All in vs. All out 1:1

Der 1. FC Nürnberg trifft auf Borussia Dortmund am 6. Spieltag und nimmt dem Spitzenreiter in einem spannenden Spiel die ersten Punkte der Saison ab.

Die Ausgangslage war klar: Der FCN mit schwachem Saisonstart ohne Sieg gegen den Tabellenführer aus Dortmund, der bisher alle Spiele gewann, da ergibt sich der Favorit von selbst. Das Nürnberger Trainerduo reagierte nach den beiden enttäuschenden Spielen gegen Augsburg und Braunschweig mit drastischen Maßnahmen und setzte ausgerechnet gegen den BVB alles auf eine Karte. Balitsch aus dem Kader, Pinola und Drmic auf die Bank. Der Club im 4-3-3 mit Chandler, Nilsson, Pogatetz und Plattenhardt in der 4er Kette, davor eine defensive Dreierreihe mit Frantz, Stark und Hasebe. Für die Offensive sollte Kiyotake, Hlousek und Ginczek sorgen. Eine mutige Aufstellung, doch auch Klopp wollte da nicht nachstehen und ließ seine Stars wie Sahin und Lewandowski auf der Bank, dafür spielten Spieler wie Durm und Duksch. Für so eine B-Elf wurde bereits der FC Bayern in Freiburg bestraft.

Der Club bemüht um Ordnung, doch Dortmund auch in dieser Besetzung zu Beginn die bessere Mannschaft. Die erste große Chance hatte aber Frantz, der an die Latte köpfte. Danach ausgeglichenes Spiel und der FCN bot seine beste Saisonleistung bis dato an, vor allem was das Spiel über die Mittellinie angeht. Das 0:1 dann eine (erneute) Farce des Spielleiters, denn der Freistoß in idealer Position, der dem Tor vorausging, war sicher kein Foul. In der zweiten Halbzeit dann erneute Umstellungen bei Dortmund, diesmal verletzungsbedingt, Reus und Schmelzer gingen, Sahin und Hofmann kamen, doch der Club nun engagiert und mit dem 1:1 belohnt, auch wenn dies (ausgleichende Gerechtigkeit) wieder eine Fehlentscheidung des Schiri war, denn Nilsson stand wohl im Abseits.

Das Spiel dann bis zum Schluss spannend und packend, die Dortmunder, für die mittlerweile dann doch auch mal Lewandowski kam, wollten den Sieg, doch Schäfer wieder einmal brillant. Esswein dann in der Nachspielzeit mit dem Lucky Punch am Fuß, doch er verliert die Nerven und schießt den Ball frei vor Weidenfeller (wenn auch knapp) über das Tor.

Klopp verzockte sich mit seiner B-Elf, für so eine Aufstellung wurde man im Süden bereits wegen Wettbewerbsverzerrung kritisiert. Wiesinger auf der anderen Seite setzte alles auf eine Karte, indem er seine Mannschaft komplett neu strukturierte, und darf sich als der Gewinner bei diesem Remis sehen. Vor allem die Art und Weise, wie die Mannschaft in Rot-Schwarz endlich mal wieder versuchte Fußball zu spielen, wie man als Mannschaft auftrat, dürften Hoffnungen für die Zukunft machen, auch wenn man das im Detail richtig einsortieren muss. Es ist anzunehmen, dass Wiesinger im Wesentlichen mit dieser Mannschaft (ggf. mit Feulner nach seiner Rückkehr) auch in Bremen sein Glück sucht. Und wenn das klappt, hat man heute die Geburt einer neuen Mannschaft gesehen.

43 Gedanken zu „All in vs. All out 1:1

  • Das ist mal wieder typisch Club. Die komplette Bandbreite in nur sieben Tagen.

    1:1 beim Tabellenletzten und 1:1 gegen den Tabellenersten.

    Meine Nerven.

  • Die Frage die sich mir heute stellt – war es ein Strohfeuer oder der erste Schritt zu Wende.
    Ich denke mal wir brauchen uns nicht zu unterhalten was wir uns mehr wünschen würden. Was dieses Spiel (nicht mal das Ergebnis) wert ist, werden wir in Bremen sehen. Und ich denke auch mal evtl. unter der Woche in der Causa Balitsch. Zumindest ist dieses Wochenende und auch die kommende Woche (hoffentlich straft mich jetzt niemand Lügen) schon mal gerettet in Sachen Harmonie unter den Fans – und Ruhe können wir im Moment gebrauchen beim Club.

