Der FCN propagiert den Neuanfang

Mit dem 1.9. hat der FCN einen neuen Vorstand. Michael Meeske stellte sich heute der Presse vor. Gleichzeitig propagierten alle Anwesenden eine Art Neuanfang für den FCN. Die Rolle des „Ruckredners“ kam dabei nicht Meeske selbst zu, sondern Aufsichtsratschef Grethlein, der Meeskes Arbeitsbeginn als „wichtiges Etappenziel beim Umbau, in dem sich der FCN seit Februar befindet“ bezeichnete. Grethlein hob heraus, dass Meeskes Aufgabenbereich deutlich weiter gefasst ist als der seines Vorgängers Ralf Woy. Meeske erhält, unter dem Titel „kaufmännischer Vorstand“, neben den Bereich Finanzen und Verwaltung auch die Bereiche „Marketing und Öffentlichkeitsarbeit“, die bislang bei Martin Bader angesiedelt waren. Grethlein begründete diese Schritte mit zwei Faktoren. Zum einen sehe man in den hinzugekommenen Bereichen „erhebliche Defizite“, die mit mehr Transparenz und Effektivität behoben werden sollen. Zum anderen weil sich der noch zu findende Sportvorstand – in dessen Suche durch den Aufsichtsrat Meeske nicht eingebunden ist, er aber zu einzelnen Kandidaten befragt wird – nach Amtsantritt vollends auf den Sport konzentrieren kann.

Grethleins Kritik am bisherigen Arbeiten beschränkte sich nicht auf die bisherige Aufgabenverteilung. In deutlichen Worten machte er klar, dass alle Beteiligten in den letzten Jahren Fehler gemacht haben und schloss in diese Kritik sein Gremium ausdrücklich mit ein: „Im Zuge der Aufarbeitung ist uns klar geworden, dass jeder wieder die Rolle einnehmen muss, die ihm zugedacht ist und ihm auf Grund seiner Kompetenz und Funktion auch zusteht. Wir werden künftig wieder klare Zuordnungen und Zuständigkeiten haben. Intern können und müssen wir über alles diskutieren, doch öffentliche Aussagen müssen von Kompetenz und Zuständigkeiten und nicht von Eitelkeiten geprägt sein. Wir lassen es nicht mehr zu, dass der 1. FC Nürnberg, seine Organe, seine gewählten Amtsträger oder seine Mitarbeiter von innen heraus öffentlich angegriffen werden. Das stellt Eigeninteressen vor Vereinsinteressen. Es geht hier nur noch um den 1. FC Nürnberg, nicht um einzelne Personen, kein Ich ausschließlich Wir.“ Jener Kritik an der öffentlichen Kommunikation schloss sich Meeske im Verlauf der Vorstellung ausdrücklich an: „Wir zunächst versuchen müssen, die Unruhe im Umfeld und in der Kommunikation zu reduzieren. Das wird nicht ganz einfach sein, weil ja nicht alles direkt unserer Verantwortlichkeit untersteht. Wir haben die Möglichkeit die Kommunikation ein Stück weit smarter, ein Stück weit aktiver zu strukturieren, gerade weil mit meiner Person das Führungsvakuum beendet wird und es für Gremien wie den Aufsichtsrat gar nicht möglich ist, die operativen Kommunikationsaufgaben zu übernehmen.“ In diesem Bereich sieht der neue Vorstand auch eine seiner Hauptaufgaben in den ersten Wochen beim FCN, auch da es in diesem Bereich in Sachen Transparenz und Klarheit deutliche Verbesserungsmöglichkeiten gibt.

Die andere große Aufgabe, so Meeske, seien die Finanzen: „Da haben wir an Boden verloren, logischerweise, wenn man zwei Jahre hinter den Erwartungen zurückbleibt, dann schlägt sich das auch auf die Zahlen nieder. Das ist naturgemäß so und da werden wir Gegenmaßnahmen einleiten müssen und nach einer sauberen Bestandsaufnahme ein Stück weit restrukturieren.“ Er sei aber auch überzeugt, dass die Probleme zu bewältigen sind. Er nahm in diesem Bereich auch Bezug auf Aussagen, die Grethlein kurz zuvor getroffen hatte. Der Aufsichtsratschef meinte: „Bei allen Schwierigkeiten die wir haben, ich bin sicher, dass die meisten Zweitligisten und vielleicht sogar der ein oder andere Erstligst froh wären, wenn sie unsere – wie man heute sagt – Assets zur Verfügung hätten. Denn trotz der derzeitigen Zweitklassigkeit, sind wir der Auffassung, dass der 1. FC Nürnberg erstklassiges Potential hat. Dies möchte ich nicht nur sportlich verstanden wissen. Erstens haben wir ein riesiges Umland und Umfeld in dem es viele treue Fans gibt. Zweitens verfügen wir über eine Infrastruktur, die sich wahrlich sehen lassen kann. Drittens sind wir mitten in einer der größten Wirtschaftsregionen Deutschlands, der Metropolregion Nürnberg. Viertens haben wir eine Tradition, die unserem Club in Deutschland noch immer Strahlkraft verleiht. Wir sehen also Chancen, die es stärker zu nutzen und zu ergreifen gilt.“

Sowohl Grethlein als auch Meeske setzen im Bereich der Finanzen, so scheint es, auch darauf Mehrerlöse durch besseres Marketing zu erzielen. Meeske meinte, hier sei der FCN hinter die Erwartungen geraten und sieht in diesem Bereich vor allem die Frage, „welche Relevanz hat der Club, kann der Club haben, mit all seinem Potential, auch dahingehend was abseits des Platzes passiert“ im Vordergrund. Dies bedeute nicht, dass man nun das Konzept von St. Pauli kopieren werde, bei dem teilweise die Dinge abseits des Platzes so strukturiert waren, dass das Geschehen auf dem Platz gar nicht mehr so wichtig war. Trotzdem, so der neue Vorstand, habe „ein Verein wie der Club in seiner Umgebung eine extreme gesellschaftliche Relevanz.“ Gerade im Marketingbereich will Meeske auch überlegen, inwiefern die Öffentlichkeit eingebunden werden kann. Als Beispiele aus seiner Tätigkeit bei St. Pauli nannte er das Stadiondesign und Merchandisingkollektionen. Man müsse „die Öffentlichkeit noch stärker mitnehmen auf dem Weg zurück in eine klare Erstligaperspektive für den Club“. Es gebe jede Menge zu tun, Rückschläge und Negativschlagzeilen, spornten ihn aber an, so dass er dies in positive Energie umwandle.

Insgesamt waren alle Beteiligten bemüht einen Schlussstrich unter die Querelen der letzten Wochen zu ziehen und Meeskes Dienstbeginn als Startschuss in Sachen Neuanfang zu inszenieren. Dazu gehörte auch, dass ein Name kein einziges Mal fiel: Martin Bader. Selbst als Meeske sich bei dem bisherigen kommisarischen Vorstand, Mario Hamm und den Mitarbeitern, die ihm in den letzten Wochen bereits Informationen gegeben hatten, bedankte, fiel der Name des Noch-Sportvorstands nicht. Es sollte ja schließlich ein Neubeginn sein.

96 Gedanken zu „Der FCN propagiert den Neuanfang

  • Finde dass die Pressekonferenz Hoffnung auf Besserung gibt. Meeske ist also der neue starke Mann beim FCN. Fande gut dass auch Grethlein von Fehlern sprach und dass offenbar allen klar ist dass die Außendarstellung und die Transparenz in letzter Zeit ne Katastrophe war. Einsicht ist der erste Weg zur Besserung.

  • Das hört sich ja sehr vernünftig ung gut strukturiert an. Da kann man nur hoffen und wünschen, dass der Michael Meeske sich auch von den Widerständen, die aus den „alten Strukturen“ kommen werden, nicht beeindrucken lässt.

    Ein Besonderes Danke! an CU in Gestalt von Florian dafür, dass auch zu so „trockenen Themen“ jemand hingeht und überaus ausführlich berichtet – mehr als der Verein selbst und alle anderen Medien zusammen. Ist ja auch keine Selbstverständlichkeit…

  • Dazu gehörte auch, dass ein Name kein einziges Mal fiel: Martin Bader.

    Köstlich. Warum das denn? Nach der langen Regentschaft?
    Nicht sehr souverän.

    • chlodwig:
      Dazu gehörte auch, dass ein Name kein einziges Mal fiel: Martin Bader.

      Köstlich. Warum das denn?

      Bader sah ich so eben mit Tochter durch den Regen rennen in der Innenstadt mit einem neuen Anzug über den Arm Richtung Parkhaus. Den braucht er vielleicht für Hannover.

    • chlodwig:
      Dazu gehörte auch, dass ein Name kein einziges Mal fiel: Martin Bader.

      Köstlich. Warum das denn? Nach der langen Regentschaft?
      Nicht sehr souverän.

      Jede Erwähnung Baders wäre doch im Umfeld wieder endlos interpretiert worden und hätte letztlich dem Neuen den Einstieg erschwert.

      Ich fand es jedenfalls gut gelöst.

  • Ein wenig wundere ich mich schon, dass der neue nicht in die Suche für den Vorstand Sport eingebunden ist, natürlich kann es nicht die Aufgabe von Meeske sein, diesen auszuwählen, aber die beiden müssen ja dann sehr eng Zusammenarbeiten, da ist die persönliche Ebene auch nicht ganz uninteressant.

    Allerdings halte ich die Konstellation mit zwei gleichberechtigten Vorständen nach wie vor für nicht ganz glücklich.

    • Armin Busch:
      Ein wenig wundere ich mich schon, dass der neue nicht in die Suche für den Vorstand Sport eingebunden ist, natürlich kann es nicht die Aufgabe von Meeske sein, diesen auszuwählen, aber die beiden müssen ja dann sehr eng Zusammenarbeiten, da ist die persönliche Ebene auch nicht ganz uninteressant.

      Auf die Frage, ob er eingebunden werde, hat Meeske, für mich, ganz interessant reagiert. Er hat einerseits gesagt, er sei nicht eingebunden (ganz im Sinne des propagierten Prinzips, jeder soll das machen, wofür er da ist), gleichzeitig hat er aber auch gesagt, er ist zu dem einen oder anderen Namen befragt worden. Von daher gehe ich einfach davon aus, dass er nicht sucht, aber bei einer Findung nicht übergangen wird.

