Die einfachen Dinge

Choreographie gegen Werder Bremen
Choreographie gegen Werder Bremen

Der 1. FC Nürnberg verliert sein Heimspiel gegen den Werder Bremen, weil Bremen die einfachen Dingen machte – Tore schießen zum Beispiel.

Die erste Halbzeit begann wie man das ganz früher mal kannte, als Heimmannschaften noch mehr nach vorne spielten und Auswärtsmannschaften sich aufs Kontern verlegten. Der Club von Beginn an bemüht, was sich mit zunehmender Spielzeit zum „stets“ weiterentwickelte. Während Bremen zwar vorne presste, hinten aber die Mauer betonierte, kam der Club gefällig mal lange rechts, dann auch mal links, ins dritte Viertel, dann war allerdings Schluss vor Schuss. Ein erster Lattenknaller von Di Santo markierte schon mal das „Hallo wach?“, der zweite Lattenknaller von Hunt landete erneut vor Di Santo, der volley eindrückte. Unverdient? Kann man so nicht sagen. Ein legitimes Spiel einer Auswärtsmannschaft, die auch mit hinten drin steht, ein bemühtes Spiel einer Heimmannschaft, die keinen Schlüssel findet. Halbzeit 2 wird nicht einfach.

Zur Pause musste Schäfer raus, Rakovsky musste übernehmen, irgendwas am Hüftbeuger. Das Spiel ging weiter wie gehabt. Der Club spielte gefällig bis an den Strafraum, wirklich gefährlich wurde es selten. Anders Bremen. Ein erneuter Ballverlust von Campana im Mittelfeld und schon stand es 0:2. Die Leistung des jungen Spanier so schlecht nicht, aber ihm fehlte das Fortune und ausgerechnet seine zwei Fehler führten postwendend zu den Gegentoren. Das ist bitter, aber Ballverluste im Mittelfeld in der Vorwärtsbewegung sind eben auch bitter.

Man muss einfach vor Bremen den Hut ziehen. Sie taten das, was sie konnten, und das engagiert und konsequent. Der Club versuchte vielleicht etwas, was man sich als Ziel gesetzt hat, aber eben doch (noch?) nicht kann, oder nicht in der Besetzung kann: Fußball spielen. Den Fairness-Preis des Spiels bekommt Hunt, der seine eigene Schwalbe bei Schiri Gräfe anzeigte und ihn so vor einer Fehlentscheidung bewahrte, denn der Elfer schien schon besiegelt.

Pressekonferenz nach dem Spiel

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Ist der Club unter Verbeek schon entschlüsselt? Das kann man so nicht sagen. Jedenfalls wird klar, dass man noch lange nicht durch ist. Bremen zeigte, was sie die ganze Saison schon zeigten: Man kann Abstiegskampf. Nämlich punkten gegen die direkten Gegner im unteren Drittel, zur Not halt mit ganz klassischen Mitteln. Das ist nicht verboten, das ist nicht verpönt – so blieb der Club schließlich auch unter Hecking über Jahre in der Liga. Vielleicht werden die Wochen der Wahrheit für den Club nicht die im direkten Duell, sondern die danach, wenn der Gegner auch Fußball spielen will. Muss man dann nur auch die einfachen Dinge wieder schaffen. Tore schießen zum Beispiel.

Keine Pfiffe. Stimmung bis zum Ende. Jeder weiß: Es ist noch ein ein langer Weg. Ich bereue diese Liebe nicht.

110 Gedanken zu „Die einfachen Dinge

  • Der Sturm ist zur Zeit nicht vorhanden. Der Clubb war heute einfach zu grün für die Bremer, die wissen, um was es geht. Man kann den Ball nicht ins Tor tragen. Es wird sehr hart für die Zukunft. Mit dieser Mannschaft hat man nur eine Chance, wenn sie über 100% spielt. Der Abschluss eine Katastrophe. Man hatte das Gefühl, die Dortmunder haben ihnen das Selbstbewusstsein genommen.

  • Viel Ballbesitz, hohe Zweikampf- und Passquote reicht eben nicht immer….
    Aber die Jungs haben es versucht…. bis auf so 10 Minuten nach dem 0:2 war der Wille und der Glaube immer da.

    Ich glaube an diese Mannschaft und deren Umfeld, und ich glaube insbesondere an deren Trainer.

    Heute wurde ein Satzball vergeben. Ärgerlich, aber vermutlich nicht spielentscheidend!

  • Okay was noch nicht klappt ist die Symbiose Spiel und Kampf. Heute war irgendwie der unbedingte Wille nicht zu spüren. Und für mein Gefühl hätten die Spieler auch schon in der 1. HZ selbst kapieren können, daß hohe Bälle bei den Bremern nichts bringen. Nach der Pause haben sie es mit flachen Bällen versucht, später mit kopfballstärkeren Spielern (Pekhart, Colak). Aber irgendwie sollte es nicht sein.
    Auch wenn ihr mich für hoffnungslos optimistisch halten solltet, ich bin trotzdem zuversichtlich. Jetzt hat Verbeek eine Woche Zeit, mal wieder intensiv zu trainieren, das Zusammenspiel zu optimieren. Nilsson und Feulner stehen auch wieder zur Verfügung. Ich hoffe nur, daß die Verletzung von Schäfer nicht schwerwiegender ist. Wobei ich Rakovsky durchaus zutrauen würde, in die Rolle eines guten Ersatzmannes reinzuwachsen.
    Trotzdem extrem schade, daß dieses Spiel verloren wurde und wir damit weiter ganz tief im Abstiegskampf stecken geblieben sind.
    Aber etwas hat mich dann doch belustigt: als ich zum Spiel ging, war es gerade Halbzeit und er Skyreporter sah in der Wolfsburger Mannschaft eine Mannschaft, die endlich ein würdiger Gegner für die Bayern sei. Was ist dann passiert?

    • Beate60, Du pfeifst jetzt aber schon lange laut im dunklen Wald und machst Dir selbst Mut. Da muss man Dich bewundern.
      So einen schlechten Gegner wie die Bremer heute im Stadion habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Reihenweise haben die sich Zuspiele ins Seitenaus befördert. Das war für mich klares Zweitliganiveau.
      Und wir schaffen es nicht mal, eine einzige, wirklich zwingende und anständige Torchance herauszuspielen. Deren Torwart zeigte dermassen viele Unzulänglichkeiten, nur waren unsere Spieler nicht clever genug, mal einen anständigen Ball auf dessen Tor, auch gerne mal von vor dem 16er, zu schiessen.

      Kannst Du für mich mitpfeifen?

  • Links spielen Plattenhardt und Hlousek, die beide nur außen vorbei können und von denen zwangsläufig eine Flanke kommen muss, rechts hinten spielt Angha, für den dasselbe gilt. Das macht uns natürlich sehr leicht ausrechenbar, weil nur Mak und Drmic etwas überraschendes machen können. Die beiden kommen aber am besten zum Zug, wenn sie mit Tempo Richtung Strafraum können und nicht wenn sie dort auf zwei tiefstehende Viererketten treffen.

    Von den zur Verfügung stehenden Spielern her sehe ich uns nach wie vor als Kontermannschaft und nicht als Mannschaft die auf Ballbesitz spielen sollte. Das haben Spiele wie das heutige und das gegen Freiburg eindeutig bewiesen, wir schießen uns die Tore ja quasi selbst. Dass gerade der sehr gut spielende Campana die beiden entscheidenden Fehler macht, ist für den Jungen natürlich sehr bitter.

    Ich würde es gerne einmal sehen, dass wir im Zentrum defensiver und auf den Außenpositionen offensiver agieren. Aussehen könnte das so:
    Schäfer – Feulner, Nilsson, Pinola, Plattenhardt – Petrak, Campana, Frantz – Kiyotake, Drmic, Mak

    • xxandl: Links spielen Plattenhardt und Hlousek, die beide nur außen vorbei können und von denen zwangsläufig eine Flanke kommen muss, rechts hinten spielt Angha, für den dasselbe gilt.

      Es kamen ja Flanken sogar etliche, insofern hätten beide Seiten ihren Offensiv Job erfüllt, aber wie diese Flanken geschlagen wurden, das waren fast nur unbrauchbare Bälle, ganz davon abgesehen, daß bis Pekhart kam sowieso kein typischer Verwerter da war. Halbhohe Dinger von denen manche schon am 5er auf den Boden fielen. Da wurde es der Abwehr auch sehr leicht gemacht den Fuß reinzuhalten.

      • juwe: Es kamen ja Flanken sogar etliche, insofern hätten beide Seiten ihren Offensiv Job erfüllt, aber wie diese Flanken geschlagen wurden, das waren fast nur unbrauchbare Bälle, ganz davon abgesehen, daß bis Pekhart kam sowieso kein typischer Verwerter da war. Halbhohe Dinger von denen manche schon am 5er auf den Boden fielen. Da wurde es der Abwehr auch sehr leicht gemacht den Fuß reinzuhalten.

        Das hast du falsch verstanden, ich kritisiere nicht, dass keine Flanken kommen würden, sondern dass von den genannten Spielern ausschließlich(!) Flanken zu erwarten sind. Bei Angha und Hlousek hat man zeitweise ja wirklich den Eindruck, dass sie froh sind wenn der Ball weg ist, egal ob am anderen Ende der Flanke ein Empfänger wartet oder nicht…

        • xxandl: Das hast du falsch verstanden, ich kritisiere nicht, dass keine Flanken kommen würden, sondern dass von den genannten Spielern ausschließlich(!) Flanken zu erwarten sind. Bei Angha und Hlousek hat man zeitweise ja wirklich den Eindruck, dass sie froh sind wenn der Ball weg ist, egal ob am anderen Ende der Flanke ein Empfänger wartet oder nicht…

          Genau Du sagst es. Aber das Problem sind nicht die Spieler (wir haben halt im Moment keine anderen), sondern der Trainer. Weil er ist nicht in der Lage, auf diese Gegebenheiten zu reagieren, indem er das System umstellt.

          Ein 4-4-2 wäre vielleicht so eine Möglichkeit, um spielerische Kompetenz im Zentrum zu haben und zusätzlich auch mal die Chance, dass eine Flanke einen Abnehmer findet.

            • Beate60

              Ich schiebe das mal auf den Frust über das gestrige Spiel.
              Fakt ist aber, dass sich Gertjan Verbeek etwas einfallen lassen muss. Bei einem Gegner wie gestern (und unsere nächsten Gegner werden sich dieses Spiel sehr genau anschauen) brauchen wir quirlige Außen, die auch mal mit dem Ball am Fuß in den Strafraum kommen. Die einzigen beiden, die ich derzeit bei uns dafür sehe, sind Drmić und Mak.

              • Claus,

                sind das nicht schon immerhin zwei? Und ich finde Mak hat das auch nicht schlecht gemacht. Drmic war halt zwischen den beiden Hünen sehr gut aufgehoben. Hat mich bei Lukimya überrascht. Da hat Dutt offenbar gute Aufbauarbeit geleistet in den letzten Wochen.
                Ich denk schon, daß Verbeek das auch als Problem erkent. Meinst du nicht? Und ich bin mir auch sicher, daß er weiter dran arbeiten wird, dieses Problem in Griff zu bekommen.

                • Beate60

                  Ich hoffe mal. Ich hatte ja auch schon angedeutet, dass ich ein klein wenig anders gewechselt hätte. Aber das würde bedeuten, dass einer von beiden positionsfremd spielt, und das mag Verbeek ja gar nicht. Und ich würde ja auch nicht garantieren, dass das dann funktioniert. Ich meine nur, es wäre einen Versuch wert.

                  @Alexander: Genau so ist es.

                  Ich vermisse Pelle übrigens weniger hinten als vielmehr vorne bei Standards. Vielleicht sollte man ihn gar umschulen? 😉

  • Nach Drüberschlafen, schmerzt die Niederlage ein wenig mehr. Es hätte nicht sein müssen, wenn… Andererseits besser als zu früh einen Höhenflug erleben und dann doch noch abstürzen. Noch bleibt Zeit, die Schwächen und Fehler durch intensives Training abzustellen.

