Analyse: Mehr Premier League als Bundesliga

Analyse, Statistik, Stimmen und Noten zum Spiel: 1. FC Nürnberg – RB Leipzig 3:1 (0:0) Der Club gewinnt gegen den Tabellenführer in einem an Tempo reichen und Präzision armen Spiel. Er bleibt zu Hause in der Saison 2015/16 weiter ungeschlagen und erweitert die Unbesiegt-Serie auf 17 Spiele. Besonders erfreut dabei, dass dem Sieg eine starke Leistung zu Grunde liegt.

Die Analyse:

René Weiler musste notgedrungen auf zwei Positionen umbauen. Den gesperrten Dave Bulthuis ersetzte Even Hovland, für den mit Kreuzbandriss ausfallenden Patrick Erras kam Ondrej Petrak ins Team. Zwei positionsgetreue Wechsel, die von Weiler unter der Woche ins Spiel gebrachte mögliche Systemumstellung erwies sich als Finte genau wie die angebliche Krankheitswelle auf der Gegenseite, wo lediglich Kapitän Kaiser krankheitsbedingt fehlte. Der Club begann stark, attackierte die Leipziger sofort und versuchte sie so zu Fehlern zu zwingen. Bereits früh kam der Club zu Standards in Tornähe; die beste Gelegenheit daraus Kapital zu schlagen hatte Hovland nach einem Freistoß von Kerk.

Die Sachsen hatten sichtlich nicht damit gerechnet, dass der Club derart forsch agieren würde, immer wieder unterliefen ihnen leichte Fehler. Der FCN kam allerdings in dieser Phase zu wenig guten Gelegenheiten, dominierte aber das Spielgeschehen. Leipzig tastete sich nur sehr langsam ins Spiel, erst zwei Freistöße aus dem Halbfeld von Halstenberg brachten den Tabellenführer in Tornähe. Der zweite der beiden Standards, der Compper fand, war so etwas wie die Initialzündung für die beste Phase der Leipziger im Spiel. Das lag auch daran, dass der Club extrem fahrig wurde und in der Viertelstunde bis zur 30. Minute nahezu unglaubliche 60% Fehlpässe spielte.

Dies lag natürlich auch an der Spielanlage, der Club wollte nach Balleroberung sofort schnell nach vorne spielen, was zu Lasten der Präzision ging. In dieser Phase des Spiels wurde aus dem schnellen Umschalten ein hektisches Hoch-und-Weit. Die Sachsen hatten in dieser Phase deutlicher mehr Ballbesitz, konnten ihn aber nicht zu wirklich gefährlichen Chancen nutzen, da der FCN im letzten Spielfelddrittel Zweikampfwerte von um die 70% erzielte, aber auch weil die Kreativität den Tabellenführern fehlte. Auch sie operierten viel mit langen und unpräzisen Bällen und hoben ihre Passquote in dieser Phase nur knapp über 50%.

Der Club übernahm in der Folge wieder das Kommando eingeläutet durch einen Freisoß von Sebastian Kerk, den Torwart Gulasci nur mit sehenswerter Parade über das Tor lenken konnte. Der Club blieb dran, spielte zielstrebiger und verlegte das Spiel in die Hälfte der Gäste, die nun ihrerseits extreme Probleme mit der Passsicherheit bekamen (55% Fehlpässe in der Viertelstunde vor der Pause). Immer wieder im Fokus des Spielgeschehens: Sebastian Kerk. Die Leihgabe aus Freiburg setzte erst eine präzise Vorlage von Guido Burgstaller neben das Tor, wurde wenig später von Halstenberg elfmeterreif gelegt, die Pfeife von Schiedsrichter Zwayer blieb stumm, und brachte Gulasci mit einer Freistoßflanke ins Schwitzen. Der Club spielte engagiert nach vorne, allein es fehlte das Tor.

Auch nach der Pause blieb der Club am Drücker, Füllkrug, von Burgstaller schön freigespielt, verstolperte vor dem Tor und auch so kam der Club gut aus der Kabine. Daran änderte selbst das Leipziger Führungstor erstaunlich wenig. Die Gäste nutzten, dass Brecko nicht rechtzeitig rausrücken konnte und Poulsen so nicht im Abseits stand und allein vor Rakovsky auftauchen durfte. Der Däne legte quer auf Selke, der einschob. Letztlich bezeichnend, dass die Leipziger einen schnellen Konter benötigten, um in Führung zu gehen, sobald RB strukturiert aufbauen musste, fanden sie kein Mittel gegen die Abwehr des FCN. Der FCN hingegen kam aus dem Spiel heraus zu Gelegenheiten.

Allen voran Burgstaller und Kerk spielten sich in Tornähe, doch den Abschlüssen von Burgstaller fehlte die Präzision. So musste für den Ausgleich dann doch ein Standard herhalten. Kerks Ecke landete über Margreitter und viel Gewusel bei Petrak, der den Ball unters Tordach hämmerte. Sein allererstes Tor für den FCN im 51. Spiel. Kurz danach hatte der zweite Neue seinen Auftritt, Even Hovland spielte einen zielgenauen langen Ball auf Füllkrug, der legte auf Burgstaller ab, welcher ins Dribbling ging. Aus dem Dribbling heraus, sprang der Ball über Orbans Bein zurück zu Füllkrug, welcher wuchtig vollendete – das sechste Spiel in Folge mit Torbeteiligung des 23-Jährigen. Der FCN hatte binnen vier Minuten das Spiel gedreht, die Wende erzwungen mit stetem Nachsetzen und etwas Glück bei den Abprallern.

Die Schlussviertelstunde stand dann im Zeichen des Anrennens des Tabellenführers. RB versuchte zu Chancen zu kommen, es gelang ihnen aber fast gar nicht. Der Club stand nun naturgemäß relativ tief, lauerte auf Konter und ließ die Leipziger kommen. Diese verzettelten sich aber enorm häufig in ihrem Passspiel vor dem Club-Strafraum, erst in der Nachspielzeit entwickelten sie den nötigen Druck. Hier hatte der FCN seinerseits Glück, dass der schwache Schiedsrichter Zwayer nicht auf Elfmeter für Leipzig entschied, als Behrens Selke traf und auch, dass in dieser Phase kein Ball bis vors Nürnberger Tor durchrutschte. Hätte Guido Burgstaller die erste und nicht die letzte seiner drei Großchancen verwertet, man hätte nicht ganz so lange zittern müssen. Doch als der Österreicher das 3:1 mit dem Außenrist erzielte, war klar, der Sieg ist dem Club nicht mehr zu nehmen.