  • und sogar Kiyo hat heute mal versucht, ein wenig zu verteidigen…

    • Frank

      Ich fand er hat nicht nur gut verteidigt sondern er hat für mich ein richtig gutes Spiel gemacht. Hasebe ist die erhoffte Verstärkung (auch wenn er zwei haarsträubende Fehlpässe gemacht hat) neben ihm blüht Kiyotake jetzt richtig auf. Auch Chandler war starkt verbessert. Allerdings werden die nächsten 2 Spiele wegweisend für den Club. In Bremen und im Heimspiel gegen HSV muß auch gepunktet werden.

      • Harald:
        Ich fand er hat nicht nur gut verteidigt sondern er hat für mich ein richtig gutes Spiel gemacht. Hasebe ist die erhoffte Verstärkung (auch wenn er zwei haarsträubende Fehlpässe gemacht hat) neben ihm blüht Kiyotake jetzt richtig auf. Auch Chandler war starkt verbessert. Allerdings werden die nächsten 2 Spiele wegweisend für den Club. In Bremen und im Heimspiel gegen HSV muß auch gepunktet werden.

        Kiyo fehlte in letzter Zeit auch ein wenig das Glück. Mal sehen, ob die Aufmunterung von Hasebe bei ihm anhält. Und wenn jetzt alle ein wenig schneller und präziser im Mittelfeld spielen, kommt das nicht nur Kiyo entgegen, sondern es gibt wieder mal sowas wie ein Offensivspiel und zwar spielerisch durchs Mittelfeld und nicht nur hohe Bälle blind nach vorne wie zuletzt. Sie wissen jetzt, dass es geht und was die Fans nun von ihnen erwarten.
        (und Feulner war noch nicht mal dabei…)

        Nachdem das Selbstvertrauen nun wieder da zu sein scheint, sollte man nun auch mal versuchen, ein paar 3er einzufahren. Wir brauchen auch mal wieder ein paar Punkte.

  • ich freue mich für MW und das Team – MW war schlau genug zu wissen, dass er auch in der Hierarchie und im System/ Aufstellung was ändern musste (. MW war als Kicker ein Kämpfer und jetzt auch als Trainer – finde ich gut. Und ich bin nach wie vor ein Anhänger – und ich freue mich, dass MW meine Kommentare gelesen hat…:-)) – eher mal unwillige Spieler rauszuwerfen, als immer gleich den Trainer zu schmeißen

    Aber klar: gg. die Nordlichter Werder/HAESVAU müssen jetzt mind. nochmal 4 Punkte her! Hoffe, das Team ist jetzt gedanklich 110% angekommen in dieser Saison.

  • Das beste Spiel unsererseits seit langem, auch wenn sich das ganze durch die Esswein-Chance eher wie zwei verlorene Punkte anfühlt. Bleibt die Frage, warum man vorher nicht mit gleichem Einsatz gespielt hat, denn dann hätten wir sicher mehr Punkte auf dem Konto. Lag das nur an Balitsch? In mir bleibt die Furcht, dass es nur ein typisches „wir spielen gegen eine SPitzenmannschaft“-Spiel war, um dann wieder in den alten Trott zu verfallen. Dabei musst du aus den nächsten beiden Spielen eigentlich 4 Punkte holen. Dann wären wir auch langsam halbwegs wieder im Soll.

    Bei der Startaufstellung scheint Wiesenhahn die richtige Mischung gefunden zu haben, wobei die Aufstellung mit dem kämpferisch gestern großartigen, aber offensiv limitierten Frantz und dem hinten gut unterstützenden, aber vorne sich kaum durchsetzenden Hlousek sehr defensiv ausgerichtet war. Was mir allerdings nicht gefallen hat, waren die ersten beiden Wechsel. Esswein war die gelebte Lustlosig- und Schlafmützigkeit, was ich nicht nachvollziehen kann, wenn ich als Reservespieler endlich mal wieder eine Chance bekomme. Ginczek hätte ich auch vom Feld genommen, allerdings war Pekhart die falsche Wahl bei dem Druck, den der BVB entwickelt hat. Da wäre ein schneller Mann wie Drmic deutlich besser gewesen.