    Dreh- und Angelpunkt scheint für mich die Schwierigkeit der Spieler, Drmic zu erreichen. Der hat sich schon im Dortmundspiel drüber beklagt. Es würde mich mal interessieren, wie das hier im Blog beurteilt wird: Liegt das nur an den Spielern, die ihm den Pass nicht zuspielen oder hätte er auch noch Möglichkeiten durch anderes Stellungsspiel den zwei Bewachern zu entkommen oder hätten die anderen Spieler mehr selbst den Abschluß suchen müssen?
    Nun ich hoffe Verbeek findet schnell eine Lösung für dieses Problem.

    Ich hab mir die Skyübertragung später noch einmal angesehen. Und komm damit endgültig zu dem Schluß, daß dieses Spiel ein Schritt weg von den schlechten Spielen war, hin zur Spielstärke in der Hinrunde. Nur bleibt die Frage, wie dabei die Torgefährlichkeit erhöht werden kann mit den Spielern, die wir haben. Ich bin gespannt, welche Lösungen unser Trainerteam findet.

    Was ich interessant fand bei der Skyübertragung war einerseits die Diskussion um das Foto von Drmic und Gebhart und wie schnell das auch bei den Reportern als Jugenddummheit abgehakt war, weil Bader das eben auch nicht überdramatisiert hat.

    Und dann die Aufmerksamkeit, die Verbeek´s Aussage zu der Schauspielerei vieler Fußballer in Deutschland fand. Durch Kyiotake´s und Hunt´s Ehrlichkeit (letztere hat ja auch Pinola´s Protest als gerechtfertigt identifiziert) dürften wir damit langsam Pluspunkte bei den Schiedsrichtern sammeln.
    Ich hoffe, daß das dann irgendwann dazu führt, daß im Zweifel für uns entschieden wird, weil die Schiedsrichter wissen, daß Verbeek seine Spieler zur Ehrlichkeit anhält.
    Und es bringt vielleicht dann auch Spieler der gegnerischen Mannschaft öfter dazu, ehrlich zu sein. So wie gestern Hunt. Denn ich denke schon, daß Kyiotakes Ehrlichkeit auch für ihn Vorbild war.
    Zu sehen, wie Gegner sich auch während des Spiels Anerkennung und Respekt zeigen, find ich im übrigens toll. Pinola dürften Tonnen von Steinen von der Brust gefallen sein, auch wenn es nur das Torverhältnis betraf, das sich nicht weiter verschlechtert hat. Und seine gelbe Karten nicht auf vier erhöht. Was aber das Spielen doch ein wenig unbefangener macht.

    Die wichtigste Nachricht in den nächsten Tagen wär für mcih allerdings, daß Schäfer nicht schwerer verletzt ist. Rückblickend wär es vielleicht sinnvoller gewesen, ihn gleich auszuwechseln? Ein wenig haben diese wiederholten Behandlungen ihn und seine Hintermänner sicher abgelenkt. Vielleicht wär ohne das das Gegentor so nicht gefallen? Aber das ist wieder so ein wenn das uns jetzt auch nichts mehr nützt.
    Es sind Fehler im Spiel spielentscheiden gewesen. Verbeek wird das mit den SPielern wie immer intensiv analysieren. Und sie werden letztlich daraus lernen.
    Übrigens was auf Sky auch noch herausgehoben wurde, war, wie Mak Verbeek bei der Auswechslung einfing und ihm offenbar deutlich machte, daß er mit seiner Leistung zufrieden war. Ich hoffe, daß Mak das weiterhilft, sich zu stabilisieren. Denn über das gesamte Spiel hinweg, fand ich ihn auch durchaus überzeugend.

  • Das Spiel hat mich irgendwie an das Heimspiel gegen Freiburg erinnert. Es ist zum Haareraufen, wenn der Club mal wieder richtig gut spielt, dann verliert er, und das gegen eine der schlechtesten Abwehrreihen der Liga (nach der Anzahl der Gegentreffer), die den Strafraum ausgerechnet gegen uns richtig dicht bekommt. Ich bin mir immer noch nicht ganz im Klaren darüber, ob das jetzt Unvermögen oder Pech war und finde eigentlich keinen, dem man große Vorwürfe machen kann. Kiyo spielt mal wieder eines seiner sehr viel besseren Spiele, Campaña hat mir auch gut gefallen (dass ausgerechnet 2 Fehlpässe von ihm zu den Toren führen war wirklich saublöd) und auch Mak hat seine Aufstellung gerechtfertigt. Vielleicht kam die Einwechslung von Pekki zu spät, dass hohe Flanken in den Strafraum zu nichts führen hat man ja die ganze 1. HZ über gesehen. Wenn man aber nach 0:2 zur Offensive blasen will, dann hätte ich eher Hlousek runter genommen und entweder Drmić oder Mak auf links gezogen. Die hohen Bälle haben auch Platte und Angha hinbekommen, die hinten ja nicht übermäßig beschäftigt waren.
    Mir graut schon vor dem Doppelheimspiel, auswärts wird es wahrscheinlich sogar besser laufen.

  • Das gestern war nun endgültig die Bankrotterklärung des Verbeek´schen Systems.

    Kein Gegner kann schlecht genug sein, schlagen kann man uns stets mit der einfachen Ansage: „Gib Ihnen den Ball und stellt sie im Zentrum zu, Chancen können sowieso keine kreieren, und warte auf ihre paar horrenden Abspielfehler, die kommen so sicher wie das Amen in der Kirche“.

    Der HSV wird uns nächste Woche überholen, für Slomka ist es eine leichte Übung, den durchsichtigen Verbeek auszutaktieren.

    Meine Hoffnungen auf den Klassenerhalt sind nur noch sehr gering. Da ich davon ausgehe, dass unser Trainer stur sein Erfolgloskonzept weiter betreibt, bestehen sie nur in der wagen Möglichkeit, dass Stuttgart seine Depression die ganze Rückrunde beibehalten wird. Wenn dann Braunschweig nicht plötzlich erheblich über seinem Leistungsvermögen punktet, dann könnte es für die Relegation reichen.

  • Man muss halt sehen: Drmic hat jetzt Aufmerksamkeit. Das kostet ihn halt Freiräume, weil man ihn als Gefahr ansieht. Wie auch der Schweizer Frei im Interview sagte: Große Spieler schießen nicht einmal 10 Tore, sondern Minimum jede Saison. Weil sie nicht nur mal nen guten Lauf haben, sondern die Qualität sich auch Sonderbewachungen zu entziehen. Drmic ist erst am Anfang seiner Entwicklung und er hat Potenzial, der Weltklassestürmer, den manche schon in ihm sehen und ihm einen 20 Mio. Marktwert andichten, ist er aber (noch) nicht.

    Das Bremen-Spiel war keine Überraschung sondern nahezu das 1:1 des Erwarteten (wie im Vorbericht beschrieben):

    Einzuschätzen ist Werder schwierig. Gefühlt sieht man sie die ganze Saison schon irgendwo am Abgrund. Dann punkten sie doch wieder, wie im 100. Nordderby. Sechs Siege stehen zu Buche, irgendwie, und das reicht um sich für den Abstiegskampf ein kleines Pölsterchen verschafft zu haben. Oft lauteten die dann 1:0 – wie gegen den HSV, Leverkusen, Augsburg oder Braunschweig, nur einmal gab es ein 2:0 gegen den HSV und ein 3:2 gegen Hannover. Das zu Null stand insgesamt rekordverdächtige sieben mal (0:0 gegen Freiburg, Braunschweig und Frankfurt). Bemerkenswert. Bemerkenswert, weil mal also quasi 1/3 seiner Spiele ohne Gegentor bestreitet und a) trotzdem eine notorische Torwartdiskussion führt, wozu vielleicht auch b) die 46 Gegentore in den restlichen 2/3 der Begegnungen sorgten. Der Schlüssel für den Club wird also sein ein Tor zu schießen. Sonst wird es schwer zu gewinnen. Klingt nach Binsenweisheit, gilt hier aber im Besonderen.

    Bremen spielt gegen direkte Konkurrenten die ganze Saison schon genau so. Effizient, einfach, erfolgreich. Und solange man nicht irgendwie ein Tor erzwingt, erspielt, reinwurschtelt, ist das Bremer Tor auch vernagelt.

    Ich wundere mich daher ein wenig über den Katzenjammer nach dem Spiel. Weder ist Verbeeks System „Bankrott“ noch muss man jetzt von himmelhochjauchzend auf zu Tode betrübt schwenken. Die Ankündigung aller Beteiligten, es werde noch ne harte Rückrunde, war ja kein Spaß und die Konkurrenz lebt eben auch noch. Man muss halt auch mal realistisch sehen: Campana fehlt Spielpraxis und Erfahrung. Deswegen passieren ihm Fehler, die einem Feulner oder Hasebe halt nicht passiert wären. In der Situation fordern wir auch mutige Aufstellungen und „mal die Jungen spielen lassen“, jammern dann aber, wenn die Jungen genau das machen, nämlich Fehler.

    Ich kann nur sagen: Wer Wunder erwartet hat, der hat schon welche erlebt. Nämlich die 4 Siege, die uns zurück ins Spiel brachten. Wahrscheinlich hätte uns das sogar noch länger getragen, aber der Aderlaß ist einfach zu groß, so dass wir jeden weiteren Punkt hart erkämpfen werden müssen. Nilsson und Feulner kommen zurück, das wird schon mal gut tun.

    In Hamburg wartet die nächste Chance. Punkte dort sind machbar, geschenkt kriegen wir sie nicht.

  • Ach ja. Wir werden wohl heute Abend Podcasten.

    Enttäuschung Luft machen oder aufmunternde Worte parat?

    Sprich es auf die Voicebox des Clubfans United Podcast 0911 148 70 376 – Anrufen und Mitmachen!

    • Alexander Endl | Clubfans United:
      Stevens übernimmt beim VfB.

      Damit sind meine Hoffnungen auf unseren Klassenerhalt noch mehr gesunken.

      Aber freuen wir uns, unser Trainer ist wieder zufrieden. Wie in der sieglosen Vorrunde:

      „Gertjan Verbeek (Club-Trainer): „Wir haben gut gespielt, aber leider verloren. Es macht mir Spaß, wenn ich die Mannschaft so spielen sehe. Aber wenn wir verlieren, macht es natürlich keinen Spaß. Wir müssen nicht unzufrieden sein. Vieles war okay. Auf diese Weise werden wir noch viele Punkte holen.““

      http://www.nordbayern.de/sport/verbeek-wir-mussen-nicht-unzufrieden-sein-1.3506339

      Wie man an einem Spiel, in dem man erst in der 86. Minute seine erste und einzige Torchance herausspielt, auch noch Spaß haben kann, ist mir ein Rätsel.

      Aber in einem bin ich seiner Meinung: auf diese Weise werden wir noch Punkte holen – ab Sommer in der zweiten Liga.

      • Hendrix: Damit sind meine Hoffnungen auf unseren Klassenerhalt noch mehr gesunken.

        Aber freuen wir uns, unser Trainer ist wieder zufrieden. Wie in der sieglosen Vorrunde:

        “Gertjan Verbeek (Club-Trainer): „Wir haben gut gespielt, aber leider verloren. Es macht mir Spaß, wenn ich die Mannschaft so spielen sehe. Aber wenn wir verlieren, macht es natürlich keinen Spaß. Wir müssen nicht unzufrieden sein. Vieles war okay. Auf diese Weise werden wir noch viele Punkte holen.“”

        http://www.nordbayern.d…frieden-sein-1.3506339

        Wie man an einem Spiel, in dem man erst in der 86. Minute seine erste und einzige Torchance herausspielt, auch noch Spaß haben kann, ist mir ein Rätsel.

        Aber in einem bin ich seiner Meinung: auf diese Weise werden wir noch Punkte holen – ab Sommer in der zweiten Liga.

