Wie Fürth – nur andersrum? – Noten zum Union-Spiel

Vor drei Wochen verlor der FCN mit vier Toren Unterschied, am Freitagabend in Berlin gewann er mit vier Toren Unterschied. In Fürth nutzte der Gegner jeden individuellen Fehler, in Berlin der FCN. War das eine Spiel also eine spiegelverkehrte Kopie des anderen? Ganz soweit kann man wohl auch auf Grund der unterschiedlichen emotionalen Stellenwerte nicht gehen, dennoch fühlte es sich für alle Beteiligten gut an, nach einer Woche des (gefühlten) Chaos mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause zu gehen. Ob man, wie Valerien Ismael nach dem Spiel, von der „Geburtsstunde einer Mannschaft“ sprechen kann, sei dahingestellt. Ein psychologisch für Mannschaft, Verantwortliche und Anhänger wichtiger Sieg war es auf jeden Fall.

Schlüssel zum Erfolg waren zwei Dinge. Zum einen das nötige Quäntchen Glück, das den Spielen vorher gefehlt hatte. Das Glück, dass Daniel Haas einen schlechten Tag erwischte; das Glück, dass Union zwei gute Chancen liegen lässt; das Glück, dass eine abgefälschte Flanke auf dem Kopf von Timo Gebhart landet. Zum anderen aber auch der unbändige Wille und das zügige Draufgehen auf den Gegenspieler. Symptomatisch dafür war Robert Kochs Einsatz vor dem 1:0 als er robust, aber nicht unfair, den Ball eroberte und dann sauber auf Candeias passte, so dass dieser dann die Chance hatte zu treffen und diese prompt nutzte.

Der Treffer fiel so früh, dass die Mannschaft daraus Sicherheit ziehen konnte. Sie blieb robust und konsequent, gewann am Ende deutlich mehr Zweikämpfe als der Gegner und erarbeitete sich mehr zweite Bälle als in den Spielen zuvor. Es war ein Sieg der über diese Kompaktheit entstand und über die individuellen Stärken der guten Fußballer im Team, weniger über das System, auch wenn die Umstellung auf 4-2-3-1 der Mannschaft sicht- und spürbar gut tat.

Das Spiel: 10 Notenpunkte (2-, numerisch: 2,33)*

Ein wenig Konzessionsentscheidung, nachdem das Frankfurt-Spiel mit 7 Punkten zu gut weg kam, ein wenig emotionale Betroffenheit, aber auch objektive Gründe. Vier Tore, zwei Platzverweise, zahlreiche Torchancen, recht viel mehr kann man von einem Fußballspiel nicht erwarten, außer möglicherweise einen Gegner, der etwas mehr mitspielt und etwas mehr Gegenwehr leistet.

Schiri Willenborg: 5 Notenpunkte (4, numerisch: 4,00)

Die Rote Karte war aus seinem Blickwinkel vertretbar, Berlins Dausch zieht vor dem Zusammenprall mit Candeias den Ellbogen Richtung Gesicht. Eine harte, wenn auch wahrscheinlich gerade noch vertretbare Entscheidung. Ließ sich dann bei Trimmel nach zwei dummen Fouls nicht von seiner Linie abbringen und stellte auch ihn richtigerweise vom Platz. Dann verließ ihn aber der Mut, denn auch Leistner hätte nach seinem Foul an Gebhart glatt Rot mehr als verdient gehabt. Insgesamt mit Problemen beim Erkennen von taktischen Fouls und er verpasste es da frühzeitig gelbe Karten zu ziehen. Hatte im Grunde das Glück, dass der FCN das Spiel so klar gestaltete und das Ergebnis auch keine Zweifel mehr ließ, dass es letztendlich nicht auf Einzelentscheidungen ankam, sonst wäre ihm möglicherweise das Spiel in der hitzigen Atmosphäre an der Alten Försterei entglitten.

