Ein Fan geht von der Fahne

"Im Prinzip schon, mein Sohn, im Prinzip schon."
„Ist doch klar, dass man irgendwann ein Tor fängt, wenn man bloß hinten drin steht, wenn keinerlei Entlastung da ist, wenn die Abwehr nie Zeit zum Durchschnaufen hat. Was der Club im Spiel nach vorne heute und schon im Hinspiel geboten hat, ist an Hilflosigkeit nicht zu überbieten. Da läuft kein Ball über mehr als zwei Stationen, da werden, wenn mal Raum zum Kontern da ist, Pässe gespielt, für die sich jeder Jugendspieler vom Trainer einen Anschiss einhandelt, da kommt kein Stürmer auch nur einmal am Gegenspieler vorbei…“

 

"Warum? Das war eindeutig abseits."
„Aber immerhin haben sie öfter aufs Tor geschossen als in Frankfurt. Sie hatten sogar eine richtig gute Torchance. Wenn Kerk den Ball da richtig getroffen hätte…“

 

"Wenn der Club in der letzten Minute den Ausgleich macht, gibt es kein Abseits. Dann hat der Schiedsrichter nicht zu pfeifen. Dann darf er nicht pfeifen!"
„Eine Torchance in 180 Spielminuten! Eine einzige Torchance!“

 

Doch noch eine Ecke für den 1. FC Nürnberg", sagt der Mann im Fernseher. "Das wäre ein Ding...
„Und jetzt der Schlusspfiff!“, verkündet der Mann im Fernseher, „Eintracht Frankfurt bleibt in der Bundesliga und für den 1. FC Nürnberg ist der Traum vom Aufstieg gestorben. Bitter für die Nürnberger, die ohne die Gelder, die in der Bundesliga fließen, vor komplizierten Zeiten stehen. Ob der Club in der nächsten Saison einen Spielerkader finanzieren kann, der die Aussicht bietet, um den Aufstieg mitzuspielen, ist mehr als fraglich. Realistisch ist eher eine lange Verweildauer jenseits der Erstklassigkeit. Eine ernüchternde, ja man darf sagen, eine niederschmetternde Situation für den neunmaligen deutschen Meister und vierfachen Pokalsieger, dessen Spieler, von denen im Moment niemand sagen kann, ob sie in der nächsten Saison noch das Trikot des FCN tragen werden, jetzt geschlagen am Boden liegen und die – was für Bilder! was für eine großartige Geste des Frankfurter Trainers! – von Nico Kovac getröstet werden, dessen Bruder Robert, sein Co-Trainer, übrigens einmal hier in Nürnberg gespielt hat, ein vorzüglicher Innenverteidiger, den der FCN natürlich nicht lange halten konnte.“

 

"Im Prinzip schon, mein Sohn, im Prinzip schon."
„Tja, mein Sohn, wird lange dauern, bis der Club wieder in der Bundesliga spielt, und ob ich mir das Herumgegurke in der zweiten Liga noch länger antu, muss ich mir schwer überlegen. Meine Geduld ist erschöpft, mein Sohn. Ich glaub‘, ich schau‘ mir das nicht mehr an, das macht doch keinen Spaß mehr, das bringt doch nur Verdruss, mein Herz, meine Gesundheit, ich muss auch auf meine Gesundheit achten.“

 

"Aber das wäre gegen die Regeln. Das wäre unfair."
„Schaust du dann überhaupt keinen Fußball mehr, Papi?“

 

"Wenn der Club in der letzten Minute den Ausgleich macht, gibt es kein Abseits. Dann hat der Schiedsrichter nicht zu pfeifen. Dann darf er nicht pfeifen!"
„Nationalmannschaft schon noch. Und dann geh‘ ich vielleicht wieder öfter zum ASV Rote Fahne Brummbär.“

 

"Warum? Das war eindeutig abseits."
„Ist das der Verein, wo du am Donnerstagabend immer im Sportheim Skat spielst?“

 

