Der Gewinner ist der Verein

Am Montagabend war es soweit: Die außerordentliche Mitgliederversammlung – doch die erste Überraschung gab es einen Tag vorher: 2.200 ganz und gar nicht schlecht gelaunte Fans kamen zum Trainingsauftakt des 1. FC Nürnberg an den Valznerweiher um der neuen Mannschaft Applaus zu spenden und Mut zu machen für die kommende Saison. Wenn man hier schon einen heißen Vorgeschmack auf die mit reichlich Brisanz erwartete „AMV“ vermutete, sah sich jedenfalls getäuscht. Und wenn man die Stimmung in diversen Foren und den sozialen Medien vorab zugrundelegte, dann konnte man dies jedenfalls so nicht erwarten.

Dennoch blieb es natürlich spannend. Wie würde die Stimmung auf der Außerordentlichen Mitgliederversammlung werden? Kuschelkurs oder Pulverfaß? Strafgericht oder nur großes Palaver? Seitens der Initiatoren und der Unterzeichner bekam man jedenfalls schon durchaus ein Gefühl, dass man zwar „auch“ an einer Aussprache interessiert sei, aber das man eben „auch“ unbedingt etwas verändern wolle. Was genau, da blieb man auch auf Nachfrage immer undeutlich und verwies auf die AMV und der Ergebnisse dort. Nun war sie also da – und man harrte der Dinge. Die kolportierten 40.000 Euro an Kosten sollten sich ja auch lohnen.

1.200 Mitglieder fanden pünktlich um 18:00 Uhr den Weg in die Meistersinger Halle. Und es ging gleich richtig los. Schon zu Beginn wurde sehr kontrovers über einen Antrag diskutiert, der durchaus für Unmut sorgte: Der Ausschluss der Presse und Medien. Der Antragssteller argumentierte sinngemäß, dass eine Aussprache nur dann Sinn macht, wenn sie offen, vorbehaltlos und rückhaltlos geführt werden könne. Und das beträfe eben auch kritische und sensible Fragen, die offen und ehrlich beantwortet werden müssten. Er sei der Meinung, dass ein Ausschluss der Presse diese Möglichkeit zumindest ‚begünstigt‘. Er zumindest sehe es zudem nicht ein, dass eine Mitgliederversammlung – so wörtlich – die „Sensationsgier der Parteien der Öffentlichkeit bedient“ und bat die Versammlung entsprechend dem Antrag zuzustimmen. Daraauf meldeten sich Mitglieder, die dem ganz und gar nicht zustimmen wollten, denn es sei auch die Aufgabe der Presse alle anderen Mitglieder, die nicht zu dieser Mitgliederversammlung erscheinen konnten, über die Vorgänge dort zu informieren. Ein weiteres Mitglied mahnte auch an, dass der 1. FC Nürnberg schließlich kein Geheimbund sei und man auch nichts zu verheimlichen habe. Mit 824 zu 301 Stimmen wurde der Antrag schlussendlich abgelehnt und die Presse und Medienvertreter – darunter auch wir von Clubfans United – konnten ihrer Arbeit weiter nachgehen. Die Ablehnung wurde von Medienbeobachtern durchaus als positives Signal für die Pressefreiheit gewertet. Ob so ein „Presseverbot“ bei der heutigen Verbreitung von Smartphones und damit allen Social Media-Kanäle überhaupt Sinn gemacht hätte, ist dann ein anderes Thema. Rein deklaratorisch hatten wir allerdings schon vorher erklärt uns ggf. an das Votum der Mitgliederversammlung zu halten, wenn dies der Wunsch gewesen wäre.

Weitere Anträge gab es zwar, aber diese waren allesamt entweder gar nicht zulässig bzw. nicht mit der Satzung vereinbar – darunter allein fünf Anträge mit Ziel der Abberufung der Vorstände Woy und Bader durch die Mitgliederversammlung. Hintergrund: Die Mitgliedersammlung kann nur über Dinge entscheiden, die nicht bereits auf andere Organe des Vereins übertragen worden sind, so die Erklärung des Versammlungsleiters Dr. Adrion. Und so unterliegt auch der Aufsichtsrat nicht den Weisungen der Mitgliederversammlung, und der allein kann die Vorstände nach aktueller Regelung entlassen. Weitere Anträge, wie die Beschriftung des Trikots, die Musikauswahl im Stadion, die Etablierung eines Kommunikationskonzepts oder die verbindliche Verständigung auf eine vereinsübergreifende Spielphilosophie, waren ebenso nicht zulässig, weil die Mitgliederversammlung auch nicht über Anträge entscheiden kann, die die laufende Geschäftsführung betreffen.

Nach der Behandlung dieser Anträge respektive die Begründung deren Nicht-Zulassung, kam es zur Genehmigung der finalen Tagesordnung – und das zog sich allein über eine volle Stunde hin, weil es regen Diskussionsbedarf um die Absetzung bzw. Vorziehung des Tagesordnungspunktes „Sieben“ gab. Der 7. Tagesordnungspunkt beinhaltete drei (ehemals vier, ein Antrag wurde vorher zurückgezogen) Anträge auf Änderung der Satzung, von denen man sich im Vorfeld eine gewisse Erweiterung der Kompetenzen einer Mitgliederversammlung versprach, was der Veranstaltung sicher noch eine ganz andere Dimension gegeben hätte. Schlussendlich stimmte aber eine große Mehrheit von 1.062 Mitgliedern bei nur 66 Gegenstimmen dafür, die Satzungsänderungen komplett aus dem Programm zu streichen. Und so wurden die Anträge zu Regelungen wie bspw. das Wahlalter von 18 auf 16 Jahre herabzusetzen, bei der Aufsichtsratswahl künftig auch eine Briefwahl zu ermöglichen oder die Berufung eines dritten Vorstandes verpflichtend zu machen, gar nicht weiter behandelt. Mit diesem deutlichen Votum verlor die Mitgliederversammlung an Spannung und es wurde auch der berühmte Dampf aus dem Kessel gelassen. Dabei war der wohl weitreichendste und damit auch als am heikelsten eingestufte Antrag, nämlich mögliche Eingriffe in das operative Geschäft durch eine 2/3-Mehrheit der Mitgliederversammlung zu ermöglichen, ja gar nicht mehr dabei und dieser war auch deutlich vor Beginn der Hauptversammlung schon zurückgenommen worden – was allerdings in der Vorberichterstattung beflissentlich übergangen wurde. Ein Umstand, der durchaus zu Medienkritik führte. Tagesordnungspunkt 7 hätte also gar nicht die erwartete Brisanz mehr entfalten können, da die Kompetenzen der MV nicht erweitert worden wären. Doch wie dem auch sei: Es ist wohl mehr als vernünftig, generell alle Satzungsänderungen mit bedacht zu planen und gerade nicht einer hitzigen Debatte im Rahmen einer AMV zu unterwerfen. Insoweit eine gute, da verantwortungsvolle Entscheidung der MV.

Erst gegen dreiviertel Acht kam der große Auftritt von Martin Bader – schließlich mutmaßten nicht wenige, dass es hier auf dieser AMV vor allem um seine Position und seine Entscheidungen gehen würde, schon als man sich um die AMV bemühte. Daher wurde der Moment durchaus mit Spannung erwartet, an dem er an das Mikrofon treten und sich den Mitgliedern des 1. FC Nürnberg stellen würde – und er wurde überraschend freundlich mit Applaus empfangen. Bader ging sofort in die Offensive und machte keinen Hehl daraus, dass er sich von den Antragsteller/Initiatoren dieser Außerordentliche Mitgliederversammlung gewünscht hätte, dass diese zunächst den direkten Weg zu ihm gesucht hätten, auch um auch ihm die Chance zu geben, die Entscheidungen des letzten Jahres vorab persönlich zu erklären. Dennoch sei nun die Möglichkeit auf dieser AMV den Mitgliedern etwas zu erklären willkommen – auch wenn es der Versuch sei etwas zu erklären, was nach seinen Worten eigentlich gar nicht zu erklären ist. Wichtig sei ihm: Keine Entscheidung beim 1. FC Nürnberg entstünde aus einer Emotion, wie ihm bisweilen unterstellt, sondern einzig aus einer sachlichen Abwägung von Risiko und Chance. Aber ihm sei selbst klar, dass es nun mal so sei, dass „der Erfolg viele Väter hat, der Misserfolg einen“. Rückblickend räumte er aber unumwunden ein, dass bei der einen oder anderen Entscheidung den berühmten ‚Griff ins Klo‘ gemacht zu haben. Aber er versicherte, dass jeder Beschluss keine Alleingänge oder Spontanentscheidungen waren, sondern stets intern kontrovers diskutiert, intensiv durchdacht und schlussendlich auch mit dem Aufsichtsrat gemeinsam gefällt worden sei. Er sei sich bewusst, die Entlassung von Gertjan Verbeek war „eine unpopuläre Maßnahme, die, das war mir klar, an meiner Person festgemacht wird“.

