Analyse: Bang, Bang, I shot you down

Analyse, Statistik, Stimmen und Noten zum Spiel: 1. FC Nürnberg – MSV Duisburg 1:2(0:1) Nach über einem halben Jahr verliert der Club wieder ein Spiel und dies nicht einmal zu Unrecht.

Die Analyse:

Der Club begann mit der selben Elf wie in Frankfurt und hoffte auf ein ähnliches Ergebnis. Allerdings war schon nach wenigen Augenblicken greifbar, dass dies schwieriger als gedacht werden würde. Der Club wirkte bereits in der Anfangsphase in vielen Aktionen nicht zu 100% bei der Sache, kam spät in Zweikämpfe, spielte leicht unpräzise Bälle. Kleinigkeiten, die bei einem späteren Erfolg möglicherweise unter „Anfangsnervosität“ abgelegt worden wären, die nun in der Rückblende aber auch als Indizien für das Unterschätzen des Gegners herangezogen werden könnten.

Dieser stand äußerst tief und hoffte die Angriffe des FCN überstehen zu können und über Obinna und Chanturia dann selbst schnell kontern zu können. Es entwickelte sich also das von René Weiler vor der Partie erwartete und angekündigte Geduldsspiel. Der Club versuchte dieses mitzuspielen, kam dabei aber lange Zeit überhaupt nicht gefährlich vor das Tor der Meidericher. Zwar versuchten sich die Angreifer immer wieder auf den Außenbahnen in Einzelduellen gegen die Verteidiger der Gäste durchzusetzen, es gelang ihnen aber zu selten.

Erst nachdem Duisburg seine erste Chance hatte, als Wolze den Außenpfosten traf, kam auch der FCN zu ersten Chancen. Doch weder Bulthuis nach Ecke noch Füllkrug nach schönem Solo konnten den Ball im Tor unterbringen. Anders die Gäste, die einen Gegenstoß, bei dem der FCN eine Unzahl an Stellungs- und Zuordnungsfehlern beging, erfolgreich abschlossen. Zu allem Überfluss wurde Wolzes Schuss auch noch abgefälscht und Patrick Rakovsky fiel auch etwas zu früh. Der Club benötigte nach diesem Gegentreffer einige Zeit, um sich zu schütteln, so dass die Gäste hier zu einigen weiteren Halbchancen kamen, welche sie aber schlecht und inkonsequent ausspielten.

Auffällig war, egal ob vor oder nach der Pause, dass die Verteidiger des FCN immer wieder enorme Probleme hatten, sobald der MSV mit Tempo in Richtung Abwehrlinie des Clubs kam. Dies lag zum Teil natürlich daran, dass dies meist in Form von Kontern geschah, bei denen der Club sowieso nicht geordnet war, zum Teil aber auch lag es an der fehlenden Wendigkeit und Bewegungsantizipation der Verteidiger. Egal ob Brecko, Bulthuis, Margreitter oder Sepsi, alle vier Verteidiger hatten Geschwindigkeitsdefizite gegenüber den Duisburger Angreifern. Ein Manko, das in den letzten Wochen kaum zum Tragen gekommen war, nun aber ein Teil des Grunds für die Niederlage gegen den MSV darstellt.

Natürlich lag die Niederlage auch daran, dass der Club mit einem weiteren individuellen Fehler von Margreitter das 0:2 auflegte und somit erstmals seit der Niederlage in Leipzig einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlief. Zwar schaffte es der Club, in Person von Tim Leibold, diesen schnell zu reduzieren. Es folgte aber nun kein strukturierter Versuch das Spiel zu drehen, sondern planloses Anrennen, das zwischen zwei Extremen schwankte. Bis etwa 15 Minuten vor Ende versuchte der FCN immer wieder die spielerische Lösung und blieb dabei immer wieder an den Duisburgern hängen. In der Schlussviertelstunde dann verlegte sich der Club auf lange und hohe Bälle, brachte dazu sogar noch Even Hovland als zusätzlichen „Brecher“ in der Sturmspitze und verzichtete komplett auf spielerische Lösungen. Auch dies blieb wenig wirkungsvoll, weil der MSV sich darauf sehr gut einstellte und viele Bälle herausköpfte bevor sie gefährlich wurden. Seine eigenen Konterchancen spielte der Gast allerdings auch nicht konsequent aus.

Diese reichten aber, um den FCN personell zu dezimieren, erst stoppte Leibold einen Angriff per Foul, nachdem er anders keinen Zugriff mehr erhalten hätte, und sah Gelb/Rot. Danach ließ sich Bulthuis, obwohl er selbst gefoult worden war, zu einer doppelten Dummheit hinreißen, indem er erst den Gegenspieler umstieß und ihn dann noch mit einer Pistolen-Geste anging. Mit dieser schoss der Niederländer nicht nur den Vogel, sondern auch sich selbst ab. Der MSV Duisburg dagegen schoss den FCN, seine Unbesiegt-Serie und wohl auch seine Hoffnungen auf den direkten Aufstieg ab. Es bleibt zu hoffen, dass auf das kleine „Bang! Bang!“ nicht der Big Bang in der Relegation folgt.

Die Zahlen:

Nürnberg Duisburg
1
Tore
2
19
Torschüsse
13
10
Ecken
4
58,24
Ballbesitz (%)
41,76
76,45
Passquote (%)
61,72
50,48
Gewonnene Zweikämpfe (%)
49,52
15
Fouls
13
115,63
Laufdistanz (km)
114,28
3
Abseits
5

Trainerstatement:

„Manchmal ist Fußball verrückt: Man bleibt solange ungeschlagen und dann verliert man gegen den Tabellenletzten, der davor noch kein Auswärtsspiel gewonnen hat. Da ist man schon ein bisschen sprachlos und auch enttäuscht. Uns haben heute die Ideen gefehlt, wir konnten nie richtig Druck aufbauen und haben dann noch zwei Tore hergeschenkt. Als wir dann gedrückt haben in den letzten 20 Minuten, hatte Duisburg immer noch ein Bein dazwischen. Zu allem Übel handeln wir uns zum Schluss noch zwei Platzverweise ein. So war es ein Spiel zum Vergessen. Aber so ist Fußball. Die Mannschaft hat in den letzten Monaten vieles richtig gemacht, deshalb gibt es jetzt keine Vorwürfe. Ich bin auch überzeugt, dass wir schnell wieder ein anderes Gesicht zeigen werden.“

Die Spieler im Einzelnen:

