Die anderen entlassen die Trainer zu früh

Vor dem Auswärtsspiel des 1. FC Nürnberg beim VfB Stuttgart sprechen wir mit Heinz Kamke und werfen einen Blick voraus.

„Wenn du denkst es geht nichts mehr, kommt gern ein Spiel in Stuttgart daher…“ – so einfach könnte man sich einen Erfolg in Stuttgart zusammenreimen und die Historie gibt einen auch noch Recht, lässt man das 0:1 aus Nürnberger Sicht im März 2012 da mal außen vor. 1:1 hieß es im Februar diesen Jahres, sogar 4:1 im Februar 2011 und wieder 0:0 im August 2009. Nur eine Niederlage in 4 Auswärtsbegegnungen, das kann sich sehen lassen! Leider kann man sich für Historie aber wenig kaufen, auch wenn ein gewisser psychologischer Effekt der Marke „Lieblings-/Angstgegner“ im Fußball nicht ganz zu verleugnen ist.

Tatsächlich stehen sich in Stuttgart am Freitagabend aber weitgehend andere Protagonisten gegenüber, sogar schon im Vergleich zur Begegnung der letzten Rückrunde. Allein aus der Anfangsformation des Club mit Schäfer, Chandler, Nilsson, Simons, Pinola, Feulner, Balitsch, Frantz, Kanazaki, Kiyotake und Polter werden wohl nur Schäfer, Chandler, Nilsson und Kiyotake erneut am Platz zu erwarten sein. Doch vor allem der Chef an der Seitenlinie ist bei beiden Teams zwischenzeitlich getauscht, beim VfB ist nun Thomas Schneider am Ruder, der schon frühzeitig in der Saison Bruno Labbadia ersetzen durfte, beim FCN ist es Gertjan Verbeek, der gerade erst diese Woche vorgestellt wurde und den glücklosen Michael Wiesinger beerbte. Beide Trainer mussten früh in der Saison gehen. ‚Zu früh‘, wie so mancher Pressekommentar meinte und die „fatalen Automatismen“ anprangert, doch es ist wohl eher so wie unser heutiger Interviewgast sehr treffend bemerkt: ‚Die Trainerentlassung beim eigenen Herzensverein ist meist überfällig! Nur bei den anderen kommt es stets ein bisschen früh…‘

Die Pressekonferenz vor dem Spiel:

Unter Schneider hat sich der VfB sehr schnell stabilisiert (‚Neue Besen kehren besser‘) und dies erhofft man sich in Nürnberg nach bisher 9 sieglosen Spielen in der Liga natürlich auch. Die Fortsetzung des Stuttgarter Auswärtsmärchens wäre also durchaus willkommen – und sei es nur für das dann 7te Remis in der Saison. Was in Freiburg als Eichhörnchen-Taktik gepriesen wird, darf dem FCN ja wohl auch billig sein – zumindest auswärts. Mit Spannung wird erwartet, ob Verbeek bereits die ersten Stellschrauben in der Kürze der Zeit auf die richtigen Positionen drehen konnte. Auf der Pressekonferenz ließ er zumindest schon mal durchblicken, dass Mak und Drmic von Beginn an spielen werden. Dennoch dürften auch für ihn noch viele viele Fragezeichen bestehen, was die Leistungsfähigkeit des Kaders, aber auch die Mentalität einzelner Spieler betrifft, wie auch dieser herrliche Schnappschuss der @NZ_Online via Twitter herrlich illustriert („Gebhart, Timo … ?“):

Interview mit Heinz Kamke

Mit Heinz Kamke, VfB-Fan, Blogger (Angedacht) und engagierter Twitterati @heinzkamke konnten wir unser „Leid“ teilen, was Trainerentlassungen angeht und wie sich ein schlechter Saisonstart anfühlt, auch wenn man in Stuttgart da schon einen Schritt weiter ist, darüber hinaus sprachen wir über Weltmeister, Weltfussballer, ein bisschen Schi Schi und Lala und das mit allem Pipapo.

