1. FC Nürnberg – Erzgebirge Aue: Noten und Nachbetrachtung

Eine neue Liga ist wie … nein, an dieser Stelle folgen keine Schlageranspielungen, denn am Ende ist es eben doch auch wieder Fußball, der da gespielt wird.

Man bekam sicher einen Vorgeschmack auf einige Spiele gegen Gegner ähnlichen Formats. Gegner, die hoffen mit einem Punkt aus Nürnberg davon zu kommen, Gegner, gegen die der FCN deutlicher Favorit ist. 21:8 Torschüsse, knapp 55% Ballbesitz und beim Gegner war der Torwart der Spieler mit den meisten Ballkontakten, das spricht eine deutlichere Sprache als das Ergebnis es vermuten ließe.

Dominiert wird die Nachbetrachtung natürlich dennoch nicht von diesen Eindrücken, sondern einerseits vom Schock, den die mittelfristige Verletzung von Jan Polak hinterlassen hat und andererseits vom Ausblick auf das Derby am kommenden Montag. Das „rausgerissene Herzstück“ löst, nach den Verletzungen von Blum und Hovland, schon wieder schlimme Flashbacks an die Vorsaison aus. Eine Fortsetzung der Seuche wäre das Letzte, was die Mannschaft im Findungsprozess bräuchte. Auf Grund dieses Findungsprozesses scheint das Derby mit seiner ganzen überbordenden Emotionalität, seinem ganzen historischen Gepäck zu früh zu kommen. Aue hingegen kam genau richtig, wäre der Polak Ausfall nicht dazwischen gekommen, wäre es sogar ein Start nach Wunsch gewesen.

Spielnote: 7 Notenpunkte (3-, numerisch: 3,33)*
So gerade noch zufriedenstellend. In der ersten Liga hätte das Spiel wahrscheinlich nicht mehr den Ansprüchen einer „Leistung, die im Allgemeinen den Anforderungen entspricht“ genügt. Doch eine Liga tiefer muss man sich mit anderen Ansprüchen zufrieden geben. Es fehlten die ganz großen Highlights jenseits des fein rausgespielten Tores und einiger schöner Flügelangriffe über links. Es fehlte für ein besseres Spiel aber auch ein Gegner, der sich auf mehr verlegt als das Zerstören und das Hoffen auf Standardsituationen. Eine eingespieltere Mannschaft knackt den Gegner vielleicht und sorgt für Spektakel, so aber war es eher bieder und gerade noch so befriedigend.

Schiri Stegemann: 8 Notenpunkte (3, numerisch: 3,00)
Keine groben Fehler, die Abseitstore wurden zu Recht nicht anerkannt. Stegemann pfiff aber mit äußerst kleinlicher, ja fast schon pedantischer Linie in der Zweikampfbewertung, zerstörte so zu oft den Spielfluss. Dafür etwas zu großzügig, was die persönlichen Strafen betrifft.

Der Trainer Valerien Ismael: 9 Notenpunkte (+3, numerisch: 2,67)
Grundausrichtung und –einstellung des Teams stimmten. Die Mannschaft war auf das Geduldsspiel eingestellt, nahm es an, machte keine Fehler, auch ein Verdienst des Trainers. Die Entscheidung, dem jungen Schöpf im zentralen Mittelfeld Verantwortung zu geben, war mutig und erwies sich richtig. Das 4-4-2, das Ismael spielen lässt, wirkt wie auf dem Papier wie ein Anachronismus, wird aber in der Vorwärtsbewegung fast zu einem 3-3-4. Ein solches System bedarf Arbeit, diese Arbeit mit dem Team ist sichtbar. Abgeschlossen ist sie noch nicht, noch greift nicht alles ineinander. Den glücklosen Pekhart hätte Ismael früher erlösen müssen, dass es nicht sein Tag würde, war früh abzusehen gewesen, mit Mlapa wechselte er den Assist ein. Abzüge gibt es für das zu starke Mauern am Ende des Spiels, mit der Auswechslung von Sylvestr gab er der Mannschaft das Signal die Vorwärtsbemühungen nun einzustellen. Das hätte beinah Punkte gekostet.

Die Spieler im Einzelnen

Raphael Schäfer 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Hatte eigentlich nichts zu tun. Zwei schnelle lange Bälle auf Sylvestr waren Anzeichen des angekündigten „veränderten“ Schäfer, das zu lange auf der Linie Verharren nicht.
Dave Bulthuis Ohne Bewertung
Kam in der 82. Minute für Sylvestr. Sollte dicht machen, schaffte dies auch mehr oder weniger.
Tobias Pachonik 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Offensiv mit einigen schönen Dribblings, traut sich aber fast zu viel zu, defensiv aber noch zu instabil. Als er überlaufen wurde, wurde es gefährlich.
Javier Horacio Pinola 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Wenig gefordert, klärte meist souverän, hatte allerdings ein, zwei Querschläger zu bieten, die gegen andere Gegner gefährlich werden.
Cristian Ramírez 10 Notenpunkte (2- numerisch: 2.33)
Agil, schnell, technisch begabt. Hat in diesen Bereich deutlich mehr auf der Platte als sein Vorgänger. Leitete mit einem langen Ball das Tor ein.
Timo Gebhart 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Brillanter Techniker, meint aber noch zu oft, genau das beweisen zu müssen. Ist noch zu verspielt, kann aber fußballerisch alles. Auf jeden Fall eine Startelf-Alternative zu Koch, für den er auch ins Spiel kam.
Robert Koch 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Stets bemüht, aber eher Ackergaul als Rennpferd. Unnötige Ablage auf den im Abseits stehenden Pekhart vor dessen ersten Abseitstor.
Alessandro Schöpf 12 Notenpunkte (2+ numerisch: 1.67)
Bester Nürnberger. Präsent, fordernd, ballsicher. Wirkte als würde er sein 101., nicht sein erstes Profispiel machen. Gefährlicherer Abschluss fehlt zur Note 1.
Jan Polak 11 Notenpunkte (2 numerisch: 2)
Der große Stabilisator. Robust, präsent, stabil. Die Stütze des Club-Spiels wurde kurz vor Schluss von Schäfer aus dem Spiel gerammt. Der Ausfall wiegt schwer.
Ondrej Petrak 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Für ihn gilt wie für Pinola, dass es schwer ist, ihn zu beurteilen, aus dem Spiel heraus kaum gefordert, allerdings noch etwas wacklig bei Standards.
Peniel Mlapa  9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Wie Gebhart hinterließ auch Mlapa einen besseren Eindruck als der Spieler, für den er ins Spiel kam (Pekhart). Bereitete das Tor zuerst robust (Kopfball) dann geschickt (kurzer Pass) vor. Verzog aber auch freistehend vor Männel und verlor manche Bälle leichtfertig.
Tomas Pekhart 4 Notenpunkte (4- numerisch: 4.33)
Seine Laufleistung und sein Kampfeswillen bewahren ihn vor der Einstufung als „mangelhaft“. Traf aber in seiner Rolle als Stürmer quasi immer die falschen Entscheidungen. Wird kein Freund der Abseitsregel mehr.
Niclas Füllkrug 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Bestätigte den Eindruck aus der Vorbereitung. Lief viel, ging ins Eins gegen Eins, kam auch manchmal vorbei. Insgesamt aber noch zu wenig gefährlich in Abspiel und Abschluss, um das Urteil „gut“ zu rechtfertigen.
Jakub Sylvestr 10 Notenpunkte (2- numerisch: 2.33)
Vergab in der ersten Halbzeit freistehend vor dem Tor, hatte einige zu schwache Schüsse. Der Rest aber war einwandfrei, rannte viel, erlief sich viele Bälle, war wendig und spritzig. Eine Bereicherung.

