Analyse: Präsent

Analyse und Noten des Spiels 1. FC Nürnberg vs. SV Sandhausen, Endstand 2:0 (1:0) Der Club gewinnt verdient dank seiner besten Saisonleistung. Clubfans United analysiert das Spiel, lässt den Trainer zu Wort kommen und bewertet die Leistungen der einzelnen Spieler.

Die Analyse:
Renè Weiler rotierte einmal mehr. Margreitter (krank) und Kerk (verletzt) musste er ersetzen, Polak und Füllkrug wollte er ersetzen. Es kamen Bulthuis, Behrens, Leibold und Blum dafür ins Team. Auf die Bank kehrten mit Petrak und Sylvestr zwei in Ungnade Gefallene zurück. Von der Grundordnung her entschied sich Weiler einmal mehr auf ein 4-2-3-1, positionierte aber einige Akteure überraschend. So durfte Tim Leibold neben Hanno Behrens auf der Doppelsechs agieren. Ein Schritt den Weiler (siehe Trainerstatement) mit dessen Ballsicherheit, Dynamik und Aggressivität begründete. Kevin Möhwald rutschte dafür hinter die Spitzen und Alessandro Schöpf auf die rechte Mittelfeldseite. Viel Rotation, von der René Weiler wusste, dass sie kritisiert werden würde, wenn sie schief gehen würde.

Der Club übernahm sofort das Kommando, störte die Sandhäuser früh, gewann in der Anfangsviertelstunde mehr als 60% der Zweikämpfe. Der Ball lief gut durch die eigenen Reihen, blieb dort auch weil auf lange Bälle weitgehend verzichtet wurde, knapp 66% Ballbesitz in dieser Phase sprechen eine deutliche Sprache. Was dem FCN allerdings abging, war die Gefährlichkeit vor dem Tor. Diese kam lediglich bei Standards zum Vorschein, von denen der Club sich allerdings im Gegensatz zu den Vorwochen einige erarbeitete: So sollten am Ende des Spiels acht Ecken zu Buche stehen – in den vorangegangenen vier Spielen waren es insgesamt nur 5 gewesen. Eine dieser Ecken führte auch zur verdienten Führung des FCN. Möhwalds Hereingabe wurde von Sandhausen vor Schöpfs Beine geklärt, der Österreicher traf per Direktabnahme nur den Pfosten, doch den Abpraller schlenzte Hanno Behrens zu seinem dritten Saisontor in die Maschen.

Nach dem Tor verlor der FCN deutlich an Schwung. Zwischen Tor und der 30-Minuten-Marke fiel die Zweikampfbilanz auf zunächst einmal erschreckende 37,5%. Dies hatte aber wenig Konsequenzen, da der Club bei den Zweikämpfen in der eigenen Hälfte deutlich stabiler war (50%). Es waren also vor allem die Offensivzweikämpfe, in denen der Gastgeber schwächer wurde. Das Spiel fand nämlich weiterhin größtenteils in der Hälfte der Sandhäuser statt, einzig die Durchsetzungfähigkeit des FCN wurde geringer. Dies änderte sich in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit, die Gäste wurden nun aktiver und hatten sogar eine Schussgelegenheit durch Bieler. Es mangelte dem SVS aber an Durchschlagskraft, so dass aus der größeren Präsenz keine größere Anzahl an Chancen erwuchs.

Nach der Pause kam der FCN früh zu einer Chance durch Möhwald nach sehenswerter Kombination über Sepsi und Burgstaller. Doch Möhwald traf den Ball nicht richtig und verzog freistehend. Es blieb über weite Phasen der zweiten Halbzeit die einzig große Torgelegenheit für beide Teams. Sandhausen tat sich schwer, brachte in den ersten 30 Minuten nach der Pause nicht einmal 60% seiner Pässe an den Mann und kam quasi gar nicht zu Abschlüssen. Das wäre alles Makulatur geworden, hätte Zillner nach 75 Minuten seine Chance freistehend vor Kirschbaum genutzt. Es war der einzige Lapsus der Defensive – Bulthuis setzte sich auf den Hosenboden – die sonst im gesamten Spiel sicher stand. Weiler wollte nichts riskieren, reagierte auch auf die eingewechselten Offensivkräfte und brachte Polak für Blum.

Dieser entschied dann das Spiel nicht durch seine Defensivstärke (obwohl er 75% seiner Zweikämpfe gewann), sondern dadurch, dass er das 2:0 erzielte. Wieder war der Ausgangspunkt eine Ecke. Knaller faustete nur schwach zur Seite, wo Schöpf die Kugel aufnahm, dessen Flanke wurde blockiert, der Abpraller landete aber bei Polak, dessen Rechtsschuss ebenfalls blockiert wurde, aber zu ihm zurückprallte, so dass er erneut abziehen konnte. Diesmal schoss der Tscheche volley mit links, der Ball rutschte unter Knaller hindurch ins Tor. Das Tor war letztlich auch das Ergebnis dessen, dass der Club nach der Großchance durch Zillner nicht in Schockstarre verfallen war, sondern sich aufbäumte und die Entscheidung suchte.

Plötzlich war man wieder so präsent in den Zweikämpfen wie zu Beginn, suchte den Abschluss und fand ihn auch. Es passte ins Bild, dass Sylvestr beinah noch zum 3:0 erhöht hätte. So war es ein hochverdienter 2:0-Sieg, dessen BILD nur durch den Ärmel getrübt wurde. Spielerisch zeigte der FCN sich stark verbessert, auch da Weilers Plan im Mittelfeld vollends aufging: Leibold, Behrens, Schöpf und Möhwald erwiesen sich als extrem ballsicher, verloren wenige Bälle und waren in den Zweikämpfen präsent. In jener Präsenz, welche auch viele Sandhäuser Fehlpässe erzwang, lag letztlich der Schlüssel zum Sieg.

