Tag der Abrechnung (3)

Ein Kommentar

Nach den zweiteiligem Versuch (Teil 1 | Teil 2) nüchtern und sachlich die Ursachenkette zu beleuchten, die abseits der Spielergebnisse den Abstieg mit begleiteten, fehlt deren Bewertung. Doch die kann nur subjektiv sein, zudem begrenzt durch den Horizont der eigenen Wahrnehmung. Darum der Rückgriff auf das Format eines Kommentars, der natürlich Widerspruch auslösen darf und gegensätzliche Meinungen verträgt.

Welche Fehler waren evident, welche hätten vermieden werden können, welche waren gar fahrlässig?

Hier werden die Meinungen auseinandergehen und dies ist auch der Stoff für die nächsten Wochen. Der Club fährt seit Jahren eine riskante und mutige Politik, allerdings keine ohne Absicherung. Das Ziel lautete Konsolidierung, was wahrlich kein Luxusziel ist, sondern eigentlich allen Vereinen oberstes Gebot sein sollte. Dass dem nicht so ist und dadurch Wettbewerbsverzerrungen entstehen, ist bedauerlich, auf lange Sicht ist eine wirtschaftliche Gesundung aber “alternativlos”. Entweder man erreicht das, indem man sich selbst verkauft (an Sponsoren oder Investoren), oder indem man sich entschuldet und finanziell emanzipiert. Beide Wege können ins Fiasko führen, bei nur einem der Wege wartet aber der Goldtopf am Ende des Regenbogens und der lautet: Erfolg in der eigenen Hand.
Der 1. FC Nürnberg hat sich für dieses Ziel entschieden und muss dabei eben auf Kante fahren und “unpopuläre” Wege gehen – sprich: lukrative Transfererlöse mitnehmen, wenn sie sich anbieten. Dass dieser Weg just dann zum sportlichen Abstieg 2014 führte, als man gerade dachte nun den Finger rausstrecken zu können, ist natürlich ganz besonders bitter. Mit der Ablehnung der Offerte für Kiyotake sowie den Verpflichtungen von Hasebe und Drmic ging man bereits deutlich über das hinaus, was man sich je selbst zubilligte. Das war mutig, allerdings versagten dann die Knie, als man während der Saison bereits gehörig sportlich wackelte und man nun hätte in die Vollen gehen ‘müssen’. Mit Petrak und Campaña kamen gute Leute, aber keine mit Garantie – und diese hätte man dringend gebraucht, gern dann PLUS Petrak und Campaña. Ob dies dann ein unzufriedener WM-Kandidat woanders auf der Bank hätte sein können oder eben einer der vielen schmorenden Jungstars eines der Top-Clubs auf Leihbasis, der Phantasie der Fans gingen da von Højbjerg bis van Buyten, von Pizarro bis Kirchhoff, um nur mal einen Verein abzugrasen. Dass man der Leihpraxis generell abschwor ist sicher richtig, in der Situation hätte man aber gern wieder eine Ausnahme a la Breno und Ottl machen dürfen.
Auch dass man lange an Mak und Esswein festhielt, war wohl ein Fehler. Dass man mit beiden Rohdiamanten an Land gezogen hatte, ist unbestritten, dass deren Schliff dann allerdings auch die Experten überforderte, leider auch. Hier frühzeitiger loszulassen wäre wohl das Gebot gewesen, auch wenn das nachträglich einfach zu sagen ist. Ähnlich wie die Kritik, dass man hätte Kiyotake für ein Angebot 10+x doch damals hätte ziehen lassen müssen. Alles Spekulation. Denn nehmen wir mal nicht den nun eingetreteten “worst case”-Fall an, sondern einen Idealfall: Der Club spielt (spätestens unter Verbeek) mit einer Doppelspitze Ginczek/Drmic, einem hochkreativen und willigen Mittelfeld Kiyotake, Gebhart, Hasebe, Feulner, Frantz, Campaña, Mak, (Esswein), vor einem soliden Frantz/Petrak/Balitsch/Stark und Chandler, Nilsson, Pogatetz, Plattenhardt/Pinola mit wechselnden Optionen und eingespielten Formationen. Wären da wirklich 36+x Punkte so unrealistisch gewesen? Wohl “Nein” – im Gegenteil wäre da die Phantasie berechtigt weiter nach oben gegangen und dann hätte alles richtig gemacht gehabt.

Worüber muss man also reden?

Man muss über Fehler und Ereignisse reden und was rückblickend notwendig gewesen wäre, den Saisonverlauf und damit den “Abstieg” zu vermeiden. Hätte man also Hasebe früher verpflichten müssen? Ohne Zweifel, ja! Hätte man es können? Offenbar Nein, denn das lag in der Hand Wolfsburgs und die wollten Gustavo erst fix machen. Hätte man dann nicht lieber einen anderen verpflichtet? Möglicherweise, wobei Hasebe eben auch zum FCN wollte – ein nicht ganz unwichtiger Faktor. Bestanden denn Optionen auf dem Level für Alternativen? Das wissen wir nicht, aber wohl eher “Nein”, denn der Club konnte bspw. kein internationales Geschäft anbieten. Hätte man also Simons gar nicht ziehen lassen dürfen? Im Nachhinein sicher nicht. Aber darf man wirklich einem 36-jährigen, der bis dato für den Club in allen Belangen ein Glücksfall und Geschenk war und der ja längst aufhören sollte/wollte so einen Wunsch verwehren?! Wäre es nicht ein Armutszeugnis gewesen, keine Alternativen für so einen Spieler zu finden? Immerhin hatte man mit Balitsch, Feulner, Stark & Co. einige Alternativen und eben einen Hasebe an der Angel. Besser wäre es wohl gewesen, hätte man hier doppelt personell nachgelegt, was man ja später mit einem Petrak nachholte (dann aber eben einen Hasebe “verlor”). Späte Transfers sind üblich und beschränkt auf einzelne Positionen auch kompensierbar. Und ein zu breiter Kader kann auch wieder zu Problemen führen. Ja, es wäre rückblickend besser gewesen, aber ein krasser Planungsfehler war es nicht.
Ebensowenig war es ein Fehler mit Wiesinger in die Saison zu gehen, auch wenn es sich nachher als erfolglos herausstellte. Wiesinger hatte in der vorangegangenen Rückrunde sein Soll übererfüllt, es gibt schlicht keine überzeugenden Argumente gegen Erfolg, zudem genoß Wiesinger hohe Akzeptanz durch seine Identifikation mit dem Verein.

Unterm Strich bleibt für mich die Erkenntnis, dass dieser Abstieg im Speziellen erklärbar war, denn zu viele Komponenten spielten zusammen, zu viele kleinere und größere Fehler wurden sofort und unbarmherzig bestraft, angefangen beim Fehlpass im Mittelfeld, der sofort zum Gegentor führt, über einen zu spät erneuerten Rasen, der dann möglicherweise doch mitursächlich für mindestens einen Verletzten wird, bis hin zu unbedachten Äußerungen gegenüber der Presse, die eine Trainerverpflichtung platzen lassen, usw. und so fort. Wenn in so einer Saison dann der Gegner auf einmal ausgerechnet gegen dich zum Meister der Effizienz werden (Bremen, Freiburg), wo jeder Schuß ein Treffer ist, und bei dir der Ball 25mal vom Alu nicht ins Tor geht, vielleicht auch weil man es zu genau machen wollte, wenn dich der Schiri kurz vor dem emotionalen Befreiungsschlag in Hannover mit einem 2 Meter Abseits verpfeift, oder wenn du eben im Spiel gegen die Bayern nicht die Spieler schonst, wie das andere machten, und sich dann genau in dem Spiel zwei Spieler nur 8 Tage nach Schließung des Transferfensters so schwer verletzen, dass sie dir bis Saisonende fehlen, dann weißt du eben: Die Saison kannst du dich auf den Kopf stellen.

Vorwerfen wird man sich müssen, dass man sich für die Trainersuche im Herbst zu lange Zeit ließ, bzw. eben doch nicht im Hintergrund schon vorgearbeitet hatte, spätestens als das Eis unter Wiesinger von Woche zu Woche immer dünner wurde – mag das auch noch so nobel gemeint gewesen sein gegenüber seinem Angestellten. Und man sich vorwerfen lassen, dass man durch eine eigene undichte Stellen sich der Chance beraubte, die in dieser Phase dringend benötige Länderspielpause von 14 Tagen besser nutzen zu können. Man wird sich vorwerfen lassen müssen, dass man defensiv zu dünn besetzt in die Saison ging, dass man später mit Petrak und Campaña sicher gute Ergänzungen holte, aber eben auch dann nicht die Defizite beheben konnte und das Vertrauen auf die baldige Genesung der Verletzten schlicht viel zu optimistisch war im Angesicht der katastrophalen Situation nach der Hinrunde. Man wird sich vorwerfen lassen müssen, dass man mit Spielern wie Pekhart, Mak, Esswein, Gebhart, Ildiz, Kanazaki & Co. keinen guten Griff gemacht hatte respektive die gesundheitliche, persönliche oder sportliche Entwicklung falsch einschätzte bzw. nicht viel schneller die Konsequenzen zog, als sich dies abzeichnete.