      • Florian Zenger: Auf die Frage, ob er eingebunden werde, hat Meeske, für mich, ganz interessant reagiert. Er hat einerseits gesagt, er sei nicht eingebunden (ganz im Sinne des propagierten Prinzips, jeder soll das machen, wofür er da ist), gleichzeitig hat er aber auch gesagt, er ist zu dem einen oder anderen Namen befragt worden. Von daher gehe ich einfach davon aus, dass er nicht sucht, aber bei einer Findung nicht übergangen wird.

        Genau auch mein Eindruck!!

        Ein sympathischer Typ,der neue Vorstand Macht einen sehr souveränen,eloquenten Eindruck. Ich wünsch ihm alles Gute bei uns. Herzlich willkommen!

  • Ob Stanislawski für den Posten Sportvorstand in Frage käme, oder wäre das dann zuviel St. Pauli in Franken ;-)?

    Immerhin hat er das mal recht erfolgreich bei St. Pauli gemacht und vielleicht hat er mit seinem REWE-Markt jetzt noch mehr wirtschaftliche Erfahrung machen können.

  • Ich geb mal den Weiler: Der Meeske macht einen aufgeräumten Eindruck.

  • Habt Ihr die Stärke seiner Hand prüfen können?
    Wie gut ist er denn im Aufräumen? 😛

  • Und insgesamt sollte das Umfeld nun wirklich auch mal zur Ruhe kommen und den Verantwortlichen eine faire Chance geben. Grethleins Rede klingt fast schon ein bisschen nach einer Verteidigungs- und Wiederwahlrede, ist aber sehr offen und selbstkritisch. Meeske wird sicher einige Ideen haben wie sich das Potential des FCN besser (auch hinsichtlich Geld) nutzen lässt. Auch die Neustrukturierung der Verantwortlichkeit macht absolut Sinn, er ist der Mann fürs „drum rum“ Öffentichkeit, Marketing und Verwaltung, Mr. X rein fürs Sportliche (erhöht die Chance dort einen wirklichen Fussball Sachverständigen zu holen).
    Nur eine kritische Frage bleibt dann noch: Was bitte ist/bleibts Wolfang Wolfs Rolle in der neuen Konstellation? Sehe dann wirklich keinen Bedarf mehr für ihn. Jemand eine Idee?

    • fredvomjupiter,

      Das bisher nicht ausgegebene Geld geht vielleicht für den Fehler drauf Wolfgang Wolf installiert zu haben.Der geht dann zu einem Zeil auf das Umfeld zurück, das vehement ein Mehr an sportlichem Sachverstand gefordert hatte.und auch das Gehalt von Wolf dürfte finanzielle Mittel gebunden haben.Ich kann mir keinen Kandidaten als Sportvorstand vorstellen,der Wolf noch unbedingt haben möchte.Nicht zu vergessen,wir haben da noch einen Trainer,der in diesem Bereich gerne mit diskutiert und kommentiert.

      • Christian-Berlin: Das bisher nicht ausgegebene Geld geht vielleicht für den Fehler drauf Wolfgang Wolf installiert zu haben.Der geht dann zu einem Zeil auf das Umfeld zurück, das vehement ein Mehr an sportlichem Sachverstand gefordert hatte

        Das widerspricht sich ja schon fast, das Umfeld hat mehr sportlichen Sachverstand gefordert und nicht Wolfgang Wolf. Das war wieder mal ein ein fragwürdige personelle Entscheidung dessen, der bald nicht mehr da ist.
        Der Ansatz war der richtige, aber man hat auch diese Chance verpaßt.

  • Meeske macht einen guten Eindruck: unaufgeregt und fähig, klar zu kommunizieren.

    Grethlein hätte sich seine lange Ansprache zu diesem Zeitpunkt auch sparen können. Das war eigentlich Meeskes Bühne.
    Außerdem nervt mich Grethleins Haltung. Es geht nicht um Schuld. Es geht darum, klar anzusprechen, wo Fehler gemacht wurden, wann die erkannt wurden. Es hilft unserem Verein nicht weiter, wenn man das alles unter Teppich gekehrt läßt.

    Ich erwarte von unserem Aufsichtsratsvorsitzenden auf der JHV eine Erklärung, wieso es solange gedauert hat, bis die dafür Verantwortlichen zur Verantwortung (ist was anderes als Schuld!!!) gezogen wurden bzw. wann sie es werden.

    Ich erwarte vom Aufsichtsratsvorsitzenden (da das noch nicht in Meeskes Amtszeit fiel) eine Erklärung, weshalb der Aufsichtsrat einen solch aufgeblähten Verwaltungsapparat akzeptiert (oder empfohlen?) hat und weshalb immer neue Posten geschaffen wurden (sportlicher Leiter, Leiter Finanzen…) anstatt einfach die auszutauschen, die dafür verantwortlich und nicht hinreichend kompetent waren.

    Ich erwarte vom Aufsichtsratsvorsitzenden eine Erklärung, weshalb man dieses Kommunikationschaos in den letzten Monaten zugelassen und damit viel Porzellan zerschlagen hat. Das kann doch nicht sein, daß man das als Problem erkennt und dann erstmal monatelang hilflos zuschaut, wie das Chaos immer stärker wird.

    Wenn es daran lag, daß man niemand Kompetenten hatte, erwarte ich eine gute Begründung, weshalb man Meeske nicht schon früher holen konnte. Ich bezweifel (auch wegen der Formulierung Meeskes, das das eine ziemliche Hängepartie über mehrere Wochen war), daß das nur an St. Pauli lag.

    Und er sollte endlich aufhören, den Eindruck zu vermitteln, daß Kritiker ohne Not auf Mißstände hingewiesen haben.

    Es geht für Meeske auf nicht um Verteidigung und Angriff, sondern um sinnvolles, planvolles Arbeiten.

    Zu Meeske: Herzlich willkommen. Und ich hoffe sehr, daß der Schwung, den er mitbringt ansteckend wirkt, daß bald ein Sportvorstand an seiner Seite steht, mit dem er die Lösungen für die Probleme umsetzen kann. Und ich hoffe, daß das Lösungen sind, die unseren Verein wieder erstligafähig machen.

    • Beate60,

      ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie empfinde ich Deine Vorwürfe an Grethlein als Nachtreten.

      Laß doch mal Woys Reinvestition der Transfererlöse in den sportlichen Bereich, die Installation Wolfs und die Bader-Frage raus. Für das alles kann Grethlein nichts und dann bleibt von Deinen Vorwürfen nichts mehr übrig.

      Selbst das mediale Gewitter kann man dem AR nur mittelbar vorwerfen. Es ist nicht seine Aufgabe, den Verein nach außen zu vertreten. Man hätte nach der Demission Baders einen Verantwortlichen bestimmen müssen, der das übernimmt. Aber der hätte auch nicht verhindern können, daß irgendjemand der Bild Halbwahrheiten steckt oder ein Trikotsponsor seine Funktion und sich selbst überbewertet.

      Du beklagst selbst gerne, daß sich niemand fände, der bereit wäre, beim Club das Ehrenamt eines Aufsichtsrates zu übernehmen.

      Würdest Du Dich freiwillig regelmäßig auf diese Weise in einen Rechtfertigungsnotstand drängen lassen?

      Würdest Du Dir regelmäßig Unterstellungen und Fragen gefallen lassen, denen Du nicht entkommst, weil es Dir einfach unmöglich ist, sie zu beantworten?

      Ich jedenfalls nicht. Und ich bräuchte in dem Fall auf der JHV auch kein Mikro mehr…

      • Nick:
        Beate60,

        ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie empfinde ich Deine Vorwürfe an Grethlein als Nachtreten.

        Laß doch mal Woys Reinvestition der Transfererlöse in den sportlichen Bereich, die Installation Wolfs und die Bader-Frage raus. Für das alles kann Grethlein nichts und dann bleibt von Deinen Vorwürfen nichts mehr übrig.

        Selbst das mediale Gewitter kann man dem AR nur mittelbar vorwerfen. Es ist nicht seine Aufgabe, den Verein nach außen zu vertreten. Man hätte nach der Demission Baders einen Verantwortlichen bestimmen müssen, der das übernimmt. Aber der hätte auch nicht verhindern können, daß irgendjemand der Bild Halbwahrheiten steckt oder ein Trikotsponsor seine Funktion und sich selbst überbewertet.

        Du beklagst selbst gerne, daß sich niemand fände, der bereit wäre, beim Club das Ehrenamt eines Aufsichtsrates zu übernehmen.

        Würdest Du Dich freiwillig regelmäßig auf diese Weise in einen Rechtfertigungsnotstand drängen lassen?

        Würdest Du Dir regelmäßig Unterstellungen und Fragen gefallen lassen, denen Du nicht entkommst, weil es Dir einfach unmöglich ist, sie zu beantworten?

        Ich jedenfalls nicht. Und ich bräuchte in dem Fall auf der JHV auch kein Mikro mehr…

        Ich würde mich nicht zur Wahl stellen und schon gar nicht alsAR-Vorsitzenden aufstellen lassen, sondern vorab erkenen, daß ich mit der Aufgabe überfordert bin. Die Außendarstellung hat sich durch unprofessionelle Äußerungen Grethleins noch mal deutlich verschlechtert.
        Wenn du das als Nachtreten sehen willst, kannst du das tun. Ich seh es als Appell an Herrn Grethlein, sich zu überlegen, ob nicht auch dieses Amt in professioneller Hände übergeben werden kann.
        Vielleicht kann Meeske dabei helfen, entsprechende Kandidaten zu überzeugen. Wäre schön, wenn das dann auch einfach offen kommuniziert werden würde. An und für sich ist da nämlich gar nichts dabei, wenn man als Wähler nicht erst hintenrum erfährt, über welche Wege jemand sich zum kandidieren entschlossen hat.

        • Beate60: Ich würde mich nicht zur Wahl stellen und schon gar nicht alsAR-Vorsitzenden aufstellen lassen, sondern vorab erkenen, daß ich mit der Aufgabe überfordert bin. Die Außendarstellung hat sich durch unprofessionelle Äußerungen Grethleins noch mal deutlich verschlechtert.

