„Der MSV ist so schlecht, wie es die Tabelle sagt“

Im Exklusivinterview bei Clubfans United: Autor und MSV-Fan Frank Baade alias Trainer Baade

Noch sechsmal Hoffen und Bangen, dann wird auf die Tabelle geschaut was bei rumkam. Das ist im Grunde das Mantra von René Weiler, der von Tabellenrechnereien und Favoritenrollen nix wissen will. Jedes Spiel ist eine eigene Herausforderung, für den FCN heißt diese MSV Duisburg, und auf die der anderen beiden Kandidaten im Aufstiegsrennen kann man sowieso keinen Einfluss nehmen – außer durch eigene Erfolge Druck ausüben. Dass man diesen Relegationsplatz zwar im Zweifel auf jeden Fall gern verteidigen will, ist klar, dass man ihn aber liebend gern mit einem der Plätze darüber tauschen würde, natürlich auch. Aber dazu braucht es eine konzentrierte Leistung gegen einen MSV Duisburg, der zwar auf dem Papier krasser Außenseiter ist, am Platz zuletzt aber eben auch schwer zu besiegen war. Ruhe und Geduld mahnt der Trainer daher an – die erwarteten 40.000 Zuschauern haben sie hoffentlich auch.

Nach dem fast schon euphorisch gefeierten „Heimsieg in Frankfurt“ prägte schon kurze Zeit später andere Themen die Diskussion, die so manchen etwas aufs Gemüt schlug. Der Erfolg zieht natürlich Begehrlichkeiten nach sich und die haben derzeit einen Namen: Kerk, Füllkrug und Burgstaller – aber eben auch René Weiler selbst. Der furiose Durchmarsch des Club vom tristen Mittelfeld der Liga zur Spitze hat natürlich Aufmerksamkeit geweckt und damit auch Interesse anderer Vereine. Bei Kerk freut sich der SC Freiburg auf die Rückkehr des Leihspielers, bei Füllkrug besann sich Thomas Eichin von Werder Bremen auf eine Rückkaufoption und wittert schon reiche Rendite durch Wiederverkauf – und bei René Weiler haben die Medien unfreiwillig die Steilvorlage gegeben, indem man dem Coach einen Treueschwur in den Mund hatte legen wollen, dem der nüchterne Schweizer postwendend energisch widersprach – dabei gibt es für Bornemann bei dem Thema eigentlich doch gar nix zu sagen, schließlich hat man einen Vertrag und viel zusammen vor bis mindestens 2017.

Das „liebe Geld“ ist beim Club also nach wie vor ein Thema und trübt die Stimmung, immer wenn es zur Sprache kommt. Denn sobald man drüber nachdenkt kommt man zur Erkenntnis, dass man wenig entgegensetzen kann, wenn andere Vereine mit mehr Finanzkraft und damit Möglichkeiten die Finger ausstrecken. Weil man Spielern wie Trainern diese Möglichkeiten dann schlicht nicht bieten kann – und weil man als Verein den Angeboten sich nicht versagen darf, um Brot und Butter für die nächste Spielzeit sicher zu stellen. Doch auch wenn es wenig Trost ist für manchen: Das Problem hat man im Fußball nicht alleine und trotzdem ist in den 90 Minuten, wenn der Ball läuft, das alles unwichtig und was zählt ist der Ball im Netz – egal auf welchem Platz man steht, in welcher Liga man kickt und wie der Spieler heißt. Siege schmecken einfach immer gut. Und: Heimspiele gehören gewonnen.

Interview mit Trainer Baade

arenamitmaus-001Von all dem kann man in Duisburg ein langes Liedchen singen, als Stilart wäre der Blues sicher die richtige Untermalung. Der einst so stolze Meidericher SV, Deutscher Vizemeister 1964, UEFA-Pokal-Halbfinalist 1979 und untrennbar verbunden mit Namen wie Bernhard Dietz, versank bis in Liga 3. Zwischenzeitlich wiederbelebt von einem Baulöwen und ambitioniert mit neuem Stadion versehen, blieb der Kater nach der Party noch tiefer in den Knochen und man darf heute froh sein, wenn morgen nicht die Lichter ganz ausgehen. Der MSV steht nach einem eher gewürgten Aufstieg bereits wieder kurz vor dem Abstieg, die Fans machten ihren Unmut Luft im letzten Heimspiel. Keine leichte Zeit für einen Zebra-Fan und umso mehr ist es bemerkenswert, wenn man einen findet wie Frank Baade, bekannt als „Trainer Baade”, Buchautor und wohl mit der bekannteste deutsche Sportblogger der ersten Stunde, der nicht nur einen tiefen Einblick in seine Fanseele gewährt und die Situation rund um den MSV beleuchtet, sondern uns zugleich alle den Blick darauf richten lässt, was wirklich zählt als Fan eines Vereins – nicht die Erfolge, nicht die Titel, es ist diese unerklärliche Liebe zum Verein, zur Fankultur, zum Sport, zum Spiel und manchmal auch einfach nur zum Regen, der am Flutlicht vorbeiströmt.

