andere haben wir hier nicht, sorry.

    Clubfans United ist tendenziös und steht dazu.

    Chapeau! Dass sich hier so ein komischer Unterton eingeschlichen hat wundert mich, denn das Interview mit Daniel ist doch eigentlich sehr fair, bzw. geradezu überaus respektvoll und freundlich! Ob’s daran liegt, dass Daniel in Dortmund lebt und nicht im Halbangst-Moloch (höhö)?

    • Markazero: Chapeau! Dass sich hier so ein komischer Unterton eingeschlichen hat wundert mich, denn das Interview mit Daniel ist doch eigentlich sehr fair, bzw. geradezu überaus respektvoll und freundlich! Ob’s daran liegt, dass Daniel in Dortmund lebt und nicht im Halbangst-Moloch (höhö)?

      So wie manche Herthaner hier unterwegs sind, hat man den Eindruck, dass sie eine tiefe Unzufriedenheit mit der eigenen Außendarstellung in sich tragen und diesen Eindruck vehement mit der Blau-Weißen Brille auf der Nase zu kaschieren versuchen. So was verstehen wir natürlich nicht, denn durch die Rot-Schwarze Brille sehen die Dinge nunmal anders aus 😉

      Auffällig finde ich aber, dass hier das erste mal gegnerische Fans auftreten, die irgendwie meckern. Das kennen wir nicht in unserer friedlichen Blog-Welt. Woran liegt das wohl?

  • Optimist,

    Und ich hob immer denkd Bfobfern wär unser Alleinstellungsmerkmal… Megger, Maul…:-)

  • btw, unsere Leistung in Hoppenheim hat sich gerade relativiert 😉

  • @Belschanov und ALexander:
    jetzt verwirrt ihr unsere Spieler auch noch so total vor dem Spiel. Ob das dann trotzdem noch gut gehen kann?
    Ich freu mich endlich wieder Stadionluft zu schnuppern. Und hoffe, die Jungs liefern heute eingutes SPiel ab. Ich hab nämlich einen kleinen potentiell neuen Clubberer im Schlepptau und hoffe, er kriegt Lust auf mehr 😀

  • Also einige sind hier aber doch sehr sensibel, wenn sie die Ausführungen von @sir Henry oder mir als „meckern“ interpretieren. Ich fand doch den @sir sehr ruhig und sachlich im Ton.
    Aber gut, ich will hier provozieren.
    Aber vielleicht sind wir in Berlin auch mittlerweile übersensibel, wenn uns mit aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten belegt werden soll, dass wir bzw der Verein größenwahnsinnig ist.
    Unter DH war es mal so, hat sich aber mE grundlegend geändert.

    Warum hier einige Gästefans unterwegs sind, liegt daran, dass euer Blog von unserem „immerhertha“ Blog verlinkt worden ist.

    Auf einen unterhaltsamen Nachmittag.

    • VictorsSecret: Also einige sind hier aber doch sehr sensibel, wenn sie die Ausführungen von @sir Henry oder mir als “meckern” interpretieren.

      Komisch, dass sich immer die falschen angesprochen fühlen 😉

      Du speziell bist mir jetzt nicht negativ aufgefallen :mrgreen:

  • Uppsala!
    Wollte natürlich schreiben: will hier nicht provozieren.

  • Kompliment an die Mannschaft!
    Heute merkt man, dass Zug drin ist und jeder unbedingt will.
    Ginczek ist auch wieder absolut klasse

  • Moral und Willen zeigt die Mannschaft fast immer, auch letztes Spiel. Gegen HOPPenheim muss man ein 2:0 erst einmal aufholen, die Hamburger hatten noch viel mehr Probleme als wir mit den Sinsheimern. So schlecht war unser Unentschieden BEI HOPPenheim wohl doch nicht.

    Und heute zeigt die Mannschaft wieder eine konzentrierte Leistung. Jetzt hoffe ich natürlich auf ein 2:0. Ich hoffe wir können in HZ 2 noch etwas nachlegen.

    • Armin: Moral und Willen zeigt die Mannschaft fast immer, auch letztes Spiel. Gegen HOPPenheim muss man ein 2:0 erst einmal aufholen, die Hamburger hatten noch viel mehr Probleme als wir mit den Sinsheimern. So schlecht war unser Unentschieden BEI HOPPenheim wohl doch nicht.

      Und heute zeigt die Mannschaft wieder eine konzentrierte Leistung.

      Das sehe ich auch so.

      An Glubbinho: Unter Wiesinger zeigt die Mannschaft mehr Moral und Offensivstärke als unter Hecking.
      Ich möchte keine unqualifizierte Kommentare mehr gegen unseren Trainer hier von Dir lesen.

      • Zum Schiedsrichter sage ich gar nichts, zu unserem Spiel sage ich zwei Sachen:

        a) Das war ein hochverdienter Punktgewinn, trotzdem muss man sich fragen was in Halbzeit zwei alles falsch gelaufen ist. Da sind wir zum Teil 10-15m tiefer gestanden als in Hälfte 1 und haben um den Ausgleich gebettelt. Dass der dann aus so einem Witz-Tor fällt ist natürlich bitter, da muss Dabanli versuchen sich noch etwas wegzudrehen. Die Moral der Truppe ist aber toll.

        b) Wenn wir beim Stand von 1:1 die Taktik wechseln MÜSSEN, weil weil wir nach der Auswechslung von
        Feulner und Stark keinen ZM/DM mehr haben, kann mir keiner mehr erklären, dass wir auf der Position ausreichend besetzt sind.

        • xxandl:

          b) Wenn wir beim Stand von 1:1 die Taktik wechseln MÜSSEN, weil weil wir nach der Auswechslung von Feulner und Stark keinen ZM/DM mehr haben, kann mir keiner mehr erklären, dass wir auf der Position ausreichend besetzt sind.

          xxandl, wir haben für die 6er Position 5 Spieler, Balitsch, Feulner, Stark, Ildiz und Frantz, die das spielen können, dass Ildiz es nicht schafft sich körperlich auf die Bundesliga einzustellen, war aus meiner Sicht nicht zu erwarten. Insofern kann ich hier keine Fehlplanung sehen.

          Unser Problem liegt eher beim RV, Chandler schafft irgendwie nicht den nächsten Schritt, dass da Feulner im Moment stärker ist und eingesetzt werden muss ist ein Problem. Ein klassischer RV ist Feulner leider nicht, auch wenn er aktuell die Position gut spielt.

          Ich erwarte von meinem Verein keine Wunder. Aber zu Hause gegen einen Aufsteiger muss bei einem Unentschieden bzw. später Rückstand einfach mehr möglich sein.

          Ich bitte Euch, was soll das für eine Aussage sein? Jeder Aufsteiger muss zwangsläufig schlechter sein, als eine Mannschaft, die schon im Vorjahr 1. Liga gespielt hat? Das ist doch Humbug. Wenn man die letzte Saison der Berliner sieht, dazu die Neuzugänge, dann muss man schlicht sagen, dass die Mannschaft mit uns absolut auf Augenhöhe konkurriert. Wenn dann so eine Mannschaft nach einer großartigen, erfolgreichen Saison und nach einem grandiosen Auftakt (ich erinnere 6:1 gegen einen EL-Teilnehmer) mit breiter Brust zu uns kommt, dann muss man da erst mal gegenhalten.

          Wie unserer Mannschaft dann die erste Halbzeit gestaltet ist großartig, dass man dann einen Schiedsrichter hat, der aggressive Zweikampfführung oft als gelbwürdig sieht, macht dir dann einfach die Taktik kaputt. Wir konnten schlicht in Halbzeit zwei nicht genauso weiterspielen, die Gefahr einer gelb-roten Karte war einfach zu groß.

          Trotzdem hätte man das Spiel nicht so aus der Hand geben müssen. Sehe ich durchaus auch so, aber bei uns muss halt auch immer alles zusammenpassen, dass wir konkurrenzfähig sind.

          Aber von der Tatsache, dass da ein Aufsteiger kommt zu schließen, dass wir den mal locker weghauen, das halte ich doch schon für sehr vermessen.

          • Armin: xxandl, wir haben für die 6er Position 5 Spieler, Balitsch, Feulner, Stark, Ildiz und Frantz, die das spielen können, dass Ildiz es nicht schafft sich körperlich auf die Bundesliga einzustellen, war aus meiner Sicht nicht zu erwarten. Insofern kann ich hier keine Fehlplanung sehen.

            Frantz und Feulner sind für mich keine 6er, erstgenannter ist auch als 8er eine Fehlbesetzung. Bleiben Balitsch, Stark und Ildiz. Ildiz hat man in sechs Monaten nicht BL-tauglich bekommen, was genau hat man sich erwartet dass in der Sommerpause passiert? Bleiben Stark und Balitsch und dass von den beiden der 18 Jährige die besseren Spiele abliefert spricht auch nicht unbedingt für unsere Mannschaft. Gärtner scheint ebenfalls keine Option zu sein, sonst hätte man ihn gestern zumindest auf die Bank gesetzt.

            Dass wir eine Verstärkung auf der 6 brauchen, ist nicht erst seit der Versetzung von Feulner klar. Aber beim Club dauert es halt immer etwas länger bis die richtigen Schlüsse gezogen werden. Mein Favorit wäre immer noch Husbauer (Prag).

            Dass Feulner kein Rechtsverteidiger ist stimmt natürlich, da muss man abwegen ob Angha mittelfristig eine Alternative ist oder nicht, ansonsten brauchen wir dort auch eine Verstärkung.