"Wenn der Club in der letzten Minute den Ausgleich macht, gibt es kein Abseits. Dann hat der Schiedsrichter nicht zu pfeifen. Dann darf er nicht pfeifen!"
„So ist es. Da schau‘ ich mir dann mit einem Bier in der Hand ganz entspannt Bezirksligafußball an. Du musst wissen, mein Sohn, der ASV Rote Fahne war mal ne große Nummer. Vor der Einführung der Bundesliga gehörte er sogar der Oberliga an, das war damals die höchste Spielklasse. Der Opa hat da lange in der zweiten Mannschaft gespielt. Für die Bundesliga haben die Rahmenbedingungen nicht gereicht, aber er hielt sich dann ein paar Jahre in der Regionalliga, damals zweithöchste Spielklasse, und war dann dauerhaft drittklassig, was für einen Verein dieser Größenordnung ein erstaunlicher Erfolg war. Es gab Gerüchte, dass dies durch Gelder aus Ost-Berlin ermöglicht wurde, vielleicht ist da auch was dran, denn nach der Wiedervereinigung, ging es mit dem Verein schnell bergab.“

 

"Warum? Das war eindeutig abseits."
„Und den Club schaust du dir nie mehr an?“

 

"Im Prinzip schon, mein Sohn, im Prinzip schon."
„Erst wenn er wieder in der Bundesliga ist. Oder natürlich, wenn er in der zweiten Liga um den Aufstieg mitspielt.“

 

"Aber das wäre gegen die Regeln. Das wäre unfair."
„Du bist aber kein guter Fan, Papi.“

 

"Im Prinzip schon, mein Sohn, im Prinzip schon."
„Ich bin vielleicht kein guter Fan, mein Sohn, aber ein wahrer. Ich bin ein wahrer Fan.“

[Zum Spiel: klick, klick, klick, klick, klick, klick.]

26 Gedanken zu „Ein Fan geht von der Fahne

  • Das mit dem wahren Fan verstehe ich nicht. Soll uns das vor Augen führen, dass jeder Fan im Grunde doch (nur) Erfolgsfan ist? Ich bitte um Aufklärung.

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    • belschanov | Clubfans-United:
      Holzmichel,

      in der Frage: „Was will der Autor uns sagen?“ äußert sich ein überholtes Literaturverständnis.

      Das aber sehr schwer aus dem Literaturunterricht zu entfernen ist. Dabei ist fast nichts uninteressanter für die Literatur als die Autorenintention. Ich möchte nicht so weit gehen wie Roland Barthes, der den „Tod des Autors“ proklamiert, schließlich wünsche ich dem Autor ein langes Leben, aber er ist doch eher uninteressant, viel wichtiger ist die Rezeption. Wie kommt es beim Leser an, was empfindet der Leser. Daher die Frage an Holzmichel, was empfindest Du denn? Wie deutest Du es dann auf Grund der Summe der Erfahrungen Deines Lebens? Ich für mich habe „wahr“ hier mit dem englischen „true“ gleichgesetzt, was ja auch „ehrlich“ bedeutet. Und ehrlich isser ja, der Papa Bär.

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  • Soso, überholtes Literaturverständnis. Soweit ich mich erinnere wurden Textinterpretationen im Deutsch GK und auch zuvor in der Oberstufe rauf und runter exerziert. Nur muss ich nicht interpretieren, hier kann ich den Autor direkt adressieren.

    Mich verwirrt das „wahrer Fan“, ehrlich. Wenn Papa Bär sich eine Auszeit nimmt bis der Club wieder erfolgreich ist, mag das ehrlich sein, weil er den Misserfolg nicht erträgt. Meint er aber wahr i.S.v. wahrhaftig, so möchte ich doch widersprechen. Der wahre/wahrhafte Fan ist doch der, der auch und gerade in Zeiten des Misserfolgs zu seinem Verein steht. Das setzt natürlich voraus, dass so ein Verein (ders dem 60er Lied nach bekanntlich nicht leicht hat!) Anziehungkraft über den sportlichen Erfolg hinaus zu bieten hat. Beispiele: Tolle/interessante andere Fans mit denen man muntere Stammtische veranstalten kann. Eine ereignisreiche Vergangenheit, die Identität stiftet bis in die Gegenwart hinein. Liedgut, Vereinsfarben und -trikots usw.