    • Hampelinho,

      Ich muß dir in allem widersprechen, was die Einschätzung der Spieler betrifft: Frantz hat gestern auch gute Bälle verteilt, ist also auch für die Offensive in dieser Position ein Gewinn. Hlousek kommt immer besser ins Spiel und kann mit seiner Schnelligkeit Plattenhardt helfen die linke Seite zu stabilisieren und außerdem ganz gut flanken. Esswein erschien mir durchaus engagiert, aber glücklos und ein wenig verkrampft und Drimic in dieser Situation hätte zu einer Veränderung der Ordnung geführt, weil der kein sich durchsetzender Mittelstürmer ist. Genau das macht Ginzcek aus und deshalb bindet er Abwehrspieler und da paßt als Ersatz ein Pekhart eben besser auch wenn der letztlich nicht wirklich warm geworden ist in dem Spiel. Bei ihm versteh ich das nicht, was blockiert ihn nur so sehr? Ich denk, wenn der fitter wär, hätte Wiesinger ihn schon früher ausgewechselt, den Ginzcek war meiner Meinung nach wirklich vollkommen ausgepowert.
      Im übrigen, daß es in dem Spiel immer mal wieder einzelne individuelle Fehler mit Gefahrenpotential gab, war diesmal nicht so katastrophal, weil da wirklich die gesamte Mannschaft nicht nur Schäfer sofort daran ging, den Fehler zu korrigieren, d.h. die Jungs waren viel wacher als sonst. Sonst wär z.B. nach 2 Minuten der Ball drin gewesen, der diesmal von Pogatetz geklärt wurde. Und daß Schäfer uns wieder einen Punkt gerettet hat, ich will nicht zu arg triumphieren ( 🙂 ) und hoffe, daß Rakovsky und Uphoff nicht zu lange ausfallen.
      Chandler, Plattenhardt und Hasebe tut die SPielpraxis ganz offensichtlich gut. Und Stark war gestern wirklich stark. Bisher dachte ich immer, Balitsch muß dem zur Seite stehen und ist vielleicht deshalb nicht so stark, aber seit gestern glaub ich, es kann auch andersrum gewesen sein. Daß Wiesehahn das erkannt haben und hier den richtigen Wechsel vollzogen haben, war das der entscheidende Schritt zur Besserung?
      Ich hoffe sehr,daß dieselbe Einsatzbereitschaft und Kampf- und Spielfreude auch in den kommenden Spielen zu sehen ist. Bremen konnte sich gestern auch über einen Sieg freuen und neues Selbstvertrauen tanken. Und der HSV hat bis er zu uns kommt einen neuen Trainer. Also Selbstläufer werden auch die Spiele nicht, aber jetzt haben die Jungs wenigstens wieder gezeigt, daß sie es können und deshalb kann man wieder hoffen, daß sie bald den ersten Sieg erringen und so a) die Abstiegsränge verlassen und b) Sicherheit gewinnen und uns Clubfans dann doch wieder eine relativ langweilige Saison im Mittelfeld bescheren zu Weihnachten :).
      Ich glaub allerdings nicht, daß man jetzt alles an Balitsch festmachen sollte. Diese Leistungseinbrüche gab es auch schon vor seiner Zeit. Da müssen Wiesehahn weiter wachsam sein, daß nicht durch einzelne Unzufriedenheiten oder Undiszipliniertheiten auch wieder ganz schnell alles kippt.

      • Beate60: Hampelinho,

        Ich muß dir widersprechen, was Hlousek betrifft. Wie kommst Du darauf, dass er ganz gut flanken kann? Also ich habe keine einzige Flanke von ihm gesehen, die angekommen ist.
        Schnell mag er auch sein und viel laufen, aber effektiv kommt wenig dabei raus, weil er viel zu oft den Ball verliert und seine Pässe nicht ankommen.
        Gestern hat er es sogar nicht geschafft, seinen 2 Meter entfernten Mitspieler so anzuspielen, dass dieser an den Ball kommen kann. Das hat mit Erstliganiveau nichts zu tun. Tut mir leid.

    • Hampelinho: Ginczek hätte ich auch vom Feld genommen,

      und zwar schon zur Pause, aller spätestens in der 60. Minute. Ich finde auch, dass Pekhart mal für die Startelf dran wäre.

  • Ich gönne Wiesinger und Reutershahn die ruhigere Woche, die jetzt vor ihnen liegen mag.

    Schäfer ist in herausragender Form, der Nichtabstiegsplatz, auf dem der Club zumindest bis heute Nachmittag steht, ist ihm zu verdanken. Trotzdem sollte das Trainerteam überlegen, ob Schäfer noch der richtige Kapitän ist. Er erscheint mir viel zu etabliert und häufig zu distanziert, als dass ich ihm die Fähigkeit zutraue, junge Spieler in die Mannschaft zu integrieren. Schäfer äussert sich m.E. nach zu oft in der Art eines Vorgesetzten, eines „Sportdirektors“ zur Mannschaft oder zu seinen Mitspielern. Als (künftiger) Sportdirektor des FCN könnte ich mir Schäfer gut vorstellen. Als Mannschafts-Kapitän halte ich ihn mittlerweile für eine Fehlbesetzung.

