Die Task Force der Vereinsretter

So sieht man sich wieder… Im Faninterview die Fußballkultour aus Braunschweig

Braunschweig, das war der designierte Absteiger des vergangenen Jahres. Und so kam es dann auch. Der Club rechnete sich beim letzten Zusammentreffen daher auch was aus in der „Höhle der Löwen„, am Ende blieb trotz Punktgewinn die nackte Erkenntnis: „So steigen wir ab.„. Und so kam es dann auch.

Was dazwischen passierte, ist längst Geschichte. In Braunschweig wie in Nürnberg. Die Wege allerdings hätten unterschiedlicher kaum sein können. Während man auf der einen Seite (an der Noris) quasi in seine Einzelteile zerfiel, alles auf den Kopf stellte, zerschlug und nun dabei ist wieder alles zusammenzusetzen, passierte in Braunschweig genau genommen … nix. Gut, Abgänge wie die eines Bellarabi spürte man sicher, doch war der eh nur geliehen. Im Wesentlichen blieb Mannschaft nebst Trainer aber unverändert. Könnte man also boshaft sagen: Beweis erbracht! Egal wie man es macht, es kommt wie es kommt. Beide Teams starteten schlecht in der Liga, beide Teams hoffen, dass man nun die Kurve gekriegt, in die Spur zurückkam, den Bock umgestoßen hat – oder was man eben sonst im Fußball-Jargon so aufzubieten hat, wenn es mal wieder nicht laufen wollte wie es sollte.

Fußballkultour im Interview-Revival

FussballkultourLange Rede kurzer Sinn, könnte man sagen, das täte unserem Interview-Format aber sicher nicht Genüge. Wir wollen lange reden, miteinander! Und über Themen, die nicht zwangsläufig nur auf dem Platz beantwortet werden können, denn sportlich – da dürfte man sich einig sein – kann man im Grunde überhaupt nichts vorhersagen in dieser 2. Liga. Jedenfalls bisher. Und so sprachen wir mit Stefan von Fußballkultour eben auch nur am Rande über den Fußball am Montagabend. Wir wollten vielmehr wissen, wie sich das so anfühlte in Braunschweig, als es wieder runter ging, warum man in der 67ten Minute immer singt, wie man damit umgeht, wenn ‚einer wie Bellarabi‘ mal entdeckt wurde, verkauft, zurückgeliehen, und dann bei einem Werksclub die Meriten einfährt. Kurzum: Wir wollten wissen, wie es den Fankollegen in Braunschweig gerade so geht – und warum man sich vor der Task Force der Vereinsretter unbedingt hüten sollte, auch wenn sie Geschenke bringen. Viel Vergnügen mit der hoffentlich kurzweiligen Lektüre.

[Clubfans United] Hallo Stefan, so sieht man sich also wieder – eine Etage tiefer… Vor knapp nem Jahr unterhielten wir uns noch auf Augenhöhe, jetzt sind wir gemeinsam eher so knietief. Wie fühlt es sich so an für euch, die 2. Liga. „Coming home“ – oder hat man jetzt Blut geleckt und will einfach nur wieder hoch?

[fussballkultour] „Hallo Alexander, zunächst mal: Schön, dass wir wieder das Vergnügen haben, uns mit Clubfans United auszutauschen – und sei es auch „nur“ in der 2. Liga. Gerne würde ich sagen, dass es sich wie nach Hause kommen anfühlt, ein wenig ist es wohl auch so. Aber ich habe in meinem Fandasein doch mehr Dritt- als Zweitligajahre gesehen, von daher ist es gerade völlig in Ordnung in dieser Spielklasse. Und sicher gibt es die Hoffnung, eine gute Rolle in dieser Saison zu spielen, aber um jeden Preis sofort wieder hoch will hier denke ich kaum jemand.“

[Clubfans United] Abgestiegen, schlecht in die Saison gekommen – aber aus Braunschweig hörte man nix. Fragten sich unsere Facebook-Leser: Woran liegt es, dass man bei euch so cool bleibt. Sind die Erwartungen nicht so hoch? Oder täuscht der Eindruck schlichtweg?

