Von Schrumpfhirnen, Sauläden und Corporate Social Responsibility

Vor dem Auswärtsspiel des 1. FC Nürnberg bei Union Berlin mit Gero vom Union-Podcast Textilvergehen im Interview

Hans Meyer sagte mal: “In jedem Kader gibt es fünf richtig blöde Spieler. Von denen würde einer auf jeden Fall unter der Brücke landen, wenn er nicht Fußball spielen würde.” Und was sagt uns das? Fußball ist eben doch einfach nur ein Abbild unserer Gesellschaft. Und genau deshalb wundert es eigentlich auch nicht, dass im Umfeld des Fußball es eine große Anzahl von “richtig blöden” Fans gibt, die im besten Falle harmlos nervig, leider bisweilen aber auch richtig ärgerlich sind und im schlimmsten Falle auch noch Schaden verursachen.

Kein Schaden, aber richtig ärgerlich sind Fake-Posting in den sozialen Medien, die unter dem Deckmantel falscher Identität Falschmeldungen verbreiten. Zwar lässt sich das oft mit wenigen Klicks enttarnen, aber selbst ich falle dann bisweilen trotzdem noch drauf rein, gerade wenn man zwischen Tür und Angel nur was wahrnimmt. So verkündete gestern ein Tweet einer gefälschten Fußball-Plattform, dass es für Weiler in Berlin ein Art Schicksalsspiel wäre. Man kann – frei nach Hans Meyer – getrost davon ausgehen, dass dem nicht so ist. Noch mehr Aufregung sorgte ein Facebook-Eintrag mit vermeintlichem Absender Guido Burgstaller, das man mit dem Hintergrund des kolportierten Interesses aus Hannover durchaus als frühzeitige Abschiedsgedanken hätte interpretieren können. Das ging sogar dem FCN zu weit und er dementierte umgehend via Twitter. Schlagendes Argument: Burgstaller habe nicht mal ein Facebook-Profil.

Ob Burgstaller trotzdem auf dem Zettel von Bader/Möckel (jetzt: Hannover 96) steht, ist ein ganz anderes Thema, das die Fangemeinde aber offenbar sehr bewegt. Fakt ist aber nur, dass Hannover nach Verstärkungen im Offensiv-Bereich sucht und ausdrücklich auch geäußert wurde, dass hier auch ein Blick zum Ex-Verein der beiden Neu-Hannoveraner gerichtet werden würde. Wenig verwunderlich, immerhin kennt man dort das Personal und die Verträge der einzelnen nebst finanzieller Bedürfnisse des Vereins ja noch ganz gut respektive zeichnete dafür selbst verantwortlich… Allerdings sollte dem Fan dies nicht allzu große Sorgen machen. Sollte Burgstaller eine Klausel jedweder Art haben, würde dies nicht nur Hannover über kurz oder lang auf den Plan rufen in Anbetracht dessen guter Leistungen, wäre also eh unvermeidlich. Sollte es aber keine Klausel geben, wovon aktuell auszugehen ist, dürfte aufgrund des neuen Finanzkonstrukts von Meeske (Umschuldung) und der übermittelten, eher konservativen Personallinie Bornemanns die Schmerzgrenze in einem Bereich liegen, die final Hannover finanziell mehr schmerzen würde als dem Club der sportliche Verlust. Denn bei aller Freude über Burgstaller: Er hat einen guten Lauf und ist vom Engagement eine echte Bereicherung. Er ist aber eben auch nicht mehr das Jungtalent und hat schon andere Phasen in seiner Karriere gehabt. Auch er wird wissen: Nicht immer ist ein lukrativer Wechsel am Ende wirklich ein Vorteil, Sebastian Polter, gestern noch der Volksheld bei Union Berlin, heute Reservist beim englischen Zweitligisten QPR, wird trotz voller Taschen nun ein Lied von singen können, in Berlin hätten sie Lieder über ihn gesungen …

Interview mit Textilvergehen

Doch zurück zum Sport und apropos Berlin. Dort wurde im vergangenen Jahr eine Mannschaft geboren (die Älteren werden sich erinnern). Das war nur knapp über ein Jahr her, vom Geburtshelfer (Ismael) wie vom gesamten Kader (Rakovsky, Bulthuis, Pinola, Celsutka, Mössmer, Gebhart, Koch, Candeias, Schöpf, Petrak, Sylvestr – Auf der Bank: Stephan, Ramirez, Pachonik, Stark, Evseev, Füllkrug, Mlapa) dürfte wohl nur noch Schöpf, Bulthuis, Füllkrug und vielleicht Evseev und Rakovsky auf der Bank noch dabei sein. Was für eine Fluktuation! Aber auch Union hat seitdem viel erlebt, hat den Düwel davongejagt und auch sonst hat sich dort einiges getan. Zeit also mal wieder mit dem Kult-Podcast Textilvergehen zu sprechen. Dieser Podcast zieht mit einer stoischen Konstanz seine Kreise, kümmert sich erfrischend nicht um Konventionen und Konzepte, und ist deswegen auch vollkommen ohne Bezug zu Union für mich schon immer eine absolute Hörempfehlung. Und auch wenn Gero, der uns diesmal Rede und Antwort stand, es nicht glauben mag: Für mich (und viele) ist Textilvergehen genau deshalb das “Gesicht” von Union Berlin und absolut stilprägend. Auch darüber sprachen wir mit Gero, aber auch über ein ernstes Thema, das der Flüchtlinge, über die Neuen, und überhaupt alles, was den Fan vor so einem Spiel im Kopf rumgeht. Viel Spaß beim Lesen!

[Clubfans United] Hallo Leute, schön, dass ihr mal wieder bei uns zu Gast seid. Wie ist die Stimmung in Berlin?

[Gero] “Hey! Gerne. Die Stimmung ist durchwachsen aber gerade wieder etwas hoffnungsvoller. Lasst uns das gute Gefühl bitte noch ne Weile.”