Bader holte dann noch mal aus: In den letzten 20 Jahren Bundesliga gab es überhaupt nur neun Vereine, die durchgängig erstklassig spielten. Der 1. FC Nürnberg habe auch den Anspruch in der ersten Bundesliga zu spielen, aber dies ist eben gerade bei den Rahmenbedingungen niemals selbstverständlich. Ziel des FCN sei es dennoch bald wieder in der ersten Liga zu sein, dafür arbeite man. Aber zu keinem Zeitpunkt werde man dabei ein hohes wirtschaftliches Risiko eingehen, nur um ‚möglicherweise mehr oder minder realistische Wahrscheinlichkeiten‘ auf Klassenerhalt oder Aufstieg zu erhöhen. Ein Risiko muss immer kalkulierbar sein. Als Beispiel brachte Martin Bader einen Konkurrenten aus der Bundesliga, den Hamburger SV. Das Beispiel sollte doch allen zeigen, dass auch große Vereine mit immensen Möglichkeiten sich mittlerweile so verschuldet haben, dass sie sich in Abhängigkeit Dritter begeben müssen. Bader machte an der Stelle unmissverständlich klar: „Der 1. FC Nürnberg hat keinen Preis und den 1. FC Nürnberg kann man nicht kaufen!“. Nicht nur wegen dieses Satzes wurde Bader mit tosendem Beifall bedacht, der gesamte Inhalt der ca. 30 minütigen Rede fand beim absolut überwiegendem Teil der anwesenden Mitgliedern große Zustimmung. Martin Bader geht gestärkt aus dieser Außerordentlichen Mitgliederversammlung hervor. Die Mitglieder nehmen ihn seine Loyalität und Besonnenheit ab – und sie können bei aller berechtigter Kritik sehr wohl gut einschätzen, dass er in den letzten 10 Jahren weit mehr richtig als falsch gemacht hat – zum Wohle des 1. FC Nürnberg.

Fazit

Hatte man vorher geunkt, es würde bei dieser AMV am Ende vielleicht nur Verlierer auf allen Seiten geben, so sah man sich getäuscht: Der eindeutige und klare „Gewinner“ dieser Außerordentlichen Mitgliederversammlung ist der Verein und seine Mitglieder. Die sehr kontroverse und doch mit bedacht geführte Diskussion war vorbildlich und eine Versammlung, die sich nicht auf Schnellschüsse in Form von Satzungsänderungen einlässt und er recht sich dagegen verwehrt, eine Mitgliederversammlung zum Strafgericht mutieren zu lassen, beweist ihr Maß an Verantwortung und Stärke. – Eine Erkenntnis ließ sich dagegen mit Sicherheit gewinnen bzw. es bestätigte sich etwas: Negative Stimmungen, die man vermeintlich aus Foren, Kommentaren und sozialen Medien in großem Umfang wahrnimmt, wird man weiterhin mit großer Skepsis begegnen müssen. Hatte man im Vorfeld dieser AMV im Netz den Eindruck fast gewinnen müssen, die Mitglieder und Fans wollten quasi „Köpfe rollen sehen“, so wurde alle an diesem Abend eines besseren belehrt. Dass die, die am lautesten schreien, nicht immer im Recht sein müssen, ist eine alte Weisheit, dass viel Geschrei aber auch nicht unbedingt eine große Masse darstellt, darf nach diesem Abend noch mal zu einem Lehrstück geworden sein. Oder um es positiv auszudrücken: Es ist schön zu sehen, dass die Mitglieder, die Fans und der Verein gerade in der Krise eng zusammenstehen – eben dann, wenn es darauf ankommt.

Daher passte ins Bild eine Situation, die am Ende wohl in ihrer ganzen Ironie zum Sinnbild werden sollte: Als der Initiator der Außerordentlichen Mitgliederversammlung, Reiner Kurzmann, seine Ausführungen über die Notwendigkeit dieser AMV am Rednerpult dargelegt hatte, wurde er vom Großteil der Mitglieder mit Buhrufen und Pfiffen bedacht.

tom

81 Gedanken zu „Der Gewinner ist der Verein

  • Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht1 Ich war beruflich weiter verhindert, konnte aber über Twitter Dank auch Deines Engagement der Versammlung verfolgen. Anfangs mit Skepsis und existenziellen Sorgen um den Verein, später mit Stolz. Stolz, dass unsere Mitglieder vernunftgesteuert sind und der Spruch „Ich bereue diese Liebe nicht“ kein Marketingspruch ist, sondern von den Mitgliedern, Mitarbeitern und vielen Spielern (ja, auch Schäfer!) dieses Vereins gelebt wird.
    Darauf ein herzliches BADER RAUS“

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  • Toller Bericht, Danke! Aber was der Kerl da bei ITA-URU pfeift ist ja grotesk. Videobeweis, bitte sofort!

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  • SMS an Freunde: „GENAU wegen solcher Pfiffe ist der Club (auch) abgestiegen, und so werde ich das auch bei CU posten. Maann, und Kahn tönt, dass die Südamerikaner physisch und taktisch besser vorbereitet seien!“

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  • Ich bin auch für Bader RAUS, wenn Hr.Kurzmann oder ein anderer, uns einen Fehlerfreien MENSCHEN für diese Funktion anbietet. Ich lebte seit Monaten in einem Vakuum, und habe alle verantwortliche in unserem Verein verteufelt. Am Sonntag bin ich auf Wunsch meiner Tochter mit ihr zum Training gefahren, und da war dieses Gefühl wieder. ICH BEREU DIESE LIEBE NIEMALS!

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  • Ich war gestern auch auf der AMV.

    Herr Kurzmann weiss jetzt wie sich Napoleon gefühlt haben muss. Waterloo am Montagabend.

    Herr Kurzmann hat mit dieser AMV das genaue Gegenteil von dem erreicht, was er eigentlich wollte. Bader geht gestärkt aus der AMV hervor und die Mitglieder haben mit Augemass und Weitblick entschieden. Nix Chaos sondern vielmehr eine geschlossene Mitgliederbasis und Ruhe im Verein. Wohltuende Ruhe, mit der nun die Saison angegangen werden kann.

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  • Treffend beschrieben.
    Klasse Fazit!

    Jetzt ist wirklich Zeit für die WM und dann kommt Aue.

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  • Bader ist noch im Amt und die Vereinsmitglieder entscheiden nicht über Transfers, Aufstellungen und offensive oder defensive Spielphilosophie.

    Gut so.

    Wenn’s dann in fünf Wochen gegen Aue losgeht, sehen wir weiter.

    P.S.: Heimspiele gehören gewonnen.

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    • belschanov,

      Nach Aussage von Herrn Schamel gibt es diese Spielphilosophie im Verein schon. Als dickes Werk, nur nicht so gefällig formuliert, daß das vielleicht auch die Mitglieder kennen könnten. Steht was drin von Kurzpassspiel, Kampfbetontem Spiel… Wenn mir der Verein das einfach vorher gesagt hätte, hätte ich erkannt, daß mein Antrag gar nicht benötigt wird und ihn einfach zurückgezogen.

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      • Beate60,

        Was hat denn bitteschön eine Spielphilosophie in der Satzung verloren??? Die gehört eindeutig zum operativen Geschäft und muss sich laufend den Änderungen im modernen Fußball und situativ dem Spielgeschehen anpassen. Sorry, aber unter anderem aus diesen populistischen Gründen plädiere ich dafür, dass die Mitglieder nur indirekt über die Wahl des AR Einfluss nehmen können.

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        • Alex:
          Beate60,

          Was hat denn bitteschön eine Spielphilosophie in der Satzung verloren??? Die gehört eindeutig zum operativen Geschäft und muss sich laufend den Änderungen im modernen Fußball und situativ dem Spielgeschehen anpassen. Sorry, aber unter anderem aus diesen populistischen Gründen plädiere ich dafür, dass die Mitglieder nur indirekt über die Wahl des AR Einfluss nehmen können.

          Da sieht man mal wieder: reden, ohne überhaupt zu wissen: Ich hab NIE gefordert, die Spielphilosophie in die Satzung zu schreiben. Ich habe lediglich beantragt, daß eine Arbeitsgruppe vom VEREIN ins Leben gerufen wird so wie die AG Satzung, die solch eine Spielphilosophie ausarbeitet. Weil ich mich dran gestört hab, daß in unserm Leitbild steht, daß die Spielkultur nach der die Trainer arbeiten, vom Verein langfristig vorgegeben ist und ich aber keine Ahnung hab, von welcher Spielkultur da die Rede ist. In meinen Mails an Herrn Bader hab ich auch das mal angesprochen, daß ich es schon wichtig fände, daß da ein Konzept besteht. Hätte er mir ja schreiben können: gibt es, keine Sorge.
          So bin ich davon ausgegangen, daß das eben Noch nicht existiert. Da das Leitbild ja auch noch nicht lange beschlossen ist.
          Und meine Idee, diese Spielphilosophie dann vom obersten Organ unseres Vereins der Mitgliederversammlung verabschieden zu lassen (wie das Leitbild), war aus meiner Sicht eine Hilfestellung für die Vereinsführung. Weil die sich dann darauf berufen könnten, wenn es grade mal schlecht läuft, aber die Entwicklung der Mannschaft durchaus positiv eingeschätzt wird, daß für das größere Ziel, die Realisierung der im verein vorgegebenen Spielkultur keine kurzfristigen Handlungsimpulse als sinnvoll angesehen werden. So wie in Freiburg oder Mainz, wo man dann eben auch damit argumentiert, daß man auf einem guten Weg ist und daß man diesen Weg weiterverfolgen will, auch wenn der mal kurzfristig in die 2. Liga führt.

