Der Club braucht einen Impuls

Ein Kommentar zur Lage der Nation

Hört man die Kommentare und Stimmen landauf landab, dann sind da viele gute Analysen der Probleme dabei, viele Erklärungen für den Abstieg, Gründe, Ansatzpunkte für einen Neubeginn – aber… Wir haben doch ja noch drei Spiele! Hört man auf die Fanstimmung, dann hat man das Gefühl der Club wäre am Ostersonntag abgestiegen. Und vielleicht ist es genau diese Gesamtstimmungslage, die Bader dazu bewegt alle aus einer Lemminge-Stimmung zu reißen und zu sagen: Hey! Aufwachen!

Für Grabreden und Nachrufe sollte man schon noch warten bis der Patient auch wirklich tot ist und für Analysen ist nach der Saison auch noch genug Zeit. Jetzt brauchen wir Impulse, wie man noch etwas bewegen kann, wie man sich wieder bewegen kann, wie man aus der Schockstarre kommt! Bei Herzstillstand braucht es dazu einen Defibrillator, bei einem Panikanfall reicht manchmal auch eine Ohrfeige. Nur bitte keine gemeinsame Aktionen mehr. Nix gegen gemeinsame Aktionen, aber wenn die letzte was gezeigt hat, so schön sie auch war!, dann das, dass alle manchmal das gleiche sagen können und trotzdem wohl was anderes meinen. Und am Ende jeder den anderen anschaut und vorwirft nix kapiert zu haben.

Wir brauchen jetzt Impulse. Und es ist noch nicht so sicher wie das Amen in der Kirche, dass der Impuls der Trainerwechsel sein muss. Vielleicht gibt es wirklich “Stänkerer” im Team – dann wäre ein Impuls diese rauszunehmen und nur mit denen das Husarenstück zu wagen, die von der Chance auch überzeugt sind und den Mut und den Biss haben, das schier Unmögliche zu wagen und zu schaffen. Und so unmöglich ist es dann bei weitem eben nicht, wie manche das beschreiben und sich damit wohl leichter tun, wenn man einfach aufgibt. Aber bei allem Respekt: Mainz, Hannover, Schalke. Wer einem das vor der Saison als unlösbare Aufgaben verkauft hätte, dem hätte man begegnet, dass das vielleicht gerade die schlagbaren Gegner sein müssten! Zumindest Mainz und Hannover, aber auch Schalke hat schon viel liegen und sich gerade von Stuttgart auseinandernehmen lassen.

Was am Ende vielleicht die Entscheidung herbeiführen wird sind vielleicht zwei Fragen: Wie sehr ist man im Verein davon überzeugt, dass man mit Verbeek in Liga 2 gehen will UND wie klar ist das Bekenntnis des Niederländers, es auch zu tun? Und 2tens: Wer sind die Spieler, die sich mit Verbeek evtl. nicht mehr grün sind? Ist es ein Frantz, dem Verbeek ja öffentlich in der Pk widersprochen hat? Oder ein Nilsson, ein Schäfer? Wir wissen es nicht (sicher). Aber auch hier die Frage: Will man dann mit diesen Spielern auch bei Abstieg weiter zusammenarbeiten?

Diese Fragen sind nun zu beantworten. Da mag es nicht schlecht sein, dass jeder an einem Tag mit Abstand erstmal in sich geht und dann mit klarem Statement in den Ring steigt. Dann liegt es an Bader zu sehen, ob das was er hört zusammengeht oder getrennt werden muss – und für welchen Teil des getrennten Ganzen man sich dann entscheidet.

Der Impuls kann kein neuer Spieler sein, das ist klar, weil man keinen neuen verpflichten kann und aus der U23 quasi alle schon mal dabei waren, ein Impuls kann natürlich ein neuer Trainer sein, weil das die einzige Option für frischen Wind außerhalb des Transferfensters ist, den die DFL erlaubt. Ein Impuls kann auch von den Rängen kommen, doch irgendwie wollte der Funke da bisher trotz aller Liebesbekundungen nicht überspringen – die “Ich bereue diese Liebe nicht”-Aktion war, und das ist keine Kritik, eher sowas wie eine Wohlfühlwärmedecke, wo man jetzt aber ein loderndes Feuer gebraucht hätte. Der Impuls kann aber eben auch aus der Mannschaft selbst kommen, wenn sie aufhört sich selbst zu bemitleiden und sich zwischen Lob für viele gute Ansätze und verständlichem menschlichen Versagen einzulullen. Man kann sich raufen, man kann sich aber auch wieder zusammenraufen. Und aus dem freigesetzten Adrenalin die Power ziehen, über sich hinauszuwachsen.

Die Mannschaft muss sich jetzt selbst anstecken, aufhetzen, anpeitschen. Wenn sie das nicht kann, muss eben tatsächlich von Außen ein Impuls kommen, auch wenn man dabei Dinge kaputt machen muss, auf die man eigentlich bauen wollte. Die Chance die Klasse noch zu halten ist dazu einfach zu wertvoll und auch mit Blick auf die Relegationsmöglichkeit zu greifbar nahe. Ein Klassenerhalt ist immer die beste Option, für die es lohnt auch jedes Opfer zu bringen. Patentrezepte gibt es dafür aber nicht, nur gute Ratschläge und die üblichen Mechanismen, die mal wirken, mal nicht – aber Aktionismus hilft nicht weiter und Zweck heiligt in dem Sinne nicht alle Mittel. Es geht nicht darum “irgendwas” zu tun, sondern das zu tun, von dem man überzeugt ist. Und dies zu beurteilen liegt letztendlich allein bei Martin Bader mit seinem Stab und dem Aufsichtsrat, deren Entscheidung danach aber auch bitte von allen 100% getragen werden muss, will man nicht diesen letzten Schuss durch Kritteleien von Anfang an verdaddeln. Wir haben wahrscheinlich nur noch einen.

