„Do nimms a weng an Bedong, des is a saubere Lösung“

Ein Kommentar von Hörnla

Es hat lange gedauert, eigentlich verwundernswert lange – aber nun ist es offenbar klar und ausgemacht. Der Erfolg bleibt aus, der Club taumelt dem Abstieg entgegen und die Umwertung aller Werte ist in vollem Gange. Heckingscher „Rumpelfußball“ (nein, das ist weder mein Urteil noch meine Meinung, sondern Zitat, das so häufig auftauchte, dass sich eine Einzelquellenangabe erübrigt) ist plötzlich gar nicht mehr so rumpelig, wie er vor nicht allzu langer Zeit beständig madig gemacht wurde, sondern das defensiv solide System, das verunsicherten Spielern Halt gibt. Verbeek dagegen mutiert vom geradlinigen „hochinteressanten“ Trainer zum Sturkopf, der nicht erkennen will, was viele Fans und jetzt auch genügend Journalisten schon lange wissen und sagen: man muss defensiver spielen, will man Punkte holen. Das könnte man zwar schon mal generell hinterfragen, denn das ist ja das übliche Standardrezept aller Abstiegsgefährdeten – trotzdem steigen pro Jahr zwei bis drei Mannschaften ab. *Überhaupt wünscht man sich bei all den Schlaumeiern, die das ja schon immer (oder zumindest schon seit äonenlanger Zeit) gewusst haben, manches Mal eine Einstellung a la Rudi Dutschke, welcher dereinst selbstbewusst verkündete: „Ein Rudi Dutschke will keine Antworten geben.“ Ich übrigens auch nicht, ich schaue mir erstmal an, was derzeit bereits auf dem Markt der Meinungen im Angebot ist.

Egal welche Saison: bei den Mannschaften hinten drin sind stets einige dabei, die den „klassischen“ Weg gewählt haben, also erstmal betonieren und dann weitersehen. Allerdings ist die Situation der Nürnberger so kritisch, dass es sich in meinen Augen lohnt, sich ein paar Gedanken zu machen und die geforderten Dinge, die meines Erachtens derselben Ratlosigkeit entspringen, der man den Trainer inzwischen zeiht, einer akribischen Prüfung zu unterziehen.

1. Wo die Ergebnisse nicht stimmen, fehlen die Argumente
Eine Binsenweisheit. Deren erodierende Wirkung man der Mannschaft inzwischen auch anmerkt. Die Unsicherheit ist mit Händen zu greifen. Dabei liegt das Heil der Welt doch so nah. Um Wolfgang Buck weiter zu zitieren: „A weng a Bedong na is a Ruh“?

2. Das System
Meine These: auch wenn es ständig geschrieben und von einander abgeschrieben wird – ich denke, wir haben die Verbeeksche Vorstellung vom Spiel lediglich in den letzten Spielen vor (!) der Winterpause gesehen, als Mainz und Schalke zumindest jeweils zwei Drittel des Spiels an die Wand gespielt wurden. In der Winterpause wurde dann offenbar konzentriert an einem erkannten Problem gearbeitet, nämlich dass die Mannschaft das laufintensive Spiel nicht über die volle Dauer durchhalten konnte und sowohl fitter werden als auch ökonomischer ihre Kräfte einteilen musste. Der Erfolg zeigte sich unmittelbar nach der Winterpause. Aber seitdem sehen wir eher das, was herauskommt, wenn man jede Woche improvisieren muss. Ich glaube, dass der Trainer aus der Tatsache, dass man jede Woche den gesamten Defensivverbund neu zusammenschustern muss, das Beste macht! In den letzten Wochen sind Spieler im Kader zu sehen, deren Namen allenfalls denen vertraut sind, die den Spielen der Regionalligamannschaft ähnlich aufmerksam folgen wie denen der ersten. Manche können es nicht mehr hören, deshalb bleibt es trotzdem wahr: wir können die verletzten Spieler nicht adaequat kompensieren. Das kann, ganz nebenbei bemerkt, in der Bundesliga in einer solchen Menge niemand mit Ausnahme des FC Bayern – und die haben Jahre großer (und von „Experten“ wie Fans oft auch nicht verstandener) Investments gebraucht, um dieses Ziel zu erreichen. Diejenigen, die diese einfache Wahrheit nicht mehr hören können, fordern aber gleichfalls gebetsmühlenartig das „defensivere System“ und umgehen damit mehr, in meinen Augen eher weniger elegant die entscheidenden Fragen bzw. Probleme, die diese, wie ich finde, meist wenig durchdachte Forderung aufwirft. Aber „System“ klingt natürlich immer gut und analytisch. Aber:

2.1. Was für ein Spielsystem eigentlich?
Wahrscheinlich 4-2-3-1, Heckings Lieblingsvariante. Die spielte Wolfsburg gestern übrigens auch, von einer defensiven Ausrichtung der „Wölfe“ konnte ich allerdings nichts bemerken. Soviel zur Systemfrage. Viel wichtiger:

2.2. Mit welchen Spielern eigentlich?
Seit Wochen krankt das Spiel des Clubs daran, dass man in der Abwehr Woche für Woche eine neue Verteidigung zusammenstopseln muss. Angha wird häufig die „Bundesligatauglichkeit“ abgesprochen – nun soll Feulner hinten ran. Einer der wenigen, die vorne für Betrieb sorgen. Aha, das wird sicherlich einiges bringen. Wie man einen gegnerischen Jungspund abkocht an der Außenlinie, das sah man gegen Wolfsburg allerdings schon: Von Balitsch. Nicht von Plattenhardt. Der ist aber gesetzt. Seit Wochen vermisse ich so ziemlich alles an dessen Spiel, was vom Autor eines Artikels, der Jogi empfahl, mal ein paar andere Kandidaten für die Nati anzuschauen, Plattenhardt inklusive, gepriesen wurde: stupende Technik, große Schnelligkeit, offensive Stärke, gutes Stellungsspiel. Dann haben wir letztens auch Dabanli gesehen, der eigentlich schon aussortiert war, da allgemein als nicht bundesligatauglich eingeschätzt. Pogatetz kann und konnte in meinen Augen Klose nie adaequat ersetzen. Einstellung top, Kopfballspiel stark, Stellungsspiel verbesserungswürdig, Aufbauspiel miserabel. Pinola wurde Vater (Exkurs: da sei an dieser Stelle aber wirklich von Herzen gratuliert). Und so geht es weiter und so geht es fort. Es geht mir hier gar nicht um die einzelnen Spieler, es geht mir darum, dass die Leute, die ihr Heil in der Defensive suchen wollen, beständig die Antwort schuldig bleiben, wer denn diese umgestaltete System eigentlich spielen soll. Aber „System“ klingt natürlich immer gut. Da muss man sich dann nicht mit solchen Kleinigkeiten beschäftigen wie den Spielern, die das dann auf dem Spielfeld umsetzen sollen. Nochmal zum Mitschreiben: Spieler, die nach Meinung vieler Kommentatoren teilweise nicht oder nur bedingt bundesligatauglich sind, denen Woche für Woche im gewohnten Spielsystem haarsträubende Stellungsfehler passieren, Spieler, die dadurch und inzwischen auch deutlich sichtbar Nerven zeigen, die sollen jetzt also den Systemwechsel hinbekommen. Interessant. Oder vielleicht hat man ja daran gedacht, jetzt mal eben Leute aus dem Unterbau directamente und in großem Stil in den brutalsten Abstiegskampf zu schmeißen; Leute, die in der Regionalliga (zur als Erinnerung: inzwischen die vierthöchste Klasse) mit ihrer Mannschaft einen Mittelfeldplatz geschafft haben. Wow, da kann ja dann gar nichts mehr schiefgehen. Respekt vor den Apologeten eines solchen Weges, dass die sich noch eine Weltsicht bewahrt haben, nach der solches möglich ist.

Interessant auch, dass von den Spielern, die unisono als mögliche Erst-Abgänge im Falle eines Abstiegs gehandelt werden, kein Defensiver dabei ist. Die Offensive ist auf dem Absprung, die hat Perspektiven. Von massivem Interesse großer europäischer Adressen an Dabanli, Pogatetz u. ä. war bis dato eher weniger zu lesen. Im Fußball gelten für manche offenbar andere Gesetze als für den Rest der Welt, denn überall sonst würde man bei einer solchen Ausgangssituation nur zu einem Fazit kommen:

3. Stärken stärken
Man kann versuchen, sich an der Ausmerzung von Schwächen abzuarbeiten, was oft dazu führt, dass man bei großem Energieaufwand allenfalls Mittelmaß erreicht. Unter Druck sinkt die Wahrscheinlichkeit erfolgreichen Gelingens, dann erreicht man nicht mal Mittelmaß. Oder man kann versuchen, die Stärken zu stärken, damit die Schwächen nicht ins Gewicht fallen. Ein Weg, den Hoffenheim erfolgreich gegangen ist – oder hat man davon gehört, dass Gisdol seine unerfahrene Defensive mit 18 bis 21-Jährigen dadurch entlasten wollte, dass er Volland, Firmino und Konsorten Defensivspiel verordnet hätte? Nein, solange man mehr Tore schießt als der Gegner, gewinnt man das Spiel, so einfach ist das. Das Problem des Clubs ist also nicht, dass er zuviel Gegentore zulässt, sondern das Problem des Clubs ist, dass er zuwenig schießt. Das Mittelfeld weiß derzeit in auf dem Papier offensiver, in der Praxis deutlich defensiverer Ausrichtung manches Mal gar nicht mehr weiter und es wird weder offensiv noch defensiv erfolgreich gearbeitet. Das Resultat: eine Menge haarsträubender Fehlpässe im Mittelfeld. Die führen zu gegnerischen Chancen, nicht irgendeine Systemfrage. Was das mit dem System zu tun haben soll, wenn ein Spieler 20 Meter vor dem eigenen Tor in einem, zugegebenermaßen hart geführten Zweikampf, den Ball verliert und so der erste Schritt zu einem Gegentor eingeleitet ist, das muss mir erstmal jemand erklären. Ballsicherheit im Mittelfeld, das ist die Voraussetzung für ein Spiel, das angesichts der Schwäche der eigenen Verteidigung den Gegner konsequent vom eigenen Tor wegzuhalten bestrebt sein sollte. Die eigene Offensive muss mehr Kräfte des Gegners binden, nicht halbherzig irgendwo, Hauptsache „defensiv“, herumstehen.