          Das mögen manche anders sehen. Es kann sein, daß vielen im Verein Erfolg wichtiger ist, egal wie. Und vielleicht ist es der falsche Ansatz, das dann über die Zustimmung zur Spielphilosophie zu erreichen. Nur das hätte man ja alles diskutieren können. Und dann eben mehrheitlich ablehnen.

          Und wie gesagt, wenn ich davon gewußt hätte, daß es dieses Konzept schon gibt, dann hätte ich mich drüber gefreut und den Antrag schlicht und einfach zurückgezogen.

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          • Beate60,

            ich glaube nicht, daß man eine Spielphilosophie irgendwie schriftlich fixieren kann. Da käme maximal eine weichgespielte Absichtserklärung heraus. Und am Ende gibt es den nächsten Anlaß für hohle Anfeindungen. Der Bader wieder. Erst sagt er, wir wollen offensiv spielen mit Pressing und so, dann stellen die sich 75 Minuten gegen Real Madrid einfach hinten rein und halten das 1:0.

            Alles was man diesbezüglich schaffen könnte, wäre ein Bewusstsein dafür, daß man quer durch alle Mannschaften mit einem möglichs identischen System spielt und in der Jugend schon frühzeitig auf neue taktische Varianten reagiert.

            Im Endeffekt läuft es wieder auf das altbekannte Problem der Kommunikation und Außendarstellung hinaus. :/

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            • Nick,

              Laut Herrn Schamel existiert das doch. So wie es sinnvoll ist als Rahmen, der den Trainern genügend Freiraum läßt und eben trotzdem ermöglichen würde in der Öffentlichkeit kundzutun, für welche Art Fußball zu spielen unser Verein steht.

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        • Stefan – Clubfans United,

          Ja gut, nur ich hab halt trotzdem letztlich nur das Leitbild auf der FCN-Homepage gefunden. Und war mir nach den Trainersuchen in der Saison sicher, daß es das eben nicht als auformuliertes Konzept gibt. Und auch im gespräch mit Herrn Schamel auf der MV bin ich mir da noch nicht wirklich sicher. Denn eines gibt es wohl, ein dickes Werk, in dem viel steht, trotzdem scheint auch er immer noch was zu wollen, das nicht ausgearbeitet ist. War zumindest mein Eindruck. Nachgefragt hab ich nicht, weil ich denke, das würde dann wahrscheinlich wieder zu Diskussionen führen, ob ein Aufsichtsrat so etwas überhaupt sagen darf, wenn er es sagt. Ich will da keinen in die Bredouille bringen. Und wenn er es nicht sagt, wär ich genauso schlau.
          Deshalb bin ich in den letzten Monaten ja den Weg gegangen, öfter Herrn Bader direkt mails zu schreiben. Manchmal bekam ich durchaus Antworten, die mich dann auch beruhigt haben. Aber eben zu den Themen, die meine Anträge berührten, hat er sich nie geäußert. Deshalb ging ich davon aus, daß solch ein Antrag sinnvoll ist.

          Und da ich Bader immer vertraut habe, hätten mir Aussagen wie „Machen Sie sich keine Sorgen, das existiert ode rist in Arbeit“ oder „Es wäre besser solch etwas nicht zu beantragen“ voll zufriedengestellt. Und ich hätte es mit Sicherheit nicht an die Öffentlichkeit gebracht und gesagt, eh kuckz mal, der Bader versucht mich zu beeinflussen.
          Dazu gehört Vertrauen auf beiden Seiten und Kommunikation. Auch wenn ich nur ein ganz einfaches Mitglied bin.

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          • Beate60:
            Und ich hätte es mit Sicherheit nicht an die Öffentlichkeit gebracht und gesagt, eh kuckz mal, der Bader versucht mich zu beeinflussen.

            Das weißt Du, aber meinst Du, Martin Bader kennt alle 15.000 Mitglieder im Verein so gut, dass er darauf vertrauen kann? Oder kennt er Dich persönlich?

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            • Claus,

              Hätte er doch wenigstens mal versuchen können, mich zu kontaktieren? Und sich ein Bild davon zu machen, ob er mir vertrauen kann?
              Ich bezweifel allerdings jetzt, daß ich ihm vertrauen kann, weil mein bereits zurückgezogener Antrag noch am Nachmittag vor der Mitgliederversammlung bei Radio Gong als Antrag verkauft wurde, mit dem ein Mitglied versucht, Martin Bader abzusetzen.

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              • Beate60:
                Hätte er doch wenigstens mal versuchen können, mich zu kontaktieren? Und sich ein Bild davon zu machen, ob er mir vertrauen kann?

                Er hat ja auch sonst fast nichts zu tun.
                Menschenskinder, versetze Dich doch bitte mal in seine Lage. Die ganze AMV war doch im Vorfeld schon auf „Bader raus“ getrimmt, die Anträge auf Satzungsänderung in dieser Hinsicht superdeutlich. Was schätzt Du, wieviele Mails er diesbezüglich in den letzten Wochen so ungefähr bekommen hat? Aber wenn Beate anfragt, dann muss man sich damit natürlich intensiv beschäftigen. In welcher Welt lebst Du eigentlich?

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                • Claus,

                  Bader kannte mich. Ich hab ihm früher schon mails geschrieben. Und er hat immer signalisiert, daß ihm solch eine Kommunikation eben nicht zu viel ist. Auch nicht in Zeiten, wo er mit Sicherheit sogar noch mehr eingespannt war. Das ist ja was, was ich an ihm ehrlich schätze.
                  Und sorry, es ging um einen Antragsteller zu dieser Versammlung. Soviele waren das jetzt auch wieder nicht. Um einen Antragsteller, von dem er sich aufgrund meiner Mails schon ein Bild gemacht haben konnte. Und dann grade diesen ANtrag vollkommen umdeuten zu lassen in der Presse und zuzulassen, daß diesem Antrag auch noch vollkommen falsche Intentionen unterstellt werden, find ich einfach nicht korrekt.
                  Und ich seh das auch nicht ein mit diesem Argument, wenn das 15000 Mitglieder machen würden. Die SPD hat wesentlich mehr MItglieder und trotzdem nahm sich in früheren Jahren die Führung Zeit, mit einem einzelnen Mitglied zu reden, wenn das dann eben ähnliche Aktionen gemacht hat. Und es war nie die Rede davon, daß solche Aktionen nicht willkommen sind.

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                • Claus:
                  In welcher Welt lebst Du eigentlich?

                  In einer demokratischen. In einer in der das gilt, was in unserem Leitbild steht:

                  7. Sozialkultur

                  In der Club-Familie wird jedes Mitglied als Freund und Partner anerkannt und auch bei kritischer Meinung respektiert. Alle Cluberer arbeiten gemeinsam mit Willenskraft und Leidenschaft am großen Ziel künftiger sportlicher Erfolge.

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                • Beate60
                  Nur mal so zum nachdenken:
                  Würde sich Martin Bader jedem Mitglied einmalig nur 10 Minuten widmen, kämen da etwa 100 Tage zusammen, ohne jedwede Pause. Deswegen werden Mails an Vorstände normalerweise im Vorzimmer gesiebt und mit Standardantworten versehen.

                  Dass Du allerdings ein besonders privilegiertes Mitglied bist wusste ich nicht.

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                • Claus,

                  Ich glaub Bader wird sich auch weiterhin die Mühe machen.wenn das mails sind, die sachlich sind. Allerdings ich weiss, ich versteh mich drauf Menschen mit meinen Überzeugungen zu nerven , wenn sie anderer Meinung sind. Und deshalb hab ich jetzt auch aufgehört Bader mails zu schreiben.

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                • Beate60:
                  Claus,

                  Ich glaub Bader wird sich auch weiterhin die Mühe machen.wenn das mails sind, die sachlich sind. Allerdings ich weiss, ich versteh mich drauf Menschen mit meinen Überzeugungen zu nerven , wenn sie anderer Meinung sind. Und deshalb hab ich jetzt auch aufgehört Bader mails zu schreiben.