Patrick Rakovsky 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Ein halber Fehler beim 0:1, sonst fehlerfrei, wenn auch bisweilen etwas hektisch.
Miso Brecko 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Ungewöhnlich unsauber in den Abspielen. Nach vorne mit einigen Impulsen, aber insgesamt unter seinen Möglichkeiten.
Georg Margreitter 2 Notenpunkte (5 numerisch: 5)
Legte Bohl das 2:0 auf. Auch sonst sehr fahrig und mit vielen kleineren und größeren Fehlern.
Dave Bulthuis 0 Notenpunkte (6 numerisch: 6)
Klärt beim 0:1 den Ball schlecht. Danach immer wieder vom Tempo der Duisburger Angreifer übrrascht. Schoss sich in der Nachspielzeit mit seinem extrem unnötigen Platzverweis dann auch selbst ab.
Laszlo Sepsi 3 Notenpunkte (5+ numerisch: 4.67)
Hatte wie die gesamte Defensive große Probleme, leitete das 0:1 durch falsches Aufschieben mit ein. Wurde noch vor der Stundenmarke durch Blum ersetzt.
Tim Leibold 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Trotz Tor kein gutes Spiel des Linksaußens, der nach Sepsis Auswechslung auf die Linksverteidigerposition musste. Viele schlechte Entscheidungen, wenig Dynamik in der Vorwärtsbewegung, holte sich dann noch kurz vor Schluss einen Platzverweis ab.
Even Hovland Ohne Bewertung
Kam in der 81. Minute für Margreitter. Spielte aber nicht Innenverteidiger, sondern zusätzlichen Stürmer. Dies blieb ohne Wirkung.
Ondrej Petrak 3 Notenpunkte (5+ numerisch: 4.67)
Extrem zweikampfschwach (70% verlorene Zweikämpfe), was dem Mittelfeld an Stabilität nahm. Insgesamt schwacher Auftritt auch nach vorne mit wenig Impulsen. Musste nach 65 Minuten Möhwald weichen.
Hanno Behrens 8 Notenpunkte (3 numerisch: 3)
Der einzige Nürnberger mit annähernder Normalform. Gewann viele Duelle, lenkte das Spiel, nicht immer strukturiert, aber aufopferungsvoll. Hatte Pech frei vorm Tor stehend auszurutschen.
Sebastian Kerk 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Bemüht, aber ohne großen Ertrag. Suchte oft das Eins-gegen-Eins, kam auch manchmal vorbei, dann aber saß das Zuspiel in die Mitte nicht.
Danny Blum 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Wollte viel, kam auch zu zwei Chancen, vergab diese aber überhastet. Sonst bemüht, aber wirkungslos.
Kevin Möhwald 4 Notenpunkte (4- numerisch: 4.33)
Sollte das Spiel in der Offensive lenken, das gelang ihm nur sehr begrenzt. Stattdessen mit überhasteten Abschlüssen und unfassbaren 83% verlorenen Zweikämpfen.
Guido Burgstaller 5 Notenpunkte (4 numerisch: 4)
Lieferte sein Standardprogramm in Sachen Laufbereitschaft und Kampfgeist ab, gewann aber ungewöhnlich wenige Duelle (6 von 20) und hatte kam nie gefährlich zum Abschluss.
Niclas Füllkrug 6 Notenpunkte (4+ numerisch: 3.67)
Ähnlich wie Burgstaller sehr bemüht, aber mit wenig Vorzeigbarem. Im Gegensatz zu seinem Sturmpartner allerdings mit den klareren Torchancen.

66 Gedanken zu „Analyse: Bang, Bang, I shot you down

  • Was Erras geleistet hat wird jetzt erst deutlich. Da fehlt tasächlich eine stabile Alternative.

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  • Deftiger Notendurchschnitt. Nicht emotional übertrieben negativ, sondern angemessen. Wäre dies eine Schulaufgabe gewesen, käme ein Lehrer jetzt ein wenig ins Grübeln… 😉

    Wie in den Vormonaten war es wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung, diesmal allerdings eine kollektiv mäßige bis schlechte. Von Beginn an wirkte das Team mindestens unkonzentriert. Der Club konnte den Schalter zu keiner Zeit umlegen. MMn zeigten die Clubberer in diesem Spiel deutlich Nerven.

    Sie waren absoluter Favorit, gegen den Tabellenletzten wurde nur über die Höhe des Sieges diskutiert. Das frühe Freiburger Führungstor erhöhte den Druck zusätzlich. Große Kulisse mit früh pfeifenden (Erfolgs-) Zuschauern. Ein Gegner der sich mit wirklich allen Mitteln wehrte. Selbst RW ließ sich davon anstecken und versuchte es in der Schlussphase entgegen seinem sonstigen Handeln mit der Brechstange. Obwohl der Spielverlauf für ein Kopfballtor des FCN wenig Anlass zur Hoffnung bot.

    Natürlich rechne ich bei 9 Punkten Vorsprung weiterhin mit dem Erreichen des Relegationsplatzes. Grundvoraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Mannschaft wieder zu ihrem hochkonzentrierten Auftreten der letzten Wochen zurück findet. Und die Nerven behält. Sonst ist der Club am Ende wieder ein Debb. Und das will doch keiner mehr hören!

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  • Das Spiel relavierte letztendlich nur, was vorher keiner relativieren wollte… Der Club war trotz 18 Spiele-Serie einfach keine Top-Mannschaft, hatte oft genug das Schlachtenglück auf seiner Seite und wurde für viel Engagement und Moral belohnt. Dass es nicht schon vorher mal einen Dämpfer dieser Art gegen hat, war eher Zufall (1860).

    So viel zur These vor dem Spiel: Wir gewinnen ab jetzt jedes Spiel. Und die Rückfrage: Warum? – Es gab dafür vor dem Spiel keine schlüssige Herleitung der These, dafür jetzt eine unschöne Bestätigung des Zweifels daran. Wenn man spielt wie der Club, reicht es mit diesem Aufwand und der Moral und dem Aufblitzen von individueller Klasse bei Einzelnen dazu um in der 2. Liga oben mitspielen zu können – jeden Gegner in jedem Spiel zu dominieren aber eben nicht.

    Duisburg hat uns mit den eigenen Waffen geschlagen: Einsatz und Moral. Und wir hatten keine anderen Waffen diesmal dabei.

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  • Alexander Endl – Clubfans United,
    Nur weil ich schreibe, wir können die Spiele gewinnen, heißt das doch nicht, daß man sie nicht auch verlieren kann. Auch gestern wäre ein Sieg möglich gewesen. Ja sicher hätte dazu das Glück auch strapaziert werden müssen.
    Umgekehrt wäre es durchaus auch möglich gewesen, daß Freiburg nicht gewinnt.
    Was bringt es, davon auszugehen, daß man den Ausgang des Spieles nicht vorhersehen kann? Was ändert es, wenn ich davon ausgeh, daß das Spiel verloren gehen, die Serie reißen könnte?
    Obwohl: wenn es wirklich Fans im Stadion gab, die so hohe Erwartungen hatten, daß sie nach den ersten Fehlpässen anfingen, die Mannschaft auszupfeifen, dann ist diese Haltung, Siege zu erwarten wirklich ein Problem. Weil es zu sehr am Ergebnis orientiert ist und den Einsatz der Spieler nicht genügend würdigt.

