Analyse: Der Älteste, der Jüngste und die Chancenverwertung

Analyse, Statistik, Stimmen und Noten zum Spiel: TSV 1860 München – 1. FC Nürnberg 0:1 (0:1) Zum ersten Mal in seiner Geschichte gewinnt der Club in der Allianz Arena. Den Sieg verdankt er in großen Teilen dem Ältesten und dem Jüngsten.

Die Analyse:

Der Club lief im Vergleich zur Siegesserie vor der Winterpause nahezu unverändert auf. Einzig Neuzugang Zoltan Stieber fand seinen Weg in die Startelf für den nach Schalke abgewanderten Alessandro Schöpf. Die Grundformation blieb also das erfolgreiche 4-4-2 mit Doppel-Sechs. Die Marschrichtung der Hausherren wurde bereits in den ersten Minuten offensichtlich: Mit schnellen Kontern die Club-Abwehr überspielen und binnen weniger Sekunden zum Abschluss kommen. Dazu bedienten sich die Gastgeber auch der schnellen Abschläge der neuen Nummer Eins, Stefan Ortega.

Dieser Plan zeigte schon früh Wirkung. Okotie kam zu mehreren Chancen, die aus derartigen Tempogegenstößen entstanden. Allein der Ex-Cluberer traf nicht, nicht unbedingt aus eigenem Unvermögen, sondern weil der älteste Nürnberger auf dem Platz mehrfach Paraden auspackte, die nahezu überirdisch waren. Insgesamt acht Torschüsse der Sechziger parierte Raphael Schäfer und bewies eindrucksvoll, warum die Debatten um eine Vertragsverlängerung durchaus ihre Berechtigung haben. Doch nicht nur der Älteste, sondern auch der Jüngste wusste zum imponieren: Es war nämlich Patrick Erras‘ Traumtor, das die Schäfersche Glanzleistung vergoldete.

Der 21-Jährige wäre auch ohne das Tor einer der besten Nürnberger Feldspieler gewesen, doch mit seinem Schlenzer in die „Gambl“ zeigte der 21-Jährige darüber hinaus, dass er mehr kann als das Spiel beruhigen und Zweikämpfe gewinnen. Es war sein drittes Tor im zehnten Spiel und es war mit Sicherheit eines der schönsten. Enstanden war es über die rechte Angriffsseite. Brecko, Stieber und Burgstaller hatten gut kombiniert und den Youngster erfolgreich freigespielt. Auch die anderen guten Chancen des FCN vor der Pause durch Burgstaller und Füllkrug entstanden über die rechte Seite. Dies lag weniger an Schöpf-Ersatz Zoltan Stieber, sondern mehr an Brecko und Burgstaller, die auf dieser Seite ein wenig für Entlastung sorgen konnten.

Insgesamt aber gehörte die erste Halbzeit fast völlig den Gastgebern aus der Landeshauptstadt. Mit schnellen und präzisen Bällen in die Spitze setzten sie den Club gehörig unter Druck und profitierten vor allem davon, dass Sepsi (und z.T. auch Bulthuis) mit dem Tempo der Angreifer gehörige Probleme hatten. Da Schäfer im Tor aber einen Tag erwischte, „an denen du als Torhüter weißt, wo der Ball hinkommt“, konnten die Löwen den Schlussmann partout nicht überwinden; auch nach dem Seitenwechsel nicht. Hier war es dann auch so, dass die Löwen zwar noch einmal Luft für weitere zehn Minuten Druck hatten, danach aber dem hohen Tempo des Beginns Tribut zollen mussten.

Die Chancen wurden weniger und der FCN kam, auch dank des Wechsels von Stieber zu Kerk auf der rechten Außenbahn, zu einigen Entlastungsangriffen. Da aber Guido Burgstaller seinem Landsmann auf der Gegenseite in Sachen Torchancen vergeben nicht nachstehen wollte, setzte der Österreicher ein sehenswert erarbeitetes Zuspiel von Kerk über den Kasten. Auch Kerk, Leibold und Füllkrug hatten Halbchancen, die sie nicht konzentriert genug abschlossen, so dass der Anhang bis zum Schluss zittern musste. Doch da Schäfer auch gegen Beister und Mölders sicher parierte konnte der Club am Ende siegreich vom Platz gehen.

Es war insgesamt sicherlich ein glücklicher Sieg, ein Sieg aus dem die richtigen Lehren in Sachen Rückwärtsbewegung gezogen werden müssen – sofern dies in Sachen Geschwindigkeit überhaupt physisch möglich ist. Es war aber auch ein Sieg, der den FCN in Schlagdistanz des direkten Aufstiegsrangs führt. Platz Zwei ist nur noch zwei Punkte entfernt und auch wenn man dem Matchwinner an so einem Tag nur ungern widerspricht: Herr Schäfer, mit „meine Leistung ist nicht entscheidend“ hatten Sie gegen die Löwen absolut Unrecht.