            • xxandl: Frantz und Feulner sind für mich keine 6er, erstgenannter ist auch als 8er eine Fehlbesetzung. Bleiben Balitsch, Stark und Ildiz. Ildiz hat man in sechs Monaten nicht BL-tauglich bekommen, was genau hat man sich erwartet dass in der Sommerpause passiert? Bleiben Stark und Balitsch und dass von den beiden der 18 Jährige die besseren Spiele abliefert spricht auch nicht unbedingt für unsere Mannschaft. Gärtner scheint ebenfalls keine Option zu sein, sonst hätte man ihn gestern zumindest auf die Bank gesetzt.

              Dass wir eine Verstärkung auf der 6 brauchen, ist nicht erst seit der Versetzung von Feulner klar. Aber beim Club dauert es halt immer etwas länger bis die richtigen Schlüsse gezogen werden. Mein Favorit wäre immer noch Husbauer (Prag).

              Dass Feulner kein Rechtsverteidiger ist stimmt natürlich, da muss man abwegen ob Angha mittelfristig eine Alternative ist oder nicht, ansonsten brauchen wir dort auch eine Verstärkung.

              Natürlich kann man da unterschiedlicher Meinung sein, aber ich denke schon, dass Frantz, mit seiner Laufstärke und dem kämpferischen Element einen 6er ähnlich den Benders spielen kann und Feulner kann aus meiner Sicht durchaus den offensiveren Part einer Doppel-6 spielen, aber das kann man sicher auch anders sehen.

              Natürlich ist die Entwicklung von Ildiz schon enttäuschend und insbesondere nach der Rückkehr aus dem Urlaub hätte man vielleicht wirklich schon erkennen können, dass es bei Ildiz an der Ernsthaftigkeit zum Stammspieler in einer großen Liga fehlt. Andererseits erinnere ich mich auch an Lobeshymnen von Deiner Seite und manche Kurzeinsätze machten schon Hoffnung auf mehr. Also vor der Saison war aus meiner Sicht nicht klar, dass Ildiz es nicht packen kann.

              Ich bin mal gespannt wen Bader da jetzt als Alternative holen wird.

          • Armin:

            Aber von der Tatsache, dass da ein Aufsteiger kommt zu schließen, dass wir den mal locker weghauen, das halte ich doch schon für sehr vermessen.

            Bitte sachlich bleiben! Es hat niemand gefordert, dass unsere Mannschaft die Hertha „locker weghaut“. Es wurde nur gefordert, dass sie diesen Gegner in einem Heimspiel besiegt. Es gibt einen Unterschied zwischen „locker weghauen“ und „besiegen“. Wer diesen Unterschied verwischt, betreibt billige Polemik!

            Wenn unsere Mannschaft unfähig ist, einen Gegner, der so spielt wie die Hertha gestern, in einem Heimspiel zu besiegen, lässt das nichts Gutes ahnen.

          • Armin,

            du zitierst meinen Kommentar:
            „Ich erwarte von meinem Verein keine Wunder. Aber zu Hause gegen einen Aufsteiger muss bei einem Unentschieden bzw. später Rückstand einfach mehr möglich sein.“

            schriebst einiges und kommst dann zu dem Schluß:

            Aber von der Tatsache, dass da ein Aufsteiger kommt zu schließen, dass wir den mal locker weghauen, das halte ich doch schon für sehr vermessen.

            Das ist schon starker Tobak. Also ich wünsche mir, dass wir uns hier wohlwollend und mit Respekt in den Kommentaren begegnen… Habe keinen Bock darauf mir auf diese Art das Wort im Mund herumdrehen zu lassen. Auch nicht von jemandem dessen Kommentare ich idR sehr schätze.

            Ich habe nicht davon gesprochen dass man einen Aufsteiger „locker weghauen“ soll/muss.

            Unser Club hat sowohl nach dem 1:1 als auch nach dem 1:2 ein mMn desolates Bild abgegeben.
            Kaum Gegenwehr, die Offensive war nicht vorhanden.

            Und ja.. es war eben nicht Bayern, Dortmund. Es war ein Aufsteiger, der zudem nicht wirklich gut gespielt hat. Wenn meine Mannschaft gegen einen schlecht spielenden Aufsteiger im Rückstand liegt, erwarte ich mir wesentlich mehr Engagement als unser Club uns Fans letzten Samstag gezeigt hat.

            ABER!!! Wir holen jetzt einfach 3 Punkte in München. Die Bayern sind definitiv reif für eine Krise! 🙂

        • xxandl:
          b) Wenn wir beim Stand von 1:1 die Taktik wechseln MÜSSEN, weil weil wir nach der Auswechslung von Feulner und Stark keinen ZM/DM mehr haben, kann mir keiner mehr erklären, dass wir auf der Position ausreichend besetzt sind.

          Sieht Bader (und wohl auch das Trainerteam) ja genauso und es wird – laut Kicker von heute – nochmal nachgelegt.

  • … wie zu erwarten war Pinola am Ausgleich beteiligt …..

  • … der Spielaufbau im Mittelfeld ist sehr auf Zufall aufgebaut ….

  • Pinola, Pinola, Pinola …und Elferkiller Schaefer …und Wiesenhanhn sind die Garanten für sportlichen Misserfolg und nächste Woche wird’s zweistellig (Hattrick Mandzucik), Dank Wiesenhahn und seinen tollen Kickern….

  • Dieser blinde Schiri verschaukelt heute den Club genauso wie Gagelmann gestern die Eintracht gegen die Bauern.
    Statt Baumjohann die verdiente rote Karte zu geben, fällt er noch auf seine Schwalbe rein.

    GANZ SCHWACHE VORSTELLUNG, HERR WINKMANN!!!!

  • Super Kiyo!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Das war genau zum richtigen Zeitpunkt!

  • Wer mit 1:0 in die Kabine geht und die 2. Hälfte dann so spielt, der hätte auch keinen Sieg verdient. Da interessiert mich heute ausnahmsweise auch nicht, dass der Schiedsrichter eine Glanzleistung abgeliefert hat.

    • tomcat07: Wer mit 1:0 in die Kabine geht und die 2. Hälfte dann so spielt, der hätte auch keinen Sieg verdient. Da interessiert mich heute ausnahmsweise auch nicht, dass der Schiedsrichter eine Glanzleistung abgeliefert hat.

      Wobei man zur zweiten Halbzeit auch vieles nicht gepfiffen bekommen hat, bzw. die Schiedsrichterentscheidungen ihr nötiges dazu beigetragen haben.

      Ich möchte einmal erleben, dass der Club so bevorteilt wird – bei uns ist es eben immer genau so

      • Marco,

        Hast Du das Spiel gegen Hoffenheim nicht gesehen!!!! Also hör auf zu meckern über den Schiedsrichter.

      • Marco,

        Die Glanzleistung des Schiris meinte ich ironisch. Wobei sich das durch den Freistoß-Pfiff wieder in Ansätzen relativiert hat aus Clubsicht, Kiyo-sei-Dank.

        Aber genug über den Schiri: wie Wiesinger nach dem Spiel sagte, sie wollten in der 2. Hälfte aus der Organisation heraus gut stehen. Und das hat a) entweder nicht gut geklappt überhaupt die Orga zu finden, und/oder b) die Taktik, bei eigener Führung diszipliniert auf den Konter zu setzen, hat den Gegner (unnötig?) motiviert.

        Unnötig mit Fragezeichen, aber aus Minute 20-45 hatte ich schon den Glauben, dass wir einen Heimsieg sehen würden und Hertha vor Probleme gestellt war. Als dann bei 1:1 aber Luhukay offensiv gewechselt hat, da hatte ich schon das Gefühl, dass man mit mehr Mut zur eigenen Offensive dieses Spiel hätte anders gestalten können anstatt den Gegner stark werden zu lassen.

        Wie immer alles subjektiv und sicher ohne Trainerschein. Nur wie gesagt auf den Schiri meine ich muss man heute erst in zweiter Instanz schauen, das Spiel hat man davor selber aus der Hand gegeben.

  • Die Elfmeter-Szene muss ich im TV sehen, gut möglich, dass ich dann echt sauer bin. Ansonsten aber: letzte Woche ein 0-2 umgebogen, heute ein 1-0 nicht über die Zeit gebracht, jeweils 2-2, da scheint eine echte Wundertüte heranzuwachsen, ist doch schon mal unterhaltsamer als der Hecking-Beton!

    • Markazero: Die Elfmeter-Szene muss ich im TV sehen, gut möglich, dass ich dann echt sauer bin. Ansonsten aber: letzte Woche ein 0-2 umgebogen, heute ein 1-0 nicht über die Zeit gebracht, jeweils 2-2, da scheint eine echte Wundertüte heranzuwachsen, ist doch schon mal unterhaltsamer als der Hecking-Beton!

      Es kommt eindeutig auf die Kameraeinstellung an. Ich bilde mir ein,dass Pino zuerst den Ball spielt. Mich quält vielmehr die Frage,warum diese Mannschaft immer nur 1 Halbzeit wirklich gut ist…..

      • derbfuss: Es kommt eindeutig auf die Kameraeinstellung an. Ich bilde mir ein,dass Pino zuerst den Ball spielt. Mich quält vielmehr die Frage,warum diese Mannschaft immer nur 1 Halbzeit wirklich gut ist…..

        Natürlich war Pino zuerst am Ball!
        Baumjohann ist richtig abgehoben und der Schiri fällt darauf rein

        • Frank: Natürlich war Pino zuerst am Ball! Baumjohann ist richtig abgehoben und der Schiri fällt darauf rein

          Also eine Schwalbe unterstellst du ihm jetzt hoffentlich nicht, das wäre lächerlich. Natürlich wird er getroffen, aber halt erst nachdem Pinola den Ball spielt. In der Szene würde ich nicht Elfmeter geben, weil der Ball ohnehin ins Seitenaus gegangen wäre, aber generell bin ich nicht der Meinung das ein Ballkontakt ein nachfolgendes Foul immer „rechtfertigt“.