Die Zahlen:

Nürnberg Sandhausen
2
Tore
0
20
Torschüsse
10
8
Ecken
5
52,14
Ballbesitz (%)
47,86
71,72
Passquote (%)
65,07
51,89
Zweikampfquote (%)
48,11
26
Fouls
16
108,15
Laufdistanz (km)
107,57
0
Abseits
2

Das Trainerstatement: „Der Findungsprozess ist noch nicht abgeschlossen, ich hab das auch angekündigt, wir bislang im Mittelfeld wenig Dynamik gehabt. Leibold ist nach seiner Verletzung gut zurückgekommen, hat meines Erachtens auch auf der linken Seite gegen Bochum und Düsseldorf gut gespielt. Sepsi hat gezeigt, dass er stabil sein kann und uns helfen wird, dennoch wollte ich das Element Leibold in der Mannschaft haben und auf Grund seiner Fähigkeiten – Ballsicherheit, aggressives gegen den Ball Arbeiten, Dynamik im Ballbesitz – habe ich mir gut vorstellen können, dass er der Mannschaft im zentralen Mittelfeld helfen kann. Das hat sich zum guten Glück erfüllt. Polak ist Profi durch und durch, er unterliegt trotz seiner tollen Karriere aber dem Leistungsprinzip und wenn sich da ein Junger wie Tim Leibold aufdrängt, dann ist das der logische Ablauf, dass Polak dann draußen sitzt. Polak hat im Spiel mit dem 2:0 eine tolle Reaktion gezeigt, zeigt aber auch im Trainingsalltag und im Zwischenmenschlichen eine tolle Reaktion. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Position hinter den Spitzen nicht einfach zu spielen ist, vor allem wenn man als Team mehr Struktur haben sollte. Möhwald ist ballsicher, hat ein gutes Auge und die Position in Erfurt auch schon gespielt, mit Ausnahme der Tatsache, dass er eine der drei großen Torchancen hätte nützen müssen, hat auch er ein gutes Spiel gemacht. Er hat die Leistungen aus den letzten Wochen bestätigt. Sylevstr habe ich am Schluss eingewechselt um ein Zeichen zu setzen, dass ich ihn nicht fallen lasse, aber von ihm auch mehr erwarte. Von seinem Verhalten her hat er sich nichts zu Schulden kommen lassen, es gibt ja auch Spieler, die sich nicht korrekt verhalten. Aber ich erwarte von einem Stürmer, dass man sich mehr wehrt, dass er mit sich selber mehr ins Gericht geht und von sich selber mehr erwartet und die Leistungen nicht mit anderen Gründen entschuldigt. Heute habe ich ihm zeigen wollen: „Ich werde Dich nicht fallen lassen.“ Heute haben wir erstmals wenige Torchancen zugelassen. Das dies bisher eher die Ausnahme war, liegt – keine Entschuldigung, nur eine Erklärung – auch daran, dass sich die Stammformation erst finden muss. Auch heute mussten wir wieder vier Wechsel vornehmen, ich möchte nicht wissen, was los wäre, hätten wir heute 1:3 verloren. Es ist nicht so, dass ich immer einfach die ganze Mannschaft durcheinanderwürfeln möchte, ich bin eigentlich bekannt dafür, dass ich mit einer Stammelf spiele, die wenige Wechsel hat, aber das ist einfach dieser Findungsprozess, den es braucht. Umso schöner ist es, dass man, wenn man – zwei erzwungen, zwei gewollt – wieder vier Wechsel in der Startformation hat, mit einem Erfolgserlebnis und einem guten Spiel aus der Partie gehen kann. Es braucht aber noch weiter Zeit, ich bin überzeugt, dass wir diese Stabilität hinbekommen, aber ich bin nicht gänzlich überrascht, dass wir das bis anhin nicht geschafft haben. Dass wir Auswärts nicht so auftreten wie zu Hause, das liest sich auch an den Ergebnissen so, die nächste Gelegenheit das zu ändern haben wir am Dienstag in einem schwierigen Spiel. Heute war das beste Spiel der Saison, weil wir das Spiel aktiv bestimmt haben, uns gute Torchancen herausgespielt haben und defensiv fast nichts zugelassen haben.“

Die Spieler im Einzelnen:

Thorsten Kirschbaum 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Quasi nichts zu tun. Einen Fernschuss gut gehalten, kleine Abzüge für die unpräzisen Abschläge.
Tim Leibold 10 Notenpunkte (2- numerisch: 2.33)
Brachte viel Dynamik auf die ungewohnte Position mit, leitete mehrfach Konter gut ein. So sicher eine Option für weitere Spiele.
Laszlo Sepsi 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Macht Lust auf mehr. Stand hinten sicher, leitete einige Konter ein. Im Abspiel noch ein wenig ausbaufähig.
Even Hovland 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Stand sicher, gewann die wichtigen Zweikämpfe. Wenn der Spielaufbau übert ihn läuft, endet es meist in unpräzisen, langen Bällen.
Dave Bulthuis 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Spielerisch und zweikämpferisch ein Unsicherheitsfaktor. Seine Wackler und spielerischen Unzulänglichkeiten blieben aber folgenlos.
Miso Brecko 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Ein kleiner Aussetzer defensiv, an sich solide, aber ausbaufähig in beide Richtungen.
Jan Polak Ohne Bewertung
Gab nach dem Spiel zu, dass er mit seinen Leistungen in den letzten Wochen nicht zufrieden war. Zeigte die richtige Reaktion mit einem wichtigen Tor. Brach gleichzeitig mit diesem Tor auch den Rekord bei Pinball Wizard.
Danny Blum 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Ähnlich wie Burgstaller, sehr aktiv, aber letztlich etwas unsauber, weil verspielt. Dank seiner Dynamik aber immer gefährlich.
Kevin Möhwald 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Hätte er eine seiner Chancen verwertet, es wäre fast schon eine \"sehr gute\" Leistung gewesen. So aber doch Abzüge, obwohl er höchst engagiert und passsicher (81%) war. Verlor etwas zu viele Zweikämpfe.
Alessandro Schöpf 12 Notenpunkte (2+ numerisch: 1.67)
Bestes Saisonspiel des Österreichers. Passstärkster und laufstärkster Nürnberger (fast 83% und 11,5 km), leitete viele Gegenstöße ein, dazu ungewohnt zweikampfstark. Bei beiden Club-Treffern als vorletzter Nürnberger am Ball.
Hanno Behrens 11 Notenpunkte (2 numerisch: 2)
Schaltstation (50 Pässe, davon 80% erfolgreich), zweikampfstark (fast 70%) und Torschütze zum 1:0. Gelunger Auftritt.
Guido Burgstaller 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Der Duracell-Hase des FCN. Überall zu finden, engagiert, aber manchmal dadurch auch etwas unsauber.
Niclas Füllkrug Ohne Bewertung
Nahm Zeit von der Uhr. Fiel nur durch seine Gelbe Karte in der Nachspielzeit auf.
Jakub Sylvestr Ohne Bewertung
Pädagogische Einwechslung durch Weiler (siehe Trainerstatement). Hätte die Resozialisierungsmaßnahme beinah mit einem Kopfballtor gekrönt.

