Geld spielt bei Tradition keine Rolle

Bochums „lokale Größe“, Filmemacher, Buchautor und Kolumnist Ben Redelings vor dem Spiel VfL Bochum gegen 1. FC Nürnberg im Interview

Natürlich grüßt Er von oben

Murphys Law im Fußball besagt, dass dein langjähriger Chancentod, der in all den Jahren, die er für deinen Club kickte, nicht das offene Scheunentor traf, nach dem Wechsel beim nächsten Aufeinandertreffen der Vereine natürlich mindestens drei Buden gegen dich macht und das Spiel entscheidet. Murphys Law („Whatever can go wrong will go wrong“) ist kein Mythos, es wurde von Nürnberger Fußball-Wissenschaftlern empirisch als wahr und allgemein gültig bestätigt. Wer noch ein Beispiel suchte: Gertjan Verbeek, der Trainer, der wie kaum ein anderer (nach Hans Meyer) an der Noris in kürzester Zeit Pop-Status erreichte und bis heute seine Nürnberger Fans in Träumen, Verzückung und Verklärung zurückließ, grüßt natürlich jetzt als Tabellenführer. Ob Verbeek damals in Nürnberg gescheitert ist oder gescheitert wurde, darüber scheiden sich bis heute die Geister (siehe „Tag der Abrechnung“), aber ist im Grunde auch egal, denn der Satz „Du kannst den Träumer töten, aber nicht den Traum!“ gilt auch im Fußball. Und Verbeek stand für einen Traum von Fußball: wild, unkonventionell, stolz, selbstbewusst, das Schicksal in die eigenen Hände nehmend, kreativ, aktiv, unbeugsam, immer nach vorne. In Nürnberg endete die Saison einst im Albtraum „Abstieg“, nun träumen sie beim VfL, und man schielt natürlich als Clubfan nach Bochum, wo man mit Hochstätter und Verbeek genau das entfacht hat im Verein, was man sich in Nürnberg so sehr wünscht: Aufbruchstimmung. Ausgerechnet mit Verbeek. Natürlich.

Interview mit Ben Redelings

Dass das Gras beim Nachbarn eh immer grüner ist, außer beim Kleeblatt, kennt man in Nürnberg zur Genüge, dass Momentaufnahmen aber im Grunde nichts bedeuten, eigentlich auch. Gestern noch Pokalsieger, heute zweite Liga, wir kennen das, gestern Baders Kurs noch gefeiert, zwischenzeitlich „gefeuert“ (auch wenn man es anders umschreibt). Nur wer seinen Verein über Jahre verfolgt und dabei nicht an chronischem Gedächtnisschwund leidet, kennt die Höhen und Tiefen und kann beides einordnen. Auch deswegen fragen wir lieber nach, bei denen, die sich auskennen, bei den Fans der Gegner. Und wir freuen uns diesmal mit Ben Redelings (scudetto.de) etwas Sport-Prominenz in unseren bescheidenen Hallen begrüßen zu können. Ben ist in Sachen Fußball im Allgemeinen und Bochum im Speziellen als Autor und Filmemacher viel unterwegs und überregional bekannt. Wir sprachen mit Ben über die Entwicklung beim VfL und im Fußball, über Medienwahn und Verkeek-o-Mania im Ruhrgebiet, und über das, was uns Fans eigentlich mehr interessiert als Geld und Glamour: Fußball, Legenden und Leiden(schaften).

Ben Redelings – Foto: Sascha Kreklau

[Clubfans United] Herzlich Willkommen bei Clubfans United, Ben. Du wurdest uns als „lokale Größe“ (@scudetto) von Marcus Krause (@McKBochum) wärmstens empfohlen – wie wird man in Bochum eine lokale Größe und was für Mühen bereitet es, eine zu bleiben?

[Ben Redelings] „Großartige Titulierung. Klingt fast so schön wie »Edelfan«. Ich denke, das ist relativ einfach zu erklären: Das bringt der Beruf mit sich, der sich ja auch in der Öffentlichkeit abspielt bzw. über die Öffentlichkeit. Alles angefangen hat übrigens mit zwei Filmen über den VfL Bochum.“

[Clubfans United] Was verbirgt sich hinter Scudetto?

[Ben Redelings] „Das ist das Kürzel unter dem alle meine Aktivitäten laufen. Als ich nach einem griffigen Namen gesucht habe, ist mir damals diese Bezeichnung für das Wappen, das der italienische Meister ein Jahr auf seinem Trikot tragen darf, über den Weg gelaufen. Hörte sich gut an, war schön kurz und passend.“

[Clubfans United] Wir sind als Fanmagazin natürlich vor allem an dir als Fan interessiert. Wie ist dein Beziehungsstatus „VfL Bochum“?

[Ben Redelings] „Ostkurven-Dauerkarten-Besitzer. Seit dem fünften Lebensjahr gehe ich zum VfL. Ich hatte das Glück, dass mein Bruder sechs Jahre älter ist als ich und mich immer mitschleppen musste. Seit ein paar Jahren gehen wir auch wieder gemeinsam. Er musste sich dazwischen mal ein bisschen von mir und dem VfL erholen.“

[Clubfans United] Du schreibst Kolumnen, u.a. bei n-tv, machst kulturelle Fußballabende, und schreibst Bücher über Fußball – wie kommt man dazu, war das immer dein Ziel oder rutscht man da so rein?