Die Zahlen:

1860 München Nürnberg
0
Tore
1
20
Torschüsse
19
5
Ecken
4
53,80
Ballbesitz (%)
46,20
77,59
Passquote (%)
73,70
50,25
Gewonnene Zweikämpfe
49,75
11
Fouls
18
116,03
Laufdistanz (km)
120,46
0
Abseits
4

Trainerstatement:

„Wir sind natürlich sehr glücklich, dass wir im neuen Jahr gleich eine erste Duftmarke setzen konnten. Es war allerdings ein hartes Stück Arbeit. Meiner Meinung nach war es für das erste Spiel nach der Winterpause ein gutes Spiel, das für die Zuschauer toll anzuschauen war. In der ersten Halbzeit hatten wir auch Glück und einen Torhüter, der uns da einige Male helfen musste. Sechzig hat es gut gespielt. Nach der Pause haben wir es dann besser gemacht und das Spiel mehr kontrolliert, aber den zweiten Treffer verpasst. Am Ende brauchten wir deshalb für den Sieg noch eine Großtat unseres Torhüters.“

Die Spieler im Einzelnen:

Raphael Schäfer 15 Notenpunkte (1+ numerisch: 0.67)
Weltklasse, übermenschlich, bestes Spiel der Karriere. Jeder gewählte Superlativ ist zurecht gewählt. Der inzwischen 37-Jährige gewann das Spiel fast im Alleingang.
Patrick Erras 11 Notenpunkte (2 numerisch: 2)
Umsichtig im Passspiel (84% Passquote), sicher im Zweikampf (66% Zweikampfquote). Schütze des Tors des Tages. Starker Auftritt.
Laszlo Sepsi 2 Notenpunkte (5 numerisch: 5)
Schwächster Nürnberger. Oft weit weg vom Gegenspieler, für viele der Löwen-Chancen verantwortlich.
Dave Bulthuis 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Sorgte für einige unnötige Freistöße der Löwen. Das kompromissloses Wegschlagen des Balles war manchmal etwas zu unüberlegt.
Miso Brecko 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Defensiv nicht immer sicher, nach vorne aber mit einigen guten Ideen.
Georg Margreitter 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Nicht immer ganz sicher im Stellungsspiel, insgesamt aber noch zufriedenstellend.
Tim Leibold 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Emsig bemüht, nach vorne auch mit einigen Ausrufezeichen, ließ Sepsi aber zu oft allein.
Even Hovland Ohne Bewertung
Kam drei Minuten vor Schluss für Füllkrug, um hinten dicht zu machen, köpfte eine gefährliche Flanke weg.
Hanno Behrens 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Lief mit 12,11 Kilometern die weiteste Strecke aller Nürnberg. Defensiv meist in Ordnung, dafür nach vorne nicht mit ordnender Hand.
Zoltan Stieber 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Durchaus bemüht, aber nicht effektiv. Fand zu wenig Zugriff zum Spiel. Immerhin an der Entstehung des Tores beteiligt.
Sebastian Kerk 10 Notenpunkte (2- numerisch: 2.33)
Brachte neuen Schwung ins Spiel, setzte Burgstaller vor dessen Großchance gut in Szene. Bei einem direkten Freistoß aus 45 Metern aber arg optimistisch.
Ondrej Petrak Ohne Bewertung
Kam in der Schlussminute für Erras. Nahm Zeit von der Uhr.
Guido Burgstaller 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Er läuft und läuft und läuft. Wie immer sehr präsent, hätte die Bemühungen mit dem 2:0 krönen müssen.
Niclas Füllkrug 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Warf sich in viele Zweikämpfe, gewann zu wenige. Insgesamt unauffälliger als sein Sturmpartner, hatte aber wie dieser die Chance zum 2:0.

51 Gedanken zu „Analyse: Der Älteste, der Jüngste und die Chancenverwertung

  • Hanno hat ja schon 9 Punkte, trotzdem möchte ich ihn nochmal herausstellen. Was der Junge für die Mannschaft leistet sollten wir nicht unterschätzen.

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  • Wir sollten nie wieder ein schlechtes Wort über Raphael Schäfer verlieren.

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  • Rapha war tatsächlich der beste Spieler auf dem Platz, die Höchstpunktzahl ist absolut verdient. Spricht nicht für den Rest der Mannschaft. Wenn man es ehrlich betrachtet, hätten die Löwen uns eigentlich abschießen müssen. Spricht nicht für unser Team. Die großen Defensivschwächen hatte ich eigentlich zu Ende der Vorrunde als abgestellt gehofft. Sind sie offensichtlich nicht. Spricht nicht unbedingt für den Aufstieg.
    Aber: Wir haben gewonnen, weitere 3 Punkte geholt, RW und die Mannschaft können die richtigen Lehren aus diesem Spiel ziehen, die Gesamtsituation hat sich nicht verschlechtert. Alles ist noch drin!

    Grundsätzich überraschend war mMn, dass die 60er mit 3 neuen Leuten weit besser eingespielt wirkten als der Club mit nur einem. Sie waren ballsicherer, spritziger, im Zweikampf oftmals bissiger. Der Club hatte, vor allem in Halbzeit 1, immer wieder Lücken auf den defensiven Außen sowie zwischen der offensiven und der defensiven Reihe. Und die 60er stießen zielsicher dort hinein. Möhlmann hat die Schwachstellen des Clubs gut erkannt. Hoffen wir, dass RW diese bis zum nächsten Spiel abstellen wird.