Ein Sieg, der keineswegs unverdient war. Der Club hatte über 90 Minuten die klareren Torchancen und zeigte die geschlossenere und engagiertere Mannschaftsleistung, auch und gerade weil die Defensive insgesamt wenig zuließ. Sicherlich ließ das Spiel auf beiden Seiten in manchen Phasen die Präzision vermissen, Passquote von weit unter 60% für beide Teams sprechen eine deutliche Sprache, doch es war keineswegs eine Partie auf niedrigem Niveau. Vielmehr war es ein Spiel, bei dem die Intensität und das Tempo höher standen als die Spielkultur. Der FCN wollte ein Spiel, das mehr an Premier League als an Bundesliga erinnerte, und bekam es. Er schaffte es so, die individuelle Klasse des Gegner zu negieren und ging auch deshalb verdient als Sieger vom Platz.

Die Zahlen:

Nürnberg Leipzig
3
Tore
1
20
Torschüsse
13
11
Ecken
3
49,45
Ballbesitz (%)
50,55
55,26
Passquote (%)
56,73
48,95
Gewonnene Zweikämpfe
51,05
16
Fouls
15
110,54
Laufdistanz (km)
111,72
4
Abseits
1

Trainerstatement:

„Es war ein typisches Spitzenspiel. Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt und in Zweikämpfen aufgerieben. Es waren auch viel Emotionen im Spiel. Insgesamt habe ich uns bis zum 0:1 im Vorteil gesehen, wir waren die bessere Mannschaft. Nach dem Rückstand war es dann schwierig, weil wir auch auf der Hut vor den Kontern sein mussten. Wie die Mannschaft dann wieder reagiert hat, mit wieviel Wucht sie spielt, wie sie die Partie dann dreht, das ist schon aller Ehren wert. Da kann man der Mannschaft nur ein Kompliment aussprechen.“

Die Spieler im Einzelnen:

Patrick Rakovsky 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Quasi völlig beschäftigungslos, beim Tor machtlos. Im Spielaufbau sieht man die Ansätze des \"modernen Torwarts\", die bei ihm stets gelobt wurden.
Tim Leibold 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
in der defensiven Unterstützung von Sepsi stark, im Spiel nach vorne gehemmt und unpräzise. Als er ging und Blum kam, wurde das Spiel des FCN dynamischer.
Laszlo Sepsi 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Licht und Schatten. Bester Zweikämpfer des FCN (~70%), aber mit horrenden Fehlpässen im Spiel von hinten heraus. Insgesamt aber deutlich verbessert.
Even Hovland 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Ersetzte Dave Bulthuis problemlos. Verteidigte sicher und zuverlässig. Einmal mit Abstimmungsproblemen mit Rakovsky. Leitete das 2:1 mit schönem langen Ball ein, sonst aber immer wieder mit unsauberen langen Zuspielen.
Miso Brecko 7 Notenpunkte (3- numerisch: 3.33)
Hebt vor dem 0:1 das Abseits fahrlässigerweise auf. Sonst - wie der gesamte Defensivverbund - sicher. Im Spielaufbau allerdings fahrig.
Georg Margreitter 10 Notenpunkte (2- numerisch: 2.33)
Einmal mehr Turm in der Schlacht, dazu mit wichtigem Quasi-Assist vor dem 1:1. Klärt vieles mit Umsicht und Abgeklärtheit.
Jürgen Mössmer Ohne Bewertung
Kam nach 86 Minuten für Kerk und damit zu seinem ersten Saisoneinsatz. Sollte auch absichern, das gelang am Ende.
Danny Blum 10 Notenpunkte (2- numerisch: 2.33)
Brachte mit seiner Einwechslung viel Dynamik. Natürlich nicht immer taktisch klug, was in diesem an Schwergewichtsboxen erinnernden Match aber auch kaum nötig war. Bereitete das 3:1 vor.
Jan Polak Ohne Bewertung
Kam zehn Minuten vor Schluss für Petrak. Sollte den Vorsprung sichern, tat dies dank großem Einsatzwillen und taktischer Cleverness. Allerdings hätte er Konter präziser einleiten können.
Sebastian Kerk 12 Notenpunkte (2+ numerisch: 1.67)
Steter Aktivposten. Setzte Burgstaller klasse ein, prüfte Gulasci per Freistoß, hatte eine Großchance, wurde elfmeterreif gefoult, leitete das 1:1 per Ecke ein.
Ondrej Petrak 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Erzielte sein allererstes Tor für den FCN. Ein extrem wichtiges. Dafür ein Extrapunkt. Eroberte viele Bälle, verlor sie aber auch oft. Dazu ein fahrlässiges Dribbling 25 Meter vor dem eigenen Strafraum. Nicht ganz so dynamisch und abgeklärt wie Erras, den er ersetzte.
Hanno Behrens 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Von der Mentalität her wahrscheinlich zur Zeit neben Burgstaller der wichtigste Akteur. Gewann einige wichtige Zweikämpfe, nach vorne aber nicht immer präzise.
Niclas Füllkrug 9 Notenpunkte (3+ numerisch: 2.67)
Warf sich, wie so oft, in viele Zweikämpfe, blieb aber meist stecken. Erzielte dann aber das 2:1 mit überzeugender Wucht. In der Rückwärtsbewegung sicher im Zweikampf.
Guido Burgstaller 13 Notenpunkte (1- numerisch: 1.33)
Ging wahnsinnige 38-mal in einen Zweikampf, lief bis zur Erschöpfung, beackerte jeden Zentimeter Rasen. Agierte mit unbändigem Willen und strahlte immer Gefahr aus, selbst wenn er Großchancen liegen ließ. Leitete das 2:1 ein, erzielte das 3:1 selbst.

70 Gedanken zu „Analyse: Mehr Premier League als Bundesliga

  • Lieber Florian,
    ich schätze Dich sehr als fussball-analytiker und mag auch deinen Schreibstil. Aber warst du dieses Mal bei den Noten nicht etwas sehr kritisch? Das war doch gestern ein wahnsinnsspiel von der Mannschaft. Leipzig hatte nur eine! Chance, und dafür bekommt der ganze defensivverbund mit ausnahme vom Georg nur 3er. Was muss man dann für einen 1er leisten, der ja auch erreichbar sein muss?

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  • Danke fürs Feedback und für das Lob. Zu Deiner Kritik: Ich hab mir gestern als die Noten fertig waren auch gedacht, dass das arithmetisch gar nicht sooo gut aussieht. Meine innere Rechtfertigung – der man sicher nicht folgen muss – war dann, dass es eigentlich das Spiel der Mannschaft gut abbildet. Der Einzelspieler ist mit Schwächen bedacht und insgesamt gar nicht so überragend, das Kollektiv aber herausragend.