          Ich sehe nicht, daß Grethlein überfordert wirken würde und wüsste auch nicht, zu welchem Thema er sich besonders unprofessionell geäußert haben sollte.

          Den Vorschlag, Meeske sollte Kandidaten für den AR überzeugen, halte ich übrigens für lustig. Vor einem Jahr wurden die Gewählten mehrheitlich als Bader-Buddies beschimpft und jetzt ist das plötzlich sogar nötig…

          • Nick: Ich sehe nicht, daß Grethlein überfordert wirken würde und wüsste auch nicht, zu welchem Thema er sich besonders unprofessionell geäußert haben sollte.

            Den überforderten Eindruck hatte ich auch nicht und was unprofessionell ist, ist so eine Sache. Manche würden gar manchem Politiker besonderes Geschick unterstellen, wenn er stets die Unwahrheit sagt und trotzdem immer wieder gewählt wird.

            Aber dass Grethlein manches mal im Sinne seiner Glaubwürdigkeit geschwiegen hätte, kann ich durchaus als Ansicht teilen. Ein paar Beispiele:

            Vereinsintern sei Bader zwar nicht der Sündenbock gewesen, beteuerte er Grethlein. Er musste aber eingestehen, dass der FCN die Verdiente des langjährigen Managers um den Verein „nicht mehr nach außen kommunizieren“ konnte.
            http://www.sport1.de/fussball/2-bundesliga/2015/07/nuernbergs-aufsichtratsboss-thomas-grethlein-erklaert-trennung-von-martin-bader

            „Es gibt nicht zwei klar trennbare Gruppierungen entlang der Bader-Frage.“
            http://www.kicker.de/news/fussball/2bundesliga/startseite/624216/artikel_grethlein_mit-bader-und-weiler-in-die-neue-saison.html

            „Ich habe bei diesem Treffen, auch auf Nachfrage, keinerlei Dissonanzen zwischen Bader und Weiler gespürt. Beide können sich nicht erklären, wie dieser Eindruck in den Medien entstehen konnte. Es gibt keinen Machtkampf, keinerlei Kompetenzstreit hinsichtlich der Club-Zukunft.”
            http://liga-zwei.de/1-fc-nuernberg-doch-keine-differenzen-zwischen-bader-und-weiler-weniger-einfluss-fuer-chefscout-moeckel/40808

            „Können Sie garantieren, dass Herr Bader auch in der nächsten Saison noch Club-Vorstand ist?
            Grethlein: Wir warten jetzt das Ende der Saison ab und ich gehe davon aus, dass sich an der personellen Situation nichts ändern wird.“
            http://www.donaukurier.de/sport/fussball/zweitebundesliga/Nuernberg-Es-rumort-hinter-den-Kulissen;art154806,3037221#plx127338610

            NZ: Bleiben wir beim Thema Finanzen. Ist die Situation tatsächlich besorgniserregend, obwohl doch im Sommer stattliche Transfersummen zu verzeichnen waren?
            Grethlein: Besorgniserregend? Nein! Die 2. Liga ist für jeden Verein, sportlich wie wirtschaftlich, eine große Herausforderung. Einnahmen sinken von heute auf morgen um mehr als 30 Prozent. Der 1. FC Nürnberg ist gesund und verfügt über Werte, und zwar im doppelten Sinne. Sowohl über ökonomische als auch ideelle Werte, wie seine große Traditon und Fangemeinde.
            http://www.nordbayern.de/sport/fcn-boss-grethlein-wintertransfers-abwarten-1.4065971

            „Die Fans müssen sich keine Sorgen machen, wir werden die Lizenz bekommen“, sagt Thomas Grethlein
            http://www.nordbayern.de/sport/club-lizenz-fur-neue-saison-laut-grethlein-nicht-in-gefahr-1.4378084?cid=19.341900

            • Alexander Endl – Clubfans United,

              ich will Grethlein nicht über Gebühr verteidigen, aber ich sehe keine problematischen Unwahrheiten.

              „Ich habe bei diesem Treffen, auch auf Nachfrage, keinerlei Dissonanzen zwischen Bader und Weiler gespürt. Beide können sich nicht erklären, wie dieser Eindruck in den Medien entstehen konnte. Es gibt keinen Machtkampf, keinerlei Kompetenzstreit hinsichtlich der Club-Zukunft.”

              Das ist eigentlich der einzige Punkt, in dem er sich sehr ungeschickt verhalten hat. Aber auch da kann niemand ernsthaft erwarten, von seinem AR-Vorsitzenden offen informiert zu werden.

              Den Rest halte ich für wahrheitsgemäß. Ich glaube auch nicht, daß es möglich gewesen wäre, den Aussagen zu entkommen. Das war in der Gemengelage nicht möglich. Es gierte ja nicht nur die Presse nach Verwertbarem, auch die Mitglieder wollten permanent öffentlich informiert werden.

              In dem Spannungsfeld hat er sich für meine Begriffe jedenfalls ganz gut geschlagen. Besser geht immer, aber so schlimm, daß man ihn dafür in die Pfanne hauen müsste, war es auch nicht.

              Wir dürfen bei der Beurteilung ja nicht übersehen, daß diese Art der öffentlichen Auftritte gar nicht in der Stellenbeschreibung des AR-Vorsitzenden steht und das Amt auch die von vielen erwarteten/geforderten klaren Worte nicht hergibt. Grethlein hat per Satzung einfach nicht die Kompetenz, ein Machtwort zu sprechen.

    • Beate60,

      Grethlein hätte sich seine lange Ansprache zu diesem Zeitpunkt auch sparen können. Das war eigentlich Meeskes Bühne.

      Da bin ich anderer Meinung, Meeske kann doch jetzt noch gar nicht viel sagen. Wie hätte es gewirkt, wenn Meeske als Neuer, gerade mal einen Tag da nun groß Forderungen nach Neuanfang und mehr Miteinander gestellt hätte?

      Aber es musste auch nach außen klar kommuniziert werden, dass Meeske nicht nur ein Nachfolger für Woy ist, sondern eine andere, wichtigere Rolle hat. Wer wenn nicht der AR sollte das sagen?

      Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Worte auch mit Meeske abgesprochen waren, damit sein Anspruch von dem formuliert wurde, der ihn einsetzt.

      Meeskes „großer Auftritt“ kann frühestens zur JHV kommen, ich bin gespannt wie er dort den Neuanfang kommunizieren wird und welche Schwerpunkte er dort nennen wird. Die JHV wird sicher sehr wichtig für den Verein, dort muss es gelingen, dass der Graben zwischen den Gruppen zugeschüttet wird, es darf aber auch nichts unter den Teppich gekehrt werden. Ich bin gespannt wie Meeske das meistert.

      Dass Meeske erst jetzt kommt dürfte auch der schwierigen Situation des FC St. Pauli zum Ende der letzten Saison geschuldet sein, im Falle eines Abstiegs wäre die Lizensierung für die 3. Liga sicher nicht einfach gewesen, da konnte man den Verantwortlichen nicht vorzeitig aus dem Vertrag lassen. Und Meeske gehört sicher nicht zu den Menschen, die verbrannte Erde hinterlassen wollen, sich also aus seinem Vertrag mit Erpressung hätte stehlen wollen.

      Wenn man der Meinung war, dass Meeske der richtige ist und es spricht einiges dafür, dass die Entscheidung gut war, dann muss man in so einem Fall auch warten können. Hier gilt sicher die Devise Qualität vor Schnelligkeit.

      Im Endeffekt muss man fast sagen, dass es gut war, wie es jetzt gekommen ist. Hätte als erster Meeske auf die schlechte finanzielle Situation hingewiesen, hätte das vielleicht wie Nachtreten geklungen, jetzt kann er die Sanierung der Finanzen weniger vorbelastet angehen und er muss sich auch nicht mit dem alten „starken Mann“ erst auf seine Role einigen.

      Finanzeill hätte er in den letzten 6 Monaten doch wenig machen können, verändern können, sprich die sportliche Situation wäre wahrscheinlich keine andere als heute und damit der Einstieg eher nicht gelungen. Im Nachhinein kann man fast schon froh sein, dass er erst jetzt kommt. Damit ist ein Neubeginn deutlich einfacher, sowohl personell, weil auch im sportlichen bereich klar ist, dass ein Neuer kommt und die beiden dann unbelastet von alten Dingen arbeiten können, als auch finanziell, weil eben die schlechte finanzielle Situation schon öffentlich ist. Er muss also nicht erst schlechte Nachrichten verkünden, sondern kann sich gleich mit der Lösung der Probleme beschäftigen.

  • Im übrigen ist für mich nicht nachvollziehbar, weshalb Meeske bei der Suche nach einem Nachfolger nicht involviert ist, Bader aber schon. Irgendwie sollte mal eine klare Linie rein.

    • Beate60:
      Im übrigen ist für mich nicht nachvollziehbar, weshalb Meeske bei der Suche nach einem Nachfolger nicht involviert ist, Bader aber schon. Irgendwie sollte mal eine klare Linie rein.

      ich denke, die Antwort ist ganz einfach: weil man nicht erst jetzt mit dem Suchen anfängt und Meeske zuvor eben noch anderweitig gebunden war. Die Liste der Kandidaten müsste längst stehen und auf die 2-3 „Endrundenteilnehmer“ reduziert sein, wenn man nicht gar schon in finalen Verhandlungen steckt. Da ist einfach nicht viel mehr drin, als nach der Meinung befragt zu werden. Diese sollte aber letztlich in die Entscheidungsfindung eingehen.

      • Optimist: ich denke, die Antwort ist ganz einfach: weil man nicht erst jetzt mit dem Suchen anfängt und Meeske zuvor eben noch anderweitig gebunden war. Die Liste der Kandidaten müsste längst stehen und auf die 2-3 „Endrundenteilnehmer“ reduziert sein, wenn man nicht gar schon in finalen Verhandlungen steckt. Da ist einfach nicht viel mehr drin, als nach der Meinung befragt zu werden. Diese sollte aber letztlich in die Entscheidungsfindung eingehen.