[Clubfans United] Am Anfang habt ihr in eurem Podcast Lewandowski ja ziemlich gefeiert – quasi als Star-Trainer-Verpflichtung ausgelobt. Dabei scheute der, für einen im Trainergeschäft, ja doch eher meist die große Öffentlichkeit und hat sich dann wieder in die Jugendarbeit zurückgezogen. Wie ist euer zweiter Eindruck jetzt von ihm, die Resultate sind ja doch eher durchwachsen.

[Gero] “Ich weiss zu wenig über die Gründe von Lewandowski, sich bei Leverkusen in die Jugendarbeit „zu verdrücken“ um das wirklich bewerten zu können. Mich haben eher sein Auftreten und seine klaren Ansagen beeindruckt. Ausserdem sind wir beim Textilvergehen grundsätzlich in Trainer verliebt, die so wirken, als wenn sie eine Vision haben und bereit sind dabei auch harte Maßnahmen zu ergreifen. Den durchwachsene Eindruck seiner bisherigen Leistung schiebe ich persönlich eher auf den Sauladen, den er vorfand bzw. zu lange auf die Bank geschobenen Entscheidungen des Vereins. Darin ist Union traditionell sehr gut.”

[Clubfans United] Apropos – wie motiviert man sich eigentlich zu so vielen Podcasts? Ich bin ja ein großer Fan, wenn auch nicht Hörer jeder Folge, aber ich mag ja eure Küchentischgespräche über Union, den Fußball und auch den ganzen Rest. Aber bei aller Freude – das macht ja auch Arbeit und kostet richtig Zeit.

[Gero] “Tatsächlich habe ich selten das Gefühl, mich motivieren zu müssen. Das textilvergehen ist ne kleine grosse Familie von 5 Menschen, die alle mehr oder weniger die Pfeife heiss haben und sich gegenseitig, Union und den Fussball und das Drumherum mögen. Ausserdem kocht Familie Fiebrig das beste Abendbrot Berlins.”

[Clubfans United] Vielleicht tragt ihr ja auch mit eurem Podcast dazu bei, aber der Verein scheint sich auch ganz bewusst und durchaus erfolgreich als Marke zu etablieren, der sich – wie vielleicht St. Pauli – jenseits von sportlichem Erfolg platziert. Ist das eine Strategie? Und gibt es neben St. Pauli genug Platz für Anti-Establishment im Fußball-Zirkus?

[Gero] “Ich bezweifle, dass unser Podcast zur Markenbildung beiträgt, aber ihr habt natürlich recht, was die Marke Union angeht. Ich bin überzeugt davon, dass dahinter gewissermaßen auch eine Strategie steckt. Ziel ist es sicher, Union als den etwas anderen, cooleren Verein Berlins, bei dem man noch echte Fussballatmosphäre erleben kann, langfristig zu etablieren. Zusätzlich ist vieles, was von aussen als Markenbildung und Strategie wahrgenommen wird, unser Selbstverständnis davon, wie wir uns und viele Fans sich Union, unsere Art von Fussball- und Fankultur und unser Stadion wünschen. Wenn dabei rauskommt, dass sich Neu-Berliner bei uns wohl fühlen und das Stadion vollmachen, soll mir das Recht sein. St. Pauli ist sicher ein Verein, wo man genau hinschauen kann, wie viele Sachen richtig aber auch einiges falsch gemacht werden kann. Auf den Fussballzirkus mit Fans, die nicht wissen, in welcher Liga der Verein spielt, aber trotzdem stolz einen Hoodie mit dem Logo tragen, kann ich aber gut verzichten.”

[Clubfans United] Vielleicht passt das ganz gut dazu: In euer Fanhaus wurden jetzt Flüchtlinge aufgenommen. Wie wichtig ist gesellschaftliches Engagement aus dem Fußball heraus heutzutage? Manche nennen das ja auch Corporate Social Responsibility?

[Gero] “Die Gesellschaft spiegelt sich im Stadion. Das bringt auch ne Verantwortung mit sich. Dass der Verein sich in einem Bereich engagiert, wo es garantiert auch Gegenwind von einigen Schrumpfhirnen (ja die haben wir auch) gibt, rechne ich den Verantwortlichen hoch an. Auch wenn für die Flüchtlinge in erste Linie die Unterkunft zählt, ist sowas nicht nur wegen der Maßnahme, sondern auch wegen des gesetzten Zeichens, ungemein wichtig.”

[Clubfans United] Zurück zum Sport: Schielt man nach oben, sieht man zumindest in der Bundesliga letztendlich nur noch unerreichbare Ziele. Dass mal ein Underdog in den “Döner-Cup” kommt, mag “noch” mal passieren, aber an die echten Geldtöpfe werden nur noch die kommen, die bereits genug davon haben. Muss man nicht gar als Fußball-Fan sich von Liga und Erfolg emanzipieren und einfach seinen Spaß von Spiel zu Spiel haben?

[Gero] “Ich hab Spass am Spiel, am drumherum und meinen Freunden, mit denen ich ins Stadion gehe. Ich kann gar nicht sagen, was ich als langfristiges Ziel für den Verein sehe. Bundesliga? Pffft. Da riecht’s komisch und die Leute tragen komische Hüte (hat man mir erzählt). Ausserdem kriegen wir da eh nur aufs Maul. Aber trotzdem muss es für nen Unioner „immer weiter ganz nach vorn“ gehen, also nehm ich die deutsche Meisterschaft irgendwann halt einfach in Kauf. Hilft ja nix.”

[Clubfans United] Ach ja, und wenn man dann mal einen Spieler hat, der vielleicht was kann, dann kauft ihn halt einer weg – wie bei euch Sebastian Polter und bei uns vielleicht bald Burgstaller, der schon wieder mit Hannover 96 in Verbindung gebracht wird. Polter sitzt dann jetzt halt in England bei QPR auf der Bank, kann sich dafür wahrscheinlich goldene Arschwärmer kaufen. Frust? Oder Scheiß-egal-Gefühl? Geht den anderen ja auch so.

[Gero] “Ich reg ich mich über sowas nicht auf, is schlecht fürs Herz. Aber ich garantiere euch, dass Sebastian Polter auch in England nicht nur jeden Abend im rot-weissen Schlüpper ins Bett geht, sondern auch bei QPR immer brav sein Union-Trikot drunter trägt. Der Gute ist und bleibt Unioner. Das mit England ist nur eine geschickte Verwirrtaktik. Deshalb hält sich der Frust in Grenzen. Er ruft ja brav jeden Abend vor dem Einschafen an.”