    Dazu kommt, das geb ich auch zu, dass das Spiel gestern für meine Bewertungsmaßstäbe halt extrem ungünstig war. Mir ist ne hohe Passsicherheit wichtig, weil Fehlerminimierung für mich der Schlüssel zum Erfolg ist. Das Spiel gestern war in der Hinsicht wirklich nix für mich: Zwei Teams, die gemeinsam von ihren 616 gespielten Pässen gerade mal 345 anbringen, also nur so um die 56%. Deshalb ja auch die etwas flapsige Überschrift, dass es eher nach Premier League als nach Bundesliga aussah.

    Also, ich versteh Deine Kritik und auch, wenn man die Noten anders verteilen würde (der Kicker vergibt z.B. nur Noten zwischen 2 und 3,5 für die Clubspieler), kann die Noten aber tatsächlich guten Gewissens vertreten und würde eventuell einmal 14 Punkte für die Gesamtmannschaft hinterherschieben. 😉

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  • Ich freue mich, dass die Mannschaft auch spielen kann und nicht nur kämpfen. War wirklich sehr ansehnlich und wir brauchen uns in kleinster Weiße verstecken.

    Jetzt kann man ja fast nur noch auf Fehler der anderen warten, denn wer will denn gegen uns noch gewinnen;-)

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  • Ich kann schon nachvollziehen, dass man mit deinen Bewertungskriterien auf diese Noten kommt. Ich denke aber dass man diese 14 Punkte, die du der gesamtmannschaft geben würdest auch individuell in die Wertung einfließen lassen könnte. Mir schwebt da ein Kriterium wie „individuelle zweikampfbereitschaft“ vor. Ist vielleicht noch nicht richtig formuliert. Aber ich denke es spielt eine rolle wie man die zweikaempfe annimmt unabhaengig davon, ob ich sie danach gewinne oder nicht, da ich dadurch den Spielaufbau stoere und den gegner vom eigenem tor weghalte. Genau das hat der Club gestern gemacht. Die Defensive war eng am Mann, man war aggressiv in den Zweikämpfen und hat Leipzig nicht viel Luft zum Kombinieren gelassen. Das war für mich ein wesentlicher Schlüssel für den Erfolg in der Defensive. Diese Komponente sollte man doch auch individuell werten können?

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  • Das ist mMn schwer greifbar, bzw. objektivierbar. Klar, Leipzig musste im eigenen Strafraum 15 Zweikämpfe führen, der Club nur 9, aber das lässt sich auch mit dem Eckenverhältnis erklären. Der Club war dafür gerade im „Sechzehner“ vor dem Strafraum (Fläche des Strafraums ins Spielfeld gespiegelt, also der Bereich, der besonders gefährlich in der Entstehung ist) weitaus mehr gefordert als Leipzig. Ich versteh, was Du meinst und intuitiv, würd ich Dir auch recht geben, aber ich weiß nicht, wie ich das in die Einzelbewertung einfließen lassen kann.

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  • Also insgesamt sollte man ja schon meinen, dass die Durchschnittsnote der Mannschaft nicht groß von der gesamtmannschaftlichen Bewertung abweichen sollte, oder?

    Die Kollektivleistung setzt sich ja schließlich aus den Einzelleistungen der Spieler zusammen.
    Dabei spielen dann aber Punkte wie taktische Disziplin, Stellungsspiel, richtiges Verschieben, gegenseitiges Absichern etc. eine große Rolle. Wie sich die Spieler hier jeweils verhalten, das wird meiner Ansicht nach in der Bewertung zu wenig berücksichtigt, ist aber natürlich auch ein wichtiger Aspekt der individuellen Leistung.

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  • Würd ich nicht so sehen. Das Ganze ist bei uns deutlich stärker als die Summe der Teile (und bei Leipzig war’s umgekehrt).

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  • Florian Zenger,

    Ich mein damit nicht das berühmte Verhältnis aus individueller Klasse und mannschaftlicher Stärke, sondern die tatsächlich abgelieferten Leistungen, aus denen dann eben diese Mannschaftsleistung resultiert.

    Dieses mannschaftsdienliche Spiel, eben das geschlossene Verschieben, die taktische Disziplin etc., dass sind Punkte, die nicht so augenscheinlich sind wie Zweikampf- oder Passquoten, aber dennoch ein hohes Maß an individueller Leistung, v.a. hohe Konzentration, Abstimmung mit den Mitspielern usw. benötigen.
    Dies müsste meiner Ansicht nach etwas mehr berücksichtigt werden.

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  • Scramjet,
    und wie willst Du das messen? Wie kann man Kompaktheit an einem Einzelspieler festmachen? Wie genau er das Abstandsmaß einhält? Wie schnell er zurück in die Grundordnung findet bei Ballverlust? Die Sprintdaten Richtung eigenes Tor? Wie oft er seinen Nachbarspieler absichert?

    Ich denke, das Problem dabei ist, dass man die Mannschaftsleistung hier einfach nicht einzeln aufdröseln kann. Vielleicht am ehesten unter dem Begriff „Stellungsspiel“, aber das ist auch nicht so gut greifbar.

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  • Scramjet,
    Ich seh das ähnlich. Ich denke, daß das Kategorien sind, die Weiler fordert, weshalb ihm Charakter und Spielintelligenz so wichtig sind bei der Spielerauswahl. Und es war eben auch die Herausforderung, das den Spielern beizubringen. Daß viele nicht die spielerische Klasse von Nationalspielern haben, ist klar. Aber die Kriterien, die für unsere Art des Spiels wichtig sind, erfüllen sie durch die Bank immer besser.
    Und das müßte sich dann eben auch in der Spielernote niederschlagen.

    Vielleicht solltest du Florian noch einmal deine Bewertungsmaßstäbe überdenken. Vielleicht passen sie einfach nicht zu unserer Mannschaft.
    So ähnlich wie bei Fachhochschule und Universität. Bei ersteren sind praktisches technisches Wissen oft mehr gefragt, bei letzteren die Theorie. Ein guter Student an der Uni wird nicht zwangsläufig auch gute Ergebnisse an der FH bringen und umgekehrt. Wenn an der FH aber nur die theoretischen Fähigkeiten im Abschluß bewertet würden, würden gute FHler zwangsläufig immer maximal durchschittliche Studienabschlüsse erreichen können. Was dann auch frustrierend wäre.

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  • Ich seh das wie Optimist, vieles von dem, was unter „Mannschaftsspiel“ fällt, ist eben nicht einem einzelnen Spieler zuzuordnen.

