Schaaf fehlt wie Sau

Vorbericht 1. FC Nürnberg vs. SV Werder Bremen mit »werder2013« im Interview

5×6=30

Wenn alle 6-Punkte-Spiele gewonnen werden, dann sind wir mit 53 Punkten klar auf Kurs Europapokal. Leider eine Milchmädchenrechnung und genau so falsch wie die folgenden Wochen als „Wochen der Wahrheit“ zu bezeichnen, wie auch Hans Böller in der NN bereits zutreffend kommentiert. Sehr viel wahrscheinlicher wird sein, dass nach diesen Wochen sich vielleicht 1 oder 2 aus dem Pulk von 8 Mannschaften, die den Sog „2. Liga“ im Nacken verspüren, entweder ergeben haben oder entzogen, doch alle Teams werden wohl auch danach weiterhin auf Punkte angewiesen sein, komme wer da wolle. So könnten 5 Remis am Ende vielleicht mehr bringen als 2 Siege, trotz geringerem Ertrag – man weiß es eben nicht und wird es wohl auch erst am 34. Spieltag gewusst haben. Die Wahrheit ist eine ganze Saison. Und nicht immer schmeckt die einem und nicht immer empfindet man sie dann auch als fair… wahr allerdings wird sie dann so oder so.

Wahr ist leider auch, dass die Niederlage gegen Dortmund zeigte, dass Heile-Welt-Heiapopeia auch beim Club ein fragiles Gebilde ist. Fragte man sich nach Braunschweig noch, ob man den vierten Sieg im fünften Spiel nun wegen der großen Fortschritte oder des (natürlich) verdienten Glücks des Tüchtigen errang, kommen nun wieder die lauter zu Wort, die ja schon immer wussten, dass ihre ständigen Mahnungen und Warnungen irgendwann mal berechtigt sein würden.

Dabei kann man ganz einfach festhalten: Braunschweig war halt nicht Dortmund. Der Unterschied ist: An einem guten Tag kann der Club Braunschweig schlagen, wenn Braunschweig keinen ganz so guten hat, und auch an einem schlechten Tag kann der FCN gewinnen, wenn Braunschweig einen noch schlechteren hat. In Dortmund brauchst du dagegen selbst einen richtig guten Tag und der Gegner muss zugleich einen richtig schlechten erwischen. Das ist die Arithmetik der Oenningschen Augenhöhe. – Und Bremen ist eben auch nicht Dortmund. Braucht man also keinen Sahnetag erwischen, um zu gewinnen, man muss nur ein wenig besser sein als der Gegner. Und vielleicht braucht man wieder ein bisschen Glück.

Einzuschätzen ist Werder schwierig. Gefühlt sieht man sie die ganze Saison schon irgendwo am Abgrund. Dann punkten sie doch wieder, wie im 100. Nordderby. Sechs Siege stehen zu Buche, irgendwie, und das reicht um sich für den Abstiegskampf ein kleines Pölsterchen verschafft zu haben. Oft lauteten die dann 1:0 – wie gegen den HSV, Leverkusen, Augsburg oder Braunschweig, nur einmal gab es ein 2:0 gegen den HSV und ein 3:2 gegen Hannover. Das zu Null stand insgesamt rekordverdächtige sieben mal (0:0 gegen Freiburg, Braunschweig und Frankfurt). Bemerkenswert. Bemerkenswert, weil mal also quasi 1/3 seiner Spiele ohne Gegentor bestreitet und a) trotzdem eine notorische Torwartdiskussion führt, wozu vielleicht auch b) die 46 Gegentore in den restlichen 2/3 der Begegnungen sorgten. Der Schlüssel für den Club wird also sein ein Tor zu schießen. Sonst wird es schwer zu gewinnen. Klingt nach Binsenweisheit, gilt hier aber im Besonderen.

Pressekonferenz vor dem Spiel:

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Was auch Warnung genug sein müsste: Werder punktet auch besonders gern gegen die direkte Konkurrenz. Auch gegen den Club in der Hinrunde gab es einen Punkt. In den direkten Duellen der Achter-Abstiegskandidatengruppe konnte überhaupt nur Frankfurt bisher einen Dreier einfahren gegen Werder. Auch das: Bemerkenswert. Und gemeinhin ein Faustpfand im Abstiegskampf, weil Sahnetage gegen bessere Gegner eben selten sind – bei Werder genau so wie bei der Konkurrenz. Der HSV lässt grüßen – die hätten wohl auch den BVB-Sieg gern eingetauscht. Nicht nur wegen Nordderby, auch wegen der Sache mit den 6-Punkte-Spielen.

Also mal wieder Remis wie 2012? Gut möglich. Und vielleicht für beide nicht mal das schlechteste Ergebnis.

Interview mit #werder2013

Werder Bremen Fanblog
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Ob der Club die BVB-Niederlage gut verdaut hat, wird sich am Samstag zeigen. Dass er dabei schon wieder personell umbauen muss, liegt u.a. an der Gelb-Sperre für Feulner. Bleibt zu hoffen, dass keine weiteren Gründe dazukommen – man traut ja schon kaum mehr auf die eigentlich sehr erfolgreichen („doppelter Drmic“) Länderspielabstellungen zu schielen, könnte sich ja einer verletzt haben (HSV lässt grüßen…). Aber wem will man was vormachen? Auch Werder plagen Sorgen: Garcia z.B., der wohl länger ausfällt. Welche Sorgen man sonst so in Bremen hat, haben wir nachgefragt bei Lars Kranenkamp von #werder2013 und dabei feststellen müssen, dass die gern so gesehene heile grüne Fanwelt derzeit ein paar hässliche Brandflecken erkennen lässt, aber auch, dass der siechende Niedergang der einst so stolzen Werderaner bis in die Niederungen der Tabelle auch dort Spuren hinterlassen hat. Lars über sein Blog, sein Werder, seine Aussichten und seinen Rückblick von »Krieg der Welten« bis »Monthy Python’s Idiotenolympiade«.

[Clubfans United] Hallo Lars! Moin Moin. Schön mal wieder ein neues Gesicht hier in unserer Interviewrunde begrüßen zu können. Anne und Tobi haben Dich uns empfohlen – und da folgen wir gerne. Du bloggst unter werder2013.de und twitterst unter @burningbush78 über den SV Werder Bremen. Erzähl uns doch bisschen über dich und wie es dazu kam, dass du dich ans schreiben gemacht hast. Neue Blogs ‚auf grüner Wiese‘ entstehen ja gar nicht mehr so viele heutzutage – so zumindest unser Eindruck.

„Grün-weiß sozialisiert irgendwo zwischen Bremen und Oldenburg, lebe ich seit Jahren in Berlin und bald in Hamburg. Grundsätzlich trug ich den Gedanken länger schon mit mir herum. Ich persönlich lese viele der Blogs (viele zu finden bei hashtagmafia.de) zum Thema „Werder Bremen“ schon länger, weil sie als Ergänzung zur öffentlichen klassischen Berichterstattung aus meiner Sicht das grün-weiße Meinungsbild abrunden. Beruflich setze ich mich schon länger mit Social Media auseinander – daher sind BLOGs für mich gewohntes Terrain. Der Moment der Trennung von Thomas Schaaf war dann eigentlich die Initialzündung für #werder2013. Den Umbruch & Aufbruch meines Vereins (oder dessen, was davon übrig ist) zu begleiten – weniger sportlich analytisch, als gefühls-dokumentarisch. Die Gemütslage und mentale Perspektive des Umfeldes und meiner eigenen Person interessieren mich da primär. Das ganze mache ich dann jetzt seit Mai 2013 relativ konsequent und nicht selten im Fahrwasser irgendwo zwischen positiv belegter Ironie und sarkastischem Realismus.“

[Clubfans United] Um gleich mal die Dellingsche Überleitung zu schaffen: Apropos Wiese. Seit dem Weggang von Tim Wiese hat man in Bremen die Position des Torwarts nicht wirklich zufriedenstellend in den Griff bekommen. War es im Nachhinein für beide Seiten einer der größten Fehler sich damals zu trennen? Vor allem wenn man nicht nur sportliche Aspekte betrachtet, sondern auch die Hierarchie und Struktur der Mannschaft. Bei uns werden ja auch einige Fans mit Raphael Schäfer wohl nie wirklich warm, seine Rolle in der Mannschaft ist aber unbestritten evident.

„Vorweg würde ich dreist behaupten, dass es aus seiner Sicht ein Fehler war. Alles war sehr gut gedacht und in meinen Augen auch nachvollziehbar. Erfolgreicher Fußball der Abteilung „Champions League“ oder ein famoses Gehalt standen in Bremen nicht auf der Agenda. Wie dann alles lief – wir kamen jüngst zu der Erkenntnis, das „Nummer Eins bei Real Madrid und Keeper in der Trainingsgruppe 2 der TSG Hoffenheim“ wohl die größtmögliche Fallhöhe bedeutet – ist für uns sekundär. Tim Wiese hätte uns gut getan in dieser schwierigen Zeit. Sowohl der Typ (Als WERDERaner feierst Du den Typen – kein Scheiß!) als auch der Torwart Wiese, hätte das Team sportlich und mental gestärkt, keine Frage.“

[Clubfans United] Aber bevor wir ganz zum Sportlichen driften nochmal zum Bloggen. Mit ziemlicher Bestürzung lasen wir in Facebook bei „Schmidts Grün-Weiße Stimmungslage“ von einem Vorfall, wo ein Blogger aufgrund eines Pyro-kritischen Artikels ganz massiv angegangen, privat verfolgt und offen bedroht wurde – offensichtlich von den „eigenen“ Werder-Fans oder doch zumindest aus dem Umfeld. Mir fehlen dazu ein wenig die Worte, denn das überschreitet für meinen Geschmack jegliche Grenzen und ist null tolerabel. Was ist dazu zu sagen? Muss man sich als Blogger vor den eigenen Fans fürchten?

„Es kocht aufgrund des Vorfalls beim 100. Nordderby am vergangenen Wochenende (überall nachzulesen) gerade an allen Ecken hoch. Wenn die Schilderungen und damit einhergehenden Vermutungen des Kollegen der Wahrheit entsprechen, dann kann man sich nur an den Kopf fassen. Ich hoffe aber eigentlich, dass da noch ein letztes verirrtes Feierbiest mit Bierflaschen jongliert hat. Im Ernst: Ich fürchte mich natürlich genauso wenig oder viel, wie jeder, der sich gerade aus und kritisch äußert. Das muss erlaubt sein. Mein eigenes Facebook-Profil ist nach meinem Statement zum Thema samt einhergehender Diskussion mit zum Teil fragwürdigen Kommentaren vorerst gesperrt worden. Diese Art und Weise des Umgangs miteinander, lässt sich in Zeiten, in denen jeder – ohne Dir in die Augen schauen zu müssen – alles kommentieren kann, scheinbar nicht verhindern. Allerdings sind auch mir Situationen oder Vorgänge aus den letzten Tagen bekannt, die das Maß des menschlich nachvollziehbaren bei weitem übersteigen. Wenn Menschen bedroht oder sonst irgendwie „angezählt“ werden, ist Schicht! Es gibt im Zusammenhang mit dem Profifußball Themen, bei denen werden wir über einen Diskurs nicht hinauskommen – zu unterschiedlich und verhärtet sind Ansichten und Haltungen, aber Kompromisse sind die einzige Lösung. Wer dazu nicht bereit ist, sollte sich verziehen.“

[Clubfans United] Das Modell Werder hatte in ganz Fußball Deutschland viele Freunde gefunden. Das kleine hanseatische „Dorf“, das nicht aufhörte gegen die Übermacht aus dem Süden Widerstand zu leisten. Ein kleines Märchen, das sich über Jahre ständig neu erfand und alle Abwerbungen von Herzog, Klose oder Pizarro scheinbar mühelos mit hierzulande weitgehend unbekannte Namen wie Ailton, Diego oder Micoud kompensierte. Bis… ja bis was eigentlich passierte?