4. Das Rauschen
Nach dem Gladbach-Spiel war zu lesen (auch im Fußball-Fachmagazin), dass Gladbach mit brillanten Kontern den Club ein ums andere Mal in Verlegenheit gebracht und so das Spiel vollkommen dominiert habe. Auch Favre stieß ins selbe Horn, sprach von der risikoreichen Spielweise des Clubs, auf die man sich habe gut einstellen können. Alles mannigfach zitiert und nachgedruckt, so häufig, dass der eine oder die andere (offenbar Ab-)Schreibende komplett vergaßen, zu hinterfragen und einen zweiten Blick zu riskieren. Denn gerade das Gladbach-Spiel zeigte deutlich auf, wieviel Platz zwischen Pressekonferenzanalyse und dem realen Geschehen ab und an herrscht.

5. Die Fakten
Gladbach hat, trotz „brillanter“ Konter und trotz eines Sturms von vielleicht internationalem Format gegen eine abermals neu gepatchworkte Nürnberger Viererkette aus dem Spiel heraus kein Tor erzielen können. Man benötigte einen Freistoß, den Schäfer, nicht abgefälscht, wohl gehalten hätte, und eine Schwalbe primitivster Art von Max Kruse. Natürlich hat ein bestens aufgelegter Schäfer das eine oder andere Mal super gehalten – aber das macht er schon die ganze Saison über. Sollen wir also so spielen, als ob wir ein Sicherheitsrisiko im Tor hätten, wo doch laut Statistik der Torhüter im Tor steht, der in der laufenden Saison die meisten Bälle pariert hat? Darüber hinaus hat eine Art „Offensivlibero“ Pinola mehrfach die „brillanten“ Konter durch hervorragendes Stellungsspiel und großartige Zweikampfführung entschärft. Soviel zum dominanten Gladbacher Spiel. Diese Mannschaft zog sich, im Gegenteil, sehr weit zurück und Nürnberg spielte genau das, was ironischerweise in derselben Woche bei Wolfsburg als „perfektes Verlagerungsspiel“ von den Kommentatoren gelobt wurde. Man zog die tief stehenden Gegenspieler durch ein paar Kurzpässe auf die linke Seite und dann kam ein weiter, öffnender Pass, in der Regel von Kiyotake, auf Angha, der mutterseelenallein im tiefsten Feindesland stehend, in der Regel alle Zeit der Welt hatte, zu flanken. Was an solch einer Taktik besonders riskant oder hasardeursmäßig offensiv sein soll, erschließt sich mir nicht. Wenn die Gladbacher den Platz anbieten, soll man dann zu Hause an einer Wiederaufführung des Nichtangriffspakts von Gijón arbeiten? Sich hinten rein stellen und die Gladbacher zur Offensive einladen? Das Problem dieses Spiels lag schlichtweg daran, dass aus den vielen Flanken in den Strafraum nichts Zählbares gemacht wurde, dass man aus sechs Metern dem sitzenden Torwart in die Arme schoss etc. Nicht daran, dass man irgendwie zu „offensiv“ agiert hätte.

Wolfsburg dagegen steht auf einem anderen Blatt. Hier hat sich, leider wieder mal gegen den Club, gezeigt, warum erst Chelsea, dann Wolfsburg einen De Bruyne haben wollten. Es hat – betrachtet man nur das Resultat – weder gegen Gladbach gereicht noch gegen Wolfsburg. Analysiert man die Spiele aber etwas eingehender, so sieht man, dass es gegen Gladbach hätte reichen können, wenn man sein Spiel besser gespielt und ein wenig Glück gehabt hätte. Gegen Wolfsburg dagegen, da war leider Gottes nichts drin. Ein bestens aufgelegter VfL hat den Club nach allen Regeln der Kunst auseinander genommen und das wäre wohl auch passiert, wenn man neben den eh schon defensiver ausgerichteten Balitsch noch weitere Leute aus dem defensiven Lager hineingestellt hätte. Da die Stärken von Leuten wie Kiyo allerdings eher nicht in der harten Verteidigung liegen, hätte man da ja wohl andere Leute einsetzen müssen, gegebenenfalls Regionalligaspieler mit Null (in Zahlen: 0) Bundesligaerfahrung. Die hätten einen bestens aufgelegten De Bruyne natürlich gestoppt. Ganz klar. Na dann weiß Verbeek ja, was er gegen Leverkusen zu tun hat.

6. Don’t swap horses in midstream
Man wechselt seine Pferde nicht in der Mitte des Stroms, sagt ein englisches Sprichwort. Natürlich ist an klugen Menschen kein Mangel, die, darauf vertrauend, dass der Rest der Leserschaft zu faul ist, ihre Kommentare und Zeitungsartikel direkt nach dem Weggang Heckings herauszusuchen und ihnen genüsslich die damals lautstark erhobenen Forderungen nach Abkehr vom „Rumpelfußball“ und „offensiverer Ausrichtung“ aufs Butterbrot zu schmieren, jetzt mit Verve die Systemumstellung fordern. Ich halte, als Ergebnis einer individuellen, oben skizzierten Analyse, dagegen:

6.1. Spieler brauchen Sicherheit.
Sie brauchen Lösungen (siehe dazu einen Artikel Hans Böllers zu den bis hin zur mentalen Taubheit trainierten Automatismen Dieter Heckings, siehe auch dazu Jens Lehmanns Bemerkungen zum Thema in seiner Autobiographie) – umso mehr, je unsicherer die Situation ist. Es gibt verschiedene Methoden, verloren gegangene Sicherheit wiederzuerlangen. Erfolgsbeispiele sind dabei Hans Meyer und der Club sowie Favre und sein Drei-Punkte-Plan bei Gladbach. Allerdings frage ich mich, ob es sich dabei nicht um den „Survivorship Bias“ im Denken handelt – oder ist etwa Düsseldorf unter Meier durch zu offensive Ausrichtung in Erinnerung geblieben? Ich halte es jedenfalls für äußerst fraglich, jetzt in der höchsten Not, in der sowieso jede Woche improvisiert werden muss, auch noch Systemkorrekturen zu fordern. Denn

6.2 Diese sind, soweit es der Kader überhaupt hergibt, doch stillschweigend längst erfolgt. Entscheidend ist, dass

6.3. Die Auswechselbank arg enttäuscht. Allerdings kein Wunder, denn die, die spielen, wären meistenteils ja die, die jetzt als Einwechsler zur Verfügung stünden.

7. Fazit:
Wolfsburg abhaken und vergessen. So einfach – und doch so schwer. Man wird hoffen müssen, dass man sich bis zum letzten Spieltag durchwursteln und es immer noch offen halten kann. Mehr bleibt nicht. Man wird, mehr kann man nicht tun, den Spielern in der Zeit existentieller Unsicherheit von Seiten des Trainerteams soviel Sicherheit zu vermitteln suchen müssen, dass sie die Seuche des Spiels, den Fehlpass, abstellen können und man sollte bei dem bleiben, was man bis dato trainiert hat. Mehr bleibt nicht und bereits das ist Aufgabe genug.

Ist all das überraschend? Hans Meyer hat dies letzte Woche bereits schön auf den Punkt gebracht: Nach elf Punkten in der Vorrunde und acht verletzten bzw. gesperrten Stammspielern wäre alles Andere als Zittern bis zum letzten Spieltag überraschend. Ich ergänze: auch wenn man es nicht hören will – die jetzige Situation ist keinesfalls überraschend oder gar völlig unnormal oder irgendwie unerwartbar. Man hat Anderes erhofft und diese Hoffnung zur Erwartung werden lassen, sicherlich. Aber war das mit Fug und Recht erwarten? System hin oder her, das ist überhaupt nicht die Frage. Hans Meyer hat präzise formuliert, wie es aussieht.

Also: noch vier Spiele, das sind noch zwölf zu vergebende Punkte bei einem Punkt Abstand auf den Relegationsplatz. Wobei nach wie vor der pure Wahnwitz gilt: selbst wenn der Club nicht mehr als die popeligen drei Punkte holte, die er gegen die kommenden Gegner in der Vorrunde schaffte, könnte es, Stand heute, noch zur Relegation reichen. Über die Phase des Trübsal-Blasens bin ich persönlich schon hinaus. Zitieren wir zum Abschluss mal Alain Sutter: „Es ist doch schön, wenn es um was geht.“

64 Gedanken zu „„Do nimms a weng an Bedong, des is a saubere Lösung“

  • Taktik ändern bringt nix.
    Letztendlich ist Fußball ein Angriffsspiel mit dem Ziel Tore zu erzielen.
    Die Frage ist doch, können wir mit dem derzeitigen Personal in der 1. Liga bestehen? Nein!
    Wir konnten mit unserer Stammelf kaum bestehen.

    „Das Glück ist ein Rindvieh und sucht sich seinesgleichen“ Ich bin auch der Meinung das wir alles mögliche versuchen sollten die 1. Klasse zu halten, was natürlich ein WUNDER wäre, aber immer noch möglich ist.

    Wenn es nicht klappt, sollten wir dies als Möglichkeit zu einem Neu Anfang sehen, die „Westvorstadt“ macht´s gerade vor.

    Aber bis dahin bleib ich Optimistisch und unser Glubb 1. Klassig.

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  • Toller Artikel, Hörnla! Bin ich bei Dir mit Deiner Analyse. Einen Punkt würde ich noch ergänzen. Unser größter Rückschlag im Vergleich zur letzter Saison war der Weggang unseres Schlüsselspielers Simons. Mit ihm ist die Seele unserer Schnittstelle zwischen Defensive und Offensive gegangen.

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  • Die Augsburger,die nach der Hinrunde ähnlich hoffnungslos dastanden,haben sich damals auch gerettet,weil sie an ihrem System festgehalten haben.
    Plattitüden der Fussballweisheiten-Spiele gewinnt der ,der mehr Tore schießt -schießt man gleich viele oder verhindert man gleich viele ,spielt man Unentschieden-siehe Hinrunde.Wer mehr Fehler macht verliert.
    Habe gestern den NDR Sportclub gesehen-darin der konsternierte HSV Sportchef:wir haben der Mannschaft nicht gesagt:läuft weniger,gewinnt weniger Zweikämpfe,macht haarsträubende Fehler.Zitat Slomka:die Mannschaft steht zu Recht da wo sie steht
    Ich glaube die Probleme haben alle vier da unten,trotzdem ist es jetzt ein Abstiegs-Play off.Die Rechnung heißt jetzt auch nicht mehr noch 6Punkte oder so-die Rechnung heißt jetzt einen Punkt mehr ,in der Endabrechnung,holen als die anderen.ein Dreier ,bei Stuttgarter 0,hamburger Unentschieden und schon lacht die Sonne

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  • Ging mehr am Samstag schon (u.a. bei Twitter) gewaltig auf den Zeiger wo unsere Defensive als „beschissen“, gepaart mir Schimpftiraden, deklariert wurde. Ja, sie Defensive ist „beschissen“, aber wen will man dafür wirklich an den Pranger stellen? Verbeek? Verbeek hat die, um beim Vokabular zu bleiben, beschissenste Aufgabe in dieser Rückrunde unter allen Trainern der Welt. Er darf jede Woche eine neue Innenverteidigung kredenzen weil entweder sich ein Spieler verletzt, ungerechtfertigt gesperrt ist oder weil er ein Kind bekommt.