[Clubfans United] Ohne Polter fehlt euch der Torjäger, genug Tore schießt ihr aber trotzdem. Ist das nicht vielleicht sogar ein Vorteil, wenn der Gegner sich nicht auf einen Spieler konzentrieren kann?

[Gero] “Diesbezüglich fahren wir eine Doppelstrategie. Wir lassen nur die Hälfte unserer Tore vom Sturm schiessen. Wer sonst ran darf, wird vor dem Spiel bei einer Partie Mau Mau entschieden. So sind die gegnerischen Mannschaften immer hochgradig verwirrt. Wir aber auch. Deshalb scheppert’s bei uns auch hinten so oft. Aber lassen wir den Jungs ihren Spass, die ham ja sonst nix.”

[Clubfans United] 22:21 und 22:22 – das sind schon beeindruckende Parallelen, wenn man auf das Torverhältnis guckt. Hat der Club und Union das “gleiche” Problem? Und was wäre das dann?

[Gero] “Ihr habt weinrote Trikots. Das ist ein Problem, dass wir Gottseidank nicht haben. Ansonsten scheint uns zu verbinden, dass beide Vereine die Spannung aufrecht erhalten wollen. Wir wollen ja nicht zu den Bayern der 2.Liga werden. Ihr als Franken ja sicher auch nicht.”

[Clubfans United] Man soll ja nicht … aber … Wahre Tabelle. Da stünde Union wo sie stehen, aber der Club wäre derzeit mal charmant Tabellenführer zusammen mit Freiburg. Die Realität sagt aber Tristesse im Mittelfeld. Wie kann das sein, dass eine Mannschaft so einseitig in einer Liga benachteiligt wird (10 Punkte), oder ist das halt auch einfach nur “doof gelaufen”. Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

[Gero] “Ich halt nichts von Schiedsrichterschelte. Die haben’s schon schwer genug mit ihren Gesichtern. Aber mal ernsthaft… Wahre Tabelle? Nicht euer Ernst!”

[Clubfans United] Wie macht sich Adrian Nikci eigentlich? Und was ist dran am Interesse an Ondrej Petrak?

[Gero] “Adrian macht sich sicher super im Training. Auf dem Platz hat man ihn noch nicht wirklich zu sehen bekommen. Im Bezug auf Herrn Petrak müsst ihr unseren Sportdirektor fragen. Ach nee, warte. Den gibts ja gar nicht.”

[Clubfans United] Ihr habt mit Heidenheim Selbstbewusstsein getankt, der Club ist auswärts chronisch schwach und zudem seit 5 Spielen in der Liga ohne Sieg. Klare Sache an der alten Försterei?

[Gero] “Ich weiss, ihr könnt nichts für eure geografische Lage, aber wir müssen uns leider bei euch für unsere Niederlage gegen Fürth rächen. Wir können euch Franken und Bayern und Schwaben eh nicht auseinanderhalten. Also Heimsieg. Ihr könnt aber gerne 3 Punkte in der Wahren Tabelle mit nach Hause nehmen. (Hab gerade mit Bernd dem Schiri telefoniert, der ist dabei)”

[Clubfans United] Das wars auch “schon”, vielen Dank für eure Zeit und ich hoffe die Fragen haben Spaß gemacht. Das Schlusswort gehört euch: Was muss an der Stelle endlich mal gesagt werden?

[Gero] “Gerne. Bis Samstag und viel Spass in unserem Wohnzimmer! Ich hab Hunger.”


Das Interview führte Alexander Endl [Clubfans United] mit Gero [Textilvergehen] am 4./5.11.2015 via E-Mail.

42 Gedanken zu „Von Schrumpfhirnen, Sauläden und Corporate Social Responsibility

  • Sehr gut! 😀 “Aber mal ernsthaft… Wahre Tabelle? Nicht euer Ernst!” Genau so ist es, kann man sich auch nichts für kaufen und generell sollte man auch hier (unter den Kommentatoren) mal bisschen kritischer mit der “Wahren Tabelle” umgehen, die unterstellen natürlich die ceteris paribus Klausel bei ihren Korrekturen, was völliger Humbug ist. Ein Tor verändert das Spiel und die Spieler (fast) immer. Einfach korrigieren und addieren ist nicht. Bestes Beispiel das Leipzig spiel dass wir lt Wahrer Tabelle sogar gewonnen hätten! Lächerlich.
    Also Schluss mit dem Mimimi und morgen mit gutem, überzeugenden und effektivem Spiel einen Sieg holen an dem auch die Schiris nicht rütteln können! Fertig aus.

    • Holzmichel:
      Sehr gut! ? „Aber mal ernsthaft… Wahre Tabelle? Nicht euer Ernst!“ Genau so ist es, kann man sich auch nichts für kaufen und generell sollte man auch hier (unter den Kommentatoren) mal bisschen kritischer mit der „Wahren Tabelle“ umgehen, die unterstellen natürlich die ceteris paribus Klausel bei ihren Korrekturen, was völliger Humbug ist. Ein Tor verändert das Spiel und die Spieler (fast) immer. Einfach korrigieren und addieren ist nicht. Bestes Beispiel das Leipzig spiel dass wir lt Wahrer Tabelle sogar gewonnen hätten! Lächerlich.
      Also Schluss mit dem Mimimi und morgen mit gutem, überzeugenden und effektivem Spiel einen Sieg holen an dem auch die Schiris nicht rütteln können! Fertig aus.

      Jein. Im Grunde ist mir das mit der Wahren Tabelle doch auch klar und entsprechend bewerte ich das auch. Aber es gibt eben auch andere Beispiele: Gegen FSV bspw. wäre es ohne den falschen Pfiff am Ende ganz sicher beim 1:0 geblieben – und gegen Karlsruhe, behaupte ich, wäre es eher der Schlüssel zum 2:0 oder 3:0 gewesen – jedenfalls hat in einem Spiel, wo das Tor wie vernagelt war, ein Treffer eben doch eine ganz andere Relevanz.