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  • Herzlichen Dank an die CU Leute aus Nordtirol für den tollen Empfang, super Organisation und umfassende Begleitung bis hin zum Bahnhof. Das war ganz großes Kino!
    Wir freuen uns auf Euren Gegenbesuch in Nürnberg.

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  • Schäfer noch nie besser gesehen….chapeau! Und für den ersten sieg in dieser A…Arena. Endlich wieder eine Mannschaft! Dank an RW und alle im Team.

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  • Die Älteren unter uns mögen sich vielleicht noch erinnern: Als der Club am 16. Oktober 2000 sein Heimspiel mit 2:1 in der 2. Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach gewann, war das damals der siebte Sieg hintereinander. Dieser Wert kann im kommenden Heimspiel gegen Bochum erreicht werden, denn der Club hat bekanntlich die letzten sechs Spiele gewonnen.

    Trainer war damals Augenthaler, die Tore in besagtem Spiel schossen Stoilov und Johansson. Im Tor stand Köpke.

    Ein Wahnsinn.
    Und das Beste: Auch damals war es ein Montagabend-Spiel.

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  • Ich hatte gehofft, dass der Herr Lehrer dem Knaben Schäfer die Höchstpunktzahl zugesteht. Völlig zurecht.

    Erras‘ Pass auf Kerk (?) durch die Schnittstelle auf den rechten Flügel Mitte der 2. Halbzeit war in bester Gündogan-Manier. Unglaublich, der Junge. Der liest das Spiel wie kein Zweiter bei uns, verliert nie die Übersicht und trifft nahezu immer die richtige Entscheidung. Im Sommer heißt es dann vielleicht „Adieu“, aber unter einer Summe, die den Verein komplett saniert, würde ich Erras nie und nimmer ziehen lassen.

    Verbeek wird vermutlich die Möhlmann-Taktik anwenden, hat sich als probates Mittel gegen den Club auch leider bewährt, zumal die Bochumer Qualität im Sturm dann doch noch ein ganzes Stück besser ist als die der Löwen. Das wird ein ganz dickes Brett am Montag.

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  • Alex,
    Es hat mich auch riesig gefreut, Euch kennenzulernen. Das war gestern ein rundum gelungener Tag. Bis bald in Nürnberg!

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  • 6. Sieg im 6. Spiel von Schäfer. Eure Noten sind absolut richtig. Wenn der Club eine Führungspersönlichkeit hat, der in der Lage ist, „seine“ Leistung zu bringen, dann ihn. Seine Reflexe und seine Austrahlung sind immer noch hervorragend. Hätte er nicht die Schwächen beim Abfangen von Bällen, (….) ist sowieso egal, denn dann würde er nie so lange beim Club spielen.

    Wir brauchen nicht lange diskutieren, wer beim Club den Aufschwung gebracht hat. Die Abwehr war es scheinbar nicht, denn sie war gestern stellenweise vogelwild.

    Als (vielleicht Ex-) Weiler-Kritiker muss ich zugestehen, dass er bei der Torwart-Frage richtig und mutig entschieden hat.

    Falsch bei der Torwart-Frage lag damals allerdings Martin Bader, von dem ich lange Zeit sehr viel gehalten habe (vor allem weil er den Club von Roth erlöst hat)

    Wer aber erzählt, er will die Mannschaft in der Winterpause „in Ruhe“ und „logisch“ mit „strukturierter Kaderplanung“ verstärken und dann eine Stunde vor Transferschluss einen Innenverteidiger, der immer gespielt hat, verkauft und dazu einen Japaner holt, der in der 35. Minute ausgewechselt werden muss und einen jungen Norweger, der überhaupt noch nicht spielfähig ist, muss Lust am Untergang verspüren.

    Ich habe schon länger den Eindruck gehabt, dass ihm alles zu viel wird.

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    • Berlino:
      6. Sieg im 6. Spiel von Schäfer. Eure Noten sind absolut richtig. Wenn der Club eine Führungspersönlichkeit hat, der in der Lage ist, „seine“ Leistung zu bringen, dann ihn. Seine Reflexe und seine Austrahlung sind immer noch hervorragend. Hätte er nicht die Schwächen beim Abfangen von Bällen, (….) ist sowieso egal, denn dann würde er nie so lange beim Club spielen.

      Wir brauchen nicht lange diskutieren, wer beim Club den Aufschwung gebracht hat. Die Abwehr war es scheinbar nicht, denn sie war gestern stellenweise vogelwild.

      Als (vielleicht Ex-) Weiler-Kritiker muss ich zugestehen, dass er bei der Torwart-Frage richtig und mutig entschieden hat.

      Falsch bei der Torwart-Frage lag damals allerdings Martin Bader, von dem ich lange Zeit sehr viel gehalten habe (vor allem weil er den Club von Roth erlöst hat)

      Wer aber erzählt, er will die Mannschaft in der Winterpause „in Ruhe“ und „logisch“ mit „strukturierter Kaderplanung“ verstärken und dann eine Stunde vor Transferschluss einen Innenverteidiger, der immer gespielt hat, verkauft und dazu einen Japaner holt, der in der 35. Minute ausgewechselt werden muss und einen jungen Norweger, der überhaupt noch nicht spielfähig ist, muss Lust am Untergang verspüren.

      Ich habe schon länger den Eindruck gehabt, dass ihm alles zu viel wird.