[Clubfans United] Hallo Frank! Herzlich Willkommen bei Clubfans United. Ich musste wirklich ein paar mal nachschauen, aber wir haben wirklich noch nie ein Interview zusammen gemacht. Wahrscheinlich einfach deshalb, weil ich dich gar nicht direkt mit dem MSV in Verbindung gebracht habe. Aber eins nach dem anderen: Auch wenn dich viele sicher kennen, stell dich doch bitte unseren Lesern vor und erklär bei der Gelegenheit, was dich mit den Zebras verbindet.

[Trainer Baade] „Hi Alexander! Ich blogge unter trainer-baade.de über Fußball allgemein, sülze bei Twitter unter trainerbaade ein bisschen in die Runde und bin neben meiner allgemeinen Fußballbegeisterung auch Fan des MSV Duisburg. Das ist übrigens seit dem Lizenzentzug 2013 merklich stärker geworden als vorher. Ich bin zwar vorher auch (fast) immer hingegangen, früher sogar öfter auswärts gefahren, aber die aktuell große Leidenschaft ist erst dadurch entstanden, dass das Damoklesschwert des Absturzes nach ganz unten plötzlich sehr eindringlich hier über der Stadt schwebte. Achso, ich lebe in Duisburg, mit dem Fahrrad 15min vom Stadion entfernt. Ansonsten betreibe ich noch die Kleinfeldliga Niederrhein und hab bis vor 3, 4 Jahren 35 Jahre lang selbst gespielt – als Linksaußen.“

[Clubfans United] Blicken wir aber nochmal zurück. Wie lange kennen wir uns nun schon? Ich glaub das war 2009, als wir – quasi als Speerspitze des deutschen Sportbloggens – gemeinsam nach München eingeladen waren. Damals meinte man, man müsse die Blogger nur für sich mit netten Einladungen gewinnen, dann liefe das auch mit der Awareness. Nun, gut sieben Jahre später, ist von der Sportblogger-Kultur herzlich wenig übrig geblieben. Ein paar wenige haben durchgehalten, ganz neue Blogs findet man selten. „Bloggen“ ist zwar immer noch eine gute Sache, denn eine Gegenöffentlichkeit zu den Medien ist ja mehr denn je von Nöten, aber die damalige Sorge der Sportjournalisten, die Blogger würden sie bald alle ersetzen, blieb zumindest unbegründet (dafür haben sie jetzt andere…). – Warum meinst du, dass Sport-Bloggen gescheitert ist? Oder vielleicht bist du ja ganz anderer Meinung?

[Trainer Baade] „Gescheitert? Dem kann ich mich absolut nicht anschließen. Nicht nur ihr, sondern auch viele andere Seiten sind doch zu echten Institutionen geworden – ich denke an allesaussersport, ans Königsblog, an Blog-G oder auch ans Textilvergehen, die ja letztens sogar für ihr Werk vom Verein offiziell ausgezeichnet wurden. Ebenso halten weniger im Licht stehende Blogs wie das Stehblog oder sogar die Bastards United, wo es nur um ihr eigenes Team geht, immer weiter durch. Und entgegen der vielleicht subjektiv vorhandenen Empfindung, dass dem nicht so wäre, kommen doch immer wieder neue Blogs hinzu, zuletzt der Ballreiter oder das Tragische Dreieck. Das sind alles Blogs, die eine Tiefe und Diskussionskultur bieten, die man nur bei klassischen Medien nicht oder nur selten findet. Die Kommentare bei SPON sind im Sportbereich jedenfalls meist wesentlich weniger lesenswert als beim Königsblog, um jetzt nur eins zu nennen.

Der “neue heiße Scheiß” sind Blogs natürlich tatsächlich schon lange nicht mehr. Dass diese Fußballbloggerkultur aber gänzlich abstirbt, kann ich nicht sehen. Da Blogs aber in der Regel Einmannbetriebe sind, ist es klar, dass da ein ständiges Werden und Vergehen herrscht. Einerseits im Wortsinne wie beim verstorbenen Schalkefan.de, aber auch im übertragenen Sinne, wenn sich halt sonst etwas im Leben verändert, sodass man weniger Zeit für oder auch Interesse an Fußball aufbringen kann. Aber ich habe durchaus das Gefühl, dass es auch jüngere Leute gibt, die noch bzw. neu Gefallen an dieser Blogkultur finden. Klar sind das insgesamt weniger als vor Facebook oder YouTubern, aber es gibt sie. Und dass man als Einmannbetrieb keine klassische Zeitung/Zeitschrift ersetzen kann, war eigentlich schon immer klar. Dass die Reichweite in unserer Nische auch begrenzt ist, ist ebenso klar. Ich finde es aber immer noch sehr angenehm, dass sich eben ein in der Tendenz bestimmter Typus an Fußballfan in dieser Nische aufhält – mir gefallen immer noch Umgang und Distanz, Selbstironie und gleichzeitig persönliche Blicke auf Ereignisse so gut, dass ich sehr gerne andere Blogs lese. Ehrlich gesagt möchte ich mir gar nicht vorstellen, wie leer mein Alltag ohne diese ganzen Blogs wäre.“

[Clubfans United] Zurück zu den Zebras: Woher kommt eigentlich dieser tierische Spitzname? Marketing-Gag oder Tradition?