„Also in Braunschweig hat man schon was gehört, weniger wegen des Abstiegs, mit dem alle rechnen mussten, aber einige zeigten sich doch enttäuscht, dass man als Absteiger nicht von vornherein die Tabellenspitze übernehmen und die Liga dominieren konnte. Zum Glück nur einige, die absolute Mehrheit der Fans hat sich in den letzten Jahren von unrealistischen Erwartungen verabschieden können, den unaufgeregten und nachhaltigen Weg der Vereinsführung verstanden und geht ihn mit. Das war auch mal anders, aber die Zeiten der Hau-ruck-Aktionen und des Millionenversenkens haben zu einem Lerneffekt auf beiden Seiten geführt – bei Verein und Fans. Insofern stand der Trainer auch nach dem misslungenen Saisonstart nicht zur Debatte, auch wenn einige Hobbymanager in den Foren und im Stadion versucht haben, entsprechende Stimmung zu machen. Für die bundesweite Presse dürfte dieser leise Wellenschlag aber nicht interessant genug gewesen sein.“

[Clubfans United] Die Eintracht hat mit 5 Siegen in Folge das Momentum auf seiner Seite – richtig drüber gesprochen wird aber nicht in den Medien, da geht es um RB Leipzig, Fortuna oder FCK und man feiert eher Darmstadt und Heidenheim. Schon in der Bundesliga beklagte Lieberknecht ja die fehlende mediale Wertschätzung. Geht das nun in der 2. Liga so weiter?

„Es bessert sich allmählich, denke ich. Natürlich sind die Mannschaften die vorne stehen und/oder mit Frische überraschen medial interessanter als ein Absteiger, der nicht groß den Kader verändert hat und zunächst wenige Erfolgserlebnisse vorzeigen kann. Wenn dann das Umfeld auch noch ruhig ist, worüber soll man dann schon berichten? Der momentane Aufschwung wird aber schon wahrgenommen und auch in den Spielkommentaren ist das meiste nicht mehr nur Glück oder Unvermögen des Gegners wenn dem BTSV mal was gelingt, das war eine Zeit lang richtig nervig.“

[Clubfans United] Bei euch gibt es ja so ne schöne Sitte, dass immer in der 67. Minute die Fans die Stimme erheben. Das müsst ihr mal unseren Lesern erklären, was es damit auf sich hat. Und wer auf die Idee kam?!

„Soweit ich weiß zog dieses Ritual aus dem Ultra-Block seine Kreise fast durchs gesamte Stadionrund. Hintergrund ist die bislang einzige Deutsche Meisterschaft von Eintracht Braunschweig aus dem Jahre – wer weiß es? – 1967. Die kam genauso überraschend für Fußballdeutschland wie der Bundesligaaufstieg 2013 und beruhte ebenfalls nur auf einer mannschaftlichen Geschlossenheit ohne Stars und Hacke-Spitze-1-2-3. Insofern wird seit einiger Zeit dieses sensationellen Erfolges gedacht, auch wenn andere nicht verstehen können, warum man so eine olle Kamelle abfeiert. Ist halt so ein Traditionsverein-Ding.“

[Clubfans United] Letztes Jahr kickte bei euch ja ein talentierter Leihspieler namens Bellarabi, den aber kaum einer kannte. Jetzt ist der Junge Nationalspieler und jeder staunt über den Leverkusener. Hattet ihr den schon im Blick, dass der so ein richtig richtig Guter werden würde?