      Bist du dir dessen bewusst, dass es ohne Roth keinen Club mehr gäbe?

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  • Die unvermeidbare Subjektivikität von Bewertungen ist mir schon bewusst.

    Aber Florian, geh bitte noch mal in Dich: Brecko 8 Punkte („Mittäter“ einer zumindest in der 1. Hälfte desolaten Abwehrleistung) und Burgstaller 8 Punkte (Vorbereiter des goldenen Tores, auffälligster Feldspieler, offensiv wie defensiv ständig aktiv), das passt überhaupt nicht zusammen!

    Im Übrigen sind meiner Meinung nach auch die Sechser zu gut bewertet. Für die zweite Halbzeit ist die Bewertung o.k., aber die erste Hälfte ist da völlig ausgeblendet. Da haben auch sie ihre Räume auch phasenweise nicht zubekommen und standen außerdem häufig viel zu tief.

    Insgesamt müssten die ganze Abwehr (außer Sepsi, die Bewertung ist o.k.) und die Sechser ein bis zwei Punkte weniger bekommen, dafür Burgstaller (und auch Stieber) zwei mehr, dann passen die Relationen.

    In Kicker-Noten:

    Brecko 4; Margreitter 4; Bulthuis 4,5; Sepsi 5; Behrens 3,5; Erras 2,5; Burgstaller 2,5; Stieber 3,5

    Ich bin mal gespannt wie der Kicker selbst das bewertet.

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    • Fabian:
      Die unvermeidbare Subjektivikität von Bewertungen ist mir schon bewusst.

      Aber Florian, geh bitte noch mal in Dich: Brecko 8 Punkte („Mittäter“ einer zumindest in der 1. Hälfte desolaten Abwehrleistung) und Burgstaller 8 Punkte (Vorbereiter des goldenen Tores, auffälligster Feldspieler, offensiv wie defensiv ständig aktiv), das passt überhaupt nicht zusammen!

      Im Übrigen sind meiner Meinung nach auch die Sechser zu gut bewertet. Für die zweite Halbzeit ist die Bewertung o.k., aber die erste Hälfte ist da völlig ausgeblendet. Da haben auch sie ihre Räume auch phasenweise nicht zubekommen und standen außerdem häufig viel zu tief.

      Insgesamt müssten die ganze Abwehr (außer Sepsi, die Bewertung ist o.k.) und die Sechser ein bis zwei Punkte weniger bekommen, dafür Burgstaller (und auch Stieber) zwei mehr, dann passen die Relationen.

      In Kicker-Noten:

      Brecko 4; Margreitter 4; Bulthuis 4,5; Sepsi 5; Behrens 3,5; Erras 2,5; Burgstaller 2,5; Stieber 3,5

      Ich bin mal gespannt wie der Kicker selbst das bewertet.

      Kannst du auch positiv Denken?

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  • Pauli bleibt uns auf den Fersen, aber muss nächste Woche nach Leipzig.

    Wenn wir Bochum schlagen könnten, würden wir uns wahrscheinlich einen Puffer von 6 bis 8 Punkten auf die drei Verfolgerplätze 4 bis 6 schaffen.

    Bei einer Niederlage wären es nur 2 bis 3 Punkte Abstand

    Ist also (vielleicht) ein wegweisendes Spiel am nächsten Montag.

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  • @Alex, Der Schwager, Woschdsubbn, Monaco Frank:

    Uns Münchner CU-Gruppe hat das Treffen mit Euch auch super gefallen, es war zünftig. Dazu hat natürlich auch der glückliche, aber letztlich auch nicht ganz unverdiente Club-Sieg beigetragen.

    Bis zum nächsten Mal, dann in der Noris!

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    • clubfanseit1965:
      @Alex, Der Schwager, Woschdsubbn, Monaco Frank:
      Uns Münchner CU-Gruppe hat das Treffen mit Euch auch super gefallen, es war zünftig. Dazu hat natürlich auch der glückliche, aber letztlich auch nicht ganz unverdiente Club-Sieg beigetragen.
      Bis zum nächsten Mal, dann in der Noris!

      Vielen Dank zurück an Euch für Alles, auch im Namen meiner Eltern! Eure Leistung war intergalaktisch; Weltklasse ist heutzutage inzwischen so inflationär genutzt.

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      • Woschdsubbn: Vielen Dank zurück an Euch für Alles, auch im Namen meiner Eltern! Eure Leistung war intergalaktisch; Weltklasse ist heutzutage inzwischen so inflationär genutzt.

        Das begleitete Trinken an Hauptbahnhof kurz vor der Heimfahrt war aller Ehren wert.
        BWoschdsubbn, bist Du eigentlich der verschollene Bruder von DerSchwager?

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  • Fabian,
    Richtungsweisend wir wohl leider das Derby.Wenn das endlich mal wieder gewonnen wird ,dann stimmt die Stimmung.Wenn nicht wird das ein Dämpfer.
    Auch wenn es natürlich nur um 3Punkte geht.