Trainer Ismael: 9 Notenpunkte (+3, numerisch: 2,67)

Wählte die richtige Formation mit dem 4-2-3-1. Das Spiel des FCN erhielt dadurch mehr Stabilität und einen sicheren Ankerpunkt. Auch die Entscheidung die beiden Neuen, Celustka und Candeias, trotz lediglich fünf Trainingstagen spielen zu lassen, erwies sich als richtig. Stellte die Mannschaft auch gut ein, wählte mit Aggressivität, Nachsetzen und physischer Präsenz ein gutes Mittel, um die Berliner aus dem Konzept zu bringen und sie zu Fehlern zu zwingen. Dennoch fehlt es noch an einem durchgängigen Offensivkonzept. Das ist sicherlich der fehlenden Eingespieltheit geschuldet, dennoch war das Spiel noch zu sehr von gelungenen Einzelaktionen (Gebhart, Candeias) abhängig. Hat den Kreis auf dem Spielfeld nach dem Spiel nun wohl institutionalisiert, sieht auch nach einem Sieg immer noch nach Jugendfußball aus.

Die Noten für die Spieler:

Patrick Rakovsky 10 Notenpunkte (2- numerisch: 2.33)
Sicherer Rückhalt, völlig unbeeindruckt vom Fehler im letzten Spiel. Ein Wackler bei einer Ecke, sonst sehr souverän.
Javier Horacio Pinola 4 Notenpunkte (4- numerisch: 4.33)
Zwar unbezwungen in der Luft, aber am Boden ein starker Unsicherheitsfaktor. Leitete beide Großchancen von Union mit Unkonzentriertheiten ein. Muss sich steigern, sonst heißt das Duo in der Innenverteidigung bald Stark/Petrak.
Dave Bulthuis 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Zu rustikal im Einsteigen, ging zu sehr ins Risiko, für einen Außenverteidiger zu wenige Impulse nach vorne. Wurde einige Male von Gebhart vor Schaden bewahrt.
Ondrej Celustka 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Sicher, zweikampfstark, ließ über rechts nichts zu, offensiv noch steigerungsfähig. Vereitelte eine Großchance Unions mit der Hacke.
Willi Evseev Ohne Bewertung
Zu wenig Spielzeit für eine Bewertung.
Jürgen Mössmer 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Festigte den festgestellten Trend: Spielte sicher in der Rückwärtsbewegung, gibt aber nach vorne zu wenig Ideen.
Alessandro Schöpf 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Legte das vierte Tor auf. War der passsicherste Nürnberger, was auch daran lag, dass er wenig in die Spitze spielte. Insgesamt noch zu wenig mutig.
Timo Gebhart 10 Notenpunkte (2- numerisch: 2.33)
Stand beim 2:0 goldrichtig, wirbelte viel, suchte zahlreiche Duelle, gewann fast die Hälfte dieser, manchmal aber noch zu ballverliebt. Arbeitete gut nach hinten.
Robert Koch 12 Notenpunkte (2+ numerisch: 1.67)
Dafür wurde er geholt. Robust, kämpferisch, nie nachgebend. Legte das 1:0 auf, erzielte das 4:0.
Daniel Candeias 13 Notenpunkte (1- numerisch: 1.33)
Spielentscheidender Mann. Tor, Vorlage, für eine Rote Karte gefoult worden. War der frische Wind, den das Spiel brauchte. Noch zu ballverliebt für die glatte Eins.
Ondrej Petrak 10 Notenpunkte (2- numerisch: 2.33)
Stark im Zweikampf, kompromisslos. Stabilisierte die Innenverteidigung, als sein Nebenmann Pinola schwächelte.
Niclas Füllkrug Ohne Bewertung
Zu wenig Spielzeit für eine Bewertung.
Peniel Mlapa  9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Tor mit der ersten Ballberührung. Danach war das Spiel gelaufen. Körperlich präsent.
Jakub Sylvestr 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Glücklos, wenig ins Spiel eingebunden. Hat eindeutig Findungsprobleme.

