Die Club-Chronik für die KW 9

 

Zu der an Geschichten reichen Geschichte des 1. FC Nürnberg gehört auch ein Spiel aus den Neunziger Jahren, in dem der Club einen Ausländer zu viel auf dem Platz hatte. Folgerichtig musste die gewonnene Partie für den Gegner gewertet werden. Wir erinnern daran.

 

Am 23. Februar vor 30 Jahren (23.2.1985):
Der Club gewinnt ein Nachholspiel vom 23. Spieltag der 2. Bundesliga beim MSV Duisburg mit 3:1.

Der Club musste als Tabellensechster zum Tabellen-17. nach Duisburg reisen.

Die Aufstellungen:
Duisburg: Macherey, Kettler (46. Hammerschlag), Struckmann, Schacht, Lay, Kaul, Voßnacke (46. Schlipper), Notthoff, Steininger, Dubski, V. Abramczik (Trainer: Zacarias)
Club: Heider, N. Wagner, H.-J. Brunner (46. Gulden), Nitsche, R. Geyer, Dorfner, Lieberwirth, Grahammer, T. Brunner, F. Klaus (70. Fuhl), Eckstein (Trainer: Höher)

Die Tore:
0:1 T. Brunner (18., EM)
0:2 Eckstein (36.)
1:2 Notthoff (69.)
1:3 Eckstein (70.)

Zuschauer: 5.000
Schiedsrichter: Bodo Kriegelstein

Der Club konnte sich auf Rang 5 verbessern, Duisburg blieb auf Platz 17.

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Am 25. Februar vor 20 Jahren (25.2.1995):
Der Club gewinnt am 19. Spieltag der 2. Bundesliga gegen den SV Meppen mit 2:0. Das Spiel wird aber mit einem 2:0-Sieg für Meppen gewertet.

Der Club empfing als Tabellen-15. den Tabellensechsten aus Meppen.

Die Aufstellungen:
Club: Bräutigam, Zietsch, Kubik, Eichin, L. Braun, T. Brunner, Golke (58. Bustos), Böhme, Wiesinger, Oechler (81. Hintermaier), A. Gunnlaugsson (Trainer: Sebert)
Meppen: Brasas, A. Helmer, Deters, Vorholt, Szewczyk, Schulte (46. B. Winter), Marell, Böttche, Myyry, Thoben, Bujan (58. Rauffmann) (Trainer: Ehrmanntraut)

Die Tore:
1:0 Eichin (16.)
2:0 Zietsch (69.)

Zuschauer: 13.200
Schiedsrichter: Norbert Haupt

Besonderheit:
Nach der Einwechslung des Österreichers Reinhold Hintermaier in der 81. Minute hatte der Club vier Ausländer auf dem Platz (der Tscheche Lubos Kubik, der Isländer Arnar Gunnlaugsson und der zuvor eingewechselte Argentinier Sergio Bustos), erlaubt waren damals aber nur drei. Deshalb wurde das Spiel mit 2:0 für Meppen gewertet.

Der Club fiel auf Rang 16 zurück, Meppen blieb auf Rang 6.

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Am 26. Februar vor 10 Jahren (26.2.2005):
Der Club verliert am 23. Spieltag der Bundesliga bei Arminia Bielefeld mit 1:3.

Der Club musste als Tabellen-13. beim Tabellenelften in Bielefeld antreten.

Die Aufstellungen:
Bielefeld: Hain, Schuler, Gabriel, Owomoyela, M. Langkamp, Kauf, Dammeier (72. M. Fink), Vata (62. Leon), Skela (65. Pinto), Porcello, Buckley (Trainer: Rapolder)
Club: Klewer, Hajto, A. Wolf, Bosacki, S. Müller, Larsen (46. Lagerblom), L. Müller, Mintal, Wagefeld (68. Banovic), Daun (81. Kießling), Vittek (Trainer: Wolf)

Die Tore:
1:0 Buckley (6.)
2:0 Owomoyela (19.)
2:1 Mintal (30.)
3:1 Pinto (73.)