                  Wobei ich da – wenn ich das so sagen darf – auch nicht von einem extrem ins andere verfallen und (vielleicht aus gekränktem Stolz) Konsequenzen ziehen würde. Damit machst du ja genau das, was du MB letztendlich vorwirfst: Du handelst (in dem Fall ziehst dich zurück) ohne das dem Betreffenden zu erklären. Das nun bei MB sicher nicht ganz mit dem normalen privaten Umfeld zu vergleichen, aber im Grunde oft das Wurzel allen Übels. Auch hier haben sich manche Kommentatoren plötzlich zurückgezogen und keiner wusste so Recht warum. Wenn ich dann manchmal die Gelegenheit habe (oder ergreife) nachzufragen, kommen mitunter ganze Geschichten dabei heraus, in denen man sogar vielleicht selbst eine (unfreiwillige und unbemerkte) Hauptrolle übernahm.

                  Ich glaube: Zu einer Diskussionskultur und damit auch zu einer demokratischen Gesellschaft gehört die kritische Auseinandersetzung. Allerdings gerät sie manchmal auch (im Umfang oder emotional) aus den Fugen oder sprengt schlicht Rahmen. Dann sollte man aber nicht die Diskussion an sich als gescheitert erklären, sondern auf allen Seiten selbstkritisch bleiben und fragen: Warum ist das passiert? Welchen Anteil hat man selbst daran? Was kann ich im Dienst der Sache (und nur darum sollte es ja gehen, wenn wir keine Egoismen bedienen wollen) tun, um einen erneuten Anlauf zu nehmen oder zukünftig meine Positionen besser zu erklären. Oft stecken in solchen Diskussionen ja Ansätze, die durchaus wert wären mal in Ruhe durchdacht zu werden, doch sie gehen dann im Gesamtgetöse unter. Da frage ich mich dann immer: Hab ich falsches verknüpft, was die Sache in den falschen Kanal (oder Hals) brachte? Oder habe ich meine Argumente nicht gut erklären können? Oder hatte ich mich schlecht vorbereitet und durch die Kombination von offenkundigen handwerklichen Fehlern mit guten Ansätzen letztere in ein Licht gebracht, das alles mit nach unten zog?

                  Wie gesagt: Das soll jetzt auch wiederum kein versteckter Angriff speziell auf dich sein oder die Anträge der AMV. Ich will nur sagen: Es gibt viele Gründe für ein Scheitern. Als Konsequenz darauf hinzuwerfen ist jedem unbenommen, aber der Sache tut es selten gut. Und wenn es einem darum geht, dann lohnt das sacken lassen und dann ggf. nochmal das Thema anzugehen.

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                • Alexander Endl – Clubfans United,
                  Empfind ich als keinen Angriff auf mich. Ich bin voll deiner Meinung. Und deshalb hab ich es ihm erklärt, per mail 😀 und ihm auch geschrieben, daß ich ihn nicht mehr belästigen werde.Gestern schon.

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                • Beate60:
                  Allerdings ich weiss, ich versteh mich drauf Menschen mit meinen Überzeugungen zu nerven , wenn sie anderer Meinung sind.

                  Ach was? Ist mir noch gar nicht aufgefallen. 😉

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                • Claus: Ach was? Ist mir noch gar nicht aufgefallen.

                  Doch doch ich bin schon zur kritischen Selbstreflexion fähig. Manchmal hilft mir auch eine rechtzeitige Rückmeldung.

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  • Die Rede Baders ist übrigens auf fcn.de zu sehen.

    Ich fand sie nicht so offensiv wie hier formuliert. Man merkte ihm durchaus eine gewisse Anspannung und Unsicherheit an. Das allerdings eher nicht aus Angst um seinen Job. Dem geht der Abstieg ganz offensichtlich persönlich an die Nieren.

    Hoffen wir mal auf zwei Siege aus den beiden ersten Zweitligapartien. Das erleichtert nicht nur den Vorständen eine Urlaubsfahrt, es bringt vielleicht auch den einen oder anderen Schreihals dazu, seine (gelegentlich durchaus angebrachte) Kritik sozialverträglich und produktiv einzubringen. Dann hätte der Verein wirklich was gewonnen…

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    • Nick: Die Rede Baders ist übrigens auf fcn.de zu sehen.

      mir ist dabei aufgefallen, dass er eigentlich sogar ziemlich konkret schildert, was zur Entlassung Verbeeks geführt hat, wenn man es zwischen den allgemein gehaltenen Auusagen zwischen den Zeilen herausfiltert. Er sagt das, ohne Verbeek konkret anzugreifen, wenngleich ich zu verstehen glaube, was er wirklich meint:

      nach Wolfsburg hat man viele Gespräche geführt und beschlossen bzw. Einigkeit erzielt, dass man jetzt ergebnisorientiert auftreten muss, ohne Rücksicht auf Spielphilosophie und Spielerentwicklung.

      (also: Abkehr von der Harakiri-Offensive zu einer mehr auf Sicherung bedachten Taktik.)

      Das hat man Verbeek vorgegeben, einstudiert und umgesetzt und hat damit gegen Leverkusen zur Halbzeit ein Unentschieden erreicht.

      (Anm: vermutlich schon gegen einen widerwilligen Verbeek)

      Dann zur Halbzeit kamen Umstellungen und die Abkehr vom kontrollierten Spiel (Anm: man berichtete, Verbeek hätte in der Kabine getobt und mehr Offensive gefordert) mit dem Resultat, dass man wieder ins offene Messer lief und 1:4 verlor.

      Hier hat sich Verbeek also klar gegen den gemeinsamen Beschluss gewandt und wieder stur seinen Stiefel durchgezogen, ohne Rücksicht auf Verluste. Die abgesprochene Vernunft hielt nur eine Halbzeit und der Trainer hat sich als nachhaltig beratungsresistent erwiesen.

      Im Anschluss daran gibt er den Spielern 2 Tage frei (obwohl man die Zeit dringend bräuchte, um ein mehr auf Sicherung bedachtes System einzuüben).

      Das hat wohl die Erkenntnis reifen lassen, dass der in seinem System, das leider nur bei einer intakten Mannschaft funktioniert, hervorragende Trainer einfach zu unflexibel ist und von seiner Linie keinen Millimeter abzuweichen bereit ist. Das wäre jedoch in dieser Situation zwingend nötig gewesen. Dazu kommen dann die Eindrücke, dass die Mannschaft keine mehr ist und das war dann zu viel des Guten. Man war überzeugt, man würde mit einem unbelehrbaren Trainer blindlings ins Desaster laufen.

      Nach wie vor verstehe ich diese Entlassung. Die hat sich dann zwar auch als Rohrkrepierer erwiesen, aber zum Zeitpunkt der Entscheidung war diese nachvollziehbar, gerade wenn man die Internas betrachtet.

      Dass man keinen Ersatzkandidaten hatte, ist auch logisch, denn noch vor dem Spiel glaubte man ja, zusammen mit Verbeek an der Lösung arbeiten zu können. Die Gespräche vor dem Leverkusen-Spiel deuteten das ja an. Mit seiner Sturheit hat er sich dann isoliert und wurde untragbar, womöglich kam es dann auch in der Nachbetrachtung zum Zerwürfnis.

      Das lese ich aus Baders wohlüberlegten Worten. Das alles schafft er, ohne Verbeek direkt anzugreifen. Respekt!

      Was kann man Bader vorwerfen? Ich denke, dass er zu lange wartete und sich nach keinem geeigneten Feuerwehrmann umgesehen hat. Das ist aber auch schon alles. Spricht aber auch für Geradlinigkeit und vertrauensvolle Zusammenarbeit, keiner, der seinen Partnern in den Rücken fällt.

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      • Optimist: Nach wie vor verstehe ich diese Entlassung. Die hat sich dann zwar auch als Rohrkrepierer erwiesen, aber zum Zeitpunkt der Entscheidung war diese nachvollziehbar, gerade wenn man die Internas betrachtet.

        Das hätte man u.U. und selbst da bin ich mir bei dem Zeitpunkt nicht sicher, tun können, wenn man etwas mehr in der Hinterhand gehabt hätte, als einen im Profibereich dazu noch in so einer Ausnahmesituation völlig unerfahrenen und überforderten Amateurtrainer. Dieser Wechsel 3! Spieltag vor Saisonende war definitiv falsch, vorher und nachher.

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        • Juwe,

          das stimmt jedenfalls in der Nachbetrachtung. Aber zum Zeitpunkt der Entscheidung stand man ja noch unter dem Eindruck, dass Prinzen seine erste Interimstätigkeit gar nicht schlecht gemacht hat.

          Außerdem sah man es als Vorteil an, dass er die Spieler schon kennt. Ich glaube, einige Experten im Umfeld, ich meine auch Lieberwirth hatten auch gesagt, dass in so einer Situation nur eine Interne Lösung möglich ist, weil ein Externer zu wenig Zeit hat. Auch dieser Weg hatte zuvor also durchaus Argumente. Danach nicht mehr….