[Ben Redelings] „Das Leben ist eine Abfolge von Zufällen, aber ich habe schon immer versucht, die Strecken dazwischen in eine bestimmte Richtung zu lenken. 2000 habe ich zusammen mit anderen Mitstreitern aus einem Uni-Seminar heraus den ersten fußballkulturellen Abend im Presseraum des VfL veranstaltet. Ein Erweckungserlebnis. Heute bin ich froh, dass ich mit meinen Abenden Hunderte von Gleichgesinnten erreiche. Es gibt wahrscheinlich kein besseres Publikum als Fußballfans.“

[Clubfans United] Du hast Bücher mit Titeln wie „[Vereinsname]Album. Unvergessliche Sprüche, Fotos, Anekdoten rund um [Vereinsname]“ herausgebracht. Wann ist eigentlich der FCN dran?

[Ben Redelings] „Als ich die Reihe konzipierte, habe ich 12 Vereine ausgesucht. Der FCN war einer der 12. St. Pauli ist die Nummer 11 auf der Liste gewesen. Das Album mache ich zwar nicht selbst, aber es erscheint jetzt im Herbst. Der FCN ist also nicht mehr weit. Schönen Stoff gibt es auf jeden Fall genug …“

[Clubfans United] Dein neuestes Fußball-Buch heißt „Fußball-Fasten“. Du hast versucht 31 Tage Fußball aus dem Weg zu gehen? Aus eigener Erfahrung: Ich müsste mich ja komplett von der Kommunikation abschneiden und auf eine einsame Insel setzen, um das zu schaffen – so allgegenwärtig ist der Fußball heute. In den sozialen Kanälen sowieso und sogar auf seriösen Zeitungen prangt heutzutage auf der Titelseite eine Schlagzeile, nur weil ein bajuwarischer Balltreter auf die britischen Inseln wechselt. Wie fastet man also Fußball und: Wie gesund ist das alles überhaupt noch – auch für den Fußball selbst?

[Ben Redelings] „Man kann dem Fußball nicht mehr entkommen – ob man will oder nicht. Ich persönlich halte die Entwicklung für bedenklich. Und das sage ich als jemand, der sicherlich auch beruflich von dem Hype der letzten 15 Jahre profitiert habe. Die 24-Stunden-Berichterstattung und das Spektakel sind nötig, um das viele Geld zu generieren. Es hält den Wirtschaftsbetrieb Fußball am Leben. Als Fußballfans sind wir aber eigentlich aus anderen Gründen an dem Sport interessiert.“

[Clubfans United] Der VfL Bochum und der Club sind klassische „Traditionsvereine“. Wir stellen uns und unseren Gästen immer wieder die Frage: Was ist das eigentlich, ein Traditionsverein?

[Ben Redelings] „Tradition kann man nicht kaufen – die muss wachsen. Es sind die Geschichten, die einen Klub zu einem Traditionsverein werden lassen. Es wird viele enttäuschen, dass ich das sage, aber nach all den Jahren ist auch Bayer Leverkusen für mich ein Traditionsverein. Geld spielt bei Tradition keine Rolle.“

[Clubfans United] Wer ist deiner Meinung nach der bedeutendste Spieler, den der VfL Bochum jemals hervorgebacht hat (bzw. der jemals beim VfL spielte)?

[Ben Redelings] „Es gibt da eine ganze Reihe großartiger Spieler, aber wenn wir uns nur auf die Neuzeit beschränken, würde ich Dariusz Wosz und Leon Goretzka nennen. Es gibt tatsächlich kaum einen besseren Spieler, den ich je im Ruhrstadion gesehen habe, als Goretzka. Gegner mit eingeschlossen.“

[Clubfans United] Seid ihr eigentlich alle schon „verbeekisiert“?

[Ben Redelings] „Im Moment läuft es und er wird gemocht. Aber natürlich gibt es nicht wenige, die ihn von seiner Art schwierig finden. Ich finde ihn großartig. Ich mag Typen – also auch Verbeek.“

[Clubfans United] Die Entwicklung beim VfL auf Verbeek zu reduzieren greift sicher zu kurz. Was hat sich in Bochum verändert, wie zufrieden ist der Fan mit den Umstrukturierungen?

[Ben Redelings] „Mit Hochstätter und dem neuen Vorstand Wilken Engelbracht hat sich viel getan. Da ist Kompetenz am Werk. Sportlich wurden gute Entscheidungen getroffen. Zudem baut man den Verein zu einem Wirtschaftsunternehmen um und führt ihn endlich auch so. Das mag man für bedenklich halten, aber im Grunde kann man sich nicht immer gegen die Zeit stellen. Ich finde, sie machen das im Moment sehr gut.“

[Clubfans United] Ist euer Top-Start eine Momentaufnahme? Oder ist Bochum jetzt wieder reif für „wir steigen auf, wir steigen ab, und zwischendurch UEFA-Cup“?

[Ben Redelings] „Herzlichen Dank dafür, dass du den Gesang erwähnst. Ich weiß, dass sich frühere Offizielle immer gegen ihn gewehrt haben. Deshalb mochte ich ihn wohl umso mehr. Im Augenblick gibt es nicht so viele Gründe, die gegen einen Aufstieg sprechen. Außer vielleicht, wenn Terodde noch ginge…“

[Clubfans United] Wer ist derzeit euer bester Spieler? Und wen würdest du von unserem Club gern bei euch spielen sehen?