[Trainer Baade] „Na, sie wurden so getauft, weil sie eben schon immer diese weiß-blauen Querstreifen auf dem Trikot hatten, wie Zebras eben. Wer das wann erstmals verwendet hat, weiß ich leider nicht, sollte ich mal herausfinden. Da der “Zebratwist”, das MSV-Lied, aber schon seit 1963 auch mit diesem Titel existiert, ist die Bezeichnung mindestens 53 Jahre alt, ich denke aber, dass das noch wesentlich älter ist.“

„Pokalspiel war beinahe Leistungsverweigerung vom 1. FC Nürnberg“

[Clubfans United] Dass du noch nie hier bei uns aufgetaucht bist hat natürlich auch was mit der fehlenden Begegnung der Vereine zu tun. Der letzte Vergleich stammt aus dem Jahr 2014 – ein 1:0 des MSV im DFB-Pokal (Stichwort „Pokal ist nur einmal im Jahr in Nürnberg“) und davor 2009 in Liga 2 (2:2 in Duisburg). Im Hinspiel gab es auch ein 0:0 und ich zitiere den kicker: „beide Teams bekämpften sich im Wortsinn, spielerisch fand dies auf äußerst dürftigem Niveau statt.“ Wir denken natürlich auch an den Zweikampf zwischen Bajic und Koch, für den der Club gern einen Elfmeter gehabt hätte – nicht die einzige unbefriedigende Schiri-Entscheidung diese Saison. Wie hast du das Spiel in Erinnerung?

[Trainer Baade] „Puh, das war so grausam, dass nicht viel in Erinnerung geblieben ist. Der MSV mit seiner notorischen Schwäche in – eigentlich allem, im Spielaufbau, im Abschluss und dann kassierte man doch wenigstens kein Gegentor. Den Club fand ich in dem Spiel allerdings ebenso schwach. Mit dem Höhenflug, wie er jetzt zuletzt gelang, konnte man anhand dieser Leistung jedenfalls nicht rechnen. Die Szene mit Bajic und Koch hab ich leider nicht in Erinnerung, vielleicht war ich da gerade Bier holen … Normalerweise schaue ich die Spiele nicht noch hinterher als Video, in diesem Fall gab es auch herzlich wenig Anlass dazu.

An den Sieg im Pokal erinnere ich mich natürlich lieber, das war damals allerdings beinahe Leistungsverweigerung vom 1. FC Nürnberg. Kaum zu glauben, wie wechselhaft dieser Club immer wieder auftritt. Ist vielleicht auf lange Sicht bei vielen Vereinen so, beim Club fällt es mir aber immer besonders auf. Immerhin spielt der MSV Duisburg in dieser Saison nicht wechselhaft, sondern beständig eine Klasse schlechter als der Rest der Liga.“

[Clubfans United] Es sieht auch ganz so aus, dass die Vereine sich mindestens in der nächsten Saison auch nicht mehr begegnen werden. Weil der Club vielleicht doch noch den Aufstieg gelingt, vor allem aber weil Duisburg wohl so gut wie wieder abgestiegen ist. Warum konnte der MSV rein sportlich den Aufstiegsschwung einfach nicht nutzen um die Klasse zu halten?

[Trainer Baade] „Nach den ersten beiden Spielen (1:3 gegen Kaiserlautern, 0:3 in Bochum) hätte man die Mannschaft eigentlich schon wieder abmelden können. Klar, dass man als Neuling etwas Zeit benötigt, um in eine höhere Liga hineinzufinden. Als Aufsteiger sollte man aber gerade am Anfang ein paar unerwartete Punkte sammeln, wenn sich auch die anderen Teams noch nicht so gefunden haben. Das gelang nicht, im Gegenteil wurde man derart auseinandergenommen, dass man ernsthaft fürchten musste, die Mannschaft würde in der ganzen Saison keinen Punkt holen können. Fast so ähnlich kam es dann ja auch, ein paar kleinere Hochs mal unter den Tisch fallen lassend. Wer nur 3 Spiele in einer gesamten Saison gewinnt, zu Hause jetzt schon seit Wochen – außer gegen Union Berlin – kein eigenes Tor erzielt, der ist einfach falsch in dieser Liga.

Dass das so kommen würde, hätte man aber fast ahnen können, denn auch in der 3. Liga lag der Aufstieg nur an einem Endspurt mit vielen Punkten in den letzten 8-10 Spielen. Davor war man zusammen mit knapp 10 anderen Teams gleichauf gewesen. Ein normaler Drittligist also, keineswegs eine der dort überragenden Mannschaften. Und mangels Geld hat man diesen Kader dann auch nach dem Aufstieg kaum verstärkt, oder wenn dann mit Spielern, die woanders auch schon nur Ergänzungsspieler waren. Selbst in der Winterpause gab es keine relevanten Verstärkungen, auch der aus Portugals 1. Liga gekommene Tomané erwies sich als wenig durchschlagskräftig. Anders als z. B. 1860, die in der Winterpause sehr gut nachgelegt haben. Einen Sascha Mölders hätte man beim MSV sicher auch gerne genommen – kann ihn aber wohl nicht bezahlen.