*Das Benoten obliegt mit Beginn der Saison 2014/15 einem, der das beruflich macht. Das heißt nicht, dass es unbedingt besser ist, was da passiert, aber zumindest Übung im Benoten ist vorhanden. Zur besseren Differenzierung wird ab dieser Saison das bayerische Oberstufensystem verwendet, das statt den klassischen Noten Notenpunkte vergibt. Das Maximum sind 15 Notenpunkte, eine Eins Plus, also rechnerisch so etwas wie 0,67. Alle klassischen Notenstufen von Eins bis Fünf haben drei Abstufungen, also Plus, normal und Minus, so ist zum Beispiel die Note Drei aufgeteilt in neun Notenpunkte (+3), acht Notenpunkte (glatte 3) und sieben Notenpunkte (3-). Die einzige Note, die ohne Tendenz – und hoffentlich möglichst selten – vergeben wird, ist die Note 6. Ungenügend ist immer einfach ungenügend. Für eine genaue Auflistung siehe auch Wikipedia.

53 Gedanken zu „Wie Fürth – nur andersrum? – Noten zum Union-Spiel

  • Dieses Wochenende fühlt sich großartig an. Ich habe endlich eine Mannschaft mit großen Potential auf dem Platz gesehen. Es machte auch Spaß, den beiden Neuzugängen zuzusehen, darauf ein Bader raus! 🙂

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    • Alex,

      Genau das ist die Strategie der Vereins: man empfindet Kritik als Angriff und wehrt sie ab, indem man den Kritiker als absolut verbohrt und keinem vernünftigen Argument zugänglich abqualifiziert. Siehst du mich wirklich so?

      Und siehst du wirklich nicht, daß man mit einer solchen Strategie unnötig Fehler wiederholt?

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      • Beate60,

        nein, Kritik zu üben ist völlig normal und legitim. Das ist die Kritik an der Kritik aber auch 🙂

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        • Alex,

          Wenn die Kritik auf der Sachebene bleibt und nicht immer wieder den Kritiker abwertet. Und genau das passiert mir bei dir zu oft. Zumindest empfinde ich es so.

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  • Jetzt könnte man noch Kritik an der Kritik der Kritiker-Kritiker üben, aber ich glaub das würde jetzt zu weit führen. :mrgreen:

    Ich war ja die letzten Wochen bisschen außen vor, da unter der Woche schwer am ackern, aber mit etwas Abstand sieht man schon ein Kernproblem an so einer Diskussionskultur: Die Wiederholung.

    Man (also wirklich alle Seiten ohne Wertung) begnügt sich nicht damit seine Argumente darzulegen und wenn Einwände kommen zu verteidigen, man wiederholt sie notorisch, so dass der Eindruck entsteht, es geht gar nicht um die Diskussion und den Austausch der Argumente, sondern man predige seine Botschaft. Das fällt besonders dann auf, wenn man über einzelne Punkte schon einen Konsens zu erreichen geglaubt hatte, die Argumente dann aber wie jungfräulich wieder platziert werden, als habe es die erste (zweite oder dritte) Diskussion zu dem Thema nie gegeben.

    Ich will niemanden da ans Bein treten, das ist in einer offenen Blog-Kommentar-Kultur manchmal auch einfach so. Aber als Beobachter ist es dann doch auf Dauer ermüdend und wirkt auch nicht wirklich so, als wollen sich Leute miteinander unterhalten.

    Neulich sagte mal jemand zu mir – und darüber musste ich wirklich lange nachdenken: Gute Kommunikatoren sagen Dinge wohl überlegt und zum richtigen Zeitpunkt genau ein mal. Zumindest im Rahmen einer laufenden Diskussion.

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      • Beate60,

        es rentiert sich! Bei Dir fang ich gar nicht erst an zu lesen, weil das einfach regelrechte Romane sind.

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        • BSE08:
          Beate60,

          es rentiert sich! Bei Dir fang ich gar nicht erst an zu lesen, weil das einfach regelrechte Romane sind.

          Schade BSE08, denn die Beate60 schreibt durchaus nachdenkenswertes.

          Kommunikationsexperten sehen vor allem bei den Jüngeren des Trend, Infos nur zusammen gefasst aufzunehmen, kurz, prägnant. Die Grenze zur Oberflächlichkeit ist aber fließend, bis hin zu den „Artikeln“ der BILD-Gruppe. Aber was will ich meckern, wenn selbst die Berichte im SPIEGEL seit Jahren kürzer werden.

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        • BSE08:
          Beate60,

          es rentiert sich! Bei Dir fang ich gar nicht erst an zu lesen, weil das einfach regelrechte Romane sind.