*Das Benoten obliegt mit Beginn der Saison 2014/15 einem, der das beruflich macht. Das heißt nicht, dass es unbedingt besser ist, was da passiert, aber zumindest Übung im Benoten ist vorhanden. Zur besseren Differenzierung wird ab dieser Saison das bayerische Oberstufensystem verwendet, das statt den klassischen Noten Notenpunkte vergibt. Das Maximum sind 15 Notenpunkte, eine Eins Plus, also rechnerisch so etwas wie 0,67. Alle klassischen Notenstufen von Eins bis Fünf haben drei Abstufungen, also Plus, normal und Minus, so ist zum Beispiel die Note Drei aufgeteilt in neun Notenpunkte (+3), acht Notenpunkte (glatte 3) und sieben Notenpunkte (3-). Die einzige Note, die ohne Tendenz – und hoffentlich möglichst selten – vergeben wird, ist die Note 6. Ungenügend ist immer einfach ungenügend. Für eine genaue Auflistung siehe auch Wikipedia.

94 Gedanken zu „1. FC Nürnberg – Erzgebirge Aue: Noten und Nachbetrachtung

  • Disagree bei Füllkrug, ja er ging in 1:1, aber da war es immer besser zu spielen, verlor fast jeden Zweikampf, keine Torgefahr. Für mich der schlechteste Spieler bei uns.

  • Füllkrugs Zweikampfquote ist 48% (11:12), das ist für nen Offensivspieler absolut zufriedenstellend. Zum Vergleich Pekhart liegt bei 17% (2:10), Sylvestr bei 30% (5:12), Koch bei 27% (3:8), d.h. von den reinen Offensivspielern hat Füllkrug die mit Abstand beste Quote, in absoluten Zahlen hat nur Pinola mehr Zweikämpfe (20) gewonnen als Füllkrug, der übrigens auch die meistens Torschüsse aller auf dem Platz abgegeben hat.

    Alex:
    Wow, Benotung erinnert an die Zeiten der Kollegstufe :-)

    Daher kommt’s auch (und aus meiner Gewohnheit, weil ich Noten immer nur so vergeb). 😀

    • Florian Zenger,

      Bei dem Schnitt musst Du aber auf die Facharbeit und die Abschlußprüfungen setzen, damit es am Ende für den NC reicht

  • Füllkrug war für mich auch der präsenteste Offensivspieler. Da muss ich Armin auch widersprechen. Das Tor haben dann Spieler gemacht, denen sonst nicht so viel gelungen ist. Silvestr hat immerhin angedeutet, dass er der quirlige, bewegliche Teil des Sturmduos ist und hat trotz geringer Größe auch einige hohe Bälle behauptet. Für mich ist Silvestr neben Füllkrug gegen Fürth gesetzt. Der Rest ist Trainingseindruck.

  • Sorry Florian, da bin ich anderer Meinung. Statistiken sind manchmal ein guter Hinweis, können Tendenzen untermauern oder erklären. Aber Statistiken sehe ich nicht als inhaltliche Aussage an. Was nützt mir ein gewonnener Zweikampf, wenn daraus keine sinnvolle Aktion entsteht? Gar nichts.

    Ich gebe gern zu, dass er sehr bemüht war, aber das war es dann auch.

    • Armin,

      Also das sehe ich recht ähnlich.
      Bemüht war er zweifellos, viele brauchbare Aktionen gab es aber leider nicht. Ein recht guter Torschuss und eine saubere Vorarbeit für Polak, die dieser leider nicht genutzt hat, das sind die positiven Aktionen, die im Gedächtnis geblieben sind.
      Negativ dagegen z.B. wie er vor Pekharts zweitem Abseitstor den Zeitpunkt zum Abspiel verpasst, und vor lieber noch nen Auer mehr aussteigen lässt… Da hat sich Pekhart auch ganz zurecht beschwert, sein Laufweg war richtig, wenn das Timing beim Pass gestimmt hätte, stünde er allein vor Männel…

      Insgesamt bemüht und mit guten Ansätzen, aber auch noch mit viel Luft nach oben.

  • Das hab ich anders in Erinnerung: Pekhart steht bei der angesprochenen Aktion IMMMER im Abseits, um ihn anspielen zu können, damit er nicht im Abseits steht, müsste Füllkrug den Ball spielen, bevor er ihn bekommt, weil Pekhart da nämlich elendig lange durchs Abseits spaziert.

    Armin, ich wollte nur Deine Aussage widerlegen, dass er „fast jeden“ Zweikampf verloren hat. Das lässt sich mit Zahlen dann doch ganz gut. 😉

    Alles andere ist letztlich immer Eindruck und worauf man Wert legt, ich fand Füllkrug eben wegen seines Bemühens und weil er den Abschluss suchte und dann auch zum Abschluss kam von den Offensiven nach Sylvestr den Besten. Das muss man nicht so sehen, kann man aber.

  • Optimist

    Ich saß sehr gut um zu sehen was Füllkrug in der ersten Halbzeit gebracht hat, ja er war präsent, ja er hatte viele Ballkontakte, vielleicht hatte er auch viele Zweikämpfe, aber es kam nichts, gar nichts dabei heraus.

    Von mir aus kann Füllkrug ein paar Fleißkärtchen bekommen, aber keine gute Note, dafür ist Fußball ein Ergebnissport, für Fleiß kann man keine gute Note bekommen.

    • Armin: Ich saß sehr gut um zu sehen was Füllkrug in der ersten Halbzeit gebracht hat, ja er war präsent, ja er hatte viele Ballkontakte, vielleicht hatte er auch viele Zweikämpfe, aber es kam nichts, gar nichts dabei heraus.

      gar nichts? Ich finde 5 Torschüsse selbst für einen Stürmer einen guten Wert, in meiner Erinnerung waren mindestens 2 davon gefährlicher als fast alle anderen Offensivaktionen des Club. Dazu eine Vorlage für eine 100%ige Chance. Dass sein Adressat da nichts draus macht, ist ja nicht Füllkrugs Schuld. Deine Wahrnehmung kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Auf Sky hatte ich schließlich auch keinen schlechten Blick 😉

  • Ach ja, Pachonik finde ich um mindestens zwei Punkte zu schlecht bewertet!

    • Scramjet:
      Ach ja, Pachonik finde ich um mindestens zwei Punkte zu schlecht bewertet!

      Drei bleibt Drei. 😛

      Bei Pachonik waren’s zwei Szenen, die mich negativ beeinflusst haben, einmal ist er in der zweiten Halbzeit ganz brutal einfach von nem Auer im Sprint stehen gelassen worden, das andere war ne Vorwärtsbewegung, wo er dachte, er kommt gegen drei Leute durch.

      Will jetzt nicht den Oberlehrer spielen und hier Beamtendeutsch auspacken, aber alles zwischen 7-9 Punkten sind „Leistungen, die den Anforderungen im Allgemeinen den Anforderungen entsprechen“. Finde das passt für die Mannschaft als ganzes doch ganz gut.

      • Florian Zenger,

        Naja, mag sein, dass ich so jungen wie Pachonik eher mal noch zugestehe, einen technischen Fehler zu machen oder die falsche Entscheidung zu treffen, und diese dementsprechend nicht so Beachtung schenke.

        Aber auch objektiv würde ich sagen, dass man Pachonik deutlich besser als Koch bewerten müsste. Bei diesem sind mir auch einige krasse Fehler in Erinnerung, das Abseitstor von Pekhart z.B., die Top-Vorlage von Pachonik versemmelt…
        Pachonik hab ich auch einfach als aktiver, mit mehr Ballkontakten in Erinnerung.