      Sicher ist, man darf diese Tabelle nicht “wörtlich” als wahr nehmen, aber sie indiziert doch eine ganze Menge – nämlich dass spielentscheidende Szenen gegen den FCN gelaufen sind. Und das ist eben kein Mimimi, wenn es sich häuft, sondern verändert eine ganze Menge und sollte so eben auch in die Bewertung von Außen mit einfließen (remember: Fußball ist Ergebnissport). Mit allein 4-6 Punkten mehr stünde Weiler mit seiner Truppe doch komplett anders da. Da rede ich noch gar nicht von den fehlenden 10 Punkten. Statt “Tristesse in Nürnberg”, wie man derzeit in den überregionalen Gazetten liest, hieße es “Aufstiegsanwärter mit guten Aussichten”. Dass sowas nicht nur das Umfeld ganz anders befriedet sondern auch der ganzen Mannschaft ein ganz anderes Standing gäbe, und damit Selbstbewusstsein für die Aufgaben, ist doch nicht von der Hand zu weisen.

      Daher: Ich hab kein Problem damit, wenn man diese Summe an Fehlentscheidungen als Teil des Sports hinnimmt. Wenn man entsprechend auch seine Kritik anpasst. Auch bin ich kein Freund von Verschwörungstheorien und auch kein Jammerer über jeden falschen Pfiff, den man in der 7ten Zeitlupe als solchen erkennt. Aber dass man alles unter den Teppich kehrt, ist eben im Showbiz Fußball auch keine Lösung. Denn auch wenn man es bestreiten mag: Natürlich macht das ein FC Bayern mit Kalkül, genau wie aktuell ein Mourinho, dass man Fehlentscheidungen lautstark kritisiert. Weil natürlich auch Schiris Menschen sind und irgendwann sich genau überlegen, ob sie “im Zweifel” (den es ja angeblich nicht gibt) doch mal wieder gegen den Club entscheiden, oder sich der ganzen Diskussion bewusst sind und sich denken “ach ne, ich will jetzt nicht noch weiter Öl ins Feuer gießen und bin mir ja auch eh nicht so sicher, dann eben mal Pro FCN”.

      Deshalb: Jammern Nein, anprangern Ja! Weil es eben auch offensichtlich falsch ist, was da gepfiffen wird. Man muss wirklich auch nicht alles schlucken.

      Darum geht es.

    • Holzmichel: Also Schluss mit dem Mimimi und morgen mit gutem, überzeugenden und effektivem Spiel einen Sieg holen an dem auch die Schiris nicht rütteln können! Fertig aus.

      Es gibt viele Partien die eng ausgehen, gerade in der 2.Liga, in der jeder jeden schlagen kann, und wenn man so zahlreiche fatale Schiedsrichter Entscheidungen gegen sich hat, ist es schwer diese engen aber wichtigen Spiele zu entscheiden. Ich habe das auch oft von der Hand gewiesen, aber was in letzter Zeit passiert ist so offenkundig schlecht, daß man das nicht mehr von der Hand weisen kann. Die wahre Tabelle ist letztlich ja nur eine Summe dieser Fehlentscheidungen. Nicht mehr nicht weniger.
      Es wäre naiv die zu glauben wir gewinnen jetzt jedes Spiel mit 3 Toren Unterschied, damit Schiedrichter Fehlentscheidungen nicht ins Gewicht fallen. Das ist Wolkenkuckucksheim. Man ist da leider auch vom Pfeifenmann abhängig ob man es wahrhaben will oder nicht.

  • Da geb ich Alexander und Juwe Recht.
    Das Problem ist doch, daß Ansprechen eines Mißstandes (Schiedsrichter entscheiden mittlerweile zu oft in spielentscheidenden Szenen falsch) und das Aufzeigen von Lösungen (Videobeweis) von denjenigen, die das nicht wahrhaben wollen und/oder die Mär von der ausgleichenden Gerechtigkeit glauben, pauschal als MIMIMI abgetan wird.
    Es gibt aber einfach Unterschiede in der Bedeutsamkeit von Fehlentscheidungen. Und wenn z.B., wie bei uns geschehen, ein Tor aberkannt, dem Gegner aber ein unberechtigter Elfer zugestanden wird, dann ist das ein massiver Eingriff in den Spielverlauf.

    Nicht mal die Bayern könnten, um diese Benachteiligungen nicht erleiden zu müssen, immer 3 Tore mehr schießen.
    Im Fußball sind knappe Ergebnisse einfach die Regel, nicht die Ausnahme.

    Wenn man das nur für ein Spiel ansieht, ist das vielleicht nicht so schlimm. Wenn man aber bedenkt, wie eng die Tabelle am Saisonende oft ist und wie fatal die Folgen eines Abstiegs oder Nichtaufstieg für den Verein im Nachinein über Jahre sein können, dann muß da endlich mal Vernunft einkehren und eine Anpassung der Techniken an das 3. Jahrtausend stattfinden.

    Ich hab es schon oft genug geschrieben: wer ganz sicher davon profitieren wird, sind die Schiedsrichter. Weil die davor geschützt werden, von Fans und Spielern angefeindet zu werden, wenn sie leider mal wieder eine Situation nicht vollkommen richtig erfasst haben. Was bei der Schnelligkeit des modernen Fußballs einfach normal ist.

    Wobei ich mich grad frage, wie das bei den Icetigers trotz Videobeweis sein kann, daß zu oft gegen sie entschieden wird?

  • Am Polter-Wechsel ist allerdings zu einem Großteil Mainz 05 “Schuld”.Die aufgerufene Ablösesumme,die Union an Mainz hätte zahlen müssen,war Union stets zu hoch und als QPR kam und die Summe kein Problem war,war Polter bei QPR und bei Union Geschichte.