Der Abstieg wird nun einen natürlichen Schnitt machen. Neue Spieler werden dazu stoßen, man wird sicher noch viel genauer auch auf Physis und Charakter schauen. Ob der von der breiten Masse offenbar geforderte Sportdirektor an der Seite Baders da eine Hilfe sein wird durch dazukommende sportliche Expertise, ist sicher eine Hoffnung. Viel wichtiger dürfte bei der Personalie aber sein, dass man Martin Bader, der als Führungskopf des 1. FC Nürnberg schlicht viel zu wichtig geworden ist für den Verein, als sich für solche Entwicklungen und – ja auch! – Fehlern verantworten zu müssen, einen Puffer verschafft. Hier muss ein zusätzlicher Verantwortungsträger eingezogen werden, der im Fall der Fälle dann auch Fehler auf seine Kappe nimmt, eben um die Stabilität in der Gesamtleitung des Vereins nicht zu gefährden. Dieser Aspekt ist vielleicht viel entscheidender für eine langfristige Entwicklung. Martin Bader ist in dem Sinne kein Angestellter mehr sondern steht für den Verein, ist Teil dessen Vorstandes und damit Teil des großen Ganzen.

Martin Bader hat sich für den Club als Glücksgriff bewiesen, hat den Verein aus dem finanziellen Sumpf geführt, ihm strukturell und konzeptionell eine Plattform geschaffen – und er hat die richtigen Pläne und Visionen für die Zukunft. Daran muss der FCN festhalten und ihn dafür auch aus der Schusslinie nehmen, denn das Tagesgeschäft ist nun mal ein Fehlergeschäft, angefangen am Platz und bis hin zum Transferflop. Dafür werden Handelnde dann zu Recht auch ausgewechselt, Spieler kommen und gehen, Trainer auch. Aber die Basis, das Fundament, die wieder erlangte Stabilität, die mühsam erkämpfte Struktur im Verein, die darf dabei nicht ins Wanken kommen. Man darf nicht aufgrund eines Rückschlages auf sportlicher Ebene, auch wenn das in dieser Saison gerade mit Blick auf die Konkurrenz vermeidbar gewesen wäre, nicht das ganze Haus destabilisieren und damit den Totalschaden riskieren. Dass man aus den sportlichen Fehler lernen und sie korrigieren muss, das ist unvermeidbar und die Aufgabe der nächsten Wochen und Monate. Doch einem Neuaufbau darf kein Abriss vorangehen, schlicht weil dies weder zeitlich, noch finanziell zu stemmen wäre und sogar bei idealem Verlauf unkalkulierbare Risiken birgt, die zum Kollaps führen können. Unser Neuaufbau muss auf den bestehenden und tragenden Säulen erfolgen, auch personell -Martin Bader ist eine davon und derer gibt es Gott sei Dank auch noch einige weitere. Das war in Nürnberg eben auch schon einmal anders und da will keiner mehr hin zurück.

Welche Personen das im Einzelnen sein werden? In Sachen Sportdirektor könnte das schnell entschieden sein, vieles spricht aktuell für Wolfgang Wolf. Bei Trainer und Spielern wird es noch länger dauern, auch weil die Kette einzuhalten ist. Sportlicher Leiter > Trainer > Spieler. Die Spekulationen und Diskussionen dürfen beginnen.

38 Gedanken zu „Tag der Abrechnung (3)

  • ich stimme die voll und ganz zu. Bader sollte bleiben. Die Gründe hast du genannt.
    Die Gründe für den vermeidbaren Abstieg leider auch ;( es tut immer noch weh. ..

    • ragnar,

      Der Kommentar ist gut gemeint, aber er spricht nur an der Oberfläche, nicht die Ursache!! Jeder, der den FCN seit längerem beobachtet, hat gemerkt, das der Club (Manager Bader!!) viele Fehler macht, daher war dieser Abstieg logisch und zwangsläufig und nicht überraschend. Nichts geschieht einfach so, es gibt immer Ursachen und diese liegen auf der Hand: Jahrelang die jungen guten Spieler verkauft an Leverkusen, Dortmund, Wolfsburg u. andere, zudem f. relativ wenig Geld. Neue Spieler geholt, die wenig oder nur 1 Mal spielen…,seit 6 Jahren!!! gute Leihspieler nicht weiterverpflichtet, da keine Kauf-Option eingebaut wurde und diese v. Bader auch so nicht weiterverpflichtet wurde, Marketing-Fehler. Das ist nicht alles aus der riesigen Fehlerkette, deen diese Saison wurden auch noch 3 Trainer (verschlissen) ohne jedwelchen Nutzen, schlimmer, es wurde gesagt: Verbeek bleibt Trainer auf jeden Fall, notfalls gehen wir mit ihm in 2. Liga; Pustekuchen!! Also solche Fehlerketten kann sich kein Amateurverein leisten und deshalb war diese Katastrophe absehbar. Das wußte auch Dieter Hecking, deshalb ging er rechtzeitig (und im nachhinein verstehbar) natürlich nach Wolfsburg.
      Dort passieren nicht solche katastrophalen Fehler. Dank unserem M. Bader kann der 9-malige Ex-Rekordmeister Club nicht mal mehr mit “KLasse-Clubs” wie Freiburg und Augsburg mithalten….Wahnsinn. Liebe Club-Fans ist euch das noch nicht aufgefallen!!!
      M. Bader ist ja in den vergangenen Jahren hochglücklich gewesen, wenn der FCN 15. der Bundesliga war!
      Auch das ist den Club-Fans wahrscheinlich nicht aufgefallen, klar, spielt man dann als Ex-Rekordmeister in dieser Tabellenregion, wenn Platz 15 schon als hervorragend beim “Kompetenz-Manager” (eher beim Krisen-Manager) gilt… Wenn es nach Bader geht, spielen wir die nächsten 20 Jahre immer um Platz 15 (Problem: Nur entweder in Liga 1 oder in Liga 2)… Herr Bader, aufgrund ihrer großen Fehlleistungen, sollten Sie zurücktreten und zwar freiwillig!! Und Platz 14, 15 oder 16 nicht als Erfolg verkaufen, wie soll man so einem Mann trauen.

    • ragnar,

      Die Fehler in dem vermeidbaren Abstieg haben sich doch schon seit Jahren angebahnt, wenn man nicht mal mehr mit Klubs wie Freiburg, Augsburg oder Mainz mithalten kann, dazu noch 3 Trainer in 1 1Saison verschlissen, wer trägt denn die Schuld daran, wer hat die Spieler geholt, wer hat 3Trainer geholtr, wer hat die Kaderplanung gemacht, allle wohl der Herr Martin Bader, wollt ihr unbedingt noch einen 3. Abstieg des Managers Bader erleben oder warum sind so viel Kommentare völlig vorbei an der Realität!!! Dieser Manager hat viel Inkompetenz gezeigt, weil er zu sehr auf seine eigene Person schuat, statt auf den Verein und auf die vielen treuen Fans, meine Meinung!!

  • Ebensowenig war es ein Fehler mit Wiesinger in die Saison zu gehen, auch wenn es sich nachher als erfolglos herausstellte. Wiesinger hatte in der vorangegangenen Rückrunde sein Soll übererfüllt, es gibt schlicht keine überzeugenden Argumente gegen Erfolg, zudem genoß Wiesinger hohe Akzeptanz durch seine Identifikation mit dem Verein.

    Hier bin ich dezidiert anderer Meinung. Wie schon vorher oft bemerkt, benötigt Bader einen zweiten, sportlich, fachlich versierten Mann in Sachen Verstärkung. Als die Wintertransfers unter Wiesinger nicht funktionierten, hätte man erkennen können, dass weder Reutershahn noch Wiesinger das sind. Damit fehlte den beiden eine wichtige fachliche Qualifikation für ihren Job. Zumindest bei uns.

    Spätestens aber nach der Vorbereitung und dem Pokalspiel hätte man handeln müssen. Sicher kein einfacher Zeitpunkt für einen Trainerwechsel, aber wenn man mit Wiesinger da ins Risiko geht, benötigt man einen Plan B.

    Zweiter Kardinalfehler, man hat nicht erkannt, dass die Abwehr in der Vorsaison nur mit viel Glück so stabil war, wir hatten da extrem wenig Verletzte, hatten den Abschied von Wollscheid nie qualitativ hochwertig ersetzt und auch jetzt den Abschied von Klose zumindest ohne große Perspektive. Dazu einen Innenverteidiger mit Nilsson, der über viele Jahre verletzungsanfällig war.

    Klose Simons waren das Herz der Abwehr, beide gehen zu lassen war hoch riskant, für beide Abgänge gab es Argumente, vielleicht auch Notwendigkeiten, dann muss ich da aber auch in Qualität investieren. Hier hat man sehenden Auges falsch gehandelt, diese Defizite hätten vorher erkannt werden können.

    Hier wünsche ich mir schon auch eine Erklärung von Bader, warum man das nicht erkannt hat und warum man mit Wiesinger ohne Plan B in die Saison gegangen ist.

    • Armin,

      Weil der M. Bader absolut keinen Plan hat!!! Das merkt doch jeder “Hochschul-Absolvent”, warum steigt Nürnberg ab, warum kann Nürnberg nicht mal mit Freiburg und Augsburg (nur ca.1/2 an Finanzmitteln) oder mit Mainz mithalten, alles internationale Top-Klubs oder? Die alle deutliche schlechtere Gesamtbedingungen haben, als der 9-malige deutsche Ex_Meister!!! Eine komplette Abwehr (z.Teil ohne Not abgegeben), seit Jahren Junionren sowie vermutlich künftige Nationalspieler an Bayer O4 und Dortmund und Wolfsburg verkauft,gute ausgeliehene Spieler keinen einzigen seit 6 Jahren verpflichtet, schwache und wenig eingesetzte Spieler geholt, 3 Trainer in 1 Saison usw. Fehler über Fehler, wer hat denn dies alles zu verantworten (M. Bader), wer ist nun Schuld am Abstieg, wer hat diesen hauptsächlich zu verantworten?? Wer das nicht merkt!?? Und dieser Mann verdient wohl fast 3 Millionen E pro Jahr für völlige sportliche Inkompetenz…….!! Und dann sagen einige Kommentatoren, naja Bader ist ok, der kann bleiben??? Wollen die unbedingt auch noch (2 hatte er schon!!) den 3.Abstieg dieses Möchtegern-Managers erleben, ich nicht, nein danke!!!!!! Und was ist mit Sponsoren, Antwort Fehlleistung ebenfalls! Und wie sieht es mit der Finanz-situation trotz der vielen Spielerverkäufe aus, Antwort: schlechte Finanzlage, kaum Geld für teurere Spieler, also ich kann euch nur raten, haut mal auf den Tisch und jammert nicht nächstes Jahr in der 2. Liga, wenn dank dieses “tollen Managers” wieder nicht so gut läuft. Mir ist klar, wer die Hauptverantwortung trägt!!!