„Bis man in dem 100%igen Glauben „Das wird immer so weitergehen“ unterwegs war. Die größte Qualität WERDERs bestand ja nicht wirklich darin, „kleine“ Spieler „groß“ zu machen, sondern „komplizierte“ Charaktere hinzubiegen. Diese Fähigkeiten machten das Duo Schaaf/Allofs aus meiner Sicht zu einem überragenden Team. Die eigentliche Tragik des Niedergangs liegt für mich in dem Umstand, dass sie den Moment, in dem genau das nicht mehr klappte nicht realisiert und ignoriert haben. Spieler wie Carlos Alberto, Wesley oder Arnautovic konnten nicht nur die erhoffte Leistung nicht abrufen – sie konnten vor allem den daraus entstehenden Bedarf eines eigenen Umdenkens in Sachen Selbsteinschätzung und Disziplin nicht bedienen. Das waren sehr teure Verpflichtungen, die sportlich so gut wie überhaupt nicht zum Tragen kamen und an denen man finanziell noch heute zu knapsen hat.“

[Clubfans United] Hat Werder überhaupt eine realistische Chance noch mal an die Zeiten anzuknüpfen? Oder wäre das ständige Weiterschwimmen auf der Erfolgswelle (= internationales Geschäft) die einzige Chance gewesen, den Strukturnachteil zu kompensieren?

„Angesichts der Umwälzungen, die in der Liga zu beobachten sind, kann ich mir kaum vorstellen, dass wir in den nächsten 10 Jahren irgendwann Champions League spielen. Neben den Bayern, wird der VFL Wolfsburg zukünftig einiges auf die Beine stellen. Leverkusen, Dortmund und Schalke haben sich noch nicht entschieden, wer noch regelmäßig um die CL-Plätze mitspielen will und dann schleudert RB Leipzig da gerade mit irrer Geschwindigkeit auf die Liga zu – ich kann mir nicht vorstellen, dass die sich auf dem Weg an die Spitze ähnlich viel Zeit lassen, wie die TSG Hoffenheim. Kurz gesagt: Ich vermute, die EL-Plätze sind die neue Meisterschaft für die »Otto-Normal-Clubs«.“

[Clubfans United] Als Werder Robin Dutt als neuen Trainer präsentierte, rieben sich viele doch verwundert die Augen. Dutt hat, auch wenn das keiner wirklich so laut sagen will, keinen wirklich vorteilhaften Ruf als Trainer in der landesweiten Fanszene, so zumindest unser Eindruck. Viele halten ihn schlicht für überbewertet aufgrund einer kurzen Erfolgswelle in Freiburg – und spätestens nach dem Rauswurf in Leverkusen auch als gescheitert. Und die Saison scheint eher die Kritiker zu bestätigen als die Fürsprecher. Wie sieht das eure Fanszene?

„Viele sehen das genauso, wie von Euch beschrieben. Der Trainer wird in Sachen Taktik & Co. generell schon hart kritisiert. Vieles davon kann ich nachvollziehen, sehe aber den Kader als das eigentliche Problem. Derartige Schwankungen in allem lassen für mich nur den Schluss der totalen Verunsicherung zu. Da kannst Du dann – mal ganz simpel runtergebrochen – aus meiner Sicht trainieren was Du willst. Und wenn man nach einem Spiel gegen den aktuellen HSV wegen des Spielens von hohen Bällen in die Spitze kritisiert wird, dann kann ich nur sagen – gegen ein, von Slomka tief aufgestelltest, Team, würde ich „hohe Bälle“ eher einem Plan zuordnen, als Ideenlosigkeit. Im Übrigen bringt Robin Dutt kommunikativ sehr vieles mit, was wir in Bremen sehr gut gebrauchen können. Für den Geschmack vieler lege ich den Fokus zu sehr darauf, aber ich sehe 2014 wirklich mehr Dinge als wichtig an, als Ende der 90er. Ich finde, im Gespann mit einem, sehr abgezockt wirkenden, Thomas Eichin passt er nach Bremen. Viele Mitarbeiter des SVW können davon auch ein Lied singen und werden das bestätigen.“

[Clubfans United] Während man in Nürnberg, Stuttgart, Hannover und Hamburg bereits – teilweise frühzeitig – die Reißleine zog und schon – teilweise mehrmals – den Trainer wechselte, blieb man in Freiburg, Bremen und Braunschweig ruhig. Im Ergebnis machte es offenbar keinen Unterschied, alle sind immer noch mitten im Abstiegskampf. Trotzdem von dir ein Plädoyer für das Festhalten an Trainern? Oder kannst auch du dir vorstellen, dass Dutt doch noch seine Sachen packen muss?

„Vorstellen kann ich mir das natürlich. Das ist die Bundesliga und in Bremen wird man auch nicht jeden Tanz mitmachen. Aber – und darauf kommt es an – die Grenze des Vereins liegt diesbzgl. Planeten von der anderer Vereine entfernt. Man hält – wie auch ich selber – nichts von Dingen wie den kürzlich überall kolportierten »Slomka-Effekt«. Klar geht sowas mal gut, aber doch meistens nur kurzfristig. Wenn ich nach Stuttgart oder nach Hannover schaue, dann weiß ich, warum man in Bremen eine andere Haltung zu solchen Dingen hat.“

[Clubfans United] Wir stehen ja alle laut Medienberichten vor den „Wochen der Wahrheit“, weil nun fast alle Abstiegskandidaten die Säbeln im direkten Duell kreuzen. Aber auch danach wird ja noch gekickt und Punkte werden vergeben. Wie siehst du – Stand heute – den Abstiegskampf enden?

„Yeah … mal ohne Scheiß, WERDER spielt jetzt gegen Nürnberg, Stuttgart und Freiburg. Theoretisch kann das der Klassenerhalt sein, und unsere mentalen Vorraussetzungen sind gut. Aber was ist, wenn wir das erste oder zwei Spiele verlieren? Dann sind wir wieder »so gut wie weg«. Das geht bei uns hin und her. Ich traue der aktuellen Mannschaft einen großen Fight zu und insbesondere zu Hause werden es noch ein paar Teams schwer haben gegen uns, aber eine Prognose wage ich derzeit nicht. Ich habe alle Spiele gesehen und da war von »Krieg der Welten« bis »Monthy Python’s Idiotenolympiade« alles dabei.“

[Clubfans United] In Nürnberg hat die Faninitiative „Ich bereue diese Liebe nicht“ geschafft viel Druck rauszunehmen und plakativ den Schulterschluss zwischen Fans und Spielern/Verein demonstriert. Wie erlebst du solche Fan-Aktionen, die dann auch von Medien und Verein aufgenommen werden. Etwas viel Pathos? Tolle Sache? Oder einfach nur ne nette Idee, aber die Wahrheit liegt eh am Platz.

„Da muss man unterscheiden. Wenn man die genannte Aktion oder auch unser »ALLEz GRÜN« aus der vergangenen Saison nimmt, dann sind das großartige Initiativen. Da wird mit positiver Energie und völlig gewaltlos supportet, als ob es kein Morgen gäbe. Das geht an einer Mannschaft in der Regel nicht spurlos vorbei und im besten Fall führt es zum gewünschten, notwendigen Erfolg. Das ganze gibt es aber ja auch anders. Die Grenzen werden überall da überschritten, wo Ultimaten gestellt werden. Das gern überall zelebrierte „Wir haben gezahlt, wir wollen Leistung sehen“ funktioniert dort, wo Menschen am Werk sind, leider nicht.“

[Clubfans United] Vermisst ihr manchmal euren Schaaf?

„Er fehlt mir wie Sau. Thomas Schaaf verschwand aus der grün-weißen Welt von heute auf morgen. Es gab ein Abschiedsvideo, das ich mir bis heute nur sehr schlecht ansehen kann und einen kurzen, emotionalen Auftritt beim Abschiedsspiel für Torsten Frings. Ansonsten nichts. Kein einziges Interview, keinen Sichtkontakt. Ich höre aus seinem Umfeld, was er so macht und wie es ihm geht – ansonsten nichts. Er wird, trotz aller Fehler, die gemacht wurden, für mich eine der größten, wenn nicht die größte WERDER-Figur allerzeiten bleiben.“

[Clubfans United] Der Erfolg im Nordderby hat sicher gut getan! War das die Wende? Oder ist ein Derby halt ein Derby und somit im guten wie schlechten kein Gradmesser für die Liga?

„Genau so sieht es aus. Keiner sollte den Fehler machen und davon jetzt irgendetwas für ein Spiel beim Club ableiten. Wenn sie mental Schwung mitnehmen, kann das den nächsten Schritt bedeuten. Ansonsten verspreche ich mir keine direkten positiven Folgewirkungen vom Sieg des Nordderbys.“

[Clubfans United] Ihr seid ja angeblich die Könige des „Zu Null“ in der Liga, was bei 46 Gegentoren doch ein wenig verwundert. Muss man gegen euch „einfach“ nur ein Tor machen, dann bricht die Mannschaft schnell mal auseinander? Wie ist dein Tipp für das Spiel am Samstag? Wie groß ist der Respekt vor Nürnberg? Und welchen Spieler habt ihr besonders im Auge?

„Ich wünsche mir natürlich einen knappen Sieg, mit dem man tatsächlich einen weiteren kleinen Schritt machen könnte. Ich gehe aber doch eher von einem Unentschieden aus, mit dem ich, angesichts der Situation beim Club auch nicht unzufrieden wäre. Der Respekt vorm Kollektiv der Nürnberger ist bei unserer Mannschaft sehr groß – das letzte Aufeinandertreffen spricht ja für sich. Die Könige des „zu Null“ sind wir übrigens wohl eher vorne.“

[Clubfans United] Wir danken für deine Zeit und Antworten und wünschen euch alles Gute. Von uns aus könnt ihr gern drin bleiben, solange wir das auch tun. Hast Du noch ein abschließendes Wort für die Clubfans oder irgendetwas, was du schon immer mal sagen wolltest, nie aber danach gefragt wurdest?

„»Ich benutze kein Gel, sondern Wachs, um das mal klarzustellen«. (Lebe zwar ohne Haare, aber dieses Wiese-Zitat finde ich gigantisch!) Danke auch und ein gutes Spiel uns allen.“

Das Interview führte Alexander Endl [Clubfans United] mit Lars Kranenkamp [#werder2013] am 4.3./5.3.2014 via E-Mail.

112 Gedanken zu „Schaaf fehlt wie Sau

  • Werder hat zwar das Derby gewonnen, aber sie stecken in dergleichen Situation wie der Club was den Abstiegskampf betrifft. Anscheinend überwiegt aber dort mehr die Angst, dass man noch tiefer fallen könnte.

    Ich hoffe, unser Club macht sich über Ängste noch keine Gedanken und spielt genauso mutig nach vorne wie in den ersten Spielen der Saison. Der Rest ergibt sich. Ich bin positiv gestimmt für das Heimspiel!

  • Das kann ja nur was Tolles werden, wenn Campana Torabschlüsse üben muß mit dem Flankengeber Verbeek. Und ich gehe davon aus, daß Frantz auch ein spanisches Wort parat hat, wenn er nicht solo auf´s Tor zulaufen kann, sondern besser gleich den Ball weiterleitet 😀
    Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, wie sich die Mannschaft präsentiert. Zum Glück scheinen die Länderspielreisenden erfolgsverwöhnt und verletzungsfrei zurückzukommen.

  • Habs hier schon mal geschrieben. Sehr sehr toller Journalismus. Dichte Schilderungen d Zustands in Bremen. Musste zudem ein ums andere mal schmunzeln. Gerade b letzten Zitat…Wir brauchen uns nicht zu fuerchten. Das klappt. Grad unter Flutlicht. Viva CU! Viva FCN!

    Frank,

  • Vielleicht ist der Derbysieger sogar ein negatives Zeichen, als Pauli gegen Hamburg gewann, ging es danach schnurstracks nach unten, übrigens damals auch mit einem denkwürdigen Sieg unserer Mannschaft zuhause gegen Pauli.

    Und auch letztes Jahr hat der Derbysieger der Vorstädter diesen nicht geholfen. Gut Werder ist nicht der gleiche Underdog, wie die beiden oben beschriebenen Vereine, aber manchmal vernebelt so ein Derbysieger Mannschaft, vor allem aber den Fans gehörig die Sinne. Man glaubt man hätte etwas wichtiges erreicht, über eine Saison gibt es diese „wichtigen“ Spiele aber gar nicht. Über eine Saison zählt am Ende halt schlicht der Platz am 34. Spieltag.