Immerhin hat sich die Mannschaft so weit aufgerappelt, dass es nach dem 0:5 gegen Eintracht Braunschweig keine echte Klatsche mehr gab und man zumindest ein paar Punkte geholt hat. Aber eben auch zu viele hat liegen lassen, in Spielen wie in Düsseldorf oder beim FSV Frankfurt, die man auch gerne mal hätte gewinnen können. Wenn es aber immer wieder nicht klappt, ist das eben kein Pech mehr, sondern schlicht fehlende Qualität.“

„Die dreikommafünfte Kraft im Ruhrgebiet“

[Clubfans United] Eine Frage unserer Leser: Es gab ja mal Zeiten, wo ein Drittel der jeweiligen oberen Ligen von Mannschaften aus dem Ruhrgebiet und Rest-NRW gestellt wurden. Inzwischen ist dem nicht mehr so, einige Vereine gibt es sogar schlicht nicht mehr. Wo sehen sich die Meidericher in dem Geflecht? Kann der nun wohl unvermeidliche Abstieg gar den freien Fall auslösen? Und ist die Nähe zu den Platzhirschen in diesen modernen Zeiten nun eher schlecht, weil man um die gleichen Gönner kämpft?

[Trainer Baade] „Eigentlich müsste man vom Selbstanspruch her die dreikommafünfte Kraft im Ruhrgebiet sein. Hinter dem BVB, S04 und mehr oder weniger gleichauf mit dem VfL Bochum. Doch auch dieser ist ja schon länger kein Erstligist mehr, gehört jetzt in der 2. Bundesliga zum Inventar. Da möchte man selbst auch wieder hin – viel mehr ist dann nicht möglich. Die relative geographische Nähe ist natürlich tatsächlich ein Problem. Hier sind am Hbf mehr BVB-Fans zu sehen, wenn dieser spielt, als MSV-Fans bei eigenem Spiel. Ähnlich ziehen Schalke mit ganz großer Tradition unter Bergleuten (mein Opa war z. B. Bergmann und allein deshalb Schalke-Fan) und Mönchengladbach hier potenzielle Fans ab. Alles andere, ob Aachen, Köln, Leverkusen oder gar Bielefeld hat hier dann aber keinen Einfluss mehr. Die Konzentration auf die großen Zwei im Ruhrgebiet wird aber (gefühlt) immer stärker. Dass man aus Duisburg kommend Dortmund-Fan wird, liegt eben an deren Erfolgen und größerer TV-Präsenz. In der 3. Liga ist man ja schon quasi unsichtbar. Welcher Normalo setzt sich vor einen Livestream von Elversberg-MSV? Niemand natürlich und so beißt sich das immer ein wenig selbst in den Schwanz. Mangelnder Zuspruch in absoluten Zahlen bewirkt eben weniger Geld, ergo weniger Erfolg und ergo weniger Zuspruch. Was nicht heißt, dass man nicht einen Mainzer oder Freiburger Weg gehen könnte, dafür fehlt hier aber wohl die Phantasie oder der Wille, mal einen innovativen niederländischen Trainer auszuprobieren oder Ähnliches.

Beim Pokalfinale 2011 sah man dann ja auch, dass durchaus Potenzial vorhanden ist – da waren 30.000 Duisburger im Olympiastadion, ebenso wie beim letzten Spiel zum Aufstieg gegen Kiel im eigenen Stadion. Dass die nicht alle wiederkommen, liegt dann eben daran, dass man nicht dauerhaft mit dem auf dem Platz Gezeigten begeistert. Und die Schere zu Schalke oder dem BVB ist mittlerweile so weit geöffnet, dass sich das auch nie wieder ändern lässt, wenn nicht ein Wunder in Form eines solventen Gönners passiert. Insofern ist das auch schon gar nicht mehr echte Konkurrenz. Der BVB gewinnt beinahe die Champions League, schlägt Real Madrid und ist eine internationale Marke. Der MSV gewinnt nicht mal gegen den FSV Frankfurt. Und ist damit eher eine “regionale Sache”, für Anhänger des etwas rustikaleren Fußballs. Wobei ich mir selbst das nicht deswegen ausgesucht habe, wurde halt irgendwann mal bei einem Flutlichtspiel verzaubert und damit waren die Würfel gefallen. Dafür muss man aber erstmal überhaupt ins Stadion gehen und dafür gibt es für einen Normalo eben wenig Anlass beim MSV.