[Ben Redelings] „Hört sich nach einem Satz fürs Phrasenschwein an, aber es ist tatsächlich die zweite Reihe, die uns optimistisch stimmt. Wir sind überall im Moment doppelt besetzt. Wenn wir das am 1. September immer noch sind, wäre das unsere größte Stärke. Deshalb wäre es gut, wenn Terrode bliebe. Vom Club würden wir also im Moment niemand benötigen. ;-)“

[Clubfans United] Wenn ich auf ein 4:4 am Sonntag tippe, liege ich dann so komplett falsch?

[Ben Redelings] „Wäre ein tolles Spektakel, aber ich hoffe natürlich erstens auf einen Sieg und zweitens darauf, dass wir hinten weiter so wenig zulassen wie bisher. Daran ist es ja in der letzten Saison gescheitert. Ich erinnere mich aber gerade an ein 3:3 gegen euch, bei dem wir 3:0 führten. Frank Türr hat damals, glaube ich, für euch getroffen. Er kam dann mit Holger Osieck zum VfL. Michael Klauß hieß das andere „Talent“, dass der Kaiser-Freund in den höchsten Tönen anpries. Ging leider nach hinten los.“

[Clubfans United] Wir bedanken uns für das Interview und überlassen dir das letzte Wort. Ein Grußwort an die Clubfans, eine niederländische Laudatio, ein Rummenigsches Dankeswort oder schlicht eine Dellingsche Überleitung zum Spieltag?

[Ben Redelings] „Erst einmal allen Clubfans, die zu uns nach Bochum kommen, einen super Aufenthalt. Wer Zeit hat, sollte in der Ritterburg oder im Tennisclub direkt am Stadion vorbeikommen. Dann trinken wir ein Bier zusammen. Ansonsten freue ich mich jetzt schon auf den Abend im Oktober bei der »Akademie für Fußballkultur«-Gala in eurer tollen Stadt. Glück auf, aus Bochum!“

Das Interview führte Alexander Endl [Clubfans United] mit Ben Redelings [scudetto.de] am 20./21.8.2015 via E-Mail.

34 Gedanken zu „Geld spielt bei Tradition keine Rolle

  • Ich versteh die Aussage zumindest so: Es gibt Traditionsvereine mit Geld (z.B. Bayern) und ohne Geld (z.B. Nürnberg) und Vereine ohne Tradition mit Geld (z.B. Leipzig) und ohne Geld. (z.B.?) Das Label Traditionsverein sagt nichts über die finanzielle Stärke eines Vereins aus und Tradition heißt auch nicht zwingend leiden müssen.

    PS: Schön wie Du den Siegtreffer durch Mlapa schon in den Vorspann schreibst. 😛

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    • Florian Zenger, ja, aber gibt es da auch ne Meta-Ebene bei der Aussage? Vielleicht über das, was der Autor uns zunächst sagen wollte? Eine tiefere Wahrheit dahinter?

      Ist es nicht sogar ein Negieren all der Sachzwänge, die aus dem Streben nach Geld sich ergeben, wenn es um Tradition geht? Ein sich verweigern gegen entsprechende Strukturänderungen, wenn dabei die Tradition in substanzielle Gefahr geraten könnte? Und das kann man sogar wertfrei so mal zur Diskussion stellen. Ist das Streben nach wirtschaftlichen Erfolg eigentlich wirklich ‚alles‘? Vielleicht ist Tradition am Ende doch einfach wichtiger (wenn man das für sich so erklärt) und mit einhergehender Erfolg wird gern genommen, ist aber nicht die Prämisse. Oder handfester ausgedrückt: Lieber sich selbst treu geblieben in Liga 2 als sich verkauft für Bundesliga? Und mal ehrlich: Auf die Zuschauer, die heute nicht kommen, kann man morgen auch verzichten, nur weil sie „mit dem Erfolg“ kommen. Ist es wirklich so unglaublich wichtig, dass der „Club“ am Mittwoch gegen eine Kunsttruppe aus Paris antanzt, nur damit man auch mal wieder dabei ist?

      Ich bin mir da gerade gar nicht mehr so sicher.

      Nur beherzter spielen sollten sie und sich dann auch in Ausbildung und Jugendförderung der eigenen Tradition besinnen. Ich glaub dann könnte ich mich auch mit kleineren Brötchen begnügen, wenn sie dafür nach traditioneller Art gebacken sind.

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      • Alexander Endl – Clubfans United,

        Ist es nicht sogar ein Negieren all der Sachzwänge, die aus dem Streben nach Geld sich ergeben, wenn es um Tradition geht? Ein sich verweigern gegen entsprechende Strukturänderungen, wenn dabei die Tradition in substanzielle Gefahr geraten könnte? Und das kann man sogar wertfrei so mal zur Diskussion stellen. Ist das Streben nach wirtschaftlichen Erfolg eigentlich wirklich ‚alles‘? Vielleicht ist Tradition am Ende doch einfach wichtiger (wenn man das für sich so erklärt) und mit einhergehender Erfolg wird gern genommen, ist aber nicht die Prämisse. Oder handfester ausgedrückt: Lieber sich selbst treu geblieben in Liga 2 als sich verkauft für Bundesliga? Und mal ehrlich: Auf die Zuschauer, die heute nicht kommen, kann man morgen auch verzichten, nur weil sie „mit dem Erfolg“ kommen. Ist es wirklich so unglaublich wichtig, dass der „Club“ am Mittwoch gegen eine Kunsttruppe aus Paris antanzt, nur damit man auch mal wieder dabei ist?