    Bei dem torverhältnis kann es ja morgen , hüben wie drüben, eine Knallerpartie werden.Ick freu mir.
    Und niemals vergessen:Am Ende der Partie ist Union besonders anfällig

    • Christian-berlin: Am Polter-Wechsel ist allerdings zu einem Großteil Mainz 05 „Schuld“.Die aufgerufene Ablösesumme,die Union an Mainz hätte zahlen müssen,war Union stets zu hoch und als QPR kam und die Summe kein Problem war,war Polter bei QPR und bei Union Geschichte.

      Naja, da muss Polter schon auch mitspielen. Hätte er das nicht, wäre er erstmal zurück nach Mainz und es hätte sich sicher eine Lösung gefunden.

  • Ich gebe euch recht mit euren Einwänden. Mein polemischer Kommentar sollte auch nichts unter den Teppich kehren sondern war vielmehr ein Plädoyer an die Mannschaft morgen schlicht und ergreifend einen klaren Sieg herauszuspielen wie es gegen den FCK oder im Pokal gegen F95 der Fall war.
    Der Einwand Alexanders ist eben zu beachten: Jammern nein! Genau so kommt es mir aber vor wenn ich durch die Kommentare schweife. Der geneigte Clubfan scheint schon immer ganz happy zu sein wenn er den Missmut extern attribuieren kann und da auf die Scheidsrichterleistung nunmal kein (direkter) Einfluss genommen werden kann sollte die Mannschaft dafür sorgen, dass es am Ende eben nicht von einem Pfiff abhängt ob es 1 Punkt oder 3 Punkte werden. Mag naiv sein; anderen Vereinen gelingt das allerdings auch und dann rücken die Schiri Leistungen erst gar nicht so in den Vordergrund.
    Und insbesondere der Aufruf zu Choreos usw. kreiert doch ein Bild, sich als Opfer einer bösen Verschwörung zu stilisieren, mit der potentiellen Folge reale Antagonismen seitens der Schiedsrichter gegen den Club und sein Umfeld zu erzeugen.

    Haut und schlagt mich, aber wie Freiburg das nach dem Abstieg macht das hat was. Auch ein Mannschaftlicher Umbruch, aber begleitet von Konstanz bei den Verantwortlichen, Trainer, Stab, Führung, etc. und mit klarem Plan wie der Aufstieg gelingen soll. Kann auch mal schief gehen, aber da dort ein ganzes Umfeld an einem Strang zieht glaubt man dran und erschafft sich die gewünschte Realität. Leipzig kommt nach der Findungsphase auch mehr und mehr ins Rollen. Soviel zu dem Hinweis es gäbe keine 2 bessere Mannschaften vorm Club. Und ob!
    Wir müssen endlich raus aus der Tristesse und zur Identitätsstiftung und zum Zusammenhalt kann der Mannschaft auch so ein “Schirifeindbild” dienlich sein, frei nach dem Motto: Geht raus und gewinnt gegen die 12 Gegner. Aber sich (als Fan/Umfeld) daran aufzureiben und im “was wäre wenn Land” zu versinken lenkt nur ab und bringt den FCN nicht weiter. Im Gegenteil dann heißt es schnell die Träumer und Realitätsfernen aus dem Frankenland (siehe Interview oben), kriegen keine erfolgreiche Mannschaft hin aber können sich an den Schiris abarbeiten … Deshalb: Sich morgen durch Leistung und Leidenschaft als Verein und Mannschaft Wertschätzung und Respekt erarbeiten!

  • Alexander Endl – Clubfans United,
    wie auch immer,bei Union wäre der nicht mehr gelandet,deshalb kann ich es auch eher als Ironie auffassen ,wenn er so als Ur-Unioner hingestellt wird.
    bei Burgstaller vertraue ich im Übrigen auf eine gewisse Alteresweisheit-er hat sich im Laufe seiner Karriere doch bereits mehrmals verwechselt.Vielleicht bleibt er deshalb einfach besser.

  • Beate60,
    Den Videobeweis gibt’s im Eishockey nur für Tatbestände, die unmittelbar zum Tor führen. Geprüft werden Torraumabseits, hoher Stock, Schlittschuhtor, Puck vollständig über der Linie. Fouls, die immer zu Bankstrafen und Überzahl führen (Disziplinarstrafen, große und kleine Bankstrafen) und oft genug spielentscheidend sind, werden nicht per Videobeweis überprüft.

    Bedeutet für die Videobeweisdiskussion innerhalb der Fussballgemeinde, dass wir langsam anfangen müssen zu diskutieren für welche Tatbestände denn ein Videobeweis letztendlich entscheidend sein sollte. Zu viele Unterbrechungen für zu lange Zeit nehmen den Spielfluss und zerstören nämlich tatsächlich das Spiel.

    Regelinterpretationsdiskussionen (war’s denn Handspiel oder nicht? War der “Kontakt” im Strafraum heftig genug für einen Elfer?) und damit Hadern über fehlende Fussballgerechtigkeit wird’s weiterhin geben.

    Das bedeutet im Übrigen nicht, dass ich grundsätzlich gegen den Videobeweis bin, aber ich habe keine Lust die Hälfte der Spielzeit auf irgendwelche Entscheidungen zu warten, nur weil die Schiris oder Oberschiris jeden Freistoß aus dem Halbfeld 40 Meter vor dem Tor überprüfen , weil der potentiell torgefährlich ist und die schwarzen Männer wegen jedem Mist auf Nummer Sicher gehen (übertrieben ausgedrückt).

    • bernd: Das bedeutet im Übrigen nicht, dass ich grundsätzlich gegen den Videobeweis bin, aber ich habe keine Lust die Hälfte der Spielzeit auf irgendwelche Entscheidungen zu warten, nur weil die Schiris oder Oberschiris jeden Freistoß aus dem Halbfeld 40 Meter vor dem Tor überprüfen , weil der potentiell torgefährlich ist und die schwarzen Männer wegen jedem Mist auf Nummer Sicher gehen (übertrieben ausgedrückt).

      Ich plädiere da für ein ganz einfaches Verfahren und werbe dafür wo ich nur kann. 🙂

      Einfach der 5. Offizielle. Ein Schiedsrichter, der über Funk verbunden ist, genau wie die anderen Assistenten sich unauffällig beim Schiri melden und insoweit ihn auf Dinge hinweisen, die sie wahrnehmen. Beim 5. Offiziellen ist das dann halt Material aus dem Monitor, egal ob das nun 10 Kameras sind oder eine einzige.