  • Ok, erwischt. 🙂

    Allerdings wundert mich diese Statistik schon etwas. Passiert mir aber häufiger bei den offiziellen Statistiken. Vielleicht habe ich einfach keine Ahnung von Fußball.

  • Dafür sehe ich Schäfer deutlich zu schlecht bewertet, der zeigte wirklich Präsenz, war für mich gut. Versuchte immer wieder das Spiel schnell zu machen, was ich so sonst nicht so oft bei ihm gesehen habe. Hatte den Eindruck, dass er an Fehlern oder Schwächen gearbeitet hat.

    Selbst bei hohen Bällen wirkte er deutlich sicherer, hielt Bälle fest, die er früher eher gefaustet hat.

    • Armin,

      Den Eindruck hatte ich auch. Habe mich gestern schon etwas über die Kommentare zu Schäfer gewundert. In welchen Situationen hätte er denn aktiver agieren müssen?

      In der 2. und 88. Minute (gefährlichste Standards der Auer) bleibt auch ein Neuer auf der Linie. Und bei den wenigen Ecken, die in der „Torwart-Zone“ landeten, war er gefühlt deutlich präsenter als gewohnt. Und seine unmittelbaren Abwürfe und Abschläge, die auch noch Mitpsieler erreichen, sind mir auch positiv aufgefallen.

      • Weikla:
        Armin,

        Den Eindruck hatte ich auch. Habe mich gestern schon etwas über die Kommentare zu Schäfer gewundert. In welchen Situationen hätte er denn aktiver agieren müssen?

        In der 2. und 88. Minute (gefährlichste Standards der Auer) bleibt auch ein Neuer auf der Linie. Und bei den wenigen Ecken, die in der “Torwart-Zone” landeten, war er gefühlt deutlich präsenter als gewohnt. Und seine unmittelbaren Abwürfe und Abschläge, die auch noch Mitpsieler erreichen, sind mir auch positiv aufgefallen.

        Ich habe nichts gegen Schäfer, aber ich verstehe den Sinn nicht zwei Talente auf der Bank zu haben die nicht zum Zuge kommen. Dann müsste meiner Meinung nach jetzt,wo die Entscheidung für Schäfer gefallen ist, mindestens einer gehen.

        • Holle: Ich habe nichts gegen Schäfer, aber ich verstehe den Sinn nicht zwei Talente auf der Bank zu haben die nicht zum Zuge kommen. Dann müsste meiner Meinung nach jetzt,wo die Entscheidung für Schäfer gefallen ist, mindestens einer gehen.

          Warum soll jetzt einer gehen? Bzw. das läge doch dann nur in der Macht des Spielers, der vielleicht seinen Vertrag auflösen könnte, von Seiten des Vereins gibt es da keine Notwendigkeit.

          Noch einmal, der Trainer muss entscheiden wer besser ist, es scheint wieder mal Schäfer zu sein, dann spielt auch Schäfer. Wir können doch nicht aus Jux und Tollerei, oder irgendeiner Strategie jetzt einen schlechteren Torwart ins Tor stellen, weil der vielleicht Perspektive hat.

          Wenn Schäfer mal nicht mehr gut genug ist, dann werden wir einen anderen Torwart haben, entweder hat sich Rakovsky bis dahin verbessert oder wir kaufen einen Neuen. That’s it.

          • Armin,

            Man soll doch in der 2. Liga keinen unerfahrenen Torwart aufstellen oder einen nicht eingespielten Torwart!! Was dann passiert, kann sich jeder Laie ausrechnen, z.B. als 2008 ein neuer Torwart kam (Folge Abstieg aus 1. Bundesliga), Schäfer strahlt Ruhe und Souveränität aus, das braucht der Club! Und eine mit vielen neuen Leuten erst recht, hat wohl auch der Trainer so gesehen.
            Bis mal einen Besseren gibt

        • Holle: Ich habe nichts gegen Schäfer, aber ich verstehe den Sinn nicht zwei Talente auf der Bank zu haben die nicht zum Zuge kommen. Dann müsste meiner Meinung nach jetzt,wo die Entscheidung für Schäfer gefallen ist, mindestens einer gehen.

          Nur weil die Talente (noch) nicht in der Lage sind einen etablierten Bundesligatorhüter – in der Form seines Lebens – zu verdrängen, muss man diese doch nicht gleich vom Hof jagen. Eher sollte man sich wohl von der Vorstellung verabschieden, dass Rakovsky ein Talent der Marke „Leno“ ist!
          Wäre es für die Ansprüche des FCN schon zu wenig, wenn Rakovsky Schäfer „nur“ gleichwertig ersetzen kann?

        • Holle: Ich habe nichts gegen Schäfer, aber ich verstehe den Sinn nicht zwei Talente auf der Bank zu haben die nicht zum Zuge kommen. Dann müsste meiner Meinung nach jetzt,wo die Entscheidung für Schäfer gefallen ist, mindestens einer gehen.

          Also drei Torhüter braucht man schon…

  • Lass ich gelten. Pachonik war auch eher an den Acht dran als Koch, der im ersten Entwurf noch Sechs hatte. Aber ich wollte jetzt das ganze nicht noch weiter mit einem 100 Bewertungseinheiten-System verkomplizieren. 😀 😀 😀

  • Dafür, dass Pachonik sein 3. Profispiel gemacht hat, fand ich ihn erfrischend und mutig. Ihm fehlt einfach in manchen Situationen noch die Routine und die Spielpraxis auf diesem Niveau, dann kommt die richtige Balance und das Gefühl für das Stellungsspiel von selbst.

    Aber bitte, nicht zu hart ins Gericht gehen, wir haben hier einen Rohdiamanten, der uns bald einen gewissen Chandler vergessen machen könnte.

  • Anscheinend wird bei euch ein Spieler/Torwart auf der Bank besser ? Überall in den anderen Vereinen brauchen die zwar Praxis , aber bei uns reicht einfach mal auf der Bank sitzen …cool 😉

    Ach ja, und zwei Talente im gleichen Alter auf der Bank,finde ich auch nicht wirklich nötig.

    • Holle

      Benni Uphoff hat jetzt 4 der 5 U21-Spiele mitgemacht, heute auch wieder. Reicht das vielleicht als Spielpraxis?

      • Claus,

        macht schon einen Unterschied ob du Profifußball spielst oder durch Bayern dingelst…

        Ein Rakovsky müsste einmal ein Jahr Zweite oder dritte Liga spielen, dann wäre er eine Option. Ohne Spielpraxis kann keine Sicherheit vorhanden sein. Selbst wenn der Betroffene Casillas heißt.

        Der Gründe warum sich keiner über Schäfer traut ist sein Standing im Umfeld und dass es die bequemere Variante ist. Funktioniert Rakovsky nicht, ist der Trainer schuld. Funktioniert Schäfer nicht, funktioniert Schäfer eben nicht.

        Bei Sätzen wie „Schäfer strahlt Ruhe und Souveränität aus“, denke ich an hohe Bälle und Standards und schmunzle. Aber zumindest ist er nicht der einzige Torwart-Opa, der sich regelmäßig anpatzt, siehe Montag-Abend-Spiel.

    • Holle,

      Ach, alle anderen Vereine setzen grundsätzlichen die etablierten Stammtorhüter auf die Bank und lassen die jungen Talente spielen?

      Im Ernst: Sind wir jetzt ein Talentschuppen oder ein Verein, wo möglichst erfolgreich Fußball gespielt werden soll?

      • Scramjet:Im Ernst: Sind wir jetzt ein Talentschuppen oder ein Verein, wo möglichst erfolgreich Fußball gespielt werden soll?