        Da bin ich anderer Meinung, Tradition bedeutet im Sport immer die Erinnerung an große Erfolge, es gibt keinen Traditionsverein, der keinen Erfolg hat. Natürlich kann man jetzt fragen wie definiert sich Erfolg, ich denke aber schon, dass dazu zwingend die Teilnahme an der höchsten nationalen Spielklasse gehört.

        Es gibt viele Vereine, die ähnlich alt sind wie der Club, auch ältere, die man nie als Traditionsverein bezeichnen würde und manch niederklassiger Verein gilt als Traditionsverein, weil er irgendwann mal in der höchsten Klasse mitgespielt hat, also um die Meisterschaft.

        Traditionen im Fußball ranken sich immer um Siege, große Spiele, bei denen es um etwas geht und um etwas gehen, heißt eben Titel.

        Insofern ist es natürlich schon so, dass der FCN immer ein Traditionsverein bleiben wird, auch wenn er das Schicksal von RWE teilen würde und in den Niederungen der Regionalliga kicken würde, Tradition beschreibt ja immer vergangene Erfolge, die bleiben. Aber will man neue Kapitel schreiben, will man auch den Nachfolgern Tradition übergeben, dann muss es immer wieder neue Geschichten geben, sonst sterben irgendwann die, die die alten Erfolge noch miterlebt haben und wenn die Zeugen sterben, dann stirbt auch ein Stück Tradition.

        Es geht also nie um wirtschaftlichen Erfolg an sich, keiner bewundert Bayern wegen der wirtschaftlichen Erfolge, kein Bayernfan ist Fan weil der Verein ein Festgeldkonto hat. Aber in der heutigen Zeit sind wirtschaftliche Erfolge essentiell notwendig um sportlichen Erfolg zu haben und der ist aus meiner Sicht notwendig wenn die Tradition weiter leben soll und nicht museal werden soll.

        Was würde denn sich treu bleiben ohne sportlichen Erfolg bedeuten? Was macht denn den FCN zu einem besonderen Verein, es sind die Meisterschaften, die Titel. Selbst die alten Spielstätten haben Ihren Flair doch nicht, weil sie so idyllisch liegen, weil dort fränkisches Leben mit Bratwurst und Bier gefeiert wurde, die Erinnerungen an die alten Spielstätten haben immer mit sportlichen Highlights zu tun, großen Siegen, manchmal auch besonders grausamen Niederlagen. Aber auch Niederlagen sind nur dann legendentauglich, wenn es um einen Titel ging.

        Die Niederlage gegen Freiburg zu Beginn der Saison wird einfach so in der Geschichte verschwinden, nur wenn wir Aufsteigen wird sie erinnert werden.

        Tradition bedeutet Erinnerung und ohne Erfolg gibt es keine Erinnerung, weil der Mensch Niederlagen gerne verdrängt. Wenn wir auch für die nachfolgenden Generationen ein Traditionsverein sein wollen, dann benötigen wir sportliche Erfolge und um diese zu erreichen benötigt man heutzutage Geld, also wirtschaftlichen Erfolg.

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        • Armin Busch,

          Hmm, aber widersprichst du dir nicht selbst? Einerseits wählst du die „höchste nationale Spielklasse“ als Maß, dann sprichst du davon, dass Legenden nur entstehen, wenn man um Titel mitspielt. Was der Club auf absehbarer nicht tun wird, selbst wenn er diese Saison tatsächlich noch irgendwie aufsteigen. Darauf möchte ich hinaus. Die Einordnung ist schlichtweg subjektiv und muss auch mit den vorhandenen Kräfteverhältnissen abgeglichen werden.
          Der FCN gehört für mich realistisch zu den Top25 in Deutschland. Sieben davon müssen eben in der zweiten Liga spielen. Und mit jedem Red Bull (aber z.B. auch Augsburg oder vorher Mainz), das sich dort etabliert, werden die Plätze knapp in diesem Kreis. Wie sich Tradition durch solche Prozesse auflösen sollte, ist mir schleierhaft. Dann doch eher durch eine Modernisierung, die traditionelles Vorgehen „ablegt“. Aber wenn’s darum geht, gibt es in den Profiligen keine Traditionsvereine mehr, auch wenn sie sich weiterhin so sehen und das (wie beim Club) zur Vermarktung nutzen.
          Tradition – und darauf könnte Ben rauswollen – wird höchstens noch an anderen Stellen gepflegt. Etwa das regelmäßige Treffen im Stadion, die Bratwurst zur Pause oder der Austausch beim Bäcker und auf Arbeit.

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          • Soeren,

            Nein ich denke nicht, dass ich mir widerspreche, wer in der höchsten Spielklasse spielt, spielt um die Meisterschaft mit, ob man sie erwartbar gewinnen kann steht auf einem anderen Tablett. Es geht darum sich mit den besten Vreinen des Landes zu messen, das geht nur in der Bundesliga, sonst nirgends.

            Es nützt auch nichts da nun eine imaginäre Top25 zu bilden, es gibt in D halt nur die Top18.

            Und machen wir uns nichts vor, ob der FCN ein Verein ist oder ob er eine Kapitalgesellschaft ist, ob uns ein Scheich oder ein Konzern finanziert, das ist für den Fan doch erst mal egal, die Tradition ist doch nicht der Verein an sich, dann müsste jeder Mitglied sein, nein die Tradition sind die sportlichen Erfolge, das sind Spielzeiten wie 2009/2010, noch mehr die Pokalsieger-Saison 2007. Natürlich ist auch der eine oder andere Aufstieg gut für die Seele.