    Der Club braucht einen Kapitän auf dem Feld, nicht auf der Linie. Auf Anhieb fällt mir jetzt keiner ein, am ehesten noch der Feulner

    Das Trainerteam sollte Mut beweisen und nach der Balitsch-Entscheidung eine weitere und mutigere Duftmarke setzen und einen neuen Kapitän bestimmen.

    • razumichin,

      Toll solche Ausführungen abzuschließen mit der Aussage, daß du bzgl. Alternative keine Ahnung hast. Und mit nichts zu begründen, wie du drauf kommst.

      • Beate60,

        Ich halte generell nichts von einem Torhüter als Kapitän, weil sie meistens zu weit weg sind vom Geschehen im Spiel. Mir fallen da 2 Namen ein Nilsson oder Pogatetz. Also Pogatetz gefällt mir richtig gut. Der hat Klose mehr als nur ersetzt.

  • Wie ich drauf komme? Ich hab mir die Interviews mit Schäfer und Weidenfeller angehört (podcasts auf Bayern1). Der Schäfer sagt häufig „die Mannschaft“ und selten, was Weidenfeller ganz selbstverständlich tut, „Wir“. Das fällt mir schon seit geraumer Zeit auf.

    Es ist natürlich mein subjektives Empfinden. Und ich kann völlig daneben liegen. Aber Schäfer hinterlässt bei mir einen Eindruck, in problematischen Situationen eher zu spalten als zusammenzuführen.

    Seine Verdienste will ich keineswegs schmälern. Doch krieg ich das Gefühl nicht los, dass das Trainerteam mit einem neuen Kapitän, besser fahren würde.

  • Ich halte Schäfer für den richtigen Mann als Kapitän, ich sehe keinen Grund aktuell daran etwas zu ändern, die Frage stellt sich doch gar nicht, ob er nun ‚Wir‘ oder ‚die Mannschaft‘ in Interviews sagt, das sind doch Befindlichkeiten, die nichts mit dem sportlichen auf dem Platz zu tun haben. Zudem geht er als Kapitän mit einer beeindruckenden Leistung seit Wochen der Mannschaft voran. Was soll denn eigentlich die sinnfreie Diskussion?

    Im übrigen Nilson war nicht nur im Abseites, sondern hat den Ball klar mit der Hand mitgenommen, was er ja auch einräumt. Wir können uns über nichts beklagen, auch Dortmund hat dicke Chance liegen lassen, die normalerweise klingeln.
    Das war mal ein besseres Spiel, aber so wie Bayern in Freiburg hat sich in meinen Augen Klopp etwas bei der Rotation verzockt.
    Aber ich schließe mich an, was das wert ist muß man in den nächsten Spielen sehen, nur mit Unentschieden wirds nicht reichen.

  • Das sehe ich auch so: Hlousek hatte vor allem in der ersten Hälfte viele gute Gelegenheiten zu Flanken und die sind dann alle viel zu hoch und weit gekommen. Das war nichts. Und Frantz hat ja auch wirklich ein ordentliches Spiel gemacht, aber er ist keiner, der sich mal gegen ein, zwei Mann durchsetzt und den Abschluss sucht.
    Zu Pekhart: Ist mir schon klar, dass es Wiesenhahns Intention war, Pekhart als Ballhalter vorne reinzustellen, aber das war in meinen Augen der Fehler. Der BVB hat spätestens mit der Einwechslung von Lewandowski sehr viel Druck gemacht, stand sehr hoch in der Verteidigung. Da wäre die Chance gewesen, mit steilen Bällen nach vorne Drmics Schnelligkeit und Dribbelstärke einzusetzen. So haben wir am Ende hauptsächlich lange Mondbälle nach vorne gehauen.

    • Hampelinho,

      wenn man lange Bälle spielt, braucht man einen Empfänger. Für die Schnelligkeit ist Esswein da. Passt schon, finde ich.

  • Aber dann hättest du Esswein in die Spitze stellen müssen wie letzte Saison gegen Schalke. Der ist auf dem Flügel zu weit weg. Die Dortmunder Abwehrspieler standen bei eigenen Angriffen zu zweit an der Mittellinie. Wenn du so unter Druck stehst, hast du eine gute Chance, wenn du bei einer Balleroberung den Ball einfach steil in die gegnerische Hälfte spielst. Deswegen hätte in der Schlussphase statt Pekhart ein schneller Mann an der Mittellinie stehen müssen, meiner Meinung nach.