          Ich kann ihre Beiträge teilweise auch nicht lesen, da mir manchmal die Zeit dazu fehlt. Ich stimme zwar öfter mit ihr nicht überein, aber man merkt, dass sie sich Gedanken macht und Ihre Schlüsse und Mutmaßungen daraus zieht.
          Wer Recht hat? Wahrscheinlich oft keiner von uns, was verstehen wir denn wirklich vom Fußball und dem Geschehen hinter den Kulissen.

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    • Alexander Endl – Clubfans United,

      wo habe ich neulich etwas ähnliches gehört: Wenn eine Diskussion länger als fünf Minuten dauert, haben beide Seiten verloren.“? Muß in irgendeinem Film gewesen sein.

      Ich sehe mir hier i.d.R. nur die Kommentare ausgewählter Personen an. Von vielen kommt wirklich nicht viel außer der gebetsmühlenartigen Wiederholung eigener Thesen, und bisweilen muß ich selber aufpassen, nicht in ein derartiges Schema zu verfallen.

      Aber, um es positiv hervorzuheben: Es gibt hier auch sehr viele kluge und tiefsinnige Kommentare, die ich sehr schätze! Man soll ja auch mal loben, und deshalb lob ich jetzt mal den xxandl, der hat m.E. immer was interessantes zu sagen und wird nie weitschweifig!

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  • @Florian:
    Habe ich das richtig verstanden? Der Schiedsrichter spricht völlig zu recht zwei Platzverweise aus und dafür erhält er von Dir die Schulnote Vier?

    Entscheidend ist doch, dass man in den wichtigen Momenten richtig entscheidet. Und das hat er getan.

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    • Töffi:
      @Florian:
      Habe ich das richtig verstanden? Der Schiedsrichter spricht völlig zu recht zwei Platzverweise aus und dafür erhält er von Dir die Schulnote Vier

      Ich fand ihn insgesamt schwach. Das Nicht(an)erkennen von taktischen Fouls find ich ne Katastrophe, fällt mir in der Zweite Liga oft negativ auf, dass da kein Gespür dafür da ist. Dazu dann der fehlende Mut die mMn notwendige dritte Rote Karte auszusprechen. Wenn Union n Tor in der Phase macht, entgleitet ihm das Spiel, das war insgesamt unsouverän. Deshalb die Vier, auch wenn die Platzverweise richtig waren (der zweite auf jeden Fall, der erste zumindest aus seinem Blickwinkel).

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  • Ich habe ja schon auf die Benotung gewartet und finde diese auch sehr passend.
    Danke.
    Treffend auch was Rakovsky angeht, nur bin ich gespannt wie es weiter geht. Kuriert Schäfer weiter an seiner Verletzung ist alles klar, aber was passiert wenn er nach der Länderspielpause wieder fit ist ………!?

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    • Holle:
      Ich habe ja schon auf die Benotung gewartet und finde diese auch sehr passend.
      Danke.
      Treffend auch was Rakovsky angeht, nur bin ich gespannt wie es weiter geht.Kuriert Schäfer weiter an seiner Verletzung ist alles klar, aber was passiert wenn er nach der Länderspielpause wieder fit ist ………!?

      Kann man so sagen. Eine Anmerkung noch zu Rakowsky. Ich weiß nicht, was Florian mit dem Wackler meinte, aber ich finde ihn bei Ecken noch unsicherer als Schäfer. Er hatte auch wieder eine Szene dabei, wo er den Ball total verschätzte und hoffnungslos untendurchsegelte. Zum Glück war diesmal kein Gegner da. Bei Ecken krieg ich regelmäßig einen Herzkasper!

      Von daher finde ich die Note einen Punkt zu gut, denn was er schließlich gehalten hat, das musste er auch. Aber die Leistung war natürlich alles in allem souverän und deutlich besser als gegen den FSV.

