Windschief in die Spur?

Das Spiel des Clubs wurde besser, als ich nicht mehr durchblickte.

Solange ich durchblickte, war der Club schwach. Ab-

stiegs-

……..mäßig

……………schwach.

Die erste Halbzeit bot nichts Unbekanntes, erst zu Durchschauendes. Die Vorstellung der Mannschaft war so bundesligauntauglich wie die 120 Minuten plus Elfmeterschießen von Sandhausen, die zweiten 45 Minuten der Partie gegen Hertha BSC, die 90 Minuten des Augsburg-Spiels und die 90 Minuten des Grottenkicks in Braunschweig. Und die taktische Anordnung der Club-Spieler war auch von der Fernsehcouch aus ziemlich klar zu erkennen (4-1-4-1):

SCHÄFER

 CHANDLER          DABANLI          POGATETZ         PLATTENHARDT

STARK            

KIYOTAKE                HASEBE                 HLOUSEK                 ESSWEIN         

  PEKHART

So klar wie die taktische Formation war das Bild, das die Mannschaft in der ersten Halbzeit abgab: Statisch und ohne Überraschungsmomente im Angriffspiel, ungeordnet und konteranfällig in der Verteidigung, besonders die rechte Abwehrseite löchrig wie ein Schweizer Käse. Folgerichtig führte Werder nach einer guten halben Stunde mit 2:0 und der lädierte FCN-Dampfer wäre wohl frühzeitig in der Weser abgesoffen, wenn nicht Kiyotake kurz vor der Pausensirene wie aus heitrem Himmel den Anschlusstreffer erzielt hätte.

Nach der Pause kam Drmic für den farblosen Esswein und der Club agierte in einem neuen System.

Doch in welchem?

Die Viererabwehrkette blieb unverändert, Hlousek besetzte die vordere linke Außenbahn, Kiyotake rückte nach innen hinter die nunmehr beiden Sturmspitzen Pekhart und Drmic. Soviel meinte ich von meiner Fernsehcouch aus zu erkennen. Ansonsten blickte ich bei der Positionsverteilung im Mittelfeld nicht durch.

Ein Raute war das nicht, denn, soweit sich mir die Dinge darstellten, bildeten Stark (halblinks) und Hasebe (halbrechts) eine Doppelsechs. Die offensive rechte Mittelfeldposition war unbesetzt. Es ergab sich, so mein Eindruck, eine asymmetrische, windschiefe Formation:

SCHÄFER

 CHANDLER          DABANLI          POGATETZ         PLATTENHARDT

HASEBE                          STARK            

                                                                KIYOTAKE                          HLOUSEK                          

 PEKHART                        DRMIC

So windschief der Club nach der Pause taktisch daherkam, so verblüffend lebendig spielte er plötzlich auf. Weil nicht nur ich, sondern auch die Bremer den Überblick verloren. Der wuselige Drmic wirbelte und glich nach präziser Vorarbeit des auf den rechten Flügel ausgewichenen Pekhart zum 2:2 aus. Kiyotake blühte im Zentrum auf. Brillant sein Anspiel auf Hlousek, der das 3:3 kühl besorgte und damit die zwischenzeitliche Führung der Hausherren egalisierte. Das war richtig guter Angriffsfußball, was der der Club in den zweiten 45 Minuten zeigte, und hätten Pekhart und Drmic ein bisschen mehr Glück im Abschluss gehabt, wäre der erste so dringend benötigte Dreier dieser Saison wohl perfekt gewesen.

Da war endlich Leben in der Bude!

Dennoch aber wieder nur…

…ein Punkt, weil die Leistung nur 45 Minuten lang stimmte. Das muss anders werden, sonst krebst man weiterhin im Süden der Tabelle herum. Ein Sieg im Heimspiel gegen den HSV ist jetzt absolute Pflicht. Vielleicht liegt das Erfolgsrezept ja in der „schrägen“, nicht klar durchschaubaren Taktik der zweiten Halbzeit des Bremen-Spiels. Vielleicht kommt der Club ja windschief in die Spur.

[Zum Spiel: klick, klick, klick, klick, klick.]