    Im übrigen ist das anscheinend ein weit verbreitetes Phänomen, daß man Tabellenletzte unterschätzt. Die Hertha hats gegen Hannover am Freitag ja vorgemacht.

    Ich hab nach gestern allerdings Sorge, daß der Ausfall von Erras doch stärker ins Gewicht fallen könnte. Petrak scheint einfach sehr schwankend in seinen Leistungen. Wenn es nicht gut läuft, scheint er keiner, der da Ruhe reinbringen kann.

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    • Beate60:
      Alexander Endl – Clubfans United,
      Nur weil ich schreibe, wir können die Spiele gewinnen, heißt das doch nicht, daß man sie nicht auch verlieren kann. Auch gestern wäre ein Sieg möglich gewesen. Ja sicher hätte dazu das Glück auch strapaziert werden müssen.
      Umgekehrt wäre es durchaus auch möglich gewesen, daß Freiburg nicht gewinnt.
      Was bringt es, davon auszugehen, daß man den Ausgang des Spieles nicht vorhersehen kann? Was ändert es, wenn ich davon ausgeh, daß das Spiel verloren gehen, die Serie reißen könnte?
      Obwohl: wenn es wirklich Fans im Stadion gab, die so hohe Erwartungen hatten, daß sie nach den ersten Fehlpässen anfingen, die Mannschaft auszupfeifen, dann ist diese Haltung, Siege zu erwarten wirklich ein Problem. Weil es zu sehr am Ergebnis orientiert ist und den Einsatz der Spieler nicht genügend würdigt.

      Im übrigen ist das anscheinend ein weit verbreitetes Phänomen, daß man Tabellenletzte unterschätzt. Die Hertha hats gegen Hannover am Freitag ja vorgemacht.

      Ich hab nach gestern allerdings Sorge, daß der Ausfall von Erras doch stärker ins Gewicht fallen könnte. Petrak scheint einfach sehr schwankend in seinen Leistungen. Wenn es nicht gut läuft, scheint er keiner, der da Ruhe reinbringen kann.

      Das war auch gar nicht in deine konkrete Richtung gemeint. Auch Weiler nahm die Stimmung ja wahr und sprach nach dem Spiel vom „Ende der Träumereien“.

      Fußball ist eben keine Summe von irgendwas, sondern am Ende eben doch immer das, was uns auch so fesselt: Dass der Letzte den Dritten schlagen kann. Doof halt, wenn es ausnahmsweise mal uns betrifft.

      Und genau so ist auch klar: Die Saison ist noch verdammt lang und wer Freiburg jetzt schon gratuliert, kann auch noch nicht lange beim Fußball dabei sein…

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  • Auch ein Tag danach ist sitzt die Enttäuschung noch in den Knochen. RW selbst hat die Erwartungshaltung (zu recht) auf ein angemessenes Level geschraubt mit seinem „Spiel zu Spiel“ Mantra. Warum dann gestern die Einstellung dennoch nicht gepasst hat? Vllt hat Bulthuis den Buddha vergessen oder in der Kabine fallen lassen, das würde auch seine Reaktion am Ende erklären. Evtl kann die BILD ja da bald was exklusives vermelden.

    Und auch ich bin nicht ganz unschuldig, war bei allen letzten Club Siegen immer laufen/trainieren vor dem Spiel, was sich wohl positiv auf die Mannschaft übertragen hat. 😉 Diesmal habe ich es sein lassen und hatte dank fehlender Enorphine schon von Beginn weg ein komisches Bauchgefühl. Ich gelobe Besserung für den nächsten Spieltag!

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  • Hallo Holzmichel, irgendwann musste die Niederlage doch kommen…vielleicht war es genau zur richtigen Zeit!
    Manchmal gibt es halt so Tage,da geht einfach nichtmehr.Kopf hoch!

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  • Wir sind jetzt an dem Punkt, wo – davon ausgehend, dass Leipzig heute Abend gewinnt – wir ziemlich sicher mit der Relegation planen können. Von hinten sind neun Punkte in fünf Spielen nicht mehr aufzuholen (wahrscheinlich reichen uns sogar drei Punkte aus den letzten fünf Spielen), nach vorne wird (obwohl auch Freiburg und Leipzig noch gegen Duisburg spielen 😉 ) es wohl auch nichts mehr. Die Aufgabe für Weiler ist deshalb keine leichte, die Spannung aufrecht erhalten, obwohl jetzt fünf Spiele kommen, bei denen es um recht wenig geht. Ich seh da keine kleine Gefahr, erst recht, wenn in zwei oder drei Wochen auch mathematisch alles klar ist. Das Spiel gestern war für mich durchaus ein Hinweis darauf, wie es aussieht, wenn man nicht 100% bei der Sache ist.

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  • Ich habe gestern kein grundlegend anderes Club-Spiel gesehen als in den Spielen zuvor. Der Unterschied war nur, dass der Gegner – anders als z.B. der FSV Frankfurt – seine Torchancen nutzte und der Club die Chancen, die sich ihm besonders im Schlussdrittel noch boten, liegen ließ bzw. einfach nicht das Glück hatte, dass ein Ding reinrutscht (wie z.B beim glücklichen Führumngstreffer in Frankfurt). Aufgrund der auch schon während der Siegesserie zu beobachtenden spielerischen und auch balltechnischen Limitiertheit unserer Mannschaft, ist es eigentlich keine Überraschung, dass ein Spiel so läuft, wie es gestern gelaufen ist. Das Konzept, darauf zu setzen, dass man im Schlusspurt mehr Treibstoff im Tank hat als der Gegner, geht nicht immer auf. Hoffen wir, dass es ausreicht, den dritten Platz zu halten.

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    • belschanov: Ich habe gestern kein grundlegend anderes Club-Spiel gesehen als in den Spielen zuvor. Der Unterschied war nur, dass der Gegner – anders als z.B. der FSV Frankfurt – seine Torchancen nutzte und der Club die Chancen, die sich ihm besonders im Schlussdrittel noch boten, liegen ließ bzw. einfach nicht das Glück hatte, dass ein Ding reinrutscht (wie z.B beim glücklichen Führumngstreffer in Frankfurt). Aufgrund der auch schon während der Siegesserie zu beobachtenden spielerischen und auch balltechnischen Limitiertheit unserer Mannschaft, ist es eigentlich keine Überraschung, dass ein Spiel so läuft, wie es gestern gelaufen ist. Das Konzept, darauf zu setzen, dass man im Schlusspurt mehr Treibstoff im Tank hat als der Gegner, geht nicht immer auf.

      Da sind wir mal beinander. 🙂

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  • Schade daß die zum ersten Mal wieder in größerer Zahl ins Stadion gelockten „nicht ganz so treuen“ Fans nicht für ihr Kommen belohnt wurden, aber wenigstens riß die Serie nicht vor den unermüdlichen und immer leidensbereiten Auswärtsfahrern in Frankfurt.