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  • Mir hat der Schiri auch viel zu spät seinen gelben Karton entdeckt. Wenn er den schon früher ab und an berechtigterweise gezückt hätte, wäre diese Härte u. U. gar nicht entstanden. So aber gibt man den Spielern das Gefühl, dass man ruhig so weitermachen kann.
    Eine 3. Rote traut sich wohl kein Schiri zeigen, nach der Gelb-Roten flogen ja schon die Bierbecher auf den Platz. Nach einem 3. Platzverweis hätte er wohl kurz danach das Spiel abbrechen müssen.

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  • Danke Florian!

    An alle: Ist es nicht auch mal schön, dass zwei Neuzugänge nach fünf Trainingstagen in der Startelf stehen und gleich überzeugen können?
    Ich freue mich darüber sehr, denn die Mannschaft gewinnt an Qualität, dadurch wohl auch an Sicherheit. Das Umfeld beruhigt sich ein wenig, weil man sehen kann, dass Bader/Wolf/Ismaël nicht ganz die Flachpfeifen sind, als die man sie größtenteils schon abqualifiziert hatte – und wenn es auch nur Glück war, sich die beiden Cs zu angeln. Auch das muss man erstmal haben.

    Die Hoffnung gilt nun der Länderspielpause und der Genesung Polaks, der hoffentlich ruhigeren und strukturierten Arbeit des Trainers, der eine Mannschaft mit einem gewissen Weitblick zusammenstellen und sich einspielen lassen kann, damit das Team nach der Pause Stabilität in Defensive und Psyche, Gefahr im Angriff und Willen in der Haltung und Herangehensweise zeigen kann.

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  • Ich kann den Vergleich mit dem Fürthspiel nicht nachvollziehen-mindestens das 1:0 und das 4:0 waren kein Resultat individueller Grosspatzer des Gegners,sondern gekennzeichnet vom Willen ein Tor zu machen.Das 2:0, mag ja sein das der Ball glücklicherweise genau bei Gebhardt gelandet ist,aber ersten war der Lauf rechts aussen zwingend und eben nur unzureichend abzuwehren und zweitens ist Gebhardt von ganz hinten exakt bis dahin vorgelaufen wo der Ball dann hinkam.Das 3:0 war ein Abstaubertor, weil Haas den Ball prallen lies.Insgesamt hat unsere Mannschaft schon erheblichen Anteil daran gehabt das Union wenig zustande bekommen hat

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  • Und das hatte Fürth vor drei Wochen nicht? 😉

    Der Vergleich, der von Dir angesprochen wird, ist kein solcher – deshalb ja auch das Fragezeichen in der Überschrift. Es ist lediglich eine Erinnerung daran, dass wir derartige Spiele auch schon auf der Seite erlebt haben, die das erleiden musste.

    Dennoch würde ich vor allen Toren mittelschwere bis schwere Fehler der Berliner attestieren. Das 1:0 ist ein miserabel geführter Zweikampf und ein Stellungsfehler von Haas, beides hervorragend ausgenutzt von Koch und Candeias, das 2:0 ist hundsmiserables Stellungsspiel, das Gebhart so frei zum Kopfball kommen lässt, das 3:0 ist ein Riesenbock von Haas, bei dem Mlapa natürlich richtig steht und das 4:0 ist für mich fast noch der größere Torwartfehler von Haas, weil den Ball von Koch auf die kurze Ecke muss ein Profitorwart haben.

    Das soll alles keine Schmälerung des Willens und der Kampfbereitschaft sein, das war’s auch nicht als ich gegen Fürth betont habe, dass es v.a. unsere individuellen Fehler waren, die zu Tore geführt haben. Der Sieg ist natürlich mehr als verdient und die Mannschaft hat sich das auch erarbeitet, aber eben v.a. indem sie den Gegner zu Fehlern gezwungen hat und nicht durch systematischen Fußball.

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    • Florian Zenger,

      Mit dieser Taktik haben doch die Teams letzte Saison gegen uns gewonnen. Auf unsere Fehler warten und diese nutzen. Also haben wir doch dazugelernt.

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  • Wie ist das mit den Schwalben und dem Sommer? 😉

    Aber an sich kein Widerspruch dahingehend, dass das gegen Union sehr gut funktioniert hat.

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    • Florian Zenger,

      Ich kann mir gut vorstellen, dass sich hier mit den Neuzugängen ein entwicklungsfähiges Team gefunden hat. Jetzt noch Starck für Pinola und spannend wird die Torhüterposition.