    Kann man den Spielern etwas vorwerfen? Teils teils, von Plattenhardt könnte man sich sicher mehr erwarten, spielt meiner Meinung nach einfach zuviel Alibi-Fussball und ist zu phlegmatisch. Angha? Angha tut sein bestes und hat sicherlich viel potential, ist aber gerade auf dem besten Wege verbrannt zu werden. Ähnliches Problem sehe ich bei Stark.

    Trotzdem: Das System von Verbeek ist für den aktuellen Kader an fitten Spielern nicht gemacht.

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  • Also ich halte einen Vergleich mit der Hoffenheimer Philosophie für misslungen, die im Sturm gleich mehrere absolute Hochkaräter haben, nach denen sich die ganze Liga streckt. Da würde wohl jeder Trainer an einer offensiven Spielweise festhalten und die Qualiät zum tragen bringen. Nicht aber, wenn man wie der Club gerade mal 1 Stürmer hat, der seine Bundesligatauglichkeit schon nachgewiesen hat. Mak, Pekhart würde ich die bundesligatauglichkeit tendentiell eher absprechen, die maximal Ergänzungsspieler sind und meistens nicht mal das.
    Taktik bedeutet für mich, sich nach dem Spielermaterial zu richten, welches man hat, sowie auf Gegner einzustellen usw. hier etwas flexibler zu sein.

    „Stärken stärken“…da frage ich mich aber welche Stärken? ..mit welchen Spielern, die solche Stärken, sollten sie je vorhanden gewesen sein, umsetzen sollen?

    Woche für Woche ist es für den Gegner relativ einfach, den einen Stürmer, den Nürnberg noch hat aus dem Spiel zu nehmen. Sind das Stärken?

    Da hilft ein in der Not geborener Poppowackler mit strammen Schuß ins Tor von Feulner auch nicht dauerhaft aus der Misere, darauf aufbauen kann man eher nicht 🙂

    Und die individuellen Fehler, die auch einfach passieren, ich würde soweit gehen zu behaupten, die passieren in jeder Mannschaft, hängen natürlich mit der Systemfrage zusammen und sind kein singuläres individuelles Problem. Die Frage bei solchen haarsträubenden Fehler ist natürlich, wie weit hat die Mannschaft nach vorne geschoben, wie weit sind die Verteidiger aufgerückt, ob man dann noch eine Sicherheit dahinter hat oder eben nicht. Wie so oft gesehen (die vielen Gegentore kommen ja nicht von ungefähr) .. wenn man so weit nach vorne schiebt, das sieht ganz nett aus mit Überzahl im Mittelfeld, aber spätestens seit dem Dortmundspiel, wartet doch jede Mannschaft auf Fehler um dann mit 1-2 Pässen die komplette aufgerückte Club Abwehr überwunden zu haben. Das ist geradezu eine Einladung, die auch sehr häufig dankend angenommen wird.

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  • Spätestens seit dem Dortmund Spiel (der Club verdient unsere ganze Aufmerksamkeit) war die bis dahin überraschende offensive Spielweise Verbeeks dekodiert und alle Trainer haben sich das mehr oder weniger abgeschaut.
    Gebt dem FCN ruhig Ballbesitz im Mittelfeld, laßt sie schön nach vorne schieben (am 16er ist allerdings spätestens Schluß) dann auf Fehler warten und auf agressive Balleroberung spielen und mit 1-2 Pässen durch die hochaufgerückte Abwehr hindurch, die dahinter dann keine Sicherheit mehr hat.

    Auf das Konzept der Gegner, daß uns nicht nur Bremen auch allzudeutlich vorgeführt hat, gab es von Verbeek nie eine Antwort. Wenn wir uns nicht nach dem Gegner richten, dann richten die sich eben nach uns und das erfolgreich 🙂

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  • Ich frage mich wirklich, weshalb Verbeek bei manchen so beliebt ist. Gleich Anfangs befürchtete ich mehrfach, daß Verbeek wohl ein guter Trainer sei, aber halt nicht für unseren Kader der Richtige wäre sondern eben für Hoffenheim oder Gladbach passend. Und diese Meinung habe ich immer noch.
    Beim Gladbach-Spiel hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, daß wir eine wirkliche Siegchance hätten. Wie üblich „dominierten“ wir das Spiel: Das heißt für mich hauptsächlich ein Ballgeschiebe bei eigenem Ballbesitz in der Viererkette, hatten aber gleichzeitig weniger Torchancen wie der Gegner, wie auch bereits in den Spielen vorher.
    Irgendwo las ich, daß der Glubb inzwischen Spitzenreiter in zugelassenen Torschüssen ist. Kein Wunder, daß Schäfer in den Torhüterstatistiken soweit vorne steht.

    Verbeek hat den Glubb am 10. Spieltag übernommen und seine Erfolgsbilanz sieht für mich definitiv alles Andere als überzeugend aus:

    Von 21 Spielen unter seiner Ägide bisher

    gewann der Glubb 5 Begegnungen,
    er spielte 5 Spiele remis
    und verlor die restlichen 11 Spiele.

    Das macht von 63 möglichen Punkten magere 20 Punkte, also nur 33% Ausbeute.

    Am 9. Spieltag standen wir auf dem 16. Platz mit zwei Punkten Vorsprung auf den letzten Platz und einem Torverhältnis von -8 Treffern.
    Jetzt stehen wir auf dem 17. Platz mit einem Punkt Vorsprung auf den letzten Platz und einem Torverhältnis von -23.

    Ich befürchte für den für mich doch schon vergleichsweise sicheren Abstieg – gegen schwache Mannschaften wurde katastrophal verloren (Bremen, HSV, Frankfurt usw.), weshalb sollte man gegen bessere Mannschaften gewinnen – bei einem Bleiben des Trainers einen Durchmarsch in die Dritte Liga.

    Ich werfe ihm vor allem eine fehlende, taktische Flexibilität vor. Wenn doch schon eine Menge an Spielern fehlt, weshalb wird dennoch nur versucht, sogar bei eigener Führung auswärts, weiter einen Hurra-Fußball zu spielen?
    Entweder er versucht es doch und unsere Spieler sind zu doof das umzusetzen, dann liegt es ja doch wieder am Trainer, wenn er das den Spielern nicht beibringen kann (Kader vs Verbeek).
    Oder er versucht es nicht, was in unserer Situation aber der völlig falsche weg wäre (Kader vs Verbeek II).

    Beispielsweise haben wir zweimal in Freiburg geführt, aber es wurden keine Versuche unternommen, das Ergebnis durch eine andere Spielstrategie zu verteidigen.

    Glubb unter Verbeek ist für mich ein gescheitertes Experiment. Leider, wie ich wirklich bedauernd feststellen muß.

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    • Woschdsubbn,

      … und die Club-Verantwortlichen sollten sich ernsthaft überlegen, ob sie mit einem gescheiterten Experiment in der 2. Liga weitermachen wollen.

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      • Töffi: … und die Club-Verantwortlichen sollten sich ernsthaft überlegen, ob sie mit einem gescheiterten Experiment in der 2. Liga weitermachen wollen.

        Das finde ich nun totalen Käse. Woran scheitert denn das Experiment, wenn es denn so käme? An der Unmöglichkeit, eine eingespielte Mannschaft aufzubieten. So lange wir das konnten, v.a. nach der Vorbereitung, hatten wir auch die Resultate. Für mich heißt das, wenn wir einen Neuaufbau machen, gibt es auch wieder eine in der (diesmal längeren) Vorbereitung eingespielte Mannschaft. Die Basis des Erfolgs. Es gibt keinen vernünftigen Grund, das anzuzweifeln, denn die spielerische Qualität einer nach einem Abstieg zusammengestellten Mannschaft sollte doch dem überwiegenden Rest der Zweitligisten überlegen sein. Da haben wir dann doch vergleichsweise großzügige Mittel um das zu realisieren.

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    • Woschdsubbn,

      Ich hab die Lobhudelei auf Verbeek, noch während seiner ersten Halbzeit (gegen Stuttgart), auch nicht verstanden. Trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung: Mit Chandler, Ginczek und Hasebe im Kader hätten wir ca. 6-9 Punkte mehr.

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    • Woschdsubbn:
      Gleich Anfangs befürchtete ich mehrfach, daß Verbeek wohl ein guter Trainer sei, aber halt nicht für unseren Kader der Richtige wäre sondern eben für Hoffenheim oder Gladbach passend. Und diese Meinung habe ich immer noch.

      Hörnla hatte es schon ausgeführt, aber nochmal:
      Verbeek war vor der Winterpause der Richtige für diesen Kader, der Erfolg begann sich ja abzuzeichnen. Nur verlor man während und kurz nach der Winterpause Schlüsselspieler in einem Maße, welches für einen Verein wie den Club nicht zu kompensieren ist.
      Ich bin da ganz bei Stefan und denke sogar, dass wir ohne die Verletztenmisere mindestens 9 Punkte mehr hätten. Selbst ohne Hasebe, Chandler und Ginczek hätten wir wahrscheinlich 3-6 Punkte mehr, wenn man in der Zeit danach mal ein paar Wochen lang dieselbe Startelf hätten aufbieten können. Konnten wir aber nicht, aus den verschiedensten Gründen.
      Das jetzt Verbeek in die Schuhe schieben zu wollen halte ich, mit Verlaub, für völlig daneben.
      Aber das ist ja der übliche Mechanismus:
      Einer muss Schuld sein, im Zweifelsfall der Trainer. Bei manchen ist es ja auch Martin Bader.

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      • Gibt ja mehrere Stimmungslagen.

        1. Verbeek ist gar kein guter Trainer, weil er nur eine Idee hat und die kurz überraschte, dann aber in so einer starken Liga wie der Bundesliga schon schnell entschlüsselt war

        2. Verbeek ist ein guter Trainer, aber er braucht auch einen guten Kader, weil sein System mit einem BVB vielleicht der Knaller wäre, aber er aus einem limitierten Haufen keine Ballarinas machen kann. Wie sagte das mal Klopp: „Du kannst zwar so tun, als würdest du kämpfen, aber du kannst nicht so tun, als würdest du spielen können.“

        3. Verbeek ist nur bedingt ein guter Trainer, weil er vielleicht sogar einem limitierten Kader das Spielen beibringen kann, bei Rückschlägen aber keinen Plan B dabei hat. Entweder es klappt eben – oder halt nicht.

        4. Verbeek ist eine arme Sau (umgs.). Kommt zu einem Haufen, der vollkommen verunsichert war, sieglos dem Desaster entgegentrudelte und personell eh schon auf Kante genäht war. Und als man gerade so dabei war, bisschen Kopf rauszustrecken, haut es dir auch noch die letzten Standfüße weg. Mit der Situation wäre kein Trainer der Welt zurecht gekommen – Wunder ausgenommen, aber die gibt es nicht im Versandhandel.