38 Gedanken zu „Windschief in die Spur?

  • Danke! Genau diese Taktikkonfusion sah ich nämlich auch und wir haben das gestern im Podcast (muss aber noch geschnitten und fertiggemacht werden…) auch thematisiert! Die Frage nach dem 2 Sechser und 2 Stürmer in welcher Formation ist für mich auch ungelöst! Erst mit der Hereinnahme von Frantz, der dann quasi den Rechten Mittelfeldpart beackerte und Hasebe zentral Alleinherrscher spielte, war die Formation wieder „harmonisch“. Aber so kann man ja schlecht ein Bundesliga-Spiel bestreiten, indem man eine Seite einfach offen lässt.

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  • Was ist so problematisch an asymmetrischen Ausrichtungen?
    Entscheidend ist doch, ob sie funktioniert.

    Auch wenn auf dem Papier in den meisten Medien immer symmetrische Aufstellungen wiedergegeben werden, ist es bei der tatsächlichen Ausrichtung fast nie der Fall, es ist sehr oft so, dass ein Spieler etwas offensiver ausgerichtet ist, als sein „Symmetriepartner“, oder einer zentraler spielt, ein anderer weiter außen…

    Entscheidend ist ja in erster Linie der Erfolg, und damit auch verbunden die Erkenntnis, dass Wiesinger eine Taktik erkannt hat, wie man die Bremer kräftig aufmischen konnte…

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    • Scramjet, mich irritiert weniger die Asymmetrie als solche als die dahinter stehende taktische Ausrichtung. Indem man Kiyotake in die Mitte zog und auf Doppelspitze umstellte, war genau da ein Loch, wo wir in der ersten Halbzeit die größten Probleme hatten. Oder anders: Lieber ohne irgendeinen Spieler auf der Position als Kiyotake. Was ironisierend klingt hat durchaus so seine Überlegungen. Kiyotake brachte auf rechts weder Druck nach vorne noch Absicherung nach hinten. Entsprechend schaltete sich Garcia munter in jeden Angriff ein und auf Chandler kamen gleich zwei zugerannt. Nachdem nun Pekhart dort rechts vorne herumgeisterte war Garcia hinten gebunden und offenbarte zugleich seine Defizite im Spiel gegen den Ball. Kein Zufall, dass zwei Bremer Gegentore nach Stellungsfehler Garcia (1:2) oder eben über seine Seite (2:2) fielen.

      Bleibt aber die, warum die Mannschaft (oder die Trainer) das nicht bereits in der ersten Halbzeit erkannte bzw. korrigierte.

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      • Alexander Endl | Clubfans United,

        Es ist ja nicht das erste Mal, dass die Mannschaft wie ausgewechselt aus der Kabine kam.
        Und gerade dass sie immer erst einen „Weckruf“ in Form von Gegentoren braucht, hatten wir ja schon des öfteren. Das zieht sich eigentlich wie ein roter Faden durchs Spiel des Clubs, seit der Wiesinger Trainer ist.
        Anscheinend hat er durchaus Probleme, die Mannschaft so einzustellen, dass sie von Anfang an die richtigen Mittel und auch die richtige Einstellung findet. Ebenso wie während des Spiels Änderungen einzuführen. Andererseits kommen seine Halbzeitansprachen anscheinend zumeist sehr gut an und taktische Umstellungen klappen dann oft sehr gut…
        Find ich etwas irritierend…

        Noch zum Spiel: Ich hatte leider nicht das „Vergnügen“ bzw. die Qual, das Spiel live zu sehen sondern muss mich mit Zusammenfassungen und der sonstigen Berichterstattung begnügen. Die beschriebene Umstellung ist schon außergewöhnlich.
        Mal sehen, ob es ne Analyse von Spielverlagerung gibt, die wäre sicherlich sehr interessant…

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        • Scramjet,

          Kann Deiner Verwunderung bezüglich der Einstellung durch den Trainer Wiesinger nur zuustimmen. Scheinbar ist seine Schwäche auch seine Stärke. Oder umgekehrt…

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  • Und just auf dieser vernachlässigten rechten Seite stand ein Pekhart dann nach Pass von Chandler plötzlich völlig blank und konnte den Ausgleich vorbereiten! Überraschend, aber vielleicht war da ein Plan dahinter!