        Grethlein hat doch selbst gesagt, er habe viele Kontakte mit Meeske gehabt. Aber darüber wurde nicht geredet? Mit Bader aber schon? Wo ist die Logik? Der eine geht und darf über seine Nachfolge mitreden, der andere kommt und man ist nicht bereit, darüber auch mit ihm zu reden?

        • Beate60,

          Vielleicht kann Meeske dabei helfen, entsprechende Kandidaten zu überzeugen.

          Sorry Beate jetzt verrennst Du Dich aber schon, Meeske soll seine eigenen Kontrolleure auswählen?

          • Armin Busch:
            Beate60,

            Sorry Beate jetzt verrennst Du Dich aber schon, Meeske soll seine eigenen Kontrolleure auswählen?

            Wieso seine Kontrolleure auswählen? Ich rede von seinem Kollegen:Sportvorstand. Und auch nicht davon,d aßer ihn auswählen soll, sondern daß er doch wohl mindestens genauso viel Erfahrung und Kontakte mitbringt wie Bader.

            Bei den Aufsichtsratskandidiaten sollte er ein KLima schaffen, das er guten Kandidaten leichter macht, sich zur Wahl zu stellen. Gewählt werden sie doch von der JHV, also den Mitgliedern.

            Ich finde jedenfalls, wir könnten auch bei den Aufsichtsräten mehr Kompetenz dringend brauchen.

        • Beate60: Grethlein hat doch selbst gesagt, er habe viele Kontakte mit Meeske gehabt. Aber darüber wurde nicht geredet? Mit Bader aber schon? Wo ist die Logik? Der eine geht und darf über seine Nachfolge mitreden, der andere kommt und man ist nicht bereit, darüber auch mit ihm zu reden?

          Sehe ehrlich gesagt in dem speziellen Punkt die Aufregung nicht. Dass ein Manager, auch wenn er geht (wohlgemerkt, keine unehrenhafte Entlassung sondern ein einvernehmliches Ende), hinsichtlich potenzieller Nachfolger beratend zur Seite steht und idealerweise die Übergabe noch selbst macht, ist nicht unüblich. Ob er „mit entscheiden“ kann, wage ich mal zu bezweifeln (sonst hätte man sich ja nicht auf Trennung geeinigt).

          • Alexander Endl – Clubfans United: Sehe ehrlich gesagt in dem speziellen Punkt die Aufregung nicht. Dass ein Manager, auch wenn er geht (wohlgemerkt, keine unehrenhafte Entlassung sondern ein einvernehmliches Ende), hinsichtlich potenzieller Nachfolger beratend zur Seite steht und idealerweise die Übergabe noch selbst macht, ist nicht unüblich. Ob er „mit entscheiden“ kann, wage ich mal zu bezweifeln (sonst hätte man sich ja nicht auf Trennung geeinigt).

            Ich bin nicht aufgeregt. Ich find es ein Armutszeugnis, Bader einbinden zu müssen, weil man selbst keine Kontakte hat im Aufsichtsrat und gleichzeitig Meeske da rauszuhalten. Wenn du es anders siehst, wirst du wahrscheinlich auf die Mehrheit der JHV verweisen können, die es wie du sehen.

            • Beate60: Ich bin nicht aufgeregt. Ich find es ein Armutszeugnis, Bader einbinden zu müssen, weil man selbst keine Kontakte hat im Aufsichtsrat und gleichzeitig Meeske da rauszuhalten. Wenn du es anders siehst, wirst du wahrscheinlich auf die Mehrheit der JHV verweisen können, die es wie du sehen.

              Wie kann man quasi in einem Atemzug sagen, dass man sich nicht aufregt, um direkt danach mit einer Hyperbel fortzufahren und pauschal und vorauseilend den Populismus zu beschwören?

              • Alexander Endl – Clubfans United: Wie kann man quasi in einem Atemzug sagen, dass man sich nicht aufregt, um direkt danach mit einer Hyperbel fortzufahren und pauschal und vorauseilend den Populismus zu beschwören?

                Weil das nicht Aufregung sondern Frust ist.

          • Alexander Endl – Clubfans United,

            Das sehe ich anders als Du.

            „Üblich“ ist, dass ein Vorgänger als Berater bei der Wahl seines Nachfolgers fungiert, wenn er von sich aus die Zusammenarbeit beendet bzw. systemimmanent ausscheidet (z.B. Pensionierung).

            „Nicht üblich“ ist, dass jemand, der zum Ausscheiden gezwungen wird – also gegen seinen Willen – bei der Suche nach einem (geeigneteren) Nachfolger gefragt wird.

    • Beate60:
      Im übrigen ist für mich nicht nachvollziehbar, weshalb Meeske bei der Suche nach einem Nachfolger nicht involviert ist, Bader aber schon. Irgendwie sollte mal eine klare Linie rein.

      Ist doch ganz einfach, nur wenn Meeske Vorstandsvorsitzender wäre, also der Vhef des neuen Vorstands Sport könnte er den Nachfolger von Bader maßgeblich mitbestimmen, bei uns ist aber der Aufsichtsrat für die Besetzung der drei Vorstandsposten zuständig, er entlässt und bestellt die Vorstände.

      Insofern kann ich Florian nur recht geben, das Meeske hier sehr gut geantwortet hat, ich hatte ja auch erst den Eindruck, mensch das sollte doch dann gleich Meeske federführend machen. Ist aber nicht sein Job.

      Und Grethlein hat sicher recht, wenner anmahnt, dass bei uns wieder jeder sich mehr auf seine Zuständigkeiten besinnt.

  • Wie viel schneller hätte der AR denn handeln sollen? Wenige Wochen nach der JHV (bei welcher der AR in seiner jetzigen Formation erst zustande kam, daher kann man nur den Oktober 2014 als Startpunkt nehmen, erst recht, wenn man Grethlein anspricht, der kann zu vorher ja gar nix sagen) wurde die Trainerentlassung gebilligt und gleichzeitig angekündigt die Strukturen zu überprüfen. Knapp zwei Monate danach trennt man sich vom einen Vorstand und noch bevor das erste Jahr vorbei ist, auch vom zweiten. Dieser AR in jetziger Besetzung hat doch extrem viel und extrem schnell gehandelt, v.a. vor dem Hintergrund, dass das ein nicht-ständiges Gremium ist. Wieviel schneller hätte das Deiner Meinung nach gegen sollen?

  • Von Meeske habe ich einen sehr positiven ersten Eindruck, professionell, smart, klar kann mir gut vorstellen, daß er von den Unternehmen und der ansässigen Wirtschaft als Ansprechpartner viel besser angenommen wird. Das könnte sich sehr positiv auswirken.

  • Sollte Meeske wirklich der neue starke Mann beim FCN sein, wie es die Presse jetzt veröffentlicht, wäre das durchaus sinnvoll, damit bleibt man auch dann handlungsfähig, wenn es sportlich nicht läuft und im Verein die Entscheidung aufkommt, dass der sportliche Leiter evtl. das Problem sein könnte.

    Mit Bader als starken Mann im Verein, auf den das gesamte Organigramm zugeschnitten war, war man im sportlichen Bereich ja gar nicht handlungsfähig. Der Bereich von Meeske ist viel weniger von kurzfristigen Schwankungen betroffen und hat auch weniger mit Glück zu tun, hier Kontinuität zu halten ist deutlich leichter als im Bereich Sport.

    Dazu kommt, dass Meeske auch weniger angreifbar bei einer sportlichen Talfahrt ist und damit auch der sportlichen Leitung nach außen Schützenhilfe geben kann, am Ende war es bei Bader ja auch eine Frage der Glaubwürdigkeit, die er sich nur selbst ausstellen konnte, immer schwierig.

    Grethlein hat ja nun auch angekündigt, dass der neue sportliche Leiter recht flott kommen wird, soll noch vor der JHV installiert werden, damit solte es nach der JHV dann auch möglich sein, dass sich der AR und auch sein Vorsitzender wieder aus der Öffentlichkeit zurückzieht. Es kann nicht Sinn der Sache sein, dass der AR, bzw. sein Vorsitzender, das Sprachrohr des Vereins sind, dazu sind sie nicht gewählt und auch gar nicht in der Lage.

    Aber Grethlein hat auf der PK dies ja auch schon angesprochen, jeder soll wieder seinen Platz einnehmen und seine Aufgaben bearbeiten.

    Ich bin gespannt wer Vorstand Sport wird, könnte aktuell auch mit der Personalie Wolf gut leben, allerdings hätte diese den Nachteil, dass damit schon der Startschuss für die Diskussion über die Nachfolgeregelung eingeleitet wäre. Insofern sollte es wohl eher ein jüngerer, ambitionierter Mensch sein, der zumindest eine mittelfristige Perspektive mitbringt.

    • Armin: Ich bin gespannt wer Vorstand Sport wird, könnte aktuell auch mit der Personalie Wolf gut leben

      ist aber in der derzeitigen Gemengelage wohl der unglücklichste Schritt, den man machen könnte, weil man den propagierten Neuanfang dadurch ja wieder konterkariert.

      Das Problem ist wohl, dass Wolfs derzeitige Tätigkeit in etwa der Aufgabe des neuen Sportvorstands entsprechen dürfte und somit sein Posten in der aktuellen Form überflüssig wird, auch im Sinne der Verschlankung der Verwaltung.

      Da aber Wolf eher ein Gesicht der Opposition ist, wäre er aktuell der Letzte, von dem ich mich aus den alten Strukturen trennen würde. Ich könnte mir eher vorstellen, dass man Möckel oder Zietsch gehen lässt und Wolf dann deren Bereich zuordnet.

      • Optimist,

        Da aber Wolf eher ein Gesicht der Opposition ist, wäre er aktuell der Letzte, von dem ich mich aus den alten Strukturen trennen würde. Ich könnte mir eher vorstellen, dass man Möckel oder Zietsch gehen lässt und Wolf dann deren Bereich zuordnet.

        langsam bekomme ich Angst.Das ist doch nicht viel anders als vom Regen in die Traufe.Wann war denn der letzte Transfer,bei dem WW verantwortlich war und wer war das?Bei uns hatte er ja bisher angeblich nichts zu sagen,oder?Muss also in seiner äußerst erfolglosen Rostockerzeit gewesen sein.Aber er ist ja sicherlich 1a vernetzt.