        5. Verbeek ist ein Trainer, der seine Macken hat, stur ist und sich manches mal wider besseres Wissen lieber zu seinen Überzeugungen bekennt als sich zu verbiegen. Damit riskiert er vielleicht seinen Job und vielleicht sogar den Erfolg, bietet dafür aber Authentizität, Werte und Glaubwürdigkeit an. Verschreiben sich dann alle dieser Idee und es gelingt, wird man vielleicht nicht Meister, aber wird besseren Fußball sehen und Ideale vermitteln, die über den Fußball weit hinausgehen und auf die man stolz sein kann, scheitert er, wird er genau dafür vom Hof gejagt.

        6. Verbeek ist der Messias und wenn man nur bis zum Schluss den Glauben behält, auch wenn noch weiter 10 Spieler ausfallen, wird man übers Wasser zum Klassenerhalt wandeln.

        Sucht euch aus, was euch am nähsten kommt. Und nicht vergessen: Auch im trübsten Moment hilft manchmal ein Augenzwinkern.

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    • Woschdsubbn:
      Ich frage mich wirklich, weshalb Verbeek bei manchen so beliebt ist.

      (…)

      Glubb unter Verbeek ist für mich ein gescheitertes Experiment. Leider, wie ich wirklich bedauernd feststellen muß.

      Egal, ob Deine Analyse zutrifft oder nicht, Du kannst doch nicht ernsthaft Verbeek vorwerfen kein Rehagel zu sein.
      Genauso wie niemand von Rehagel Ballbesitzfussball a la Barcelona erwarten kann.

      Wenn es tatsächlich, wie von Dir beschrieben, nicht mit Kader und Verbeek funktioniert, dann ist das eine Fehleinschätzung von Bader und nicht Verbeek anzulasten, er hat ja nicht versprochen schön defensiv zu spielen, oder?
      Und was für Dich Flexibilität ist, das ist für andere Zweifel und Unsicherheit. Wiesinger hat in seiner Endphase viel geändert, daß hat aber niemand als „flexibel“ angesehen, sondern nur als panische Rettungsversuche eines überforderten Übungsleiter.

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      • Gerd: Und was für Dich Flexibilität ist, das ist für andere Zweifel und Unsicherheit. Wiesinger hat in seiner Endphase viel geändert, daß hat aber niemand als “flexibel” angesehen, sondern nur als panische Rettungsversuche eines überforderten Übungsleiter.

        Wohl wahr, sehr treffender Einwand. Wie bereits im „Einwurf“ an anderer Stelle beschrieben, lohnt durchaus der Blick zurück zu Wiesinger. Dort wurde ja das gespielt, was heute gefordert wird. Und wie du schreibst wurden seine Maßnahmen (erst abwarten, dann alles auf eine Karte, erst konstant, dann alles ausprobieren was geht) ihm zum Vorwurf gemacht. Oder um es einfach auszudrücken: Wenn deine Maßnahmen nicht funktionierten, müssen ja die anderen richtig sein. Leider stimmt die Gleichung nicht, was der Club in der Saison schon eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat.

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  • @woschdsubbn,trotzdem hatte der club am 9.Spieltag einen Punkteschnitt,der nach 34 Spieltagen 22 Punkte gebracht hätte-nach der derzeitigen Lage-unter Verbeek-und dem derzeitigen Punkteschnitt holt der club 23 Punkte,allerdings in nur 24 Spielen.macht 31 am Ende.
    Ob dann der Trainer,wenn es nicht reicht, schuld war,das System,die empfindlichen Benachteiligungen,die fehlende Qualität der Mannschaft,das Verletzungspech-da kann sich jeder das ihm naheliegende heraus suchen

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  • Wir müssen nur auch immer bisschen aufpassen, dass wir nicht zu persönlich werden. Zuweilen hat man den Eindruck, man müsse sich quasi entschuldigen dafür, dass man einen Spielstil gut findet, einen Trainer kompetent oder einen Sportdirektor gut. Alle suchen immer nach Schuld. Scheinbar geht das in unserer Gesellschaft nicht anders. Es braucht Schuld und einen Schuldigen. Und wenn der ausgemacht ist, sind alle Fürsprecher mit schuldig. Quasi in Sippenhaft genommen, mitgefangen, mitgehangen. Mir ist das persönlich relativ schnuppe, ob einer Schäfer schon seit Jahren für nen Fliegenfänger hält, Bader für inkompetent und Verbeek für den falschen Mann für diesen Verein, den richtigen Trainer für die falschen Spieler oder den falschen Trainer für den richtigen Fußball bei diesem Verein. Wir haben unsere Meinungen und verdammt die sollen wir auch haben dürfen. Solange sie nicht abwertend formuliert sind oder störend vorgetragen. Und niemand muss sich hier entschuldigen, weil er gestern Verbeek zujubelte und wir dann doch absteigen, genau so wenig wie sich keiner entschuldigen muss, weil er heute an Verbeek zweifelt und am Ende (hoffentlich) dann doch den Klassenerhalt feiert, weil noch der Knoten platzte.

    Natürlich kann man danach fragen, welche Ursachen am Ende welche Wirkungen hatten. Natürlich wird man nach der Saison – so oder so – nicht umhin kommen die Fehler zu analysieren und auch daraus Schlüsse und Konsequenzen zu ziehen. Dazu dürfen wir auch Meinungen haben und Argumente austauschen, aber keiner hier steht in der Verantwortung, am Ende auch zu handeln. Verbeek sagte das so schön: „Journalisten und Fans haben Meinungen, aber wir Trainer haben die Verantwortung – und wir werden dann auch entlassen“. Als Fan wird man nicht entlassen, wenn man in seiner Analyse und Prognose und Handlungsempfehlung wieder mal knapp daneben lag. Das muss einen nicht abschrecken trotzdem eine Meinung zu haben, aber sollte doch eine gewisse Demut mit sich bringen, Demut gegenüber denen, die in der Verantwortung stehen und denen es sich schlaflose Nächte bringt, weil sie wissen, was so ein Abstieg auch für die Menschen um sie herum bedeutet (auch im ganz kleinen, angefangen bei der Entlassung von Mitarbeitern), aber auch Demut gegenüber anderen Kommentatoren, die sich genau so Sorgen machen und genau so ungern persönlich angepisst werden, nur weil sie einfach eine andere Sicht der Dinge haben, andere Fehler vermuten und andere Lösungen für richtiger ansehen.

    Wenn das klappt, dann kriegen wir das hier auch in Würde zu Ende in dieser Saison.

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  • Nachtrag:
    Ich habe gerade erst den Artikel vom Uli gelesen:
    „…mit dem in der Mannschaft allerdings nicht mehr unumstrittenen Niederländer zusammenzuarbeiten.“
    Wenn das stimmt, ist das ein Alarmsignal erster Güte. Allerdings müsste man erst mal wissen: Wer und warum?
    Dass ein Trainer bei einigen seiner Spieler nicht unumstritten ist kommt ja immer wieder mal vor.

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    • Claus:
      Nachtrag:
      Ich habe gerade erst den Artikel vom Uli gelesen:
      “…mit dem in der Mannschaft allerdings nicht mehr unumstrittenen Niederländer zusammenzuarbeiten.”
      Wenn das stimmt, ist das ein Alarmsignal erster Güte. Allerdings müsste man erst mal wissen: Wer und warum?
      Dass ein Trainer bei einigen seiner Spieler nicht unumstritten ist kommt ja immer wieder mal vor.

      Alles andere würde mich sogar ausgesprochen wundern! Genau wie unsere Diskussionsrunde hier wird es doch 100%ig auch im Kader abweichende Meinungen geben, Meinungen, die genau so der Ansicht sind, eine schöne Wagenburg ist doch viel Erfolg versprechender als so eine Ausfall-Taktik.

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      • Alexander Endl | Clubfans United

        Ja, aber wer? Es wird dann ja wohl kaum ein Spieler aus der Offensivabteilung sein. Wobei mir natürlich aus der Sparte schon einer einfällt, der mal wieder unzufrieden sein könnte, mMn sogar zurecht. Was Kiyotake derzeit zumutet kann kaum noch unterboten werden.

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  • Mal kurz den „Heiligen drei Königen“, die uns fehlen, Chandler, Ginzek und Hasebe.

    Sind wir doch mal ehrlich, was wurde auch hier auf Chandler geschimpft, dem Lustlosigkeit und bisweilen auch bundesligatauglichkeit unterstellt wurde. Aber scheinbar tut eine Verletzung in der Wahrnehmung so gut, daß wir ohne Chandler angeblich nicht mehr Fußball spielen können.

    Bei Hasebe waren Licht und Schatten in etwa gleichmäßig verteilt.
    Ginzek nach seiner ersten schweren Verletzung auch nicht wieder in der Form, die er in der Vorbereitung und einem schönen 1.Spiel angedeutet hat, das begann gerade mal sich so langsam wieder in die richige Richtung zu entwickeln, bevor die neue schwere Verletzung kam.
    Klar fehlen solche Optionen, aber im letzten Drittel einer Saison fehlen jeder Mannschaft verletzungsbedingt wichtige Spieler. Hat der HSV gegen uns mit oder ohne Lassoga gewonnen?

    Für mich ist das Fehlen dieser 3 nicht die Kardinalsausrede oder das Alibi für den totalen Einbruch. Ich glaube schon eher daran, daß die taktische Ausrichtung Verbeeks sich zu weit herumgesprochen hat und die Lösungen dafür auch und Verbeek zu wenig flexibel ist (manche sagen stur), um auf eine veränderte Lage taktisch zu reagieren.

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    • juwe,

      die drei allein wären es vielleicht nicht so gewesen, wobei man vor allem Hasebe nicht ersetzen konnte. Aber das war ja noch nicht alles. Gleichzeit fehlten Nilsson, Pogatetz und bei Höchststand 8 potenzielle Stammspieler en bloc. Denke, dass dass das Problem exponenziell verstärkte, auch weil die Ausfälle ständige Umbauten erforderten. Verbeeks „System“ hat ja vor allem eines offenbart: Er strebt nach einem stabilen Gerüst. Man unabhängig davon, ob man das gut findet: Verbeek wurden nicht nur die Spieler „genommen“, die er braucht, ihm wurde auch die Chance entzogen das wenigstens mit Konstanz auf den Positionen abzufangen.