    Beate, weg von der Sachnorm hin zur Sozialmorm? Schwierig. Dass Noten (egal in welchem Umfeld) immer ganz stark vom Bewerter abhängen, ist ja nichts Neues. Ich denke, dass man dies eben eingedenk dessen lesen muss, dass der Bewerter eben gewisse Standards hat und solang das innerhalb dieser nachvollziehbar ist, ist es okay, selbst wenn man selber andere Maßstäbe verwenden würde. So wie unterschiedliche Lehrer gleiche Arbeiten unterschiedlich bewerten, weil ihr Fokus einfach unterschiedlich ist. Solang man sich als Beserter bewusst ist, dass man keine Allweisheit hat und andere Wege auch legitim sind, seh ich da kein großes Problem. Aber ja, natürlich hinterfragt man, zumindest als reflektierter Bewerter, grundsätzlich seine Maßstäbe, gerade, wenn man sich übers Ergebnis wundert.

    PS: Fachoberschule ist die FOS, das sind meine Kunden. Fachhochschule ist die FH. So und jetzt genug gelehrert. 😉

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  • Bei Danny Blum bin ich nicht ganz bei dir, dass ist für mich immer noch ein zwei Klassen schwächerer Robert Mak. So wie der mit seinen ersten beiden Ballkontakten Konter der Leipziger eingeleitet hat, dachte ich mir, denn musst du eigentlich gleich wieder runter nehmen, sonst fliegt dir hier alles um die Ohr.

    Dass er dann, wenn Leipzig völlig aufmachen muss, mit seiner Geschwindigkeit auftrumpfen kann, sollte mMn nicht darüber hinwegtäuschen, dass er durchaus auch ein Sicherheitsrisiko ist.

    Überzeugend fand ich hingegen die Innenverteidigung, so wenig haben wir glaube ich noch nie zugelassen. Ohne Bulthuis ist da weniger Hektik drinnen und auch die dummen Fouls in Strafraumnähe hören auf. Für mich unsere bestmögliche Paarung.

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    • xxandl:
      Dass er dann, wenn Leipzig völlig aufmachen muss, mit seiner Geschwindigkeit auftrumpfen kann, sollte mMn nicht darüber hinwegtäuschen, dass er durchaus auch ein Sicherheitsrisiko ist.

      Blum dann dafür zu bestrafen, dass eine Situation entsteht, in der er seine Stärken ausspielen kann, wäre aber auch nicht ganz fair. Ich seh Blum an sich genau wie Du: Nach hinten unzureichend, mit großen Defiziten im Spielverständnis. Gegen Leipzig hat er mMn aber eben seine Stärken extrem gut zur Geltung bringen können.

      xxandl:Für mich unsere bestmögliche Paarung.

      Seh ich definitiv genauso.

      Blutgraetsche:
      Aber den Jungs aus der Defensivabteilung nach so einem Spiel nur 3er (mit Ausnahme von Georg) zu geben, da grummelt es schon etwas in meinem Bauch.

      Hovland hat ja auch ne 2 vorm Komma. 😉

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    • xxandl: Überzeugend fand ich hingegen die Innenverteidigung, so wenig haben wir glaube ich noch nie zugelassen. Ohne Bulthuis ist da weniger Hektik drinnen und auch die dummen Fouls in Strafraumnähe hören auf. Für mich unsere bestmögliche Paarung.

      So Leid mir das für Dave tut, aber da bin ich voll bei dir. Und seh Hovland ja schon immer als eigentlich absolut gesetzt, wäre da nicht diese unerklärliche Schwächephase von ihm gewesen, wo er wirklich nicht haltbar war. Aber Magreitter/Hovland ist ein Paar, das auch in der BuLi spielen könnte.

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    • xxandl: Überzeugend fand ich hingegen die Innenverteidigung, so wenig haben wir glaube ich noch nie zugelassen. Ohne Bulthuis ist da weniger Hektik drinnen und auch die dummen Fouls in Strafraumnähe hören auf. Für mich unsere bestmögliche Paarung.

      Das war auch für mich die interessanteste Erkenntnis des gestrigen Spiels – allerdings nur diesmal nicht live im Stadion, sondern via TV

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  • Ja, eine direkte Messung ist in diesem Punkt sicher nicht so einfach.
    Die Gesamtleistung für nennen wir es „Kompaktheit“ kann man aber schon messen und zwar am Ergebnis. Für die Defensive könnten es dann folgende Indikatoren sein: Wie viele Schüsse kamen durch (und waren auch gefährlich)? Über welche Seite kamen die Schüsse? Und dann könnte man pauschal umlegen. Firmen machen dies bei den Gemeinkosten ja auch so. Das könnte dann bedeuten: Nur ein wirklich gefährlich Schuss kam durch, also 3 Notenpunkte für den gesamten Abwehrverbund auf die individuelle Leistung oben drauf. Der Spieler xy hat einmal gepatzt also keine 3 Extrapunkte.
    Ich geb ja zu, es ist nicht einfach. Aber den Jungs aus der Defensivabteilung nach so einem Spiel nur 3er (mit Ausnahme von Georg) zu geben, da grummelt es schon etwas in meinem Bauch. Das soll aber insgesamt keine Kritik an Florian und seiner Analyse sein :).

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  • Ich denke man muss es auch nicht zu hoch hängen, individuelle Noten in einer Mannschaftssportart sind halt eher eine nette Spielerei und werden immer an Grenzen stoßen. Wenn man es hart formulieren will, wiedersprechen individuelle Noten ja dem Grundgedanken des Mannschaftssport und Fußball ist vielleicht das Spiel das am meisten den Mannschaftsgedanken in den Mittelpunkt stellt, im Fußball ist es nur ganz selten, oder sind es nur ganz besondere Ausnahmekönner, ich sag mal Messi, die allein ein Spiel entscheiden.

    Auch die taktische Entwicklung im Fußball galt in den letzten Jahren immer mehr dem Mannschaftsspiel, vielleicht ist das am deutlichsten an der Entwicklung von Real und Barca zu sehen, individuell sind da ähnlich gute Spieler unterwegs, aber das Spiel der Mannschaft ist doch sehr unterschiedlich, da die Ballmaschine, auf der anderen Seite eher Individualismus, erfolgreicher ist Barca.

    Aber auch in Deutschland konnte man diese Entwicklung an Bayern und Dortmund festmachen, die beiden Meisterschaften unter Klopp waren der Sieg der Mannschaft über die auch damals schon höhere individuelle Klasse der Bayern, erst als Heynckes das Mannschaftsspiel der Dortmunder kopiert hat konnten sich die Bayern wieder mit ihrer individuellen Klasse durchsetzen.