„Karim Bellarabi wurde ja quasi von Lieberknecht, damals noch U-19 Trainer, aus Oberneuland (Bremen) nach Braunschweig geholt und „geformt“. Von der U23 stieß er dann 2009 zum damaligen Drittligateam, avancierte völlig zurecht schnell zum Stammspieler und brillierte zusammen mit Kumbela in der Saison 2010/11, die mit dem Aufstieg in Liga 2 sowie mit Bellarabis Wechsel in die Bundesliga endete. Ähnliches hatte Lieberknecht immer prophezeit, auch wenn es öfter mal kleine Reibereien gab. In Leverkusen hatte „Bella“ zunächst einen schweren Stand trotz schöner Tore gegen Bayern und Barcelona, sodass zur Folgesaison besagte Ausleihe zurück nach Braunschweig zustande kam. Da hatte er ja auch starke Momente, aber hätte er in der Zeit so gespielt wie jetzt, hätte Eintracht sicher die Klasse halten können. Er hat die Chance unter Bayer-Neutrainer Schmidt sehr gut genutzt.“

[Clubfans United] Der Club aus Nürnberg hat seinen ganzen Kader davongejagt bzw. musste ihn ziehen lassen, dann quasi runderneuert und mit Ismael nen jungen Trainer engagiert. Als das nicht gleich klappte, jagte man den Trainer vom Hof und spricht schon wieder über Transfers zum Winter, wo man auch gleich wieder einige aussortieren will. Wundert man sich da so aus der Ferne?

„Was heißt wundern… man ist vielleicht eher froh, dass es beim BTSV mit Kontinuität jetzt auch wieder läuft. Das Prozedere beim Club, so oberflächlich wie es in Braunschweig über die Medien ankommt, ist ja nun nicht unüblich im schnelllebigen Profifußball, und sollte die Mannschaft unter Weiler weiter die Ergebnisse bringen würde man aus der Ferne sicher zu dem Schluss kommen, dass man rechtzeitig das Ruder herumreißen konnte. Aber ein klein wenig erinnert es doch auch an die Katastrophensaison der Eintracht 2005/06, in der insgesamt fünf Trainer verpflichtet und zur Winterpause 11 neue Spieler durch eine von geldschweren, selbsternannten Vereinsrettern gegründete Task Force verpflichtet wurden. Nur hier stimmten die Ergebnisse auch weiterhin nicht und der Abstieg in Liga 3 war die Folge. So eine Spielzeit wünscht man keinem, aber der Lerneffekt war da, wie man heute sehen kann.“

[Clubfans United] Viele unserer Interviewgäste in Liga 2 lassen durchaus anklingen, dass man über kurz oder lang eigentlich in Liga 2 ganz gut aufgehoben ist, wenn man ein Freund von Fankultur ist. Keine Retortenclubs (wenn RB und Ingolstadt dann mal auch noch weg sind), keine Übermannschaften, keine Sponsoren-Klatschpappen (*hust*), keine Finanzjongleure – einfach Tradition, Fans, viele kleine Stadien mit dem Geruch nach Bratwurst und viele Geschichten – wie am Böllenfalltor, der alten Försterei oder eben das Eintracht-Stadion. Muss man sich vielleicht irgendwann entscheiden, was man denn möchte? Als Verein wie auch als Fan. Fußball-Romantik oder Spitzensport?

„Also ganz ernsthaft, wenn RB und der FCI aufsteigen und dafür Stuttgart, Bremen oder Hamburg runterkämen, könnte mich nur noch ganz, ganz wenig für die Bundesliga begeistern. Mal so ein Abstecher wie letzte Saison okay, aber mehr muss dann auch nicht sein, dazu haben mich viele Auswärtsfahrten auch ganz einfach abgetörnt. Wenn 50+1 fällt, sehe ich den Fan sowieso als größten Verlierer ohne große Entscheidungsmöglichkeiten, da gibt es ja die schrecklichsten Beispiele aus England. Aber auch so denke ich, dass Fans als erste auf der Strecke bleiben wenn dieser Spagat zwischen Tradition und Moderne nicht mehr gehalten werden kann. Man kann natürlich den Verein wechseln, aber das ist eigentlich undenkbar. Und doch passiert es, siehe United of Manchester, die gegen den Milliardär Glazer am Steuer von ManU protestierten, kurzerhand ihren eigenen Verein gründeten und jetzt kurz vor der Fertigstellung ihres eigenen Stadions stehen, oder aktuell in Hamburg beim HFC Falke, der aus Enttäuschung darüber, dass die HSV-Fans sich zugunsten der Kapitalisierung selbst entmachteten, gegründet wurde und nächste Saison den Spielbetrieb in der untersten Klasse aufnehmen wird. Diese Problematik wird zunehmen, gespannt bin ich ob der Fußball sich da selbst maßvoll regulieren kann.“