        Mit Blick auf die Transfers der letzten Jahre: Ersteres.

        • xxandl,

          Also ich habe sehr viel mehr das ständige Gemeckere in Erinnerung, warum wir unseren Talenten irgendwelche Rentner vor die Nase setzen…

          • Scramjet,

            die Forderung gab es eigentlich immer nur bei Leuten die – vermeintlich – keine Leistung gebracht haben. Und das waren mit Hlousek, Frantz, Eigler,… etc. Leute die zu dem Zeitpunkt maximal 27 Jahre alt waren.

            Bei Feulner und Hasebe gab es keine Diskussion, bei Pogatetz hat man zumindest eingesehen, dass es zu dem Zeitpunkt keine wirkliche Alternative im Kader gab.

            Geholt wurden in diesem Zeitraum ja trotzdem hauptsächlich Talente, war ja selbst im letzten Winter nichts anderes. Wir können uns kaum fertige Spieler leisten und sind andererseits auf Transfererlöse angewiesen um das NLZ oder in Folge auch das Stadion finanzieren zu können.

            Dementsprechend ist es auch leichtsinnig einen Fritz-Walter-Preisträger auf der Bank versauern zu lassen – der muss zum jetzigen Zeitpunkt nicht besser sein als Schäfer. Es reicht völlig aus wenn er nicht schlechter ist. Mit einem Jahr Spielpraxis in Liga zwei sieht das ganze anders aus.

            • xxandl,

              Was verstehst du unter Talenten und was unter fertigen Spielern?

              Ich beziehe mich hier alleine auf Talente aus der Jugend, egal ob eigene oder zugekauft, die noch keine oder praktisch keine Profierfahrung haben, wie es halt bei unseren Torhütern auch der Fall ist.

              Und da sehe ich wenig Transfers, wegen denen man uns als „Talentschuppen“ bezeichnen könnte.

            • xxandl:
              Dementsprechend ist es auch leichtsinnig einen Fritz-Walter-Preisträger auf der Bank versauern zu lassen

              Ein weiterer Bronze-Preisträger wäre wohl froh, wenn er auf der Bank des Profiteams versauern dürfte. Da reicht es (aktuell) nicht mal für die U21-Startelf…

              • Weikla: Ein weiterer Bronze-Preisträger wäre wohl froh, wenn er auf der Bank des Profiteams versauern dürfte. Da reicht es (aktuell) nicht mal für die U21-Startelf…

                Der war in den letzten zwei Jahren auch länger verletzt als gesund. Gerade die beiden Meniskusverletzungen innerhalb kurzer Zeit sind schon bedenklich. Das Talent für den Profifußball ist vermutlich vorhanden, ob er den Körper dazu hat, wird man sehen. Ich wünsche es ihm. Jetzt ist es aber erst mal wichtig, dass er das nötige Aufbautraining bekommt und langsam wieder an den Wettkampf ran geführt wird.

                Dennoch eine völlig andere Situation als bei Rakovsky.

            • xxandl: Dementsprechend ist es auch leichtsinnig einen Fritz-Walter-Preisträger auf der Bank versauern zu lassen – der muss zum jetzigen Zeitpunkt nicht besser sein als Schäfer. Es reicht völlig aus wenn er nicht schlechter ist. Mit einem Jahr Spielpraxis in Liga zwei sieht das ganze anders aus.

              Was man aber auch sagen muss im Fall Rakovsky. Er hatte letzte Saison 12 Spiele in der U23 beim FCN gemacht und konnte sich dabei nicht für höhere Aufgaben empfehlen. Ich selbst habe ihn nie im Training gesehen. Aber viele Beobachter bescheinigten mir doch, dass es bei ihm einfach nicht „reicht“ um an Schäfer vorbeizukommen.

              Die These, man müsste ihn nur ein Jahr ins Tor in Liga zwei stellen und dann wird alles Tutti, halte ich für sehr gewagt.

              • Stefan – Clubfans United: Was man aber auch sagen muss im Fall Rakovsky. Er hatte letzte Saison 12 Spiele in der U23 beim FCN gemacht und konnte sich dabei nicht für höhere Aufgaben empfehlen. Ich selbst habe ihn nie im Training gesehen. Aber viele Beobachter bescheinigten mir doch, dass es bei ihm einfach nicht “reicht” um an Schäfer vorbeizukommen.

                Die These, man müsste ihn nur ein Jahr ins Tor in Liga zwei stellen und dann wird alles Tutti, halte ich für sehr gewagt.

                Ich denke, kein junger Torwart beim 1.FCN wird so überragend sein, daß er von vornherein die Erfahrung Schäfers durch sein überragendes Talent kompensieren kann.
                Hinzu kommt, daß die Schwächen Schäfers von den Abwehrspielern ausgeglichen werden müssen. Was wiederum Auswirkungen auf die Gesamtstrategie haben dürfte.
                Insofern denk ich wäre entscheidend für eine Torwartalternative, daß dieser andere Stärken als Schäfer vorweisen kann, die neue Möglichkeiten in der Spielweise eröffnen,die der Kader auch beherrscht.
                So wie es jetzt aussieht, wird Schäfer solange spielen bis er alters- oder verletzungsbedingt den Stab weitergeben wird. Rakovsky kann das, was vom Torwart beim 1.FCN verlangt wird, einfach nicht besser als Schäfer. Vielleicht kann er es gleich gut. Aber dann fehlt ihm einfach die Erfahrung.

                • Beate60,

                  Dass diese Diskussion überhaupt geführt wird, ist einzig Schäfers Alter geschuldet. Das war sicher auch der Grund, warum vom Trainerteam ein „offener Konkurrenzkampf“ ausgerufen wurde. Eben genau die Option, ob schon der Nachfolger aufgebaut werden soll, stand da wohl auf dem Prüfstand. Mit dem Ergebnis, dass der Leistungsunterschied derzeit einen perspektivischen Wechsel noch nicht rechtfertigt.

                  Ein Wechsel wird wohl nur erfolgen, wenn wir dazu gezwungen werden. Sollte sich Schäfer eine Sperre einfangen und sich Rakowski über mehrere Spiele bewähren, könnte es passieren, dass man das zum Anlass nimmt. Aber ohne Not sehe ich das nicht….

      • Scramjet,

        Ach komm schon Scramjet, so ein Argument ? 😉

        Alexander Endl hat es weiter oben sehr schön auf den ,oder besser, die Punkte gebracht.
        Schäfer ist alles andere als ein moderner Torwart, aber die neuen Spieler wurden gekauft um einen modernen Fußball zu spielen !?

        Naja, Vale wird sich schon was gedacht haben als er den Wettkampf um die Nr.1 ausgerufen und entschieden hat.
        Da vertraue ich ganz auf dessen Wissen und Können, vorallem weil ich nicht davon ausgehe,dass ich mit dem was ich hier schreibe eine Veränderung herbei führe 😀

      • Scramjet:

        Im Ernst: Sind wir jetzt ein Talentschuppen oder ein Verein, wo möglichst erfolgreich Fußball gespielt werden soll?

        Wenn Du so fragst, kann man die Frage nur mit Talentschuppen beantworten. Kaum sind die Talente ausgebildet und haben bei uns Spielpraxis gesammelt, gehen sie zu Clubs, bei denen sie mehr Kohle bekommmen.
        Und das ist unser Geschäft. Zu mehr reicht es nicht, weil wir auf die Kohle angewiesen sind.
        Wir haben keinen Sponsor, der sich mit anderen Sponsoren aus der 1. Liga vergleichen lässt. Deshalb spielen wir ja auch wieder in der 2. Liga.