Falsch machen kann Bader am Ende jetzt alles oder nichts, aber welcher Weg zum Ziel führt weiß heute keiner. Aber wenn du keine Optionen mehr hast, die dein Verstand dir als zielführend aufzeigt, dann bist du eigentlich frei – sagt eine asiatische Redewendung. Und diese Freiheit kann auch befreien und dabei vieles frei setzen.

45 Gedanken zu „Der Club braucht einen Impuls

  • Alexander,

    sehr guter Kommentar.

    Wenn wir ehrlich sind, gibt es genau 2 Möglichkeiten:

    1. Trainer beurlauben
    und dann?
    – jemanden externen holen für 3 Spiele….?
    keine Option, denke ich.
    kostet nur Geld, dass man in Liga 2 sicher brauchen wird.
    – interne Lösung mit Prinzen und Mintal…?
    denkbar und nicht so unwahrscheinlich

    2. Spieler rausnehmen, die …
    ja was die?
    – stänkern?
    – sich nicht reinhängen?
    – gedanklich eh schon weg sind?
    wer sind die?
    wen hat man als Ersatz?

    3. Möglichkeit
    sehe ich nicht.

    dann also aus meiner Sicht 2 Szenarien denkbar.

    A) weiter wie bisher mit Verbeek und zur Not auch mit ihm in Liga 2.
    B) Trainerwechsel zu Prinzen und Mintal.

    wenn ihr andere Möglichkeiten seht, klärt mich auf.

    • Johnny Vegas

      Zu Deinem 2. Punkt fiele mir schon jemand ein, den die Lücke, die er hinterlassen würde, vollständig ersetzen könnte. Insofern erübrigt sich die Frage nach Alternativen.
      Ich finde schon, dass man die Spieler auf den Prüfstand stellen sollte, und zwar weniger unter der Fragestellung, wer denn spielen kann, sondern wer wirklich spielen will.
      Martin Driller hat etwas interessantes gesagt.
      Unter Magath hätte man mal eine Woche nur “im Wald” trainiert, was zur Folge hatte, dass dann am Samstag alle “geil auf den Ball” waren. Wäre mal eine Überlegung wert.

    • Johnny Vegas,

      Ja, ich hab ein weiteres Szenario:
      Verbeek nur für die restlichen drei (fünf) Spiel beurlauben, es aber allen so verkaufen als ob es endgültig wäre.
      Ich würde mir aber wünschen geradlinig weiterzumachen. Lieber offensiver Fussball als erste Liga.

    • Johnny Vegas,

      Johnny Vegas,
      Es gibt noch eine Moeglichkeit, und die waere ein Feuerwehrmann der schon mit dem Club verbunden war oder ist. In den siebziger und achtziger Jahre war das einmal Zapf Gebhart, jetzt vielleicht ein Meyer?

  • @Michi: Das ist ja ein Irres Szenario… Verbeek in entscheidenden Momenten das Vertrauen absprechen um ihm dann wieder die Fahne zu übergeben, sollte es in welcher Liga auch immer enden? Das währe keinem zu verkaufen!

    Und nochwas: Lieber die weitere Etablierung in Liga 1. mit welchen Mitteln auch immer, als offensiv in Liga 2.

    Es geht nicht darum wie schön man spielt, sondern wie Erfolgreich!
    Von daher widerspreche ich dir!

    • Marius:
      @Michi: Das ist ja ein Irres Szenario… Verbeek in entscheidenden Momenten das Vertrauen absprechen um ihm dann wieder die Fahne zu übergeben, sollte es in welcher Liga auch immer enden? Das währe keinem zu verkaufen!

      Und nochwas: Lieber die weitere Etablierung in Liga 1. mit welchen Mitteln auch immer, als offensiv in Liga 2.

      Es geht nicht darum wie schön man spielt, sondern wie Erfolgreich!
      Von daher widerspreche ich dir!

      Ist OK, wir sind ja in einem freien Land und nicht beim DFB.

  • Ich bleibe dabei, wenn man jetzt Verbeek entläßt, wäre das sportlich sinnlos, wirtschaftlich unsinnig und in der “Außenwirkung” (die Sponsorensuche wurde die Tage ja schon öfter angesprochen) eine Katastrophe, die den alten Chaos-Club wieder auferstehen lassen würde.

    Die einzige Rechtfertigung für eine derartige Aktion wäre, wenn der Abstieg den Verein in seiner Existenz gefärden würde. Ich hoffen nicht, daß er das tut. Auch wenn ich gerade mit Schrecken an die Refinanzierung der Club-Anleihe denke.