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  • Sargnagel Bader heute 22.50 im Sportclub des NDR…viel Vergnügen bei gewohnt eloquenten Ausführungen! 🙂

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  • Alex hat mir freundlicherweise ein Foto der CU-Sitzung in München geschickt (Kommentar meines Bruders: „6 von 7 tragen Brille, da muss man bei den Ultras lange suchen“…), hält sich aber nach wie vor bedeckt bezüglich des irritierenden Fan-Outfits „Adele“(?!?)-Shirt. Könnte mir einer der Beteiligten bitte erzählen, was es damit auf sich hat? Helau aus Düdo, Zoch wegen Sturmwarnung abgesagt. Uff!

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  • Dr Zoch kütt in 14 Tagen nach Düdorf, hoffentlich ohne Narren und Kamelle.

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  • Statistik zum und nach dem Spiel:

    offizieller Anpfiff: 8:10 Uhr

    Nürnberg Hauptbahnhof:
    – 1 Paderborner aus der Dose (Abergläubisches Pack! 🙂 )
    – 1 Zirndorfer Kellerbier aus der Flasche

    Im ICE:
    – 1 Erdinger (unbekannte Clubfans hatten den Standortvorteil direkt im Speisewagen zu unseren Ungunsten genutzt und bekömmlichere Biersorten allesamt weggetrunken)

    Monaco Fußgängerzone
    Augustiner
    – 1 Augustiner + Weißwurstfrühstück
    Bäckerei Nähe Marienplatz
    – 1 Kaffe + 1 Nußhörnchen

    An den Müllbergen
    – 1 schnelles Bier vor dem Eingang

    Im Schlauchboot
    – 1 Pausenbier, OHNE Plastikkarte

    Atzinger an der LMU:
    – 1 Dachauer Bio-Bier und 1 Cordon Bleu

    Ayinger am Hauptbahnhof:
    – 1 Ayinger Hell und 1 Ayinger Naturtrüb

    Im ICE:
    – 3 Bitburger Pils

    Abpfiff 20:30 Uhr

    Endergebnis 12:8 (Zwölf Seidler bis 8 Uhr):
    Außerdem:
    3 Punkte, hypergalaktischer Schäfer; nur leichtes Halsweh von viel zu kalten Bieren, keinerlei Kopfweh, aber bedingt durch den Konsum x verschiedener Biersorten, eine sehr lebendige Darmflora am Sonntag.

    Besonderheiten:
    In der Nachspielzeit Besichtigung eines anderen U-Bahnhofs in der Gegenrichtung.

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    • Woschdsubbn:

      – 1 Paderborner aus der Dose (Abergläubisches Pack! )

      Aber die Serie hält 🙂

      aber bedingt durch den Konsum x verschiedener Biersorten, eine sehr lebendige Darmflora am Sonntag.

      Meine Holde schlief freiwillig auf der Couch

      Besonderheiten:
      In der Nachspielzeit Besichtigung eines anderen U-Bahnhofs in der Gegenrichtung.

      Der Franke fährt doch lieber, anstatt anzustehen

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  • Woschdsubbn,
    Würde doch jeder FCN-Profi sich einer ähnlichen Disziplin befleißigen. Zirndorfer Keller? Guter Stoff, gibt’s sogar im Rheinland – vor Ort natürlich noch besser.

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    • Markazero: Zirndorfer Keller? Guter Stoff, gibt’s sogar im Rheinland – vor Ort natürlich noch besser.

      ich würde sagen, brauchbares Surrogat, wenn es kein echtes Landbier gibt 😉

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  • Übrigens, Schäfer hat die verdiente Ernennung zum

    SPIELER DES SPIELTAGES

    bekommen (Kicker)

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  • Nur noch ein paar Anmerkungen zum Schluss von mir:

    Das Schlauchboot an den Müöllbergen gefällt mir immer noch nicht. Meine Frau, die gestern wieder mal dabei war fand es aber ganz schön.

    Die Anreise über die A9 war eine Katastrophe, trotz Abfahrt mit 1,5h Sicherheitszeit so gerade noch ins Stadion gekommen. Immerhin, im Stadion gab es genug Parkplätze. Natürlich besonders doof, ausfahren kann man nur mit der Stadioncard, die noch Minimum € 10 auf der Uhr haben muss, sehr gästefanunfreundlich.

    Negativ, kaum im Stadion, schon sieht man hochkarätige Löwenchancen.

    Positiv, Schäfer in unglaublicher Form, so gut habe ich ihn noch nie gesehen. Alter schützt vor Klasse nicht.

    Im Gegensatz zu den Autoren hier fand ich, dass der Club schon Mitte der ersten Hälfte das Spiel besser in den Griff bekommen hat, allerdings ohne die Chancen der 60er ganz zu unterbinden. In dieser besseren Phase fällt auch das 1:0.

    Danach wird aber nicht der Club besser, sondern hatte ich den Eindruck man lehnt sich etwas zurück, glaubt, dass man 60 kommen lassen könnte um dann zu Kontern. Somit gehört das Ende von Halbzeit 1 wieder den Münchnern. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hätten wir aber das 2:0 machen müssen. Am Samstag waren wir nicht so effizient wie vor der Winterpause.

    Auch in der zweiten Halbzeit zeigt sich unsere Abwehr nicht so stark, wie vor Weihnachten und auch die Angriffe zeigen nicht die Konsequenz, wie in den ersten 19 Spielen. Fehlt Schöpf doch mehr?