    Insofern sind auch die sogenannten 6 Punkte Spiele ein Irrglaube, am Ende zählen doch nur die eigenen erreichten Punkte. Klar hat es einen gewissen psychologischen Effekt, wenn man in einem Spiel die Chance hat zu punkten und der direkte Konkurrent nicht. Wenn der aber danach gegen andere Mannschaften Punkte holt, man selbst aber nicht, hilft das alles wenig.

    Für uns sollte es schlicht so weitergehen, wie wir in die Rückrunde gegangen sind, wir müssen in jedes Spiel gehen und versuchen es zu gewinnen, egal wer kommt und dann hoffen, dass das Vorhaben oft genug erfolgreich war, um am Ende genug Punkte zu haben. Unentschieden haben wir in dieser Saison einfach schon genug gesammelt. Niederlagen können wir uns tatsächlich noch ein paar erlauben. Siege sind aber essentiell, wegen der 3 Punkte Regel. Wir haben noch 11 Spiele und brauchen noch 5 Siege, ich wünsche mir aus bekannten Gründen natürlich noch 6 Siege ;-).

    Wenn wir diese Siege holen ist es am Ende ganz egal ob wir die in 6-Punkte Spielen geholt haben, oder in welchen auch immer. Was für uns am Samstag spricht, wir haben nicht so oft zweimal hintereinander verloren und Werder ist auch nicht wirklich konstant, zwei Siege am Stück gab es doch nur ganz zu Beginn.

    Leider lässt sich Fußball aber nicht statistisch berechnen, oder zum Glück. Wenn Fußball berechenbar wird wird er doch schnell langweilig, siehe aktuell Bayern, deren Spiele trotz hoher Klasse mehr und mehr langweilig werden.

    • Armin: Vielleicht ist der Derbysieger sogar ein negatives Zeichen,…

      Na ja, man sollte in diesem Falle vielleicht eher nach „Zeichen“ auf dem Platz suchen. Da ich zwei Paulianer kenne, habe ich ihnen damals immer ein wenig die Daumen gehalten. Aber die Mannschaft schwächelte schon deutlich, als sie den überaus duseligen und unverdienten Derbysieg einfuhr.

      Von daher kein Vergleich zu Werder! Ich bibbere schon wieder.

    • Armin:
      Vielleicht ist der Derbysieger sogar ein negatives Zeichen, als Pauli gegen Hamburg gewann, ging es danach schnurstracks nach unten, übrigens damals auch mit einem denkwürdigen Sieg unserer Mannschaft zuhause gegen Pauli.

      Christian Eigler Fußballgott!!! 😉

      Das mit den Derbysiegen ist in der Tat so ne Sache…
      Ich kann mich noch gut an eine Aussage von Tobi Levels nach nem 4:0-Auswärtssieg im Derby gegen Köln erinnern, bei Gladbachs katastrophaler Hinrunde 10/11. Der meinte damals, das wären drei Punkte für die Tabelle und 9 fürn Kopf… Was folgte, war dass man alle 5 verbliebenen Hinrunden verlor und auch aus dem Pokal ausschied. Erst am ersten Rückrundenspieltag erbarmte sich ein gewisser Babak R. dieser armen Truppe und schenkte ihr drei Punkte…
      Allerdings dürfte es in diesem Fall dann schon so gewesen sein, dass der 5:1-Sieg im Rückrunden-Derby dann schon sehr geholfen hat, dass man aus den 5 folgenden Spielen 10 Punkte geholt und sich in die Relegation gerettet hat…

  • Es gibt sie übrigens wirklich nicht, die „6-Punkte-Spiele“ – nur bei der Tordifferenz. Wenn zwei Mannschaften im direkten Duell sind macht ein 3:0 eben 6 Tore Differenz aus. Das mag früher anders gewesen sein interessanterweise. Als man noch im 2-Punkte-System dachte. Heute gibt es ja nur die „Haben-Punkte“ und da hat man eben bspw. 20 Punkte auf beiden Seiten, danach 23 gegen 20 Punkte. Früher hat man ja „Soll und Haben“ gezählt. Wenn vorher beide Teams 12:8 Punkte hatten, hatte danach einer 14:8 und der andere 12:10, was rein optisch nach 4 Punkten Unterschied aussieht. Aber am Ende doch das gleiche war. Aber kann man mal drüber nachdenken. 🙂

    • Alexander Endl | Clubfans United:
      Es gibt sie übrigens wirklich nicht, die “6-Punkte-Spiele” – nur bei der Tordifferenz.

      Na ja, zwar nicht sichtbar, aber in einem direkten Duell steckt schon mehr drin, als die offensichtlichen 3 Punkte, denn wenn man gewinnt, bekommt man nicht nur die 3 Punkte, sondern der andere geht im selben Spiel leer aus (Möglichkeit auf 3 Punkte verwirkt) Natürlich bleiben unter dem Strich „nur“ die 3 Punkte, aber auch Das Punkteverhältnis zum direkten Konkurrenten verändert sich um 3 Punkte. Und das ist ja mit den 6 Punkten gemeint.

        • Alexander Endl | Clubfans United: Ist das nicht ein und dasselbe?

          Nein.

          Mal angenommen, wir spielen nicht gegen einen Mitabstiegskonkurrenten. Dann können wir zwar mit einem Sieg 3 Punkte einfahren, aber das kann der Konkurrent ebenfalls durch einen Sieg schaffen und somit würde sich das Punkteverhältnis zum direkten Konkurrenten NICHT verändern.

          Bei einem Sieg gegen einen Konkurrenten verbessert sich der Abstand zum Konkurrenten auf jeden Fall um 3 Punkte.
          Und letztendlich geht es ja darum 3 Konkurrenten hinter sich zu lassen.

          Aber genug mit der Theorie. Die Zielvorgabe gegen Bremen sollte lauten: Mutig nach vorne spielen und 1 Bude mehr schießen als die Bremer
          So einfach ist das! 😉

  • Wenn zwei Mannschaften mit gleichem Punktestand aufeinandertreffen und man gewinnt, hat man danach 3 Punkte Vorsprung. Verliert man, hat man 3 Punkte Rückstand auf den direkten Konkurrenten.
    Der Unterschied zwischen gewinnen und verlieren sind also doch 6 Punkte 😉

    • Frank: Bei einem Sieg gegen einen Konkurrenten verbessert sich der Abstand zum Konkurrenten auf jeden Fall um 3 Punkte.
      Und letztendlich geht es ja darum 3 Konkurrenten hinter sich zu lassen.

      Bleiben aber 3 Punkte. Gewinnt der Konkurrent sein eigenes Spiel, sind die selbst gewonnenen 3 Punkte im Grunde „0 Punkte“ wert, verlieren sie, hat man die 3 Punkte im Sack. Diese Unwägbarkeit ist dann im direkten Duell weg, denn der Gegner kann nicht ausgleichen. Aber macht immer noch keine 6. 🙂

      Ich glaub Robert ist da auf der richtigen Spur.

      • Faktisch ist der Begriff „6-Punkte-Spiel“ natürlich falsch.

        Im übertragenen ist es eben so, wie Robert und Alexander das schon sagen – man hat nicht einfach nur die Möglichkeit, drei Punkte zu holen, sondern es eben auch in der Hand, sie dem direkten Konkurrenten vorzuenthalten.
        Somit hat man es eben ganz alleine in der Hand, sich gegenüber einem Konkurrenten zu verbessern, ohne auf Schützenhilfe angewiesen zu sein – wie man ja z.B. am vorletzten Spieltag gesehen hat, darf man sich darauf nie verlassen.

        Der Begriff kommt meines Wissens von dem Fall, dass man vorher drei Punkte Vorsprung auf einen direkten Konkurrenten hat.
        Verliert man das Spiel, zieht der Konkurrent nach Punkten gleich, kann einen bei besserem Torverhältnis sogar überholen. Gewinnt man das Spiel, hat man diesen Konkurrenten eben auf jene ominöse 6 Punkte und damit einen sehr komfortablen Vorsprung distanziert.
        Sieg: 6 Punkte Vorsprung – Niederlage: 0 Punkte
        Insofern hat die Bezeichnung durchaus eine gewisse Logik.

    • Robert:
      Wenn zwei Mannschaften mit gleichem Punktestand aufeinandertreffen und man gewinnt, hat man danach 3 Punkte Vorsprung. Verliert man, hat man 3 Punkte Rückstand auf den direkten Konkurrenten.
      Der Unterschied zwischen gewinnen und verlieren sind also doch 6 Punkte

      Wenn man dann noch die Tabelle vor dem Spiegel betrachtet sind es sogar zweimal 6, also 12 Punkte 🙂

      Wahnsinn, erst 11 in 17, dann 12 in 5 und dann wieder 12 an einem einzigen Wochenende. Das soll uns einer nachmachen.

  • Das ganze dann noch mit 3 multiplizieren wegen den 3 Konkurrenten, die man hinter sich lassen will, sind wir dann nach Pipi Langstrumpf bei 9 oder laut Robert bei 18?

    Wo sind die Mathematiker?

  • NN heute: „Hitzfeld rät Drmic zu einem Verbleib beim FCN“.
    Na, hoffentlich fängt da jetzt niemand in Wolfsburg wieder zu weinen an 😉

    • Alex

      Doch, ganz sicher sogar, aber mein Mitleid hält sich in Grenzen.
      Aber es ist doch schön zu sehen, dass auch ein Herr Hitzfeld noch lernfähig ist.

      • Claus:
        Alex

        Doch, ganz sicher sogar, aber mein Mitleid hält sich in Grenzen.
        Aber es ist doch schön zu sehen, dass auch ein Herr Hitzfeld noch lernfähig ist.

        Einer gewissen Schadenfreude kann ich mich nicht entziehen, wenn ich die Vehemenz bedenke, mit der er auf den Wechsel bestand. Pekuniäre Gründe waren natürlich sekundär 😉

        • Alex: Einer gewissen Schadenfreude kann ich mich nicht entziehen, wenn ich die Vehemenz bedenke, mit der er auf den Wechsel bestand. Pekuniäre Gründe waren natürlich sekundär ;-)

          Ne, Schadenfreude ist es bei mir nicht, dafür fand ich den Typen Klose dann doch einfach zu grundsysmpathisch. Ist ja nicht so wie bei Wiese, der mit großem Getöse sich aufmachte nach Madrid um dann in Trainingsgruppe II in Sinsheim zu landen. Ich glaube Klose war einfach verunsichert und wollte einfach das richtige machen und hörte dabei (in dem Fall) auf die falschen Berater, nämlich seinen Nati-Trainer und seinen Förderer und Ziehvater – die dann prekärer-weise dann auch noch genau die wurden, die sein Schicksal in Sachen WM auch noch maßgeblich bestimmten: Hecking, weil er ihn erst lockte, dann nicht spielen ließ, Hitzfeld, weil er ihm erst den Wechsel empfahl, dann fallen ließ. Aber für Mitleid ist dann wiederum auch kein Platz: Er hat es sportlich nicht geschafft sich dort durchzusetzen und entschied sich für den großen Schritt, statt bescheidener zu bleiben und bis zur WM beim Club einfach als Stammspieler Leistung anzubieten. Aber Schadenfreude liegt mir da fern, schließlich gab uns das auch die Mittel einen Drmic zu kaufen, ohne den wir möglicherweise noch viel schlechter aussähen als MIT einem Klose.

          • Alexander Endl | Clubfans United:
            Aber Schadenfreude liegt mir da fern, schließlich gab uns das auch die Mittel einen Drmic zu kaufen, ohne den wir möglicherweise noch viel schlechter aussähen als MIT einem Klose.

            Das ist genau der Punkt, deswegen mal wieder ein fröhliches BADER RAUS!
            Mein Gefühl geht eher in Richtung schade für den Club und die Spieler, weil uns in der derzeitigen Situation ein IV Marke Klose oder Wolle gut zu Gesicht stünde. Würden die beiden allerdings noch bei uns kicken, hätten ca. 15 Mio. im Etat gefehlt. Vielleicht kann man im Sommer mal über eine Rückverpflichtung nachdenken, teuerer werden die beiden Bankdrücker ja wohl nicht geworden sein.