  • Und an die „alle sowieso raus“-Fraktion: Hertha letzte Woche 6-1, Hoppenheim gestern 5-1, also sooo schlecht ist der Club etz fei aa ned.

  • Die 1Hz. hat der Club eine wirklich gute Leistung gezeigt. In der 2Hz. kam es mir so vor, als wenn der Club das 1:0 nur noch verwalten wollte. Leider ging dies beinahe sogar gründlich daneben. Das Eigentor war Pech und den Elfmeter muss man nicht unbedingt geben. Kiyo macht dann mit einem Traumtor, den wie ich finde verdienten Ausgleich. Feulner war für mich mit Abstand der beste Spiele auf den Platz. Hoffe nur das die Verletzung bei ihm nicht so schlimm ist, daß er gegen die Bayern fehlen wird.

  • @Frank: Und ich möchte, dass der Clubb Meister wird! Michael Wiesinger trägt Verantwortung für die Resultate seiner Mannschaft! Den großmäuligen Ankündigungen, dass man den Spitzenreiter schlagen werde hat er wiederholt keine Taten folgen lassen!

    • Glubbinho: @Frank: Und ich möchte, dass der Clubb Meister wird! Michael Wiesinger trägt Verantwortung für die Resultate seiner Mannschaft! Den großmäuligen Ankündigungen, dass man den Spitzenreiter schlagen werde hat er wiederholt keine Taten folgen lassen!

      Glubbinho, ich wünsche mir genauso wie Du und wohl alle hier, dass der Club auch wieder mal Meister wird, aber man muss es doch realistisch betrachten.
      Die Bayern kaufen in einer Saison 2 neue Spieler für 80 Mio, da kann der Club finanziell nicht mithalten.
      Solange Adidas & Co lieber die Bayern finanzieren kann man das nicht ändern.
      In der 1. Halbzeit hat die Mannschaft für ihre Verhältnisse super gespielt und ist verdient in Führung gegangen. Sie haben gekämpft und den Willen gezeigt, zu gewinnen. In der 2. Halbzeit haben sie leider nachgelassen und haben das doofe Eigentor von uns geschenkt bekommen, an dem Dabanli aber völlig unschuldig war. Danach haben die Berliner den Elfer vom Schiri geschenkt bekommen gegen Baumjohann, der schon lange nicht mehr auf dem Platz hätte stehen dürfen!

      Der wahre Verlierer hieß heute WINKMANN

    • Glubbinho,

      Am Anfang fand ich deine Kommentare, sowie das Salz in der Suppe. Gegen den Strom zu schwimmen ist ja auch mal ganz schön. Leider hat das Niveau deiner Kommentare in letzter Zeit schwer nachgelassen und wie ich finde jetzt den Tiefpunkt erreicht. Du solltet mal wieder den Namen wechseln, nach –Teebeutel, Glubbinho– und dich wieder konstruktiv an der Diskussion beteiligen.

  • … man hat aber mit Wiesinger auf der wichtigsten Position die Billiglösung gesucht, beim Glubb….das wird das Problem werden….

  • Glubbinho, überweise doch ein paar Hundert Millionen auf das Club-Konto, dann können wir mal groß einkaufen gehen!

  • @BSE08: Richter Brixner konnte sich auch nicht vorstellen, dass Gustl Mollaths „Schwarzgeldverschiebungsphantasien“der HypoVereinsBank-Realität entsprachen….Ich glaub ich schick Dich mal zu Dr. Leipziger nach Bayreuth zur Begutachtung …. wegen der Glubb-Wahnvorstellung, dass Wiesinger, Schaefer und Pinola erfolgreiche Repräsentanten des deutschen Profifußballs sind ….

    • Glubbinho: @BSE08: Richter Brixner konnte sich auch nicht vorstellen, dass Gustl Mollaths “Schwarzgeldverschiebungsphantasien”der HypoVereinsBank-Realität entsprachen….Ich glaub ich schick Dich mal zu Dr. Leipziger nach Bayreuth zur Begutachtung …. wegen der Glubb-Wahnvorstellung, dass Wiesinger, Schaefer und Pinola erfolgreiche Repräsentanten des deutschen Profifußballs sind ….

      @BSE08, wir werden Dich befreien, wenn Dich der Troll wegsperren läßt

      • Alex: @BSE08, wir werden Dich befreien, wenn Dich der Troll wegsperren läßt

        Erschreck mich nicht! Glubbinho in Robe? Das glaub ich nicht.
        Aber ich hab mal ein Anwaltsschreiben bekommen, welches sich durch derartig merkwürdige Satzkonstruktionen auszeichnete, dass ich diese Möglichkeit nicht kategorisch ausschließen möchte.

        • BSE08,

          Der Sinn eines Studiums liegt in dessen erfolgreicher Beendigung, also atme erstmal ruhig durch

  • Glubbinho,

    Brixner konnte sich das sehr wohl vorstellen, schätze ich mal. Er hat halt ned mööng und stattdessen lieber a weng umanander telefoniert, warum auch immer, schlimm genug. Honi soi qui mal y pense. Bezüglich „Wahnvorstellung“: Veritable Pokalsieger sind nun wirklich eindeutig „erfolgreiche Repräsentanten des deutschen Profifußballs“, jedenfalls deutlich erfolgreichere als Du, ich und wir alle hier, oder? Mach Dich doch mal locker!

  • … Im bürgerlichen Leben bin ich ein Pflichtverteidiger der erfolgreich versucht, seine Mandanten möglichst lange in der Forensik schmoren zu lassen! Aus diesem Grund nehme ich immer neben dem Staatsanwalt Platz! Bei Gustl Mollath hat das im Zusammenspiel mit der gierigen HVB-Petra ganz gut geklappt! Mein Lieblingspsychiater ist Dr. Leipziger aus Bayreuth ….

    • Alexander Endl | Clubfans United: Schon wieder 1 Tor aus dem Spiel heraus, mir wird noch ganz schwindlig.

      Du machst Witze darüber, aber ich finde unsere Offensive hat eine ganz andere Qualität bekommen als noch letzte Saison. Wer hat denn da die Tore geschossen? Pelle Nilson und der Rest der Abwehr.
      Jetzt sieht man mal sowas ähnliches wie gefährliche Konter und ein Spiel nach vorne, das man auch so bezeichnen kann. Letzte Saison bestand das Offensivspiel aus Ecken und Freistößen.
      Ginczek finde ich überragend. Er kämpft und rackert, hält Bälle, hat ein Auge für die Mitspieler (siehe Zuspiel heute) und verwertet die Dinger auch mal selbst. Genau so, wie es ein Topstürmer tun sollte. Und wenn er den Ball verloren hat bleibt er nicht stehen wie ein Esswein und regt sich auf, sondern sprintet hinterher und holt sich die Kugel wieder.
      Ich fand zwar auch Peki nicht schlecht, aber Daniel ist wesentlich effektiver. Er ist ein Vollblutstürmer.
      Ich bin froh, dass er sich für den Club entschieden hat. Drmic belebt auch merklich die Offensive und Mak und Kiyo haben jetzt mal technisch gute Anspielpartner, bei denen die Kugel nicht gleich wieder weg ist, sondern auch mal im Tor landet – aus dem Spiel heraus wohlgemerkt! Ich freue mich, noch mehr von den Jungs zu sehen zu bekommen.

  • Na das war doch mal ein emotionales Spiel.
    Denke, das Unentschieden geht unterm Strich in Ordnung.
    In der 1. Hz war der Club besser, in der 2. wir.
    Knifflige Schirientscheidungen.
    Elfmeter für mich ein Kann, nicht Muss.
    Dem Freistoß vorm 2:2 ging kein Foul voraus.
    Gelbe Karten für Pinola und Baumjohann waren in Ordnung. Gagelmann hätte wahrscheinlich Rot gezeigt.
    Für mich wichtig: wir können in der Buli mithalten.
    Der Club war schon immer schwierig für uns zu bespielen.
    Euch viel Glück nächste Woche.

    • VictorsSecret: Na das war doch mal ein emotionales Spiel. Denke, das Unentschieden geht unterm Strich in Ordnung. In der 1. Hz war der Club besser, in der 2. wir. Knifflige Schirientscheidungen. Elfmeter für mich ein Kann, nicht Muss. Dem Freistoß vorm 2:2 ging kein Foul voraus. Gelbe Karten für Pinola und Baumjohann waren in Ordnung. Gagelmann hätte wahrscheinlich Rot gezeigt. Für mich wichtig: wir können in der Buli mithalten. Der Club war schon immer schwierig für uns zu bespielen. Euch viel Glück nächste Woche.

      Also Gelbe Karten für Pino und Baumjohann waren in Ordnung? Dann müssen aber die Regeln umgeschrieben werden: Wenn einer seinem Gegenspieler ins Gesicht schlägt, bekommen beide Gelb. Dann werden manche Spiele vielleicht interessanter

      Aber Danke, dass Du uns für das nächste Spiel Glück wünscht.

    • VictorsSecret

      Beim Elfer gibt es wahrscheinlich keine 2 Meinungen, jedenfalls beim objektiven Publikum nicht. Daneben waren auch noch viele Aus / nicht-Aus- Entscheidungen, die mich an der Objektivität des Schiris haben zweifeln lassen, Der Punktgewinn für die Hertha geht ganz klar auf die Kappe von Winkmann.