    Das betont ja auch der Meeske immer wieder: Der Club muss auch abseits des Spieltags greifbarer und erlebbarer werden. Das ist letztendlich auch die gesellschaftliche Funktion von Vereinen: Kollektive Güter schaffen und Menschen zusammenbringen. Natürlich gelingt das einem (Profi-)Sportverein leichter, wenn er erfolgreich ist. Eine notwendige Bedingungen ist das aber nicht.

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    • Holzmichel:
      Soso, überholtes Literaturverständnis. Soweit ich mich erinnere wurden Textinterpretationen im Deutsch GK und auch zuvor in der Oberstufe rauf und runter exerziert. Nur muss ich nicht interpretieren, hier kann ich den Autor direkt adressieren.

      Mich verwirrt das „wahrer Fan“, ehrlich. Wenn Papa Bär sich eine Auszeit nimmt bis der Club wieder erfolgreich ist, mag das ehrlich sein, weil er den Misserfolg nicht erträgt. Meint er aber wahr i.S.v. wahrhaftig, so möchte ich doch widersprechen. Der wahre/wahrhafte Fan ist doch der, der auch und gerade in Zeiten des Misserfolgs zu seinem Verein steht. Das setzt natürlich voraus, dass so ein Verein (ders dem 60er Lied nach bekanntlich nicht leicht hat!) Anziehungkraft über den sportlichen Erfolg hinaus zu bieten hat. Beispiele: Tolle/interessante andere Fans mit denen man muntere Stammtische veranstalten kann. Eine ereignisreiche Vergangenheit, die Identität stiftet bis in die Gegenwart hinein. Liedgut, Vereinsfarben und -trikots usw.

      Das betont ja auch der Meeske immer wieder: Der Club muss auch abseits des Spieltags greifbarer und erlebbarer werden. Das ist letztendlich auch die gesellschaftliche Funktion von Vereinen: Kollektive Güter schaffen und Menschen zusammenbringen. Natürlich gelingt das einem (Profi-)Sportverein leichter, wenn er erfolgreich ist. Eine notwendige Bedingungen ist das aber nicht.

      Da bin ich ganz bei Dir. Der FCN ist für mich mehr als die Mannschaft, die momentan auf dem Platz steht. Alleine die vielen Menschen, die ich Dank CU persönlich kennengelernt habe (ja, auch Dich, Beate. In der Meinung getrennt, in der Farbe vereint, RSG!), waren etwas Besonderes.
      Der eine plant für die Bahn, der nächste malt Ölschinken, einer filmt für Sky, der nächste liest Bücher und bekommt Geld dafür, einer plant Rückrufaktionen in der Automobilindustrie auf einer Auswärtsfahrt per Handy, der andere kann beruflich immer Wein trinken, und so vieles mehr. Bundesdeutscher Herr Mustermann ist irendwie keiner von uns ?

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      • Alex,
        Wie sieht denn die Definition des Herrn Mustermann aus?
        Der Malergeselle von nebenan kann doch auch etwas Besonderes sein…
        Oder ist die CU-Plattform wirklich nur für besonders erfolgreiche und demzufolge auch intelligente Menschen ein Treffpunkt?!?! Kann natürlich auch sein, dass Du dich auch nur mit „denen“ treffen bzw. messen willst…
        Wahrscheinlich liegt es einfach nur daran, dass wir alle Glubbfans sind!

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  • @Holzmichel und Alex:

    Was ihr sagt, klingt community-orientiert und tribal: Der Verein als Aufhänger für identitätssiftende Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe (mir san mir…). Das Verhältnis des großen Bären zu seinem Verein scheint mir privater zu sein.

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  • belschanov | Clubfans-United,
    eigentlich weist der Große Bär den Weg in der Dunkelheit. Er deutet auf den Stern des Nordens, der viel schöner ist, als der Stern des Südens.

    Das scheint mir hier aber nicht der Ansatz zu sein, mir scheint der Große Bär eher selbst verirrt….