      Taucht nicht auf, kein Theater, ist nur das Mäuschem im Ohr das flüstert: Sorry, kein Elfer, Bilder zeigen das! Oder: Stell die 10 vom Platz, der hat hinter deinem Rücken einen umgehauen.

      • Alexander Endl – Clubfans United: Ich plädiere da für ein ganz einfaches Verfahren und werbe dafür wo ich nur kann.

        Einfach der 5. Offizielle. Ein Schiedsrichter, der über Funk verbunden ist, genau wie die anderen Assistenten sich unauffällig beim Schiri melden und insoweit ihn auf Dinge hinweisen, die sie wahrnehmen. Beim 5. Offiziellen ist das dann halt Material aus dem Monitor, egal ob das nun 10 Kameras sind oder eine einzige.

        Taucht nicht auf, kein Theater, ist nur das Mäuschem im Ohr das flüstert: Sorry, kein Elfer, Bilder zeigen das! Oder: Stell die 10 vom Platz, der hat hinter deinem Rücken einen umgehauen.

        Genau in die Richtung würde ich auch gehen. Der niederländische Fussballverband KNVB hat ein ähnliches Verfahren im Pokal bereits getestet (Projektname: Arbitrage). Angeblich erfolgreich.

        Im Prinzip würde die Lösung so ausschauen, wie das Alexander bereits skizziert hat: Der Schiedsrichter würde von zwei Videoassistenten unterstützt, die sich bei strittigen Entscheidungen über Funk einschalten. Die tatsächliche Entscheidung träfe aber der Schiri auf dem Platz.

        Gab pro Spiel im Schnitt vier strittige Entscheidungen, verbunden mit Unterbrechungen zwischen fünf und zwanzig Sekunden. Das wäre durchaus akzeptabel. Diskussionen würde es aber trotzdem geben, eine hundertprozentige “Fussballgerechtigkeit” würde keinesfalls hergestellt, aber krasseste Fehlentscheidungen, wie gegen uns während der letzten Wochen, würden häufigst vermieden werden.

        • Bernd: Genau in die Richtung würde ich auch gehen. Der niederländische Fussballverband KNVB hat ein ähnliches Verfahren im Pokal bereits getestet (Projektname: Arbitrage). Angeblich erfolgreich.

          Im Prinzip würde die Lösung so ausschauen, wie das Alexander bereits skizziert hat: Der Schiedsrichter würde von zwei Videoassistenten unterstützt, die sich bei strittigen Entscheidungen über Funk einschalten. Die tatsächliche Entscheidung träfe aber der Schiri auf dem Platz.

          Gab pro Spiel im Schnitt vier strittige Entscheidungen, verbunden mit Unterbrechungen zwischen fünf und zwanzig Sekunden. Das wäre durchaus akzeptabel. Diskussionen würde es aber trotzdem geben, eine hundertprozentige „Fussballgerechtigkeit“ würde keinesfalls hergestellt, aber krasseste Fehlentscheidungen, wie gegen uns während der letzten Wochen, würden häufigst vermieden werden.

          Das wichtige wäre für mich das Tamtam wegzulassen. Keine “Challenge” (Vetorecht) der Vereine, alles Quatsch und höchstens für Werbepausen nützlich. Genau wie beim Torlinien-Richter, der angeblich viel häufiger Signale gibt als das der Zuschauer das mitbekommt, steht allein der Schiri am Platz im Fokus. Was er von wem wie erfahren hat, bleibt sein Geheimnis, er wirkt nach Außen weiterhin vollkommen autark – eben nur ein bisschen klüger.

      • Alexander Endl – Clubfans United: Ich plädiere da für ein ganz einfaches Verfahren und werbe dafür wo ich nur kann.

        Einfach der 5. Offizielle. Ein Schiedsrichter, der über Funk verbunden ist, genau wie die anderen Assistenten sich unauffällig beim Schiri melden und insoweit ihn auf Dinge hinweisen, die sie wahrnehmen. Beim 5. Offiziellen ist das dann halt Material aus dem Monitor, egal ob das nun 10 Kameras sind oder eine einzige.

        Taucht nicht auf, kein Theater, ist nur das Mäuschem im Ohr das flüstert: Sorry, kein Elfer, Bilder zeigen das! Oder: Stell die 10 vom Platz, der hat hinter deinem Rücken einen umgehauen.

        Die Schwäche deines Konzeptes ist evident. Wer auch immer das Bildmaterial produziert bzw. den Monitor des Schiri “bespielt”, der steuert seine Wahrnehmung.
        Da entscheidet jemand im Regieraum, welche Szenen für ihn genehm/unstrittig bzw. strittig und mit Supzeitlupe bedacht wird. Bei Länderspielen wird dann in Zukunft immer nur der Gastgeber produzieren dürfen, weil ja nur so die richtigen “patriotischen” Bilder zu sehen sind.
        Ansatzweise ist das ja schon heute so in Stadien, wenn ausgesuchte Wiederholungen auf dem Videowürfel während eines Spiels gezeigt werden …

        Ich schaue mit Hockey und Rugby mir zwei Sportarten relativ regelmäßig an, die beide den Videobeweis implementiert haben, auf recht unterschiedliche Art und Weise.
        Beide Verfahren haben ihre Vorzüge und Schwächen, je “gerechter” das Verfahren, desto größer ist IMHO der Eingriff in den Spielfluß.
        Bei der Rugby-WM in den vergangenen Wochen hat es z.B. ob der vielen, und zum größtenteil unnötigen Unterbrechungen durch den Videobeweis viel Kritik gehagelt.