      • Beim Elfer gibt es wahrscheinlich keine 2 Meinungen, jedenfalls beim objektiven Publikum nicht.

        Seh ich – obwohl nicht objektiv – anders. Das ist für mich eine Entscheidung bei der Schiri nichts richtig und nichts falsch machen kann. Er kann genauso gut sagen „Der spielt klar zuerst den Ball“, wie er sagen kann „Ballspielen schön und gut, aber der räumt den Angreifer richtig weg.“ Halt ein Kann-Elfmeter.

          • Wer den Elfer gibt hat hat keine Ahnung von Fußball.

            Können wir bitte nicht in derartigen absoluten Aussagen arbeiten? Sachkenntnis oder nicht lässt sich nicht aus einer Tatsache allein schließen. 😉

            „Pinola trifft den Ball“ reicht für mich nicht als Erklärung dafür den Elfer nicht zu geben. Man sieht in der Zeitlupe in meinen Augen sogar recht deutlich, dass Baumjohann von Pinola richtig rasiert wird, nachdem Pinola den Ball gespielt hat und da kann der Schiri halt auch sagen „Den Ball spielt er nur, weil er so einsteigt, dass er ihn danach umlegt.“ Ich hätte in dem Fall nicht auf Strafstoß entschieden, aber ich seh da keine klare Fehlentscheidung drin.

            • Florian: …aber ich seh da keine klare Fehlentscheidung drin.

              Da hast Du, glaube ich, ein Alleinstellungsmerkmal in diesem unseren Lande.

              • Claus: Da hast Du, glaube ich, ein Alleinstellungsmerkmal in diesem unseren Lande.

                Warum so unnötig feindselig? 😛 😉

                Es werden in der Presse Begriffe wie „haarig“ (Kicker), „fragwürdig“ (SportBild) verwendet, bei ner „klaren“ und eindeutigen Fehlentscheidung, würden die auch ne derartige Vokabel und nicht sowas wie „umstritten“ (dpa) verwenden.

                • Florian

                  1.Ich bin nicht feindselig, sonst hätte ich mich ganz anders ausgedrückt. 😉

                  2. Hast Du mal auf o.g. Link geklickt? Wie gesagt, auch die Herthaner sagen Fehlentscheidung,

                  3. Was die Presse sagt/schreibt ist mir idR herzlich egal, außer es passt mir in den Kram. 😉

                • Claus:

                  1. Alles klar. Kein Ding. 🙂

                  2. Fehlentscheidung und klare Fehlentscheidung sind für mich zwei paar Stiefel. Als Fehlentscheidung seh ich’s persönlich auch (weil ich’s nicht gepfiffen hätte), aber halt nicht als klare, wo’s gar keine Argumente für die Entscheidung gibt. Das mag jetzt nach unnötiger Beckmesserei und semantischem Hoola-Hoop klingen, mir ging’s aber v.a. darum.

                  3. So geht’s uns doch allen. 😀

          • Claus: Florian

            Sorry, nein. Wer den Elfer gibt hat hat keine Ahnung von Fußball. Das geben sogar die Herthaner zu.

            http://www.wahretabelle…tag=2&saisonId=93

            Claus, es gab tatsächlich eine Kameraperspektive, in der es ein klarer Elfer schien. Und ausgerechnet diese zeigte Sky den Trainern…

            Die kurioseste Fehlentscheidung des Linienrichter war, als Ben Hatira eine Flanke von Ramos (?) volley zu Ramos zurückschoss und Pino von hinter der Torlinie wieder ins Feld lief. Da musste ich wirklich schmunzeln.

        • Florian: Halt ein Kann-Elfmeter.

          selbst wenn – was ich auch nicht so sehe – war bei seiner Voreingenommenheit klar, wie er sich entscheiden würde.

          Ich finde ein 2:2 gegen 12 Mann OK, zumal es eigentlich nur 10 hätten sein dürfen 😉

        • Florian:

          Das ist für mich eine Entscheidung bei der der Schiri nichts richtig und nichts falsch machen kann. Er kann genauso gut sagen “Der spielt klar zuerst den Ball”, wie er sagen kann “Ballspielen schön und gut, aber der räumt den Angreifer richtig weg.” Halt ein Kann-Elfmeter.

          Dann soll er sagen: „Der spielt klar zuerst den Ball.“ Pinola hat ja zuerst auch „klar den Ball gespielt“.

          Ein Schiedsrichter, der so einen Elfmeter gegen den Club pfeift, ist ein Arschloch.

          Die Arschlochhaftigkeit des Schiedsrichters darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass unsere Mannschaft in der zweiten Halbzeit eine jämmerliche, erbärmliche, durch nichts zu rechtfertigende INDISKUTABLE Leistung geboten hat.

          Für mich stellt sich nach dem Spiel die Frage: Warum ist unsere Mannschaft nach der Pause überhaupt wieder aufs Feld gekommen??? Wenn ich nicht mehr Fußballspielen will, mache ich halt was anderes. Dann gehe ich ins Schwimmbad, spiele Karten oder nehme ein gutes Buch zur Hand.

          Zur zweiten Halbzeit gar nicht erst anzutreten, wäre ehrlicher gewesen.

          • belschanov | Clubfans-United:Ein Schiedsrichter, der so einen Elfmeter gegen den Club pfeift, ist ein Arschloch.

            Und einer, der ihn für uns pfeifen würde? 😀

            belschanov | Clubfans-United:
            Für mich stellt sich nach dem Spiel die Frage: Warum ist unsere Mannschaft nach der Pause überhaupt wieder aufs Feld gekommen???

            Weil nicht antreten ne 0:3 Niederlage wäre. Recht viele andere Gründe fallen mir aber auch nicht ein. V.a. war halt heute die Diskrepanz so enorm spürbar, weil die erste Halbzeit schon wirklich sehr, sehr ordentlich war.

            • Florian: Und einer, der ihn für uns pfeifen würde?

              Dann wäre der ein nicht ganz so großes Arschloch. 😉

              • Claus: Dann wäre der ein nicht ganz so großes Arschloch. ;.)

                🙂 🙂

                … Nur um klarzustellen, dass wir ein tendenziöser Haufen sind. 😀

                • Florian:

                  … Nur um klarzustellen, dass wir ein tendenziöser Haufen sind.

                  Simmer, ganz klar. 😉

          • belschanov | Clubfans-United

            Das ist mir jetzt ein klein wenig zu hart, immerhin hat man noch ein Tor gemacht (Standard, endlich wieder!) Wenn Du als Spieler registrierst, dass Du nicht nur gegen 11, sondern gegen 12 Mann spielst (und das war in der 2. HZ offensichtlich), gibt das schon einen leichten Riss im Nervenkostüm. Dafür haben sie es gar nicht so schlecht gemacht.
            Außer der bekannten und Club-üblichen Tatsache natürlich, dass man nach Führung die Offensive einstellt, daran muss selbstverständlich weiter gearbeitet werden.

          • belschanov | Clubfans-United: Für mich stellt sich nach dem Spiel die Frage: Warum ist unsere Mannschaft nach der Pause überhaupt wieder aufs Feld gekommen??? Wenn ich nicht mehr Fußballspielen will, mache ich halt was anderes. Dann gehe ich ins Schwimmbad, spiele Karten oder nehme ein gutes Buch zur Hand.

            Genau wegen solcher Fragen – und deren NICHT-Beantwortung sind wir Club-Fans geworden… ich musste arbeiten und habe diesmal leider nur die Zusammenfassung im TV sehen können: warum ein Spieler, der schon längst beim Duschen hätte sein müssen, auch noch einen „fragwürdigen“/“haarigen“/oder „sonstwas“ Elfmeter zugesprochen kriegt, habe ich auch in der 3. Wiederholung nicht erkennen können. Insoweit unterstütze ich sowohl Deine „Arschloch“-These, kann aber nichts zur zweiten Halbzeit sagen, die womöglich auch anders gelaufen wäre, hätte Hertha nur zu zehnt gespielt…

          • belschanov | Clubfans-United: dass unsere Mannschaft in der zweiten Halbzeit eine jämmerliche, erbärmliche, durch nichts zu rechtfertigende INDISKUTABLE Leistung geboten hat.

            tut mir leid, aber solche Statements ärgern mich. Denn am Wollen hat es nicht gelegen und nur dann wäre das zutreffend!

  • Elfmeterentscheidung war knifflig, aber ich habe schon 10 Minuten vorher den Tweet fast schon geschrieben gehabt: Winkmann pfeift noch einen Elfer gegen uns. Keine Ahnung, was der Mann an dem Tag gegen den Club hatte, aber es waren unzählige Kleinigkeiten, die die Emotionen ja schon vorher hochschaukelten, weil sie im Zweifel nahezu immer gegen den Club gingen. Allein Ginczek wurde sicher 3-4 mal klar gefoult ohne Pfiff, bei Baumjohann mag das tatsächlich nicht so tragisch sein, aber Hand im Gesicht gibt eigentlich zwingend Rot wegen Unsportlichkeit (außer es ist die Hand von Ribery, dann wäscht man sich auch das Gesicht nicht mehr aus Ehrfurcht). Dazu die gelben Karten, die definitiv nicht paritätisch vergeben wurden. Da war der falsche Freistoß-Pfiff vor dem 2:2 nur noch ein schwacher Trost, weil das Spiel vom Schiri schon insgesamt beeinflusst wurde – was für einen Schiri eigentlich ein Armutszeugnis ist. Das Spiel war nämlich eigentlich nicht schwer zu pfeifen, außer man bringt selbst Hektik und Emotion mit den Pfiffen rein. Die 1 Minute Nachspielzeit war dann ja der passende Schlussakkord.