    Beu Frantz empfand ich es aber eher so, dass er hinter oder auch teilweise vor Hasebe die Löcher dort „zugelaufen“ hat wo es gerade notwendig war. Ob nun Links oder Rechts.

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  • Hasebe wurde zur Unterstützung von Chandler auf die rechte Sechserposition zurückgezogen, weil die Bremer den Club über den linken Flügel kräftig durcheinandergewirbelt hatten. So erkläre ich mir das.

    Die vordere rechte Außenbahn wurde nicht besetzt, doch stieß Chandler immer wieder in den freien Raum oder ein Stürmer wich auf den Flügel aus. So wie Pekhart, der das 2:2 über den rechten Flügel vorbereitete.

    Das Spiel des Clubs wurde durch diese positionellen Rochaden variabler und der Gegner verlor die Orientierung…

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  • Genau in so einer „windschiefen“ Grundordnung kann Chandler seine Offensivqualitäten ausspielen, weil ihm Kiyo nicht im Weg steht. Wichtig war natürlich, was Alexander schon geschrieben hat, dass man durch Pekhart Garcia hinten hielt und über links massiv Druck aufbaute.

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  • Ich denk mal es war ein 4-2-2-2, mit Hlousek und Kiyotake im offensivem Mittelfeld auf Halbrechts bzw. -links. Hlousek hat dann dementsprechend die linke Seite mit Plattenhardt zugemacht, während rechts Hasebe aushalf.

    Dazu haben sich die Stürmer immer auf die Angriffsseite geschlagen wo grade der Ball war. Also Drmic auf den Linken Flügel und Pekhart auf den rechten um so den Mitspielern zu helfen.

    So habe ich das System zumindest, auch von meiner Couch aus, gesehen.

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    • SchoensteKind:
      Ich denk mal es war ein 4-2-2-2, mit Hlousek und Kiyotake im offensivem Mittelfeld auf Halbrechts bzw. -links. Hlousek hat dann dementsprechend die linke Seite mit Plattenhardt zugemacht, während rechts Hasebe aushalf.

      Dazu haben sich die Stürmer immer auf die Angriffsseite geschlagen wo grade der Ball war. Also Drmic auf den Linken Flügel und Pekhart auf den rechten um so den Mitspielern zu helfen.

      So habe ich das System zumindest, auch von meiner Couch aus, gesehen.

      Willkommen! 🙂

      Kommentar-Elf-Debüt!

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    • SchoensteKind: Dazu haben sich die Stürmer immer auf die Angriffsseite geschlagen wo grade der Ball war. Also Drmic auf den Linken Flügel und Pekhart auf den rechten um so den Mitspielern zu helfen.

      Ich war auch überrascht, daß man Pekhart öfter über links wie rechts sah. Das eine Trippling über die linke Seite in den Strafraum der Bremer werde ich nicht vergessen, wie eine rennende Bahnschschwelle kam Pekhart auf seinen Gegenspieler zu..
      geschmeidig ist anders (;

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      • juwe: Ich war auch überrascht, daß man Pekhart öfter über links wie rechts sah. Das eine Trippling über die linke Seite in den Strafraum der Bremer werde ich nicht vergessen, wie eine rennende Bahnschschwelle kam Pekhart auf seinen Gegenspieler zu..
        geschmeidig ist anders (;

        Mensch Juwe! Gerade in Franken kommt das sehr weiche, englische Wort „Dribbling“ mehr als gut an oder hat Dir da die zumeist fantastische Autokorrektur eines Smartphones mit geholfen? 🙂

        Ist da der Taktikfuchs der Reutershahn? Weiß das jemand, wie innerhalb der beiden Trainer die Verantwortlichkeiten verteilt sind?

        Oh, der Bremer im Blogspot wäre schon VOR dem Spiel mit einem Remis zufrieden gewesen.

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        • Woschdsubbn: Mensch Juwe! Gerade in Franken kommt das sehr weiche, englische Wort “Dribbling” mehr als gut an oder hat Dir da die zumeist fantastische Autokorrektur eines Smartphones mit geholfen?

          Da muß ein irrer Traum vom fränkischen Tripple Ursache gewesen sein, der die Sinne vernebelt hat. Fränkisches Tripple = Nichtabstieg, Pokal Achtelfinale, 2x spielerisch überzeugender Heimsieg in der gleichen Saison.