  • Ich würde die Lösung mit Wiesinger/Reutershahn im Nachhinein gar nicht mal so sehr verdammen. Es ist in Folge auch keinem anderen! Trainer gelungen dieser Mannschaft wirklich Stabilität einzuleiben. Die wirklichen Probleme lagen im Kader, der vielleicht einen radikaleren Umbruch in der Winterpause benötigt hätte, als geschehen, so wie Freiburg das vor einigen Jahren konsequent zur Winterpause getan hat.

    Vielleicht war Wiesinger als ehemaliger Amateurtrainer seinem Chef Martin Bader gegenüber nicht selbstbewußt genug, um Veränderungen oder Verstärkungen (in der Vorbereitung zb) zu fordern, so wie andere Trainer das lautstark gemacht haben. (Veh zb.)

    Diese Mannschaft hat jeden Trainer im weiteren Verlauf der Saison im Regen stehen lassen.

    Die Systemwechsel von Wiesinger zu Verbeek und dann wieder zurück zu Prinzen haben dieser instabilen, verunsicherten Mannschaft dann endgültig den Rest gegeben, so das am Ende überhaupt nichts mehr kam.

  • Hallo Alexander,

    Deine dreiteilige Reihe “Tag der Abrechnung” war wirklich eine sehr saubere Aufarbeitung. Du hast sehr gelungen versucht die Ursachen der Misere differenziert herauszuarbeiten.
    Ich habe in den letzten Wochen, in denen sich der Ausgang dieser Saison mehr oder weniger vorzeitig abgezeichnet hat, eine ganz persönliche Ursachenforschung zu betreiben. Allerdings bin ich da in der Bewertung bei einigen entscheidenden Punkten zu anderen Ergebnissen gekommen.
    Ich sehe es genauso, dass man das nicht an einzelnen Entscheidungen oder Personen festmachen sollte, aber es gibt m.E. schon ein paar Punkte, die man den Entscheidungsträgern anlasten muss. Ein gravierender Fehler war m.E. – und da muss ich Dir leider energisch widersprechen – mit der Doppelspitze Wiesehahn in die Vorbereitung und damit in die neue Saison zu starten. Aus meiner Sicht – und das habe ich schon während der Rückrunde nach dem Weggang von D. Hecking gesagt – war diese Lösung nicht tragfähig um den sportlichen Erfolg und die damit weiterführenden Vereinsziele dauerhaft zu erreichen. Der sportliche Erfolg ist beim Club ja untrennbar mit dem wirtschaftlichen Erfolg gekoppelt. Michael Wiesinger war einfach noch zu unerfahren, sowohl sportlich als auch psychologisch und medial. Zudem ist er von seinem Naturell keine Respektsperson (wie D. Hecking), die im Stande ist, eine Manschaft zu führen, die ihre Erfolge nicht durch herausragende Qualität erzielt, sondern vielmehr über das Kollektiv erringt. Diese Kollektivleistungen ermöglichen es, 110% oder mehr aus einem solchen (unter-)durchschnittlichen Kader zu holen, der dann und wann auch im Stande ist, die etablierten Mannschaften der einstelligen Tabellenregionen an guten Tagen zu schlagen.

    Die vorzeitige Verpflichtung von M. Wiesinger war seinerzeit u. a. rein medial getrieben. Martin Bader hatte nach dem Weggang von D. Hecking gebetsmühlenartig wiederholt, dass man sich erst nach Saisonende und nach dem Erreichen der 40-Punktemarke zusammensetzen werde und die Saisonleistung sachlich bewerten würde. Die Medien haben aufgrund der phasenweise guten Leistungen in der Rückrunde, Martin Bader regelrecht zu einem öffentliches Bekenntnis einer vorzeitigen Vertragsverlängerung genötigt, obwohl es bekanntlich dann nochmal eine regelrechte Hängepartie mit dem “rein formalen” Klassenerhalt 2012/2013 wurde. Diese mediale Einflussnahme wurde dann sicher auch in die Köpfe der Mannschaft getragen, was dann zu einer negativen Reaktion geführt hat.
    Bader hat wiederholt den Fehler gemacht, dass er sich in der Außendarstellung nicht konsequent verhalten hat und nicht bei seiner Maßgabe geblieben ist, indem er nach Saisonende eine sachliche Bewertung der Leistungen von M. Wiesinger vorgenommen hat. Hätte er das nach dieser Rückrunde getan und hätte er sich die selbst gesteckten Zukunftsziele des Vereins vor Augen geführt, dann hätte M. Wiesinger eigentlich aus o. g. Gesichtspunkten keinen neuen Vertrag bekommen dürfen. Wahrscheinlich haben neben dem medialen Druck auch die wirtschaftlichen Aspekte eine große Rolle für eine Vertragsverlängerung von M. Wiesinger gesprochen.

    Die schlechte und inkonsequente mediale Außendarstellung von der sportlichen Leitung und die damit verbundene psychologische Wechselwirkung zwischen Medien und der sportlichen Leistung der Mannschaft sind m.E. mit ein entscheidender Grund für den sportlichen Niedergang in dieser Saison. Es gibt unzählig viele Beispiele, die diese Einschätzung belegen – z. B. der Umgang mit G. Verbeek (erst mediale Zusage u.U. auch mit ihm in Liga 2 zu gehen und dann zwei Wochen später ihn zu entlassen), dann die Spielerverbannungen und Rückholaktionen, die nicht endendwollende Posse um Trainerkandidaten (verursacht durch ein Aufsichtratsmitglied Schramm), usw. und, und, und.

    Aus meiner Sicht sollte Herrn Bader nicht ein machtloser und mehrheitlich sportlich erfolgloser Ex-Trainer Wolf als Sportdirektor zur Seite gestellt werden, sondern vielmehr ein kantiger, beständiger und erfahrener Mann vom Kaliber eines Hern Sammer, der den ganzen Bereich Vermarktung, Medien und Außendarstellung verantwortet. Dieser Mann muss zwingend ein Vorstandsmitglied sein, damit er nicht zur Marionette eines Herrn Bader verkommt und das Darsein eines zahnlosen Tigers fristet. Ein Her Bader ist innerhalb des Vereins so gefestigt und mächtig, da er seine eigenen Strukturen geschaffen hat. Der neu Plan eines Sportdirektors, der kein Vorstandsmitglied ist, ist augenscheinlich bloßer Aktionismus und Beruhigung der Anhängerschaft. Mit der Tatsache, dass es jetzt mehr oder weniger auf einen W. Wolf hinausläuft, der sich die letzten Jahre mehr oder weniger erfolglos in den unteren Ligen des deutschen Fußballs herumgetrieben hat, verstärkt sich für mich dieser Eindruck zusehens.

    In dem Bereich Außendarstellung und Selbstvermarktung wurde beim unserem Club schon über Jahrzehnte viel vernachlässigt und auch viel Porzellan zertrümmert. Dies ist in unserer medialen Welt des 21. Jahrhundert so wichtig geworden, dass es über Wohl und Weh des Vereins entscheiden wird. Jetzt wäre die Gelegenheit dazu, einen solchen Posten inkl. dem zugehörigen kompetenten Mann oder auch einer kompetenten Frau zu installieren.

    • Frank(e): Ein gravierender Fehler war m.E. – und da muss ich Dir leider energisch widersprechen – mit der Doppelspitze Wiesehahn in die Vorbereitung und damit in die neue Saison zu starten.

      Zunächst mal Danke für Lob und Feedback.

      Ich glaube gar nicht, dass du mir da inhaltlich so widersprechen müsstest. Meine Skepsis gegenüber Wiesinger/Rreutershahn war ja kein Geheimnis von Anfang an. Aber wir reden ja an der Stelle nicht von Einschätzungen, sondern von Fehlern. Mag sein, dass man an der Stelle sich anders hätte entscheiden können im Sommer und damit wohl auch richtig gelegen hätte, aber wirkliche zwingende Gründe gab es eben nicht – außer Vorbehalte. Für Wiesinger sprach letztendlich das, was uns am Ende dieser Saison eben genau fehlte: Punkte. Etwas, was wir auch unter Hecking immer stets gern mitnahmen. Dass es unter Wiesinger sportlich nicht immer rund lief, dafür gab es viele Gründe, immerhin übernahm er mitten in der Saison, musste den vorhandenen Kader übernehmen und nur eine kurze Wintervorbereitung, um seinen eigenen Stil einzubringen. Klar ahnten wir auch hier damals, dass das alles eher noch “Heckings Erbe” war, im positiven Sinne, aber letztendlich stand unter dem Strich: eine der besten Rückrunden. Und eben auch deswegen von Medien und Experten gefeiert. Nun durfte Wiesinger die ganze Sommervorbereitung nutzen und Spieler dazuholen. Auch da nicht unnormal, dass es dann erstmal bisschen holprig zugeht.