    Wenn man aber individuelle Noten vergeben will, dann kann man eben nur schwer das Mannschaftsspiel darin abbilden, bei manchen Sportmagazinen habe ich den Eindruck, dass es allgemein für den sportlichen Erfolg einen bis zwei Zusatzpunkte gibt, sprich wenn die Mannschaft siegt bekommt jeder Spieler bei gleicher Leistung einen bis zwei Punkte dazu. Ganz ehrlich, auch das finde ich nicht sinnvoll.

    Da ist mir die Wertung von Florian schon lieber, der strikt auf die individuelle Leistung schaut und dann am Ende vielleicht eine „ungerechte“ Durchschnittsnote für die Mannschaft schafft.

    Die wichtigste Note für die Mannschaft war am Sonntag der Sieg und die 3 Punkte.

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    • Armin: Da ist mir die Wertung von Florian schon lieber, der strikt auf die individuelle Leistung schaut und dann am Ende vielleicht eine „ungerechte“ Durchschnittsnote für die Mannschaft schafft.

      Sehe ich auch so. In diesem Format der Analyse geht es ja um den kritischen Blick auf die Details. Im ersten Überschwang der Gefühle darf ich noch lobhudeln (Epic Kick, Monstermannschaft). Petrak ist da für mich ein Beispiel, ich sah ihn wirklich nicht gut und fand sogar Florian noch zu milde. Wie er da einmal vollkommen ohne Grund als 6er mit dem Ball in den Gegner lief und damit die ganze Mannschaft in der Vorwärtsbewegung fast kalt erwischte, dachte ich mir: Oh weh… Aber dann macht er eben das Tor und alles wird gut – so ist Fußball. Und das ist auch gut so. Mit Blick auf anhaltenden Erfolg darf man sich davon aber nicht blenden lassen und muss mit ihm diese Szenen kritisch durchgehen.

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  • Am Freitag traf ich meinen alten Lateinlehrer, er hatte mich als „2er“-Schüler in Erinnerung. Ich habe herzlich gelacht. 3 minus Minimum. Wir waren ein pflegeleichter Jahrgang, vielleicht hat das die individuellen Schwächen (stinkfaul, grundsätzliche Unlust) in der Rückschau ein wenig verklärt. Wenn der Club sein Abitur „Aufstieg“ schafft, sind mir Noten jedenfalls auf gut Deutsch „Woschd“😎!

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  • Blutgraetsche,
    das ist allerdings ein Ansatz. Man könnte dem Defensivverbund quasi eine Grundnote zuteilen und dann die individuellen Leistungen daran variieren. Beim Offensivspiel kommt es dagegen eher auf Individualismus an, da wäre das dann nicht so passend, wobei ja die individuelle Defensivleistung (Arbeit nach hinten/gegen den Ball) mitbewertet wird.

    Aber zur Grundnote im Defensivverband:

    Bei einem Spiel wie diesem, in dem man quasi nichts zulässt, kann man als Grundnote eine glatte 2 (11 oder 12 Punkte) definieren. Spielt einer aus der Kette solide ohne aufzufallen, bekommt er genau die Note (Hovland), gibt es Abstriche, werden sie auch gewertet (Brecko und das Abseits). Er fällt z.B. um 2 Stufen, Sepsi nur um eine. Dagegen bekommt der „Turm in der Schlacht“ Margreitter einen Bonus. So könnte das gehen. Bei der Doppel-6 ist wieder mehr Individualität gefragt, aber die Defensiv-Grundnote könnte im Hintergrund einfließen, mit weniger Gewicht (was natürlich subjektives Empfinden des Benoters ist).

    Bei einer Defensivleistung wie gegen 60, wo wir nur am Schwimmen waren, ist dann die Grundnote eben nur eine 4.

    Das ist nur ein Versuch der Annäherung an eine Kollektiv- bzw. Kompaktheit-Note. Aber im Grunde passen die Noten, wie sie sind. Vielleicht hilft so eine Basis-Note aber ja bei der Einordnung der eher unauffälligen Defensivspieler.

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  • Kurze „Breaking News“: Guido Burgstaller ist vom ÖFB nachnominiert worden. Er ersetzt den Leipziger Sabitzer. Der hat vom vielen Red Bull trinken Zahnprobleme bekommen.

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    • Florian Zenger:
      Kurze „Breaking News“: Guido Burgstaller ist vom ÖFB nachnominiert worden. Er ersetzt den Leipziger Sabitzer. Der hat vom vielen Red Bull trinken Zahnprobleme bekommen.

      Ich gönne es ihm sehr, habe aber auch Muffe, dass er sich verletzen könnte.
      Die Pause und ein auf die Mannschaft (Club) ausgerichtetes Training hätte ihm sicherlich sehr gut getan.
      Aber bestimmt motiviert ihn die Nominierung, denn die EM ist für ihn in noch greifbarere Nähe gerückt.

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    • Florian Zenger:
      Kurze „Breaking News“: Guido Burgstaller ist vom ÖFB nachnominiert worden. Er ersetzt den Leipziger Sabitzer. Der hat vom vielen Red Bull trinken Zahnprobleme bekommen.

      Hmpf: Ein lachendes Auge, da Burgknaller im Marktwert steigt und das natürlich auch für ihn persönlich eine tolle Auszeichnung bedeutet, die er sich als Mr. Pferdelunge, der nie aufgibt, wohlverdient hat.

      Aber hoffentlich verletzt er sich nicht.
      Freundschaftsspiele gegen Albanien oder die Türkei sind jetzt nicht so entscheidend, daß er sich da eine maladie holen müsste.
      Und irgendwann ist dann nämlich auch mal Schluß mit dem mannschaftlichen Ersatz.

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  • Florian Zenger,

    freut mich für ihn!

    Allerdings hätte ihm die Pause sicher auch nicht geschadet. Er konnte am Sonntag am Schluß ja kaum noch laufen…

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  • Woschdsubbn,
    wobei eine EM-Teilnahme schon lohnend wäre: das spült Geld in die Kassen durch die UEFA-Entschädigung (oder wie das heißt)

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  • Freut mich sehr für ihn. Er hat sich die Nominierung mehr als verdient. Da sieht man, daß es sich doch lohnen kann traditionelles fränkisches Bier zu trinken statt solch eine Brause. 🙂

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  • Beate60,
    und man sieht, dass beide Wege zum Ziel führen können: der Wechsel zum Top Club für Schöpf und die Kontinuität für Burgi. Er hat es um so mehr verdient, weil er an seine Chance BEI UNS geglaubt hat!

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    • Optimist:
      Beate60,
      und man sieht, dass beide Wege zum Ziel führen können: der Wechsel zum Top Club für Schöpf und die Kontinuität für Burgi. Er hat es um so mehr verdient, weil er an seine Chance BEI UNS geglaubt hat!