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  • Kopf hoch und weiter ! Sind noch 5Spiele und auch F.und L. können noch stolpern, so ist halt Fußball…

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  • Florian Zenger,
    Sehe da kein Problem. Irgendwann muss die Serie ja reißen und die Spieler wirken weiterhin so, als ob sie zusammen aufsteigen wollen.

    Wichtig wäre in der Relegation ein Gegner, für den noch mehr auf dem Spiel steht und der dann voller Angst und ausgezehrt in die Relegation geht. Nach den Eindrücken vom WE wünsche ich mir da Werder Bremen, vor allem mit Skripnik. Darmstadt 98 bitte nicht!

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    • belschanov:
      Berlino,

      statt über einen möglichen Relegationsgegner solltest du über Karlsruhe reden.
      Ja, sitze schon an der Spielvorbereitung. Der Gegner wird akribisch analysiert.

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  • Auch Freiburg und RB sind noch nicht durch, selbst wenn es so aussieht, – bevor es zuende ist. Das ist auch in anderen Sportarten so, wenn man zb das Augusta Masters sieht dieses Wochenende, das bedeutenste Pro Turnier der Welt und der Top Favorit Jordan Spieth 22J. am letzten von 4 Tagen! Turnier, 6 Löcher vor Ende schon wie der uneinholbare Sieger aussieht, Nr. 1 der Welt, letztjähriger Sieger des Green Jacket und plötzlich an Tee 12 zweimal hintereinander eine Fettwurst ins Wasser haut und ein Nobody der keine Chance mehr hatte plötzlich das Augusta Masters gewinnt, dann weiß man, es ist alles möglich, solange es nicht vorbei ist, auch im Fußball. Da mich beides interessiert, hat mich das einsacken von Spieth wie ein Hobbygolfer obwohl es um 1.8 Mio ging, genauso beindruckt, wie der Club, der gegen den Tabellenletzten zuhause verliert. Es ist leider alles möglich solange es nicht vorbei ist auch bei den beiden vor uns.

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  • Was uns in diesem Spiel auch zu schaffen gemacht hat, ist die Tatsache, dass der MSV als einer der wenigen Gegner am Ende nicht abgebaut hat, wir also unsere meistens überlegene Fitness nicht ausspielen konnten. Der MSV war da durchaus auf Augenhöhe: fast die gleiche Laufleistung, auch ein toller Teamspirit.

    Es war hier eben einfach nicht möglich, den Gegner müdezulaufen.

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  • Genausowenig wie man die Mannschaft vorher zu hoch loben, sollte man sie nun nicht zu schlecht machen, v.a. mit Sprüchen a la „jetzt sieht man, dass wir doch keine Topmannschaft sind“, oder „das war nicht anders als die sonstigen Spiele“.

    Zu ersterem die Frage:
    Was ist eigentlich eine Topmannschaft in der zweiten Liga? Klar, die individuelle Klasse von Leipzig und Freiburg haben wir nicht. Aber ist das relevant?

    Und zu zweitem:
    Ich habe ein sehr viel anderes Spiel gesehen als in den vorherigen. Und zwar eines, in dem es an gerade bei ein paar der Punkte gemangelt hat, die uns eben vorher ausgezeichnet haben – Zweikampfstärke, Chancenverwertung, schlecht vorgetragene Standards, schlechtere Passquoten und auch schlechtere Abstimmung. Das hat man schon alles sehr viel besser gesehen als gestern.

    Das in der 18-Spiele-Serie nicht alles Gold war, was glänzte, sollte wohl jedem klar gewesen sein. Aber bei manchen Kommentaren liest es sich jetzt doch so, als hätte da ne durchschnittliche Zweitligatruppe in erster Linie durch viel Glück so lange nicht verloren.

    Da würde ich dann doch entschieden widersprechen. Gab es denn wirklich so viele Spiele, in denen man so großes Glück hatte? Oder nicht auch genug Pech (man denke nur an die zahlreichen Fehlentscheidungen der Schiris gegen uns), dem die Mannschaft getrotzt hat?

    Wir sollten echt aufpassen, dass wir die Mannschaft jetzt nicht schlechter machen als sie ist, und ihr damit das Selbstvertrauen nehmen.
    Eine Topmannschaft, was auch immer man darunter versteht, sind sie vielleicht nicht. Aber sie steht dennoch völlig zurecht da, wo sie jetzt steht. Jetzt heißt in der Tat, wie dday schon sagte, Mund abwischen, nach vorne schauen, und eben in den Punkten, die gestern deutlich schlechter waren als in den Spielen davor, wieder zulegen.

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    • Scramjet: Genausowenig wie man die Mannschaft vorher zu hoch loben, sollte man sie nun nicht zu schlecht machen, v.a. mit Sprüchen a la „jetzt sieht man, dass wir doch keine Topmannschaft sind“, oder „das war nicht anders als die sonstigen Spiele“.

      Ich sah mich selten in einem Satz so sehr bestätigt und zugleich widersprochen … 🙂

      Scramjet: Wir sollten echt aufpassen, dass wir die Mannschaft jetzt nicht schlechter machen als sie ist, und ihr damit das Selbstvertrauen nehmen.

      Ich glaube eher, dass die Mannschaft sich selbst ein klein Stück besser sah, als sie ist, und hat deswegen die paar Körner missen lassen, die gegen Duisburg notwendig gewesen wären. Wenn die Mannschaft weiter an sich glaubt und rackert wie in Frankfurt (da war es ja auch kein Festival, aber herrlich trotzdem!), dann wird man bis zum Ende inkl. Relegation eine gute Chance auf den Aufstieg haben – vielleicht sogar direkt, wenngleich der Leipziger Sieg heute Abend das jetzt nicht einfacher macht…

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  • Florian Zenger,

    um jetzt mal wieder die negativen Geister zu beschwören:

    Am 32. Spieltag der Saison 98/99 hatten wir die Bayern mit 2:0 geschlagen und hatten danach 5 Punkte Vorsprung auf den 16. Das war die Eintracht aus Frankfurt. Es verblieben also noch zwei Spiele. Du weisst wer abgestiegen ist… „Wir melden uns vom Abgrund.“

    Man kann es aber auch positiv sehen: Es muss ja nicht immer gegen uns laufen. Anders herum ist auch möglich :).

    Ein Beispiel: Nach dem 23. Spieltag der 2.Ligasaison 2008/09 waren wir 6ter und hatten 7 Punkte Rückstand auf den 3. Platz (Mainz) und sogar 8 Punkte auf den Zweiten (Fürth). Mainz wurde Zweiter und wir stiegen über die Relegation auf. Fürth wurde nur 5ter.

    Solange rechnerisch noch was geht, ist also noch alles möglich – sowohl nach unten als auch nach oben.

    Ich denke es ist gefährlich sich jetzt schon auf den dritten Platz festzulegen, obwohl dieser aktuell am wahrscheinlichsten erscheint.