    • Exilfranke: ch bleibe dabei, wenn man jetzt Verbeek entläßt, wäre das sportlich sinnlos, wirtschaftlich unsinnig und in der “Außenwirkung” (die Sponsorensuche wurde die Tage ja schon öfter angesprochen) eine Katastrophe, die den alten Chaos-Club wieder auferstehen lassen würde.

      da bin ich 100% bei dir!

    • Exilfranke: Die einzige Rechtfertigung für eine derartige Aktion wäre, wenn der Abstieg den Verein in seiner Existenz gefärden würde. Ich hoffen nicht, daß er das tut. Auch wenn ich gerade mit Schrecken an die Refinanzierung der Club-Anleihe denke.

      Es gibt noch eine Rechtfertigung: Wenn Verbeek für die Aufgabe in Liga 2 nicht in Frage käme.

      • Alexander Endl | Clubfans United: Es gibt noch eine Rechtfertigung: Wenn Verbeek für die Aufgabe in Liga 2 nicht in Frage käme.

        Das ist richtig. Wenngleich es mir wenig wahrscheinlich vorkommt, daß irgendwo da draußen ein Allroundtalent aus Motivator und Neuaufbauer herumsteht, das der Club als fertige Lösung für 3 Saisonspiele + neue Bundesligasaison + eventuelle Zweitligasaison präsentieren könnte.

        Aber ich lasse mich gerne (positiv) überraschen.

        “Wenn der Patient wird tot sein oder wenn er wird ganz gesund sein, dann werden wir wissen, ob die Krankheit gefährlich war.” (Lenz)

        Ich relativiere meine unüberlegte Aussage in Sachen Kündigung der Mitgliedschaft dahingehend, daß ich kündige, wenn Verbeek entlassen wird, der Club absteigt UND Bader bleibt. Wobei dann wieder die Frage auftaucht wer Martin Bader ersetzen soll, denn auch da muß ja eigentlich jemand gefunden werden, der zumindest auf dem Papier “besser” aussieht.

        Es ist und bleibt alles sch…. alles Mist, wenn man nicht besoffen ist.

        • Exilfranke,

          Was will man eigentlich Bader vorwerfen? Sicher ist nur, dass vor Bader beim Club unseriös bis kriminell (Schwarzgeld!) gehandelt wurde.

          • Steel,

            Steel:
            Exilfranke,

            Was will man eigentlich Bader vorwerfen? Sicher ist nur, dass vor Bader beim Club unseriös bis kriminell (Schwarzgeld!) gehandelt wurde.

            Man kann ihm nichts vorwerfen und man kann ihm alles vorwerfen. Ich persönlich werfe ihm nichts vor, finde den mir ursprünglich völlig unbekannten Verbeek immer noch eine tolle Lösung, finde Campagna eine Bereicherung zu wirtschaftlich ausgezeichneten Bedingungen, um zwei Beispiele zu nennen. Aber ich bin der Meinung, daß man irgendwann die Konsequenzen ziehen muß. Wenn also in einer Saison nach dem Experiment Wiesinger, dem Experiment Systemwechsel/Verbeek auch noch das Experiment Feuerwehrmann schiefgeht, wäre es m.E. eine Frage des Anstands, den eigenen Posten zur Verfügung zu stellen. Auch wenn man für alle Entscheidungen gute Gründe hatte.

  • Wie oft passierte es, dass ein Verein, der sich drei Spieltage vor Schluss auf einem Abstiegsplatz befand, sich durch einen Trainerwechsel noch retten konnte? Wie oft konnte sich in derselben Situation ein Verein retten, der am Trainer festhielt?

    Das würde mich mal interessieren! Letztlich würde ich für die Variante plädieren, die statistisch gesehen erfolgreicher war!

  • Man sollte die Saison zu Ende spielen.und mit dem Personal das zur Verfügung steht versuchen die Chance ,die noch da ist, zu nutzen.wenn es dann nicht langt kann man sich fragen woran es gelegen hat.Auf jeden Fall wäre es einer der überflüssigsten Abstiege überhaupt-man hatte so oft die Möglichkeit zum richtigen Moment sich frei zu spielen,immer kam irgendwas dazwischen.bis jetzt hab ich allerdings nur 3richtige Knackpunkte im Kopf:die Zwei Niederlagen gegen den HSV und das verpfiffene Spiel in Hannover-wo wir stehen würden mit den Punkten aus diesen Spielen,und wie die Saison gelaufen wäre,hätte man früher mal gewonnen…die Transfers der Saison waren durch die Bank gut-leider teilweise verletzt-wohl auch zu sehr entscheidenden Phasen.
    Das Teile der Mannschaft mit dem Trainer jetzt unzufrieden sein sollen?waren Sie es etwa mit Wiesinger?ist wohl eher die Suche nach einem Alibi

  • Verbeek kann sich doch nur selbst entlassen: Entweder er kann klar aufzeigen, wie er die letzten 3 Spiele erfolgreich bestreiten wird oder halt eben nicht, will heißen, dass Bader&Co nicht überzeugt sind und ihn entlassen, worauf vieles (leider) hindeutet. Da ist auch völlig uninteressant, ob GV evtl. mit in die 2.Liga gehen würde…
    Natürlich kann keiner was für die schon ausreichend genannten Faktoren wie Verletzungs-, Aluminium-, Schiedsrichterpech, aber der Trainer steht halt in der Verantwortung, und dieser ist er m.M. nach nicht (mehr) gerecht geworden – MB hin oder her – den Trainer “erwischt” es dann zuerst.
    Und das als letzten Anker auszuwerfen halte ich für legitim – auch wenn die Verantwortlichen dann den schwarzen Peter auf der Hand halten. Man kann es so sehen wie Exilfranke, oder frei dem Motto: Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt! Und Abstiegskampf hat ja von Beidem was…

  • Also ich sehe die beste Option Verbeek durch Prinzen zu ersetzen.