            Die Überschrift in der NN ist ja fast noch verharmlosend, im Text wurde Herr Hitzfeld ja noch deutlicher:
            „Ich wünsche mir, dass Josip noch ein paar Jahre bei Nürnberg bleibt.“
            Nix dagegen, Herr Hitzfeld, am besten bis zur WM in Russland.

          • Alexander Endl | Clubfans United,

            Schadenfreude ist vielleicht das falsche Wort, besser wäre eine lange Nase als Grimasse „bäbä, selber schuld“
            Mich stören Spieler (nicht nur bei uns) extrem, die um ihre Bedeutung für die Saisonplanung wissen und beim nächstbesten Angebot nichts besseres zu tun haben, als ihren Wechsel zu forcieren. Ein halbes Jahr zuvor hat er sich doch (so wie ich mich erinnere) kritisch zum Verhalten von Hecking geäußert.
            Und was hat es ihm außer ein paar Millionen gebracht? 170 Einsatzminuten.

            Da kann ich nur sagen:
            1. Selbst schuld
            2. Im Clubtrikot will ich den nie mehr sehen

            • Alex:
              Schadenfreude ist vielleicht das falsche Wort, besser wäre eine lange Nase als Grimasse “bäbä, selber schuld”.

              Äh, wo ist jetzt da genau der Unterschied?
              Und man sollte niemals „nie“ sagen, das wusste schon Sean Connery.

              • Claus: Äh, wo ist jetzt da genau der Unterschied?
                Und man sollte niemals “nie” sagen, das wusste schon Sean Connery.

                Im Sinne von: „Wenn Du eine Entscheidung trifft, bist Du für die Konsequenzen selbst verantwortlich. Also höre auf, rumzuheulen“

                Ich sehe in diesem Fall Parallelen zu den Entscheidungen, die ich als Unternehmer zu treffen habe. Du glaubst ja gar nicht, wie viele Dienstleister an mich herantreten mit der Aussage, meine Zielerreichung zu verbessern. Ich könnte Dir da Geschichten von Paymentanbietern oder Performanceagenturen erzählen, die glaubt man kaum.

                Die strategische Abwägung bei der Partnerwahl obliegt allein mir. Sollte ich die Ziele nicht erreichten, kann ich doch nicht ernsthaft rumjammern, dass die Marketingbotschaften des neuen Partners nicht der Realität entsprechen.

                • Alex

                  Das ist schon klar. Aber „bäbä, selber schuld“ und lange Nase ist ja wohl mMn ein Ausdruck von Schadenfreude.
                  Einigen wir uns auf nochmal unglücklich ausgedrückt?

                • Alex: Im Sinne von: “Wenn Du eine Entscheidung trifft, bist Du für die Konsequenzen selbst verantwortlich. Also höre auf, rumzuheulen”

                  Kannst Du eine Quelle benennen, nach der Timm Klose „rumheult“ und den Wechsel bereut?

                  Ich vermute, nicht.
                  Viel wahrscheinlicher ist, dass du deine eigenen Wünsche in ihn hinein projizierst.

          • Alexander Endl | Clubfans United:Hitzfeld, weil er ihm erst den Wechsel empfahl, dann fallen ließ.

            Hier möchte ich dann auch noch hinzufügen:
            Auch dafür kann man Hitzfeld meiner Ansicht nach nicht bzw. kaum kritisieren, also dass er einen Spieler, der im Verein nur auf der Bank sitzt, nicht nominiert.

            Der Kollege Löw wird ja immer wieder dafür kritisiert, seine Lieblinge zu haben, die spielen dürfen, egal was sie im Verein verzapfen bzw. auch egal, ob sie dort überhaupt groß zum Einsatz kommen. Also ich sehe das zumindest so.

  • Machen wir uns nichts vor, noch 4-5 Tore in der Liga und ein guter Auftritt bei der WM und wir bekommen ein Problem. Klar hat er Vertrag, laut Pressemitteilungen gibt es wohl auch keine festgeschriebene Ablösesumme, zumindest nicht jetzt im Sommer. Aber wenn dann wirklich einer der Großen anklopft, dann wird es sauschwer ihn zu halten.

    Aber darüber muss man nicht jammern, das ist halt so und geht aktuell Dortmund auch nicht viel besser, halt auf anderem Niveau.

    Genausogut kann es aber auch sein, dass sich Drmic im nächsten Spiel schwer verletzt, oder er verletzt sich zu Beginn der nächsten Saison, nachdem man beschlossen hat ihn nicht zu verkaufen, dann fehlt er auch und wir haben kein Geld. Alles Unwägbarkeiten mit denen ich mich gar nicht befassen will. Ändern können wir das sowieso nicht. Ich freue mich, dass wir da mal einen richtig guten Stürmer gefunden haben, der, so scheint es aktuell, auch den nächsten Schritt schafft, Bundesliganiveau zu erreichen. So einen Goalgetter werden wir die nächsten Spiele dringend benötigen.

    Ich hoffe, dass in den nächsten Spielen auch wieder etwas mehr Torgefahr aus dem Mittelfeld kommt und Drmic nicht allein vorn steht und Tore machen muss. Ich schätze mal die nächsten 5 Spiele wird er mit Sonderbewachung spielen. Das wird die nächste große Herausforderung für ihn.

    • Armin

      Martin Bader hat doch schon allen potentiellen Interessenten für Drmic eine Absage erteilt, jedenfalls für den Fall des Klassenerhalts (wovon wir ja wohl alle ausgehen, auch wenn natürlich ein Restrisiko besteht).
      Deswegen gehe ich davon aus, dass Kiyotake (vernünftigerweise, meine Meinung) versilbert wird. Dann bestünde keine Notwendigkeit für weitere Verkäufe.
      Aber natürlich, Unwägbarkeiten gibt es immer, kann natürlich alles ganz anders kommen.

      • Claus:
        Armin

        Martin Bader hat doch schon allen potentiellen Interessenten für Drmic eine Absage erteilt, jedenfalls für den Fall des Klassenerhalts (wovon wir ja wohl alle ausgehen, auch wenn natürlich ein Restrisiko besteht).
        Deswegen gehe ich davon aus, dass Kiyotake (vernünftigerweise, meine Meinung) versilbert wird. Dann bestünde keine Notwendigkeit für weitere Verkäufe.
        Aber natürlich, Unwägbarkeiten gibt es immer, kann natürlich alles ganz anders kommen.

        Bei allem Respekt vor der Ehrlichkeit Martin Baders – auch er weiß, dass ein Spieler nicht zu halten ist, wenn er weg will und das Angebot stimmt. Auch Wollscheid galt mal als „quasi unverkäuflich“, war dann 1/2 später bei Leverkusen. Auch Drmic würde man keine Steine in Weg legen, wenn Madrid käme und den Club mit Gold zuschüttete.

        Ich sehe solche Aussagen als ehrlich gemeinte Absichtsbekundungen. Nicht mehr, nicht weniger.

        • Alexander Endl | Clubfans United

          Gegenbeispiel: Kiyotake. Da gab es letzten Sommer auch ein klares nein, weil die Finanzen dank Klose bereits stimmten. Deswegen denke ich, dass man auch Drmić nicht ziehen lassen würde, jedenfalls noch nicht nächsten Sommer. Man (d.h. auch Martin Bader) will ja auch mal antesten, ob man den Club nicht mal ein Stückchen nordwärts in der Tabelle platzieren könnte.
          Aber das ist natürlich Zukunftsmusik und derzeit haben wir noch andere Sorgen. Ich freue mich jetzt erst mal auf das wohl wahrscheinliche Startelfdebut von José Campaña. Hoffentlich haut das hin.

          • Claus,

            würde ich nicht als Gegenbeispiel sehen. Erstes ist Kiyotake noch lang genug gebunden, um sich der Option nicht beraubt zu sehen, zweitens ist das Angebot (wie auch neulich im Podcast thematisiert) vielleicht doch mehr ein schmeichelhaftes Gerücht, denn ernsthaft gewesen, drittens war Kiyotake zumindest den Anschein nach mehr als „not amused“ zu Beginn der Saison (und so sah auch sein Spiel aus, was allen schadete) und viertens wird es (siehe erstens) nur eine Verschiebung der Trennung sein, denn dass Kiyo beim Club nicht bis zum Karriereende spielen wird, darauf lege ich mich heute schon fest.

            • Alexander Endl | Clubfans United

              Mit zweitens und drittens widersprichst Du Dir doch selbst. Kiyo hatte ein Angebot aus England, da wette ich einen höheren Betrag drauf, und da will er auch hin (würde auch erklären, warum seine Deutschkenntnisse keine Fortschritte machen, vermutlich lernt er Englisch). Mirwegen, soll er, deswegen diesen Sommer, weil Vertrag bis 2015.
              Und damit ist er genau das richtige Gegenbeispiel. Letztes Jahr konnte man nein sagen, dieses Jahr natürlich nicht.
              Josip hat Vertrag bis 2017. Warum sollte man ihn also diesen Sommer verkaufen, wenn ein Kiyo-Transfer ein paar Mios aufs Konto bringen? Er wird spätestens 2016 gehen, das ist schon klar, aber vorher besteht zumindest aus betriebswirtschaftlicher Sicht keine Notwendigkeit.
              Inwieweit man dem Spieler bei einem Wechselwunsch entgegenkommt steht dann natürlich nochmal auf einem anderen Blatt. Aber wenn jetzt Hitzfeld ihm schon rät, noch in Nürnberg zu bleiben, dann wird das schon klappen.

              • Claus: Mit zweitens und drittens widersprichst Du Dir doch selbst.

                Ich sehe nicht, wo ich mir widerspreche. Dir widerspreche ich, als du zu meinen Gedanken ein „Gegenbeispiel“ benanntest, was ich im Vergleich zu meinen Gedanken eben nicht als solches ausmachen konnte. Aber vielleicht hab ich dich ja auch nicht mit deinen Beispiel resp. Gegenbeispiel richtig verstanden – oder halt doch vice versa du mich nicht. 😉

                • Alexander Endl | Clubfans United

                  Dann sollten wir mal an der Kommunikation arbeiten.

                  1. Du sagtest, wenn ein Spieler weg will, dann ist er nicht zu halten.
                  2. Ich sagte, Kiyo ist ein Gegenbeispiel, weil er weg wollte und man ihn nicht gehen ließ.
                  3. Du lässt das Gegenbeispiel nicht gelten, weil Deiner Meinung nach das Angebot aus England ein Gerücht war und
                  4. Kiyo am Anfang der Saison scheiße spielte, weil er „not amused“ war, dass man ihn nicht gehen ließ.

                  3. und 4. widersprechen sich nicht? Ich würde sagen, sie widersprechen sich genauso wie 2. und 3. Gut, vielleicht hatte er noch ein anderes Angebot. Aber offensichtlich sind wir uns darüber einig, dass er weg wollte, und trotzdem wurde er gehalten, indem man einfach auf Vertragserfüllung pochte. Ergo ist er ein Gegenbeispiel zu 1.

                  Ich habe ja nicht behauptet, dass man einen Spieler bis in alle Ewigkeit halten kann, üblich ist halt Vertragslaufzeit -1 Jahr (spätestens), wenn man noch Geld sehen will. Wenn man auf Geld verzichtet (was der Club natürlich nicht kann), dann kann man auch mal die -1 streichen.

                • Claus: Dann sollten wir mal an der Kommunikation arbeiten.

                  Gern.

                  Claus: 1. Du sagtest, wenn ein Spieler weg will, dann ist er nicht zu halten.

                  Da rufe ich schon „Stopp“. Im Kontext ging es nicht um „einmaliges Ausschlagen eines Angebots“, sondern um die ewige Treue eines Spielers zu einem Verein. Mag man den Spieler auch bis zum Ablauf seines Vertrags nicht ziehen lassen, spätestens danach ist er weg (siehe Lewandowski).