            Die Verbundenheit zum Club entsteht beim Fan sicher nicht durch die jährliche JHV, sie entsteht auf dem Platz, vielleicht auch vor dem Fernseher oder dem Radio, sie entsteht bei erfolgreichen Spielen.

            Ich sage es frei heraus, ich will gute Leute an der Spitze, ich will Leute die das Geschäft kennen, die fachlich Ahnung haben, die sauber arbeiten. Ich will kein Harakiri oder Schulden bis zum geht nicht mehr, aber ich nehme gerne einen Sponsor, Investor, whatever, der uns wieder an die nationale Spitze bringt.

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            • Armin Busch,

              dem pflichte ich bei, wobei man auch sagen muss, dass zur Tradition auch die ganz alten Meisterschaften und Pokalsiege gehören. So gesehen sind Mannschaften wie der (sympathische) VFL oder Vizekusen keine Traditionsvereine. Die Clubfans sollten darauf stolz sein und nicht den Club auf die gleiche Stufe wie alle anderen ehemaligen Bundesligisten stellen.

              Tradition verpflichtet jedoch und das sollten sich die Machthaber beim FCN zu Herzen nehmen. Schöne Verwaltungsgebäude sin am Glubbfan weid.

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              • Peter,

                Man kann natürlich den Anspruch haben, daß Tradition erst beginnt, wenn man mindestens einen Titel vorweisen kann. Ich persönlich finde, ein Verein schneidet auch schon erfolgreich ab, wenn er es überhaupt schafft, um diesen Titel mitzuspielen.

                Ich denke nicht, daß das dann der alleinige Grund ist, weshalb man Fan eines Vereins wird. Falls doch wird man ihm schnell wieder untreu, sobald der Erfolg ausbleibt.

                Wenn man den Titelgewinn nicht persönlich erlebt hat (und die damit verbundene Masseneuphorie) kann ich mir sowieso nicht vorstellen, daß das im nachhinein so sehr emotionalisieren kann, daß es einen emotional an der Verein bindet.

                Vom Anspruch her sollte mMn auch jeder Verein als übergeordnetes Ziel diesen Erfolg haben. Es geht ja schließlich um Wettstreit. Und wenn ich nicht den Anspruch hab (und sei es auch nur eines fernen Tages) diesen Pokal, die Schale in die Höhe zu halten, werd ich eben auch nicht im Sinne des maximalen Erfolgs entscheiden. Und aufgrund sich selbst erfüllender Prophezeiung auch nie soweit kommen.

                Natürlich wird das in der heutigen Zeit, wo es so überwiegend auf Geld ankommt, extrem schwierig. Aber vollkommen unmöglich ist es nicht.

                Ich finde aber diejenigen, die dann wirklich mal in den Genuß eines live erlebten Titelgewinns gekommen sind, sind dieser kurzfristigen Tradition verpflichtet, sich jetzt nicht auf den Lorbeeren auszuruhen, jetzt nicht den Platz freizumachen für die anderen und die nächsten 40 Jahre davon zu schwärmen, wie toll das war.

                Auch wenn es vielleicht eher ein glückliches Zusammenkommen günstiger Umstände war, diesen Erfolg erreicht zu haben. Und man nie wie die reicheren Vereine diesen Erfolg als Selbstverständlichkeit ansehen kann.

                MMn ist jedoch bei uns im letzten Jahrzehnt das Problem gewesen, daß man hat nicht erkennen können, daß mit aller Macht versucht wird, diesen Titelgewinn oder auch europäisch spielen zu einem sich bald wiederholenden Ereignis zu machen, sondern man hat von diesem vergangenen Erfolg gezehrt, ihn mit den Erfolgen des vergangenen Jahrtausends in eine Linie gestellt und sich zufrieden gegeben.

                Und dann kam noch diese Fanbewegung um die Ecke, die immer mehr Einfluß gewann mit der Polarisierung Geld und Erfolg vs Tradition und Ehre.
                Im Grunde hat man sich dann doch dahinter versteckt und den eigenen Mißerfolg damit schöngeredet.

                Und die Tatsache, daß der Verein in über 100 Jahren viele Titel gewonnen hat, hat man als Grund genommen, werächtlich auf andere Verein runterzuschauen, die es damals vielleicht noch nicht gab oder die noch nie einen Titel gewonnen haben und hat die Tatsache, daß manche in der Gegenwart einfach bessere Arbeit gemacht haben und deshalb erfolgreicher waren nicht als Ansporn genommen, es auch selbst wieder zu versuchen, sondern sich damit beruhigt, daß die unsere Titelanzahl sowieso nicht erreichen können und daß sie damit egal wie erfolgreich sie auch in der Gegenwart werden könnten, sie unserem Verein sowieso nie das Wasser reichen können.

                Man könnte auch sagen: Hochmut kommt vor dem Fall.

                Zum Glück ist unser jetziger Trainer nicht hochmütig, sondern versucht über ehrliche, kontinuierliche Arbeit das Team erfolgreicher zu machen.
                Und um ihm und diesem Team die Zeit zu verschaffen, diese mühselige Arbeit weiterführen zu können, drück ich Weiler heute die Daumen, daß er mit seiner Mannschaft das erreicht, was Darmstadt gestern gegen Schalke geglückt ist: Tore so weit wie möglich verhindern und selbst auch den einen oder anderen guten Torschuß zu erarbeiten.
                Und wer weiß, vielleicht haben sie ja dann das Glück des Tüchtigen, treffen auf schon etwas erfolgsverwähnte Bochumer und können denen die ein oder drei Punkte entführen.