Zuschauer: 16.462

Laut kicker.de:
Spielnote 3; Chancenverhältnis 5:7
Schiedsrichter: Knut Kircher (Note 4,5) – viele kleine Fehler, übersah zudem Langkamps strafstoßwürdiges Foul an Daun (67.).
Spieler des Spiels: Marek Mintal – torgefährlichster Mann auf dem Platz, trieb Nürnbergs Offensive an, hatte zudem bei einem Pfostentreffer Pech.

Nach der vierten Niederlage hintereinander fiel der Club auf Rang 14 zurück, Bielefeld blieb auf Rang 11.

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Am 27. Februar vor 5 Jahren (27.2.2010):
Der Club spielt am 24. Spieltag der Bundesliga beim VfL Bochum 0:0.

Der Club musste als Tabellen-17. beim Tabellen-13. in Bochum antreten.

Die Aufstellungen:
Bochum: Heerwagen, Concha, Maltritz, C. Fuchs, Mavraj, Dabrowski, Holtby, M. Maric, Sestak (77. Hashemian), Dedic, Prokoph (66. Freier) (Trainer: Herrlich)
Club: R. Schäfer, Diekmeier,  A. Wolf, Maroh, Pinola, Ottl, Frantz (72. Gygax), Tavares, Gündogan (86. Mintal), Bunjaku, Choupo-Moting (Trainer: Hecking)

Tore:

Gelb-Rote Karte für Albert Bunjaku (87.)
Zuschauer: 24.780

Laut kicker.de:
Spielnote 5 – viel Kampf, viel Leerlauf, wenig spielerische Höhepunkte; das war Bundesliga-Magerkost; Chancenverhältnis 5:4
Schiedsrichter: Peer Gagelmann (Note 2) – hatte alles im Griff, wurde aber auch selten ernsthaft gefordert. Gelb-Rot gegen Bunjaku war nicht zwingend, aber regelkonform.
Spieler des Spiels: Raphael Schäfer – aufmerksam und sicher. Besonders kurz vor der Pause hellwach, als er reaktionsschnell Dabrowskis Doppelchance vereitelte.

Besonderheit:
Ilkay Gündogan hatte von 2005 bis 2009 in der Jugend des VfL Bochum gespielt.

Der Club konnte sich auf den Relegationsplatz 16 verbessern, Bochum blieb auf Rang 13 und sollte am Saisonende absteigen müssen.

Spielbericht bei Clubfans United: 24. Spieltag: Bochum vs. FCN 0:0

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Am 27. Februar vor 15 Jahren (27.2.2000):
Der Club spielt am 20. Spieltag der 2. Bundesliga bei Fortuna Köln 1:1.

Der Club musste als Tabellenfünfter beim Tabellen-16. im Köln antreten. Nach der Entlassung von Friedel Rausch ein paar Tage vorher saß der bisherige Co-Trainer Thomas Brunner als Interimstrainer beim Club auf der Bank.

Die Aufstellungen:
F. Köln: Bobel, Spanier, Schuler (70. Wynhoff), H.-J. Schneider, Sarpei, Tavcar, Ledwon, Ibrahim (61. D. Graf), Zernicke, Grlic, Konetzke (61. Catic) (Trainer: Krankl)
Club: Köpke, Günther (84. Weigl), Nikl, van Eck, Hellinga, Krzynowek, Möckel (52. Störzenhofecker), Lösch, Leitl, Hobsch, Driller (Trainer: T. Brunner)

Die Tore:
0:1 Tavcar (22., ET)
1:1 Zernicke (32.)

Zuschauer: 4.500
Schiedsrichter: Peter Lange

Besonderheit:
Rajko Tavcar sollte ein paar Monate später zum Club wechseln und bis 2002 bleiben.