    Bei Schieber konnte man sehr schön sehen, dass er noch Spielpraxis braucht.

    Kerk könnte ihm sehr nah auf der Pelle sitzen, würde mich nicht wundern, wenn Weiler da einen Wechsel in der Startformation macht.

    Am Ende ein grandioser Torwart, Glück und 3 Punkte beim Club, ein guter Spieltag.

    Der Rest des Tags in München war auch sehr schön, kleine Weinprobe bei den Kollegen von Walter & Benjamin und danach ein schönes Dinner for two im Gesellschaftsraum, eine sehr gute Restaurantadresse in München.

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    • Armin: Bei Schieber konnte man sehr schön sehen, dass er noch Spielpraxis braucht.

      die braucht er bestimmt, er war schließlich 10 Monate verletzt. Dass Du ihn gesehen hast, finde ich aber eher unwahrscheinlich….

      Stieber hat aber auch nicht viel gespielt in Hamburg

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  • Nachtrag: Wegen der Verkehrssituation konnte ich die anderen CU-Besucher leider vor dem Spiel nicht treffen. Und nach dem Spiel mussten wir dann erst mal ins Hotel, deshalb war der Besuch beim Atzinger auch nicht drin. Schade.

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  • Ich möchte jetzt einfach meine Freude über uns Club-Fans zum Ausdruck bringen.
    Es waren meiner Schätzung nach mindestens 15.000 von uns in München. Wenn man so in die Gegengerade geblickt hat, wieviele rot-schwarze da gesessen sind – einfach toll. Klingt vielleicht für so einen alten Sack wie ich bin etwas euphorisch – aber irgendwie bin ich „einfach stolz“ a Clubberer zu sein.

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  • Ich hab mal nen Notenvergleich der wichtigsten Notenvergeber zusammengestellt für das Spiel, viel Einigkeit bei allen Beteiligten:

    Die Noten:

    Spieler CU-Note NZ-Note Kicker-Note User-Note(NZ) Durchschnitt
    Raphael Schäfer +1 1 1 1,1 0,94
    Miso Brecko 3 3 3,5 2,8 3,07
    Georg Margreitter 3- 3 4 3,1 3,35
    Dave Bulthuis +4 4 4,5 2,7 3,71
    Laszlo Sepsi 5 4 4 3,2 4,05
    Zoltan Stieber 4 3 4 3,5 3,62
    Hanno Behrens +3 2 3,5 2,4 2,64
    Patrick Erras 2 1 2 1,8 1,7
    Tim Leibold 3- 4 3 2,7 3,25
    Guido Burgstaller 3 3 2,5 2,6 2,77
    Niclas Füllkrug +4 4 3,5 3,2 3,59
    Sebastian Kerk 2- 3 3,1 2,81
    Durchschnitt 3,05 2,91 3,22 2,68 2,96

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  • wie hat Bornemann vor kurzem noch in der Winterpause getönt:
    „Freiburg ist kaum noch einzuholen“
    Jetzt könnte man sie am nächsten Spieltag schon überholen!

    Er hat einen super (Fußball-)Sachverstand!

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    • Frank:
      wie hat Bornemann vor kurzem noch in der Winterpause getönt:
      „Freiburg ist kaum noch einzuholen“
      Jetzt könnte man sie am nächsten Spieltag schon überholen!

      Er hat einen super (Fußball-)Sachverstand!

      Wo ist eigentlich dein Problem, Bornemann hat in der Kürze der Zeit eine sehr besonnene und kompetente Arbeit abgeliefert. Er hat nicht getönt, sondern eine Einschätzung abgegeben, die nachvollziehbar war. Schäfer wird auch nicht jedes Spiel so eine Wahnsinns Leistung abliefern, er hat den Club nämlich im Spiel gehalten und die drei Punkte ermöglicht.
      Es ist gut gegangen, aber in den folgenden Spielen, muß die Mannschaft eine Schippe drauflegen, wenn sie so weiterpunkten will. Jedes Spiel gehen solche Großchancen für den Gegner nicht gut aus.
      Im übrigen es ist gerade mal 1 Spieltag der Rückrunde absolviert, etwas früh um eine Prognose in Frage zu stellen. Ich glaube auch, daß wir Freiburg nicht einholen, lasse mich aber gerne eines besseren belehren, eine Sicherheit gibt es im Fußball nicht.

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      • Juwe: Wo ist eigentlich dein Problem, Bornemann hat in der Kürze der Zeit eine sehr besonnene und kompetente Arbeit abgeliefert. Er hat nicht getönt, sondern eine Einschätzung abgegeben, die nachvollziehbar war. Schäfer wird auch nicht jedes Spiel so eine Wahnsinns Leistung abliefern, er hat den Club nämlich im Spiel gehalten und die drei Punkte ermöglicht.
        Es ist gut gegangen, aber in den folgenden Spielen, muß die Mannschaft eine Schippe drauflegen, wenn sie so weiterpunkten will. Jedes Spiel gehen solche Großchancen für den Gegner nicht gut aus.
        Im übrigen es ist gerade mal 1 Spieltag der Rückrunde absolviert, etwas früh um eine Prognose in Frage zu stellen. Ich glaube auch, daß wir Freiburg nicht einholen, lasse mich aber gerne eines besseren belehren, eine Sicherheit gibt es im Fußball nicht.