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  • Alexander Endl – Clubfans United,

    „Das Spiel relavierte letztendlich nur, was vorher keiner relativieren wollte… Der Club war trotz 18 Spiele-Serie einfach keine Top-Mannschaft, hatte oft genug das Schlachtenglück auf seiner Seite und wurde für viel Engagement und Moral belohnt. Dass es nicht schon vorher mal einen Dämpfer dieser Art gegen hat, war eher Zufall (1860).“ -> Komm mal runter… Also bitte. Ich verstehe nicht, wieso nach einem schlechten Spiel dieser Negativismus kommt. Uns wurden ordentlich Punkte geklaut am Anfang der Saison. Jetzt hatten wir etwas Glück (Aber keine Fehlentscheidungen für uns). Die Mannschaft hat eine super Serie gespielt, jetzt zu sagen sie hat die Qualität einer Top-Mannschaft nicht, ist mehr als übertrieben. Auch Leipzig und Freiburg haben nicht in allen Spielen geglänzt.

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    • Felix: Komm mal runter… Also bitte. Ich verstehe nicht, wieso nach einem schlechten Spiel dieser Negativismus kommt. Uns wurden ordentlich Punkte geklaut am Anfang der Saison. Jetzt hatten wir etwas Glück (Aber keine Fehlentscheidungen für uns). Die Mannschaft hat eine super Serie gespielt, jetzt zu sagen sie hat die Qualität einer Top-Mannschaft nicht, ist mehr als übertrieben. Auch Leipzig und Freiburg haben nicht in allen Spielen geglänzt.

      Wenn zwei das so verstehen, muss ich wohl den falschen Eindruck hinterlassen. Ich bin begeistert von der Mannschaft und meine das ironiefrei. Ich hab schon vor dem Spiel gesagt, dass ich die Mannschaftsleistung unglaublich hoch einschätze und habe das immer so beschrieben. Ich bin nicht „unten“ oder „oben“, sondern ermahne im Gegenteil dazu das gerade nicht als Versagen zu bezeichnen, was am Sonntag passiert ist. Es war so oft an so vielen Stellen zu lesen, wie man jetzt alle Spiele gewinnen werde und es quasi nur daran läge, dass auch die anderen beiden alles gewinnen werden, dass man nur Dritter würde. Das sah ich vorher nicht und seh es jetzt nicht.

      Ist eine realistische Sichtweise denn negativ? Ich jedenfalls will sie so nicht gewertet wissen. Ich bin eher bei Weiler: Ende der Träumereien. Und Respekt vor der Stärke der Gegner in Liga 2 bis zum Tabellenletzten. Wir sind – da bleibe ich dabei – kein Überflieger dieser Liga, das ist sportlich eben doch eher Leipzig und auch mit Abstrichen Freiburg. Wir haben mit Schöpf und Stark viel Substanz verloren und mit Willen und Moral viel wettgemacht. Wenn das ein „schlecht reden“ ist, dann gestehe ich mich allerdings schuldig.

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  • Scramjet,

    Ich sehe es genauso wie du, frage mich allerdings schon, ob Leipzig und Freiburg so viel mehr eine „Top-Mannschaft“ sind als wir. Also wenn die Spiele von Freiburg gegen Karlsruhe und Fürth anschaut, dann hatten die Breisgauer doch ziemlich viel Dusel und gerade die Abwehr sah alles andere als nach „Top-Mannschaft“ aus.

    Auch Leipzig war gegen uns nicht toll. Gut hier kann man wieder sagen, das war auch die Grippe. Egal. Leipzig hat ziemlich viele Spiele nur knapp gewonnen hat, was man auch am Torverhältnis sieht und diese Siege waren nicht alle souverän, was man von einer „Top-Mannschaft“ hätte erwarten dürfen.

    Nicht zu vergessen: Wir haben Mannschaften in der Rückrunde zu Hause geschlagen.

    Ich meine man sollte beide Mannschaften nicht in den Himmel heben und uns klein reden. Wir haben vielleicht andere Qualitäten, sind aber nicht schlechter!

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  • Blutgraetsche,

    Eben genau das meine ich. Was heißt Topmannschaft überhaupt, vor allem in der zweiten Liga?

    Am Ende zählt nur, wer oben steht. Letzte Saison waren das Darmstadt und Ingolstadt.
    Waren das Topmannschaften?

    Und gerade Leipzig hat viele mäßige Spiele hingelegt und nur mit großem Glück gewonnen, v.a. Schiri-Fehlentscheidungen.

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  • Bayern und Dortmund mit Abstrichen sind vielleicht Topmannschaften, ob man in Liga 2 überhaupt von Topmannschaften sprechen kann, darüber lässt sich sicher streiten. Andererseits ist es auch vollkommen egal ob wir, Leipzig oder Freiburg Topmannschaften sind, am Ende geht es wie Weiler immer so schön sagt um das einzelne Spiel.

    Auch bei der Beurteilung des gestrigen Spiels kann man natürlich sagen, die Spielanlage war die gleiche wie in den Spielen davor, ergo hatten wir davor Glück und jetzt eben Pech, aber es zeigt sich, dass die Spielanlage als solche nicht ausreichend für eine Spitzenmannschaft ist, was auch immer diese dann am Ende auszeichnet.

    Man kann aber auch eher der Meinung von Scramjet sein, wenn man in vielen Belangen des Spiels nicht 100% Leistung bringen kann, egal ob es der eigenen Müdigkeit, nach den vielen Spielen, den Ausfällen durch Verletzung geschuldet ist, man den Gegner vielleicht doch als Tabellenletzten etwas unterschätzt hat, oder weil der Gegner mal einen richtig guten Tag erwischt hat, dann gibt es keine Mannschaft, die ein Spiel locker und lässig gewinnt.

    Leider konnte man am Sonntag auch nicht das Glück zwingen.

    Aufgestoßen sind mir viele erste Reaktionen, auch hier, mit dem Tenor, da sieht man es mal wieder der Club is a Depp, oder jetzt sieht man die wahre Stärke der Mannschaft, was impliziert, die Siege davor, die Serie war ein unverständlicher Ausrutscher nach oben, der keine handfesten Gründe sondern schlicht Glück gewesen wäre.

    Sorry, weder ist unser Verein ein Depp, weil er mal ein Spiel verliert, noch war das gestern das „wahre Gesicht“. Es war ein Gesicht und ich hoffe Weiler schafft es trotz Verletzungsausfällen und Sperren, dass wir schon in Karlsruhe wieder das ein anderes Gesicht der Mannschaft sehen, bissiger und erfolgreicher in den Zweikämpfen, laufstärker als der Gegner, mit bessren Standards und auch kaltschnäutziger vor dem Tor des Gegners. Dass sie es kann hat die Mannschaft sicher oft genug bewiesen, sonst würden wir nicht stehen wo wir stehen, die Tabelle lügt nicht.