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  • Der Verein ist und bleibt mein Verein,egal in welcher Liga.die Verbundenheit bleibt weil es eine Verbindung ist an meine Ursprungsregion und meine Jugend und wenn es den Anschein hat das er, trotz aller Umstände doch eventuell es schaffen könnte packt es mich auch jedesmal emotional aufs Neue.Aber es wird immer schwerer, wenn man die Rahmenbedingungen sieht, wenn man das Gesamtkonstrukt sich ansieht.Wenn man realisiert unter welchen abgekarteten Bedingungen zu welch unterschiedlichen Bedingungen eigentlich gleiche Konkurenten in den sportlichen Wettkampf gehen.Es gibt keinen fairen Wettstreit in einem bewusst unfair gestalteten Wettbewerb.Ich sehe leider keinen Zusammenschluss der Kleinen gegen die Großen.Keine gleichen Vorraussetzungen ,keinen Willen dazu.Angefangen bei den TV-Geldern bis zu den Standort Vorraussetzungen.Solange das so bleibt und das Mir am Meisten regiert, bleibt einem nur das leise Wunder gibt es immer wieder Pfeifen.Natürlich haben eigene Fehler der einzelnen Vereine auch ihren Einfluss aber im Großen Ganzen wird eine Verbesserung der eigenen Lage nur unter Begleitung best möglicher Zufälle und Umstände gelingen.Und das ist leider so gewollt.

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  • Ist doch ganz einfach: Wahre Fans schwafeln zwar bei Misserfolg von „Auszeit“ u.ä. (emotionaler Selbstschutz), können aber eigentlich das nächste Spiel kaum erwarten.

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  • Was Großer Bär verdrießlich stimmt
    und häufig uns den Spaß wegnimmt,
    ist halt der Druck der tiefen Leiden,
    an denen Gegner sich gern weiden.
    Ich versteh den Großen Bären –
    lasst ihn zunächst bitte gewähren.
    Wir bleiben, sag ich unumwunden,
    nicht nur als Clubfan eng verbunden.

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    • clubfanseit1965:

      Was Großer Bär verdrießlich stimmt
      und häufig uns den Spaß wegnimmt,
      ist halt der Druck der tiefen Leiden…

      Die Wahrheit drückt sich am wahrsten in der Poesie aus…

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  • Ein wahrer Fan saß am Montag Abend mit dem Schlusspfiff zusammengesunken auf seinem Plasikstuhl, vielleicht Block 14 oder 16, und fühlte sich zerstört von der Wucht der Chancenlosigkeit, die er nicht nur soeben vor Augen geführt bekam, sondern die er aus bekannten Gründen auch perspektivisch vorausahnte – eine Mischung in dem Häufchen Elend wahren Clubfans aus Gesundheitsgefährdung, Trost- und Hilflosigkeit machte sich breit…

    …während er aus der nahen Ferne oder fernen Nähe ein „Ich bereue diese Liebe nicht“ und später ein beeindruckendes „You’ll never walk alone“ von den guten Fans vernahm, die in allen Lebenslagen muntere Liedchen zu singen in der Lage scheinen…

    …der wahre Fan saß da, stellte sich, den Club und sein Umfeld infrage und sah sich außerstande in die Gesänge einzustimmen…

    Ich wäre auch gerne ein guter Fan, aber dazu reicht es nicht, weil mich in diesen reichlich beschissenen Momenten einfach kein positiver Gedanke erreichen kann – wahrlich nicht.

    Habt Nachsicht mit einem wahren Clubfan.

    Danke.

    PS
    Wann beginnt die nächste Saison?

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    • Teo:

      Ich wäre auch gerne ein guter Fan, aber dazu reicht es nicht, weil mich in diesen reichlich beschissenen Moment einfach kein positiver Gedanke erreichen kann – wahrlich nicht.

      Habt Nachsicht mit einem wahren Clubfan.

      Danke.

      PS
      Wann beginnt die nächste Saison?

      Machen wir uns nix vor, keine Beziehung in unserem Leben dauert länger als die zum Club und ist krisenfester.

      Ist es eigentlich Zugall, dass das Bierfest im Burggraben immer kurz nach Ende der Saison stattfindet oder denkt da jemand an die Clubfans?

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  • Nick Hornby beschrieb in seinem Buch Feverpitch ganz großartig was es heißt Fan zu sein.
    Und wie oft schon stand früher im 13 Block ein ca 60 jähriger Fan der jedesmal nach Spielende sagte das er nun die Schnauze voll hat und nicht mehr kommt!
    Am nächsten Spieltag stand er wieder vor mir.
    Selbstschutz ist gut, funktioniert aber nur solange wie Sommerpause ist.