    • Hampelinho,

      aber war nicht die letzte Chance von Esswein genau so ein Zusammenspiel mit Pekhart? Oder täusche ich mich?

      • Optimist: Hampelinho,

        aber war nicht die letzte Chance von Esswein genau so ein Zusammenspiel mit Pekhart? Oder täusche ich mich?

        Die Ablage kam von Pekhart, dass daraus eine Chance wird verdanken wir aber einer Einzelaktion von Esswein, die aber in erster Linie zeigt, welche Probleme die Dortmunder Innenverteidigung mit quirligen Stürmern hat. Drmic wäre die deutlich bessere Option gegenüber Pekhart gewesen.

        Und zu deinem „für Schnelligkeit ist Esswein da“ – ja, das hat man zumindest zweimal gesehen, als Esswein die Linie entlang gelaufen ist und den Ball verloren hat, aber gar keine andere Wahl hatte als es so zu versuchen, weil keine einzige Anspielstation vorhanden war. Esswein hätte da einen Drmic oder auch den nicht berücksichtigten Mak gebraucht um halbwegs sinnvoll kontern zu können.

        Zu Beates „Hlousek kommt immer besser ins Spiel“ fällt mir gar nichts mehr ein.

  • Über „für so eine Aufstellung wurde man im Süden bereits wegen Wettbewerbsverzerrung kritisiert.“ könnte man trefflich philosophieren.

    Soll man mit tatsächlich mit Spielern antreten, die fast keinerlei Regenerationspause zur Verfügung hatten? Man stelle sich vor, der BVB wäre mit denselben Spielern wie gegen Neapel angetreten und in der zweiten HZ konditionell eingebrochen.

    Auch das hätte man dann als Wettbewerbsverzerrung bezeichnen können.

    • BSE08: Soll man mit tatsächlich mit Spielern antreten, die fast keinerlei Regenerationspause zur Verfügung hatten? Man stelle sich vor, der BVB wäre mit denselben Spielern wie gegen Neapel angetreten und in der zweiten HZ konditionell eingebrochen.

      Man kann doch von einem hochbezahlten Profisportler erwarten, daß er in 4 Tagen zwei mal 90 Min Fußball spielen kann oder nicht? Er hat doch genug Regenerationszeit.
      Was sollte denn ein Eishockeyprofi sagen, der so einen Rhythmus, die ganze Saison hat.

      • juwe: Man kann doch von einem hochbezahlten Profisportler erwarten, daß er in 4 Tagen zwei mal 90 Min Fußball spielen kann oder nicht?

        Nein.
        Geld schafft keine Kondition. Und es beschleunigt auch nicht die Regeneration des Körpers.

        Um jeglicher Wettbewerbsverzerrung in der BL vorzubeugen verlange ich daher, dass die betroffenen Mannschaften international in Zukunft nur noch mit der B-Elf antreten!

        • BSE08: Nein. Geld schafft keine Kondition. Und es beschleunigt auch nicht die Regeneration des Körpers.

          Doch das sind Profisportler, der in seinem Beruf nur trainiert, oder Wettkämpfe hat, selbstverständlich müssen sie das können. Das kann ja schon ein Breitensportler.

          • juwe: Doch das sind Profisportler, der in seinem Beruf nur trainiert, oder Wettkämpfe hat, selbstverständlich müssen sie das können. Das kann ja schon ein Breitensportler.

            Das glaube ich nicht.
            Wenn es so wäre, gäbe es schlichtweg keinerlei Legitimation für eine Rotation!!

            • BSE08: Das glaube ich nicht. Wenn es so wäre, gäbe es schlichtweg keinerlei Legitimation für eine Rotation!!

              Doch sogar einige zb.Verletzungen, Formkurve, Spielsystem auf den Gegner abstimmen.

              • juwe: Doch sogar einige zb.Verletzungen, Formkurve, Spielsystem auf den Gegner abstimmen.

                Formkurve, Spielsystem – Gründe ausgerechnet für Dortmund, gegen uns zu rotieren? Oder für die Bayern gegen Freiburg? Das glaubst Du doch selbst nicht.

                Die Vereine, für die das zutreffen könnte, sind gerade diejenigen, die nur in der 2.-3. Reihe stehen und gar nicht über Rotationspersonal verfügen.

                Verletzungen, tja, da würde ich sagen, die holt man sich eben häufig, wenn man nicht regeneriert ist.

                Rotation dient in erster Linie der Vorbeugung von Verletzungen, indem man die Leistungsträger nicht überfordert.

                • BSE08: Formkurve, Spielsystem – Gründe ausgerechnet für Dortmund, gegen uns zu rotieren? Oder für die Bayern gegen Freiburg? Das glaubst Du doch selbst nicht.