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  • @Hörnla:

    Du schreibst:

    „…eine Menge haarsträubender Fehlpässe im Mittelfeld. Die führen zu gegnerischen Chancen, nicht irgendeine Systemfrage. Was das mit dem System zu tun haben soll, wenn ein Spieler 20 Meter vor dem eigenen Tor in einem, zugegebenermaßen hart geführten Zweikampf, den Ball verliert und so der erste Schritt zu einem Gegentor eingeleitet ist, das muss mir erstmal jemand erklären.“

    Bezogen auf den Ballverlust von Frantz, der ein individueller Fehler war, gebe ich dir Recht, nicht aber, was das 1:1 betrifft. Das war ein systembedingter Gegentreffer. Wenn die Defensive nicht so weit aufgerückt wäre, wäre das Tor wohl nicht gefallen. Und nach dem Strickmuster „Fehlpass beim Spiel in die Spitze – freie Fahrt Richtung Club-Tor“ hat unsere Mannschaft unter Verbeek schon etliche Gegentreffer hinnehmen müssen. Dass der Trainer das nicht abstellt, leuchtet mir nicht ein. Das muss er doch sehen. So offen kann man spielen, wenn man dringend ein Tor braucht, aber doch nicht bei einer 1:0-Führung in einem Auswärtsspiel. Nach dem 1:0 hätte der Trainer das Signal geben müssen: Safety first! (Ich betone FIRST, weil ich nicht reines Mauern meine.) Eine Bundesligamannschaft sollte schon in der Lage sein, während des Spiels mal die Strategie etwas zu ändern.

    Wenn man dem Gegner schon personell unterlegen ist, sollte man nicht so dämlich sein, ihm durch eine völlig unnötige offensive Ausrichtung des Defensivverbands in die Karten zu spielen. Die kritischen Worte Schäfers nach dem Spiel zielen m.E. auch in diese Richtung.

    Verbeek scheint wenig lernwillig zu sein. Bin mir auch nicht mehr sicher, ob er bei Abstieg bleiben sollte. Um einen offensiven Fußball holländischer Prägung zu spielen, braucht man technisch ausgereifte, intelligente Spieler – auch in der zweiten Liga. Ob er genug von dieser Sorte zur Verfügung haben wird, ist fraglich. Wobei sich ohnehin die Frage stellt, ob man in der zweiten Liga, in der viele Mannschaften doch eher über die Robustheit kommen, mit einem auf Attraktivität ausgelegtem Konzept zum Erfolg kommt.

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    • belschanov,

      ich weiß nicht, ob es wirklich einen „systembedingter Gegentreffer“ nach Fehlpass im Aufbauspiel gibt. Kein Verein in der Liga bleibt wohl mit seinen Verteidigern bei Ballbesitz auf einer Linie hinten. Um Anspielstationen zu haben muss man quasi aufrücken und wenn in dieser Phase ein Pass im zentralen Mittelfeld in den Fuß des Gegners kommt, ist die Messe wohl in jedem Spiel halb gelesen.

      Die Frage ist eher generell: Wie viel „Mut“ darf man bei solchen Pässen erlauben? Wir fragten das ja schon vor einiger Zeit mal, als Campaña so 2 Böcke drin hatte. Verbeek ermutigte ihn danach ja durchaus, diese Art von Pässen nicht sein zu lassen, ich kann mir aber gut vorstellen, dass er im persönlichen Gespräch ergänzte „aber bitte nicht auf der 6er Position“. Denn das ist der entscheidende Punkt, den wohl manche im Spielaufbau noch nicht verinnerlicht haben: Steht noch einer hinter dir, dann probier ruhig mal was aus, aber wenn deine Absicherung vorne winkt, dann pass doch bitte lieber schnell und kurz und präziese und sei dann selbst die Absicherung für den, den du anspielst. So wird dann ein Schuh draus.

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  • Sehr schöne Analyse, die auch meiner Denke entspricht. Gegenargumente zu finden ist im aktuellen Misserfolg nicht schwer, aber doch fehlt der Nachweis, dass es dann besser wäre. Weil es hier schön reinpasst, wiederhole ich den Kommentar von woanders:

    Ich finde es befremdlich, ausgerechnet unsere Schwachstelle als zentralen Punkt einer neuen Taktik zu fordern. Schön, stellen wir uns hinten rein und warten ab, wie lange es dauert, bis wir das Tor kassieren…

    Ich glaube, wir müssen den Gegner davon abhalten, unsere Defensive zu beschäftigen. Der Ansatz dazu ist richtig, aber es erfordert eine fehlerloseres Spiel und eine bessere Kompaktheit im Mittelfeld, mehr Struktur beim Umschalten. Das alles erfordert ein eingespieltes Team, das aufeinander abgestimmt ist. Daran scheitern wir zur Zeit. Vor der großen Verletztenmisere hat das gut funktioniert, wir haben gewonnen. Jetzt stolpern wir von einer personellen Katastrophe in die nächste. Wie soll das gegen wesentlich stärker aufgestellte Mannschaften kompensiert werden können?

    Auf das Tor warten funktioniert aber auch nicht, wir können uns nicht mehr auf Standards verlassen, wir müssen aktiv sein, um zu gewinnen. Das ist keine Frage der Taktik, das ist eine Frage der Qualität und des fehlenden Spielglücks.

    Und wie sollen wir dem Gegner den Schneid abkaufen, wenn er einen unserer aggressivsten Kämpfer im Mittelfeld aus dem Spiel prügelt? Gut gemacht, Schneid abgekauft. Leider dem falschen…. War ja auch nicht das erste mal, ist quasi ein deja-vu von Frankfurt.

    Wobei ich belschanovs Einwand auch nachvollziehen kann. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass das systembedingt war, sondern dem auch taktischen Substanzverlust geschuldet. Sicher gehört da gegengesteuert, doch auch Verbeek wird das Problem erkennen und hat vermutlich auch schon einiges versucht. Die Disziplin, das umzusetzen muss aber von den Spielern kommen. Ein Hühnerhaufen kann wohl eher nicht der taktische Plan gewesen sein….

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  • Man sieht und liest hier wirklich sehr diverse Meinungen ueber wer Schuld hat und was anders kommen muss in dieser Situation.
    1. Die jetzige Situation erinnert mich ein wenig an Duesseldorf in der letzten Saison, die konnten ihre letzten Spiele auch nicht gewinnen und sind jetzt gerade mal Mittelmass in der Zweiten Liga.
    2. Die Argumente hier ueber Verbeek sind schon sehr ueberzeugend, so zum Beispiel das er stur an seinem Offensiv System festhaelt und wirklich nur ein System anscheinend kennt.
    3. Auf Hasebe wuerde ich die Situation aber nicht festmachen, denn er fehlt schon die ganze Rueckrunde und da hat der Club ja schon besser gespielt. Aber die Ausfaelle von Chandler und Ginzcek sind da schon viel schwerwiegender. Chandler hat defensiv halt doch mehr drauf als Angha und Ginzcek in normal Form bringt halt doch auch Gefahr fuer die Abwehr des Gegners. Dazu kommt die vielen Umstellungen wegen anderen Ausfaellen und wir haben ein Disaster an der Hand.
    4. Die Mannschaft kommt manchmal doch sehr naiv daher, wenn man die vielen Fehler sieht, das ist aber auch die Jugend. Man muss halt auch sagen das wir gezwungen waren eine doch sehr Junge Mannschaft in die Spiele zu werfen.
    5. Es waere jammerschade wenn der Club jetzt absteigt denn wir waren wirklich auf dem richtigen Weg. In Revue, wir haben endlich die vielen Leihspieler abgeschafft, haben auch wirklich gute Spieler verpflichtet, wuerden wahrscheinlich noch ein paar dazubringen im Sommer. All das spricht fuer die Fuehrung des Vereins.
    6. Zu guter letzt, sollte Verbeek Trainer bleiben wenn wir wirklich absteigen sollten? Die Argumente die hier einige vorgebracht haben das Verbeek nur ein System kennt und das die anderen Mannschaften sich auf dieses System eingestellt haben ist wirlich nicht ohne Meriten. Ausserdem scheint es das er einige Spieler auch nicht besser erreicht als Wiesinger (siehe Mack). Ich muss sagen das ich Verbeek sehr sympatisch finde, leider bin ich nicht ueberzeugt das er der richtige Trainer fuer den Club in der Zweiten Liga waere obwohl er dort wahrscheinlich sein offensiv System besser zur Geldung bringen koennte als in der Bundesliga. Die Zweite Liga ist doch einigermassen schlecht und dort waere der Club doch wahrscheinlich der Primus aber nur wenn er eine top Mannschaft zusammen bringt oder haelt.

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  • Habt ihr gestern Eckstein in Blickpunkt Sport gesehen? Ein bisschen mehr Aufmunterung hätte ich mir von einer Club-Ikone schon erwartet. Der Mann sieht ja noch schwärzer als ich…

    Schön war das Kurz-Interview mit Drmic: „Ich konzentriere mich voll auf den Fußball, das übrige erledigt meine Familie und mein Berater.“

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    • belschanov: Habt ihr gestern Eckstein in Blickpunkt Sport gesehen? Ein bisschen mehr Aufmunterung hätte ich mir von einer Club-Ikone schon erwartet. Der Mann sieht ja noch schwärzer als ich…

      Mit einer Portion Sarkasmus goutiert war Eckstein durchaus unterhaltsam. Was er sagte, war ja nicht von der Hand zu weisen und ist dabei auch niemand persönlich auf den Schlips getreten. Dass er sich bei der Darbietung in Wolfsburg auch nix gg Leverkusen erwartet, ist ja wahrlich kein Schwarzmalen. Und dass manche zwar bemüht wirken, aber doch nicht so den Geist versprühen, es gehe gerade um die Existenz, ist auch nicht von der Hand zu weisen. Bis auf Feulner und Schäfer sah ich da auch sonst keinen, der wirklich wirklich wirklich den Eindruck vermittelte, man spiele um Alles oder Nichts.

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      • Alexander Endl | Clubfans United: Was er sagte, war ja nicht von der Hand zu weisen und ist dabei auch niemand persönlich auf den Schlips getreten.

        Angebote für gute Spieler kommen ständig und werden ständig sondiert, das ist ja die Aufgabe von Beratern. Sprich, warum betont Herr Eckstein das an so prominenter Stelle? Er hat führenden Spielern mehr als nur unterschwellig unterstellt, sie hängten sich nicht mehr richtig rein, weil sie sich „längst anderswo umgeschaut“ hätten und das haben sowohl Moderator als auch Publikum auch genau so verstanden.
        Die Statistik Kiyo, nur mal als Beispiel, sagt 10,8 km gelaufen, Zweikampfbilanz 53 Prozent gewonnen (denke mal, das ist für seine Statur und Zweikampfstärke gar nicht so schlecht), 73 Prozent angekommene Pässse. Ich denke, ein Herr Kiyotake muss sich bei solchen Werten nicht vorwerfen lassen, er habe nicht versucht zu geben, was sein Arbeitgeber von ihm mit Fug und Recht verlangen kann. Auch ein Dieter Eckstein hatte nicht nur brillante Spiele in seiner Karriere. Wenn derartige Unterstellungen nicht höchst persönliches Auf-den-Schlips-Treten sind, dann bin ich ja mal gespannt auf Aussagen, die in Deinen Augen das Kriterium des persönlichen Auf-den-Schlips-Tretens erfüllen.