      Und sind wir mal ehrlich: Wer entlässt denn unter den Umständen einen allseits beliebten Trainer? Nur weil man so ein Bauchgefühl hat?! Das erinnert mich ja fast an Willi Entenmann, der nach dem Sieg gegen die Bayern von Voack entlassen wurde, weil der so ein Bauchgefühl hatte, Entenmann könne den Club jetzt nicht mehr weiterbringen.

      Nein, da bleibe ich dabei. Persönlich kann man es anders eingeschätzt haben und mirwegen auch immer schon besser gewusst. Aber an Entscheider kann man da keinen Vorwurf machen. Quasi der “Fluch des Erfolgs”. Und wenn man die Stimmen so rund um den Valze richtig deutet, hatte Bader ja auch wirklich einen anderen Kandidaten schon an der Angel, der dann später in Stuttgart…, aber als später auch noch die 40 Punkte deutlich übersprungen wurden, da hast du doch keine Argumente mehr.

      Erinnert mich aktuell an Schalke. Dass Keller vielleicht doch nicht der ideale Mann wäre, das schätzen viele so ein, aber wer dann eben doch den Turnaround schafft und sogar die direkte Qualifikation CL eintütet, den kannst du nicht entlassen. Nur mal angenommen, der Nachfolger wird dann nicht mindestens Meister, dann sagt doch jeder: Wie konnte man denn den Erfolgstrainer damals entlassen?! Und im Fall Wiesinger ja auch noch einer mit ausgesprägter Club-Vita.

  • Wolfgang Wolf ist aus meiner Sicht keiner, der deinen Anspruch erfüllt, daß Bader damit aus der Schußlinie genommen wird. Eher im Gegenteil: ich fürchte, daß manche mit ihm der Meinung sind, deshalb eher auf Bader verzichten zu können, weil man mit Wolf einen Mann hat, der mit dem Verein eine Geschichte hat.
    Ganz abgesehen davon, daß ich – sollte es so sein, daß Bader schon viel zu mächtig ist als daß man auf ihn verzichten könnte – man da dringend gegensteuern müßte. Was wäre denn, wenn dann Bader plötzlich ausfiele wegen Krankheit oder Unfall? Würden wir dann implodieren?

    Ich seh die Personalie Wolf als eine Entscheidung, das Risiko, das man spätestens mit der Verpflichtung Verbeeks eingegangen ist (den nächsten Schritt in Form eines attraktiven Fußballspielens zu machen) wieder auszuschalten. Und zu dem sicherer scheinenden Defensivkonzept zurückzukehren.
    Und genau das macht mir Sorgen: denn da haben offenbar einige nicht kapiert, daß Hecking auch oftmals ganz schön aufs Glück angewiesen war, damit er die Saison erfolgreich abschließen konnte.
    Wenn in einer Niederlagenserie, die er auch immer wieder zu durchstehen hatte, ein, zwei wichtige Spieler weggebrochen wären (z.B. Simons und Klose durch Verletzungen), dann hätte er genausowenig eine Chance gehabt, den Abstieg abzuwenden.

  • im Endeffekt schwingt bei diesem kommentar viel Ohnmacht mit-es hätte gut gehn können -isses aber nicht!
    Meiner bescheidenen meinung nach liegt der hase bei den transfers im Pfeffer!Ich bin natürlich kein professioneller Scout oder Sportdirektor,aber bei mindestens 50% der transfers,die Vereine tätigen,die ich als auf einem niveau mit dem Club sehe,frage ich mich:
    wäre das keiner für uns gewesen?Was für rahmenbedingungen haben denn dafür gesprochen das der spieler jetzt z.b zur Eintracht,zu Hertha,zu Bremen,Augsburg etc. geht.
    2013 wechselte Hosogai zum Aufsteiger Hertha BSC,der Club kaufte Hasebe.da Hosogai von leverkusen kam,müsste bei allen Verkäufen von uns nach leverkusen,dort ein mindest so guter Draht bestehen wie nach wolfsburg.
    Auch wenn die Verletzung von Hasebe nicht vorhersehbar war,die Statistiken von Hosogai sind trotzdem bessern als von Hasebe
    Pogartez aus wolfsburg zu holen,hatte damals für mich schon etwas von Resterampe-das sich klose zu keiner Zeit in Wob durchsetzen konnte ist Doppelpech-uns hat der wechsel geschadet,Wob nicht viel gebracht…

    Allein durch die ungenügende Ergänzung im defensiven Bereich,war der wunsch einer offensiveren Ausrichtung im ansatz schon erschwert.Das durch eine offensivere Ausrichtung,die aufgabenstellung für die Abwehr schwieriger wird dürfte klar sein.Das es dabei auf laufschnelle Verteidiger ankommt eigentlich auch.

    Diese Justierungen wurden entweder falsch gemacht oder falsch eingeschätzt-das ist für mich die Crux dieser saison

    • christian berlin:
      im Endeffekt schwingt bei diesem kommentar viel Ohnmacht mit-es hätte gut gehn können -isses aber nicht!
      Meiner bescheidenen meinung nach liegt der hase bei den transfers im Pfeffer!Ich bin natürlich kein professioneller Scout oder Sportdirektor,aber bei mindestens 50% der transfers,die Vereine tätigen,die ich als auf einem niveau mit dem Club sehe,frage ich mich:
      wäre das keiner für uns gewesen?Was für rahmenbedingungen haben denn dafür gesprochen das der spieler jetzt z.b zur Eintracht,zu Hertha,zu Bremen,Augsburg etc. geht.
      2013 wechselte Hosogai zum Aufsteiger Hertha BSC,der Club kaufte Hasebe.da Hosogai von leverkusen kam,müsste bei allen Verkäufen von uns nach leverkusen,dort ein mindest so guter Draht bestehen wie nach wolfsburg.
      Auch wenn die Verletzung von Hasebe nicht vorhersehbar war,die Statistiken von Hosogai sind trotzdem bessern als von Hasebe
      Pogartez aus wolfsburg zu holen,hatte damals für mich schon etwas von Resterampe-das sich klose zu keiner Zeit in Wob durchsetzen konnte ist Doppelpech-uns hat der wechsel geschadet,Wob nicht viel gebracht…

      Allein durch die ungenügende Ergänzung im defensiven Bereich,war der wunsch einer offensiveren Ausrichtung im ansatz schon erschwert.Das durch eine offensivere Ausrichtung,die aufgabenstellung für die Abwehr schwieriger wird dürfte klar sein.Das es dabei auf laufschnelle Verteidiger ankommt eigentlich auch.

      Diese Justierungen wurden entweder falsch gemacht oder falsch eingeschätzt-das ist für mich die Crux dieser saison

      Ohnmacht ist vielleicht das falsche Wort. Eher doch die Erkenntnis, dass es am Ende auch nicht viel fehlte und alles hätte anders kommen können. Das schmeckt zwar keinen, weil es nicht griffig ist, aber ist wohl am nähesten an der Wahrheit. Schau wie wenig Punkte da fehlten, wie oft ein Schiri-Pfiff oder ein Alu-Treffer alles verändert hätte. Warum hat Freiburg im Hinspiel eine Woche vorher einen Pannen-Keeper, der bei uns einfach alles hält, während auf unserer Seite auf einmal alle Sonntagsschüsse auspacken? Warum trifft Bremen mit 2 Schüssen 2mal, teilweise abgefälscht. Warum trifft Spahic mit dem ersten Schuss?

      Klar hätte das alles keine so große Rolle gespielt, wenn du nicht noch andere Probleme gehabt hättest. Ein falscher Abseitspfiff in Hannover kann passieren, war aber für uns in dem Moment, mit der Vorgeschichte und dem was danach passierte eben ein Desaster. Die Summe eben machts. Und das ist manchmal leider auch schicksalsergeben anzuerkennen. Aber an den Stellschrauben, die man drehen kann, muss man drehen. Das ist aber manchmal Feinarbeit, manchmal braucht es den großen Hammer. Zu wissen wo was nötig ist, erfordert mehr Kompetenz. Die will man sich derzeit ja dazuholen.

      Und in Sachen Transfers: Was ich mir oft denke? Wie viele Fahrkarten die anderen Vereine so schießen, da müssen wir uns nicht wirklich schämen. Das Problem ist halt: Wir haben nicht so viele Lose, weil uns das Kleingeld fehlt, und wir schauen bei uns natürlich genauer hin. Die Forderung, dass man mit weniger Kleingeld eben genauer schauen müsste, ist auch so eine verbreitete Binsenweisheit. Als ob man mit weniger in der Tasche besser einkaufen könnte, nur weil man sich mehr Mühe gibt. Heutzutage ist das internationale Scouting so gut, da mal überhaupt einen zu finden, der eine Granate ist aber keiner auf den Zettel hatte, fast wie ein 6er im Lotto. Und dafür haben wir mit Wollscheid, Diekmeier, Gündogan, Klose und nun Drmic richtig ordentliche Rendite gemacht, so einen Transferbilanz muss man auch erstmal woanders suchen. In Hamburg schmeisst man halt mal 10-20 Mio. am Transfermarkt raus. In München geht für das Geld allein ein Spieler mal als Fehlkauf durch. In Gladbach De Jong, in Hannover kauft man einen Spieler, der augenscheinlich kleiner ist als angegeben. In Augsburg überdeckt der Erfolg natürlich alles, aber z.B. ein Bobadilla kam für 1,5 Mio. und 8 mal ein- und 8 mal ausgewechselt bei 3 Toren – das sind keine Erfolgsstories, die man da Herrn Reuter gern andichtet, das ist normales Trial & Error.

      Ja, wir hatten paar Fehleinkäufe zuletzt, allerdings haben uns die allesamt wenig gekostet. Was was gekostet hat, das hat auch immer Rendite gebracht, auf dem Platz oder beim Weiter-Verkauf. Was man eher vorwerfen könnte, nicht mehr probiert zu haben, nicht mehr Bobadillas geholt zu haben mit dem Risiko, dann eben Fehler zu machen. Aber wer will das so wirklich hören?