        • Christian-berlin,

          Ich sehe WoWo bis zu seinem Vertragsende (abfinden ist zu teuer) auch eher als Ersatz für Möckel. DVDs ansehen kann WoWo genauso und schlechter „scouten“ sicherlich auch nicht. Allerdings benötigt der neue Bader sicherlich keinen erfolglosen Interimsvorgänger, der ihm zwischen den Beinen rumtrampelt.

  • Da die Ressorts der beiden Vorstände neu geordnet werden und der Sportvorstand laut Grethlein gestern ein „reiner“ Sportvorstand wird (kein kaufmännischer und auch nicht für Marketing und Komminkation zuständig) kann das ja nur jemand sein der eine einschlägige Vergangenheit im Fußball hat und das würde dann auch Wolf völlig überflüssig machen. Das wäre kein Schaden.

  • Der erste Eindruck läßt Hoffnung aufkeimen.
    Jetzt braucht der Club noch einen fussballerfahrenen Sport- vorstand mit einem Händchen für junge Talente.
    Vor allem hoffe ich jedoch, daß es Meeske mitttelfristig gelingt dem Club neue Werbeeinnahmen zu generieren. Denn es ist nicht akzeptabel das dieser Verein, zuhause in einer starken Wirtschaftszone, einnahmemässig derart miserabel dasteht.

  • Meeske hat doch klar und deutlich gesagt, dass er zu einzelnen Namen befragt worden ist. Also hat man natürlich auch darüber geredet. Und dass Bader an der Nachfolgersuche beteiligt sei, steht zwar so in der Presse, hat aber keiner der Verantwortlichen bestätigt. Ob das dann wirklich so ist, dass er mitredet, ist also für Außenstehende eigentlich nicht zu beurteilen.

  • Echt interessant, dass als Hauptproblem gesehen wurde bzw. weiterhin wird, dass Bader der omnipräsente Strippenzieher ist, und viel zu viele Mitarbeiter in allen Bereichen seine Spezis wären…

    Und Besserung soll nun bringen, wenn alles auf Meeske ausgerichtet wird, besonders er bei allen Personalfragen maßgeblich zur Entscheidung beitragen soll?

    Einen wirklichen Neuanfang, v.a. auch strukturelle Änderungen, so dass man wirksame Kontrollmechanismen bekommt, kriegt man so ganz sicher nicht. Wäre das gleiche wie bisher nur mit anderen Namen.

    Aus den Fehlern lernen sieht anders aus…

    • Scramjet:

      Einen wirklichen Neuanfang, v.a. auch strukturelle Änderungen, so dass man wirksame Kontrollmechanismen bekommt, kriegt man so ganz sicher nicht.

      Ich hielte es für einen Fehler, jetzt strukturelle Änderungen herbeizuführen. Der Kontrollmechanismus ist da, er hat funktioniert, man hat ihn nur zu spät genutzt.

      Ein Grund dafür lag sicher darin, daß man nicht wusste, wie mit dem Werkzeug umzugehen ist. Dazu kommt die Tatsache, daß man sich denen, die das Werkzeug zu spüren bekamen, über Jahre zu großem Dank verpflichtet sah.

      Ändert man jetzt die Struktur, begibt man sich ohne Not in die gleiche Situation und kann gar nicht aus gemachten Fehlern lernen.

      Wenn überhaupt, müsste eine strukturelle Änderung hin zu einer Umwandlung der Fußballabteilung erfolgen. Das ist aber eine Sache, die man nicht über Nacht geregelt bekommt…

      • Nick,

        Ich sehe nicht, dass der Kontrollmechanismus funktioniert. Genau deshalb steht man doch finanziell so schlecht da, weil offensichtlich ein viel zu hoher Spieleretat in der vergangenen Saison durchgewunken wurde. Genauso wurde das Thema Vermarktung bisher nicht adäquat kontrolliert. Anders kann man diese Bilanz nicht deuten. Entweder, weil im AR die Kompetenz oder die Kontrolle fehlt: beides führt zum gleichen Ergebnis.

        Unabhängig von der Kontrolle muss man Grethlein m.E. komplettes Versagen vorwerfen: Bader viel zu spät entlassen, Bader nicht sofort freizustellen (vorsichtig gesagt höchst ungewöhnlich bei Führungskräften) und ein Vakuum zuzulassen, mindestens ungeschicktes Behandeln des Hauptsponsors, katastrophale Kommunikationspolitik (wurde zum Thema Finanzen die Wahrheit gesagt? Der Club wird aktuell lächerlich gemacht). Klar ist das alles nicht einfach, aber wir benötigen einen AR, der dieser Aufgabe gewachsen ist und nicht die aktuelle Truppe.

        • André:
          Nick,

          Ich sehe nicht, dass der Kontrollmechanismus funktioniert.

          Woy und Bader sind freiwillig gegangen?

          André:

          Genau deshalb steht man doch finanziell so schlecht da, weil offensichtlich ein viel zu hoher Spieleretat in der vergangenen Saison durchgewunken wurde.

          Der Aufsichtsrat winkt keine Etats durch. Das ist das operative Geschäft, für das alleine die Vorstände zuständig sind. Die Vorstände erklären sich gegenüber dem AR und werden dann auf der JHV entlastet oder sie werden eben ersetzt.

          André:

          Genauso wurde das Thema Vermarktung bisher nicht adäquat kontrolliert. Anders kann man diese Bilanz nicht deuten.

          Womit hat nochmal Grethlein die Auswahl Meeskes und die strukurellen Änderungen auf Vorstandsebene begründet?

          Es ist unbestritten, daß es im Bereich Vermarktung große Defizite gibt und auch die sportliche Seite viele Rätsel aufgab und gibt. Das jetzt aber denen vorzuwerfen, die sich daran gemacht haben, diese Problemfelder zu verbessern, halte ich für absolut unangebracht.

          • Nick,

            Die Aufgabe des AR besteht primär in der Kontrolle der operativ verantwortlichen Personen. Und selbstverständlich damit auch in der Freigabe von Etats. Wie sonst sollte sich ein Verein vor Alleingängen und finanziellen Katastrophen schützen?

            • André:
              Nick,

              Die Aufgabe des AR besteht primär in der Kontrolle der operativ verantwortlichen Personen. Und selbstverständlich damit auch in der Freigabe von Etats. Wie sonst sollte sich ein Verein vor Alleingängen und finanziellen Katastrophen schützen?

              Kontrolle heißt aber nicht, jeden Handgriff zu überprüfen.

              Konkret muß der AR dem Haushaltsplan für das kommende Geschäftsjahr zustimmen und dann dessen Einhaltung überwachen. Dieser Haushaltsplan entspricht nicht dem Lizenzspieleretat.

              Welcher Spieler kommt, wieviel Gehalt der bekommt, wer das NLZ leitet, wer das Scouting, darauf hat der AR keinen unmittelbaren Einfluß. Bei den Trainerentlassungen saß er satzungsgemäß im Boot, weil das außerplanmäßige Ausgaben waren. Ansonsten fallen diese Dinge nicht in sein Aufgabengebiet.

              Natürlich kann der Aufsichtsrat bestimmte Vorgaben machen, Richtungen bestimmen und auch teilweise Handlungsanweisungen geben, er kann auch jederzeit mittelbar Druck ausüben. Es ist nur die Frage, wie lange sich der Vorstand das gefallen lässt. Vieles von dem, was im Umfeld an Vorstellungen kursiert, halte ich schlicht und ergreifend für Kindergarten.

              • Nick: Vieles von dem, was im Umfeld an Vorstellungen kursiert, halte ich schlicht und ergreifend für Kindergarten.

                so isses!

              • Nick,

                Ich bitte Dich. Das sind doch nicht „jeder Handgriff“, wenn ich den kompletten Etat, bei dem Personalkosten 80% ausmachen. Die Planung eines Fußballvereins ist doch durch weitestgehend fixe – also planbare – Posten durchsetzt. Die Erlöse rekrutieren sich durch TV-Einnahmen, Sponsoring und Zuschauereinnahmen. Bestehende Verträge und Dauerkartenverkäufe erlauben hier eine gute Planungsbasis. Variabel – also positives Potenzial ist maximal der DFB-Pokal. Von dieser Planung hängen dann die Maximalkosten ab. Hier sind Personalkosten (v.a. Spielertat + 1 kalkulierte Abfindung für den beim Club obligatorischen Trainerwechsel) der dominante Kostentreiber. Insgesamt ist der Anteil an variablen Größen, die schwer planbar sind, viel geringer als in jedem mittelständischen Betrieb, weil die „Auftragslage/Erlösquellen“ viel weniger volatil ist. Und wenn dann bei 14 Mio. Transfererlösen das Geschäftsjahr mit tiefroten Zahlen abgeschlossen wird so dass u.a. die Existenz (Lizenz) gefährdet ist und damit dann auch die weitere Entwicklung auf Jahre hinweg blockiert wird, dann ist das ein totales Versagen der Kontrolle, also des Aufsichtsrates. Es geht hier nicht um welcher Spieler, welches Gehalt. Das ist tatsächlich Kleinkram und zu kleinteilig für den AR. Die operativ Verantwortlichen bekommen vor ein Budget, mit dem sie die vorgegebenen Ziele erreichen müssen – egal wie. Wenn das bei der AR-Wahl nicht als Hauptaufgabe von den Mitgliedern gesehen wird, na dann gute Nacht. Dann wüsste ich allerdings auch nicht, welche Aufgabe der AR noch haben soll. Allerdings wundert mich dann auch nicht die Wahl von so illustren Figuren wie einem Siggi Schneider auch nicht mehr.

  • Echt interessant, dass als Hauptproblem gesehen wurde bzw. weiterhin wird, dass Bader der omnipräsente Strippenzieher ist, und viel zu viele Mitarbeiter in allen Bereichen seine Spezis wären…

    Ich kann nicht sehen, dass hier oder in anderen Foren ein problem darin gesehen wird, dass es einen Chef gibt der den Weg vorgibt, der Verantwortung erhält und der auch gerecht wird. Das Problem das bei Bader gesehen wird ist nicht seine Omnipotenz, sondern dass man ihm keine Lösung der Probleme mehr zutraut, deshalb reagiert ein großer Teil des Umfelds fast schon hysterisch, wenn es den Eindruck hat, Bader soll irgendwo noch mitarbeiten.