        Falsch, es ist der 3 Spieltag der Rückrunde…

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        • Marco: Falsch, es ist der 3 Spieltag der Rückrunde…

          dann halt der 1. Spieltag nach der Winterpause, wenn das für dich korrekter klingt ..um diese Pause gehts sinngemäß

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          • Juwe: dann halt der 1. Spieltag nach der Winterpause, wenn das für dich korrekter klingt ..um diese Pause gehts sinngemäß

            😉

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    • Frank:
      wie hat Bornemann vor kurzem noch in der Winterpause getönt:
      „Freiburg ist kaum noch einzuholen“
      Jetzt könnte man sie am nächsten Spieltag schon überholen!

      Er hat einen super (Fußball-)Sachverstand!

      Was bitte ist dran „rumgetönt“, wenn er sagt, Leipzig und Freiburg einzuholen, sei schwierig bis unmöglich und wir müssen alles tun, um Platz 3 zu verteidigen?

      Hätte er sagen sollen, daß er überzeugt ist, daß wir zwei Siege mehr als Freiburg erringen werden? Ist das in deinen Ohren weniger „herumgetönt“?

      Wir können Freiburg nicht mehr aus eigener Kraft überholen. Die liegen zwei Punkte vor uns und das obwohl sie gegen uns zu Hause verloren haben. Sie haben fast exakt dieselben Gegner.

      Der einzige Unterschied: wir haben noch ein Heimspiel gegen Bochum und sie eines gegen Heidenheim.
      Welches ist wohl schwerer zu gewinnen?

      Ich finde, Bochum ist der schwerere Brocken. Wenn wir da 3 Punkte holen am Montag und Freiburg gegen Düsseldorf verliert, dann fang ich auch an, darauf zu hoffen, daß wir den direkten Aufstieg schaffen können.

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  • Frank,da verwechselst Du was, getönt hat der Andere und zwar vom Aufstieg. 😉
    Müsste doch eigentlich ein Vorteil sein, wenn die Bochumer am nächsten Montag zusätzlich ein Spiel (mehr) gegen die Bayern in den Knochen haben ? 🙂

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  • Florian Zenger,

    Eine 1 für Erras disqualifiziert die NZ dauerhaft als ernstzunehmende Quelle der Spielbewertung. Populistische Gesinnungs-Bewertung.

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  • Noten hin oder her…. für mich gab es 3 Spieler des Spiels…

    klar…Schäfer überragend weil einfach dermaßen aufallend….wobei ich immer noch der Meinung bin das er EINE Aktion hatte die überragend war… und das war der abgewehrte 16m Volleyschuss, der hat er überragend raus…alles andere war top Reaktion, aber teilweise einfach Dussel weil er halt so gefallen ist wie der Ball kam…

    Ich fand überragend: HANNO BEHRENS!!!! Was der Mann von der 1. bis zur letzten Minute gefightet hat!!! Au0erdem Leibold und Burgsteller sehr auffallend, wenn auch uneffektiv und im Abschluss harmlos….aber im Präsent…..

    Erras fand ich gar nicht so toll…bis auf das Tor unauffällig, aber kaum Fehler im Spiel

    Enttäuscht war ich eigtl. nur von Füllkrug, der eigtl. im kompletten Spiel nicht stattfand

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  • Also ich finde ja, dass unsere Jungs allgemein etwas zu schlecht wegkommen in der Bewertung des Spiels. Nicht in den individuellen Bewertungen, die finde ich sehr passend und die sind ja auch recht konsistent im Vergleich mehrerer Medien (danke für die Tabelle, Florian!).

    Ich meine eher die Gesamtbetrachtung. Sicher, wir haben zu viele Großchancen zugelassen und Schäfer hat uns den Arsch gerettet. Wirklich „schmeichelhaft“, so wie der kicker, fand ich unseren Sieg aber nicht.

    Es ist eben nicht so, dass wir nicht auch mehr als genug sehr gute Chancen gehabt hätten. Hinsichtlich der Chancenverwertung waren wir am Samstag bei weitem nicht so gut wie in anderen Phasen der Saison – die „beeindruckende Effizienz“, die z.B. die NN feststellte, habe ich nicht gesehen. Dann hätte man doch eher wie gegen Heidenheim oder St. Pauli drei oder vier Tore machen müssen.

    Gerade die Bewertung im kicker finde ich, sagen wir mal, überraschend – Spiele wie das am Samstag hatten wir ja schon oft genug mit umgekehrten Rollen. Da ist dann selten von unglücklichen Niederlagen oder schmeichelhaften Siegen für den Gegner die Rede. Sondern eher von Bestrafung für das eigene Unvermögen o.ä.

    Nichts anderes habe ich am Samstag gesehen.

    Und davon mal abgesehen zeichnet es eine Mannschaft auch aus, solche Spiele zu gewinnen. Die Ausgangssituation war ja wahrlich nicht einfach, der Druck hinsichtlich der Konkurrenz im Aufstiegskampf und die Erwartungshaltung im Umfeld enorm.
    Diese Prüfung muss man auch erstmal bestehen.