                Dazu gehört aber, wenn ich auf der PK Weiler richtig verstanden habe, daß der eine oder andere Individualist in unserer Mannschaft doch lernfähiger ist in Sachen Einstellungsveränderung und sich zum Teamplayer mausert.

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  • Bochum verkörpert momentan vieles, was wir uns beim FCN wünschen, da ist zb. der Satz..

    „Mit Hochstätter und dem neuen Vorstand Wilken Engelbracht hat sich viel getan. Da ist Kompetenz am Werk.“

    Den Satz würde ich gerne einmal mit anderen Namen vom Club sagen können. Zudem können sie den Verbee(s)kischen Traum leben.

    Dennoch die Wahrheit liegt auf dem Platz am Sonntag. (tendentiell mit gemischten Gefühlen)

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      • Alexander Endl – Clubfans United:
        juwe,

        schon bezeichnend die Worte von Weiler gestern in der Pk:

        „Das Verbeek-System hat ja hier mal phasenweise funktioniert, vielleicht hätte man da mehr Geduld haben müssen!“

        Ja wobei ich die Aussage Weilers auch als Kritik an diesen Verbeek Träumen empfinde, die unter Fans immer noch kursieren.

        So ähnlich, wenn mich mein Chef fragt, wie es um die Funktionalität einer Anwendung steht und ich würde dann sagen ..“es hat phasenweise funktioniert“

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        • juwe,

          juwe: Ja wobei ich die Aussage Weilers auch als Kritik an diesen Verbeek Träumen empfinde, die unter Fans immer noch kursieren.

          So ähnlich, wenn mich mein Chef fragt, wie es um die Funktionalität einer Anwendung steht und ich würde dann sagen ..“es hat phasenweise funktioniert“

          Ich hatte das Weiler-Statement eher dahingehend interpretiert, dass ein Verein, der einen Trainer gezielt holt, weil dieser Trainer für eine bestimmte Idee von Fußball steht, dann auch an diesem Trainer erstmal konsequent festhalten sollte. Verbeek stand damals für eine offensive Spielphilosophie, die in erster Linie auf vorhandenes Spielermaterial setzt und versucht, damit das Maximum rauszuholen. Eine Methode „Klassenerhalt um jeden Preis“ kam in diesem Ansatz nicht vor. Wenn darin das eigentliche Ziel des Vereins bestanden haben sollte, hätte es dafür mit Sicherheit besser geeignete und von der Persönlichkeit her einfacher zu handhabende Trainertypen gegeben als Verbeek.

          Bei Ismael war ein bisschen unklar, wofür er stand (außer für „jung, unverbraucht und vom alten Chef über den grünen Klee gelobt“), aber zumindest Weiler wurde – zumindest in der offiziellen Darstellung – auch wieder für eine konkret von ihm vertretene Spielidee geholt (sinngemäßes Zitat von ihm irgendwo rund um die Anfangs-PK: „Ich glaube daran, dass man für aktiven und offensiven Fußball irgendwann auch belohnt wird.“).

          Zumindest bei Weiler sollte man jetzt auch mal konsequent bleiben und das Ding eisern bis zum Vertragsende durchziehen, finde ich. Dass Panikreaktionen bei der Besetzung der Trainerposition die sportliche Lage nicht besser machen, hat man an der Kette Verbeek -> Prinzen -> Ismael -> Weiler ja überdeutlich gesehen.

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  • Nachdem ich gestern neunzig Minuten in Fürth leiden musste und nicht wie üblich für 90 Minuten Leid in Fürth bezahlt wurde, sondern ganz freiwillig diese Doppelstunde absaß, muss ich sagen: Ich kann das nicht mehr sehen. Ich kann mich mit Zweitligafußball nicht zufrieden geben. Das will ich nicht den Rest meines Lebens sehen. Gegen Fürth-Frankfurt war Club-Sechzig wirklich noch Top-Niveau und das war ja schon eher schwach. Daher kann ich auf Dauer nicht mit den kleineren Brötchen leben, da sie mir nicht schmecken. Ich hab da dann auch kein Problem damit, wenn Wolf, Schmelzer, Bögl oder ein großer Unbekannter Geld zuschießen. Aber ja, das ist ein schwieriger Spagat, der letztlich aber einer klaren Antwort bedarf. Ich kann an der Stelle nur (nochmal) auf die Titelstory im neuen 11 Freunde hinweisen. Die berichtet davon, wie St. Pauli diesen Spagat versucht.

    „Das Verbeek-System hat ja hier mal phasenweise funktioniert, vielleicht hätte man da mehr Geduld haben müssen!“…Es klingt fast so, dass Weiler sich wünschen würde, es wäre so gekommen. 😉

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  • Das Verbeek-System hat ja hier mal phasenweise funktioniert, vielleicht hätte man da mehr Geduld haben müssen!“

    So ähnlich, wenn mich mein Chef fragt, wie es um die Funktionalität einer Anwendung steht und ich würde dann sagen ..“es hat phasenweise funktioniert“

    Ich sehe das noch etwas anders. MIt einer Anwendung im IT Bereich ist das nicht zu vergleichen, weil dort funktioniert es, wenn das Programm und die Hardware stimmt. Im Fußball gibt es leider Dinge wie Form und Verletzungen, sprich ein prinzipiell gutes System, wie das von Verbeek kann scheitern.