  • “dass man hätte Kiyotake für ein Angebot 10+x doch damals hätte ziehen lassen müssen.”

    Mal eine Frage: Gab es dieses Angebot nun tatsächlich oder war das nur ein haltloses Gerücht?

  • Eine wahrhaft treffliche Beschreibung und Aufarbeitung der Saison. Sinne dir voll zu. Finde es jetzt auch wichtig die Chance zu nutzen und eine kreativen Aufbau mir der Mannschaft in Angriff zu nehmen. Und dank Bäder ist der Club endlich seit Jahrzehnten wieder schuldenfrei und in seiner Struktur professioneller als er jeh unter Roth und Konsorten war. Daher gilt immer noch:
    Ich bereue diese Liebe nicht, mit dem Zusatz : auch wenn sie an und an weh tut

  • Besten Dank für den Kommentar und alle anderen Kommentare.

    Die Außendarstellung wurde angesprochen, und die finde ich tatsächlich auch stark verbesserungswürdig. Ich weiß, ich habe da ein zu “romantische” Einstellung, aber meiner Meinung nach ist es erstens guter Stil und zeugt zweitens von Vertrauen in die eigene Kompetenz und Führungsstärke, wenn Entscheidungen, auch Entscheidungsfindungsprozesse, öffentlich erläutert werden. Vor allem Entscheidungen, die ansonsten Raum für Spekulationen lassen. Auch wenn dabei einmal harte Worte fallen müssen oder Schmutzwäsche zum Vorschein kommt oder es auch einmal Tränen gibt, egal. Die Unruhe, das Flüstern auf dem Klo und irgendwelche Alleingänge von Plaudertaschen sind viel schlimmer.

    Kein Mensch weiß was wirklich zwischen “2. Liga mit Verbeek”, angeblichem Kabinengeschrei und Entlassung war. Keiner weiß, was Campagna verbrochen hat. Wissen es die Spieler? Oder sieht es für sie auch wie herumeiern aus? Oder sind sie durch das Wissen gehemmt? Werden sie von “Beratern” und “Freunden” bedrängt, die aufgrund von reinen Spekulationen gute Ratschläge geben?

    Mein Wunsch also: Eine Führung, die offensiver kommuniziert. Jede gut begründbare Entscheidung kann durch die falsche Darstellung Unruhe bringen. Als Beispiel Verbeek. Wenn die Entlassung stattfand, um einen Reizpunkt zu setze – gut. Nicht richtig oder falsch, aber dann darf sich Prinzen nicht als guter Onkel präsentieren. Sonst weiß jeder, daß der Entlassungsgrund eine Legende war. Dann können Spielerverbannungen nicht mit “kein Kommentar” erläutert werden, sondern es müssen auch offen Reizpunkte gesetzt werden. Wenn es ein Zerwürfnis zwischen Verbeek und der Mannschaft gab, gut, passiert, muß man aber sagen, nur DANN darf sich Prinzen auch als guter Onkel präsentieren, der “den Jungs” wieder den Glauben zurückgibt, und dann muß Campagnas Verbannung AUCH begründet werden. Damit das “Umfeld” und die BILD die Fresse hält.

    Ich will keinen Burgfrieden und keinen Verein, in dem sich alle lieb haben. Ich will klare Worte – “offensive Offenheit”, “entwaffnende Ehrlichkeit”, wie MEIN Coach mir das mal beigebracht hat. Das funktioniert sowohl im “Business” wie privat ausgezeichnet, wenn man es mal ausprobiert. Ein paar Freunde wird man verlieren, aber um die ist es nicht schade. Meiner Meinung nach würde das den Club für alle noch ein bißchen einzigartiger machen.

  • @Alexander,natürlich sind die von Dir aufgezählten spielernamen eine Hausnummer,wenn sie als Kompetenzbeweis der sportlichen Führung herhalten sollen.
    Natürlich schiesst jeder verein in vergleichbarer Lage Fahrkarten.
    Allerdings konnten wir uns an den aufgezählten Namen leider teilweise nur sehr kurz erfreuen-Vereine unserer Kragenweite sind sicherlich oft auch nicht mehr als Durchlauferhitzer.
    Ein gutes sportliches Gesamtkonzept muss aber sein bei für den sportlichen Erfolg existeniellen Spielern diesen Kreislauf zu unterbrechen.Gelingt das nicht ist es immer der gleiche Kreislauf.
    Wenn für einen längeren Zeitraum lediglich die durchschnittlichen Spieler gehalten werden können und die Fahrkarten,dann bleibt es Sissyphos und der eigene Anspruch wird nicht über :hoffentlich bleiben wir drin,und wenn es gersde besonders gut läuft kommen wir in Richtung Platz 8,hinaus gehen können.
    falls einer das beispiel Kiyotake zum gegenbeweis nutzen will-selbst wenn es das Angebot gab,kann ja sein das er gar nicht wollte-wenn man seine körperliche Robustheit so sieht,weis ich nicht was er in der Premier League wollen würde

    • christian berlin:
      @Alexander,natürlich sind die von Dir aufgezählten spielernamen eine Hausnummer,wenn sie als Kompetenzbeweis der sportlichen Führung herhalten sollen.
      Natürlich schiesst jeder verein in vergleichbarer Lage Fahrkarten.
      Allerdings konnten wir uns an den aufgezählten Namen leider teilweise nur sehr kurz erfreuen-Vereine unserer Kragenweite sind sicherlich oft auch nicht mehr als Durchlauferhitzer.
      Ein gutes sportliches Gesamtkonzept muss aber sein bei für den sportlichen Erfolg existeniellen Spielern diesen Kreislauf zu unterbrechen.Gelingt das nicht ist es immer der gleiche Kreislauf.
      Wenn für einen längeren Zeitraum lediglich die durchschnittlichen Spieler gehalten werden können und die Fahrkarten,dann bleibt es Sissyphos und der eigene Anspruch wird nicht über :hoffentlich bleiben wir drin,und wenn es gersde besonders gut läuft kommen wir in Richtung Platz 8,hinaus gehen können.
      falls einer das beispiel Kiyotake zum gegenbeweis nutzen will-selbst wenn es das Angebot gab,kann ja sein das er gar nicht wollte-wenn man seine körperliche Robustheit so sieht,weis ich nicht was er in der Premier League wollen würde

      Bezüglich unterbrechen des Kreislaufs:
      Wie im Kommentar beschrieben, wurde doch genau das eingeleitet, indem ein Leistungsträger und als großes Talent gehandelter Spieler Kyotake gehalten wurde, trotz eines wohl lukrativen Angebots aus England. In den Jahren zuvor wäre dies aufgrund des notwendigen Schuldenabbaus nicht möglich gewesen.

      Es gab seit dem letzten Aufstieg eine langsame, graduelle Entwicklung. Hin vom Klassenerhalt mit geliehenen Leistungsträgern ging es zu einer Mannschaft aus eigenen Spielern, wobei bei guten Angeboten sofort verkauft wurde. Seit ein, zwei Jahren war man nicht mehr so sehr auf die Ablösen angewiese, es konnten schon mal vereinzelt Spieler gegen Angebote gehalten werden (z.B. Chandler, Kiyotake).

      Ob Kyiotake nach England gewollt hätte? Ist spekulation, aber ich bin mir sicher! In Japan und Korea ist die Premier League sehr populär, Spieler die sich dort bei einem guten Club etablieren können, werden teilweise verehrt wie Volkshelden. Die Bundesliga läuft unter ferner liefen (bestefalls).

      • mp: Ob Kyiotake nach England gewollt hätte? Ist spekulation, aber ich bin mir sicher! In Japan und Korea ist die Premier League sehr populär, Spieler die sich dort bei einem guten Club etablieren können, werden teilweise verehrt wie Volkshelden. Die Bundesliga läuft unter ferner liefen (bestefalls)

        Natürlich alles Spekulation, aber dass Kiyo weg wollte, speziell nach England, ist für mich gesetzt. Spätestens nach dem sein Buddy Klose weg war, mit dem er immer ein Zimmer teilte. Und genau so begeistert sahen dann auch die ersten Spiele aus. Erst mit Hasebe wurde es dann besser, der hat ihm wohl ziemlich Mores gelehrt.

        • Alexander Endl | Clubfans United, Jetzt muss ich auch noch mal kurz meine Anerkennung zollen. Ich finde, die Saisonabrechnung ist in allen 3 Teilen rundweg gelungen, bietet eine treffende Aufarbeitung und verdeutlicht v.a., dass man nicht alles nur schwarz/weiß sehen kann.

          In vielem finde ich mich wieder, mir ist jetzt auch nichts aufgefallen, wo ich sagen würde: “nö, so kann man das nicht sehen”. Und eigentlich sehe ich in Deinem Text auch meinen Standpunkt bestätigt. Der Abstieg hat viele greifbare Gründe und ist das Produkt aller Fehler und Misslichkeiten. Im Gegensatz zu 2008 ist er sehr gut erklärbar.

          Auch in der Bewertung finde ich mich wieder, denn ich sagte ja immer, man kann Entscheidungen (v.a. danach) als richtig oder falsch bewerten, aber entscheidend sind die Intentionen und auch die einzuhaltenden Zwänge im dem Moment, als die Entscheidung getroffen werden musste. Und meiner Ansicht nach kann ich nicht sehen, dass eine Entscheidung getroffen wurde, die nicht in irgendeiner Form nachvollziehbar war. Es geht nicht um Gefallen oder Nichtgefallen, sondern das Verstehen der Motive.