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  • Japan ist verdient raus. Für Kiyo und Hasebe gibts damit keine weiteren Fifa Prämien mehr für den Glubb. Also dann Hop Schwyz und Go for it, US Boys.:D

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  • Und noch eines: ja es ist mit Sicherheit nicht vom Erfolg gekrönt, wenn ich als ein einzelnes Mitglied Anträge stelle, die zu meiner Überzeugung passen und mit der ich überzeugt bin, daß sie dem Verein weiterhelfen. Aber auch wenn man nur drüber dirkutiert über die Inhalte, (nicht über die Frage ob ich den Antrag stellen darf oder nicht), sähe ich das als einen Gewinn.
    Ich finde ich habe dabei das getan, was ich als einzelnes Mitglied zu tun habe, um daraus nicht wirklichen Unsinn werden zu lassen: die Anträge nie einfach nur so gestellt, sondern sie und meine dahinterstehende Absicht den vereinsverantwortlichen ausführlich erläutert und um Rückmeldung gebeten.

    Vielleicht ist es naiv zu erwarten, daß dann Verantwortliche auch mal mit mir drüber reden, wenn sie das bedenklich finden oder überflüssig. Aber das hab ich selbst in solch einer großen Partei wie der SPD als normales Verhalten erlebt. Deshalb bin ich naiv genug gewesen, daß das in unserem Verein, in dem solch ein Umgang auch mit einzelnen MItgliedern meiner Meinung auch im Leitbild festgeschrieben ist, auch üblich ist.

    Aber von mir zu verlangen, daß ich, wenn ich diese Anträge stellen will, im Vorfeld bei den größeren Fangruppierungen vorstellig werden muß, damit ich einen davon zur Unterstützung gewinne. Oder die von einer Arbeitsgruppe Satzung absegnen zu lassen, die ich weder kenne, für die nicht festgelegt ist, wer damit wie mitarbeiten darf noch irgendeine satzungsmäßig festgelegte Legitimierung besteht.
    Für mich ist sowas Lobbydenken, das ich in der Politik ablehne und im Verein genauso.

    Fazit für mich: Mitarbeit einzelner Andersdenkender ist von der Mehrheit nicht erwünscht, macht vielleicht einfach zuviel Arbeit. Positiv ausgedrückt. Und das werd ich beherzigen. Und deshalb den Verein nie mehr mit solchen Anträgen schockieren.

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    • Beate60,

      Stellen Sie sich mal vor, Herr Bader müßte auf 15.ooo Mitgliederanfragen antworten?

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  • Stefan verwies auf den Bericht über die JHV 2012

    Habe ich aus Interesse mal quergelesen, JHV 2012 schon fast lustig die Passagen

    “…Nach der obligatorischen Begrüßung durch den Aufsichtsratvorsitzenden Klaus Schramm bekam Aufsichtsratsmitglied Hanns-Thomas Schamel das Wort um seine “Vereinsvision” zu präsentieren. “Als Erben der großen Club-Tradition sehen wir es als unseren Auftrag , den 1. FCN nachhaltig in der 1. Bundesliga zu etablieren und wieder zu einem der führenden Vereine in Deutschland zu machen”
    …………………………………………

    Da sieht man mal wieder wie weit Vision und Realität auseinanderklaffen. Selten waren wir von dem Anspruch weiter entfernt :-X
    Mir reicht es derzeit schon, wenn der FCN zu einem der führenden Vereine in der 2.Liga wird und auch das muss erstmal klappen.

    Fast humoresque mutet auch folgender Ausschnitt an:

    “Die Verpflichtung von Marcos Antonio verteidigte Bader vehement. Marcos Antonio war kein Schnellschuss oder Notlösung, er wurde von Chefscout Christian Möckel kritisch über vier Monate intensiv gescoutet. Allein vier komplette Spiele, u.a. auch das Pokalendspiel zwischen Steaua und Rapid Bukarest und unzählige weitere Videos von Antonio, hat sich der ehemalige Clubstürmer angesehen. Zweimal war Möckel persönlich in Bukarest, um mit Marcos Antonio und seiner Familie zu sprechen, um ihn und sein Umfeld kennen zu lernen.”

    Man muß nicht nur wollen, das setze ich sowieso voraus, sonst wäre das ja Arbeitsverweigerung, man muß auch “können”.

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    • Juwe: Fast humoresque mutet auch folgender Ausschnitt an:

      “Die Verpflichtung von Marcos Antonio verteidigte Bader vehement. Marcos Antonio war kein Schnellschuss oder Notlösung, er wurde von Chefscout Christian Möckel kritisch über vier Monate intensiv gescoutet. Allein vier komplette Spiele, u.a. auch das Pokalendspiel zwischen Steaua und Rapid Bukarest und unzählige weitere Videos von Antonio, hat sich der ehemalige Clubstürmer angesehen. Zweimal war Möckel persönlich in Bukarest, um mit Marcos Antonio und seiner Familie zu sprechen, um ihn und sein Umfeld kennen zu lernen.”

      Man muß nicht nur wollen, das setze ich sowieso voraus, sonst wäre das ja Arbeitsverweigerung, man muß auch “können”.

      Ich bleibe allerdings dabei: Dass Marcos nicht funktionierte, war auch eine Folge der Gesamtumstände.

      Noch vor Saisonbeginn kam ein Kenner des griechischen Fußballs hier in Frankfurt auf mich zu, um mich zu der Verpflichtung ausdrücklich zu beglückwünschen. Er habe viele Spiele gesehen und es war längst überfällig, dass Marcos nun in einer großen Liga landete – ohne seine Erkrankung wäre das viel vorher geschehen.

      Und was passierte dann? Marcos hatte sich ja durchaus in der Vorbereitung einen Stammplatz erarbeitet, dann kam ein kollektives Versagen im Pokal, bei dem die Verteidiger dann oft als schwächstes Glied übrig bleiben, die Selbstzweifel, der Druck, der fatale Fehler gegen Stuttgart. Und schon war es vorbei, bevor es überhaupt begann…

      Natürlich hätte er erst beweisen müssen, dass er den letzten Schritt schaffen kann, diesen Qualitätssprung zu einer Top-Liga, aber dazu kam es nach den Vorkommnissen ja gar nicht mehr. Marcos war bei den Fans „verbrannt“ und dann folgten zwei Verletzungen, die das ganze endgültig beendeten.

      Dennoch: Ein Fehler war Marcos Antonio nicht. Allein weil er ablösefrei kam. Wenn man einen Fehler sucht, dann den, dass er den Fans falsch „verkauft“ wurde. Man kündigte einen (auch preislich) vollwertigen Wollscheid-Ersatz an und es kam ein ablösefreier Spieler mittleren Alters mit bunter Vita aus einem „Ostblock“-Land – das geht in Franken schon mal gar nicht bei der Historie der „-ic“ und auch nicht ob des fränkischen Idioms „wos nix kost is nix“.

      Daher würde ich einfach Marcos auch nicht immer wieder als DER große Fauxpas zitieren. Es war ein Versuch, ja er scheiterte.

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      • Alexander Endl – Clubfans United

        Das ist doch immer dasselbe Spiel. Man pickt sich die erfolglosen Transfers heraus und unterschlägt die lange Reihe der erfolgreichen. Symptomatisch war ja auf der AMV, dass man dann auch noch Harry (die Älteren werden sich erinnern) bemüht hat, dabei dachte ich, es ginge um die Aufarbeitung der letzten Saison. Und selbst da hat man personell mehr Treffer als Nieten gezogen: Ginczek, Drmic, Hasebe und Petrak. Dass sich 2 davon dann schwerwiegend verletzten und es im Team anscheinend nicht stimmte war nur schwer vorauszusehen.

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      • Alexander Endl – Clubfans United: Ich bleibe allerdings dabei: Dass Marcos nicht funktionierte, war auch eine Folge der Gesamtumstände.

        Noch vor Saisonbeginn kam ein Kenner des griechischen Fußballs hier in Frankfurt auf mich zu, um mich zu der Verpflichtung ausdrücklich zu beglückwünschen. Er habe viele Spiele gesehen und es war längst überfällig, dass Marcos nun in einer großen Liga landete – ohne seine Erkrankung wäre das viel vorher geschehen.

        Und was passierte dann? Marcos hatte sich ja durchaus in der Vorbereitung einen Stammplatz erarbeitet, dann kam ein kollektives Versagen im Pokal, bei dem die Verteidiger dann oft als schwächstes Glied übrig bleiben, die Selbstzweifel, der Druck, der fatale Fehler gegen Stuttgart. Und schon war es vorbei, bevor es überhaupt begann…

        Natürlich hätte er erst beweisen müssen, dass er den letzten Schritt schaffen kann, diesen Qualitätssprung zu einer Top-Liga, aber dazu kam es nach den Vorkommnissen ja gar nicht mehr. Marcos war bei den Fans “verbrannt” und dann folgten zwei Verletzungen, die das ganze endgültig beendeten.