                  Claus: 3. Du lässt das Gegenbeispiel nicht gelten, weil Deiner Meinung nach das Angebot aus England ein Gerücht war

                  Und nur in dem Kontext ließ ich auch das Gegenbeispiel nicht gelten, weil Kiyo eben gehen wird – wenn nicht diesmal, dann später. Und dass es so kommen wird, dafür habe ich Punkt 4 angeführt. Dass das England-Angebot nur ein Gerücht war, ist schlicht nur eine Anmerkung in dem Zusammenhang, weil ich glaube, dass Bader bei tatsächlich gebotenen 14 Mio. nie im Leben „Nein“ gesagt hätte.

                  Claus: Ich habe ja nicht behauptet, dass man einen Spieler bis in alle Ewigkeit halten kan

                  Nur darum ging es aber mir an der Stelle. Deshalb funktionierte unser Diskussion auch nicht. Wir redeten schlicht über andere Dinge. Und ich darf anmerken: Ich hab damit nicht angefangen, das „Gegenbeispiel“ kam ja von dir. 🙂

                • Alexander Endl | Clubfans United: Gern.

                  Da rufe ich schon “Stopp”. Im Kontext ging es nicht um “einmaliges Ausschlagen eines Angebots”, sondern um die ewige Treue eines Spielers zu einem Verein.

                  Eben nicht, da lag der Fehler.
                  Der Kontext war, das Martin Bader gesagt hat, dass man Josip diesen Sommer nicht ziehen lässt. Diesen Sommer und nicht bis in alle Ewigkeit, weiter kann er ja gar nicht planen.

                • Claus:
                  Alexander Endl | Clubfans United,

                  Wenn Du mich zitierst, musst Du Dich schon an meinen Kontext halten.

                  Also doch nochmal Ärmel hochkrempeln, der Claus will es ausdiskutieren. 😛

                  Also: Ausgangspunkt war Klose und Alex „Schadenfreude“, die er damit schloss „Im Clubtrikot will ich den nie mehr sehen“. Worauf Armin auf Kiyo kam und sagte, der sei auch weg nach der WM. Du warfst ein, dass Bader einem Drmic-Wechsel ein Absage erteilte, worauf ich zunächst einen Kommentar zu Fußballromantik im Allgemeinen abgab und im Speziellen auf euch beide einging und sagte: Auch Drmic sei weg, wenn man genug für ihn böte. Daraufhin nanntest du Kiyotake als Gegenbeispiel, was ich nicht gelten ließ – weder als Gegenbeispiel für Vereinsromantik im Allgmeinen, noch für „Verein wird Spieler halten“ im Speziellen, und begründete dies damit, dass ich für ein Gegenbeispiel das Gerücht generell nicht als valide genug sah, und zudem Kiyo dann eben nur ein Jahr später wechseln würde. Oder im Umkehrschluss zu deinem „Bader sagte Nein zu Drmic-Wechsel“ meine Gegenbehauptung: „Genau so wie bei Kiyotake würde man auch Drmic ziehen lassen, wenn denn ein ernstgemeintes Angebot über 10+x Mio. für den Spieler am Tisch läge“. Daher bleibe ich dabei: Weder als Gegenbeispiel für meine Fußballromantik, noch für deine These des Baderschen kategorischen Nein taugt Kiyotake, weil die Entscheidung de facto nie wirklich gestellt wurde (was übrigens auch die Nürnberger Presselandschaft auch so sieht). Wenn in Nürnberg für einen Spieler ein Angebot deutlich über Marktwert geboten wird und der Spieler weg will, wird man ihn ziehen lassen. Das zeigte Wollscheid wie Klose und Gündogan aus der jüngeren Vergangenheit. Die Schmerzschwelle mag höher geworden sein, aber erreicht wird sie von potenten Bietern eben dann doch mühelos.

                  Mag ich den Kontext etwas (unzulässigerweise) mit meinen allgemeinen Aussagen vermischt haben, so bleibe ich doch dabei, dass das (möglicherweise einzige) Gegenbeispiel Kiyotake nicht taugt. Außer man glaubte an ein echtes Angebot von Aston Villa im Sommer – was man niemand absprechen kann, auch wenn es daran viele berechtige Zweifel gäbe.

                  Jetzt zufrieden?

                • Alexander Endl | Clubfans United

                  Ich sag’s mal mit Radio Eriwan: Im Prinzip ja. 😉
                  Dann muss ich auch meinen Kontext nochmal präzisieren, weil ich das so konkret auch nicht formuliert habe (ich hatte schon die Befürchtung, dass es Dir hauptsächlich um die Summe ging):
                  Hätte ein Angebot für Kiyo über 12 Mio. vorgelegen, hätte Martin Bader trotzdem nein gesagt, weil man mit Klose schon genug Einnahmen hatte. Gut, bei 14 Mio. wäre Martin Bader wahrscheinlich schon ins Grübeln gekommen, zumal Kiyo am Ende der Rückrunde alles andere als überzeugt hat. Aber das ist natürlich eine nicht nachprüfbare Behauptung.

                  Deshalb meine Prognose für die nächste Sommerpause, und das kann ja dann überprüft werden (vorausgesetzt, wir bleiben drin und es passieren auch sonst keine komischen Dinge, die einen Haufen Geld erfordern würden):
                  Wenn man für Kiyo 8-10 Mio bekommt (muss natürlich auch erst passieren, sein Marktwert sinkt ja bekanntlich derzeit, und nicht zu unrecht), dann sagt Martin Bader zu einem Angebot unter 20 Mio. für Josip nein.
                  Wird es deutlich mehr, dann wird Josip entscheiden.

        • Alexander Endl | Clubfans United: Bei allem Respekt vor der Ehrlichkeit Martin Baders – auch er weiß, dass ein Spieler nicht zu halten ist, wenn er weg will und das Angebot stimmt. Auch Wollscheid galt mal als “quasi unverkäuflich”, war dann 1/2 später bei Leverkusen. Auch Drmic würde man keine Steine in Weg legen, wenn Madrid käme und den Club mit Gold zuschüttete.

          Ich sehe solche Aussagen als ehrlich gemeinte Absichtsbekundungen. Nicht mehr, nicht weniger.

          ja ja, so ab 20 Mio aufwärts wird man sicher auch jetzt schon das Grübeln anfangen. Wenn er bis zur und bei der WM so weiter macht, ist das nicht einmal unrealistisch.

  • Meiner Ansicht nach ist das mit Klose ein typischer Fall von „wenn ich das gewusst hätte“ bzw. „hinterher ist man immer schlauer“, bzw. teilweise auch einfach „bläid gloffn“

    Der einzige, den man in der Hinsicht wirklich kritisieren kann, ist meiner Meinung nach der Hecking. Der als Entdecker und Förderer von Klose hat die ganze Geschichte ja schließlich eingefädelt und war auch derjenige, der am stärksten darauf gedrängt hat, Klose zum Wunschspieler und Königstransfer von Wolfsburg im letzten Sommer erhoben hat. Und dann lässt er ihn nach einem Spiel gleich fallen und gibt ihm kaum noch eine Chance… Da käme ich mir auch etwas verarscht vor. Sicher, ne Stammplatzgarantie gibt’s nirgendwo, und Naldo und Knoche haben eigentlich auch keinen Anlass gegeben, dass man sie mal rausnimmt. Aber wenn man so vehement um einen Spieler wirbt, dann sollte man ihm doch mehr als nur eine Chance geben.

    Und zur Rolle Hitzfelds:
    Meiner Ansicht nach war es nur logisch, dass er Klose zu dem Wechsel geraten hat. Ich meine, stell dir mal vor, die bist schweizer Nationaltrainer und hast nen jungen IV, mit enormen Entwicklungspotenzial, und der hätte die Möglichkeit, im Verein standardmäßig mit deinem Stammtorhüter und -linksverteidiger zu spielen und das ganze in einer individuell stärkeren Mannschaft, bei seinem großen Förderer, wo man eben fest davon ausgehen kann, dass er auch Stammspieler wird – würde da ernsthaft jemand NICHT zu diesem Wechsel raten?

    Viele Clubfans haben es halt leider gleich falsch ausgelegt, dass es einfach nur gegen den Club ging, es ging aber halt einfach nur um die beste Perspektive für seine Nationalmannschaft.
    Und daher ist es auch alles andere als widersprüchlich, wenn Hitzfeld Drmic jetzt rät, noch beim Club zu bleiben, auch wenn das viele Fans jetzt natürlich so sehen.

    Und aus Kloses Sicht ist doch eh klar: Bessere Mannschaft, „mein“ Trainer, bessere Aussichten in der Nationalmannschaft, bessere Aussicht auf sportliche Erfolge und (vermutlich deutlich) mehr Geld…

    Also wenn ich der Hitzfeld gewesen wäre, hätte ich dem Klose auch zum Wechsel geraten. Und wenn ich der Klose gewesen wäre, wäre ich auch gewechselt… Dementsprechend tut er mir jetzt schon etwas leid, v.a. weil er ja anscheinend doch ein etwas zartes Gemüt besitzt und jetzt sehr mit der Geschichte am Hadern ist…

    Für uns muss man halt sagen, dass es wohl nicht zum Schaden war, wobei man natürlich nie sagen kann, wie es anders gekommen wäre…

  • Man muss sich wohl generell von der Romantik früherer Tage lösen – und das meine ich nicht mal desillusioniert. Vielleicht ähnlich wie das moderne Eheverständnis in Deutschland. Fast 40% der heute geschlossenen Ehen überstehen keine 25 Jahre – früher war das sicher mal anders. Früher hat man eben auch bei seinem Verein angefangen und nur den Verein gewechselt, wenn irgendwas ganz verrücktes passierte. Früher hat man aber auch seinen Arbeitsplatz generell nicht gewechselt wie manche die Hemden. Die „moderne“ Gesellschaft ist eine „Lebensabschnittsgesellschaft“ geworden. Man teilt Bett, Arbeitsplatz und damit als Fußballer eben auch Verein für eine gewisse Dauer, in der Zeit versucht man das maximale für sich rauszuholen und schaut dann weiter bzw. währenddessen gern auch schon mal nach Optionen. So werden unsere Kids heute großgezogen, von Medien berieselt, von Beratern beraten. Läuft es in der Ehe nicht mehr rund, wird sich halt getrennt, geht es im Beruf nicht mehr weiter, wechselt man eben woanders hin – Fußballer sind da auch nicht anders. Warum sollten sie es auch sein? Das Spiel ist ja gegenseitig. Auch der Partner verlässt einen, wenn die gewünschte Dauer-Zufriedenheit nicht erreicht wird, und der Verein verlängert deinen Vertrag nicht, wenn er von einem nachrückenden Spieler mehr erwartet oder der für weniger Geld das gleiche liefert.

    Natürlich gibt es Ausnahmen, Ehen halten, auch Berufsleben vergehen ohne Wechsel und Fußballer bleiben bis Karriereende – aber nicht immer ist selbst das romantisch, manchmal ist es eine Zweckgemeinschaft, manchmal fehlte es auch nur an Alternativen.

    Deswegen muss man nicht aufhören an die große Liebe, die Integrität und die Vereinstreue zu glauben, man muss nur aufhören es zu erwarten. Wenn es so ist, ist es ein Geschenk, wenn nicht, muss man sich auch damit arrangieren. Und manches mal bekommen Dinge auch eine zweite Chance, da sollte man vielleicht nicht zu schnell die Tür für immer zumachen.

    Ich bin überzeugt, dass man Spielern wie Drmic oder Kiyotake die „Durchgangsstation“ sogar schmackhaft machte, genau DAMIT sie zum FCN kommen. Wäre es denn besser, wenn Kiyotake noch bei Katiora FC kickte, Drmic bei FC Rapperswil-Jona oder ein Miro Klose bei SG Blaubach-Diedelkopf? Nein, die Spieler waren ehrgeizig genug den nächsten Schritt zu machen, soweit die Füße eben tragen – den einen bis in die Champions League, der andere stolperte über selbige eigenen Füße und musste erkennen, dass es für Bundesliga doch nicht reicht. Man bietet den Talenten eine Chance, verspricht ihnen Weiterentwicklung und auch die Möglichkeit sich damit für größere Aufgaben zu empfehlen.