        Da waren schon ein paar mehr Torchancen, dennoch zu wenig zwingendes. (Sonst wäre die Tore ja gefallen)
        Bremen macht seine Tore mit 2-3 Sonntagsschüssen(davon ein 2. Ball, dos Santos), so krass habe ich das auch noch nicht oft gesehen.
        Irgendwie kamen mir die Bremer auch physisch robuster vor.
        Wenn man hier des öfteren las, es wäre ein Vorteil daß so viele etablierte und daher im Abstiegskampf unerfahrene Mannschaften so weit unten stehen, dann hat Bremen das gestern schon recht nachvollziehbar widerlegt. Spielkultur vs. Abstiegs-Kampf
        Man muss allerdings auch hinzufügen, der Club ist mit der Verletztenliste auch am Limit angelangt, was man kompensieren kann oder hat es schon überschritten. Höhere Gewalt quasi.
        Vermutlich hätte es mit einem fitten Ginzek vorne drin anders ausgesehen.

  • Ich fand es übrigens toll, wie Campana nach dem Spiel von Pino und Frantz getröstet wurde!

  • Stevens zu Stuttgart. Das sind für uns überhaupt keine guten Nachrichten.

  • Naja, gestern das erste Mal im Stadion in dieser saison.
    Also ehrlich, die 2. Halbzeit war ja absolut zum Vergessen. Bremen hat gefühlte 3 Chancen und macht 2 Tore. Wir dann in der 2. HZ nicht mehr mit Ideen, wie man diese technisch langweilige Mannschaft aus Bremen schlagen kann, nur hohe Bälle auf Drmic, der nicht an die Bälle kommt. Angha aus meiner Sicht ein Totalausfall, haben wir da nix annersch mehr?

  • Ja , wir leben in einer Erfolgsgesellschaft.

    Gestern sah ich ein Fussballspiel, bei dem die Betonung auf SPIEL lag.Es war wahrscheinlich das schönste und beste Spiel, dass ich im Frankenstadion gesehen habe…von einer nürnberger Mannschaft!Speziell die ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit.Jetzt haben wir auch ein “ magisches Dreieck“: Drmic-Kiyo-Campana.

    Wie lange schon wird die spielerische Einfallslosigkeit des Glubbs bekritelt. Gestern konnte man sehen, was für ein Potential in dieser Mannschaft steckt bzw stecken könnte. Wie hilflos Werder gestern dieser Spielfreude ausgesetzt war. Und dennoch gewann….

    So unfair kann Fussball sein.Nur die Effektivität, die schon häufiger den Glubb auszeichnete, hat gestern gefehlt. Ein sensationeller Reflex des gegnerischen Torwarts reichte aus, um dieses Spiel zu verlieren. Es war dieser Kiyo-Schuss,den Wolf wie auch immer am glückseligmachenden Überschreiten der Linie hinderte.Schade….

    Danach machte Bremen endgültig das Tor zu mit der einfachsten Art des Fussballs. Ich wähle bewußt nicht “ -spiel“: Dichtmachen und Rausbolzen. Rumpelfussball. Und so wie deutsche Länderspiele mit Rumpelfussball lange von ( relativen)Erfolg gekrönt waren , konnte gestern Bremen dieses Spiel ( noch) für sich entscheiden. Leider….

    Campana war gestern der “ Übeltäter“- nein ich sage “ Pechvogel“. Er war es , der Kiyo zu einer wunderbaren Spielfreude animierte als kongenialer Partner. Er ordnete das Spiel des Glubbs in einer Art und Weise, wie es noch selten in Nürnberg gesehen würde. Er war es aber auch, der die beiden Fehler machte, die zu den Gegentoren führten und damit das Spiel verloren wurde. In jedem Spiel gibt es Fehler en masse. Aber nicht jeder Fehler wird so gnadenlos bestraft wie die beiden gestern.

    Ich hatte teilweise das Gefühl, die Mannschaft spiele sich in eine Art “ Rausch“. Sie war fasziniert von der Spielfreude… und vergas , daraus Kapital zu schlagen. Ich weiß nicht, wieviele hier diese Art “ Rausch“ eigentlich kennen. Ein Rausch, der im absolut NÜCHTERNEN Zustand erreicht wird.Ich habe ihn schon einmal( ! )erlebt und ich sage : dürfen. Ein unglaubliches Erlebnis.Ein Rausch, der aber auch sehr fragil ist. Dieser Rausch verursachte dann wohl auch den Fehler beim Pass auf Kiyo vor dem 0:2….

    Die Reaktion des Publikums im Stadion war klasse. Das macht den Misserfolg ein wenig erträglicher und gibt mir die Sicherheit, dass das Ziel in dieser Erfolgsgesellschaft auch gelingt.

    Bis jetzt konnte ich Robin Dutt seit seinem ersten Spiel ( und Sieg)in Nürnberg mit Freiburg nicht ausstehen. Die Demut, mit der er aber gestern den Sieg kommentierte,nötigt mir Respekt ab.

    Ich glaube seit gestern auch zu verstehen, warum “ Pino“ als “ Robin Hood“ bezeichnet wurde. Seine Fürsorge und seine uneigennützige Hilfsbereitschaft ist übergross. Beinahe hätte er gestern mit Campana denselben Fehler gemacht wie seinersits bei Marc Anton. Um einen neuen Spieler ins Spiel zu bringen und Sicherheit zu geben, spielte er Campana zu Beginn teilweise sehr “ optimistisch“ an…

    Wurde das Spiel gestern auch verloren, das Ziel der Saison, Klassenerhalt, wird geschafft. Trotz der vielen Verletzten.

    Nein, ich bereue diese Liebe zu dieser Mannschaft, zu diesem Trainer und zu diesem Verein nicht!

    • KUZ,

      das hast du wirklich ganz toll ausgedrückt.

      Ja auch ich hab mich an dem Spiel erfreut, an tollen Ballstafetten, an der Art wie Fußball gespielt wurde. Und war gleichzeitig traurig, daß dieses Spiel offensichtlich nicht gewonnen werden konnte, weil die letzte Idee gefehlt hat, wie man dieses Bremer Bollwerk knacken kann. Und weil dann halt auch das Quentchen Glück diesmal nicht da war.

      Ich finde es schade, wenn manche sich immer das Negative rauspicken. Wenn man gewinnt, wird moniert, daß das Spiel an sich schrecklich war und prophezeit, daß man nicht mehr lange gewinnen wird, wenn man so weiter spielt. Wenn man verliert, wird auch da der Finger in die Wunde gelegt und der Weg insgesamt in Frage gestellt.
      Klar muß man das auch tun, aber wieso wird dann immer die gleichzeitig stattfindende positive Seite ausgeblendet oder als irrelevant abgetan?
      Nach den letzten Spielen war die Skepsis hoch, ob Verbeek die Mannschaft überhaupt noch einmal so instruieren kann, daß sie wieder den schönen Fußball aus der Hinrunde spielt. Er hat das mit 2 Trainingstagen geschafft. Und jetzt ist mancher sich sicher, daß diese Mannschaft es nicht mehr schaffen wird, die nötigen Tore zu schießen und daß wir mit Schönspielen in die 2. Liga absteigen. Woher dieser Pessimismus sich ableitet, ist mir unklar.

      Ich seh nach wie vor überraschend viel Potential in dieser Mannschaft, was Fußballspielen betrifft. Und ich hab bislang unter Verbeek immer eine kontinuierliche Entwicklung gesehen. Klar ist nicht alles super, aber es ist auch nicht alles vollkommen aussichtslos.
      Das Sprichwort „Gut Ding will Weile haben“ trifft eben auch hier zu.
      Neven Subotic hat letzte Woche in einem Interview mal gesagt, in Dortmund dauere es bis zu einem Jahr bis ein neuer Spieler in das Mannschaftsgefüge und System so intergriert sei, daß er den verletzten oder verkauften Spieler adäquat ersetzen kann.
      Und hier soll es immer sofort funktionieren? Jeder Ausfall führt dazu, daß alle Spieler die Automatismen, die sie brauchen, um erfolgreich zu spielen wieder miteinander abstimmen müssen. Das kann man wahrscheinlich auch im Training nicht immer adäquat üben.
      Klar ist es in dieser Saison ein Ritt auf der Rasierklinge. Klar kann es schief gehen.
      Aber wenn ich mir anschaue, wie in anderen Vereinen mit ähnlichen Krisen umgegangen wird, dann bin ich froh darüber, daß mein Verein sich für diesen Weg entschieden hat. Ich bin stolz darauf, wie unsere Spieler auftreten. Und wie sie immer weiter dran arbeiten, noch besser zu werden und den Erfolg endlich einzufahren, den sie sich durch ihre Arbeit verdienen.
      Und wenn es in der 2. Liga enden würde, weil die Gegner es schaffen, ein paar weniger Fehler zu machen oder aus unseren Fehlern ein paar mehr entscheidende Tore zu schießen als wir, dann würde ich mir wünschen trotzdem weiter diesen Weg zu gehen.

      War das nicht der Tenor so mancher jetzigen Kritiker in den letzten Jahren: daß sie endlich wieder eine Mannschaft sehen wollten, die Fußball spielt und keinen Rumpelfußball mehr? Wenn man nicht der FC Bayern ist, heißt Fußballspielen statt sich hinten reinstellen, riskieren, daß man auch mal verliert. Watzke hat das auch von Dortmund vor Monaten schon so formuliert: auch in deren System steckt das Risiko zu verlieren. Aber man hat auch die Chance, sich an tollem Fußballspiel zu erfreuen. Vielleicht sollten manche das auch für unseren Verein akzeptieren.
      Und als kleine Entscheidungshilfe: auch mit einem Defensivkonzept fährt man ein hohes Risiko. Wenn das Tor gestern gefallen wäre auf unserer Seite oder der Ball von der Latte nicht vor die Füße von Di Santo geprallt wäre, … Gestern ging es für Bremen gut, für uns schlecht. dazu hat es aber zwei Fehlpässe gebraucht von unserer Seite, die so ja nicht planbar waren für die Bremer und auch von ihnen nicht erzwungen wurden, sondern einfach deren Glück geschuldet.

      • Beate60:
        Gestern ging es für Bremen gut, für uns schlecht. dazu hat es aber zwei Fehlpässe gebraucht von unserer Seite, die so ja nicht planbar waren für die Bremer und auch von ihnen nicht erzwungen wurden, sondern einfach deren Glück geschuldet.

        Glück ist relativ. Man weiß wie Bremen heuer gegen seine direkten Konkurrenten spielt und wir haben ihnen dabei geholfen ihren Matchplan perfekt umzusetzen. Bremen hat in dieser Saison acht mal zu Null gespielt gegen direkte Konkurrenten, denen ist es auch völlig egal wenn die Partie 0:0 ausgeht, was heuer auch schon dreimal der Fall war. Und die Tabelle gibt ihnen recht. Auswärts einen Punkt mitzunehmen ist okay, wenn der Gegner mehr anbietet, nehmen sie auch das gerne mit.

        Es wäre auch naiv zu glauben, dass wir ihnen unser Spiel aufgezwungen haben, im Gegenteil, die haben uns spielen lassen, weil sie wissen, dass uns am 16er nicht viel einfällt.

        Unser typisches Tor sieht in dieser Saison so aus, dass Drmic oder Ginczek steil geschickt werden und einschießen – das ist uns gestern genau einmal gelungen die Bremer so offen zu erwischen und da gab es leider keinen Elfmeter als Drmic im Strafraum von Lukimya niedergezogen wurde.

        Mit Schüssen aus der zweiten Reihe hat man Anfang der zweiten Halbzeit kurzzeitig einmal für Gefahr sorgen können, warum man dann aber wieder aufgehört hat den unsicheren Wolf zu prüfen habe ich nicht verstanden. Auch der Wechsel Pekhart für Mak macht für mich keinen Sinn, wenn es im Endeffekt so aussieht, dass dafür Angha weiter vorne spielt und zehn Flanken ins Nirwana schlägt.

        Drmic, Kiyotake, Campana, Mak – das sind die Offensivwaffen die wir haben und mit denen wir Kombinationsfußball spielen können. Für das Flankenspiel sind die alle nicht prädestiniert. Bis zum 16er schön zu spielen und dann die Flanke auf Jan Koller zu suchen hat uns schon einmal absteigen lassen.