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  • Optimist,
    der Große <bär< scheint eher selbst verirrt…scheint mir auch so, also ich geh schon nicht mehr so viel hier rein, und ich kann belschanov nicht nur verstehen, ich bin früher auswärts dabei gewesen, dann irgendwann nicht mehr (weil zuviel verloren wurde, nicht nur z.B. 0:7 Niederlagen in Stuttgart!), dann nur noch zu Hause ins Stadion gegangen, und dann auch das seltener….und jetzt seit 9 Jahren ging es immer mehr bergab…und jetzt sah es erstmals wieder mal besser aus (durch den möglichen Aufstieg)…und dann kriegt man eine angeschlagene
    Frankfurter Mannschaft, die offensichtlich nervös war…die auch ganz stark mit sich zu tun hatte…für mich war da die Aufstiegschance bei 80%…und damit den schlimmen 2014 Abstieg wieder gut zu machen…und dann so ein Rückspiel…nach einem glücklichen 1:1 im Hinspiel (mit einer verständlichen Auswärts-Defensiv-Taktik!)…aber so eine Rückspiel Leistung vor eigener Kulisse…ein Freund hat mir letzthin gesagt,,,so schwach hätte er den Club niemals erwartet…und das zu Hause vor vollem Hause…!
    Kein Verständnis mehr dafür, also ich geh auch nicht so schnell mehr raus, dann schau ich mal woanders zu, bei denen wo ich mich nicht mehr ärgern muß…der Club ist für mich seit langem irgendwie ein Hobby wo man sich oder ich mich ärgere…aber dieses 0:1 war der absolute Tiefpunkt nach vielen früheren Ärgernissen…verstehe den belschanov sehr gut!!!
    Und Weiler meinte noch, wir wollten den Gegner unter Druck setzen im Rückspiel und angeblich nicht auf 0:0 spielen…davon habe ich jedenfalls nichts gesehen…nicht mal kleine Ansätze habe ich gesehen…Danke trotzdem!

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    • alex: also ich geh auch nicht so schnell mehr raus, dann schau ich mal woanders zu, bei denen wo ich mich nicht mehr ärgern muß…

      …und tschüss!

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    • alex: Frankfurter Mannschaft, die offensichtlich nervös war…die auch ganz stark mit sich zu tun hatte…für mich war da die Aufstiegschance bei 80%…und damit den schlimmen 2014 Abstieg wieder gut zu machen

      Da liegt schon der Fehler eine Aufstiegschance von 80% gegen einen Bundesligisten, der genau am Ende der Saison im größten Aufwind war, hat es nie gegeben.

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    • alex:
      Optimist,
      der Große <bär< scheint eher selbst verirrt…scheint mir auch so, also ich geh schon nicht mehr so viel hier rein, und ich kann belschanov nicht nur verstehen, ich bin früher auswärts dabei gewesen, dann irgendwann nicht mehr (weil zuviel verloren wurde, nicht nur z.B. 0:7 Niederlagen in Stuttgart!), dann nur noch zu Hause ins Stadion gegangen, und dann auch das seltener….und jetzt seit 9 Jahren ging es immer mehr bergab…und jetzt sah es erstmals wieder mal besser aus (durch den möglichen Aufstieg)…und dann kriegt man eine angeschlagene
      Frankfurter Mannschaft, die offensichtlich nervös war…die auch ganz stark mit sich zu tun hatte…für mich war da die Aufstiegschance bei 80%…und damit den schlimmen 2014 Abstieg wieder gut zu machen…und dann so ein Rückspiel…nach einem glücklichen 1:1 im Hinspiel (mit einer verständlichen Auswärts-Defensiv-Taktik!)…aber so eine Rückspiel Leistung vor eigener Kulisse…ein Freund hat mir letzthin gesagt,,,so schwach hätte er den Club niemals erwartet…und das zu Hause vor vollem Hause…!
      Kein Verständnis mehr dafür, also ich geh auch nicht so schnell mehr raus, dann schau ich mal woanders zu, bei denen wo ich mich nicht mehr ärgern muß…der Club ist für mich seit langem irgendwie ein Hobby wo man sich oder ich mich ärgere…aber dieses 0:1 war der absolute Tiefpunkt nach vielen früheren Ärgernissen…verstehe den belschanov sehr gut!!!
      Und Weiler meinte noch, wir wollten den Gegner unter Druck setzen im Rückspiel und angeblich nicht auf 0:0 spielen…davon habe ich jedenfalls nichts gesehen…nicht mal kleine Ansätze habe ich gesehen…Danke trotzdem!