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          • juwe

            Und ich dachte schon, es war Absicht. „Trippling“ bedeutet auf Deutsch ja „stolpernd“, aber das kannst Du eigentlich unmöglich im Zusammenhang mit einem Clubstürmer gemeint haben. 😉

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            • Claus, hauptsache kein Trib… äh wir schweifen ab.

              Sagt mal, fällt Euch auf, daß:

              1. Arsenal auf der ersten Stelle der Premier League steht? Die hatten die letzten Jahre keine großen Titel geholt, aber immer stabil in der CL mitgespielt und deshalb konnten die dann einen solchen Hammertransfer wie Özil für 50 Mio. stemmen (Im Vergleich mit einem eher international durschschnittlichen, baskischen Spanier, der in Nordtirol für 40 Mio. verpflichtet wurde, nachgerade ein Schnäppchen)
              2. Arsenal eine Menge deutscher Spieler im Kader der ersten Mannschaft hat? Neben den bekannten Özil, Mertesacker und Poldi sind da noch die beiden deutschen Jungtalente wie Gedion Zelalem (aus der Hertha Jugend) oder Serge Gnabry (aus der VfB Jugend).

              Das heißt aber auch, daß die deutsche Nachwuchsarbeit nun endlich international Früchte trägt. Die Jahre, in denen außer dem Bierhoff und Ballack kein einziger deutscher Spieler in einer anderen europäischen Spitzenliga gespielt hat, sind wohl vorbei. Umso trauriger, daß unsere Nationalauswahl immer noch nix reißt, obwohl es sicherlich eine Ansammlung hervorragender Fußballer sein sollte…

              Im Podcast ist mir das auch aufgefallen: Welche namhaften Spieler der Glubb in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht hat. Auch wenn nicht alle ein Gündogan geworden sind, so sind doch immer wieder auffällige Spieler dabei, wie ein Hegeler, der heute den wichtigen 3er für Aspirinkusen eingefahren hat. Auch mit Diekmeier, Reinartz und natürlich Wolle oder Klose haben wir gute Schnitte gemacht. Entweder sind wir sie für gute Preise losgeworden oder wir haben aus ihnen, na sagen wir „gestandene“ Bundesligaprofis gemacht.

              Deshalb:

              Lasset uns dieses Jahr nicht absteigen. Dereinst werden große Zeiten anbrechen. (3. Brief Woschdsubbns an die Kolosser)

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              • Woschdsubbn: Lasset uns dieses Jahr nicht absteigen. Dereinst werden große Zeiten anbrechen. (3. Brief Woschdsubbns an die Kolosser)

                aber bitte in kleinen Schritten sonst ist der Franke verschreckt 😮 Manchmal glaube ich das ist alles gesteuert und Abstiegsk(r)ampf eben spannender bringt mehr Quote als im Niemandsland zu tümpeln.

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              • Woschdsubbn:
                Claus, hauptsache kein Trib… äh wir schweifen ab.

                Sagt mal, fällt Euch auf, daß:

                1. Arsenal auf der ersten Stelle der Premier League steht? Die hatten die letzten Jahre keine großen Titel geholt, aber immer stabil in der CL mitgespielt und deshalb konnten die dann einen solchen Hammertransfer wie Özil für 50 Mio. stemmen (Im Vergleich mit einem eher international durschschnittlichen, baskischen Spanier, der in Nordtirol für 40 Mio. verpflichtet wurde, nachgerade ein Schnäppchen)
                2. Arsenal eine Menge deutscher Spieler im Kader der ersten Mannschaft hat? Neben den bekannten Özil, Mertesacker und Poldi sind da noch die beiden deutschen Jungtalente wie Gedion Zelalem (aus der Hertha Jugend) oder Serge Gnabry (aus der VfB Jugend).