    Ich bin der meinung wenn die mit Verbeek weitermachen dann ist es defintiv vorbei. Die Spiele nach der winterpause und auch gegen stuttgart waren wirklich
    gut. Aber der gegner hatte sich dann auf das system eingestellt, und verbeek hat immer weiter so spielen lassen. Du musst dich halt auch auf den gegner
    einstellen und nicht blind in den untergang rennen lassen. Wenn die nach ner führung
    halt auch mal defensiv gestellt hätten und so den ein anderen punkt mitgenommen hätten, dann stünde der glubb auch vor hamburg, mindestens.

    Also ich war schon von verbeek überzeugt, aber mittlerweile ist mir die negativserie und vorallem wie die mannschaft sich aufgibt zu heftig. Verbeek erreicht niemanden mehr. Die Interviews nach den Spielen sind bezeichnend. Aussagen wie 5 Spielen 15 Punkte, in 4 Spielen 12, in 3 Spielen 9 Punkte zu holen – das ist unangebrachter fatalismus.

    Hier, Spielbericht der Regionalliga vom Wochenende:

    Regionalliga bericht vom Wochenende:

    “SV Heimstetten – 1. FC Nürnberg II 0:0

    Heimstetten verpasste es, die direkten Abstiegsränge zu verlassen. Nach dem
    Platzverweis von Ngadeu Ngadjui in der 35. Minute wegen eines groben Foulspiels
    schaffte es der SVH nicht, den siegbringenden Treffer zu erzielen.

    Roger Prinzen (Trainer 1. FC Nürnberg II): “Wir waren klar die bessere
    Mannschaft. Auch nach der Roten Karte haben wir das Geschehen im Griff gehabt.
    Ich bin mit dem Punkt zufrieden, weil die Leidenschaft und der Kampf gestimmt
    haben. Die mangelnde Chancenverwertung zieht sich durch die gesamte Saison.
    Deshalb stehen in der Tabelle nicht weiter oben.”

    Rainer Elfinger (Trainer SV Heimstetten): “Ich bin letztlich mit dem Ergebnis
    und dem Punkt zufrieden. Wir haben mit unserem letzten Aufgebot leidenschaftlich
    gekämpft. Die Rote Karte brachte uns gegen diesen kompakten Gegner keinen
    Vorteil.”

    Also der Prinzen lässt kämpfen und kompakt stehen…….. ich bin dafür ihn für
    die letzten 3 Spiele auf die bank zu setzen. Schlimmer kanns nimmer werden!

    Stuttgart hats mit Steevens richtig gemacht. Es heisst ja auch AbstiegsKAMPF.
    Oder wie Rehakles sagte: Mit der Offensive gewinnst du spiele. Mit der Defensive
    gewinnst du Turniere 😉

  • Das einzige, was einen Impuls geben kann, ist ein Sieg.

    Und ob der Trainer mit in die zweite Liga gehen würde oder nicht, weiß jetzt eh kein Mensch und ist auch überhaupt nicht von Belang. Man muß jetzt keine Planungen für die Zeit nach dem eventuellen Abstieg machen.

    Wie gesagt, ich will die Statistik sehen! Wenn ich im einen Fall 15% Wahrscheinlichkeit für den Klassenerhalt habe und im anderen Fall 10%, entscheide ich mich für Möglichkeit mit den 5% mehr. Datenmaterial: 50 Jahre BL! Wer macht sich dran?

    • BSE08

      Du willst es wissen, also wirst Du Dir auch die Arbeit machen müssen.
      Ich denke, ein Trainerwechsel wäre jetzt völliger Humbug, weil erstmal muss man einen neuen Trainer finden und dann bräuchte ein neuer Trainer auch Zeit, die Mannschaft kennenzulernen. Auch Roger Prinzen ist da nicht nahe genug dran. Wenn dann hätte man das früher machen müssen. Wenn man statt der 8 Niederlagen wenigstens 4 Unentschieden eingefahren hätte, dann sähe es jetzt ein bisschen besser aus, was sich dann auch auf eine defensivere Grundausrichtung bezieht.
      Womit wir dann wieder beim letzten Spiel wären:
      Wer sagt eigentlich, dass die defensivere Grundausrichtung von Verbeek angewiesen wurde? Der Trainer hat nur bedingt Einfluss auf das, was die Spieler letztendlich auf dem Platz machen.
      Das ist etwas, was übrigens auch Eckes gefordert hat:
      Die Führungsspieler müssten den jüngeren auf dem Platz sagen, wie sie zu spielen haben, zur Not gegen das Trainerkonzept.
      Ich weiß, das klingt nach Anarchie und Revolution und ist eigentlich überhaupt nicht tolerabel. Aber wenn es hilft?