      Ja Schöpf hat nie an eine Chance bei uns geglaubt, das bestätigt er in der Bravo Sport (wusste bisher nicht dass es die gibt) tatsächlich so im Interview .

      —-
      Bravo Sport: Aber hättest du als Leistungsträger in Nürnberg nicht bessere Chancen auf ein EM-Ticket mit Österreich gehabt ?
      Schöpf: Ich glaube wenn ich da geblieben wäre und so weiter gemacht hätte, hätte ich relativ wenig Chancen gehabt.
      ——

      Da steht noch mehr was mir und meinem Sohn, dem die Bravo übrigens gehört 😉, nicht gefällt.
      Aber ich mag das nicht alles abtippen 😀

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  • So, heute Abend, gegen 21:45h wird a u s g e r e c h n e t der 22er der Karlsruher den nicht unverdienten Ausgleich erzielen und nicht nur Mama Maria glücklich machen.

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  • zabomors, sondern auch Schwester Luana?

    Guter Plan, darf aber gerne auch der Siegtreffer sein 😀

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  • Typisch, dass ausgerechnet Frantz das 1:0 für die Schauspielertruppe macht…

    Auf gehts, KSC!
    Nehmt Euch ein Beispiel am Club!

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  • Scheitern in der Relegation mit ca.70 Punkten…das wäre typisch Club…

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  • Saublöd. Und ausgerechnet der Club hat es möglich gemacht, dass die Schauspieltruppe vorne ist 🙂

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  • Jetzt muss man in 2 Wochen dem ungeliebten Nachbarn und Verbeek die Daumen drücken…und selbst weiter siegen…man o man….Relegation ist Mist…will ich nicht 🙂

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  • JOEM,
    Der Club scheitert nicht in der Relegation-der Club wird Zweiter.
    Außerdem sind die letzten der ersten Liga allesamt nicht wirklich gut drauf.Sollte es tatsächlich zu einem Duell mit dem Club kommen, kommt der mit einem Lauf.

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  • Riesenjubel bei den Freiburgern! Auch der Freiburger Trainer lässt seiner Freude mit Luftsprüngen freien Lauf. Das ist es, was wir sehen wollen! Emotion pur. Das ist Fußball! Das ist Gänsehaut-Feeling. Und wer da nicht mitgeht, der kann uns gestohlen bleiben!

    Mann, ist das ne geile Sache!

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  • JOEM,
    Freiburg lässt nix mehr anbrennen. Die können, wie der Club, Aufstieg. Ins schwimmen wird noch RB kommen und die können wir uns dann gemütlich in der Relegation gegen Hoffenheim oder Bremen anschauen….

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    • jonas:
      JOEM,
      Freiburg lässt nix mehr anbrennen. Die können, wie der Club, Aufstieg. Ins schwimmen wird noch RB kommen und die können wir uns dann gemütlich in der Relegation gegen Hoffenheim oder Bremen anschauen….

      Sag ich doch.

      Lehrjahre sind keine Herrenjahre, hieß es schon früher.

      Also muss auch RB zunächst mal in die Relegation.
      Dann können sie beweisen, was wirklich in ihnen steckt.
      🙂

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  • So sehr ich belschanov schätze – er raucht die falschen Kräuter!

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    • Markazero:
      So sehr ich belschanov schätze – er raucht die falschen Kräuter!

      Zuviel Schwarzwaldschinken, vermute ich.

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  • Btw. Wer faehrt eigentlich alles nach Frankfurt? Und auf welchen Block?

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  • Frei nach dem Kerners Max: Der Streich is ma su simbaddisch wey dem Fruusch di Sterch.

    Freibier is ma leyba und Red Bullshit braung ma aah ned.

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  • So langsam glaube ich, daß wir eher Leipzig einholen als Freiburg, die sich einfach keine Blöße geben. Bei Leipzig bin ich gespannt, wie sie die 2 Niederlagen in Folge in Auswärtsspielen verarbeiten. Ich glaube die beginnen eher zu wackeln als Freiburg beim Rennen um die direkten Aufstiegsplätze. Auf der anderen Seite frage ich mich auch wie lange der Club diese fantastischen Kraftakte noch von der Substanz her durchhält.

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  • Es sind noch 7 Spiele. Wer davon mehr gewinnt, wird am Ende vorne sein.

    Klingt billig, ist aber die ganze Weisheit. Vom hochrechnen und einfordern ist noch keiner aufgestiegen. Die Truppe hat das Zeug und vor allem den Willen dazu, der Rest ist halt auch Fußball. Selbst wenn es am Ende nicht reichen sollte: Für die Serie lohnte es sich schon Fan zu werden.

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    • Alexander Endl – Clubfans United: und vor allem den Willen dazu

      …das sehe ich genauso. Bei Freiburg ist der Wille durch Streich ähnlich stark, bei Leipzig denke ich liegt durch die ganzen Star-Einkäufe die Betonung auf der individuellen Klasse – das könnte sich schon in zwei Wochen gegen die Verbeek-Truppe, die im Prinzip ja ähnlich agiert wie der Club, zu unseren Gunsten zeigen.
      P.S. Schade, dass ich beim Spiel in Frankfurt diesmal nicht dabei sein kann – aber nächstes Jahr dann gegen die Eintracht bin ich wieder dabei-
      P.S.S. Relegation spielen SAP gegen Red Bull. Nehme noch Wetten an.

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      • Manni der Libero: P.S.S. Relegation spielen SAP gegen Red Bull. Nehme noch Wetten an.

        Da würde ich gegen halten. Ich halte sehr viel von Nagesmann, der bekommt das rechtzeitig gebacken mit Hoffenheim. Er ist tatsächlich ein kleines Taktik Genie und Motivator. Ich rechne in der Reli von oben mit HSV, Darmstadt oder Bremen.Aber wetten würde ich darauf auch nicht, da ist alles so dicht beisammen. Wolfsburg ist für mich in der Tabelle der erste Verein der mit dem Abstieg sicher nichts zu tun haben wird. Alle anderen sind in der Lostrommel gegenwärtig noch dabei.

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      • Manni der Libero: Relegation spielen SAP gegen Red Bull. Nehme noch Wetten an.

        Das wäre die Traumkonstellation, wenn der Rangnick sein eigenes ex-Kunstprodukt durch seine neue Retorte rauswerfen muss bzw. daran scheitert.

        Allein mir fehlt der Glaube. Das ist wirklich zum Mäusemelken. Schon wieder mal war Hoffe klinisch tot und treibt einen wunderheilenden Trainer-Nobody auf, der ihnen den Arsch rettet. Warum nicht so einen wie Fünfstück? Nein, es muss ein kommender Supertrainer sein. Wo finden sie die nur immer? Ich fürchte, wir werden diesen Fußpilz nie los!