        • xxandl,

          Hab ich irgendwo geschrieben, daß wir ihnen unser Spiel aufgedrängt haben? Ich hab nur geschrieben, daß sie nichts dazu getan haben, außer auf unsere Fehler zu lauern und dann diesmal zweimal glücklich abgeschlossen haben. Sie wären auch mit einem Tor zufrieden gewesen. So wir früher oft genug. Und ja, so etwas kann erfolgreich sein.
          Nur jetzt versuchen wir es halt mit Verbeek mit einer anderen Strategie. Und ich find seine Aussage nachvollziehbar, daß glückliche Siege, in denen die Mannschaft schlecht gespielt haben, letztlich nicht weiterhelfen, weil sie das Selbstvertrauen der Spieler nicht stärken.
          Sein Ansatz, den Spielern beizubringen gut UND erfolgreich zu spielen, ist meiner Meinung auch nicht unrealistisch. Aber wie schon geschrieben, da braucht man halt auch Geduld dazu bis alles so umgesetzt werden kann, wie er es ihnen beibringt. Und man braucht noch mehr Geduld, wenn dann immer wieder Stammspieler längere Zeit ausfallen.

          Im Moment ärgere ich mich. Ich weiß nicht genau, wer der richtige Adressat ist. Die Dortmunder, weil das deren Strategie zu sein scheint, auswärts weniger dominant aufzutreten und dann vor allem bei unseren direkten Konkurrenten? Oder der Fußballgott, weil ausgerechnet heute Lewandowski verletzungsbedingt ausfällt?

    • KUZ,

      Wenn jemand Fußball ohne Torchancen als „das schönste und beste Spiel“ bezeichnet, dann gibt es da keine Argumente mehr.

      Bleibt nur zu sagen: Chapeau! Ich beneide dich um deine „rosarote Brille“, sie macht das Leben viel leichter.

      • Hendrix:
        KUZ,

        Wenn jemand Fußball ohne Torchancen als “das schönste und beste Spiel” bezeichnet, dann gibt es da keine Argumente mehr.

        Bleibt nur zu sagen: Chapeau! Ich beneide dich um deine “rosarote Brille”, sie macht das Leben viel leichter.

        Wer erst in der 86.min die erste Chance gesehen hat, hat eh ein anderes Spiel gesehen…

        • KUZ: Wer erst in der 86.min die erste Chance gesehen hat, hat eh ein anderes Spiel gesehen…

          O.K. Du hast insoweit recht, es war die 85. Minute, der Kopfball von Drmic an die Oberkante der Latte.

          Und welche Chancen gab es noch in dem Spiel das du gesehen hast?

          • Hendrix: O.K. Du hast insoweit recht, es war die 85. Minute, der Kopfball von Drmic an die Oberkante der Latte.

            Und welche Chancen gab es noch in dem Spiel das du gesehen hast?

            Ich rede von Kiyo, nicht von Drmic! Solange reden wir über unterschiedliche Spiele.

    • KUZ:

      Ja , wir leben in einer Erfolgsgesellschaft… So unfair kann Fussball sein.

      Es ist eine bekannte Strategie von Verlierern, nicht wahrhaben zu wollen, dass das eigene Versagen durch eigene Unzulänglichkeit bedingt ist, und stattdessen die Ursachen auf unfaire äußere Umstände zu schieben: DIE WELT IST SO SCHLECHT!

      Die Zustimmungsrate zu deinem Kommentar zeigt, wie weit verbreitet diese Unsitte des Selbstbetrugs ist.

      Na ja, ist ja auch das Bequemste…

      • belschanov,

        d.h. du bist der Meinung, daß wenn man vieles richtig macht, man ein Spiel nicht verlieren kann?

        es ist einfach immer so: man kann jeden Erfolg oder jeden Mißerfolg mit der eigenen Leistung oder den anderen Einflüssen erklären. In der Regel wirken beide Faktoren zusammen. Und es ist mehr eine Einstellungssache, welchem Faktor man den größeren Einfluß zuschreibt.
        Im übrigen: wissenschaftlich bewiesen ist, daß erfolgreiche Menschen dazu tendieren, ihre Erfolge sich und ihre Mißerfolge anderen oder dem Zufall zuzuschreiben. Scheint also ein wichtiger Faktor, um erfolgreich seinzu können. Wobei natürlich wichtig ist, nicht jede Selbstkritik auszublenden.

      • belschanov: Es ist eine bekannte Strategie von Verlierern, nicht wahrhaben zu wollen, dass das eigene Versagen durch eigene Unzulänglichkeit bedingt ist, und stattdessen die Ursachen auf unfaire äußere Umstände zu schieben: DIE WELT IST SO SCHLECHT!

        Die Zustimmungsrate zu deinem Kommentar zeigt, wie weit verbreitet diese Unsitte des Selbstbetrugs ist.

        Na ja, ist ja auch das Bequemste…

        🙂

      • belschanov: Die Zustimmungsrate zu deinem Kommentar zeigt, wie weit verbreitet diese Unsitte des Selbstbetrugs ist.

        Man sollte immer die Meinung der anderen respektieren, so wie man Respekt auch für die eigene Meinung erwartet. Die Meinung des Andersdenkenden als Selbstbetrug zu werten ist sicher kein guter Stil.

        • Alexander Endl | Clubfans United:

          Die Meinung des Andersdenkenden als Selbstbetrug zu werten ist sicher kein guter Stil.

          Wenn das so ist, entschuldige ich mich bei allen Blogteilnehmern, die sich von meiner Entgleisung angesprochen fühlen, bei allen, die sich nicht angesprochen fühlen, diese Entgleisung aber aus sonstigen Gründen für nicht hinnehmbar halten, sowie vor der gesamten deutschen Öffentlichkeit.

          gez. belschanov

          P.S.: Sollte sich jemand in seiner Ehre verletzt fühlen und Satisfaktion fordern, stehe ich selbstverständlich für ein Duell auf Degen oder Pistole zur Verfügung…

          • belschanov:

            P.S.: Sollte sich jemand in seiner Ehre verletzt fühlen und Satisfaktion fordern, stehe ich selbstverständlich für ein Duell auf Degen oder Pistole bereit…

            Satisfaktion ja, aber auf Basis des altbekannten “ Hin- und Herschiesens“ mittels Fussball. Wenn schon, denn schon…. 😉

            • R R:

              Ich wähle Degen!
              Termine bitte hier entnehmen…

              Komme, falls ich das Duell mit KUZ überlebe, auf deine Herausforderung zurück.

              • belschanov: Komme, falls ich das Duell mit KUZ überlebe, auf deine Herausforderung zurück.

                Das ist ja wie bei den Musketieren.
                Kaum in Paris, schon hatte d’Artagnan 3 Duell-Termine.
                😉

                • R R: Das ist ja wie bei den Musketieren.
                  Kaum in Paris, schon hatte d’Artagnan 3 Duell-Termine.

                  Darauf würde ich keine Wette annehmen… 😉

      • belschanov: Es ist eine bekannte Strategie von Verlierern, nicht wahrhaben zu wollen, dass das eigene Versagen durch eigene Unzulänglichkeit bedingt ist, und stattdessen die Ursachen auf unfaire äußere Umstände zu schieben: DIE WELT IST SO SCHLECHT!

        Die Zustimmungsrate zu deinem Kommentar zeigt, wie weit verbreitet diese Unsitte des Selbstbetrugs ist.

        Na ja, ist ja auch das Bequemste…

        Bequem ist es, äußere Umstände nicht gelten zu lassen, und jeden „Verlierer“ automatisch als 100% selbstverantwortlich zu bezeichnen.

        Die Welt ist nicht schlecht, sie ist kompliziert. Aber das muss ja nicht jeder verstehen können.

        • troy_69,

          bevor du hier Belehrungen vornimmst, solltest du erstmal aufzeigen, welche „äußeren Umstände“ gestern an der Niederlage unserer Mannschaft mitgewirkt haben. Eine selbstverschuldetere Niederlage als die des FCN gestern gibt es ja gar nicht.

          • belschanov,

            Nun man kann damit anfangen, daß der Ball eben rein zufällig vom Pfosten zu dem Spieler sprang? Vielleicht hat auch ein klein wenig dazu Schäfers Verletzung dazu beigetragen, daß der den Schuß dann nicht mehr abwehren konnte?
            Dann daß bei uns der 20+xte Lattenschuß zu verzeichnen ist, der halt diesmal leider keinem unserer Spieler vor die Füsse sprang?
            Daß bei uns 7 Spieler auf Länderspielreise waren? Klopp hat das grade für seine Mannschaft als Erklärung rangezogen, weshalb die in Freiburg so schlecht gespielt haben.
            Daß die Schiedsrichter das Foul an Drmic im Strafraum nicht als Foul sahen und es deshalb keinen Elfmeter für uns gab?

            • Beate60: Nun man kann damit anfangen, daß der Ball eben rein zufällig vom Pfosten zu dem Spieler sprang? Vielleicht hat auch ein klein wenig dazu Schäfers Verletzung dazu beigetragen, daß der den Schuß dann nicht mehr abwehren konnte?
              Dann daß bei uns der 20+xte Lattenschuß zu verzeichnen ist, der halt diesmal leider keinem unserer Spieler vor die Füsse sprang?
              Daß bei uns 7 Spieler auf Länderspielreise waren? Klopp hat das grade für seine Mannschaft als Erklärung rangezogen, weshalb die in Freiburg so schlecht gespielt haben.
              Daß die Schiedsrichter das Foul an Drmic im Strafraum nicht als Foul sahen und es deshalb keinen Elfmeter für uns gab?

              Du hast vergessen: dass ein zentral aufs Tor gezielter Schuss so unglücklich durch Pinos Hosenträger geht, dass er dadurch genau so abgefälscht wird, dass er dadurch erst gefährlich – und kaum noch haltbar wird.

              Sicher haben wir beide Tore durch Ballverluste selbst verschuldet. Aber dass diese dann so „zufällig“ bestraft wurden, ist schon unglücklich. Das war ja dann nicht rausgespielt, sondern auf gut Glück mal draufgehalten – und dabei sehr gut Glück gehabt – beide Male.

              Hinten dicht und vorne hilft der liebe Gott. Tatsächlich die Erfolgstaktik, wenn er dann auch hilft. Der Pfostenabpraller musste genau so kommen, damit der Nachschuss möglich ist. Streuung höchstens 0,5 m. Am Pfosten sind das mm. Der Abfälscher musste genau so kommen, um reinzugehen. An Pinos Bein ist das ein Schnürsenkel…

              So ist halt der Fußball. Das schöne ist, dass nicht alles planbar ist, sonst wäre es so langweilig wie Bayernspiele. Leider ist das nicht immer schön für uns 😉

              Ich habe auch ein spielerisch schönes Spiel gesehen, aber ich hatte auch irgendwie das Gefühl, dass die letzte Konsequenz fehlt. Letztendlich ein wenig blutleer, wie ein Freund es ausdrückte. Es wirkte nicht zwingend genug, auch wenn es tolle Kombinationen und ein paar Zungenschnalzer unserer Kreativabteilung gab.

              Und Campana muss noch lernen, dass er auf der 6er Position keine allzu riskanten Sachen machen darf, weil es zu nah am eigenen Tor ist. Weiter vorne ist das OK, weil es Chancen eröffnen kann, aber in der eigenen Hälfte bitte safety first! Sonst war sein Spiel ja vielversprechend. Schade, ich hoffe er bekommt keinen Knacks

          • belschanov:
            troy_69,

            bevor du hier Belehrungen vornimmst, solltest du erstmal aufzeigen, welche “äußeren Umstände” gestern an der Niederlage unserer Mannschaft mitgewirkt haben. Eine selbstverschuldetere Niederlage als die des FCN gestern gibt es ja gar nicht.

            Ach jetzt soll es plötzlich doch wieder um das Spiel gehen?

            Da ich den Beitrag von KUZ geliked hatte, habe ich mich persönlich angesprochen gefühlt.
            Da fielen von deiner Seite Begriffe wie „bequem“,“Selbstbetrug“, „Strategie von Verlierern“…. Wer hat hier wen „belehren“ wollen?

            Aber ich will das gar nicht weiter vertiefen. Ich schätze sowohl deine Beiträge als auch deine Kommentare hier in der Regel sehr.
            Deinen Kommentar oben fand ich eben unpassend und habe entsprechend darauf geantwortet. Das solls von meiner Seite dann auch gewesen sein.