        • Gerd: Die Schwäche deines Konzeptes ist evident. Wer auch immer das Bildmaterial produziert bzw. den Monitor des Schiri „bespielt“, der steuert seine Wahrnehmung.
          Da entscheidet jemand im Regieraum, welche Szenen für ihn genehm/unstrittig bzw. strittig und mit Supzeitlupe bedacht wird. Bei Länderspielen wird dann in Zukunft immer nur der Gastgeber produzieren dürfen, weil ja nur so die richtigen „patriotischen“ Bilder zu sehen sind.
          Ansatzweise ist das ja schon heute so in Stadien, wenn ausgesuchte Wiederholungen auf dem Videowürfel während eines Spiels gezeigt werden …

          Korrekt. Das kann instrumentalisiert werden. Allerdings kann man da schon auch gegensteuern. Bspw. durch Zugriff auf das Rohmaterial aus den Kameras oder durch eine zusätzliche hochauflösende Kamera auf die Totale, die nur dem Schiri zur Verfügung steht (bei dem Geld, dass da im Umlauf ist, wird man auch noch eine Kamera pro Schiri-Team aufbieten können).

          Aber was mir wichtig wäre: Alles vollkommen unkritisch im Sinne der Regel, denn der Videoschiedsrichter nutzt einfach das, was ihm zur Verfügung steht. Alles mehr als heute ist gut, weniger geht ja nicht. Und die Subjektivität bei Übertragungen bspw. aus südländischen Gefilden darf dann halt auch in die Wertung mit einfließen.

  • Gerd,
    Gerade um die Anzahl der Unterbrechungen zu reduzieren, würde ich die überprüfbaren Tatbestände genau definieren und dadurch limitieren. Als jedenfalls zu überprüfen fallen mir da die Karten jeglicher Farbe (es ist absolut unproblematisch, solche Entscheidungen später zu korrigieren), Elfmeter und Abseitstore ein. Aber müsste man Eckbälle grundsätzlich überprüfen lassen? Meiner Meinung nach nicht, denn die Ecken lassen sich verteidigen.

    • Bernd:
      Gerd,
      Gerade um die Anzahl der Unterbrechungen zu reduzieren, würde ich die überprüfbaren Tatbestände genau definieren und dadurch limitieren. Als jedenfalls zu überprüfen fallen mir da die Karten jeglicher Farbe (es ist absolut unproblematisch, solche Entscheidungen später zu korrigieren), Elfmeter und Abseitstore ein. Aber müsste man Eckbälle grundsätzlich überprüfen lassen? Meiner Meinung nach nicht, denn die Ecken lassen sich verteidigen.

      Wozu? Der Videoschiri informiert den Schiri, wenn er Dinge nicht oder eindeutig falsch gesehen hat. Vom Einwurf bis zu Torentscheidung.

      Nicht so viel regeln, das alles zu kompliziert. Versetzt das Schiri-Team in die Lage autonome Entscheidungen zu fällen und zur Hilfenahme aller zur Verfügung stehender Mittel. Nur halt öfter richtig. Mehr braucht es nicht.

      • Alexander Endl – Clubfans United: Wozu? Der Videoschiri informiert den Schiri, wenn er Dinge nicht oder eindeutig falsch gesehen hat. Vom Einwurf bis zu Torentscheidung.

        Ähm, woher will man denn wissen, was der Schiri _nicht gesehen hat_? Kann doch auch sein, daß er etwas gesehen und als nicht sanktionswürdig bewertet hat.
        Dazu ist zwangsweise eine Rückfrage beim Schiedsrichter nötig und damit eine Unterbrechung…

        • Gerd: Ähm, woher will man denn wissen, was der Schiri _nicht gesehen hat_? Kann doch auch sein, daß er etwas gesehen und als nicht sanktionswürdig bewertet hat.
          Dazu ist zwangsweise eine Rückfrage beim Schiedsrichter nötig und damit eine Unterbrechung…

          Das können die per Headset klären.

    • Bernd:
      Gerd,
      Gerade um die Anzahl der Unterbrechungen zu reduzieren, würde ich die überprüfbaren Tatbestände genau definieren und dadurch limitieren. Als jedenfalls zu überprüfen fallen mir da die Karten jeglicher Farbe (es ist absolut unproblematisch, solche Entscheidungen später zu korrigieren), Elfmeter und Abseitstore ein. Aber müsste man Eckbälle grundsätzlich überprüfen lassen? Meiner Meinung nach nicht, denn die Ecken lassen sich verteidigen.

      Ich verstehe nicht, wieso du alle gegebenen Karten überprüfen lassen willst, aber die ganzen Situationen, wo keine Karte gezeigt wurde, dies aber angebracht gewesen wäre, einfach ignorierst.
      Wo ist da unter dem Aspekt der Gerechtigkeit der Unterschied?
      Und wenn es da keinen Unterschied gibt, bist du ganz schnell dabei wieder jede Spielsituation vom Videoschiedsrichter bewerten zu lassen.

  • Ich wäre schon mit dem Hawk-Eye für die 2.Liga zufrieden. Sollte doch das Ziel aller Vereine die 1.Liga sein und dort wird das Ding sowieso gebraucht.

    Übrigens, KSC – Bochum 3:0. Gegen wen haben wir noch am Montag 0:0 gespielt? ?

  • juwe,
    Richtig. Verbeek kam, als der Club am Abgrund stand, und musste gehen, als der Club über dem Abgrund hing.

    • Töffi:
      juwe,
      Richtig. Verbeek kam, als der Club am Abgrund stand, und musste gehen, als der Club über dem Abgrund hing.

      Man hat Verbeek die Chance nicht gegeben noch 1 o. 2 Punkte von 9 möglichen zu erzielen, die wenigstens für die Reli gereicht hätten, daher ist es für mich auch nicht legitim ihn als Abstiegstrainer zu bezeichnen. Dann wäre Wiesinger genauso mit dem FCN “abgestiegen”.

  • Also es ist schon zum Haareraufen, die Fürther werden fast jedesmal begünstigt von den Schiris, glasklarer Elfmeter für Bielefeld wird nicht gegeben, gegen uns werden Elfmeter (und bekanntlich nicht nur das) gepfiffen die gar keine sind. Beides unerträglicher Fake

    • juwe:
      Also es ist schon zum Haareraufen, die Fürther werden fast jedesmal begünstigt von den Schiris, glasklarer Elfmeter für Bielefeld wird nicht gegeben.