      Wie hoch ist oftmals der Unterschied zwischen „wollen“ und „können“? Gewaltig!

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      • Juwe: Da liegt schon der Fehler eine Aufstiegschance von 80% gegen einen Bundesligisten, der genau am Ende der Saison im größten Aufwind war, hat es nie gegeben.

        Hans 65: Wie hoch ist oftmals der Unterschied zwischen „wollen“ und „können“? Gewaltig!

        Genau, das trifft beides den Nagel auf den Kopf.

        Das war das Paradebeispiel für die alte Fußballweisheit: „man spielt immer nur so gut, wie der Gegner es zulässt“.

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  • Ich bin kein Bilanzprofi,deshalb habe ich dafür auch keine Erklärung:

    Die ominösen fünf Prozent

    NZ: Und das belief sich zum 30. Juni 2015 auf rund 3,2 Millionen Euro. Weil es bis zum 31. Dezember nicht um fünf Prozent verringert wurde, musste der Verein rund 600 000 Euro Strafe zahlen. Die Lizenz für die kommende Saison haben Sie unter Auflagen gestern erhalten. Beim nächsten Mal droht aber ein Punktabzug…

    5 % von 3,2 Mio. sind 160.000,– €. Die waren nicht aufzubringen, deshalb war eine Strafe in Höhe von 600.000 € fällig. Deshalb meine möglicherweise doofen
    Fragen:

    a) wo kamen die 600.000 für die Strafzahlung her?
    b) was ist denn das für eine Absurdität, einen finanziell klammen Verein mit einer Stafe zu belegen, die das 3,75-fache des Vergehens ausmacht.

    Habe ich mich hier gendanklich irgendwie vergaloppiert?

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    • Hans 65:
      Und das belief sich zum 30. Juni 2015 auf rund 3,2 Millionen Euro. Weil es bis zum 31. Dezember nicht um fünf Prozent verringert wurde, musste der Verein rund 600 000 Euro Strafe zahlen. Die Lizenz für die kommende Saison haben Sie unter Auflagen gestern erhalten. Beim nächsten Mal droht aber ein Punktabzug…
      5 % von 3,2 Mio. sind 160.000,– €. Die waren nicht aufzubringen, deshalb war eine Strafe in Höhe von 600.000 € fällig. Deshalb meine möglicherweise doofen
      Fragen:
      a) wo kamen die 600.000 für die Strafzahlung her?
      b) was ist denn das für eine Absurdität, einen finanziell klammen Verein mit einer Stafe zu belegen, die das 3,75-fache des Vergehens ausmacht.

      Habe ich mich hier gendanklich irgendwie vergaloppiert?

      Lösungsansatz:
      Möglicherweise waren in der Zeit vom 30.06.-31.12.2015 sogar noch weitere Schulden aufgelaufen, so dass zum 31.12. eben nicht nur die 160T sondern dieser Betrag plus X hätte abgetragen werden müssen. Und wer weiß, wie groß X war!

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  • Strafen sollen ja auch abschreckend wirken, wenn die Strafe nicht wbeh tut halten sich noch weniger daran.

    Alternative ist ja immer Punktabzug oder Verweigerung der Lizenz, das hat beides am Ende (Ligazugehörigkeit, Tabellenplatz) auch Auswirkungen auf die Einnahmen (z.B. Fernsehgelder).

    über die Höhe der Strafe kann man sich immer streiten, aber da gibt es sicher auch Erfahrungen bei der DFL und es gibt eben einen Strafrahmen, dem sich alle Teilnehmer unterworfen haben. Darüber zu lamentieren ist nicht zielführend, der Verein muss schlicht lernen, mit dem auszukommen, was er erwirtschaftet.

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