Den freien Fall sehe ich für die kommende Saison in der 3. Liga aber nur dann, wenn man wiederum vom Etat her nur in den unteren Regionen der Liga spielt – so wie jetzt in der 2. Bundesliga. Dass der MSV weiterhin klamm ist, ist kein Geheimnis. Nur wie klamm genau im Vergleich zu den anderen Drittligisten, kann ich leider nicht einschätzen. Immerhin gab und gibt es sehr große Bemühungen auch der Stadt und einiger hier ansässiger Firmen, den Club nicht über die Wupper gehen zu lassen. Wie weit das gehen würde, wird man sehen müssen.“

[Clubfans United] Und fast eine Folgefrage, die uns derzeit auch beschäftigt: Zu wie vielen Zugeständnissen ist man als Fan bereit – bspw. in Richtung eines Investors – damit so eine Leidenszeit als Fan endlich vorbei ist?

[Trainer Baade] „Da ich sowieso keinen Einfluss darauf habe, habe ich darüber eigentlich noch nicht nachgedacht. Im Prinzip hingen wir ja die letzten 10 Jahre, bis 2013, am Tropf eines Mäzens, am Tropf von Walter Hellmich, der Bauunternehmer, der auch das Stadion gebaut hat und später Präsident des Clubs war, immer wieder auch eigene Gelder zugeschossen hat – so glaubte man jedenfalls lange. Später kam dann heraus, dass er eigentlich mehr rausgezogen als eingezahlt hat und wurde dann mit Schimpf und Schande davongejagt, jedenfalls von den Fans. Im Präsidium war man sicher eher wenig erbaut davon, dass nun ein so – vermeintlich – wichtiger Geldgeber fehlt. Jedenfalls konnte man in dieser Zeit schon mal eine Ahnung davon bekommen, wie es ist, wenn ein einzelner quasi die alleinige Macht im Verein hat. Da kann es dann schon mal vorkommen, dass nicht ganz so sauber gewirtschaftet wird oder vieles sich halt der Kontrolle entzieht. Nepotismus ist da auch so ein Thema, wenn Hellmich die Marketingrechte des MSV rein zufällig an eine Agentur vergibt, in der sein Sohn tätig ist. Wo dann auch noch so Merkwürdigkeiten ans Tageslicht kommen, dass der MSV bei einem Aufstieg in die 2. Liga weniger Prozent des Umsatzes erhält als in der 3. Liga, der dann größere Rest verbleibt bei dieser Agentur. Kenne mich leider damit nicht aus, ob sowas Usus ist, aber etwas streng riecht sowas schon.

Ein Investor müsste nach dieser Erfahrung vor allem eines sein: seriös. Dann stellt sich schnell die Frage, welcher seriöse Investor denn sein Geld zum MSV Duisburg tragen soll und vor allem warum. Die Rendite – auch nur in Form einer Imageverbesserung – sehe ich da nicht so wirklich, weshalb bei uns wohl eher die Frage wäre, wer das überhaupt machen sollte, als die Frage, ob ich das gutheiße. Nun gut, ich will der Frage nicht ausweichen. Aber dass der MSV in Bezug auf seine Profimannschaft ein “Verein” im klassischen Sinne wäre, das hab ich eigentlich noch nie so empfunden. Weshalb mir persönlich auch nichts verloren ginge, wenn nun statt eines einzelnen Baulöwen ein komplettes Unternehmen dort einstiege.“

„Interesse an der Champions League auf Allzeittief“

[Clubfans United] Apropos Leidenszeit: Du sagtest es ja im Vorfeld, dass es kaum einen beschisseneren Zeitpunkt für einen MSV-Fan gibt, so ein Interview zu führen, als jetzt. Verständlich, aber wir fragen uns in letzter Zeit ganz generell, was uns Fans überhaupt bei der Stange hält. Was motiviert uns, das Fan-Dasein zu erhalten? Sind wir ehrlich, wird ein MSV – wie du ja schon sagtest – genau so wenig wie ein FCN je wieder zu Bayern oder Dortmund aufschließen können. Vielleicht kommt es sogar zur vollständigen Abgrenzung zwischen Geld und Rest, wenn die große Europa-Liga kommt, zu der dann keiner mehr aufsteigen kann, sondern nur noch eingeladen wird. Was ist also der Kern des Fanseins, wenn es für 99% am Ende nur darum geht zu überleben und die Klasse, welche auch immer, zu halten oder mal wie Augsburg, Frankfurt oder Mainz für eine Saison in der „Döner-Liga“ mal nach Bulgarien & Co. zu tingeln? – Es muss dann ja doch mehr sein, ein Fan zu sein, als das Hoffen, dass es irgendwann mal wieder besser wird – einfach weil „besser“ eben nie mehr „wirklich gut“ sein wird.

[Trainer Baade] „Ja, so schlimm das zur Zeit alles sportlich rund um den MSV auch ist, war der Lizenzentzug zumindest für meine Bindung an den Verein, äh, an die GmbH & Co KgaA, ein Glücksfall. Ich bin zur Zeit noch blind vor Liebe, oder sagen wir eher Identifikation, weshalb sich mir die Frage auch nicht stellt, ob ich mal wieder Erfolg sehen will, mal einen Titel oder mal schöneren Fußball. Bei uns steht noch im Vordergrund, Hauptsache überhaupt zu überleben. Das ist zwar eigentlich nicht schön, lenkt aber von vielen anderen Fragen, auch ans eigene Fansein, sehr ab.