    Eine Zweckgemeinschaft, die durchaus auch mit Zuneigung und Identifikation ausgefüllt sein kann – auch wenn dem der Pathos vielleicht fehlt, den mancher Fan sich gern wünschte. Denn das ist vielleicht eines der wenigen Dinge, die sich im Leben dann doch nie ändern: Die Liebe des Fan zu seinem Verein. Aber vielleicht auch nur, weil es dabei im Grunde nicht um das eigene faktische Leben geht.

    • Alexander Endl | Clubfans United: Aber vielleicht auch nur, weil es dabei im Grunde nicht um das eigene faktische Leben geht.

      Chapeau Alexander, du solltest langsam anfangen, das Material für die zu publizierende „Minima Moralia“ des Club-Fans, ach was, des Fußball-Fans im Spätkapitalismus zu sammeln – mit solchen Sätzen ist mehr als ein Anfang gemacht…

  • Als Fan ist man ja echt der Angeschissene, da hat man keine Wahl als sein Leben lang alles mitzumachen, was der Verein auch verzapft 😉
    Wie es so schön heißt, „seinen Verein sucht man sich nicht aus, er wird einem gegeben“, genauso „man kann sich eine neue Freundin suchen, aber keinen neuen Verein“.

    Im Vergleich zu „früher“ muss man sich zwei wichtige Dinge vor Augen führen, bzw. eigentlich drei:
    1. Was bezeichnet man überhaupt als „früher“. Die Zeiten, wo es wirklich die Regel war, das ein Spieler sein gesamtes Leben bei einem Verein verbrachte, sind ja eigentlich in erster Linie diejenigen vor Einführung der Bundesliga.

    Und daraus folgernd muss dann eben die zwei weiteren wichtigen Punkte:
    2. Wie sah damals das Leben als Profifußballer aus im Vergleich von heute?
    und
    3. Wie sah damals das Vereinsleben aus, besonders hinsichtlich der wirtschaftlichen Bedingungen?

    Der letzte Punkt ist eigentlich der entscheidende. Die Veränderungen in den finanziellen Rahmenbedingungen sind meiner Meinung nach ursächlich dafür, dass die Vereine in Anbetracht des immer größer werdenden Erfolgdrucks auch immer mehr bereit sind, Anstrengungen zu unternehmen, um bestimmte Spieler zu bekommen. Dass sich die Spieler dem nicht verwehren, sollte nicht überraschen.

    1950, wieviel hat da ein Profifußballer überhaupt verdient, v.a. im Verhältnis zu einem normalen Arbeiter oder Angestellten? Und wie groß war der Unterschied zwischen den einzelnen Vereinen? Ich weiß es nicht, aber ich denke nicht, dass sich der Aufwand für einen Spieler gelohnt hätte, mal einfach so ans andere Ende der Republik zu ziehen.
    Und früher im Oberliga-System oder auch noch früher, da standen ja auch viel mehr Vereine im Prinzip auf dem gleichen Level, d.h. dass sie vor Beginn der Saison die gleiche Ausgangssituation haben. Ist es schlecht gelaufen, hatte man in der nächsten Saison halt wieder so ziemlich die gleiche Chance. Heutzutage ist schon schwierig, sich überhaupt dauerhaft in der ersten Liga zu halten und das nur mit entsprechenden Anstrengungen.

    Natürlich war es auch alles eine Sache der Zeit und Mentalität und die zahlreichen Vereinswechsel stehen somit eigentlich im völligen Einklang mit den Zeichen unserer Zeit, wo Mobilität usw. groß geschrieben werden, oder wie Alexander es passend ausdrückt, „Lebensabschnitte“. Speziell zum Thema Ehe und Beziehungen sagte Dieter Nuhr einst, „die Leute waren früher auch härter im Nehmen. Die haben sich gesagt, hab ich den Krieg überlebt, überleb ich auch die Erika“. Heutzutage nimmt man halt bessere Gelegenheiten an, wenn sie sich bieten…

    • Scramjet:
      1. Was bezeichnet man überhaupt als “früher”. Die Zeiten, wo es wirklich die Regel war, das ein Spieler sein gesamtes Leben bei einem Verein verbrachte, sind ja eigentlich in erster Linie diejenigen vor Einführung der Bundesliga.

      Das stimmt so nicht so ganz, in den 60ern war auch in der BuLi noch eine ziemlich hohe Vereinstreue. Ein Nandl Wenauer z. B. hat nie woanders gespielt als beim Club, obwohl er ein Angebot von Real Madrid gehabt hatte. Wahrscheinlich war man damals auch einfach nicht mutig genug für so enorme Veränderungen. Natürlich gabe es auch Ausnahmen wie Helmut Haller, der schon 1962 nach Italien ging, aber das war eben die ganz große Ausnahme, zumal man nach einem Wechsel ins Ausland nicht mehr zur N11 eingeladen wurde.
      Beim Club kam der große Exodus erst nach dem Abstieg.

      • Claus: Das stimmt so nicht so ganz, in den 60ern war auch in der BuLi noch eine ziemlich hohe Vereinstreue. Ein Nandl Wenauer z. B. hat nie woanders gespielt als beim Club, obwohl er ein Angebot von Real Madrid gehabt hatte. Wahrscheinlich war man damals auch einfach nicht mutig genug für so enorme Veränderungen. Natürlich gabe es auch Ausnahmen wie Helmut Haller, der schon 1962 nach Italien ging, aber das war eben die ganz große Ausnahme, zumal man nach einem Wechsel ins Ausland nicht mehr zur N11 eingeladen wurde.
        Beim Club kam der große Exodus erst nach dem Abstieg.

        Naja Claus, ganz so kann man es wohl nicht sagen… 😉

        In den ersten Jahren der Bundesliga durften nur 3 Spieler pro Saison verpflichtet werden bei einer Höchstgrenze der Ablöse von 50 000 DM. Verdient haben da die meisten in etwa dasselbe, lediglich verdienstvolle Nationalspieler durften ein wenig mehr erhalten. Der “ große Exodus“ , wie Du ihn nennst war aber nach der letzten Meisterschaft. Verdiente Spieler, die laut MM ( Max Merkel) ihren Zenit überschritten hatten, wurden abgegeben, eine Vielzahl von Neuen, Legionäre, kamen. Und von denen gingen die meisten nach dem Abstieg natürlich wieder. Von den einheimischen Spielern waren eigentlich nur Schorsch Volkert und Luggi Müller nach dem Abstieg weg.Der Schorsch hatte aber schon etliche Zeit vor dem feststehenden Abstieg seinen Vertrag bei einem schweizer Verein unterschrieben.

        Zur Frage von Scramjet, wie die Bezahlung um 1950 war: Damals gab es lediglich ( offiziell) eine Aufwandentschädigung und ein paar Punktprämien. Diese waren aber vom Wert her teilweise schon ein 2. Gehalt. Es handelte sich damals ja um sogenannte “ Amateure“. Erst mit Einführung der Bundesliga wurde die Spieler Profis, die aber auch nicht willkürliche Verdienste hatten. Es war alles streng reglementiert. Das besondere Leckerlie war dabei eine Einmalzahlung bei Unterschrift. das alles lockerte sich erst im Laufe der Zeit, als der bundesdeutsche Fussball ab Mitte der 60er zur internationalen Spitze gehörte. Wie Claus richtigerweise geschrieben hat, wurden Spieler, die im Ausland spielten und sich so den “ Fleischtöpfen“ verpflichtet hatten, nahezu ignoriert.( das ging ja fast noch bis zur WM 1978 so, als der Beckenbauer in den USA spielte und die deutsche Öffentlichkeit darüber stritt, ob er mit zur WM sollte oder nicht)Um den internationalen Abwerbungsversuchen zu trotzen, wurden den Spielern dann letztendlich auch in Deitschland höhere Gehälter gezahlt, was dann aber zur Folge hatte, dass sich die Vereine damals immer mehr verschuldet hatten. Die eigentliche Professionalität begann in Deutschland wohl damit, dass der Würschtl-Uli , nach seinem unglücklichen Fussballerdaseinsversuch beim Glubb,in München seine Karriere als Funktionär begann. Diese Professionalität hat man beim Glubb damals verschlafen( wie auch bei der Einführung der Bundesliga notwendige strukturielle Notwendigkeiten davor)

        • KUZ

          An relevanten Abgängen gab es 68 „nur“ Brungs, Ferschl und Starek. Das waren natürlich Schlüsselspieler, deswegen sehr schmerzhaft.

          Nach dem Abstieg gingen Volkert, Luggi Müller, Cebinac, Rynio, Beer (ich wusste lange nicht, dass das ein Franke war, habe ihn erst bei Hertha wahrgenommen), Zaczyk („Wenn die Prämien gestimmt hätten…“), also ein deutlich größerer Aderlass, wobei Beer und Zaczyk natürlich erst nach der Meisterschaft kamen.

          • Claus:
            KUZ

            An relevanten Abgängen gab es 68 “nur” Brungs, Ferschl und Starek. Das waren natürlich Schlüsselspieler, deswegen sehr schmerzhaft.

            Nach dem Abstieg gingen Volkert, Luggi Müller, Cebinac, Rynio, Beer (ich wusste lange nicht, dass das ein Franke war, habe ihn erst bei Hertha wahrgenommen), Zaczyk (“Wenn die Prämien gestimmt hätten…”), also ein deutlich größerer Aderlass, wobei Beer und Zaczyk natürlich erst nach der Meisterschaft kamen.

            Verzeih meine ungenaue Formulierung. Der größere Aderlass erfolgte natürlich NACH dem Abstieg. Wobei aber die Mehrzahl der Spieler, die den Glubb verließen, eben diejenigen Spieler waren, die erst nach der Meisterschaft kamen und mit dem Glubb sich nicht oder nur bedingt identifizierten, da sie nicht aus der Region kamen. Du hast übrigens den vielleicht wichtigsten Spieler aus dieser Riege vergessen, Hannes Küpppers.Erich Beer spielte , in meiner Erinnerung, trotz seiner vielen Spiele eher eine untergeordnete Rolle ( auch er kam erst nach der Meisterschaft und war damals ein Nachwuchsspieler).

            Es ging aber um das Thema “ Vereinstreue“, die auch dadurch entstanden war, dass die Vereine meist Spieler aus der Region verpflichteten. Und nach der letzten Meisterschaft kamen die Spieler von überall her.Ein Cebinac war auch erst zur Meisterschaftssaison verpflichtet worden und hatte in der Abstiegssaison andauernd Probleme mit MM, ein Rynio war auch nur als “ Back-Up“ für Wabra vorgesehen. Die meisten Spieler , die gingen, waren nach dem Abstieg von “ auswärts“, die erst ein Jahr zuvor gekommen waren…

            Die Sache mit den „Prämien“ würde ich mal auch unter dem Aspekt “ Bundesligaskandal“ betrachten. Was 1971/72 anscheinend gängige Praxis war, könnte in den Jahren zuvor schon begonnen haben…und das nannte man auch( Zusatz)Prämien…. 😉

            • KUZ

              Unter der Vorgabe „aus der Region“ bzw. „keine Legionäre“ muss man dann ja auch Brungs und Starek aus der 1. Liste streichen.
              Ich denke auch, es sind 2 verschiedene Paar Stiefel, wo man als Fußballprofi sein Geld verdient und wo man sich heimisch fühlt.
              Interessanterweise sind ja doch so einige „Legionäre“ in oder um Nürnberg heimisch und bekennende Clubfans geworden: Brungs, Nüssing, Eckes, Drillo, Marek, Hansi. um nur mal ein paar zu nennen. Sieht man Galasek eigentlich ab und zu im Stadion? Ich könnte es mir vorstellen.

  • Nochmal zu Hitzfelds Ratschlägen für Klose und jetzt für Drmic.
    Meine Vermutung ist, dass das daran liegen könnte, dass Hitzfeld bei Klose in der damaligen Situation mit dem Trainergespann Wiesinger/Reutershahn einfach keine oder nur sehr geringe Chancen sah, dass sich der Spieler unter diesen Umständen weiterentwickeln kann. Das ist in der jetzigen Situation bei Drmic mit Verbeek als Trainer eine komplett andere Sache. Hitzfeld erwartet wohl, dass es der Trainer schafft den Spieler besser zu machen.
    Hitzfeld meint es weder gut noch schlecht mit dem Club, sondern handelt aus purem Eigennutz!