45 Gedanken zu „Analyse: Präsent

  • Ich hatte Kirschbaum 45 min direkt vor meiner Nase von der Südkurve aus. Und da gab es mindestens vier Situationen, wo ich mich genötigt sah „Meine Herren, geh halt hin!“ oder „Allmächd geh halt naus!“ runter aufs Spielfeld zu brüllen, weil unser neuer Torwart ein Angsthase ist und es dauernd unterlässt in seinem Strafraum seine Macht auszuspielen und der Herr zu sein. Meine Schreie fanden durchweg die Unterstützung meiner Sitznachbarn, die das genauso sahen, aber nicht über mein Temperament verfügen.
    Stattdessen herrscht Unsicherheit, Zaghaftigkeit, Langsamkeit, Zauderei und wohl auch Angst.
    Bei beiden Zillneraktionen könnte er auch schneller rauskommen und er wurde dabei auch dabei beide Male getunnelt. Es war pures Glück, daß Zillner sein Visier falsch eingestellt hatte.
    Von 10 seiner hohen Abstösse landeten vielleicht zwei bei bei uns, einer im Seitenaus und der Rest beim Gegner.
    Die eine „Parade“ war übrigens unnötig, weil der Ball vorbeigegangen wäre.
    Außerdem fiel mir auf, daß er sich permanent umdrehen musste, um zu sehen, wo er im Tor positioniert war.
    Sowas sollte man als Profitorwart mE im Gefühl haben? Kein Wunder, daß er seine „Parade“ machte.

    Für mich ist er nicht der passende Torhüter. Schulnote 5.

    0

    0
    • Woschdsubbn:
      Für mich ist er nicht der passende Torhüter. Schulnote 5.

      Das gilt da v.a. auch für die für diese Personalie Verantwortlichen. Wer immer das auch in erster Linie war…

      0

      0
      • Scramjet,

        Ach Scramjet…. höt doch mit dem Gelalle endlich auf, ihr habt doch erreicht, daß Bader weg ist…

        Das es aber einzig auf seinem Mist gewachsen ist, daß wir jetzt einen Möhwald und einen Leibold über haupt haben (die der Trainer nicht mal kannte) wird einfach mal wieder unter den Tisch gekehrt….

        Find sowas echt schwach!

        0

        0
        • Matt:
          Scramjet,

          Ach Scramjet…. höt doch mit dem Gelalle endlich auf, ihr habt doch erreicht, daß Bader weg ist…

          Das es aber einzig auf seinem Mist gewachsen ist, daß wir jetzt einen Möhwald und einen Leibold über haupt haben (die der Trainer nicht mal kannte) wird einfach mal wieder unter den Tisch gekehrt….

          Find sowas echt schwach!

          Woraus schließt du, dass ich Bader gemeint habe?

          Würdest du mich so gut kennen, wie dein Post es suggeriert, dann wüsstest du, dass ich alles andere als ein Bader-Basher bin bzw. ihn unbedingt weg haben wollte, und stets davor gewarnt habe, alle schlechten Entscheidungen nur Bader anzulasten.

          Und genau das mache ich hier eben auch, weil ich nicht weiß, auf wessen Idee der Transfer schlussendlich gewachsen ist.

          Aktuell ist es interessanterweise nämlich so, dass sich zwei Transfers, in die Weiler ausdrücklich NICHT eingebunden war, und wegen denen es auch sehr viel Kritik war, als sehr gute Transfers entpuppen, v.a. als welche, die gerade von Weiler sehr geschätzt und gelobt werden. Damit meine ich Möhwald und Leibold.

          Umgekehrt sind andere, bei denen der Kommunikation vom Frühjahr entsprechend Weiler ein großes Mitspracherecht hätte haben müssen, nicht unbedingt die Knaller – v.a. Gislason und Kutschke.

          Aber wie gesagt, wer schlussendlich dafür verantwortlich ist – ich weiß es nicht.

          Eines ist sicher, Kirschbaum war kein guter Transfer und das wird bei den Verantwortlichen hoffentlich auch entsprechend gewertet.

          0

          0
  • Auch wenn man es kaum glauben mag: Das 2:0 ist der bisher höchste Saisonsieg für den Club.

    0

    0
  • Wow, Scramjet teilt meine Meinung. Da mach ich mir doch glatt drei Kreuzchen im Kalender. 😉
    Natürlich: Den Torhüter wollte man von offizieller Seite aus unbedingt haben! Das ist die gefühlte Kaderfehleinschätzung Teil MCXL.

    Außerdem ist mir aufgefallen, daß nach der Derbyniederlage sogar in der Nordkurve auffällig viele Plätze leer geblieben sind. Ich würde mal sagen, daß auch dort vielleicht 1/5 der Zuschauer das Spiel gegen Sandhausen nicht sehen wollten.
    Die aufgerufene Zuschauerzahl von 23.378 ist also eine Mär. Wenn ich wüßte, wieviele Zuschauer in der Nordkurve Platz finden, könnte ich genauer schätzen.
    So würde ich von maximal ca. 15.000 bis 18.000 Zuschauern ausgehen wollen.

    Das ist wohl eindeutig das Resultat der Fans, die Eckes Meinung teilen:
    „Bei dem Drecksfußball hat man doch keine Lust mehr, ins Stadion zu gehen“.

    0

    0
    • Woschdsubbn,

      Das stimmt schon. Nachdem es wohl weder um den Auf- oder Abstieg geht und die Spiele auch nicht automatisch einen schönen Nachmittag bescheren, fällt es leichter sich auch mal für die Familie zu entscheiden. Insofern darf man sich beim Club über diese Tristesse nicht wundern. Ich befürchte einen gewaltigen DK-Einbruch, wenn in dieser Saison nicht zumindest in der Rückrunde eine Art Aufbruchstimmung entsteht.

      Der Kirschbaum-Transfer ist mich die Konsequenz eine über Jahre hinweg desaströsen Scoutings. Man kennt einen Namen, hat keine Alternativen, posaunt ihn raus (um dem öffentlichen druck nach Namen/Hoffnung nachzugeben), legt sich deshalb schnell fest und unterschreibt dann sobald die finanziellen Voraussetzungen geschaffen wurden.