    Ich bin aber auch sicher, dass Weiler die richtige Trainingsdosierung schafft und die Mannschaft auch emotional, psychisch wieder aufrichten kann. Ja wir haben ein Spiel verloren, aber die grandiose Rückrunde, ja ganze Saison ist damit nicht aufgehoben oder entwertet. Die Saison 2015/2016 bleibt für mich ein großer Erfolg und eine Saison mit vielen positiven Erinnerungen. Trotzdem hoffe ich natürlich weiterhin auf das i-Tüpfelchen, den Aufstieg, egal ob als Zweiter direkt oder über die Relegation.

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    • „Aufgestoßen sind mir viele erste Reaktionen, auch hier, mit dem Tenor, da sieht man es mal wieder der Club is a Depp, oder jetzt sieht man die wahre Stärke der Mannschaft, was impliziert, die Siege davor, die Serie war ein unverständlicher Ausrutscher nach oben, der keine handfesten Gründe sondern schlicht Glück gewesen wäre.“ … Jap da geb ich dir vollkommen recht! Das wird schon wieder. Ich empfand es eher als lustig und irgendwie vertraut, dass mein Club es genau gegen die Mannschaft schafft, die noch kein Auswärtssieg geschafft hat, die Heimniederlage zu nichte zu mchen. Ich musste etwas schmunzeln. Ich und auch alle anderen, die mit mir das Spiel gesehen haben waren/sind der festen Überzeugung, dass der Club im nächsten Spiel sich wieder den Arsch aufreissen wird um 3 Punkte zu holen. Der Weiler ist ja nicht auf den Kopf gefallen und die Spieler auch nicht. Man darf auch mal ein Spiel verlieren, mehr gibt es dazu eigentlich auch nicht zu sagen =)

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      • Felix: Jap da geb ich dir vollkommen recht! Das wird schon wieder. Ich empfand es eher als lustig und irgendwie vertraut, dass mein Club es genau gegen die Mannschaft schafft, die noch kein Auswärtssieg geschafft hat, die Heimniederlage zu nichte zu mchen. Ich musste etwas schmunzeln. Ich und auch alle anderen, die mit mir das Spiel gesehen haben waren/sind der festen Überzeugung, dass der Club im nächsten Spiel sich wieder den Arsch aufreissen wird um 3 Punkte zu holen. Der Weiler ist ja nicht auf den Kopf gefallen und die Spieler auch nicht. Man darf auch mal ein Spiel verlieren, mehr gibt es dazu eigentlich auch nicht zu sagen =)

        so isses!

        Wie ich andernorts schon mal sagte:

        Eine solche Rekordserie an ungeschlagenen Spielen verbunden mit einer Heimserie von über 1 Jahr ohne Niederlage kann eigentlich nur genau so beendet werden: gegen den bisher auswärts sieglosen Tabellenletzten. Alles andere wäre viel zu normal für diesen besonderen Club. So ist das wenigstens irgendwie eine nette Anekdote für den nächsten Almanach. Und das zeichnet unseren Club aus. Immer speziell! DER Club!

        Abgesehen davon: Ich hätte wirklich Bauchgrimmen, wenn diese Serien bis zu den Relegationsspielen gehalten hätten. Wäre fatal, sie ausgerechnet dann zu beenden. Gut, dass es jetzt war. Das sorgt auch wieder für den rechten Fokus: niemals nachlassen!

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  • Der Club ist keine Über-Mannschaft, die die Gegner mit genialem Paßspiel in Grund und Boden zaubert. Doch wer 18 Spiele in Folge nicht verliert und den Tabellenführer bzw. Zweitplatzierten schlägt, ist bezogen auf das Niveau der Zweiten Liga eine Top-Mannschaft.

    Der FCN ist kein alles dominierendes Super-Team, sondern muss sich alle Siege mit großem Aufwand erkämpfen. Wenn dann die eigentlichen Stärken wie Physis, Kampfgeist oder Druckresistenz einen Dellentag haben, kann der Club auch gegen den Tabellenletzten verlieren, Thema Ausgeglichenheit der 2. Liga.

    Doch ich weigere mich, wegen der Niederlage alles in Frage zu stellen. Platz 3 ist weiterhin aus eigener Kraft zu schaffen. Um das mal ganz eindeutig zu formulieren: Der Relegationsrang ist kein Selbstläufer, sondern ein großer Erfolg! Wer daran zweifelt möge sich den sehr holprigen Saisonstart und die vielen krassen Schiri-Fehler in Erinnerung rufen…

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  • Unsere Mannschaft ist selbstverständlich keine Topmannschaft aber eine gute Mannschaft. Was mich schier krank ärgert ist das teilweise stupide verhalten. Meisterschaft und Abstieg. Pokalsieger und Abstieg. Im Pokal gegen 4 bzw. fünftklasssige Gegner untergehen. Jede Serie muß selbstverständlich irgendwann zu Ende gehen, aber auf das wie kommt es an. Ausgerechnet gegen den Tabellenletzten dem bis dato noch kein Auswärtssieg gelang, das ist hart und zeigt man hat diesen Gegner anfangs unterschätzt. Nach dem 0:1 wuchs der Gegner über sich hinaus und der Club verlor den Faden.

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  • Armin,
    Da hier schon wieder jemand mit dem Zeigefinger unterwegs ist a la: „Ich will das mit dem Deppen nicht lesen“ nochmal zur Klarstellung: Es geht natürlich nicht um die Tatsache nach 18 Spielen mal wieder zu verlieren sondern um das WIE. Und mit Verlaub, die Konstellation gestern hatte ein Stück weit „Deppencharakter“ (Niederlage gegen den Letzten der noch ohne Auswärtssieg war, 2x rote Karte, Gegentore die an einem guten Tag nicht gefallen wären). Man muss da auch nicht permanent alles auf die Goldwaage legen und Selbstzensur üben, auch mal über sich selbst und das eigene Weltbild lachen zu können sollte schon drin sein bei der schönsten Nebensache der Welt. Ich sehe das eher mit einem Schmunzeln, es
    gehört einfach zum Image dieses Vereins, auch so eine Serie nicht „einfach“ zu beenden.

    Und zu Scramjet,
    wenn hier ein paar Fans sich ein Urteil bilden und das ins Internetz stellen wird das wohl kaum am Selbstvertrauen der Mannschaft rütteln. Kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass Weiler morgen den Spielern in der Kabine die ausgedruckten Kommentare herumreicht und dann Entsetzen herrscht weil ein Holzmichel das „Depp“ Wort benutzt hat. Skandal! 😀

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    • belschanov:
      Optimist,

      jeder, der zu halbwegs vernünftigem Denken fähig ist, weiß, dass gestern nichts Besseres hätte passieren können.

      Der Meister des gezielten Missverstehens. Ich bin froh, daraus lernen zu dürfen, wie man das als Stilmittel einsetzen kann. Da explodiert Professor Frinks Sarkasmusdetektor! Danke, dass ich daran teilhaben darf!