Der Club fiel auf Rang 7 zurück, Fortuna Köln auf Rang 17 und sollte am Saisonende absteigen müssen.

12 Gedanken zu „Die Club-Chronik für die KW 9

  • Immer wieder interessant die alten Aufstellungen zu durchstöbern. Da tauchen Erinnerungen auf, natürlich auch die Club-üblichen schlimmen, aber eben auch große und vergnügliche Momente! Danke dafür, CFU!

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  • …die sich in etwa auf Augenhöhe mit Heimspielen eines der Retorten-/Werksclubs in der CL befinden.
    Weshalb sind wir als unglaublich große Fanbasis, wie auch die anderen Traditionsclubs, eigentlich nix mehr wert?

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  • weil die Zuschauereinnahmen nur noch ein Bruchteil in der Kalkulation ausmachen.
    Es gab mal eine aufstellung am Beispiel FCB ,da war der Anteil am Gesamterlös eine steil nach unten gehende Kurve

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  • Die TV-Gelder übertreffen die Zuschauer-Einnahmen um ein Mehrfaches. Entsprechend dürfte die Wichtigkeit gehandelt werden. Wir Fans sind in nicht wenigen Fällen nur noch für den folkloristischen Anstrich wirklich nötig. Oder werden zur Image-Aufbesserung verwendet, solange es günstig erscheint.

    Erfreulicherweise legen tief verwurzelte Volksvereine wie der FCN oder Schalke tatsächliche noch echten Wert auf Verbundenheit mit den Fans.

    Bei PR-Abteilungen wie in Leipzig oder Hoffenheim werden z.B. bei jeder passender Gelegenheit die Fans als der Hemmschuh der Traditionsvereine angeprangert. Diese Geringschätzung dürfte mit steigenden TV-Einnahmen und sich erhöhender Zahl der Werksunternehmen in der BuLi noch zunehmen. Leider!

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    • block4

      Das mag wohl stimmen. Allerdings geht es nicht ganz ohne Zuschauer, weil die für die emotionale Stimmung sorgen, und auf die wird Sky nicht verzichten wollen bzw. im Extremfall auf Spielübertragungen verzichten.
      Man könnte die Stadionkulisse natürlich auch komplett am Rechner erzeugen, aber soweit sind wir noch nicht.

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  • Und wann werden endlich die TV Gelder nach Zuschauerzahlen verteilt? Oder wird da schon nix mehr draus, weil die fast zuschauerfreien Retortenclubs schon am Hebel sitzen? Die 50+1 Regel ist ja jetzt auch geräuschlos gefallen.
    Die TV Übertragung möchte ich mal sehen, die ohne Fangesänge stattfindet und deren Kameraschwenks über leere Schalensitze gehen… da wird sich doch immer eifrigst der sonst störenden Ultras bedient.

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  • Was ich aber nicht verstehe, schaut man sich mal die Zuschauerzahlen bei Sky an, dann bringen die Traditionsvereine auch da deutlich mehr zahlende Zuschauer an den Bildschirm. Warum nutzt man das nicht?

    Vor ein paar Jahren hätte man auch noch Dortmund mit ins Boot holen können, heute wahrscheinlich schwieriger.

    Warum keine Interessensgemeinschaft der Vereine und Traditionsclubs bilden?

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    • Armin Busch

      Die Verteilung der Fernsehgelder muss ja immer von diesem Drecksverein an der Isar abgesegnet werden. Nicht auszudenken, wenn Dortmund aus dem Fernsehtopf mehr bekäme als das Böse im Süden, wo kämen wir denn da hin.

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      • Claus,

        So weit käme es ja nie, denn auch bei den Fans liegt der Verein aus dem Süden weit vor allen anderen Vereinen, ebenso bei den Einschaltquoten. Vielleicht bekäme dieser Verein so sogar noch mehr Geld, würde mich aber wenig stören, denn den Wettlauf können wir sowieso nicht mehr gewinnen.