        • Klaus,

          Also am Geld liegt es ganz sicher nicht, dass wir dieses Jahr nicht mehr in der ersten Liga spielen…

          Und dass es bei uns das ausgemachte Ziel ist, Spieler auszubilden und gewinnbringend zu verkaufen, stimmt ebenso wenig. Es mag zwar so sein, und wird auch immer so bleiben, dass wir gezwungen sind, auf entwicklungsfähige Spieler zu setzen, weil wir uns fertige Spieler mit der nötigen Qualität eben nur selten leisten können. Und ebenso werden wir auch weiterhin gezwungen sein, Spieler ziehen zu lassen, wenn diese sich bei uns weiterentwickelt haben. Hauptgeschäftsmodell wie bei unseren Nachbarn ist es aber nicht, gerade letztes Jahr hatte man eigentlich einen deutlichen Schritt in der Richtung gemacht, dass man Leute holt, die in ihrer Entwicklung schon sehr viel weiter sind und gleichzeitig auch mal nen Spieler trotz guter Angebote hält…

          • Scramjet

            Fakt bleibt aber, dass der Club Transferüberschüsse erzielen musste und weiterhin muss, um den Spielbetrieb zu finanzieren, die sonstigen Einnahmen reichen dafür nicht aus. Dazu müsste man sich schon auf den internationalen Plätzen etablieren, und davon sind wir derzeit bekanntlich so weit weg wie seit 2008 nicht mehr.

            • Claus,

              Das bestreite ich ja auch nicht.

              Aber es ist nun mal nicht so, dass dies oberste Priorität genießen würde, und die Talententwicklung vor dem sportlichen Erfolg stehen würde.

              Und um auf das ursprüngliche Thema, die Torwartposition zurückzukommen:
              Genau deswegen muss eben auch der beste Torwart zwischen den Pfosten stehen, und nicht derjenige mit dem größeren Zukunftspotenzial.
              Bzw. genauer gesagt: derjenige, mit dem die Mannschaft die größtmögliche Aussicht auf Erfolg hat.

  • Man muss Füllkrug bescheinigen, dass er mutig ins Dribbling ging, statt den Angriff abzubrechen und schwanzeinziehend quer oder nach hinten zu spielen. In einer Szene hat er sich prima durchgesetzt und einen mustergültigen tödlichen Pass auf Polak gespielt, der von dem ansonsten besten Nürnberger Spieler Mr.-Bean-mäßig versaubeutelt wurde. Hätte es sich in dieser Szene um einen anderen Spieler gehandelt, wäre eine Auswechslung die einzig richtige Maßnahme gewesen. Ich als Trainer hätte mir diese Kerwafußball-Einlage nicht gefallen lassen.

    Für Füllkrug wäre eine glatte 3 angemessen, die Note 4, die im der Kicker gibt, ist unfair, weil sie den Spieler für seinen Mut bestraft. Wenn die Offensivabteilung besser eingespielt ist, wird uns die Art, wie Füllkrug an die Sache rangeht, noch viel Freude bereiten. Prognostiziere ich mal waghalsig…

    Schöpf ist mit einer 2+ zu gut bewertet, dafür war er auf dem Platz als Impulsgeber nicht dominant genug. Ich habe ihn in diesem Spiel als fehlerfreien Mitläufer gesehen. Aber es war sicher keine schlechte Premiere im Profifußball. Note 3.

  • Oktoie scheint doch was drauf zu haben…schade dass er sein Potential bei uns nicht abrufen konnte.

  • Schäfer ist ein überdurchschnittlicher Torwart. Punkt.
    Schäfer ist kein moderner Torwart. Punkt.
    Schäfer ist überragend auf der Linie. Punkt.
    Schäfer bleibt auch immer auf der Linie. Punkt.
    Schäfers Vorderleute müssen seine Schwächen kompensieren,
    Schäfer kann die Schwächen seiner Vorderleute kompensieren.
    Können das seine Vorderleute nicht, sieht’s schlecht aus. Kann er es nicht, klingelt’s.

    Schäfer ist halt ein Gesamtpaket. Offenbar eines, das jedem Trainer bisher überzeugte. Mehr als das Paket, das die Talente anzubieten haben.

  • schäfer kommt viel zu billig davon. wie immer ein wandelnder unsicherheitsfaktor bei flanken, ecken und freistößen. wenn er weiter so spielt ist es durch nichts zu rechtfertigen, dass er weiter die nr 1 bleibt.
    pinola dagegen kommt zu schlecht davon, er hat überragendes stellungsspiel gezeigt und war mit polak bester mann am platz.
    schopf hat zwar tolle ansätze gezeigt, aber ingesamt ist da noch viel luft nach oben, so gut wie der autor hab ich den nun wirklich nicht gesehen..
    koch war dagegen der mit abstand schlechteste bei uns. die rechte seite war komplett harmlose solange er auf den platz war.
    wie das besser geht hat timo gezeigt, zweikampfstark, voller einsatz, auch körperlich, überragende ballbeherrschung tolle übersicht. wenn er fit bleibt ohne zweifel unser bester mann.
    pekhart war nicht überragend, aber weiß gott auch nicht so schlecht wie er hier gemacht wird. immer mit hinten, im aufbau ständig anspielbar, viel einsatz und laufbereitschaft gepaart mit einem guten augen für den mitspieler.
    auch mlapa war stärker als er hier wegkommt. wenn er das so behaupten kann was der da gezeigt hat werden wir noch sehr viel freude an ihm haben.

  • So, mein Senf kommt auch noch 🙂

    Ramirez sah ich deutlich besser, im alten System hätte er eine glatte zwei von mir bekommen, heute also 13-14 Punkte. Bei dem Rest bin ich fast d’accord, bis auf Schäfer. Die 8 Punkte finde ich fast ein bisschen ungerecht. Klar hatte er nicht viel zu tun, aber er strahlte für mich trotzdem sehr viel Ruhe aus und blieb auch in brenzligen Situation cool (Lupfer über den Gegenspieler zum eigenen Mann im Strafraum).

    • Stefan – Clubfans United:
      So, mein Senf kommt auch noch :)

      Ramirez sah ich deutlich besser, im alten System hätte er eine glatte zwei von mir bekommen, heute also 13-14 Punkte.

      Glatte Zwei sind 11 Punkte, Stefan. 😀

      Torwart kriegt eigentlich immer ne Drei, wenn er nix zu tun hat, weil sich Ausstrahlung nur bedingt bewerten lässt. Begründung für die Drei steht ja dabei. In der Diskussion bin ich d’accord, bei Rakovsky reicht es nicht, um an Schäfer vorbei zu kommen, hat (nach Jahren bei Matysek auch net überraschend) die gleichen Stärken und Schwächen wie Schäfer ohne dessen Erfahrung.

  • Schäfer war letzte Saison immerhin fünftbester Bundesligatorwart. Da muss man schon ein außergewöhnliches Talent sein, um vorbei zu kommen.

    Er wäre wohl auch bei 10 anderen Vereinen Stammtorwart gewesen. Ich habe aber bei Rakowski noch kein derart außergewöhnliches Talent erkennen können und auch die Schwächen Schäfers sind bei Rakowski genauso vertreten. Er ist lediglich ein verlässlicher Backup, kein echter Konkurrent, dazu fehlt ihm die Erfahrung und Ausstrahlung. Man mag argumentieren, dass er sie ohne Spielpraxis auch nicht bekommt, aber sein Talent ist eben auch nicht groß genug, um die derzeitigen Mängel ausgleichen zu können. Solange Schäfer nicht nachlässt, ist er die logische Wahl.