[Clubfans United] Wie bereits erwähnt: Ihr habt nen richtigen Lauf. Der Club kommt dafür mit dem Schwung eines Trainerwechsels und mit dem Rückenwind eines Siegs gegen Ingolstadt. Was darf man sich denn für ein Spiel erwarten? Und mit welchem Ausgang? Überwiegt das Gefühl der Stärke oder die Vorahnung, warum man ausgerechnet jetzt gegen den Club spielen muss?

„Ich möchte eigentlich nur nicht wieder so ein Drama wie in Nürnberg zuletzt erleben. Mittlerweile haben die Jungs spielerisch zueinander gefunden und die Heimstärke kehrte zurück – die Defensive war zuletzt gut drauf und vorne werden nun auch Tore gemacht. Ich denke dass Eintracht versuchen wird, mit viel Ballbesitz das Spiel zu bestimmen und sich Chancen zu erarbeiten, ohne zu weit zu öffnen. Demnach würde mich ein Geduldspiel mit knappem Ausgang (natürlich hoffentlich für Blau-Gelb) nicht wundern. Es wird einiges davon abhängen, wer in Führung geht. Dass Eintracht mal wieder gegen ein Team spielt, das kurz zuvor den Trainer gewechselt hat, ist fast schon Routine. Allein diese Saison war das schon gegen St. Pauli, 1860 und Aue der Fall. Hauptsache es wird unterhaltsam.“

[Clubfans United] Ach ja, die DFL überlegt ja, auch den Montag der Bundesliga zu widmen. Spielt die 2. Liga dann zukünftig Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ab 13:45 Uhr und die Amateurklassen am besten morgens zwischen 7 und 9?

„Eine furchtbare Entwicklung, mir reichen schon die 17.30 Uhr Spiele am Dienstag, wobei es montags auch nicht besser ist – für Auswärtsfans jedenfalls. Irgendwer muss da doch mal „Stop“ sagen können – und vor allem wollen. Womit wir wieder beim Geld wären…“

[Clubfans United] Wir danken mal wieder für das freundliche Interview. Unserem Gast gebührt wie gewohnt das letzte Wort: Dein Wort zum Sonntag?

„Der Dank liegt ganz bei uns, ich finde solch einen Austausch super. Nicht zuletzt, weil ich von euren Lesern ja bestens hinsichtlich der letzten Auswärtsfahrt nach Nürnberg beraten worden bin – sowohl kulinarisch als auch touristisch. Zum Rückspiel gibt es noch weitere Punkte auf der Liste… Uns allen zunächst ein schönes Spiel und eine erfolgreiche Saison! Und möge uns der Spaß und die Leidenschaft am Fußball so schnell nicht verleiden.“

Das Interview führte Alexander Endl [Clubfans United] mit Stefan Sauer [Fußballkultour] am 26./27.11.2014 via E-Mail.

38 Gedanken zu „Die Task Force der Vereinsretter

  • Dann mach ich halt mal den Anfang: Sehr schönes Interview wieder, mit sehr symphatischem Gäste-Fan! Das schicke ich gleich mal an einen Cousin, der in Köln lebt und als gebürtiger Braunschweiger den FCN-Auswärtssieg bestimmt mit rheinischer Gelassenheit aufnehmen wird!