          • belschanov:
            troy_69,

            Eine selbstverschuldetere Niederlage als die des FCN gestern gibt es ja gar nicht.

            Mit solch einem vergleichenden Komperativ solltest Du aber doch vorsichter sein. Ich kann mich da schon an einige solcher Niederlagen erinnern, Mann der Worte… 😉

    • KUZ:

      Danach machte Bremen endgültig das Tor zu mit der einfachsten Art des Fussballs. Ich wähle bewußt nicht ”-spiel”: Dichtmachen und Rausbolzen. Rumpelfussball. Und so wie deutsche Länderspiele mit Rumpelfussball lange von (relativen) Erfolg gekrönt waren, konnte gestern Bremen dieses Spiel (noch) für sich entscheiden…

      Den Gegner madig zu machen, weil er die erfolgreichere Strategie hatte, ist ne billige Nummer. Und außerdem: Wenn die Bremer „Rumpelfußballer“ waren, was waren dann unsere Spieler, die das Spiel mit zwei Toren Unterschied verloren haben?

      Und dann noch die in ihrer Stillosigkeit unhaltbare Abqualifizierung der deutschen Nationalmannschaft der achtziger Jahre (ich vermute auf diesen Zeitraum spielst du an), die bei neunmalklugen Fußballbescheidwissern Unsitte ist. Ein Europameistertitel, zwei WM-Finalteilnahmen – das sollen Jogis ach so tolle Schönspieler erst mal nachmachen.

      Ich möchte doch um etwas mehr Sachlichkeit in der Diskussionskultur bitten.

      • belschanov: Den Gegner madig zu machen, weil er die erfolgreichere Strategie hatte, ist ne billige Nummer. Und außerdem: Wenn die Bremer “Rumpelfußballer” waren, was waren dann unsere Spieler, die das Spiel mit zwei Toren Unterschied verloren haben?

        Und dann noch die in ihrer Stillosigkeit unhaltbare Abqualifizierung der deutschen Nationalmannschaft der achtziger Jahre (ich vermute auf diesen Zeitraum spielst du an), die bei neunmalklugen Fußballbescheidwissern Unsitte ist. Ein Europameistertitel, zwei WM-Finalteilnahmen – das sollen Jogis ach so tolle Schönspieler erst mal nachmachen.

        Ich möchte doch um etwas mehr Sachlichkeit in der Diskussionskultur bitten.

        Auf den Begriff “ Rumpelfussballer “ in und für Deutschland im Fussball habe ich keinerlei Copyright. Es wurde , und da liegst Du vollkommen richtig,in den 80er geboren und , dafür habe ich keinen Beleg, von Franz Beckenbauer damals selbst verwendet. Dass man mit dieser Art von Fussball Erfolg haben kann, belegen ja die damaligen , relativen Ergebnisse, aber auch ein 1:2 gegen Algerien, ein 1:0 gegen Österreich ( in Gijon, als sogenanntes Fussballverweigerungsspiel bekannt, das als Absprache bezeichnet wurde, was ich selbst nicht glaube, weil beide Mannschaften damit weiterkamen zu Lasten Algeriens) oder ein 3:3 gegen Frankreich, bei dem einem französischen Spieler diverse Zähne ausgeschlagen wurden, ohne dass der fällige Elfmeter und Platzverweis verhängt wurde und der Nationalmannschaft erst den Weg ins Finale ebnete) . Wobei das gestrige Spiel in keinster Weise unfair war. Natürlich ist es erlaubt , mit diesem Systhem zu spielen und sogar zu gewinnen.

        Ich habe in diesem Block schon desöfteren gesagt, dass ich keine Ahnung von Fussball habe. Aber ich habe eine, subjektive, Meinung zu einer „mir gefälligen“ Spielweise.Und die war , für mich, gestern in der von mir geschilderten Weise beim Glubb gegeben.

        Mag sein, dass für Dich nur das nackte Ergebnis zählt. Das sei Dir völlig unbenommen. Meine Sichtweise darf aber eine ganz Gegenstäzliche sein.

  • Das hätte der Schritt Richtung „Sicherheit“sein können…eigentlich war es doch so ein Spiel wie gegen Schalke-spielüberlegen aber keine Durchschlagskraft vorne.mit dem traurigen Unterschied nicht einmal einen Punkt behalten zu haben.
    Warum der Trainerwechsel in Stuttgart unsere Chancen verschlechtert verstehe ich nicht so ganz-erstens:ein Verein der dreimal auf der Trainerposition wechseln muss hat wohl einiges falsch gemacht-zweitens:statistisch sind solche Vereine meistens abgestiegen…

    • Christian-Berlin,

      Meines Wissens hat der VfB doch erst zum zweiten mal den Trainerposten gewechselt: von Labbadia auf Schneider und nun auf Stevens.

      Schlecht ist der Wechsel deswegen weil Stuttgart mit Huub Stevens nicht absteigen wird. Er wird der Mannschaft eine Ordnung und eine Hierarchie geben. Dass er das kann hat er schon x-mal bewiesen. Und wenn das wirkt, ist das Potential des viel zu groß für den Abstieg.

      Dasselbe wie bei beim HSV.

  • Kleine Ergänzung: Streich liefert als Erklärung für die Niederlage in Freiburg, daß möglicherweise die Schiedsrichter ihn nicht leiden können. Ist also ziemlich verbreitet, nicht nur die eigene Leistung für eine Niederlage oder ein schlechtes Spiel verantwortlich zu machen.
    Letztlich vertrau ich allerdings darauf, daß es Verbeek macht wie immer und seinen Spielern in umfangreichen Videoanalysen aufzeigt, was sie gut und was sie schlecht gemacht haben. Schließlich will er ihnen ja beibringen, besser zu werden.

    • Beate60:
      Kleine Ergänzung: Streich liefert als Erklärung für die Niederlage in Freiburg, daß möglicherweise die Schiedsrichter ihn nicht leiden können.

      Streich hat als Erklärung angegeben, dass sie den letzten Pass nicht angebracht haben. Wo wir also wieder bei der selbstverschuldeten Niederlage wären. Auf die Schiedsrichter kam er ausschließlich bei der Frage zu sprechen wo es um das Foul an Zulechner ging. Dass er da lieber eine rote Karte gesehen hätte, ist verständlich, wenngleich ich die Entscheidung schon vertretbar fand.

      • xxandl: Streich hat als Erklärung angegeben, dass sie den letzten Pass nicht angebracht haben. Wo wir also wieder bei der selbstverschuldeten Niederlage wären. Auf die Schiedsrichter kam er ausschließlich bei der Frage zu sprechen wo es um das Foul an Zulechner ging. Dass er da lieber eine rote Karte gesehen hätte, ist verständlich, wenngleich ich die Entscheidung schon vertretbar fand.

        Klar das war ein Grund für die Niederlage und der andere eben diese aus seiner Sicht gezielte Benachteiligung seiner Mannschaft durch Schiedsrichter.
        Er sieht das genau wie letztes Jahr als eine offensichtliche Benachteiligung seiner Mannschaft und damit als Grund für den Tabellenplatz. Denn wenn er das nicht als generelle Benachteiligung interpretiert hätte, wäre ja Aussage, vielleicht solle er ja gehen, so wohl kaum gefallen.
        Ganz ehrlich, da find ich Verbeek´s Haltung passender.

    • Beate60:

      …Streich liefert als Erklärung für die Niederlage in Freiburg, daß möglicherweise die Schiedsrichter ihn nicht leiden können…

      Wenn Streich den Schiedsrichtern unsympathisch ist, kann ich das verstehen. Ich kann diese Type auch nicht leiden.

  • Hendrix:
    KUZ,

    Heißt das, dass in den Spiel, das du gesehen hast, Drmic nicht in der 85. Minute an die Latte geköpft hat?

    Sondern Kiyo?

    Okay, ich muss ein wenig Abbitte leisten, da “ Sky“ die beste Chance des Glubbs wegen einer Wiederholung vorenthalten und dies auch mit keinem Wort erwähnt hat.

    Es war ca in der 12.min, als Kiyo an knapp an einer Flanke vorbeirauschte, die ein Bremer kurz vor der Linie wegschlug. Diese Szene wiederholte “ sky“, währenddessen Kiyo einen weiteren abgewehrten Ball so am Elfmeterpunkt volley aufs Tor schoss. Diesen Ball konnte der Bremer TW durch einen Superreflex mit der Hand gerade noch am Überqueren der Linie hindern. Die direkt anschliesende Aktion war die, in der Campana im Strafraum zu Fall kam und viele Elfmeter forderten.Da war dann “ sky“ wieder in der Endphase drauf. Wie klasse der gehalten war, konnte ich, der direkt hinter dem Tor sitzt, ziemlich gut mitverfolgen. Der Zuschauer am TV nicht…

    In der Zusammenfassung des ZDFs war diese Aktion zu sehen.

    Ich warte wirklich darauf, dass bei einem Endspiel “ sky“ in die zweite Halbzeit startet und der Kommentator sagt: “ Das 1:0 ist gefallen. Aber bei uns verpassen Sie nichts. Wir reichen Ihnen das nach, sobald wir die Möglichkeit haben“… und das Ganze , weil die Halbzeitshow der Dampflauderer zu lange dauerte…

    Insofern reden wir beide, Hendrix, wirklich von einer Szene, die Du gar nicht sehen konntest, aber real war. Der Lattenkopfball von Drmic, ob in der 85. oder 86. min, war für mich nicht einmal eine Chance, sondern eher Zufall. Abgesehen davon wäre da auch der Torwart zur Stelle gewesen, ohne sich sehr anstrengen zu müssen ( rein aus der Erinnerung !) Und um die 12.Minute rum hatte man im Stadion das Gefühl, der Treffer für den Glubb würde demnächst fallen.

    • KUZ,

      Ja genau, auch live war im Fernsehen nur die Klärung von Prödl zu sehen, danach der Schuss von Kiyo nicht.

      Ich habe es leider immer noch nicht gesehen, aber gehe nun davon aus, dass da eine große Chance für uns war.
      Und hätten wir da ein Tor gemacht, wäre das Spiel sicher auch ganz anders gelaufen.

      • Hendrix:
        KUZ,

        Ja genau, auch live war im Fernsehen nur die Klärung von Prödl zu sehen, danach der Schuss von Kiyo nicht.

        Ich habe es leider immer noch nicht gesehen, aber gehe nun davon aus, dass da eine große Chance für uns war.
        Und hätten wir da ein Tor gemacht, wäre das Spiel sicher auch ganz anders gelaufen.

        So isses… 🙂

  • @KUZ:

    Zur 12. Minute schreibt der Kicker (Internet-Spielbericht, siehe unter „Spielereignisse“):

    „Riesenchance für den FCN: Hlousek flankt von links vor das Tor, wo Lukimya nicht zum Ball geht. Hinter ihm lauert Kiyotake, der aber nicht zum Abschluss kommt, sodass Prödl klärt. Das war knapp.“

    Von einer Superparade des Werder-TWs gegen einen Kiyotake-Schuss ist da nichts zu lesen. Auch der NN-Spielbericht (Internet) erwähnt diese Szene, bei der es sich ja wohl um ein Highlight des Spiels gehandelt haben muss, nicht.

    Wie ist das möglich?

    Sind die Journalisten nicht mehr im Stadion?

    • belschanov

      Doch, aber offenbar schaut man da dann die Sky-Übertragung an, weil da verpasst man ja nichts.
      Während diese Wiederholung lief, hörte man einen Aufschrei im Stadion, danach ging man sofort wieder auf das Live-Bild, aber da war die Szene natürlich schon vorbei.

      • Claus:
        belschanov

        Doch, aber offenbar schaut man da dann die Sky-Übertragung an, weil da verpasst man ja nichts.
        Während diese Wiederholung lief, hörte man einen Aufschrei im Stadion, danach ging man sofort wieder auf das Live-Bild, aber da war die Szene natürlich schon vorbei.

        Genau das war diese Szene…

    • belschanov:
      @KUZ:

      Zur 12. Minute schreibt der Kicker (Internet-Spielbericht, siehe unter “Spielereignisse”):

      “Riesenchance für den FCN: Hlousek flankt von links vor das Tor, wo Lukimya nicht zum Ball geht. Hinter ihm lauert Kiyotake, der aber nicht zum Abschluss kommt, sodass Prödl klärt. Das war knapp.”