          Ich fand nicht jede Entscheidung richtig, kann die Motive aber verstehen. Na ja, schwieriges Thema….

          • Optimist:
            Ich fand nicht jede Entscheidung richtig, kann die Motive aber verstehen.

            Das ist ein wichtiger Punkt.
            In jedem Managerseminar lernt man folgendes (wollte ich schon längst mal anbringen):
            Eine falsche Entscheidung ist besser als gar keine Entscheidung.
            Klingt zwar erst mal komisch, ist aber so, weil keine Enrscheidung bringt einen nicht weiter. Wichtig ist, dass man nachvollziehen kann, dass eine Entscheidung (in diesem Fall) von der Überzeugung getrieben wurde, das Bestmögliche für den Verein zu erreichen (im Gegensatz zu anderen Topmanagern in der Wirtschaft, die in erster Linie an ihr Bankkonto denken und deren Name ich mir hier schenke), und in diesem Sinne kann man Martin Bader nicht wirklich Vorwürfe machen. Dass man an der einen oder anderen Stelle besser eine andere Entscheidung getroffen hätte, das weiß man erst hinterher, so auch Martin Bader.
            Ich bin aber ganz bei Exilfranke: Er sollte viel offensiver seine Beweggründe für seine Entscheidungen kommunizieren, vielleicht sollte man im das in einer MV mal auch so deutlich sagen.

  • Ob jetzt Kiyotake die Korsettstange war die unter gar keinen Umständen entfernt werden durfte,darüber kann man sicherlich ewig diskutieren.ob das in Anbetracht der kolportierten Ablösesummen clever war auch-immerhin hätte man für 10mio auch zwei bis drei Spieler der Kategorie 1,5-2 Mio kaufen können,was wahrscheinlich die Qualität im Kader vergrößert hätte.
    Aber vielleicht stellt sich die gleiche Frage ja nocheinmal,sollte Kiyotake eine vernünftige bis gute WM spielen
    Es tut mir auf jeden Fall immer weh,wenn man bei anderen Mannschaften Spieler spielen sieht,die mal beim Club waren und man sich überlegt-wie lang war der nochmal bei uns?
    Das ging mir im übrigen auch bei Esswein so,als ich ihn gegen Braunschweig spielen gesehen habe-das er beim Club nicht sonderlich erfolgreich war ist mir bekannt,aber diese schlitzohrige,freche Spielweise gefällt mir einfach besser als die eines Hlousek -in Sachen Effektivität geben sie sich beide nicht viel

  • Die Aufarbeitungen sind in Summe wirklich gut. Mir fehlen allerdings einige Punkte:

    – Kondition der Mannschaft
    Seit der eine Konditionstrainer nach Dortmund (glaube ich) gegangen ist, geht es m.M. nach stetig abwärts. Dies ist eigentlich trainerübergreifend (Hecking, dann verstärkt). Offensichtlich war das bei Feulner, Franz usw. Wie “Vollprofis” nach 60 min einfach platt sein können (Krämpfe, Konzentration) war schon erschreckend. Später zog sich das über die ganze Mannschaft hin. Führte diese nach 50-60 min nicht, gab es einfach kein aufbäumen. Man schiebt das auf Willen, ich sehe da massive körperliche Mankos.
    (Ausnahmen gab es natürlich)
    – Richtige Einschätzung der Fähigkeiten der Spieler
    In der Vorsaison waren Standards durch Kiotake der Rettungsanker. Warum läßt man auf einmal Plattenhard alle Ecken, Freistöße schießen und nimmt man Kiotake seine Stärken (und Motivation)/Trainerübergreifend
    Oder läßt einen jungen Angha (die ersten Spiele völlig überfordert, zuletzt Besserung) außen spielen.
    Damit wurde 5-7 Spiele verloren. Leichtes aushebeln durch überlaufen/Notaktionen der Innenverteidiger (gelbe/gelb-rote Karten) usw.
    Dies ließe sich noch fortführen. Aber ich meine ein paar Stellschrauben richtig gestellt und der Abstieg wäre kein Thema gewesen !

    • Günter, Das mit der Fitness ist wirklich ein Punkt. Für mich der Hauptgrund, warum Verbeek vor dem Winterstopp nicht gewinnen konnte. In der Rückrunde wurde das dann besser, aber verpuffte aufgrund der vielen Verletzungen. Außerdem könnte man vermuten, dass die Spieler dann übertrainiert wurden, in dem Versuch die Defizite aufzuholen. Womit ggf auch wieder ein Grund für Verletzungen zu sehen sein könnte. Aber den Fitnesstrainer hätte ich auch schon unter Wiesehahn hinterfragt…

  • Spieler wie kyotake oder frantz kommen/gehen/wird es immer geben.die Beispiele Aachen,Duisburg etc zeigen wie fix es gehen kann wenn man auf besonders clevere Menschen baut,nachdem man in Aktionismus verfällt und plötzlich nach einem Abstieg umwerfen will,was sich vor einem Jahr noch plausibel angehört hat.
    Bader geht nach meiner Meinung im Sinne des FCN einen guten weg,ein Fussballfachmann hätte seit Jahren installiert werden müssen.leider macht die autosuggestive selbstzerfleischung den Posten für Interessenten nicht attraktiv

  • Die Analyse ist in allen drei Teilen sehr treffend, aber wenn man alle Fehler und Schwächen mit einbezieht, wurde am Schluss der entscheidende Fehler in der letzen Winterpause begangen. Egal was bis dahin passiert ist und wer der Trainer ist – wenn ich nach Abschluss der Vorrunde nur 11 Punkte habe, muss ich in der Winterpause richtig Geld in die Hand nehmen und zwei oder drei richtig gute Spieler holen. Spätestens ab da helfen keine Perspektivspieler mehr, den bis zu diesem Zeitpunkt gab es noch kein Verletztenproblem und trotzdem nur 11 Punkte.

    Noch eine Bemerkung:
    Es wundert mich sehr, dass jetzt ein Wolfgang Wolf kommen soll. Überall wo Herr Wolf seit der Entlassung beim Club war, musste er wegen Erfolglosigkeit gehen. Interessant ist auch, das der Manager Wolf vor 10 Jahren den Nobody Bader geholt hat und jetzt Herr Bader genau diesen Herrn Wolf einstellt. Irgendwie hat das schon ein “Gmäckle”.
    Erschreckend finde ich auch, dass Bader bleiben muss, da man ja sonst niemanden hat, der sich auskennt. Ich finde die Leistung von Herrn Bader übrigens generell positiv, aber es muss deutlich mehr sportliche Kompetenz in den Vorstand und ganz wichtig, auch in den Aufsichtsrat

  • Alexander: “Aber die Basis, das Fundament, die wieder erlangte Stabilität, die mühsam erkämpfte Struktur im Verein, die darf dabei nicht ins Wanken kommen.”

    Das ist für mich der zentrale Satz, der jedem zumindest einen Denkanstoß bieten sollte.
    Böswillig könnte man jetzt behaupten, naja, jetzt wird Wolfgang Wolf oder ein anderer installiert, den man in einer ähnlich gelagerten Situation wie der jetzigen als Puffer evtl auch entlassen kann.

    Und ins Extreme gedacht ist es auch genau so.

    Dabei wird dann aber auch ein Fehler deutlich, der von Alexander gar nicht explizit angesprochen wurde.
    Dieser “Puffer”, diese ergänzende Sportkompetenz hätte schon längst installiert werden müssen.

    Es ist ein viel zu hohes Risiko, das Konstrukt des FCN mit den beiden Vorsitzenden und seinem Kontrollgremium, DAS VON DEN MITGLIEDERN GENAU SO VERABSCHIEDET WURDE, zu gefährden, in dem man Martin Bader (und Hr. Woy) die sportlichen Fehlentscheidungen anlastet und ihn gar “absägen” will. Damit ampuitert man den FCN.

    ARO hat da recht, wenn er sagt, Martin Bader tue ihm leid, er benötige Unterstützung.

    Die wird er jetzt bekommen – sportlich und als Puffer.

    Und das ist gut so, sogar überfällig. Selten wurde mir das nochmal so deutlich als jetzt ´bei Alexanders Kommentar.

    Die außerordentliche MV sehe ich in dem Zusammenhang zum einen als “Aufenthalt in der Werft”, bei dem genau diese Neuaufstellung als Präsentation viel abfedern wird.
    Schön wäre es, wenn dabei ein ernstzunehmendes, nicht schwammiges Leitbild angestoßen würde und man mal die Fühler ausstreckt in Richtung:

    Sind die Fans wirklich mit einer viel zu hohen Erwartungshaltung ausgestattet? Oder kann da nicht die ganz große Mehrheit sehr wohl mit einem “Dasein auf dem Drahtseil zwischen den Ligen” leben, wenn denn ein Konzept (wenn auch nicht bis zum Exzess) wie unter Verbeek (als Beispiel) gelebt und gespielt wird.

    Ich wette, dass das überraschende Ertgebnisse an den Tag fördern dürfte.

    Dass der Club abgestiegen ist, ist nichta womit als Clubfan nicht auch mal rechnen sollte.
    Es ist mAn wirklich ein Sammelsurium vieler Umstände. Bei jedem möglichen “Fettnäpfchen” (ob blind oder vorsätzlich oder hineingestoßen) hier zu schreien, kann ein Verein wie der Club nicht kompensieren.

    Und die elementaren Fehler, die leuchten jetzt!!!
    In der Winterpause war ich felsenfest überzeugt: Der Kader reicht, ein weiteres Aufblähen macht die Struktur kaputt.

    Kurz nach Transferfensterschluss das “Desaster” gegen Bayern…
    …da fühlst du dich als Handelnder wie am Roulette-Tisch: Nichts geht mehr.