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  • Echt ein kluger und sympathischer Interviewpartner. Vielleicht ist der wahre Fußball in Liga 2 wirklich besser aufgehoben.

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  • OT Mal ein kleines Lob: Büroartikel werden künftig nach Nachhaltigkeitskriterien gekauft. Gut für den Klimaschutz, auch wenn die Erderwärmung wohl sowieso nicht mehr zu stoppen ist.
    Kleine Einschränkung: sind Papptischkicker wirklich nachhaltig? Wären da Holztischkicker nicht die nachhaltigere Lösung?

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    • Beate60:
      OT Mal ein kleines Lob: Büroartikel werden künftig nach Nachhaltigkeitskriterien gekauft. Gut für den Klimaschutz, auch wenn die Erderwärmung wohl sowieso nicht mehr zu stoppen ist.
      Kleine Einschränkung: sind Papptischkicker wirklich nachhaltig? Wären da Holztischkicker nicht die nachhaltigere Lösung?

      Finde ich auch richtig gut! Jetzt sollten sie sich mit der Betreibergesellschaft des Stadions zusammensetzen, um eine Alternative zu den Plastikbechern finden.

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      • Alex,

        Ich glaub, das darf weder der Verein noch die Betreibergesellschaft fürs Stadion entscheiden.

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        • Beate60:
          Alex,

          Ich glaub, das darf weder der Verein noch die Betreibergesellschaft fürs Stadion entscheiden.

          Ich bekomme die Plastikmüllberge am nächsten Tag mit, wenn ich in meinen Garten gehe. es. Ganz schlimm, wieviel Erdölprodukte da rumliegen. In anderen Stadien habe ich schon Pfandsysteme gesehen. Es müsste doch möglich sein, wiederverwendbare stabile Plastikbecher zu verwenden und darauf 1 Euro Pfand zu erheben,

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          • Alex,

            Die sind vermutlich gefährlichere Wurfgeschosse. Ob da 1 EUR reicht, um das zu verhindern, sie dafür zu mißbrauchen?

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            • Beate60,

              In Karlsruhe hat das augenscheinlich gut geklappt. Waren verstärkte Plastikbecher und bei dem Geiz der Franken wird da kein einziger mehr rumliegen, wenn Pfand drauf ist 🙂

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            • Beate60:
              Alex,

              Die sind vermutlich gefährlichere Wurfgeschosse. Ob da 1 EUR reicht, um das zu verhindern, sie dafür zu mißbrauchen?

              Zum Thema Franken und Geld habe ich letzte bei dem Winhändler meines Vertrauens ein bezeichnendes Gespräch gehört:
              „Guten Tag, sie würden mir empfohlen, wenn ich einen guten Wein brauche“
              „An was haben Sie denn gedacht?“
              “ Na ja, an einen Wein für maximal acht Euro“

              Das erlebt man glaube ich nur hier

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      • OT
        Alex,

        Da muss ich mich gar nicht so sehr zusammenreißen, Bei uns gibt es guten Wein ab € 5,00 ;-). Und am Ende freue ich mich über jeden Weinfreund der seine Schwellenangst überwindet und den Weg in den Fachhandel findet.

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        • Armin Busch:
          OT
          Alex,

          Da muss ich mich gar nicht so sehr zusammenreißen, Bei uns gibt es guten Wein ab € 5,00 ;-). Und am Ende freue ich mich über jeden Weinfreund der seine Schwellenangst überwindet und den Weg in den Fachhandel findet.

          Wenn ich wieder in FFM bin, Räume ich mir endlich mal Zeit ein, um vorbeizusehen. Ihr liefert ja bestimmt auch per DHL aus, Winkisten im ICE sind ja eher unpraktisch

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          • Alex,

            Spätestens am 08.02. sollte es klappen, dass wir uns sehen. Ich sitze zwar auf der Haupttribüne, aber am Bornheimer Hang ist es ja sehr familiär, da sollte die Trennung zwische Heim und Gästen nicht so konsequent sein. Ihr seid ja sicher im FCN-Block?