Das Spieltagsinterview:

[Clubfans United] Hallo Heinz, schön dich mal wieder bei uns begrüßen zu dürfen. Was hat sich seit dem letzten Interview im März 2012 denn so getan im Ländle und aus sportlicher Sicht?

[Heinz Kamke] „Hallo Alexander, die Freude ist ganz auf meiner Seite. Was sich hier getan hat? Eigentlich nicht sonderlich viel. Also zumindest bei mir nicht. Ich blogge noch immer so vor mich hin und nehme mir, das hatten wir damals ja thematisiert, die Freiheit, nur zu schreiben, wenn und worüber ich Lust habe. Nebenbei ist mein Blog seither ein bisschen, wie soll ich sagen, metrischer geworden.“

Sportlich ist im Land quasi alles beim Alten. Vor dem damaligen Spiel war der VfB auf Rang 8, Hoffenheim auf 11 und Freiburg auf der 17. Heute lauten die Platzierungen 8-12-16.

♫ Die Nummer eins, die Nummer ein, die Nummer eins im Land … ♫  Ach, lassen wir das.

Tatsächlich hat sich natürlich eine ganze Menge getan. Der VfB ist, das wage ich zu behaupten, ein ganz anderer Verein als damals. Ein anderer Präsident, ein anderer Aufsichtsratsvorsitzender, ein anderer Trainer, und in jedem einzelnen Fall wurden nicht nur Personen ausgetauscht, sondern, bitte verzeiht das große Wort, Weltanschauungen. Während ich damals eine “latente Unzufriedenheit” ausgemacht hatte, wirkt derzeit alles irgendwie zuversichtlicher und, wie soll ich sagen, leichter. Der Präsident ist allem Anschein nach ein positiver, umgänglicher und doch ehrgeiziger Typ, der Aufsichtsratsvorsitzende scheint willens und in der Lage zu sein, den vom Präsidenten vorgelebten Teamgedanken mitzutragen, und der Trainer beginnt nicht jede öffentliche Äußerung mit einer Klage über die Rahmenbedingungen. Kurz: irgendwie ist alles anders.“

[Clubfans United] Ich hätte ‘schwören’ können, dass als ich gestern bei Dir am Blog war der letzte Eintrag vom 16.10. stammte, mit den Worten “Der Tanz liegt in seiner Natur” begann und die ganze Timeline nicht ein einziges mal “VfB” enthielt. Jetzt schau ich drauf und – zack – zwei brandneue Artikel zu den Brustring-Trägern. Ich hoff’ da war jetzt nicht unserer Anfrage Schuld. Aber Spass beiseite: Wie läuft das bloggen?

„Wie oben kurz angedeutet: et läuft. Manchmal würde ich mir eine höhere Frequenz wünschen, was besonders dann (zum Glück nicht zu oft) der Fall ist, wenn wieder Mittwoch ist (mittwochs habe ich dieses Jahr eine relativ regelmäßig erscheinende Rubrik) und ich feststellen muss, dass zwischen den beiden mittwöchlichen Fünfzeilern nichts gelaufen ist.

Das von Dir genannte Beispiel ist indes ein typisches: tagelang veröffentliche ich nichts, was in den seltensten Fällen daran liegt, dass ich keine Lust, keine Themen oder eine Schreibblockade hätte, sondern es ist eben, wer kennt das nicht, ein Zeit- und Logistikthema. Dann kommt die Lücke, in der man die im Kopf oder auch schon im Entwurfsordner angelegten Texte ausformulieren kann, und natürlich bin ich nur in den seltensten Fällen in der Lage, dann geduldig zu sein und den einen Text heute, den anderen erst übermorgen zu veröffentlichen. Dann ballt es sich halt ein bisschen.“

[Clubfans United] Euer Trainerwechsel ist ja bereits paar Tage her, wir haben das gestern vollzogen. So aus deiner Sicht: Nicht alles ein bisschen früh in der Saison?