    • schorschvolkert:
      Nochmal zu Hitzfelds Ratschlägen für Klose und jetzt für Drmic.
      Meine Vermutung ist, dass das daran liegen könnte, dass Hitzfeld bei Klose in der damaligen Situation mit dem Trainergespann Wiesinger/Reutershahn einfach keine oder nur sehr geringe Chancen sah, dass sich der Spieler unter diesen Umständen weiterentwickeln kann. Das ist in der jetzigen Situation bei Drmic mit Verbeek als Trainer eine komplett andere Sache. Hitzfeld erwartet wohl, dass es der Trainer schafft den Spieler besser zu machen.

      Ja, den Gedanken hatte ich auch schon.

    • schorschvolkert:
      Hitzfeld erwartet wohl, dass es der Trainer schafft den Spieler besser zu machen.

      Hat er ja offensichtlich schon gemacht, insofern ist Herr Hitzfeld jetzt mit seinem Ratschlag auf der sicheren Seite.
      Letzten Sommer war die Situation eher unsicher, allerdings hatte da Klose eigentlich schon nachgewiesen, dass er etwas kann, zumindest bei uns.
      Nicht auszudenken, wenn Verbeek Josip noch besser macht, dann werden wirklich in nicht allzuferner Zukunft eine ganze Menge hochrangiger Vereine anfragen.

      Und, @Alexander, solange er unter Verbeek immer besser wird besteht erst recht keine Notwendigkeit, ihn vorzeitig zu verkaufen, weil dann steigt sein Wert ja mit jeder Saison, die Verbeek in Nürnberg bleibt. 😉

      • Claus: Hat er ja offensichtlich schon gemacht, insofern ist Herr Hitzfeld jetzt mit seinem Ratschlag auf der sicheren Seite.
        Letzten Sommer war die Situation eher unsicher, allerdings hatte da Klose eigentlich schon nachgewiesen, dass er etwas kann, zumindest bei uns.
        Nicht auszudenken, wenn Verbeek Josip noch besser macht, dann werden wirklich in nicht allzuferner Zukunft eine ganze Menge hochrangiger Vereine anfragen.

        Und, @Alexander, solange er unter Verbeek immer besser wird besteht erst recht keine Notwendigkeit, ihn vorzeitig zu verkaufen, weil dann steigt sein Wert ja mit jeder Saison, die Verbeek in Nürnberg bleibt.

        Ich seh darin die Hauptaufgabe Baders: rechtzeitig mit Verbeek verlängern, erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, daß Spieler, die von Verbeek überzeugt sind und dazu zähle ich Drmic derzeit, bereit sind zu bleiben.

  • Am Ende ist das alles natürlich eine reine Spekulation. Bisher scheint es kein Angebot zu geben, nur einen Satz von Hitzfeld, dass Ddmic beim Club bleiben soll.

    Andererseits ist das ganze natürlich sehr real, denn wir kennen die Geschichte jetzt schon seit vielen Jahren, egal ob es ein Wollscheid war, ein Gündogan, ein Klose, jeder Spieler der nur ein wenig auf sich aufmerksam gemacht hat, der wurde dann auch von einem reicheren Verein entdeckt und am Ende gekauft. Btw. wir machen es ja auch nicht anders, Zürich wollte Drmic auch nicht unbedingt los werden.

    Wenn dann ein Spieler wie aktuell Drmic auch noch in einem internationalen Spiel 2 Tore macht, dann kommen bei uns Fans natürlich die immer gleichen Ängste auf. Wie lange bleibt uns ein solcher Spieler noch erhalten? Einerseits wünscht man sich solche Spieler, die einen hoffen lassen, dass man auf ein anderes sportliches Niveau kommen kann, aber andererseits fürchtet man sie auch, weil man nicht lange etwas von ihnen hat und ihr Weggang dann immer eine sportliche Lücke reißt, also genau den sportlichen Erfolg wieder gefährdet.

    Das macht es so schwer einfach unbeschwert glücklich zu sein, einen solchen Spieler in den eigenen Reihen zu wissen.

  • Bei all diesen Argumenten laeuft es doch auf nur zwei gueltige hinaus.
    Ein Spieler wechselt aus einen von zwei Gruenden.
    Zuerst weil er sich verbessern will, das heisst das er bessere Perspektiven oder ein besseres Umfeld sieht bei dem Verein zu dem er wechseln will. Dabei meine ich einen geigneten Trainer der Spieler weiterentwickelt, mehr Moeglichkeiten sein Koennen zu zeigen, etc..
    Der zweite Grund ist das liebe Geld, da muss ich nicht wirklich viel erklaeren.

    Was die meisten Spieler allerdings nicht einzuschaetzen wissen ist ihre eigene Leistungsgrenze, und darum gehen Spieler zu frueh zu Vereinen die Ihnen viel Geld bieten und die natuerlich auch das Prestige von dem Spieler steigern. Schaut her ich spiele bei Bayern so ungefaehr.
    Deswegen haben wir so viele Spieler die vielleicht beim Club erste Wahl waren die aber bei einem grossen Verein es nicht schaffen. Das sind Spieler die zwar einen Schritt in ihrer Entwicklung gemacht haben aber die halt noch nicht so weit waren in der Weltspitze zu spielen. Namen wie Wollscheid, Klose, Schieber, Hegeler, Ekici usw. haben sich alle verschaetzt indem sie meinten das wenn ein grosser Verein anklopft dann heisst das das ich jetzt schon Weltklasse bin.
    Deswegen sitzen die Spieler heute zum grossteil auf der Bank und spielen wenig.
    Was aber schade ist ist das diese Spieler in einer Sackgasse sind weil sie sich nicht weiterentwickeln koennen auf der Ersatzbank und weil sie auch nicht mehr zurueck zu einem kleinen Verein wechseln koennen wegen dem Gehalt das nur ein grosser, reicher Verein zahlen kann. Es gab schon genug Beispiele wo solche Spieler nie mehr in Erscheinung treten.
    Im Endeffekt ist das aber die Schuld der Spieler die sich blenden liessen und das alles nicht sachlich angegangen sind.
    Uegrigens sehe ich das nicht als ein Problem der Vereine, wenn ich einen Spieler habe der sich zwar ein wenig Entwickelt hat und langsam Fortschritt macht aber ich als Trainer oder Manager weiss das er keine zehn Millionen wert wird dann verkaufe ich ihn auch wenn so ein Idiotenverein herkommt der den Spieler unbedingt haben will. Die Vereine muessen die Spieler nicht unbedingt ziehen lassen aber manchmal meine ich das sie ganz froh darueber sind wenn sie solche Spieler auch fuer viel Geld los werden.
    Beispiel Klose: Im ersten Jahr hat der ein paar Spiele gemacht dann das schlechte Spiel gegen Freiburg und dann war er so sensibel das er fast daran zerbrochen waere. Nur ein Jahr spaeter ist er Stammspieler beim Club hat aber noch nichts bewiessen ueber seine Faehigkeiten, und dann kommt so ein Verein wie Wolfsburg daher und bietet sieben Millione fuer so einen Spieler. Bader waere doch ein Vollidiot wenn er da nicht zustimmen wuerde.
    Musste er das, Nein. Wurde er dazu gezwungen weil der Spieler es so wollte, Nein. Waere er bloed wenn er einen Spieler der weg wollte, der Leistung nur ueber eine Saison gezeigt hatte, und der Wolfsburg sieben Millionen wert war, dazu gezwungen seinen Vertrag einzuhalten, JA.
    Kiyotake und Drimic sind aber andere Faelle, wenn man das Geld nicht braucht und wenn man Vertrauen in derer Leistung hat dann muss man sie nicht ziehen lassen bevor der Vertrag auslaeuft. Viel Geld hin oder her, kann man sich adequaten Ersatz damit holen, das ist die Frage. Wir wissen ja wie die Entscheidung im Fall Klose ausfiehl.
    Schade nur fuer den Spieler der sich halt verschaetzt hat und damit jetzt leben muss.

    • nastys: Musste er das, Nein. Wurde er dazu gezwungen weil der Spieler es so wollte, Nein. Waere er bloed wenn er einen Spieler der weg wollte, der Leistung nur ueber eine Saison gezeigt hatte, und der Wolfsburg sieben Millionen wert war, dazu gezwungen seinen Vertrag einzuhalten, JA.
      Kiyotake und Drimic sind aber andere Faelle, wenn man das Geld nicht braucht und wenn man Vertrauen in derer Leistung hat dann muss man sie nicht ziehen lassen bevor der Vertrag auslaeuft. Viel Geld hin oder her, kann man sich adequaten Ersatz damit holen, das ist die Frage. Wir wissen ja wie die Entscheidung im Fall Klose ausfiehl.
      Schade nur fuer den Spieler der sich halt verschaetzt hat und damit jetzt leben muss.

      Ich bin der Meinung, dass es gar nicht die Spieler alleine sind, die zu anderen Vereinen drängen, sondern viel mehr deren „Manager“ was man auch immer darunter verstehen mag.

      Der „Manager“ oder auch Spielerberater genannt, sieht doch oft nur seine eigene Provision. Und die richtet sich gewöhnlich nach den Ablösesummen und/oder höherem Gehalt der Spieler.

      Denn was will den ein Spieler mit seinen 18,20 oder 22 Jahren für sich selbst entscheiden? Kann er das überhaupt? Hat er in Mathe gut aufgepasst?

      Und viele Spielerberater haben doch auch keine Ahnung. War halt ein Zufall mal einen Spieler zu vermitteln der dann beim neuen Verein erfolgreich spielte.

  • das ist ja alles Zukunftsmusik-aber nicht vergessen,dieses Jahr ist WM.und spielen dort Drimic und Kiyo gut und auffällig,werden Angebote kommen.
    dann wird man sehen wie sich das alles entwickelt

  • Silberadler
    Natuerlich spielen die Spielerberater eine grosse Rolle aber das heisst nicht das der Manager beim Verein da mitspielt ausser das er das als die bevorzugte Loesung findet.
    Was ich damit meinte ist das viele, aber natuerlich nicht alle Spieler, ihre eigene Situation nicht richtig einschaetzen koennen und das sie meistens nicht wegen dem Geld zu einem der grossen Vereine wechseln, sondern um ihr Ego aufzufuellen.
    Wenn sie aber einmal diesen Schritt gemacht haben und es klappt nicht dann koennen sie sich auch nicht revidieren sonders muessen leider mit ihrer schlechten Situation auskommen.
    Ja es ist schade aber oftmals selbst eingebrockt.

    • Johnny Vegas:
      So mal wieder ein Nebenkriegsschauplatz aufgemacht:

      Nürnberg Stars vermummt und mit Pyros

      Quelle: http://www.bild.de/spor…ros-34978040.bild.html

      Was ist denn das wieder für eine Schwachsinnsaktion und danke an UN94 dass das Foto nach draussen kommt.

      Getreu Metzgerei Boggensack:
      “Wou issn is Hirn?! Da, wos hiekärrd. Däss glaabi net!”

      Oh mei..

      Manchmal frag ich mich wirklich, was in Spielern so tickt… Für Gebhart ist das ein weiterer Tropfen in ein Faß, dessen Inhaltsoberfläche bereits mehr als gespannt sich nach oben wölbt…

      Ich hatte das Bild ja schon gesehen, aber hoffte a) auf einen Fake und b) darauf, dass es medial unter den Tisch fiele…

    • Johnny Vegas,

      Um ein Zitat von Roth aufzugreifen. Auch unter den Spielern befinden sich halt nicht nur Studierte. Wie dämlich kann ein in der Öffentlichkeit stehende Mensch sein, so ein Bild zu posten. Man sollte ihm mal die Privatsphäreneinstellungen bei facebook näher erklären.

      Treffpunkt heute Nachmittag wie immer?

        • Woschdsubbn,

          Noahs Beach Bar. Ist der Biergarten hinter der Arena. wir stehen immer zwischen dem Teich und dem Volleyballfeld.