      • Claus:

        Ich weiß, das klingt nach Anarchie und Revolution und ist eigentlich überhaupt nicht tolerabel.

        Lieber Anarchie und Revolution als falscher Frieden.

        • belschanov

          Ja, aber der Trainer müsste dann schon von sich aus gehen, weil das dürfte sich kein Trainer der Welt bieten lassen.
          Beim Club hat man mit Revolution ja auch schon Erfahrung.

          • Claus:
            belschanov

            Ja, aber der Trainer müsste dann schon von sich aus gehen, weil das dürfte sich kein Trainer der Welt bieten lassen.

            Der Trainer, der von sich aus geht und sich die Abfindung damit durch die Lappen gehen lässt, müsste erst noch erfunden werden. Sorry, aber das ist absurd.

              • Claus,

                Es sei denn wir halten die Liga. Dann hat ernoch für ein Jahr einen gültigen Vertrag.

                • Beate60

                  Auja, stimmt, ich war jetzt der irrigen Meinung, man hätte erst mal nur bis zum Ende der Saison abgeschlossen.
                  Das bringt mich auf eine interessante arbeitsrechtliche Frage:
                  Angenommen, man feuert jetzt den Trainer und steigt trotzdem ab. Nach welcher Vertragslaufzeit würde sich dann die Abfindung berechnen?
                  Man “beurlaubt” ja eigentlich immer und im Abstiegsfall hätte sich der Vertrag erledigt, oder?

      • Claus:
        BSE08

        Du willst es wissen, also wirst Du Dir auch die Arbeit machen müssen.

        Immerhin habe ich für meine Statistik jetzt brandaktuelles Datenmaterial!

  • Es ist immer eine Frage der Situation. Grundsätzlich bin ich bei Verbeek und stehe nach wie vor 100% zu seiner grundsätzlichen Spielauffassung. Und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass er mit dem kompletten Kader, sogar inkl. 1-2 üblicher Verletzungsausfälle, den Kahn flott bekommen hätte. Nur ist es eben anders gekommen.

    Offensive Ausrichtung muss man auch können. Eines meiner Lieblingszitate von Klopp: “So tun als kämpfen kann jeder, so tun als könne man spielen aber nicht”. Und das kann man vielleicht Verbeek “vorwerfen”, oder doch zumindest es kritisch hinterfragen: Wenn man schon fast keine Spieler mehr hat, die normal Stamm spielen würden, dann sollte man ihnen auch Aufgaben geben, die ihrer Leistungsfähigkeit angepasst sind. Das ist zwar eine steile These so von außen, aber war eben für viele der Eindruck. Zu viele Fehler von überforderten Spieler in einem System, das riskanter angelegt ist, um damit mehr Druck auf den Gegner auszuüben. Doof dann halt, wenn schon der erste Pass im Aufbauspiel im Fuß des Gegners landet, weil man halt schon generell nur eine Passquote von maximal 70% hinkriegt.

    Und das ist wohl auch der “Vorwurf” der Mannschaft: Tolles System, Trainer, aber wir sind dafür einfach zu schlecht. Lass uns bitte was machen, was wir auch können.

    So von Außen würde man halt banal einfach sagen: Lass uns doch hinten reinstellen und wenigstens ab und an mal paar Punkte aus Remis mitnehmen, sogar jetzt wären ja drei Remis auch drei Punkte, die vielleicht … Und wenn du dann deine Spieler wieder zur Verfügung hast, dann gehts wieder weiter!

    Wir sind zwar gegen Mainz und Schalke zum punkten “verdammt” – aber im Gegensatz zu vielen anderen Spielen der Saison, wie gegen Bremen, wo der Gegner im Gegensatz zum FCN einen Sieg nicht nötig hatte und sich reinstellte, müssen Schalke und Mainz aller Voraussicht nach zwingend auf Sieg spielen, um selbst ihre Ziele zu erreichen. Das bedeutet: Mehr Risiko bei denen und die Chance für uns auf den Lucky Punch!

    Und vielleicht vielleicht vielleicht wären das die Signale, die Bader jetzt von GJV hören will. Allein ich fürchte, er wird sich nicht darauf einlassen.

    • Alexander Endl | Clubfans United:

      Allein ich fürchte, er wird sich nicht darauf einlassen.

      Das hat er doch schon getan. Gegen Leverkusen stand die Mannschaft tiefer. Wie es Frantz vorhergesagt hat und gegen Verbeeks Dementi der Frantz-Vorhersage in der Pressekonferenz. Und die Leistung in der ersten Halbzeit war o.k.

      Ich kann mich nur wiederholen: Bader hätte nicht erst vor Leverkusen eine Änderung der Spielweise fordern müssen, sondern schon viel früher. Spätestens nach Bremen.

      Ich habe mich ja damals schon klar geäußert. Mein lieber Freund blies mir da der Wind entgegen…

    • Alexander Endl | Clubfans United:
      Es ist immer eine Frage der Situation. Grundsätzlich bin ich bei Verbeek und stehe nach wie vor 100% zu seiner grundsätzlichen Spielauffassung. Und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass er mit dem kompletten Kader, sogar inkl. 1-2 üblicher Verletzungsausfälle, den Kahn flott bekommen hätte. Nur ist es eben anders gekommen.