      Ich denke, dass niemand wirklich sagen kann, warum man ausgerechnet Kirschbaum verpflichtet hat. Er hat in Cottbus das letzte gute Spiel gemacht. Wann war das nochmal?

      Nach den ersten 2 Spielen hatte ich schon ein ganz schlechtes Gefühl. Nicht nur wegen der Anzahl an gegentoren, sondern weil er da schon bis auf einen Heidenheimer Schuss eigentlich keinen Ball, der aufs Tor gekommen ist, gehalten hat und auch überhaupt nicht mitspielt. Ja, er ist groß – nur wirft er das im Strafraumspiel nicht in die Waagschale. Für mich zählt er jetzt schon als nächster Transferflop, da ich nicht erwarte, dass er seine signifikanten Defizite im Mitspielen und Strafraumbeherrschung in den Griff bekommt.

      0

      0
  • Die 23.378 zahlenden Zuschauer stimmen schon. Weniger als 19.500 werden’s diese Saison sicher nie sein, da die DK-Inhaber immer als anwesend gewertet werden. Denke wir waren gestern unter 20.000, würde ich aber eher mit dem Gegner erklären. Hab viele Leute im Umfeld und Kolkegenkreis, die meinten: „Sandhausen tu ich mir nicht an“.

    0

    0
  • Ist schon merkwürdig. Mein Optimismus vor dem Spiel war das erste mal nicht mehr vorhanden und plötzlich fangen die an, Fußball zu spielen. Naja, man weiß jetzt nicht, ob Sandhausen langsam die Luft ausgeht oder der Club plötzlich aus seiner Schlafphase erwacht ist. Der FCN scheint sich noch nicht entschlossen zu haben, wo sie in der Tabelle hin wollen. Man muss sich mal vorstellen, wo sie jetzt stehen würden, wenn sie gegen Fürth die Punkte mitgenommen hätten. Richtungsweisend wird wohl das Spiel in Kaiserslautern sein.

    0

    0
  • Das Torwart-Problem wird dem Club erst mal erhalten bleiben.

    Erst wurde Schäfer von Ismael abgelöst. Sportlich gesehen war Schäfer letzte Saison immer noch ein überdurchschnittlicher Torwart, der gute Nerven hat. Vor allem könnte er einer Wackelabwehr mehr Halt geben als Kirschbaum. Und er weiß auch, wie man sich mit einem kräftigen Check bei gegnerischen Stürmern Respekt verschafft.

    Im Frühjahr hatte Weiler Rakowsky völlig ohne Not abrasiert, als es um überhaupt nichts mehr ging. Dabei hätte es sich gelohnt, langfristig auf ihn zu setzen, denn seine Fähigkeit zur zügigen Spielereröffnung kann für schnelle Angriffe gut genutzt werden, wenn die vor ihm mehr mitdenken.

    Scheinbar hat Weiler zur neuen Saison einen neuen Torwart gefordert. Dann kamen sie auf Kirschbaum, der fast 28 ist und sich bislang noch nicht nachhaltig im Profifußball durchsetzen konnte.

    Ich finde Kirsche einen netten Kerl, der eigentlich gut zum Club passen würde. Aber er ist bereits im ersten Spiel in Freiburg mit 3 Toren in 12 Minuten angeknockt worden. Im zweiten Spiel hat er diese Bogenlampe von der Eckfahne kassiert. Davon hat er sich nicht erholt, wirkt sehr angespannt und nicht präsent. Wenn man sich das dritte Tor der Fürther im Derby in der Wiederholung anschaut, fragt man sich, warum der Torwart nicht rauskommt. Er ist einfach kein Rückhalt. Ein bißchen wie der Sportkamerad Blazek (die Älteren erinnern sich).

    Ein Wechsel auf Rakowsky wäre für Weiler wahrscheinlich ein Gesichtsverlust. Ein Wechsel auf Schäfer wäre kurzfristig gut, aber dann hast Du schon zwei Leichen auf der Bank und mit Schäfer plant man ja nicht langfristig. Ein Festhalten an Kirschbaum hat Sinn, wenn man von seinen Fähigkeiten langfristig überzeugt ist. Ich weiß es nicht, weil davon einfach nichts zu sehen ist.

    0

    0
    • Berlino:

      Im Frühjahr hatte Weiler Rakowsky völlig ohne Not abrasiert, als es um überhaupt nichts mehr ging. Dabei hätte es sich gelohnt, langfristig auf ihn zu setzen, denn seine Fähigkeit zur zügigenSpielereröffnung kann für schnelle Angriffe gut genutzt werden, wenn die vor ihm mehr mitdenken.

      Das hab ich aber anders in Erinnerung. 😉 Frag mal Alex B. hier nach seiner Meinung zu Rako. ☺
      Pat hat kaum noch Kredit bei den Fans, dann würde ich eher darauf hoffen, dass Kirsche noch Rückgrat beweist.

      Übrigens, das Glücksschwein mag anscheinend Kleeblätter 😞

      0

      0
    • Optimist:
      Der hat sich selbst verpflichtet

      Super Idee!!!

      Werte Clubfans United Schreibende, Lesende, Fanclub-Mitmitglieder und liebe Ultras, hiermit gebe ich Euch bekannt, daß ich mich nach langem Zögern doch nun dazu entschlossen habe, dem Club zukünftig selbstverpflichtet und selbstverpflichtend, als Sportvorstand zu dienen. Meine Bewerbungszeugnisse und -unterlagen liegen im Augenblick noch bei einem äääh außerkontinentalem Fußballlandesverband solange unter Verschluß, bis ich meine erste Gehaltsvorauszahlung erhalten werde. Diese werden natürlich zum geeigneten Zeitpunkt nachgereicht.

      Ich verspreche Euch, daß wir alle gemeinsam alles dafür tun werden, damit auch zukünftig zum Beispiel die Last von Spielerverpflichtungen auf viele gemeinsame und damit auch weiterhin äääh nicht jedem bekannte Schultern verteilt werden. Das wird, das wird jeder verstehen, aus Gründen der vertraglich notwendigen Geheimhaltung weiterhin so gehandhabt werden wie zuvor.