    Was für ein Spiel Luhukay gesehen hat, weiß ich allerdings nicht (klar überlegen, man wollte noch ein paar Tore nachlegen usw.). Wenn wir da nochmal auf „Größenwahn“ ansprechen, dann muss ich das da einwerfen. Nürnberg führte, das Spiel in Hz. 2 dann eingeschlafen und ein Schuß von Allagui Richtung Eckfahne wird megaunglücklich abgefälscht. Dann noch ein mindestens strittiger Elfer (im Zweifel war es eher keiner), während die Hertha sonst Chancen liegenließ und hinten oft wackelte. Wenn das für Luhukay reicht, um sich selbst auf die Schultern zu klopfen und auf „das 3te oder 4te Tor zu gehen“, dann wird er in der Saison noch sein blaues Wunder erleben, das kann ich jetzt schon mal vorhersagen.

  • Der Spieler ,der gefoult wurde,beim Elfmeter,hätte zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen.klare rote Karte hieß es in der Sportschau.und ich behaupte der Schiedsrichter hat es nicht genau sehen können und deshalb der er da nich Elfmeter pfeifen.

  • Net falsch verstehen. Wie gesagt, ich würd das auch nicht pfeifen und mir war bei der Art und Weise wie Winkmann gepfiffen hat, auch völlig klar, dass er da jetzt pfeift (genauso wie’s mich gewundert hat, dass er nicht noch Chandler vom Platz gestellt hat, das hätte genau in die Marschroute gepasst). Für mich isses a) nur nicht auf der selben Stufe Fehlentscheidung wie das Ding zu unseren Gunsten letzte Woche (das ist für mich ne „klare“ Fehlentscheidung, selbst die Nicht-Rausstellung von Baumjohann ist für mich ne deutlichere Fehlentscheidung als der Pfiff) und b) befürchte ich, dass sich die (öffentliche) Diskussion zu sehr um den Schiri und zu wenig um den (mal wieder) unerklärlichen Leistungsabfall nach der Pause drehen wird.

  • Übrigens wurde ein witziger Tweet in Blickpunkt Sport zitiert:

    „Winkmann sieht traurig aus, weil er den Sieg der Hertha nicht über die Zeit gebracht hat“ 😆

    • Optimist: Übrigens wurde ein witziger Tweet in Blickpunkt Sport zitiert:

      “Winkmann sieht traurig aus, weil er den Sieg der Hertha nicht über die Zeit gebracht hat”

      Hm, dann hätte er den Freistoß nicht pfeifen dürfen. Alles zusammen genommen würde ich dann doch dafür plädieren, den Herrn Winkmann mal einer genaueren Untersuchung zu unterziehen, für alle Fälle. Oder ihn zumindest für eine Weile beurlauben, auch für alle Fälle. Ich kann mich jetz nicht mehr an alles erinnern, aber der Name „Winkmann“ hat für mich keinen guten Klanh, gleich nach „Rafati“.

  • Grad die Pressekonferenz nach dem Spiel gesehen. Als musst mer sich währen dem Spiel net schon genug aufregen, redet Luhukay hier von einer hochüberlegenen Hertha. Fand den Club leicht überlegen in der ersten Halbzeit. Die zweite war Hertha dann schon besser – weiß auch nicht warum wir da das Spielen eingestellt haben. Warum Pinola eine gelbe Karte bekommt und damit die gleiche Bestrafung wie Baumjohann, ist auch fragwürdig. Beim Elfmeiter hat Pino auf alle Fälle den Ball gespielt. Wweiß aber nich wie da die Regel ist, wenn man danach noch den Gegner trifft. Dann aber so daher reden wie Luhukay nach einem glücklichen Billardtor, einem sehr fragwürdigen Elfmeter und einer nicht gegebenen Tätlichkeit – unglaublich. Fand ich gut, dass Wiesinger das komplett anders gesehen hatte. Lustenberger hat das Spiel auch gut anslysiert. Schwach fand ich von Luhukay auch, dass er sich hatnicht zur Schiedsrichterleistung auf der PK äußern wollte.

    • steve7: Schwach fand ich von Luhukay auch, dass er sich hatnicht zur Schiedsrichterleistung auf der PK äußern wollte.

      Warum auch? Oberste Regel: Hat der Schiri zu Deinen Gunsten gepfiffen, halt den Mund.

  • Der Schiri war grottenschlecht und hat schlicht gegen den Club gepfiffen.
    -Die vermeintliche Tätlichkeit von Baumjohann kann man zwar so entscheiden, geht aber auch anders, sprich glatt Rot.

    -Den Elfmeter kann man zwar so entscheiden, aber mMn ein sehr zweifelhafter Elfer.

    -Die vielen „kleinen“ Fehlentscheidungen gegen Nürnberg kann man so machen, muss man aber nicht.

    -Die gelben Karten gegen Nürnberger kann man so machen, dann aber bitte auch für vergleichbare Fouls auf der Gegenseite.

    -Die Nachspielzeit von einer Minute und dann nach 55 Sekunden abpfeifen? Das geht definitiv gar nicht!! Dieses Spiel hätte zwingend 3-5 Minuten Nachspielzeit erfordert.

    ABER!!!
    Der Schiri war nicht an dem Ergebnis Schuld. Unsere Mannschaft hat es verbockt. Hertha war schwach, und wir waren noch schwächer.

    Die 2. HZ war ein Armutszeugnis. Hinten wacklig, vorne praktisch nicht vorhanden.
    mMn ist der Knackpunkt der Spielaufbau. Entweder es gibt lange Bälle und man hofft auf einen Abpraller oder spätestens der 2. oder 3. Ball landet beim Gegner. Die Spieleröffnung, egal von wem, ist grottenschlecht.

    Ich erwarte von meinem Verein keine Wunder. Aber zu Hause gegen einen Aufsteiger muss bei einem Unentschieden bzw. später Rückstand einfach mehr möglich sein. Das war definitiv zu wenig!

    PS… Danke Hiro, für den Freistoß, das war erste Sahne!

    PPS… Dank Pino, du hast Dich nach der Ohrfeige nicht fallen lassen. Sehr gut!

    • troy_69: PPS… Dank Pino, du hast Dich nach der Ohrfeige nicht fallen lassen. Sehr gut!

      Hätte er vielleicht mal besser machen sollen. Es gab gestern auch schon so einige Szenen, die die hervorragenden schauspielerischen Leistungen in der BuLi deutlichst dokumentiert haben. Ohne eine entsprechende Ausbildung kann man offensichtlich heutzutage nicht mehr mthalten.

      • Claus,

        Vermutlich hätten 8 von 10 Spielern eine erbärmliche Schauspieleinlage geliefert. Pino hat es nicht getan, das finde ich gut! (Eine rote Karte wäre dennoch berechtigt gewesen)

        • troy_69

          Ich glaube, dass das weniger an der mangelhaften schauspielerischen Ausbildung, als vielmehr an der seit einiger Zeit sagenhaften Sebstbeherrschung unseres Gauchos gelegen hat .Ich hatte den Eindruck, dass Pino kurz davor war, dem Baumjohann eine saubere rechte Gerade unters Kinn zu fahren.

    • troy_69:

      Ich erwarte von meinem Verein keine Wunder. Aber zu Hause gegen einen Aufsteiger muss bei einem Unentschieden bzw. später Rückstand einfach mehr möglich sein. Das war definitiv zu wenig!

      Genauso isses!

      Erst das INDISKUTABLE Ausscheiden im Pokal gegen einen Zweitliga-Abstiegskandidaten, jetzt ein mühevolles 2:2 im Heimspiel gegen einen Aufsteiger, der in der Verfassung, wie er sich in Nürnberg vorgestellt hat, von einer Mannschaft, die in der nächsten Saison noch in der Bundesliga spielen will, unbedingt besiegt werden muss – und zwar trotz der Tatsache, dass der Schiedsrichter den Gegner bevorteilte. Dass die schwache Schiedsrichterleistung überhaupt ins Gewicht fiel, war doch nur die Folge dessen, dass unsere Mannschaft einen alles andere als starken Gegner durch eigene Unzulänglichkeiten stark machte und so das Spiel aus der Hand gab.

      Die Situation unserer Mannschaft ist jetzt schon prekär. Zwei Punkte aus Spielen gegen eine Mannschaft, die nur über die Relegation in der Bundesliga blieb, und gegen einen Aufsteiger sind deutlich zu wenig. Wenn unsere Mannschaft in München nicht dreifach punktet, hängt sie voll hinten drin. Dann wird das Heimspiel gegen Augsburg schon zum Schlüsselspiel.

      Angesichts der brenzligen Lage unserer Mannschaft sehe ich zu viele frohgemute Grinsebirnen in den Kommentaren. Die Lage ist alles andere als lustig.

      Es kann, es darf so nicht weitergehen!

      • belschanov | Clubfans-United:
        Angesichts der brenzligen Lage unserer Mannschaft sehe ich zu viele frohgemute Grinsebirnen in den Kommentaren. Die Lage ist alles andere als lustig.

        Es kann, es darf so nicht weitergehen!