    Dazu kommt der Unterschied in der Wahrnehmung von außen, dass Bader der starke Mann am Valznerweiher ist, ohne den nichts geht, selbst die Bestellung des AR scheint durch ihn gelenkt und seinen eigenen Auftritten zuletzt, in denen er alle Eigenverantwortung auf die Schultern seiner Mitarbeiter verteilte und sich selbst nur noch als Teil einer Gruppe definierte. So etwas ärgert den beteiligten Beobachter, man hat dadurch keine Adressaten für seinen Frust.

    Wenn dann noch Aussagen und Handlungen nur schwer zusammenpassen, dann wird es endgültig schwer und am Ende fokussiert sich der Frust und auch die Ablehnung, dann auf den ersten Mann im Verein, das ist nun mal Bader, leider hat er sich an diese Rolle mehr in erfolgreichen Zeiten erinnert, weniger in schwierigen Zeiten, gerade in schwierigen Zeiten ist Führung aber notwendig, wer hier kneift, darf sich nicht wundern, wenn er irgendwann im Mittelpunkt der Kritik.

  • Ich würde mich in der Zusammenarbeit zwischen AR und operativ Verantwortlichen für folgende Struktur stark machen:

    operativ gibt es zwei starke Verantwortliche: 1 Person für die sportlichen Belange (der Einzige, der neben dem Trainer zur sportlicen Situation rede und Antwort steht) und eine Person für alle anderen Themen (Meeske).

    Der AR besteht aus einem 5-köpfigen Team, das eine Art Schattenkabinett aus den zentralen Themen eines Unternehmens/Vereins bildet. Dieses Schattenkabinett stellt 5 Experten, die die Themen Vermarktung, Finanzen, Sport, regionale Wirtschaft/Sponsoren, Mitglieder/Fans glaubwürdig und kompetent vertritt und damit auch kontrollieren (und unterstützen) kann.

    Damit sind die jeweiligen Zuständigkeiten automatisch transparent und es entsteht eine eng zusammenarbeitende, produktive und effiziente Organisation.

    Um mittelfristig attraktiv für Topvertreter im AR zu sein, wäre mein Vorschlag, dass von diesen 5 Posten 3 Posten durch den AR-Vorsitzenden vergeben werden und 1 Posten durch die Mitglieder sowie 1 Posten durch die „Fans“ gewählt wird.

    • André

      Ich sehe nicht, dass der Kontrollmechanismus funktioniert. Genau deshalb steht man doch finanziell so schlecht da, weil offensichtlich ein viel zu hoher Spieleretat in der vergangenen Saison durchgewunken wurde. Genauso wurde das Thema Vermarktung bisher nicht adäquat kontrolliert. Anders kann man diese Bilanz nicht deuten. Entweder, weil im AR die Kompetenz oder die Kontrolle fehlt: beides führt zum gleichen Ergebnis.

      Ich denke die finanziellen Probleme des Vereins waren schon vor der letzten Saison gegeben, vielleicht mit ein Grund für die hektischen Trainerentlassungen in der Saison, der Vorstand wollte wohl verzweifelt in der ersten Liga bleiben, was leider nicht zu rationalen Entscheidungen geführt hat. Die letzte Bundesligasaison ist aber auch wirklich blöd gelaufen, da geht die Vereinsführung zum ersten Mal ins Risiko mit Verpflichtungen wie Ginczek, Drmic und Hasebe, die ganz sicher alle nicht günstig waren und dann geht die Sache so in die Hose.

      Hier hätte der AR vielleicht kontrollierend eingreifen können, aber war dieser Kurs nicht gerade von außen vehement gefordert worden? Hat man nicht schon lange bemängelt, dass der Verein zuwenig Geld in die Mannschaft steckt?

      Der nach dem Abstieg folgende Ausverkauf war sicher auch der schon beim Abstieg vorhandenen kritischen finanziellen Lage geschuldet, aber im Vorstand hat man wohl geglaubt, dass man diese Schieflage noch einmal korrigieren kann. Hat ja insofern geklappt, dass man viel Geld erlösen konnte, aber bei der Zusammenstellung der Mannschaft hat man Fehler gemacht, den größten Fehler hat man aber wohl mit dem jungen unerfahrenen Trainer gemacht.

      Weil man bei der finanziellen Situation nicht ehrlich war konnte man es jetzt auch bei den sportlichen Zielen nicht sein.

      Hier muss man aber klar sagen, dass der AR recht schnell reagiert hat und den Vertrag mit dem Finanzvorstand nicht verlängert hat. Vielleicht wäre es jetzt sinnvoll gewesen die Situation den Fans gegenüber zu erklären, aber dazu fehlte es vielleicht auch an Mut, weil eben die sportliche Situation da so schlecht war. Man wollte wohl nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen.

      Trotzdem würde ich hier kein Versäumnis des AR sehen, das Problem lag beim Vorstand.

      Zum Thema Bader-Entlassung hat Florian schon das nötige geschrieben, mancher mag sich schnelles Handeln wünschen, aber es gibt halt auch Statuten. Ich bin auch nicht sicher ob der Verein mit einem kommissarischem Vorstand handlungsfähig gewesen wäre.

      Ich würde mich in der Zusammenarbeit zwischen AR und operativ Verantwortlichen für folgende Struktur stark machen:

      operativ gibt es zwei starke Verantwortliche: 1 Person für die sportlichen Belange (der Einzige, der neben dem Trainer zur sportlicen Situation rede und Antwort steht) und eine Person für alle anderen Themen (Meeske).

      Der AR besteht aus einem 5-köpfigen Team, das eine Art Schattenkabinett aus den zentralen Themen eines Unternehmens/Vereins bildet. Dieses Schattenkabinett stellt 5 Experten, die die Themen Vermarktung, Finanzen, Sport, regionale Wirtschaft/Sponsoren, Mitglieder/Fans glaubwürdig und kompetent vertritt und damit auch kontrollieren (und unterstützen) kann.

      Du verlangst also quasi einen doppelten Vorstand, wenn Du das willst verschwimmen aber die Zuständigkeiten noch mehr und Du musst die Leute dann auch alle bezahlen, ich würde sagen das ist etwas zu viel des Guten für unseren kleinen Verein.

      Mir ist auch nicht klar wie die Zuständigkeiten und Kompetenzen bei Deinem Vorschlag gewährleistet sein sollen, da doch zwei Posten gewählt werden, noch dazu einer von den Fans, wer sollen denn die Fans sein? Wie willst Du da denn eine Wählerliste erstellen? Nur Mitglieder in Fanclubs, oder kann sich jeder als Fan registrieren lassen? Dürfen Mitglieder sowohl bei den Mitgliedern mitwählen, oder auch bei den Fans, jedes Mitglied ist doch auch Fan. Und am Ende passt Dein Vorschlag auch nicht zum deutschen Vereinsrecht.

      Sorry aber der Vorschlag mag gut gemeint sein, aber wie so oft ist gut gemeint nicht wirklich gut und ich glaube so ganz durchdacht hast Du Deinen Vorschlag selbst nicht.

  • Bader vor dem 1.9. entlassen, wäre satzungsgemäß schlicht und ergreifend nicht möglich gewesen, da laut Satzung – soweit ich weiß – mindestens ein hauptamtlicher Vorstand im Amt sein muss. Meeske könnte aber vorher nicht anfangen. D.h. eine Bader-Entlassung wäre nur mit sofortiger Berufung eines neuen Vorstands möglich gewesen.

    Insgesamt überschätzen manche – so scheint mir – die Fähigkeiten des AR, der ist als nicht-ständiges Gremium zu vielem, was verlangt wird, gar nicht in der Lage. Es wird ganz viel Kritik an der Handhabung des operativen Geschäfts beim AR abgeladen, obwohl er dafür gar nicht zuständig ist.

    • Florian Zenger,

      Es geht überhaupt nicht um entlassen, sondern um Freistellung. Schlüssel abnehmen und in den Urlaub schicken, Gehalt weiter bezahlen.

  • Bader freistellen? Man kann doch nicht einerseits das entstandene Vakuum bemängeln und dann andererseits fordern, dass der Verein sechs Wochen lang mit lediglich einem kommissarischen Vorstand unterwegs. Das verringert doch nicht das Vakuum, sondern erhöht es.

    Bader ist gemäß der offiziellen Kommunikation aber nicht gezwungen worden, die Trennung passierte „einvernehmlich“.

    • Florian Zenger,

      „Freistellen“ ist in der Wirtschaft der obligatorische Weg um eine Zusammenarbeit auf Führungskräftelevel zu beenden, bevor die Arbeitsrechtler dann eine vertragliche Einigung erzielen. Man will damit verhindern, dass vertrauliche Informationen ausgetauscht werden und v.a., dass durch eine „lame duck“ ein Vakuum entsteht. So musste Wolf dann ja auch öffentlich einfordern, dass Bader zur Seite tritt. Das „gegenseitige Einvernehmen“ ist lediglich die offizielle Erklärung hinter der die gegenseitige Pflicht – meistens Bestandteil des Auflösungsvertrags/Abfinungserklärung – steht, keine schmutzige Wäsche zu waschen.

    • Florian Zenger: Bader ist gemäß der offiziellen Kommunikation aber nicht gezwungen worden, die Trennung passierte „einvernehmlich“.

      Wir wissen doch alle was dieses „einvernehmlich“ in dem Fall ansich bedeutet. Grethlein hat ja umfassend ausgeführt, daß kein anderer Weg aus dieser, wie er es nannte, „Monokausalität“ führt.

      Man war so fair Bader seinen weiteren Weg nicht zu verbauen mit der Formalie „einvernehmlich“

      Meines Erachtens ist es aber auch ein Fehler so eine Zeitschiene einzubauen.

      Bildlich gesprochen, das hat etwas von „dead man walking“ bis Ende September.