                Das heißt aber auch, daß die deutsche Nachwuchsarbeit nun endlich international Früchte trägt. Die Jahre, in denen außer dem Bierhoff und Ballack kein einziger deutscher Spieler in einer anderen europäischen Spitzenliga gespielt hat, sind wohl vorbei. Umso trauriger, daß unsere Nationalauswahl immer noch nix reißt, obwohl es sicherlich eine Ansammlung hervorragender Fußballer sein sollte…

                Im Podcast ist mir das auch aufgefallen: Welche namhaften Spieler der Glubb in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht hat. Auch wenn nicht alle ein Gündogan geworden sind, so sind doch immer wieder auffällige Spieler dabei, wie ein Hegeler, der heute den wichtigen 3er für Aspirinkusen eingefahren hat. Auch mit Diekmeier, Reinartz und natürlich Wolle oder Klose haben wir gute Schnitte gemacht. Entweder sind wir sie für gute Preise losgeworden oder wir haben aus ihnen, na sagen wir “gestandene” Bundesligaprofis gemacht.

                Deshalb:

                Lasset uns dieses Jahr nicht absteigen. Dereinst werden große Zeiten anbrechen. (3. Brief Woschdsubbns an die Kolosser)

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              • Woschdsubbn:
                Claus,

                2. Arsenal eine Menge deutscher Spieler im Kader der ersten Mannschaft hat? Neben den bekannten Özil, Mertesacker und Poldi sind da noch die beiden deutschen Jungtalente wie Gedion Zelalem (aus der Hertha Jugend) oder Serge Gnabry (aus der VfB Jugend).

                Das heißt aber auch, daß die deutsche Nachwuchsarbeit nun endlich international Früchte trägt. Die Jahre, in denen außer dem Bierhoff und Ballack kein einziger deutscher Spieler in einer anderen europäischen Spitzenliga gespielt hat, sind wohl vorbei. Umso trauriger, daß unsere Nationalauswahl immer noch nix reißt, obwohl es sicherlich eine Ansammlung hervorragender Fußballer sein sollte…

                Naja, in der sogenannten YouthChL, die parallel zur ChL mit den Jugendmannschaften der teilnehmenden Vereine stattfindet, haben die Nordtiroler mit 0:6 in Manchester und die Pillenkusener zu Hause gegen San Sebastian mit 1:5 ganz schön Haue bekommen. Am Tag vorher haben zwar Schalke und Dortmunds Nachwuchs auch recht hoch gewonnen, aber deren Gegner waren auch nicht so hochkarätig. Also ganz soooooooo gut scheint es doch nicht bestellt zu sein 😉

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  • Tja Freunde, auf der Couch sitzen die echten Experten.

    (Es soll auch Experten geben, die auf der Couch liegen, während ein Mann mit einem weißen Kittel neben ihnen sitzt.)

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  • Dass die Position nicht fest besetzt ist, heißt ja nicht, dass der Raum aufgegeben wird. Dieses System ist wahnsinnig flexibel und stärkt sogar die rechte Angriffsseite, gerade weil der Gegner sich kaum drauf einstellen kann.
    Gleich 3 Spieler können wechselseitig die Position besetzen. Für die defensive Deckung des Raumes ist z.B. Pekhart verantwortlich, in der kontrollierten Offensive kann Hasebe auf rechts ausweichen und bei Kontern ist Chandler mit seiner Schnelligkeit zur Stelle.
    Wenn man unter dieser Voraussetzung das System betrachtet ist es ein ständiges Rochieren zwischen 4-2-3-1, 4-1-3-2 und 3-2-3-2.
    Sollte das einstudiert sein und nicht bloß ein reines Zufallsprodukt einer eigentlich anders gedachten Taktik, dann kann das eine echte Waffe sein. Jetzt muss der Club nur noch lernen, dass ein Spiel 90 Minuten hat.
    Auf jeden Fall bin ich froh, dass Kyotake wieder zurück in der Mitte ist. Das war ein Unterschied wie Tag und Nacht. Ich hoffe Wiesinger lässt sich nicht wieder auf dieses unsägliche Außenbahnexperiment ein.

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  • Irgendwie passend zu der Diskussion hab ich heute morgen schon einen Artikel in der aktuellen 11Freunde über Alfred Tatar gelesen, der als österreichische Mischung aus Hans Meyer und Christian Streich beschrieben wird und aktuell den Zweitligisten Mattersburg betreut.

    Dessen Spielidee ist es einfach das Chaos. Den Gegner durch möglichst viele Zufallselemente durcheinander zu bringen, dadurch den Gegner zu hindern, das eigene Spielsystem durchzubringen und gleichzeitig selber unberechenbar zu sein.