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  • Der Club lebte bei seiner Serie vom körperlichen Einsatz, war nie die spielerisch geniale Mannschaft, sondern mußte sich jedes Spiel mühsam erarbeiten, das verdient Respekt kostet aber irgendwann auch Substanz und es ist ja lange gut gegangen. Wenn der Aku leerer wird und dann auch noch Motivationsprobleme gegen den Tabellenletzten hinzu kommen, kann so ein Spiel wie gegen Dusiburg heraus kommen. Ich hatte mit einem mühsamen, trotzdem Arbeitssieg gerechnet, nun ist es leider eine mühevolle Niederlage geworden.

    Will man dem etwas Gutes abgewinnen, dann daß es vielleicht der Warnschuß zum richtigen Zeitpunkt war. Vielleicht stolpern ja die Dosen heute.

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    • belschanov:
      Juwe,

      Motivationsprobleme?

      Ich denke das passiert automatisch unterbewußt, wenn es gegen den Letzten geht, selbst wenn man sich zusammenreißen will.

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  • Aha

    Der letzte alte Zopf wird abgeschnitten: Rainer Zietsch, aktuell Leiter des NLZ, geht zum Saisonende wegen unterschiedlicher Vorstellungen….

    Ist dann eigentlich noch ein Bader-Buddy übrig?

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  • bubbm,
    da wäre für mich erst mal der U17-Trainer dran. Der führt uns geradewegs in den Abstieg….

    Prinzen „performt“ diese Saison immerhin!

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  • Optimist,
    Feiner Sarkasmus, feine Replik, zweimal den Daumen👍🏼👍🏼!
    Bader-Buddy Alex war übrigens, während der Rest der CU-Belegschaft sich hier die Wunden geleckt hat, beim Ligapokalfinale Glasgow Rangers-Peterhead (4-0) – und hat währenddessen wahrscheinlich gemütlich auf einer Couch gesessen… Frage mich, was der wirkliche Zweck seiner Mission war…

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  • Unser dritter Platz scheint so langsam betoniert…

    Man muss es wohl positiv sehen, vor der Saison hätten das die meisten wohl sofort unterschrieben.

    Auch wenn’s bitter ist, gegen Duisburg verloren zu haben: die weitaus größere Überraschung war doch eigentlich die Serie mit 18 ungeschlagenen Spielen. Von daher: abhaken und weiter geht’s.

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  • JOEM,

    habe gerade auf DSF geschaltet und wurde prompt Zeuge des 3:1 für Leipzig. Warum hast du das Melden des Spielstandes eingestellt?

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  • Lieber Dritter als Fürther.
    Wird spannend wie die Saison zu Ende gespielt wird!
    Wird spannend wie die Spannung hochgehalten wird.
    Jetzt kommt es erst recht darauf an die Maschine am laufen zu halten

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  • Nähme man an, die Mannschaft von Leipzig samt Rangnick und Dosensponsor wären heute für Rot-Schwarz, für den ruhmreichen Fußball Club aus Nürnberg angetreten, dann könnte man heute Abend glücklich sein, statt miesepetrig den Meiderichern nachzuwinken.

    Würde man in Nürnberg nicht so sehr die Tradition romantisieren, man hätte es sicher längst geschafft, einen wie den Dosen-Prinzen ins Bette zu kriegen – und man wäre unter der Haube und sähe endlich eine gute Partie.

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  • Vielleicht abschließend:
    „Jedem Abschied wohnt ein Zauber inne“
    Zwei Serien sind hinüber, nun gibt es Platz neue zu schaffen, neue Geschichte(n) zu schreiben. Die Serie nimmt uns niemand, in nur wenigen Wochen wird sie reichlich zitiert werden, und jeder, der Teile davon genießen konnte wird sich darüber erfreuen.

    Zu Gündogan: Ich unterstütze im momentanen Verhandlungspoker ja eher die BVBler, die 45 statt den gebotenen 35 Mios haben möchten…

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  • Wer hätte noch vor einem halben Jahr gedacht, dass der Club jetzt allerbeste Chancen auf Platz 3 hat? Abgesehen von Sonntag, haben seither nicht nur die Ergebnisse, sondern auch die Leistung gestimmt. (Damit will ich nicht sagen, dass Dosenfussball nicht auch ansprechend sein kann, aber dies ist nicht mein Geschmack. Mir schmeckt nicht einmal Dosenbier so richtig.)

    Was die bisherigen 56 Punkte noch bemerkenswerter macht, ist der Ausfall zweier absoluter Leistungsträger und die teilweise haarsträubenden Fehlentscheidungen gegen den Club.

    Man kann sich jetzt praktisch auf die Relegation einstellen. Wenn der Club wieder an die Leistungen vor dem Duisburgspiel anknüpft, sollte er eine gute Aufstiegschance haben. Wenn es soweit kommt, brauchen wir die bestmögliche Mannschaft mit der bestmöglichen Leistung auf dem Platz. Volle Konzentration ist sowieso angesagt und den Rest kann man momentan vergessen und sowieso nicht beeinflussen.

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  • Wäre Schäfer für die Relegationsspiele denn wieder einsetzbar?

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    • Woschdsubbn:
      Wäre Schäfer für die Relegationsspiele denn wieder einsetzbar?

      Ein Rapha in Bestform wäre in diesen Spielen sicherlich keine Schwächung. Insbesondere wegen seiner Erfahrung mit solch das Nervenkostüm strapazierenden Spezialspielen.

      Aber wäre er wirklich unverzichtbar? Denke nein! Pat präsentierte sich in den vergangenen Wochen durchaus gefestigt, mit starken Reflexen und deutlich verbesserter Ausstrahlung. Dass er gegen Duisburg bei einem Gegentor unglücklich aussah – geschenkt. Selbst Neuer spielt nicht fehlerlos.

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      • block4: Dass er gegen Duisburg bei einem Gegentor unglücklich aussah – geschenkt. Selbst Neuer spielt nicht fehlerlos.

        100% agree!

        Der Hinweis darauf, dass er den Ball vielleicht hätte halten können, bedeutet nicht, dass er jetzt schon wieder anzuzählen wäre. Lasst den Pat jetzt mal in Ruhe und geben wir ihm Support – das heißt nicht, dass man nicht sagen kann, dass er den vielleicht halten kann, aber es heißt jetzt nicht gleich nach einem Fehler wieder nach Rapha zu rufen.

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        • Alexander Endl – Clubfans United: 100% agree!

          Der Hinweis darauf, dass er den Ball vielleicht hätte halten können, bedeutet nicht, dass er jetzt schon wieder anzuzählen wäre. Lasst den Pat jetzt mal in Ruhe und geben wir ihm Support – das heißt nicht, dass man nicht sagen kann, dass er den vielleicht halten kann, aber es heißt jetzt nicht gleich nach einem Fehler wieder nach Rapha zu rufen.

          ZUSTIMMUNG!!!