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  • Bei Wein kann ich nicht mitreden, da ich lieber die (ober)fränkische Bierkultur genieße. ;))

    Die Aussage, dass Braunschweig das Spiel machen wird lässt hoffen, denn damit kommt der Club besser zurecht. Insofern erwarte ich einen effektiven Konterfussball vom Club. Vielleicht gelingt es ja auch mal sich nach dem Konter und einem Führungstor in eine sicher stehende Abwehr zurückzuziehen und auf die sich ergebenden Chancen zu warten, bzw. diese zu nutzen. Hovland und Rakovsky könnten da wieder eine gute Rolle spielen. Und auch auf Schöpf setze ich da.

    Die Idee mit der 67.Minute könnte im Nürnberger Stadion aufgenommen werden. So ein ritualisierter Stimmungsanreiz ab der 68.Minute, in Erinnerung an die letzte Deutsche Meisterschaft 1968 könnte die oft abwartende Stimmung im Stadion – außerhalb der Nordkurve – etwas auf Trab bringen. Bei Rapid Wien, die doch eine Fanfreundschaft mit den Ultras haben, wird soweit mir bekannt, doch auch immer in den letzten 15 Minuten voll Stimmung gemacht! (warum auch immer)

    Die Bilder von den früheren Erfolgen werden doch immer wieder eingeblendet. So könnte man doch das traditionelle Feeling während des Spiels – ab der 68.Minute – auf die Ränge transportieren.

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    • Heribert,

      Die Ultras geben doch immer in der 60. Minute ihren kleinen Buben zum Besten. Erezugt halt nicht so einen Stimmungsruck, da eher sentimental.

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  • Gewohnt interessantes Interview, wenn Braunschweig versucht das Spiel zu machen mit viel Ballbesitz, ist für eine Heimmannschaft auch naheliegend, dann können sie dem Club aber fast keinen größeren Gefallen tun. Mannschaften die selber spielen sind eigentlich die einzigen Mannschaften, die uns bislang diese Saison liegen.

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      • dday:
        Alex,

        Schließe mich deiner Meinung an!

        Ich auch! Nicht nur, aber vor allem wegen dem wunderbaren Schlusswort!

        Noch schöner wird es, wenn Alexanders Spieltipp eintrifft und wir uns morgen diesen Spieltag vergolden…

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  • Offenbar kann man alle, die heute nicht im Kader sind und nicht verletzt oder gesperrt als potentielle Kaderkandidaten ausschließen. Anders ist Weilers Aussage, er wolle keinen mitnehmen, von dem er wisse, daß er sowieso nicht zum Einsatz kommt, wohl nicht zu interpretieren. D.h. wenn ich richtig rechne haben wir inklusive Blum, Petrak und Pinola sowie Radlinger als 3. Torwart aktiell 21 Spieler im Kader. Ich bin gespannt, wann wir die ersten Neuverpflichtungen konstatieren dürfen, die den Kader nicht nur quantitativ, sondern qualitativ verstärken.

    Und zu Alexanders Interview: Ja, es ist gut. Woran ich mich aber stör, ist, daß er nicht deutlich genug anspricht, daß diese Illusionen, die er für die vergangene saison konstatiert vor allem verantwortliche Entscheidungsträger gepflegt und womöglich sogar für Realität gehalten haben.
    Bei den Fans war relativ schnell auch die Bereitschaft da, im Fall eines Abstiegs mit einem kompetenten Trainer einen Neuaufbau als Alternative zu akzeptieren.

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    • Beate60:

      Bei den Fans war relativ schnell auch die Bereitschaft da, im Fall eines Abstiegs mit einem kompetenten Trainer einen Neuaufbau als Alternative zu akzeptieren.

      Da sprichst du aber nur für einen Teil der Fans (Minderheit?). Zumindest wenn du damit einen evtl. mehrere Jahre dauernden Neuaufbau meinst.