  • Das ist wirklich eine Luftdiskussion, die hier geführt wird. In der Kicker-Bestenliste, die sicher ihre Schwächen hat, aber doch einen ganz brauchbaren Trend abbildet, waren die einzigen Vertreter der letztjährigen Hammermannschaft Drmic, Feulner und eben Schäfer.
    Gerade letzterer völlig verdient.

    Die anderen Torwart-Kollegen werden von den Verantwortlichen noch nicht als besser empfunden. Also bleibt Schäfer die Nummer 1 beim Glubb.

    Wäre er noch besser, dann wäre er doch mit dem Abstieg gleich gewechselt und auch nicht mehr bei uns geblieben. Das muss man auch mal sehen.

  • Auf diese Fritz-Walter-Medaillen sollte man eh nicht sonderlich viel geben.
    Klar, für die ausgezeichneten Spieler ist es natürlich erstmal schön, sich sowas an die Wand hängen zu dürfen.
    Aber bei ungefähr der Hälfte davon ist sie mittlerweile eher Zeugnis dafür, dass Talent allein eben nicht ausreichend ist für eine große Karriere… Auch bei denjenigen, die mehrfach ausgezeichnet wurden.

    Mal völlig davon abgesehen, dass es sich hierbei um eine Auszeichnung mit undurchsichtigen und kaum nachvollziehbaren Bewertungsmaßstäben handelt

  • Nachdenklich stimmt mich ja mittlerweile, dass Rakowski bei seinen wenigen Einsätzen dieselben Schwächen in der Strafraumbeherrschung offenbart hat wie Schäfer. Könnte das am Ende am Torwarttrainer gelegen haben? Oder hat sich Rakowski vielleicht Schäfer zu sehr als Vorbild genommen?

    • Claus,

      ich kann mich nicht mehr erinnern: war Klewer besser in der Strafraumbeherrschung? Vielleicht ist der Trainerwechsel ja ganz gut. Ich sehe auch nicht, warum Klewer das nicht können sollte. Er macht das ja jetzt schon einige Zeit im Amateurbereich und der Dümmste ist er auch nicht. Ich denke nicht, dass ein Trainer unbedingt als Spieler das selbe Niveau gehabt haben muss wie seine Schützlinge.

    • Claus:
      Nachdenklich stimmt mich ja mittlerweile, dass Rakowski bei seinen wenigen Einsätzen dieselben Schwächen in der Strafraumbeherrschung offenbart hat wie Schäfer. Könnte das am Ende am Torwarttrainer gelegen haben? Oder hat sich Rakowski vielleicht Schäfer zu sehr als Vorbild genommen?

      Genau hier liegt der eigentliche Knackpunkt.
      Für viele ist anscheinend gegeben, dass nur weil Rakovsky jung und talentiert ist, aus der Schalker Schule kommt wie Neuer, dann automatisch auch das moderne Torwartspiel beherrschen muss.

      Aber dies ist in der Tat fraglich, auch letzte Medienberichte deuten eher darauf hin, dass dem nicht so ist, bzw. dass er das erst noch lernen muss.

      • Scramjet,

        Oder dass Rakovsky das moderne Torwartspiel vielleicht erst wieder lernen müßte? Ich glaub nicht, daß die auf Schalke ihm das nicht beigebracht haben. Und offenbar war er dabei auch ganz gut. Kann doch auch sein, daßhier die Trainingsschwerpunkte anders lagen all die Jahre und er deshalb eben anders spielt mittlerweile.

        • Beate60,

          Das kann ich zwar nicht beurteilen, kann mir aber nicht vorstellen, dass man die Strafraumbeherrschung derart vernachlässigt im Training.

  • Woschdsubbn: ich glaube nicht das Schäfer gewechselt wäre aus mehreren Gründen. Er ist jetzt hier stark verwurzelt.(Familie & Co., war Kapitän, und ist auch schon relativ alt)

    Pachonik habe ich auch minimal besser gesehen, während Koch eher untergegangen ist bis auf die eine gute Situation. Es wurde mit der Einwechslung von Gebhart besser. Aber er ist wie gesagt noch ein bisschen eigensinnig, aber er kann mit seiner individuellen Klasse ein Spiel entscheiden.

    Zum Schluss muss ich bisschen Pekhart in Schutz nehmen. Er hatte seine Chancen und hat sie leider auch vergeben aber der ein oder andere Pass kam aber auch entweder zu ungenau für den großen Mann oder einfach zu spät, weil Pekhart dann ins Abseits lief.

    • MarkusS: Zum Schluss muss ich bisschen Pekhart in Schutz nehmen. Er hatte seine Chancen und hat sie leider auch vergeben aber der ein oder andere Pass kam aber auch entweder zu ungenau für den großen Mann oder einfach zu spät, weil Pekhart dann ins Abseits lief.

      Das mag sein, aber das erklärt nicht diese jämmerlichen Torschüsse. Er hat es 2 mal versucht, heraus kam jeweils ein Schüsschen von der Qualität eines Rückpasses. Das ist mir schon immer aufgefallen: Peki hat einen erbärmlichen Schuss. Er mag platziert sein aus dem Lauf heraus (da gab es ja das eine oder andere Tor) aber es fehlt eklatant an Härte. Kann da Mintal als Schusstechnikexperte nichts verbessern?

      • Optimist: Das mag sein, aber das erklärt nicht diese jämmerlichen Torschüsse. Er hat es 2 mal versucht, heraus kam jeweils ein Schüsschen von der Qualität eines Rückpasses. Das ist mir schon immer aufgefallen: Peki hat einen erbärmlichen Schuss. Er mag platziert sein aus dem Lauf heraus (da gab es ja das eine oder andere Tor) aber es fehlt eklatant an Härte. Kann da Mintal als Schusstechnikexperte nichts verbessern?

        Optimist, ich weiß nicht, ob es bei Pekhart nur die Schußtechnik alleine ist. Ich denke viel eher, der ganze Bewegungsablauf ist dermassen ungeschickt, daß er schon meistens falsch zum Ball steht. Das macht wohl mehr aus, wie die Schusstechnik als solche.

        Er erinnert mit an Dieter Hoeness, leider aber ohne dessen Kopfballstärke zu erreichen.

  • Claus hat mich ja gestern darüber aufgeklärt, dass Uphoff bei der U21 spielt.
    Ist der denn im Strafraum genauso gut/schlecht wie die anderen Beiden. ?

  • In jedem Fall ist die ganze Torwartdiskussion unnötig, wir haben einen überdurchschnittlichen Keeper mit Schäfer, wir haben einen Ersatz dahinter, der zumindest in der Jugend schon auf sich aufmerksam gemacht hat, der in seiner ersten Saison bei uns Schäfer kurzfristig gut ersetzt hat und der sich dann leider verletzt hat, was ihn wohl auch etwas zurückgeworfen hat. Im Moment kommt Rakovsky nicht an Schäfer vorbei, aber das heißt ja nicht, dass er nie an Schäfer vorbeikommen wird. Vielleicht fehlt es auch ein klein wenig am Ehrgeiz, als zweiter Torwart muss man vielleicht ein klein wenig mehr Ego zeigen und den Willen unbedingt die Nummer 1 zu werden. Es würde mich freuen, wenn Klewer ihm das beibringen könnte, wobei eigentlich Schäfer da der richtigere wäre, aber für den wäre das vielleicht persönlich kontraproduktiv.

    Tatsache ist auch, dass unser Offensivspiel noch deutlich ausbaufähig ist und dieses auch schon gegen Fürth besser sein muss, auch die Chancenverwertung muss viel besser werden. Schöpf sah ich eher so wie belschanov als wie Florian, aber das sind halt immer unterschiedliche Erwartungen und auch persönliche Wertungen. Gegen Fürth wird er gerade Defensiv deutlich mehr gefordert sein, dann werden wir sehen ob er wirklich mehr als ein großes Talent ist.