                  Die Vereine, für die das zutreffen könnte, sind gerade diejenigen, die nur in der 2.-3. Reihe stehen und gar nicht über Rotationspersonal verfügen.

                  Verletzungen, tja, da würde ich sagen, die holt man sich eben häufig, wenn man nicht regeneriert ist.

                  Rotation dient in erster Linie der Vorbeugung von Verletzungen, indem man die Leistungsträger nicht überfordert.

                  kann einer von vielen Gründen sein, mehr nicht. ich bleibe aber bei der Kernaussage für einen Profi darf es belastungsmäßig kein Problem sein ab und zu 2 Spiele in 4 Tagen zu bestreiten, das wird ja zudem mit herunterfahren der Trainingsbelastung abgefangen. Manch Trainer routiert hauptsächlich um flexibler verschiedene System spielen zu können.

                • juwe: ich bleibe aber bei der Kernaussage für einen Profi darf es belastungsmäßig kein Problem sein ab und zu 2 Spiele in 4 Tagen zu bestreiten

                  Die spielen nicht „ab und zu“.
                  Für Spieler von CL-Teilnehmern ist das praktisch ein Dauerzustand. Und das auch noch auf höchstem Niveau.

  • Ich glaub manchmal, daß manche von euch, eben weil sie Erfahrung im Fußball auch selbst haben, unterschätzen, was es für den Körper eines Sportlers bedeutet soviele Hochleistungsspiele zu spielen. Andererseits ist es natürlich auch so, daß es Spieler gibt, die immer dabei sind oder? Aber vielleicht sind das die Spieler, die nicht soviel Gas geben müssen, d.h. weniger Sprints machen? Ich mein, wenn selbst ein Robben bereit ist, sich auf die Bank zu setzen, dann ist das doch wohl ein Zeichen, daß auch er gemerkt hat, daß er damit seinen Körper vor weiteren Langzeitschäden bewahren kann.
    Zu xxandl. Naja zwei von 3 Flanken Hlouseks sind diesmal bei einem Spieler des FCN angekommen. Wenn auch sicher nicht so perfekt, wie es sein kann. Da ist sicher noch Steigerungsbedarf beim Abspiel genauso wie bei den Laufwegen. Aber nach hinten arbeitet er gut mit, schnell ist er auch und ich bin einfach überzeugt, daß er in Kombination mit Plattenhardt und wenn er sich weiter einspielen kann, die linke Seite tatsächlich in Griff kriegt, jedenfalls besser als alle bislang versuchten Varianten, die es in den letzten Jahren gab. Und daß ich kein Problem hab, einem Plattenhardt (immer noch nicht besser als Pino aber zumindest gleichwertig, aber eben jünger) zuzugestehen, daß er weiter seine Spielpraxis bekommt, sollte doch manche hier freuen.
    Und wenn Chandler dann ebenfalls in Fahrt kommt und auf seiner Seite ein Drmic einem Kyiotake im Nacken sitzt, daß der weiter an seiner Defensivleistung und an seiner Passpräzision arbeitet, dann könnten mittelfristig zwei Baustellen geschlossen werden. Im Zentrum die Alternativen Feulner oder Frantz, dahinter die Doppelsechs mit Hasebe und Stark und die IV mit Pogatetz und Nilsson und als Ersatz Dabanli.
    Mit der Erinnerung an das gestrige Spiel schöpf ich daraus wieder Hoffnung auf eine stabile Leistung in den kommenden Monaten. Und wenn es wirklich Balitsch war, der die Offensivversuche torpediert hat oder nicht unterstützen wollte, dann kann man ja mal erwartungsfroh abwarten, was die nächsten Wochen bringen.
    Natürlich ist die Hoffnung noch fragil. Entscheidend ist, wie die Jungs in den kommenden beiden Spielen auftreten.

    • Beate60,

      bei den ankommenden Flanken dürften aber auch die dabei sein, die ins Nirvana gingen und schlussendlich von Kiyotake an der Eckfahne aufgesammelt wurden.

      Ein Spieler der die Wege zwar mitgeht, aber keine Zweikämpfe gewinnt, vermittelt eine recht trügerische Sicherheit.

      Wenn wir mit Hasebe, Stark und Feulner/Gebhart/Frantz im Zentrum spielen, bin ich der Meinung, dass das einem 4-3-3 entspricht und schon zwei offensiv orientierte Außen verlangen würde, sprich Drmic/Esswein bzw. Kiyotake/Mak. Ein Unentschieden gegen Dortmund ist nett, aber wir werden Spiele gewinnen müssen wenn wir in der Tabelle aufholen wollen und dazu brauchen wir Spieler die sich auch mal was trauen und gegen einen Gegenspieler durchsetzen können.