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        • Armin Busch

          Das ist klar, das hat ja wohl (hoffentlich) niemand im Hinterkopf. Aber auch kein anderer Verein wird das mehr schaffen, dafür hat mein „Lieblingsverein“ schon gesorgt.
          Im Übrigen ziehen die vor allem deswegen soviele Fernsehzuschauer an, weil niemand verpassen möchte, wenn sie mal verlieren, bei ihren Auswärtsspielen ist es ja auch so.

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  • Also ich finde ja, aus Fernsehsender-Sicht macht die aktuelle Lage und weiteren Bestrebungen, die Schere bei der Verteilung der Gelder noch weiter auseinanderklaffen zu lassen, total Sinn.

    Zu einen gibts ja immer mehr Eventfans, denen es in erster Linie ums Spektakel geht, denen recht egal ist, welche Mannschaften auf dem Rasen stehen, Hauptsache es sind große Stars dabei und es gibt viele Tore.

    Und auch mit deswegen ist für die Sender doch die CL viel wichtiger als die Liga.
    Das ist DER Quotenbringer im Vereinsfußball, da schalten doch alle ein, Eventfans eben so wie viele „normale“ Fußballfans, v.a. auch die ganzen „bei-internationen-Wettbewerben-unterstütze-ich-jeden-deutschen-Verein“-Fans.

    Und daher haben die Sender natürlich auch Interesse daran, dass dort möglichst viele deutsche Clubs möglichst weit kommen, weil eh immer etlich Millionen Menschen vorm Bildschirm hocken. Noch dazu unter der Woche zur Primetime, wenn viele eh nur daheim vor der Glotze hängen.

    Folglich ist es aus Sendersicht natürlich auch sinnvoll, dass die CL-Teilnehmer bzw. Anwärter auch möglichst viel Kohle bekommen, um sie eben gegenüber der internationalen Konkurrenz zu stärken.
    Und als weitere Zugpferde immer mehr große internationale Stars verpflichten zu können.

    Und dadurch dann eben auch aus der CL die Gelddruckmaschine wird, die sie ist.

    Der Ligabetrieb ist da doch fast nur noch Beiwerk, die Qualifikationsrunde könnte man sagen, in der man aber natürlich auch wieder diejenigen unterstützen will, die dann auch die Chance haben, in der KO-Runde noch möglichst weit zu kommen…

    Allerdings muss man doch auch festhalten, dass es sich hierbei in den letzten Jahren stets um die drei mitglieder- und zuschauerstärksten Vereine gehandelt hat, die von aktuellen Zuständen am meisten profitieren, einzig Leverkusen kam da als Retortenclubs immer noch dazu.

    Aber die eigentliche Übertragung der Ligaspiele, wo es dann wirklich einen Sinn machen würde, auch die übrigen Traditionsvereine zu stärken, ist dagegen einfach viel weniger attraktiv, die Zahl der Sky-Abonnenten wächst weiterhin nur sehr langsam, die meisten Leute schwören doch lieber auf die Sportschau.

    Man könnte jetzt zwar argumentieren, dass man durch eine Stärkung der Traditionsvereine die Liga für die Fernsehsender sehr viel attraktiver und die Einnahmemöglichkeiten verbessern würde. Demgegenüber steht aber das Risiko, dass die Topvereine geschwächt, u.U. schwächere Vereine in die CL kommen, dort aber wenig reißen, und damit die Einnahmemöglichkeiten durch die CL mindern, v.a. die aktuell sehr gute Lage der Bundesliga in der Fünf-Jahreswertung gefährden.

    Dieses Risiko sehen die Sender sicherlich als sehr viel größer an, als die Chancen, die sich bieten. Daher dürften die Sender auch die aktuellen Entwicklungen weiter forcieren, anstatt irgendwas dagegen zu unternehmen.

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