      Von einer Superparade des Werder-TWs gegen einen Kiyotake-Schuss ist da nichts zu lesen. Auch der NN-Spielbericht (Internet) erwähnt diese Szene, bei der es sich ja wohl um ein Highlight des Spiels gehandelt haben muss, nicht.

      Wie ist das möglich?

      Sind die Journalisten nicht mehr im Stadion?

      belschanov, jetzt fängt es an, mich zu nerven. Ich habe die Szene im Bild und Ton des ZDFs. Ob Journalisten nicht mehr im Stadion sind oder doch, interessiert mich nicht. IM STADION HABE ICH DIE SZENE GESEHEN! Einen Abschluss von Kiyo gab es ( laut ZDF ca. 20sec. später!)

      Glaubst Du mir, der es sah und aufgezeichnet hat ( allerdings OHNE WIEDERHOLUNG im ZDF!) oder Journalisten?

    • belschanov:
      @KUZ:

      Zur 12. Minute schreibt der Kicker (Internet-Spielbericht, siehe unter “Spielereignisse”):

      “Riesenchance für den FCN: Hlousek flankt von links vor das Tor, wo Lukimya nicht zum Ball geht. Hinter ihm lauert Kiyotake, der aber nicht zum Abschluss kommt, sodass Prödl klärt. Das war knapp.”

      Von einer Superparade des Werder-TWs gegen einen Kiyotake-Schuss ist da nichts zu lesen. Auch der NN-Spielbericht (Internet) erwähnt diese Szene, bei der es sich ja wohl um ein Highlight des Spiels gehandelt haben muss, nicht.

      Wie ist das möglich?

      Sind die Journalisten nicht mehr im Stadion?

      Sie sind ähnlich oft wie du im Stadion und haben deswegen eine ähnlich eingeschränkte Sichtweise.
      Aber da für dich „äußere Umstände“ ein Fremdwort ist (zu sein scheint wäre zu milde), lohnt sich eh kein weiterer Buchstabe.

      Obwohl einige hab ich noch:
      Heimspiele gehören gewonnen, sonst Schafott.

      • @Norisfighter:

        „Heimspiele gehören gewonnen, sonst Schafott“, schreibst du.

        Bist du Anhänger der Todesstrafe?

        (So wie Hans Meyer, der einmal nach einem Spiel gesagt hat: Wir werden uns die Szene fünf-, sechsmal auf Video anschauen, den bzw. die Schuldigen ermitteln und sofort erschießen lassen.)

  • @KUZ:

    Bomber Manolo schreibt:

    “Doch mehr als eine von Kiyotake genau auf den Torhüter gezimmerte Schusschance und ein klägliches Schüsschen von Mak, nach zugegeben überragender Einzelleistung, sprang nicht raus…”

    Glanzparade des Torwarts oder angeschossen? – das ist hier die Frage.

    Die Wahrheit – und jetzt bin ich ganz salomonisch – wird wohl irgendwo in der Mitte liegen.

    • Es war die ausgestreckte Hand….

      Aber ich weiß jetzt wenigstens, was Du von meiner Einschätzung hälst…

    • Claus:
      Wer ein Video im Netz findet, bitte mitteilen.

      Vielleicht bieten sie was bei Blickpunkt Sport nachher an…

  • Ok. Geklärt. Btw.: Schon sehr interessant, dass etwas, was Sky nicht sendet, dann quasi nicht stattgefunden hat. Von kicker bis welt oder Werder-Ticker – die nicht gezeigte Szene ist sozusagen einfach nicht passiert. Wäre da nicht… der FCN-Ticker!

    „12. Minute: Adam Hlousek mit der flachen Hereingabe von der linken Seite. Keeper Raphael Wolf zögert, doch ein Bremer kann in höchster Not klären. Der Ball kommt nochmal in den Strafraum zu Hiroshi Kiyotake, doch der scheitert aus acht Metern an Wolf.“

    http://www.fcn.de/news/artikel/02-club-kassierte-bitte-heimniederlage/

    • Alexander Endl | Clubfans United

      Tja, die Macht von Sky. Deswegen dürfen ja auch in keiner Mediathek Spielzusammenfassungen auftauchen.
      Die Zeitung mit den 4 Buchstaben hatte zumindest bis vor 2 Wochen (da habe ich das letzte mal reingeschaut) ziemlich schnell 6-minütige Spielzusammenfassungen online. Jetzt soll man dafür plötzlich zahlen.

  • @KUZ:

    Habe gerade bei dir geliked, weil ich deine vom Ergebnisdenken nicht korrumpierte Haltung irgendwie schon süß finde.

    Ja, für mich zählt bei der Beurteilung eines Fußballspiels im Normalfall – und das gestrige Ergebnis ist durch nichts Unnormales (auf eine genauere Definition dieses Begriffs verzichte ich hier) zu Stande gekommen – das „nackte Ergebnis“.

    Die nackte Tatsache, das ist es worauf es nicht nur im Fußball ankommt.

    • belschanov, also wer gewonnen hat, war die bessere Mannschaft? Außer es liegen Umstände der höheren Gewalt vor? Oder auch dann, einfach trotzdem?

      Na ich weiß nicht, als Weltbild ist mir das zu einfach. Da werden Dinge wie Glück und Pech völlig ausgeklammert. Finde ich unrealistisch 😉

      • Optimist,

        ja, die Mannschaft, die gewonnen hat, war prinzipiell die bessere Mannschaft. Es sei denn, es kommen äußere Umstände ins Spiel, auf die die Spieler keinen Einfluss haben (wie falsche Schiedsrichterentscheidungen, Aluminiumpech).

        Auf alle Fälle ist der Faktor „Attraktivität“ allein kein Gütesiegel. Eine Mannschaft, die „in Schönheit gestorben ist“, hat nicht gut gespielt.

        • belschanov:
          Optimist,

          ja, die Mannschaft, die gewonnen hat, war prinzipiell die bessere Mannschaft. Es sei denn, es kommen äußere Umstände ins Spiel, auf die die Spieler keinen Einfluss haben (wie falsche Schiedsrichterentscheidungen, Aluminiumpech).

          Auf alle Fälle ist der Faktor “Attraktivität” allein kein Gütesiegel. Eine Mannschaft, die “in Schönheit gestorben ist”, hat nicht gut gespielt.

          Nun auch gegen Bremen hatten wir wieder Aluminiumpech. Einmal, daß der Ball nicht reinging und einmal, daß der Ball dem Gegner direkt vor die Füsse fiel. Also müßtest du das doch dem Club zu Gute halten im letzten Spiel.
          Im übrigen. Es geht nicht darum, sich mit Niederlagen abfinden oder zufrieden sein, wenn mein Verein mit Schönspielen absteigt. Es geht darum, daß Verbeek, Mintal, Libregts und die Spieler seit Monaten intensiv dran arbeiten eine Stammelf aufzubauen, die durch Einüben von Automatismen Spiele offensiv verteidigend gewinnt. Und da gibt es meiner Meinung nach immer wieder Fortschritte zu sehen trotz aller Ausfälle. Und ich find das dann eben ziemlich blind auf einem Auge, wenn man dann nach so einem Spiel wie gegen Bremen alles am Ergebnis festmacht.
          Mag sein, daß Stevens jetzt in Stuttgart wieder die altbekannte Taktik von Abstiegskandidaten anwendet. Und daß er damit letzten Endes Erfolg hat. Sicher ist das zur Zeit noch nicht. Sicher ist allerdings, daß sich unsere Mannschaft in nie erwartetem Ausmaß spielerisch fortentwickelt hat und das trotz des Ausfalls von 4 Stammspielern.
          Da aber belschanov und co. diese Sicht eh nur im blog vertreten und so keine negative Auswirkung auf die Motivation der Spieler zu befürchten ist, sollen sie ihre Sicht gerne weiter pflegen, wenn es ihnen gefällt.

          • Beate60: Da aber belschanov und co. diese Sicht eh nur im blog vertreten und so keine negative Auswirkung auf die Motivation der Spieler zu befürchten ist, sollen sie ihre Sicht gerne weiter pflegen, wenn es ihnen gefällt.

            Wobei … ausgerechnet dieser Artikel den Weg in den FCN-Pressespiegel fand – ganz von allein. Dafür auch unseren Dank an die Pressestelle des FCN.

          • Beate60,

            Drmic‘ Lattenkopfball ereignete sich a) zu einem späten Zeitpunkt beim Stande von 0:2 und wäre b) vom Torwart gehalten worden.

            Aluminiumpech hatte Bremen in der 22. Minute, als ein Fernschuss an der Latte des Nürnberger Tores landete. Dass beim 0:1 der Lattenabpraller vor den Füßen eines Bremers landete, war Pech für den Club, allerdings hatte eine Sekunde vorher Bremen Pech, als der Ball nicht direkt ins Tor, sondern abermals (!) ans Aluminium krachte.

            Statt beim 0:1 mit mangelndem Glück zu hadern, solltest du lieber kritisch beleuchten, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass ein Bremer so frei vor dem Club-Tor zum Schuss kam.

            Es ist mir völlig unverständlich, wie man nach dieser klaren, auf mangelnde Durchschlagskraft im Angriff sowie auf zwei nahezu identische Fehler im Aufbauspiel zurückzuführende Niederlage den Faktor Pech ins Spiel bringen kann.

            Wenn du mir Blindheit auf einem Auge vorwirfst, werfe ich dir Blindheit auf beiden Augen vor: auf Auge 1, weil du nicht siehst, dass unsere Mannschaft ziemlich leicht auszurechnen ist, weil sie immer wieder die gleichen Fehler macht (Ballverlust im Mittelfeld und sofort wird es vor dem eigenen Tor gefährlich – das war schon in den letzten Spielen beobachtbar und wurde von mir auch mehrmals angesprochen, Werder hat diese chronische Schwäche eiskalt ausgenutzt, Braunschweig war nicht in diesem Maße fähig dazu…); auf Auge 2, weil du offenbar noch nicht verstanden hast, dass Fußball ein Ergebnissport ist, du also den Sinn des Spiels nicht begriffen hast.

            Ich vertrete meine Meinung übrigens auch außerhalb des Blogs. Anders als du sehe ich meine Rolle aber nicht als Motivator, weil ich mir bewusst bin, dass das, was ich hier schreibe, von den Spielern gar nicht gelesen wird. Würden sie es lesen und die Lektüre negative Auswirkungen auf ihre Motivation haben, könnte man sie in der Pfeife rauchen…

            • belschanov: Ich vertrete meine Meinung übrigens auch außerhalb des Blogs. Anders als du sehe ich meine Rolle aber nicht als Motivator, weil ich mir bewusst bin, dass das, was ich hier schreibe, von den Spielern gar nicht gelesen wird. Würden sie es lesen und die Lektüre negative Auswirkungen auf ihre Motivation haben, könnte man sie in der Pfeife rauchen…

              Ich bin nicht über die Meinung an sich irritiert, weil diese Meinung (resp. Enttäuschung) ja auch legitim ist und zumindest in Teilen auch nicht von der Hand zu weisen ist. Was wundert ist die Passion gegen andere Meinungen Sturm zu laufen. Soll man doch seine Meinung kund tun und darlegen und dabei argumentativ überzeugen und damit so manche auf seine Seite ziehen, aber deswegen muss ich doch nicht die diskreditieren, die anders denken und die sich auch nicht überzeugen lassen.