      Das war tatsächlich mal nur ausgleichende Gerechtigkeit, hätte nämlich auch nen Elfer für Fürth geben müssen, da hat der Schiri aber das Handspiel genauso ignoriert wie Mielitz’ Foul. Ich wäre ja schon mit sowas zufrieden momentan 😀

      • Florian Zenger: Das war tatsächlich mal nur ausgleichende Gerechtigkeit, hätte nämlich auch nen Elfer für Fürth geben müssen, da hat der Schiri aber das Handspiel genauso ignoriert wie Mielitz‘ Foul. Ich wäre ja schon mit sowas zufrieden momentan

        Du siehst glaube ich ab und zu Fürther Spiele, wie ist denn eigentlich Mielitz, wenn man einen Vergleich zu Kirschbaum zieht?

        • juwe: Du siehst glaube ich ab und zu Fürther Spiele, wie ist denn eigentlich Mielitz, wenn man einen Vergleich zu Kirschbaum zieht?

          Mehr Ausschläge in beide Richtungen würde ich sagen. Sowohl mehr unterirdische Fehler als auch mehr Spiele, in denen er gut hält.

  • juwe,

    Ich weiß dass das viele anders sehen, aber für mich persönlich war nach dem 1:4 gegen Leverkusen klar dass der Club absteigt und da war er noch Trainer.

    • jonas:
      juwe,

      Ich weiß dass das viele anders sehen, aber für mich persönlich war nach dem 1:4 gegen Leverkusen klar dass der Club absteigt und da war er noch Trainer.

      Da bin ich völlig bei Dir, das war exakt mein Gedanke, als ich nach dem Spiel nach Hause fuhr.

    • jonas:
      juwe,

      Ich weiß dass das viele anders sehen, aber für mich persönlich war nach dem 1:4 gegen Leverkusen klar dass der Club absteigt und da war er noch Trainer.

      Das Gefühl hatte ich schon massiv in der Vorrunde, als er noch gar nicht da war.

      • juwe: Das Gefühl hatte ich schon massiv in der Vorrunde, als er noch gar nicht da war.

        😀

  • Sehr viele fragwürdige, oft spielentscheidenden Pfiffe fallen ja im Elfmeterraum und es geht entweder darum ob ein Elfmeter berechtigt ist oder nicht.

    Mich, als vermeintlich “fairen Sportsmann”, stört dabei ganz erheblich dass Elfmeter gesucht werden. Spieler wie zB Robben kotzen mich in der Hinsicht einfach nur an, ebenso die gern gebrauchte Aussage “das hat er halt clever gemacht”.

    Mein 2 cents dazu:

    Entweder:

    1. Jede 11meter Entscheidung wird per Video sofort im Spiel kontrolliert. Dürfte maximal 2-3m Verzögerung geben.

    oder

    2. Jede Schwalbe die zu einer Fehlentscheidung geführt hat wird nachträglich hart sanktioniert. Betrug ist nun einmal Betrug und wird meistens erst hinterher entdeckt und sanktioniert, dieser Schmarrn mit der unrevidierbaren “Tatsachenentscheidung” ist einfach lächerlich.

    oder

    3. Greifen Punkt 1 und/oder 2 nicht. Elfmeter einfach abschaffen. Braucht kein Mensch, ausser vielleicht am Ende ELfmeterschiessen um eine Entscheidung herbeizuführen.
    Foul im Strafraum? Dann gibts eben einen Freistoß irgendwo an der 16m Markierung.

  • Solange die korrupten Fifa Greise das Sagen haben, ist die Videodiskussion eher müssig. Das wird auch mittelfristig nicht kommen.
    Das mit Verbeek dachte ich mir auch. Es sieht nicht danach aus, als könnte er langfristig bei einem Verein wirken. Sein Konzept scheint sich schnell abzunutzen, weil es einfach zu leicht berechenbar ist. Gerade bei so einer defensiv starken Mannschaft, wie dem KSC, ist dann der Ofen aus.
    Das ist Schade, weil Verbeek einer der selten gewordenen, besonderen Typen im Profifußball ist.

  • Mal eine andere Frage: Wer aus der Saison 2013/14 ist eigentlich noch nicht wieder erstklassig ?
    Der Dorn sitzt wirklich tief,ich freue mich mittlerweile auch schon über Siege ehemaliger Spieler gegen unsere ehemalige Führung.?

  • juwe,
    Ehrlich gesagt hab ich mich damals nach dem Hannoverspiel schon ziemlich abgestiegen gefühlt,so bedient war ich da.Womit wir schon wieder beim Videobeweis wären…

    egal ,den wird es heute eh nicht geben.Hoffentlich ein schönes Spiel mit gutem Ausgang.

  • Meine Frau sitzt gerade im Zug nach München und jammert soviele Bayernfans im Zug, die nerven. Habe ihr geraten, schrei doch einfach mal ganz laut “Hier regiert der F C N!” und dann noch “Billige Erfolgsfans” hinterschieben.
    Bin mal gespannt wann ich wieder etwas von ihr höre 😡

  • juwe:
    Meine Frau sitzt gerade im Zug nach München und jammert soviele Bayernfans im Zug, die nerven. Habe ihr geraten, schrei doch einfach mal ganz laut „Hier regiert der F C N!“und dann noch „Billige Erfolgsfans“ hinterschieben.
    Bin mal gespannt wann ich wieder etwas von ihr höre ?

    Laß mich raten: Ihr habt Euch gegenseitig wegen eines Baukredits lebensversichert? Das führt bei mir in der Ehe bei Wandertouren im Hochgebirge auch immer zu ähnlichen Gedanken… 😛

    • Woschdsubbn: Laß mich raten: Ihr habt Euch gegenseitig wegen eines Baukredits lebensversichert? Das führt bei mir in der Ehe bei Wandertouren im Hochgebirge auch immer zu ähnlichen Gedanken…

      ..sie hat nur geantwortet,.. du spinnst, womit sie manchmal Recht hat. Sie ist ja Münchnerin, aber mittlerweile gut integriert in Nemberrch. Mein Sohn und ich genießen den Männertag. Zerberus außer Haus. Kann man auch mal Pullover werfen 🙂

Kommentare sind geschlossen.