      Offensive Ausrichtung muss man auch können. Eines meiner Lieblingszitate von Klopp: “So tun als kämpfen kann jeder, so tun als könne man spielen aber nicht”. Und das kann man vielleicht Verbeek “vorwerfen”, oder doch zumindest es kritisch hinterfragen: Wenn man schon fast keine Spieler mehr hat, die normal Stamm spielen würden, dann sollte man ihnen auch Aufgaben geben, die ihrer Leistungsfähigkeit angepasst sind. Das ist zwar eine steile These so von außen, aber war eben für viele der Eindruck. Zu viele Fehler von überforderten Spieler in einem System, das riskanter angelegt ist, um damit mehr Druck auf den Gegner auszuüben. Doof dann halt, wenn schon der erste Pass im Aufbauspiel im Fuß des Gegners landet, weil man halt schon generell nur eine Passquote von maximal 70% hinkriegt.

      Und das ist wohl auch der “Vorwurf” der Mannschaft: Tolles System, Trainer, aber wir sind dafür einfach zu schlecht. Lass uns bitte was machen, was wir auch können.

      So von Außen würde man halt banal einfach sagen: Lass uns doch hinten reinstellen und wenigstens ab und an mal paar Punkte aus Remis mitnehmen, sogar jetzt wären ja drei Remis auch drei Punkte, die vielleicht … Und wenn du dann deine Spieler wieder zur Verfügung hast, dann gehts wieder weiter!

      Wir sind zwar gegen Mainz und Schalke zum punkten “verdammt” – aber im Gegensatz zu vielen anderen Spielen der Saison, wie gegen Bremen, wo der Gegner im Gegensatz zum FCN einen Sieg nicht nötig hatte und sich reinstellte, müssen Schalke und Mainz aller Voraussicht nach zwingend auf Sieg spielen, um selbst ihre Ziele zu erreichen. Das bedeutet: Mehr Risiko bei denen und die Chance für uns auf den Lucky Punch!

      Und vielleicht vielleicht vielleicht wären das die Signale, die Bader jetzt von GJV hören will. Allein ich fürchte, er wird sich nicht darauf einlassen.

      sorry Alexander, aber hätte, hätte bringt ne Fahradkette. Ein guter Trainer erkennt, wann es einfach keinen Sinn macht seine lobenswerte, aber brotlose Philosophie weiter zu verfolgen. Mal ehrlich: nach den 4 Siegen glaubten alle, wir sind bereits nicht abgestiegen, aber Fakt ist: die wirklich besten Spiele unter GV hatten wir Ende der HInrunde. Und das Konzept von GV kann/konnte jeder Blinde durchschauen, weshalb wir auch von allen geschlagen werden. So richtig tollen Konzept-Offensiv-Fussball über 90 MInuten hatten wir nicht einmal gesehen, d.h. wann haben wir wirklich mal ein Spiel kontrolliert? Vllt. ansatzweise gg. die Stuttgarter o. Hoffenheim.

      Das mit den Verletzten hatten alle anderen außer Braunschweig unten drin ja auch – HAESVAU/VAUEFBE – die wären ohne ihre Verletzten im Konjunktiv vermutlich nicht mal unten drin… Und Pech/Schiri etc. sind fatale Ausreden, das klingt nach griechischen Fiananzen, wo ja auch die EU/Merkel & Co. Schuld an allem sind…:-))

      Mein Fazit: GV sofort entlassen, einen Trainer für Liga 2 suchen und mit Anstand absteigen. Ich freue mich auf einen Neuaufbau – ich hatte, auch hier im Forum bereits vor Saison geschrieben, dass man 5 bis 6 Nasen aus der Mannschaft eliminieren musste, jetzt haben wir den Umbruch halt in Liga 2. Wie will denn ein so unflexibler Trainer in Liga 2 bestehen?

      Wetten, dass MW mindestens auch 26 Punkte geholt hätte? Ok, der Spielstil war zum k…en, aber ich schäme mich immer noch, dass wir einen überzeugten Clubberer so vom Hof jagten und dafür einen kiffenden Holländer einfangen mussten. Die Schönfärberei – auch hier im Forum – ist schlimmer als noch im Oktober (weshalb ich eigentlich hier auch nichts mehr schreiben wollte…) Hätte Bader nciht so viele Verdienste, müsste er eigentlich gehen o. die sportliche Leitung an einen wirklichen Fachmann abgeben.

      Nix für ungut – ein treuer und permanent zahlender Fan!

  • BSE08,

    bzgl. des letzten Absatzes: Ich bin mir gerade nicht sicher, ob ich es mit brilliant verpackter Ironie oder einfach nur Humbug zu tun habe.

    • xxandl,

      nun ja, sagen wir mal einer Mischung aus beidem.

      Man müsste natürlich erst mal die Rahmenbedingungen vernünftig festlegen. Einfach nur die Situation drei Spieltage vor Ende hernehmen ist sicher nicht zielführend.

      Aber das Szenario ist ja nicht neu: Eine Mannschaft erlebt in der Rückrunde einen völligen Zusammenbruch und verliert nur noch. St.Pauli, Köln, Frankfurt, Kaiserslautern, Bochum, Bielefeld, Düsseldorf würden mir da spontan so aus dem Gedächtnis einfallen.
      Oder auch der Club mit dem Wechsel Auge/Wolf vier Spieltage vor Ende der Saison. Vielleicht aber auch Freiburg unter Finke, als sie uns in der Phantomtor-Saison mit drei Siegen in den letzten drei Spielen noch aus dem Nichts abfingen.