Was die allgemeine Entwicklung im europäischen Fußball angeht, wo fast in jedem Land, ob Frankreich, Schweiz, Schottland oder Griechenland seit Jahren immer dieselben Clubs Meister werden und der Rest froh sein muss, um die Vizemeisterschaft mitspielen zu dürfen, ist diese doch sehr bedenklich. Denn eine Liga funktioniert nun mal eben nur mit 12, 16 oder 18 Teams, die gegeneinander einigermaßen eine Chance haben. Ob man sich dann da selbst innerlich von abkoppelt, als Glubberer oder MSVler, dass man da oben sowieso nie mehr mitspielen wird, muss dann jeder für sich wissen. Für mich bleibt es in der 2. oder 3. Liga weiterhin Profifußball, den ich gerne sehe. Mein Interesse an der Champions League befindet sich aber auf einem Allzeittief, und so lange es so weiterläuft wie derzeit, wird sich das auch nicht mehr ändern.

Aber die Frage war ja, was einen dann trotzdem dabei bleiben lässt. Da sind die Gründe wahrscheinlich so vielzählig, wie es vielzahlige Fans gibt. Der eine mag das Stadion auch als sozialen Ort, der andere ist Fan bestimmter Spieler, der eine mag den Regen am Flutlicht vorbeiströmen sehen und der nächste singt halt gerne. Was auch immer, für all das ist es ja komplett irrelevant, wie der Wettbewerb nun heißt, in dessen Rahmen das alles stattfindet. Man darf schließlich nicht vergessen, das das alles, ob nun Bundesliga oder Champions League oder Hessenpokal nur eine von Menschen gemachte Erfindung ist. Genauso könnte man auch seine eigene Liga erfinden, und z. B. Kleinfeldliga Niederrhein nennen und da dann der Fußballleidenschaft nachgehen. Also, eine eindeutige Antwort gibt es wohl nicht darauf, warum man Fan bleibt, auch wenn man nie Deutscher Meister werden kann oder in Eurem Fall nie mehr wieder. Durchaus eine interessante Frage für eine Studie, aber ich weiß eben nur, was es bei mir selbst ist. Es ist die Faszination des Spieles, mit seiner Ästhetik, Dramaturgie und mit der Atmosphäre, in die es eingebettet ist.“

„Der MSV ist so schlecht, wie es die Tabelle sagt“

[Clubfans United] Kommen wir doch noch zum Spiel – für uns geht es da ja noch um eine ganze Menge, bei euch ist es ein Strohhalm. Hat der FCN den MSV dennoch zu fürchten, gerade weil man jetzt nix mehr zu verlieren hat? Auf wen müssen wir achten? Und wen oder was ist der Trumpf beim Club?

[Trainer Baade] „Der MSV ist so schlecht, wie es die Tabelle sagt, noch ein wenig schlechter als Fortuna Düsseldorf und der SC Paderborn. Das Hinspiel hat gezeigt, dass das keinen Sieg als Selbstgänger für Euch bedeuten muss. Bei Eurer aktuellen Form dürfte aber eigentlich nichts dazwischen kommen, was Euren Sieg verhindert. Torwart Ratajczak ist die ganze Saison über schon immer wieder für Klöpse gut, die Defensive hat sich zwar etwas stabilisiert, aber hat auch immer wieder Aussetzer, die oft einfach mangelnder Klasse zuzuschreiben sind. Im Sturm müsste man eigentlich auf Victor Obinna acht geben, er war WM-Teilnehmer für Nigeria und ist eigentlich ein (mindestens) Erstligaspieler. Er sorgt fast immer für Gefahr beim Gegner, wird aber insgesamt auch zu selten gefunden. Denn einen echten Chef im Spielaufbau gibt es beim MSV nicht, aber auch nur selten gelungenes Teamwork, also Kombinationen, die mal nicht schon am Sechzehner enden. Also, außer Obinna gibt es eigentlich niemanden, vor dem man sich fürchten müsste. Chanturia ist zwar enorm dribbelstark, spielt aber auch meist drei Leute aus und landet dann irgendwo, wo er nichts Sinnvolles folgen lassen kann. Vielleicht haben die beiden zusammen ja mal einen guten Tag und wirbeln ein bisschen, allein, mir fehlt der Glaube.

Was Euren Kader angeht: sorry, da bin ich überhaupt nicht im Bilde. Das ist die Krux des regelmäßigen Stadiongängers – ich sehe fast überhaupt keine Bilder von anderen Spielen der 2. Bundesliga, ab und zu mal montags, aber ansonsten nicht mal Zusammenfassungen. Leider hat mein Tag auch nur 24 Stunden.“

„Ich habe die Schnauze überhaupt nicht voll“

[Clubfans United] Mir würden noch viele Fragen einfallen, aber kommen wir zum Ende. Wir danken für das Interview und überlassen wie gewohnt dem Gast das letzte Wort. Willst du dich dem „Haben die Schnauze voll“ von den Rängen beim letzten Heimspiel anschließen, dem Fußball noch einmal Mut machen oder verraten, was „Drama Queens in kurzen Hosen“ drunter tragen?