„Ich könnte mir vorstellen, dass es uns, also Dir und mir und häufig auch anderen,  da ganz ähnlich geht: die “eigene” Trainerentlassung war überfällig, die der anderen kam vielleicht ein bisschen früh. Man bekommt beim eigenen Verein Fehlentwicklungen in der Regel eher und etwas detaillierter mit, zum Teil natürlich auch nur scheinbare Fehlentwicklungen, und kann dann die Entscheidung der Vereinsführung ganz gut nachvollziehen, hätte sie sich zum Teil sogar schon früher gewünscht.

Anderswo bekommt man, bekomme zumindest ich, das nicht so genau mit, und so war ich bis zu dem bitteren HSV-Spiel noch immer der Meinung, dass Wiesinger eigentlich einen ganz guten Eindruck hinterlasse und der Club, dem schwachen Saisonstart zum Trotz, nicht auf dem verkehrtesten Pfad sei. Was Ihr nach meiner Kenntnis schon seit einger Zeit anders gesehen hattet.

Bei Labbadia – zugegeben, nach dem dritten Spieltag ist wirklich verdammt früh – war es auf jeden Fall so. In Stuttgart kannte ich kaum jemanden, der ihn noch sehen wollte, von außerhalb hörte man viel eher Stimmen, wonach der VfB angesichts dieses Kaders doch zufrieden sein und endlich seine Ansprüche herunterschrauben müsse, und dass Labbadia schließlich den VfB erst wieder dahin gebracht habe, wo er jetzt sei, oder so ähnlich. Was ja in gewisser Weise stimmte. Er hatte den Verein vor dem Abstieg gerettet. Aber er überzog mit all seinem Gerede von Demut, und wo man herkomme, und dass ja so wenig Geld da sei, und … ach, ich könnte mich schon wieder in Rage reden. Bezeichnend sicherlich seine sogenannte Wutrede vor einiger Zeit, die bundesweit für Aufsehen und vor allem für Verständnis sorgte, hier aber (zumindest in meinem Umfeld) nur mehr für Kopfschütteln.“

[Clubfans United] Sagt Dir eigentlich der Name Gertjan Verbeek etwas?

„Nein. Mittlerweile schon, klar, man begegnet den Wer-ist-eigentlich-Gertjan-Verbeek-Geschichten ja überall, aber ansonsten ist er für mich ein völlig unbeschriebenes Blatt. Ich wusste lediglich, dass er in Alkmaar war und dort dem Vernehmen nach recht gute Arbeit leistete bzw. geleistet hatte. Wie eigentlich gefühlt jeder Alkmaar-Trainer der letzten soundsoviel Jahre, oder?“

[Clubfans United] Was nicht bei drei auf den Bäumen saß, war quasi bei uns schon als Trainer gehandelt. Nimmst du die Medienberichterstattung eigentlich noch ernst?

„Kürzlich war, ein Freund wies mich m Nachhinein darauf hin, Erich Ribbeck zu Gast bei Markus Lanz. Dort wurde die legendäre Pressekonferenz gezeigt, in deren Verlauf Egidius Braun ausführlichst erzählte, mit welchen Kandidaten er in den vergangenen Tagen gesprochen (und sich zahlreiche Abfuhren eingeholt) hatte, und dass man ja froh sei, nun den die ganze Zeit schon neben ihm sitzenden Erich Ribbeck zu haben. Ribbeck sagte zu Lanz so ungefähr, nur halb im Scherz, dass er in dem Moment eigentlich hätte absagen müssen.