        Nun nun mach aber mal einen Punkt. Dass noch so einiges verbesserungswürdig ist, ist klar und auch nicht neu am Anfang der Saison. Aber frage mal Teams wie Frankfurt, Freiburg oder sogar HSV und Schalke. Es geht derzeit noch deutlich schlimmer als beim Club.
        Wie hat es der Bomber auf dem Glubb-Blog so schön geschrieben: „So kanns weitergehen. Jeden Spieltag einen weiteren Punkt von der Relegation Abstand nehmen…“
        In diesem Sinne 😉

        • Claus: Jeden Spieltag einen weiteren Punkt von der Relegation Abstand nehmen…”

          So schön die Vorstellung auch wäre: Mit 34 Unentschieden werden wir die Klasse allerdings kaum halten.

          • Manni der Libero: So schön die Vorstellung auch wäre: Mit 34 Unentschieden werden wir die Klasse allerdings kaum halten.

            Letztes Jahr hat das für Rang 14 gereicht. 😀 (im Jahr vorher hatten alle drei Absteiger auch weniger als 34 Punkte). Aber gemeint war ja, dass man jeden Spieltag einen Punkt weiter von Platz 16 weg ist, d.h. am 34. Spieltag wäre man 34 Punkte vom 16. weg, das wiederum wäre letztes Jahr Champions League gewesen.

      • belschanov | Clubfans-United:

        Angesichts der brenzligen Lage unserer Mannschaft sehe ich zu viele frohgemute Grinsebirnen in den Kommentaren. Die Lage ist alles andere als lustig.

        Es kann, es darf so nicht weitergehen!

        Zwei Erklärungsansätze zur positiven Grundstimmung:
        -Im Vergleich zum Vorjahr eine sichtbare Verbesserung. Es gibt einen Stürmer und in Ansätzen bzw. für Spielabschnitte ein Offensivsystem.
        -Das Hauptproblem ist IMHO diese Saison, daß die Balance zwischen Defensive und Offensive nicht stimmt. Daran kann man arbeiten, mit personellen und mit taktischen Änderungen.

  • BtW:
    Jos Luhukay (Trainer Hertha BSC): Wir haben zwei Punkte liegen lassen. Wir hatten das Spiel in der zweiten Halbzeit völlig im Griff gehabt.
    Was hat der Mann sich für ein Spiel angechaut? Tendenziös hin oder her.

  • Seh ich dann doch ein wenig anders. Hoffenheims Fähigkeiten sollte man weniger an der Vergangenheit als an der Gegenwart und Zukunft ausrichten. Was die in Fahrt anstellen können, das hat man am Samstag gegen Hamburg gesehen. Ein Firmino hatte gegen uns deutlich weniger Freiräume. Ähnliches, wenn auch nicht so extrem, gilt auch für Hertha (da hat man’s in der Vorwoche gesehen, was die in Fahrt mit nem Gegner machen können).

    Bei beiden Teams geh ich davon aus, dass die (mindestens im Falle Hoffenheim) im gesicherten Mittelfeld landen werden. Wo das Team im Bezug auf die unteren Ränge steht, das kann man seriös erst nach dem Spiel in Braunschweig sagen. Wenn die Eintracht und Augsburg besiegt wurden, dann weiß man, dass das Team wohl mit dem Abstieg nix (oder nur wenig) zu tun haben wird, wenn man sich gegen beide Gegner schwer tut und nicht ausreichend punktet, dann wird’s ne harte Saison.

    Brenzlig ist die Lage nach zwei Spielen selbst dort noch nicht, wo null Punkte auf dem Konto stehen. Dazu ist das noch zu sehr von zu vielen Zufällen abhängige Momentaufnahme.

  • Und dabei hatte der Schiri noch zwei Assistenten in den beiden Torhütern. Die waren auch Kanariengelb gekleidet. Ich dachte, das darf gar nicht sein? Schäfer hatte sogar noch eine schwarze Hose, wie die Herren, wegen denen eigentlich kein einziger Zuschauer im Stadion war, die aber meinten, sie müssten als Hauptdarsteller agieren.

    Das finde ich als zahlender Zuschauer eine Frechheit, egal auf welche Farben ich steh. Ich besuche doch ein Bundesligaspiel nicht, um Schiedsrichter bei ihren Versuchen der Berufsausübung zuzusehen. Ich will ein Fußballspiel sehen und keine wilde Ver-/Pfeiferei!
    Den besten Schiedsrichter merkt man nicht und beide Seiten wären unzufrieden. Weshalb wir mehr gelbe Karten bekamen, als die Herthaner, das weiß auch nur der kanariengelbe Kuckuck. Die Foulstatistik war ausgeglichen, weshalb war es die Kartenstatistik nicht?

    Das war eine klare Note Sechs, Herr Winkmann und Team. Wir wünschen Ihnen dennoch eine gute Reise mit Ihren neuen Bahncards… 😀

    Zum Spiel: Weshalb schafft es der Glubb bisher in allen drei Pflichtspielen nicht, mehr als eine Halbzeit lang Fußball zu spielen? Das heutige Spiel ähnelte dem DFB-Pokalspiel frappierend: Wir führen 1:0 und bekommen gerade den Gegner in den Griff, der äußerst harmlos agiert. Dann der Pausenpfiff und das war es dann. In der zweiten Halbzeit fand der Glubb nicht mehr statt. Ein Schüsschen von Frantz und halt der Zauberfreistoß von Kiyo, das war eindeutig zuwenig.

    Die Hertha gehört für mich definitiv zu den Abstiegskandidaten. Soviele Pässe ins Seitenaus oder ins Nirgendwo, das war über weite Phasen ein Zweitligaauftritt der Mannschaft aus der Hauptstadt. Vor allem, wenn der Trainer dann ernsthaft (!) meint, dass seine Mannschaft gut gespielt hat und dem Sieg nahe war. Umso schlimmer die verschenkten Punkte des Glubbs!

    Naja, immerhin sind wir besser als der HSV (1:5, wir 2:2) und Bankfurt (1:6 wir 2:2), bisher im Ligabetrieb noch ungeschlagen und nehmen schon jetzt eine Position im Erwartungshorizont ein. Werd scho wern und bassd scho irgendwie. 8)

    MB sollte schnellstmöglichst das Uli Hoeneß Formular „Diese Schiedsrichter wollen wir niemals nicht mehr“ für das Winkmann-Team ausfüllen!

    • Woschdsubbn:
      MB sollte schnellstmöglichst das Uli Hoeneß Formular “Diese Schiedsrichter wollen wir niemals nicht mehr” für das Winkmann-Team ausfüllen!

      Mit Babak dem Schrecklichen hat er das ja schon mal hinbekommen, zumindest für Heimspiele.

    • Woschdsubbn:

      MB sollte schnellstmöglichst das Uli Hoeneß Formular “Diese Schiedsrichter wollen wir niemals nicht mehr” für das Winkmann-Team ausfüllen!

      Zuvor sollte Bader aber seinen stollenschuhtragenden Angestellten unmissverständlich klarmachen, dass ihr Auftritt in der zweiten Halbzeit eine durch nichts zu rechtfertigende und so nicht hinnehmbare Unverschämtheit war. Vielleicht kann er es ihnen ja in einem Formular „schriftlich geben“.

      Sich nur auf den Schiedsrichter einzuschießen, verbietet sich. Das eigentliche Problem war doch der unerklärliche Leistungsabfall unserer Mannschaft nach der Pause. Hätte sie vernünftig weitergespielt, wäre die Schwäche des Schiedsrichters nicht groß ins Gewicht gefallen. Als Fazit des Spiels kann man festhalten, dass unsere Mannschaft einen schwachen Schiedsrichter und einen schwachen Gegner erst stark gemacht hat.

  • So isses, über den Schiedsrichter regen sich hier zu viele zu lange auf.

    Was die Leistung von Berlin angeht, glaube ich, dass weder die Ansicht des Herrn Luhukay noch von Belschanov & Co zutrifft, hier bin ich bei Florian.
    Auch in unserer besseren ersten Hälfte hatte Berlin Gelegenheit, noch vor dem 1:0 das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen, und das aus schnell und gut gespielten Umkehraktionen heraus. Hier gibt es in der BuLi noch einige Mannschaften, die defensiv weniger geordnet stehen als wir und denen das Probleme bereiten wird.

  • Sich nur auf den Schiedsrichter einzuschießen, verbietet sich. Das eigentliche Problem war doch der unerklärliche Leistungsabfall unserer Mannschaft nach der Pause. Hätte sie vernünftig weitergespielt, wäre die Schwäche des Schiedsrichters nicht groß ins Gewicht gefallen. Als Fazit des Spiels kann man festhalten, dass unsere Mannschaft einen schwachen Schiedsrichter und einen schwachen Gegner erst stark gemacht hat.

    Dieser Meinung kann ich mich nur anschliessen. Das Gejaule um die arme vom Schiedsrichter und Gegner betrogene Mannschaft kotzt mich an. Wer in der 2. HZ nicht mehr den Weg zum gegnerischen Tor findet und dies im eigenen Stadion hat an für sich den Punkt den sie hat nicht verdient.

  • In Hinblick auf das Bayern Spiel kommende Woche sind 2 Punkte bislang etwas mager. Für mich selbstverschuldet durch eine verpennte 1.Halbzeit in Hoffenheim und eine unwillige 2. Halbzeit zuhause gegen den Aufsteiger Hertha.
    So wird sich dann nach 3 Spieltagen, dafür muß man kein Prophet sein, bereits der Kellermief der Tabelle breit machen. Nicht hoffnungslos aber auch nicht hoffnungsvoll.