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        • Hörnla: Die Statistik Kiyo, nur mal als Beispiel, sagt 10,8 km gelaufen, Zweikampfbilanz 53 Prozent gewonnen (denke mal, das ist für seine Statur und Zweikampfstärke gar nicht so schlecht), 73 Prozent angekommene Pässse. Ich denke, ein Herr Kiyotake muss sich bei solchen Werten nicht vorwerfen lassen, er habe nicht versucht zu geben, was sein Arbeitgeber von ihm mit Fug und Recht verlangen kann.

          vergiss nicht die Torvorlage (naja, eigentlich 2) :mrgreen:

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        • Hörnla,

          wahrscheinlich hast du Recht. Ich nehm Eckes halt eher als „emotional befangen“ wahr, weniger als Repräsentant von irgendwas. Entsprechend legte ich viel Milde bei der Bewertung des Auftritts an. Aber in der Tat: Wenn man es so auseinander nimmt, was er so sagte, dann kann man durchaus damit sein Problem haben.

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  • Ich hab mal einen Tag Auszeit genommen, sah dann diesen Beitrag mit Eckstein im BS und dachte dann, daß ich wohl Meldungen verpasst hab, Drmic und Kyiotake schon bekannt gegeben haben, daß sie den Verein wechseln. Ich hab dann in der NN geforstet und nichts gefunden. Also nehm ich mal an, daß das nur Meinungen im BS waren von Eckstein und dem Moderator. Auch die restlichen Aussagen fand ich schon etwas seltsam übertrieben negativ.

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  • Das Verbeek stur sein System durchzieht und nicht auf den Gegner eingeht sehen unabhängige Fußballinteresssierte durchaus anders:
    „Darüber hinaus punktete Verbeek bisher oft mit geschickten Detail-Anpassungen, die womöglich eine entscheidende Stärke im Abstiegskampf sein könnten. Diesmal waren sie deutlich unterlegen, doch zuvor verloren sie oftmals unglücklich oder durch fehlende letzte Konsequenz – nun müssen die Nürnberger ihre taktischen Stärken in Ergebnisse umwandeln.“ http://spielverlagerung.de/2014/04/13/vfl-wolfsburg-1-fc-nurnberg-41/

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  • Betreff Demut
    Ich möchte da, mit gewissen Einschränkungen, widersprechen. Denn es ist keineswegs so, dass gilt: eine Meinung ist eine Meinung ist eine Meinung und vor allen gilt es gleichermaßen (!) Respekt zu haben. Für mich ist die Basis entscheidend und die ist in der realen Welt nicht anders als in der virtuellen. Will jemand mit mir diskutieren oder auch polemisieren (ein unterschätzter und zu Unrecht diskreditierter Spaß), so verlange ich schon (die Lebenszeit ist ja begrenzt und sollte nicht im Übermaß unnütz verschwendet werden), dass der/diejenige sich zumindest die Mühe macht, auf das einzugehen, was ich sage und vertrete. Man kann gerne konträrer Meinung sein – aber warum soll ich respektieren, wenn jemand mich mit den inmmergleichen Platitüden vollzuschwallen versucht, ohne nur im geringsten darauf einzugehen, was ich sage, ja nicht einmal den Versuch zu unternehmen, die Argumentation, nein, nicht zu verstehen, aber doch nachzuvollziehen? Bei den NN schreibt beispielsweise immer einer Kommentare, der hat den Urgrund allen Übels schon seit je her ausgemacht: den „Sparnickel“ Bader. Solchen Leuten nehme ich auch nur annähernd gleiche Sorge um den Club wie ich sie habe einfach nicht ab, denn sonst müssten sie mal bereit sein, anstatt beständig das Ego ihrer eigenen brillanten Erkenntnis zu füttern, aus ihrer reichlich engen Box herauszudenken.

    In diesem Sinne ging es mir bei Dieter Ecksteins Auslassungen gestern ähnlich wie belschanov. Bei allem Respekt Eckes, vor Deiner Lebensleistung, vor Deiner von mir in keinster Weise angezweifelten Liebe zum Club – aber sich in der Öffentlichkeit hinzustellen und eben nicht als Hans Arsch, sondern als Dieter Eckstein, jemand mit Rang, Namen, (großartigem) Ruf von sich zu geben „Gegen wen wollen die denn noch gewinnen?“ – wenn man bei noch 12 zu vergebenden Punkten gerade mal einen Punkt hinter dem Relegationsplatz liegt und wenn man diese Aussage auch nicht direkt nach dem Wolfsburg-Spiel trifft, sondern in Ruhe und 24 Stunden später: sorry, das ist erbärmlich! Club-Legende hin oder her. Wenn die Hamburger so gedacht hätten, dann wäre Hyypiä heute noch Leverkusener Trainer und Braunschweig wäre wohl in der Liga überhaupt nie angetreten. Es ist eine Sache, das zu denken, es ist eine ganz andere, sich als Club-Ikone hinzustellen und das in der Öffentlichkeit zu verkünden. Somit die öffentliche Aufgabe zu zelebrieren. Gleichzeitig aber zwischen den Zeilen anzudeuten (gleich anzuprangern), dass Spieler wie Kiyo oder Drmic sich „natürlich“ schon längst anderswo umgesehen hätten und sich deshalb nicht mehr so reinhängen würden.
    Was sollen sie auch Anderes tun, wenn die Club-Legenden vier Spieltage vor Schluss öffentlich das Ligaende beschwören? Nein nein, zwischen den ewiggleichen Durchhalteparolen der Nach-Spiel-Interviews und solchem Land-Unter-Gerede, da ist doch noch eine ganze Farbpalette, die leider von einem großen und verdienten Spieler zugunsten eher dumpfen Geredes ungenutzt blieb.

    Weil wir schon dabei sind: ich kann das Gerede vom „holländischen Trainer“ nicht mehr hören! Was soll das denn eigentlich konkret sein/aussagen? Stevens und Verbeek – was die gemeinsam haben sollen außer ihrer Staatsbürgerschaft, das möchte ich mal erklärt bekommen. Man stelle sich mal alternativ vor: der deutsche Trainer! Alles dasselbe, Friedhelm Funkel und Klopp, alles dasselbe, alles „deutsche Trainer“… Ich denke, man versteht den Punkt.

    Leider treten wir als Clubberer in diesem Jahr in die Hoffenheimer Fußstapfen, wo damals auch die halbe Liga auf deren Abstieg hoffte, um endlich an Kevin Volland ranzukommen. Der Ausgang der Geschichte und deren Fortsetzung in der diesjährigen Saison, das sollte allerdings Ansporn und Vorbild sein.

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  • Seit geraumer Zeit bin ich stiller Beobachter/Leser dieses interessanten Forums. Ich muss still vor mich hinschmunzeln, wenn ich die Seelenlage und ändernden Meinungen der Fans im Verlauf der Saison beobachte. Es erinnert mich manchmal an den Wetterhahn auf der Nürnberger Burg.
    Als die Verpflichtung von mir damals unbekannten Verbeek bekannt wurde, wich meine Skepsis nach zwei Spielen. Ich habe größten Respekt vor diesem Mann, der das Beste aus der derzeitigen Situation und Spielermaterial macht. Wie schon die Vorgänger erwähnt haben, wir haben nicht die Spieler um jetzt im Abwehrverbund die Bälle hinten zu sichern und Vorn auf Glück zu hoffen und damit das Spielen einzustellen.
    Der Mann ist nicht stur oder nur seinem System verpflichtet.
    Ich trauere im Grunde der Tatsache nach, was alles möglich wäre, wenn er sein Stammpersonal zur Verfügung hätte und damit die Chance seine Spielidee zu verinnerlichen.
    Einer meiner „Vorschreiber“ hat Robert Mak erwähnt….
    Mak ist m.E. nicht Bundesligatauglich, nur schnell sein reicht nicht.
    Vermutlich steht der Abstieg bevor. Diesen allerdings am Verbeek festzumachen, wäre schon etwas billig.

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  • Hörnla und Außenseiter: Ihr sprecht mir aber sowas von aus der Seele!!!

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  • Was mich an der ganzen Situation eigentlich am meisten ärgert, ist, dass da einfach Augsburg daherkommt und unsere Saison spielt. Ich hab das anders geplant….

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  • @ Alexander
    Höhö, da war ich grad im Schreibfuror und nicht allem weiter folgend und so hätte ich mir gleich den letzten Kommentar sparen können 😉
    Soll ich Dir was sagen? Auch wenn viele das so sehen – ich habe, und ich gucke mir schon lange Club-Spiele an – soo viele leblose Darbietungen von Club-Mannschaften gesehen. Ich finde – inzwischen leider Minderheitenmeinung, aber das ist mir wurscht – dass das auf diese Mannschaft aber eben gerade nicht zutrifft. Sie versuchen, was sie können – und wir müssen uns damit abfinden, dass es halt manchmal nicht reicht. Aber ist das ein Fehler eines Jungen wie Angha, den man langsam einbauen und heranführen müsste, ein Fehler eines Stark, für den Gleiches gilt, ein Fehler eines Campana? Der Abstiegskampf kann hier viel kaputt machen.

    Mir blutet das Herz in diesen Tagen unaufhörlich, denn ich glaube, dass wir, wenn wir drinbleiben, in diesem Jahr endlich einen ähnlichen Quantensprung weiterkommen könnten, wie ihn Gladbach hingelegt hat nach dem Reus/Dante-Verkauf, der trotz Verplemperung von Geld (De Jong), ja von viel Geld, soviel in die Kassen gespült hat, dass man die Mannschaft auch in der Breite ganz anders aufstellen konnte. Drmic könnte für den Club auch endlich mal richtig Reibach bedeuten – und das würde selbst gelten, wenn der von mir als hochwahrscheinlich angesehene Tausch mit Schieber (plus ein paar Millionen) zustande kommen würde. Endlich das Ziel vor Augen, auf das Jahre hingearbeitet wurde – wir dürfen einfach nicht absteigen. Nicht jetzt, nicht in diesem Jahr! So einfach ist das.

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    • Hörnla: ein Fehler eines Stark, für den Gleiches gilt,

      Stark ist übrigens unser bestbewerteter Defensivspieler im Kicker. Ich sehe in ihm ein enormes Potential. Was der jetzt schon für Pässe raushaut in der Spieleröffnung… Klar klappt nicht alles, aber das ist für mich ganz klar eine Zukunftshoffnung.

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    • Hörnla,

      du sprichst mir ja sowas von aus der Seele. Da kann ich mir mal eigene Beiträge sparen.

