Ende gut.

javier_pinola_choreographie

Der 1. FC Nürnberg beschließt seine Saison mit einem 2:1 Heimsieg gegen VfR Aalen.

Es war kein Fußball-Spiel für Gourmets, aber das – so musste man sich nochmal in Erinnerung rufen lassen – sei auch nicht zu erwarten gewesen nach einer Saison, in der alle Defizite bereits identifiziert und dafür die Rechnung längst bezahlt wurde. Die Aalener, die bereits als Absteiger und Tabellenletzter fest standen, wehrten sich tapfer und waren sicher selbst überrascht, wie viele Gelegenheiten ihnen offenbart wurden, doch weil sie eben selbst das nicht nutzen konnten und selbst zu viel anboten, verlor man eben wieder mal, zum 15ten Mal in dieser Saison, genau so oft wie der Club aus Nürnberg, der allerdings 6 Spiele mehr gewinnen konnte – macht unter dem Strich den Unterschied zwischen Abstieg und Mittelfeld. Mehr aber auch nicht.

Die Musik spielte eh woanders heute – und sogar auf der Pressetribüne soll man angeblich mehr auf die Konferenz geguckt haben, als aufs Spielfeld im Grundig-Stadion. Dort machte Darmstadt den unglaublichen Durchmarsch von der 3. Liga in die Bundesliga fest – ein Fußball-Märchen, das jeden Fußball-Fan nur mit Freude erfüllen muss, ganz unabhängig jeglicher Sympathien für Konkurrenten der Lilien. Darmstädter Sause statt Leipziger Brause, das ist der Stoff, aus dem der Fußball seine Faszination bezieht. Wir gratulieren herzlichst!

Zurück zum Spiel in Nürnberg. Der Club offenbarte im Sommerkick um die goldene Ananas nochmal in Light-Version die ganze Malaise der Saison und zugleich die Hoffnung für die neue Saison. Nach hinten bisschen pfui, nach vorne ab und an mal hui. Der Club hat unter Weiler gelernt, wie man seine Waffen nach vorne einsetzt und sich Chancen erspielt, nach hinten schaffte es aber auch Weiler nicht, über die volle Distanz solide zu stehen. Ist ein zusätzlicher Stürmer wünschenswert, so sind Verstärkungen in der Defensive wohl missionskritisch – denn wer sich auch druckfrei gegen den Tabellenletzten im Freischwimmer übt, braucht auch nächste Saison noch keine Aufstiegsfeier planen. Was positiv stimmt: Mit Burgstaller hat man wohl einen perfekten Spieler für die Mission gefunden und mit Blum einen Rekonvaleszenten in den Reihen, der den Unterschied ausmachen kann. Und Bulthuis – das vielleicht die schönste Story des Spiels – durfte seinen Premieren-Treffer nachholen, der ihm gegen die Sechziger geklaut wurde.

Am Ende Platz 9 und ein Heimsieg zum Schluß. Wenigstens war das Ende gut. Jetzt geht es um den Anfang.

17 Gedanken zu „Ende gut.

  • Endlich Schluß. Und der FSV rettet der Hessenfraktion wenigstens ein Heimspiel.

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  • Das „Graue-Maus-Dasein“ wurde heute bestätigt. Endlich ist es vorbei. Fußball soll ein Ausgleich vom Alltag sein, er soll begeistern, vorallem am Ende der Saison. Was in den letzten zwei Jahren passierte, war ein schlechter Traum, den bestimmt niemand mehr erleben möchte. Man sollte aus der ganzen Sache endlich eine Lehre ziehen und nicht wie letztes Jahr nach dem Abstieg einfach so weitermachen. Ab sofort beginnt die Vorbereitung auf das Ziel „Wiederaufstieg“. Die Fans haben die Aufgabe zu beobachten, ob dieses Ziel wirklich von der Vereinsführung mit ganzen Herzen verfolgt wird und nicht nur versucht wird, mit Spielerverkäufen Geld zu machen. Ein noch schlechteres Beispiel dafür ist der TSV 1860, der wegen eines Tores, das Aue nicht geschossen hat nochmal eine letzte Chance erhält.

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    • Hans,

      Vorbei ist es erst, wenn Bader endlich der Stuhl vor die Tür gesetzt wird!!!!

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  • Wir haben zum Fußballmärchen in Darmstadt auch satte 4 Punkte beigesteuert. 🙂
    und Fürth ebenso mit 4 Punkten gerettet.

    Wir sind die Guten

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  • Ich geb´s zu, ich hab heute vorm Fernseher auch mehr die Sky-Konferenz als wie unser Spiel verfolgt.
    Trotzdem freue ich mich natürlich über den Sieg zum Saisonabschluss.
    Wenn wir nächstes Jahr aufsteigen wollen, müssen wir uns aber noch enorm steigern.

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  • Ich hab auch nur die Konferenz geschaut. Immerhin eine sehr schöne Choreographie, die sich der bissige Argentinier wohl verdient hat!

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  • juwe,

    Ein Cousin hat mir gestern ein Foto von der Lilien-Homepage gezeigt: „Da, oben rechts, das ist MEIN Arm“! Der dreht wahrscheinlich gerade komplett durch – ich gönn’s ihm?!
    „Wir sind die Guten“ ist ein super Schlachtruf / Spitzen Motto (und eine subtile Gehässigkeit gegen die Freiburger Schauspieltruppe – wie hat die eigentlich gestern gespielt?)!

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  • @Alexander: Klasse Kommentar, gewohnt treffsicher.

    @Hans: Gebe Dir voll Recht, was die kritische Beobachtung der Vereinsführung betrifft. Wenn Du aber sagst „Ein noch schlechteres Beispiel dafür ist der TSV 1860, der wegen eines Tores, das Aue nicht geschossen hat nochmal eine letzte Chance erhält“, dann sehe ich es anders: Die Sechziger haben nochmal die letzte Chance, weil der Schiri letzten Sonntag in München ein korrektes Club-Tor von Bulthuis fälschlich annulliert und damit den Abstiegskampf gröblichst verzerrt hat – sonst wären die Sechziger schon am 33. Spieltag auf dem 17. Platz geblieben, wo sie nach ihrer Saisonleistung auch hingehören.

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    • clubfanseit1965,

      Da hast Du völlig recht. Durch die starke Leistung von Aue in den letzten Spielen hätte es 1860 voll verdient, direkt abzusteigen. Ein zugelassener Videobeweis wie im Eishockey wäre dringend nötig. Ein falsches Tor, das Aue in die 3. Liga zwingt. Aue sollte Protest beim DFB einlegen, da die Folgen zu extrem sind. Im Übrigen finde ich, dass auch Fürth die 3. Liga verdient hätte.

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  • Oh Mann! Jetzt beginnt wieder die ätzende Zeit ohne Fußball. Nur noch zwei Spiele sind anzuschauen, dann ist es vorbei und der Alltag hält uns fest im Griff. 🙁

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  • Puh. Endlich ist die Saison vorbei…

    Aber was mich noch beschäftigt: Was war eigentlich mit dem Rasen los? Das ACDC Konzert war doch auf dem Zeppelinfeld.

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  • Da kann der Scheich der 60er den schwarzen Faker Dr.Drees schon mal nach Abu Dhabi einladen, denn nur aufgrund seines Torklaus gegen uns, sind die 1860er drin geblieben. Ich glaube keine Mannschaft als die 1860er hätte den Abstieg in die 3.Liga mehr verdient, ich drücke Kiel die Daumen!

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