  • Ich konnte nur die Zusammenfassung sehen hätte aber eine Frage an die ,die im Stadion waren:könnte der „Leistungsunterschied“ nicht eventuell damit zusammenhängen das Hertha taktisch etwas umgestellt hat zu Beginn der zweiten Halbzeit und deshalb ihrerseits das Spiel besser in den Griff bekam?Es war ja auch in der Vergangenheit nicht so das der Club jedem Spiel dermaßen seinen Stempel aufgedrückt hat das das andere Team nur reagieren konnte.Die spielstärke ein Spiel komplett zu dominieren haben in der Bundesliga vielleicht gerade mal drei Teams-bei allen anderen hängt viel vom Auftreten des Gegners ab

  • Ich hatte den Eindruck, Wiesinger gab für die 2. Hz die Marschroute „Kommen lassen und dann auskontern“ aus. Das sollte er in Zukunft sein lassen; solche taktische Züge überfordern das Team offensichtlich. Der Trainer sollte vielleicht seinen vielversprechenden offensiven Zukäufen mehr Vertrauen schenken und sie von Spiel zu Spiel in einen Rhythmus kommen lassen, auch wenn man sich mal nen Konter fängt.
    Das Spiel so aus der Hand zu geben wie in der 2. Halbzeit war des Clubs Sache eigentlich nie (Ausnahme das Schalke-Beimspiel letzte Saison – das war aber auch ein ganz anderes Kaliber).
    Gegner auf Augenhöhe sollten 90 Minuten bekämpft werden.
    Die offensive Qualität – das ist die positive Erkenntnis der ersten beiden Spiele – ist durch die klugen Transfers erheblich besser, variabler und schlagkräftiger geworden.

    Wiesinger sollte seine Taktikvorgaben entsprechend ausrichten. Auch am Samstag sind Ginczek und Drmic für Tore gut.
    Lass die Bauern mal mit nem 0:1 konfrontiert sein und guardiolesk alles nach vorne verschieben. DANN kann man schön kontern?

    Hier in Berlin schreiben die Zeitungen von „Punkte verschenkt“ und „Sieg vergeben“ bis zu „Tabellenführung leichtfertig verpasst“. Das nur mal zu Alexanders Aussagen (die ja vor allem Zitate und die daraus folgernden wahrnehmungen außerhalb Herthaniens sind) in seinem obenstehenden Artikel und Interview.
    Die Berliner Presse wurde übrigens sehr schön von 11-Freunde-Chedredakteur Philipp Köster im rbb-Rundfunk relativiert; er sprach von „Glück“: Allaguis Brustschuss gegen Dabanli wäre zu Eckfahne gekullert und der Elfmeter war keiner, zumal Baumjohann nicht mehr hätte auf dem Platz stehen dürfen.

    Umso ärgerlicher letzten Endes die fehlerhafte Taktik, die der Mannschaft den eigenen Rhythmus genommen hat. Vielleicht hätte man das besser konsequent in Tuchelscher Rückpassmanier spielen sollen, das hätte Pfiffe gehagelt, aber Hertha hätte keinen Ball mehr bekommen?

  • Unsere Spieler haben vor jedem Spiel kesse Sprüche drauf. Davon ist jedoch im Spiel selbst nichts mehr zu spüren. M.A. Roth hat einmal über die Spielern eine Aussage getätigt, der ich nichts mehr hinzufügen kann und will. Die Kerle werden einfach zu sehr verhätschelt.

  • Übertreibungen tun selten gut.

    Unsere erste Halbzeit war gut aber auch durch eine recht aggresive Zweikampfhaltung geprägt, Stichwort: Schneidabkaufen. Leider ist Winkmann wohl ein Schiedsrichter der das körperlose Spiel als ideal ansieht, die daraus folgenden gelben Karten haben unser Spiel unterbunden.

    Vielleicht hat der Trainer in der Halbzeit auch darauf hingewiesen, dass wir heute aufpassen müssen, dass wir uns keine Gelb-Rote abholen.

    Die nicht gegebene rote Karte gegen Baumjohann tut dann ihr übriges unsere Mannschaft weiter zu verunsichern.

    Beim Elfer kann man lang diskutieren, aber er war natürlich konsequent in der Spielführung von Herrn Winkmann, insofern hätte Ponola da so im Strafraum nicht hingehen sollen.

    Dass wir sehr stark von unserer Kampfkraft abhängen hat man dann der zweiten Halbzeit angesehen, ähnlich dem Pokalspiel, ohne Kampf kein Spiel. Während wir aber im Pokal dachten nicht kämpfen zu müssen, gegen eine klassentiefere Mannschaft, war es am Sonntag so, dass uns der Schiedsrichter das Kämpfen ausgetrieben hat.

    Trotzdem hat die Mannschaft nie aufgegeben und am Ende auch glücklich die Niederlage abgewendet.

    Und zu Luhukay, das ist ein Trainer der sich in der Öffentlichkeit fast immer positiv zu seiner Mannschaft äußert, sie stark redet. Ich denke intern wird er auch bemerken, dass das heute nicht gut war. Kann uns aber auch egal sein, was der Trainer des Gegners sagt.

    Jetzt schon Hochrechnungen zum Ende der Saison aufzustellen ist Käse. Soll man Bremen nach zwei Siegen zum Meisterkandidaten machen? Sind Frankfurt und Augsburg schon abgestiegen?

    Beide Ergebnisse unserer Mannschaft zeigen, was wir erwartet haben, offensiv sind wir besser, Stichwort:Tore aus dem Spiel

    Defensiv fehlt noch die absolute Sicherheit und letzte Konsequenz.

    Was die beiden Unentschieden wert sind wird man nach 8 oder 10 Spieltagen sagen können.

    Und nächsten Samstag bin ich in München, ich werde berichten 😉

  • Btw. Wir sollten auch daran denken, dass wir letztes Jahr ein ähnliches Spiel gegen den Aufsteiger Frankfurt verloren hatten. Insofern könnte man sogar von einer Verbesserung sprechen. Wobei solche Vorjahresvergleiche auch immer hinken.

    Ich traue mir aus den drei Spielen der Saison noch keine Prognose zu ob wir defensiv schwächer, oder offensiv besser geworden sind. Ich sehe gute Ansätze, was das Angriffsspiel betrifft, will aber erst mal abwarten ob Ginczek und Drmic dies dauerhafter als Pekhart und Esswein zeigen können.

    Ich sehe Unsicherheiten in der Defensive, ist aber vielleicht auch nicht verwunderlich, wenn zwei Leistungsträger und Stammspieler ersetzt werden müssen, da fehlt es halt noch an Feinabstimmung und Spielpraxis. Das kann also sicher noch besser werden.

    Das nächste Spiel wird uns zeigen wie die Defensive mit spielstarken, technisch hochklassigen Stürmern zurecht kommt. Ich hoffe man schafft es ähnlich konsequent aber etwas weniger ungestüm in die Zweikämpfe zu gehen. Wenn wir gegen die Bayern wieder 3, 4 gelbe Karten in der ersten Hälfte bekommen, wird es schwierig bis unmöglich dort etwas mitzunehmen.

  • Na ja, allein aus der Tatsache, dass das ein Aufsteiger ist, kann man mE auch nicht automatisch den Anspruch entwickeln, dass man gewinnt. Was passiert, wenn man das macht, hat Frankfurt am 1. Spieltag ja schmerzhaft erfahren dürfen (da lag mMn nämlich vieles an der Einstellung). Frankfurt ist in Sachen Aufsteiger auch ein gutes Stichwort, wenn man an letztes Jahr denkt. Da ham wir gegen nen Aufsteiger mit nem ähnlich positiven Lauf zu Saisonbeginn nämlich verloren.

    Ich fand Hertha auch nicht so schlecht, zumindest defensiv, die standen in der Mitte sehr, sehr kompakt, haben die Außen angeboten, unser Fehler war, das nicht anzunehmen, aber sonst fand ich das schon so, dass man den Eindruck hat, dass Hertha jetzt keine Laufkundschaft ist.

  • Sorry belschanov, wer sagt, dass wir auf jeden Fall gegen einen Aufsteiger wie Hertha siegen MÜSSEN, der verkennt die Kräfteverhältnisse. Dass das Ziel gestern ein Sieg war und sein muss ist klar, aber von einem Sieg auszugehen, diesen quasi kategorisch zu fordern, der muss doch die Hertha als deutlich schwächer als den Club einschätzen. Nur bei einer deutlichen Überlegenheit kann man von einem Sieg ausgehen.

    Ich hätte mir ja auch einen Sieg gewünscht, aber ich erwarte ihn nicht. Vielleicht hätten wir ja sogar einen Sieg verdient gehabt, wegen der guten ersten Halbzeit und wegen der schlechten Schiedsrichterleistung, aber auf der anderen Seite muss man so ein Spiel halt erst einmal spielen und während des Spiels kommt es dann leider oft auf Kleinigkeiten an, z.B. wie der Schiedsrichter so ein Kampfspiel bewertet. Bei Winkmann war es anscheinend so, dass er versucht hat alle Härte aus dem Spiel zu nehmen, das war natürlich Gift für unsere Mannschaft, die damit um ihren Matchplan gebracht wurde und zwar dezidiert nicht durch den Gegner, sondern durch den Schiedsrichter, der eigentlich nicht spielentscheident sein sollte. Passiert aber.

    Insofern empfinde ich die kategorische Forderung, dass das Spiel gewonnen werden MUSS nicht SOLL eben so, dass hier von einer klaren Überlegenheit unserer Mannschaft ausgegangen wird. Diese kann ich aber nicht sehen, schon gar nicht nach dem Auftakt der Saison, der den Berlinern perfekt in die Karten gespielt hat. Selbstbewusstsein ist oft ein entscheidendes Moment im Sport.