      • xxandl: Wenn wir mit Hasebe, Stark und Feulner/Gebhart/Frantz im Zentrum spielen, bin ich der Meinung, dass das einem 4-3-3 entspricht und schon zwei offensiv orientierte Außen verlangen würde, sprich Drmic/Esswein bzw. Kiyotake/Mak. Ein Unentschieden gegen Dortmund ist nett, aber wir werden Spiele gewinnen müssen wenn wir in der Tabelle aufholen wollen und dazu brauchen wir Spieler die sich auch mal was trauen und gegen einen Gegenspieler durchsetzen können.

        Sehe ich genauso – aber Mak war beispielsweise diesmal nicht mal im Kader. Dauert bei ihm die disziplinarische Maßnahme wg. seiner Slowakei-Reise an oder waren es „auch rein sportliche Gründe“ wie uns nach wie vor bei der Suspendierung von Balitsch suggeriert wird, ohne mit der Wahrheit raus zu rücken (so gerechtfertigt sie aus sportlicher Sicht jetzt ist, war sie meines Erachtens schon nach dem Spiel in Sinsheim)

    • Beate60,

      Und daß ich kein Problem hab, einem Plattenhardt (immer noch nicht besser als Pino aber zumindest gleichwertig, aber eben jünger) zuzugestehen, daß er weiter seine Spielpraxis bekommt, sollte doch manche hier freuen.

      An was machst du das fest, dass Plattenhardt „immer noch nicht besser ist“ als Pino.

      Ich sehe Platte deutlich besser und zwar von Spiel zu Spiel. Pino war in den bisherigen Spielen nicht mehr schnell genug, stand zu weit vom Gegner weg, ließ sich zu oft ausspielen. Die gegnerische Mannschaft war schon in Super Stimmung, wenn sie die Aufstellung sah, in der Pino aufgestellt war.
      Außerdem kann Platte besser schießen, genauer flanken und gute Freistöße. Klar, er ist noch nicht perfekt. Er macht auch noch Fehler, aber deutlich weniger als Pino.
      Wenn der die nächsten 4,5 oder 6 Spiele machen darf, ist er (fast) unverzichtbar auf der linken Seite. Pino ist schon heute nur noch eine „Notlösung“. Tut mir leid für ihn, weil er sehr viel für den CLUBB getan hat. Aber seine Zeit ist einfach vorbei. Da musst du die jungen Wilden ran lassen.
      So wie auch Stark, der uns noch sehr weiterhelfen kann.

      • Silberadler,

        du bist wirklich der perfekte Fan von Plattenhardt. die Noten, die er bisher hatte sprechen aber eine andere Sprache. Egal. Im Gegensatz zur letzten Saison seh ich zu Pino wirklich keinen großen Unterschied. Und deshalb denk ich, sollten Wiesehahn ihm die Chance in den nächsten Spielen geben, zu zeigen, daß er noch mehr Potential abrufen kann.

  • Es ist zwar nicht gerade die Aufgabe eines Clubfans, sich um die Beweggründe der BVB-Rotation zu sorgen. Aber wo wir schon mal dabei sind…
    …neben den beiden genannten Gründen gibt es einen weiteren Aspekt.

    Der BVB spielt in Serie gegen 3 machbare Gegner: FCN, 1860, Freiburg.
    Wann, wenn nicht dann soll Klopp den Jungen ihr Debüt ermöglichen?!
    Es hat sich angeboten. Spielpraxis für die Jugend ist nicht gleich Wettbewerbsverzerrung.

  • Wie immer bei uns Franken ist der Pessimismus besoners ausgepraegt. Was soll die Aufarbeitung der Dortmunder? Ist es nicht gut fuer alle das die Dortmunder sich die rotation leisten koennen? Aber hier reden Leute darueber als wenn es der Club waere der wichtige Spielder draussen gelassen haette. Das Dortmunder Team war nich so geschwaecht das wir automatisch hier einen Punkt geschenkt bekommen habe.
    Zweitens kann man Spieler hier schon kritisieren, nur wenn es immer die gleichen Leute ueber die gleichen Spieler herziehen dann wundert einen Leser wie ich es bin ob die Leute nicht gut auf diese Spieler stehen koennen oder ob es wirklich positive Kritik ist. Hlousek war fast zwei Jahre weg wegen Verletzungen und hier meint man das er gleich Europa format verzeigen muss. Keine Fehler machen darf. Das ist doch alles eher unrealistisch. Das gleiche trifft auf die Einwechselungen zu, der Trainer macht das so wie er sich das vortellt.
    Zuletzt auf die Kritik an die Balitsch hinausstellung. Ich lese hier schon seit ueber zwei Jahren mit und in der Zeit waren die meisten Meinungen ueber Balitsch sehr negativ, jetzt wo er vor der Tuer steht melden sich die Balitsch Fans zurueck? Ihr sollt doch alle froh sein das der ungeliebte Spieler endlich weg ist, oder?