        Dennoch: Ein Fehler war Marcos Antonio nicht. Allein weil er ablösefrei kam. Wenn man einen Fehler sucht, dann den, dass er den Fans falsch “verkauft” wurde. Man kündigte einen (auch preislich) vollwertigen Wollscheid-Ersatz an und es kam ein ablösefreier Spieler mittleren Alters mit bunter Vita aus einem “Ostblock”-Land – das geht in Franken schon mal gar nicht bei der Historie der “-ic” und auch nicht ob des fränkischen Idioms “wos nix kost is nix”.

        Daher würde ich einfach Marcos auch nicht immer wieder als DER große Fauxpas zitieren. Es war ein Versuch, ja er scheiterte.

        Ok dann bleibt der Punkt (ich fands nur fast lustig) von diesem Schamel, wann gehören wir denn nun wieder zu den führenden Vereinen in Deutschland?! Hat der hellsehrische Fähigkeiten oder geht es dabei um eine langfristige Jahrhundertplanung? Machen wir jetzt den Rückschritt in die 2. Liga um zum ganz großen Wurf auszuholen? 🙂 Wahnsinn wie sich in 2 Jahren Perspektiven verändern

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        • Juwe

          Die Aufsichtsräte kann ich auch nicht so ganz ernst nehmen und bin schon froh, dass mit Bader und Woy 2 Profis die Zügel beim Club in der Hand halten.

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          • Claus:
            Juwe

            Die Aufsichtsräte kann ich auch nicht so ganz ernst nehmen und bin schon froh, dass mit Bader und Woy 2 Profis die Zügel beim Club in der Hand halten.

            Ja bei den Herren Aufsichtsräten Jahrgang 39 und 41 bin ich mir auch nicht sicher. Rein vom ersten Eindruck (und ein wenig vom Clubseiten-Steckbrief) sind die vom Typ: Früher nie über A-Klassenniveau gekickt aber heute alles besser wissen.
            Ich hoffe inständig, dass der erste Eindruck täuscht.

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            • Holle

              Naja, wollen wir bei den Aufsichtsräten auch eine Vita im Profifußball, so wie es dieser eine Satzungsänderungsantrag für den Vorstand vorschlug? Muss ja nicht unbedingt sein. Alle sind Clubfans, das ist wohl unstrittig, und die wissen grundsätzlich alles besser. Das solltest Du eigentlich auch wissen. 😉
              Ich wünsche mir von den AR-Mitgliedern in erster Linie, dass sie wissen, wann sie den Mund zu halten haben und sie den AR nicht als Profilierungsplattform zu PR-Zwecken in eigener Sache missbrauchen. Bei einigen habe ich den Verdacht auf letzteres, aber das hat beim Club ja auch eine längere Tradition im früheren Präsidium.

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              • Claus:
                Holle

                Das solltest Du eigentlich auch wissen.
                Ich wünsche mir von den AR-Mitgliedern in erster Linie, dass sie wissen, wann sie den Mund zu halten haben und sie den AR nicht als Profilierungsplattform zu PR-Zwecken in eigener Sache missbrauchen. Bei einigen habe ich den Verdacht auf letzteres, aber das hat beim Club ja auch eine längere Tradition im früheren Präsidium.

                Tatsachen braucht man ja auch nicht verschweigen, ich weiß nun mal alles besser 😛

                Aber im Ernst, es gibt bestimmt viele gute Vorstandsmitglieder aus dieser Generation nur bei uns in der Gegend sind die Mangelware. Hier sind eher die „Sturköpfe“ am Werk. Beim Club kann ich es nicht beurteilen, dafür kenne ich die Herren zu wenig.

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              • Claus: Ich wünsche mir von den AR-Mitgliedern in erster Linie, dass sie wissen, wann sie den Mund zu halten haben und sie den AR nicht als Profilierungsplattform zu PR-Zwecken in eigener Sache missbrauchen. Bei einigen habe ich den Verdacht auf letzteres, aber das hat beim Club ja auch eine längere Tradition im früheren Präsidium.

                Ich wäre ja schon froh, wenn nicht solche Figuren wie der Sigi Schneider einen Aufsichtratsposten bekleiden würden. Ich nehme mal an, auf diesen Hallodri spielst du an.

                Steuerhinterziehung, Insolvenzverschleppung… war da nicht was in die Richtung?

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                • Johnny Vegas

                  Unter anderem, weil er als herausragendes Beispiel gesehen werden kann. Aber Schramm, Schamel und die nicht mehr vertretenen Oechler (der den Spielern Versicherungen angedreht hat) und Stahlmann (der ist wohl über die „Bayern-Affäre“ in seinem Bierzelt gestolpert) fallen für mich in dieselbe Kategorie.
                  Es ist schwierig. Natürlich sollte in einem Aufsichtsrat Wirtschaftskompetenz vertreten sein, und da offenbar bisher noch kein Professor von der Uni Lust darauf hatte, sind erfolgreiche Unternehmer natürlich erste Wahl, und weil man für dieses Ehrenamt außer Arbeit und Stress nichts bekommt, ist die Versuchung groß, es zu PR-Zwecken auszuschlachten. Da ist auch prinzipiell nichts dagegen einzuwenden, solange es im Rahmen bleibt.
                  Nicht dass man mich falsch versteht: Ich habe aktuell Schramm und Schamel diesbezüglich nichts vorzuwerfen, aber sie stehen bei mir halt unter Generalverdacht, zumal Herr Schramm sich bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit in den Vordergrund drängt. Mein Lieblings-AR in dieser Kategorie war Wübbenhorst, der aus welchen Gründen auch immer keine Lust mehr hatte.
                  Ein „erfolgreicher Pleitier“ mit den von Dir genannten Begleiterscheinungen (und es waren noch ein paar mehr) hat da überhaupt nichts verloren.

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  • Wenn Barcelona oder Arsenal sich eine Spielphilosophie geben können, dann können wir das auch. Man muss nur wollen. Allerdings bedeutet eine Spielphilosophie auch, dass man den letzten Erfolg hinter diese zurückstellt, siehe z.B. die Niederlande, die sicher über Jahre mit den attraktivsten Fußball gespielt haben, aber damit kaum Titel gewonnen haben.

    Interessant dabei ist, dass van Gaal das holländische 4-3-3 nun abgewandelt hat und scheinbar recht erfolgreich damit ist. Also eher den Erfolg über das System, die Spielidee stellt.

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    • Armin

      Wir können eine Spielphilosophie nicht in Stein meißeln, das kannst Du als reicher Verein, weil Du dann genau die Spieler holen kannst, die da reinpassen, egal was sie kosten. Weil wenn es dann mit dem eigenen Nachwuchs funktioniert, spielen die ruckzuck woanders, hast Du ja selbst neulich geschrieben, und die Freiburger, die in dem Zusammenhang immer genannt werden, machen diese Erfahrung ja auch schon länger. Deswegen hat man dort vielleicht die Spielphilosophie um das schauspielerische Element bereichert. Auch eine Philosophie.

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      • Claus,

        Genau. Die einzig gültige Philosophie ist es doch, mindestens ein Tor mehr als der Gegner zu schießen.
        Im modernen Fußball ist ein starres System doch überholt, man muss mehrere beherrschen, um situativ auf den Spielstand oder den Gegner reagieren zu können.

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        • Alex:
          Claus,
          Im modernen Fußball ist ein starres System doch überholt, man muss mehrere beherrschen, um situativ auf den Spielstand oder den Gegner reagieren zu können.

          Genau das hat unser neuer Trainer auf einer PK ja gesagt.
          Eine moderne Spielphilosophie bedeutet eben, flexibel zu sein, mithin also eigentlich das Fehlen derselben.

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            • belschanov

              Auf jeden Fall, ich weiß nur noch nicht wann.
              Wie wäre es denn mal vor und/oder nach einem Auswärtsspiel in Berlin?

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              • Claus:
                belschanov

                Auf jeden Fall, ich weiß nur noch nicht wann.
                Wie wäre es denn mal vor und/oder nach einem Auswärtsspiel in Berlin?

                Wenn der Club das Pokalfinale erreicht und ich ein Ticket kriege, komme ich nach Berlin…

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        • Alex:
          Claus,

          Im modernen Fußball ist ein starres System doch überholt, man muss mehrere beherrschen, um situativ auf den Spielstand oder den Gegner reagieren zu können.

          Genauso isses!

          Und ich entnehme Ismaels Worten bei seiner Einstands-Pressekonferenz, dass er auch diese Auffassung vertritt.

          Gut so.

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  • Das sehe ich schon etwas anders als Du Claus. Natürlich können wir uns auch eine Spielidee leisten, allerdings wie oben geschrieben geht das immer auf Kosten des letzten sportlichen Erfolgs, siehe Barcelona vs Real, oder Holland vs Deutschland, oder Arsenal vs United.