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    • Beate60: Bei den Fans war relativ schnell auch die Bereitschaft da, im Fall eines Abstiegs mit einem kompetenten Trainer einen Neuaufbau als Alternative zu akzeptieren.

      Mit „bei den Fans“ hab ich so meine Probleme, denn die sind, wie auch schon von block4 und christian-berlin angemerkt, viel zu heterogen als eine einheitliche Stimmung da auszumachen. Daher war die Einschätzung vor allem einmal subjektiv, auch wenn ich das nicht bei jeder Antwort dort nochmals ausdrücklich betont habe (bei manchen habe ich … aus Gründen).

      Und ob Bereitschaft oder nicht da war – was wären denn die Alternative gewesen? Abgestiegen sind wir ja so oder so. Ob bereit oder nicht…
      Der Knackpunkt ist und bleibt die Frage, ob die Mehrheit der Fans mit Verbeek mitgegangen wäre. Wobei sich da natürlich rückblickend doppelt hypothetisch fragen lässt, ob man mit Verbeek abgestiegen wäre – bei Prinzen ist die Frage ja beantwortet und schlechter hätte es auch nicht werden können.
      Ich für meinen Teil war wirklich sehr lange bereit mit Verbeek zu gehen. Trotz Niederlagenserie, trotz Sturheit, trotz Widerstände – wäre da nicht das Spiel gegen Leverkusen gewesen, da war für mich auf einmal klar: Die Mannschaft braucht einen Impuls. Und da Verbeek diesen nicht zu setzen bereit war, wie man mittlerweile einvernehmlich bestätigt bekam, er selbst keinen Anlass sah sich den Problemen durch Kurswechsel zu stellen (im Gegenteil wurde die gemeinsame Kurskorrektur gegen Bayer zu Halbzeit sogar revidiert mit fatalen Folgen), blieb doch kaum noch eine andere Wahl.

      Nur mal hypothetisch: Verbeek wäre nicht entlassen worden, hätte so weitergespielt, hätte die Saison mit 3 weiteren Niederlagen (dann 12 am Stück?) beendet, mit welchem Standing geht man dann in Sommerpause und Vorbereitung? Wie groß wäre der Kredit (auch bei der Fanbasis!) gewesen, wenn dann so ein Stolperstart wie er jetzt ja kam in Liga 2 (bei so vielen Transfers, die auch Verbeek nicht hätte verhindern können) eingetreten wäre? An Verbeeks System scheiterten ja vor allem die Spieler der „2. Reihe“ mangels Qualität, aktuell hat man ja noch weniger Qualität im Kader, kein Hasebe, kein Ginczek, kein Drmic etc. Aber das nur am Rande. Verbeek wäre über kurz oder lang an der Hypothek des Abstiegs gescheitert, außer er hätte einen Traumstart hingelegt, aber daran fehlt uns wohl bei dem Kader und dem Umbruch derzeit allen der Glaube – trainiere wer da wolle. Weiler kann nun wenigstens auf ein paar Monate mehr aufsetzen, in denen der Kader sich kennen lernte.

      Daher: Lassen wir die Person Verbeek mal außen vor (das wird immer umstritten sein) – mit einem „Abstiegstrainer“ gehen die wenigsten Vereine in Liga 2. Außer vielleicht der Abstiegstrainer war auch der Aufstiegstrainer, aber auch da müssen die meisten ihre Sachen packen, damit die Vorstände sagen können: „Wir haben wirklich alles versucht!“ Sogar Klopp würde man feuern in Dortmund, wenn man 5 Spieltage vor Schluss immer noch da unten stünde – Verdienste hin oder her.

      Ich glaube also nicht, dass die Mehrheit der Fans, ja sogar nicht mal eine große Zahl wirklich mitgegangen wäre. Nicht nach 9 Niederlagen in Folge, nicht nach immer deutlich werdenden Spannungen in der Mannschaft, nicht nach Leverkusen.