    • Armin,

      Man darf aber schon dazu sagen, dass die Hertha ihre Viererkette an drei Positionen verändern musste. Holland ohne Bundesligaerfahrung, Janker seit fast einem Jahr ohne Spielpraxis und Pekarik, der zu Wolfsburger Zeiten auch nie mehr als Durchschnitt war.

      Dass wir diese uneingespielte Abwehr, die so wohl nicht mehr zusammen spielen wird, geschätzte drei ernsthafte Torschüsse abgeben, ist schon etwas wenig. Generell war mir unsere Spielweise viel zu reaktiv wenn man die defensiven Probleme des Gegners und unsere nominell offensive Ausrichtung bedenkt.

      Ich bin da ganz bei belschanov, gegen einen ersatzgeschwächten Aufsteiger darf man zuhause durchaus mal gewinnen…

      • xxandl:
        Ich bin da ganz bei belschanov, gegen einen ersatzgeschwächten Aufsteiger darf man zuhause durchaus mal gewinnen…

        Bei der Schirileistung gestern zieh ich sogar eher das „Dürfen“ als das „Können“ in Frage. 😛 😉

        Es geht nicht drum, dass man gewinnen darf (oder von mir aus auch soll), sondern um das postulierte „Müssen“. Das find ich dann doch zu starkes Anspruchsdenken gegen ein Team, das ich nicht wirklich als schlechter einstufe als das unsrige.

        Was die Schüsse angeht: http://fourfourtwo.com/statszone/share.aspx?i=0pqCL Das sieht schon fast identisch aus, was beide Teams da abgeliefert haben.

  • Was soll eigentlich der Sinn der Diskussion darüber sein, „gegen einen Aufsteiger muss/kann/darf man gewinnen“?

    Erschließt sich mir nicht so wirklich…
    Die Liga ist für derartiges Schubladen-Beurteilungen mit wenigen Ausnahmen doch einfach zu ausgeglichen. Das Ziel ist doch immer, zu gewinnen, egal gegen wen. Und dass es an der entsprechenden Einstellung nicht mangelt, hat man gesehen. Ob es dann auch tatsächlich klappt, hängt zuviel von der Tagesform und sonstigen Einflüssen ab. Ich denke durchaus, dass wir bei einer anständigen Schiri-Leistungs auch gewonnen hätten gestern.

    Und so oder so: Was soll einem die Aussage, dass man gegen einen Aufsteiger daheim gewinnen muss, denn bringen? Ist eine wenig zielführende Diskussion…

    Zum Thema Verpflichtung eines 6ers: Ist natürlich leicht zu sagen, dass der Bedarf schon lange ersichtlich war. Ich möchte mir das GEmaule aber gar nicht vorstellen, dass man den jungen Spielern jemanden vor die Nase setzt und ihre Chance verbaut…
    Zumal man auch sagen muss, dass falsch ist, zu behaupten, die Verantwortlichen hätten zu lange für diese Erkenntnis gebraucht. Man war sich der Schwachstelle durchaus bewusst und hat es auch immer so kommuniziert, dass man erstmal sehen will, ob man es auch ohne Neuzugang hinbekommt.
    Klar, hinterher ist man immer schlauer, viele sagen, „ich habs doch gesagt“, aber mit Gewissheit kann doch keiner vorhersagen, dass ein Ildiz seinen guten Ansätzen absolut nichts folgen lassen kann oder Chandler einen nochmaligen Leistungseinbruch erleidet, dass Feulner da aushelfen muss…

  • @Armin:

    Du hast wieder nicht genau gelesen. Ich habe geschrieben: „Wenn unsere Mannschaft unfähig ist, einen Gegner, der so spielt wie die Hertha gestern, in einem Heimspiel zu besiegen, lässt das nichts Gutes ahnen.“

    Wenn das ein übertreibener Anspruch ist, gilt das auch für das Ziel Klassenerhalt.

    Du und Florian mögt Recht haben, wenn ihr sagt, dass es ein übertriebener Anspruch ist, einen Heimsieg gegen einen Aufsteiger als „Muss“ zu postulieren. Ich postuliere ihn trotzdem und halte das nach vier Jahren Bundesligazugehörigkeit auch für gerechtfertigt. Darin unterscheide ich mich halt von anderen, die die demütige Haltung verinnerlicht haben, dass der 1. FC Nürnberg ein Verein ist, der sich gefälligst damit zufrieden zu geben hat, dass er überhaupt in der Bundesliga spielen darf.

    Außerdem: Man muss von den Spielern auch mal was fordern dürfen. Wenn unsere Mannschaft nicht mehr draufhat als das, was sie gestern gezeigt hat, ist das bedenklich.

    • belschanov | Clubfans-United: @Armin:

      Du hast wieder nicht genau gelesen. Ich habe geschrieben: “Wenn unsere Mannschaft unfähig ist, einen Gegner, der so spielt wie die Hertha gestern, in einem Heimspiel zu besiegen, lässt das nichts Gutes ahnen.”

      Wenn das ein übertreibener Anspruch ist, gilt das auch für das Ziel Klassenerhalt.

      Du und Florian mögt Recht haben, wenn ihr sagt, dass es ein übertriebener Anspruch ist, einen Heimsieg gegen einen Aufsteiger als “Muss” zu postulieren. Ich postuliere ihn trotzdem und halte das nach vier Jahren Bundesligazugehörigkeit auch für gerechtfertigt. Darin unterscheide ich mich halt von anderen, die die demütige Haltung verinnerlicht haben, dass der 1. FC Nürnberg ein Verein ist, der sich gefälligst damit zufrieden zu geben hat, dass er überhaupt in der Bundesliga spielen darf.

      Außerdem: Man muss von den Spielern auch mal was fordern dürfen. Wenn unsereMannschaft nicht mehr draufhat als das, was sie gestern gezeigt hat, ist das bedenklich.

      Meiner Meinung nach sollte man differenzieren zwischen dem Anspruch und daraus abgeleitet den Forderungen, die man vorher an ein Spiel stellt und der nachherigen Bewertung des tatsächlichen Ergebnisses.

      Was soll es denn heißen, dass so ein Ergebnis nichts gutes ahnen lässt?

      Sind wir dadurch grundsätzlich zu schlecht für die Liga, a la, wenn man schon gegen xy nicht gewinnt, wie soll es dann gegen yz funktionieren?
      Da macht es sich doch viel zu einfach…

      Der Großteil der Liga ist doch zum Glück viel zu ausgeglichen, als dass es bei jeder Begegnung klar verteilte Rollen geben könnte. Klar werden immer irgendeinem die besseren Chancen zugesprochen, hinterher sieht es aber immer in vielen Fällen anders aus…

      Für mich hat das jetzt wenig damit zu tun, womit man sich zufrieden gibt, ob man nun große Ansprüche stellt oder eher demütig ist, es ist halt einfach Realität, dass abgesehen von wenigen Ausnahmen jeder jeden schlagen kann… Und das dann halt auch nicht überbewertet werden sollte.

  • Du hast wieder nicht genau gelesen. Ich habe geschrieben: “Wenn unsere Mannschaft unfähig ist, einen Gegner, der so spielt wie die Hertha gestern, in einem Heimspiel zu besiegen, lässt das nichts Gutes ahnen.”

    Hm … diese Diskussion hatten wir auch die letzten Jahre schon ein paar mal. Die häufige Aussage unserer Gegner, dass wir schwer zu bespielen sind zeigt mir aber doch, dass die „schwache Leistung“ der Gegner sehr oft unsere Stärke ist. Sprich es ist unsere Leistung, dass unseren Gegnern wenig gegen uns einfällt. Wobei so schwach habe ich Hertha gestern auch nicht gesehen, insbesondere in der zweiten Hälfte, allerdings lag das meiner Meinung nach auch daran, dass der Schiedsrichter unsere Marschrichtung des unangenehmen Spiels unterbunden hat. Wir konnten nach den gelben Karten nicht mehr so aggressiv in die Zweikämpfe gehen.

    Immerhin bekamen beide Partien mit uns als Teilnehmer in der Presse gute Bewertungen, gegen Hoffenheim eine 1, gegen die Hertha eine 2, ganz so schlimm kann da der Gegner auch nicht gespielt haben, wenn am Ende für das Spiel gehobenes Bundesliganiveau herauskommt.

    Die beiden anderen Gegner unserer Gegner haben übrigens gezeigt was passiert, wenn man gegen Hoffenheim und Hertha nicht so „eklig“ spielt.

    Noch einmal mein Wunsch, mein Ziel vor dem Spiel war auch ein Heimsieg, aber ich traue mir nicht zu dies absolut einzufordern, dafür ist die Liga zumindest hinter der Spitze zu ausgeglichen. Das hat aber nichts mit einer demütigen Haltung zu tun. Ich denke auch nicht, dass wir uns zufrieden geben müssen, dass wir in der Bundesliga dabei sind, sehe aber auch nicht, dass das einer im Verein tut. Natürlich müssen wir uns weiterentwickeln, natürlich müssen wir besser werden und natürlich ist das Ziel die vordere Tabellenhälfte, einfach mal weitgehend ohne Sorgen in eine Saison zu gehen. Viele Vereine, die das könnten gibt es aber nicht in der Saison. Und unsere Möglichkeiten liegen noch weit ab dieser Vereine, wie Bayern, Dortmund, Schalke, Leverkusen und nach Investitionen auch Wolfsburg, wobei letztere ihr Potential schon seit zwei Jahren nicht mehr zeigen.

    Solange wir uns nicht wirklich sportlich verbessern gehören wir aber zum Rest dahinter und der kann jeden schlagen, vielleicht außer Dortmund und Bayern, aber eben auch von jedem geschlagen werden, auch zuhause.

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