    Der Vorteil ist allerdings, dass bei einer guten Umsetzung die Gewinnung von Nachwuchs einfacher sein sollte, in letzter Konsequenz sollten eigentlich die jeweiligen Cheftrainer dann auch aus dem eigenen Verein kommen.

    Wenn man davon ausgeht, dass ein Profispieler ca. 5 Jahre in der ersten Mannschaft bleibt, weil er danach entweder so gut ist, dass er weggekauft wird, oder dass danach ein junger Spieler nachkommt, der in verdrängt, hat man 5 Jahre Zeit aus der eigenen Jugend einen Nachfolger zu bekommen. Dieser bietet dann den Vorteil, dass man ihn relativ schnell einsetzen kann, das Spiel- und Taktik-Verständnis ist ja schon da. Es geht also beim Sprung von der Jugend in die erste Mannschaft hauptsächlich darum die körperlichen Defizite aufzuholen.

    Hat man keine Spielphilosophie über den gesamten Verein muss man den Jugendspielern neben der körperlichen Robustheit auch noch Taktik und Spielidee beibringen, das kann den einen oder anderen jungen Spieler überfordern.

    Konsequent zu Ende gedacht würde man sich dann auch die Cheftrainer über die Jugend und die U23/U21 heranziehen und wer in dem Bereich besonders erfolgreich ist, der bekommt irgendwann in der ersten Mannschaft die Chance zu zeigen, dass er auch das kann.

    Nur in Sonderfällen würde man Spieler von extern verpflichten (z.B. weil es mehr Abgänge als geplant gab) oder einen Trainer von extern verpflichten, wenn man merkt der Gesamtverein benötigt einen neuen Impuls von außen, das eigene System sollte neu justiert, leicht verändert werden. Es wäre aber immer eine Evolution der Spielidee, nie eine Revolution.

    Mit einem solchen System hätte man den Vorteil für eine eigene Idee zu stehen und könnte sich damit auch neben dem sportlichen erfolg für einen Geldgeber interessant machen, weil über eine solche Idee eben auch neben dem reinen sportlichen Erfolg berichtet werden würde, sprich es gibt eine öffentliche Wahrnehmung. Außerdem wirken Gruppen mit einer eigenen Idee immer nach außen interessant.

    Nachteil ist natürlich, dass man deutlich schlechter kurzfristig reagieren kann, Spieler von außen benötigen oft eine längere Eingewöhnungsphase um an das System herangeführt zu werden.

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    • Armin

      Das heißt, wir würden dann nur noch Spieler verkaufen, keine mehr einkaufen. Gute Idee. Warum ist Martin Bader da noch nicht draufgekommen?

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  • Das heißt, wir würden dann nur noch Spieler verkaufen, keine mehr einkaufen. Gute Idee. Warum ist Martin Bader da noch nicht draufgekommen?

    Claus, lesen hilft, dann hättest Du das gelesen:

    Nur in Sonderfällen würde man Spieler von extern verpflichten (z.B. weil es mehr Abgänge als geplant gab) oder einen Trainer von extern verpflichten, wenn man merkt der Gesamtverein benötigt einen neuen Impuls von außen, das eigene System sollte neu justiert, leicht verändert werden. Es wäre aber immer eine Evolution der Spielidee, nie eine Revolution.

    Sprich, wenn es externe Notwendigkeiten (viele Spielerverkäufe, schlechte Performance der eigenen Jugend) gibt, bzw. wenn eine Blutauffrischung von außen notwendig ist, dann muss man sich extern nach Spielern umschauen, aber richtig ist, dass das eigentliche Ziel darin besteht, die Spieler aus dem eigenen Verein zu „beziehen“.

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    • Armin

      Ich kann durchaus lesen, da steht „in Sonderfällen“, d.h. die Regel ist: keine Spielereinkäufe.
      Willst Du jetzt anfangen wie Juwe, nur weil ich Deine These prägnant auf den Punkt bringe?

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      • Claus,

        Claus manchmal wird eine Aussage durch Zuspitzen aber sinnentstellend. Aber ich will jetzt selbst keine Rabulistik betreiben und auch selbiges nicht vorwerfen.

        Ich bleibe aber dabei, dass es schon möglich ist ein Spielsystem, eine Spielidee für den Verein zu definieren und diese über alle Mannschaften von der Jugend an zu etablieren, wenn man das will.

        Ich denke nicht, dass es richtig ist, dass eine Mannschaft viele Spielsysteme verinnerlichen kann und diese dann je nach Situation abrufen kann. Zumindest nicht, wenn eine Mannschaft nicht aus lauter Weltklassespielern besteht. Ein System hilft ja gerade den Spielern, die individuell nicht so herausragend sind, gibt Halt, gibt Sicherheit. Ich denke, dass man mit einem einstudierten System individuelle Schwächen der Spieler ausgleichen kann und so auch Mannschaften schlagen kann, die individuell stärker aufgestellt sind.

        Aber ich habe es oben ja auch schon geschrieben, bindet man sich selbst an ein solches System, dann gibt es natürlich auch Gefahren und ich denke auch selbst, dass man damit Gefahr läuft letzte sportliche Erfolge zu verpassen. Andererseits denke ich schon, dass das langfristig für einen Verein erfolgreicher ist, weil man ein klares Ziel hat, ein Ziel jenseits des Tabellenplatzes, denn der sportliche Erfolg ist leider nicht 100% planbar, aber ein Spielsystem, eine Vereinsidentität ist planbar. Aber natürlich kann ich das alles auch nicht beweisen, ist alles nur eine Idee, ein Gefühl. Vielleicht liege ich ja auch daneben.

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        • Armin

          Ich denke nicht, dass es richtig ist, dass eine Mannschaft viele Spielsysteme verinnerlichen kann und diese dann je nach Situation abrufen kann. Zumindest nicht, wenn eine Mannschaft nicht aus lauter Weltklassespielern besteht.

          Umgekehrter Logik nach besteht Mainz also aus Weltklassespielern, die haben genau mit dem ständigen Wechseln Bayern z.B. zur Weißglut getrieben.

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          • Florian Zenger,

            Also ich kann nur sagen, dass ich Mainz immer anders wahrgenommen habe und ich habe Mainz relativ häufig gesehen, war sozusagen oft mein „Heimspiel“, da ich in Rhein Main lebe.

            Richtig ist Mainz spielt nicht unbedingt über 90 Minuten gleichförmig, Mainz hat mehrere Modi würde ich das mal nennen, bei denen aber aus meiner Sicht eher das Tempo als die Art zu spielen verändert wird. Insofern bin ich schon der Meinung, dass Mainz ein durchgängiges System spielt.

            Ich habe übrigens auch nie das Verbeek’sche System als so unflexibel gesehen, das Problem war fast in jedem Spiel die individuellen Aussetzer, die kann aber ein festes System leichter minimieren als ein „freies“ System. Wenn ich als Spieler genau weiß was ich zu tun habe, wenn ich relativ wenige individuelle Entscheidungen treffen muss, dann mache ich natürlich auch weniger Fehler.

            Aber wie Beate das oben referiert hat, kann auch gerade die ständige Forcieren von eigenen Entscheidungen dazu führen, dass man „geübt“ darin ist und dann weniger häufig Fehlentscheidungen trifft.

            Ich bin aber der Meinung, dass man das ganze nicht zu sehr mixen sollte, denn jede Umstellung verursacht erst mal Unsicherheit und die kann man sich im heutigen Fußball eher nicht mehr leisten, dafür sind die Spielsituationen zu schnell, können Fehler fast nicht mehr repariert werden.

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            • Armin

              Conclusio: Wie man es auch macht, es kann falsch sein, oder auch richtig, das hängt vom Personal ab.
              Was soll man dann also machen?
              Ich für meinen Teil lasse mich jetzt erst mal davon überraschen, wie das unser Trainer Valérien Ismaël angeht.
              Im Zweifelsfall haben wir es dann alle hinterher besser gewusst, oder auch nicht.

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              • Claus,

                Das wäre mir zu einfach, ich denke wir benötigen schon ein sportliches Image, neben der Tradition um uns besser vermarkten zu können. Deshalb denke ich schon, dass man da mehr machen sollte.

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  • Wurde mit dem Wechsel von Scharrer jetzt eine Jugendtorwarttrainer-Stelle frei ?
    Aber mit der aktuellen Torwart Diskussion hat das nichts zu tun ?

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  • Mittlerweile freue ich mich auf unseren Rumble in the Jungle. Lasst uns die Wirkungstreffer setzen, damit die Gegner reihenweise KO gehen.

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  • Übrigens unglaublich schlechte Schiedsrichterleistungen bei dieser WM.

    SCHIEDSRICHTER TELEFON!

    SCHIRI, WIR WISSEN, WO DEIN AUTO STEHT!!

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    • belschanov:
      Übrigens unglaublich schlechte Schiedsrichterleistungen bei dieser WM.

      SCHIEDSRICHTER TELEFON!