Zu Deiner Frage: In Ribbecks bzw. Brauns Fall bin ich nicht gewillt, in erster Linie die Medienberichterstattung zu kritisieren, und wenn ich ehrlich bin – wir hatten uns bei Twitter schon kurz dazu ausgetauscht – erinnerte mich die Nürnberger Trainersuche sofort an besagte Pressekonferenz, oder anders gesagt: aus meiner, natürlich von den Medien geprägten, Perspektive stellte es sich schon so dar, dass sich gewiss nicht nur, aber eben auch der Verein ziemlich ungeschickt anstellte, und sei es nur, indem er sich von Marcel Koller an der Nase herumführen ließ.

[Clubfans United] Sportlich läuft es bei euch ja so “lala”. Neben zwei Siegen (Braunschweig und Berlin) stehen vor allem Remis. Immerhin aber 12 Punkte, davon träumen wir. Wie schätzt du die Liga ein? Beginnt die Abstiegszone ab Platz 4?

„Empfinde ich gar nicht so, dass es so lala läuft. Was wenig damit zu tun hat, dass Du den Freaksieg gegen Hoffenheim unterschlagen hast, sondern vielmehr damit, dass die drei Niederlagen aus den ersten drei Saisonspielen stammen und die Bilanz nach dem Trainerwechsel drei Siege und drei Unentschieden ausweist. Das finde ich einerseits sehr ansprechend, zum Teil auch über das nackte Ergebnis hinaus; andererseits, und da kommt dann doch wieder “lala” ins Spiel, gelingt es bisher nicht, die Möglichkeiten, noch weiter nach vorne zu rücken, beim Schopf zu packen. Ohne dass man aus meiner Sicht bereits weiter nach vorne gehören würde.

Insgesamt ist die Liga, wie wir alle wissen, sicherlich in einer gefährlichen Situation. Ich kann mich kaum an eine Saison erinnern, in der einige wenige Mannschaften (wenigstens ist eine dritte dabei) von einzelnen Ausnahmen abgesehen so früh so souverän ihre Kreise zogen und sich gleichzeitig auch hinten bereits eine kleine Kluft auftat. Möglicherweise irre ich mich und das war schon immer so, aber mich befremdet es schon ein bisschen. Dass sich die hintere Lücke wieder schließen wird, oder zumindest verschieben wird, davon gehe ich aus, auch wenn ich Braunschweig sehr früh die Konkurrenzfähigkeit absprach; vorne bezweifle ich es.

Dennoch glaube ich nicht, dass die Abstiegszone, wie von Dir etwas pointiert ausgedrückt, bei Platz 4 beginnt. Wobei: die einzige Mannschaft aus der ersten Tabellenhälfte, der ich es zutrauen würde, sich noch in den Abstiegskampf hineinzumanövrieren, ist tatsächlich die, die aktuell auf Platz 4 steht – insofern ist es mit meinem Widerspruch wohl nicht so weit her.“

[Clubfans United] Freitagspiel, das hat mir das Auswärtsspiel versaut. Dabei wäre ich wirklich gern nach Stuttgart. Und dann hat man den Samstag nix mehr zu tun. Wie schmeckt dir die moderne Spieltagsgestaltung?

„Ich gebe zu, dass meine Sichtweise da eine sehr egoistische ist. Als Wenig-Auswärtsfahrer stellen mich die Freitag- oder auch Sonntagabendtermine vor keine logistischen Herausforderungen. Vielmehr ist es so, dass eben diese beiden Termine die für die innerfamiliäre Harmonie günstigsten sind. Freitagabends oder am späten Sonntagnachmittag ins Stadion bzw. in die Fußballkneipe meines Vertrauens zu gehen, ruft in aller Regel weder Unmutsbekundungen noch Widerspruch meiner Frau oder der Kinder hervor; samstags oder gar sonntags um 15.30 Uhr wird der Kneipenbesuch häufiger zum Politikum, oder aber von mir gar nicht erst erwogen.