      Auch ich werde meiner Verantwortung, jederzeit völlig bewusst, unbewusst nachgehen und alles in meiner Macht stehende für den ääh Club tun, damit endlich wieder bessere Zeiten anbrechen werden!

      Erste Gespräche mit Bustouristik- und regionalen Autobahnraststättenunternehmen tragen bereits Früchte, damit auch zukünftig basisdemokratische, regelmässige Treffen mit Fans und der Mannschaft möglich sein werden.

      Um die Zusammenarbeit mit den Spielerberatern der Alliance Sportsmanagement AG (bisher nur drei Clubspieler unter Vertrag!!!) und dem Karl M. Herzog Sportmanagement (bisher nur vier Clubspieler unter Vertrag!!!!) weiter zu verstärken und zu vertiefen, werden diese Spielerberater direkt Büros im neuen Funktionsgebäude beziehen.

      Ich habe bei den netten Kollegen der beiden o.a. Spielerberatungen bereits die Suche nach „irgendwas mit Mittelstürmer“ in Auftrag gegeben und erwarte pünktlich zum nächsten Transferfenster im äääh irgendwann im Winter, glaub ich zumindest, auch direkte Youtube-Links zu neuen Spielerpersönlichkeiten, die diesem, o.a., computeranalysierten Profil entsprechen. Die Entscheidung zur Verpflichtung erfolgt danach natürlich nicht von mir direkt selbst sondern von ¥™±µ¾↑¶ und ®§&*,selbstverständlich nur in Zusammenarbeit und nach Analyse von ñÔÿ¿½. (Entschuldigung, meine Tastatur spinnt gerade, die Namen sind eh bekannt).

      Das mit dem Helikopter ist noch nicht vom Tisch und wird nach den ersten äääh Erfolgen nochmals mit allen oben genannten diskutiert.

      Vielen Dank für Euer Vertrauen.

      Auf gehts Nürnberg!

      0

      0
  • Aus der Reihe gleicht sich alles aus: Letzte Woche irreguläres Tor für Fürth gegeben, diese Woche reguläres Tor gegen Fürth nicht gegeben.

    0

    0
  • Florian Zenger,

    Das ist die dunkle, absurde Seite des „alles gleicht sich im Verlauf einer Saison aus“. Wahrscheinlich gibt’s bald den Merchandising-Verkaufshit „Trikot mit vierblättrigem Kleeblatt“😉

    0

    0
  • Das Problem an der Personalie Kirschbaum ist einfach seine Position.
    Als Torwart muss man der Mannschaft die Sicherheit geben können, dass wenn ein Ball durch rutscht der Stürmer wenig Chancen hat das Tor zu erzielen.
    Leider geht diese Sicherheit ab, je länger man nicht spielt.
    Dass Kirsche ein guter Zweitliga-Keeper ist, hat er in Cottbus gezeigt.
    Dann kam aber der falsche Wechsel nach Stuttgart und hat dort wohl jegliches Selbstvertrauen usw. verloren. Klar..bei nur 9 Spielen in zwei Jahren.

    Hinzu kommt, dass sich die ganze Mannschaft auch aktuell noch sehr schwer tut sich zu finden.

    Einem Spieler, der auf dem Platz mal was verbockt gesteht man den Fehler eher ein, vor allem wenn die Spielpraxis über Jahre hinweg gefehlt hat.

    Ich bin ganz klar der Meinung:
    Kirsche hat die Zeit nötig und wird sie uns dann auch zurück zahlen. Er ist zwar kein „moderner“ Keeper (wie sie uns gerne schmackhaft gemacht werden) – ich wäre aber mit einem soliden Rückhalt im Kasten durchaus zufrieden. Und das kann er sein, sollte er die nötige Zeit bekommen.
    Wenn wir zu früh wieder den TW wechseln kommen die sich doch mittlerweile doch auch verarscht vor. Gerade auf dieser Position profitiert man extrem vom Vertrauen des Trainers und der Mannschaft.

    0

    0
  • Ich möchte damit nicht sagen, dass ich voll und ganz hinter der Verpflichtung stehe, aber ihn jetzt abzusägen wäre mMn das absolut falsche Zeichen an die Mannschaft – die sich im letzten Spiel verbessert und etwas eingespielter gezeigt hat.

    0

    0
  • Rätselhaft ist für mich warum Bulthuis immer, wie ein schwarzes Schaf, um eine halbe bis ganze Note gegenüber der (nicht besseren) Restviererkette abqualifiziert wird? Der Unterschied eröffnet sich für mich nicht, im Gegenteil glaube ich, dass mit Bulthuis die Abwehr stabiler wirkt, vor allem bei hohen Bällen. Wo war Brecko, als sich B. auf extremer RV-Position die gelbe Karte abholte? Eigentlich wäre der Laufweg für Hovland kürzer gewesen. Wünschte mir Bulthuis würde mal ein paar Spiele in Reihe eine Chance bekommen.

    0

    0
  • Bulthuis legt sich als Zillner frei vor Kirschbaum auftaucht ohne Not auf den Hosenboden, ermöglicht damit fast den Ausgleich. Die Zweikampfquote lag bei ~44%, selbst wenn man die Offensivzweikämpfe abzieht, kam er nicht über 50%. Viel zu schwach für nen Defensivspieler. Dazu kam nur etwas mehr als die Hälfte seiner Vorwärtspässe an. Das ist nunmal nicht mehr als „ausreichend“.

    0

    0
    • Florian Zenger,

      Der „Hosenboden“ hat immerhin Zillner so spitz abgedrängt, dass unser Torheld noch eine Chance gehabt hätte und auch Zillner deshalb nur das Aussennetz traf. Ist halt keine bessere Note wert?

      0

      0
  • Auch wenn ich mich damit der Gefahr aussetze meinen Ruf als unser Torwart-Spezialist zu ruinieren: Ich verstehe die Kirschbaum-Diskussion ehrlich gesagt nicht wirklich. Ein Torwart ohne funktionierende Abwehr – da muss man schon einen sehr guten Lauf haben, um in der Phase dann den Rückhalt zu mimen und sich nicht anstecken zu lassen. Dazu habe ich krasse Torwart-Fehler bei ihm nicht wirklich gesehen (und selbst wenn, Neuer durfte zuletzt auch des öfteren…). Dass er im Zusammenspiel mit der Abwehr mitunter falsche Entscheidungen trifft (wann rausgehen, wen anspielen) ist (siehe oben) ohne funktionierende Abwehr und mit ständig wechselndem Personal auch nicht gerade einfacher.