    Und im Herzen weh getan hat vor der Saison der Abschied von Simons. Das traf unerwartet und stellte überrschend vor Probleme, die bis heute nicht gelöst sind: FÜR EINEN SPIELER WIE SIMONS GIBT ES KEINEN ERSATZ.
    An der Aufgabe, ihn gemeinschaftlich zu ersetzen, ist vielleicht auch die “Gemeinschaft” zerbrochen…
    Denn so wurde es anfangs transportiert. Da war aber auch noch von gutem Teamspirit die Rede. Am Ende war da nur noch verzweifelter Automatismus.

    Im Rückblick kann ich mit dem Absiteg umgehen. Er hat sich abgezeichnet und ist begründbar.

    Nach wie vor ereilt mich aber ein nicht enden wollendes Kopfschütteln Verbeek gegen Prinzen auszutauschen.

    Und das sollte am Ende der MV den Verantwortlichen klar sein:

    LIEBER MIT WÜRDE ABSTEIGEN ALS EIN AKTIONISMUS, DER EIN NEU GESCHAFFENES IMAGE/ “LEITBILD” MIT FÜßEN TRITT.

    Und ob ich diese Liebe jetzt bereue?

    Nein. Wie denn auch.
    Dann wäre ich kein Glubberer!!!

    Da kann man gerne auch noch etwas mehr Schmalz auftragen 🙂

    WAS ES IST

    Es ist Unsinn
    sagt die Vernunft
    Es ist was es ist
    sagt die Liebe

    Es ist Unglück
    sagt die Berechnung
    Es ist nichts als Schmerz
    sagt die Angst
    Es ist aussichtslos
    sagt die Einsicht
    Es ist was es ist
    sagt die Liebe

    Es ist lächerlich
    sagt der Stolz
    Es ist leichtsinnig
    sagt die Vorsicht
    Es ist unmöglich
    sagt die Erfahrung
    Es ist was es ist
    sagt die Liebe

  • Hallo Alex,

    Meine Kritikpunkte beziehen sich vor allem auf die strukturelle Schwäche im Konstrukt, die durch die Entscheidungen deutlich zutage getreten sind.

    Da ist einerseits Timmy Simons. Zweifelsohne ein Spieler, der vor allem defensive Stärken hat, kombiniert mit Kopfballstärke und (wie man hört) einer Präsenz außerhalb des Platzes.

    Simons war der perfekte Spieler für Heckings System bestehend aus (im groben) Spielzerstörung und Torgefahr durch Standards. Genau nach diesem System wurde auch der Kader aufgestellt und das war ja auch hinreichend erfolgreich.

    Dann ging Hecking und Wiesinger übernahm das Ruder. Er hat in der Rückrunde nicht viel verändert, der für die spezielle Spielweise zusammengesuchte Kader hat weiterhin funktioniert. Und dann im Sommer sind Simons und Klose gegangen. Wiesinger wollte die Spielweise ändern und es wurde ein Kader zusammengestellt, der wiederrum eher Wiesingers Vorstellung entsprach. Das Ergebnis: Eigentlich hätten Hasebe und Drmic überhaupt nicht gepasst, das System Hecking konnte aber mangels wichtiger Spieler auch nicht gespielt werden – und schon war das Problem der falschen Kaderzusammenstellung da.

    Noch krasser wurde es dann beim Wechsel von Wiesinger auf Verbeek. Bader hat sich damit überhaupt keinen Gefallen getan, stach dieser Mangel noch deutlicher hervor. Verbeek stand für hohes Pressing, viel Ballbesitz und Überzahl im Mittelfeld. Damit kam in der Hauptsache die Innenverteidigung um Nilsson/Pogatetz überhaupt nicht klar (beide Spieler wurden auch nicht für eine solche Spielphilosophie geholt), andere (Chandler!) blühten auf einmal auf.

    Wir kamen aus der Winterpause und man hatte den Eindruck, dass Verbeek Erfolg haben könnte. Bis die gegnerischen Trainer den offensichtlichen Pferdefuß (die Lücken zwischen Mittelfeld und Verteidigung und dadurch der große Raum, wenn man nur schnell genug nach Ballgewinn umschaltet) erfolgreich ausnutzen konnten. Dazu noch das Verletzungspech, welches den angesprochenen Mangel noch deutlicher aufgezeigt hat: Der Verein setzt offensichtlich auf Nachwuchsspieler, hat ein großes NLZ gebaut und wird nicht müde, die Anzahl der Nationalspieler in den U-Mannschaften zu betonen.

    Nur: Welcher U23 Spieler war dann tatsächlich verfügbar, als sich die Mannschaft praktisch von selbst aufgestellt hat? Eigentlich nur Colak. Ein Sebastian Gärtner z.B. durfte die gesamte Saison mit 3 verschiedenen Trainern auf der Bank Platz nehmen.

    Auffällig ebenfalls: Verbeek hat gerne mit einem aufrückenden Außenverteidiger gespielt, der eigentlich eher im Mittelfeld gespielt hat. Mitten in der Saison hat die U23 dann ebenfalls darauf umgestellt und auch so gespielt. Offensichtlich hat sich keiner der Spieler dort für den A Kader aufgedrängt.

    Und das ist mein großer Kritikpunkt: Wir haben bei Trainern und Spielern volles Glücksspiel, weil wir gar nicht wissen, welche Art Trainer wir benötigen. Wir haben keine Ahnung, was für Spieler wird haben wollen. Denn unsere Spielweise legt der Cheftrainer fest. Die Person, die durchschnittlich 1 Jahr beim Verein angestellt ist legt fest, wie sich der Verein aufzustellen hat.

    Es ist klar, dass das Hauptziel die Etablierung in der Bundesliga sein muss. Aber die Verantwortlichen haben schlicht vergessen, einen Unterbau bereitzustellen, mit dem das Ziel überhaupt erreichbar sein soll. Wenn man 5 Jahre am Stück Bundesliga spielt hat man es immerhin ruhig genug, die ersten Weichen zu stellen.

    Das sieht man wie geschildert im Großen, als auch im Kleinen: Warum bitte verheizt man einen Marek Mintal als Hütchenaufsteller bei der A Mannschaft? Der Mann gehört in die U15 oder U17 als Cheftrainer und hat dort 5-8 Jahre Zeit, sich zu einem der Vereinsphilosophie entsprechenden (sofern vorhanden) Trainer zu entwickeln.

    Denn: Wenn ich DANN Mintal als interne Lösung vorschlage, die den Verein und seine Philosophie kennt, habe ich vielleicht auch eine hohe Chance, dass dieser vernünftige Arbeit abliefert.

  • Das war doch die Crux. Man wollte nach dem unfreiwilligen Abgang Heckings, der eben durch seine Dominanz und eben auch seinen Erfolg den Verein prägte, die Chance nutzen die Vereinsphilosophie zu ändern. Wiesinger war bereits instruiert den Offensivfußball zu kultivieren. Dass das nicht ad hoc geht, hat p1ddly ja auch dargelegt. Du kannst ja nicht den ganzen Kader rauswerfen und neue holen und allen im NLZ sagen: Ab morgen dann im 4-3-3. Dazu gehört entsprechendes Scouting auch in den Jugendmannschaften und auch entsprechende Trainer.

    Nun wollte man das eben aber. Und Wiesinger sollte das Projekt als junger, unverbrauchter Trainer angehen, unterstützt von einem erfahrenen Mann Reutershahn, der auch mal die Bremse zieht, wenn es aus dem Ruder läuft. Wiesinger sprach ja auch ständig davon. Wiesinger spielte ne gute Rückrunde, dass man da noch nicht viel neues sah schob man eben dem Prozess zu und dem Personal. Zur neuen Saison holte man Drmic und Ginczek, tauschte den defensiven 6er gegen einen kreativeren und setzte auf Vorwärtsgang. Das klappte aber nicht wirklich, was man dann einem Wiesinger anlastete, also holte man einen Trainer, der das woanders schon bewiesen hat. Der schien das auch tatsächlich hinzubekommen, die Ansätze waren fantastisch. Dann kam alles ein “bisschen” anders…

    Könnte man lang drüber schreiben. Aber nur so viel: Natürlich haben wir eine Spielphilosophie schon ausgegeben. Nur ist das halt etwas, was Zeit braucht, wenn man vorher keine oder eine andere hatte. Zudem sind da auch die Strömungen gegenläufig: Die einen fordern das Spielsystem dem Personal anzupassen, die anderen fordern das Personal dem System anzupassen. Und im Misserfolg schreit jeder das Gegenteil.

    Ich finde die eingeschlagene Richtung ist richtig. Weiter die Jugend zu fördern, nun den Hebel auf frischen Offensivfussball setzen und dabei den Verein gesund halten. Das bedeutet aber auch, dass es Schwierigkeiten geben kann und Rückschläge. So wie wir es aktuell haben. Und was ist der Reflex der Leute: Alles kaputt machen und neu aufbauen. In Hamburg bauen sie demnächst das 10te Mal neu auf. Weil man nach jedem Rückschlag alles für gescheitert erklärte und neu machen wollte. Was blieb war ein aufgeblähter Kader mit Spielern aus x Neuanfängen, ein Schuldenberg und ein stetiger Fall nach unten bei zunehmender Handlungsunfähigkeit. Daher auch mein Plädoyer: Lasst den Bader arbeiten. Die Idee und die Richtung stimmt. Lasst aus jedem Rückschlag stärker und nicht schwächer zurückkommen, indem man das gute kultiviert und das schlechte eben korrigiert.

    • Alexander Endl | Clubfans United,

      Ich wüsste nicht, dass wir eine Philosophie besitzen.
      Wir überlassen das dem jeweiligen Cheftrainer. Und wenn der fliegt gehts von neuem los.