Soweit zur ichbezogenen Perspektive. Dass indes die Zersplitterung keine schöne Sache ist, noch dazu mit einer mitunter unverschämt kurzen Frist, steht außer Frage. Gerade für Leute, die wesentlich mehr Zeit und Geld als ich in ihre Leidenschaft investieren, die den Verein zu fast allen Auswärtsspielen begleiten und die, so zumindest meine möglicherweise etwas verklärte Sichtweise, nach wie vor einen sehr relevanten Beitrag zur Identität ihres Vereins leisten, ist die Spielplangestaltung der Bundesliga eine Zumutung, von der zweiten Liga gar nicht zu reden. Aber wem sage ich das?“

[Clubfans United] Wenn du mal in die Glaskugel blickst und in die Zukunft schaust, was siehst du da in Sachen Fußball?

„Da bin ich ein bisschen gespalten. Eigentlich zähle ich mich nicht zu den Untergangsapologeten und bin im Grunde meines Herzens überzeugt, dass uns die Bundesliga auch in zwanzig oder dreißig Jahren noch mit ihrer Vielfalt in ihren Bann ziehen wird. Gleichzeitig machen mir natürlich die aktuellen Ergebnisse nicht nur der Bundesliga, sondern auch der bisherigen Champions-League-Saison und großteils auch der WM-Qualifikation, zumindest in Europa, Sorgen. Zu klar scheinen die Rollen verteilt und die Pfründe vergeben.

Wenn man dann noch die Machtstrukturen in den großen Verbänden betrachtet, die Besitzverhältnisse in der Premier League und zunehmend auch in anderen Ligen, dann könnte man schon ein gewisses Wehklagen anstimmen. Aber ich rede mir immer wieder ein, dass das Spiel größer ist als all sein Drumherum.“

[Clubfans United] Wer ist für Dich eigentlich der größte Fußballer aller Zeiten?

„Auch so eine Frage, bei der man lange ausholen könnte und gerne mal geneigt ist, nach Jahrzehnten, Positionen oder sonstwas zu gliedern. Leider bin ich einen Tick zu jung, um Beckenbauer oder Cruyff in der Blüte ihres Spiel erlebt zu haben, von Pelé gar nicht zu reden. Natürlich hat mich Maradona bezaubert, natürlich war Platini eine Augenweide und Matthäus eine, ja, eine Wucht, war Ronaldo das sprichwörtliche Phänomen, und natürlich sind Messi und der andere Ronaldo unglaublich. Und natürlich könnte ich das noch eine Weile fortsetzen.

Um aber auf den Punkt zu kommen: Zidane. Die Eleganz. Die Effizienz. Die entscheidenden Tore in den entscheidenden Spielen. Die Selbstverständlichkeit, mit der er ohne große Worte der Chef auf dem Platz war. Ja, letztlich lande ich bei dieser Frage immer wieder bei Zidane.“

[Clubfans United] Werden wir 2014 Weltmeister?

„Ja. Also ich nicht, aber die deutsche Mannschaft. Zugegeben: ein bisschen sage ich das aus Trotz, weil mich das Gemäkel und das ständige Betonen, dass man mit Löw nie etwas gewinnen werde, furchtbar anödet.“

[Clubfans United] Wo ist eigentlich die Fan-Eskalation, die Sicherheitsrisiken und die ganze Pyro-Diskussion aus der letzten Saison hin?

„Ich weiß gar nicht, wovon Du sprichst. Mein Kurzzeitgedächtnis hakt manchmal. Aber auch diese Sau wird bald wieder einmal hier durchgetrieben werden.“

[Clubfans United] Was hältst du eigentlich von Podcasts? Hast Du Lust uns nach dem Spiel für den Podcast ein Statement auf unsere Voicebox (0911 148 70 376) zu sprechen?