    Interessante These, Tatar denkt vor allem, dass dies die einzige Möglichkeit ist, wie die kleinen mit den großen Vereinen mithalten bzw. dagegenhalten können.

    Ich denke allerdings, das ein derartiges System deutliche Grenzen hat. Sobald eine Mannschaft eine gewisse Qualität mitbringt, vor allem im Spiel gegen den Ball und taktische Disziplin wahrt, wird man mit so einem Zufallsprinzip nichts ausrichten können, da hat man offensiv keine Chance. Und die Lücken in der Defensive bei einer derartigen Chaosstrategie werden für eine taktisch gut geschulte Mannschaft wohl eher leichter zu finden sein als die in einem geordnet und diszipliniert auftretenden Defensivverbund.

    Die aktuelle sportliche Lage bei Mattersburg, die als Absteiger den Wiederaufstieg packen wollen, scheint das auch zu bestätigen…

    Nichts destotrotz finde ich den Ansatz höchst interessant. Denn wenn man geschickt derartige Elemente einbaut, kann man damit sicherlich hin und wieder mal den Gegner überrumpeln… Die unkonventionelle Grundordnung vom Sonntag hat ja gezeigt, dass man einen Gegner damit ziemlich durcheinanderbringen kann…

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  • belschanov ist auf jeden Fall der Legislative angehörend, mindestens seit er das 1. belschanovsche Gesetz erlassen hat.

    Die vollziehende, exekutive oder ausführende Gewalt ist doch die Glubbmannschaft. Nur diese, kann das belschanovsche Gesetz vollziehen.

    Die Judikative oder richterliche, „kontrollierende“ Gewalt, hmm die würde ich dann den Zuschauern und Fans („Wenn ihr nicht gewinnt, dann gibts Pfiffe“), aber auch den verantwortlich handelnden Trainern („Wenn ihr nicht gewinnt, dann werdet ihr suspendiert, aber nur aus sportlichen Gründen“) zuschreiben.

    Was wir hier aber auch immer alles durchdiskutieren müssen. Unglaublich. 😀

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  • Aha, die Diktatur der Fans, zumindest fast.
    Jetzt stellt sich nur noch die Frage: Wie bekommen wir die Exekutive in den Griff? Indem man nur noch Spieler einstellt, die auch Clubfans sind? Dann müssten wir, also die Fans, sie aber auch bezahlen, was wir, wegen Vereinsstruktur, im Prinzip ja auch machen.
    Irgendwo ist da noch ein Haken.

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  • Off Topic … die Bayern werden ja (nicht zu unrecht) mit Lob überhäuft für den Auftritt in Manchester von Pep Fußball in Perfektion wird schwadroniert, die totale Mittelfeld Dominanz plakatiert. Aber ich habe ganz selten eine Mannschaft wie City gesehen, die wie die Galopper des Jahres bei den Ballstaffetten in sicherem Abstand nebenher traben und zuschauen, ich habe mich mehrmals gefragt nach dem 10. Ballkontakt der Bayern, wann geht denn da mal jemand hin oder stört. Wie man es richtig macht hat Klopp doch oft genug gezeigt, durch agressives hohes Pressing (CL Finale 1. Halbzeit), Supercup..), da spielt es sich auch nicht mehr so schön 😮 .. scheint sich aber noch nicht bis Pellegrini herumgesprochen zu haben.

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  • Man schaue sich die Erfolge von ManCity die letzten Jahre in der CL an. Keine Ahnung warum diese Ansammlung von Stars international so schwächelt, aber dass die Bauern da gewinnen ist nach den letzten Jahren keine echte Sensation.

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  • Und zum Thema Diktatur der Fans, ich fürchte alle Diktatoren der letzten 2000 Jahre lachen sich einen Ast, wenn man ihnen erzählt, dass wir eine Diktatur mit der Legislative und der Judikative aufbauen wollen, aber die Exekutive links liegen lassen. Na am Ende passt das wieder zum Club, so ein wenig 😉

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  • Ihr könnt mich gerne lebenslang sperren, aber diesen Scheißdreck will ich nicht mehr sehen!

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  • Sie haben fertig Herr Wiesinger. Tut mir leid aber das ist heute die Krönung einer Reihe von indiskutablen Leistungen.

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