  • Ich verstehe nicht, wie bei einer Freistellung Baders kein Vakuum entstanden wäre. Dann wäre der Verein ja trotzdem völlig führungslos gewesen. Ja sogar noch mehr, weil dann gar niemand da gewesen wäre, der das operative Geschäft in oberster Ebene geleitet hätte.

    • Florian Zenger,

      Der Unterschied ist, dass Bader aktuell als GF Entscheidungen unterschreiben muss. Er steht also noch im Weg rum. Daneben ist es erfahrungsgemäß so, dass Mitarbeiter nicht wissen, wen sie nun ansprechen müssen, solange der alte Chef noch da ist – da spielen Loyalität und Politik eine Rolle. So verstand ich auch die öffentliche Forderung von WoWo, dass sich Bader aus den Entscheidungen raushalten solle.

  • Was den Zeitraum von jetzt bis 30.9. angeht, seh ich die Notwendigkeit auch nicht (es sei denn es gibt irgendwas im Vertrag, was die Trennung zum 30.9. erheblich günstiger macht). Aber das Problem ist ja vorher entstanden und da gab’s mMn keinen satzungsmäßigen Weg, der wirklich gangbar war.

    • Florian Zenger,

      gibt es eine wirklich machbare Alternative?

      Das sind ja keine Aushilfsjobs sondern Vorstandsposten, bei denen Zuständigkeiten und Kompetenzen klar definiert werden müssen.

      Natürlich könnte man mit Hamm und Meeske fachlich alle Aufgabenbereiche abdecken. Aber den neuen Mann zum Einstieg ins Kompetenzchaos zu stürzen ist irgendwie keine gute Idee.

      Hätte man am 1.9. zwei neue Vorstände präsentiert, dann hätte sich die gesamte Aufmerksamkeit auf den neuen Sportvorstand als Bader-Nachfolger konzentriert. Damit hätte man dem neuen Mann für die Vermarktung und die Öffentlichkeitsarbeit auch ein Ei ins Nest gelegt.

      Alternativ müsste man einen aus der Abteilung zum kommissarischen Vorstand Sport ernennen, was eigentlich nur Wolf sein könnte. Da wäre ich auf die Reaktion im Umfeld gespannt.

      Der Zusatzmonat Bader scheint jedenfalls noch die beste unter allen möglichen suboptimalen Lösungen zu sein.

    • Florian Zenger,

      Der 30.09. ist wahrscheinlich nach der Frist der DFL, so dass die Abfindung für Bader nicht mehr in dem für die DFL relevanten Zeitraum fällt. Dann würde ich auch die Vorgehensweise verstehen. Sowas würde sich jedoch dann auch geschickter kommunizieren lassen.

    • lebkoung:
      by the way: was bekommt wohl so ein bader an abfindung?

      Lebkuchen auf Lebenszeit, Geld ist keins mehr da. ?

    • lebkoung:
      by the way: was bekommt wohl so ein bader an abfindung?

      Die Basis arbeitsrechtlich sind die ausstehenden Gehälter bis Vertragsende, allerdings gibt es da für beide Seiten schon Spielräume, wie man sich einigt und welche Seite die Auflösung betreibt.

      Nicht nur Bader mich würden einmal alle Abfindungen der letzten 2 Jahre! interessieren als Gesamtsumme. sicher ein beachtlicher Betrag, der für die Mannschaft fehlt. Wäre mal interessant, wieviel da verbrannt wurde.

    • lebkoung,

      Du kannst von 60-80% seines bis zum Vertragsende anfallenden Gehalts + Boni ausgehen. Dafür darf er ab 01.10. ein neues Amt bei einem anderen Arbeitgeber übernehmen.

  • Andre,

    da sprichst du an, was mich seit dem Abstieg umtreibt, da es mir bisher niemand schlüssig erklären konnte. Seit wann existiert das Finanzloch beim FCN, wer hat es zu verantworten?

    Zum Zeitpunkt des Abstiegs war klar, dass der FCN mit ca. 40% weniger Einnahmen rechnen kann/muss. Wir können davon ausgehen, dass somit auch alle verbliebenen Spieler Verträge besaßen, die wie bei Pino eine 40%ige Gehaltskürzung für die 2. Liga vorsahen. Bis auf Pino und Schäfer waren dies keine Besserverdiener, sondern eher Leute mit geringerem Einkommen wie Plattenhardt, Pachonik oder Bihr.

    Bekanntermaßen holte der Club (Aussagen Wolf, Bader, Ismael) wegen der utopischen Ablöseforderungen nur sehr wenige Spieler der Kategorie, die man eigentlich für den Wiederaufstieg als notwendig erachtete, wie z.B. Sylvestr oder Schöpf. Der finanziellen Situation gehorchend wurden vor allem preiswerte, ablösefreie Spieler verpflichtet.

    Wir hatten somit einerseits einen Kader, der den gesunkenen Einnahmeverhältnissen der 2. Liga angepasst war und andererseits erhebliche Transfererlöse. Trotzdem bestand aber bereits zu Beginn der Zweitligasaison eine solche finanzielle Not, dass der Club kaum Wunschspieler verpflichten konnte. Und ließ sich nicht während der Abstiegssaison die DFL erläutern, wie der Club die Verbeek-Entlassung finanzieren will? Das Finanzloch scheint somit bereits im Abstiegsjahr existiert zu haben, entgegen den Aussagen der damals verantwortlichen Club-Vorstände. Der Grund, warum Woy seinen Hut nehmen musste, sobald der neue AR seine (Prüf-) Arbeit aufgenommen hatte? Eine (Teil-) Ursache für die Demission Baders?

    • block4,

      Aus dem Kreis ehemaliger Profis habe ich gehört, dass sich die Branche über die viel zu hohen Gehälter, die der Club angeblich zahl, kaputtlachen. Leider kann ich es nicht nachprüfen oder gar hier zitieren. So verdient aber z.B. ein Bulthuis gerade für die 2.Liga unglaublich viel. Ähnlich Sylvestr, Gebhardt und die Namen, die Du schon genannt hast (deshalb sitzen sie auch ihre Verträge aus). Daneben verdienen aber auch die Celustkas (Ex-Champions League), Mössmers, Ramirez, Rakos als max. Durchschnittspieler mehr als der Durchschnitt woanders. Es ist doch bezeichnend, wenn ein Behrens lieber zum Club als in die 1.Liga geht. M.E. hängt das auch am schwachen Scouting. Wenn man keine Alternativen an der Hand hat, muss man zahlen, was der markt aufruft. Und wenn man nach dem Abstieg beinahe einen kompletten Kader ohne Scouting in kurzer Zeit ersetzen muss, gehen die Gehaltsforderungen zusätzlich in die Höhe.

      Florian Zenger,

      Der Unterschied ist, dass Bader aktuell als GF Entscheidungen unterschreiben muss. Er steht also noch im Weg rum. Daneben ist es erfahrungsgemäß so, dass Mitarbeiter nicht wissen, wen sie nun ansprechen müssen, solange der alte Chef noch da ist – da spielen Loyalität und Politik eine Rolle. So verstand ich auch die öffentliche Forderung von WoWo, dass sich Bader aus den Entscheidungen raushalten solle.

      • André:
        block4,

        Aus dem Kreis ehemaliger Profis habe ich gehört, dass sich die Branche über die viel zu hohen Gehälter, die der Club angeblich zahl, kaputtlachen.

        Diese Schenkelklopfer gab es früher schon, gibt es heute und es wird sie immer geben. Im Umfeld eines jeden Vereines.

        André:
        block4,

        Leider kann ich es nicht nachprüfen oder gar hier zitieren.

        Dann würde ich halt nicht noch einen draufsetzen :/

        • Nick,

          für so unwahrscheinlich halte ich das nicht. Es gab mal, keine Ahnung wie lang das her ist, eine Liste mit dem Topverdiener jedes Vereines und Schäfer verdiente zu dem Zeitpunkt mehr als doppelt so viel wie Schuster, der damalige Freiburger Kapitän. Kann zwar sein, dass die auch geschätzt war, aber das man bei uns (zu) gut verdient, ist ein offenes Geheimnis.

          • xxandl: aber das man bei uns (zu) gut verdient,

            Dagegen ist ja prinzipiell nichts zu sagen, wenn man dafür im Gegenzug von den Spielern auch gute Leistungen erhalten hätte bzw. würde…

          • xxandl:
            Nick,

            Kann zwar sein, dass die auch geschätzt war, aber das man bei uns (zu) gut verdient, ist ein offenes Geheimnis.

            Das stimmt schon irgendwie. Allerdings ist unser Problem auch seit Jahren, daß wir keine vernünftige Position im Gesamtgebilde Profifußball finden.

            Wir haben kein kunstvoll inszeniertes Positiv-Image, sind zu klein für einen Großen und zu groß für einen Kleinen. Genauso wie wir damit für Zuschauer und Sponsoren weniger interessant sind, sind wir damit vielleicht auch für Spieler weniger interessant und müssen das mit einem gewissen Gehaltsaufschlag kompensieren.

            Wenn dann auch noch das sportliche Ergebnis soweit vom gesteckten Ziel entfernt ist wie in den letzten Jahren, dann können die Gehälter eigentlich nur zu hoch sein. Die orientieren sich ja an der Qualität, die man beim Spieler bei Vertragsunterzeichnung zu erkennen glaubt.

        • Nick: Diese Schenkelklopfer gab es früher schon, gibt es heute und es wird sie immer geben. Im Umfeld eines jeden Vereines.

          Dann würde ich halt nicht noch einen draufsetzen :/

          Immer diese „gut unterrichteten Kreise“! Nenne Roß und Reiter oder behalte die Gerüchte bei dir.

          • Hans 64: Immer diese „gut unterrichteten Kreise“! Nenne Roß und Reiter oder behalte die Gerüchte bei dir.

            Das war in etwa das, was ich ausdrücken wollte 😉

        • Nick,

          Da muss man gar nicht groß mutmaßen. Ein Sylvestr weiß schon, warum er sich beim Club lieber auf dri Tribüne setzt, also woanders zu spielen. Über einen Bulthuis und Behrens auch. Ist auch logisch. Wenn ich aufgrund schwachen Scoutings in keine Situation komme, bei der der Spieler und sein Berater (auch über PR) merken, dass der Club mit mehreren Kandidate für eien Position verhandelt, sondern ultimativ diesen einen Spieler verpflichten muss, dann wird das automatisch teuer.