    Gerade der Torwart braucht nun mal Rückhalt. Und die aktuellen Diskussionen um ihn führen mit absoluter Sicherheit dazu, dass man ihn endgültig demontiert. Das war schon bei Rakovsky so, bei Schäfer rettete ihn sein dickes Fell und die Erfahrung und das Selbstbewusstsein, das der sich auch mit Pokalsieg und Co. zu Recht anlegte.

    Ich erinnere gern an Blazek und was Hans Meyer über ihn sagte: Er hielt Blazek auch danach noch für einen sehr guten Torwart, aber in Nürnberg kam er sofort in eine Spirale. Fremdes Umfeld, eine Mannschaft im Umbruch nach dem Pokalsieg, weil sie nicht wusste ob sie nun überdurchschnittlich war oder nur überdurchschnittliches erreicht hatte, das Riesen-Erbe eines damals hochgelobten Schäfer, der nicht umsonst zum Meister damals wechselte, dazu Integrationsprobleme und wohl auch familiär schwierige Zeit – dann gleich am Anfang ein paar Fehler gemacht und das Umfeld kippte sofort und verhöhnte ihn. Das war’s im Grunde mit seiner Zukunft beim FCN.

    Auch bei Kirschbaum sind wir drauf und dran ihn zu „verbrennen“. Was ich damit sagen will: Ob Kirsche ein Guter ist oder nicht, kann man aktuell überhaupt noch nicht beurteilen. Dazu sind in der Mannschaft einfach noch zu viele Baustellen – 21 Chancen im Heimspiel gegen sich (München) – und dann macht man ihm eine Bogenlampe zum Vorwurf. Sorry. Nein.

    Der Unterschied zu Rakovsky ist der: Kirschbaum war in Cottbus schon gut, hat in Stuttgart gute Kritiken der Trainer bekommen und setzte sich sogar durch, hatte nur da eben (siehe oben) auch keine Abwehr vor sich. Hab mir sogar vor einiger Zeit viele der damaligen Gegentore angesehen – was wollte er denn damals da was machen?! Bei Kirschbaum waren die Trainer immer überzeugt, auch in Nürnberg kennt man ihn ja schon aus der Jugend, bei Rakovsky dagegen hatten die Trainer immer Zweifel, erst Hecking, dann Wiesinger, Verbeek, Ismael und zuletzt Weiler. Bei Rakovsky forderte ihn das Umfeld wegen der Vita (U-Nationalspieler), bei Kirschbaum wollten ihn die Trainer – das schon ein großer Unterschied.

    Und was ich bisher sah, reicht mir noch nicht um ein Urteil zu fällen. Lasst Kirschbaum mit der Mannschaft wachsen. Wenn die Mannschaft stabiler wird und er dann immer noch keine Sicherheit ausstrahlt, dann reden wir gern weiter. Solange mach ich das Faß nicht auf, weil ich es a) sportlich nicht für gerechtfertigt halte (auch gegen Sandhausen sah ich ihn im Grunde fehlerlos, machte sogar zweimal die Ecke sehr gut zu) und ich es b) für kontraproduktiv empfinde, Torwart für Torwart zu tauschen und sich dann zu wundern, warum wir auf der Position keine Ruhe rein bekommen und ständig Schäfer zurückkommt.

    Lasst die Kirsche mal in Ruhe. Ich glaub er wird es uns mit Leistung zurückzahlen.

    0

    0
      • Hans:
        Alexander Endl – Clubfans United,

        Die älteren Clubfans sind halt in Frage Torwart sehr verwöhnt worden. Ein Kargus und Köpke waren Weltklassetorhüter, die dem Club manche Punkte zum Klassenerhalt sicherten.

        Hätte Kirschbaum ein erstes Club-Spiel wie Köpke abgeliefert, er wäre wahrscheinlich geteert und gefedert aus der Stadt gejagt worden.

        0

        0
  • Szene noch mal angesehen: Die Szene hätte nicht zum Ausgleich geführt, sondern zum 2:1, da hatte ich die Chronologie falsch im Kopf. Bei der Szene, die zum Ausgleich hätte führen können, ist Bulthuis einfach nur sehr weit weg von Zillner, der sich gegen Hovland durchsetzt. Dafür lässt sich Bulthuis in der Szene, wo er sich auf den Hosenboden setzt, dennoch viel zu leicht ausspielen, erkenne da auch kein Abdrängen, er geht einfach völlig überhastet in den Zweikampf, verlässt den Boden mit beiden Beinen (immer schlecht im Zweikampf) und fliegt daneben, wenn Zillner stehen bleibt, kriegt er wahrscheinlich sogar Elfmeter, weil Bulthuis das Tackling gar nicht kontrollieren kann. Reicht für mich also nicht, mein Urteil anzupassen.

    0

    0
    • Alex:
      Favre tritt zurück. Das Rückrad hätte ma. sich mall von Verbeek gewünscht.

      Rückblickend hätte ich es mir von Bader gewünscht. Zu einem Zeitpunkt als in unserem Verein noch die Hoffnung bestand, allenfalls ein Jahr in der 2. Liga verbringen zu müssen. Und genügend Geld vorhanden war, um mit Verbeek für dieses Projekt einen guten Kader zusammenzustellen.
      Ist leider Geschichte.
      Bin gespannt auf den neuen Sportvorstand und was er und Meeske für Pläne haben, um unseren Verein zu sanieren.

      0

      0
  • Kirschbaum ist 28 (!) Jahre, kein Jugendspieler mehr und wurde für Ablöse geholt. Ich sehe nicht, wie er seine Mängel mit mehr Zeit und Spielpraxis ausgleichen kann.
    In diesem Alter muss ein Torhüter für mich eindeutig mehr mitbringen und von sich aus der Abwehr Stabilität geben können. Statt zaudernd, unsicher und zögernd auf der Linie zu verharren erwarte ich von einem fertigen Profi in seinem Alter einfach viel mehr klare und klärende Aktionen und nicht beim Zuschauen dauernd das dringende Bedürfnis „Geh halt endlich hin, Mann. Dein Verteidiger braucht Hilfe und wartet auf Dich!“ schreien oder „Oh Gott, der Gegner bekommt eine Ecke“ denken zu müssen.
    Alexander, im TV siehst Du das sicher nicht so klar, wie wenn Du Dir sein Torwartzögern von einem Kurvenblock eine Halbzeit lang ansehen musst. Aktives Dazwischengehen und energisches Rauslaufen ist bei ihm eine Fehlanzeige.