[Trainer Baade] „Ich habe die Schnauze überhaupt nicht voll und ich freue mich auch auf dieses Spiel, auch wenn wir eine Klatsche kriegen werden. Aber mir ist halt lieber, es ist ein Spiel als wenn kein Spiel ist. Und ja, die Saison ist für uns gelaufen, aber bevor ich dann wieder bis August warten muss, ehe die neue Saison anfängt, nehme ich diese letzten Spiele auch noch gerne mit. Außerdem hat man ja immer noch so 0,5 Prozent Resthoffnung, dass vielleicht mal eine Überraschung gelingt.

Beim Fußball allgemein frage ich mich aber tatsächlich, wo das jetzt aktuell hingehen soll – und auch, ob ich da jetzt schon ein alter Sack geworden bin, der sowieso über jede Veränderung im Vergleich zu früher nörgelt. Ich befürchte, es ist nicht so, sondern diese Entwicklungen sind tatsächlich bedenklich und führen zu immer noch mehr Langeweile. Die kann man beim MSV allerdings zur Zeit nicht haben – mit allen Vor- und Nachteilen. In diesem Sinne: auf ein gutes Spiel am Sonntag und Danke fürs Gespräch!“


Das Interview führte Alexander Endl [Clubfans United] mit Frank Baade [Trainer Baade] am 7./8.4.2016 via E-Mail.

Steckbrief für Gastleser: Clubfans United ist ein Online-Fanmagazin von Fans für Fans des 1. FC Nürnberg. Clubfans United beschäftigt sich allerdings nicht mit der Fanszene im Speziellen (eher im üblichen Rahmen einer Berichterstattung), schreibt auch nicht aus oder über „die Kurve“ oder Erlebnisse rund um den Stadionbesuch, sondern vielmehr über den Sport, den Verein (fokussiert auf den Profi-Fußball) und die mediale Berichterstattung. Wir sind also mehr Sportmagazin als Fanmagazin in dem Sinne, nur eben, dass wir das als Fans betreiben und auch aus dem Blickwinkel schreiben. Alles weitere bei Interesse etwas ausführlicher hier: clubfans-united.de/was-ist-das-hier

16 Gedanken zu „„Der MSV ist so schlecht, wie es die Tabelle sagt“

  • Sehr schönes Interview, auch wenn ich leise Zweifel habe, ob das auf dem Foto wirklich ein Zebra ist😜
    Gibt mir Gelegenheit, mal wieder zu erwähnen, dass ich weiland im Wedau-Stadion mein Clubfan-Schicksal akzeptiert habe: Nach Partynacht verkatert und fröstelnd im Regen stehend (in der Halbzeit durften Westi und ich gottseidank unter die Haupttribüne, weil eh kaum wer im Stadion war), ein grausliches Zweitliga-Vorbereitungsspiel sehend, und die Antwort auf meine inneres Lamentieren „was mach‘ ich hier, warum bin ich hier?!?“, war schlicht und ergreifend „weils’d a Clubberer bisd, akzebdier’s oder lass blaim, aber maul ned rum“! Tja, Fluch oder Segen… Immerhin hat Saenko damals irgendwie den Sieg klar gemacht…

    0

    0
  • Ist das wirklich schon wieder drei Jahre her, daß Alex, Armin und ich in einer Kneipe bei der Dichterlesung des Herrn Baade in Frankfurt-Sachsenhausen weilten? Damals zerstoben bei bester Unterhaltung alle meine Hoffnungen, daß wenigstens ein einziges Binding-Bierprodukt etwas Geschmack besitzen könnte.

    Das Zitat „Interesse an der Champions League auf Allzeittief“ kann ich persönlich nur zu gut teilen und auf „alle Spiele des FCB“ erweitern. Diese inzwischen schon milliardenschweren Zirkusmannschaften sind mir ein Greuel. Ich bin gespannt, ob sich da ein Reporter traut, die sicherlich dazu vorhandenen Informationen aus den Panama Papieren auszuwerten.

    0

    0
    • Woschdsubbn:

      Ich bin gespannt, ob sich da ein Reporter traut, die sicherlich dazu vorhandenen Informationen aus den Panama Papieren auszuwerten.

      Höchstens wenn es um Geschäfte von Beratern russischstämmiger Bankdrücker in der dritten Liga geht.

      Stell Dir vor, Du pinkelst dem FC Bayern ans Bein und dann kaufen die Allianz und VW keine Werbeminuten mehr. Am Ende müssen die ganzen Redakteure ihre Offshore-Beteiligungen mit Verlust abstoßen, um den Lebensstandard zu halten.

      Geht ja mal gar nicht 😉

      Edith sagt:
      Besteht eigentlich seitens CU die Befürchtung, daß über diese Papiere die Geschäfte rund um Sofas, Bentleys und Helis aufgedeckt werden könnten?