        Ich rechne eher mit Darmstadt, Augsburg oder Bremen in der Relegation.

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        • Optimist: Allein mir fehlt der Glaube. Das ist wirklich zum Mäusemelken. Schon wieder mal war Hoffe klinisch tot und treibt einen wunderheilenden Trainer-Nobody auf, der ihnen den Arsch rettet.

          Weil dort Menschen am Werk sind, die innovativ und kompetent sind und eben genau nicht mit Geld um sich werfen, was man vermuten könnte. Da pfeiffe ich eher auf sogenannte (heruntergekommene) Traditionalisten wie den HSV, die seit Jahren nur blind Geld rauswerfen und völlig ohne sinnvolles Konzept sind.

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          • Hoffenheim ist noch lange nicht gerettet, ob Nagelsmann auch dauerhaft eine Lösung sein wird, bleibt abzuwarten.

            Auch sonst finde ich nicht, dass in Hoffenheim sonderlich tolles geleistet wird. Sicherlich geht man viele innovative Wege, und die Jugendarbeit ist absolut zu beneiden.
            Insgesamt muss man aber auch sagen, dass das Verhältnis von Aufwand und Ertrag doch ziemlich schlecht ausfällt, als Vorbild taugen sie da meiner Ansicht nach nicht. Dass es andere gibt, die es nochmal deutlich schlechter machen, ändert daran auch nichts…

            Und ganz ehrlich, auch wenn im hohen Norden noch so viel Schrott fabriziert wird und man sich denkt, dass es absolut überfällig ist, die Uhr auf Null zu stellen – ich werde immer tausend mal lieber nach Hamburg auf Auswärtsfahrt gehen als in die Kraichgauer Pampa.

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            • Scramjet: Und ganz ehrlich, auch wenn im hohen Norden noch so viel Schrott fabriziert wird und man sich denkt, dass es absolut überfällig ist, die Uhr auf Null zu stellen – ich werde immer tausend mal lieber nach Hamburg auf Auswärtsfahrt gehen als in die Kraichgauer Pampa.

              Kannst du ja auch in der 2.Liga machen. Ich finde Hamburg auch eine faszinierende, tolle Stadt, allerdings würde ich nicht wegen dem Fußball dorthin fahren.

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    • Alexander Endl – Clubfans United:
      Es sind noch 7 Spiele. Wer davon mehr gewinnt, wird am Ende vorne sein.

      Klingt billig, ist aber die ganze Weisheit. Vom hochrechnen und einfordern ist noch keiner aufgestiegen. Die Truppe hat das Zeug und vor allem den Willen dazu, der Rest ist halt auch Fußball. Selbst wenn es am Ende nicht reichen sollte: Für die Serie lohnte es sich schon Fan zu werden.

      Volle Zustimmung.

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    • Alexander Endl – Clubfans United: Es sind noch 7 Spiele. Wer davon mehr gewinnt, wird am Ende vorne sein.

      Klingt billig, ist aber die ganze Weisheit. Vom hochrechnen und einfordern ist noch keiner aufgestiegen. Die Truppe hat das Zeug und vor allem den Willen dazu, der Rest ist halt auch Fußball. Selbst wenn es am Ende nicht reichen sollte: Für die Serie lohnte es sich schon Fan zu werden.

      Du klingst fast schon als wärst du von Rene Weiler persönlich gebrieft worden. 🙂 In Blickpunkt Sport, als ihm Othmer typisches Aufstiegs Halali entlocken wollte, hat Weiler gefühlt 100 mal versichert, daß er daran nicht denkt, sondern immer nur ans nächste Spiel. Auch mögliche Relegationsgegener interessieren ihn zum gegenwärtigen Zeitpunkt überhaupt nicht.

      Aber wir sind Fans, worüber sollten wir denn reden 🙂
      Das spannende ist doch auch, ginge es in die Relegation, wäre praktische die halbe Bundesliga bis Platz 9 nach aktuellem Punktestand noch ein möglicher Gegner.

      Du hast aber Recht egal was bei raus kommt, die Serie, ich glaube sowas hat man als Clubfan noch nie erlebt. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern. Obwohl ich als Kind sogar noch Gerd Müller im Frankenstadion spielen sah. (Allerdings in einem Freunschaftsspiel, da waren wir mit den Bayern nicht in der gleichen Liga)

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  • Alexander Endl – Clubfans United,
    Stimmt einerseits, andererseits wird man Fan nicht wegen Serien, sondern wegen… hmm… weiß nimmer… dem 40-Meter-Kracher von Hintermaier möglicherweis? Hat dann im Pokalfinale ’82 zwar ned glangt, aber das müsste das Schlüsselerlebnis gewesen sein.

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  • Juwe,
    das ist die andere Seite. Wie Du vielleicht mitbekommen hast, habe auch ich mir den HSV zwei Jahre in Folge nach unten gewünscht. Aber da war halt die Protektion von DFB/DFL zu stark….

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  • Also in der zweiten Liga ist eine Hamburgfahrt aus fußballerischer Sicht ein Muss, das Millerntor ist Fußball pur. Das Volksparkstadion habe ich noch nicht besucht, aber ich würde mich sehr freuen, wenn ich das nächste Saison machen kann und ich meine kein Treffen in der zweiten Liga.

    Nach Hoffenheim werde ich nie fahren.

    Ich verstehe auch nicht die immer wieder mantraartig vorgetragene Meinung, dass Hoffenheim so innovativ sei oder so tolle Arbeit leistet. Ich sehe ein Konstrukt, das alle Jahre seine Strategie ändert. Nach Rangnick gab es da weder eine Idee noch sportlichen Erfolg. Dafür wurde aber enorm viel Geld versenkt.

    Auch im Jugendbereich ist die einzige Idee, die ich sehe, dass die Region mit Geld zugeschissen wird und man jeden potentiell guten Spieler kauft und hofft, dass unter den vielen Versuchen dann ein Treffer dabei ist.

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    • Armin:Nach Hoffenheim werde ich nie fahren.

      Ich verstehe auch nicht die immer wieder mantraartig vorgetragene Meinung, dass Hoffenheim so innovativ sei oder so tolle Arbeit leistet. Ich sehe ein Konstrukt, das alle Jahre seine Strategie ändert. Nach Rangnick gab es da weder eine Idee noch sportlichen Erfolg. Dafür wurde aber enorm viel Geld versenkt.

      Auch im Jugendbereich ist die einzige Idee, die ich sehe, dass die Region mit Geld zugeschissen wird und man jeden potentiell guten Spieler kauft und hofft, dass unter den vielen Versuchen dann ein Treffer dabei ist.