    0

    0
    • Woschdsubbn: Alexander, im TV siehst Du das sicher nicht so klar, wie wenn Du Dir sein Torwartzögern von einem Kurvenblock eine Halbzeit lang ansehen musst.

      Denkbar. 🙂

      Dennoch sehe ich das Urteil zu früh gefällt. Zudem muss sogar ich da mal die „2. Liga“ in die Waagschale werfen. Und da lohnt wirklich auch mal der Blick auf die Konkurrenz zwischen den Kästen (sagt man das so?).

      0

      0
  • Ich vermute hinter der Verpflichtung von Kirschbaum eher politische Gründe: Man wollte einen Franken in der ersten Elf haben und hoffte; zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.
    Wenn ich aber schon absehen kann, daß die Viererkette komplett umbauen muss, wäre eine Verpflichtung mit einem höheren Fokus auf dem Können wohl weitaus wichtiger gewesen.

    0

    0
  • Man hatte doch gefühlt ein Jahr Zeit, diese wichtige Position mit einem guten (Zweitliga-)Torhüter gleich richtig zu besetzen. Der Heidenheimer Zimmermann, der Aalener Bernhardt, der Berliner Haas oder vielleicht der Paderborner Kruse, um nur mal einige Namen zu nennen, wären sicher für kleines Geld kaufbar gewesen.
    Ich bin mir sicher, Kenner wie xxandl wissen noch mehr passende Personalien?

    Stattdessen holt man, passend zur Mittelmäßigkeit des restlichen Kaders, wieder nur jemanden mit eher unterdurchschnittlicher Qualität, dem Spielpraxis fehlt und der mit 28 Zögernd und Zaudernd im Tor steht.

    Was ist denn das für ein Anspruch, bei vielleicht DER wichtigsten Position auf dem Platz?

    0

    0
    • Woschdsubbn: Stattdessen holt man, passend zur Mittelmäßigkeit des restlichen Kaders, wieder nur jemanden mit eher unterdurchschnittlicher Qualität, dem Spielpraxis fehlt und der mit 28 Zögernd und Zaudernd im Tor steht.

      Genau das ist es, was mich da die Wagenburg um Kirschbaum aufbauen lässt. Wer sagt das denn? Wegen der Handvoll Spiele so ein Urteil fällen?

      Ich hab vor seiner Verpflichtung recherchiert gehabt und das, was ich da an Expertise las, war absolut positiv. Armin Veh bspw. ist ja auch kein Doofer und der sah Kirschbaum als Bundesliga-Torwart – rausgenommen wurde er damals doch nicht wieder wegen seiner Leistungen, sondern eben gerade dort aus politischen Gründen, weil man a) ein Bauernopfer brauchte und b) eben einen Keeper mit Stallgeruch wollte.

      Ich finde, wir sind mit unserer Haltung zu Spielern gerade als Fans mitunter zu hart, zu unversöhnlich und nicht zuletzt viel zu schnell im Urteil. Womit wir reihenweise die eigenen Spieler abschießen.

      0

      0
      • Alexander Endl – Clubfans United, na, uns bleibt sowieso jetzt nichts anderes übrig als mit dieser Personalie zu leben. Du hast ja recht, Kirschbaum kann ja nichts dafür, das er geholt wurde. Vielleicht irre ich mich ja. Schaunmermal.

        0

        0
        • Woschdsubbn,

          Ist ja lustig das du Haas als Beispiel nimmst.Der kam seinerzeit aus Hoffenheim als dortige Nummer zwei(hatte sich nie durchgesetzt) und wurde zwischenzeitlich auch bei Union wieder zur Nmer 2,ehe er sich jetzt,dritte Saoson glaube ich,zum derzeit drittbesten Torwart der zweiten Liga entwickelt hat.Apricht alles eher für Alexanders Standpunkt.Was Union im übrigen anders gemacht hat, als Sie mit ihren Torleuten unzufrieden waren: Sie haben den Torwarttrainer ersetzt!

          0

          0
          • Christian-berlin:
            Woschdsubbn,

            Ist ja lustig das du Haas als Beispiel nimmst.Der kam seinerzeit aus Hoffenheim als dortige Nummer zwei(hatte sich nie durchgesetzt) und wurde zwischenzeitlich auch bei Union wieder zur Nmer 2,ehe er sich jetzt,dritte Saoson glaube ich,zum derzeit drittbesten Torwart der zweiten Liga entwickelt hat.Apricht alles eher für Alexanders Standpunkt.Was Union im übrigen anders gemacht hat, als Sie mit ihren Torleuten unzufrieden waren: Sie haben den Torwarttrainer ersetzt!

            Alexander Endl

            Ich finde, wir sind mit unserer Haltung zu Spielern gerade als Fans mitunter zu hart, zu unversöhnlich und nicht zuletzt viel zu schnell im Urteil. Womit wir reihenweise die eigenen Spieler abschießen.

            Hochtalentierte ausgenommen, ist es nicht selten der Fall, dass Spieler nicht gleich auf ihrer ersten oder zweiten Profistaion den absoluten Durchbruch schaffen. Oft ist es auch eine Frage der Geduld, die man ihnen zum Entwickeln entgegenbringt.

            Was beim Club der letzten 2 Jahre jedoch sehr schwierig war und ist (im Gegensatz zu Heckings Zeiten). Weder war das Mannschaftsgerippe so in sich gefestigt, dass die jungen Unerfahrenen sich hätten anlehnen oder gar mit durchgeschleppt hätten werden können. Noch war die sportliche Situation so gesichert, dass ergebnisunabhängige Zeit für breite Experimente war.