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      • Alexander Endl – Clubfans United: Weiler kann nun wenigstens auf ein paar Monate mehr aufsetzen, in denen der Kader sich kennen lernte.

        und Weiler profitiert von den harten Maßnahmen von VI. So konnte er den Torwartwechsel besätigen und hat Schäfer dabei sogar noch den Eindruck vermittelt, ihm etwas Gutes zu tun. Da kann man sich wirklich bei VI bedanken, er hat diese Baustelle im Vorgriff erheblich entschärft, so dass sie jetzt nicht als Hypothek durch die Saison geschleppt werden muss 😉

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        • Optimist: und Weiler profitiert von den harten Maßnahmen von VI. So konnte er den Torwartwechsel besätigen und hat Schäfer dabei sogar noch den Eindruck vermittelt, ihm etwas Gutes zu tun. Da kann man sich wirklich bei VI bedanken, er hat diese Baustelle im Vorgriff erheblich entschärft, so dass sie jetzt nicht als Hypothek durch die Saison geschleppt werden muss ;-)

          Korrekt. Und VI musste auch erstmal auf die Nase fallen bis alle sahen, dass der Kader für die Ansprüche wirklich zu schwach war. Candeias und Celustka kamen ja auch erst nachträglich.

          Oder – Hypothese – Weiler war deswegen auch nicht die 1. Wahl im Sommer, weil er von Anfang an sagte, dass er mit dem Kader nicht oben mitspielen werden wird.

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      • Alexander Endl – Clubfans United: Mit “bei den Fans” hab ich so meine Probleme, denn die sind, wie auch schon von block4 und christian-berlin angemerkt, viel zu heterogen als eine einheitliche Stimmung da auszumachen.

        Ich glaube also nicht, dass die Mehrheit der Fans, ja sogar nicht mal eine große Zahl wirklich mitgegangen wäre. Nicht nach 9 Niederlagen in Folge, nicht nach immer deutlich werdenden Spannungen in der Mannschaft, nicht nach Leverkusen.

        Dem kann ich nichts mehr anfügen, außer volle Zustimmung!

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  • Natürlich wäre die Bereitschaft bei einem Teil der Fans da gewesen (ich zähle mich zu dem Teil)- peinlicher bzw. Saftloser kann man nicht absteigen.
    Aber das ist Geschichte.
    Heute zählt Heute
    Bin mal gespannt ob der Auftritt so herzerwärmend wird ,das man die Kälte vergisst!

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  • Bei einer Niederlage heute gebe ich die letzte Aufstiegsträumerei auf…!Sollten wir aber in Braunschweig gewinnen ist doch noch was drin…auch wenn es mehr Hoffnung denn Glaube ist ! 🙂
    Mit einem unentschieden rechne ich eher nicht,könnte aber je nach Spielverlauf damit leben…

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  • Ich vermute mal bei Ismael war es der bekannte Name, den man in der turbulenten Zeit nach dem Abstieg besser präsentieren konnte.

    Der Name fand ja auch bei mir wohlgefallen, aber Weiler profitiert wie Alexander schreibt jetzt natürlich sehr von Ismaels unschönen Erfahrungen und vor allem der Korrektur des Saisonziels.

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  • Verbeek kann man sich jetzt in der kalten Jahreszeit gut bei einem wärmenden Holzscheit Feuer vor seiner fertig gewordenen Blockhütte (Zeit hatte er ja und Geld für Holz) vorstellen 🙂 vielleicht paßt diese Welt auch besser zu ihm.

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  • Hypothesen der Vergangenheit-ein Sieg hätte ja gereicht…und ein vorhandener Trainer hätte eventuell die Kaderumstellungen auch anders begleitet als kein Trainer…
    Egal
    Egal in welcher Liga die ein oder zwei mal pro Saison bei denen ich den Club 90 Minuten vor mir spielen sehen sind mir so oder so die Liebsten-deshalb auf gehts nach Braunschweig

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