      Man muß einen Fußballverein nicht mögen, sei es Hoffenheim oder irgendein ein anderer, darum geht es mir auch nicht, aber ich finde diese abgedroschenen, oftmals sachlich völlig falschen Klischees, die verbreitet werden teilweise an kompletten Unfug grenzend. Hoffenheim kämpft wie jeder andere Bundesligaverein ums Überleben, mit einem Etat, der sich in der zweiten Hälfte der Tabelle ansiedelt.
      Jeder hat vor Jahren noch befürchtet, jetzt kommt der riesen Angriff auf die Bayern mit den SAP Millionen. Was kam war genau das Gegenteil nachhaltige Arbeit zu weiter reduziertem Etat. Die größereb Summen welche investiert wurden flossen in Infrastruktur in Steine und Boden und nicht in Beine. Sind wir ehrlich einen Sponsor aus der Region der in so einer Größenordnung Bundesligafußball fördert noch dazu aus rein regionaler Verbundenheit würden sich hier doch auch alle wünschen. Wie schon in anderen Beiträgen Hoffenheim ist für mich stimmiger als das Red Bull Engangement in Leipzig ohne jeden Bezug, wie eine weitere Brause Filiale.

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    • Armin: Nach Hoffenheim werde ich nie fahren.

      Och.. in die Region schon hin und wieder, ein kleines Stückchen weiter vorbei an der SAP Zentrale Walldorf, die wie eine Stadt anmutet, nach St. Leon Rot, einem der geilsten Plätze in Europa, der ist auch grün nur die Bälle sind kleiner und härter, hat auch der böse Herr Hopp gebaut. Alle Jugend U-Nationalmannschaften werden in St. Leon Rot ausgebildet und gefördert.

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  • Juwe,

    Man muß einen Fußballverein nicht mögen, sei es Hoffenheim oder irgendein ein anderer, darum geht es mir auch nicht, aber ich finde diese abgedroschenen, oftmals sachlich völlig falschen Klischees, die verbreitet werden teilweise an kompletten Unfug grenzend. Hoffenheim kämpft wie jeder andere Bundesligaverein ums Überleben, mit einem Etat, der sich in der zweiten Hälfte der Tabelle ansiedelt.

    Sorry, aber ich fürchte, dass da eher Du einem Märchen aufsitzt. Es geht doch nicht um Hopp, ob man den mag oder nicht. Ich sehe im Handeln keinen Unterschied zu Red Bull, nur weil Hopp zufällig aus der Ecke kommt und in der Jugend mal bei Hoffenheim gespielt hat, macht doch das Handeln keinen Unterschied. Hoffenheim ist ein komplett künstliches Produkt, das sofort in sich zusammenfällt sollte Hopp da einmal aussteigen.

    Ganz ehrlich da traue ich Leipzig eher zu, dass man den Standort autark bekommt, als Hoppenheim, pardon Hoffenheim. Ich bin ziemlich sicher, dass das Stadion einmal eine grandiose Investitionsruine werden wird.

    Hoffenheim kämpft eben nicht wie jeder andere Bundesligaverein ums Überleben, Hoffenheim fährt eine Personalkostenquote von fast 65%, selbst Tipclubs mit weithöherem Etat liegen maximal bei 50%, eher darunter. Deshalb hat Hoffenheim in den Jahren 2010 bis 2014 auch über 60 Millionen verblasen, ein solches Defizit hat niecht einmal der HSV in der Zeit angehäuft.

    Neuere Zahlen liegen mir nicht vor. In der Zeit hat man aber keinerlei sportlichen Erfolg erwirtschaftet, wo ist da etwas, was man innovativ oder vorbildlich nennen könnte?

    In Hoffenheim verbreitet man gerne dieses Image, dass man doch so sei wie alle Clubs, aber das entspricht eben nicht den Tatsachen. Es gibt auch keine echte sportliche Strategie, man wechselt fröhlich die Trainer, da ist ja Bader noch ein Waisenknabe dagegen.

    Vielleicht ändert sich jetzt unter Nagelsmann wirklich etwas, aber das ist reine Hypothese.

    Hier kann man einiges zu Hoppenheim nachlesen:
    http://www.finance-magazin.de/meinungen/dritte-halbzeit/tsg-hoffenheim-hopp-nimmt-noch-mehr-risiko-1336309/

    Und zu guter letzt, Hopp fördert nicht Bundesligafußball, Hopp hat schlicht in eine Firma Namens Hofffenheim investiert, ihm gehören 96% des Vereins, sprich er ist kein Mäzen oder Förderer, er ist Eigentümer. Ich möchte nicht, dass der Club an einen Milliardär oder Scheich verkauft wird, da lasse ich mich gern Nostalgiker oder naiv schimpfen, aber mein Herz hängt an Vereinsfußball, nicht an Investorenspiele.

    Und Hopp ist eben kein normeler Sponsor, er ist einer der Totengräber des Vereinsfußballs, denn je mehr seinem Vorbild folgen, desto weniger können die echten Vereine och mithalten.

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    • Armin: Ganz ehrlich da traue ich Leipzig eher zu, dass man den Standort autark bekommt, als Hoppenheim, pardon Hoffenheim. Ich bin ziemlich sicher, dass das Stadion einmal eine grandiose Investitionsruine werden wird.

      Ich kann diese Zahlen jetzt weder bestätigen noch dementieren, ich kenne sie nicht und im Internet wird viel geschrieben. Zu den typischen Klischees, in deinen Ausführungen, da will ich nicht erneut darauf eingehen.

      Den Schwachsinn sorry tue ich mir nicht an, ein Konzept, daß nachhaltig ist und vermutlich den modernsten Jugendfußball in Deutschland enthält bzw. die kompetenten Leute, die dahinter stehen als Totengräber des Vereinsfußballs zu bezeichnen. Das ist mir zu absurd und nicht nur das in deinen Argumenen.

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  • Das Schöne am Fußball ist, dass der Ausgang (fast) nicht berechenbar ist.
    Jeder kann jeden schlagen, da kommt es zum Schluss auf viele Faktoren an:
    – Fitness (wer hat den längsten Atem und die beste Kondition?)
    – Verletzungspech (wer bleibt verschont?)
    – wer bekommt Nervenflattern?
    – und wer hat die glücklicheren Schiedsrichterentscheidungen?

    Aber ich bin überzeugt RB noch überholen zu können, denn Glück hat der Tüchtige.

    Glück kann man sich zwar auch erkaufen (Spieler bei RB), aber glücklich sein ist der Weg zum Ziel. Und das trifft alle mal auf den FCN und seinen Fans zu!

    FCN, FCN, FCN

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