  • Keine vollständige Erklärung, aber sicher ein Aspekt: So ein kompletter Umbruch ist extrem teuer, man darf nicht unterschätzen, was bei ~20 Zugängen an Handgelder an Spieler und Berater fließt.

  • Wir müssten halt erstmal wissen, ob es das beschworene Finanzloch gibt und wie es aussieht.

    Bevor sich die Blättchen auf eine bevorstehende Pleite des Club eingeschossen hatten und das Umfeld jede Scheininformation aufgesogen hat wie ein Schwamm war zu lesen, daß es bei der Lizenzvergabe um die Rückzahlung der NLZ-Anleihe ging. Diese war wohl nicht in der von der DFL geforderten Form berücksichtigt.

    Das sind 6 Mio, mit denen schon mancher Zweitligist eine ganze Saison bestritten hat. Daß man hier beim Lizenzantrag vielleicht ein wenig zu offensiv an die Sache herangegangen sein könnte, wundert mich nicht. Genausowenig würde mich wundern, wenn die zweite Runde bewußt in Kauf genommen worden wäre um Zeit zu gewinnen oder Grenzen auszuloten.

    In der Anleihe würde ich übrigens auch den Rest der 14 Mio Transfererlöse und einen Teil der Stark-Ablöse vermuten.

    Das Versäumnis, keine ausreichenden Rücklagen gebildet zu haben, hat jemand zu verantworten, der seit Februar(?) nicht mehr im Amt ist. Inwieweit ihm das Versäumnis in Anbetracht des einigermaße überraschenden sportlichen Einbruches schuldhaft zugerechnet werden kann sei dahingestellt.

    Den entsprechenden Haushaltsplänen wurde von einem Aufsichtsrat zugestimmt, der mehrheitlich nicht mehr in Amt und Würden ist (irgendwie kommt da immer der Gerechtigkeitsfanatiker in mir durch).

    Insgesamt bleibt doch festzuhalten, daß der Club die Lizenz bekommen hat, alles Andere ist Spekulation. Am 11.10. wird die Bilanz erläutert, dann wird man mehr wissen. Grethlein hat in der PK ziemlich deutlich gesagt, daß man sich nicht von Außen zwingen lässt, die Bilanz zweimal zu besprechen. Das ist auch gut so, weil man mit einem solchen Zahlenwerk, daß kaum einer versteht, viel Politik betreiben kann.

    • Nick:
      Das Versäumnis, keine ausreichenden Rücklagen gebildet zu haben, hat jemand zu verantworten, der seit Februar(?) nicht mehr im Amt ist. Inwieweit ihm das Versäumnis in Anbetracht des einigermaße überraschenden sportlichen Einbruches schuldhaft zugerechnet werden kann sei dahingestellt.

      Da man sowas in der Art ja immer wieder mal liest:
      Wie soll man eigentlich Rücklagen bilden, wenn man die ganze Zeit noch damit beschäftigt ist, Schulden abzubezahlen?

      • Scramjet,

        daher meine Unterscheidung zwischen Verantwortung und Schuld.

        Nach dem letzten Abstieg drückten ja um die 20 Mio. Da blieb quasi nichts anderes übrig, als die 6Mio über einen kürzeren Zeitraum zu realisieren.

        Wenn man sich die Ereignisse der letzten beiden Jahre entsprechend zusammenpackt, kommt da schon ein stimmiges Bild raus, das erklärt, warum keine dicken Wintertransfers den Abstieg verhinderten und mit den 14 Mio. Einnahmen später kein Özil geholt werden konnte.

  • Haben wir das ganze Thema, also die finanziellen Auswirkungen des Abstiegs und wie schlecht/falsch sie kommuniziert wurden etc. etc., nicht eigentlich letztes Jahr schon zu Tode diskutiert?

  • Eben, das war sicher auch der Hauptgrund für den Wechsel von Hanno Behrens. Der verdient beim Club in der 2. Bundesliga sicherlich besser als bei den Lilien in der 1. Bundesliga.

    • Woschdsubbn,

      Eben, das war sicher auch der Hauptgrund für den Wechsel von Hanno Behrens. Der verdient beim Club in der 2. Bundesliga sicherlich besser als bei den Lilien in der 1. Bundesliga.

      Jetzt aber nicht alles munter durcheinander werfen und eigene Mutmaßung als Tatsache ausgeben.

      Klar ist, dass Behrens bei Darmstadt (als er da seinen Vertrag unterschrieben hat, war Darmstadt gerade am Abstieg in Liga 3 vorbeigerutscht) weniger verdient als bei Nürnberg, die ein Weltmeisterschaftsstadion haben, die gerade aus der ersten Liga kamen und dort auch wieder hinwollten. Denn als Behrens bei uns unterschrieben hat, da war Darmstadt noch nicht in Liga 1 und es waren nicht wenige, die Mitte der letzten Saison sicher waren, dass Darmstadt am Ende die Luft ausgeht, im Rennen um den Aufstieg.

      Im Nachhinein kann man sagen, Behrens hat sich verwechselt, hat auf das falsche Pferd gesetzt. Daraus aber einen Beweis zu zimmern, dass der FCN überhöhte Löhne zahlt ist dann doch sehr propagandistisch.

      • Armin Busch:
        Woschdsubbn,

        Jetzt aber nicht alles munter durcheinander werfen und eigene Mutmaßung als Tatsache ausgeben.

        Klar ist, dass Behrens bei Darmstadt (als er da seinen Vertrag unterschrieben hat, war Darmstadt gerade am Abstieg in Liga 3 vorbeigerutscht) weniger verdient als bei Nürnberg, die ein Weltmeisterschaftsstadion haben, die gerade aus der ersten Liga kamen und dort auch wieder hinwollten. Denn als Behrens bei uns unterschrieben hat, da war Darmstadt noch nicht in Liga 1 und es waren nicht wenige, die Mitte der letzten Saison sicher waren, dass Darmstadt am Ende die Luft ausgeht, im Rennen um den Aufstieg.

        Im Nachhinein kann man sagen, Behrens hat sich verwechselt, hat auf das falsche Pferd gesetzt. Daraus aber einen Beweis zu zimmern, dass der FCN überhöhte Löhne zahlt ist dann doch sehr propagandistisch.

        Ende Mai ist nicht in der Mitte der Saison…
        Als Behrens sich entschied, war Darmstadt sehr wohl aufgestiegen.

        • Teo,

          Behrens hat schon Anfang April verkündet, in Darmstadt nicht zu verlängern.

          Dann war er mal beim HSV im Gespräch, hatte angeblich in Lautern unterschrieben und wurde Ende Mai beim Club vorgestellt.

          Bader erzählte was, man sei seit März oder April mit ihm einig gewesen und habe nach Darmstadts Aufstieg kurz gezweifelt, ob er es sich vielleicht nicht doch noch anders überlegt.

          Zwei Jahre Club könnten durchaus mehr Kohle bringen als zwei in Darmstadt, selbst wenn eine Saison Bundesliga dabei ist. Bei Lautern kann man davon ausgehen, daß die letztlich knapper sind als wir…

          Beim Gerücht um den HSV müssen wir wohl nicht überlegen, wer da mehr zahlt^^

  • Meeske macht wirklich Hoffnung. Mit klaren Aussagen z.B. auch zu der Aktion auf der Autobahnraststätte.

  • Sylvestr wollte doch weg, hat den Wunsch an den Verein herangetragen, der Verein hat mit 1860 verhandelt, deren Angebot war nicht gut genug, deshalb ist er noch da. Mag sein, dass Wolfs „das Angebot hat hinten und vorne nicht gepasst“ am Sonntag Verhandlungstaktik war, dennoch war Sylvestr an nem Wechsel interessiert, der Verein hat probiert ihn abzugeben, hat nicht geklappt. Die Beweisführung hinsichtlich des Gehaltsniveaus in Nürnberg ist also zumindest mit diesem Beispiel eher dünn.

    • Florian Zenger:
      Die Beweisführung hinsichtlich des Gehaltsniveaus in Nürnberg ist also zumindest mit diesem Beispiel eher dünn.

      Andersrum könnte auch ein Schuh draus werden: Aufgrund hohen Gehaltszahlungen des FCN muss auch 1860 ein ähnliches Gehalt bieten. Wenn der Verein aber ein Gesamtsumme X für Sylvestrs Vertragslaufzeit ausgegben will und ein Großteil der Summe vom Gehalt geschluckt wird, verkleinert sich folglich das Angebot hinsichtlich Ablöse. Und dann platzt der Deal weil für den Spieler zu wenig auf den Tisch gelegt wird.

  • Mir als Fan ist es eigentlich egal was Spieler beim Club verdienen, Hauptsache sie bringen ihre Leistung. Leider ist dies beim Club nicht der Fall. Spieler wie Petrak Bulthuis, Behrens, Silvestr, Kirschbaum usw. sind leider auf eine verfehlte Einkaufspolitik des Sportvorstands zurückzuführen. Die Ära dieses Sportvorstands endet „Gott sei Dank“ am 30.09.!!!!! Es bleibt nur zu hoffen, dass die Ära von W.W. auch am 30.09. endet.

  • Das Gehalt eines Zweitligaspielers liegt normalerweise irgendwo zwischen 10.000 und 50.000€ im Monat. Wobei Letzteres schon eher Bundesliganiveau darstellt.

    Selbst wenn man Sylvestr Bezüge auf Bundesliganiveau unterstellt, setzt man sich damit nicht mit 25 zwei Jahre auf die Tribüne und versaut sich die Karriere. Da wäre alleine schon der Berater hinterher, der an Transfersummen und Gehalt mitverdient.

  • Ist das jetzt ’ne „schais Mülljonäre“-Diskussion auf höherem Niveau??

    • Markazero,

      die Demission Baders hat nicht nur für ein Machtvakuum gesorgt, sie sorgt auch für einen akuten Mangel an Zielscheiben.

      Ich für meinen Teil halte es jetzt mit Verbeek, ziehe mich erstmal aus der Diskussion zurück und gehe meine Frau ärgern. Oder die Kinder. Mal sehen, wer sich anbietet^^

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