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      • Alex:
        Florian Zenger,

        Jetzt noch Starck für Pinola und spannend wird die Torhüterposition.

        Pino hat mir auch nicht gefallen. Hoffe dass Niklas wieder die Füße auf den Boden bekommt nach dem ganzen Hype um ihn. Fußball ist erst mal arbeiten. Auf Erfolgen von gestern kann sich keiner ausruhen.

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        • Carsten67,

          So leid es mir für Pino tut, als mittelfristige Besetzung der Innenverteidigung sehe ich Stark und Petrak.

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  • Ja, bei den Standards ist alles wieder beim ganz Alten:
    Bei gegnerischen Standards droht immer höchste Gefahr, egal ob Ecken oder Freistösse und die eigenen Standards sind noch sehr verbesserungswürdig.
    Von den Einwürfen rede ich jetzt nicht mehr. Das wäre eine Wiederholung meiner alten Statements. Der x te Trainer und sogar eine komplett neue Mannschaft, tstststs.

    Hatte Pinola nicht auch in der letzten Zweitligasaison große Probleme? Damals wollte er doch auch ganz alleine den Glubb wieder in die Bundesliga bringen und verkrampfte dabei total.

    Er war mit Abstand der schlechteste Glubberer. Und bei seinem einen komischen Rettungsversuch hätte man sich über einen Elfmeterpfiff für Union nicht gewundert.

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  • Das, was ich im Kopf hatte und für mich als Wackler sich festgesetzt hatte, war als er mit der Faust drüber rutscht und der Ball zu ner weiteren Ecke rausging. Das sah so aus, als hätte er’s gar nicht erwischt. Aber ja, bei Ecken find ich ihn noch unsicherer als Schäfer (aber eigentlich auch nur, weil Schäfer einfach nicht rausgeht).

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    • Florian Zenger, Was ich meinte, da war er nicht mal annähernd dran und irrlichterte nur durch den 5er. Zum Glück war am 2. Pfosten keiner, der rankam…

      Muss eine der ersten Ecken gewesen sein.

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      • Optimist:
        Florian Zenger, Was ich meinte, da war er nicht mal annähernd dran und irrlichterte nur durch den 5er. Zum Glück war am 2. Pfosten keiner, der rankam…

        Muss eine der ersten Ecken gewesen sein.

        Stimmt , aber eine der weiteren Ecken hat weg gefaustet und das mit diesen Situationen viele Torhüter ihre Probleme haben, hat Haas auf der anderen Seite ebenso bewiesen.
        Vielleicht bin ich etwas zu blauäugig bei Rako, aber ich hatte den Eindruck als ob er beim Lattenkracher dran gewesen wäre, wäre er tiefer gekommen.

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        • Holle

          Jein. Die Hand war auf Lattenhöhe, da wo der Ball einschlug, er hat ihn vielleicht sogar noch leicht berührt.
          Wäre der Ball aber weiter rechts gekommen und tiefer, hätte er ein Problem bekommen.
          Aber wäre, hätte…
          Egal.

          Knappe 7 Euro pro Tor, die zahle ich gerne. 😀

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  • Hier wurde so oft gefordert daß Schäfer auch mal raus muß, daß dann diverse Tore verhindert worden wären.
    Rakovsky versucht das. Ich kann dabei nicht abschätzen, wie wichtig Spielpraxis für einen Torwart ist und inwieweit das dann bei seinen Mitspielern andere Möglichkeiten bietet, die Gegner zu decken.
    Im Moment würde ich an Ismael Stelle jedesmal den Torwart nehmen, von dem ich überzeugt bin, daß er am erfolgreichsten sein wird. Was Patzer in vergangenen Spielen betrifft, nehmen sich Rakovsky und Schäfer nicht viel in dieser Saison. Was ist da mit dem neuen Riesen? Ist der eine Alternative?
    Und zur Diskussion Pino oder Stark: Pinola hat natürlich die Erfahrung, die für ihn spricht. Andererseits ist für mich Petrak einer, dem ich wirklich vertraue auf der Position. Er wirkt irgendwie so als hätte er einen souveränen Überblick. Und wir hatten mit KLose und Wollscheid schon ein mal ein gut funktionierendes junges Duo in der IV. Die Frage ist, ob Pinola für die Spieleröffnung mehr leisten kann als die Petrak und Stark? Und ob der schwache LInksaußen jemand braucht, der ihn führt.