        • Woschdsubbn

          Du weißt noch nicht mal, wo es die besten und günstigsten Bratwürste in Stadionnähe gibt? Kennst Du Dich in Nürnberg überhaupt noch aus oder wohnst Du schon zu lange in Fädd?

  • Sind halt zwei Spieler, die sich mit den Ultras identifizieren können. Ein Manuel Neuer hat früher auch mal ähnlich getickt. Wär toll, wenn Drmic dann auch daraus die Konsequenz ziehen würde und sich eben gegen Kommerz und für den Verein entscheiden würde. Aber soweit wird seine Identifikation dann wahrscheinlich doch nicht gehen.
    Klar Blödsinn hoch drei, so ein Foto zu posten. Aber es gibt wirklich wichtigeres.
    Z.B. heute einen Sieg.

  • Die gehören beide sofort in die U23 strafversetzt 😉

    Naja, der Stab hätte nicht sein müssen. Ansonsten sagt das Bild nicht mehr als „ich gehöre zu euch“.

    Skandal ist jedenfalls anders und in jeder Ausgabe der veröffentlichenden „Zeitung“ steckt mehr Pyrotechnik.

  • Interessant!

    Mauer-Spezialist Hecking gibt den Trainer-Imitator. Sah ganz interessant aus, WOB mit Club-Taktik (aha, da hat einer aufgepasst) aber letztlich setzen sich die Bauern halt doch durch. Jetzt wissen wir auch, was passiert wäre, wenn wir 1:0 in Führung gegangen wären: wir hätten halt 1:2 verloren statt 0:2. Ändert nix….

  • Claus, in der Tat geh ich Bierzwitschern inzwischen im Sommer ins LBP in der Westvorstadt, Bierkellern in der Fränkischen, Schanzenbräu oder wenn in der Stadt, dann ins Wanderer Bieramt und Brohdwerschd essen tu ich immer im Gulden Stern da am Jakobsmarkt. Im Weggla ess ich die nur noch selten, weil die Qualität meist der Wurstherkunft entspricht…

    So, ich fahr gleich los!

  • ….aber wenn man Mauerspezialist ist, dann kann man halt Risiko nicht und es geht richtig in die Hose. Kopieren ist nicht gleich können 😀

  • Schöner Spieltag bisher, recht passende Unentschieden!

    Also, auf gehts, Platz 11 ist drin bei einem Sieg!

    aha, Drmic wieder in der Spitze, dafür Mak auf Rechts und wie angekündigt Campana. Attacke!

    • Optimist:
      Schöner Spieltag bisher, recht passende Unentschieden!

      Also, auf gehts, Platz 11 ist drin bei einem Sieg!

      aha, Drmic wieder in der Spitze, dafür Mak auf Rechts und wie angekündigt Campana. Attacke!

      Dem ist kaum etwas hinzuzufügen. Außer daß ich auf Mak als MS tippe…

    • Optimist:
      Schöner Spieltag bisher, recht passende Unentschieden!

      Also, auf gehts, Platz 11 ist drin bei einem Sieg!

      aha, Drmic wieder in der Spitze, dafür Mak auf Rechts und wie angekündigt Campana. Attacke!

      Ja, ich bin guter Dinge!

      Heute Heimsieg und 3 wichtige Punkte unter Dach und Fach bringen!

      In der Abwehr spielen auch wieder Pino und Petrak.
      Und Mak bekommt ein schönes Geburtstagsgeschenk.
      Hoffentlch macht er sich selbst und uns auch mind. 1 Geschenk!

      Drmic darf heute anscheinend auf seiner Lieblingsposition spielen.

      Ich hoffe, Frantz bekommt heute keine Gelbe (wäre die 5.)

    • Optimist:
      Schöner Spieltag bisher, recht passende Unentschieden!

      Also, auf gehts, Platz 11 ist drin bei einem Sieg!

      aha, Drmic wieder in der Spitze, dafür Mak auf Rechts und wie angekündigt Campana. Attacke!

      Die beiden Unentschieden der Konkurrenz lassen wieder mal 2 Punkte im Nirwana des Abstiegskampfes verschwinden… 🙂

      Super Vorlage für uns, ich hoffe unsere Jungs machen was draus!

  • Weshalb spielen sie immer hinten rum anstatt lieber die Leute vorne anzuspielen wie Verbeek es ihnen eingetrichtert hat?
    Hinten können sie nur eine Vorlage für die Bremer geben. Vorne werden die Tore geschossen!!

  • Warum spielen sie immer hohe Bälle auf die großen Bremer Verteidiger?

    Mist, nichts zu sehen von den Bremern und dann machen sie das Tor. Das spielt den Bremern natürlich jetzt in die Karten.

    Jetzt brauchen wir mindestens 2 Tore!

  • so eine Scheiße!

    Optische Überlegenheit bringt halt nix, wenn man keine klaren Chancen herausspielt….

  • … wer hat mit Fehlpässen die Bremer zur Führung eingeladen?

  • … und Schäfer hätte sich sofort auf den Nachschuss konzentrieren müssen ….

    • Wiesenhahn:
      … und Schäfer hätte sich sofort auf den Nachschuss konzentrieren müssen ….

      Schäfer raus!
      Solche schlechte Leistungen lässt Verbeek nicht durchgehen! Da greift er hart durch!

    • Wiesenhahn,

      ja ne is klar, und ein Torwart, der kein Fliegenfänger ist, hätte schon den ersten Schuss gehabt…

  • Bremen spielt heute so wie der Glubb zu Hecking-Zeiten. Das wird noch ein ganz, ganz harte Nuss, besonders wenn wir weiter gedanklich so langsam sind, vor allem auf der rechten Seite. Anghas Timing bei den Pässen bisher zum vergessen und Mak macht wie immer den einen Schritt oder Schlenker zu viel. Auch beim insgesamt eher unglücklichen Gegentor zu langsam beim Umschalten.

    Und jetzt hoffen wir mal, dass nichts Ernstes mit Rapha ist…

  • geile Aktion von Kiyo.

    Schade, dass der Ball nicht angekommen ist.
    Das war echt großes Kino

  • Schäfer hat sich nicht an Verbecks Anleitung gehalten, dass Alles gehalten werden muss! Seine Auswechslung ist konsequent…:-)

  • So ein Mist!

    2 Schüsse der Bremer, 2 Tore!

    Sowas von unverdient!!!

    Die klar bessere Mannschaft bekommt heute leider keine Punkte. Das ist sehr bitter!

    • Frank:
      So ein Mist!

      2 Schüsse der Bremer, 2 Tore!

      Sowas von unverdient!!!

      3 Schüsse, da war noch eine Latte dabei. So viel Fairness muss sein :mrgreen:

      • Optimist: 3 Schüsse, da war noch eine Latte dabei. So viel Fairness muss sein

        2 mal Latte. Es ist schon merkwürdig, da nimmt der Club ein Heimspiel in die Hand, löst es spielerisch auch ansehnlich, was man ja noch nicht so richtig gewohnt ist aus der Vergangenheit und wird dann zweimal dermapen staubtrocken rasiert.

        Aber um ehrlich zu sein, man hätte ja nichtmal das 0:1 umgebogen, komischerweise hatte man nie das Gefühl es wird jetzt richtig zwingend.Das 0:2 war aus meiner Sicht haltbar.

    • Frank: So ein Mist!

      2 Schüsse der Bremer, 2 Tore!

      Sowas von unverdient!!!

      Die klar bessere Mannschaft bekommt heute leider keine Punkte. Das ist sehr bitter!

      Falsch: Die bessere Mannschaft hat die Punkte gemacht. Die Leistung unserer Mannschaft ist an Pfeifenköpfigkeit nicht zu überbieten.

      • belschanov: Falsch: Die bessere Mannschaft hat die Punkte gemacht. Die Leistung unserer Mannschaft ist an Pfeifenköpfigkeit nicht zu überbieten.

        Das sehe ich ganz und gar nicht so!
        Was hat denn Bremen heute gezeigt? Sie haben sich wie Angsthasen zurückgezogen und 2 Konter gefahren.
        Das war alles, was von Bremen zu sehen war.

  • Dachte mir schon, dass das heute in die Hose geht.
    Werder zuletzt im Aufwärtstrend, dagegen waren unsere beiden letzten Auftritte schon ziemlich mau.
    Das Ergebnis ist keine Überraschung.

    • BSE08:
      Dachte mir schon, dass das heute in die Hose geht.
      Werder zuletzt im Aufwärtstrend, dagegen waren unsere beiden letzten Auftritte schon ziemlich mau.
      Das Ergebnis ist keine Überraschung.

      Die letzten Spiele waren bei uns eher spielerisch mau, aber heute wir haben das Spiel gemacht. Das einzige, was gefehlt hat, waren die Tore auf unserer Seite. Man kann der Restemannschaft keine Vorwürfe machen. Sie haben ordentlich nach vorne gespielt und sehr unglücklich verloren.
      Ich hoffe, sie nehmen die Wut über die unverdiente Niederlage mit ins nächste Spiel.

  • Die Bremer waren abgebrühter und profihafter. Sie waren nicht stark, aber für die Nürnberger reichte es. Die Nürnberger viel zu überhastet und ein Sturm war so gut wie gar nicht vorhanden. Bis zum Strafraum lief es ganz gut, dann war jedoch Sense. Notfalls eine Flanke in den Strafraum, vom Gegner dankend abgewehrt. Eine solche Leistung reicht höchstenfalls für ein Unentschieden, vorausgesetzt, die Abwehr ist stabil. Hart die Worte, aber leider wahr.

    • Hans:

      Die Bremer waren abgebrühter und profihafter. Sie waren nicht stark, aber für die Nürnberger reichte es. Die Nürnberger viel zu überhastet und ein Sturm war so gut wie gar nicht vorhanden. Bis zum Strafraum lief es ganz gut, dann war jedoch Sense. Notfalls eine Flanke in den Strafraum, vom Gegner dankend abgewehrt. Eine solche Leistung reicht höchstenfalls für ein Unentschieden, vorausgesetzt, die Abwehr ist stabil. Hart die Worte, aber leider wahr.

      Genauso isses!

  • @Frank:

    Warum sollten die Bremer das Spiel machen, wenn sie nur darauf zu warten brauchen, dass der Club im Mittelfeld den Ball verliert. Die Bremer haben heute eindrucksvoll demonstriert, wie man gegen eine das Spiel machen wollende, aber vor dem Tor des Gegners harmlose Mannschaft spielen muss. Wäre Braunschweig geschickter gewesen, wäre dieses Spiel auch schon in die Hosen gegangen. Statt uns zu beklagen, sollten wir fair sein und den Bremern gratulieren, weil sie in diesem Sechs-Punkte-Spiel taktisch alles richtig gemacht haben. Das waren Big Points für Werder. Herzlichen Glückwunsch, Herr Dutt.

    Mit „Mist“ lieferst du ein gutes Stichwort. Was unsere Mannschaft heute abgeliefert hat war „Mist“. Und den größten Mist hat Senor Campana zusammengemurkst…

  • Achtung, nestbeschmutzerischer Post:
    Für mich war heute der Fehler in der Aufstellung direkt bei Verbeek zu suchen: Wir hatten bis zur 60sten Minute, als Pekhart kam, keinerlei Möglichkeit, einen hohen Ball zu verwerten.

    Mir stinkt es, daß ausgerechnet der fußballerisch bisher schlechteste Gegner 2:0 gegen uns gewinnen kann.

    Natürlich sind wir ersatzgeschwächt und eventuell hätte Schäfer das zweite Tor verhindern können.

    Unsere Heimschwäche bricht uns noch das Genick. Jetzt benötigen wir Punkte in Hamburg.

    Wenn Bremen wenigstens gut gewesen wäre…
    bin sauer.

    War das nicht ein rotwürdiges Foul anfangs von Lukimya gegen Drmic?

  • Wer nach diesem Spiel noch einen Wechsel auf der Torhüterposition fordert, dem sollte man Blazek ans Herz legen

    • Alex,

      na übertreib mal nicht 😉

      Das Tor war abgefälscht und das Gewühl im Strafraum mit extrem kurzer Reaktionszeit. Sonst war er doch recht sicher…

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