    Und so verstehe ich auch die Aussage von Weiler, dass man auch bei ihm Geduld haben sollte. Schließlich hat er zu Beginn gezeigt, dass er sportlichen Erfolg bringen kann und die zweite Forderung neben Geduld ist die, dass man dem Trainer dann auch die richtigen Spieler geben muss. Spieler die zu seinem System passen und genug Spieler, dass auch Ausfälle kompensiert werden können.

    Weiler hat ja in der Pressekonferenz auch darauf hingewiesen, dass er genau die aktuelle Leistung vorhergesagt hat und noch einmal explizit darauf hingewiesen, dass dies nicht als Ausrede gewertet werden kann, sondern, dass dies eben das Leistungspotential der Mannschaft abbildet.

    In Nürnberg mag man das nur nicht so gern hören, da ist jeder davon überzeugt, dass die Zusammenstellung der Mannschaft falsch ist, aber der Trainer soll dann bitte aus der schlechten Mannschaft eine Siegertruppe machen. Diese Diskrepanz führt hier immer wieder zu Enttäuschungen, mit etwas realistischem Denken, müssten solche Enttäuschungen nicht sein.

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    • Armin Busch: Diese Diskrepanz führt hier immer wieder zu Enttäuschungen, mit etwas realistischem Denken, müssten solche Enttäuschungen nicht sein.

      Gegen 1860 aber auch in Freiburg waren nicht primär die Ergebnisse, die Enttäuschung, aber die Art und Weise, wie man aufgetreten ist. In beiden Fällen über große Teile bodenlos ohne sichtbare Weiterentwicklung.

      Ich kann jeden Fan verstehen, der zu einem Montagsspiel anreist und dann 1:12 Ecken gegen 1860 im eigenen Stadion ansehen muß.

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      • juwe,

        Gegen 1860 aber auch in Freiburg waren nicht primär die Ergebnisse, die Enttäuschung, aber die Art und Weise, wie man aufgetreten ist. In beiden Fällen über große Teile bodenlos ohne sichtbare Weiterentwicklung.

        Es geht bei der Einschätzung von Weiler auch nicht primär um die Ergebnisse, es geht um die Klasse der einzelnen Spieler und inwiefern diese sich in die Mannschaft einbringen (können) und ihre Aufgaben erfüllen.

        Die Defizite in der fußballerischen Klasse und die Defizite in der mannschaftsdienlichen Arbeit lassen sich aber bei 25jährigen oder älteren Spielern nicht mehr so leicht verändern.

        Btw. hier zeigt sich auch der Fehler bei Alex Aussage, dass Weiler doch dafür verantwortlich ist, dass die Spieler ihre Aufgaben erledigen, wenn die Personalabteilung bei einem IT Unternehmen lauter Schreiner einstellt, dann kann man dem Abteilungsleiter auch nicht vorwerfen, dass er es nicht schafft seine Mitarbeiter erfolgreich einzusetzen. Zugegeben, das ist jetzt sicher etwas übertrieben geschrieben, aber es zeigt eben die Probleme die Weiler hier hat.

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        • Armin Busch,

          Das mag Dine Meinung sein, ich habe da eine andere.
          Unbstreitbar ist aber die Tatsache, wie von juwe schon erwähnt, dass bei Standards keinerlei Zuordnungen zu sehen sind sowie keine einstudierten Laufwege erkennbar sind.
          Um bei Deinem Beispiel zu bleiben, selbst in einer IT Abteilung kann ich Schreinern beibringen, wie sie den Rechner einschalten 😀

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  • Sich mit kleineren Brötchen abfinden wäre KAPITULATION: das Sich-Arrangieren mit dem (vermeintlich) unabänderlichen Umstand, dass „unsere Zeit vorbei ist“. Tradition wäre dann nur die AUSREDE dafür, dass wir nicht mehr auf dem Level mithalten können, das unsere Tradition begründete.

    Ich weigere mich, so zu denken. Es kann doch nicht darum gehen, den 1. FC Nürnberg ins Museum zu stellen – und sich dabei noch wohl zu fühlen.

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  • Da muss ich dann aber auch Weiler paraphrasieren, der sagt, dass Weiterentwicklung bei einer letztlich doch sehr anders aufgestellten Mannschaft, der falsche Begriff ist. Ob sich etwas entwickelt, ist eben nicht nach einem, nicht nach drei und wahrscheinlich nicht mal nach fünf Spielen zu erkennen. Entwicklung ist etwas viel langfristigeres. Das muss man Weiler (so sehr mich andere Kommunikation von ihm stört), dass er da stets drauf hingewiesen hat. Man kann jetzt sagen, dass es seine Aufgabe wäre, diese Anlaufschwierigkeiten zu verhindern, ist auch richtig, ist halt die Frage, ob es jemanden gäbe, der das könnte oder das nicht „systemimmanent“ ist und da nicht einfach wirklich die Geduld gefragt ist, die Weiler beim Verbeek-Fußball in Nürnberg vermisst hat.

    Da der Fußball permanentes Tagesgeschäft ist hat aber niemand (da nehm ich mich gar nicht aus) die Geduld wirklich mal eine Saison abzuwarten und danach zu sagen Daumen hoch oder Daumen runter für den Trainer. Es ist alles sofort zu beurteilen und man muss auch stets sofort handeln. Dass 80% der Trainerwechsel punktemäßig nichts bringen (so gesehen ist Weiler ja sogar schon eine positive Ausnahme, da er den Punkteschnitt zum Vorgänger erheblich gesteigert hat), wird da gern ignoriert.