    Ich hoffe einfach, daß Ismael rational entscheidet und daß dabei die unbestrittene Tatsache, daß Pinola und Schäfer schon viel geleistet haben, Pokalhelden waren, sich 100%ig mit dem Verein identifizieren,…, keine Argumente sind, die seine Entscheidung in ihre Richtung beeinflussen.

    Im Moment können wir uns weder sentimentale Dankbarkeitsentscheidungen leisten noch unsichere Experimente.

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    • Beate60, ich weiß auch nicht, welche Rolle die Spielpraxis beim Rauslaufen spielt, aber Tatsache ist, dass der Aussetzer am Anfang war und er sich dann stabilisiert hat. Ich vermute, sein Timing wird mit Spielpraxis besser werden. Ob das dann rechtfertigt, ihn Schäfer vorzuziehen, weiß ich nicht. Es sollte halt der spielen, der im Training die Nase vorn hat, ganz einfach.

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  • Schäfer, Pinola. Erfahrung und viel geleistet für den Glubb.
    Ein Vergleich: Wenn man nach diesen Kriterien aufstellt
    dann müßte beim BVB ein S. Kehl auf dem Platz stehen.
    Tut er aber nicht, weil da ein Trainer am Werk ist der
    Verbesserung will.

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  • Ihr habt alle recht, was für die Saison die Bestzung diverser Positionen anbelangt, hier bedarf es je nach Leistung der Spieler noch einiger Umstellungen und man muss sehen wer sich wo festsetzt aber wir als Fans sind auch in einer Verantwortung und zwar gegen die Idioten von der BDA ! Es gab ja schon wieder Ärger … Wir haben jetzt einige Spiele nicht toll gespielt OK ich war auch sauer das ist das Eine aber das Andere ist die machen das Ansehen von uns in der Liga bald unerträglich …. Oder wie seht ihr das? Hier sehe ich sowohl die normalen richtigen Fans und auch den FCN als Verein in der Verantwortung denen endlich konsequent entgegen zu zutreten !!

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  • Zur Diskussion Schäfer oder Rakovsky, hier meine Einschätzung:
    Schäfer ist sicher der Erfahrenere, mit Vorteilen bei Eins-zu-Eins-Situationen aber der bekannten Schwäche der nicht vorhandenen Strafraumbeherrschung.
    Diese kann jedoch durch unsere Innen- und Außenverteidiger nicht kompensiert werden, da bei der Mannschaftszusammenstellung viel zu wenig die Körpergröße dieses Mannschaftsteiles berücksichtigt wurde.
    Daher: Bei jeder gegnerischen Flanke, gegnerischen Eckbällen brennt es dann lichterloh in unserem Strafraum, weil wir den gegnerischen Angreifern in Punkto Lufthoheit hoffnungslos unterlegen sind.
    Hier sehe ich deshalb den Vorteil von Rakovky, der versucht durch seine Spielweise diesen Nachteil wenigsten einigermaßen auszugleichen.

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    • Realist: Bei jeder gegnerischen Flanke, gegnerischen Eckbällen brennt es dann lichterloh in unserem Strafraum, weil wir den gegnerischen Angreifern in Punkto Lufthoheit hoffnungslos unterlegen sind.
      Hier sehe ich deshalb den Vorteil von Rakovky, der versucht durch seine Spielweise diesen Nachteil wenigsten einigermaßen auszugleichen.

      wer es nicht versucht, kann nicht versagen 😉

      Spaß beiseite. Das muss auch gelingen, sonst ist das Risiko größer als beim Drinbleiben. Da sah ich aber noch einige Wackler. Vielleicht bringt es die Spielpraxis…

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  • Nachtrag zu den Noten:

    unsere Ex-Stars, da wurden überhaupt nur 4 Spieler lang genug eingesetzt (1. Spieltag lt. Kicker):

    Feulner: 4
    Hasebe: 4
    Kiyotake: 4
    Frantz: 4,5

    Sieht nicht nach großem Verlust aus 😉

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      • jonas,

        bei Feulner verstehe ich es auch nicht: will er lieber noch mal absteigen, als wieder aufsteigen? :mrgreen:

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      • jonas:
        Optimist,

        tja und trotzdem spielen die wie der HSV in der 1.Liga und wir nicht…..