    Die Verletzung von Polak ist natürlich eine Katastrophe, gerade im Moment habe ich den Eindruck, dass die Mannschaft einen erfahrenen Führungsspieler benötigt, Polak war das zu einem guten Teil im Auftaktspiel. Mal sehen was sich Ismael für das Derby da einfallen lässt. Am naheliegend wäre natürlich der Einsatz von Stark auf der Position, ob aber eine Mittelfeldzentrale mit Schöpf und Stark im Derby sinnvoll ist, das muss der Trainer entscheiden.

    Vielleicht wäre es auch eine Idee im Derby auf 4-2-3-1 umzustellen um mehr defensive Stabilität zu bekommen? Wobei ich mir mit dem zweiten defensiven 6er da auch schwer tun würde. Ob Bulthuis das spielen kann? Oder Bulthuis in die IV und Petrak und Stark auf die Doppelsechs?

    • Armin,

      Gibt es denn irgendeine Diskussion die nötig wäre , oder von der irgendetwas abhängig ist ? 😉

    • Armin:
      Oder Bulthuis in die IV und Petrak und Stark auf die Doppelsechs?

      Diese Idee gefällt mir gar nicht so schlecht.

      • Claus,

        dann haste wieder 2 Linksfüße nebeneinander in der IV. Keine Ahnung, warum das wichtig sein soll 😉

        • Optimist

          Letztendlich muss sich der Trainer darüber den Kopf zerbrechen, der wird dafür ja auch viel besser bezahlt als wir.

          • Claus,

            das wärs, echt, wenn ich für mein BlaBla hier auch noch bezahlt würde 😆

        • Optimist

          Übrigens tendiert der Trainer zu meiner ersten Idee:
          Niklas auf IV und Petrak als Polak-Ersatz.

          Jetzt muss er nur noch in der Offensive auf mich hören.

  • Ich muss hier ja schon zahlen damit ich mein blabla loswerde. 🙂

    • MarkusS:
      Ich muss hier ja schon zahlen damit ich mein blabla loswerde.

      Die meisten hier, außer Stefan und Alexander. Die Beiden bekommen ein wenig Schmerzensgeld weil sie unsere Kommentare lesen müssen 😀

  • Es sind doch immer wieder die selben üblichen Verdächtigen, die hier seit Jahren zu jeder Zeit und Unzeit die Schäferdiskussion anleiern.

    Spricht ja nichts dagegen, wenn jemand seine Meinung sagt, sei sie noch so konstruiert.
    Aber dieses Wadenbeißertum ist schon sehr anstrengend.

  • Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.
    Wieso hat man vor einem Derby in Fürth nur immer das Gefühl, dass ein Bürgerkrieg kurz bevor steht?

    • Claus: Wieso hat man vor einem Derby in Fürth nur immer das Gefühl, dass ein Bürgerkrieg kurz bevor steht?

      weil das da viel mehr hochsterilisiert wird als das in Nürnberg. Als ob wir die kleine Vorstadt einnehmen wollten…

      • Optimist

        Naja, sagen wir mal so:
        Von einem Anti-Nü-Hassmarsch durch Nürnberg habe ich bis jetzt noch nichts mitbekommen.

        Wir haben hier ja noch ein paar Reste der Mauer herumstehen. Vielleicht hätten die Fürther Interesse daran?

        Letztes mal war es ja dann letztendlich auch sehr ruhig, trotz des Affronts mit dem „Betretungsverbot“.
        Hoffen wir mal, dass es diesmal auch so wird.

  • Ich wäre mit einem Punkt aus Fädd fei zufrieden. Das ist eine Zweitliga-Spitzenmannschaft, die zwar auch Transfer-Federn lassen musste, aber da blieb wenigstens die Grundstruktur intakt. Jetzt fehlt uns auch noch Polak.

    ——– Schäfer, was sonst ——
    Pachonik – Stark – Pinola – Ramirez
    –Gebhart-Petrak-Schöpf-Füllkrug–
    ———Sylvestr-Mlapa———–

    Hoffentlich bleibt alles friedlich. Aweng a Frotzelei und a bleeds Gschmarri daherwaafn ist erlaubt.

    Gewalt und schwachsinnige Aktionen aber nicht!

    P.S.: Mann der Partie war Polak, in die Kicker 11 des Tages hat es aber nur Pino geschafft….

    • Woschdsubbn:

      ——– Schäfer, was sonst ——
      Pachonik – Stark – Pinola – Ramirez
      –Gebhart-Petrak-Schöpf-Füllkrug–
      ———Sylvestr-Mlapa———–

      Wenn den Abwehrspielern noch eingeschärft wird keine Ecken zuzulassen, kann ich damit leben. 😛

  • In der Bucht stehen wie üblich Eintrittskarten für das Derby bei absoluten Phantasiepreisen, und die Einsteller sind dann teilweise auch noch so freundlich, den Scancode mit auf das Foto zu bringen.
    Wie dämlich kann man eigentlich sein?
    Und wie dämlich sind dann die erst, die da mitbieten?

    Ich hoffe, Mitlesende sind da nicht involviert.

  • Lt. dem Bewertungstool von inFranken.de unter http://www.spielervoting.infranken.de waren Christian Ramirez, Jan Polak und Javier Pinola beim 1. Spieltag die Besten. Bis auf Tomas Pekhart haben alle Spieler gute Noten bekommen und liegen recht nah beieinander. Das zeugt von einer „Mannschaft“. Also bitte dieses Jahr die Chance zum Neuaufbau nutzen!

  • Wir gehen als gemischte Fanschar zum gemeinsamen Fussiguggn in eine Kneipe nach Fädd. Bisher ist noch nicht bekannt, in welche…
    Hat jemand einen Tipp?

    • Woschdsubbn

      Wenn Du richtig was erleben willst, dann gehst Du am besten in den Gelben Löwen.
      Clubtrikot nicht vergessen. 😉

      • Claus: dann gehst Du am besten in den Gelben Löwen

        …die haben neben dem obligatorischen Grüner zwar auch das Dunkle aus Buttenheim, aber keinen Fernsher… interessantes Volk treibt sich auch in einem Lokal neben dem ehemaligen Silberfischla rum, dessen Name mir entfallen ist … das hält man aus, wenn man als Gruppe unterwegs ist… ich habe da mal Gladbach gegen Teebeutel gesehen…

        • Manni der Libero: …die haben neben dem obligatorischen Grüner zwar auch das Dunkle aus Buttenheim, aber keinen Fernsher…

          Letzteres wäre dann aber relativ neu.
          Es haben ja im letztem Jahr schon viele Wirte ihre Sky-Abos gekündigt und jetzt geht das erst richtig los, weil Sky die vielen Millionen, die es an die DFL löhnt, wieder reinholen muss. Das waren teilweise Preiserhöhungen von mehr als 100%, gerade in den Städten.

          Aber das Spiel am Montag kommt ja auch preiswerter auf Sport1, da werden sicher viele Wirte einen Fernseher aufstellen.