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  • Optimist,

    Zähle einfach die von Stefan erwähnten „Stammspieler-Punkte“ (6-9) dazu, pack‘ die +6 aus der „wahren Tabelle“ oben drauf – und schon bist Du in dem Bereich, den auch ich so geplant hatte ?!

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  • Und noch ist der Ruhmreiche ja noch nicht abgestiegen !
    Der HSV und der VFB haben ebenfalls ein schweres Restprogramm.
    Bei Braunschweig ist Kumbela verletzt.
    Ohne ihn wirds schwer noch Siege zu generieren. Leverkusen und Hannover sind schlagbar. Gegen Mainz eins zu eins…..
    Und sollte Schalke schon früher am Ziel sein, wer weiss…..
    Also liebe Mannschaft :

    Gras fressen, kämpfen bis zum Kotzen und Tore schiessen nicht vergessen.TOOOOORRRREEEE…wenn ihr 3 kriegt, 4 schiessen ! Ganz einfach….
    Lauft um euer Leben ! Ballert die Chemietruppe am Sonntag aus dem Stadion ! Zeigt dem Karnevalsverein ne Woche später was Fasching bedeutet ! Und im Mai winkt ihr auf der Überholspur den Hannoveranern in ihrem Teambus zu ….und in Gelsenkirchen gibts die fette ´In-der-ersten-Bundesliga-Drin-Bleib-Party´ mit unseren Schalker Fanfreunden……also fürchetet euch nicht, mir ist auch nicht wohl….

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  • Zuerst ist es natürlich schon so dass es Verantwortlichkeiten gibt, Bader und Verbeek sind hier zu allererst zu nennen. Verantwortlichkeit heißt aber eben nicht Alleinschuld, Verantwortlichkeit bedeutet nicht, dass nach einem Misserfolg sofort der Kopf zu fordern wäre.

    Natürlich war das Spiel gegen Wolfsburg schlimm, natürlich konnte die Mannschaft nicht zeigen, dass sie in die Liga gehört. Allerdings muss man eben auch konstatieren, dass da eine Mannschaft spielt, die allein für Gustavo und de Bruyne mehr ausgegeben hat als wir für unsere gesamte Mannschaft. Dass uns Wolfsburg überlegen sein sollte, war vorher schon klar, natürlich hätte es ein Wunder geben können, natürlich hätten wir Glück haben können, natürlich hätte die Mannschaft an diesem Tag über sich hinaus wachsen können. Hat es ja alles schon gegeben im Fußball. Aber sind wir ehrlich, all zu oft passiert das auch nicht.

    Es ist also eigentlich am Samstag nichts passiert, was uns überraschen sollte. Wenn man manche Kommentare hier liest, scheint das aber doch einigen so gegangen zu sein. Natürlich darf man auf ein Wunder hoffen, erwarten sollte man es nicht.

    Ich verstehe auch das lamentieren über die angebliche Offensivtaktik von Verbeek nicht. Klar der ist Holländer, die immer mit ihrem totalen Fußball, das kennt man ja, Schublade auf und gut ist. Nur weil Verbeek lieber Fußball spielen lässt, weil er lieber den Ball hat als gegen den Ball zu arbeiten soll das jetzt die totale Offensive sein? Ich sehe nicht, dass wir nur offensiv spielen wollen. Dass wir versuchen den Gegner vom eigenen Tor weg zu halten, hat doch nichts mit bedingungsloser Offensive zu tun.

    Natürlich sind unsere Spieler verunsichert, manchmal auch überfordert, aber ist das nach dieser Saison ein Wunder? Ja wir machen zuviel Fehler, aber das liegt doch nicht an der Taktik.

    Und zu denen, die fordern, dass halt immer noch einer dahinter absichern sollte, das bedeutet schlicht, dass bei einem Konter niemals Abseits wäre, ob das Konter eher verhindert? Ob wirklich Fehlpässe vermieden werden, wenn es die ominöse „Absicherung dahinter“ gäbe? Sind wir ehrlich, natürlich wäre das nicht so.

    Das ändert nichts, dass wir zu viele Fehler machen. Aber dafür gibt es eben auch Erklärungen, wohl gemerkt Erklärungen, keine Ausreden. Uns fehlen echte Eckpfeiler, wir spielen mit jungen Spielern, die Fehler machen und nach einer solchen Saison fehlt dem einen oder anderen Spieler auch das Vermögen, jedes mal den Fehler des Nebenmanns zu kompensieren. Deshalb verlieren wir so viele Spiele. Sicher hat auch der Trainer nicht alles richtig gemacht, aber er hat doch sehr viel richtig gemacht, das konnte man auch in vielen Spielen vor der Winterpause und den ersten danach sehen. Natürlich muss man nach der Saison die Fehler und die Entwicklung aufarbeiten. Aber eben erst nach der Saison und dann muss der Vorstand entscheiden wie es weitergeht. Aber jetzt geht es um diese Saison, die ist noch lange nicht zu Ende. Wir haben noch eine Chance und selbst wenn wir keine hätten, es geht darum die Saison anständig zu Ende zu spielen. Es gibt noch Punkte zu holen, es gibt noch Spiele zu gewinnen und nur das sollte uns jetzt interessieren. Alles andere kommt danach.

    Wir sind der Club, ich bereue diese Liebe nicht, nicht wegen der paar schlechten Spiele, die gab es doch früher auch schon, das hat doch auch nie etwas geändert und das wird es jetzt auch nicht tun.

    Ich würde mich total freuen, wenn am Wochenende das Stadion voll wäre, wenn alle hinter der Mannschaft stehen, wenn alle zeigen es geht um uns, um unseren Verein und es geht darum, dass wir immer das beste geben. Vielleicht hilft das dann auch den Spielern etwas ruhiger zu werden. Vielleicht gibt das auch den Spielern die Sicherheit, die sie brauchen werden.

    Denn natürlich ist klar, auch am nächsten Wochenende brauchen wir wieder ein Wunder, wenn wir punkten wollen, aber Wunder gibt es eben auch immer wieder. Ich lasse mir diese Hoffnung nicht nehmen, nicht vor dem letzten Spieltag. Und wenn es am Ende nicht reicht, dann sollte es so sein. Wir kommen wieder, da bin ich ganz sicher.

    Der Club ist einfach mein Verein.

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    • Armin:
      Es gibt noch Punkte zu holen, es gibt noch Spiele zu gewinnen und nur das sollte uns jetzt interessieren. Alles andere kommt danach.

      Genau! Nicht mehr und nicht weniger.

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  • Dann möchte ich auch noch ein wenig Unmut auf mich ziehen. 😉
    Drmic ist wirklich ein super Stürmer, aber ich würde ihn sofort gegen ZWEI GUTE Stürmer tauschen, die Kiyo öfters bedienen kann.
    Ich stehe vielleicht alleine mit meiner Meinung, denke aber immer noch dass der Junge offensiv mehr drauf hat ihm aber die nötigen Mitspieler fehlen.

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    • Holle

      Wir hatten ZWEI GUTE Stürmer bis zum Bayernspiel Schon vergessen? Im übrigen dürfte Kiyo auch ruhig selbst mal schießen, wenn er im Strafraum ist, und nicht den Ball vertanzen wie gegen Gladbach.

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      • Claus:
        Holle

        Wir hatten ZWEI GUTE Stürmer bis zum Bayernspiel Schon vergessen? Im übrigen dürfte Kiyo auch ruhig selbst mal schießen, wenn er im Strafraum ist, und nicht den Ball vertanzen wie gegen Gladbach.

        2 Stürmer, von denen keiner ausfallen darf, was wäre denn gewesen, wenn Drmic statt Ginzek ausgefallen wäre?

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        • juwe: 2 Stürmer, von denen keiner ausfallen darf, was wäre denn gewesen, wenn Drmic statt Ginzek ausgefallen wäre?

          Ich will da noch gar nicht dem großen Schlussfazit vorgreifen, das wir uns sicher auch sparen sollten, bis die Messe gelesen ist. Aber sicher ist die Kaderplanung in allen Mannschaftsteilen dann zu beleuchten. Wobei ich für mich sagen muss: Für den Offensivbereich sah ich persönlich uns noch am besten gerüstet. Mit Peki, Drmic und Ginni, einen Colak in der U23, auf den Außen Mak, Gebhart, Esswein, dazu zentral Kiyo – dass wir da mal am Ende quasi nur noch Kiyo und Drmic haben, während der Rest entweder gesundheitlich oder aufgrund einer vollkommenen Stagnation in der Entwicklung quasi „ausfallen“, hätte ich mir nicht mal in düsteren Momenten ausmalen wollen. Da sah ich im zentralen defensiven Mittelfeld schon mehr Probleme und in der Abwehr hatte ich Bauchschmerzen ohne Ende.

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      • Claus:
        Holle

        Wir hatten ZWEI GUTE Stürmer bis zum Bayernspiel Schon vergessen? Im übrigen dürfte Kiyo auch ruhig selbst mal schießen, wenn er im Strafraum ist, und nicht den Ball vertanzen wie gegen Gladbach.

        Weiß nicht , so ein richtiger Torjäger war er ja nie. Klar könnte er auch mal einen reinmachen, aber mir fehlt er als Denker und Lenker.
        Mir blutet zur Zeit nur das Herz wenn ich (leider selten) sehe was Kiyo eigentlich für ein feiner Techniker ist und dann so wenig Selbstbewusstsein mitbringt. Ganz typisch dafür fand ich die letzte Aktion vor der Halbzeit in Wob.
        Dieser halbseidene Rückpass, anstatt die zwei Laternenpfosten einfach mal stehen zu lassen und sagt mir bitte nicht , dass er das nicht kann.

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  • Hörnla, der in meinen Augen beste Artikel/Kommentar dieser Saison! Danke!

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  • Wenn Drmic statt Ginczek ausgefallen wäre, dann wäre es wahrscheinlich genauso gelaufen wie jetzt. Klar keiner der beiden hätte über nahezu die gesamte Saison ausfallen dürfen. Leider ist es bei Ginczek so gekommen, denn wir dürfen ja nicht vergessen, dass er auch schon in der Vorrunde gefehlt hat.

    Auf die Probleme in der Offensive hat der Verein ja auch vor der Saison reagiert und mit Drmic und Ginczek zwei gute Leute geholt, Drmic gehört diese Saison sogar zu den besten Stürmern der Liga. Selbst Bayern tut sich schwer, wenn Rib oder Rob länger ausfallen und das bei diesem Kader. Dass wir Probleme bekommen, wenn ein als Stammspieler geplanter Stürmer über die gesamte Saison ausfällt sollte auch nicht als Fehlplanung gesehen werden.