      0

      0
  • Alles unter dem Pseudonym David Gunnlaugsson geschehen (war eine Hommage an Arnar und Bjarki Gunnlaugsson und David Jarolim), konnte ja keiner wissen, dass man damit Island in eine Krise stürzen würde.

    0

    0
  • Wir waren heute auf Hasebe und Chandlers zweiter Abschiedstournee.
    Die Eintracht alles andere als Torgefährlich und Hoffenheim mit bescheidener Vorstellung aber vor dem Tor etwas effizienter. Wenn die so in der Relegation spielen, hätte ich bei Beiden keine Bedenken.

    0

    0
  • Sehr, sehr schönes Interview.
    Ich kann den Satz „Interesse an der Champions League auf Allzeittief“ für mich persönlich sogar auf „Profifussball abseits vom Club interessiert mich überhaupt nicht mehr“ erweitern.

    P.S.: Morgen interessiert auch der Club nicht, da MUSS Eishockey geschaut werden!
    P.P.S: Ich bin inzwischen dafür den Fussball so konsequent wie die US Ligen (und eben auch die DEL) durch zu kommerzialisieren.
    Ist alles viel ehrlicher und in letzter Konsequenz sogar auch fairer als das deutsche (europäische?) (Vereins)model

    0

    0
    • jonas:

      Ich bin inzwischen dafür, den Fussball so konsequent wie die US Ligen (und eben auch die DEL) durchzukommerzialisieren.
      Ist alles viel ehrlicher und in letzter Konsequenz sogar auch fairer als das deutsche (europäische?) (Vereins)model

      Das ist ein Gedanke, der durchaus nicht uninteressant ist. Ich sage nicht, dass ich ihm ausdrücklich zustimme, aber man kann darüber nachdenken.

      0

      0
  • Die Championsleague widerspricht ja prinzipiell dem deutschen (europäischen) Vereins- und Ligenmodell. Eigentlich gibt es eine Liga in der man spielt, daneben maximal Pokal, aber Pokal ist eben immer KO-Spiel.

    Wenn es nun zwei Ligen gibt in denen man spielt, aber in der zweiten Liga nicht alle Mannschaften an beiden Ligen teilnehmen, dann bedeutet das im Profisport schlicht, dass es immer mehr zu wirtschaftlichen Ungleichheiten kommen muss. Leider hat jedr gehofft, dass der eigene Verein von dem Ungleichgewicht profitieren wird. Sonst hätte man beim Start der Championsleague den Vereinen (bzw. der UEFA) klar sagen müssen, klar könnt Ihr eine neue Überliga machen, aber dann können die Teilnehmer auch nur da spielen, von mir aus mit Auf- und Abstieg zu den Nationalen Ligen, aber in beiden Veranstaltungen dabei sein zu wollen, das geht eben nicht. Insofern wäre ich froh, wenn es endlich die echte Europaliga gibt.

    Je länger diese Parallelgesellschaft existiert, je schlimmer wird es.

    Klar freut man sich gelegentlich an Ausrutschern wie aktuell Leicester in England, aber die 4. Bayernmeisterschaft am Stück führt schlicht zur Ödnis, sollte dann dazwischen wirklich mal wieder Dortmund Meister werden, dann ist das auch fast kein Trost, obwohl ich Dortmund sogar mag.

    0

    0
  • Grandioses Interview zweier Vorreiter des Fußball-Bloggens!

    Mit der Aussage des Trainers Bader, der FCN könne nie mehr deutscher Meister werden, bin ich allerdings nicht einverstanden. Es mag ja sein, dass sie zutrifft, aber sowas als Gast im führenden FCN-Blog zu sagen, ist taktlos.

    0

    0
    • belschanov:
      Grandioses Interview zweier Vorreiter des Fußball-Bloggens!

      Mit der Aussage des Trainers Bader, der FCN könne nie mehr deutscher Meister werden, bin ich allerdings nicht einverstanden. Es mag ja sein, dass sie zutrifft, aber sowas als Gast im führenden FCN-Blog zu sagen, ist taktlos.

      *facepalm*

      0

      0
  • belschanov,

    In meinen Augen vielleicht das beste Interview, dass es je in dieser Serie gab. Ganz große Klasse!

    Das Statement von Baade in dieser Diskussion würde ich nicht als taktlos bezeichnen, sondern schlicht als unbequeme Wahrheit angesichts der fortschreitenden Entwicklung im Profifußball. Ich hätte auch lieber eine spannende Bundesliga und gebe den Traum einer Meisterschaft zu Lebzeiten nicht auf, bin aber Realist genug um zu wissen, dass sich dieser Traum mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit nie erfüllen wird.

    0

    0
  • [Trainer Baade] „… Außerdem hat man ja immer noch so 0,5 Prozent Resthoffnung, dass vielleicht mal eine Überraschung gelingt.“

    0

    0
  • Pingback:KW 14/2016 | beGLUBBt

  • Pingback:3 Fragen zum Schluss | Clubfans United - 1. FC Nürnberg

Kommentare sind geschlossen.