„Podcasts sind im Grunde nicht mein Medium. Ich bin in erster Linie Leser, will die Geschwindigkeit selbst bestimmen und auch mal was überfliegen oder nur nach Schlüsselwörtern scannen. Aber ich sage “im Grunde”, weil mich Collinas Erben eingefangen haben. Vereinzelt höre ich auch mal bei Football Weekly rein und habe einige andere ausprobiert, oft mit Genuss; dennoch ist es noch ein weiter Weg, bis ich regelmäßiger Podcasthörer werde, so ich denn einer werde.

Was nicht heißt, dass ich nichts zum Clubcast beitragen würde, am Freitag, tief in der Nacht, in der Stadt den Sieg feiernd. Oder so. Wie lange darf man da denn draufsprechen?“ [Anm.d.Red.: ca. 90 Sek.]

[Clubfans United] Wir danken für das Interview! Willst Du noch jemand grüßen?

„Ich danke. Und klar will ich jemanden Grüßen, unbekannterweise: Timo Gebhart. Der liest doch bestimmt mit bei Euch. Tut mir in der Seele weh, wie sich dessen Karriere zu entwickeln droht.

Das Interview führte Alexander Endl [Clubfans United] mit ‘Heinz Kamke’ [Angedacht] am 23./24.10.2013 via E-Mail.


Bild (Teaser): Deutsch: Namensschriftzug der Mercedes-Benz Arena während des Bundesligaspiels des VfB Stuttgart gegen Werder Bremen am 9. Februar 2013 – Urheber: RudolfSimon – Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert.

20 Gedanken zu „Die anderen entlassen die Trainer zu früh

  • Fürs Protokoll: ich mag Eure Fragen. Auch im vorliegenden Fall, aber auch sonst, wenn ich Eure Bloggerinterviews lese.

    Ach, und falls einer der Hausherren die Zeit fände, in der ersten Zeile des zweiten Absatzes der dritten Antwort das „mich“ zu löschen, wäre ich ihm zu ewiger Dankbarkeit verpflichtet.

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    • heinzkamke: Fürs Protokoll: ich mag Eure Fragen. Auch im vorliegenden Fall, aber auch sonst, wenn ich Eure Bloggerinterviews lese.

      Ach, und falls einer der Hausherren die Zeit fände, in der ersten Zeile des zweiten Absatzes der dritten Antwort das “mich” zu löschen, wäre ich ihm zu ewiger Dankbarkeit verpflichtet.

      Danke für das Kompliment! Bei guten Interviewpartnern geht das ja quasi wie von selbst von der Hand! 🙂

      Korrektur natürlich gleich durchgeführt.

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  • „Zidane“ unterschreibe ich sofort. Vor und nach ihm hab ich nie wieder eine vergleichbare Mischung aus Eleganz, Leichtigkeit, Poesie UND Wucht, unbändigen Willen und Effizienz gesehen. Die Schönheit des Spiels: Er hat sie uns gezeigt.
    Und Ihr uns wieder die Schönhheit der CU-Interviews!

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    • Markazero
      Sorry, aber an Pele ist für mich noch keiner vorbeigekommen. Das mag auch daran liegen, dass alle anderen nicht so gut waren wie heute, aber er war zu seiner Zeit einfach die absolute Ausnahme.

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  • Claus,

    Da geht’s mir wie Heinz Kamke: von Pelé kenne ich leider nur ein paar kurze Ausschnitte, bin einfach zu jung, um’s beurteilen zu können 🙂

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    • Markazero

      Ich habe ihn auch erst in seiner Endphase (WM 1970) spielen sehen, und das war immer noch sehr beeindruckend.