        Und verdienen weiterhin erstklassig!!!

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        • block4,

          naja, ich wär mir nicht so sicher ob die in Augsburg oder Hannover wirklich soooo viel bekommen (verdienen tuns die alle nicht 😉 )

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  • Mal eine Frage an die Statistiker:

    Wo finde ich denn die Laufleistung zu jedem einzelnen Spieler? In der 2. Liga ist das Datenangebot ziemlich dünn….

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      • Alex,

        ja, für die erste Liga. In der 2. Liga ist das aber abgespeckt und ohne Laufleistung.

        Auch der Kicker hat Detailauswertungen nur für die 1. Liga. Deshalb frage ich ja, weil das was ich kenne nichts mehr hergibt…

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    • Optimist
      Wo finde ich denn die Laufleistung zu jedem einzelnen Spieler? In der 2. Liga ist das Datenangebot ziemlich dünn….

      Öffentlich zugängliches Tracking hab ich für die Zweite Liga noch nicht gefunden. Ansonsten benutz ich zum Nachschauen ne Mischung aus Bundesliga und Bild.

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  • Die Transferfrist läuft gleich aus. Ist bekannt, wen der Club noch verpflichten wird?

    M.E. muss er noch Verstärkungen holen, sollte es mit dem Aufstieg tatsächlich diese Saison noch klappen.

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    • block4:
      Die Transferfrist läuft gleich aus. Ist bekannt, wen der Club noch verpflichten wird?

      M.E. muss er noch Verstärkungen holen, sollte es mit dem Aufstieg tatsächlich diese Saison noch klappen.

      Das Gerücht um Rosenthal (Eintracht Frankfurt) hast du schon gelesen ? Mölders will ja lieber auf der Augsburger Bank schmoren.
      Ansonsten rechne ich wieder mit einer Überraschung 😉

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  • Aus aktuellem Anlass:

    Mann, ich könnte schon wieder kotzen: die Freiburger Schauspielschule hat wieder einen Elfer rausgeholt, Marke „Einladung angenommen“. Zum Glück hat Mehmedi Sinn für Gerechtigkeit und hat das Ding über die Latte gesemmelt! 😀

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    • Optimist:
      Aus aktuellem Anlass:

      Mann, ich könnte schon wieder kotzen: die Freiburger Schauspielschule hat wieder einen Elfer rausgeholt, Marke “Einladung angenommen”. Zum Glück hat Mehmedi Sinn für Gerechtigkeit und hat das Ding über die Latte gesemmelt!

      Dafür ist das Freiburger Freilichtspiel-Ensemble doch bekannt. Wenn man es fußballerisch auf die legale Art nicht hinbekommt, werden eben betrügerische Mittel eingesetzt. Außerdem ist der Schauspielermarkt zum großen Teil noch unerforscht vom Fußballmarkt. Da ergibt sich nochmal ein ganz neues Potenzial, sich zu verstärken.

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  • Am krassesten fand ich das 0:3 von Paderborn in Hamburg. Was haben die nicht alles angeschoben nach der letzten Saison und die Mannschaft startet zuhause wieder mit genau der gleichen Lustlosigkeit. Vielleicht hat sie der eine Punkt in Köln schon satt gemacht 🙂

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  • Mal was anderes.
    Ich finde es klasse, dass Kagawa nun wieder in der Bundesliga zu sehen gibt!

    Kagawa – nicht zu verwechseln mit dem Billig-Plagiat aus Fernost names Kiyotake.

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  • Rosenthal bleibt laut Kicker in Frankfurt, Mölders in Augsburg. Bader meinte heute früh, man habe noch ein, zwei Ideen in der Offensive, aber kann nicht garantieren, dass noch was passiert.

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