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  • Scramjet,

    Ich meine eher die Gesamtbetrachtung. Sicher, wir haben zu viele Großchancen zugelassen und Schäfer hat uns den Arsch gerettet. Wirklich „schmeichelhaft“, so wie der kicker, fand ich unseren Sieg aber nicht.

    Also für mich im Stadion war der Sieg schon glücklich, 60 hatte die klar besseren und vor allem deutlich mehr hochkarätige Chancen.

    Es ist eben nicht so, dass wir nicht auch mehr als genug sehr gute Chancen gehabt hätten. Hinsichtlich der Chancenverwertung waren wir am Samstag bei weitem nicht so gut wie in anderen Phasen der Saison – die „beeindruckende Effizienz“, die z.B. die NN feststellte, habe ich nicht gesehen. Dann hätte man doch eher wie gegen Heidenheim oder St. Pauli drei oder vier Tore machen müssen.

    Mit dem Spiel gegen St. Pauli war das Spiel vom Samstag nicht zu vergleichen, bzw. besser gleichzusetzen, St. Pauli hatte so gut wie keine echte Chance, wir standen da super kompakt und sicher, das war am Samstag überhaupt nicht der Fall. Ähnlich wie zu Beginn der Saison sah ich wieder die offensiven Außenbahnspieler nicht konsequent genug in der Rückwärtsbewegung (da bekam man eine Ahnung woher die vielen Kilometer bei Schöpf kamen), was das Schnelligkeitsdefizit von Sepsi und Brecko offensichtlich machte und die beiden 6er immer wieder nach außen zog, damit waren dann Spieler in der Mitte frei. Insofern waren wir sicher gegen St. Pauli auch effizienter, aber vor allem deutlich stärker in der Defensive.

    Diese defensive Stärke machte den Sieg gegen St. Pauli verdient, die defensive Schwäche macht den Sieg gegen 60 glücklich.

    Natürlich kann man nun argumentieren, dass der Torwart auch zur defensive gehört, das stimmt ja auch und die großartige Form von Schäfer kann man sicher auch auf der Habenseite bei uns verbuchen, man muss aber eben auch klar sagen, dass seine Glanztaten auch nur möglich waren, weil die Stürmer der Löwen im Abschluss oft nicht klar genug waren.

    Natürlich hatte deren Nervosität vor dem Tor auch damit zu tun, dass Schäfer irgendwie alles zu halten schien, dann fängst Du als Stürmer an zu überlegen, wie du es besonders gut machen kannst, was dann oft dazu führt, dass man „zu genau zielen“ will und so erst die Abwehr des Torwarts ermöglicht. Es hatte aber schlicht auch mit Abschlussschwäche zu tun.

    Und davon mal abgesehen zeichnet es eine Mannschaft auch aus, solche Spiele zu gewinnen. Die Ausgangssituation war ja wahrlich nicht einfach, der Druck hinsichtlich der Konkurrenz im Aufstiegskampf und die Erwartungshaltung im Umfeld enorm.

    Diesem Druck hielt aber am Samstag hauptsächlich Schäfer stand, nicht die ganze Mannschaft. Mir kam die Spielweise an der einen oder anderen Stelle schon etwas zu selbstsicher vor. Ich hoffe die Mannschaft nimmt aus München nicht mit, dass man jetzt auch Spiele mit etwas weniger Engagement gewinnen kann, sondern erkennt, dass wieder jeder an die Schmerzgrenze gehen muss, dass jeder für jeden arbeiten muss um erfolgreich zu sein. Wir können uns nicht nur auf die Klasse und das Glück von Schäfer verlassen.

    Das Spiel gegen Bochum wird da sicher ein spannender Gradmesser, die kommen mit guter Form aus der Pause, nicht ungewöhnlich bei Verbeek, haben wahrscheinlich etwas treffsicherere Stürmer, da dürfen wir nicht so viele Chancen des Gegners zulassen, da müssen wir wieder zu der defensiven Sicherheit der zweiten Hälfte der Hinrunde finden.

    Ich hoffe uns kommt das Viertelfinale im DFB-Pokal der Bochumer zu gute!?

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    • Armin: Ich hoffe uns kommt das Viertelfinale im DFB-Pokal der Bochumer zu gute!?

      das Spiel ist ja leider erst am Montag. Bis dahin kann man sich schon regenerieren. Außerdem ist es ja eher unwahrscheinlich, dass Bochum in die Verlängerung muss 😉

      Aber vielleicht gibt es ja zumindest einen leichten Spannungsabfall, sich wieder auf die Normalität konzentrieren zu müssen.

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      • Aber vielleicht gibt es ja zumindest einen leichten Spannungsabfall, sich wieder auf die Normalität konzentrieren zu müssen.

        Das scheint mir angesichts der Aussicht auf das 6-Punkte-Spiel um den Relegationsplatz dann doch eine viel zu optimistische Prognose, lieber Optimist.

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  • Was mir auch gefällt, daß der Club schon seit geraumer Zeit einfach wieder positive Schlagzeilen schreibt durch Leistung, das wird durchaus in den Medien gewürdigt, sei es das Erras Tor am We, Schäfers Leistung, die Serie seit der Vorrunde, Weilers Arbeit…da entsteht viel Positives momentan, was die Medien auch zur Kenntnis nehmen und schreiben. Gute Außendarstellung

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