            • belschanov,

              Offenbar hast du ein Problem damit zu erkennen, was ernst gemeint ist und was nicht. Meine Ausführungen bezogen sich ausschließlich auf deine Vorgaben, wann du auch mal bereit wärst von deinem Standpunkt abzuweichen, daß man die Leistung einer Mannschaft nicht allein am Ergebnis festmachen soll. Und da war eben das Kriterium erfüllt. Was ich dazu denke, hättest du vorher auch schon lesen können. Dann hättest du gewußt, daß ich durchaus in der Lage bin, Dinge differenziert zu betrachten. Und im Gegensatz zu dir auch nicht unbedingt immer meine Recht haben zu müssen.
              Daß Fußball ein Ergebnissport ist, ist mir durchaus bekannt. Und daß man darunter leiden kann, wenn die eigene Mannschaft nicht die richtigen Ergebnisse erzielt, durfte ich erstmals 1969 voll mitbekommen durch die Traurigkeit meines Vaters.
              Was du allerdings offenbar nicht begreifst ist, daß Fußball für viele Menschen mehr ist als nur ein Ergebnissport. Sonst wär das Ganze nämlich völlig sinnlos, daß man z.B. jedes Wochenende auf einem Sportplatz verbringt bei einem Verein, der nie eine Chance hat jemals auch nur in die Bayernliga aufzusteigen. Und es wäre im Grunde auch überhaupt nicht nachvollziehbar, weshalb man noch Clubfan ist, denn vom Ergebnis her gab es in den vergangenen Jahrzehnten wahrlich genügend Gründe, sich einen anderen Verein zu suchen.
              Und letztlich bräuchte man dann auch kein Spiel verfolgen, weil das Ergebnis kann man ja hinterher nachlesen.

              Das mit dem leicht ausrechenbar zu sein, ist übrigens Verbeek durchaus bekannt. Er ist sich nur sicher, ein System zu haben, mit dem er trotzdem gewinnen kann, wenn die Spieler das System beherrschen. Ich glaub aber dieser Meinung sind viele Trainer.

  • Bremen war die im bisherigen Saisonverlauf spielerisch schwächste Mannschaft, die hier zu Gast war. Ausgerechnet gegen eine solche limitierte Truppe zu verlieren ist weder Pech noch äußeren Umständen geschuldet, sondern ganz allein zwei haarsträubenden Fehlern, die so in der ersten Liga nicht passieren dürfen – egal welche Erklärungen oder gar Entschuldigen es dafür gibt. Und selbst wenn unsere Elf drei Viertel des Spielfelds gefällig, aber letztlich unergiebig bearbeitet hat, bleiben mir als Stadionbesucher außer der „Doppelchance“ in Minute Zwölf (wobei ich behaupten will, dass jeder andere an Kiyos stelle schon die erste (Hlousek-) Hereingabe verwertet hätte, keine wirklich zwingenden Chancen in Erinnerung – Maks sehenswertes Solo-Abschluss werte ich eher als Rückgabe denn als wirklichen Torschuss. Um warum in HZ 1 dauernd Flanken auf den gar nicht mitspielenden Pekhart geschlagen wurden (und das keiner der Beteiligten gemerkt und geändert hat) hat mich schon in den Pausengesprächen mehr als in Rage gebracht.

    Das einzige Positive an diesem Spieltag ist, dass alle anderen Abstiegskanditaten auch nicht erfolgreicher waren – wobei das Spiel wohl schon die Blaupause für die Gastspiele von Frankfurt und Stuttgart (zumal jetzt unter dem „Hinten-muss-die-Null-stehen-Trainer) gegeben hat: die werden sicher mit ähnlichem Konzept wie Bremen nach Nürnberg kommen: hinten dicht und vorne auf Fehler warten…

    Meiner Meinung liegt der Fehler zum Teil darin, dass Verbeek die taktischen Fähigkeiten seiner Spieler noch überschätzt bzw. die Zeit noch nicht ausreichend war, um verschiedene Systeme zu perfektionieren, zudem war Drmic sichtlich ausgepowert, Pekhart kam zu spät (und für den Falschen, da hätte ich Hlousek runter. Schade, dass ausgerechnet Jose, diese beiden Fehler passiert sind…

    Umso wichtiger ist es, die drei am Samstag verschenkten Punkte am Sonntag in Hamburg zurück zu holen… unmöglich ist das nicht…

    • Manni der Libero:
      …Pekhart kam zu spät und für den Falschen, da hätte ich Hlousek runter.

      Es beruhigt mich, dass ich nicht der einzige bin, der das so gesehen hat.

      Nochmal zurück zu dieser laut Sky überhaupt nicht stattgefundenen Kiyo-Chance, weil ich sie auch endlich mal sehen will.
      Ich habe der Zeitung mit den 4 Buchstaben ein wenig Unrecht getan, heute sind die Spielberichte abrufbar, es gibt wohl eine Sperrfrist, in der nur zahlende Kunden das sehen dürfen. Ein Link zum Spielbericht hier lohnt sich trotzdem nicht, weil diese ominöse Szene auch dort nicht vorhanden ist, was auch nicht weiter verwundert, weil man das Bildmaterial von Sky bezieht. Wenn eine Wiederholung eingespielt wird, dann zeichnen die Kameras doch trotzdem weiter auf und es kann doch nicht sein, dass man so etwas unterschlägt.
      Deswegen nochmal die Bitte: Wer es irgendwo im Netz findet, her damit.

      • Claus,

        Kuz schreibt weiter oben, von einer Zusammenfassung des ZDF. Falls er das aktuelle Sportstudio meint,- das könnte ich bestimmt nochmal beschaffen…falls erwünscht.

        • Derbfuss

          Das wäre super, aber irgndwo hochladen (z.B bei YouTube) geht nicht, da es sehr zügig gelöscht wird, weil man diese Spielberichte nicht ins Internet stellen darf.
          In der ZDF-Medithek kann man sich ja das AS anschauen, aber eben ohne die Spielberichte.

          • Claus,

            Die Arbeit hätte ich mir sparen können. (Download läuft schon seit ein paar Minuten) LipsiaGlubb
            war schneller. 😉

      • Claus: Es beruhigt mich, dass ich nicht der einzige bin, der das so gesehen hat.

        Nochmal zurück zu dieser laut Sky überhaupt nicht stattgefundenen Kiyo-Chance, weil ich sie auch endlich mal sehen will.
        Wenn eine Wiederholung eingespielt wird, dann zeichnen die Kameras doch trotzdem weiter auf und es kann doch nicht sein, dass man so etwas unterschlägt.
        Deswegen nochmal die Bitte: Wer es irgendwo im Netz findet, her damit.

        Ich hatte die Hoffnung, dass “ sky“ in der Zusammenfassung des Spiels die Szene bringt. Leider nein… :-((

        Ja ich meinte das AS… aber wahrscheinlich hab ich eh nen Knick in der Optik… 😉

        • KUZ: Ich hatte die Hoffnung, dass ” sky” in der Zusammenfassung des Spiels die Szene bringt. Leider nein… :-((

          Ja ich meinte das AS…

          Hallo Kuz,
          Momentan wird das AS noch geladen und ich muss leider aus dem haus. Wenn ich gegen 16 Uhr wiederkomm, lade ich es Dir in meine Cloud und schick Dir den Link. (Wenn noch erwünscht!) Bräuchte jetzt nur noch von Alexander Deine PM.

      • Claus: Es beruhigt mich, dass ich nicht der einzige bin, der das so gesehen hat.

        Nochmal zurück zu dieser laut Sky überhaupt nicht stattgefundenen Kiyo-Chance, weil ich sie auch endlich mal sehen will.
        Ich habe der Zeitung mit den 4 Buchstaben ein wenig Unrecht getan, heute sind die Spielberichte abrufbar, es gibt wohl eine Sperrfrist, in der nur zahlende Kunden das sehen dürfen. Ein Link zum Spielbericht hier lohnt sich trotzdem nicht, weil diese ominöse Szene auch dort nicht vorhanden ist, was auch nicht weiter verwundert, weil man das Bildmaterial von Sky bezieht. Wenn eine Wiederholung eingespielt wird, dann zeichnen die Kameras doch trotzdem weiter auf und es kann doch nicht sein, dass man so etwas unterschlägt.
        Deswegen nochmal die Bitte: Wer es irgendwo im Netz findet, her damit.

        Soweit ich weiß sind die Berichte immer ab Montag abrufbar. Sie sind recht knapp, maximal 6 Minuten, aber insgesamt ganz brauchbar.

  • bei der kritik von Streich an der gelben Karte für den Dortmunder,würde mich aber auch interessieren warum Pelle für sein Foul Rot plus zwei Spiele Sperre bekommen hat..letzter Mann versus Bevorzugung von Top Clubs

    • christian berlin:
      bei der kritik von Streich an der gelben Karte für den Dortmunder,würde mich aber auch interessieren warum Pelle für sein Foul Rot plus zwei Spiele Sperre bekommen hat..letzter Mann versus Bevorzugung von Top Clubs

      Topclub Braunschweig? Ich denke, es kommt schlicht und einfach immer auf den jeweiligen Schiedsrichter an. Aus meiner Sicht hat der in Freiburg richtig entschieden. Zumal der Dortmunder den Freiburger ja nicht mal berührt hat.
      Streich nimmt sich da sicher zu wichtig. Aber mit dieser Jammernummer hat er ja letztes Jahr schon mal Erfolg gehabt. Jedenfalls hab ich in Erinnerung, daß danach auf einmal vieles für Freiburg gepfiffen wurde. Jetzt versucht er es halt wieder, wenn sonst nichts funktioniert, um unten raus zu kommen.

  • Schade, alle spielen für den Club – nur er selbst stellt sich wieder ein Bein. Mit einem Sieg hätten wir uns vom Schlussquartett klar distanziert. Wer sich nicht gegen seine direkten Konkurrenten durchsetzt hat am Schluss einen Abstiegsplatz. Warten wir mal die Spiele gegen HSV, VfB, SCF ab. Einsatz allein bringt noch keine Punkte. Wenn Herr GV mit der Leistung zufrieden war, bitteschön seine Sache. Ich bin es jedenfalls nicht.

  • Gegen das Heimspiele müssen gewonnen werden Mantra lassen sich aber genügend Beispiele aufführen:der Club ist in der Auswärtstabelle aktuell 9. und in der Heimtabelle 16.-eventuell müsste es bei uns dann eher heißen auswärts muss gewonnen werden.
    Im Endeffekt doch zwei Seiten der gleichen Medaille …
    Das sich viele Teams zuhause schwerer tun als auswärts ist doch in der fussball interessierten Presse mittlerweile Allgemeinwissen.Dafür gibt es ja auch verschiedene Faktoren:Erwartungshaltung des eigenen Publikums,tief stehende,abwartende Gästeteams,etc
    Und wenn man sich die Teams ansieht die Unten drin stehen dann könnte man die These Heimspiele gehören…auch bestätigt finden,allerdings sind in der Heimtabelle auch genau die Teams unten,die in der Gesamttabelle unten sind.das hat aber dann wohl eher mit der Qualität an sich zu tun und nicht damit ob Heimspiele gewonnen werden müssen.
    Ich halte es bei einer Mannschaft wie der unseren schlichtweg für vermessen zu erwarten das Sie 17 mal pro Saison gewinnt-wünschenswert wäre es natürlich schon…

  • Eine Frage an die Plan B Apologeten. Kennt Ihr eine Mannschaft, die 2 verschieden Spielsysteme verinnerlicht hat und erfolgreich spielt? Natürlich kann man gegen Ende eines Spiels alles auf eine Karte setzen und versuchen mit weiteren Stürmern das Spielergebnis noch zu drehen. Aber wirklich erfolgreich ist das selten, meist bekommt man noch einen Konter gegen sich. Wenn man das aber noch schafft ist das spektakulär und man erinnert sich noch lange daran, das ändert aber wenig daran, dass es selten ist.

    Jeder erfolgreiche Trainer hat EIN System, das er perfektioniert und für das er die richtigen Spieler sucht. Genau das gleiche macht Verbeek, deshalb habe ich bei diesem Trainer ein gutes Gefühl, dass die Saison am Ende noch positiv ausgeht. Nach den Problemen zu Beginn und den vielen Unentschieden der ersten Halbserie bleibt es schwierig das noch auszugleichen. Es wäre aus meiner Sicht aber falsch, jetzt zu versuchen eine neue Taktik zu suchen, man muss die eigene Taktik, Spielweise immer weiter perfektionieren.

    Was wir aber gestern gut gesehen haben ist wie schlimm der Ausfall von Ginczek ist, der hat uns auch in der Hinserie lange gefehlt! auch da haben die Tore gefehlt und das wiederholt sich jetzt leider wieder. Dazu merken wir aktuell auch das fehlen von Hasebe, der auch nicht spektakulär spielt, der aber eine enorm große Ballsicherheit zeigt und in schwierigen Situationen Ruhe in unser Spiel bringt.