  • Gerade habe ich folgendes bei Fussballtransfers gelesen:

    „Niklas Stark könnte den 1. FC Nürnberg trotz Vertragsverlängerung schon in naher Zukunft verlassen. Der Innenverteidiger, der seinen Kontrakt bei den Franken erst vor kurzem bis 2018 verlängert hatte, verfügt nach Informationen der ‚Sport Bild‘ über eine Ausstiegsklausel, die bereits im kommenden Sommer greifen soll.“

  • Der Aussage, dass Stark ne Klausel hat, hat Wolfgang Wolf im Rahmen der Saisoneröffnung explizit widersprochen: „Thema Niklas Stark: Stark, der erst vor kurzem seinen Vertrag längerfristig verlängert hat, hat laut Wolfgang Wolf keine Ausstiegsklausel!“( Quelle)

    Claus:
    Wenn Du richtig was erleben willst, dann gehst Du am besten in den Gelben Löwen.
    Clubtrikot nicht vergessen. ;-)

    Gustavstraße im Allgemeinen ist sehr zu empfehlen in Club-Klamotten. 😀

    • Florian Zenger:
      Der Aussage, dass Stark ne Klausel hat, hat Wolfgang Wolf im Rahmen der Saisoneröffnung explizit widersprochen: “Thema Niklas Stark: Stark, der erst vor kurzem seinen Vertrag längerfristig verlängert hat, hat laut Wolfgang Wolf keine Ausstiegsklausel!”

      Das habe ich Wolf aber damals schon nicht geglaubt. Welcher von SportsTotal gemanagte Spieler mit halbwegs guten Aussichten hat denn keine Ausstiegsklausel? Vielleicht wollte Wolf in Wahrheit sagen „Stark hat HEUER keine Ausstiegsklausel“, aber das wäre wohl nicht gut angekommen.

      • xxandl,

        Klar wird den Fans immer vorgemacht, welche tolle Vertragsabschlüsse man macht, aber davon, dass man die Spieler nicht an den Verein binden kann, davon sprechen die Manager nicht gerne in der Öffentlichkeit. Jeder Jugendspieler bekommt doch eine Ausstiegsklausel! (siehe Plattenhardt) Das nenne ich persönlich kein Bekenntnis zum Club!
        Dortmund sagt ja auch, sie wollen nach den Abkaufaktionen der Bauern nicht mehr so großzügig mit Ausstiegsklauseln operieren und nur noch neue Spieler holen, die auch ohne Klausel für den Verein spielen wollen. Die anderen rennen eh nur dem Geld hinterher! Und das kann der Club nicht bieten.

  • und bei Transfermarkt stand gerade folgendes:

    Sportvorstand Martin Bader (Foto) sagte gegenüber der „Sport Bild“: „Wir versuchen uns noch in der Spitze zu verstärken. Unsere Scouts sind unterwegs – auch in der Bundesliga.“

    Wenn man das vorhat, dann sollte man aber Spieler wie Pekhart und Koch loswerden. Die bringen den Club nicht weiter! Weshalb man Koch geholt hat, wird mir immer ein Rätsel bleiben.Das hat sogar Koch überrascht.

  • Dortmund sagt ja auch, sie wollen nach den Abkaufaktionen der Bauern nicht mehr so großzügig mit Ausstiegsklauseln operieren und nur noch neue Spieler holen, die auch ohne Klausel für den Verein spielen wollen. Die anderen rennen eh nur dem Geld hinterher! Und das kann der Club nicht bieten.

    Aber jetzt erst mal haben sie das Problem, dass Bayern an Reus baggert, der im nächsten Sommer eine Ausstiegsklausel hat. Dies Klauseln sind doch sowohl für den Spieler, noch mehr für die Berater eine tolle Sache. Mit einer Ausstiegsklausel ist fast sicher, dass der Spieler vor Vertragsende gehen wird und damit verdienen die Berater noch einmal richtig gut mit, sind diese doch meist Prozentual an der Ablöse beteiligt. Natürlich wünscht sich Dortmund, dass das nicht mehr möglich sein soll, vielleicht kann Dortmund auch reinschreiben lassen, dass der Spieler per Ausstiegsklausel nur ins Ausland wechseln kann, damit entfällt für die nationalen Konkurrenten, dass man Dortmund mit so einer Aktion schwächen kann. Aber mehr halte ich heutzutage für eine Illusion.

    Auch die Bayern haben Verträge mit Ausstiegsklausel, allerdings sind die so hoch, dass die nationalen Konkurrenten da eher nicht einsteigen können. 25-50 MIO Ablöse können aktuell in D nur die Bayern stemmen. Allerdings könnte mit RB da ein Konkurrent auftauchen, der den Bayern gefährlich wird. Wobei ich fürchte RB wird eher Mannschaften wie Leverkusen, Dortmund und Schalke die Spieler abnehmen, also zumindest mittelfristig es den Bayern eher leichter machen.

    Und Wolfsburg befindet sich sowieso in einer Zwickmühle, die könnten auch bei Bayernspielern einsteigen, allerdings würden sie damit die eigenen 10% Tochter Bayern schwächen. Ich glaube die sehen sich selbst eher hinter den Bayern.

    Aber zurück zum Club.

    Klaus, Du wirst heute keinen Spieler finden, der aus Liebe zum Club bei diesem spielt und komm mir nicht mit Mintal oder Pinola, bei beiden gab es Gründe jenseits ihrer Liebe zum Club, dass sie geblieben sind. Machen wir uns nichts vor Fußballprofi ist ein Beruf, aber ein Beruf, den man nicht sein Leben lang ausüben kann, der einem aber in der kurzen Zeit von 10, 15 Jahren das Geld verschaffen kann, dass man ein Leben lang davon leben kann.

    Dass man als Spieler deshalb immer versuchen wird das eigene Einkommen zu maximieren ist damit nur logisch. Es ist also unmöglich einen Spieler an den Verein zu binden. Dein gefordertes Bekenntnis zum Club ist doch vollkommen realitätsfremd.

    Wir Fans können uns Liebe, Emotionalität und Bekenntnisse erlauben, diese von den Spielern zu erwarten, heißt Enttäuschungen auf der eigenen Seite zu programmieren. Selbst Hamburg kann mit seinen Kühne-Millionen einen Calhanoglu nicht halten, auch Dortmund wird sich schwer tun einen „Dortmunder-Jung“ wie Reus zu halten, am Ende wäre es auch unmenschlich einen solchen Wechsel dem Spieler anzukreiden, Handgeld in Millionenhöhe, deutliche Steigerung der Bezüge, hier geht es um Summen in hoher Millionensumme, selbst bei einem Wechsel vom Club zu Leverkusen oder Wolfsburg geht es um Millionen für den Spieler. Wer könnte da nein sagen?

    Wir müssen uns schlicht von der Illusion lossagen man könnte eine Mannschaft aufbauen, jetzt Spieler holen und irgendeine Garantie bekommen, dass diese Spieler im Erfolgsfall bleiben könnten.

    Selbst der Enkel von Uwe Seeler ist von Hamburg zu Leverkusen gegangen.

    Nein, hier jagen wir einem Phantom nach. Die Erfolge von Dortmund vor 3/4 Jahren haben diese Illusion vielleicht noch einmal beflügelt, aber sie waren doch mehr ein Versagen von Bayern, als eine Verhaltensänderung bei den Profis.

    Ausstiegsklauseln sind für Spieler und Berater ein zu gutes Geschäftsmodell, als dass diese in irgendeiner Form unterbunden werden könnten.

  • Armin,

    na da bin ich jetzt aber mal neugierig über die Gründe, weshalb Mintal und Pino beim Club geblieben sind, obwohl sie bei anderen Vereinen wesentlich mehr Kohle verdienen konnten. Das widerspricht doch völlig Deiner Theorie, dass alle Spieler nur dem Geld folgen.

    Eckes, Köpke, usw. hätten auch alle früher den Club verlassen können, um bei anderen Vereinen mehr Kohle zu verdienen. Bitte kläre uns doch bitte über die wahren Gründe auf!

Kommentare sind geschlossen.