      Tja. Und nun: Wer wechselte die Trainer, wer nicht und was brachte es.

  • Mark Oh,
    Ich weiß nicht was ihr mit eurem Prinzen habt. Der hat eines der letzten fünf Spiele gewonnen. In der Regionalliga Bayern. Mit der zweiten Mannschaft eines Bundesligisten, gespickt mit U-Nationalspielern. Der Mann soll uns retten?

  • belschanov,

    Ich glaube, dass die Einmischung von außen etwas ist, was sich Verbeek (zu recht) nicht gefallen lässt. Würde mich nicht wundern, wenn er deswegen an keiner weiteren Zusammenarbeit interessiert ist und Bader über Alternativen nachdenkt.

  • Gegen Leverkusen hat das ja super geklappt-die Mannschaft stand zu neunt um den eigenen 16er und Drimic hatte an der Mittellinie genug Zeit Sandburgen zu bauen.oftmals sah man auch eine Art 3er Kette und Herr Son winkte vergebens im völlig freien Zustand.bei der Ecke vor dem 1:3 stand die Absicherung dann irgendwo im Raum,aber so weit vom Gegner weg das der entscheidende Meter zum aufholen fehlte.die meisten Aufbauversuche endeten dann spätestens im Fuß des zweiten Gegenspielers.ganz ganz selten sah man eigenes Doppeln oder schlaues Passweg zustellen-ob man das alles noch in den letzten drei Spielen lernt-egal unter wem?

  • Auch in der ersten Halbzeit war kein Konzept zu erkennen was durch eine defensivere Grundausrichtung besser werden hätte können-der Abstand zwischen hoch stehendem Sturm und Rest der Mannschaft war da auch schon gut zu erkennen.würde eine defensive Grundordnung Sinn machen,müsste ein Konzept für den Fall eines Ballgewinns vorliegen-der dann schnell vorgetragene Konterangriff.
    Zum defensiven System sollte allerdings auch gehören das beim Verteidigen einer Ecke in deren Folge kein gegnerischer Spieler aus geschätzt 20 Metern frei zum Schuss kommt.
    Es fehlen einfach die Alternativen durch mindestens drei Varianten Drück auf zu bauen und nicht nur durch ein und dasselbe Schema-Mitte rechts raus (hängen bleiben)

  • Die Spieler, und seien sie noch so namhaft, die nicht zu 100% mitziehen und bis zur Selbstaufgabe kämpfen, haben im Kader der nächsten drei Spiele nichts verloren.

    Der Rest muss sich zusammenraufen, einschwören und mit dem Trainerstab für die jeweiligen Begegnungen ein individuelles Konzept entwickeln, das zu keinerlei Überforderung, aber zu Punkten führt.

    Eine andere Lösung für eine Rettung gibt es nicht.

    • zuckerpass:
      Die Spieler, und seien sie noch so namhaft, die nicht zu 100% mitziehen und bis zur Selbstaufgabe kämpfen, haben im Kader der nächsten drei Spiele nichts verloren.

      Der Rest muss sich zusammenraufen, einschwören und mit dem Trainerstab für die jeweiligen Begegnungen ein individuelles Konzept entwickeln, das zu keinerlei Überforderung, aber zu Punkten führt.

      Eine andere Lösung für eine Rettung gibt es nicht.

      Und wer wird dann auflaufen, wir haben ja gar keine Spieler mehr uebrig?

  • Das Spiel gegen Leverkusen habe ich im Stadion gesehen und ich hatte den Eindruck die Spieler machen genau, was der Trainer von ihnen verlangt.
    Das Tor von Plattenhart hat gezeigt wie es auch gehen kann. Standards ausnutzen. Aber sonst war da keine Spielidee, sondern nur eine ungeordnete Verteidigung, hohe Bälle und Querpässe nach vorne. Die spielerischen Versuche sind durch Ballverluste fast sofort in die Gegenrichtung ausgeschlagen, weil der Gegner mit dem Ball davon gelaufen ist.
    Der Club hat so gespielt wie immer in den letzten Wochen, genau nach der Anweisung des Trainers.
    Meine Antwort ist genau ein Wort: Trainerentlassung!
    Spielerentlassung ist Unsinn. Die kürzlichen Äußerungen von Schäfer konnten als Trainerschelte gelesen werden und waren womöglich so gemeint. Nicht handeln ist keine Option! Noch sind es drei Spiele. Diese Spiele sind mit der derzeitigen Spielweise nicht zu gewinnen, egal wie der Gegner drauf ist. Die Spieler haben nicht gekämpft, weil sie hoffnungslos, orientierungslos und mutlos waren.
    Symptomatisch wie Drmic am 16er sich mehrfach um sich selbst drehte.
    Stimmt, es braucht einen Impuls. Nach den Regeln des Geschäfts heißt der Impuls: Trainerbeurlaubung.
    Mit Verbeek in der 2.Liga, oh je, oh je! Ohne taktische Variation, d.h. eine gewisse Anpassung an die Spielweise in Liga 2 und die dortigen Gegner muss das schief gehen.
    Bader hat zum Ende der letzten Saison versäumt Wiesinger zu entlassen, auch weil noch zwei unerwartete Siege kamen. Jetzt abzuschenken, wo noch eine reele Chance besteht wäre grob fahrlässig. Eine interne Lösung wäre sicher möglich, da muss man mit den Leuten reden und notfalls doch jemand von außen holen, der den Impuls für ein Aufbäumen bringt.
    Nicht handeln ist keine Lösung! Der Aufsichtsrat ist am Zug!