    Ich finde es grandios, dass Verbeek über unsere Verletztenmisere so wenig jammert, Jammern hilft ja auch nicht wirklich weiter, aber wir sollten das nicht vergessen, wenn wir ein Spiel wie das gestrige beurteilen. Und da muss ich sagen, dass mir die letzten Kommentare von belschanov reichlich überheblich vorkommen. Es ist nicht so, dass alle alles richtig machen, wenn man 3 Punkte holt und dass man selbst Schuld ist, wenn man verliert. Muss man viele Stammspieler ersetzen, dann ist es eben manchmal nicht möglich sein Spiel durchzubringen, dann kann der Erfolg auch mal versagt bleiben.

    Natürlich hat Bremen versucht unsere Schwächen auszunutzen, genau wie wir es auch umgekehrt versucht haben. Bremen war damit erfolgreicher, auch weil uns wichtige Spieler fehlen und weil wir am Samstag kein Glück hatten. Natürlich hat auch die Klasse gefehlt den defensiven Sperrriegel der Bremer zu knacken, aber ist das wirklich so überraschend?

    Ich denke nein, wir versuchen in dieser Spielzeit unsere Spielweise komplett zu verändern, das schafft Schwierigkeiten, aber Sol man dieses Risiko nicht gehen, nur weil es schwierig ist? Wenn man einen Weg als richtig erkannt hat, wenn man dafür den notwendigen Trainer geholt hat, dann muss man das konsequent durchziehen, fängt man an zu schwanken, versucht wieder zurück zu gehen, dann entstehen Unsicherheiten. Trotzdem gibt es keine Garantie, dass der eigene Weg am Ende erfolgreich ist. Wenn man aber nichts neues versucht, dann kann man sich auch nicht weiterentwickeln.

    Das heißt nicht alles gut zu finden was aktuell passiert und man kann auch den ganzen Weg schlecht finden, ein Spiel aus eigener Spielstärke heraus zu führen. Dann darf man sich aber auch nicht beschweren, wenn nichts voran geht. Dann bleiben wir immer so etwas wie Bochum in den 90ern, die Unabsteigbaren. Immer hinten drin, immer gegen den Abstieg, immer Kampf, Abstiegskampf, immer Mauern. Kann das ein Ziel für Nürnberg sein?

    Kann das heute noch ein Ziel sein, wo der Unterrhaltungswert einer Mannschaft sich auch auf die wirtschaftliche Kraft auswirkt? Wo attraktive Spielweise wichtig ist um Zuschauer zu erreichen, weil Fußball nicht mehr das Kampfspiel der unteren Schichten ist, sondern Teil des Showbusiness? Bekommen wir ausreichend Sponsoren mit einer rein defensiven Spielweise?

    Ich denke nein, nach dem Aufstieg war sicher die wirtschaftliche Konsolidierung und die Etablierung in der Liga wichtiger, aber jetzt müssen wir den nächsten Schritt gehen, wie wenig Begeisterung unser vorheriges Spiel gebracht hat,d äs haben wir doch schon letzte Saison gesehen. Ein sicherer 10. Platz, trotzdem keine Zufriedenheit in der Öffentlichkeit.

    Wir mussten etwas ändern, das haben wir getan, das ist riskant, aber eine echte Alternative haben wir doch gar nicht.

  • http://www.youtube.com/watch?v=zofpisc5d24

    Bei 0:45 ist die angesprochene Szene.

    Interessant finde ich übrigens die sehr positive Bewertung unseres Spiels durch den Kommentator.
    Ich persönlich war eigentlich auch eher unzufrieden, weil tatsächlich nur bis zur Strafraumgrenze ansehnlich kombiniert wurde. Und das war vermutlich, wie hier auch schon teilweise angeklungen, eher der abwartenden Bremer Taktik geschuldet.

    Nichtsdestotrotz bin ich absolut von Verbeek und seinem System überzeugt. Den Klassenerhalt können wir vermutlich auch mit einer defensiveren Spielweise schaffen. Der erhoffte nächste Schritt ist damit allerdings nicht zu erreichen.

    Und noch kurz zur These, Verbeeks Spielweise wäre zu offensichtlich. Das lässt sich im Prinzip genauso über Klopp oder auch Tuchel sagen. Trotzdem zeigt sich eben bei genau diesen beiden Beispielen, dass überdurchschnittlicher Erfolg mit einem System, das alle Spieler verinnerlicht haben, wahrscheinlicher ist und sich die Spieler in einem festen, für sie verlässlichen Rahmen auch am besten entwickeln können.

  • Habe mir die Kiyotake-Szene zweimal angesehen (vielen Dank für den Hinweis):

    Tja: Glanzparade oder angeschossen?

    Eher angeschossen, würde ich sagen. Der Ball war ziemlich auf Mann. War ’ne Riesenchance. Leider vergeben…

  • @KUZ: Ich bin da bei Bomber Manolo, das war angeschossen. Wolf reißt zwar den Arm hoch, aber da hatte ihn der Ball schon am Oberarm getroffen und war bereits wieder weg (ich hab’s mir im Einzelframemodus angeschaut). Nichtsdestotrotz war es natürlich eine große Chance, die in einem Spielbericht nicht fehlen dürfte.

    • Claus:
      @KUZ: Ich bin da bei Bomber Manolo, das war angeschossen. Wolf reißt zwar den Arm hoch, aber da hatte ihn der Ball schon am Oberarm getroffen und war bereits wieder weg (ich hab’s mir im Einzelframemodus angeschaut). Nichtsdestotrotz war es natürlich eine große Chance, die in einem Spielbericht nicht fehlen dürfte.

      Claus, ich will jetzt nicht als “ Nachkartler“ erscheinen. Im Stadion habe ich die Situation so gesehen, dass Kiyo ziemlich frei vor dem Tor den Ball aufs Tor schießt und ein sich bewegender Arm den Ball hinderte , die Linie zu überschreiten.Am TV sieht es tatsächlich eher danach aus, dass der Arm angeschossen wurde. Auch wenn im Augenblick ( bzw unmittelbar danach)des Aufpralls eine Bewegung wie bei einem Handballtorwart stattfindet. Und genau dieser Augenblick wurde von mir so im Gedächtnis gespeichert, auch deshalb, weil zu diesem Zeitpunkt tatsächlich ( in der Emotion dieses Augenblicks sowie der vorherigen 30sek) eine Führung mehr als in der Luft lag.

      Nach dieser Unordnung in der Bremer Abwehr wurde das Zentrum leider richtig dicht gemacht und Bälle von ihnen nur noch irgendwohin geschlagen.

      Noch eine kleine Episode am Rande: Mein Vordermann im Stadion drehte sich ein wenig später zu mir um und meinte : “ Die Bremer bringen ja gar nichts. Es fehlt nur das Tor.“ Genau in diesem Augenblick zimmerte Hunt die Kugel an die Latte… Diese Wendung hat er aber definitiv nicht so gemeint…

      • KUZ

        Du brauchst Dich überhaupt nicht zu rechtfertigen. Das ist in dem Spielbericht in Realgeschwindigkeit kaum zu sehen, im Stadion vom Oberrang aus auf der anderen Seite noch viel weniger. Ich hab’s mir wie gesagt im Einzelbildmodus angeschaut (30 Bilder pro Sekunde) und es sind gerade einmal 3 Bilder, die das auflösen, also gerade mal 7/100 Sekunden.
        Auf die gleiche Weise habe ich mir die Kiyo-Chance eine halbe Minute vorher auch nochmal angeschaut, und das war auch A…-knapp, wie Kiyo da am Ball vobeirutscht, und die Abwehr von Caldirola hätte auch locker im Tor landen können, der Ball flog nämlich hinter Wolf quer, das habe ich in Realgeschwindigkeit auch nicht gesehen. Oder man stelle sich vor, Wolf wäre angeschossen worden. Da war schon auch viel Pech dabei, Wolf stand gerade mal 1 m vor der Torlinie und stürzt sich fast noch in den Schuss.

  • Nachtrag: Diese Kiyo-Chance muss man ganz klar als Pech einstufen. 10 cm weiter rechts und der Ball wäre drin gewesen. Wieviele Winkelminuten oder -sekunden dass beim Schützen aus 11 m Entfernung sind, kann sich dann ja jede/r selbst ausrechnen.

  • Und noch kurz zur These, Verbeeks Spielweise wäre zu offensichtlich. Das lässt sich im Prinzip genauso über Klopp oder auch Tuchel sagen. Trotzdem zeigt sich eben bei genau diesen beiden Beispielen, dass überdurchschnittlicher Erfolg mit einem System, das alle Spieler verinnerlicht haben, wahrscheinlicher ist und sich die Spieler in einem festen, für sie verlässlichen Rahmen auch am besten entwickeln können.

    Und das sind doch genau die beiden Beispiele, die für uns Vorbild sein können. Den Weg von Hoffendem und Wolfsburg können wir nicht gehen, einfach Spieler holen, die fußballerisch besser sind als die, die man schon hat. Wir müssen unsere Spieler besser machen und Spieler holen die zwar ein Potential haben, das man aber auch noch entwickeln muss. Beides geht nur, wenn der Verein eine Spielphilosophie hat, die konsequent umgesetzt wird, so dass man überhaupt weiß welche Spieler man braucht und was diese dann lernen sollen.

  • Als ich nur Videotext hatte, war ich Ergebnissportler. Jetzt schaue ich jedes Spiel (wenn irgend möglich) in voller Länge. Und jetzt kommt es auf das Spiel an. Erstens weil 90 Minuten sonst recht langatmig sein können, zweitens weil man mit miesem Spiel und gutem Ergebnis vielleicht an einem Tag zufrieden ist, für die Zukunft aber schwarz sehen muss.

  • Ich war im Stadion und hatte anschließen auch Zugang zum Presseberech. Deshalb noch eine Anmerkung, die vielleicht (auch) erklärt, warum Verbeek mit dem Spiel so zufrieden war:

    Es ist ja immer so, dass nach dem Abhalten der offiziellen Pressekonferenz der Trainer der Gastmannschaft gehen darf und sich die anwesenden Journalisten noch um den Trainer der Heimmannschaft gruppieren und ihn mindestens noch 15 weitere Minuten mit Fragen löchern.

    Hier sagte Verbeek mehrfach, dass er erwartet hat, dass Werder mit einem 4-4-2 System spielen wird. Im Training unter der Woche hat er unsere Mannschaft auch genau darauf eingestellt – sagt er.

    Dann aber spielt Werder plötzlich mit einer Mittelfeldraute, was für die jungen (Pinola mal ausgenommen, im Schnitt 20-jährigen) Spieler ziemlich unerwartet kam, weil sie laut Verbeek lediglich im Abschlusstraining ganz kurz mal trainiert haben, wie man gegen eine Raute des Gegners spielt – sagt er.

    Dass die sehr jungen Club-Spieler sich von der unerwarteten Raute nicht vollkommen haben überrumpeln lassen, sondern dagegen gehalten und das Spiel sogar weitgehend bestimmt haben, DAS fand er ganz toll. Und dafür spricht er der Mannschaft auch ein großes Kompliment aus und deshalb ist er auch zufrieden mit der Leistung – sagt er.

    Da kann man nun immer fragen, warum man dann trotzdem den letzten Pass nicht anbringen konnte und warum man nicht auch mal öfter aus der zweiten Reihe schießen kann usw usw…

    • Blitz: P>Da kann man nun immer fragen, warum man dann trotzdem den letzten Pass nicht anbringen konnte und warum man nicht auch mal öfter aus der zweiten Reihe schießen kann usw usw…

      Ich gebe Dir recht, dass Fernschüsse das adäquate Mittel gegen die langen Kerle in der Bremer Abwehr gewesen wären.
      Feulner kann ganz gut aus der 2. Reihe schießen, aber der war ja leider gesperrt. Ansonsten habe ich keine gefährlichen Schüsse aus der 2. Reihe gesehen…

  • Verbeek hat aber auch gesagt, dass die Bremer gar keine richtigen Chancen hatten, weil Distanzschüsse eigentlich keine Chancen sind. Könnte also sein, dass das verboten ist.

Kommentare sind geschlossen.