            Die Torhüterposition ist ein neuralgische. Eine eingespielte Mannschaft kann einen Jungspund im Tor verkraften, der Routinier im Kasten einer neuformierten Abwehr Sicherheit geben. Der Club hat wieder einmal einen neuen Defensivverbund. Also schied der ohnehin nur als Nr. 3 eingestufte Rakovsky aus. Schäfer sollte eigentlich bereits letzte Saison nur noch den back-up geben. Mit Kirschbaum einen altersbedingt erfahrenen und gestandenen Torwart zu holen war daher grundsätzlich logisch. Eventuell wurde unterschätzt, dass er mangels Spielpraxis längere Zeit benötigt, bis er zum erhofften Rückhalt werden kann. Seine Spielpause merkt man ihm an, grobe Fehler könnte ich ihm jedoch nicht ankreiden. Wage die Prognose: Gebt Kirschbaum (und seiner Abwehr) Vertrauen und Zeit, sich bis zur Winterpause zu festigen und er wird zur Rückrunde wesentlich stärker und selbstbewusster auftreten!

            0

            0
      • Alexander Endl – Clubfans United: Armin Veh bspw. ist ja auch kein Doofer und der sah Kirschbaum als Bundesliga-Torwart – rausgenommen wurde er damals doch nicht wieder wegen seiner Leistungen, sondern eben gerade dort aus politischen Gründen, weil man a) ein Bauernopfer brauchte und b) eben einen Keeper mit Stallgeruch wollte.

        Das wirkt mir etwas konstruiert, warum man Kirschbaum nicht mehr haben wollte in Stuttgart und jetzt haben sie für den Stallgeruch einen Polen sowie einen Australier (verletzt) als Stammtorhüter??

        0

        0
    • Woschdsubbn: Der Heidenheimer Zimmermann, der Aalener Bernhardt, der Berliner Haas oder vielleicht der Paderborner Kruse, um nur mal einige Namen zu nennen, wären sicher für kleines Geld kaufbar gewesen.
      Ich bin mir sicher, Kenner wie xxandl wissen noch mehr passende Personalien?

      oder Riemann, der war sogar ablösefrei. Wäre mein Favorit gewesen.

      Ich denke aber, wir setzen bei unseren eigenen Leuten höhere Standards als bei Spielern der Konkurrenz. Gestern z.B. das Gegentor gegen Fürth. Da läuft der Ball am 5er entlang zum langen Pfosten, wo der Unioner darauf wartet einzuschieben. Mielitz klebt auf der Linie und lässt den Ball passieren, mit 2 Schritten nach draußen hätte er ihn gehabt.

      Wäre das „unser“ Torwart gewesen, was hätte es da wieder für einen Aufstand gegeben….

      0

      0
  • Davon abgesehen, immerhin zu Null gespielt was auch einem Torhüter gut tut, allerdings habe ich das Spiel nicht gesehen, das Ergebnis sieht aber torwartfreundlich aus. Man sollte Kirschbaum noch Zeit geben, allerdings irgendwann muß man dann auch ein Resumee ziehen, falls es nicht klappt sollte man sich nicht scheuen evtl. nochmal zu Schäfer switchen, zumindest wenn man noch nach oben Perspektive hat und die Tabelle gibt das ja her.

    0

    0
  • In Stuttgart brennt unter den Fans wegen der TW-Verpflichtungen auch der Baum. Man ist da ja immer sehr stolz auf seine Torhüterschule und jetzt setzt man Vlachodimos und Funk zwei vor die Nase. Gerade Tyton hat ja bislang eher wenig titanenhaft gespielt.

    0

    0
    • Florian Zenger,

      Das wird ein ähnliches Problem sein wie einst bei Blazek. Ist halt schwierig, wenn man auf so einer kommunnikationsintensiven Position Integrations- und Sprachprobleme hat. Der war in Polen bestimmt auch ein starker Torwart, wie eben Blazek in Tschechien.

      0

      0
  • Vielleicht mag sich Kirschbaum ja noch fangen – es ist aber halt bald die halbe Hinrunde vorbei und man ist weit entfernt von den Aufstiegsrängen. Der Schaden ist schon angerichtet, ihn zu kitten wird schwierig.

    Und genau das ist eben das Problem:
    Wenn ich aufsteigen will, dann darf ich mir halt keinen Torhüter suchen, der sich vielleicht im Laufe der Zeit zu dem gewünschten Rückhalt entwickelt, sondern muss schauen, dass dieser sofort funktioniert.

    So haben wir wieder die gleiche Scheiße wie letzte Saison, dass man zwar eine Mannschaft mit Potenzial hat, aber zu wenig Zeit, um diese derart einzuspielen, dass man oben mitspielen könnte.

    Bei Kirschbaum war in den letzten Spielen offensichtlich, dass es zu einem beträchtlichen Teil auch an der mangelnden Spielpraxis von zuvor zwei Jahren als Ersatztorwart liegt, dass er des Öfteren falsche Entscheidungen trifft, gerade was das zögerliche Mitspielen und Herauslaufen betrifft.

    Da wäre einfach ein Torwart geeigneter gewesen, der vorher Stammtorhüter war. Und da gab es ja genug Kandidaten, v.a. auch welche aus der 2. Liga, die diese auch entsprechend gut kennen.

    Und wenn man jetzt darüber diskutiert, ihm weitere Chancen zu geben und Geduld zu üben, bzw. gerade auch den Verweis auf andere Torhüter zieht und dass diese erst bei der zweiten oder dritten Chance den Durchbruch geschafft haben:
    Warum nicht Rakovsky nochmal ne Chance geben?
    Von den Anlagen her halte ich ihn immer noch für einen talentierten Torhüter.
    Korrigiert, wenn mich meine Erinnerung trügt, aber seine Probleme in der Rückrunde bestanden ja vor allem auch auf der Linie, er sah des Öfteren bei Fernschüssen schlecht aus, in der Strafraumbeherrschung sah es aber meist deutlich besser aus. Wo es eben Kirschbaum große Unsicherheiten gibt und über Schäfers Mängel bei derselben brauchen wir ja nicht zu diskutieren.

    Ich hoffe, dass der neue Sportvorstand dann auch mal ernsthaft hinterfragt, ob wir auf Torwarttrainer-Position optimal aufgestellt sind. Unser Pokalheld in Ehren, aber Klewer hat seine Karriere bei uns als Ersatztorwart verbracht, wo schlicht und einfach ein Linientorwart gesetzt war und modernes Torwartspiel außen vor war. Ob er nun geeignet ist, um dieses dann anderen zu vermitteln?
    Ich kann es kein bisschen beurteilen, das muss ich betonen.
    Aber eine gute Torhüterschule können wir sicherlich nicht für uns beanspruchen.

    0

    0

Kommentare sind geschlossen.