  • Was die Rotation des BVB betrifft, denke ich Klopp wollte einfach ein paar Spieler schonen.
    Vermutlich dachte er auch die B-Elf würde für unsern Club schon reichen, das er sich da verzockt hat ist klar.
    Hinzu kam die Verletzung von Schmelzer und Reuss, erst verzockt und dann kam auch noch Pech dazu.

    Unser Club überraschte nicht nur den BVB, sondern wohl auch uns Fans.
    Keiner von uns hätte so ein Spiel gegen den BVB erwartet.
    Jedenfalls hat Michael Wiesinger mit der Suspendierung von Balitsch alles richtig gemacht.
    Ich hoffe wir können jetzt gegen die Nordlichter nachlegen, damit endlich diese unsägliche Trainerdebatte aufhört.
    Michael Wiesinger ist der richtige Mann für uns.

  • Juwe

    ich bleibe aber bei der Kernaussage für einen Profi darf es belastungsmäßig kein Problem sein ab und zu 2 Spiele in 4 Tagen zu bestreiten,

    Deine Aussage verknüpft mit dem Vergleich zu Handball, Basketball oder Eishockey ist schlicht und einfach falsch. In den von Dir genannten Mannschaftssportarten darf 1.) ständig gewechselt werden, was dazu führt, dass die Einsatzzeiten der einzelnen Spieler deutlich kürzer sind als im Fußball, außerdem kann dort auch noch während des Spiels komplett auf Formschwächen oder Verletzungen reagiert werden, im Fußball nicht. Sprich habe ich im Eishockey zwei schlechte Reihen auf dem Platz nehme ich die komplett runter und erstetze sie durch zwei andere, im Fußball kann ich aber nur 3 Spieler wechseln, ich kann also nicht einmal nach der Halbzeit komplett reagieren, da ich ja auch mit einer Verletzung rechnen muss.

    Dazu komm 2.) in den oben genannten Sportarten sind lange Läufe eher selten, das Spielfeld ist kürzer, es geht also um Schnellkraft und Sprintvermögen, im Fußball geht es aber sehr stark auch um Ausdauer, vergleiche das mal mit anderen Ausdauersportarten wie Triathlon und Marathon, wieviele Weltklassewettkämpfe macht ein Marathonläufer im Jahr 3, vielleicht 4. Ein Fußballer spielt bis zu 50 Meisterschaftsspiele. Die Regenerationszeiten bei Ausdauersportarten sind einfach deutlich länger als bei Spurt-/Sprint-Sportarten, deshalb müssen heute die großen Mannschaften, die sowohl international (CL + N11, dort gibt es ja nur Nationalspieler) spielen als auch national jede Woche Topleistungen bringen müssen im Prinzip 2 komplette Mannschaften bereithalten, anders lässt sich die Belastung gar nicht mehr handhaben. Deine Aussage der BVB hätte sich verzockt geht also komplett an der Realität vorbei.

    Ansonsten denke ich, dass wir auch Glück hatten, der BVB war am Ende schon die bessere Mannschaft, allerdings hatten wir das Glück des Tüchtigen, insofern sehe ich das Ergebnis durchaus als gerechten Spielausgang. Aber wie ich auch schon geschrieben habe, moralisch mag uns das Spiel geholfen haben, sportlich sehe ich insofern keine große Veränderung zu vor dem Spiel, weil uns immer noch Punkte fehlen, jetzt müssen 3er, also Siege her, sonst hilft es uns auch nicht, dass wir besser, schöner spielen.

    Die nächsten beiden Partien werden ganz sicher der Knackpunkt, wenn wir da nicht mindestens 4 Punkte holen, dann wird es für unser Trainerteam schlicht ganz eng, denn danach geht es nach Frankfurt und gegen Stuttgart, auch keine leichten Spiele, aber auch da müssen wieder mindestens 3, besser 4 Punkte her. Es kommen also ganz wichtige, entscheidende Wochen auf uns und das Trainerteam zu. Danach kann man dann einschätzen wo die Reise hingeht.

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