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  • Auch auf die Gefahr hin, hier jetzt ausgewiesen zu werden: Beckenbauer. Den hab ich auch nur noch auf den letzten Zügen seiner Karriere erlebt, aber für mich ein absoluter Top-Spieler aller Zeiten. Hat nicht nur quasi eine ganze Ära geprägt, er hat auch mit seiner Art den Fußball verändert. Dazu kommt, dass wohl kaum einer wie er es schaffte wirklich alles zu Gold zu verwandeln, was er anfasste im Fußball. Als Spieler alles gewonnen (sogar noch auf dem Altenteil in Hamburg nochmal Meister), als Vereinstrainer alles gewonnen, als Nationaltrainer alles gewonnen, als Präsident alles gewonnen und als Funktionär die WM nach Deutschland geholt.

    Mehr geht eigentlich nicht.

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  • Für mich ist es Gerd Müller, ich finde der wird immer unterschlagen, ohne ihn hätte es die großen Erfolge der Bayern in den 70ern nicht gegeben, ohne ihn hätte es auch keine Weltmeisterschaft 1974 gegeben.

    Müller war halt nie die Lichtgestalt, konnte sich nicht so gut vermarkten, aber es gab vorher und nach ihm keinen solchen Stürmer mehr.

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  • Der beste Spieler, den ich live erleben durfte, war Edgar Davids. Unvergesslich, wie er quasi im Alleingang das Spiel Charlton Athletic – Tottenham nach 2:0 Halbzeitstand in ein 2:3 drehte.

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  • Trotz eines Dieter Nüssings, Sergio Zarates, Alan Sutters oder Gündogan, mein Held war Kurt Geinzer, ein Mitbegründer des Hackentores. Und unvergesslich sein Zutun im Heimspiel gegen VfR Heilbronn, als der Glubb in der 90.min aus einem 0:2 Rückstand noch ein 2:2 erreichte…

    Ach so , es ging ja gar net um Glubberer. 😉 Ich hatte ja sogar das Glück, Pele mal live spielen zu sehen.
    Trotzdem hätte ich sehr gern mal Alfredo Di Stefano ( zusammen mit Puskas) erleben wollen. Durch seine Autobiographie erfuhr ich von seiner hochinteressanten Vita, einer, der es geschafft hat,jeden seiner 3 Vereine in die absolute Weltklasse zu führen. Als Barca Sympathisant vergesse ich allerdings das Possenspiel mit und um ihn zwischen Real und Barca… 😉

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  • Und vergesst mir den Fritz Walter nicht! Wahrscheinlich der Inbegriff der Loyalität und Integrität – und wer kann schon von sich behaupten, ein ganzes Wetter nach sich benannt zu wissen?! 🙂

    Außerdem umranken ihn die Gerüchte, das spektakulärste Hackentor aller Zeiten geschossen zu haben, als er in der Luft und nach vorne hechtend den Ball aus 15 Metern mit der Hacke ins Toreck beförderte.
    www.spiegel.de/sport…40986.html

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    • Alexander Endl | Clubfans United: Und vergesst mir den Fritz Walter nicht! Wahrscheinlich der Inbegriff der Loyalität und Integrität

      auch das gibt es heute noch: Steven Gerrard, hat seine gesamte Karriere seit der Jugend nur beim FC Liverpool gespielt und wird selbige dereinst auch dort beenden.

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      • Optimist: auch das gibt es heute noch: Steven Gerrard, hat seine gesamte Karriere seit der Jugend nur beim FC Liverpool gespielt und wird selbige dereinst auch dort beenden.

        Wurde aber nie Weltmeister! 🙂

        Dennoch: Sp Typen wie Gerrard, oder Ryan Giggs. Der spielt seit der Jugend in Manchester (erst City, dann United) und ist nun seit 26 Jahren bei United und spielt heute noch als 39 Jähriger Premier League und wird wahrscheinlich auch noch die 40 reißen (November). Wahnsinn! Das sind lebende Legenden!

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  • Diese Taktik :). Der Club muss hinten lieghen um gut zu spielen also opfert sich Stark und es scheint zu funktionieren :).

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  • Jeder -ic ein Treffer…
    Schade dass der Club nicht mehr mit Miodrag und Slobodan Petrovic spielt.

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