    Natürlich wäre es schön gewesen, Peki hätte nach dem Ausfall von Ginczek in die Presche springen können und eine ähnliche Leistung zeigen können, wie in seinem ersten Jahr. Hätte er ein, zwei Mal mehr glück gehabt, wäre bei ihm vielleicht wieder der Knoten geplatzt. Sollte aber wohl nicht sein.

    Klar kann man jetzt sagen, dann hätte man es viel früher mit Colak statt Peckhart probieren sollen, aber der Trainer sieht beide Spieler in jedem Training, ich denke er kann am besten Einschätzen wer besser ist. Ich traue mir eine solche Diagnose jedenfalls nicht zu, ohne dass ich die Spieler jeden Tag sehen würde.

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  • Von Hecking würde ich mir immer noch gerne den Satz erklären lassen zu Pekharts Mitspielern, die Jungs müssen mal begreifen, was für eine „Waffe“ sie da vorne drin haben.

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    • juwe:
      Von Hecking würde ich mir immer noch gerne den Satz erklären lassen zu Pekharts Mitspielern, die Jungs müssen mal begreifen, was für eine “Waffe” sie da vorne drin haben.

      Jedenfalls nicht im Spielsystem von Hecking selbst und auch nicht im System von Verbeek. Aber ich verweise da auch Rudnevs, der in Hamburg ja auch nicht viel auf die Reihe bekam und in Hannover deutlich besser funktioniert. Ein Pekhart kann in einer insgesamt anders ausgerichteten Mannschaft sehr gut sein, er hat viele Eigenschaften, die man nutzen kann – halt nur keine, die uns weiterhalfen (aus verschiedenen Gründen). Dazu kam, dass die Monate ständiger Zurücksetzung, die schlechte Performance der Manschaft insgesamt und auch die öffentliche Kritik sicher nicht wirklich gut für seine Psyche waren – und gerade Selbstbewusstsein ist für einen Stürmer bares Gold wert.

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  • Woschdsubbn:
    Ich frage mich wirklich, weshalb Verbeek bei manchen so beliebt ist.

    Woschdsubbn, ich kann sicher nicht für alle sprechen, aber ich kann sagen, was mir von Anfang an gefallen hat, etwas das ich seit Meyer bei uns nicht mehr erlebt habe, auch nicht bei Hecking. Verbeek hatte eine Idee vom Spiel, nicht wie man das Spiel der anderen kaputt machen kann, nein ich habe bei ihm zum ersten Mal seit langem das Gefühl, dass er selbst eine Idee hat, wie wir das Spiel machen sollten. Und diese Ahnung habe ich immer noch.

    Natürlich ist die Idee das Spiel selbst zu machen, selbst kreativ zu sein, selbst den Ball zu wollen und dann mit dem Ball etwas zu machen, zum Teil gescheitert, da brauchen wir nicht darum herum zu reden. Aber ich sehe eben auch Gründe, warum es so gekommen ist und diese Gründe haben nicht viel mit dem Trainer zu tun. Der Hauptgrund ist für mich immer noch die Verletztenmisere, vor allem, dass wichtige Stammspieler über Monate, ganze Saisonhälften ausfallen. Das kann der beste Trainer bei uns nicht ausgleichen.

    Auch was viele hier als unflexibel beschreiben, oder als „nur eine Idee“, das sehe ich eher positiv, er hat eine Idee, er weiß was er will und ich habe auch schon gesehen, dass er seine Idee den Spielern vermitteln kann.

    Für mich gibt es nicht viele Trainer, die so etwas können. Deshalb ist für mich Verbeek nach wie vor ein Hoffnungsträger. Wir werden nie dank unserer Kapitalkraft Erfolg haben, unsere einzige Chance, dass wir Erfolg haben können, ist eine besondere Idee zu haben, eine Spielidee, die jeden einzelnen Spieler besser macht. Ich glaube Verbeek könnte der Trainer sein, der das schafft.

    Vielleicht bin ich blauäugig, vielleicht sehe ich die Realität nicht, trotzdem bleibe ich dabei, Verbeek ist ein guter Trainer, deshalb ist er bei mir beliebt.

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    • Armin: Woschdsubbn:
      Ich frage mich wirklich, weshalb Verbeek bei manchen so beliebt ist.

      Woschdsubbn, ich kann sicher nicht für alle sprechen, aber ich kann sagen, was mir von Anfang an gefallen hat, etwas das ich seit Meyer bei uns nicht mehr erlebt habe, auch nicht bei Hecking.

      Da kann ich mich anschließen. Ein Trainer, der mir seit ewig langer Zeit mal wieder die Tränen in die Augen trieb, wenn ich nur zusah – und das nicht aus Verzweiflung, sondern Begeisterung. Und eine Type, ein Mensch mit Werten, einer, dem die „Mechanismen“ den Buckel runter rutschen konnten, der auch mal bei Gegenwind zu seinen Idealen steht, auch wenn sie ihm dann auch noch als vorgeworfen werden als Verursachungsbeitrag (auch wenn das nicht mal bewiesen ist).

      Ja, das gefiel mir von Anfang an und im Grunde bis heute. Und wie Armin bin ich nicht der Überzeugung, dass er gescheitert ist, sondern es einfach nicht zu stemmen ist bei den Umständen. Sicher gäbe es vielleicht einen anderen Weg – aber das wie in einem Labyrinth vor 10 Wegen. Einer führt raus, welcher, weiß man erst, wenn man ihn gegangen ist. Verbeek geht seinen weiter, ich sehe darin die exakt gleich große Chance wie Risiko wie bei jedem anderen Weg. Und weil mir der Weg gefällt, gehe ich ihn lieber mit zu Ende, als auf einen Weg zurückzukehren, der mir schon nicht gefiel, als er noch erfolgreich war.

      Sicher ist das derzeit nicht sonderlich populär, den Weg weiter für richtig zu proklamieren. Aber das schließt ja auch Kritik im Detail nicht aus. Aber zu etwas zu stehen, solange es funktioniert, ist ja auch einfach.

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      • Alexander Endl | Clubfans United: Da kann ich mich anschließen. Ein Trainer, der mir seit ewig langer Zeit mal wieder die Tränen in die Augen trieb, wenn ich nur zusah – und das nicht aus Verzweiflung, sondern Begeisterung.

        Ich war von Beginn an angetan und werde meine Meinung auch nicht ändern. Sollten wir absteigen, müsste ich halt meine geschäftlichen Termine zwischen Dienstag Nachmittag und Donnerstag Abend legen. Meine Geschäftspartner haben da sicher Verständnis (aus zB. D’dorf, Köln, Aachen,…).
        Einmal Club, immer Club!

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  • @Armin

    Ich teile Deine Aussage 100%ig und würde mir wünschen, dass im Fall der Fälle er die Chance bekommt seine Idee von Beginn an und vielleicht mit Wunschpersonal zu realisieren!

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  • Aus dem Forum „Transfermarkt.de“

    Der Club bleibt in der ersten Liga!!!
    Warum? Weil ich das jetzt gerade beschlossen habe…

    „Lieber Fußballgott,

    nachdem wir nun alle deine Launen kennen, stets zu dir beten um erhört zu werden und um ein bisschen sakralen Beistand von dir zu bekommen, du aber lieber den Vereinen unter die Arme greifst, deren Selbstverständnis fälschlicherweise ein anderes ist – und dabei geht mein Blick zum Beispiel nach Hamburg – versuche ich es jetzt einmal anders:
    Lieber Fußballgott – der 1.FCN darf und wird nicht absteigen! Und das ist kein Gebet und somit keine wimmernde Bitte meiner- bzw. unsererseits, sondern ein Befehl!!!
    Du hast jetzt oft genug Mannschaften unterstützt, die schon vor Jahren ein reinigendes Gewitter nötig gehabt hätten. Unseres hatten wir schon 2008. Wir sind jetzt brav geworden, haben keine Schulden mehr und wirtschaften im Normalfall richtig gut. Die jetzige Misere kann man wohl tatsächlich auf viel Pech, vor allem das mit den Verletzten zurückführen.
    Du siehst also lieber Fußballgott – es lohnt sich bestimmt dem FCN die Chance zu geben sich in der 1. Bundesliga zu beweisen und sich dort zu etablieren. Ob du uns das nun direkt über Platz 15 gewährst, oder über Platz 16 samt zwei Bonusspielen gegen Paderborn ist mir hierbei völlig gleich. Hauptsache du verschonst uns von einer fränkischen Relegation gegen unsere Nachbarn. Denn das würden meine Nerven nicht mitmachen!
    Ich freue mich jedenfalls sehr auf eine weitere Zusammenarbeit in der 1. Liga – denn manchmal bist du ja auch ein recht lieber Fußballgott und wenn du mal ganz ehrlich bist, so hast du schon auch oftmals Freude mit und an uns Clubberern, nicht wahr?

    Hochachtungsvoll,
    Eine treue Club-Seele“

    Noch Fragen? Läuft…

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  • Ich schließe mich hiermit der „weiter-mit-Verbeek-Fraktion“ an, weil ich mir sicher bin, dass das auf lange Sicht einfach der erfolgversprechendere Weg ist.

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    • schorschvolkert: Ich schließe mich hiermit der “weiter-mit-Verbeek-Fraktion” an, weil ich mir sicher bin, dass das auf lange Sicht einfach der erfolgversprechendere Weg ist.

      genau so isses.

      Und mit Mike Ott und Willi Evseev arbeiten wir ja schon am Gerüst für ein spielstarkes Mittelfeld aus erfolgversprechenden Talenten, die das System Verbeek auch umsetzen können (sollten).

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  • Ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass ein Abstieg für Hamburg eine Katastrophe wäre und der Ruin bedeutet. Für Stuttgart nicht auszudenken und kaum ein Gedanke daran verschwendet wird. Für Nürnberg es zwar schlimm wäre , aber wir „gut aufgestellt“ wären und wahrscheinlich mit dem Trainer auch in der 2.Liga weitermachen.

    Klar sieht es nicht toll aus aber warum wird bei uns schon damit kalkuliert , während für alle anderen (Braunschweig mal ausgeschlossen) ein Abstieg undenkbar ist.
    Den Bergriff Rekordabsteiger kann ich übrigens schon gar nicht mehr hören.

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    • Holle: Den Bergriff Rekordabsteiger kann ich übrigens schon gar nicht mehr hören.

      naja, der steht zumindest dafür, dass es bei uns nie langweilig wird. Lieber so als Bayern-„Fan“. Und nur, wer immer wieder aufsteht, kann auch rekordabsteigen… 😎

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    • Holle: Ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass ein Abstieg für Hamburg eine Katastrophe wäre und der Ruin bedeutet.

      das wäre jetzt übrigens der richtige Zeitpunkt, um die Lizenz für das nächste Jahr zu verweigern :mrgreen:

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  • Die letzten Kommentare sollte man den Jungs in die Kabine hängen, das muss doch Power und Ansporn ohne Ende geben! Genial!!!

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