  • Warum sollte man in Mainz nicht gewinnen? Die meisten hier reden schon von der 2. Liga. Beim Club wird immer minimalisiert und das Schlechteste angenommen. Letztes Jahr hatten wir noch die Chance, theoretisch den 6.Platz zur Euroliga zu schaffen. Der Nichtabstieg war gesichert. Was wurde überall berichtet: “Jetzt sind wir gesichert, wir können die Sache ruhig ausklingen lassen”. Was passierte: “Punkte wurden verschenkt, der 6. Platz leichtfertig aufgegeben”. Was ist immer das Ziel, wenn der Club in der 1. Liga spielt: “Nichtabstieg”. Wenn die Mannschaft tatsächlich absteigen würde, dann hört man es schon wieder: “Im ersten Jahr brauchen wir noch nicht aufsteigen, die junge Mannschaft muss erst aufgebaut werden”. Augsburg hat sich weiterentwickelt, sogar die Fürther drohen, am Club vorbeizuziehen. Die Zielsetzung muss lauten: “Der Club gewinnt in Mainz und dann gegen Hannover. Wir bleiben in der 1. Liga und nächstes Jahr spielen wir um den 6. Platz mit.

    • Hans:
      Warum sollte man in Mainz nicht gewinnen? Die meisten hier reden schon von der 2. Liga. Beim Club wird immer minimalisiert und das Schlechteste angenommen. Letztes Jahr hatten wir noch die Chance, theoretisch den 6.Platz zur Euroliga zu schaffen. Der Nichtabstieg war gesichert. Was wurde überall berichtet: “Jetzt sind wir gesichert, wir können die Sache ruhig ausklingen lassen”. Was passierte: “Punkte wurden verschenkt, der 6. Platz leichtfertig aufgegeben”. Was ist immer das Ziel, wenn der Club in der 1. Liga spielt: “Nichtabstieg”. Wenn die Mannschaft tatsächlich absteigen würde, dann hört man es schon wieder: “Im ersten Jahr brauchen wir noch nicht aufsteigen, die junge Mannschaft muss erst aufgebaut werden”. Augsburg hat sich weiterentwickelt, sogar die Fürther drohen, am Club vorbeizuziehen. Die Zielsetzung muss lauten: “Der Club gewinnt in Mainz und dann gegen Hannover. Wir bleiben in der 1. Liga und nächstes Jahr spielen wir um den 6. Platz mit.

      Richtig so, aber was ist das immer mit den Vergleichen mit anderen Staedten? Wenn Fuerth aufsteigt gehen die sofort wieder runter, auch Augsburg kann sich da oben nicht festsetzen. Naechste Saison ist Koeln wieder in der Bundesliga und da wird es schwer fuer Vereine wie Freiburg, Augsburg, und Mainz da mitzuhalten, auch Frankfurt bekommt wieder Probleme weil denen alle die guten Spieler weggekauft werden. Wenn wir drinbleiben dann spielen wir naechste Saison ohne Abstiegs Sorgen und vielleicht um die Euro Plaetze.

  • Jetzt kommt der Ruf nach Hans Meyer. Warum hat man ihn zuvor abgelehnt?? Der Trainer und die Mannschaft haben sich 2 Tage eine Auszeit genommen. Die Nerven liegen blank. Man muss den Kopf klar kriegen und dann in den Endkampf einsteigen. Leverkusen muss man vergessen. Das war kein Abstiegskampf!! Jetzt geht er erst richtig los. Von der Mannschaft wird jetzt bedingungsloser Einsatz gefordert, von den Fans bedingungsloser Beistand zur Mannschaft. Das Jahr war bitter, eher sehr bitter. Lasst es uns zusammen positiv abschließen.

  • Die kurze Aera Verbeek muss schon aufgrund der jetzigen Diskussion kurzfristig beendet werden, denn welche Autorität hat ein Trainer noch, der offensichtlich nicht mehr das 100%ige Vertrauen der Vereinsführung genießt? Bader hätte klare Statements für einen Verbleib des Trainers abgeben müssen.

    Was der Club jetzt braucht, ist kein Nachwuchs-Coach mit langfristiger Perspektive, sondern ein richtiger Typ mit positiver Autorität, ein Motivator, der aus dem Vorhandenen das Letzte rauskitzelt. Es müsste so ein Typ Hans Meyer sein, allerdings mit der Option, im Erfolgsfall auch über die drei Spiele hinaus Trainer des FCN zu bleiben.

    Das Problem ist dabei, dass sich das wohl kein Trainer mit gutem Ruf antun wird, denn das ist ein Himmelfahrtskommando. Die Chance, noch auf Platz 15 vorzurücken, liegt wohl bei weniger als 5%. Und Relegation ist auch immer Glückssache.

    Lieber Herr Bader, viel Glück bei dieser schwierigen Mission!

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