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  • Dafür dass bei Standards keine Zuordnung erkennbar sein soll, ist die Bilanz von einem Tor und einem Gegentor aus gegenerischen Ecken und Freistößen in den letzten drei Spielen aber doch ordentlich. 😛

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    • Florian Zenger,

      das haben sie hauptsächlich der Unfähigkeit der 60er zu verdanken. Ganz zu schweigen von den zweiten Bällen, die sie den Gegnern quasi vorlegen. Vom Spiel in Freiburg ganz zu schweigen.

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  • Ich dachte, der Trainer wird fürs Ergebnis bezahlt? Und das Ergebnis in der Bilanz stimmt doch. 😛

    Freiburg? Da war das Saldo aus Ecken und Freistößen doch sogar +1 (3:0 – 4:1 und 4:2) für den FCN. 😀

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      • Alex:
        Florian Zenger,

        ich kann diese Friede Freude Eierkuchen Stimmung, die nach dem Abgang des Alleinschuldigen im Umfeld herrscht, leider nicht teilen.

        Ich weiß nicht was Du erwartest??? Da werden isländische und rumänische Ligen abgegrast nach neuen Spielern, dann hat Du Spieler wie Petrak und Bulthuis in der ersten Mannschaft, da wird Pinola am Anfang der Saison quasi rausgeschmissen und mit diesen Personal erwartetest Du dann Zauberfussball oder was??? Mich ärgert maßlos, dass der Hauptverantwortliche noch bis zum 30.09. rumpfuschen darf und Wolf nicht auch gleich gekündigt wurde.

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  • Welchen Verein meinst Du mit Friede, Freude, Eierkuchen? Sicher nicht den, der sich seit Wochen in offenen und öffentlichen Grabenkämpfen ergeht?

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  • Also Friede, Freude, Eierkuchen kann ich auch nicht sehen. Im Gegenteil, jetzt scheinen die Bader-Couch-Freunde den Kopf von Weiler zu fordern, sozusagen als Kompensation für den Verlust ihres Manns, Auge um Auge, Zahn um Zahn.

    Es wird noch lange dauern bis der Verein zur Ruhe kommt, ich hoffe, dass dann nicht schon zuviel Porzellan zerschlagen ist.

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    • Armin Busch:
      Also Friede, Freude, Eierkuchen kann ich auch nicht sehen. Im Gegenteil, jetzt scheinen die Bader-Couch-Freunde den Kopf von Weiler zu fordern, sozusagen als Kompensation für den Verlust ihres Manns, Auge um Auge, Zahn um Zahn.

      Es wird noch lange dauern bis der Verein zur Ruhe kommt, ich hoffe, dass dann nicht schon zuviel Porzellan zerschlagen ist.

      Von Kopf fordern würde ich nicht sprechen, also ich fordere sicher nicht Weilers Kopf also meinungsmäßig, ich meine aber trotzdem es müßte nach einer kompletten Vorbereitung schon Strukturen erkennbar werden in einer Mannschaft und Spieler punktuell ersetzen müßen alle Mannschaften.
      Es würde vielleicht auch niemand kritisieren wenn es gelegentlich unrund läuft, aber mitunter geht das soweit, daß man den Eindruck bekommt, diese Truppe spielt erst seit einer Woche zusammen und wir haben ja immerhin ein großes Gerüst aus letzter Saison, aber sichtbar ist davon nichts.

      Ich finde es geht (im Moment) nicht ums entlassen, sondern jetzt muß einfach mal etwas kommen von Trainer und Mannschaft und nicht immer wieder Totaleinbrüche. Weiler mag in der Sache schon Recht haben, wenn er immer wieder andeutet wie gestern in der PK, „es sei beim Club ja bekannt daß viele den Kader zusammenstellen“, aber das hilft nicht weiter, es muß jetzt nach etlichen Monaten auch mal seine Arbeit auf dem Platz sichtbar werden.

      Das heißt nicht daß wir jetzt alles gewinnen müssen, sondern anders auftreten, als in den ersten 4 Pflichtspielen.

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  • Das erste Mal, daß ich anfange, an Verbeek zu zweifeln nach dieser Aussage:
    „Für mich ist klar, dass die Nürnberger den Aufstieg als Ziel haben. So haben sie eingekauft.“
    :mrgreen:

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  • „Wenn man die Frau, die man an seiner Seite hat, falsch auswählt, kann man es hinterher nicht ändern.“

    Es wundert mich, dass dieser Satz, den Weiler gestern in der Pressekonferenz sagte (aus dem Gedächtnis zitiert), hier nicht thematisiert wird.

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    • belschanov:
      „Wenn man die Frau, die man an seiner Seite hat, falsch auswählt, kann man es hinterher nicht ändern.“

      Es wundert mich, dass dieser Satz, den Weiler gestern in der Pressekonferenz sagte (aus dem Gedächtnis zitiert), hier nicht thematisiert wird.

      Habe ich gestern bereits thematisiert im vorherigen Threat zur Umstrukturierung in der Presseabteilung und es wurde munter diskutiert 😮

      in der PK gestern, da waren noch anderen krasse Aussagen. Zwar smart verpackt aber ich fand Weilers Ausführungen fast schon einen Rundumschlag.

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  • Weiler hat hinsichtlich dieser Änderungen aber wenig Hoffnung, wenn ich seinen Satz, dass das mit der Änderung aber schwierig wird, wenn man älter als 15 Jahre sei, richtig verstehe.

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