      SCHIRI, WIR WISSEN, WO DEIN AUTO STEHT!!

      da fällt einem nichts mehr ein. Nehmen dir an Fußballwetten teil?

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  • Alexander ich entschuldige mich bei dir schon vorab, daß ich jetzt doch nochmal was zu dem Begriff Spielphilosophie schreib, bevor du einen Artikel dazu verfasst.

    Aber ich hab das Gefühl, daß dieser Begriff vollkommen unterschiedlich verstanden wird von einzelnen. Vielleicht ist es deshalb auch der falsche Begriff, den ich dabei verwende..

    Tuchel in Mainz ist für mich eine gutes Beispiel für das, was ich damit meine. Er hat dazu mal ein aus meiner Sicht sehr gutes Referat „rule breaking“ bei Think Tank(?) gehalten.
    Er hat erläutert, daß es in Mainz erst einmal sehr genaue Vorstellungen gibt, wie der Trainer mit der Mannschaft umgehen soll.

    Dazu gehört Respekt: daß alle sich am Morgen die Hand geben und sich dabei in die Augen schauen. Und daß der TRAINER signalisiert, ich freue mich, daß du da bist. Daß keiner vom Tisch aufsteht bevor der Letzte fertig ist mit Essen.

    Dazu gehört die eigenen Möglichkeiten realistisch einzuschätzen. Das hat in Mainz dazu geführt hat, eben nicht nur ein oder zwei Systeme spielen zu wollen. Weil man auch der Überzeugung war, daß man dafür nicht die Spieler hat. Daß man stattdessen eine Möglichkeit braucht, jeden Gegner als Mannschaft zu schlagen zu können. Für keinen Gegner leicht zu entschlüsseln zu sein.

    Und Tuchel hat erkannt, daß es dabei wichtig ist dieses Denken in Systemen in den Köpfen der Spieler zu zerbrechen.
    Und ihnen statt dessen beizubringen, innerhalb eines klar abgegrenzten Raumes mit höchster Flexibiltät und mit genauer Kenntnis des Systems des Gegners spielen zu lernen.

    D.h. nicht jede einzelne Flanke genau einzustudieren, sondern im Spiel (auf dem Trainingsplatz) durch ständiges Wiederholen der Situationen selbst herauszufinden, wie man das Problem Ball zum Mitspieler oder ins Tor bringen lösen kann. Und genau zu wissen wie die Gegner angreifen und deshalb genau zu wissen, wie der Einzelne in der Defensive diesem Angriff gegenüberzustehen hat.
    Der Trainer ist dabei der Coach, der zum Ausprobieren und Slebstlernen ermutigt.
    Das bedingt höchstes Vertrauen in die Fahigkeiten der Profis.
    Tuchel hat da auch ganz klar gesagt: diese Art Spielsystem kann man nur den Profis zutrauen, die fertig ausgebildete, gute Spieler sind.

    Aber es hat natürlich auch Konsequenzen für die Jugendmannschaften, denn die müssen ja von ihren Trainern dann nicht nur das Spielen beigebracht bekommen, sondern auch die Fähigkeit eigene Entscheidungen zu treffen, Transferleistungen von Gelerntem zu erbringen und darauf zu vertrauen, daß sie die Entscheidungen treffen können, ohne daß die Angst vor Versagen sie lähmt. Zumindest wenn man vorhat, sie einmal in die eigene Profimannschaft hochzuziehen.

    Tuchel hat dabei auch ein paar ganz gute Einblicke in seine Motivationsarbeit gegeben:
    Nach dem ersten verlorenen Spiel in der Europaleague hat er die Regel durchbrochen, den Spielern ihre Fehler durch Videoanalyse aufzuzeigen, sondern ihnen das Denken eines erfolgreichen Basketballspielers nahegebracht, der als Schlüssel zum Erfolg den richtigen Umgang mit den vielen Mißerfolgen in seiner Karriere erkannt hat. Daß die Mißerfolge ihn gelehrt haben wie er erfolgreich spielen kann. daß er ohne seine vielen Fehler nicht erfolgreich geworden wäre.

    Und Tuchel hat seinen Vortrag mit einem sehr interessanten Denkansatz abgeschlossen. Er war der Meinung, daß das erste erfolgreiche Jahr unter ihm in Mainz auch für die nachfolgenden Jahre, (auch für die Spieler, die da noch nicht Teil der Mannschaft waren) eine Bürde war.
    Und seinen Schlußsatz find ich sehr interessant: „Vielleicht ist, den Erfolg zu vergessen, den überraschenden, herausragenden Erfolg zu vergessen, sogar wichtiger als den Mißerfolg zu vergessen“.

    All solche Gedanken gehören für mich in die Diskussion zu einer Spielphilosophie, der sich der Verein verschreibt. Aber dann sollte man das auch nicht nur von der Dauer abhängig machen, die der Trainer beim verein bleibt. Zumindest nicht, wenn man nicht in Kauf nehmen will, daß dann wieder erst neue Denkmuster in den Köpfen der Spieler entwickelt werden müssen und man deshalb erstmal eine Findungsphase mit größerem Erfolgsrisiko in KAuf nehmen muß.
    Denn wenn man z.B. eher solch einem Denken wie Tuchel zuneigt, dann sollte man nicht unbedingt nach ihm einen Trainer verpflichten, der dann wieder anfangt mit genauen Instruktionen, Übernahme der Verantwortung und akribischem Training einzelner Spielzüge.
    Zumindest nich, ohne sich darüber klar zu sein, daß damit auch die gesamte Mannschaft wieder ein anderes Denken lernen muß. Und daß das dann dazu führt, daß die Spieler, die viel Selbstvertrauen haben und sich schnell gegängelt fühlen könnten, dann vielleicht nicht mehr so gut motivierbar sind.

    Es braucht für die unterschiedlichen Grundkonzepte meiner Meinung nach völlig unterschiedliche Spielertypen.

    Und es hat dann ja auch wieder Auswirkungen auf die Jugendmannschaften, denn wenn man die erst zu mündigen Spielern erzieht, die lernen vieles selbst zu entscheiden, dann haben die danach auch ein Problem, sich wieder einem autoritären Trainer unterzuordnen.

    Man kann sich aber auch dafür zu entscheiden, die Trainerwahl nicht von dem Trainertyp abhängig zu machen. Dann braucht man leicht formbare, flexible Spieler, die sich gut für die unterschiedlichsten Ansätze begeistern lassen und die sowohl mit autoritärem Führungsstil klarkommen als auch mit Trainern, die mehr Selbstverantwortlichkeit einfordern.

    Solche Grundsatzdiskussionen meine ich, nicht das Vorschreiben wie der einzelne Trainer bestimmte Spielzüge zu trainieren hat.

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  • „“CLUB „“verpflichtet Niklas Füllkrug
    von Bremen, war ja von den Fürthern ausgeliehen.Denke mal ne gute Verpflichtung.

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  • Nachtrag: Eine Kategorie, bei der PR deutlich im Vordergrund steht, habe ich natürlich vergessen: Politiker.

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  • Ah, übrigens, dieser ausgezeichnete Artikel hat es mal wieder in den Pressespiegel der FCN-Homepage geschafft. Gratuliere!

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    • Alex

      Hm, eine in dieser Zusammenfassung erwähnte Person kommt mir merkwürdig bekannt vor.

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  • Ist das jetzt neu??
    Anstatt einen Spieler zu leihen, gibt es jetzt Rückkaufrechte??
    (Siehe Füllkrug bei Werder und Schöpf bei Bayern)
    Man lernt nie aus….

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    • Andre

      Wo steht etwas von einer Rückkaufoption bei Füllkrug?
      Das scheint eine neue Erfindung unserer heißgeliebten Nordtiroler zu sein. Bevor ich den Stab über diese neue Errungenschaft breche warte ich aber erst mal ab, wie sich das dann in der Praxis konkret darstellen wird. Auf den ersten Blick scheint es besser zu sein als eine Leihe, weil beim Rücktransfer auf jeden Fall Geld fließen wird, und zwar in die richtige Richtung, daher der Name.

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      • Claus:
        Andre

        Wo steht etwas von einer Rückkaufoption bei Füllkrug?

        Im letzten Absatz des Artikels über den Trainingsauftakt der Bremer steht halt:
        „Nicht mehr dabei war Niclas Füllkrug, den Werder zum 1. FC Nürnberg ziehen ließ. „Sollte er sich so entwickeln, wie wir uns das alle wünschen, besteht aber die Möglichkeit, ihn eventuell zurückzuholen“, berichtete Eichin, der auch bei Mateo Pavlovic an einem Transfer arbeitet.“

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        • Holle

          Ja, kann man so interpretieren, passt aber auch auf ein Vorkaufsrecht, was „früher“ mal üblich war. Andererseits haben die Bremer ja auch so eine Verpflichtung von den Bayern gemacht und könnten daraus gelernt haben. Das scheint jetzt in zu werden.

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