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        • Alexander Endl – Clubfans United: nach einem Fehler

          ich will da nicht einmal von Fehler sprechen.

          Das war ein abgefälschter Ball, der an Fahrt verloren und die Richtung verändert hat. Ein Torwart, der auf den ursprünglichen Schuss reagieren muss, liegt da recht schnell mal gefühlt zu früh. Einmal in der Bewegung ist das nicht mehr zu korrigieren. Sieht halt unglücklich aus, aber ein Fehler? Das geht mir zu weit.

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          • Optimist: ich will da nicht einmal von Fehler sprechen.

            Das war ein abgefälschter Ball, der an Fahrt verloren und die Richtung verändert hat. Ein Torwart, der auf den ursprünglichen Schuss reagieren muss, liegt da recht schnell mal gefühlt zu früh. Einmal in der Bewegung ist das nicht mehr zu korrigieren. Sieht halt unglücklich aus, aber ein Fehler? Das geht mir zu weit.

            Sohn sagt, „den muss er halten“. Sohn hat immer Recht. 🙂

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  • Zu den Pfiffen beim Spiel hab ich gerade was von Preetz gefunden. Eigentlich extrem unsympathisch der Kerl – aber in dem Punkt gebe ich ihm vollkommen Recht und das darf so auf uns Clubfans und die ganzen „Pfeiffen“ weiter verwendet werden:

    Preetz kritisiert Fans: „Nicht zu helfen“
    Beim 2:2 gegen Hannover 96 waren einige Pfiffe der Hertha-Fans von den Rängen zu vernehmen. Dafür hat Manager Michael Preetz kein Verständnis. Aufgrund der starken Heimbilanz von neun Siegen, fünf Unentschieden und nur einer Niederlage sind die Fans im Olympiastadion offenbar erfolgsverwöhnt geworden. Das will Preetz aber nicht tolerieren. „Wer die Leistung der Spieler in dieser Saison nicht honoriert und die Mannschaft gerade in dieser Phase der Saison nicht uneingeschränkt unterstützt, dem ist nicht zu helfen“, sagte er der Bild.

    Was das mit Pat angeht, bin ich vollkommen Alexanders Meinung. Er hat bei dem Gegentor unglücklich ausgesehen, mehr aber auch nicht. Wir müssen aufhören, bei jedem Fehler den ein Spieler macht gleich nach Ersatz zu rufen. Egal auf welcher Position dieser spielt.

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    • Almo: „Wer die Leistung der Spieler in dieser Saison nicht honoriert und die Mannschaft gerade in dieser Phase der Saison nicht uneingeschränkt unterstützt, dem ist nicht zu helfen“, sagte er der Bild.

      In Nürnberg wäre es haargenau so. Ich „höre“ quasi an der Stelle schon die Kommentare: „Gegen den Tabellenletzten die Verbesserung der Chance auf CL verschenkt“ etc.

      Die Vergleiche mit der Hertha enden aber da, denn die Situationen sind nochmal andere und gibt Preetz Recht: Hertha ist ein absoluter Ausreißer nach oben in der Saison, auch weil man beim „Best of the Rest“ gegen deutlich stärkere Mannschaften die Gunst der Stunde bisher nutzen konnte. Faktisch hätte (zumindest ich) vor der Saison nicht sicher prognostizieren können, ob Hertha oder Hannover am Ende tabellarisch weiter vorne stehen. Dass dann ein Sieg nur gefordert wird, weil man eben nun mal oben steht und es ein Heimspiel ist, entbehrt jeder Sachlichkeit. Hannover hat mit Kiyotake den besten Vorbereiter wieder am Start und mit dem Trainerwechsel den Druck abgelegt, während bei der Hertha der Druck immer mehr steigt das jetzt nicht zu vergeigen. Insoweit dann doch noch eine Parallele zum MSV-Spiel. Der FCN ist in der Liga aber da, wo er sich (im Idealfall!) selbst erwartet hat. Im Grunde ist die ganze obere Tabelle ja wie zu erwarten war. Nur unten tummeln sich drei unfreiwillige Ausreißer in der Liga.

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  • Alexander Endl – Clubfans United,
    das ist ein „kann“-Ball, kein „muss“-Ball, sage ich. Auch wenn es ziemlich nach „muss“ ausgesehen hat.

    Aber ich will Deinem Sohn nicht widersprechen, schließlich ist er da vom Fach!

    Was kann ich da als ehem. Offensiv-Allrounder schon wissen 😉

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  • Erfreulicherweise hat Pat seine Sache bisher sehr gut gemacht, aber ich meine auch, dass der Schuss vom Sonntag haltbar war. Solche Sachen passieren auch den besten Torleuten.

    Wenn Rapha überhaupt noch mal zurückkommt (wie es ausschaut, ist dies sowieso unwahrscheinlich), sollte man trotzdem schauen, mit wem man sich die besten Chancen ausrechnet. Dies müsste man halt dann aufgrund von Trainingsleistungen und anderen Gesichtspunkten abwägen. Ansonsten wird es halt keinen Konkurrenskampf auf der Position geben.

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    • Peter: Erfreulicherweise hat Pat seine Sache bisher sehr gut gemacht, aber ich meine auch, dass der Schuss vom Sonntag haltbar war. Solche Sachen passieren auch den besten Torleuten.

      Keine Frage, dass der Ball haltbar war. Ich finde aber, zwischen „haltbar“ und „Fehler“ liegt noch eine Menge dazwischen.

      Ein Torwartfehler ist, wenn man den Ball durchrutschen lässt, daneben faustet, dem Gegner in die Füße spielt oder Ähnliches. Wie Schäfer gegen Augsburg, als er sich den Ball durch die Beine warf. Auch die Abwehr nach vorne zum einschussbereiten Gegner, wenn die Parade nicht eh schon eine Glanztat war, ist im Grenzbereich zum Fehler. Aber das hat schon noch eine andere Qualität als „haltbar“.

      Deshalb meine Einschätzung, dass es zwar unglücklich aussah, aber kein echter Torwartfehler war.

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      • Optimist: Keine Frage, dass der Ball haltbar war. Ich finde aber, zwischen „haltbar“ und „Fehler“ liegt noch eine Menge dazwischen.

        Versuche das zu verstehen: Einen haltbaren Ball nicht zu halten, ist nur dann ein Fehler, wenn der Ball quasi so derart haltbar ist, dass man quasi wegspringen muss, um nicht getroffen zu werden.

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  • Optimist,
    ich habe auch nicht von einem Fehler gesprochen. Man kann natürlich an klare Fehler von jedem Torwart erinnern, was überhaupt nichts aussagt. (Ich weiss gar nicht, welches Spiel gegen Augsburg du meinst.)

    Laut Kikcer war Rapha (Kickernote 2,67) vor seiner Verletzung noch besser drauf als Pat (3,10) jetzt. Es käme jedoch eh auf die Form Ende Mai an. Ich kann jetzt nicht sagen, wen ich dann bevorzugen würde.

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