      Eine zusätzliche Hierarchieebene zwischen Entscheidungsträger (Vorstand) und Gestaltung (Cheftrainer) wäre schon vor Jahren dringend nötig gewesen.
      Bzw. eigentlich hätte Bader den Cheftrainerposten mehr marginalisieren müssen. So haben wir, wie geschrieben, jedes mal aufs neue völliges Glücksspiel.

      • p1ddly: Ich wüsste nicht, dass wir eine Philosophie besitzen.
        Wir überlassen das dem jeweiligen Cheftrainer. Und wenn der fliegt gehts von neuem los.

        Da muss ich widersprechen. Verbeek sagte selbst, er habe vom Verein eine Marschroute bekommen für die Spielweise. Und er wurde auch so ausgewählt. Auch bei Wiesinger sprach man über eine Philosophie des Offensivspiels. Auch die Investitionen im Sommer waren bewusst auf Offensivspieler ausgelegt. Und das Ganze wurde auch so kommuniziert.

        p1ddly: Eine zusätzliche Hierarchieebene zwischen Entscheidungsträger (Vorstand) und Gestaltung (Cheftrainer) wäre schon vor Jahren dringend nötig gewesen.

        Auch wenn ich ein Befürworter bin: Man muss mal sehen, was bei rauskommt. Ich finde es als Puffer zum Schutz des Vorstandes wichtig, ob es aus sportlicher Sicht so “nötig” ist, ist allerdings schon fraglich. Wie ist es denn in Bremen? Macht da Eichin die Vorgaben oder Dutt? Hat Veh Hübner gesagt wie es läuft oder umgekehrt? Macht Sammer die Philosophie oder Pep? Hat Kreuzer das Sagen oder Slomka? Und ist nun Reuter der entscheidende Faktor oder Weinzierl?

        Mainz hat es halt clever gemacht. Die Schwadronieren was von Philosophie und alle klatschen begeistert. Früher waren es die Konzepttrainer, heute die Konzeptmanager. Was unterm Strich rauskommt, hat dann Erfolg wie Misserfolg viele Faktoren.

        Die Wahl unseres Trainers ist kein Glücksspiel, sondern der Verein sucht einen Trainer, von dem sie der Auffassung sind, dass sie die Philosophie des Vereins umsetzen können. Und die lautet meiner Kenntnis nach: Nachwuchsarbeit, offensivere und attraktivere Spielweise, Spieler ausbilden statt einkaufen, solides Wirtschaften, perspektivisches Handeln mit Blick auf kontinuierliche Entwicklung vor schnellem Erfolg.

        Für mich ist da klar eine Philosophie erkennbar. Dass so ein Rückschlag da nicht förderlich ist, ist klar, zeigt aber auch, wie schwer es ist, so einen Richtungswechsel zu vollziehen.

    • Alexander Endl | Clubfans United:

      Nun wollte man das eben aber. Und Wiesinger sollte das Projekt als junger, unverbrauchter Trainer angehen, unterstützt von einem erfahrenen Mann Reutershahn, der auch mal die Bremse zieht, wenn es aus dem Ruder läuft. Wiesinger sprach ja auch ständig davon. Wiesinger spielte ne gute Rückrunde, dass man da noch nicht viel neues sah schob man eben dem Prozess zu und dem Personal. Zur neuen Saison holte man Drmic und Ginczek, tauschte den defensiven 6er gegen einen kreativeren und setzte auf Vorwärtsgang. Das klappte aber nicht wirklich, was man dann einem Wiesinger anlastete, also holte man einen Trainer, der das woanders schon bewiesen hat. Der schien das auch tatsächlich hinzubekommen, die Ansätze waren fantastisch. Dann kam alles ein “bisschen” anders…

      Vorweg kann man zu der sehr gelungenen Zusammenfassung und objektiven Beleuchtung der Situation nur gratulieren.

      Dass Wiesinger eine gute Rückrunde spielte ist punktemäßig richtig, über das fußballerische Auftreten der Mannschaft kann man allerdings streiten. Angemerkt sei außerdem, dass auch Hecking in den Vorsaisons immer mehr Punkte in der Rück- als in der Vorrunde holte. Nicht zuletzt, da es immer dauerte, den Aderlass zu kompensieren und das neue Gefüge zusammenzusetzen.

      Ich stimme jedoch völlig zu, dass der Versuch gestartet wurde vom “System Hecking” auf mutigeren, offensiven Fußball umzustellen. Offensiv wurden dafür auch die richtigen Leute verpflichtet, ja, für unsere Verhältnisse sogar echte Kracher (Ginczek, Drmic). Allerdings wurde der Weg damit nur halb beschritten. Denn gerade die beiden IV (Nilsson, Pogatetz) sowie der angedachte 6er (Balitsch) passten nicht im geringsten zu dieser Spielphilosophie.

      Daher setzt meine Kritik auch genau hier an. Zugegebenermaßen war das Anforderungsprofil an einen IV sehr hoch. Einerseits ist angesichts von Schäfers Schwäche beim Rauslaufen Kopfballstärke ein Muss, andererseits sollte er für offensiven Fußball mit Pressing und eigenem Ballbesitz über eine gute Schnelligkeit verfügen und den Ball nicht zu seinen Feinden zählen. Ob ein derartiger IV zu einem bezahlbarem Preis für uns zur Verfügung gestanden hätte sei mal dahin gestellt, ein Pogatetz ist jedoch in sämtlichen Punkten (auch Kopfballstärke!) genau das Gegenteil dieses Profils. Nicht umsonst wurden sämtliche Saisonsiege geholt als Pogatetz nicht in der Startaufstellung stand (gg. Braunschweig wurde er eingewechselt).

      Die zweite, meiner Meinung nach ebenfalls im Vorhinein absehbare Fehleinschätzung betrifft das defensive Mittelfeld. Hier war zunächst Balitsch angedacht, der als Spielertyp aber nicht zu einem modernen offensiven Spielsystem passt.
      Mit der Verpflichtung von Hasebe wurde reagiert, um dann festzustellen, dass er eher ein 8er als ein 6er ist (wie auch Frantz). Exemplarisch für seine mangelnde Fähigkeit defensiv gefährliche Situationen frühzeitig zu erkennen sei auf das 2:3 von Hannover verwiesen. In unzähligen vergleichbaren Situationen hat Simons ein kleines taktisches Foul gemacht, um den Angriff frühzeitig zu unterbinden.
      Stark hätte grds. auf die Position gepasst, dies von einem 18-jährigen zu erwarten, noch dazu ohne jede Vorbereitungszeit sich mit Hasebe einzuspielen, war jedoch eine recht heroische Annahme. An Petrak war man lt. Berichten ja bereits in der Sommerpause interessiert, allerdings entschied man sich für Hasebe. Möglicherweise hätte man beide verpflichten sollen. So oder so war die Entscheidung dafür jedoch reichlich spät.

      Man könnte sich auch über andere Positionen und Spielertypen, bspw. Mak und Esswein, auslassen. Dies schreibe ich jedoch den von Dir zurecht beschriebenen Transmissionspfad zu, dass man nicht auf einen Schlag den Kader komplett austauschen kann.

      Die beiden Positionen IV und DM sind hingegen für mich essentielle und eklatante Fehlentscheidungen gewesen, die man durchaus als solche hat erkennen können.

  • Das funktioniert halt so lange, bis du feststellst, dass du Nachwuchsspieler brauchst und plötzlich keine mehr hast.

    Die Trainersuche gestaltet sich dann auch sehr schwierig, wenn du eine Philosophie ausgibst, einen Trainer dafür suchst und dann feststellst, dass du gar nicht den Kader dafür hast.

    Schau dir unsere Nachwuchsarbeit an: Schwanzvergleich mit dem VFB II, wer mehr U Nationalspieler hat. Zietsch faselt davon, die Nachwuchskicker individuell zu stärken. Das sagt man, wenn man keine Ahnung hat, wohin man den Nachwuchs eigentlich entwickeln will.

  • Also ich finde, Frankfurt, Bremen und Hamburg sind keine Beispiele, denen man Folge leisten kann/soll.

    Bremen hat eine miese Saison gespielt und wäre fast abgestiegen. Wenn der HSV so spielt wie gestenr steigen sie auch ab. Und bei Frankfurt scheint sich ja gerade das zu Bewahrheiten, was schon gemunkelt wurde: Dass Bruchhagen seine Macht nicht abgibt, sondern mit Hübner einen reinen Zuarbeiter installiert hat. So wie wir das jetzt mit WoWo auch machen.

    Völlig unabhängig von der Entwicklung jetzt: Wenn ich eine Vereinsphilosophie habe und meinen Nachwuchs auf einen Bundesligakader vorbereiten möchte, dann brauche ich dringend einen Koordinator, der über dem Cheftrainer steht.

    Die Bayern und Augsburg nehme ich raus. Bei Augsburg muss man erstmal abwarten, wie sichs weiter entwickelt.. Und die Bayern kaufen Fehlplanungen im Kader schlicht weg. Außerdem munkelt man ja, dass die Spielausrichtung von Guardiola bei vielen nicht auf Gegenliebe stößt.

    Für uns ist nur wichtig, dass wir die Nische finden. Wenn man sich die Vereine anschaut, die Unterstützung von Konzernen haben (Völler hat letztens gejammert, dass B04 “nur” jedes Jahr 25 Millionen von Bayer bekommt), dann sind wir wohl nicht der Verein, der mal eben einen neuen Spieler für 15 Millionen holt.

    Sondern wir müssen der Verein sein, der mal eben einen Spieler für 15 Millionen verkaufen kann.

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